CEO Felix Plog: Thermondo erreicht erstmals Profitabilitätsziel
Eine Buderus-Wärmepumpe von Thermondo installiert: Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wärmepumpen rechnet das Unternehmen erstmals mit einem Gewinn von 12 Mio. Euro. Bild: thermondo
„Im Zentrum dieses Erfolgs steht unsere neue Tech-Plattform: Mithilfe von KI, Automatisierung und unserem starken Team bauen wir Thermondo konsequent zu einer partnerfähigen, produktagnostischen Plattform aus – und machen die Elektrifizierung in Top-Qualität für alle Hausbesitzer erschwinglich“, erklärt CEO Felix Plog. Bild: Patrycia Lucas / thermondo
Berlin. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 rechnet Thermondo nach aktueller Prognose erstmals seit Gründung mit einem positiven Konzern-Ergebnis von 12 Mio. Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), teilt das Unternehmen mit und nennt als Grund die hohe Nachfrage nach Wärmepumpen sowie Skaleneffekte und Effizienzgewinne. „2026 wird das erste profitable Geschäftsjahr in der Thermondo-Geschichte“, so CEO Felix Plog. Die Hintergründe und die weiteren geplanten Schritte hat die IKZ.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen Rekordumsatz von mehr als 275 Mio. Euro. Dies sei ein Plus von rund 30 %gegenüber dem Vorjahr (2025: 212 Mio. Euro). „Umsatztreiber bleibt die Wärmepumpe als Kernprodukt, die im laufenden Geschäftsjahr sowohl im Vertrieb als auch in der Installation Höchstwerte verzeichnet“, teilt das Unternehmen mit, das für das laufende Jahr 20 000 installierte Wärmepumpen prognostiziert. Als Ziel für die kommenden Jahre rechnet Thermondo mit jährlich mindestens 10 000 installierten Anlagen.
So haben sich der Umsatz und die Zahl der installierten Wärmepumpen entwickelt
Der Umsatz der Unternehmensgruppe stieg bereits 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 47 % auf 211,76 Mio. Euro. 2024 waren es 143,87 Mio. Euro. Trotzdem verzeichnete das Unternehmen 2025 einen Verlust von 24,05 Mio. Euro (Konzern-EBITDA). Im Jahr zuvor, 2024, belief sich der Verlust noch auf 27,18 Mio. Euro. Als Grund für dieses negative Ergebnis nennt Thermondo auch „Investitionen in die künftige Skalierung“ und ein weiterer „Ausbau der Installations- und Servicekapazitäten“. Letztlich seien es aber diese Skaleneffekte und Effizienzgewinne gewesen, die dafür gesorgt hätten, dass sich das Verhältnis der Betriebsausgaben zum Umsatz im Jahr 2026 drastisch reduziert habe.
Ein Blick auf die Zahl der installierten Wärmepumpen verdeutlicht noch einmal diese Entwicklung: 2025 installierte der Konzern 5456 Wärmepumpen, das waren rund 39 % mehr als im Vorjahr und entsprach laut Unternehmensangaben einen Marktanteil von etwa 3 %. Seit der Gründung 2012 hat Thermondo damit über 60 000 Anlagen installiert.
Strategie-Wechsel: Vom Wärmepumpen-Installateur zum Gesamtanbieter für Elektrifizierung im Eigenheim
„Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) und die reformierte BEG-Förderung geben einen klaren Rahmen für die nächsten Jahre vor und bieten Investitionssicherheit bis 2030“, schreibt das Unternehmen und rechne dementsprechend mit einer kontinuierlich hohen Nachfrage und einer anhaltenden Umsatzsteigerung. Auf dieser Basis will sich die Gruppe mit einer klaren Wachstumsstrategie konsequent zu einer ganzheitlichen Plattform für die Heimelektrifizierung weiter entwickeln. Gestärkt werden soll auch der Geschäftsbereich für Kommunen (Kommunen und Stadtwerke im Fokus) und Energielösungen für Mehrfamilienhäuser.
„Im Zentrum dieses Erfolgs steht unsere neue Tech-Plattform: Mithilfe von KI, Automatisierung und unserem starken Team bauen wir Thermondo konsequent zu einer partnerfähigen, produktagnostischen Plattform aus – und machen die Elektrifizierung in Top-Qualität für alle Hausbesitzer erschwinglich“, erklärt CEO Felix Plog. Dafür seien neue Angebote für reine Photovoltaik- und Batteriespeicher-Lösungen sowie Services zur Flexibilitätsvermarktung geplant. Was für die SHK-Fachbetriebe interessant sein kann: In den kommenden Monaten will Thermondo die Zusammenarbeit mit externen Installationspartnern intensivieren (Thermondo sucht SHK-Partner).
www.thermondo.de