IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Tue, 18 Jun 2019 18:58:14 +0200 Tue, 18 Jun 2019 18:58:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-28425 Thermondo: Eigene Gas-Brennwertheizung ist erst der Anfang https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/thermondo-eigene-gas-brennwertheizung-ist-erst-der-anfang/ Unternehmen aus Berlin will auch eine Solarthermieanlage auf den Markt bringen  

Diese Nachricht lässt die SHK-Branche aufhorchen: Thermondo bringt mit dem „t1“ erstmals eine eigene Gas-Brennwertheizung auf den Markt. Das Gerät der Effizienzklasse A+ wird vom mittelständischen Unternehmen MHG Heiztechnik entwickelt und kostet für den Endkunden – inklusive Montage – 6900 Euro aufwärts. Inbegriffen sind eine Garantie über 15 Jahre und eine App-basierte Smart-Home-Steuerung von tado. Welches Ziel verfolgt Thermondo mit dem Einstieg zum Hersteller? Ist geplant, weitere Modelle zu präsentieren? Die IKZ hat nachgehakt und wird in der Ausgabe 14 berichten. Registrierte Mitglieder auf ikz-select.de können den Artikel schon vorab lesen:

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Tue, 18 Jun 2019 12:59:52 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_Thermondo-1_faa76ba883.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_Thermondo-1_241fde0960.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Thermondo-1.jpg
news-28397 Wolf: Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/wolf-wohnraumlueftung-mit-waermerueckgewinnung/ Die „Comfort Wohnraumlüftung“ (CWL) mit Wärmerückgewinnung gilt bei Wolf als Klassiker unter den zentralen Wohnraumlüftungen. Der Spezialist für Raumklima legt jetzt diese Serie neu auf: Mit der „CWL-2“ als Neuentwicklung möchte Wolf in puncto Leistung, Komfort, Installation und Wartung neue Maßstäbe setzen.  

Erhältlich ist das Wohnraumlüftungsgerät zunächst in zwei Baugrößen mit Luftleistungen von 325 m³/h und 400 m3/h und einem Wärmebereitstellungsgrad bis zu 99 %. Bereits bekannte Funktionsmerkmale der „CWL“-Baureihe sind auch in der „CWL-2“ serienmäßig enthalten. Dazu zählen beispielsweise ein automatischer Bypass und Vorheizregis­ter als Frostschutz.
Mit dem auf Aerodynamik optimierten Innenleben verspricht Wolf einen „extrem leisen Lüftungsbetrieb auch bei hohen Drehzahlen“. Die neue „Constant-Flow“-Regelung mit Volumenstrommessung ermöglicht mittels Flügelradanemometer konstante Luftmengen. Eine Geräteversion ist auch mit Enthalpie-Wärmeübertrager erhältlich.

Wolf GmbH, Industriestr. 1, 84048 Mainburg, Tel.: 08751 74 - 0, Fax: - 1600, info@wolf.eu, www.wolf.eu

 

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Tue, 18 Jun 2019 09:19:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_57_Wolf-Comfort-Wohnraumlueftung_331af9f80b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_57_Wolf-Comfort-Wohnraumlueftung_45c9b8f09c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/57_Wolf-Comfort-Wohnraumlueftung.jpg
news-28421 Kostenloser Cyber-Sicherheitscheck deckt Schwachstellen auf https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kostenloser-cyber-sicherheitscheck-deckt-schwachstellen-auf-1/ Berlin.  Mittelständische Unternehmer unterschätzen oftmals das Risiko, Opfer einer Hackerattacke zu werden. Wie gut sie tatsächlich gegen Datenklau und Erpressung übers Internet geschützt sind, können Unternehmer mit dem Cyber-Sicherheitscheck der deutschen Versicherer herausfinden.  

Der Sicherheitscheck in Fragebogenform kommt zunächst mit nur zehn Fragen aus und deckt dabei bereits Schwachstellen auf. Danach passt er sich dem individuellen Risiko an. Wenn ein Unternehmen etwa mit sensiblen Daten umgeht, vernetzt produziert oder Online-Handel betreibt, werden entsprechende Zusatzfragen mit höheren Anforderungen an die IT-Sicherheit gestellt. Die Ergebnisse des Sicherheitschecks können mit einem Passwort geschützt und jederzeit wieder aufgerufen werden. Wer seinen persönlichen Link zusammen mit seinem Passwort weitergibt, kann seine Antworten und Hinweise auch an IT-Dienstleister oder Cyber-Versicherer senden.
Kurzlink zum Cyber-Sicherheitscheck:
https://bit.ly/2FCBEZH

 

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Tue, 18 Jun 2019 09:15:23 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_007001_bb5bdf661d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_007001_9005a48a3b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/IKZD_19_05/007001.jpg
news-28417 Scanner als Schlüsselersatz https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/scanner-als-schluesselersatz-1/ Mannheim.  Der Nachtlogistikdienstleister Nox NachtExpress hat in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Vans eine Technologie zur schlüssellosen Kofferraumbelieferung entwickelt. Das aufwendige Schlüsselmanagement, das den Logistikern den Zugang zu den Fahrzeugen ermöglichte, wird jetzt durch moderne Digitaltechnik ersetzt.  

Und so funktioniert es: Die Fahrer nutzen bereits einen Scanner, um Beladung und Auslieferung eines Packstücks zu dokumentieren. Ist eine Sendung für die Fahrzeugbelieferung vorgesehen, erhalten sie nun mit dem Einscannen des Packstücks gleichzeitig auch die Freigabe zur Türöffnung des Transporters. Vorteil laut Nox: Schlüssel oder zusätzliche Smartphones werden nicht mehr benötigt.
Die für die Nachtanlieferung zuständigen Spediteure hatten jahrelang Schlüssel an Bord, um die Packstücke sicher ablegen zu können. Beliefert wurden u. a. Techniker, die morgens mit den Ersatzteilen an Bord und ohne Umwege direkt zu den Kunden fuhren. Das Schlüsselmanagement habe für Logistiker und Servicemanager aber einen „erheblichen Verwaltungsaufwand“ bedeutet. Vereinfacht wurde der Prozess, als Transporter per Smartphone geöffnet werden konnten. Allerdings mussten die Spediteure dazu zwei Geräte bedienen. Das ist laut Nox nun nicht mehr erforderlich.
Stattdessen könne der Auftraggeber die Freigaben jetzt elektronisch verwalten. Der Zugang werde zudem elektronisch protokolliert. Und auch die Nachtlogistiker würden vom Scanner profitieren: Eine GPS-Ortung teile ihnen den Standort eines geparkten Fahrzeugs genau mit.

www.nox-nachtexpress.de
www.mercedes-benz.com

 

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Tue, 18 Jun 2019 08:49:11 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/f/csm_004001_4ad007fb78.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/f/csm_004001_78a8643e07.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/IKZD_19_05/004001.jpg
news-28272 Daten vom Dach https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/daten-vom-dach/ Zalando hat für das Logistikzentrum in Lahr hohe Ansprüche an die Raumlufttemperatur  

Der Trend zu riesigen Logistikzentren stellt die Klimatisierung vor neue Herausforderungen. Der Onlineversandhändler Zalando legt bei seinem Logistikzentrum in Lahr zusätzlich erhöhten Wert auf Datengewinnung. Das Gelände des ehemaligen NATO-Flughafens der kanadischen Luftwaffe wurde erst vor ein paar Jahren als Bauland freigegeben, dann setzte der Run auf das erschlossene Gebiet ein. Auch der Onlineversandhändler für Mode, Zalando, stellte innerhalb nur eines Jahres ein 130 000 m2 großes Logistikzentrum auf die grüne Wiese.

22 °C – immer und überall
Bei Lahr im Schwarzwald reiht sich ein großes Logistikzentrum an das andere. Die Aufgabe, den Zalando-Hallenkomplex zu kühlen und zu heizen, fiel auf die Klimatisierungsfirma MultiCross. Die Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass zu jeder Zeit und in jeder Ecke des Logistik­zentrums konstant 22 °C Temperatur herrschen – sommers wie winters. „Zalando stellt sehr hohe Ansprüche an die Arbeitsumgebung und plant mit äußerst niedrigen Toleranzen. Wenn die sagen, 22 °C immer und überall, dann meinen die das so“, erklärt Frank Reimann, Geschäftsführer von MultiCross. Eine immense Herausforderung, zum Beispiel im sogenannten Kommissionierungslager, wo die Mitarbeiter die Waren aus den Regalen greifen: Dieses Lager umfasst 175 Reihen auf fünf Ebenen, dicht bepackt mit Kleiderkartons. Die Luftführung in diesem Teil der Halle ist besonders komplex. Und es gilt, insgesamt rund 1 Mio. Kubikmeter Luft pro Stunde umzuwälzen.
Es musste also eine große Lösung sein. MultiCross installierte 25 Wärmerückgewinnungsanlagen auf das Hallendach, jede einzelne von der Größe einer Doppelgarage. 84 Gasmotoren treiben die Anlagen an. Direktverdampferregister mit vier Kreisen pro Gerät erzeugen die Kälte beziehungsweise die Wärme genau in der Menge, wie sie im Augenblick gewünscht wird – nicht mehr und nicht weniger.
In den Zalando-Hallen ist der Frischluftbedarf besonders hoch, weil Textilien, Leder und Verpackungskartons Gerüche ausdünsten. Darum entschied sich MultiCross für eine zusätzliche Lösung zur Wärmerückgewinnung. Da das Hallendach sehr groß ist, plante das Unternehmen die Geräte in die Länge, sodass Ab- und Zuluft weit voneinander getrennt sind – eine Maßnahme zur Erhöhung der Effizienz, die auch die Wartung erleichtert.

Energie sparen im Sozialtrakt
Die Wärmerückgewinnungsanlage über dem Sozialtrakt mit Büros, Küche, Kantine und Umkleiden ist mit den effizienten und leisen EC-Ventilatoren „RadiPac“ von ebm-papst ausgerüstet. „Denn hier ist die Einströmdüse perfekt auf das Laufrad mit seinem aerodynamisch optimierten Schaufelkanal ausgelegt“, erklärt der Hersteller. Das reduziere Turbulenzen bereits beim Lufteintritt, senke dadurch die Strömungsverluste und beseitige eine der Ursachen für störende Geräusche. Auch der Übergang von der Einströmdüse zur Raddeckscheibe sei so konzipiert, dass eine klar definierte Spaltströmung entstehe. Nochmals ebm-papst: „Dadurch reduzieren sich an dieser Stelle ebenfalls die Turbulenzen im Luftstrom, die den wirksamen Strömungsquerschnitt verringern würden. Auch durch diese Maßnahme steigt die Effizienz des Gesamtsystems.“
Einen weiteren Beitrag zur Geräuschreduktion leistet laut Hersteller die sanfte Rundung am Schaufeleintritt. Sie sorge für verlustarme Zuströmung der Schaufel. Zusätzliche Konstruktionsdetails haben die Aufgabe, Turbulenzen zu reduzieren und den Luftstrom in axialer Richtung zu lenken. „Dadurch sinken im Klimagerät die Umlenkverluste und es entsteht ein geringerer Druckabfall im eingebauten Zustand“, formuliert ebm-papst die positiven Effekte. Die Anordnung als FanGrid steigere die Effizienz zusätzlich und erhöhe darüber hinaus die Betriebssicherheit. Standardmäßig ist außerdem ein Druckentnahmestutzen zur Volumenstrommessung vorgesehen. Für MultiCross vereinfacht sich dadurch die Inbetriebnahme.

Den Datenhunger stillen
Den letzten Ausschlag für Zalandos Entscheidung für die „RadiPac“-EC-Ventilatoren gab aber eine andere Eigenschaft des Geräts. MultiCross-Geschäftsführer Frank Reimann: „Wir merkten, dass Zalando 2008 als digitales Start-up begann. Die Digitalisierung wird im ganzen Unternehmen gelebt. Sie waren angenehm überrascht, dass man am Ventilator so viele Datenpunkte abnehmen kann: Drehzahl, Temperatur, Betriebsstunden, Leistung – die Zalando-Haustechnik führt sehr viele Datenanalysen durch.“ Die MultiCross-Software „EcoSmart“ bereitet die wichtigsten Daten übersichtlich auf und stellt sie Zalando regelbar zur Verfügung. Bei auffälligen Werten sendet der gemeinsam mit ebm-papst entwickelte digitale Assistent „MultiTrend Viewer“ dem zuständigen Haustechniker eine Warn-E-Mail oder MultiCross kann per Fernwartung eingreifen. „Mit dem Trend zur smarten Haustechnik und zu Industrie 4.0 wird so ein Service immer mehr als Standard erwartet“, sagt Reimann. „Da hilft es ungemein, dass zum Beispiel die EC-Ventilatoren ganz einfach über MODBUS-RTU angesteuert werden können und es kein großer Aufwand ist, sie in ein Informationssystem hineinzukriegen.“

Mehr Effizienz durch Big Data
In den Hallen des Logistikzentrums messen Fühler die CO2-Konzentration, Raumtemperatur und andere Werte. Die Daten wandern direkt ins Hausnetz, wo sie weiterverwendet werden. Die Wärmerückgewinnungsanlagen holen sich die Werte über Geräte-Adressen aus dem Netz. Auch die Daten fließen in die Gesamtbetrachtung. Der Grund: Das Unternehmen baut gerade eine zentrale Software für alle Logistikzentren mit sämtlichen Daten aus der Haustechnik auf – nicht nur Klimadaten. Werden die Werte nach bestimmten Einflussfaktoren verglichen, erhofft sich Zalando Effizienzgewinne beim laufenden Betrieb und Rückschlüsse für Neubauten.

Hilfe bei der ErP-Richtlinie
Als MultiCross das Zalando-Projekt plante, wurde gerade die ErP-Richtlinie 2016 der Europäischen Union verhandelt, die die Effizienzanforderungen an Raumklimatisierung neu formulierte. „Für uns war das ein Problem. Denn solche Richtlinien lassen selbst am Tag des Inkrafttretens noch wichtige Details unklar“, so Frank Reimann. Die Erfahrung mit EU-Richtlinien zeigt immer wieder, dass sich die einzelnen Punkte erst durch die praxisorientierten Rückfragen der Branchen konkretisieren. Es war in diesem Fall zum Beispiel sogar lange unsicher, ob eine Logistikhalle wie die von Zalando überhaupt unter die Neuregelung fällt. Für Reimann stellte sich die Frage, wie er für seinen Kunden eine normgerechte Klimatisierung planen soll, wenn er die Norm nicht kennt. Da Reimann aber Premiumpartner von ebm-papst ist, konnte er sich mit solchen Detailfragen an das Unternehmen wenden. „Von ebm-papst bekam ich fundierte Einschätzungen, sodass wir rasch Planungssicherheit für das Zalando-Projekt hatten.“
2017 nahm das Logistikzentrum in Lahr seinen Betrieb auf. Auch an den extrem heißen Tagen im Juli herrschten in den Hallen und Gängen wie gewünscht 22 °C – immer und überall.

Bilder: ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

www.ebmpapst.de

 

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Tue, 18 Jun 2019 08:48:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_024a_8fe1ca0112.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_024a_dd6e305402.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_05/024a.jpg
news-28384 Streit: Modifizierte Software und neue Zeiterfassungs-App https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/streit-modifizierte-software-und-neue-zeiterfassungs-app/ Streit Datentechnik bietet SHK-Betrieben mit „V.1“ eine kaufmännische Branchenlösung an. Sie kann dem Unternehmen zufolge sowohl im Ein-Mann-Betrieb als auch in Handwerksunternehmen mit 500 Mitarbeitern zum Einsatz kommen. Die Software decke einen „erheblichen Teil“ der Verwaltung ab. Neu ist das Digitalisierungskonzept.  

Mit Digitalisierungsplänen will der Hersteller dafür sorgen, dass Anwender das Leistungsspektrum der Software optimal nutzen können. Dabei wurden Funktionen und Module eingeführt, die größtenteils in der Basislizenz ohne Zusatzkosten enthalten sind. „Zusatzprogramme oder Drittanbieter für z.B. digitale Zeiterfassung, das digitale Archiv oder die Einrichtung von Workflows werden nicht benötigt“, teilt Streit mit. Sie seien in „V.1“ integriert.
Neu ist eine Zeiterfassungs-App für Android- und iOS-Geräte. Dabei können Mitarbeiter unabhängig vom Standort aus Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit stempeln. Die Zeiten werden an das Hauptsys­tem übermittelt. Auch Baustellenfotos können laut Streit im System hinterlegt werden. Die App verbindet sich mit der Software „V.1“.

Streit Datentechnik GmbH, Julius-Allgeyer-Str. 1, 77716 Haslach/Kinzigtal, Tel.: 07832 995-0, Fax: -155, streit@streit-datec.de, www.streit-datec.de

 

 

 

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Tue, 18 Jun 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_42_Streit-V1_bc1ab9e175.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_42_Streit-V1_cf39576c60.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/42_Streit-V1.jpg
news-28273 Gebäudeeffizienz sichtbar machen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gebaeudeeffizienz-sichtbar-machen/ Leistungskennzahlen schaffen Transparenz und steigern die Performance von Gewerbeimmobilien  

Wenn es um die Steigerung der Leistungsfähigkeit und insbesondere der energetischen Performance professionell bewirtschafteter Gewerbeimmobilien geht, dann stehen vorrangig die technische Gebäudeausrüstung oder die Energieversorgung im Fokus. Dabei kann eine kennzahlenbasierte Aufschlüsselung von Daten und Prozessen noch deutlich mehr Informationen erschließen. Dies bietet Betreibern von Unternehmensimmobilien eine weitere Orientierungshilfe zur effizienten Entwicklung und Steuerung des Anlagenportfolios in Bezug auf Energieverbrauch, Kosten, Auslastung und kann so für einen optimierten Gebäudelebenszyklus sorgen. Basis dafür ist die Einbindung eines Gebäudeautomations- bzw. Gebäudemanagementsystems.

Gebäude haben einen Anteil von etwa 40 % am weltweiten Ener­gieverbrauch. Zudem gehen 25 % des globalen Wasserverbrauchs und 33 % aller Treibhausgasemissionen auf den Betrieb von Gebäuden zurück. Dementsprechend groß sind die Effizienz- und Einsparpotenziale in diesem Bereich. Und dementsprechend wichtig sind die baulichen und gebäudetechnischen Neuerungen der letzten Jahre. Allgemein zeigt sich, dass in den meisten Betriebsarten kommerziell genutzter Gebäude der mit Abstand größte Teil des Energieverbrauchs zur Erzeugung und Bereitstellung von Raumwärme mit ca. 30 % aufgewendet wird. Aber auch die Beleuchtung ist ein wichtiger Punkt mit einem Anteil von 13 bis 18 %. In unterschiedlichen Nutzungsszenarien können zudem andere Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, wie beispielweise in Krankenhäusern die Prozesswärme, die u. a. für die Desinfektion mit Dampf benötigt wird und 18 % des Energieverbrauchs ausmacht (Quelle: dena 2018).
Die Technik, die erforderlich ist, um Gebäude energieeffizient zu betreiben, gibt es schon lange. Noch wenig verbreitet sind hingegen konsequent datenbasierte Ansätze und Dienstleistungen, um die Performance von Gebäuden zu verbessern.

Neue Möglichkeiten bei Datenanalytik und Konnektivität
So erschließt ein systematisches Energiemanagement den Weg für weiterführende Datenanalysen und daraus abgeleitete Maßnahmen, die den Betrieb von Gebäuden wirtschaftlicher, effizienter und sicherer machen. Erhoben werden die Daten zum Verbrauch von beispielsweise Strom, Wärme, Kälte und Wasser über Messpunkte bzw. über Datenlogger, die auch Parameter wie Ventilstellungen und Temperaturen von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen berücksichtigen.
Die Energieverbräuche und Messdaten werden mit zusätzlichen Informationen verknüpft. Dazu zählen die Preise für Strom, Wasser, Gas und Öl. Hinzu kommen Verbrauchsbudgets, um Einsparungen überwachen zu können. Berücksichtigt werden unter anderem auch Wetterdaten.

Aus Daten werden Informationen
Mit dem Voranschreiten der Digitalisierung in der Gebäudetechnik ergeben sich auch im Hinblick auf Datenanalytik und Konnektivität neue Möglichkeiten: Inzwischen können sämtliche Systeme der Gebäudetechnik miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt werden. Zusätzlich zu Energiebedarf und Energieversorgung werden Daten zur Gebäudeautomation, zu Beleuchtung, Brandschutz, Gebäudesicherheit und Indoor-Positionsbestimmung erfasst. Darüber hinaus werden Daten zum Gebäudeaufbau im Sinne des Building Information Modeling (BIM) sowie zur Gebäudebelegung und -nutzung erhoben und können während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes genutzt werden.
Die aus statischen und dynamischen Daten extrahierten Analysen liefern erstmals vollständige und vor allem eine äußerst genaue Transparenz über die Energieverbräuche im Gebäude. Sie helfen dabei, sowohl große Verbraucher als auch Erfassungslücken zu identifizieren. Auf den erhobenen Daten setzen verschiedene Energieeffizienzdienstleistungen auf. Es lassen sich Vorschläge zum Energieeinkauf, beispielsweise durch die kos­teneffiziente Verschiebung von Lasten, oder zur Optimierung des Gebäudebetriebs durch technische Umrüstung einholen. Auch die Flächennutzung kann optimiert werden.

Welche Kennzahlen eignen sich zur Messung der Leistungsfähigkeit kommerziell genutzter Gebäude?
Leistungskennzahlen (KPI – Key Performance Indicator) haben die Aufgabe, komplexe Prozesse möglichst einfach widerzuspiegeln und Steuerungsaufgaben so schnell wie möglich wahrzunehmen. Sie müssen quantifizierbar sein und die wichtigsten Zusammenhänge und zentralen Erfolgsfaktoren messbar machen. Zudem müssen sie eine Form aufweisen, die komplexe Strukturen und Prozesse relativ simpel abbilden und Transparenz schaffen. Das könnten im einfachsten Falle für Energieeffizienz Kennzahlen im Sinne einer Verbrauchsanalyse von eingesetzten Energien und deren Kosten im Verhältnis zu einem definierten Output oder Zielgrößen in den Kern- oder Unterstützungsprozessen eines Gewerbes oder Produktionsbetriebes sein.
Einzeln betrachtete Kennzahlen haben allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft, da sie nicht unbedingt kausale wirtschaftliche oder technische Zusammenhänge offenbaren. Wichtig ist hier, die wechselseitigen Abhängigkeiten darzustellen, um damit ihre Aussagekraft zu erhöhen. Denn um das Leistungsvermögen eines Gebäudes ganzheitlich zu erfassen, bedarf es neben der Nutzung von Energien einiger weiterer Informationen. Eine grobe Einteilung wäre z. B. möglich in: Space (z. B. Gebäudetyp, Alter und Lage, Leerstandsrate, Mieterstruktur), Financials (z. B. Investment, Betriebskosten, Umsatz und Profitabilität), Environment (z. B. Verbrauch von Gas, Wasser, Strom, Öl und deren Emissionswerte) und Performance (z. B. für Umsatz pro Quadratmeter, Kosten pro Arbeitsplatz, Neuvermietungsrate, Auslastung, Zuverlässigkeit der technischen Ausrüstung, Effizienzgrad Facility Management Organisation).
Mit den erhobenen Daten und gemessenen Werten allein ist jedoch noch nicht alles erreicht. Speziell für das Thema Energie müssen Ingenieure und Spezialisten für Gebäudeautomation aus den Daten und Informationen ein ganzheitliches Energiekonzept entwickeln. Das fertige Energiekonzept beschreibt dann detailliert, welche Änderungen beispielsweise an Heizung, Warmwasser, Klimatisierung, Lüftung, Gebäudeautomation, Energieversorgung, Gebäudemanagement usw. durchgeführt werden können und welchen Effekt dies voraussichtlich auf Komfort, Kosten oder Verkehrswert hat. Aufgezeigt werden sollte auch, wie lange es dauert, bis sich die Einzelmaßnahmen amortisiert haben.
Gerade für gewerbliche Gebäude lohnt es sich insbesondere, die Energieversorgungsseite im Rahmen des Energiemanagements genau zu prüfen. In diesem Bereich lassen sich mit wenig Aufwand oft wesentliche Verbesserungen erzielen. Mit dem prognostizierten Energiebedarf von einzelnen Gebäuden oder Gebäudekomplexen als Basis können alternative Energieversorgungsmöglichkeiten in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit betrachtet werden.

Internationale Praxisbeispiele
Konkret zeigt zum Beispiel das Sello Shopping Center bei Helsinki, welche Möglichkeiten einer kennzahlenbasierten Steigerung der Gebäudeperformance sich durch vernetzte Systeme bieten: Das Einkaufszentrum umfasst heute 170 Läden sowie eine Konzerthalle, eine Bibliothek und ein Hotel. Die Betreiber veranlassten, den Gebäudekomplex vollständig umzurüsten, bei dem dann die Technologie von Siemens Building Technologies eingebunden wurde. Entstehen sollte das modernste, konsequent dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtete Shopping Center Finnlands. Die Ergebnisse: Die Heiz- und Energiekosten wurden signifikant gesenkt und der Betreiber erzielte dadurch in vier Jahren eine Kostenersparnis von ca. 19 % bzw. rund 437 000 Euro. Die jetzt exakt regelbare Luftqualität und Gebäudetemperatur hat die Kundenzufriedenheit deutlich erhöht.
Auch bei Museums Victoria im australischen Melbourne, mit sechs Standorten und 80 000 m² Nutzfläche, ist ein entsprechendes Konzept von Siemens umgesetzt, bei dem die Gebäudemanagement-, Beleuchtungs-, Wasser- und Kühlsysteme für einen kennzahlenbasierten Betrieb umgerüstet wurden. Das Ergebnis: um 31 % geringere Betriebskosten, was bedeutet, dass sich bereits nach sieben Jahren die Investitionen vollständig amortisiert haben werden. Und nebenbei führten die Optimierungen auch noch zu einem um 35 % reduzierten Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen.
Auch im eigenen Unternehmen setzt Siemens auf entsprechende Lösungen, etwa an seinem neu errichteten Hauptsitz in München. Erreicht wurde dort eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 90 %. Dazu wird der Einsatz von Solarenergie, Tageslicht, Geothermie und Regenwasser vom Gebäudemanagementsystem punktgenau geregelt. 30 000 Sensoren wurden verbaut, und Solarmodule auf dem Dach decken ein Drittel des Energieverbrauchs ab. Automatisierte LED-Leuchten senken den Ener­gieverbrauch bei der Beleuchtung um 90 %. Die Erfüllung von zahlreichen Nachhaltigkeitskriterien wurde u. a. mit der LEED-Platin-Zertifizierung ausgezeichnet.

Ausblick
Angesichts nachweislicher Erfolge setzt sich die Nutzung von Kennzahlen zur Steigerung der Gebäudeperformance weiter durch. In Zukunft wird die Digitalisierung den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden von der Planung über den Bau bis zur Nutzung und Bewirtschaftung verändern – und damit auch die Möglichkeiten zur intelligenten Nutzung von Daten.
So werden sich in effizienten, intelligent vernetzten und kommunizierenden Gebäuden mittels Smart-Data-Techniken exakt bezifferbare Zusammenhänge zwischen dem jeweiligen Stand der Gebäudetechnik und dem Energieverbrauch erkennen lassen. Energieverbrauchsprognosen werden möglich sein, die im Abgleich mit den Messdaten Hinweise auf Störungen liefern können. Automatisches Benchmarking – der Vergleich zwischen ähnlich strukturierten Gebäudekomplexen – wird künftig ebenfalls zur Optimierung des Gebäudebetriebs beitragen.

Autor: Winfried Wirth, Head Digitalization Architecture and Tools, Siemens Building Technologies

Bilder: Siemens AG

www.siemens.com/buildingtechnologies/de

 

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Tue, 18 Jun 2019 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_020a_5720c2cba9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_020a_287f98cb0d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_05/020a.jpg
news-28400 LOROWERK: Kaskaden- und Staffel­geschoss­entwässerung https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/lorowerk-kaskaden-und-staffelgeschossentwaesserung/ Zur ISH legte Loro einen Schwerpunkt auf die Kaskaden-/Staffelgeschossentwässerung. Mit „Loro-X Duostream“ bietet das Unternehmen eine Lösung, „die im Vergleich zu konventionellen Systemen Platz spart, da sie mit je einem Strang für die Haupt- und die Notentwässerung auskommt – unabhängig von der Geschosszahl“.  

Seit der Messe neu sind ein Mehrgeschossablauf und ein Mehrgeschoss-Notablauf. Diese neuen Attika-Direkt-Abläufe benötigen nur noch eine Eingrifftiefe von 55 mm. Loro ergänzt: „Zusätzlichen Platz spart der 45°-Klebeflansch durch den Einbau direkt an der Attika.“ Haupt- und Not­ablauf führen das Wasser vom oberen Geschoss rückstausicher über die Dachterrasse und durch die Attika (Innenrohr DN 50).
Weiterhin erwähnenswert in diesem Zusammenhang: Der „Loro-X Variokant“, ein Doppelrohr-Speier, mit dem zwei Speier auf nur eine Abdichtung und einen Attika-Durchbruch vereint werden.

Lorowerk K. H. Vahlbrauk GmbH & Co. KG, Kriegerweg 1, 37581 Bad Gandersheim, Tel.: 05382 71-0, Fax: -203, infocenter@lorowerk.de, www.loro.de

 

 

 

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Tue, 18 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_56_Loro-X-Duostream_3c86934842.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_56_Loro-X-Duostream_41e8dd2d88.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/56_Loro-X-Duostream.jpg
news-28383 Seminare, Workshops, Tagungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/seminare-workshops-tagungen-53/ Technische und betriebswirtschaftliche Qualifizierungsangebote für das SHK-Fachhandwerk und TGA-Planer.  

Veranstaltung, Inhalt:

Hydraulik Seminar
Aus dem Inhalt: Rücklaufnutzung zur Senkung der Rücklauftemperatur, Regenerative Systemeffizienz durch Rücklaufnutzung, Pufferbe- und -entladung durch das Zwei-Zonen-Prinzip.

 

Datum:

18. 6.
25. 6.

 

Ort:

Leipzig

 

Kosten:

Kaiserslautern    98,– Euro

 

Veranstalter:

HG Baunach GmbH & Co. KG Hückelhoven
Tel.: 02433 970 - 210, Fax: - 219
info@baunach.net
www.baunach.net


 

Veranstaltung, Inhalt:

Praxisorientiertes Wissen rund um Holzpellets und Brennwerttechnik

Ökofen bietet ein Fortbildungsprogramm an, das u. a. die Montage, Regelung und Wartung von Pelletheizungen (auch Brennwert) umfasst. Neu im Programm sind Webinare.   

 

Datum, Ort, Kosten:

Weitere Informationen gibt es im Internet und telefonisch unter nebenstehender Telefonnummer.

 

Veranstalter:

Ökofen Heiztechnik GmbH
Mickhausen
Tel.: 08204 2980 - 0, Fax: - 190
info@oekofen.de
www.oekofen.de


 

Veranstaltung, Inhalt:

Georg Fischer: Praxisnahe Roadshow
Noch bis Oktober tourt ein Trailer von GF Piping Systems (Georg Fischer) durch ganz Deutschland und stellt die Produkte vor Ort beim Betrieb vor. Dabei kann der Betrieb selbst auswählen, welche Produkte es sein sollen. Der Trailer verfügt über eine Ausstellungswand, einen Bildschirm, eine Soundanlage und eine Werkbank für praxisnahe Vorführungen.   

 

Datum, Ort, Kosten:

Nähere Auskünfte erteilt das Unternehmen und nimmt Anmeldungen entgegen.

 

Veranstalter:

Georg Fischer GmbH
Albershausen
Tel.: 07161 302 - 0, Fax: - 259
info.de.ps@georgfischer.com
www.gfps.com/de


 

Veranstaltung, Inhalt:

Beraten – verkaufen – montieren
Neben den bekannten Praxisseminaren stehen bei Kaldewei in diesem Jahr erstmals Designschulungen zur Auswahl – ob für Badverkäufer, Ausstellungsberater oder Badplaner. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Schulungen an, „die sich durch einen hohen Praxisbezug definieren“.

 

Datum, Ort, Kosten:

Eine Seminarbroschüre zum Download sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Webseite von Kaldewei.   

 

Veranstalter:

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG
Ahlen
Tel.: 02382 785 - 0, Fax: - 200
info@kaldewei.de

www.kaldewei.com

 


 

 

 

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Mon, 17 Jun 2019 10:30:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_3e49ed25ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_46b1079074.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Termine.jpg
news-28374 „BIM wird kommen und vollumfänglich gefordert“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bim-wird-kommen-und-vollumfaenglich-gefordert/ Experte Matthias Uhl rät auch kleinen Betrieben dazu, jede Investition zur Umstellung auf die ­Planungsmethode ins Verhältnis zu setzen mit Aufträgen der folgenden Jahrzehnte  

Digitaler Firlefanz oder das Zukunftsthema beim Bauen? Building Information Modeling, kurz BIM, ist in der SHK-Branche mittlerweile ein weit verbreiteter Begriff. Mit der dreidimensionalen Planungsmethode lassen sich Experten zufolge Bauprojekte schneller und ­effizienter steuern. Riskieren also Betriebe, die bei der neuen Technologie nicht mitmachen, aus dem Markt verdrängt zu werden? ­Diese und weitere Fragen beantwortet Matthias Uhl, Gründer und Geschäftsführer des BIM-Beratungsunternehmens „Die Werkbank“, im IKZ-Digital-Interview.

IKZ-Digital: Building Information Modeling wurde lange als ein Thema für Planungsbüros sowie große Bauunternehmen angesehen. Warum kann BIM auch für kleine und mittelständische SHK-Betriebe interessant sein?
Matthias Uhl: BIM ist keine Software, sondern eine Art der Zusammenarbeit. Dies kommt ganz besonders durch den Begriff OpenBIM zum Tragen. Darunter versteht man die BIM-gestützte Zusammenarbeit rechtlich unabhängiger Planungs- und Baubeteiligter jedweder Größe. Der große Mehrwert der BIM-Arbeitsweise liegt in der Vernetzung aller Beteiligten. Das kommt nicht nur Planern und Bauunternehmen zugute, sondern wirklich allen Akteuren – auch kleinen SHK-Betrieben. Dadurch, dass der vielschichtige Planungs- und Bauprozess eines Gebäudes plötzlich für alle Akteure transparent wird, erschließt sich einem Betrieb zu einem viel früheren Zeitpunkt, welche Anforderungen die Immobilie beispielsweise an die Sanitärinstallation richtet, welches Material zu besorgen ist und wie die Ressourcen für die Installation zu planen sind. Jede Veränderung in der Bauplanung oder im zeitlichen Ablauf wird automatisch auf die Planung der einzelnen Gewerke umgelegt. Bei der Wartung oder Störungsbeseitigung von Heizungen, Lüftungs- oder Wasseraufbereitungsanlagen im Gebäudebetrieb kann einfach und schnell auf Wartungs- und Supportanleitungen zugegriffen werden. Somit profitiert wirklich jeder, der an dieser neuen Kollaborationsmethode teilnimmt.

IKZ-Digital:
Dennoch steckt die Bauplanung mit Software in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Warum?
Matthias Uhl: Ich denke, das hat verschiedene Gründe. Einerseits spielt sicher die vielbesagte „German Angst“ eine Rolle, ganz nach dem Motto „never change a winning team“. Die Immobilienbranche steht aktuell besser da denn je. Warum also etwas riskieren, wenn man noch nicht so richtig weiß, wohin die Reise geht, und mit dem Status quo ganz gut leben kann? Andererseits ist die Baubranche ein Sektor, wo man analoge Strukturen gewohnt ist. Zusätzlich ist allen Beteiligten klar, dass die Umstellung auf 100 Prozent BIM nicht ganz ohne Friktion ablaufen wird. Da werden auch mal Einbahnstraßen begangen und der eine oder andere Euro nicht nachhaltig eingesetzt. Das gehört zum digitalen Lernprozess dazu. Unternehmen in Deutschland sollten hierfür eine größere Toleranz entwickeln. Ein weiterer Faktor ist sicher die Öffentliche Hand. Weder die Bundesregierung, noch sonstige öffentliche Körperschaften, haben sich im Bereich BIM als große Treiber erwiesen. Der öffentliche Druck kommt aus dem Ausland. Als Exportnation muss Deutschland da natürlich mitziehen.

IKZ-Digital: Für viele Betriebe scheint der Handlungsdruck im Bereich BIM nicht groß zu sein. Auch, weil noch Regeln zur Zusammenarbeit und Vorgehensweise, zum Datenschutz und politische Vorgaben zur Anwendung fehlen?
Matthias Uhl: Richtig. Meines Erachtens fehlt zum einen der Handlungsdruck von außen, sprich von politischer Seite, und zum anderen mangelt es an smarten Lösungen, die ineinandergreifen und Betrieben den BIM-Einstieg leicht machen. Die Bundesregierung will mit den geplanten Kompetenzzentren kleineren und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben unter die Arme greifen und über Schulungen, Demonstrationen von Best-Practice-Beispielen und anderen Veranstaltungsformaten die praktische Anwendung forcieren. Das ist ein äußerst wichtiger Schritt.

IKZ-Digital: Kleine SHK-Betriebe zögern bei der Planungsmethode meist noch. Sie argumentieren mit zu geringer Nachfrage und dem hohen Kosten- und Zeitaufwand bei der Umstellung auf BIM. Ist der Einsatz von BIM eine Frage der Projektgröße?
Matthias Uhl: Sagen wir so: Die Einführung einer neuen Methode schluckt Ressourcen und kostet damit bares Geld. Es ist nachvollziehbar, dass ein kleines Unternehmen diese Investition mit einzelnen Projekten aufrechnet, aber das macht in meinen Augen wenig Sinn. BIM wird kommen und vollumfänglich gefordert werden, gleich ob es sich um einen Zwei-Mann-Betrieb handelt oder ein mittelständisches Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Deshalb ist jede Inves­tition zur Umstellung auf BIM ins Verhältnis zu setzen mit Aufträgen der folgenden Jahrzehnte der jeweiligen Unternehmensgeschichte. Ein weiterer Aspekt ist die Refinanzierung des Aufwandes durch ganz neue Umsatzmöglichkeiten mit BIM. Schon heute plant das Handwerk weitgehend kostenlos als Service für seine Kunden. Warum nicht diesen Aufwand als BIM-konforme, also vernetzt einsetzbare Planung bepreisen? Eine echte Win-win-Situation für Handwerk und Bauherren.

IKZ-Digital: Riskieren also Betriebe, die bei der neuen Technologie nicht mitmachen, aus dem Markt verdrängt zu werden?
Matthias Uhl: Ich bin davon überzeugt, dass die digitale Transformation der Baubranche jetzt ähnlich schnell vonstattengeht wie die Einführung von Smartphones. Aktuell mögen sich noch vereinzelte SHK-Betriebe die Frage stellen, ob das wirklich notwendig ist, sich aufs digitale Parkett zu bemühen. In wenigen Jahren wird daran kein Zweifel mehr bestehen. Unternehmen, die nicht mit BIM arbeiten, gelten dann als nicht mehr anschlussfähig. Deshalb ist mein Rat an alle Unternehmen, die Entwicklung von Anfang an ernst zu nehmen und zu überlegen, welche ersten Schritte am meisten Sinn machen. Schlussendlich führt die Digitalisierung in der Baubranche dazu, dass Marktanteile neu verteilt werden. Da werden Große kleiner und gut aufgestellte Kleine groß.

IKZ-Digital: Wird mit BIM schon die Bauqualität erreicht, die heute möglich ist?
Matthias Uhl: Mit BIM wird meines Erachtens erstmals die Bauqualität erreicht, die heute theoretisch möglich ist. Bisher setzten Planer und Architekten auf bewährte Lösungen, die sich in den typischen Architektenordnern wiederfanden. Durch BIM wird endlich die Fülle an Systemvarianten und Speziallösungen, die vonseiten der Industrie zur Verfügung gestellt wird, entsprechend den spezifischen Anforderungen eines Gebäudes in Betracht gezogen. Allein Knauf bietet in seinem aktuellen Plugin-Update mehr als 4000 Decken-, Wand- und Bodensysteme. BIM verbessert maßgeblich die Bauqualität. Denken wir ferner an andere Megatrends in der Baubranche wie die Kreislaufwirtschaft („Cradle-to-Cradle“), dann sind diese Trends ohne die notwendige Informationsdichte, die über BIM in Bauprojekten gemanagt wird, schlichtweg nicht umsetzbar. BIM ist eine Schlüsseltechnologie.

IKZ-Digital: Bei einer Umfrage anlässlich der Messe „BIM World Munich“ antworteten die meisten Teilnehmer auf die Frage, was sich durch BIM ändern wird bzw. muss: „Die Kultur des Zusammenarbeitens.“ Sehen Sie das ähnlich?
Matthias Uhl: Dem stimme ich voll und ganz zu. BIM rückt Planer und Architekten, Baustoff- und Bauprodukthersteller, Generalunternehmer, die einzelnen Gewerke und alle anderen am Bau Beteiligten näher zusammen. Ich gehe davon aus, dass es nicht nur die Kommunikation, sondern auch das Verständnis für einander verbessert und so zu besseren Gebäuden bei geringeren Kosten führt. Das ist mehr als spannend.

IKZ-Digital: Kritisiert wurden bei der Umfrage fehlende bzw. unzureichende Schulungen der Projektbeteiligten. Ist dem so?
Matthias Uhl: Dem ist sicher so. Andererseits müssen sich langsam alle an die eigene Nase fassen und sich die Fragen stellen, was sie selbst dazu beitragen können, um den Wandel nicht zu verschlafen. Die digitale Transformation einer derart analogen Branche kann nicht allein von außen herbeigeführt werden.

IKZ-Digital: Planer bemängeln darüber hinaus die fehlenden BIM-Standards in der IT-Landschaft. Berechtigt?
Matthias Uhl: Ich denke, die Kritik ist berechtigt, aber die großen Planungsprogramme finden immer mehr zu einem gemeinsamen Standard. Technisch heißt dieser De-facto-Standard „IFC“. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass zum ersten Mal komplexe Gebäudegeometrien dreidimensional und hoch informativ angereichert zwischen verschiedensten Projektbeteiligten ausgetauscht werden können – unabhängig von den Software-Tools, die diese nutzen. Noch funktioniert nicht alles perfekt und fehlerfrei, aber: Die Richtung ist klar und der Weg ist beschritten. In absehbarer Zeit wird diese Technologie zum umfangreichen BIM-Datenaustausch führen.

IKZ-Digital: Gibt es Fördermöglichkeiten im Umgang mit BIM?
Matthias Uhl: Inwieweit öffentliche Förderungen zur Verfügung stehen, muss fallweise pro Bundesland abgeklärt werden. Auf alle Fälle stehen die üblichen Förderungen im Bereich Weiterbildung auch für BIM-Schulungen zur Verfügung. Darüber hinaus können sich Unternehmen bei den von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Kompetenzzentren melden und auch darüber an Schulungen teilnehmen.

www.diewerkbank.eu


Zur Person
Matthias Uhl ist ein Experte im Bereich Building Information Modeling (BIM) und Gründer sowie Geschäftsführer des BIM-Beratungsunternehmen „Die Werkbank“. Mit der BIM-Infrastruktur „BIM & More” hat das Unternehmen eine Toolchain (Werkzeugkette) für die Baustoff- und Bauproduktindustrie entwickelt, die das Produktportfolio in herstellerspezifischen BIM-Content aufbereitet und über individuelle BIM-Plugins sowie über BIM-Portale veröffentlicht, sodass sie für Planer und Architekten in den weltweit führenden CAD-Programmen zur Verfügung stehen. Weitere Informationen: https://www.bim-more.com

 

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Mon, 17 Jun 2019 08:29:55 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_008001_3ccddc13df.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_008001_6e75ccaf89.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/IKZD_19_05/008001.jpg
news-28366 Hansa: Vernetzte Begegnung mit Wasser https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/hansa-vernetzte-begegnung-mit-wasser/ Bei Hansa steht die vernetzte Begegnung mit Wasser im ­Fokus. So sind etwa die berührungslosen Armaturen aus dem „Living“-Segment über die kostenlose „Connect App“ steuerbar. In Zukunft soll das auch bei der „Electra“-Produktfamilie der Fall sein. Auch das Wellfit-Duschsystem „Emotion“ lässt sich neben drei voreingestellten Duschprogrammen via App mit dem Smartphone bedienen.  

SHK-Fachhandwerker sollen ebenfalls profitieren: z.B. mit der 24-Stunden-Service-App. Die digitale Toolbox für Installateure bietet Funktionen und Services, die den Arbeitsalltag bei der Montage erleichtern sollen, darunter Installations-Videos, Ersatzteil-Informationen oder Maßzeichnungen.
Auf der ISH machte Hansa mit dem „Future Bath Inno­vation Circle“ zukünftige Entwicklungen erlebbar: Vom Aktivieren und Stoppen des Wasserflusses per Gestensteuerung bis hin zu Modifikationen der Strahlart.

Hansa Armaturen GmbH, Sigmaringer Str. 107, 70567 Stuttgart, Tel.: 0711 1614-0, Fax: -368, info@hansa.de, www.hansa.de

 

 

 

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Mon, 17 Jun 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_61_Hansa-Alessi-Sense_9905f5d024.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_61_Hansa-Alessi-Sense_7d400ee6f5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/61_Hansa-Alessi-Sense.jpg
news-28274 Für eine optimale Anlageneffizienz https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fuer-eine-optimale-anlageneffizienz/ Was es bei der Planung von Wärmepumpenanlagen zu beachten gilt  

Im Gegensatz zu konventionellen Gas- und Ölheizungen, die viel verzeihen, führt eine falsche Dimensionierung bei Wärme­pumpen-anlagen oder -komponenten zu unzureichender Heizleistung oder sogar Fehlfunktionen. Die Wärmepumpe heizt auf niedrigem Temperatur-Niveau und damit besonders effizient, reagiert deshalb dafür aber sensibler auf Fehler. Der Beitrag zeigt, worauf ­Heizungsbauer und Planer achten sollten.

Artikel weiterlesen auf IKZ-select (BASIC-Inhalt, kostenfrei nach Registrierung)

 

 

 

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Mon, 17 Jun 2019 07:27:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_016_f0e72d1312.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_016_670d278e9e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_05/016.jpg
news-28364 ZIEHL-ABEGG: Doppelt optimiert https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/ziehl-abegg-doppelt-optimiert/ Der Ventilatorenhersteller ZIEHL-ABEGG hat sich zur Aufgabe gemacht, den CO2-Verbrauch zu reduzieren. Bei der Neuentwicklung des Kunststoff-Ventilators „ZAbluefin“ kamen deshalb drei bionische Aspekte zum Tragen: Aerodynamik (Vogelkunde), Hydrodynamik (Meeresbiologie) und Biomechanik (Bäume).  

„Dies verbessert die CO2-Bilanz gleich zweifach“, erklärt das Unternehmen: „Materialeinsparung und eine verbesserte Aerodynamik halbieren den CO2-Verbrauch beim Materialaufwand bei gleicher Luftleistung.“

ZIEHL-ABEGG SE, Heinz-Ziehl-Str., 74653 Künzelsau, Tel.: 07940 16-0, Fax: -300, info@ziehl-abegg.de, www.ziehl-abegg.de

 

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Mon, 17 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_60_ZIEHL-ABEGG-ZAbluefin_220bb1998f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_60_ZIEHL-ABEGG-ZAbluefin_b3618bc784.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/60_ZIEHL-ABEGG-ZAbluefin.jpg
news-28365 repaBAD: Neue Badewannenmodelle https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/repabad-neue-badewannenmodelle/ Passend zur Keramikwaschtischserie nimmt Repabad die Badewannenfamilie „Seed“ ins Programm. Die drei neuen Modelle stehen dem Hersteller zufolge für „filigrane Wannenränder mit perfekten Abmessungen“. Selbst bei einem Außenmaß von 155 cm ergebe sich dank der Wannengeometrie eine Liege­fläche von 123 cm bei einer Rückenschräge von ca. 24°.  

Die Raumsparwanne „Seed 155 F“ (155 x 75/50 x 46 cm) und die frei stehend wirkende „Seed 180 F“ (180 x 80 x 46 cm) sind mit angeformter Schürze ausgestattet und werden vor die Wand montiert.
Die Badewannenreihe „Livorno“ wird um eine frei stehende und zwei Eckwannen ergänzt. Somit kommen drei Oval-Modelle mit angeformter Schürze (155 x 75 x 45/165 x 75 x 45) hinzu.

repaBAD GmbH, Bosslerstr. 13-15, 73240 Wendlingen, Tel.: 07024 9411-0, Fax: -30, info@repabad.com, www.repabad.com

 

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Sun, 16 Jun 2019 11:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_61_Repabad-Seed_aade3d42d9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_61_Repabad-Seed_c601fe5ebb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/61_Repabad-Seed.jpg
news-28304 Steuerregeln für (Elektro-)Fahrräder – Überlassungs­zeitpunkt beachten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/steuerregeln-fuer-elektro-fahrraeder-ueberlassungszeitpunkt-beachten/ Für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads an einen Arbeitnehmer gilt grundsätzlich die sogenannte 1-%-Regelung. Gleiches gilt für Elektrofahrräder, wenn diese als Fahrrad einzuordnen sind, also z.B. keiner Kennzeichen- und Versicherungspflicht unterliegen.  

Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Überlassung. Für die Bewertung dieses zum Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteils gilt Folgendes: Als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich z.B. Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) wird 1% der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.
Bei der Überlassung eines Rades erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung 1% der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten(!) unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Wann der Arbeitgeber das Rad angeschafft, hergestellt oder geleast hat, ist unerheblich (Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Gz.: 3-S233.4/187).

 

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Sat, 15 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-28373 Kohlendioxid aus dem Ozean recyceln https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kohlendioxid-aus-dem-ozean-recyceln/ Schwimmende Solarinseln auf dem Meer, die genügend Energie produzieren, um einen CO2-neutralen globalen Güterverkehr zu ermöglichen – was wie „Science Fiction“ klingt, hat ein Forscherkonsortium untersucht und für machbar befunden.  

Forscher der ETH Zürich, des Paul Scherrer Instituts (PSI), der Empa, der Universitäten Zürich und Bern sowie der Norwegischen Universität für Forschung und Technologie (NTNU) haben die Idee durchgerechnet, Kohlendioxid aus den Ozeanen zu ziehen und aus ihm mit Hilfe von Solarenergie und Wasserstoff (H2) Methanol (CH3OH) zu gewinnen, das als Kraftstoff verwendet werden könnte.

Kohlendioxidernte im Meer
Ausgangspunkt der Idee sind Solarinseln, also schwimmende Plattformen, ausgestattet mit Photovoltaikanlagen. Da aber Solarstrom nicht gespeichert und von dort nur schlecht abtransportiert werden kann, macht ein Solarkraftwerk auf dem Meer keinen Sinn. Allerdings kann man aus Kohlendioxid und Wasserstoff flüssiges Methanol, aber auch gasförmiges Methan (CH4) herstellen. Die Ausgangsstoffe könnten also direkt aus dem Ozean gewonnen beziehungsweise dort hergestellt werden, so die Idee der Forscher. Auch auf dem Meer kann man das CO2 aus der Luft gewinnen; eine attraktive – und erst noch naheliegende – Alternative wäre aber, die rund 125-mal höhere CO2-Konzentration des Meerwassers für die „Kohlendioxidernte“ auszunutzen.

Bislang noch Utopie

Die dafür benötigte Anlagenfläche für eine weltweite Versorgung von Treibstoff wäre allerdings gewaltig. „Eine Fläche von rund 170 000 km2 wäre nötig, um den jährlichen Bedarf für den globalen Güterverkehr zu produzieren“, erklärt Andreas Borgschulte von der Empa-Abteilung „Advanced Analytical Technologies“. Das ließe sich am ehesten durch Solaranlagen auf dem Meer realisieren, bislang ungenutzte Fläche, die niemandem gehöre, so die Forscher.

Flüssig wäre besser
Im Rahmen ihrer Überlegungen entschieden sich die Forschenden für die Herstellung eines flüssigen Brennstoffs, da sich dieser besser transportieren lässt. Außerdem kann Methanol nicht nur als Treibstoff eingesetzt werden, sondern auch zur Herstellung weiterer chemischer Produkte, etwa Vorprodukte für die Polymerherstellung. Die Möglichkeiten für dessen Verwendung wären wesentlich höher.

Stattlicher Preis

Eine solche „Methanol-Insel“ hat jedoch ihren Preis: Rund 90 Mio US-Dollar würde der Bau einer solchen Chemiefabrik auf dem Ozean kosten. Diese bestünde aus rund 70 Photovoltaikinseln mit einem Durchmesser von rund 100 m2 und einem Schiff mit den Elektrolyse- und Syntheseanlagen. Insgesamt ergäbe dies eine Fläche von rund 550 000 m2. Doch ein einzelner Cluster genügt bei weitem nicht, um eine Null-Bilanz von CO2 zu erreichen. Insgesamt 170 000 solcher Inseln wären nötig, um so viel CO2 zu recyceln, wie zurzeit ausgestoßen wird – ein utopisches Ziel, aber eines, das es sich zu verfolgen lohne. „Große Ideen sind notwendig – Bullerbü-Lösungen versorgen nur Bullerbü, aber nicht den Rest der Welt“, kommentiert Borgschulte.

 

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Fri, 14 Jun 2019 09:36:53 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm__KW24_solarinsel1_e511eef81b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm__KW24_solarinsel1_343d255d8f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW24_solarinsel1.jpg
news-28372 Solarkollektorabsatz hebt an https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/solarkollektorabsatz-hebt-an/ Das wachsende Klimaschutzbewusstsein lässt laut Branchenverband BSW-Solar auch die Nachfrage nach Solarheizungen wachsen. Es ist ein zartes Pflänzchen, doch noch keine Trendwende.  

Die Zeiten für die Solarthermiebranche waren in den vergangenen Jahren alles andere als sonnig. Nach einem Marktrückgang um 75 % in den letzten 10 Jahren zieht die Nachfrage nach Solaranlagen zur Wärmeerzeugung seit Herbst letzten Jahres aber wieder an. Das geht aus einer gemeinsamen Erhebung der Solar- und Heizungsindustrie hervor.

Es passiert viel zu wenig
Eine Trendwende? Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist die Belebung der Nachfrage in erster Linie auf ein wachsendes Klimaschutzbewusstsein zurückzuführen. Doch im Wärmebereich passiert nach wie vor viel zu wenig.
In einer aktuellen Umfrage sprechen sich zwei Drittel der Deutschen zwar dafür aus, dass im Sanierungsfall die neue Heizung aus erneuerbaren Energien gespeist werden muss – zumindest anteilig und sofern das technisch zumutbar ist. Das geht aus einer vom BSW-Solar im Februar 2019 beauftragten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Doch sind selbst solche, erst recht mit Einschränkungen getätigten Absichtsbekundungen noch keine Aufträge.

BSW fordert Dreiklang

Im Wärmebereich passiere noch viel zu wenig, beklagt der BSW. „Die Politik muss dringend die richtigen Anreize und Standards setzen, sowohl im Bestand als auch im Neubau“, erklärt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Konkret fordert Körnig einen Dreiklang aus attraktiveren Förderangeboten, einem sozial abgefederten CO2-Preis und gesetzlichen Mindeststandards für den Einsatz erneuerbarer Energien. Die Zahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um rund 71 000 gewachsen. Es ist ein zartes Pflänzchen, doch noch keine Trendwende.

 

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Fri, 14 Jun 2019 09:34:25 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm__KW24_solarwaerme1_73a9a1dcd8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm__KW24_solarwaerme1_de1730ba20.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW24_solarwaerme1.jpg
news-28370 Erneuerbare Energien überflügeln Gas beim Beheizen neuer Wohngebäude https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/erneuerbare-energien-ueberfluegeln-gas-beim-beheizen-neuer-wohngebaeude/ Wiesbaden. Heizungssysteme auf der Basis Erneuerbarer Energien (EE) gewinnen bei Wohnungsneubauten in Deutschland an Bedeutung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes werden 66,6% der im Jahr 2018 neu errichteten Wohngebäude mit Erneuerbaren Energien beheizt. Darunter zählen für die Bundesbehörde Geothermie, Umweltthermie (Aero- und Hydrothermie), Solarthermie, Holz, Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse.  

In fast der Hälfte (47,2%) der insgesamt 107.200 neuen Wohngebäude waren demnach Erneuerbare Energien die primäre Energiequelle. Sie haben damit Gas von Platz 1 bei den primären Energiequellen für das Heizen verdrängt. Gas wurde 2018 noch in 43% der Wohnungsneubauten als primäre Energiequelle eingesetzt. Die übrigen Energiequellen (u.a. Fernwärme, Öl und Strom) erreichten 2018 zusammen 9,8% (2017: 9,3 %).
Den größten Anteil an regenerativen Energiesystemen haben Wärmepumpensysteme, die dem Wasser, der Luft oder dem Boden Wärme entziehen. Der Schwerpunkt dabei liegt auf Anlagen zur Nutzung von Wärme aus der Luft oder dem Wasser (71,1%). Anlagen, die ihre Wärme aus dem Erdreich ziehen, haben einen Marktanteil von 16,1%. Wird in neuen Wohngebäuden eine sekundäre Energiequelle eingesetzt, werden laut der Bundesbehörde bevorzugt Solarthermie (15,1%) und Holz (14,7%) genutzt.

www.destatis.de

 

 

 

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Fri, 14 Jun 2019 09:19:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_Solarthermie_a86aeafbad.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_Solarthermie_b395e758f4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_11/Solarthermie.jpg
news-28369 GMS-Workshop thematisiert Trinkwassergesetzgebung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gms-workshop-thematisiert-trinkwassergesetzgebung/ Düsseldorf.  Zum Workshop des Gesamtverbandes Messing-Sanitär (GMS) trafen sich im Mai Werkstoff-Experten aus zehn Unternehmen beim Halbzeughersteller Otto Fuchs in Dülken. Im Fokus stand der fachliche Austausch zum regulativen Umfeld für Sanitärwerkstoffe.  

Laut GMS-Geschäftsführer Hilbert Wann sieht der seit Februar vorliegende zweite Entwurf der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie bei der Reduktion des Trinkwasser-Bleigrenzwertes eine geänderte Übergangsfrist vor: Während im ersten Entwurf von Februar 2018 noch ein Grenzwert von 5µ/L mit einer Übergangszeit von 10 Jahren vorgesehen war, wurde dieser in der aktuell vorliegenden Fassung auf 10µg/L mit 15 Jahren Frist angepasst. Der GMS-Geschäftsführer ging zudem auf die geplante Konformitätsbestätigung der UBA-Hygieneliste ein: Dies sei ein Verfahren zur Bestätigung der Einhaltung der hygienischen Anforderungen an die enthaltenen Werkstoffe für Produkte in Kontakt mit Trinkwasser. Die Hersteller müssten nachweisen, dass die von ihnen vertriebenen Produkte den Anforderungen des §17 Absatz 2 und Absatz 3 der Trinkwasserverordnung bzw. der darauf basierenden UBA-Hygieneliste entsprechen. Hierbei wird eine Konformitätsbestätigung der hygienischen Eignung nach dem System 1+ (Bauprodukteverordnung) gefordert. „Gleichzeitig ist aber unbedingt auch die technische Eignung der Werkstoffe und Bauteile zu berücksichtigen – das ist unser Fokus und unsere Kernaufgabe im GMS“, so Wann. „Anhand der Werkstofftests, die unsere Mitgliedsunternehmen gemeinsam in Auftrag geben, sowie der Analyse von Schadensfällen im technischen Ausschuss des Verbandes, haben wir die Möglichkeit, gezielt korrosionsbeständige Legierungen und Bauteile zu entwickeln.“
Im Rahmen des Workshops fand auch eine Betriebsbesichtigung der Produktion von Otto Fuchs statt. Der Hersteller von Halbfabrikaten für die Automotive-, Luftfahrt- und Sanitärbranche betreibt am Standort eine eigene Gießerei für Kupfer- und Messingwerkstoffe, mehrere Schmelzöfen, ein Schmiedewerk sowie Presswerke für die Produktion von Stangen, Hohlstangen, Profilen, Profilstangen und Rohren. Für die Sanitärbranche produziert Fuchs Messingstangen für Bauteile, die in der Trinkwasser-Installation zur Anwendung kommen.

https://Messing-Sanitaer.de

 

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Fri, 14 Jun 2019 08:55:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm_GMS-Workshop-_3133_58e2973093.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm_GMS-Workshop-_3133_47a1000c01.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_11/GMS-Workshop-_3133.jpg
news-28362 Danfoss: Digitaler Stellantriebe für große hydraulische HVAC-Systeme https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/danfoss-digitaler-stellantriebe-fuer-grosse-hydraulische-hvac-systeme/ Danfoss erweitert das Angebot an Stellantrieben um die Modelle „­NovoCon M“. Sie sind für die Regelventile vom Typ „AB-QM“ (DN 40 – DN 100) konzipiert, die in großen HVAC-Systemen zum Einsatz kommen. Volumenströme von bis zu 59 m3/h können damit geregelt werden. Regelventil und Stellantrieb realisieren einen dynamischen hydraulischen Abgleich.  

 Die Stellantriebe „NovoCon M“ lassen sich via BACnet oder ­Modbus ansteuern und so auch in übergeordnete Gebäudemanagementsysteme integrieren. Über I/O-Schnittstellen können Sensoren und Geräte zur Ermittlung von Durchfluss oder Vor- und Rücklauftemperatur sowie zur Protokollierung und Analyse von Messdaten angebunden werden. Auch für 4-Rohr-Umschaltanwendungen oder zur Regelung einzelner Endgeräte wie Ventilatoren sind Anschlüsse vorhanden.

Danfoss GmbH, Carl-Legien-Str. 8, 63073 Offenbach, Tel.: 069 8902-0, Fax: -319, waerme@danfoss.com, www.waerme.danfoss.com

 

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Fri, 14 Jun 2019 08:32:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_62_Danfoss-NovoCon-M_823fb2870b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_62_Danfoss-NovoCon-M_3bc3d5bb9b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/62_Danfoss-NovoCon-M.jpg
news-28276 Funktionalität und Design in Balance https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/funktionalitaet-und-design-in-balance/ Halböffentliche Sanitäranlagen: Vielfältige Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Hygiene  

Die Planung halböffentlicher Sanitärräume in zumeist gewerblichen Objekten hat facettenreiche Anforderungen zu erfüllen: von den Erwartungen des Auftraggebers hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Qualität bis hin zu den Ansprüchen des Benutzers an Hygiene, Funktionalität und Design. Einschlägige Normen sind ebenso zu berücksichtigen wie Geschmacksfragen, wie dieser kompakte Überblick zeigt.

Wo Menschen aufeinander treffen und Waschräume und WCs aufsuchen, ist besondere Sensibilität gefragt: Schließlich spielt bei der Benutzung sowohl ein Anspruch auf Funktionalität und Sauberkeit eine Rolle wie auch Komfort und Ambiente. Auf der Benutzerseite übertragen sich diese Ansprüche auf das Erscheinungsbild und Image des übrigen Gebäudes (Hotel, Restaurant, Kultureinrichtung). Der Betreiber wiederum wird auf ein stimmiges Gesamtbild achten; mit anderen Worten: die Visitenkarte seines Objekts, zugleich aber auch Gesichtspunkte wie Reinigungsbedarf, Ressourcenverbrauch und nicht zuletzt Vandalismus im Auge behalten. Mutwillige oder unbeabsichtigte Beschädigungen an Sanitär- und Ausstattungseinrichtungen werden im halböffentlichen Bereich mit definierten Kunden/Nutzern weniger oft anzutreffen sein als in vergleichsweise anonymen, hochfrequenten Sanitärräumen (Bahnhöfe, Autobahnraststätten, städtische WC-Anlagen, Waschräume in Stadien).
Und was für typische Objekte im halböffentlichen Bereich mit wechselnden, aber definierten Nutzern zutrifft, ist für Arbeitsstätten ebenso gültig: Ansprechende WC-Anlagen, saubere und hygienische sowie einladende Waschräume sollten Teile einer wertschätzenden Unternehmenskultur sein. Die Anforderungen sind – kaum überraschend – stark vom Gebäudezweck und der Besucherzahl in einem definierten Zeitabschnitt abhängig. Diese Kennziffern sind frühzeitig zu ermitteln. Die erwähnten Normen und Richtlinien geben dafür Orientierungspunkte.

Normen und Richtlinien
Ein Gesichtspunkt, der bei der Planung in der jüngeren Vergangenheit größere Bedeutung gefunden hat, ist die Planung „für alle Generationen“, wobei der Aspekt der Barrierefreiheit und behindertengerechten Toilettenanlage maßgeblich von der DIN 18040-1 (Barrierefreies Bauen) geregelt wird. Aber das sogenannte Design für alle richtet sich unabhängig von dieser Richtlinie auch auf weitergehende Aspekte des Komforts: Sanitärräume mit einer ganz unterschiedlichen Kundenstruktur, von Jung bis Alt, sollen eben nicht nur leicht zugänglich und ausreichend geräumig sein, sie sollten in ihren Funktionen auch intuitiv für jeden verständlich sein. Eindeutige Markierungen bis hin zu unterstützender Beleuchtung und LEDs kommen Nutzern jeden Alters und aus jedem Kulturraum entgegen. Im Übrigen gilt: Die einschlägigen Richtlinien finden sich vor allem in der VDI 3818 (Öffentliche Sanitärräume), VDI 6000
(Ausstattung von Sanitärräumen) und in den Gesetzen und Verordnungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV), Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) und Landesbauordnungen.

Einladende Gestaltung ist ein Muss
Für alle Planungsaufgaben gilt: Der Betrieb der halböffentlichen Sanitärräume muss wartungsfreundlich und wirtschaftlich sein; repräsentativer Anspruch und Ökonomie müssen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Dabei kann die Aufenthaltsqualität der Waschräume und WCs in der Gastronomie, und nicht weniger im Hotel (und seinen öffentlich zugänglichen WC-Anlagen), ein wichtiges Marketingkriterium für die Betreiber sein. In Zeiten der Bewertungskultur auf Internetplattformen ist ein negativer Kommentar zu diesen Anlagen ein Ärgernis für jeden Hotelier und Gastronomen. Sanitärräume werden zunehmend als Visitenkarten des Hauses betrachtet, wobei sich das nicht auf das Gastgewerbe beschränkt, sondern auch für Konferenzzentren und ähnliche Veranstaltungsorte, die sich in einem harten Wettbewerb befinden.
Der Aufwand je Waschplatz/WC wird dennoch in der Regel budgetbewusst zu halten sein, was keinesfalls Einschränkungen im zeitlosen und wertigen Design bedeuten muss. Namhafte Hersteller wie Duravit, Geberit, Grohe, Villeroy & Boch, VitrA Bad oder Toto bieten mit ihrem Sortiment eine breite Auswahl für den Investor, seine Sanitäranlagen sowohl stilsicher als auch nachhaltig auszurüsten. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang nicht allein Sparsamkeit bei Ressourcen und Reinigungsaufwand, sondern auch Sicherheit vor ästhetischem Verschleiß bis hin zu Ersatzbedarf.
Moderne, zeitlose Keramik kommt heute in einer Vielfalt auf den Markt, die mit den ehemals lieblos nebeneinander aufgereihten Waschbecken von früher nichts mehr zu tun hat. Das gilt im gleichen Maße auch für langlebige und formschöne Waschbecken aus Stahl-Email, wie sie Kaldewei, Bette und Alape präsentieren. Bei der Keramik ist es die optionale Oberflächenveredelung, die für das stark frequentierte Objekt gegebenenfalls Sinn macht. Bei Stahl-Email punkten die Hersteller zuletzt mit Farb- und Oberflächenvarianten von hoher Belastbarkeit. Nicht zuletzt die puristische Gestaltung in Edelstahl in Objekten, bei denen es um klare und reduzierte Designsprache geht, ein Erfolgsrezept. Hier steht vor allem die durchgängige Optik von Waschtischen und Sanitärarmaturen im Fokus. Hersteller wie Delabie, Franke und Schell bieten dafür eine breite Auswahl.

Betriebswirtschaftliche Effizienz gefordert
Nicht überraschend steht die Trinkwasserinstallation im Fokus der Planung von Sanitäranlagen mit Publikumsverkehr: Schließlich sind Waschtischarmaturen und Unterputz-Wandauslässe sowie deren Bedienung sozusagen die heimlichen Stars auf den Waschtischanlagen. Jeder muss mit ihnen umgehen; die mechanische oder elektronisch geregelte Funktionalität ist hohen Belastungen ausgesetzt. Das Design ist sowohl optisch wirksam als auch ein kritischer Punkt bei der Wartung/Reinigung. Eine facettenreiche Geometrie und buchstäbliche Angriffspunkte an der Armatur dürften den Reinigungsaufwand stark herausfordern und nicht zuletzt den „Spieltrieb“ der Benutzer anregen. Kalkablagerungen an schlecht erreichbaren Stellen oder Putzschäden an sensiblen Flächen des Armaturenkörpers sind Ärgernisse, die schnell zu Ersatzbedarf führen können.
Ein nicht zu unterschätzender Faktor der Wirtschaftlichkeit betrifft den laufenden Betrieb der Sanitärarmaturen, ihr Wasser- und Energieverbrauch. Elektronische Sensorarmaturen stehen auch unter Berücksichtigung höherer Anschaffungskosten nicht umsonst hoch im Kurs. Vor allem, wenn ihr Betrieb samt der vorgeschriebenen Spülzyklen in einem digitalen Wassermanagementsystem eingebunden ist. Solche vernetzten Kontroll- und Betriebssysteme, die sich mobil per App oder mit der entsprechenden Anwendung auf dem PC funk- oder kabelbasiert steuern und konfigurieren lassen, bieten beispielsweise Sanitärspezialisten wie Schell und Conti.
Auch selbstschließende Armaturen tragen ihrerseits zur Kosteneffizienz bei und sorgen mit der typischen, reduzierten Formgebung zur klaren Designsprache am Waschtisch bei. Wie die Systeme mit opto- oder radarelektronischen Sensoren haben sie eine „eingebaute Wirtschaftlichkeit“, wie es der Hersteller Schell formuliert. Nicht zu vernachlässigen: Wassersparregler in den Ausläufen und eine wartungsfreie oder wartungsarme Technik.
Die bestmögliche Ressourceneffizienz und Hygiene sind nicht nur Kriterien bei den Waschtisch-, sondern auch bei den Armaturen für WC und Urinal. Eine berührungslose Auslösung wird für viele Sanitäranlagen empfohlen, ist aber noch längst nicht überall angekommen. Hier dürfte es hier und da in Hotellerie und Gastronomie noch Renovierungsbedarf geben. Denn die Benutzer schätzen es selbstverständlich, wenn insbesondere die Spülbetätigung sensorgesteuert ist und damit berührungsfrei arbeitet.
Eine konsequente Planung wird aber nicht nur den kritischen Kontakt am Urinal ins Visier nehmen, sondern das Thema Hygiene über den Waschplatz bis zu Seifenspender und Händetrockner durchgängig bearbeiten. Was nützt letztlich die Elektronikarmatur, wenn für die Flüssigseife doch per Hand gepumpt werden muss? Elektronische, sensorgesteuerte Abhilfe bieten hier Anbieter wie Emco oder CWS-boco für die Accessoires rund um die Wasserstelle. Letztlich wäre auch zu prüfen, ob nicht auch berührungsfreies Öffnen und Schließen der Türen von WC-Kabinen dem hohen Anspruch der Sanitäranlage gerecht wird. Türen, die auf Handbewegung vor einem Sensorbereich automatisch öffnen (und drinnen mit derselben Geste verriegelt bzw. wieder geöffnet werden), hat beispielsweise der Hersteller Schäfer Trennwandsysteme vorgestellt. Zur verbesserten Benutzerführung gehört auch die LED-Anzeige zum Auffinden einer freien Kabine.

Verborgene Technik für die Hygiene
Stichwort WC: Auch im halböffentlichen Bereich, und hier vor allem in den neueren Hotels, setzen sich zunehmend Dusch-WCs durch. Dass die WC-Keramik heute fast nur noch „rimless“ (ohne Spülrand) ausgeführt ist, gilt als neuer Standard. Weniger bekannt dürfte sein, dass sich Sanitärspezialisten intensiv mit der Wasserdynamik und dem möglichst rückstandslosen Ausspülen beschäftigen – auf geradezu wissenschaftliche Weise. Alles im Dienste der Wartungseffizienz. Den Betreiber der Anlage freut es, denn der Reinigungsaufwand und die verlässliche, hygienische Wirkung verbessern sich mit moderner WC-Technologie.
Und was die Optimierung im Reinigungsaufwand und seine Nachhaltigkeit angeht, so sind schließlich auch die Oberflächen bei Reihenanlagen, Doppelwaschtischen oder Standard-Unterbaubecken nicht zu vernachlässigen: Dauerhaft schön sollen sie sein, unempfindlich gegen Chemie- und Brandflecken. Da empfiehlt sich die sorgfältige Auswahl von hoch belastbaren Verbundwerkstoffen mit guten Referenzen seitens des Herstellers; oder man greift zu Keramik, die Hersteller wie Villeroy & Boch und Laufen für Projekte auf Maß fertigen, wie es ebenso Stahlemail-Spezialisten wie Alape tun. Und je nach Budget gibt es darüber hinaus auch die Optionen hinterfärbtes Sicherheitsglas oder Naturstein.

Autor: Heinz Kaiser, freier Journalist

 

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Fri, 14 Jun 2019 07:57:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_012a_77c5afbacb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_012a_bbddb71b2f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_05/012a.jpg
news-28363 Wildeboer: Einbaurahmen für Brandschutzklappen https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/wildeboer-einbaurahmen-fuer-brandschutzklappen/ Wenn auf dem Bau die Zeit drängt und schnelle Lösungen her müssen, helfen kurzfristige Verfügbarkeit und Verlässlichkeit, meint Wildeboer und weist auf den eigenen Service: Auf Kundenwunsch werden die Brandschutzklappen mit den entsprechenden Einbaurahmen im Werk vormontiert. Die Brandschutzklappe mit Einbaurahmen wird dann in die vorbereitete Einbauöffnung eingeschoben und mit Winkeln oder Laschen befestigt.  

Die Vorteile liegen für ­Wildeboer auf der Hand: eine klare Definition der Gewerkeschnittstellen, ein unkomplizierter, flexibler Einbau und eine Vereinfachung der Abnahme. Denn Sachverständige würden den fachgerechten Einbau des Produktes sofort erkennen. „Beleg oder Dokumentation des korrekten Einbaus werden deutlich vereinfacht“, sagt das Unternehmen. Die Bilder zeigen einige Beispiele.
Die Einbaurahmen von ­Wildeboer eignen sich für massive Wände und ­Decken, für Metallständerwände und Schachtwände, für Decken in Stahlrahmenbauweise, für Holzbauweise, für Lüftungsleitungen mit Feuerwiderstandsdauer und gleitenden Deckenanschluss. Für viele Einbausituationen hat der Anbieter Rahmen-Lösungen im Programm.

Wildeboer Bauteile GmbH, Marker Weg 11, 26826 Weener, Tel.: 04951 950-0, Fax: -27120, info@wildeboer.de, www.wildeboer.de

 

 

 

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Fri, 14 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_62_Wildeboer-ER5_b58dc0c3c8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_62_Wildeboer-ER5_8edf508169.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/62_Wildeboer-ER5.jpg
news-28283 Betriebsfeier im Einklang mit dem Fiskus https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/betriebsfeier-im-einklang-mit-dem-fiskus/ Neues Finanzgerichtsurteil kann Kostenkalkulation erleichtern  

Viele Unternehmen bedanken sich für die Leistungen der Belegschaft mit einer Betriebsfeier und zeigen sich dabei als spendabler Gastgeber. Jedoch sollten Chefs die Kosten nicht aus den Augen verlieren – und ein neues Finanzgerichtsurteil kennen.

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Thu, 13 Jun 2019 08:58:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_036_ea26e9ceed.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_036_85dddc7368.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/036.jpg
news-28358 Ökofen: Jetzt messen des Pelletverbrauchs https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/oekofen-jetzt-messen-des-pelletverbrauchs/ Ökofen hat einen Relaunch der Pelletheizung „Pellematic Maxi“ vollzogen. Verbessert wurden laut Hersteller die Brenntellerentaschung und die Ascheaustragung. Neu integriert ist eine Messung des Pelletverbrauchs.  

Die Pelletverbrauchsmessung errechnet über das Zwischenbehältervolumen und die Brennerschneckenlaufzeit einerseits den Füllstand im Pelletlager. Andererseits erinnert die Software den Verbraucher daran, dass Pellets nachgetankt werden müssen. Die Daten vom Vortag und des aktuellen Tages können am Display abgelesen werden. Zusätzlich informiert die Software über den Füllstand und wann die Aschebox geleert werden muss. Die Pelletheizung ist mit (Nennleistung von 41 bis 64 kW) und ohne Brennwerttechnik (36 bis 56 kW) erhältlich.

Ökofen Heiztechnik GmbH, Schelmenlohe 2, 86866 Mickhausen, Tel.: 08204 2980-0, Fax: -190, info@oekofen.de, www.oekofen.de

 

 

 

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Thu, 13 Jun 2019 08:18:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_64_Oekofen-Pellematic-Maxi_e6040b1415.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_64_Oekofen-Pellematic-Maxi_106136638d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/64_Oekofen-Pellematic-Maxi.jpg
news-28284 Große Wärmeleistung mit kleinen, flexiblen Wärmeerzeugern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/grosse-waermeleistung-mit-kleinen-flexiblen-waermeerzeugern/ Objektbeispiel: Heizungs- und Trinkwarmwasserbereitung mit an die Projektanforderungen angepassten Produktlösungen  

Kleine Heizräume, enge Flure und Treppenhäuser sowie schmale Türen sind oft Handicap bei der Sanierung und Erweiterung von Heizungs- und Trinkwarmwasseranlagen. Vor diesem Hintergrund bieten zahlreiche Hersteller mitunter spezielle Produktlösungen an, die vor solchen Situationen kein haltmachen müssen und sich so leicht in Objekte mit speziellen Anforderungen integrieren lassen. Ein Beispiel zeigt die Sanierung und Erweiterung einer Produktionsstätte der Dehoust GmbH mit Hauptsitz in Leimen bei Heidelberg. Dabei kamen eine Solaranlage, eine Luft/Wasser-Wärmepumpe sowie Öl-Brennwertheizkesselanlagen mit Trinkwarmwasserbereitung von Elco zum Einsatz.

Das Familienunternehmen Dehoust wurde im Jahr 1958 gegründet. Seitdem hat sich der Hersteller von Tanks und Behältern aus Kunststoff und Stahl auf drei Standorte vergrößert. Ein weiterer Standort beschäftigt sich mit Betriebswasser, dazu gehören Regenwassernutzungsanlagen, Anlagen zur Aufbereitung von Grauwasser und Sicherheitstrennstationen der Kategorie 5 zur Trennung von Leitungswasser (Trinkwasser) und Betriebswasser. In der niedersächsischen Gemeinde Nienburg/Weser fertigt Dehoust Lager- und Druckbehälter aus Stahl und Edelstahl mit Maßen von bis zu 3,50 m Durchmesser und 150 m³ Volumen, beziehungsweise einem Stückgewicht bis über 25 t. Durch die Erweiterung der Niederlassung investiert das Unternehmen in die Zukunft: „Der Bau der Halle ist für Dehoust wichtig, um weiteres Wachstum zu ermöglichen und insbesondere den erhöhten Anforderungen an die Oberflächenbehandlung gerecht zu werden“, sagt Geschäftsführer Hartmut Wendt.

Neue Oberflächenbehandlungsanlagen
Ursprünglich bestand das Nienburger Werk aus einer 5000 m² großen Produktionshalle und einem Verwaltungsbau. Durch die Erweiterung kam nun eine neue Lackierhalle hinzu: Sie bietet mit 1670 m² genügend Fläche für eine Sandstrahlanlage sowie eine kombinierte Lackier- und Beschichtungsanlage. Hartmut Wendt erklärt: „Mit diesen Anlagen können wir den langlebigen Korrosionsschutz zur Werterhaltung der Behälter anbieten, den die Kunden vermehrt fordern, und nationale sowie internationale Normen für Korrosionsschutzsysteme erfüllen.“ Zusätzlich zur Lackierhalle wurde ein 180 m² großes Sozialgebäude gebaut – mit Umkleiden, Wasch- und Duschräumen für die Beschäftigten.

Geringer Energieverbrauch
Im Zuge der Erweiterung wurden auch zwei neue Heizungsanlagen geplant. Dafür arbeitete Rüdiger Thiel vom ortsansässigen Ingenieurbüro Thiel mit dem Hersteller Elco zusammen. Der Hersteller bietet europaweit komplette Heizlösungen an: Von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zu den anschließenden Serviceleistungen kommt alles aus einer Hand, wenn dies gewünscht ist.
Unter Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung EnEV 2016, entschied man sich im Falle Dehousts für zwei Systeme: Zum einen die Kombination von Solar- und Ölenergie für Sozial- sowie Verwaltungsgebäude. Zum anderen die Kopplung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe mit zwei Öl-Brennwertkesseln für die neue Lackierhalle. Zu einem späteren Zeitpunkt soll über dieses System auch die alte Produktionshalle beheizt werden.
Die Wahl von Öl als Ergänzung der regenerativen Energiequellen begründet Wendt: „Heizöl stellt eine sichere und zuverlässige Wärmeversorgung dar und wird noch Jahrzehnte verfügbar sein. Zudem ist es lagerbar, wodurch wir beim Einkauf unabhängig sind und den günstigsten Preis abpassen können. Hocheffiziente Brennwertgeräte entsprechen außerdem dem neuesten Stand der Technik und sparen bis zu 30 % Brennstoff gegenüber alten Geräten. Die Treibhausemissionen können also reduziert werden.“

Regenerativ heizen mittels Solarthermie
Das Heizungs- und Warmwasser des neuen Sozialtraktes wird hauptsächlich mithilfe einer Solaranlage erwärmt. Nur wenn die Solarenergie nicht ausreicht, übernimmt ein neuer Öl-Brennwertkessel im Verwaltungsgebäude das Heizen. Die knapp 20 m² große „Solatron“-Solarthermie Anlage von Elco mit insgesamt acht Flachkollektoren wiederum ist direkt auf dem Flachdach des Sozialtraktes installiert. „Kurze Leitungswege und ein entsprechend geringer Energieverlust sind damit garantiert“, erklärt Projektleiter Stefan Meyer vom ausführenden Betrieb Karin Göllner, Meisterbetrieb für Elektro-, Gas- und Wasserinstallation. Die Anlage ist zudem mit einem Pufferspeicher – „Vistron BS“ von Elco – kombiniert. Er sorgt dafür, dass die solare Wärme auch nachts oder bei schlechtem Wetter genutzt werden kann. Die Elco Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung für das Sozialgebäude ist ebenfalls an den Speicher gekoppelt.

Neuer Ölkessel im Bestand – dank kompakter Bauweise
Zur Ergänzung der Solarenergie wurde im Verwaltungsgebäude ein „Straton L 85“-Öl-Brennwertkessel von Elco installiert. Er versorgt das Sozialgebäude mit, sollte die Sonnenenergie nicht ausreichen. Zugleich ersetzt er die ursprüngliche, erneuerungsbedürftige Öl-Kesselanlage des Verwaltungsbaus. Mit einer Leistungsgröße von 85 kW ist der Kessel ausreichend dimensioniert, um den neuen Sozialtrakt bei Bedarf mitzuversorgen. Trotzdem hat er kompakte Maße, sodass er problemlos in den Bestand eingebracht werden konnte: „Mit 1351 mm Höhe, 780 mm Breite und 1540 mm Tiefe ist er gerade mal so groß wie ein Schrank und passt durch jede 800 mm breite Standardtür. Bereits am Kessel vorhandene Anschlüsse ermöglichen zudem eine schnelle und einfache Integration in bereits bestehende Heizsys­teme“, hebt Stefan Meyer hervor und ergänzt: „Obwohl der ‚Straton L‘ raumsparend geschaffen ist, kann der Öl-Brennwertkessel voll eingesehen werden, ist leicht zugänglich und dementsprechend einfach zu warten. Groß dimensionierte Prüf- und Reinigungsöffnungen machen das möglich.“

Regenerativ heizen mittels Luft/Wasser-Wärmepumpe
Auch bei der neuen Lackierhalle musste eine gewisse Menge an Wärmeenergie aus regenerativen Quellen stammen. Die Planer entschieden sich für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe von Elco: „Aerotop T35H“. Durch ihr korrosionsbeständiges Gehäuse ist die Pumpe vor Witterung geschützt und somit im Freien aufstellbar. Die Außeninstallation war bei diesem Projekt notwendig, da die Heizungsanlage erst zu einem relativ späten Zeitpunkt der Gebäudeplanung berücksichtigt werden konnte. Für die Speicherung überschüssiger Energie beziehungsweise für einen flexiblen Energieabruf wurde ein „Vistron B“-Pufferspeicher mit der Pumpe gekoppelt.

Energie sparen durch Kaskadenschaltung
Als weiterer Energieträger für die Beheizung der neuen Lackierhalle dient wie beim Sozialtrakt Öl. Da die bestehende Produktionshalle zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls über die Heizungsanlage geheizt werden soll, wurden zwei „Straton XL 150“-Öl-Brennwertkessel in der Lackierhalle eingeplant. Beide Hallen haben jeweils einen Wärmebedarf von 165 kW. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe liefert bei 0 °C Lufteintrittstemperatur eine Leistung von 32 kW. Die zwei Dreizug-Öl-Brennwertkessel „Straton XL“ mit je 150 kW Leistungsgröße können die noch fehlende Leistung bereitstellen. Durch die Kaskadenschaltung der beiden Kessel ist es möglich, dass der zweite Kessel erst in Betrieb genommen wird, wenn auch die Produktionshalle über die neue Anlage geheizt werden soll. So produziert das Heizungssystem keine überschüssige Energie.
Stefan Meyer: „Trotz der Bezeichnung ‚XL‘ ist auch der Dreizug-Öl-Brennwertkessel kompakt gebaut und passt durch eine 800 mm breite Standardtür. Er nimmt nur eine geringe Stellfläche von 1,1 bis 2,0 m², also maximal die Fläche eines Einzelbettes, ein und liefert bis zu 600 kW Heizleistung.“ Alle hydraulischen Anschlüsse sind platzsparend oben am Kessel angebracht und das Flammrohr sowie der zweite und dritte Abgaszug übereinander angeordnet. Aufgrund der späten Heizungsplanung waren die geringe Stellfläche und schmale Breite Voraussetzung für den Einsatz in der neuen Lackierhalle.


Bilder: Elco

www.elco.de

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Die Elco-Produktpalette bietet zahlreiche Lösungen an, die auf die oft räumlich enge Situation in Bauvorhaben abgestimmt sind. Welche Produkthighlights und -merkmale zählen dazu?
Rolf Meier: Als branchenweit einziger Hersteller bauen wir sämtliche Elco-Gaskessel mit einer Leistung bis 2 Megawatt modular. Das heißt, alle diese Kessel sind sehr einfach in Module zerlegbar und ebenso einfach wieder zusammenzubauen. Das ist ein außergewöhnlicher Vorteil, denn so können wir für unsere Kunden auch unter herausfordernden räumlichen Bedingungen hohe Heizleistungen realisieren. Häufige Anwendungen sind z. B. Dachheizzentralen in hohen Gebäuden: Hier lassen sich die einzelnen Module eines demontierten Kessels oft mit dem Aufzug in den Heizraum einbringen. Eine andere Variante sind besonders beengte Zutrittsmöglichkeiten zu den Heizräumen – wie schmale Türen, enge Flure, niedrige Decken oder viele Ecken und Stufen. Wird ein Kessel an ein solches Objekt geliefert, hilft unser Service vor Ort bei Demontage, Einbringung und Zusammenbau. In der Regel benötigen wir dafür nur vier Stunden. Für einen leichten Transport sind alle unsere Kessel außerdem auf Rollen montiert.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Serviceleis­tungen bieten Sie im Bereich der TGA-Planung an?
Rolf Meier: Die TGA-Planer werden von Elco durch unsere spezialisierten Planerberater unterstützt. Um die Planung zu vereinfachen, setzen wir diverse digitale Programme ein. Dazu zählen beispielsweise eine Auslegungssoftware, die Planungs-Webseite oder Simulationen verschiedener Anlagen mit einer „Dymola“-Software. Weitere Planungshilfen sind Parameterlisten, Elektroschemata oder Standartschemata, Hydraulikdatenbanken und Anlagenkonfiguratoren.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Inwieweit unterstützen Sie das Fachhandwerk rund um die Installation, die Inbetriebnahme oder den Kundendienst?
Rolf Meier: Der Kundenservice ist unsere Stärke und steht für uns an allerers­ter Stelle. Das Fachhandwerk wird von der Planungsphase über die Installation und Inbetriebnahme bis zur Abnahme und der weiteren Wartung betreut. Diese Dienstleis­tungen führen wir im Namen des Heizungsbauers durch. Elco bietet außerdem spezielle Wartungspakete für den Heizungsbauer mit bis zu zehn Jahren Garantie. Auf Wunsch können wir also die Fachbetriebe vor Ort mit Wartungsverträgen in ihrem Namen entlasten, sodass im Handwerk Kapazitäten für neue Projekte freiwerden. Darüber hinaus ist Elco als einziger am Markt in der Lage, auf ein bundesweit flächendeckendes Servicenetz mit mehr als 300 Mitarbeitern zuzugreifen. Unsere Experten sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. In der Regel reagieren wir noch am gleichen Tag. Im Notfall heißt das nicht nur Telefonkontakt, sondern Techniker vor Ort.

 

 

 

 

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Thu, 13 Jun 2019 07:47:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_032a_f4dc7c58e9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_032a_1cf89e54dd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/032a.jpg
news-28360 Vaillant: Gas-Brennwertgerät mit Verbrennungsregelungssystem https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/vaillant-gas-brennwertgeraet-mit-verbrennungsregelungssystem/ Mit dem „ecoTec exclusive“ stellt Vaillant ein neues Gas-Brennwertgerät vor. Das Herzstück ist das Verbrennungsregelungssystem „IoniDetect“. Mithilfe der Ionisationstechnologie werden Gasqualitätsschwankungen ausgeglichen und Gasarten automatisch erkannt, teilt Vaillant mit.  

So sei eine „optimale Energieausbeute bei zugleich bester Verbrennungsqualität“ möglich. Die Ionisationselektrode bewertet die Qualität der Flamme und adaptiert die Verbrennungsluftmenge im Fall von schwankenden Gasqualitäten. Ablagerungen auf der Ionisationselektrode und der daraus resultierenden Einflüsse würden durch einen neuen „Automatik-Drift-Assistenten“ kompensiert.

Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 15, 42897 Remscheid (Lennep), Tel.: 02191 18-0, Fax: -2810, info@vaillant.de, www.vaillant.de

 

 

 

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Thu, 13 Jun 2019 07:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_63_Vaillant-ecoTec-exclusive_11b5403de1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_63_Vaillant-ecoTec-exclusive_662ae0089e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/63_Vaillant-ecoTec-exclusive.jpg
news-28359 Elysator: Permanente Überwachung des Anlagenwassers https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/elysator-permanente-ueberwachung-des-anlagenwassers/ Auf der ISH 2019 zeigte sich Elysator im Zeichen der „trio“-Baureihe und erinnerte damit an die fast 50-jährige Geschichte des Korrosionsschutzgerätes für Heiz- und Kühlkreisläufe. Vorgestellt wurde jetzt der Wasser-Messcomputer. Er kontrolliert permanent die elektrische Leitfähigkeit, den Volumenstrom sowie die Temperatur des Anlagenwassers. Verbunden mit einem USB-Kabel können die Daten auf einen Computer überspielt und mittels der dazugehörenden Software überprüft werden.  

Für den Betrieb enthält der Wasser-Messcomputer eine Batterie; alternativ kann er an das 230-V-Stromnetz angeschlossen werden. Über Schnittstellen können die Leitfähigkeit und der Volumenstrom ausgegeben und an anderer Stelle, z.B. einer GLT-Zentrale, verarbeitet werden. Bei zu hoher Leitfähigkeit steht zudem ein Signal­ausgang zur Verfügung, der z.B. ein Magnetventil schließt.

Elysator Engineering GmbH, Rauheckstr. 20, 74232 Abstatt, Tel.: 07062 97957-65, Fax: -67, info@elysator.de, www.elysator.de

 

 

 

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Wed, 12 Jun 2019 08:18:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_64_Elysator-Wasser-Messcomputer_f1616760f2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_64_Elysator-Wasser-Messcomputer_2761fb21b3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/64_Elysator-Wasser-Messcomputer.jpg
news-28285 Ohne Befund und dennoch mangelhaft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ohne-befund-und-dennoch-mangelhaft/ Rollensprünge bei Wasserzählern können zu unberechtigten Regressforderungen gegenüber Verbrauchern führen. Es geht mitunter um viel Geld – die Versorger hüllen sich gern in Schweigen  

Neu ist das Thema nicht, aber nach wie vor hochaktuell: das Phänomen der Rollensprünge durch defekte Messeinsätze bei Wasserzählern. Bereits 2015 hatten wir erstmalig darüber berichtet. Seither erreichen uns regelmäßig Anfragen von betroffenen Verbrauchern und interessierten Fachhandwerkern. Wir sprachen mit Dipl.-Ing. Georg Hofmann aus Leipzig über aktuelle Fälle, die Schwierigkeit des Nachweises, Gerichtsentscheide und Möglichkeiten der Prävention. Der Sachverständige gilt als Experte in diesem Fachgebiet.

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Wed, 12 Jun 2019 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_028_f136d60048.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_028_3189c7b3a4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/028.jpg
news-28322 Gerichtsverfahren – Fahrgemeinschaft kann nicht vorgeschrieben werden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gerichtsverfahren-fahrgemeinschaft-kann-nicht-vorgeschrieben-werden/ Schaltet eine Partei neben einem Patentanwalt einen Rechtsanwalt aus derselben Kanzlei/Sozietät einer Stadt ein, müssen die beiden nicht aus Kostengründen gemeinsam zum Verhandlungstermin anreisen.  

Die unterlegene Partei ist vielmehr verpflichtet, Fahrtkosten sowohl für den im eigenen Kraftfahrzeug anreisenden Patentanwalt als auch für den die Bahn nutzenden Rechtsanwalt zu übernehmen (Quelle: Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Az.: 6 W 91/18).

 

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Wed, 12 Jun 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28286 Sicherheit auch bei Totalausfall https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sicherheit-auch-bei-totalausfall/ Rauchfreihaltung von Sicherheitstreppenräumen mit Differenzdruckanlagen: redundante Komponenten oder SIL-zertifizierte Bauteile?  

Differenzdruckanlagen halten Flucht- und Rettungswege in Sicherheitstreppenhäusern rauchfrei. Von deren verlässlicher Funktion hängen Menschenleben ab. Daher schreibt die Muster-Hochhaus-Richtlinie eine redundante Anlagentechnik vor. Als Alternative dazu werden immer häufiger Steuerungskomponenten angeboten, für die eine Ausfallwahrscheinlichkeit nach DIN EN 62061 und dem Sicherheitsintegritätslevel (SIL) ermittelt wurde. Lässt sich damit aber die geforderte redundante Ausführung einer Differenzdruckanlage umgehen, um Kosten zu sparen? Die Antwort ist aus technischer und rechtlicher Sicht ein klares Nein. Aber es gibt durchaus Alternativen, um kompromisslose Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in Übereinstimmung zu bringen.

Um elektronische Steuer- und Regelkreise gegen Funktionsausfall abzusichern, sind wesentliche Qualitätsrichtlinien entwickelt worden. In Europa gilt die DIN EN 61508 als Stand der Technik. Ziel der Norm ist in erster Linie, den Ausfall sicherheitsrelevanter Bauteile zu vermeiden. Da ein Restrisiko jedoch nie auszuschließen ist, wird außerdem die Ausfallwahrscheinlichkeit von Bauteilen eingeschätzt und ihre Folgen für die Funktion des Gesamtsystems bewertet. Sollte beispielsweise ein sicherheitsrelevanter Sensor ausfallen, wird als Reaktion darauf ein sicherer Anlagenzustand definiert, in den das System wechseln muss, damit keine Gefahr für Leib und Leben, die Umwelt und nachrangig auch für Sachwerte entsteht. Lässt sich dieses Prinzip auch auf Differenzdruckanlagen anwenden, die im Brandfall Flucht- und Rettungswege in einem Gebäude rauchfrei halten?

Dynamisches System gegen statischen Funktionserhalt
Ob SIL-zertifizierte Produkte redundante Anlagentechnik ersetzen können, ist aus technischer und normativer Sicht zu klären. Für die technische Beurteilung ist es wichtig, die Funktion einer Differenzdruckanlage – oft auch Überdruck- oder Rauchdruckanlage genannt – kurz zu untersuchen.
Detektiert eine Brandmeldeanlage ein Feuer, werden die entsprechenden Brandschutzklappen angesteuert, um den Gefahrenbereich abzuschotten; ein Alarm wird ausgelöst. Gleichzeitig erzeugt die Differenzdruckanlage im Sicherheitstreppenraum einen Überdruck, damit aus dem Brandraum kein Rauch ins Treppenhaus strömt, wenn flüchtende Personen die Türen öffnen. Dazu führen Ventilatoren dem Treppenhaus von außen Luft zu. So bleibt der Weg über alle Stockwerke hinweg passierbar – sowohl für die Evakuierung als auch den Feuerwehrangriff.
Damit die Personen die Fluchttüren gegen den Überdruck im Treppenraum leicht öffnen können, darf allerdings die Druckdifferenz maximal 50 Pa betragen, beziehungsweise es dürfen auf der Tür maximal 100 N lasten. So schreiben es sowohl die DIN EN 12101-6 als auch die Muster-Hochhaus-Richtlinie vor. Definiert werden hier außerdem Strömungsgeschwindigkeiten: Die Luft muss an einer geöffneten Fluchttür aus dem Sicherheitstreppenraum in Richtung Brandraum mit mindestens 0,75 m/s strömen (bzw. mit 2,0 m/s, wenn im weiteren Brandverlauf der Rauchdruck steigt).
Diese Vorgaben hat die Differenzdruckanlage trotz sich ständig verändernder Druckverhältnisse im Treppenraum zu erfüllen. Denn je nachdem, wie viele Etagen- sowie Eingangstüren geöffnet werden und wie groß der jeweilige Öffnungswinkel ist, entweicht mehr oder weniger Luft aus dem Treppenraum in die Etagen. Also muss das zugeführte Luftvolumen dynamisch angepasst werden. Die DIN EN 12101-6 gibt eine maximale Reaktionszeit von drei Sekunden vor, um 90 % der Sollluftmenge wiederherzustellen.
Bei elektronisch gesteuerten Differenzdruckanlagen sitzt hierzu ein Drucksensor im Sicherheitstreppenraum. Entsprechend des Messwertes wird ein Ventilator mit EC-Motor oder AC-Motor mit Frequenzumformer drehzahlgeregelt, um situationsabhängig das jeweils benötigte Luftvolumen in den Sicherheitstreppenraum zu fördern.
Würde in einem Brandfall der Drucksensor, der Ventilator oder die Steuerung ausfallen, bedeutet das ein Totalversagen des Sicherungssystems. Aus diesem Grund schreibt die MHHR vor: „Ist nur ein innen liegender Sicherheitstreppenraum vorhanden, müssen bei Ausfall der für die Aufrechterhaltung des Überdrucks erforderlichen Geräte betriebsbereite Ersatzgeräte deren Funktion übernehmen“. Somit verlangt das Baurecht der Bundesländer die redundante Ausführung einer Differenzdruckanlage.
An der zuvor beschriebenen Funktionsanalyse wird deutlich, warum SIL-zertifizierte Bauteile oder Steuerungen die Verpflichtung einer redundanten Ausführung nicht aufheben können: Bei einer Differenzdruckanlage lässt sich kein sicherer Anlagenzustand definieren, in den das System beim Ausfall von Komponenten wechseln kann. Es muss gewährleistet sein, dass stets das passende Luftvolumen gefördert wird. Ein statischer Funktionserhalt einer Differenzdruckanlage nach dem SIL-Prinzip ist nicht möglich. Daher ist eine Bauteilzertifizierung nach SIL de facto wertlos.

Redundant ja, aber …
Die vom Gesetzgeber geforderte Redundanz einer Überdruckanlage lässt sich dennoch wirtschaftlich optimieren, zum Beispiel, indem nur die Komponenten der dynamisch arbeitenden Differenzdruckanlage zweifach installiert werden. Funktionen des technischen Brandschutzes, für die ein sicherer Anlagenzustand bei einem Bauteilausfall zu definieren ist, können einfach ausgeführt werden.
Das lässt sich realisieren, indem beispielsweise der Steuerschrank einer Überdruckanlage nur die statischen Funktionen abdeckt. Dazu zählt unter anderem die Ansteuerung von Brandschutzklappen, die der Abschottung dienen. Im Brandfall gibt es hier nur einen sicheren Zustand: Die Klappe muss geschlossen sein. Kommt hierzu kein Signal vom Steuerschrank, weil dieser ausgefallen ist, lässt sich die Schutzfunktion direkt an der Klappe sicherstellen. Werden also die für den Funktionserhalt maßgeblichen logischen und technischen Bauteile (Regel- und Antriebseinheit plus Sensorik) von den statischen Funktionsbauteilen (Schaltschrank) separiert, lässt sich die redundante Ausführung auf genau die Bauteile beschränken, die bei einem Ausfall die sichere Funktion der Anlage verhindern würden.
Bei einer solchen Anlagenkonzeption ist zum Beispiel keine Doppelung der Schaltschränke erforderlich. Und da allein der Schaltschrank einer Differenzdruckanlage bis zu 40 % der Kosten ausmachen kann, ergibt sich daraus ein großes Einsparungspotenzial.

Technisch und rechtlich sichere Lösung
Ein Lösungskonzept, das der Hersteller Systemair verfolgt, liegt in der redundanten Ausführung der Sensorik im Sicherheitstreppenraum und der Ventilatoren einschließlich der dazugehörigen Regel- und Antriebseinheiten. Diese Sensoren und Aktoren bilden über funktionserhaltende Leitungen einen eigenständigen MSR-Kreis. Selbst wenn Bauteile oder sogar der gesamte Schaltschrank ausfallen sollten, bliebe die Funktion der Differenzdruckanlage erhalten.
Die Beschränkung der Redundanz auf Anlagenteile, für die ein Versagen ausgeschlossen sein muss, entspricht den Vorgaben des Gesetzgebers gemäß den Hochhaus-Richtlinien der Bundesländer. Gleichzeitig lassen sich dadurch unter sicherheitstechnischen und rechtlichen Gesichtspunkten machbare Einsparungspotenziale ausschöpfen.

Autor: Dip.-Ing. (FH) Reiner Kelch, System- und Applikationsmanager für Differenzdrucksysteme bei Systemair

Bilder: Systemair

www.systemair.de

 

Belastungstest geregelter Ventilatoren bestanden
Systemair setzt für elektronisch gesteuerte Differenzdruckanlagen Ventilatoren mit EC-Motoren ein, bei höheren Förderleistungen AC-Motoren mit Frequenzumformer. Die Regelung ist dabei baulicher Teil des Antriebs. Bis dato galt unter Fachleuten die Vermutung, dass geregelte Motoren im Brandfall erheblich früher ausfallen als ungeregelte Motoren. Die Vermutung stützte sich auf den zusätzlichen Wärmeeintrag, den die Regelung in den Motor einbringt.
Bei der obligatorischen Prüfung von Brandgasventilatoren nach CEN/TC 191 stellte Systemair diese Theorie auf den Prüfstand. Nachdem der Ventilator vom Typ „AXR 710-10“ im ungeregelten Betrieb die F400-Prüfung erfolgreich bestanden hatte (120 Minuten Funktionserhalt bei 400 °C Umgebungstemperatur), wurde im direkten Anschluss der Ventilator drehzahlgeregelt weiterbetrieben. Als nach weiteren 70 Minuten nach wie vor keine Funktionsstörungen auftraten, wurde der Test beendet. Damit hat Systemair den Nachweis erbracht, dass durch das Design seiner Brandgas-Ventilatoren geregelte Motoren ebenso zuverlässig sind wie ungeregelte.

 

 

 

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Tue, 11 Jun 2019 12:22:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_024a_80c881ba63.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_024a_136ad664ed.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/024a.jpg
news-28287 Korrosion vermeiden, Kosten minimieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/korrosion-vermeiden-kosten-minimieren/ Monty präsentiert alternative Lösung für die Ergänzung des Gaspolsters bei Membran-Ausdehnungsgefäßen  

Die Anpassung des Vordrucks an Membran-Ausdehnungsgefäßen wird in der Regel mittels Luft oder unter Zuhilfenahme von Gefäßfüllern vorgenommen. Seltener werden Stickstoffdruckflaschen eingesetzt. Alle Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. Ein neuer Gasfüllautomat geht einen anderen Weg und verspricht Zeit- und Kostenvorteile. Darüber hinaus soll auch das Klima geschont werden.

Wenn der Vordruck am Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG) zu niedrig ist, muss es aufgepumpt werden. Dafür stehen dem Kundendienstmonteur mehrere Verfahren zur Verfügung: zum einen die gute alte Handpumpe oder in der modernen Variante ein ölfreier Kompressor. Damit wird nicht aufbereitete Raumluft in das Gefäß gebracht, die sich zwar überwiegend aus Stickstoff (78 %) zusammensetzt, aber eben auch Sauerstoff (21 %) und je nach Umgebung mehr oder weniger Feuchte und damit Wasser enthält. „Beide Faktoren zusammen – also Sauerstoff und Wasser – können zu Korrosionsprozessen speziell im Einpressbereich der Gummimembran führen; die häufigste Ursache für den Ausfall eines MAGs“, sagt Lothar F. Droste, Geschäftsführer der Monty GmbH.

Kritik an Gefäßfüller
Das zweite etablierte Verfahren zur Ergänzung des Vordrucks sind die sogenannten Gefäßfüller. Die handlichen Dosen lassen sich gut transportieren, der Umgang – Befüllung und Druckhaltung – ist für viele Monteure Routine. Doch auch diese Technik sieht der Sachverständige kritisch. „Gefäßfüller enthalten Treibhausgase, darunter je nach Mischung sogar Kältemittel, die es ja eigentlich zu reduzieren gilt.“ Möglich mache das eine Sondergenehmigung, die noch aus der Mitte der 1990er-Jahre stamme und nach Meinung des Geschäftsführers längst nicht mehr zeitgemäß ist. Überdies seien die Gefäßfüllerdosen teuer und müssten gesondert entsorgt bzw. dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Vier bis fünf Mio. Dosen Gefäßfüller gingen jährlich über die Ladentheke, schätzt Droste, der selbst mal eine Spraydosen-Produktion hatte und sich mit der Materie auskennt. 100 bis 200 g Kältemittel seien darin enthalten, mitunter sogar Wasser, um den aus technischen Gründen begrenzten Dampfdruck in der Dose zu senken. Ein gewaltiges Treibhauspotenzial, denn nach und nach entwichen die Gase ja in die Natur – mit langfristigen Folgen, so Droste.
Monty habe aus ethischen Gründen bereits Ende 2016 die Lieferung von Gefäßfüllerdosen eingestellt. Aus Sicht von Droste wurde es höchste Zeit umzudenken: „Luft lässt sich nach heutigem Stand der Technik bestens konditionieren, was sich an neuen Systemen zum Beispiel im Tauchsport oder zur Sauerstoffgewinnung gut beobachten lässt.“

Gas-Nachfüllautomat als Alternative
Als umweltgerechte und preiswerte Alternative für die Ergänzung des Gaspols­ters in MAGs hat der Hersteller von SHK-Systemtechnik zur Wartung, Bauteiltrocknung und Leckageortung den „MAG-Refill“ entwickelt. „Der Gas-Nachfüllautomat wandelt mittels einer speziellen Granulat-Kartusche herkömmliche Raumluft in antikorrosive MAG-Prozessluft um. Dafür wird Luft mit einem Akkukompressor durch ein Entfeuchtungsgel mit Oxygenabsorber eingeleitet“, erklärt Droste. Während des Befüllvorgangs könne bei Bedarf zusätzlich eine Imprägnierung eingenebelt werden, die Korrosionsschäden vorbeugen soll.
„Kein Muss“, betont Droste. Eine Kartusche entspreche ungefähr 24 Dosen Gefäßfüller. Die Kartuschen selbst ließen sich im Mehrwegverfahren zur Regeneration problemlos wiederverwenden. „Das Granulat muss eigentlich nur auf 200 °C erhitzt werden. Wir bieten aber auch einen Austauschservice an.“
Speziell für größere Ausdehnungsgefäße stehe ein netzbetriebener, ölfreier Membran-Kompressor (Leistung bis zu 60 l/min im Gegensatz zu max. 10 l/min beim Akku-Modell) als leistungsstärkere Variante zur Verfügung. Er könne auch anderweitig, etwa für die Druckprüfung von Rohrleitungen, eingesetzt werden. „Zeit wird auch dadurch eingespart, dass im Akkukompressor eine Abschaltautomatik eingebaut ist, sodass sich das Gerät selbst – bei Erreichen des voreingestellten Drucks – abschaltet“, nennt Droste einen weiteren Vorteil. „Damit werden die bisher eingesetzten umweltgefährdenden Kältemittel für MAGs nun gänzlich vermieden. Zusätzlich sparen die Betriebe Kosten für Gefäßfüllerdosen und deren Entsorgung ein.“

www.monty-gmbh.de

 

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Tue, 11 Jun 2019 11:41:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_022_0c143bd9ba.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_022_d234622cb8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/022.jpg
news-28333 Panasonic: Neue Luft/Wasser-Wärmepumpen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/panasonic-neue-luftwasser-waermepumpen/ Auf der ISH 2019 stellte Panasonic neue Luft/Wasser-Wärmepumpen der Serie „Aquarea J“ vor. Die Generation nutzt R32 als Kältemittel, das wegen seines GWPs (Global Warming Potential, Treibhauspotenzial) von 675 schon jetzt die Vorgaben der F-Gase-Verordnung des Jahres 2025 erfüllt. Neben einer „hohen Effizienz“ verspricht die „Aquarea J“ viel Komfort bei der Gebäudekühlung. Die Geräte können auf bis zu 10°C herunterkühlen und so über eine Flächenheizung oder einen Gebläsekonvektor das Haus temperieren.  

Über einen Sensor-Wahlschalter hat der Benutzer die Möglichkeit, die Warmwasserbereitung so einzustellen, dass die Wärmepumpe bei kleineren Schüttmengen mit bestmöglichem COP (Coefficient of Performance) arbeitet. Wird eine größere Menge Warmwasser benötigt, passt die Steuerung das Gerät entsprechend an.

Panasonic Marketing Europe GmbH (Heiz- und Kühlsysteme), Hagenauer Str. 43, 65203 Wiesbaden, Tel.: 0800 2002223, Fax: 0611 235-284, klimaanlagen@eu.panasonic.com, www.aircon.panasonic.de

 

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Tue, 11 Jun 2019 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_65_Panasonic-Aquarea-J_cb042581ef.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_65_Panasonic-Aquarea-J_659a96625c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/65_Panasonic-Aquarea-J.jpg
news-28303 Einstufung als Neuwagen – Kilometer­leistung und Zeitfenster im Auge behalten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/einstufung-als-neuwagen-kilometerleistung-und-zeitfenster-im-auge-behalten/ Ein in etwa sechs Wochen zum Straßenverkehr zugelassenes Fahrzeug mit einer Laufleistung von 3300 km kann nicht mehr als Neuwagen angesehen werden. Diese Einschätzung gilt auch unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung und nach heutiger wirtschaftlicher Verkehrsanschauung.  

Das bestätigen die Verhältnisse auf dem Markt von sehr jungen Gebrauchtwagen bzw. Fahrzeugen mit Tageszulassung im hochpreisigen Fahrzeugsegment. Zu Recht hatte deshalb ein Unfallbeteiligter im Wege des Schadensersatzes (nur) die Mittel zur Beschaffung eines mit dem beschädigten Fahrzeug vergleichbaren unfallfreien Fahrzeugs erhalten. Ein Anspruch auf Ersatz weiterer ­Kosten für die Anschaffung eines höherwertigen Neufahrzeuges wurden ihm nicht zugestanden (Quelle: Oberlandesgericht Hamm, Az.: 9 U 5/18).

 

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Tue, 11 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-28315 „T6“ zum ­beliebtesten Kleintransporter ­gewählt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/t6-zum-beliebtesten-kleintransporter-gewaehlt/ Leser der „Auto Bild“ haben den Kastenwagen „T6“ von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) zum beliebtesten Kleintransporter in der gewerblichen Nutzung gewählt. Heinz-Jürgen Löw, Marketing- und Vertriebs-Vorstand von VWN, bekam den Award von Chefredakteur Tom Drechsler überreicht. „Der Preis freut uns ‚Nutzis‘ sehr und bestätigt uns darin, unseren Kunden die weltweit besten Transportlösungen anzubieten“, sagte Löw.  

Der Leser-Award „Beste Firmenwagen“ wurde 2018 zum ersten Mal von „Auto Bild“ vergeben und würdigt gewerblich und dienstlich genutzte Fahrzeuge in sechs Kategorien: Kleinwagen, Kompaktwagen (Mittelklasse), Kompaktwagen (Ober- und Luxusklasse), Taxi, Kleintransporter und Transporter.

 

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Mon, 10 Jun 2019 07:33:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_58_VW_68640266f4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_58_VW_582949aead.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/58_VW.jpg
news-28321 Urlaubsansprüche – Fristlose ­Kündigung kein geeignetes Rettungsmittel https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/urlaubsansprueche-fristlose-kuendigung-kein-geeignetes-rettungsmittel/ Versäumt ein Arbeitnehmer die Frist für eine ordentliche Eigenkündigung in 2018 muss er hinnehmen, dass zum 31. 3. 2018 seine Urlaubsansprüche aus 2016 verfallen. Eine fristlose Eigenkündigung zur „Rettung“ der Urlaubsansprüche ist nicht möglich.  

Zwar erlöschen gesetzliche Urlaubsansprüche nicht vor Ablauf eines Zeitraums von 15 Monaten nach dem Ende des Urlaubsjahres, wenn der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen an seiner Arbeitsleistung gehindert war. Sie gehen jedoch mit Ablauf des 31. März des 2. Folgejahres unter. Dies gilt auch bei fortdauernder Arbeitsunfähigkeit (Quelle: Arbeitsgericht Siegburg, Az.: 5 Ca 1305/18).

 

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Sun, 09 Jun 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28302 Verfall von Urlaubsansprüchen – Arbeitgeber hat Obliegenheitspflichten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/verfall-von-urlaubsanspruechen-arbeitgeber-hat-obliegenheitspflichten/ Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) sieht vor, dass Urlaub, der bis zum Jahresende nicht gewährt und genommen wird, verfällt. Allerdings erlischt der Anspruch eines Arbeitnehmers auf bezahlten Jahresurlaub nicht wirklich automatisch.  

Der Urlaub ist in der Regel nur dann am Ende des Kalenderjahres tatsächlich verwirkt, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter zuvor über seinen konkreten Urlaubsanspruch und die Verfallfristen belehrt, der Arbeitnehmer den Urlaub aber dennoch aus freien Stücken nicht genommen hat (Quelle: Bundesarbeitsgericht, Az.: 9 AZR 541/15).

 

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Sun, 09 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-28355 Pfiffiges Schuhwerk für Solarteure https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/pfiffiges-schuhwerk-fuer-solarteure/ Das Startup SSS GmbH hat auf der diesjährigen Intersolar seinen Solarschuh Ralos.shoe der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Solarschuh ermöglicht es Solarteuren erstmals, ohne zusätzliche Hilfsmittel auf Solarpanels zu laufen – selbst wenn die nass sind.  

Mit einer Weltneuheit war das junge Technologieunternehmen SSS GmbH (Solar.Service.Support) erstmals auf der diesjährigen Intersolar vertreten. Das Startup mit Sitz in Winnweiler präsentierte auf der Messe in München erstmals seinen Solarschuh Ralos.shoe.
Der Solarschuh ermöglicht es Solateuren erstmals ohne zusätzliche Hilfsmittel auf sehr empfindlichen und sogar nassen Solarpanels zu laufen. Da sich somit der Bedarf großer Kräne, Hubsteiger und ähnlicher Hilfsmittel erheblich reduziert, sinken entsprechend Kosten und Aufwand für die Wartung, Pflege, Reparatur und Montage von Solarpanels.
„Mit dem Schuh haben wir eine Lösung entwickelt, die vielen Solarteuren sowie Betreibern von Solaranlagen das Leben deutlich vereinfacht – und deren Budget schont. Eine Patentrecherche der Technischen Universität Kaiserslautern ergab, dass es weltweit keine vergleichbare Technologie gibt. Die entsprechenden Schutzrechte sind gesichert und wir haben von den ersten Pilotkunden hervorragendes Feedback erhalten“, berichtet Andreas Meyer, Co-Gründer der SSS GmbH und Entwickler des Solarschuhs.

In Arbeitsschuhen No Go
Der Solarschuh kombiniert neue Materialien mit einer ausgeklügelten Mechanik. So kommen neben extrem leichten und biegesteifen Aluminiumplatten pro Schuh jeweils 50 patentierte Saugelemente zum Einsatz.
„Solarmodule sind extrem empfindlich. Es ist absolut unzulässig, mit Arbeitsschuhen darauf zu laufen. Die Idee war es also, einen flexiblen Solarschuh zu entwickeln, der einerseits den zulässigen Druck nicht überschreitet, die Neigung der Panels ausgleicht und der zugleich so sicher an der Oberfläche haftet, dass man selbst auf schrägen, Panels laufen kann“, erklärt Steffen Bank, Co-Gründer der SSS GmbH und selbst jahrelang aktiv im Bereich der Wartung und Reinigung von Solarpanels. „Aus dieser Idee ist nun eine praxistaugliche Lösung entstanden, die ich gemeinsam mit meinem Onkel und Co-Gründer Andreas Meyer in die Tat umgesetzt habe.“

 

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Fri, 07 Jun 2019 13:07:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm__KW23_schuh1_bd7dce35c1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm__KW23_schuh1_839f5d997a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW23_schuh1.jpg
news-28368 SHK-Studiengang HEAT: Einschreibefrist läuft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/shk-studiengang-heat-einschreibefrist-laeuft/ Seit 2014 entwickelt die Hochschule Düsseldorf in Kooperation mit dem Fachverband SHK NRW den berufsbegleitenden Studiengang „Haus-, Energie- und Anlagentechnik“ – kurz HEAT. Ab September 2019 beginnen die ersten sogenannten Zertifikatskurse. Sie sind inhaltlich identisch mit dem späteren Studiengang und werden nach der offiziellen Akkreditierung (voraussichtlich 2020) voll angerechnet.  

Mit HEAT sollen die Teilnehmer vor Ort an der Hochschule und zuhause auf die Anforderungen in ihrem späteren Berufsleben vorbereitet werden. Aktuelle Trends werden ebenso abgedeckt wie Grundlagenwissen. Zudem können die Teilnehmer durch Wahlfächer Spezialwissen in ihrem Interessengebiet herausbilden. Zur Vereinbarung von Studium, Beruf und Familie finden Präsenzzeiten an Freitagen ab dem Nachmittag sowie an Samstagen statt. Die Webinare sind auf Abende von Wochentagen gelegt.

In neun Semestern werden vier bis fünf Kurse pro Semester in SHK-spezifischen, ingenieurstechnischen sowie betriebswirtschaftlichen Bereichen angeboten. Zum Ende des Studiums können sich die Teilnehmer in ihren Interessengebieten spezialisieren und das Studium mit der Bachelorarbeit beenden. Mit dem Bachelorabschluss werden sowohl ein Ingenieurstitel als auch die Teile 2 und 3 des Meisters im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk erworben (Fachtheorie, Wirtschaft/Recht). Die dafür anfallenden Kosten belaufen sich auf bis zu maximal 380 Euro monatlich.
Zur Teilnahme benötigt man eine Hochschulzugangsberechtigung. Auch wird die Zulassung zur Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk vorausgesetzt. Der Gesellenbrief als Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder in einem der entsprechenden Altberufe muss vorliegen. Personen mit fachfremder Ausbildung benötigen eine mindestens einjährige Vollzeittätigkeit im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk.

Der Anmeldezeitraum für die Zertifikatskurse läuft noch bis zum 15. Juli 2019. Weitere Details zu HEAT und Ansprechpartner finden sich unter: https://weiterbildung.hs-duesseldorf.de/heat

 

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Fri, 07 Jun 2019 10:34:32 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_Kurs_web_9a1451c17e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_Kurs_web_6799a6f433.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Kurs_web.jpg
news-28324 Franz Kaldewei: Kaldewei: Neue App bündelt Online-Services https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/franz-kaldewei-kaldewei-neue-app-buendelt-online-services/ Kaldewei präsentiert eine neue Smartphone-App. Sie bündelt die Online-Services des Herstellers – vom Produkt-Konfigurator mit Preisauskunft bis hin zur Montageunterstützung. „Mit der App können sich SHK-Profis auf der Baustelle direkt und noch schneller mit Kaldewei verbinden“, teilt das Unternehmen mit. Planung, Installation und Montage würden so vereinfacht. Die Applikation für Android und iOS ist kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.  

Kaldewei stellt Online-Services zudem auf seiner Webseite bereit (www.kaldewei.de/digitale-services). Neben Features für das Handwerk finden sich hier Tools für Planer, wie eine interaktive Planungshilfe oder BIM-Daten. In der neuen App führt der Hersteller Angebote für SHK-Fachhandwerker zusammen, ergänzt sie durch Features und macht sie auf Smartphones nutzbar. Mit dabei: Für Badlösungen finden sich Montageanleitungen und -videos, technische Datenblätter sowie Tipps und Tricks.
Darüber hinaus können Anwender mit einem Produkt-Konfigurator Waschtische, Duschflächen und Badewannen von ­Kaldewei nach den Wünschen ihrer Kunden in Bezug auf Modell, Größe, Farbe und Ausstattung gestalten. Sie erhalten eine Preisauskunft und können während des Kundengesprächs Fragen beantworten. Auch eine Lieferzeitenauskunft ist in die App integriert, ebenso wie eine Ausstellungssuche, die Bestellmöglichkeit für Kataloge und Farbkarten.
Die ersten 500 SHK-Partner, die die neue App herunterladen, erhalten jeweils ein Multi­funktionskissen-Set im Wert von 150 Euro. Die Aktion gilt bis zum 31. Mai 2019.

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG, Beckumer Str. 33 - 35, 59229 Ahlen, Tel.: 02382 785 - 0, Fax: - 200, info@kaldewei.de, www.kaldewei.de

 

 

 

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Fri, 07 Jun 2019 09:32:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_56_Kaldewei-App_7b4621b45d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_56_Kaldewei-App_2e20129927.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/56_Kaldewei-App.jpg
news-28332 Purmo: „Loft“-Edition mit hoher Wärme­leistung https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/purmo-loft-edition-mit-hoher-waermeleistung/ Mit der „Loft“-Edition stellt Purmo eine neue Heizkörperserie vor, die aus den „Delta Laserline“-Röhrenradiatoren (Oberflächen in Rost, Kupfer oder Klarlack) besteht. Die Produktion ermöglicht eine Rasteranfertigung in der Bauhöhe zwischen 300 und 3000 mm. Die Radiatoren sind lasergeschweißt. Den „­Delta Laser­line“ gibt es vom 2-Säuler mit 63 mm Bautiefe bis zum 6-Säuler mit 215 mm Bautiefe. Für hohe Wärmeleistungen sorgen laut Hersteller auch das D-Profil der Säulen, das an der Vor- und Hinterseite abgeflacht ist, und der Gliederabstand von 50 mm.  

Zudem ist der „Ramo Ventil Compact M“ ab sofort lieferbar. Ihn gibt es in Breiten von 400 bis 3000 mm und in Höhen von 300 bis 900 mm sowie in den Typen 11 bis 33. Das Leistungsspektrum deckt je nach Vorlauftemperaturen den Bereich von 200 bis fast 7000 W ab. Ohne weitere Spezifikationen erfolgt die Lieferung in Verkehrsweiß (RAL 9016). Auf Anfrage werden die Heizkörper aber auch mit anderen Trendfarben beschichtet.

Rettig Germany GmbH, Lierestr. 68, 38690 Goslar, Tel: 05324-808-0, Fax: -999, info@purmo.de, www.purmo.de

 

 

 

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Fri, 07 Jun 2019 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm_66_Purmo-Loft-Delta-Laserline_d8693fc618.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm_66_Purmo-Loft-Delta-Laserline_ed1355711b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/66_Purmo-Loft-Delta-Laserline.jpg
news-28278 Fläche schlägt Speicher https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/flaeche-schlaegt-speicher/ PV-Module oder Akku? Eine Studie der HTW-Berlin liefert unerwartete Antworten für den Einsatz von Photovoltaik im Einfamilienhaus  

Eigenheimbesitzer sollten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Leistung ihrer Photovoltaik-(PV)-Anlage nicht am Stromverbrauch des Haushalts ausrichten, sondern das Dach voll belegen. Ein Solarstromspeicher hingegen verringert die Wirtschaftlichkeit – noch. Die Erkenntnisse, die eine Kurzstudie der HTW Berlin ergab, liefern Planern gegenüber Kunden Argumente pro PV an die Hand. Auf den Speicher verzichten werden sie trotzdem nicht.

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Fri, 07 Jun 2019 07:58:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_008_0ce444b783.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_008_056beca174.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_05/008.jpg
news-28288 Für eine lange Anlagen-Lebensdauer https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fuer-eine-lange-anlagen-lebensdauer/ Regelkonform aufbereitetes Heizungswasser gewährleistet Effizienz und Langlebigkeit der Anlage. Eine permanente Filterung empfiehlt sich darüber hinaus insbesondere in Bestandsanlagen  

Bereits in den 1950er-Jahren erschien die erste Auflage der Richtlinie zur „Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizung“ VDI 2035. Dennoch sind die Vorgaben der Richtlinie bis heute nicht voll umfänglich im Markt angekommen. Doch ohne die richtige Behandlung des Heizungswassers drohen Schäden. Beispielsweise leiden Hocheffizienzpumpen gravierend unter anfallendem Magnetit im System. Nicht zuletzt können Ablagerungen in Wärmeübertragern und Thermostatventilen zu einem erhöhten Energiebedarf von 10 bis 15 % oder sogar zu Ausfällen der Anlage führen.

Die Hauptbestandteile des sogenannten Kesselsteins sind im Regelfall eine Mischung aus Kalk (Calciumcarbonat CaCO3), Calciumsilikat (CaSiO3), Calciumphosphat (Ca3(PO4)2) und Calciumsulfat (Gips CaSO4) sowie Magnesiumsalzen. Dieses Gemisch sorgt in der gesamten Anlagentechnik für eine erhebliche Reduzierung der Effizienz. So bewirkt ein harter Belag von 1 mm Stärke einen Mehraufwand an Primär- und Hilfsenergie von 10 bis 15 %. Hinzu kommen zusätzliche Probleme im hydraulischen System, wie Reduzierung der Dehnungsfähigkeit der Metalle, Spannungsrisse (bevorzugt an Edelstahl-Wärmeübertragern), Veränderung der Durchflussmengen durch verengte Rohrdurchmesser sowie verstopfte Thermostatventile.
Doch nicht nur harte Ablagerungen machen dem Heizsystem zu schaffen. „Weiche Ausfällungen“ wie z. B. Calciumphosphat legen sich in Form von Schlamm in den unteren Bereichen von Heizkörpern und Pufferspeichern oder Fußbodenheizungsrohren ab und führen zu Effizienzverlusten, hydraulischen Problemen – oder bei Stahlbauteilen sogar zu Korrosion.
Eine weitere Problemstellung der Installationen bilden die verwendeten Materialien bzw. deren Korrosionsverhalten. Heute sind praktisch alle Werkstoffe in einem System zu finden: Kupfer, Stahl, Rotguss und Kunststoff. Hier gilt es einen goldenen Mittelweg zu finden, der allen Materialien gerecht wird und Korrosionsschäden verhindert, da diese für die Leitfähigkeit des Heizungswassers eine entscheidende Rolle tragen. Studien haben ergeben, dass das Korrosionsrisiko unterhalb von ca. 200 µS/cm signifikant sinkt. Für Chloride stellt sich hingegen eine Grenze bei ca. 15 mg/l ein.
Die VDI 2035 geht von einer zweifachen Ergänzungswassermenge zzgl. der Erstbefüllung innerhalb eines Lebenszeitraums von heute angenommenen 15 Jahren aus. Dies entspricht jedoch nicht der Realität. Je nach Alter der Installationen wird nicht selten das vier bis sechsfache an Heizungswasservolumen ergänzt.

Wasserauf­bereitung in der Praxis
Moderne Heizungsanlagen verlangen in der Regel nach konditioniertem Füll- und Ergänzungswasser. Der Handwerker ist gut beraten, dieser Verpflichtung nachzukommen. Für Schäden, die durch nicht regelkonformes Füllwasser entstehen, haftet der Fachbetrieb. Die Gewährleistung greift nicht.
Was also ist zu tun? Für die Berechnung der benötigten Verbrauchsmittel werden zunächst folgende Informationen benötigt:

  • Wasserqualität in dem Gebäude,
  • Heizleistung und Systemtemperaturen der Anlage,
  • das Anlagenvolumen.

Mit diesen Angaben ist möglich, ein auf die Anlage zugeschnittenes Wasseraufbereitungskonzept zu entwickeln.
Wichtig für die Praxis: Versicherungen gehen inzwischen sensibel mit dem Thema um und verweisen bei Schadensfällen auf die Vorgaben der VDI 2035. Daher sollte das Füll- und Ergänzungswasser im System zu jedem Zeitpunkt den Richtwerten entsprechen. In der VDI 2035 Blatt 2 heißt es dazu: „Bei allen Anlagen, bei denen eine Behandlung des Füll- und Ergänzungswassers bzw. des Heizwassers erfolgt, sind die Leitfähigkeit und der pH-Wert nach Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich, zu messen und zu dokumentieren.“
Hersteller bieten aus diesem Grund professionelle Systeme und Serviceleis­tungen zur Unterstützung des Fachhandwerks an, da es verschiedene ­Interpretationen und Herangehensweisen bezüglich der VDI 2035 gibt.
Heizungswassermodule, wie der „Agua Save“ von Brötje, dienen ­beispielsweise der normgerechten Bereitstellung von Füllwasser für Heizungs- und ­Kältekreisläufe. Das Wasseraufbereitungsmodul dient der Entsalzung auf eine frei wählbare Leitfähigkeit < 200µS/cm und verfügt darüber hinaus über eine automatische Ein- und Abschaltung über Druck, Menge, Wasserqualität und/oder Zeit. Eine Leckage-Erkennung sowie die automatische, Abschaltung der Nachspeisung im Falle einer Störung sowie die Weiterleitung der Störmeldungen an die Gebäudeleittechnik sind ebenfalls im Modul enthalten.

Heizungswasser im Betrieb filtern
Besonders bei Bestandsanlagen empfiehlt sich die kontinuierliche Reinigung des Heizungswassers über Abscheider und Filter. Für diesen Einsatz wurde das „AguaClean“-Modul entwickelt. Es entfernt Verunreinigungen wie Schmutz, Schlamm, Rost sowie Korrosionsrückstände im laufenden Betrieb. Das gilt auch für die sehr feinen Magnetitrückstände (<1 µm), die über die patentierte Magnaflow-Einheit des Moduls abgeschieden werden. „AguaClean“ wird über eine integrierte Hocheffizienzpumpe (geschützt vor Magnetitablagerungen) im Teilstrom aus dem Heizungskreislauf (vorzugsweise Rücklauf) versorgt und beeinflusst daher nicht die Hydraulik des Heizungs-/Kältekreislaufs, sodass auch bei einer starken Verschmutzung und den damit verbundenen Anstieg des Differenzdrucks eine einwandfreie Versorgung erfolgt.
Das Modul und seine Gesamtfunktionen werden über die Durchflussmessung sowie die dafür entwickelte Steuereinheit geregelt und überwacht. Die Weiterleitung einer Alarmmeldung an eine Gebäudeleittechnik, einen Fachbetrieb oder einen Hausmeister kann über einen potenzialfreien Kontakt oder eine optionale Datenfernübertragung per UMTS-Karte realisiert werden.

Autor: Burkhard Maier, Bereichsleiter Marketing, August Brötje GmbH, Rastede

www.broetje.de

Wasseraufbereitung und -filterung am Praxisbeispiel
Die Hamborner Reit AG ist im Immobiliensektor tätig und hat sich als Bestandshalter für Gewerbeimmobilien positioniert. Wie bei allen Objekten ist mit den Jahren eine Modernisierung unumgänglich – so auch in der Liegenschaft der Hermann-Köhl-Straße in Bremen. Hier wurden die alten Wärmeerzeuger gegen neue Gas-Brennwertkessel aus dem Hause Brötje ausgetauscht.
Das Bürogebäude aus dem Jahre 1997 hat eine Gesamtfläche von 8700 m² und wurde bis dato von einem Brennwertkessel mit 600 kW und einem Niedertemperaturkessel mit 300 kW Leistung versorgt. Bei der Modernisierungsaktion sollten nicht nur die alten Kessel gegen neue, effizientere Modelle ausgetauscht werden. Ziel war zudem eine energetische Optimierung.
Im laufenden Betrieb installierte das ausführende SHK-Fachunternehmen Brüning GmbH aus Lilienthal zwei Gasbrennwertkessel „SGB 400H“, um die rund 1100 Heizkörper im Gebäude zu versorgen. Die regelkonforme Wasserqualität wurde, während die Anlage lief, über zwei spezielle Module eingestellt:
Das Modul „AguaClean“ ist für Anlagen konzipiert, in denen es bereits Ablagerungen und Verunreinigungen gibt. Es reinigt das Rohrnetz und entfernt dabei auch sehr feine Magnetitrückstände (<1 µm).
Die Konditionierung des Heizungswassers nach VDI 2035 sowie nach den spezifischen Vorgaben des Herstellers Brötje wurde im zweiten Schritt über das „AguaSave“-Modul vorgenommen. Dabei wird die Wasserbeschaffenheit protokolliert und regelmäßig nachgemessen bzw. überwacht.
Die Ansteuerung und Überwachung der beiden Wärmeerzeuger, sämtlicher Heizkreise sowie der Wasseraufbereitung erfolgt über die Gebäudeleittechnik.

 

 

 

 

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Fri, 07 Jun 2019 07:52:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/c/csm_20a_04c4c848e9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/c/csm_20a_70fd76905b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/20a.jpg
news-28367 openHandwerk GmbH: Softwarelösung übernimmt administrative Prozesse https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/openhandwerk-gmbh-softwareloesung-uebernimmt-administrative-prozesse/ openHandwerk ist ein Start-up-Unternehmen, das sich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Handwerksunternehmen annimmt. Die gleichnamige Softwarelösung digitalisiert administrative Prozesse von Handwerksbetrieben in einer Cloud.  

Mit „openHandwerk“ können u.a. Instandhaltungsaufträge abgewickelt werden, die die Angebotserstellung, Terminierung und Abwicklung sowie die Dokumentation und Rechnungsstellung umfassen. Die Softwarelösung funktioniert wie ein Frontend oder ein Cockpit, das den ganzen Tag im Einsatz ist, teilt der Anbieter mit.

openHandwerk GmbH, Am Treptower Park 50, 12435 Berlin, Tel.: 030 555 7854-70, Fax: - 78, info@openhandwerk.de, www.openhandwerk.de

 

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Thu, 06 Jun 2019 10:16:45 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_imac_tablett_handy_web_e87b71c185.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_imac_tablett_handy_web_d55c8123c0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/imac_tablett_handy_web.jpg
news-28289 Leckageschutz von Trinkwasserinstallationen in Gebäuden – mit einer Marktübersicht erhältlicher Systeme https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/leckageschutz-von-trinkwasserinstallationen-in-gebaeuden-mit-einer-marktuebersicht-erhaeltlicher-syst/ Mit technischen Einrichtungen gelingt der Leckageschutz von Trinkwasserinstallationen in Gebäuden  

Leckageschutz ist ein prominentes Thema, das viele umtreibt. Vom Immobilienbesitzer und Verwalter über Versicherungsunternehmen, die Schäden in hohem Maße finanzieren müssen, bis hin zu Herstellern und Installationsbetrieben. Mit den richtigen Sicherheitssystemen ließen sich rund 93 % der Schäden verhindern, wird geschätzt. Prävention, die sich rechnet, auch für das SHK-Handwerk.

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Thu, 06 Jun 2019 08:48:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_014_051d94a865.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_014_0a10058d4f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/014.jpg
news-28331 Keuco: Kreis trifft Quadrat https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/keuco-kreis-trifft-quadrat/ Die Badeinrichtung „EDITION 90“ von ­Keuco verbindet rund und eckig. Daher zieht sich ein 90-Grad-Winkel durch die komplette Badausstattung – von Armaturen und Accessoires über Waschtisch und Möbel bis hin zum Lichtspiegel.  

Die Besonderheit aus Sicht von Keuco: Waschtisch und Möbel spielen eine Solistenrolle, d.h. sie stehen in keiner Anhängigkeit zueinander und können völlig frei im Maß gewählt und positioniert werden. Das treffe auch auf den Abstand zu. „Damit bietet die ‚­EDITION 90‘ einen großen, kreativen Gestaltungsfreiraum mit flexiblen, individuellen Anordnungsmöglichkeiten der Solitäre“, ist der Anbieter überzeugt.

Keuco GmbH & Co. KG, Oesestr. 36, 58675 Hemer, Tel.: 02372 904-0, Fax: -236, info@keuco.de, www.keuco.de

 

 

 

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Thu, 06 Jun 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_66_Keuco-EDITION-90_076f63c419.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_66_Keuco-EDITION-90_2beeacc43c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/66_Keuco-EDITION-90.jpg
news-28196 Vorsicht vor zinsfreien Krediten auf eigene Kosten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vorsicht-vor-zinsfreien-krediten-auf-eigene-kosten/ Nicht bezahlte Rechnungen können SHK-Betriebe vor Probleme stellen. Wie ein konsequentes Debitorenmanagement bösen Überraschungen vorbeugt  

Nicht bezahlte Rechnungen oder schlimmstenfalls Forderungsverluste können SHK-Betriebe vor Probleme stellen. Wer Forderungen nicht verfolgt, gewährt Kunden zinsfreie Kredite auf eigene Kosten, sagt Thomas Uppenbrink, tätiger Insolvenzverwalter. Der Geschäftsführer der Uppenbrink & Collegen GmbH in Hagen ist Verfechter eines konsequenten Debitorenmanagements und verrät, wie Sie im Fall der Fälle an Ihr Geld kommen.

IKZ-Haustechnik: Sind Forderungsrückstände eine Seltenheit im SHK-Bereich?
Thomas Uppenbrink: Nein. Kleine und mittelständische Betriebe, die um jeden Auftrag hart kämpfen müssen und sich Chancen in Nischenmärkten ausrechnen, haben oft überhöhte Forderungsstände und werden dadurch in die Insolvenz getrieben oder zu einer Liquidation gezwungen. Dabei können sie sich mit sicheren Mitteln gemäß gültiger Rechtsprechung konsequent auf dem Markt bewegen, wenn sie ordentliche, kaufmännische und zeitlich genaue Forderungskontrollen durchführen. Denn neben allen juristischen und kaufmännischen Möglichkeiten, Forderungen zu realisieren, ist Konsequenz und Selbstdisziplin der einzige Weg, pünktlich und den Absprachen entsprechend Forderungen beizutreiben.

IKZ-Haustechnik: Was ist bei Mahnschreiben zu beachten?
Thomas Uppenbrink: Mahnung ist nicht gleich Mahnung. Vor allem nicht, wenn vorab schon die Rechnung nicht ordnungsgemäß gestellt wurde. Eine ordentliche Rechnung sollte das Rechnungsausstellungsdatum und Erklärungen zu den gelieferten Waren, den Dienstleistungen, den Einzelpreisen, dem Gesamtpreis, dem ausgewiesenen Nettobetrag, dem errechneten Mehrwertsteueranteil und dem Bruttobetrag sowie dem ausgewiesenen Fälligkeitsdatum enthalten. Selbstredend muss auf jeder Rechnung auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen werden, die heute Bestandteil jeder ordentlichen Homepage sein müssen. Sinnvoll ist es, die Rechnungen direkt mit einer maschinellen Verzugsautomatik zu versehen, um bei Fälligkeit automatisch Verzugszinsen zu berechnen und die Weiterleitung an ein Inkassobüro oder eine Rechtsanwaltskanzlei zu veranlassen.

IKZ-Haustechnik: Wie können Betriebe offene Außenstände zeitnah einholen?
Thomas Uppenbrink: Die Kunst liegt im Aufspüren von faulen Kunden. Ein kleines Unternehmen, das personell nicht die Kapazitäten hat, die genauen Zahlungseingänge zu analysieren, um daraus Rückschlüsse auf die Bonität des Kunden zu ermöglichen, sollte sich grundsätzlich an eine Wirtschaftsauskunftei wenden und von wirklich jedem neuen Kunden eine schriftliche Auskunft einholen. Die von vielen Unternehmern gefürchteten Kosten einer Mitgliedschaft bei einer Wirtschaftsauskunftei werden schon dann kompensiert, wenn im Vorfeld ein bei der Auskunftei als unzuverlässig geltender Kunde entlarvt und dadurch ein geschäftliches Risiko ausgeschlossen werden kann. Dabei sind auch die automatischen Nachtragsverfahren der Auskunfteien zu nutzen, damit die Zahlungsmoral eines Kunden verfolgt werden kann.

IKZ-Haustechnik: Welche Anreize sind für eine zeitnahe Zahlung möglich?
Thomas Uppenbrink: Ist das Zahlungsziel einmal festgelegt, sollte auf jeden Fall auch eine Skontoregelung als Anreiz für eine zeitnahe Zahlung eingeführt werden. Eine Skontostaffelung ist zwar zunächst gewöhnungsbedürftig, bietet aber den Kunden die Möglichkeit, einen außerordentlichen Ertrag zu erwirtschaften. Bei Skontoeinbehalt kann nach Ablauf der Skontierungsfrist der entsprechende Betrag dem Kundenkonto wieder gutgeschrieben werden. Genauso wie der gute Kunde bei zeitiger Zahlung belohnt wird, kommen auf den schlechten Kunden, der das Zahlungsziel überschreitet, entsprechende Nachteile in Form von Verzugszinsen zu. Die Verzugszinsen sollten sich an den Kosten des in Anspruch genommenen Kontokorrentkredites orientieren. In der Regel zahlen säumige Kunden – wenn sie endlich zahlen – die Verzugszinsen nicht. Diese Verzugszinsen sind für das Unternehmen keine außerordentlichen Erträge, sondern kompensieren den Verlust und die Bearbeitung der verspäteten Zahlung und sollten dem Kunden unbedingt wieder auf seinem Kundenkonto belastet oder sogar erneut angemahnt werden.

IKZ-Haustechnik: Wie viele Zugeständnisse können einem guten Kunden bezüglich der Zahlungen gemacht werden?
Thomas Uppenbrink: Auch gute und wichtige Kunden, die ein Unternehmen unter keinen Umständen verlieren möchte, können eine dürftige Zahlungsmoral aufweisen. Hier helfen keine Drohgebärden, sondern nur ehrliche Gespräche und die Darstellung der eigenen Situation. Benötigen wichtige Kunden – aus welchen Gründen auch immer – längere Zahlungsziele, können diese z. B. durch Preisaufschläge kompensiert werden.

IKZ-Haustechnik: Wie lassen sich Forderungen einziehen?
Thomas Uppenbrink: Neben den Wirtschaftsauskunfteien, die meist gleichzeitig Inkassodienste anbieten, sind viele Rechtsanwälte auf das Einziehen und das spätere Einklagen von Forderungen spezialisiert. Wenn häufiger Forderungen beigetrieben werden müssen, sollte man mit einem vertrauten Rechtsanwalt eine feste Honorarvereinbarung treffen. Die meis­ten säumigen Debitoren werden schon dann aktiv, wenn nach Verzug ein Schreiben vom Rechtsanwalt eingeht, in dem die Forderung letztmalig angemahnt und mit einer Klage vor Gericht gedroht wird. Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid können dadurch obsolet werden. Beauftragungen zwecks Forderungseinzuges können auch an Inkassodienste vergeben werden.
Inkassounternehmen mahnen zunächst meist selbst in schriftlicher Form. Gelingt es nicht, die Forderung beizutreiben, wird die Angelegenheit an einen speziellen Rechtsanwalt übergeben, der nur für das Inkassobüro arbeitet. Für einen Kleinunternehmer besteht zwischen der Beauftragung eines Inkassobüros oder eines Rechtsanwalts kein großer Unterschied. Lediglich der Eigenkos­tenanteil sollte vorher vom Unternehmer genau kalkuliert und verglichen werden.

IKZ-Haustechnik: Was müssen SHK-Betriebe bei der Debitorenbuchhaltung beachten?
Thomas Uppenbrink: Wer seine Forderungen nicht diszipliniert verfolgt und zeitig beitreibt,  gewährt den Kunden zinsfreie Kredite auf eigene Kosten. Es gehört also zur Selbstdisziplin des Unternehmers, regelmäßig alle Forderungen zu prüfen und entsprechende Erinnerungen oder Mahnungen zu versenden. Es gibt selbst für kleine Unternehmen sehr leistungsfähige und einfache Programme, die neben Kalkulationen auch das Rechnungs- und Mahnwesen mit der Berechnung von Zinsen und der Aufstellung von Kundenkonten übernehmen. Das Programm zeigt die Fälligkeiten an und übernimmt automatisch nach einem festgelegten Standard die Laufzeit mit Zahlungsziel. Es gibt zudem an, wann welche Maßnahmen getroffen werden müssen.

IKZ-Haustechnik:
Kleine Betriebe können sich ein Debitorenmanagement nicht leisten.
Thomas Uppenbrink: Auch für sie ist es sinnvoll, das gesamte Debitorenmanagement von externen Beratern kontrollieren und optimieren zu lassen. Es gibt Dienstleister, die sich nur darauf spezialisiert haben, ein entsprechendes Debitorenmanagement auch im kleinen Rahmen zu erarbeiten. Wichtig ist aber auch, dass nach Umsetzung einer Beratung die Selbstdisziplin und Kontinuität im Unternehmen bezüglich der Betrachtung und Bearbeitung der Debitoren gewahrt bleibt. Wenn die Kunden merken, dass Mahnungen oder andere Maßnahmen zur Einforderung der offenen Rechnungen nur sporadisch kommen, stellt sich mit absoluter Sicherheit wieder eine schlechtere Zahlungsmoral ein.

www.uppenbrink.de

 

Auf einen Blick

  • Werden Leistungen oder Lieferungen nicht sofort beglichen, sondern wird ein Zahlungsziel vereinbart, entsteht eine Forderung gegenüber dem Kunden. Die Steuerung des gesamten Prozesses von dem Zeitpunkt, zu dem die Forderung entsteht, bis hin zum Zahlungseingang wird als Debitorenmanagement oder auch als Forderungsmanagement bezeichnet.
  • Thomas Uppenbrink ist Geschäftsführer der Thomas Uppenbrink & Collegen GmbH in Hagen. Neben seiner Tätigkeit als Insolvenzverwalter ist er auf die Unternehmenssanierung und -restrukturierung spezialisiert.

 

 

 

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Thu, 06 Jun 2019 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_IKZ_09_19_52_26048d45a7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_IKZ_09_19_52_0a6d91a341.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_09/IKZ_09_19_52.jpg
news-28301 Unbezahlter Sonderurlaub – Erholungs­urlaub entfällt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/unbezahlter-sonderurlaub-erholungsurlaub-entfaellt/ Ein ganzes Jahr Sonderurlaub – eine (mögliche) Traumvorstellung. Trotzdem sollten Arbeitnehmer gedanklich auf dem Boden bleiben, denn für die Berechnung des gesetzlichen Mindesturlaubs bleiben Zeiten eines unbezahlten Sonderurlaubs unberücksichtigt.  

Befindet sich ein Arbeitnehmer im Urlaubsjahr ganz oder teilweise im unbezahlten Sonderurlaub, ist bei der Berechnung der Urlaubsdauer zu berücksichtigen, dass die Arbeitsvertragsparteien ihre Hauptleistungspflichten durch die Vereinbarung von Sonderurlaub vorübergehend ausgesetzt haben. Dies führt dazu, dass einem Arbeitnehmer für ein Kalenderjahr, in dem er sich durchgehend im unbezahlten Sonderurlaub befindet, mangels einer Arbeitspflicht kein Anspruch auf Erholungsurlaub zusteht (Quelle: Bundesarbeitsgericht, Az.: 9 AZR 315/17).

 

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Thu, 06 Jun 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-28361 Welttag der Kältetechnik wirbt um mehr Verständnis https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/welttag-der-kaeltetechnik-wirbt-um-mehr-verstaendnis/ Bonn.&nbsp; Der „World Refrigeration Day“,&nbsp; der Welttag der Kältetechnik, findet am 26. Juni statt und soll in Zukunft immer an dem Datum gefeiert werden. An diesem Tag möchten nationale und internationale Verbände aus den USA, Indien, Pakistan, den Philippinen, Thailand, Australien, Afrika und aus Europa mit verschiedenen Aktionen aufzeigen, wie eng die Kälte- und Klimatechnik mit unserem täglichen Leben verflochten ist.  

In Deutschland machen der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) und der Zentralverband Kälte Klima Wärmepumpen (ZVKKW) auf die „bedeutende Rolle“ der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche in unserer Gesellschaft aufmerksam. „Die Kälte-Klima-Branche ist der Hidden-Champion unserer Zeit, wird aber kaum wahrgenommen“, teilen die Organisationen mit. „In Deutschland sorgen rund 3000 Kälte-Klima-Fachbetriebe dafür, dass das moderne Leben so reibungslos funktioniert, wie es das in den allermeisten Fällen tut. Und wenn die Technik doch einmal ausfällt, steht in der Regel ein 24-Stunden-Notdienst in der Woche einschließlich an den Feiertagen zur Verfügung.“
Die Initiative geht auf den Briten Steve Gill zurück, der seit über einem Jahrzehnt eine bekannte Persönlichkeit in der Branche ist. Zwar sei die Idee eines Industrietags nicht neu, so Gill, aber die weltweite Einigung auf ein festes Datum sei auf jeden Fall ein Novum.
Ziel des „World Refrigeration Day“ ist es, mehr Bewusstsein und Verständnis bei der Bevölkerung für die Rolle der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik in unserem täglichen Leben zu schaffen.

www.bonner-stimme.de

 

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Wed, 05 Jun 2019 13:15:31 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm__KW23_Bonner-Stimme-1_2469a4f45e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm__KW23_Bonner-Stimme-1_3b01a44556.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/_KW23_Bonner-Stimme-1.jpg
news-28357 Gewinnspiel für Installateure https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gewinnspiel-fuer-installateure/ Ainring.&nbsp; Artweger präsentierte vor einem Jahr das Duschglas „Artclear“. Zum Geburtstag verlost das Unternehmen drei 500-Euro-Pakete für Geburtstagsfeiern.  

Und so geht’s: Wer im Juni oder Juli 2019 ein Produkt mit „Artclear Glas“ kauft und den Beleg an Artweger schickt, nimmt an einer Verlosung teil. Die Gewinner können mit ihrer Belegschaft eine Geburtstagsparty feiern, die vom Artweger-Gebietsleiter ausgerichtet wird.  Installateure sollten eine Kopie der Rechnung an Artweger schicken. „Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Gewinner werden schriftlich oder telefonisch verständigt. Der Gewinn wird nicht in bar ausbezahlt“, teilt das Unternehmen mit.

www.artweger.de

 

 

 

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Wed, 05 Jun 2019 12:19:16 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Artweger-Gewinnspiel_32245850ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Artweger-Gewinnspiel_fc202f6508.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/Artweger-Gewinnspiel.jpg
news-28351 Fachaustausch zur Umsetzung der F-Gas-Verordnung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fachaustausch-zur-umsetzung-der-f-gas-verordnung/ Münster. Das Expertenkomitee Coolektiv1) bietet am 7. November 2019 einen Fachaustausch an. Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Grand Hall Zollverein in Essen (NRW) stehen Maßnahmen und Informationen zur Umsetzung der F-Gas-Verordnung, Praxisbeispiele für Fachhandwerker und Planer, Ansätze zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie Konzepte und „Checklisten“ für die Betriebssicherheit. Eine Anmeldung ist ab sofort im Internet (www.coolektiv.de/coolektiv-convent) möglich. Per E-Mail (coolektiv@westfalen.com) können schon vorab Fragen gestellt werden.  

Das Expertenkomitee stellt sich darüber hinaus auf einer neuen Internetseite (www.coolektiv.de) vor. Hier finden sich u.a. Informationen zu Konflikten bzw. Herausforderungen im Kontext mit neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. „Marktteilnehmer finden nützliche Informationen zur Bewältigung der F-Gas-Verordnung“, sagt Hans-Jürgen Kemler von der Westfalen Gruppe.

www.coolektiv.de


1) Folgende Unternehmen gehören dem Expertenkomitee Coolektiv an: Chemours International Operations Sàrl, Le Grand-Saconnex (Schweiz); Honeywell Deutschland GmbH (Offenbach); Schrezenmaier Kältetechnik GmbH & Co. KG (Schwerte); L & R Kältetechnik GmbH & Co. KG (Sundern); Westfalen Gruppe (Münster) sowie der Verband Asercom AISBL (Brüssel) und der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (Bonn).

 

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Wed, 05 Jun 2019 08:38:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Coolektiv_8e1f5665fc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Coolektiv_a189c9f28a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_10/Coolektiv.jpg