IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Wed, 20 Feb 2019 00:04:13 +0100 Wed, 20 Feb 2019 00:04:13 +0100 TYPO3 EXT:news news-27832 Um eine Erfahrung reicher https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/um-eine-erfahrung-reicher/  

Politische Entscheidungen stoßen oft auf zwei oder mehr Lager: Die einen befürworten sie, die anderen lehnen sie ab, mancher meint, sie wären nur ein halbherziger Schritt in die richtige Richtung. In die letzte Kategorie fällt das 2010 in Baden-Württemberg eingeführte Erneuerbare-Wärmegesetz, kurz EWärmeG. Es schreibt vor, dass bei einem Heizkesseltausch im Wohn- und Nichtwohngebäudebereich 15 % des erforderlichen Wärmebedarfs
aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Darunter fallen z. B. Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Biomassekessel, Bio-Heizöl oder Biogas. Als Ersatzmaßnahmen kommen Wärmedämmmaßnahmen am Gebäude infrage.
Möglicherweise von den Absichten der Berliner Bundesregierung getrieben oder mit den Gedanken einer Vorreiterrolle wollte man im Ländle den Anteil von Erneuerbaren Energien im Gebäudebestand erhöhen. Seit der Einführung wird darüber gestritten, ob mit der Regelung das anvisierte Ziel – den Wärmebedarf eines Gebäudes zum Teil mit Erneuerbaren Energien zu decken – tatsächlich erreicht wird oder ob es gar kontraproduktive Auswirkungen zeigt. Jetzt liegt ein Erfahrungsbericht des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Baden-Württemberg 1) vor – leider ohne klares Ergebnis. Es bleibt im Dunkeln, ob das Konzept auch auf andere Bundesländer oder auf den Bund übertragbar ist.
Denn die positiven Erträge wie eine CO2-Vermeidung in Höhe von mindestens 110 000 t werden überlagert von negativen Auswirkungen. Die Rede ist von Vorzieheffekten, geringerer Modernisierungsrate nach der Einführung des Gesetzes und Hinauszögerungen von Heizungsmodernisierungen aufgrund der starren Gesetzesregelung. Diese Argumente sind nicht neu. Die Heizungsbranche führt sie seit Langem an und wird nun in ihrer Haltung bestärkt.
Bei all der Diskussion und Interpretation steht doch eines fest: Es ist an der Zeit, über wirksamere Regelungen nachzudenken, wie der Anteil der Erneuerbaren Energien bei Sanierungsmaßnahmen im Wärmemarkt erhöht werden kann, und zwar auf Bundes­ebene. Eine reine Verpflichtung wie
die in Baden-Württemberg scheidet aus. Steuerliche Anreize, wie immer wieder vonseiten der Heizungsbranche vorgeschlagen, wären eine Option. Möglicherweise sind aber auch ganz andere Modelle denkbar. Wie die aussehen können, müssen Fachleute, aus Politik und insbesondere der Heizungsbranche, erarbeiten.

Detlev Knecht
stv. Chefredakteur IKZ-HAUSTECHNIK
d.knecht@strobel-verlag.de

1) Direkte Adresse zum Bericht: https://bit.ly/2DRHlSe

 

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Tue, 19 Feb 2019 12:18:53 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_Knecht_Edi_500_4848de5b92.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_Knecht_Edi_500_cefcec5246.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/Knecht_Edi_500.jpg
news-27831 Zentralverband – Kurz und bündig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-kurz-und-buendig-37a734ceda/  

Unterlagen

Informationen für Mitgliedsbetriebe
Rechtzeitig vor der Weltleitmesse ISH (11. bis 15. März) stellt der Zentralverband Informationen für die Mitgliedsbetriebe der SHK-Organisation zusammen und verschickt den markanten Umschlag Mitte Februar. Jedes in einem Landesverband organisierte Innungsmitglied sollte spätestens Ende Februar über diese Sendung verfügen. Zu den Unterlagen gehören u. a. folgende Infos:

  • Anschreiben,
  • Mehrwertflyer ISH 2019,
  • Infoblatt Gewinnspiel ISH 2019 (der Gutschein zur Teilnahme lässt sich nur am ZVSHK-Stand in Halle 11.1, Stand E87, abgeben),
  • Flyer „Open DataPool“,
  • Hinweis zum kostenlosen Download für Fachinfo „Schnittstelle Nassraum“,
  • Publikationsliste 2019,
  • Werbemittelkatalog 2019,
  • Infoblatt ZVPlan.

Bei Nichtbelieferung kann Ersatz angefordert werden: per Telefax (02241 9299-300) oder Mail (info@zvshk.de).

 

ISH

Kostengünstig per Bahn oder Bus anreisen
Für den Messebesuch zur ISH gibt es wieder eine attraktive Kombination aus Bahnfahrt, Eintrittskarte und Messekatalog. Möglich ist, eine Messedauerkarte sowie die einmalige An- und Abreise (ohne Zugbindung) von allen deutschen Bahnhöfen in einem Paket zum Pauschalpreis von 129,80 Euro (2. Klasse) sowie 189,80 Euro (1. Klasse) zu erwerben. Das Ticket ist vom 9. bis 17. März gültig und kann über ish.messefrankfurt.com gebucht werden (Pfad: in der Menüleiste oben das Lupensymbol anklicken, dann „Günstig mit der Bahn zur ISH“ eingeben). Auf den Seiten zur Messeanreise finden sich auch noch weitere Ticketangebote für Zug oder Flugzeug.
Wichtig zu wissen: Im weiten Umkreis von Frankfurt/Main haben die SHK-Innungen inzwischen ermittelt, ob genügend Interessenten aus Mitgliedsbetrieben zusammenkommen, um an einem Tag frühmorgens gemeinsam mit einem gecharterten Bus zur ISH zu fahren. Es besteht dann nämlich die Zusage der Messe, dass dafür ein spezieller Busparkplatz auf dem Messegelände eingerichtet wird, der auch bereits vor dem offiziellen Messebeginn um 9 Uhr angefahren werden kann. Dadurch kommen die Unternehmer aus Mitgliedsbetrieben in den Vorzug, auf kurzem Fußweg ihren Messetag früh starten zu können.

 

Konjunktur

Boom-Stimmung
Die bundesweite, repräsentative Winterbefragung des ZVSHK unterstreicht die anhaltend positive Konjunkturstimmung. Im Dezember 2018 haben sich insgesamt 923 Innungsbetriebe aus den Gewerken der Installateur und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Klempner sowie Behälter- und Apparatebauer beteiligt.
Das anhaltende Stimmungshoch wird durch einen Auftragsbestand von durchschnittlich zwölf Wochen untermauert. Das ist der höchste Wert, der bislang in einer Winterumfrage gemessen wurde. Vor einem Jahr waren es 10,6 Wochen.
Die aktuelle Geschäftslage im Dezember wird weiterhin deutlich positiv mit einem Indikatorwert von + 82,4  % (Saldo aus „gut“ und „schlecht“) wiedergegeben. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % leicht gesunken. Die Geschäftslage für die nächsten drei Monate wird mit + 22,5 % mit positiven Erwartungen verknüpft. Der Konjunkturoptimismus ist gegenüber der vorherigen Winterumfrage leicht angestiegen. 45 % der Unternehmen berichten über gestiegene Umsätze in den vergangenen drei Monaten, ein Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Modernisierungsgeschäft von Bädern (Indikator 81,9 %) und Heizungen (80,6 %) sowie der Kundendienst (84,7 %) wirken sich weiterhin deutlich positiv auf die Geschäftsentwicklung der Innungsbetriebe aus. Es ist jedoch nach wie vor kein bemerkenswerter Beschäftigungsaufbau zu beobachten: Rund 70 % geben eine stagnierende Mitarbeiterzahl an.

 

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Tue, 19 Feb 2019 11:55:50 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/a/csm_13_0475f4f5ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/a/csm_13_51ab78fc98.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/13.jpg
news-27829 Jury zeichnet Produkte mit dem Award „Badkomfort für Generationen“ aus https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/jury-zeichnet-produkte-mit-dem-award-badkomfort-fuer-generationen-aus/ Für Badplaner, Techniker und Handwerker ist der Blick auf Neuerungen des Marktes wichtig  

Die vierte Runde für hervorragende Badprodukte ist eingeläutet: Mit etwa 50 Nominierungen unterstreicht der ZVSHK, dass nicht nur Design im Bad zählt, sondern auch die außergewöhnliche Nutzerfreundlichkeit, die Barrieren überwinden kann. Die Preisverleihung in Frankfurt/Main findet am 13. März 2019 um 11 Uhr statt (Halle 11.1, Stand E87).

Das Badezimmer ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Bis 2030 besteht bundesweit ein Bedarf an 3 Mio. barrierefreien Wohnungen. Die Nachfrage nach attraktiven Produktlösungen, die Funktionalität, Flexibilität, Sicherheit und Komfort für alle Generationen berücksichtigen, wird noch deutlich anziehen.

Große Beteiligung
Deshalb wird der ZVSHK in einer vierten Wettbewerbsrunde Produkte fürs Bad auszeichnen, die vorbildlich gestaltet sind und das Leben deutlich einfacher machen. Wichtig bei der Nominierung ist u. a., dass die eingereichten Komponenten auch im Alter oder bei Behinderung gut nutzbar sind.
Dank einer frühzeitig gestarteten Ini­tiative, durch die Hersteller gezielt auf den Wettbewerb aufmerksam wurden, hat sich die Zahl der eingereichten Bewerbungen gegenüber dem Award 2017 verdoppelt. Und die annähernd 50 nominierten Produkte des Design-Awards 2019 sind schon jetzt auf der Webseite www.zvshk-award.com aufgeführt.

Preisverleihung ist Messespektakel
Die Prämierung auf der ISH erfolgt durch eine prominent und international besetzte Jury in Kooperation mit dem Kompetenznetzwerk Design für Alle – Deutschland (EDAD). Erfahrungsgemäß wird die Preisverleihung am ZVSHK-Stand E87 ein großes Messepublikum anziehen. Am 13. März werden die Sieger des Design-Awards ab 11 Uhr auf die Bühne gerufen.

Sieger sind Wegweiser
Für Badplaner, Techniker und Handwerker ist dieser Blick auf die Neuerungen des Marktes wichtig. Denn je weitreichender Fachbetriebe über die Entwicklungen informiert sind, umso mehr Möglichkeiten ergeben sich, dem Kunden eine hochwertige Lösung fürs Bad anbieten zu können.
Deshalb lohnt es sich für denjenigen, der ein Komplettbad vor und hinter der Wand plant, auch die prämierten und nominierten Produkte der vorangegangenen Wettbewerbsrunden zu studieren. Bieten sie doch einen reichhaltigen Fundus, der in den Vorjahren durch die jeweilige Fachjury begutachtet worden ist. Auf der Webseite www.zvshk-award.com gelangt man über den Menüpunkt Gewinner (weiter nach unten scrollen) auch zu den drei Wettbewerbsrunden der vergangenen Jahre. TD

 

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Tue, 19 Feb 2019 11:49:47 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_14a_4171dcdad6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_14a_c8709a2e23.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/14a.jpg
news-27827 Zentralverband – Meinung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-meinung-8/ „Steuern senken! Wenn nicht jetzt, wann dann?“  

„Ey krass, wie redest Du, Alter?“ Unsere Jugend versteht die Politik schon lange nicht mehr. Denn zahlreiche gewährte politische Wohltaten werden heute zu Lasten ihrer Generation finanziert. Nicht nur bei den Renten bestimmen teure Wahlgeschenke immer häufiger regierungspolitisches Handeln. Drei schwarz-rote Regierungskoalitionen unter Führung von Frau Merkel haben es zur Tradition werden lassen, mit immer mehr Steuergeldern kurzfristig die Gunst bestimmter Wählergruppen einkaufen zu wollen.
Im Jahr ihrer ersten Regierungsübernahme 2005 lag das Steuereinkommen bei 452 Milliarden Euro. Bis 2018 stiegen die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden auf 775,3 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind die gute Konjunktur, die Beschäftigungslage und stetig steigende Steuereinnahmen. Hier ist vor allem die Belastung der Arbeitseinkommen ein ergiebiger Quell für die Finanzen von Vater Staat.
Mit Blick auf EU-Länder wie Frankreich oder Großbritannien, die Steuersenkungen durchgeführt haben, steht Deutschland als Exportweltmeister inzwischen wie ein Hochsteuerland da: Mal ganz abgesehen von den USA. Allein um die Standortattraktivität zu sichern, bedarf es Steuerreformen. Und die Bürger hätten es auch längst verdient. Der Soli wird 30 Jahre nach seiner Einführung nicht mehr gebraucht. Das Auslaufen des Solidarpakts II zum Ende des Jahres 2019 wäre eine gute Gelegenheit, um das Kapitel Soli zu schließen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn der Staat kann sich das leisten.
Aber anstatt jetzt endlich einmal die Steuerbelastung für alle zu senken und den Bürgern, dem Handwerk und der Industrie einen höheren Anteil ihrer erarbeiteten Gelder zu belassen, suchen die beiden Regierungsparteien aktuell im engen Schulterschluss nach immer neuen Möglichkeiten, dies um jeden Preis zu vermeiden.
Der Steuerzahler schaut dabei in die Röhre. Dabei wäre es an der Zeit, dass die Politik einmal ihre Wertschätzung für die Leistungen derjenigen zeigt, die die Steuerlast in diesem Lande stemmen. Zu blankem Hohn verkommt dabei die Erklärung von Minister Scholz, den Solidaritätszuschlag für die 10 % Beitragszahler bestehen zu lassen, die ohnehin den größten Beitrag zum Steueraufkommen leisten. Und das sind nicht in erster Linie Millionäre, Herr Scholz. Es sind die Leistungsträger im Mittelstand, die nicht zuletzt in den Handwerksbetrieben Tag für Tag für den wirtschaftlichen Erfolg dieses Landes arbeiten.
Ein Umdenken der Politik ist gefragt. Die letzten Wahlergebnisse haben deutlich gezeigt: Staatliche Wohltaten nach Gießkannenprinzip helfen den regierenden Parteien an der Wählerurne kaum. Zudem hat eine aktuelle Studie des Basel Institute of Commons and Economics herausgefunden, dass wir Deutsche im Vergleich zu Bürgern anderer Nationen eigentlich ganz gerne Steuern zahlen. Voraussetzung dafür ist und bleibt allerdings, dass bei den Abgaben Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt und mit dem Geld auch verantwortungsvoll umgegangen wird!

Helmut Bramann
ZVSHK-Hauptgeschäftsführer

 

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Tue, 19 Feb 2019 11:42:05 +0100
news-27822 Berlin – Neue Geschäftsführung in Berlin https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/berlin-neue-geschaeftsfuehrung-in-berlin/ Die Berliner SHK-Innung hat ihren Geschäftsführer Dr. Klaus Rinkenburger nach mehr als 22 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Mit Wirkung vom 1. Februar 2019 übernimmt der langjährige Leiter des SHK-Kompetenzzentrums das Amt des Geschäftsführers: Andreas Koch-Martin.  

Klaus Rinkenburger erlebte drei Obermeister, vier Ausbildungsleiter und die Expansion der Innung auf 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In seine Amtszeit fielen wegweisende Entscheidungen wie die Gründung des Kompetenzzentrums, die Etablierung des Projektwesens, der Aufbau strategischer Pressearbeit, die Vernetzung mit der Berliner Politik und die systematischen Bemühungen um Fachkräftesicherung.
Klaus Rinkenburger hinterlässt eine leistungsstarke Innung, die größte in Berlin, mit stabilen Strukturen, steigenden Azubizahlen und jährlich mehr als 3500 Schulungsteilnehmern. „Ihn zeichnete vor allem aus, stets um Ausgleich und Kompromisse gekämpft zu haben. Auch in schwierigen Zeiten hat er die Innung immer zusammengehalten“, lobte Obermeister Andreas Schuh bei der Verabschiedung. Daher sei es für Rinkenburger auch selbstverständlich gewesen, sich jahrelang für das Berliner Innungsnetzwerk ‚Wenn Handwerk dann Innung (WHdI)‘ zu engagieren – ebenso wie im Vorstand der Ausbildungsstiftung „Handwerk stiftet Zukunft“.
Sein Nachfolger, Andreas Koch-Martin, hat sich in Berlin bereits einen Namen gemacht als eifriger Netzwerker für Nachwuchsförderung und den politischen Dia­log. Ihm fällt nun die Aufgabe zu, die Digitalisierung der Innung und der SHK-Ausbildung voranzutreiben und gleichzeitig neue Wege einzuschlagen, um Betrieben den Mehrwert einer Innungsmitgliedschaft und den Stellenwert von Gemeinschaft und Solidarität nahe zu bringen.

 

Unterhaltsamer Kurzfilm zeigt Vorzüge des Fachhandwerks
Die Innung SHK Berlin hat einen Erklärfilm produzieren lassen, in dem kreativ und unterhaltsam die Vorzüge des Fachhandwerks gegenüber dem Internet dargestellt werden. Das 3:46 Minuten lange Video mit dem Titel „Neue Heizung – Fachhandwerker oder Internet?“ ist bislang mehr als 16 000-mal angeklickt, geteilt, gelikt oder kommentiert worden.
Anna, Fritz und Fachhandwerker Herr Müller besetzen die Rollen in dem Kurzfilm. Die Geschichte: Anna und Fritz suchen eine neue Heizung. Weil sie nicht „von gestern“ sind, informieren sie sich im Internet. Sie recherchieren, suchen, vergleichen und sind nachher schlauer, nicht unbedingt aber klüger, so die Botschaft des Films: „Denn das Internet weiß vielleicht alles, aber es kann nicht alles.“ Zum Beispiel individuell beraten. Da kommt Herr Müller ins „Spiel“, der persönlich bei den Endkunden klingelt und sich vor Ort ein Bild macht, ob die neue Technik überhaupt zu den örtlichen Gegebenheiten passt. Er informiert über Erneuerbare Energien, über Fördermöglichkeiten und vieles mehr. Tenor: „Nur bei einem Fachhandwerker hat man die Sicherheit, dass die Installation fachgerecht ausgeführt wird und alle Vorschriften und Normen eingehalten werden.“ Ein weiteres Plus: Der Fachhandwerker kümmere sich u. a. um regelmäßige Wartungen der Heizungsanlage. Fazit: „Ein Fachservice, der rundum glücklich macht.“
Am Ende des Erklärfilmes werden insgesamt zehn Punkte aufgeführt, die für das Fachhandwerk sprechen. Neugierig geworden? Der „virale Hit“, wie ihn die SHK Innung Berlin gerne bezeichnet, ist auf Facebook sowie auf der Homepage der Berliner SHK-Innung (www.shk-berlin.de) zu sehen.

 

 

 

 

 

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Tue, 19 Feb 2019 11:22:45 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/4/csm_16b_c2897408fd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/4/csm_16b_412a031f81.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/16b.jpg
news-27817 Hessen – Neujahrsbrunch https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hessen-neujahrsbrunch/ Fachverband SHK Hessen traf sich mit Förderkreis  

Nach der erfolgreichen und stimmungsvollen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr hat der Fachverband Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Hessen erneut die Mitglieder seines Förderkreises zu einem Neujahrsbrunch nach Gießen eingeladen. Die im Vorjahr begonnenen, vertrauensvollen Gespräche und der fachliche Austausch mit den Partnern aus der Industrie und dem Großhandel konnten somit erfolgreich fortgesetzt werden.

Der Förderkreis des Fachverbandes Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Berufe des SHK-Handwerks in Hessen zu leisten. Damit bildet er den Rahmen für ein abgestimmtes Miteinander zwischen dem organisierten hessischen SHK-Handwerk und seinen Branchenpartnern. In seiner Begrüßung am 18. Januar unterstrich Landesinnungsmeister Uwe Loth die Bedeutung des jährlichen Treffens: „Es ist wichtig, miteinander und nicht über den anderen zu reden, gerade wenn man bei einzelnen Themen auch mal unterschiedlicher Auffassung ist“ und verwies damit auf die Grundidee des gemeinsamen Dialoges.
Im Messejahr der ISH 2019 sei ein besonderes Anliegen des hessischen Handwerks, die Förderkreismitglieder zur Teilnahme an dem Handwerkerdatenservice Open Datapool zu motivieren. Loth warb daher für die Branchenlösung, die Herstellerdaten für das Handwerk bereitstellt und wies darauf hin, dass schon zahlreiche Hersteller aus dem Sanitärbereich ihre Daten eingepflegt haben. Lediglich die Heizungsindustrie sei bisher noch sehr zurückhaltend.
Weitere Überzeugungsarbeit leistete Matthias Thiel vom ZVSHK, der den Handwerkerdatenservice den Förderkreismitgliedern konkret vorstellte. Er ging auf die typischen Datenprozesse im SHK-Handwerk näher ein und veranschaulichte die zahlreichen Vorteile und Nutzen sowohl für das SHK-Handwerk als auch für die Hersteller. Der stv. Landesinnungsmeister, Frank Kauferstein, forderte die Förderkreismitglieder auf, sich mit Open Datapool auseinanderzusetzen und dem Fachverband eine Rückmeldung bezüglich einer möglichen Teilnahme zu geben.
Die Sicherstellung von Qualitäts- und Lieferstandards gegenüber dem hessischen SHK-Handwerk mahnte der Vorsitzende des Fachausschusses für Sanitär und Heizung, Thorsten Jakob, gegenüber den anwesenden Vertretern der Sanitärbranche an und schilderte die Beweggründe des Offenen Briefes des Fachverbandes an die Sanitärwirtschaft. „Unter Berücksichtigung des bestehenden Preisgefüges können wir die zunehmenden Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen nicht mehr rechtfertigen“, schilderte Jakob die schwierigen Gespräche mit der immer anspruchsvoller werdenden Kundschaft vor Ort.
Die Sichtweise des Fachverbandes SHK Hessen zu Wartungsinitiativen einzelner Heizungshersteller, die mit zunehmender Intensität Endkunden Wartungs- und Serviceleistungen anbieten, schilderte Landesinnungsmeister Uwe Loth und schlug dabei durchaus kritische Töne an: „Unsere jahrelange Markpartnerschaft zeichnet sich durch ein abgestimmtes Miteinander aus. Das hat uns die ganzen Jahre stark gemacht. Wenn nunmehr versucht wird, in angestammte Geschäftsfelder des SHK-Handwerks vorzudringen, werden wir das nicht akzeptieren.“
Zum Abschluss der Veranstaltung berichtete der stv. Landesinnungsmeister Martin Schneider von den letztjährigen Fort- und Weiterbildungsaktivitäten des Fachverbandes in den einzelnen Innungsdistrikten und Geschäftsführer Björn Hendrischke rundete mit einem Ausblick auf das Jahr 2019 den Bericht ab.

Bilder: FV SHK Hessen

 

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Tue, 19 Feb 2019 10:59:54 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_17a_45d082e4e6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_17a_1822351436.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/17a.JPG
news-27814 Keine Gewinnmaximierung um jeden Preis https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/keine-gewinnmaximierung-um-jeden-preis/ SHK-Familienunternehmen Goldhammer feiert 100. Geburtstag. Nicht Wachstum ist das vorrangige Ziel, sondern weiterhin zufriedene Kunden und Mitarbeiter  

100 Jahre alte Handwerksbetriebe sind selten. Goldhammer in Wadersloh (NRW) feiert 2019 diesen runden Geburtstag. Uwe und Achim Goldhammer sind die Geschäftsführer des Familienunternehmens mit 17 Mitarbeitern. Weil die Auftragsbücher voll sind, könnten sie noch ein bis zwei Fachhandwerker mehr einstellen, erzählen die Firmenchefs im Gespräch mit der IKZ.

Es ist ein kalter Wintermorgen in der 12 000-Einwohner-Gemeinde Wadersloh. Die Temperatur klettert kaum in den Plusbereich, ein böiger Ostwind lässt die Fahnen am Rande des Industriegebiets „Centraliapark“ flattern. Viel Bewegung herrscht auch in jenem Gebäude, das auf 2000 m2 erweitert und 2012 bezogen worden ist. Die Aufschrift Goldhammer flankiert den Komplex, dazu die Worte Heizung, Sanitär, Alternativ­energien. Drinnen ist es mollig warm. Auch ohne Heizung würden die Goldhammers – Vater Uwe und Sohn Achim – schnell auf Betriebstemperatur kommen. Denn das Telefon steht nicht still.
Entschuldigend müssen Uwe und Achim Goldhammer einige Male unser Gespräch unterbrechen. Kein Problem: Wir sind zu Gast, die Kunden gehen vor. Dass die Geschäfte gut laufen, daraus machen die Firmeninhaber keinen Hehl. Auftraggeber, in der Mehrzahl Privatkunden, müssen sich abseits von Notfällen bei umfangreichen Arbeiten auf drei bis vier Wochen Vorlaufzeit einstellen. Die Gewerke Heizung und Sanitär halten sich bei den Goldhammers die Waage, die Altbausanierung bildet das Kerngeschäft. Allerdings steigt der Anteil von Neubauten in letzter Zeit. „Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist vorbei. Kunden legen mehr Wert auf Qualität und Ortsansässigkeit. Die Bereitschaft zu Investitionen wächst“, sagt Achim Goldhammer.

Das Gute bewahren
Angesichts der großen Nachfrage könnten die Goldhammers in zusätzliche Fachhandwerker investieren, doch auch sie bemerken den sich ausbreitenden Mangel an Facharbeitern. Im Übrigen gehört es bei Goldhammers zur bewährten Firmenpolitik, dass Personalaufstockungen verantwortlich betrieben werden. „Wir halten nichts von Mitarbeiter-Einstellungen und -Entlassungen je nach Auftragslage. Wir stehen auch magere Zeiten gemeinsam durch“, sagen sie unisono und ergänzen: „Wachsen ist schön und gut, aber wir möchten das jetzige Paket aus zufriedenen Kunden und Mitarbeitern bewahren.“ Eine jährliche Gewinnmaximierung, wie oftmals in der Industrie anvisiert werde, streben Vater und Sohn nicht an. „Wir können mit dem zufrieden sein, was wir haben. Denn wer müsste den Wachstumsgedanken schultern? Das ginge auf Kosten der Mitarbeiter, auf Kosten der Arbeitsstunden, womöglich auf Kosten des Betriebsklimas.“ Ein Risiko, das die Goldhammers nicht eingehen möchten, denn: „Das sehr gute Betriebsklima ist unser Pfund.“

Faire Arbeitszeiten, faire Entlohnung
Inwiefern? Achim und Uwe Goldhammer berichten, wie sich die familiäre Arbeitsatmosphäre positiv auf das tägliche Miteinander auswirkt. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Mit dieser Einstellung sind wir bis heute gut gefahren“, resümiert Uwe Goldhammer. Faire Arbeitszeiten und faire Entlohnung sprechen sich herum. Das hilft dem Betrieb auch bei der Akquirierung von Auszubildenden. Aktuell sind es fünf an der Zahl, die den Handwerksberuf lernen. Recht viel für einen kleinen Betrieb in einem kleinen Ort, oder? „Wir hatten immer zwischen zwei und drei Azubis“, berichtet Uwe Goldhammer. „Nicht, weil zahlreiche Bewerbungen hereinflattern, sondern über persönliche Kontakte. Wir werden beispielsweise von Eltern und Kunden angesprochen, ob ihre Söhne nicht bei uns eine Ausbildung beginnen können.“ Ein mehrwöchiges Praktikum sei hierfür Voraussetzung. „Schließlich müssen die jungen Menschen den Betrieb kennenlernen und wir natürlich auch die jungen Menschen.“ Motivierte Auszubildende hätten sehr gute Übernahmechancen.
Die jungen Leute stehen dem Thema Digitalisierung generell aufgeschlossen gegenüber. Die Umstellung auf digitale Prozesse wollen die Geschäftsführer aus Wadersloh jedoch langsam angehen. Achim Goldhammer: „Das ist ein steiniger Weg.“ Noch werde mit klassischen Auftragszetteln gearbeitet. Zumindest die Zeiterfassung soll mittelfristig aber digital erfolgen.

Gelebte Kollegialität mit Wettbewerbern
100 Jahre Goldhammer – da wird in diesem Jahr auch der eine oder andere Wettbewerber  am Markt gratulieren. Vielleicht sogar mitfeiern. Denn der Umgang mit anderen Handwerksbetrieben in der Region sei ausgesprochen unkompliziert, berichtet Achim Goldhammer: „Das ist mehr ein Mit- als ein Gegeneinander – geprägt von gegenseitigem Respekt bis hin zu gelebter Kollegialität.“ Beispiel? Wenn es um Maschinen oder Lagerware gehe, helfen die Goldhammers einem anderen, ähnlich großen SHK-Betrieb aus – und umgekehrt. „Da gibt es kein Hauen und Stechen. Warum sollten wir uns auch gegenseitig das Leben schwer machen?“ Ein gutes Schlusswort, zumal das Telefon dann wieder klingelt. Der nächste Auftrag winkt.

www.goldhammer-tga.de

 

 

Daten und Fakten
Geschichte: Die Firmenchronik des Familienunternehmens Goldhammer reicht bis ins Jahr 1919 zurück. In diesem Jahr legte Hero Goldhammer, der Großvater bzw. Ur-Großvater der heutigen Geschäftsführer Uwe und Achim Goldhammer, den Grundstein einer jahrzehntelangen erfolgreichen Geschäftstätigkeit. 1980 übernahm Uwe Goldhammer, Enkel des Firmengründers, die Verantwortung für den Betrieb. Sein Sohn Achim Goldhammer ist seit 2010 in der Geschäftsführung.

Kerngeschäft: Sanitär, Heizung, Klima & Lüftung, Erneuerbare Energien.

Mitarbeiter: 17, davon sieben Gesellen und fünf Auszubildende.

Besonderheit: Der 100. Firmengeburtstag wird am Samstag, 18. Mai, mit einem offiziellen Empfang gefeiert. Einen Tag später, am 19. Mai, veranstaltet Goldhammer einen Tag der offenen Tür. Dieser ist eingebettet in eine vom Gewerbeverein organisierte Fahrrad-Dorfrallye im Ort mit attraktiven Gewinnen.

Über den Betrieb Goldhammer berichten Alexander Bange und Markus Münzfeld.

 

 

 

 

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Tue, 19 Feb 2019 10:43:42 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_18_db57bde05d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_18_4b2049be1e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/18.jpg
news-27813 Gebäudekommission auf der Kippe: Scharfe Kritik vom VDMA https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gebaeudekommission-auf-der-kippe-scharfe-kritik-vom-vdma/ Frankfurt/Main. Die Politik hatte sich im Vorjahr für eine Gebäudekommission ausgesprochen. Sie sollte einen Maßnahmenplan für das neue Klimaschutzgesetz erarbeiten. Jetzt nimmt die Bundesregierung scheinbar wieder Abstand von der Idee – sehr zum Ärger des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Er kritisiert Pläne, wonach das Innen- und Wirtschaftsministerium selbst politische Maßnahmenpakete schnüren wollen.  

„Warum hinkt die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestandes dann immer noch so
weit hinterher?“, fragt Peter Hug, Sprecher des Forums Gebäudetechnik im VDMA. Seit Jahren gelinge es nicht, die Renovierungsquote zu verbessern, die notwendig sei, um die Klimaziele zu erreichen. Stattdessen werde auf Förderprogramme und Neubaustandards gesetzt. Hug: „Das führt aber offensichtlich nicht zu den gewünschten Ergebnissen.“
Der Verband fordert eine steuerliche Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich, eine Umsetzung der Gebäuderichtlinie von 2018 in deutsches Recht sowie das Zusammenstreichen des „Förderdschungels“. Stattdessen sollten neue, zielgerichtete Finanzierungsmodelle  erarbeitet werden. Genau dafür hätte eine Gebäudekommission Impulse geben können, so der VDMA.

www.vdma.org

 

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Tue, 19 Feb 2019 10:41:30 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_VDMA_web_d8ac76b247.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_VDMA_web_3eff6b1e5f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/VDMA_web.jpg
news-27808 Trennstationen für Trinkwasser https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/trennstationen-fuer-trinkwasser/ Absichern gegen Rückfließen und Rückverkeimung, Flüssigkeitskategorie 5  

Die Diskussion um Schutz und Hygiene des Trinkwassers hat unter anderem dazu geführt, dass die Normen zum Absichern gegen Rückfließen und Rückverkeimung weiter konkretisiert und verschärft wurden. Da die Trinkwasser-Installationen nach den Wasserzählern in der Verantwortung der Hausanschlussnehmer liegen, sind alle Betreiber von Trinkwasseranlagen – privat, kommunal oder gewerblich bzw. industriell – in der Pflicht, die gesetzlichen Vorgaben und Normen zu erfüllen.

Kaum ein Hausbesitzer oder Betriebsinhaber ist sich dieser Verantwortung in Bezug auf Trinkwasserhygiene bewusst. Umso wichtiger, dass Fachplaner und Handwerker die Betreiber von „Anlagen der Trinkwasser-Installation“ an ihre Pflichten erinnern – insbesondere, wenn die Verwendung der Flüssigkeitskategorie 5 entspricht.

Typische Anwendungsfälle
Im Text der DIN EN 1717 werden Flüssigkeiten, die in Kontakt mit dem Trinkwasser stehen können, in 5 Kategorien eingeteilt, deren letzte eine „Gesundheitsgefährdung für Menschen durch die Anwesenheit von mikrobiellen oder viruellen Erregern übertragbarer Krankheiten darstellt“ [1]. Dies kann der Fall sein, wenn Trinkwasser z. B. für einen der folgenden Zwecke verwendet wird:

  • Verdunstungs-Kühlanlagen,
  • Nachspeisung in Regen- und Grauwasserspeicher,
  • Brunnenbecken und Wasserspiele,
  • Unterflur-Beregnungsanlagen für private oder öffentliche Parks und Gärten, für Sportanlagen wie Tennis- und Fußballfelder,
  • Behandlungsstühle in Zahnarztpraxen, Waschtische in der Pathologie,
  • Tiertränken und Reinigungsstellen in Zoos, Reiterhöfen und bei Nutztierhaltung in der Agrarwirtschaft.


Unterflurberegnungsanlagen, die nur in niederschlagsarmen Zeiten benutzt werden, enthalten stagnierendes und dadurch allmählich verkeimtes Wasser. Im Fall des Rückfließens, z. B. bei Unterdruck im öffentlichen Netz, stellt dies eine mikrobakterielle Gefahr für die übrigen Nutzer des Trinkwassernetzes dar. Wird Trinkwasser zur Versorgung von Tieren über Tränken bereitgestellt, besteht bei Rückfluss oder Verkeimung der Entnahmestelle neben der mikrobakteriellen zusätzlich eine virale Infektionsgefahr für den Menschen. In beiden Fällen handelt es sich um Anwendungen der Kategorie 5.
Auch die Regenwassernutzung gehört dazu, obwohl Niederschlagswasser von Dachflächen allgemein eine sehr gute Qualität besitzt und für die Verwendung im Haus für Waschmaschine, Toilettenspülung und zum Putzen ohne Aufbereitung zugelassen ist. Dennoch darf Niederschlagswasser nicht in Kontakt mit Trinkwasser kommen; eine direkte 3-Wege-Umschaltung von Regenwasser auf Trinkwasser – bei leeren Regenspeichern in niederschlagsarmen Zeiten – ist somit verboten. Normgerechte Anlagen sind serienmäßig mit der Sicherheitseinrichtung „freier Auslauf“ ausgestattet, die bei ausbleibendem Regen automatisch Trinkwasser liefert.

Widersprüchliche Normen
Entgegen der DIN 1988-100 [2] sieht die europäische Norm DIN EN 1717 in Tabelle 3 einige Ausnahmeregelungen für bestimmte Apparate und Entnahmestellen im häuslichen und privaten Gebrauch vor – z. B. bei Unterfluranlagen für Grünflächenbewässerung. Demnach wäre hier eine der Flüssigkeitskategorie 4 zugeordnete Sicherungseinrichtung (Systemtrenner) zulässig. Aktuell finden Diskussionen um diese Ausnahmeregelungen auf europäischer Ebene statt, im Zuge der Überarbeitung der DIN EN 1717. Ein abschließendes Ergebnis wird mit der Neuauflage dieser Norm im Jahr 2019 erwartet. Unabhängig davon gilt in Deutschland bei fehlender Übereinstimmung: DIN 1988-100 ist der DIN EN 1717 übergeordnet und muss zu dieser als Ergänzungsnorm angewandt werden. Insofern kommt in Deutschland zur Absicherung bei Flüssigkeitskategorie 5 nach wie vor nur ein „freier Auslauf“ Typ AA oder AB infrage, wie er in Trinkwassertrennstationen generell üblich ist.
Hinter dem Regelwerk steht mit der Trinkwasserverordnung 2018 (TrinkwV) ein Gesetz, welches in § 17 Absatz 1 und 6 das Einhalten der Normen zwingend fordert und bei Verstößen ausdrücklich auch diejenigen, die davon Kenntnis haben, in § 24 und § 25 TrinkwV in die Pflicht nimmt [3]. Dies gilt nicht nur bei Neubau, sondern auch im Bestand, da der „Gesundheitsschutz dem Eigentums- und Bestandsschutz gegenüber als höherwertiges Rechtsgut ausgewiesen ist“ [4].

Technische Lösungen
Zur Auslegung bzw. Bemessung einer Trinkwassertrennstation muss dem Hersteller mindestens bekannt sein:

  • der erforderliche Volumenstrom in m³/h oder l/min und der gewünschte Druck in bar für die Verwendung,
  • das Anschlussmaß und der durch die Trinkwasserleitung bereitgestellte Volumenstrom und Druck.


Empfehlenswert ist grundsätzlich eine drehzahlgeregelte bzw. frequenzgesteuerte Doppelpumpenanlage. Dies gewährleistet einen leisen Betrieb und bringt Sicherheit, denn die zweite Pumpe übernimmt automatisch und zuverlässig die Versorgung beim Ausfall der ersten. Durch alternierende Betriebsweise werden beide gleichermaßen genutzt. Spitzenbedarf decken sie gemeinsam ab. Dies ist die Erfahrung von Frank Pantel, Geschäftsführer bei iWater Wassertechnik GmbH & Co. KG in Troisdorf. Er blickt als einer der Branchenpioniere auf mehr als 25 Jahre Produkterfahrung bei Regenwassernutzungsanlagen zurück – die er mit in das Unternehmen eingebracht und weiter entwickelt hat. „Unsere Trinkwassertrennstationen leisten zwischen 3,2 und 14 m³/h und erreichen Förderhöhen von 34-81 m, wahlweise mit Frequenzsteuerung“.

Fazit
Der Gesetzgeber fordert in § 17 TrinkwV zwingend bei der Verbindung von Betriebswasseranlagen mit dem Trinkwassernetz Sicherungseinrichtungen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben sind. Ist das Betriebswasser gemäß DIN EN 1717 der Kategorie 5 zuzuordnen, muss ein freier Auslauf TYP AA oder AB zur Nachspeisung vorhanden sein, wie in Trinkwassertrennstationen generell üblich. Typische Anwendungsfälle sind Unterfluranlagen zur Bewässerung von Grünflächen, Regenwassernutzungsanlagen sowie Tiertränken. Wer solche Anlagen ohne Sicherungseinrichtung plant, baut, betreibt oder davon Kenntnis hat, trägt ein Haftungsrisiko. Ein Bestandsschutz besteht nicht.

Literatur
[1] DIN EN 1717, Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anforderungen an Sicherungseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigungen durch Rückfließen, Beuth Verlag, 2011-08
[2] DIN 1988-100, 2011] Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen-Teil 100: Schutz des Trinkwassers, Erhaltung der Trinkwassergüte; Technische Regel des DVGW, Beuth Verlag, 2011-08
[3] Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV). Trinkwasserverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. März 2016 (BGBl. I S. 459), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 3. Januar 2018 (BGBl. I S. 99) geändert worden ist. Gültig seit 09.01.2018.
[4] Kiefer, T.: Trinkwassertrennstationen zur Absicherung gegen Verkeimung & Rückfließen nach DIN EN 1717 (Flüssigkeitskategorie 5). Hrsg.: iWater Wassertechnik GmbH & Co. KG, Troisdorf, Juni 2018.

Autoren: M. Eng. Thomas Kiefer, Technik/Forschung & Entwicklung bei iWater Wassertechnik GmbH & Co. KG, Dipl.-Ing. Klaus W. König, Überlingen

www.ewu-aqua.de

 

Auszüge aus der Trinkwasserverordnung 2018 – TrinkwV § 17
Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser:
(1) Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser sind mindestens nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben.
(6) Wasserversorgungsanlagen, aus denen Trinkwasser abgegeben wird, dürfen nicht ohne eine den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechende Sicherungseinrichtung mit Wasser führenden Teilen, in denen sich Wasser befindet, das nicht für den menschlichen Gebrauch im Sinne des § 3 Nummer 1 bestimmt ist, verbunden werden. Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 haben die Leitungen unterschiedlicher Versorgungssysteme beim Einbau dauerhaft farblich unterschiedlich zu kennzeichnen oder kennzeichnen zu lassen. Sie haben Entnahmestellen von Wasser, das nicht für den menschlichen Gebrauch nach § 3 Nummer 1 bestimmt ist, bei der Errichtung dauerhaft als solche zu kennzeichnen oder kennzeichnen zu lassen und erforderlichenfalls gegen nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch zu sichern.

 

 

 

 

 

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Tue, 19 Feb 2019 10:25:40 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_20_f03efbce3b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_20_3de5e6c625.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/20.jpg
news-27733 „Der gute Ruf unserer Branche hängt von Beständigkeit und Qualität ab“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/der-gute-ruf-unserer-branche-haengt-von-bestaendigkeit-und-qualitaet-ab/ Seit mehr als 300 Jahren ist die Thurnauer Firma Schwender in Familienbesitz. Geschäftsführer Hans Schwender wünscht sich mehr kooperierende SHK-Betriebe  

Kaum ein Handwerksbetrieb in Deutschland kann so viel Tradition nachweisen wie die Schwender Energie- und Gebäudetechnik GmbH & Co.KG in Thurnau (Bayern). 1701 wurde die „Schwender’sche Schlosserei“ erstmals urkundlich erwähnt. „Tradition macht stolz und verpflichtet: zum Fortbestand des Unternehmens, zur Fürsorge gegenüber Mitarbeitern und gegenüber der Region“, sagt Geschäftsführer Hans Schwender im Gespräch mit der IKZ.

Hans Schwender hält stolz ein altes Haustürsperrschloss in der Hand. Es ist ca. 200 Jahre alt, ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert, gut erhalten und funktionstüchtig. „Aufgrund seiner Komplexität ist es damals oft als ‚Hexenwerk‘ tituliert worden – nicht verächtlich gemeint, sondern anerkennend in Bezug auf die handwerkliche Leistung zu jener Zeit“, hebt Schwender hervor. Das antike Schloss aus Metall zaubert ein Leuchten in die Augen des Unternehmers.
Seine Augen glänzen auch dann, wenn Schwender die Entwicklung der Firma in den vergangenen 30 Jahren Revue passieren lässt: von der Wandlung des kleinen Handwerksbetriebs hin zu einem bedeutenden mittelständischen Unternehmen der Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik. Heute beschäftigt Schwender, zusammen mit einigen Tochterunternehmen, nahezu 300 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz ist von 37 Mio. Euro in 2013 kontinuierlich auf aktuell 47 Mio. Euro gestiegen. Davon entfällt mit knapp 40 Mio. Euro der größte Teil auf das Thurnauer Stammwerk mit seinen 230 Beschäftigten. Zur Gruppe gehören noch Huber Haustechnik in Jahnsdorf (Sachsen), Hummel Haustechnik in Lichtenfels (Bayern), der Schwender-Service in Stuttgart und ein Ingenieurbüro in Chemnitz.

Qualität hat Bestand
Hans Schwender, u. a. langjähriger Obermeister der Innung SHK Kulmbach sowie stellvertretender Kreishandwerksmeister, umtreibt aber nicht die Historie, sondern der Blick in die Zukunft – getreu der Firmenphilosophie „Qualität hat Bestand“. „Wenn ich Qualität habe und sie vernünftig einsetze, dann ist Bestand das Ergebnis“, sagt er und ergänzt: „Dann gibt es den Betrieb auch die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus.“ Um Qualität langfristig gewährleisten zu können, spricht der Diplom-Ingenieur des SHK-Handwerks – er ist auch Mitglied des Betriebswirtschaftsausschusses des Fachverbandes SHK Bay­ern – von „ganzheitlichen Prozessen und Prinzipien“ – und erzählt, was er sich darunter vorstellt.

Nachhaltigkeit
Schwenders Bestreben ist es, Menschen langfristig eine Perspektive zu geben – sozial wie auch wirtschaftlich. Damit dem Privatkunden finanzielle Luft zum Atmen bleibe, müssten Bauteile bezahlbar sein und Produkte so lange ihren Zweck erfüllen, wie es möglich und nötig sei. Zwar unterliegen bestimmte Teile einem Alterungsprozess, aber: „Dann muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass Materialien, die eine kürzere Lebensdauer haben, einfach oder mit überschaubarem Aufwand ausgetauscht werden können“, so Schwender.
Seiner Meinung nach muss die Planung optimiert werden, um mögliche Folgekos­ten niedrig zu halten. So sollten Rohrleitungen nicht im Estrich (Fußbodenaufbau) im Keller, sondern z. B. durch Installationskanäle geführt werden. Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, seien technisch ausgereifte Produkte seitens der Hersteller sowie geschulte Mitarbeiter erforderlich – mehr noch: zwingend notwendig. Schwender: „Der gute Ruf unserer Branche hängt dauerhaft von Beständigkeit und Qualität ab.“
Aufgrund der im Handwerk außergewöhnlichen Betriebsgröße und Mitarbeiterzahl kann Schwender sein Glück ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. So ist ein Investitionsprogramm in Millionenhöhe mit dem Ziel gestartet worden, in der betriebseigenen Werkstatt mehr Produkte und Module vorzufertigen. Der Prozess minimiere auf Dauer Kosten und erhöhe Qualität sowie Schnelligkeit auf der Baustelle. Weiterer Vorteil laut Schwender: Mit gesteigerten Vorfertigungsraten lasse sich der Fachkräftemangel abmildern.

Ausbildung
Denn auch bei Schwender wird es schwieriger, gute Auszubildende zu finden. 2018 ist die Zahl der Azubis von 25 auf 18 gesunken. Der Geschäftsführer selbst ist Pate von Kindergärten und Schulen und leistet finanzielle Unterstützung, um eine bestmögliche Ausbildung zu garantieren und um Imagepflege zu betreiben. Im Landkreis Kulmbach gibt es das größte berufliche Schulzentrum von Oberfranken, u. a. mit einer Technikerschule und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum SHK-Anlagenmechaniker, Systemplaner oder Kälteanlagenbauer. Weil die Berufsschule die Anschaffung nicht stemmen konnte, hat Schwender kurzerhand das CAD / BIM-Zeichenprogramm gesponsert. „Davon profitieren nicht nur unsere Azubis, sondern alle“, sagt der Installations- und Heizungsbaumeister.
Um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, werden Leuchtturmprojekte initiiert. Schwender-Azubis engagieren sich sozial, sammeln Praxis- und Planungserfahrung und ganz nebenbei erntet der Betrieb eine gute Publicity für eine strukturierte, motivierende und praxisnahe Ausbildung im SHK-Handwerk. Beispiele: Auszubildende haben ein Gebäude – die  Kleiderkammer in Thurnau – saniert und somit den Fortbestand dieser Einrichtung für bedürftige Menschen gesichert. In einem Leuchtturmprojekt wurde auch das Schwimmbad im Ort gerettet. In Kooperation mit der Kältefachschule bauten die jungen Menschen eine neue Wärmepumpe ein. Der Clou: Ein selbst entwickelter Sole-Absorber nutzt die Sonneneinstrahlung als Wärmequelle für die Pumpe. So wurden die Kosten erheblich reduziert und die Schließung des Bades konnte abgewendet werden.
Für Hans Schwender hat soziales Engagement eine hohe Bedeutung. „Ich will meinen Teil als Bürger und als Unternehmer in der Gesellschaft beitragen“, sagt er. Für sein Engagement bekam er 2018 den bundesweit ausgeschriebenen Marketingpreis für das deutsche SHK-Handwerk verliehen.

Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterfindung
Mit Extras sollen Angestellte langfristig an den Betrieb gebunden und qualifiziertes Fachpersonal gefunden werden. So gibt es beispielsweise seit 20 Jahren eine Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmensgewinn, berichtet Schwender. Familien würden bei der Kindergartengebühr bezuschusst. Und nicht zuletzt gebe es Vorteile zur Altersabsicherung und Gesundheitsvorsorge.
Um die Mannschaft zu verstärken, stellt das Unternehmen auch Fachkräfte aus benachbarten EU-Ländern ein, allen voran aus Ungarn und Kroatien. Damit sie dauerhaft bleiben, soll ihr engster Familienkreis in Oberfranken wohnen und leben. Dazu wurde in Thurnau Wohnraum mit niedrigen Mietpreisen geschaffen. Kauft ein Mitarbeiter ein Haus, kann er zudem Finanzierungshilfen vom Betrieb erhalten. „Wir haben preiswerte, schöne Wohnungen gebaut, um die Kollegen möglichst langfristig und erfolgreich im Unternehmen und in der Gemeinde zu integrieren“, sagt Schwender. Damit die Integration in die Gemeinschaft schnellstmöglich gelingt, ist eine Deutschlehrerin im Betrieb angestellt, die wöchentlich Unterricht erteilt. „Diesen Weg werden wir auch in Zukunft gehen“, betont der Firmenchef.

Was wollen Kunden? Was will die Industrie? Was will Schwender?
Ein Weg, der laut Schwender immer das gleiche Ziel verfolgt: zufriedene Kunden. „Sie wollen Problemlösungen, Komfort und – vor allem in Großstädten mehr denn je – einen Partner, der einen Rundumservice anbietet.“ Für die Industrie stünden hocheffiziente Anlagen im Fokus, die sich innerhalb kurzer Zeit rentieren. „Zuverlässigkeit, Termintreue und der Preis müssen hier stimmen“, sagt Schwender. Um Privat- wie Industriekunden zukünftig gleichermaßen zufriedenstellen zu können, wirbt der Geschäftsführer für „Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels. Gemeint sind Kooperationen zwischen Industrie und Handwerk, aber auch von kleinen und großen SHK-Betrieben untereinander. Schwender: „Die Gemeinschaft kann mehr erreichen als ein Einzelkämpfer.“ Dass ihm Industrieunternehmen in der Vergangenheit Fachkräfte abgeworben haben, ärgert ihn bis heute. „Das darf nicht sein. Das gegenseitige Ausstechen ist nicht zielführend.“ Dagegen könne von gewerke-übergreifenden Projekten jeder profitieren.

Unternehmensnachfolge
Hans Schwender könnte längst Rentner sein, ans Aufhören denkt der Vollblutunternehmer aber nicht. An die Betriebsnachfolge dagegen schon. Neffe Thomas Schwender und Dr. Christian Schwarz vervollständigen bereits die Geschäftsführung der Energie- und Gebäudetechnik GmbH & Co.KG und sollen die Firma eines Tages in Eigenregie führen. Wird es eine goldene Zukunft sein? „Nur dann, wenn wir sie aktiv gestalten“, sagt Schwender. Noch so ein Stück Unternehmensphilosophie.

Bilder: IKZ

www.schwender-shk.de

 

 

 

Daten und Fakten
Geschichte: Vor 300 Jahren wurde die St.-Laurentius-Kirche in Thurnau gebaut und dabei auch die „Schwender’sche Schlosserei“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Ausgabenbuch der Kirchenbaurechnung ist nachzulesen, dass Schlossermeis­ter Mattheus Paul Schwender im Jahr 1701 u. a. Arbeiten an der Orgel und an der Sakristei ausgeführt hat.

Kerngeschäft: Spezialisiert auf Heizungsanlagen, sanitäre Installationen, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen, Rohrleitungsbau und Schwimmbäder.

Mitarbeiter: Insgesamt 300, davon etwa 230 am Stammsitz in Thurnau.

Besonderheit: Das Unternehmen besitzt das Umweltmanagement-Gütesiegel der Europäischen Union: EMAS. Dahinter verbirgt sich die Kurzbezeichnung für das „Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung“ (Eco-Management and Audit Scheme). Es zielt auf Firmen, die Energie- und Materialeffizienz systematisch verbessern, schädliche Umweltwirkungen und umweltbezogene Risiken reduzieren sowie ihre Rechtssicherheit erhöhen wollen.

Über den Betrieb Schwender in Thurnau (Bayern) berichten Alexander Bange und Markus Münzfeld.

 

 

 

 

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Tue, 19 Feb 2019 08:28:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_20_1_ada59c120e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_20_1_92a93d5efe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZ_19_03/20_1.jpg
news-27804 Zehnder: Deckenstrahlplatten in Flocken-Mühle https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/zehnder-deckenstrahlplatten-in-flocken-muehle/ Die Rubin Mühle hat eine lange Tradition: Seit über 300 Jahren betreibt Familie Rubin die in Lahr-Hugsweier (Schwarzwald) ansässige Getreidemühle. Um die Transportkosten zu senken, die Produktion zu optimieren und die Klimabilanz zu verbessern, entschied sich das Familienunternehmen 2014, einen neuen Standort im sächsischen Plauen zu erschließen.  

2015 wurde der neue Produktionsstandort in Betrieb genommen. Die Rubin Mühle Vogtland bezeichnet sich als modernste Hafermühle in Europa. Eine besondere technische Herausforderung bei diesem Neubau war die annehmbare Temperierung des Arbeitsumfelds bei extremen Witterungsbedingungen. Die Geschäftsführung entschied sich daher für die Deckenstrahlplatten „Zehnder ZIP“.
Die Deckenstrahlplatten verteilen die Wärme direkt bei den arbeitenden Personen. In der Rubin Mühle Vogtland wurden zehn Deckenstrahlplatten in 6 m Höhe installiert. Durch die gewählte Feuchtraum-Ausführung erfüllen sie den Hygienestandard der Hafermühle. Alle Bauteile sind verzinkt und korrosionsgeschützt. Da die Deckenstrahlplatten „­Zehnder ZIP“ an der Oberfläche „absolut dicht sind“, können sich keine Käfer oder sonstiges Ungeziefer einnisten. „Dieser Aspekt ist äußerst wichtig für eine moderne Getreidemühle, die heutzutage sehr strenge Hygienevorschriften erfüllen muss“, betont Geschäftsführer ­Christopher Rubin.

Zehnder Group Deutschland GmbH, Almweg 34, 77933 Lahr, Tel.: 07821 586-0, Fax: -411, info@zehnder-systems.de, www.zehnder-systems.de

 

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Tue, 19 Feb 2019 07:47:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_64_Zehnder-Hafermuehle_a5f2c60f3f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_64_Zehnder-Hafermuehle_431630745b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/64_Zehnder-Hafermuehle.jpg
news-27800 Repräsentationsaufwand – ­Private Interessen ausblenden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/repraesentationsaufwand-private-interessen-ausblenden/ Der Vorsteuerabzug für die Anschaffung von Luxusfahrzeugen, es ging um einen Lamborghini Aventador (Bruttokaufpreis 298 475 Euro) ist nicht möglich. Die serienmäßige Herstellung ist dabei unerheblich.  

Auch die Argumente des Unternehmers, über die Sportwagenkontakte neue Kunden zu gewinnen, die Nutzung würde lohnversteuert usw. überzeugten das Finanzgericht nicht: Der Supersportwagen diene der sportlichen Betätigung und sei geeignet, ein Affektionsinteresse des Halters auszulösen und typisierend den privaten Interessen des Gesellschafter-Geschäftsführers zu dienen. Auch eine „Saldierung“ der AfA-Beträge mit der Lohnsteuer des Geschäftsführers hat das Gericht abgelehnt. Dem Abzugsverbot unterliege auch solcher unangemessener Repräsentationsaufwand, den ein Steuerpflichtiger über seinen Arbeitnehmer im betrieblichen Interesse mache (Quelle: Finanzgericht Hamburg, Az.: 2 K 116/18).

 

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Tue, 19 Feb 2019 07:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-27799 Effizienzpotenzial vorhanden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/effizienzpotenzial-vorhanden/ Das Monitoring von Wärmepumpen in Gebäuden mit Effizienzhaus Plus-Standard zeigt Defizite im Betrieb. Ist das notwendige Know-how bei Planern und Handwerkern aber vorhanden, spielen die Wärmepumpen ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile voll aus  

Elektro-Wärmepumpen arbeiten in Plusenergiehäusern nicht so effizient wie gedacht. Bei Feldmessungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) erreichten die meisten beobachteten Anlagen nicht die erwarteten Jahresarbeitszahlen. Worauf müssen Planer und Handwerker achten?
Mit dem Programm „Modellprojekte im Effizienzhaus Plus-Standard“ fördert das Bundesbauministerium neugebaute Wohnhäuser, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Seit sechs Jahren nehmen bundesweit über 30 Plusenergiehäuser am Projekt teil. Alle erreichen mindestens den KfW-Standard 55 und werden in der Regel durch Elektrowärmepumpen beheizt. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) 1) die Jahresarbeitszahlen (JAZ) der installierten Wärmepumpen untersucht. Die Messergebnisse zeigen, dass es bei der Effizienz in den meisten Fällen hapert.

Wärmepumpen-JAZ von Plusenergiehäusern ermittelt
Um den Wärmebedarf zu decken, nutzen dreizehn Gebäude Sole/Wasser-Wärmepumpen, zwölf Gebäude Luft/Wasser-Wärmepumpen und sieben Gebäude Wasser/Wasser-Wärmepumpen. Die Heizleistung der installierten Anlagen bewegt sich zwischen 1,5 kW und 20 kW in Einfamilienhäusern und von 7 kW bis 120 kW in Mehrfamilienhäusern.
Zur Bestimmung der JAZ wurden unterschiedliche Systemgrenzen gezogen. Sie ermöglichen die Abgrenzung der zu untersuchenden Wärmepumpe gegenüber den restlichen Komponenten der Heizungsanlage. Untersucht wurden die Bilanzräume 2 und 3 (Bild 3). Der Bilanzraum 2 umfasst die abgegebene Wärmemenge der Wärmepumpe inklusive des Heizstabs und stellt sie ins Verhältnis zur Stromaufnahme des Verdichters, der Regelung, des Wärmequellen-Pumpenantriebs und der elektrischen Nacherhitzung. Der Bilanzraum 3 beinhaltet den gesamten Wärmepumpen-Kreislauf einschließlich der Heizungs- und Trinkwarmwasserverteilung und setzt die Nutzenergie am Ausgang der Heizungspuffer- und Trinkwarmwasserspeicher ins Verhältnis zur Stromaufnahme der Wärmepumpe inklusive der Umwälz- oder Ladepumpen und berücksichtigt auch die auftretenden Speicherverluste.

Zielwerte des EEWärmeG nicht erreicht

  • Für 15 Gebäude lagen nach einer zweijährigen Messdauer ausreichende Datenmengen vor, um die mittlere JAZ für den Bilanzraum 2 zu ermitteln. Bei sieben Anlagen wurde die JAZ für ein Jahr bestimmt und bei acht Anlagen für zwei Messjahre. Die Wissenschaftler des Fraunhofer IBP verglichen die Ergebnisse anschließend mit den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG).
  • Bei den untersuchten Luft/Wasser-Wärmepumpen ergab sich eine relativ gleichmäßige Verteilung der JAZ zwischen 1,9 und 3,3. Im Mittel betrug sie 2,6. Das EEWärmeG schreibt für Luft/Wasser-Wärmepumpen, die gleichzeitig zur Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden, als Zielwert eine JAZ von mindestens 3,3 vor.
  • Sole/Wasser-Wärmepumpen kamen auf eine mittlere JAZ von 3,2 bei einer Bandbreite von 2,0 bis 4,6. Lediglich zwei von acht Wärmepumpen kamen auf eine JAZ von 3,8 oder höher, wie vom EEWärmeG gefordert. Eine der Anlagen hatte bereits eine vierjährige Optimierungsphase hinter sich und war schon einmal ausgetauscht worden.
  • Bei den Wasser/Wasser-Wärmepumpen schwankte die JAZ zwischen 2,7 und 4,4 und betrug im Mittel 3,2. Laut EEWärmeG sollte die JAZ mindestens 3,8 betragen.

Beim Bilanzraum 3, der den gesamten Wärmepumpen-Kreislauf umfasst, fielen die Ergebnisse wegen der Speicherverluste noch geringer aus. Die mittlere JAZ betrug hier bei Luft/Wasser-Wärmepumpen 2,2 und bei Sole/Wasser-Wärmepumpen 2,5. Wasser/Wasser-Wärmepumpen kamen auf nur 1,5. „Nur wenige Anlagen erreichen also in der Monitoringphase die Zielwerte des EEWärmeG“, fassen Antje Bergmann und Hans Erhorn vom Fraunhofer IBP die Forschungsergebnisse zusammen.

Gängige Klippen bei Planung, Installation und Betrieb
Die IBP-Untersuchung bestätigt Bergmann und Erhorn zufolge frühere Studienergebnisse, nach denen die Hydraulik des Gesamtsystems (Wärmepumpe, Speicher und Verteilung), die Nutzungsbedingungen sowie das energetische Niveau eines Gebäudes für die JAZ
und damit für die Anlagenleistung einer Wärmepumpe entscheidend sind. Um die Effizienz von Wärmepumpenanlagen zu verbessern, haben die Wissenschaftler eine Reihe von typischen Punkten herausgearbeitet, auf die Planer und Handwerker achten sollten:

  • Anlagenteile von Wärmepumpen, die zur Beheizung dienen, sind oft das ganze Jahr in Betrieb, auch wenn gar keine Heizwärme benötigt wird. Sie verursachen dadurch erhöhte Standby-Verluste.
  • Regelstrategien der Wärmepumpenanlage sind häufig nicht optimiert, was sich negativ auf die JAZ auswirkt.
  • Während des Monitorings wurden gegenüber der normgerechten Auslegung bis zu 3 K höhere Innenraumtemperaturen und ein erhöhter Trinkwarmwasserbedarf festgestellt. Die Folge sind höhere Systemtemperaturen und eine schlechtere JAZ.
  • Oft wird der hydraulische Abgleich nicht durchgängig dokumentiert. Unzureichend einregulierte Netzhydraulik kann ebenfalls zu höheren Systemtemperaturen führen.
  • Werden zur Vermeidung von Legionellen bei der Trinkwarmwasserbereitung in Mehrfamilienhäusern erhöhte Systemtemperaturen gefordert,führt dies ebenfalls zu einer geringeren JAZ.
  • Eine detaillierte Ausführungsplanung ist bei den meisten Wärmepumpenanlagen nicht durchgängig vorhanden. Bei Grobplanungen können Überdimensionierungen auftreten, die das dynamische Verhalten der Wärmepumpenanlage negativ beeinflussen.
  • Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto höher ist der Anteil der für die Erwärmung des Trinkwassers aufgewendeten Endenergie im Vergleich zur benötigten Heizwärme. Beträgt der Warmwasseranteil bei einem Altbau noch 10 %, wächst er bei einem Passivhaus auf bis zu 45 %. Dies verschlechtert die JAZ. In Gebäuden mit dem höheren KfW-40-Standard sind daher tendenziell schlechtere JAZ vorzufinden als in KfW-55-Gebäuden.


Die Verbesserungspotenziale, die sich während des Wärmepumpen-Monitorings zeigten, wurden bei den installierten Anlagen schrittweise umgesetzt. Zum Teil wurden gesamte Wärmepumpenanlagen bereits im ersten Jahr der Messung komplett durch neue ausgetauscht. Auch Betriebsparameter wie Vorlauftemperaturen wurden neu justiert. Die Effizienz ließ sich dadurch messbar steigern.


Qualifizierung durch Schulungen nötig
Das IBP empfiehlt, in Zukunft noch mehr Wert auf die Schulung und Weiterbildung von Planern und Handwerkern zu legen. Eine fundierte Planung und Ausführung von Wärmepumpenanlagen müsse sowohl die Abhängigkeiten zwischen den Komponenten des hydraulischen Gesamtsystems als auch den Nutzereinfluss bei der Bedienung und das energetische Niveau des Gebäudes, in das die Anlage eingebaut wird, ausführlich berücksichtigen.
Das dazu nötige Rüstzeug kann die VDI 4645 „Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb“

  • liefern2). Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat im März 2018 die neue Richtlinie herausgegeben, um Unsicherheiten bei der Planung und Installation von Wärmepumpen entgegenzuwirken. Die VDI 4645 bietet eine allgemeingültige Anlagenkonfiguration und behandelt die für die Planung von Wärmepumpenanlagen erforderlichen Schritte von der Voruntersuchung und Konzepterstellung bis hin zur Detailplanung3). Planer und Handwerker erhalten Hinweise zu empfohlenen hydraulischen Schaltungen, zur Dimensionierung von Anlagenkomponenten, zur Dokumentation, zur Inbetriebnahme der Anlage und zur Unterweisung des Betreibers. Die Richtlinie umfasst alle marktnahen Wärmepumpensysteme zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung und betrachtet auch das Zusammenwirken mit anderen Heizungssystemen und Anlageteilen wie Wärmespeichern.

Das ebenfalls neue Blatt 1 der VDI 4645 stellt ein Schulungskonzept zur Weiterbildung von Fachleuten bereit, die an der Planung, der Errichtung und dem Betrieb von Wärmepumpen beteiligt sind. Ziel ist die Vermeidung von Fehlfunktionen, Betriebsstörungen oder Schäden sowie die Optimierung von Wärmepumpenanlagen.

Autorin:
Almut Bruschke-Reimer, freie Energiejournalistin

1) Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP)/Antje Bergmann, Hans Erhorn: Energieeffizienz elektrisch angetriebener Wärmepumpen, IBP-Mitteilung 549, 2017

2) VDI 4645: „Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb“, März 2018 VDI 4645 Blatt 1: „Heizungsanlagen mit elektrisch angetriebenen Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb – Schulungen, Prüfungen, Qualifizierungsnachweise“, März 2018

3) IKZ-FACHPLANER: „Feintuning für optimale Effizienz“: erläuternder Beitrag zur VDI 4645, August 2018; aufrufbar auch auf www.ikz.de


Beispiele für Probleme beim Praxisbetrieb

Luft/Wasser-Wärmepumpe
Zwei der untersuchten Luft/Wasser-Wärmepumpen arbeiteten auch im Sommer weiter im Heizbetrieb, was die Effizienz verschlechterte.

Sole/Wasser-Wärmepumpe
Bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 2,5 war die Regelstrategie nicht optimiert. Die Laufzeit dieser Wärmepumpe war an einen festen Tagesgang gekoppelt, der keine Regelung bei einer Überladung des vorhandenen Schichtspeichers vorsah.

Wasser/Wasser-Wärmepumpe
Die geringe JAZ von 2,7 bei einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe kam durch erhöhten Energieverbrauch bei der Trinkwassererwärmung zustande. Ziel war es, die Bildung von Legionellen zu vermeiden.

 

 


Ermittlung der Jahresarbeitszahl (JAZ)
Maßgebend für die energetische Effizienz von Wärmepumpen im Praxisbetrieb ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Anlagen. Zwar wird für jede Wärmepumpe vom Hersteller die individuelle Effizienz als Leistungszahl oder Coefficient of Performance (COP) angegeben. Je höher der COP, umso effizienter ist die Wärmepumpe. Der COP wird jedoch auf Testständen festgestellt und bildet daher nicht die realen Betriebsbedingungen ab. Aussagekräftiger ist die JAZ.

JAZ = kWh/a (Wärme) : kWh/a (Strom)

Errechnete JAZ
Die JAZ kann nach VDI 4650 auf Grundlage der COP-Werte über eine Formel berechnet werden. Die realen Betriebsbedingungen vor Ort fließen dabei über Korrekturfaktoren in die Berechnung ein. Die errechnete JAZ wird bei der Beantragung von Fördermitteln und beim Nachweis für die Einhaltung der Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) verlangt.

Gemessene JAZ
Die JAZ kann auch gemessen werden. Sie wird dann im realen Betrieb mithilfe eines Extra-Stromzählers für die Wärmepumpe und eines Wärmezählers ermittelt. Die in der Praxis gemessene JAZ weicht in der Regel durch individuelle Einflüsse bei Planung, Installation und Betrieb von der errechneten JAZ ab.
Die Namensgleichheit beider JAZ führt in der Praxis immer wieder zu Missverständnissen.

 

 

 

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Das Fraunhofer IBP untersuchte in einer Studie das Betriebsverhalten von Wärmepumpen in der Praxis. Ergebnis: Sie bleiben in der Effizienz hinter den Versprechen der Hersteller und Verbände zurück. Wie erklären Sie sich die Diskrepanz?
Dr. Martin Sabel: Die IBP-Studie untersucht Wärmepumpen ausschließlich in Gebäuden des Effizienzhaus-Plus-Standards. Effizienzhäuser Plus sollen über ein Jahr betrachtet mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Deshalb werden diese Gebäude mit Photovoltaik- und elektrischen Wärmepumpenanlagen ausgerüstet. Der Heizwärmebedarf dieser Gebäude ist äußerst gering und der Anteil der Warmwasserbereitung, den die Wärmepumpe zu erbringen hat, steigt. Folglich kann die Wärmepumpe keine optimale Effizienz erreichen – allerdings ist das in solchen Gebäuden auch nicht das alleinige Ziel. Angesichts des insgesamt äußert geringen Energiebedarfs dieser Gebäude bleiben die finanziellen Auswirkungen einer geringeren JAZ absolut überschaubar. Natürlich muss man alles dafür tun, um auch in den betrachteten hocheffizienten Gebäuden die Planung und Ausführung zu optimieren.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die Studie hat gezeigt, dass sich die Effizienz von Wärmepumpenanlagen derzeit offensichtlich nur mit relativ großem Aufwand vor Ort verbessern lässt. Bei Tausenden von neuen Anlagen pro Jahr ist das nicht sehr praktikabel. Wo sehen Sie Ansatzpunkte, die Situation zu verbessern?
Dr. Martin Sabel: Die Effizienz kann hier nicht das alleinige Bewertungskriterium sein. Die Ergebnisse der Studie kommen nicht zu der Aussage, dass Wärmepumpen für den Einsatz in Effizienzhaus-Plus-Gebäuden ungeeignet seien. Im Effizienzhaus Plus führt spätes­tens bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit kaum ein Weg an der Wärmepumpe vorbei, auch wenn theoretisch noch andere Systeme denkbar wären. Für die untersuchten Häuser gilt wie für alle Gebäude mit Wärmepumpen, dass eine sorgfältige Planung und Auslegung der Wärmepumpe sowie die korrekte Installation und Einstellung der Regelung von entscheidender Bedeutung ist. Wenn dies im Vorfeld nicht erfolgt, ist es im Nachhinein schwierig, die Effizienz der Anlage zu erhöhen. Hier ist die Branche und hier sind wir gefragt, die Qualität bei der Errichtung der Gesamtanlage weiter zu verbessern und die geeigneten Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Schenkt man den Prognosen Glauben, werden Wärmepumpen in Zukunft eine große Rolle in der Energiewende spielen. Wie können die Effizienzpotenziale künftig besser gehoben werden?
Dr. Martin Sabel: Die Branche hat sich dieser Herausforderung angenommen: Seitens der Hersteller sind die technologischen Standards in den vergangenen Jahren enorm gesteigert worden. Die Aus- und Weiterbildung der Planer und Fachhandwerker ist aber der wichtigste Schlüssel, um die Effektivität und Effizienz der Anlagen in Zukunft zu gewährleisten und bei einem wachsenden Markt eine optimale Ausschöpfung der Wärmepumpen-Technologie zu erreichen. Auf der Basis der Richtlinie VDI 4645 wurde vom VDI unter Beteiligung des BWP ein Schulungskonzept für Errichter und Planer entwickelt und in der Richtlinie VDI 4645 Blatt 1 standardisiert. Nach diesem Schulungskonzept sollen Fachleute weitergebildet werden, die an Planung, Errichtung und Betrieb von Wärmepumpenanlagen beteiligt sind.

 

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 14:41:51 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_24_18e13be392.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_24_53605b309d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/24.jpg
news-27798 Mehrkosten und Mehrverbrauch abwägen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/mehrkosten-und-mehrverbrauch-abwaegen/ Wärmeaustausch in Heizkreisverteilern ohne thermische Trennung. Auswirkungen auf die Effizienz der Anlage nur gering  

Systeme mit mehreren Heizkreisen beinhalten üblicherweise Heizkreisverteiler. Dabei unterscheidet man Ausführungen mit und ohne thermische Trennung zwischen Vor- und Rücklaufkammer. Besteht keine Trennung in Form einer Dämmung, strömt die Wärme des heißen Vorlaufs fast ungehindert zum kalten Rücklauf. Damit wird die Rücklauftemperatur zum Kessel erhöht – kritisch für den Brennwerteffekt bei entsprechenden Wärmeerzeugern. Es stellt sich daher die Frage, ob die Anschaffung eines Verteilers mit Trennung generell lohnt.

 

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Mon, 18 Feb 2019 14:32:59 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_30_70108f7d85.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_30_2339333c9d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/30.jpg
news-27797 Optimaler Schallschutz erfordert abgestimmtes Gesamtkonzept https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/optimaler-schallschutz-erfordert-abgestimmtes-gesamtkonzept/ Angegebene Normschallpegeldifferenz-Werte sind oft nicht umsetzbar. Was bei der Planung und Installation einer Wohnraumlüftungsanlage beachtet werden sollte  

Dezentrale Lüftungssysteme sollen neben einer effektiven Lüftung des Wohnraums möglichst so gut wie keine Eigengeräusche erzeugen und die Übertragung von Außenlärm weitgehend verhindern. Dies sind keine leichten Aufgaben vor dem Hintergrund steigender städtischer Lärmbelastungen und zunehmend dichterer Bebauung. In der Praxis ist dabei zu beachten, dass eine Anlage mit einer in den Herstellerunterlagen angegebenen hohen Schallpegeldifferenz diesen Wert eventuell nur bei einem vergleichsweise niedrigen Volumenstrom und in Abhängigkeit von der optimalen Montageposition erreichen kann. Umso wichtiger ist daher bei der Entscheidung für ein dezentrales Lüftungssystem eine ausführliche Fachberatung im Vorfeld, die neben den Produkteigenschaften auf entscheidende Faktoren wie Raumparameter oder Bausubstanz beruht.

Laut Statistischem Bundesamt leben 77 % der deutschen Bevölkerung in dicht und mittelstark besiedelten Gebieten – Tendenz steigend: Aufgrund des ohnehin schon hohen Bebauungsgrads und des sinkenden Angebots an freien Flächen für Neubauten wird immer häufiger Wohnraum in bereits eng besiedelten Stadtteilen sowie in der Nähe von Flughäfen, Bahnhöfen und an stark lärmbelasteten Verkehrsknotenpunkten geschaffen. Kommt es dabei zum Einbau dezentraler Lüftungsanlagen, müssen diese besonders gute Schallschutzeigenschaften aufweisen, damit möglichst wenig Außenlärm eindringt, der die Wohnqualität mindert. Durch bautechnische Maßnahmen, wie den Einsatz spezieller Dämmstoffe, sollen ihre Eigengeräusche auf ein behagliches Maß reduziert und hereingetragener Schall beim Austausch mit der Außenluft nahezu eliminiert werden. Der optimale Betrieb ist jedoch neben den technischen Eigenschaften abhängig von Bauphysik, Raumgröße, Wand- und Deckenkonstruktion sowie Art und Ausrichtung der Fens­ter und Türen. Dies wird jedoch zu selten berücksichtigt – u. a. auch deshalb, weil es mit der DIN 4109 beispielsweise zwar allgemeine Empfehlungen für den Schallschutz für Wohngebäude gibt, diese aber lediglich Mindestanforderungen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren regelt.

Hoher Schallschutz oft nur bei niedrigem Volumenstrom realisierbar
Hauptaufgabe von Lüftungsgeräten ist die Versorgung mit frischer Luft für den hygienischen Mindestluftwechsel und ein angenehmes Wohnklima. Die erforderliche Luftmenge lässt sich z. B. erhöhen, indem mehrere Geräte installiert oder Geräte mit größerem Volumenstrom beziehungsweise höherer Luftleistung eingesetzt werden. Damit dieser Austausch kaum hörbar ist, sind in den Lüftungsanlagen schallhemmende Komponenten verbaut. Jedoch stehen Luftleistung und Schalldämmung in einer direkten physikalischen Abhängigkeit: Bei höheren Volumenströmen muss eine größere Einströmfläche für die Luftmenge bereitgestellt werden. Das hat zur Folge, dass die Gerätegröße gegebenenfalls schnell ansteigt, wodurch wiederum mehr Schall hindurchgelangen kann. Ein absolut schalldichtes System oder Gerät würde dagegen die Lüftungsfunktion vermindern beziehungsweise sogar ganz verhindern. Möchte der Nutzer also die vom Hersteller angegebenen Höchstwerte – z. B. beim Volumenstrom – realisieren, so ist dies in den meisten Fällen nicht in Kombination mit den maximal möglichen Schallschutzwerten (beispielsweise in Bezug auf die VDI-Richtlinie 4100) umsetzbar. Im Umkehrschluss lassen sich die maximal erreichbaren Schallwerte nur bei einem sehr niedrigen Volumenstrom erzielen und nicht beim maximal möglichen oder nach Norm erforderlichen Luftvolumenstrom. Häufig kommt es aber dazu, dass diese Relation von Herstellerseite aus nicht deutlich kommuniziert wird und lediglich der höchstmögliche Schallschutzpegel angegeben ist. Die individuellen Gegebenheiten wie Wandstärken oder notwendige Volumenströme lassen die theoretisch erreichbaren Maximalwerte oft schlicht nicht zu. In der Praxis führen sie immer wieder zu Problemen und großen Austausch- beziehungsweise Nachrüstaktionen, da z. B. die tatsächlichen Wandstärken der Gebäude nicht zu den Wandstärken bei Maximalwertangabe der Geräte passen.
Auch kommt es vor, dass Schalldämmungen in Geräten an Stellen verbaut sind, bei denen Feuchtigkeit, Kondensat und Schmutz zu unhygienischen Verhältnissen führen und eine Reinigung zudem schwierig bis unmöglich ist. Es ist daher ratsam, auf technisch ausgereifte Systeme zu setzen, welche auch im praktischen Einsatz und unter realen Bedingungen keine Probleme verursachen und die notwendigen Geräteeigenschaften tatsächlich auf Dauer gewährleisten. Geräte, welche im Vergleich zu anderen Systemen am Markt besonders hohe Schallpegeldifferenzwerte versprechen, sollten genau auf die damit verbundenen Einsatzkriterien hin untersucht werden, bevor eine Planung vorgenommen wird.

Bauphysik beeinflusst Schallschutzleistung der Lüftung
Neben diesem Zusammenhang beeinflussen weitere Faktoren wie die Bauphysik die tatsächlichen Schallwerte der Lüftung. Bei der Montageposition und -höhe etwa müssen die Raummaße berücksichtigt werden, da Schallausbreitung und Nachhalleffekte in größeren Räumen intensiver auftreten als in kleineren. Erfolgt die Installation an einer besonders ungüns­tigen Stelle – beispielsweise in einer Ecke –, kann es dazu kommen, dass der Schall aufgrund des geringen Abstands zu Abstrahlflächen mit anhaltend hohem Pegel in weitere Richtungen reflektiert wird. Auf diese Weise kommt es zu einem Anstieg von Schallwerten, die sich zu einer deutlich hörbaren Geräuschkulisse addieren können. Vor diesem Hintergrund sollten Geräte einen Abstand von mindes­tens 30 cm sowohl nach oben als auch seitlich zu Wandecken haben (Lüfter in einer Raumecke werden bis zu 9 dB lauter als bei einer Positionierung direkt auf einer freien Wand). Auch spielen die Größe und die Beschaffenheit bzw. Ausstattung eines Raumes eine Rolle bei der Entwicklung und Wahrnehmung des Schalls. So kann eine Schallquelle in einem kleinen schallharten Raum, wie z. B. einem gefliesten Badezimmer, deutlich lauter wirken als in einem großen Wohnzimmer, das durch Teppiche, Gardinen und Polstermöbel diverse schallabsorbierende Flächen aufweist.
Schalloptimierte Lüftungen verlieren zudem ihren Zweck, wenn andere Fassadenbauteile sehr viel Schall in die Wohnung tragen. Werden beispielsweise Fens­ter mit unzureichendem Schallschutz eingebaut – z. B. Schallschutzklasse 2 oder schlechter –, helfen Lüftungskomponenten mit hoher Geräuschdämmung nur bedingt, da der Lärm weiterhin durch die Fens­ter dringen wird und die Geräusche der Lüftung gegebenenfalls überlagert. Die Bewohner können die Lärmquelle nicht mehr richtig zuordnen und gehen schlimmstenfalls von der Lüftung als Störfaktor aus.

Absolute Werte ersetzen keine individuelle Fachplanung
Dies zeigt, dass die Lüftung nur einen Baustein im Schallschutzkonzept für Wohnhäuser darstellt und von einer isolierten Betrachtung abzuraten ist. Vielmehr sollten die Schallschutzwerte für die jeweiligen Lüftungsszenarien genau ermittelt und dementsprechend auch angegeben werden. Dabei dürfen nicht etwa die absoluten und technisch möglichen Werte einzelner Komponenten als Basis dienen, da diese nur unter ganz bestimmten Vorrausetzungen eingehalten werden können. Stattdessen sollte die tatsächliche Schallschutzleistung in Bezug auf die jeweiligen Volumenströme unter Berücksichtigung der Wandstärke und Bausubstanz an den Fachplaner kommuniziert werden. Idealerweise lassen Hersteller die tatsächliche Leistung von unabhängigen Instituten durch Zertifikate bestätigen. Das vermittelt vor dem Kauf einen hohen Grad an Transparenz in Bezug auf die Schallschutzeffizienz. Ausgehend davon lässt sich dann entscheiden, ob z. B. die Installation mehrerer Geräte dabei hilft, einen höheren Schallschutz zu erzielen, ohne Abstriche bei der Luftleistung machen zu müssen. Wichtig ist, dies im Rahmen einer Fachplanung abschließend zu klären, in der alle Parameter der Wohnung und sämtliche geplanten haustechnischen Anlagen Berücksichtigung finden. Nur so kann ein gut abgestimmtes Schallschutzkonzept für den gesamten Wohnraum realisiert werden.

Fazit
Abweichend von – beziehungsweise ergänzend zu – der allgemeinen Normengrundlage muss eine Betrachtung und Auslegung des Lüftungssystems passend zur Bauphysik und den jeweiligen Ansprüchen der Kunden erfolgen. Der Mindestschallschutz – wie der Name bereits sagt, eine Minimalregelung ohne Komfortanspruch – erfüllt oftmals nicht die Erwartungshaltung der späteren Nutzer. Deshalb sollten die Hersteller darauf achten, Angaben über ihre Geräte nicht als allgemeingültig zu präsentieren, sondern diese in Abhängigkeit von speziellen Lüftungsszenarien zu kommunizieren, um falsche Erwartungen beim Anwender zu vermeiden. Nur unter Berücksichtigung der angesprochenen Einflussfaktoren im Rahmen der Schalluntersuchung kann eine sinnvolle Geräteauswahl erfolgen.

Autor: Michael Merscher,
Geschäftsleitung der Lunos Lüftungstechnik GmbH für Raumluftsysteme

www.lunos.de

 

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Im Artikel erwähnen Sie die bei Herstellern mitunter vorhandenen Zertifikate, die dem Planer bzw. Handwerker in Bezug auf die Schallschutzeffizienz eine gewisse Sicherheit bieten sollen. Werden die dahinter stehenden Geräteeinsatzkriterien der Laborprüfung ihrer Erfahrung nach auch durch die Hersteller direkt offen kommuniziert? Oder stehen hier eher die erzielten Werte im Fokus?
Michael Merscher: Es stehen eher die Werte im Fokus. Dies resultiert aus den Anforderungen der Kunden. Oft sind es schon Fachplaner, welche sich mit den Geräten auseinander gesetzt haben und nur noch spezifische Gerätedaten benötigen, um diese in eine Gesamtkalkulation einzusetzen.
Es ist jedoch auch so, dass diese Werte oft nicht korrekt interpretiert werden oder eben die Geräteeinsatzkriterien nicht beachtet werden. Hier muss zukünftig eine viel größere Aufklärung stattfinden, wie z. B. überhaupt die angegebenen Werte der Geräte erreicht werden können. Hier stellen sich dann Fragen wie z. B.: Was muss beim Geräteeinsatz/-Einbau beachtet werden? Welche Randbedingungen müssen eingehalten werden (z. B. weitere Bauelemente in der Wand o. ä.)?.
Wir (Lunos) bieten frei verfügbar eine Auswahl an Informationsmaterial mit einfachen Erklärungen zum Schallverhalten und Randbedingungen sowie Einsatzgrenzen. Wir kommunizieren auch ganz offen wo Grenzen liegen und bieten keine Auslegungen an, welche diese Grenzen überschreiten. Wir sagen ganz klar, dass ein System nicht einsetzbar ist oder unter welchen Bedingungen es nur möglich wäre, als später dem Kunden Probleme zu bereiten.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie unterstützen Sie das Fachhandwerk bzw. den Fachplaner bei der objektbezogenen Schallschutzplanung?
Michael Merscher: Wir bieten eine eigens von uns entwickelte Softwarelösung zur überschlägigen Ermittlung bestimmter Schallwerte. Ebenso gibt es Unterlagen zu Einbausituationen und damit verbundenen zu erwartenden Schalländerungen bzw. Schallsituationen. Wünscht ein Kunde eine spezifische Beratung, liefern wir z. B. überschlägige Berechnungen zum individuellen Bauvorhaben für jeden Raum inklusive notwendiger Informationen rund um unsere Produkte. Wir wählen bereits das passende System mit allen ggf. benötigten zusätzlichen Komponenten (additiver Schallschutz zum Standardsystem) aus. Zudem sind unsere Partner mit einem hochwertigen Mess­equipment ausgestattet, um z. B. vor Ort die Schalldämmeigenschaften prüfen und nachweisen zu können.

IKZ-HAUSTECHNIK: Besteht im Nachgang noch eine Möglichkeit zur nachträglichen Schalldämmung?
Michael Merscher: Bei den meisten Geräten ja. Es gibt Ausnahmen, diese sind aber sehr speziell und werden auch so kommuniziert. Im Allgemeinen kann sogar in mehreren Stufen der Geräteschall (Eigengeräusch) und der Schalldurchgang durch das Gerät beeinflusst werden. Es können schallabsorbierende Elemente in Geräte integriert oder spezielle Innenhauben bzw. Außenblenden nachträglich eingesetzt und/oder kombiniert werden.

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 14:04:50 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_34_9d740ff4f3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_34_729396fddd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/34.jpg
news-27796 „Hervorragende Präsentationsmöglichkeiten“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hervorragende-praesentationsmoeglichkeiten/ Die Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik findet auf der ISH 2019 erstmals in Halle 8 ihre neue Heimat. Ein Interview mit FGK-Geschäftsführer Günther Mertz  

Die ISH Frankfurt wartet zum 60-jährigen Bestehen mit einer neuen Tagesfolge auf. Die Weltleitmesse für Sanitärlösungen, Energie- und Klimatechnik sowie intelligente Gebäudesteuerung findet vom 11. bis 15. März und damit erstmals von Montag bis Freitag statt. Geändert wurde außerdem die Hallenstruktur. Heizungstechnik findet sich künftig in den Hallen 11 und 12, die Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik bekommt in Halle 8 ihre neue Heimat. Über die Hintergründe und weiteren Neuerungen zur anstehenden ISH sprachen wir mit Günther Mertz, Geschäftsführer des Fachverbands Gebäude Klima (FGK) und Mitglied der Trägerschaft der ISH.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die noch junge Halle 11 hatte zuletzt die Hersteller von Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik auf zwei Etagen vereint. Nun wandern die Aussteller geschlossen in Halle 8, traditionell die Halle der Heizungshersteller. Diese stellen künftig in den Hallen 11 und 12 aus. Begrüßen oder bedauern Sie diesen Umzug?
Günther Mertz: Die Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik war gefühlt eine halbe Ewigkeit in der „klassischen Klima-Halle 5“ untergebracht und hatte dort ihre angestammte Heimat. Dann kam der Umzug in die damals neue Halle 11, was von vielen Ausstellern sicher zurecht als äußerst attraktiv betrachtet und eingestuft wurde. Dass die Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik nun innerhalb kurzer Zeit den zweiten Umzug vorzunehmen hat und die bis dato neue Halle verlassen muss, ruft sicherlich nicht bei allen Branchenvertretern und Ausstellern Begeisterungsstürme hervor. Dennoch bieten sich gerade für unsere Branche einerseits hervorragende Präsentationsmöglichkeiten auf einer Ebene, andererseits zukunftsorientierte Entwicklungschancen. Wir dürfen nicht vergessen: Auch in der Halle 11 mit ihren beiden Ebenen kamen wir an die Grenzen und liefen Gefahr, dass der Ausstellungsbereich Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik fragmentiert werden muss. Vor diesem Hintergrund wird, was sich in vielen Gesprächen mit Ausstellern zeigte, der neue Standort in Halle 8 durchaus positiv gesehen. Und wir als Verband teilen diese Zuversicht.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Gründe waren ausschlaggebend für diese Entscheidung?
Günther Mertz: Da einerseits einige Hallen aus den Nähten platzten und sich über Wartelisten freuen durften, andererseits mit der neuen Halle 12 in beachtlichem Umfang neue Ausstellungsflächen zur Verfügung stehen, musste die Messe Frankfurt umfangreiche Veränderungen vornehmen. Die Messe hatte die vielfältigsten Umzugs- und Neuplatzierungsvarianten durchge­spielt, nach meinem Kenntnisstand werden mehr als 50 % der Aussteller neu platziert. Und das betraf und betrifft eben auch den Bereich Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik. Doch nochmal: Wir sind mit den jetzigen Ergebnissen sehr zufrieden und werden die Halle 8 langfristig als die Klima-Halle positionieren.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ist die Halle 8 überhaupt ausreichend groß, um alle Hersteller aus dem Bereich unter einem Dach zu vereinen?
Günther Mertz: Mit rund 30 000 m² verfügt die Halle 8 über die größte ebenerdige Hallenfläche auf dem Frankfurter Messegelände. Damit haben wir einen homogenen, in sich geschlossenen Ausstellungsbereich für die Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik. Wir haben in einer Halle mehr zusammenhängende Fläche als je zuvor und können damit das gesamte Spektrum perfekt präsentieren. Und genau das bietet uns enorme Entwicklungsmöglichkeiten bei der ISH. Insgeheim hoffe ich natürlich, dass über kurz oder lang die Halle 8 für unseren Bereich zu klein wird.

IKZ-HAUSTECHNIK: Mit wie vielen Herstellern aus dem Bereich Klima- und Lüftungstechnik rechnen Sie in diesem Jahr?
Günther Mertz: Bei der Vorveranstaltung war der Bereich der Klima- und Lüftungstechnik mit knapp 350 Ausstellern vertreten, davon exakt 100 Aussteller aus dem FGK-Mitgliederkreis. Selbstverständlich hoffe ich, dass die Zahl der Aussteller und auch die Ausstellungsfläche wachsen werden. Doch neben der rein quantitativen Betrachtung spielt für mich auch die Qualität der Aussteller eine dominante Rolle, und genau hier ist die Klima- und Lüftungstechnik bestens aufgestellt: Aus allen Branchensegmenten sind die Marktführer vertreten und tragen damit in hohem Maße dazu bei, bei der ISH als Weltleitmesse das gesamte Spektrum der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik zu präsentieren. Dies wird von den in- und ausländischen Fachbesuchern in hohem Maße gewürdigt und honoriert. Und noch ein anderer Punkt ist für uns von wesentlicher Bedeutung: Gerade für die Raumlufttechnik mit ihren faszinierenden Produkten und Systemlösungen und ihrer breitgefächerten Ingenieurkunst wollen wir die ISH zu einer maßgeblichen Informations- und Kommunikationsplattform zwischen allen an TGA-Entwicklungen und TGA-Prozessen Beteiligten entwickeln. Hierzu zählen Investoren, Architekten, Planer, Projektentwickler und -manager, die Immobilienwirtschaft, Anlagenbetreiber und Facility-Manager. Diese Schritte wollen wir engagiert begleiten und mittragen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Blicken wir ein wenig auf die Technik: Wo sehen Sie die gro­ßen Trends bei Klima und Lüftung in diesem Jahr?
Günther Mertz: Ein wichtiger Trend ist sicherlich die Digitalisierung, die mit ihrem ganzen Facettenreichtum auch in der Klima- und Lüftungstechnik mit gro­ßen Schritten Einzug hält. Deutliche Fortschritte gibt es auch im Bereich der Gebäudeautomation, was nicht zuletzt auch in der neuen EPBD zum Ausdruck kommt. Gebäudeautomationssysteme werden deutlich mehr Monitoring-Funktionen übernehmen und so einen weiteren Beitrag zur Energieeffizienz und zur energieeffizienten Betriebsführung leis­ten. Von Verbandsseite wollen wir auch das Thema „Luftfeuchte“ stärker in den Fokus nehmen und eine Kampagne zur „Untergrenze 40 %“ starten. Und letzter Punkt: Die Themen thermische Behaglichkeit und Innenraumluftqualität werden deutlich an Bedeutung zulegen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Schätzungen zufolge wurden im abgelaufenen Jahr 15 bis 20 % mehr Splitgeräte als in den Vorjahren verkauft. Wird sich dieser Trend fortsetzen oder war der erfreuliche Zuwachs eher dem heißen Sommer geschuldet?
Günther Mertz: Der Sommer 2018 hat mit Sicherheit dazu beigetragen, die Themen thermische Behaglichkeit und Wohlfühlqualität wieder stärker in den Fokus zu rücken. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass sich der Trend, in welcher prosperierenden Bandbreite auch immer, weiter fortsetzen wird. Die Menschen im Büro und zu Hause werden sich künftig auf die extremen Wetterkapriolen besser vorbereiten und antizipativ handeln.

IKZ-HAUSTECHNIK: Worauf sollten sich Planer und ausführende Fachbetriebe im Bereich Lüftung/Klima einstellen, damit sie gut vorbereitet die nächsten Trends mitgehen können?
Günther Mertz: Nicht nur Planer und ausführende Fachbetriebe, sondern die gesamte TGA-Branche muss sich mit Vehemenz auf die Entwicklungssprünge im Bereich der Digitalisierung vorbereiten. Dabei spielt Building Information Modeling, BIM, für uns eine dominante Rolle. Die TGA muss dafür Sorge tragen, dass sie eine Vorreiterrolle einnimmt und nicht von anderen Disziplinen dominierten Entwicklungen hinterherrennt. Sowohl die Komponentenhersteller als auch die installierenden Unternehmen widmen sich diesem Thema, was auch bei der ISH auf vielfältige Weise zu sehen sein wird.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ein Thema würde ich gerne aufgreifen: die Energieeffizienz. Als Initiator der Ventilatortausch-Kampagne können Sie uns sicher einen Einblick geben, ob und wie erfolgreich die Kampagne läuft.
Günther Mertz: Die Kampagne „Ventilatortausch macht’s effizient“ läuft hervorragend, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass die Zahl der beteiligten Industriepartner stetig angewachsen ist. Zudem genießt die Kampagne auf politischer Ebene eine hohe Anerkennung und wird vom Bundeswirtschaftsminis­terium, dem ideellen Schirmherrn der Kampagne, gerne als Aushängeschild im Rahmen von „Deutschland macht’s effizient“ präsentiert. Dennoch dürfen wir nicht verkennen: Auch im Bereich der Raumlufttechnik stehen wir vor einem immensen Sanierungs- und Retrofitstau, der deutliche Zweifel an den Erfolgen der Energiewende provoziert. Doch die Industrie lässt sich von fehlenden politischen Leitplanken nicht beirren und wird die Erfolgsfaktoren energetischer Sanierungsmaßnahmen zielgerichtet kommunizieren.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wird die Kampagne auch auf der ISH vorgestellt werden?
Günther Mertz: Schon bei der Vorveranstaltung zeigte sich, dass die ISH eine ideale Plattform zur Präsentation der Kampagne bietet. Deshalb werden wir der Kampagne auch bei der kommenden ISH einen breiten Raum widmen. Die Fachbesucher sind insbesondere von den vorgestellten Best-Practice-Beispielen fasziniert, bei denen Amortisationszeiten von 1,5 bis 2,5 Jahren ausgewiesen werden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Abschließend die Frage, welche Aktivitäten Ihr Verband in Frankfurt plant und natürlich, wo genau der Stand des FGK in Halle 8 sein wird?
Günther Mertz: Der FGK plant wiederum vielfältige Präsentationen und Aktivitäten zur kommenden ISH, wobei das Klima-Forum den Nukleus darstellen wird. Es wird am Rand der Halle 8, Stand A 35 zu finden sein. Dort werden wir vorrangig die Themen Energieeffizienz, Retrofit und ener­getische Sanierung, Indoor Air Quality und Indoor Environmental Quality sowie Building Information Modeling präsentieren. EVIA, unsere europäische Dachorganisation, wird in Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen Schwerpunkte des europäischen Energiesparrechtes aufgreifen. Im unmittelbaren Umfeld des Klima-Forums werden wir die Sonderschau „Instandhaltung und Reinigung in der Raumlufttechnik“ präsentieren, um die Belange der Hygiene in der Raumlufttechnik nochmals stärker in das Bewusstsein der Betreiber zu rücken. An allen fünf Messetagen werden wir den Fachbesuchern ein attraktives Vortragsprogramm zu den aktuellen Themen der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik präsentieren. Und all dies wird in Halle 8, der neuen Heimat der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik, stattfinden. Freuen wir uns darauf!

www.fgk.de

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 13:41:30 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_38_f7135702b9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_38_77d2816f6b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/38.jpg
news-27795 E-Mobilität geht auch im Handwerk https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/e-mobilitaet-geht-auch-im-handwerk/ SHK-Meister Kai Miller testete das E-Nutzfahrzeug „StreetScooter“  

Heizkessel lassen sich nicht auf dem Fahrrad oder in der Straßenbahn transportieren, weder jetzt noch in der Zukunft, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) nicht ohne Ironie feststellte. Hintergrund sind zahlreiche Gerichtsurteile über Einfahrverbote für Dieselfahrzeuge in die City. Sie machen Handwerksunternehmen hellhörig. Folge: Sie schauen sich nach emissionsfreien Antrieben um. Aber sind E-Transporter auch eine Alternative für das SHK-Handwerk?

Als erste Stadt hat Hamburg einzelne Strecken für ältere Diesel gesperrt, weitere Fahrverbote drohen in Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Bonn und Essen – die Lis­te könnte in den kommenden Monaten noch um einiges länger werden. Alternative Transportmittel sind daher gefragt – und immer mehr Handwerker können sich einen Umstieg auf Elektromobilität vorstellen. Doch es gibt auch Bedenken: zu teuer, zu unpraktisch, nicht geeignet. Bislang, so kritisierte der ZDH noch vor dem Jahreswechsel 2018/2019, gab es am Markt kaum passende Angebote für Handwerksbetriebe.

Praxiserprobtes Modell: der „StreetScooter“
Die Situation aber hat sich geändert. Denn mit dem „StreetScooter“ steht Handwerkern „ein vielfältig einsetzbares, umweltfreundliches und vor allem in der Praxis erprobtes Nutzfahrzeug“ zur Verfügung. Die in Aachen und Düren produzierende StreetScooter GmbH stellt den gleichnamigen Elektrotransporter seit 2015 in Serie her. Der Stromer ist bereits heute tausendfach auf Deutschlands Straßen für die Deutsche Post, Kommunen und Stadtwerke und auch Gewerbetreibende aus Industrie, Handel und Handwerk unterwegs.
Die baden-württembergische Firma Miller Heizung & Sanitär GmbH aus Illerkirchberg im Alb-Donau-Kreis testete das Modell „StreetScooter WORK“ mit einem Kofferaufbau (Box). Mit einer Batteriekapazität von 40 kWh sind bis zu 205 km nach NEFZ möglich – „das reicht auch für längere Touren“, meint der Hersteller. Installateur- und Heizungsbaumeister Kai Miller und sein Team fahren am Tag nicht mehr als 60 km. Das Echo der Kunden sei durchweg positiv gewesen. „Der StreetScooter kam sehr gut an und ist für uns absolut imagefördernd“, urteilt Kai Miller.“ Auch deswegen plant die Firma kurzfristig ihre Flotte dauerhaft durch einen „StreetScooter“ zu ergänzen.

Ladeinfrastruktur wird mitgeliefert
Nach Feierabend wird der E-Transporter aufgeladen und ist am nächsten Morgen für neue Einsätze bereit. Der Hersteller unterstützt die Unternehmen auch beim Aufbau der Ladeinfrastruktur. Ob Wallbox für das Laden einzelner Fahrzeuge oder eine komplette Flottenlösung: Das Angebot wird individuell auf den Bedarf des Kunden zugeschnitten. Der „StreetScooter“ kann auch an nahezu jeder öffentlichen Stromtankstelle und notfalls sogar an der Schuko-Steckdose aufgeladen werden.

Große Klappe, viel dahinter
Das Ladevolumen des Modells „WORK Box“ mit Kofferaufbau reicht z.    B. aus, eine Badewanne zu transportieren. Die Ladebox liegt über den Radkästen: Dadurch kann die gesamte Ladefläche genutzt werden. Heck- und Seitentüren versprechen einen guten Zugang zu Werkzeug und Materialien, eine Bodenplatte mit rutschfester Oberfläche und die integrierten Zurrschienen dienen der Ladungssicherung. Die Modelle „WORK“ und „WORK L“ bieten ein Ladevolumen von 4,3 bis 8 m3, der „WORK“ fasst maximal 720 kg, der „WORK L“ 905 kg.
Die Inneneinrichtungen für beide Box-Aufbauten lassen sich flexibel und individuell konfigurieren. Dieses Konzept fasst Prof. Dr. Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH, so zusammen: „Wir sehen unseren ‚StreetScooter‘ als Werkzeug, das die Prozesse unserer Kunden verbessert.“ Das Fahrzeug ist mit unterschiedlichen Aufbauten lieferbar: als Box, Kipper, Kühlkoffer oder Pritsche. Diese Flexibilität kommt laut Achim Kampker bei den Kunden an: „StreetScooter“ sei Marktführer für E-Nutzfahrzeuge in Deutschland.

Kostenarten
Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die alle Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum mit einrechnet, stand bereits in der Entwicklungsphase im Mittelpunkt: Egal ob Wartung, Reparatur oder Energie: Bei allen drei Posten liege der Stromer vor den Verbrennungsmotoren. Zusätzliche Anreize kämen von der öffentlichen Hand in Form einer Kfz-Steuerbefreiung. Für Kai Miller ist der Umstieg auf Elektromobilität also nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch attraktiv. Der Handwerksbetrieb kann den Umwelt-Bonus von 4000 Euro nutzen und auch den Fördertopf des Landes Baden-Württemberg, der eine weitere Prämie von 3000 Euro bringt.

Bilder: Miller Heizung & Sanitär GmbH 

 

Check: Lohnt sich ein „StreetScooter“?
Die StreetScooter GmbH hat eine kleine Checkliste mit vier Fragen erstellt. Beantworten Sie die Mehrzahl mit Ja, „ist der Stromer auf jeden Fall etwas für Ihr Unternehmen“:

  • Fahren Sie täglich maximal 150 bis 200 km?
  • Transportieren Sie regelmäßig weniger als 1000 kg?
  • Fahren in Ihrem Fahrzeug selten mehr als zwei Personen mit?
  • Liegen zwischen zwei Arbeitsschichten mindestens acht Stunden?

 


StreetScooter
„StreetScooter“ sieht sich als Marktführer für elektrische Nutzfahrzeuge in Deutschland. Produziert wird an den Standorten Aachen und Düren. Die StreetScooter GmbH wurde 2010 von Professoren der RWTH Aachen gegründet und ist seit 2014 ein Tochterunternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Bereits mehr als 8000 dieser Fahrzeuge sind bei der Deutschen Post in der Paketzustellung im Einsatz. Nach eigenen Angaben haben sie bislang über 40 Mio. km zurückgelegt und dabei 26 000 t CO2 pro Jahr eingespart. Den Kunden bietet StreetScooter GmbH ein Versicherungspaket und Serviceleistungen wie Förderberatung, Finanzierung oder Unterstützung bei der Ladeinfrastruktur.

 

 

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 13:29:47 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_42_af0b554afa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_42_415a4c6dd1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/42.jpg
news-27794 Sicherheit für Hotelgäste https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sicherheit-fuer-hotelgaeste/ Hotel Steigenberger Graf Zeppelin in Stuttgart macht das Day Spa rutschfest  

Direkt gegenüber vom denkmalgeschützten Hauptbahnhof im Stuttgarter Stadtzentrum liegt das Steigenberger-Hotel Graf Zeppelin. Es bietet seinen Gästen nicht nur elegante Zimmer, drei Restaurants, eine feine Barkultur und elegante Räume für Besprechungen, sondern auch ein außergewöhnliches Day Spa. Damit sich die Gäste hier rundum wohl fühlen und vor allem dabei auch sicher sind, wurden die Duschen und Böden mit der Beschichtung „GriP AntiRutsch“ behandelt.

Wellness und Zen
Im fünften Stock des Hotels erwartet die Besucher eine 500 m2 große Wellnesswelt im asiatischen Zen-Stil. Fernöstlich inspirierte Gestaltungselemente und das Interieur mit edlen Materialien, dunklen Hölzern, intensivem Rot und warmen Goldtönen unterstreicht das Konzept, das auf Harmonie ausgelegt ist.
Die Angebotspalette umfasst neben den klassischen Anwendungen auch eine breite Auswahl an Spezialbehandlungen – wie für Teenager, zur Revitalisierung, Anti-Stressbehandlungen für den Mann und schnelle Schönmacher. Ein Glas Champagner trinken auf der Relax-Dachterrasse? Eine Runde schwimmen im Indoor-Pool? Auch das ist möglich. Ein besonderes Highlight ist die Spa Suite mit orientalischem Dampfbad und Rainbow-Dusche.

Rutschgefahr gebannt
Im Sinne der Philosophie des Hauses wird auch dem Thema Sicherheit Aufmerksamkeit geschenkt. „Es zeigte sich, dass die Fliesen bei Nässe eine echte Rutschgefahr darstellen“, erklärt Andreas Baierl, Technischer Leiter des Steigenberger Graf Zeppelin. Obwohl die Fliesen der Rutschsicherheitsklasse R11 im trockenen Zustand einwandfrei waren, konnte es schnell passieren, dass im feuchten Zustand und barfuß jemand auf der Oberfläche ausrutscht.
Das Haus stand nun vor der Frage: was tun? Komplett neue Fliesen einzusetzen stellte einen massiven Aufwand dar und war aufgrund der Abdichtung nach unten und des gesamten neuen Aufbaus aufwendig. Verschiedene Recherchen führten schließlich zu „GriP AntiRutsch“ des Schweizer Unternehmens GriP Safety Coatings AG.
Die körnige, wasserbasierte Zweikomponenten-Beschichtung entspricht den Anforderungen im kommerziellen Einsatz – „gerade auch bei der Gestaltung von Sanitärbereichen“, wie der Anbieter unterstreicht. „Grip AntiRutsch“ erfülle zudem alle gängigen Hygienestandards und sei unempfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln. Die Oberfläche könne mit üblichen Bodenreinigern, Hochdruckreinigern und Saugbürstenmaschinen mühelos gereinigt werden.
Sowohl die Duschen im Hotel-Spa als auch im Saunabereich sollten beschichtet werden. Der Weg zu den Duschen und der Durchgang zu den Umkleiden war aus Sicht der Hotelbetreiber besonders heikel. Eine Fläche von etwa 20 m2 wurde mit „GriP AntiRutsch Badezimmer“ (Rutschsicherheitsklasse C) behandelt. Nach der Trockenzeit von zwölf Stunden konnte der Wellnessbereich wieder genutzt werden. „Die Optik der erd- und sandsteinfarbenen Keramikfliesen wurde dadurch nicht verändert“, hebt der Hersteller hervor und sagt weiter: „Das transparente Material eignet sich genau dort, wo Oberflächen in Hinblick auf Qualität, Design und Farben nicht beeinflusst werden sollen und gleichzeitig eine dauerhaft einsatzfähige Rutschhemmung zu gewährleisten ist.“

www.grip-antirutsch.com

www.grip-lifesaver.com

 

 

GriP AntiRutsch
„GriP AntiRutsch“ wurde Mitte der 90er-Jahre entwickelt. Die Antirutsch-Beschichtung eignet sich für alle Duschbereiche, Frei- und Hallenbäder, Eingangs- und Übergangsbereiche, Treppen, Terrassen und Balkone, Nassbereiche auf Schiffen und Booten, in Großküchen und Lagerhallen.
„GriP AntiRutsch“ ist in unterschiedlichen Rutschsicherheitsklassen (von GB2/C für den privaten Verwender bis zu R11-13 für den kommerziellen Einsatz) erhältlich. Die Oberflächenbeschichtung ist in 30 Minuten aufzubringen; nach bereits zwölf Stunden ist die Fläche wieder benutzungsbereit.
Im Rahmen des Wettbewerbs „Badkomfort für Generationen“ erhielt die GriP Safety Coatings AG als Hersteller von „GriP AntiRutsch“ den Produkt Award 2017, der vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) verliehen wurde. Die Fachjury zeichnete die „besonders gelungene Verbindung von Funktionalität, Sicherheit und Ästhetik“ aus. Im Bestand sei es mit diesem Produkt möglich, das Bad rutschfest und damit sicherer zu machen. Für das Handwerk sei das ein Ansatz für Badgestaltung und nachträgliche Optimierung.
Laut Anbieter handelt es sich bei „Grip AntiRutsch“ um die einzige weltweit zertifizierte Antirutsch-Beschichtung. Hergestellt wird das Produkt in der Schweiz.

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 13:04:51 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_44a_40db6592b0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_44a_1cdf4f0ff8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/44a.jpg
news-27793 Ritter: 20 Jahre Garantie auf Vakuumröhren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ritter-20-jahre-garantie-auf-vakuumroehren/ Dettenhausen. Ritter XL Solar verlängert den Garantiezeitraum der in Freiflächenheizungen eingesetzten Vakuumröhren auf 20 Jahre. Die Röhrengarantie umfasst alle Schäden, die nachweislich auf Material- oder Herstellungsfehler zurückzuführen sind, teilt das Unternehmen mit. Ein Garantiefall liege auch bei Schäden an den Röhren durch Hagel oder Frost vor. Bei Hagel greife die Garantie allerdings nur dann, falls der Schaden nicht durch eine bestehende Anlagenversicherung reguliert werden kann. Schäden durch Vandalismus seien kein Garantiefall.  

Seit der Markteinführung in den 90er Jahren sei die Leistungsfähigkeit der Vakuumröhren durch Optimierungen der Absorberschicht und Antireflexbeschichtung in einem Plasmaverfahren gesteigert worden. Der Aufbau der Röhren blieb davon unbeeinflusst. „Nach dem Prinzip der Thermoskanne besteht jede Kollektorröhre aus zwei konzentrischen Glasröhren, deren Zwischenraum evakuiert ist und dadurch eine gute Rundum-Isolierung darstellt“, so Ritter XL Solar.
Die Absorberschicht, die die einfallende Strahlung in Wärme umwandelt, befindet sich auf der inneren Röhre auf der evakuierten Seite und sei somit vor Alterungseffekten durch Kontakt mit der Außenluft geschützt. „Es erhitzt sich die innere Röhre, während die äußere Röhre durch die Vakuumisolierung stets kühl bleibt.“ Die gesammelte Wärme verbleibe so fast vollständig im Innern der Röhre und werde über Wärmeleitbleche an das Sammelregister des Kollektors und von dort zu dem jeweiligen Verbraucher abgeführt.

 

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Mon, 18 Feb 2019 11:43:40 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Ritter_web_836d575fc4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Ritter_web_54844c2dcf.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Ritter_web.jpg
news-27792 Wunschwasser per App oder Webbrowser einstellen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wunschwasser-per-app-oder-webbrowser-einstellen/ Enthärtungsanlagen können weltweit steuerbar sein und Schwankungen der Wasserhärte ausgleichen. Internetfähige Armaturen schützen vor Folgeschäden durch Leckagen  

Der Markt für Smart-Home-Technologien wächst, ebenso das Angebot an Tools, mit denen sich die Haustechnik mobil steuern lässt. Beispiel Trinkwasser: Längst kann der Verbraucher nicht mehr nur sehen, ob im Haus Wasser fließt – er kann auch die Wasserhärte bequem über das Smartphone oder Tablet steuern.

Um die gewünschte Wasserhärte – u. a. zum Baden, Garten bewässern oder auch zum Nachfüllen der Heizung – einstellen zu können, hat die Judo Wasseraufbereitung GmbH aus Winnenden (Baden-Württemberg) vollautomatische Enthärtungsanlagen entwickelt. Die Geräte der „i-soft“-Serie sind nach Herstellerangaben weltweit steuerbar und können Schwankungen in der Wasserhärte selbstständig ausgleichen. Ihre Einstellung erfolgt direkt am Gerät oder weltweit über einen sicher verschlüsselten Datenaustausch mit einer App für Smartphone, Tablet oder Webbrowser, die als Informations- und Steuerungszentrale fungiert. Der Anwender wird mittels Push-Nachricht, per E-Mail oder via SMS über Ereignisse und Daten innerhalb der eigenen vier Wände informiert. Und er kann anderen Personen, z. B. dem Installateur seines Vertrauens, Zugriff auf die Anlage gewähren, sodass sie über Störungsfälle informiert werden und notfalls handeln können.
Judo verspricht Verbrauchern „weiches Wasser mit einem definierten Härtegrad“. Das sei möglich, weil die Anlage die Rohwasserhärte mit dem „i-guard“-Sensor misst und Härteschwankungen durch eine Verschneidearmatur („i-matic“) nachregelt. Die Geräte arbeiten nach dem Ionenaustauschverfahren, bei dem Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium­ionen ausgetauscht werden. Sie verfügen darüber hinaus über einen Leckagealarm- bzw. über ein Leckageschutzsystem.

Fernüberwachung und Statistik-Infos
Eine Fernüberwachung und -bedienung per App sowie über mobile Endgeräte ist auch bei den Weichwasseranlagen der Baureihe „softliQ“ von Grünbeck möglich. Die dafür vorgesehene „myGrünbeck“-App hilft laut Hersteller bei der Produktregistrierung und Direktbedienung, informiert über den aktuellen Zustand der Anlage und lässt eine mobile Steuerung über WLAN zu. Zudem erhalten Kunden Statis­tik-Informationen und werden auf mögliche Störungen hingewiesen.
Die Enthärtungsanlagen „softliQ:SC“ und „softliQ:MC“ decken nach Unternehmensangaben mit einem Nenndurchfluss bis zu 5,6 m³/h (bei 20 °dH auf 8 °dH) einen Anwendungsbereich ab, der dem täglichen Wasserverbrauch von bis zu 30 Personen entspricht. Eingesetzt werden können sie in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbeobjekten sowie in kleinen Hotels mit vergleichbarem Wasserverbrauch.

Vernetztes Trinkwassermanagement
Vernetztes Trinkwassermanagement für das Smart Home bietet das Technologieprogramm  „Connect“ von Syr. Es bringt Armaturen ins Internet, die über eine kos­tenlose App gesteuert werden können. Über ISI (Internetgestützte Schwarm-Intelligenz) werden laut Anbieter alle vier „Connect“-Bereiche – Leckageschutz, Wasserbehandlung, Hygienekontrolle und Heizungsüberwachung – miteinander verbunden. Armaturen und Module senden ihren Status an einen zentralen Server, gleichen Soll- und Ist-Parameter ab und führen gegebenenfalls Aktivitäten wie eine Wasserabsperrung durch. „Jeder Produktbereich kommuniziert darüber hinaus ganz eigene Informationen, die für die Steuerung und Kontrolle wichtig sind“, heißt es bei Syr.
Ein Beispiel: Zum Leckageschutz gleicht der „Safe-T Connect“ die Werte ab und überwacht den aktuellen Wasserverbrauch. Im Falle einer Überschreitung der voreingestellten Werte wird das betroffene Leitungssystem abgesperrt und der Kunde per SMS oder E-Mail informiert. „Das schützt vor teuren Folgeschäden durch Leckagen“, unterstreicht Syr.

Kalkschutzsystem
Auch perma-trade Wassertechnik bietet praktische Apps an. Wichtige Funktionen werden  z. B. beim Kalkschutzsys­tem „permasolvent primus 2.0“ über ein Display angezeigt. Mit einer kostenlosen App lassen sich die gewünschten Daten per Fingerzeig auf Smartphone oder Tablet darstellen. Im Expertenmodus können Installateure das System konfigurieren und steuern.

www.judo.eu

www.gruenbeck.de

www.syr.de

www.perma-trade.de

 

 

Auf einen Blick
Laut der Unternehmensberatung „mm1“ sind aktuell 7 % der deutschen Haushalte mit Smart-Home-Diensten ausgestattet. Dieser Anteil soll in den nächsten drei Jahren auf 35 % steigen.
Weltweit sind an die 20 Mrd. Geräte und Komponenten mit einer eigenen IP-Adresse, einem Mikrochip oder einem Sensor ausgestattet und mit dem Internet verbunden.
Die angeschlossenen Module lassen sich per App über das Smartphone, Tablet oder den Webbrowser steuern. Täglich wiederholende Abläufe können programmiert und damit automatisiert werden.

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 10:46:18 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_47b_75e45d2985.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_47b_d6422a463b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/47b.jpg
news-27791 Sonnenenergie optimal nutzen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sonnenenergie-optimal-nutzen/ Was bei der Planung und Installation von Solarthermieanlagen beachtet werden sollte  

Der sonnenreiche Sommer 2018 hat Solaranlagen hierzulande ein Hoch beschert. Dadurch ist auch das Interesse privater Bauherren an Solarthermieanlagen wieder gestiegen. Worauf bei deren Planung und Installation zu achten ist, erläutert Ingo Rieger von Bosch Thermotechnik.

Für einen bestmöglichen Ertrag von Solarthermieanlagen sind die Planung und der Vor-Ort-Check der Gegebenheiten das A und O. Eine wesentliche Rolle spielen hier die Ausrichtung und die Neigung des Dachs, auf dem die Anlage installiert werden soll. Optimal ist die Ausrichtung der Solarthermieanlage nach Süden. Bei Dächern mit einer Neigung zwischen 30 und 45° mindert eine Südabweichung innerhalb von ± 45° den solaren Ertrag allerdings nur geringfügig: „Im Vergleich zur bestmöglichen Ausrichtung verringert er sich hier im langjährigen Mittel um maximal 5 %“, beziffert Ingo Rieger, Produktmanager Solar und Speicher bei Bosch Thermotechnik, die Größenordnung. „Jedoch handelt es sich hier nicht um eine lineare Funktion.“ Für solche Dächer, die nicht weitestgehend nach Süden zeigen, empfiehlt der Experte vor allem Röhrenkollektoren. Ungünstige Ausrichtungen können überdies durch größere Kollektorflächen ausgeglichen werden. „Bei einer beispielhaften Südabweichung  von 90° – also einer Kollektorausrichtung nach Osten oder Westen – sollte ein zusätzlicher dritter Kollektor vorgesehen werden, damit die Ausbeute wieder den bestmöglichen Wert erreicht.“
Für eine gute Solareinstrahlung sind Dachneigungen von 25 bis 60° am besten geeignet. Wichtig sind zudem Größe und Zustand des Daches sowie dessen Statik. Ebenso muss bei der Planung beachtet werden, wo Dachfenster und Schornsteine die Positionierung der Anlage beeinträchtigen können. Schließlich gilt es, die Verschattung durch Bäume oder andere Gebäude ins Kalkül zu ziehen. „Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich der Sonnenstand je nach Jahres- und Tageszeit und damit auch der Schattenwurf ändern“, betont Produktmanager Rieger.

Anlagenplanung
Neben der richtigen Positionierung der Anlage kommt es auch darauf an, ihre Größe bestmöglich auf die jeweiligen Bedürfnisse und Gegebenheiten auszulegen. Grundsätzlich ist die Dimension der Anlage davon abhängig, ob sie nur Trinkwasser erwärmen oder auch die Heizung unterstützen soll. Darüber hinaus ist von Bedeutung, wie viele Personen im Haus wohnen. Die nötige Kollektorfläche für die Warmwasserbereitung beträgt bei einem mittleren Verbrauch von 50 l pro Tag und einer Wassertemperatur von 45 °C ca. 1 bis 1,5 m² pro Person. Kommt zusätzlich eine solarthermische Heizungsunterstützung hinzu, verdoppelt sich in etwa der Bedarf an Kollektorfläche. „Für einen Vier-Personen-Haushalt empfehlen sich bei geeigneter Dachausrichtung und -neigung hier vier bis fünf Kollektoren mit einer Gesamtfläche von 10 bis 12 m²“, erläutert der Solarfachmann. Doch sind überdies auch das Verbrauchsverhalten der Hausbewohner und der Wärmebedarf bei der Dimensionierung der Solarthermieanlage zu berücksichtigen. „Tatsächlich stellt der Verbrauch den größten Einflussfaktor dar. Ebenso wichtig sind im Falle einer Heizungsunterstützung der Energiestandard des Gebäudes und damit dessen Wärmebedarf. Bei der Dimensionierung der Anlage sollten daher im Internet verfügbare Auslegungstools oder die Planungsunterlagen der Hersteller zurate gezogen werden, die diese Einflussgrößen gezielt abfragen“, empfiehlt Rieger.

Hitzebeständiges Material
Für ein zuverlässiges und effizientes Funktionieren einer Solarthermieanlage sind auch die eingesetzten Installationsmaterialien wichtig. Bauteile, die wie die Isolierung Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, müssen UV-beständig sein, um eine lange Lebensdauer zu garantieren. Zudem muss das Installations-Material hitzebeständig sein. Beispielsweise sind Membran-Ausdehnungsgefäße, die für Heizungsanlagen geeignet sind, nicht notwendigerweise auch für die hohen Temperaturen bei Solaranlagen vorgesehen (Trinkwasser und Heizung ca. 90 °C; Solarthermie 130 °C und höher). Gegebenenfalls müssen hier Maßnahmen zur Reduzierung der Temperaturen, z. B. durch den Einbau eines Vorschaltgefäßes, ergriffen werden.
Neben der Hitzebeständigkeit muss beim Ausdehnungsgefäß auch auf die richtige Größe geachtet werden. „Aufgrund der hohen Temperaturdifferenzen in solchen Anlagen dehnt sich die Solarflüssigkeit mehr aus als Heizungswasser“, mahnt Ingenieur Rieger und rät daher bei kleineren Anlagen zu einem Ausdehnungsgefäß mit einem Volumen von etwa 18 bis 25 l. Rieger: „Bei größeren Anlagen für ‚normale‘ Einfamilienhäuser mit einer Höhe von etwa 10 m kann das Volumen bis zu 50 l betragen.“
Auch die für den Betrieb der Anlage essenzielle Solarflüssigkeit, das Solar­fluid, muss hohe Temperaturen aushalten können. Genauso muss es bei Frosttemperaturen flüssig bleiben. Am gebräuchlichsten ist ein Gemisch von Wasser und Propylenglykol bei einem Mischungsverhältnis von 1 zu 1. „Dieses Mischungsverhältnis ist aus zwei Gründen wichtig: Einerseits soll die optimale Wärmeaufnahme sichergestellt sein, andererseits ist so gewährleistet, dass die Leitungen in den Kollektoren bei niedrigen Außentemperaturen nicht auffrieren“, sagt Rieger. Das Solarfluid muss regelmäßig überprüft werden – insbesondere wenn sich eine Anlage häufig im Stagnationszustand befunden hat, da durch die dabei auftretende thermische Zersetzung des Glykols die Frostschutzwirkung nachlassen kann. „Dazu empfehlen wir den Anlagencheck im Rahmen der turnusmäßigen Heizungswartung mitzumachen, spätestens jedoch alle zwei Jahre“, ergänzt der Solar-Experte.

Position der Fühler
Damit Solarthermieanlagen hohe solare Erträge aufweisen und damit auch wirtschaftlich optimal laufen, kommt es ebenso auf die Regelung an. Dazu müssen die Fühler richtig positioniert sein. Der Kollektorfühler etwa muss so angebracht werden, dass keine Verschattung auftritt. Auch bei nur kurzzeitiger Verschattung liefert er inkorrekte Werte mit der Folge, dass die Regelung falsch läuft. „Damit die Anlage zum richtigen Zeitpunkt – also weder zu früh noch zu spät – einschaltet, muss zudem der Speicherfühler an der vom Hersteller vorgegebenen Position sitzen, wenn er nicht ohnehin bereits werksseitig montiert ist“, betont Rieger abschließend.

Bilder: Junkers Bosch



P­raxistipps auf den Punkt gebracht
In der täglichen Arbeitspraxis tauchen immer wieder Fehler und Fragen im Installationsablauf auf – einige selten, andere häufig. An dieser Stelle setzt die IKZ-HAUSTECHNIK an und zeigt in loser Folge Problemsituationen auf, die von der Industrie beantwortet werden, abgerundet mit Tipps und Tricks für knifflige Fälle.
Kennen Sie auch eine Problemsituation, die oft zu Fehlern oder Fragen führt? Dann beschreiben Sie uns kurz diese Situation. Wir bemühen uns um eine Klarstellung bzw. Beantwortung. Sie erreichen uns per E-Mail unter: redaktion@strobel-verlag.de

 

 

 

 

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Mon, 18 Feb 2019 08:52:38 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_48a_39881fad36.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_48a_59b825f1da.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/48a.jpg
news-27790 „Klare Linie mit etwas Schmusekurs“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/klare-linie-mit-etwas-schmusekurs/ Chefs wünschen sich motivierte und engagierte Mitarbeiter. Aber welchen Führungsstil anwenden? Prof. Dr. Michael Bernecker gibt Denkanstöße  

Mitarbeiter stellen das wichtigste Kapital eines jeden Handwerksbetriebs dar. Deshalb ist ihre Motivation wichtig. Jeder Chef wünscht sich engagierte Angestellte, die nicht allein Dienst nach Vorschrift verrichten. Aber welcher Führungsstil ist geeignet, damit Motivation und folglich auch Produktivität steigen? Denkanstöße gibt Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Marketing (DIM) in Köln.

IKZ-Haustechnik: Welchen Führungsstil empfehlen Sie Geschäftsführern von Handwerksbetrieben? Klare Linie oder Schmusekurs?
Dr. Michael Bernecker: Das ist eine spannende Frage. Aber: Leider gibt es keine einfache Antwort darauf. Man kann nicht einen Führungsstil für alle Handwerksbetriebe Deutschlands empfehlen. Wichtiger ist eher: Welcher Führungsstil passt zu mir als Geschäftsführer? Und welcher Ton, Umgang, Ansatz passt zu unserem Betrieb, den Mitarbeitern und der Situation? Entscheidend für alle Führungskräfte ist: Mitarbeiter erwarten eine klare, auf Dialog ausgerichtete und motivierende Kommunikation. Um auf Ihre Ausgangsthese zurückzukommen: Eine klare Linie mit etwas Schmusekurs ist sicherlich besser als Befehl und Gehorsam oder Larifari.

IKZ-Haustechnik: Wie lässt sich die Teamarbeit optimieren?
Dr. Michael Bernecker: Teams sind immer nur so effizient, wie es die Rahmenbedingungen zulassen, und dies ist eine der wesentlichen Aufgaben eines Geschäftsführers oder der Führungskraft. Die Rahmenbedingungen sind: klare Ziele (Was haben wir zu tun?), klare Aufgabenverteilung (Wer macht was?), klare Verantwortlichkeiten (Wer trägt wofür die Verantwortung?), klare Regeln (Wie wollen wir zusammenarbeiten?), klare Kommunikation (strukturiert und passend). Eigentlich banal. Aber wenn diese Punkte nicht passen, dann gibt es Optimierungsbedarf. Gleichzeitig muss man bei jedem Teammitglied klären, ob die Bereitschaft und die Fähigkeiten vorliegen, um zusammenzuarbeiten. Stimmt die Chemie im Team? Da Teams ein lebender Organismus sind, bleibt die Arbeit spannend und hört nie auf.

IKZ-Haustechnik: Mitunter gerät Teamarbeit an seine Grenzen, wenn z. B. nur noch über Arbeit gesprochen wird, anstatt sie zu erledigen. Was tun, wenn E-Mails, WhatsApp-Gruppen oder Meetings mehr Arbeit schaffen, als dienlich ist?
Dr. Michael Bernecker: Ich bin ein Fan des Begriffs Wirksamkeit. Jeder einzelne Mitarbeiter muss sich diese Frage stellen: Ist das, was ich gerade mache, wirklich nötig für die Erfüllung meiner Ziele bzw. meines Auftrages/Jobs? Aus der Marketingsicht kommt die Frage hinzu: Bringt das, was ich gerade mache, dem Kunden einen Mehrwert? Und natürlich aus der Sicht des Unternehmens: Verdienen wir damit Geld? Mit diesen Leitfragen reduziert sich der unnötige Aufwand sehr deutlich. Zudem sollte man Kommunikationsregeln aufstellen, so lässt sich der Kommunikations-Overkill eingrenzen.

IKZ-Haustechnik: Welche Rolle spielt die richtige Zusammensetzung eines Teams?
Dr. Michael Bernecker: Eine wichtige! Konkret sollte man die Fragen stellen: Wen benötige ich fachlich im Team, wen benötige ich an den notwendigen Schnittstellen und wen benötige ich vielleicht auch nicht? Ein Team sollte natürlich zusammen „passen“. D. h., die beiden Mitarbeiter, die schon seit fünf Jahren nicht mehr miteinander sprechen, sollten besser nicht in dasselbe Team gesteckt werden. Gleichzeitig sollte man sich aber auch immer vor Augen führen, dass Teammitglieder „nur“ zusammenarbeiten sollen und nicht heiraten müssen. Alle im Team sollten eines beherzigen: Behandle deine Teammitglieder so, wie du selbst behandelt werden möchtest, und verliere niemals den Respekt und die Achtung vor deinen Kollegen. Mit diesem Leitsatz haben Sie die meisten Probleme im Team im Griff.

IKZ-Haustechnik: Warum sollten Mitarbeiter offen über Probleme sprechen?
Dr. Michael Bernecker: Naja, sollten Mitarbeiter das wirklich tun? Ich möchte nur über Probleme diskutieren, die ich auch lösen kann. Vielfach bringen Mitarbeiter Probleme mit zur Arbeit, die dort nichts zu suchen haben. Wenn Probleme angesprochen werden, dann sollte sich jeder Mitarbeiter genau überlegen, in welchem Rahmen dies sinnvoll ist und auf welche Art und Weise die Problem­auseinandersetzung erfolgen soll. Dabei sollte niemand vergessen: Job ist Job. Im Betrieb hat der Mitarbeiter im Rahmen seines Arbeitsvertrages eine Funktion zu erfüllen. Es heißt ja auch Mitarbeiter (mitarbeiten) und nicht Angestellter (anstellen). Gerade im Mittelstand benötigen wir eine lösungsorientierte Kultur. Manchmal ist der Satz „Nein, danke, behalte dein Problem, ich möchte es nicht haben“ die richtige Antwort.

IKZ-Haustechnik: Müssen Chefs permanent für ihre Mitarbeiter erreichbar sein?
Dr. Michael Bernecker: Definitiv nein! Mitarbeiter, die mitarbeiten, sollten im Rahmen ihrer Kompetenzen autonom handeln können. Natürlich kann man als Chef der Meinung sein, dass man alles freigeben, begutachten und kommentieren muss, was Mitarbeiter machen, aber das ist nicht zielführend. Ein moderner Chef coacht, leitet an und entwickelt seine Mitarbeiter. Alles andere gehört in die Mottenkiste. Ich bin selbst „Chef“ von 20 festangestellten und 50 freien Mitarbeitern. Ich bin ansprechbar und erreichbar, wenn es wichtig ist, ansonsten versuche ich mich ersetzbar zu machen. Mein Unternehmen muss auch ohne mich funktionieren können. Auch ich habe dies erst lernen müssen – aber es geht tatsächlich.

IKZ-Haustechnik:
Steigern motivierte Mitarbeiter die Produktivität?
Dr. Michael Bernecker: Prinzipiell ja. Daher sollte man auch darauf achten, dass die Mitarbeiter nicht nur ihren Job machen, sondern auch Spaß daran haben. Natürlich wird man nicht jeden Mitarbeiter oder jede Mitarbeiterin dazu bekommen, für den Job zu brennen, aber es gibt noch etwas zwischen hochmotiviert und innerlich gekündigt. Es gibt genügend Studien, die den Zusammenhang zwischen Motivation und Produktivität beweisen. Im Umkehrschluss sollte sich jeder Unternehmer fragen: Warum sollte ein Mitarbeiter bei mir arbeiten? Wegen des Geldes, wegen der Aufgabe, weil er muss, oder vielleicht doch, weil es Spaß macht?

IKZ-Haustechnik: Reicht ein Lob, damit Mitarbeiter engagiert ihrer Arbeit nachgehen?
Dr. Michael Bernecker: Sie kennen ja den alten Satz „Nicht geschrien ist gelobt“. Wer noch so denkt, gehört in die Mottenkiste und hat in der Freien Wirtschaft nichts mehr zu suchen. Allerdings ist Lob aus meiner Sicht nicht mehr der richtige Begriff. Einen Hund kann man loben: „Hast Du fein gemacht“. Mitarbeiter aber sollten ein ordentliches Feedback erhalten und dazu gehört auch eine verbale Anerkennung ihrer Leistung. Wann haben Sie sich bei Ihren Mitarbeitern das letzte Mal bedankt? Gestern? Oder nur einmal im Jahr vor der Weihnachtsfeier?

IKZ-Haustechnik: Was sind „Motivationskiller“?
Dr. Michael Bernecker: Es gibt eine Vielzahl von Motivationskillern, die von Person zu Person variieren. Einige Punkte führen jedoch für die meisten Mitarbeiter gleichermaßen schnell zu Frustration, Ablehnung und im Extremfall zur inneren und äußeren Kündigung. Im Einzelnen sind das:

  • Mangelhafte Kommunikation: 2019 ist nicht 1980. Mitarbeiter erwarten ein Mehr an Kommunikation als früher – und zwar wertschätzende Kommunikation.
  • Negative Kommunikation: Kleinliche, besserwisserische Chefs sind allen ein Gräuel. Positive, wertschätzende Kommunikation beginnt mit „Danke“ und „Bitte“.
  • Unfaire Behandlung und Bezahlung: Mitarbeiter kündigen heutzutage schon wegen Kleinigkeiten. Seien Sie fair und behandeln Sie Ihr Team gleich. Wenn ein Mitarbeiter merkt, dass er 30 % weniger verdient als der Kollege, dann ist er demotiviert.   
  • Permanenter Druck: Natürlich wünscht man sich Höchstleistung vom Team, aber die Mitarbeiter brauchen auch Ruhephasen. Eine permanente Sechs-Tage-Woche ohne das Auszahlen von Überstunden und das ohne die Aussicht, dass sich diese Situation mal ändert, frustriert Mitarbeiter. Ausgleich tut auch gut.
  • Mikromanagement: Ein Chef, der auch kleinste Details bestimmt, frustriert und demotiviert seine Mitarbeiter.

Es gibt sicherlich noch viele weitere Faktoren.

IKZ-Haustechnik: Sollten Mitarbeitergespräche stattfinden und wenn ja, in welchem zeitlichen Abstand?
Dr. Michael Bernecker: Das klassische Personalgespräch einmal im Jahr ist eigentlich völlig out. Was soll das? Das ganze Jahr über gibt es kein Gespräch und einmal im Jahr wird gesprochen? Das führt nur zu Frustration. Ich gehe davon aus, dass folgende Personalgespräche stattfinden:

  1. Tägliche, direkte Gespräche direkt im und am Projekt. Diese Gespräche sind Arbeitsgespräche inklusive Feedback und Coaching-Funktion.
  2. Wöchentliche oder monatliche Projektgespräche, die wiederum neben dem fachlichen Part zum Feedback und Coaching dienen.
  3. Entwicklungsgespräche bei Bedarf (Ende der Ausbildung, Umstrukturierung / Weiterentwicklung) inklusive Entwicklungsplan und Positionsbestimmung. Durch diesen Ansatz sollte ein kontinuierlicher Austausch mit dem Team stattfinden.


IKZ-Haustechnik: In unserer Serie „IKZ vor Ort“ besuchen wir Handwerksbetriebe in ganz Deutschland. Geschäftsführer berichten uns, dass ein gutes Betriebsklima maßgebend sei, um Mitarbeiter langfristig zu binden. SHK-Unternehmen ermöglichen mittlerweile Vorteile zur Absicherung der Gesundheitsfürsorge, finanzieren interne wie externe Fortbildungen oder organisieren Events (Ausflüge, Freizeitveranstaltungen, etc.). Der richtige Weg?
Dr. Michael Bernecker: Meines Erachtens ist das der einzige Weg, um als mittelständischer Betrieb überhaupt noch zurecht zu kommen. Es gibt zwei Schlüsselfaktoren für die Mitarbeiterbindung: Hard Facts (Gehalt, Urlaubstage, …) und Soft Facts (Atmosphäre, Identität, Spaß, …). Oder salopp formuliert: Sie können Mitarbeiter schlecht bezahlen, nur dann müssen Sie diese gut behandeln. Schlecht bezahlen und schlecht behandeln funktioniert nicht mehr.

www.marketinginstitut.biz

 

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Mon, 18 Feb 2019 08:34:41 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/b/csm_50_437046fdfe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/b/csm_50_57dd54adb4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/50.jpg
news-27785 Smart. Connected. Innovation. https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/smart-connected-innovation/ Uponor auf der ISH 2019 in Frankfurt am Main, Halle 5.0, Stand B48 / C48  

Unter dem Messemotto „Smart. Connected. Innovation.“ präsentiert Uponor auf der ISH 2019 in Frankfurt/Main gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft KaMo intelligente und vernetzte Technologien rund um die Gebäudetechnik von morgen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle 5.0, Stand B48 / C48 steht dabei unter anderem die Fittinggeneration S-Press PLUS für Verbundrohre, die neue Standards für Trinkwasser- und Heizungsinstallationen setzt. Mit dabei ist beispielsweise aber auch eine neue Raumtemperatur-Regelung mit Smart-Home-Anbindung, die besonders durch die intelligente Autoabgleich-Technologie überzeugt.
Mit der Praxiserfahrung aus über 25 Jahren und über 500 Millionen installierten Fittings bringt Uponor jetzt mit S-Press PLUS eine neue Fittinggeneration auf den Markt, die Planung und Verarbeitung so einfach wie nie macht. Die äußerst robusten Fittings halten sowohl starken mechanischen Kräften als auch kritischen Trinkwassereigenschaften zuverlässig stand. Gleichzeitig garantiert das strömungsoptimierte Design sehr geringe Druckverluste und einen optimierten Durchfluss ohne Toträume. Durchdachte Verarbeitungs- und Kontrollfunktionen, wie etwa die präzise Führung der Presswerkzeuge und eine farbige Folie mit deutlicher Dimensionsangabe, die sich nach der Verpressung leicht ablösen lässt, sorgen für eine schnelle und gleichzeitig sichere Verarbeitung.

Der wachsenden Bedeutung von intelligenter und vernetzter Haustechnik trägt das Unternehmen daneben unter anderem mit einer Erweiterung seiner Uponor Smatrix Regelungstechnik Rechnung. Das System ist nicht nur mit einer innovativen Autoabgleich-Technologie und intelligenten Analyse- sowie Komfortfunktionen ausgestattet, sondern punktet in der neuen Variante Uponor Smatrix Pulse durch seine Kompatibilität mit verschiedenen Smart-Home-Anwendungen wie Alexa Voice Control und Google Voice Assistant. Der interaktive Installationsassistent in der Uponor Smatrix Pulse-App führt den Fachhandwerker intuitiv durch die Installation.

Interessierte Messebesucher können sich zudem auf dem Uponor Messestand bereits jetzt über Phyn PLUS informieren. Die intelligente Technologie zur Leckagen Prävention in Trinkwasser-Installationen und zur Reduzierung des Wasserverbrauchs wird voraussichtlich ab Herbst in Deutschland verfügbar sein.

Mehr erfahren: www.uponor.de/ish-2019

 

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Mon, 18 Feb 2019 08:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_Uponor-S-Press-PLUS_f7989507ba.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_Uponor-S-Press-PLUS_bdb3f801a8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/Uponor-S-Press-PLUS.jpg
news-27778 Der alpex Überbogen und das Rohrbieger-Set von FRÄNKISCHE https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/der-alpex-ueberbogen-und-das-rohrbieger-set-von-fraenkische/ Neues aus der alpex Familie für die Trinkwasser-, Heizungs- und Gasinstallation  

FRÄNKISCHE erweitert sein alpex-Sortiment um einen neuen Überbogen und dem alpex Rohrbieger-Set 2xDa. Sollen Rohrkreuzungen in einer Ebene hergestellt werden, punktet der alpex Überbogen in vorgefertigter Form in drei Dimensionen. Das Rohrbieger-Set 2xDa überzeugt durch Anwender- und Montagefreundlichkeit bei der Erzeugung von engsten Biegeradien.  
In den Nennweiten 16, 20 und 26 erhältlich, kommt der Überbogen in verschiedensten Einbausituationen zum Einsatz. Der vorgefertigte Überbogen wird einfach über die passenden Formteile mit dem alpex-System verbunden. Monteure können den Überbogen von FRÄNKISCHE an einer vormarkierten Stelle abschneiden, um einen 45°-Winkel zu erzielen und den Trassenabstand zu verringern. Selbst wenn die darunterliegenden Rohre und der Überbogen gedämmt sind, lässt er sich durch seine funktionale Form sicher einsetzen.

Mit dem neuen Rohrbieger-Set 2xDa biegen Installateure Rohre für die Trinkwasser- und Heizungsinstallation mit wenigen Handgriffen in den gewünschten Rohrwinkel. Sie realisieren engste Biegeradien mit einem Biegeradius von 2xDa in vorgegebenen oder individuell gewählten Winkeln. Das zweiteilige Werkzeug-Set für die Rohr-Dimensionen 16 mm und 20 mm eignet sich besonders für enge Stellen und Aufputz-Installationen, etwa für Heizkörper-Anbindungen in Sockelleisten. Die erzeugten Richtungsänderungen gewährleisten optimale Strömungsverhältnisse und vermindern die Fließgeräusche in der Leitung.  

Diese und viele weitere Neuigkeiten zeigt der Spezialist für Haustechnik auf der ISH 2019 vom 11. - 15. 03. in Frankfurt. Neben den beiden Ergänzungen zur alpex Familie in der Trinkwasser-, Heizungs- und Gasinstallation, präsentiert der Rohrexperte innovative Produktneuheiten im Bereich der Kontrollierten Wohnraumlüftung. Neugierig geworden?  Dann kommen Sie in Halle 5.0 am Stand A20 vorbei.

 

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Mon, 18 Feb 2019 08:00:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_nw_bilder_000029_1a408d05bc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_nw_bilder_000029_f286955d2b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/nw_bilder_000029.jpg
news-27723 „Das Thema hat Zukunft“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/das-thema-hat-zukunft/ Dornbracht will das Konzept LifeSpa mittel- und langfristig mit der eigenen Marke und der Unternehmens­kompetenz verbinden. Es steht für eine ganzheitliche Badplanung und -ausstattung im Sinne einer gesunden und präventiven Lebensweise  

Der in Iserlohn ansässige Armaturenhersteller Dornbracht steht vor allem für edles Design im Bad und in der Küche – und das im Premium-Segment. Seit einigen Jahren schon hat sich das Unternehmen gewandelt. Die Integration des Badezimmers in die Architektur steht heute im Fokus. Ebenso wie das noch junge Thema Gesundheitsanwendungen im heimischen Bad. Was damit konkret gemeint ist und wie sie das Bad von morgen verändern könnten, erläutert Andreas Dornbracht im Interview mit unserer Redaktion.

IKZ-HAUSTECHNIK: Gesundheitsanwendungen im heimischen Bad – das ist ein noch junges Thema, mit dem sich wohl kaum ein Unternehmen so intensiv wie Ihres beschäftigt.
Andreas Dornbracht: Das ist richtig. Von der Inspiration her sind wir damit aber schon 2003 gestartet, mit unserem ersten Ritual-Bad. Wir haben mit dem Regenhimmel sprichwörtlich die Natur ins Bad geholt. Heute hat jeder der großen Hersteller einen. Wir waren Vorreiter, damals wie heute. Den Stellenwert, den wir uns in den 80er- und 90er-Jahren im Design erarbeitet haben, möchten wir jetzt beim Thema Gesundheit erreichen. Smartness, also die Nutzung intelligenter digitaler Technologie, ist ein Teilbereich dabei. Denn sie ermöglicht, unsere Gesundheitsanwendungen besser zu konzipieren und damit für jeden einfach nutzbar zu machen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Smarte Gesundheitsanwendungen fürs Bad – das klingt erst einmal nach Luxussegment. Wo sehen Sie da die Schnittstelle zum klassischen Bäderbau?
Andreas Dornbracht: Noch ist es in der Tat ein Luxusthema. Aber es wird eine Demokratisierung auch bei diesen Themen stattfinden. Schauen Sie sich die Entwicklung beim mobilen Telefonieren an: Früher waren die Geräte ab 3000 Euro erhältlich und 3 kg schwer, heute hat jeder ein Handy. Ähnlich die Entwicklung beim Thema ABS für Pkws: früher der S-Klasse von Mercedes-Benz vorbehalten, heute serienmäßig in jedem Kleinwagen verbaut. Beides Innovationen, die demokratisiert worden sind.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Sehen Sie einen Bedarf für Gesundheitsanwendungen im Bad?
Andreas Dornbracht: Absolut! Fitnessstudioketten boomen, Wellnesswochenenden sind der absolute Trend und gesunde Ernährung sowieso – da schließt unsere neue Welt für „Healthness“ konsequent an. Das Konzept LifeSpa steht für eine ganzheitliche Badplanung und -ausstattung im Sinne einer gesunden und präventiven Lebensweise – im privaten Bad oder Home Spa. Wir bieten Anwendungen, die täglich nutzbar sind. Angefangen bei Kneipp-Anwendungen wie Gesichts- und Beingüssen bis hin zu Vitalisierungs-, Massageduschen und Massagedüsen, die wir in Anlehnung an die Wirkprinzipien der Akupressur entwickelt haben. Kurz gesagt: Hydrotherapie für zu Hause.

IKZ-HAUSTECHNIK: Da LifeSpa schwer zu erklären ist, braucht man eine Strategie, um das Thema den Kunden nahe zu bringen.
Andreas Dornbracht: Und genau deswegen sind wir dabei, mit Hotels und Day Spas immer mehr solcher Anwendungsbeispiele – wir sprechen von „Points of Experience“ – aufzubauen. Wir wollen die Anwendung für den Kunden erlebbar machen.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Woher weiß der Kunde, dass und vor allem wo es solche Points of Experience gibt?
Andreas Dornbracht: Wir verschicken gezielt Informationen über neu installierte Anwendungen in regionalen Hotels oder Day Spas an Handwerker. Für Badplaner bieten wir überdies Seminare zum Thema LifeSpa an. Bei uns am Campus in Iserlohn und vor Ort in den Betrieben. Bisher erreichen wir damit noch keine Flächendeckung. Und da die Branche momentan boomt, arbeiten Handwerker lieber ein Projekt ab, als einen Tag zur Schulung zu fahren. Das ist verständlich. Unsere Strategie läuft deswegen auch sehr stark über die Kommunikation.

IKZ-HAUSTECHNIK: Klingt nach einem mittelfristigen Projekt?
Andreas Dornbracht: Durchaus. Grundsätzlich hat das Thema Zukunft. Wir müssen alle viel mehr in unsere persönliche Gesunderhaltung investieren, weil unser Gesundheitssystem ja nur auf die Behandlung von Krankheiten ausgerichtet ist. Aktuell gehen nur 3 % der Ausgaben des Gesundheitssektors in die Prävention. Deshalb sind wir selbst als Individuum gefragt. Die Gesundheitsprävention im Bad ist das, womit wir mittel- und langfristig unsere Marke und unsere Unternehmenskompetenz verbinden wollen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ist der Erfolg solcher, ich nenne es mal Gesundheitsanwendungen im Bad, belegt?
Andreas Dornbracht: Nun, Aquapressur ist gut gegen Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, da sie wie eine Massage wirkt – mit dem Vorteil, dass man sie zu Hause durchführen kann. Und auch die Wirkung von Kneippanwendungen ist seit über 50 Jahren belegt. Aber natürlich wären Aussagen wie „Kopfschmerzen gehen unter der Regendusche weg“ unseriös. Es sind allesamt Möglichkeiten, über die Entspannung und Energetisierung Besserung oder Linderung bei gesundheitlichen Beschwerden zu finden – oder diesen vorzubeugen.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Längst nicht jeder kann sich so einen privaten Spa-Bereich leisten. Bedienen Sie nur eine elitäre Zielgruppe?
Andreas Dornbracht: Wir bewegen uns mit der vollen Lösung zwar in einem Premiumsegment, doch können wir das Ganze auch deutlich runterbrechen. Zum Beispiel wäre der Kneippschlauch ein erster Schritt. Oder auch eine rein mechanische Lösung wie eine Regendusche, die beispielsweise mit einem Gießrohr kombiniert ist. Oder diese auch mit der Option für die voll vernetzte smarte Lösung mit Wasserszenarien, Licht- und Soundeffekten. Das Entscheidende beim Endkunden ist, wie berate ich, wie upgrade ich und wie argumentiere ich über die gesundheitlichen Mehrwerte. Es gibt gerade eine aktuelle Studie von Houzz, wo es um die Endkunden geht, die eigentlich viel mehr investieren wollen, aber nicht die entsprechende Beratung zu den Produkten und Möglichkeiten bekommen. Hier muss der Hebel angelegt werden.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Beratung klingt spannend: Wie würden Sie einen Kunden dazu bringen, sich für ein 8 m² Spa zu interessieren?
Andreas Dornbracht: Letztlich geht es um die Abfrage der Bedürfnisse, es geht nicht um ein Produkt. Mein Einstieg wäre wohl: Wie wichtig ist Ihnen die Gesundheit? Man redet also über Gesundheit, über die persönliche Gesundheitsstrategie. Und dann rede ich über das Thema Wasser und darüber, dass es eigentlich seit der Antike schon immer als therapeutisches Medium eingesetzt war, über die Bäderkultur, die wir in Europa erlebt haben, die jetzt durch die Thermen wieder verstärkt hervortritt. Außerdem rede ich über die Kuren, die es früher noch mehr als heute gegeben hat. Viele ältere Leute kennen beispielsweise Bad Füssing & Co., einige waren auch schon in einem Wellnesshotel und haben eine Spa-Anwendung genossen. Das wäre dann der Hebel zur entscheidenden Frage: Wie wäre es, wenn Sie das jeden Tag erleben könnten? Das wäre mein Verkaufsansatz.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Und dann kommt die Frage nach dem Preis …
Andreas Dornbracht: Meine Antwort dazu wäre: 3 Euro am Tag. Und das für 10 bis 15 Jahre, so alt werden die Bäder heute meist. Damit könnte man z. B. ein Fußbad oder eine Aquapressureinheit installieren. Es kommt natürlich immer auf den Menschen an, manchen muss man es rational vorrechnen.
Ich denke, auch bei potenziellen Vermietern wäre das eine gute Strategie. Investiere in das Bad 10 000 Euro zusätzlich und du bekommst 3 Euro pro m² Wohnfläche mehr.
Vergleichen wir dazu die Anschaffung eines Schwimmbads, wird der Vorteil noch deutlicher. Die Betreiber inves­tieren oft hohe Summen und legen das Schwimmbad nach zehn Jahren aufgrund hoher Fixkosten still. Das ist beim Bad nicht der Fall, das nutze ich ja sowieso jeden Tag.
Leider ist am Markt noch nicht voll angekommen, dass es das 6 oder 8 m² große eigene Spa schon gibt, und dass man alle Bereiche harmonisch abstimmen kann.

IKZ-HAUSTECHNIK: Sie investieren viel Geld und Leidenschaft in das Gesundheitsthema. Hilft Ihnen die angeeignete Kompetenz bei der Vermarktung?
Andreas Dornbracht: Uns liegt das Thema am Herzen. Ob es wirtschaftlich erfolgreich am Markt platziert werden kann, wird die Zeit zeigen. Geberit beispielsweise hat lange versucht in Deutschland Dusch-WCs zu verkaufen. Erst als es mehrere Anbieter am deutschen Markt gab, nahm das Thema Fahrt auf. Konkurrenz hilft also manchmal. Jetzt will ich natürlich keinen dazu aufrufen, uns zu folgen. Aber eines ist klar: Das Thema Gesundheit ist eine große Chance für das Bad, genau wie für die Küche das Thema Kochen eine Chance war und ist. Man muss sich nur anschauen, was in der Küche passiert ist: Früher gab es lediglich Back­ofen und Herd. Heute gesellen sich Teppanyaki-Grill, Dampfgarer, Tellerwärmer und Weinschrank dazu. Das heißt, wir haben diese ganze Entwicklung und die Ausdifferenzierung der Funktionen erlebt und das kommt alles aus dem professionellen Bereich bzw. aus einer anderen Kultur. Diese Ausdifferenzierung der Funktionen nehmen wir jetzt im Bad vor, stehen damit aber noch am Anfang.

www.lifespa.dornbracht.com

 

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Mon, 18 Feb 2019 07:47:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_35_1_e8e9d4b139.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_35_1_96e4b2b6cd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZ_19_03/35_1.jpg
news-27788 Seminare, Workshops, Tagungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/seminare-workshops-tagungen-47/ Technische und betriebswirtschaftliche Qualifizierungsangebote für das SHK-Fachhandwerk und TGA-Planer.  

Veranstaltung, Inhalt:

Progas: Fachseminare für das SHK-Handwerk
Der thematische Schwerpunkt liegt in der Theorie und Praxis der Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) sowie Installation und Prüfung von Flüssiggas-Behälteranlagen. Nähere Informationen über das Internet.

 

Datum:

Mehr als ein Dutzend Termine in den Monaten März und April

 

Ort:

Bundesweit

 

Kosten:

Kostenfrei

 

Veranstalter:

PROGAS GmbH & Co KG
Dortmund
Tel.: 0231 5498-0, Fax: -161
info@progas.de
www.progas.de


 

Veranstaltung, Inhalt:

Leading Air Convention – Wissen. Können. Wollen.
Die fünfte Daikin Leading Air Convention (LAC) beinhaltet ein breites Programm an Fachvorträgen, das ergänzt wird durch eine Expertendiskussion zum Thema sicherer und bezahlbarer Anlagenbau. Darüber hinaus lädt der Ausstellungsbereich zu einem Besuch ein. Ausreichend Zeit und Raum für den Austausch zwischen den Bauakteuren ist fest eingeplant.

 

Datum:

10.-11.4.

 

Ort:

Berlin

 

Kosten:

Kostenfrei

 

Veranstalter:

Daikin Airconditioning Germany GmbH
Unterhaching
Tel.: 089 74427-0, Fax: -299
info@daikin.de
www.daikin.de



Veranstaltung, Inhalt:


Viega Roadshow 2019

Die Show besteht aus einem Mix aus Informationen, Produktpräsentationen und Unterhaltung. Im Mittelpunkt stehen Innovationen zu den Themen Erhalt der Trinkwassergüte, Vorwand­installations- und Entwässerungstechnik sowie Schall- und Brandschutz. Umrahmt wird die Präsentation von einem unterhaltsamen Show-Part.

 

Datum:

11.4
9.5.  
16.5.
22.5.
28.5
6.6.
13.6.

 

Ort:

Salzburg
Hamburg
Leipzig
Nürnberg
München
Stuttgart
Köln

 

Kosten:

Kostenfrei

 

Veranstalter:

Viega Holding GmbH & Co. KG,
Attendorn
Tel.: 02722-61-0, Fax: -1415
www.viega.de

 

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Mon, 18 Feb 2019 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_3e49ed25ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_46b1079074.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Termine.jpg
news-27780 „Credo“ feiert 25. Geburtstag https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/credo-feiert-25-geburtstag/ Der Badheizkörper „Credo“ von Kermi feiert 25-jähriges Jubiläum. Wurden in den 80er-Jahren noch fast ausschließlich Flachheizkörper zur Wärmeübertragung eingesetzt, ermöglichte in den 90ern das für das Bad entwickelte Modell „Credo“ mit seinen waagerechten Heizrohren das Einlegen und Entnehmen von Handtüchern.  

Kermi hat die Produktserie seither stetig erweitert, wie mit dem neuen „Credo plus“. Unverändert geblieben sind die blockweise angeordneten, waagerechten Heizrohre. Die Befestigungen sind in die Gestaltung einbezogen und die Anschlüsse verblendet. Der Thermostatkopf gehört zum Lieferumfang und ist in das Heizkörperdesign integriert.

 

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Sun, 17 Feb 2019 07:33:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_59_Kermi-Credo_25_85e98a022c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_59_Kermi-Credo_25_37443d1ad8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/59_Kermi-Credo_25.jpg
news-27781 „Fremdüblichkeit“ – Argument des Finanzamts „wackelt“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fremdueblichkeit-argument-des-finanzamts-wackelt/ Wer kennt das nicht: Das Finanzamt untersagt den Abzug einzelner Aufwendungen mit dem Hinweis, dass keine sogenannte Fremdüblichkeit vorliegt, nimmt also eine Korrektur der Ausgaben vor.  

Dieser (bisher) gängigen Praxis ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit einem Urteil entgegengetreten (Rs.: C.382/16), das in der Folge zu einem neuen Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) geführt hat. Vereinfacht ausgedrückt muss danach eine Korrektur unterbleiben, wenn der Steuerpflichtige sachbezogene, wirtschaftliche Gründe nachweisen kann, die eine vom Fremdvergleichsgrundsatz abweichende Vereinbarung erfordern. Nachweispflichtig indes ist der Steuerpflichtige (Quelle:  BMF, Gz.: IV B 5 – S 1341/11/10004-09).

 

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Sat, 16 Feb 2019 07:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-27787 Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wegweiser-durch-die-klima-und-lueftungsbranche/ Bietigheim-Bissingen. Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) hat vor der Weltleitmesse ISH (11. bis 15. März) den „Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche“ neu aufgelegt. Architekten, Planer, Ingenieure, Bauherren und Anlagenbetreiber finden die im Verband organisierten Unternehmen, die für ihre jeweiligen Belange relevant sind.  

Der Wegweiser dient als Orientierungshilfe und ist nach folgenden Rubriken gegliedert: alphabetisches Mitgliederverzeichnis, Produktgruppen, Fachgroßhandel und nach Postleitzahl geordnete Objektbereiche. In weiteren Teilbereichen sind Planende Ingenieure, Reinigungsdienstleister für RLT-Anlagen, Sachverständige, Wissenschaftliche Institute, Aus- und Weiterbildungsstätten, Verbände, Verlage, Fördermitglieder und die Arbeitsgruppen des FGK aufgeführt.

Mit der Neuauflage liefert der FGK ein Nachschlagewerk zur Übersicht aller Akteure und Institutionen der Branche. Der „Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche“ kann kostenfrei von der Homepage des FGK unter dem Menüpunkt „Literatur + Shop“ –> „Sonstige Infos“ heruntergeladen werden.

 

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Fri, 15 Feb 2019 13:05:52 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_Wegweiser_fd15bbf804.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_Wegweiser_feb0a52cdf.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/Wegweiser.jpg
news-27786 ISH 2019: Sieger des Wettbewerbs „Design Plus“ stehen fest https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ish-2019-sieger-des-wettbewerbs-design-plus-stehen-fest/ Frankfurt am Main. Der internationale Wettbewerb „Design Plus“ prämiert zur ISH 2019 (11. bis 15. März) Produkte von Ausstellern, die Technik und Design auf smarte Weise verbinden.  Die Preisverleihung findet am 11. März um 14 Uhr statt und wird vom Rat für Formgebung für die Messe Frankfurt durchgeführt. Alle prämierten Produkte werden während der Weltleitmesse im Rahmen einer Sonderschau im Foyer der Halle 4.2 präsentiert.  

Eine fünfköpfige Fachjury hat insgesamt 161 eingereichte Produkte u.a. nach folgenden Kriterien bewertet: Gestaltungsqualität, Gesamtkonzeption, Innovationsgehalt, Materialwahl sowie technische und ökologische Aspekte. 114 Unternehmen (48 deutsche und 66 internationale) nahmen am Wettbewerb teil. Die Jury prämiert 37 Produkte mit dem „Design Plus“, davon gehen 18 Preise an deutsche Unternehmen und Designer.
„Gelungenes Design ist der Motor für eine erfolgreiche Markenführung und verbessert als starkes Marketingtool die Absatzchancen. Der jeweilige Hersteller kann sich so von seinen Mitbewerbern abheben und sich in seiner Einzigartigkeit präsentieren. Das ist besonders im aktuellen Marktgeschehen wichtig“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.
Im Bereich Bad zeichnet die Jury neben individuellen Badmöbeln, Waschtischen und besonderen Armaturen z.B. auch innovative WCs und multifunktionale Duschkabinen aus. Im Segment der Heizungs- und Klimatechnik prämiert die Jury u.a. Heizkörper mit optimiertem Design sowie Pellet- und Kaminöfen mit sauberer Verbrennungstechnik und cleverer Abbrandsteuerung.

Die Sieger im Überblick:

  • Alape GmbH (Waschtische „SB.Aqua360“ und „Steel 19“),
  • Aldes Aeraulique S.A.S. („InspirAIR HOME SC150/240/370 Premium“),
  • Artceram SRL (WC „The One“ und Waschtisch „Cartesio“),
  •  Attika Feuer AG (Kaminofen „Pilar“),
  • Bette GmbH & Co.KG (Waschtisch „BetteCraft“),
  • Blue Sanitary Ware (Duschkabine „DN Series Ι Comfort Close“ und Duschkabinengriff „DT(QT) Series“),
  • BWT AG (Schutzfilter „E1 Einhebelfilter“),
  • DL Radiators srl (Heizkörper „Baguette“),
  • Falper S.r.l. (Waschtisch „Eccentrico“),
  • Fima Carlo Frattini S.P.A. (Armaturenkollektion „SO“),
  • Funke Kunststoffe GmbH (Rohrkupplung für den Sanitärbereich: „FHS-Kupplung“),
  • gessi spa (Waschtischarmatur „Gessi Inciso“),
  • Inbani Design S.L (Badmöbel „Giro Free Standing Basin“ und „Forma“),
  • Mila International (Bad-Accessoires „MVB-301RGSB“),
  • Normbau GmbH (Modulares Sitzsystem),
  • Oli - Sistemas Sanitários, SA (Betätigungsplatte „Moon Black“),
  • Oventrop GmbH & Co. KG (Frischwasserstation „Regumaq X-45“),
  • Palme Sanitär-Vertriebs Gesellschaft m.b.H. (Duschkabine „Tube“),
  • Phyn (Smart Home „Phyn Plus“),
  • repaBAD GmbH (Infrarotpaneel „Bilbao“),
  • Rothenberger Werkzeuge GmbH (Pressmaschine „Romax Compact TT“),
  • SenerTec (Blockheizkraftwerk „Dachs 5.5“),
  • Sinnack Backspezialitäten (Klimaanlage „IntrCooll“),
  • TermoPlus (Termo Shop D.o.o.) – (Luft-Wasser-Wärmepumpe „TermoPlus Hydrotank“),
  • ThermoFLUX d.o.o. (Pelletofen „Agnes“),
  • Tubes Radiatori Srl (Heizkörper „Step-by-Step“),
  • Viega GmbH & Co. KG
  • Viessmann Werke Allendorf GmbH (Gas-Brennwertgerät „Vitodens 300“ und Brennstoffzellenheizung „Vitovalor PT2“),
  • Woodio Oy (Waschtisch „washbasin“),
  • Wunderblau (WC-Bürste „Wunderblau“),
  • Zehnder Group International AG (Heizkörper „Deseo Verso“)
  • Zypho ( EIDT, SA) – (Wärmeübertrager  für Duschabwasser „Zypho“).

 

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Fri, 15 Feb 2019 10:20:19 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Messe_392ac9d5eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Messe_27dddb0c71.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/Messe.jpg
news-27784 Photovoltaik: Wo geht die Reise hin? https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/photovoltaik-wo-geht-die-reise-hin/ Mono statt Poly, Perc wird Standard, mehr ­Leistung über Halbzellen, Glas/Glas, smarte PV  

Die Solarbranche hat sich in den letzten Jahren rasant ­entwickelt. Die Preise für Solarmodule sind dramatisch gefallen, während ­deren Leistung in ähnlichem Tempo gesteigert wurde. Aber wo geht die Reise hin? Der Beitrag liefert einen Überblick über ­aktuelle Markt- und Techniktrends in der Photovoltaik (PV).

Hochleistungsmodule sind auf dem Vormarsch. Die Versorgung mit Mono-Silizium-Wafern hat bereits die von Poly-Silizium übertroffen – in 2016 deckten Mono-Silizium-Wafer lediglich 19 % der weltweiten Wafer-Kapazität ab. Die globale Kapazität von Monowafern wird in 2019 86 GW erreichen. Die Multiwafer-Kapazität wird in 2019 auf 73 GW sinken. Auch der Einsatz von Perc-Technologie konnte den Abwärtstrend bei Multiwafern nicht stoppen. Aufgrund von Problemen in der Leistungsstabilisierung bei Poly-Perc-Zellen haben in 2018 zahlreiche Zellhersteller zudem ihre Programme für die Entwicklung von Poly-Perc eingestellt.

Perc setzt sich durch
Bei Mono-Zellen ist in 2018 die Perc-Technologie zum Mainstream-Produkt geworden. Die Perc-Technologie (Passivated Emitter and Rear Cell) basiert auf der Änderung des Fertigungsprozesses der Zellenrückseite, die die Aufnahme des auf die Zellenoberfläche fallenden Lichts verbessert. Der größte Teil der Produktion in 2018 konzentrierte sich auf Mono-Perc. Dies führte Ende 2018 zu einer weltweiten Perc-Gesamtkapazität von 66,7 GW und lag somit klar über den Erwartungen der Analysten. Es wird geschätzt, dass die globale Perc-Kapazität bis Ende 2019 auf 92 GW ansteigen wird.
Der Siegeszug der Perc-Technologie wurde insbesondere von dem chinesischen „Top Runner Programm“ getragen, das auf Hochleistungsmodule mit > 300 Wp Nominalleistung fokussierte.
Um am Markt teilnehmen zu können, wurden im zweiten Quartal 2018 viele Mono-Perc-Produktionslinien mit der SE-Technologie ausgestattet – dies ist eine der Zellproduktion nachgeschaltete Laserbehandlung, um die Leistung der Zellen um weitere 0,3 - 0,4 % zu steigern. Aufgrund des niedrigen Invests pro SE-Maschine sind die Mehrkosten pro Wp für den Einsatz der SE-Technologie auf den bestehenden Zellfertigungslinien minimal. So wie Mono durch Mono-Perc abgelöst wurde, wird auch Mono-Perc in den kommenden Jahren durch Mono-Perc-SE ersetzt. SE wird sich zu einer herkömmlichen Technologie für Perc-Zellen entwickeln. Nach Einzug der SE-Technologie in die P-Typ-Perc-Produktionslinien lassen sich keine weiteren Technologien finden, um die Effizienz weiter zu steigern.

Effizienz erstmal ausgereizt
Da die Mainstream-Leistung von P-Typ-Monomodulen im nächs­ten Jahr auf 310 W ansteigen wird, wird es schwierig sein, die Leis­tungslücke zwischen P- und N-Typ zu vergrößern. Zur Erklärung: Bei P-Typ Perc ist die Zelle auf einer positiv geladenen (also P-Typ) Siliziumbasis aufgebaut, während bei N-Typ Perc die Oberseite des Wafers negativ mit Phosphor dotiert ist (also N-Typ). Der Wirkungsgrad bei P-Typ Perc wird erwartet bei max. 22 % stagnieren, während N-Typ Perc bei max. 23,5 - 24 % stagnieren wird. Aufgrund des nur mehr geringen Wirkungsgradunterschieds und dem massiven Preisdelta wird 2019 ein Jahr sein, in dem P-Typ und Heterojunction (HJT) tatsächlich miteinander konkurrieren.
P-Typ-Perc ist in 2018 zum Standard in der Monozellenproduktion geworden. Allerdings ist in puncto Effizienz in den nächsten zwei bis drei Jahren von keinen weiteren Durchbrüchen auszugehen. Daher muss die Steigerung der Moduleffizienz durch neue Modultechnologien erzielt werden.
Durch den Einsatz von Halbzellen und neuem Moduldesign ist eine Leistungssteigerung von 5 bis max. 10 Wp zu erzielen. Bei Halbzellen wird eine Standard-Solarzelle in zwei gleich große halbe Zellen geteilt. Beim Moduldesign wird das Modul in zwei Zwillingshälften geteilt, die beiden Hälften werden dann in der Mitte parallel geschaltet und ergeben dann ein Modul mit doppelt so vielen „Halb“-Zellen.
Ein weiterer Ansatz zur Leistungssteigerung ist die Schindeltechnologie. Hier werden Zellen nicht mit Busbars zu einem String verschaltet, sondern der String durch Überlappung der Zellen erzeugt. Unternehmen wie SunPower und DZS Solar sind die wichtigsten Modulhersteller, die auf diese Technologie setzen. Es dauert allerdings noch mehrere Jahre, bis die Technologie in puncto Produktionseffizienz und Stabilität final entwickelt sein wird. Außerdem stehen noch Patentrechtsstreitigkeiten im Raum. Es ist daher für 2019 von keinen wesentlichen Entwicklungsschüben auszugehen.

Zellformat-Entwicklung
Zellhersteller haben in 2018 größere Zellformate entwickelt. M1-Wafer (Format 165 x 165 mm) wurden in 2018 durch M2-Wafer (Format 165,75 x 165,75 mm) abgelöst. Was die weitere Format-Entwicklung anbelangt ist allerdings noch kein einheitlicher Trend absehbar. Getrieben wird der Wachstumstrend von voll integrierten taiwanesischen N-Typ Herstellern, die ihre Kostennachteile durch höhere Moduleffizienz kompensieren wollen. Taiwanesische Hersteller stellen schrittweise auf M4-Wafer (Format 161,75 x 161,75 mm) um, während chinesische Hersteller wie Jinko parallel begannen, M3-Wafer (Format 158,75 x 158,75 mm) zu bewerben. Unter den chinesischen Herstellern setzt einzig Canadian Solar auf die Entwicklung von M4-Wafer-Produkten. Sollten sich M4-Wafer als neuer Marktstandard durchsetzen, wird dies bei den Modulherstellern weitere Anpassungen im Moduldesign zwingend nach sich ziehen. Es ist heute aber noch nicht absehbar, welche Technologie sich langfristig durchsetzen wird und auf Basis welcher Technologie die zukünftigen Moduldesigns entwickelt und getestet werden sollen.

Nachfrage bei Glas/Glas steigt
Neben den Entwicklungen zur Leistungssteigerung auf Ebene der Zell- und Modultechnologie gibt es noch eine Reihe weiterer Innovationen, die die Branche prägen. So ist es in den letzten zwei Jahren zu einem deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Glas/Glas-Modulen gekommen. Dies liegt indirekt auch wieder an der Zelltechnologie: Perc ist deutlich empfindlicher und durch das Glas/Glas-Laminat ist die Zelle besser geschützt. Die Vorteile von Glas/Glas-Modulen in puncto Degradation und Langlebigkeit sind zudem mittlerweile am Markt wichtige Verkaufsargumente geworden: Historisch gesehen wurden Module entwickelt, die nicht länger als 20 Jahre arbeiten sollten. Dies war auch mit den Laufzeiten der Einspeiseverträge synchron. Heute spielen Einspeiseverträge eine geringere Rolle und viele PV-Anlagenbesitzer entscheiden sich, Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Hier haben Glas/Glas-Module einen entscheidenden Vorteil.
Glas/Glas-Module bieten auch neue Möglichkeiten in Bezug auf die Gebäudeintegration. Die Module können als Fassadenelemente, Carports oder Wintergärten mit flexibel gestaltbarer Lichtdiffusion eingesetzt werden. Während Glas/Glas-Module anfangs nur von wenigen spezialisierten deutschen Herstellern angeboten wurden, findet sich heute eine zunehmend große Anzahl an asiatischen Anbietern, die das Thema ebenfalls besetzen wollen.

Dünnschicht bleibt Randerscheinung
Dünnschicht-Module sind mit unter 10 % Marktanteil nur mehr eine Randerscheinung – absehbar wird es auch zu keinen Kapazitätssteigerungen kommen. Das Wachstum in der Branche wird ausschließlich von monokristallinen und polykristallinen Technologien getragen.
Werden sich intelligente Module durchsetzen?
Aktuell wird viel über „intelligente“ Solarmodule diskutiert. Gemeint ist hierbei der Einsatz von Leistungselektronik, um die Ausbeute der Solarmodule weiter zu erhöhen. Weiter bieten diese Systeme auch Programme, mit denen der Endverbraucher oder Installateur über seinen PC oder Smartphone den Gesundheitszustand der Anlage auslesen und, falls notwendig, Maßnahmen zur Leistungskorrektur ergreifen kann. Unternehmen wie Solaredge haben diese Technologien in den vergangenen Jahren entscheidend vorangetrieben.
Ein alternatives Konzept mit ähnlich gelagerten Funktionalitäten kommt von Herstellern von Mikro-Wechselrichtern wie z. B. Enphase. Bei diesem Konzept hat jedes Modul seinen eigenen Wechselrichter. Sollte bei einem Modul die Leistung durch Beschattung oder ein technisches Gebrechen leiden, so sind die anderen Module davon nicht betroffen. Jedes Modul steuert sich selbst und die elektrische Planung der Anlagen kann entfallen. Auch die Verschaltung der Module am Dach ist deutlich vereinfacht – der Installateur kann dadurch seine Effizienz steigern.

Billigkonkurrenz aus Asien – ein Fluch oder Segen?
Die Preise in der Branche sind in den letzten Jahren dramatisch verfallen. Dies war primär der Billigkonkurrenz aus Fernost geschuldet. Viele europäische Hersteller haben diesem Preisverfall nicht standhalten können und ihre Werke geschlossen. Einige sinnvolle Entwicklungen wie die Heterojunction-Zelle oder Glas/Glas-Modultechnologie sind aufgrund von zu großem Preisdruck auf die lange Bank geschoben und ihre Entwicklung auf Jahre verzögert worden. Gleichzeitig hat der Preisverfall das Thema Solar leistbar gemacht – heute rechnet sich eine Photovoltaikanlage auch ohne staatliche Förderungen. Die Branche steht also erstmals auf ihren eigenen Beinen – und das ist gut so.

Autor: Bernhard Weilharter, Geschäftsführer der Sonnenstromfabrik (CS Wismar GmbH)

 

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news-27783 Ein Duo mit Zukunft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ein-duo-mit-zukunft/ Per Wärmepumpe PV-Strom auch zum Heizen nutzen – Novum: im Mieterstromprojekt  

Photovoltaik-(PV)-Anlagen werden nicht mehr nur zur Stromversorgung der Haushalte, sondern zunehmend auch im Wärme- und Mobilitätsbereich genutzt. Vor allem die Kombination mit Wärmepumpen ist vielversprechend, da sie dem stark hinterherhinkenden Wärmemarkt wichtige Impulse gibt. Wie das technisch funktioniert und was es wirtschaftlich bringt, das zeigen zwei Mieterstrombeispiele des Ökoenergieversorgers Polarstern.

Die Sektorenkopplung ist für den Übergang zu Erneuerbaren Energien unverzichtbar: Mit Wärmepumpen, Elektroautos, Power-to-Heat-Lösungen und Co. wird der Austausch und die Nutzung Erneuerbarer Energien effizienter, das Energiesystem flexibler und am Ende nimmt sogar die Energiesicherheit zu. Die Basis dafür ist die intelligente Verknüpfung der Anlagentechnik.

Sektorenkopplung von Strom und Wärme
Elektrische Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Integration von erneuerbarem Strom zum Heizen im Niedertemperaturbereich. Schließlich können sie zeitversetzt zu ihrem Bedarf erneuerbaren Strom aus überschüssiger Erzeugung aufnehmen und ihn später, wenn Heizwärme benötigt wird, wieder abgeben. Mit ihrem hohen Grundbedarf steigern Wärmepumpen den im Sinne der Wirtschaftlichkeit solarer Stromerzeugung immer wichtiger werdenden Eigenverbrauch sowie die Stromautarkie und senken so die Stromkosten. Gleichzeitig entlasten sie durch ihre Pufferfunktion die Netze.
Auch hilft die Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe, den Primärenergiefaktor von Gebäuden zu senken und die Kriterien hoher Förderungen zu erfüllen.

Praxisbeispiele im Mieterstrom

Bei den meisten Mieterstromprojekten, bei denen heute Wärmepumpen und PV-Anlagen kombiniert werden, handelt es sich um Leuchtturmprojekte. Das liegt vor allem an der steigenden Komplexität, die sich für das Energiekonzept und die Mieterstromversorgung ergibt, gepaart mit der geringen Erfahrung vieler Partner bei der Umsetzung. Im Einfamilienhausbereich ist eine solche Anlagenkombination deutlich einfacher und weiterverbreitet, weil weniger Einflussfaktoren zu berücksichtigen und die Vernetzung der Anlagentechnik überschaubar sind.

Beispiel Future Living Berlin
Im zukunftsweisenden Quartier Future Living Berlin werden ergänzend zu einer 250 kWp Photovoltaikanlage und einem knapp 170 kWh Gewerbespeicher gleich mehrere Wärmepumpen installiert: 17 Luft/Wasser-Wärmepumpen und 8 Sole/Wasser-Wärmepumpen. Sie versorgen ab Herbst 2019 neun Gebäude mit insgesamt 69 Wohneinheiten, 20 Boarding House-Studios (Wohnungen, die nur auf Zeit genutzt werden, z. B. von Firmenmitarbeitern) und 11 Gewerbeeinheiten sowie einem Café und einem Ausstellungs- und Seminarbereich. Investor und Bauherr des Quartiers ist die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Geplant wurde das Energiekonzept des Quartiers von der Ruß Ingenieurgesellschaft mbH.

Beispiel München
In einem anderen, kleineren Mieterstromprojekt im Münchner Großraum werden eine Photovoltaikanlage mit 99,84 kWp Leistung, ein Batteriespeicher mit 126 kWp und zwei Wärmepumpen mit 56,1 kW und 117,2 kW Nenn-Wärmeleistung miteinander vernetzt. Sie versorgen 60 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Energie.
Die Mieterstromversorgung ist in beiden Fällen die Schnittstelle zur effizienten Steuerung der Strom- und Wärmeversorgung. Der erzeugte PV-Strom wird automatisch dorthin geleitet, wo er am effizientesten genutzt wird. Überschüssig erzeugter Solarstrom wird bevorzugt zum Puffern in den Stromspeicher sowie in den Wärmespeicher der Wärmepumpe geleitet und erst wenn die Speicherkapazitäten erschöpft sind, ins Netz eingespeist.

Verbesserte Autarkie
Die Gegenläufigkeit von solarer Stromerzeugung und Strombedarf der Wärmepumpen ist eine grundlegende Herausforderung, die durch intelligente Vernetzung der Anlagentechnik und geeignete Energiekonzepte gelöst werden kann.
Die HTW Berlin hat am Beispiel eines Einfamilienhauses errechnet, dass im Idealfall, wenn PV-Anlage, Speicher und Wärmepumpe optimal aufeinander abgestimmt sind, sich der Autarkiegrad spürbar verbessert. Trotz stromintensiver Wärmepumpe können 60 bis 65 % des benötigten Stroms aus eigener Erzeugung gedeckt werden.
In Mieterstromprojekten ist die solare Energieerzeugung pro Wohneinheit naturgemäß geringer. Das heißt, ein Haushalt erzielt zwar verglichen zu einem Einfamilienhaushalt eine geringere Autarkie. Doch auch hier liegt der Strom-Autarkiegrad reiner PV-Mieterstromprojekte typischerweise bei 35 bis 45 %. Durch intelligente, sektorenübergreifende Vernetzung kann insbesondere der Direktverbrauch des erzeugten PV-Stroms erhöht und damit die Wirtschaftlichkeit der deentralen Energieversorgung gesteigert werden. Das unterstreichen die beiden genannten Mieterstrombeispiele von Polarstern in Berlin und München.

Aufbau der Wärme- und Stromversorgung
Im Fall von Future Living Berlin werden die 25 Wärmepumpen in den Gebäuden miteinander vernetzt, sodass, abgestimmt auf das Gesamtsystem, jede Wärmepumpe optimal betrieben wird. Das Wärmeversorgungssystem besteht aus einer Wärmerückgewinnung mittels Sole/Wasser-Wärmepumpen sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen für die Heizwärme und Warm-Wassererzeugung. Dabei wird die Abluft aus den Räumen über zentrale Wärmetauscher geführt und mit Sole/Wasser-Wärmepumpen thermische Energie produziert. Die Wärmerückgewinnung dient sowohl der Warmwassererzeugung als auch der Raumheizung. Insgesamt werden so 57,25 % des gesamten Wärmebedarfs erzeugt. Der Stromspeicher ermöglicht es, den PV-Strom unter anderem zur nächtlichen Versorgung der Mieter zu nutzen. Während die Wärmeversorgung mit den Wärmepumpen dezentral für die einzelnen Gebäude funktioniert, wird die Stromversorgung zentral gesteuert. Mit der so vernetzten Anlagentechnik lassen sich voraussichtlich 38 % des Strombedarfs der Gebäude decken.
Das Mieterstromprojekt in München wiederum arbeitet mit einer zentralen Strom- und Wärmeversorgung. Zwei Wärmepumpen, eine für die Erzeugung von Warmwasser und eine für die Erzeugung von Heizenergie, erfüllen die Herausforderung des jahreszeitlich schwankenden Strombedarfs. Würde eine einzige Wärmepumpe installiert, liefe diese stets mit einem schlechteren Wirkungsgrad, was zu einem höheren Stromverbrauch und damit verbundenen höheren Heizkosten für die Mieter führt.

Steuerung über Wechselrichter
Die vielen unterschiedlichen Größen von Wohneinheiten und Räumen sowie das individuelle Verhalten der Haushalte machen die Steuerung der Energieversorgung im Mieterstrom schwerer planbar als in Bürogebäuden und Einfamilienhäusern.
Die einfachste Möglichkeit, PV-Anlage und Wärmepumpe zu vernetzen, ist die Steuerung über den Wechselrichter. Hierbei werden feste Schwellwerte definiert, ab denen der PV-Strom zum Betrieb der Wärmepumpen genutzt wird. Dabei wird ein Aufschlag auf die Anschlussleis­tung der Wärmepumpe berechnet, um zunächst die Grundlast durch die elektrischen Haushaltsgeräte zu stillen und erst danach die Wärmepumpe zu betreiben. Ziel ist es, die Wärmepumpe erst dann zu versorgen, wenn genug Solarstrom vorhanden ist. Denn der Direktverbrauch durch die Stromlieferung an die Mieter rechnet sich aus Sicht des Anlagenbetreibers besser als die Nutzung des Stroms im Eigenverbrauch.

Komplexes, smart gesteuertes Energiekonzept
Werden Smart Meter oder Energie-Management-Systeme zur Steuerung der Anlagentechnik genutzt, ist das Entscheidungskriterium bei der Stromversorgung kein fester Schwellwert des erzeugten Solarstroms. Vielmehr wird der nach Versorgung aller anderen elektrischen Geräte in den Haushalten verfügbare Solarstrom gemessen und gegebenenfalls die Versorgung der Wärmepumpe forciert. Ausschlaggebend ist also der verfügbare und nicht der erzeugte Solarstrom. Das macht gerade bei Energiekonzepten mit mehreren Anlagen Sinn.
Im Münchner Mieterstromprojekt sind PV-Anlage, Wärmepumpen und Speicher über Smart Meter vernetzt. Dies macht die Energieversorgung flexibler, zumal sich im Laufe der Jahre die Wohnstruktur in Mietwohngebäuden verändern kann. Außerdem eröffnet es dem Immobilienbesitzer und Anlagenbetreiber über die Energieversorgung der Bewohner hinaus künftig weitere Tätigkeitsfelder etwa im Bereich der Netzdienstleistungen.
Die Strom- und Wärmeversorgung im Quartier Future Living Berlin erfolgt mithilfe eines Energie-Management-Systems. Das vermeidet beispielsweise, dass durch den gleichzeitigen Betrieb aller Wärmepumpen der maximale Netzanschlusswert des Gebäudes überschritten wird und somit der Grundpreis für Strom aus dem öffentlichen Netz steigt. Ein gleichmäßiger Lastgang durch intelligente Steuerung des lokalen Energienetzes hilft also auch, benötigte Energie günstiger aus dem öffentlichen Netz zu beziehen.

Faktor Verbraucherverhalten
Neben der optimalen Nutzung der verfügbaren Speicherkapazität spielt das Verbraucherverhalten bei der effizienten Energieversorgung eine wichtige Rolle. Um die im Energiekonzept budgetierte Eigenstromversorgung und Autarkie zu erzielen, muss das Extremverhalten der Bewohner, sprich sinnloser Ener­giebedarf, vermieden werden. Nutzer in ihrem Verhalten anzuleiten und die Versorgung an ihren Bedarf anzupassen, sie mit Informationen zu unterstützen, ist ebenfalls eine Funktion, die das Energie-Management-System leisten muss. Dabei unterstützt in Future Living Berlin ein Wohnungsmanager auf einem festinstallierten Tablet in jeder Wohnung. Er zeigt unter anderem den Strom-, Heizungs- und Wasserverbrauch für die einzelne Wohnung auf einer Skala von 1 bis 5 an, sodass sich die Bewohner daran orientieren können. Automatisierungen führen des Weiteren dazu, dass beispielsweise die Wohnung bei Nichtnutzung von Räumen oder Abwesenheit Verbraucher ausschaltet.

Besonderheiten in Messkonzept und Abrechnung
Bei Mieterstromprojekten findet stets eine individuelle Absprache des Messkonzeptes mit dem zuständigen Netzbetreiber statt. Bei vernetzten Energiekonzepten muss in der Regel unterschieden werden, wo der erzeugte PV-Strom genutzt wird, beispielsweise zum Betrieb der Wärmepumpen oder für die Stromversorgung der Mieter. Schließlich wird nur für Letzteres die Mieterstromförderung nach dem EEG gezahlt. Über einen Kaskadenzähler kann die nötige Abgrenzung vorgenommen werden. Allerdings erfordert dies in manchen Quartieren Stromleitungen, die quer über das gesamte Grundstück verlegt sind. Dies sollte entsprechend frühzeitig im Bau berücksichtigt werden. Für eine transparente Abrechnung jedes einzelnen Mieters sind digitale Zähler im Einsatz. Damit kann auch der Anteil am Allgemeinstrom stichtagsgenau ausgewiesen werden.

Ein Fazit

Noch sind Mieterstromprojekte mit solch integrierten Anlagenkombinationen selten. Doch die sektorale Vernetzung in den Gebäuden gewinnt in den nächsten drei Jahren deutlich an Fahrt. Das hat vielerlei Gründe: Eigenverbrauch und Direktverbrauch vor Ort werden zur entscheidenden Größe in der Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Zahl elektrisch betriebener Anlagen und Geräte im Wärme- und Mobilitätsbereich nimmt zu, genauso wie die Nachfrage nach netzdienlichen Serviceleistungen durch flexible Steuerung der dezentralen Versorgungsnetze.

Autor: Florian Henle, Geschäftsführer Polarstern GmbH


Multitalent Installateur
Immer mehr Haushalte, gerade im Neubau, installieren heute eine eigene PV-Anlage, in nahezu jedem zweiten Fall ergänzt durch einen Stromspeicher. Die Verknüpfung von PV-Anlage und Wärmepumpe hat den Vorteil, dass mehr selbst erzeugter Strom zu Hause genutzt wird – was inzwischen deutlich attraktiver ist als die Ein-
speisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz. Gleichzeitig sinkt der Primärenergiefaktor und erleichtert damit den Zugang zu höheren KfW-Förderungen. Damit diese Verknüpfung funktioniert, muss die Technik aufeinander abgestimmt sind.
„Genügte es noch vor rund fünf Jahren, eine Photovoltaikanlage ans öffentliche Stromnetz anzuschließen, geht es heute auch aus wirtschaftlicher Sicht darum, die Technik so auszuwählen und zu installieren, dass möglichst viel Strom direkt vor Ort genutzt wird – und das eben nicht für klassische Elektrogeräte, sondern auch für die Wärmeversorgung und für E-Tankstellen“, sagt Polarstern-Geschäftsführer Florian Henle. Ein Installateur muss heute entsprechend eine Vielzahl an Gewerken abdecken, selbst oder über Partner.

 

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news-27782 „Wir brauchen in der Branche eine neue Debatte“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wir-brauchen-in-der-branche-eine-neue-debatte/ Interview mit Johannes Weniger von der HTW Berlin zum Thema Solarstromspeicher  

Die Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) hat 20 Solarstromspeicher unter die Lupe genommen und vergleichbar gemacht. Die sogenannte „Stromspeicher-Inspektion 2018“ soll mehr Transparenz in den Markt für Solarspeichersysteme bringen. Die Studie stellt auch weit verbreitete Pauschalaussagen, z. B. zur Wahl der Speichergröße und Relevanz der Speicherverluste, infrage. Wir sprachen mit dem Hauptautor und Solarbatterie-Experten Johannes Weniger über die Ergebnisse.

IKZ-Energy:
Herr Weniger, die derzeitige Intransparenz auf dem wachsenden Solarstromspeicher-Markt haben Sie und Ihre Kollegen im Rahmen der Studie am eigenen Leib erfahren: Bei der Durchsicht der 60 Datenblätter wurden insgesamt 45 unterschiedliche Bezeichnungen zur Angabe der Speicherkapazität gefunden. Wie soll man da durchsteigen?
Johannes Weniger: Zunächst einmal muss man sagen, dass der Markt für Solarstromspeicher erst in den letzten vier Jahren so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Im Gegensatz zu Wärmespeichern, Wärmepumpen oder Solarmodulen ist die Technologie also noch vergleichsweise jung. Dementsprechend ist die Standardisierung der Begrifflichkeiten auch noch nicht so weit fortgeschritten. Das Problem der eingeschränkten Vergleichbarkeit der Speichersysteme wurde aber frühzeitig von der Branche erkannt: Mit dem „Effizienzleitfaden für PV-Speichersysteme“ wurden Anfang 2017 einheitliche Prüfverfahren für Labortests veröffentlicht. Der Effizienzleitfaden enthält auch Vorschläge zur einheitlichen Benennung der Systemparameter. Zahlreiche Forschungsinstitute, Hersteller und Prüflabore waren an der Erstellung des Effizienzleitfadens beteiligt. Es existieren also branchenweit anerkannte Vorgaben zur Angabe der technischen Daten von Speichersystemen. Ein Grund, wieso diese bislang selten in Datenblättern zu finden sind, ist sicherlich auch die mangelnde Nachfrage danach.

IKZ-Energy:
Wie war das Verhalten der von Ihnen angeschriebenen Unternehmen? War man interessiert, an der Studie teilzunehmen oder war das Interesse eher verhalten?
Johannes Weniger: Für die Teilnahme an der Studie hatten wir alle in Deutschland aktiven Hersteller und Anbieter von Systemlösungen und Komponenten zur Speicherung von Solarstrom eingeladen. Voraussetzung war es, dass die Unternehmen Prüfberichte gemäß Effizienzleitfaden ihrer Produkte zur Verfügung stellen. Vor der Studie hatte nur SMA als einziger Systemanbieter diese Daten veröffentlicht. Unserem Aufruf sind jedoch zehn Hersteller gefolgt, die sich an der Studie mit Labormessdaten von 20 Systemen beteiligt haben. Die zehn Unternehmen repräsentieren mehr als die Hälfte des deutschen Solarstromspeicher-Markts. Von daher wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.

IKZ-Energy: Eine Erkenntnis der Studie lautet, dass größer nicht gleich besser ist – warum hat man das bisher angenommen und worauf ist zurückzuführen, dass das gar nicht stimmen muss?
Johannes Weniger: In Verkaufsgesprächen geht es heute eher um die Größe des Batteriespeichers und weniger um die System­effizienz oder Speicherverluste. Je grö-
ßer die Speicherkapazität, so lautet oft die Empfehlung, desto größer ist die erreichbare Eigenversorgung. Der simulationsbasierte Vergleich der unterschiedlichen PV-Speichersysteme im Rahmen der Studie zeigt eindrucksvoll, dass Geräte mit größerer Speicherkapazität nicht immer in der Lage sind, den Strombezug aus dem Netz zu senken. Der Grund hierfür: Hohe Umwandlungs- und Standby-Verluste von größer dimensionierten Speichersystemen können den eigentlichen Nutzen der größeren Speicherkapazität zunichtemachen. Der Vorteil eines hocheffizienten Systems ist mindestens so groß wie der Nutzen eines um 2 kWh größeren Batteriespeichers. Wir brauchen in der Branche also eine neue Debatte, bei der nicht die Größe des Batteriespeichers, sonst die Systemeffizienz im Mittelpunkt steht.

IKZ-Energy: Wenn ich ein Verbraucher bin, der sich für ein System aus Photovoltaik plus Solarstromspeicher interessiert – was würden Sie mir zum Speicher raten, worauf sollte ich bei den Angaben achten?
Johannes Weniger: Einer der Schlüsselfaktoren für einen effizienten Betrieb sind geringe Umwandlungsverluste der Leis­tungselektronik. Bei einer Ausgangsleis­tung von 1000 W sind Umwandlungswirkungsgrade oberhalb von 95 % ein Indiz für ein sehr gutes Teillastverhalten. Alle Umwandlungspfade sollten diesen Wert erreichen, damit möglichst wenig Strom im Speichersystem als Abwärme verpufft. Effiziente Batteriespeicher kommen auf einen mittleren Batteriewirkungsgrad von über 95 %. Je nach Systemdimensionierung ist ein Batteriespeicher 2000 bis 4000 Stunden im Jahr komplett entladen. Die Asketen unter den Speichersystemen verbrauchen im Standby-Modus dann weniger als 5 W. Ein Batteriespeicher muss zudem starke Leistungsschwankungen im Haus meistern: Eine schnelle Systemregelung kann nach einem Leistungssprung in weniger als 2 s die Batterieleis­tung anpassen. Des Weiteren ist auch die Genauigkeit der Systemregelung entscheidend. Während des Lade- und Entladevorgangs sollte die Abweichung vom Sollwert bei unter 5 W liegen. Wer tiefer in die technischen Details der Speichersysteme einsteigen und nicht die Katze im Sack kaufen möchte, sollte beim Hersteller nach den erwähnten Parametern fragen. Diese sind in der Regel in Prüfberichten gemäß Effizienzleitfaden zusammengefasst.

IKZ-Energy: Sie haben im Rahmen der Studie erstmals einen Effizienz-Index für Batteriesysteme entwickelt, der diese untereinander vergleichbar macht. Was hat der Index an Ergebnissen und Erkenntnissen hervorgebracht?
Johannes Weniger: Durch die simulationsbasierte Systembewertung mit dem System Performance Index (SPI) konnten wir im Rahmen der Studie die Energieeffizienz von AC- und DC-gekoppelten PV-Speichersystemen vergleichbar machen. Das Ergebnis: Der mittlere SPI beider Systemkonzepte war überraschenderweise mit 88,1 % identisch. Auf Effizienz getrimmte AC-gekoppelte Systeme konnten geringere Effizienzeinbußen erzielen als der Großteil der DC-gekoppelten Systeme. Spannend ist es auch, wenn man einen Blick auf die Markteinführung der untersuchten Geräte wirft. Hier zeigt sich, dass gleich mehrere Hersteller mit neueren Produkten eine bessere Systemeffizienz erzielen konnten. Bei vielen Unternehmen ist anscheinend die Effizienz in den vergangenen Jahren stärker in den Mittelpunkt der Produktentwicklung gerückt. Ob dies auch auf die Hersteller, die nicht an der Studie teilgenommen haben, zutrifft, können wir allerdings nicht sagen.

IKZ-Energy: Die Studie zeigt gerade auch an dieser Stelle die Frage nach der Transparenz am Markt. Manche Hersteller wollten nicht namentlich genannt werden. Dessen ungeachtet hat die Studie einen großen Wert, weil sie grundsätzliche Erkenntnisse liefert. Welche sind das zusammengefasst aus Ihrer Sicht?
Johannes Weniger: Aus der durchgeführten  Verlustanalyse geht hervor, dass im Durchschnitt rund 70 % der gesamten Systemverluste auf die Umwandlungsverluste entfallen. Kurz gesagt: Die Wirkungsgrade der Leistungselektronik dominieren mit großem Abstand die Gesamteffizienz eines Speichersystems. Bisher wurde die Bedeutung der Effizienzverluste oft unterschätzt. Die Studie brachte allerdings große Effizienzunterschiede zwischen den untersuchten Systemen zutage: Allein in den ersten zehn Jahren beträgt der finanzielle Vorteil des effizientesten Speichersystems gegenüber dem System mit der geringsten Effizienz rund 1000 Euro. In Anbetracht sinkender Systempreise wird die Relevanz der Speicherverluste in Zukunft weiter steigen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch im Speichermarkt ein Bewusstsein für hocheffiziente Produkte etabliert.

IKZ-Energy: Wer kann bzw. darf die Batteriekapazität heute ermitteln und wer müsste das eigentlich tun?
Johannes Weniger: Für belastbare Kapazitätsangaben auf Datenblättern sind in ers­ter Linie die Hersteller verantwortlich. Das heißt auch, dass bei modularen Systemen mit separaten Batteriespeichern die Wechselrichter- und Batterieanbieter in der Verantwortung stehen, die nutzbare Speicherkapazität korrekt anzugeben. Unabhängige Labortests von Forschungseinrichtungen oder Prüfinstituten sind weiterhin erforderlich, um die Kapazitätsangaben zu prüfen. In Extremfällen ist die entnehmbare Energie eines Batteriespeichers heute um bis zu 20 % geringer als die nutzbare Speicherkapazität im Datenblatt. Als Branche sollten wir das Vertrauen der Kunden durch realitätsferne Datenblattangaben nicht aufs Spiel setzen. Denn zufriedene Solarspeicherbesitzer sind für die Verbreitung der Technologie und für die Erschließung des Solarpotenzials im Wohngebäudebereich von entscheidender Bedeutung.

IKZ-Energy: Herr Weniger, vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Dittmar Koop.


Zur Person
Johannes Weniger ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe ­„Solarspeichersys­teme“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Dort forscht er zur Dimensionierung, Netzintegration und Energieeffizienz von Photovoltaik-Speichersystemen. Von 2009 bis 2013 war er in der Engineering-Abteilung der Solarpraxis AG tätig.


Info
Die aktuelle Studie „Stromspeicher-Inspektion 2018“ gibt es als Download unter: www.­stromspeicher-inspektion.de
Bei dem Interview handelt es sich um die gekürzte Fassung. Die Langfassung können Sie online lesen unter www.ikz.de

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:24:20 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/8/csm_1601_f7304c8c74.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/8/csm_1601_d7fd69902c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/1601.jpg
news-27779 Zuschuss bei der Heizungserneuerung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zuschuss-bei-der-heizungserneuerung/ Hamburg.  Hausbesitzer, die ihre Ölheizung modernisieren wollen, können dafür Zuschüsse in Anspruch nehmen. Dafür sorgt ein Fördermittel-Service im Rahmen der Aktion „Besser flüssig bleiben“. Experten übernehmen dabei die Suche nach Geldern aus staatlichen Fördertöpfen sowie die komplette Antragsstellung.  

Initiiert hat die Aktion das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) gemeinsam mit diversen Heizgeräteherstellern. „Was viele Hausbesitzer abschreckt, ist der bürokratische Aufwand. Hier setzen wir mit unserem Fördermittel-Service an. Dieser Dienst ist kostenlos, wenn die Wahl auf ein Öl-Brennwertgerät eines der teilnehmenden Hersteller fällt“, sagt Annette Cronenberg vom IWO. Die teilnehmenden Hersteller sind Buderus, Giersch, Hovel, Junkers (Bosch), MHG, Remeha, Rotex, Viessmann und Wolf.
Wichtig: Die Gelder müssen beantragt werden, bevor die Modernisierungsmaßnahme startet. Hausbesitzer wenden sich daher mit dem Angebot ihres Heizungsbauers für eine Öl-Brennwertheizung an den Fördermittel-Service: Telefon 06190 / 9263435. Die Experten beraten die Modernisierer individuell, um ihnen die maximale Fördersumme aus mehr als 2000 Förderprogrammen zu sichern. Rund 1000 Euro und mehr sind laut IWO möglich.

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_IWO_86d17e2520.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_IWO_9f72656f92.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/IWO.jpg
news-27766 EnBW will Deutschlands größtes Solarkraftwerk bauen – ohne EEG https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/enbw-will-deutschlands-groesstes-solarkraftwerk-bauen-ohne-eeg/ Energieriese EnBW setzt vermehrt auf erneuerbare Energien im Rahmen seiner EnBW-2020-Strategie. Der Konzern will in Brandenburg Deutschlands größtes Solarkraftwerk bauen und dabei zeigen, dass das Kraftwerk ohne EEG-Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann.  

Das Solarprojekt Weesow-Willmersdorf nördlich von Berlin hat 175 MW Leistung und soll als erstes Solarkraftwerk Deutschlands ohne EEG-Förderung umgesetzt werden. „Durch den technischen Fortschritt sind die Errichtungskosten für Solarparks drastisch gesunken – in
Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um bis zu 90 %. Solarenergie befindet sich deshalb heute – das zeigen auch die letzten Auktionsergebnisse – kostenseitig mindestens auf Augenhöhe mit anderen Technologien. Wir gehen davon aus, dass zumindest erste große Solarprojekte in absehbarer Zeit ohne EEG-Förderung auskommen werden“, sagt Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung bei der EnBW.

Strom für 50 000 Haushalte
Das Solarkraftwerk wird sich über eine Fläche von 164 ha erstrecken. Es wird mit einem Ertrag von 175 GWh pro Jahr gerechnet, womit rechnerisch rund 50 000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Die EnBW hat das von Procon Solar GmbH seit 2009 vorentwickelte Projekt im letzten Jahr übernommen. „Mit der Realisierung des Solarparks Weesow-Willmersdorf rücken wir nicht nur in die erste Liga im deutschen PV-Markt auf, sondern setzen – nach dem „Null-Cent-Gebot“ für unseren Offshore-Windpark He Dreiht in 2017 – erneut ein wichtiges Zeichen in Richtung der Marktfähigkeit erneuerbarer Technologien. Wir wollen den Beweis antreten, dass unser Solarpark als erster in Deutschland ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann“, erklärt EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer.

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_solarkraft1_50dc0b86ee.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_solarkraft1_095da2c6e4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW7_solarkraft1.jpg
news-27677 Wohlfühlwärme für die Erlebniswelt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wohlfuehlwaerme-fuer-die-erlebniswelt/ Im Büro- und Ausstellungskomplex „ALENA“ sorgen Flächenheizsysteme für thermische Behaglichkeit  

In der mittelhessischen Universitätsstadt Gießen wurde im Spätsommer 2017 eine besondere Immobile eingeweiht: das ALENA-Kompetenz-Zentrum. Dahinter verbirgt sich ein Dienstleistungsangebot für ganzheitliches Bauen & Wohnen. Der Gebäudekomplex besteht aus einem viergeschossigen Bürogebäude mit Ausstellung, Tiefgarage, angrenzender Lagerhalle sowie einer Werkstatt. Gemeinsam unter einem Dach vereint werden hier die Kompetenzen etablierter Unternehmen aus der Gebäude- und Wohnungsplanung gebündelt – von Heizung/Sanitär über Energietechnik bis hin zu Raumdesign und Sicherheitstechnologie.

Ein Highlight dieses Kompetenzzentrums für ganzheitliches Wohnen ist die ALENA-Erlebniswelt. Dort werden auf einer Fläche von über 1000 m² moderne Produkte und Designobjekte von Top-Marken gezeigt, von Küchen und Bädern bis hin zu Boden- und Wandbelägen, Soundanlagen und Lichtinszenierungen. „Unsere Ausstellung zeigt alles rund ums Bauen und Wohnen, geht aber noch einen Schritt weiter“, erklärt Sascha Reitz, Geschäftsführer von ALENA. „Via Sprachsteuerung sind beispielsweise die Arbeitsflächen unserer Küchen höhenverstellbar und das Wasser läuft per Sprachansage aus der Armatur. Wir bieten zudem auch einen Virtual-Reality-Raum, in welchem die Besucher ihre Wunschprodukte hautnah in einer virtuellen Wohnung erleben können. Bei uns hat die Zukunft des Wohnens also bereits ein Zuhause gefunden. Der Kunde muss sie bei uns nur noch abholen.“

Ganzheitliches energetisches Gebäudekonzept
Den hohen Anspruch an die eigene Performance übertrugen die Verantwortlichen von ALENA auch auf die baulichen Anforderungen ihres neuen Ausstellungsgebäudes. So wurden der gewerblich genutzte Bereich des Gebäudes sowie die Werkstatt als KfW-Effizienzhaus 55 geplant. Die Bereitstellung der Wärme für das Gebäude erfolgt über ein Blockheizkraftwerk und einen Gasbrennwertkessel (Spitzenlast). Lediglich der Showroom wird über vier Wärmepumpen versorgt, die zu Demonstrationszwecken dort aufgestellt sind. Das Warmwasser wird dezentral erwärmt. Die Kühlung erfolgt aufgrund der benötigten großen Leistung (350 kW Kühllast) über einen klassischen Kaltwassersatz. Eine Windkraftanlage auf dem Dach sowie eine 600 m² große Photovoltaikanlage decken einen Großteil des Strombedarfes.
Ein wesentlicher Fixpunkt im Pflichtenheft war eine höchstmögliche Flexibilität in der Raumplanung. „Mit dem Neubau wollten wir das Maximum an Flexibilität erhalten. Falls wir im nächsten Jahr weniger Bürofläche benötigen sollten, können wir so jederzeit die Räumlichkeiten sinnvoll und kostengünstig teilen“, erläutert Sascha Reitz, der auch Büroräume im Gebäudekomplex an andere Firmen vermietet. „Auch die genaue Abrechnung des Wärmebedarfs der vermieteten Räume war uns vor dem Hintergrund mehrerer Mietparteien sehr wichtig“, so Reitz weiter.
Zur Beheizung der Ausstellung und der Büroeinheiten entschied sich der Bauherr für eine Flächenheizung des Herstellers Schütz. Heizkörper waren für den Bauherrn zu keiner Zeit eine ernsthafte Option: „Erstens sind klassische Heizkörper echte „Dreckfänger“, die man permanent mit hohem Aufwand reinigen muss“, ist Reitz überzeugt, „zweitens verschwelt der Staub im Heizungsbetrieb auf den Heizflächen und verschlechtert erheblich das Raumklima. Zudem nehmen mir Heizkörper nur wertvolle Ausstellungsfläche weg.“
Die ganzjährige, angenehme Wärmeverteilung sei gerade für die Büroräume und im Ausstellungsbereich ein wichtiger Wohlfühlaspekt, argumentiert Dirk Dietrich, der zweite Geschäftsführer von ALENA. „Und sollte es im Sommer tatsächlich mal zu warm in den Räumlichkeiten sein, kann durch die Flächenkühlung über den Fußboden noch extra gekühlt werden“. Insgesamt wurden auf vier Etagen rund 4000 m² Fußbodenheizung verlegt.

Industrieflächenheizung in der Werkstatt
In der angrenzenden Lagerhalle und in der Werkstatt wurde eine spezielle Industrieflächenheizung von Schütz eingebaut. Dieses System ist auch hohen Belastungen gewachsen. Der Einbau der Flächenheizung erfolgte dabei bereits in der Bodenplatte. Hierbei wurden die Heizrohre an der unteren Bewehrungsmatte befestigt. Geregelt wird die Fläche über die Gebäudeleittechnik (BUS-System). Dies erfolgt raumweise mit einem KNX-System.
Lediglich die Energieausstellung wird aufgrund ihres Doppelbodens und der bereits zur Verfügung stehenden Energie durch die Wärmepumpen-Musteranlage nicht über eine Fußbodenheizung geheizt. In diesem Fall wird mit einer Deckenkühlung und Betonkernaktivierung gearbeitet, um die Temperatur auf einem angenehmen Niveau zu halten.
Die Vorteile des Flächenheizsystems wurden beim ALENA-Komplex übrigens bis ins letzte Detail ausgereizt: So wurde die Flächenheizung selbst in der Garageneinfahrt des Bürogebäudes genutzt. Denn dank der Wärmeenergie, die zum Teil auch von der Musteranlage in der Ener­gieausstellung stammt, kann so die Einfahrt den ganzen Winter eisfrei gehalten werden, ganz nach dem Motto „Freie Fahrt in das ALENA“…

Bilder: Schütz

www.schuetz.net

 

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Fri, 15 Feb 2019 07:27:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_28_7a32373b31.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_28_a215504631.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/28.jpg
news-27773 AEG: Heißwasser auf Knopfdruck https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/aeg-heisswasser-auf-knopfdruck/ AEG Haustechnik erkennt einen Trend in der Küche: Neben einer gehobenen Ausstattung wünscht man sich Platzersparnis auf der Arbeitsfläche sowie Unterstützung bei der Zubereitung von Speisen und Getränken. Diese Wünsche möchte AEG mit einem Heißwassersystem erfüllen: „HOT 5“ liefert sowohl kaltes und warmes, als auch ca. 97°C heißes Wasser – ohne Wartezeit, gezapft aus einer Armatur.  

Es besteht aus einer Heißwasserarmatur, einem drucklosen 5-l-Heißwasserspeicher zum Einbau unter der Spüle und einem zusätzlichen Entkalkungsfilter, der ebenfalls unter der Spüle seinen Platz findet. Zur Unterstützung der Trinkwasserhygiene wird die Anschlussleitung der Heißwasserarmatur nach jedem Zapfen vollständig entleert.

EHT Haustechnik GmbH (AEG Haustechnik), Gutenstetter Str. 10, 90449 Nürnberg, Tel.: 0911 9656-0, Fax: -222, info@eht-haustechnik.de, www.aeg-haustechnik.de

 

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Fri, 15 Feb 2019 06:36:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_65_AEG-Bedienung_fe1ff5ba6a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_65_AEG-Bedienung_c570dab8b3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/65_AEG-Bedienung.jpg
news-27777 Fachhandwerker können von Prämienaktion profitieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fachhandwerker-koennen-von-praemienaktion-profitieren/ Köln. Peugeot bietet Fachhandwerkern eine Vorteilsaktion an: Wer bis zum 31. März die Modelle „308“, „308 SW“, „3008“, „5008“, „Rifter“ oder „Traveller“ erwirbt, erhält für seinen Gebrauchtwagen bis zu 7000 Euro. Jede Motorvariante erfülle die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Kunden profitieren sowohl beim Kauf als auch beim Leasing eines Neu- oder Bestandfahrzeuges von der Prämie, verspricht der Fahrzeughersteller.  

„Sie erhalten die Prämie bei Inzahlungsmaßnahme ihres Gebrauchtwagens, unabhängig von der Marke des Fahrzeugs.“ Den Restwert errechneten die Händel nach der offiziellen Schwacke- bzw. DAT-Liste.
Das Angebot besteht für Privatkunden sowie für die Gewerbetreibende mit einem Fuhrpark unter zehn Fahrzeugen.

www.peugeot.de

 

 

 

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Thu, 14 Feb 2019 11:14:08 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Peugeot_3c287086a9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Peugeot_0fbabcc8fa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/Peugeot.jpg
news-27771 Warmwasserspeicher mit Brennwerteffekt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/warmwasserspeicher-mit-brennwerteffekt/ Einblicke in Weiterentwicklungen der Sektorkopplung im Eigenheim  

Sektorkopplung anzubieten ist keine neue Sache mehr. Photovoltaikstrom wird auch zu Wärmezwecken eingesetzt oder zur Beladung von Elektroautos. Dennoch meint Smartnrgy einen neuen Weg zu gehen – über einen Abgaswärmetauscher im Speicher.
Das Gesamtsystem, das sowohl in Wohn- als auch Nichtwohngebäuden eingesetzt werden kann, besteht aus mehreren Komponenten: Photovoltaik-(PV)-Module mit einem selbst entwickelten Wechselrichter, einer Solarstrom-Batterie, einem Wärmespeicher und aus einer Motoreneinheit. Die Motoreneinheit vervollständigt das Gesamtsystem, um letztlich auch ohne PV-Strom Energie erzeugen zu können. Eine intelligente Elektronik steuert die erforderlichen Prozesse.
Die PV-Module liefern die Energie für die unabhängige Stromversorgung. Überschüssige Energie wird in erweiterbaren Stromspeichermodulen gespeichert. Zudem wird der Strom auch in Wärme für die Heizung und Brauchwasser umgewandelt.

Vorausgehende Überlegungen
Der Wärmepufferspeicher ist eine Entwicklung der Smartnrgy und geht aus unserer Sicht technisch neue Wege. In der Entwicklungsphase standen wir vor der Entscheidung, Abgaswärmetauscher im OEM-Bereich zu kaufen oder solche selbst zu bauen. Aus wirtschaftlichen, vorwiegend jedoch aus Effizienzgründen, haben wir uns für Letzteres entschieden. Denn die im Markt befindlichen Abgaswärmetauscher konnten unsere Erwartungen an einen hohen Wirkungsgrad nicht erfüllen, denn diese liegen unterhalb von 90 %.

Der Wärmespeicher
Zum Herzstück unseres Speichers wurde der eigens entwickelte und in den Speicher integrierte Abgaswärmetauscher. Die Motoreneinheit erzeugt Abgastemperaturen zwischen 550 °C und 700 °C, marktübliche Abgaseintrittstemperaturen liegen meist nur bei bis max. 550 °C.
Diese Abgastemperatur wird über ein keramikisoliertes Rohr in den Abgaswärmetauscher des nahestehenden Wärmespeichers geführt. Der Tauscher besteht aus einer eigens angefertigten Legierung, welche einerseits eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweist und andererseits hoch hitzebeständig ist. Weiterhin besitzt er eine überdurchschnittlich große Oberfläche, wodurch eine sehr hohe Wärmeabgabe an das umliegende Speicherwasser ermöglicht wird. Die Besonderheit des Abgaswärmetauschers ist u. a. an seinen Leis­tungsdaten erkennbar: Hohe Abgaseintrittstemperaturen verbunden mit einer geringen Abgasaustrittstemperatur (40 °C, Brennwerteffekt). Der Wirkungsgrad liegt bei 95 %, marktüblich sind 85 %. Der Wärmespeicher bietet die Möglichkeit, eine direkte Montage des Heizkreisverteilers vorzunehmen. Vorteil: Es ist keine Rohrverlegung zwischen Verteiler und Speicher notwendig und somit ideal auch bei kleinen Technikräumen. Die direkte Montage der Frischwasserstation am Speicher ist möglich.

Neuartiges Schichtsystem
Das Schichtsystem erlaubt eine Wärmeschichtung von ¾ warmen Wassers mit einem Delta T von 8 °C. Der unterste Bereich dient zur Motorkühlung und für den Brennwerteffekt des Abgaswärmetauschers. Der untere Bereich liegt daher bei ca. 30 °C. Erreicht wird dies u. a. durch eine spezielle interne Verrohrung des Vorlaufs. Eine gleichmäßige Durchströmung mit entsprechend angepasster Temperatur für den jeweiligen Bereich erfolgt durch eigens entwickelte Injektordüsen. Diese führen eine optimale Vermischung des Wärmespeichers durch. Weitere Konstruktionen trennen den warmen Bereich vom kälteren Bereich ab, erlauben jedoch eine geringe Diffusion. Durch das angesprochene Schichtsystem konnte auch die Effizienz gesteigert werden.
Durch Verwendung eines neuartigen Schichtsystems innerhalb des Speichers wird das Mehrgewicht durch den Abgaswärmetauscher wettgemacht. Das Gewicht eines Wärmespeichers spielt immer eine große Rolle. Beispiel: Der 1000 l Warmwasserspeicher Economat mit integriertem Abgaswärmetauscher hat ein Gewicht von 190 kg. Dies ermöglicht eine Einbringung ohne schweres Gerät.

Ausblick: Wasserstoff
Die heutige Motoreneinheit läuft hocheffizient und die verwendeten Bauteile, Komponenten und Elektroniken bilden die Basis für eine Weiterentwicklung, um zukünftig auf fossile Energieträger verzichten und stattdessen Wasserstoff verwenden zu können. Wir planen, mit ers­ten Anlagen in dieser Form ab 2020 auf den Markt zu gehen.

Autor: Heiko Melzer, Geschäftsführer Smartnrgy


Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Beispiele)
Technisch machbar ist heute alles, hört man oft sagen. Doch ist das technisch Machbare auch wirtschaftlich? Zum System von Smartnrgy nachfolgend drei Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die Werte sind laut Unternehmen Referenzwerte realisierter Projekte aus der Praxis.

Nichtwohngebäude (Produktionsbetrieb)
Investitionssumme: 170 000 Euro
Stromverbrauch/a: 250 000 kWh
Heizöl/Gasverbrauch/a: 15 000 l
Wärmebedarf/a: 155 250 kWh
WW-Bedarf/a: 14 850 kWh
Einsparung/a: 59 000 Euro
Vollamortisation: 2,9 Jahre
Wartung: 1,5 Wartungen pro Jahr (ca. 600 Euro)
Hierbei ist laut Smartnrgy kein Tilgungszuschuss (Förderungen) berücksichtigt.

Mehrfamilienhaus
Investitionssumme: 60 000 Euro
Stromverbrauch/a: 16 500 kWh
Heizöl/Gasverbrauch/a: 10 000 l
Wärmebedarf/a: 107 375 kWh
WW-Bedarf/a: 7 425 kWh
Einsparung: 7 000 Euro
Vollamortisation: 8,6 Jahre
Wartung: 1,3 Wartungen pro Jahr (ca. 400 Euro)

Wohnhaus
Investitionssumme 40 000 Euro
Stromverbrauch jährlich 6000 kWh
Heizöl/Gasverbrauch jährlich 4000 Liter
Wärmebedarf jährlich 36 070 kWh
WW-Bedarf jährlich 2970 kWh
Einsparung jährlich 2500 Euro
Vollamortisation 16 Jahre (ca. 12 Jahre mit Förderungen)
Wartung 0,9 Wartungen pro Jahr (ca. 150 Euro)
Bei allen aufgeführten Beispielen ist laut Smartnrgy keine Strompreiserhöhung vorgesehen. Anstehende Energiepreiserhöhungen wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung aus.

Alle Angaben von Smartnrgy


Steckbrief Komponenten
Smartnrgy verwendet monokristalline und polykristalline Module im Leistungsbereich von 275-310 Wp. Darüberhinaus können Glas/Glas-Module und In-Dach-Module angeboten werden. Standardmäßig verwendet Smartnrgy ein Stromspeichermodul aus Lithium-Eisenphosphat (LiFePo4). Beginnend mit einer Leis­tung von 5 kWh ist dieser erweiterbar bis zu einer Leistungsgröße von 96 kWh.
Speziell entwickelter Wechselrichter: Wechselrichter sind üblicherweise für PV-Strom ausgelegt. Smartnrgy kann seinen Wechselrichter auch an erzeugten Generatoren-Strom anschließen. Ein String für PV, der zweite String für den Generator.
Die Motoreneinheit besteht aus einem Gas- oder Heizölmotor mit angeschlossenem Generator und läuft nur bei Bedarf, wenn die Eigenversorgung nicht ausreicht. Die Leistungsklasse erstreckt sich von 4-70 kWel und 10-150 kWth.

 

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Thu, 14 Feb 2019 08:53:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_1801_166d3993ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_1801_6df577fe39.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/1801.jpg
news-27680 Sichere Oberflächenveredelung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sichere-oberflaechenveredelung/ Brandschutz in Galvanikbetrieben  

Hagen, Göppingen, Geislingen, Ingolstadt, Solingen, Remscheid, Iserlohn, Dresden, Pforzheim. In Galvanikbetrieben hat es im vergangenen Jahr häufig gebrannt, wie eine Internetrecherche zeigt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) [1] kommt es jedes Jahr zu 70 - 80 Bränden in galvanotechnischen Betrieben. Die Brände kennzeichnen sich durch eine außerordentlich schnelle Ausbreitung bis hin zur Explosion und eine teils immense Freisetzung von Brandrauch. Die für den Betrieb notwendigen giftigen Chemikalien führen bei einer Freisetzung im Brandfall häufig zu Umweltgefährdungen.

Das vergleichsweise hohe Brandrisiko in Galvanikbetrieben ist leicht nachvollziehbar. In diesen Unternehmen werden Werkstücke und Produkte aus Metall, Kunststoff oder Keramik zur Oberflächenveredelung elektrochemisch mit metallischen Überzügen versehen. Dazu werden üblicherweise Elektrolytbäder verwendet, durch die hohe elektrische Ströme bis hin zu mehreren Tausend Ampere fließen. Die hohen Brandrisiken entstehen unter anderem aus den Brandlasten der Elektrolytbäder und Abluftanlagen, dem Zündpotenzial der elektrischen Anlagen sowie aus dem betriebsbedingten Freisetzen brennbarer Gase wie Wasserstoff.
Um die Gefahren und Risiken für die Brandentstehung in Galvanikbetrieben zu minimieren, hat der GDV zusammen mit dem Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO) einen Leitfaden veröffentlicht [1]. Er beschreibt die Gefahren und Risiken durch Brände in Galvanikbetrieben und zeigt mögliche Schutzmaßnahmen auf.

Hohe anlagentypische Brandgefahren
Besondere Gefahren gehen von direkt mit Heizstäben beheizten Prozessbädern aus. Beim Austrocknen der Elektrolytbäder und fehlenden bzw. defekten Übertemperatursicherungen kommt es schnell zu einer Überhitzung der Heizstäbe und damit zu einem Brand. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Wannen, Abluftleitungen und Ähnliches aus brennbaren Kunststoffen bestehen.
Ebenso existieren zahlreiche mögliche elektrische Zündquellen in der auf hohe Ströme ausgelegten Stromversorgung. Die prozessbedingt eingesetzten aggressiven Chemikalien führen zu einer schnellen Korrosion von Kabeln und elektrischen Anschlüssen. Eine häufige Schadenursache sind mangelhafte bzw. defekte Isolierungen an den Elektroden. Bei bestimmten Prozessschritten kommt es in Galvanikbetrieben zur Freisetzung brennbarer Gase wie beispielsweise Wasserstoff.

Schwierige manuelle Brandbekämpfung
Die manuelle Brandbekämpfung durch die Feuerwehr oder im Anfangsstadium durch Betriebsangehörige ist häufig erschwert. Die starke Rauchgasfreisetzung führt zu Sichtbehinderungen und die durch die zahlreichen Brandlasten freiwerdende Energie erschwert die Annäherung an den Brandherd. Auch die bei einem Feuer freigesetzten giftigen Chemikalien bzw. deren Reaktion mit dem Löschwasser stellen die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Besonders kritisch sind betriebsfreie Zeiten, in denen Anlagen – insbesondere Prozessbäder – vor Produktionsbeginn unbeaufsichtigt hochgefahren werden. Entscheidend für den Löscherfolg ist deshalb, den Ausbruch eines Brandes frühzeitig zu erkennen und bereits bei der Entstehung möglichst automatisch zu bekämpfen.

Schutzmaßnahmen
Ein effektiver Brandschutz kann nur durch ein ganzheitliches Schutzkonzept mit baulichen, organisatorischen und anlagen- bzw. verfahrenstechnischen Maßnahmen erreicht werden, dass individuell auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist. Die zu erfüllenden Schutzziele ergeben sich sowohl aus den gesetzlichen Vorgaben wie den Anforderungen der Landesbauordnungen und des Arbeitsschutzrechtes, als auch aus den Zielen des Unternehmens selbst. Zu Letzteren zählen beispielsweise die Aufrechterhaltung der Produktions- und der Lieferfähigkeit und der maximal tolerierbare Schadenumfang bzw. Betriebsunterbrechungszeitraum. Für das Erreichen aller Schutzziele ist eine Gefahren- und Risikobewertung anzufertigen, die idealerweise mit dem Versicherer abgestimmt werden sollte.

Automatische Löschanlagen
Neben flächendeckenden automatischen Brandmeldeanlagen (BMA) hat sich für Galvanikbetriebe der Schutz durch automatische, stationäre Löschanlagen als besonders wirksam herausgestellt. Eine Analyse der Schadenstatistik der Versicherer belegt, dass ein effektiver Sprinklerschutz die Brandschäden deutlich reduziert: In nicht gesprinklerten Bereichen sind diese im Durchschnitt sechsmal höher [1]. Naturgemäß tauchen Vorfälle, in denen Sprinkleranlagen einen Brand verhindert bzw. stark eingedämmt haben, in den Auswertungen gar nicht auf.
Automatische Löschanlagen detektieren einen Brand frühzeitig und bekämpfen ihn bereits im Frühstadium und auch in betriebsfreien Zeiten. Dadurch verzögern sie die Brandausbreitung und wirken Hitzebelastung und Verrauchung entgegen, sodass auch die manuelle Brandbekämpfung erleichtert wird. Wasserlöschanlagen können darüber hinaus zahlreiche aggressive Chemikalien binden bzw. niederschlagen, was die Belastung von Einsatzkräften und Umwelt verringert. Automatische Löschanlagen lassen sich flexibel einsetzen. Je nach Einsatzzweck sind unterschiedliche Kombinationen aus Anlagentypen und Löschgasen erhältlich (siehe Info-Kasten „Wasserlöschanlagen – zuverlässig und wirtschaftlich“).

Löschanlagen schützen zuverlässig
Für einen Raumschutz werden häufig Sprinkleranlagen eingesetzt, die auch größere Flächen zuverlässig schützen. Über Sprinkler sind selbst bei Fachleuten zahlreiche Märchen und Mythen in Umlauf, die jeder Grundlage entbehren [2]. So lösen Sprinkler nicht flächendeckend aus, sondern löschen selektiv nur in der Nähe des Brandherdes. Dabei verbrauchen sie weitaus weniger Löschwasser, als die Feuerwehr benötigen würde. Mit Sprinkleranlagen kann deshalb ein Löschwasserrückhaltebecken nach Abstimmung mit Behörden und Versicherer deutlich kleiner dimensioniert werden.
Einzelne Objekte bzw. Anlagen lassen sich mit Sprühwasserlöschanlagen schützen, vor allem bei großen Brandlasten und wenn es um die Verhinderung einer schnellen Brandausbreitung geht. Sprühwasserlöschanlagen arbeiten mit offenen Löschdüsen und verteilen das Löschwasser schnell über den gesamten Löschbereich. Wassernebellöschanlagen benötigen lediglich 10 % der Löschmittelmenge einer Sprinkleranlage. Für den Schutz spezieller Bereiche, beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serverräume oder Lagerräume für brennbare Flüssigkeiten, lassen sich auch Gaslöschanlagen einsetzen. Dabei ist zu beachten, dass CO2 als Löschmittel mit einigen in der Galvanik eingesetzten Chemikalien reagiert und dann nicht eingesetzt werden kann.

Gesamtkonzept ist entscheidend
Automatische Löschanlagen schützen zuverlässig, stellen aber nur einen Ausschnitt aus dem Brandschutzkonzept dar. Genauso wichtig sind bauliche und verfahrenstechnische Maßnahmen wie die Abtrennung der Galvanikanlagen als eigenen Brandabschnitt und ihre Anordnung an mindestens einer Außenwand. Prozessbäder sollten nur indirekt beheizt werden und auf brennbare Kunststoffe wie PP oder PE sollte verzichtet werden. Besonders wichtig sind feuerfeste Abschottungen von Wanddurchbrüchen und die Absicherung von Leitungs- und Abluftanlagen, da sich ansonsten ein Feuer in Sekundenschnelle über das ganze Gebäude ausbreiten kann. Diese und zahlreiche andere Maßnahmen sind im neuen Leitfaden beschrieben, einschließlich Hinweisen zur Risiko- und Gefahrenanalyse.

Literatur
[1] VdS 3412: Galvanotechnische Betriebe –
Gefahren, Risiken, Schutzmaßnahmen.
[2] Die populärsten Märchen über
Sprinkleranlagen und was dahintersteckt.
bit.ly/2Niz7sE

Autor: Dr. Wolfram Krause, Geschäftsführer des bvfa (Bundesverband Technischer Brandschutz)

 


Leitfaden zum Brandschutz in galvanotechnischen Betrieben
Brandereignisse in galvanotechnischen Betrieben – umgangssprachlich als Galvaniken bezeichnet – sind in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Versicherer verzeichnen hier regelmäßig Feuer- und Explosionsschäden und in deren Folge Betriebsunterbrechungen. Ebenso werden auch Umweltschäden verursacht, z. B. durch Brandfolgeprodukte, kontaminiertes Löschwasser und auslaufende Chemikalien.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat mit dem Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO) einen Leitfaden erarbeitet, der die Gefahren und Risiken durch Brände, Explosionen und die Ausbreitung von Rauch und Brandfolgeprodukten in Galvanikbetrieben aufzeigt sowie mögliche Schutzmaßnahmen beschreibt. Er richtet sich an galvanotechnische Betriebe, die Oberflächen durch elektrolytische Wirkbäder oder durch chemische Verfahren bearbeiten. Nicht berücksichtigt werden Verfahren ohne Prozessbäder wie Lackieren, Pulverbeschichten oder Feuerverzinken. Der Leitfaden kann kostenlos unter bit.ly/2O3ZT7R heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

Wasserlöschanlagen – zuverlässig und wirtschaftlich
In automatischen Löschanlagen wird Wasser mit Abstand am häufigsten als Löschmittel eingesetzt. Wasser ist preiswert, überall verfügbar und vielfältig einsetzbar. Man unterscheidet grob zwischen drei Anlagentypen.

Sprinkleranlagen
Sprinkleranlagen werden in Galvanikbetrieben häufig als flächendeckender Raumschutz eingesetzt. Sie verteilen das Löschwasser über ein Rohrleitungssystem und Düsen (Sprinkler) selektiv am Brandort. Im Brandfall zerspringt eine Glasampulle und öffnet das Alarmventil des jeweiligen Löschbereiches. Nur dort wird das Feuer über die Sprinklerdüsen gelöscht, die restlichen Sprinkler bleiben geschlossen. In Bereichen, wo es auf eine besonders hohe Fehlauslösesicherheit ankommt, können vorgesteuerte Trockenanlagen eingesetzt werden.

Sprühwasserlöschanlagen
Sprühwasserlöschanlagen arbeiten im Gegensatz zu Sprinklern mit offenen Löschdüsen und verteilen das Wasser über den gesamten Löschbereich. Sie werden in galvanotechnischen Betrieben häufig im Objektschutz eingesetzt, wenn eine schnelle Brandausbreitung zu erwarten ist und/oder große Brandlasten vorhanden sind. Die Auslösung erfolgt üblicherweise durch Brandmeldeanlagen mit Zwei-Meldungs-Abhängigkeit, um Fehlauslösungen zu vermeiden.

Wassernebellöschanlagen
Wassernebellöschanlagen erzeugen feinste Wassertröpfchen mit großer Oberfläche. Der Löscheffekt beruht auf einer effizienten Kühlung und Sauerstoffverdrängung. Dadurch benötigen diese Anlagen nur etwa 10 % des Löschwassers einer Sprinkleranlage und besitzen geringere Rohrdurchmesser. Wassernebellöschanlagen sind als offene oder geschlossene Systeme mit verschiedensten Auslösemechanismen erhältlich.

 

 

 

 

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Thu, 14 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_18_86abe9c2f9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_18_d7bad68494.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/18.jpg
news-27772 Roth: Eigene Kühldecke bei Roth Plastic Technology https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/roth-eigene-kuehldecke-bei-roth-plastic-technology/ In Bauvorhaben, etwa für Büros, gewerblich genutzte Räume und Verkaufsräume, kommen verstärkt Rohrregister in Decken zur Raumtemperierung zum Einsatz. Die Buchenauer Roth Werke bieten für diese Anwendung verschiedene Systemlösungen für Kühl- und Heiz­decken an: Im Sommer werden die Räume gekühlt, im Winter beheizt.  

Bei Roth Plastic Technology in Wolfgruben nutzte der Hersteller die Synergien der eigenen Organisation. Das Gesamtsystem beinhaltet rund 500 m2 Kühldecke „RCC/HC“ mit einer Vorlauftemperatur von 17°C. Die Oberflächentemperatur wird je nach Betriebsweise einige Grad unter oder über der Raumtemperatur gefahren. „Durch den Strahlungsaustausch mit der Decke verändern sich die Temperaturen der Raumumschließungsflächen“, erklärt Roth. „So stellen sich gleichmäßige Oberflächentemperaturen ein.“ Die Gesamtleistung für die Temperierung wird durch zwei Drittel Strahlungsanteil und ein Drittel Konvektion erzielt.
Die Kühlung im Gebäude in Wolfgruben erfolgt über eine Roth-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 14 kW Leistung und reversibler Betriebsweise. Eine weitere Roth-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 31 kW Leistung ist zusätzlich für den Heizfall eingebunden. Es ist möglich, die Systeme Kühlen und Heizen im Parallelbetrieb zu fahren oder nur eines der beiden Systeme für beide Betriebsweisen zu nutzen. Die Energiespeicherung am Roth-Standort Wolfgruben erfolgt über den Wärmespeicher „Thermotank Quadroline TQ-T“ mit 850 l.
Für die individuelle Einzelraumregelung ist das Funk-Regelungssystem „EnergyLogic Touchline“ im Einsatz. Es kann getrennt für den Heiz- oder Kühlfall angesteuert werden. Eine Taupunktüberwachung für den Kühlbetrieb ist integriert. Weiterhin ist das Rohrnetz für die Trinkwasser-Installation sowie die Anbindung der Heizkreisverteiler mit den „Alu-Laserplus“-Systemrohren ausgeführt.
Roth bietet die Kühl- und Heizdecken in der Montagevariante „RCC/HC“ zur Endlosverlegung an. Die Installation der Systemrohre erfolgt an Befestigungsschienen direkt in der Trockenbauebene. Je nach objektspezifischen Anforderungen hinsichtlich Optik, Schallabsorption und Leis­tung können verschiedene Ausführungen von Gipskartonplatten, etwa geschlossen oder mit „Lochdesign“ (mit integrierter schallabsorbierender Vliesschicht), verwendet werden. Optional ist eine zusätzliche Dämmlage oberhalb der Systemrohre, innerhalb der abgehängten Deckenkonstruktion, ausführbar.

Roth Werke GmbH, Am Seerain 2, 35232 Dautphetal, Tel.: 06466 922-0, Fax: -100, service@roth-werke.de, www.roth-werke.de

 

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Thu, 14 Feb 2019 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_66_Roth-Gebaeude_56233583fe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_66_Roth-Gebaeude_208808d999.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/66_Roth-Gebaeude.jpg
news-27770 Jobanzeige und regionale Werbung kombinieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/jobanzeige-und-regionale-werbung-kombinieren/ Essen.  Die 11880 Internet Services AG, Anbieter für regionale Werbung, bietet Unternehmen ab sofort die Möglichkeit, Jobanzeigen auf diversen Online-Portalen zu inserieren. Damit könnten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen auf dem Branchenportal 11880.com, dem Bewertungsportal werkenntdenBESTEN.de sowie den 11880.com-Fachportalen auf ihren Bedarf an Aushilfs- und Fachkräften aufmerksam machen. Die Jobanzeige erscheine im professionellen Look im Firmeneintrag des mitarbeitersuchenden Unternehmens, heißt es.  


„Nach unseren Recherchen sind nur 30% der offenen Stellenanzeigen auf den herkömmlichen Jobbörsen zu finden“, erklärt Christian Maar, Vorstandsvorsitzender der 11880 Solutions AG. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen schreiben freie Stellen auf ihren Webseiten aus. Einige Stellen sind jedoch weder auf Jobbörsen noch auf Firmenwebseiten zu finden. Vielen Betrieben ist das Erstellen und Inserieren schlichtweg zu kosten- und zeitintensiv. Mit unseren Jobanzeigen bieten wir Unternehmen jetzt eine attraktive Möglichkeit, sich als Arbeitgeber einer großen Anzahl an potenziellen Bewerbern zu präsentieren.“
Die Jobanzeige kostet 29 Euro pro Monat, weitere Infos gibt es hier

 

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Wed, 13 Feb 2019 09:04:04 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_11880-Logo_b34f10140c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_11880-Logo_f8eec4f700.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/11880-Logo.jpg
news-27768 Energie im Boden speichern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/energie-im-boden-speichern/ Ein Wärmekonzept aus Solarthermie und Betonkernaktivierung – trotz relativ langer Amortisationszeit sind alle zufrieden  

In dem neuen Firmengebäude des Solarkollektorherstellers SST Solar erzeugen große Solarthermie- und Photovoltaik-(PV)­Anlagen Energie für Wärme und Strom. Eine Besonderheit in dem Heizkonzept ist die Betonkernaktivierung. Der Hallenboden dient als ­Energiespeicher.
Große PV-Anlagen auf Dächern von Industriehallen sind keine Seltenheit, große Solarthermieanlagen an den Fassaden schon eher. Der österreichische Solarkollektorhersteller SST Solar hat bei seinem neuen Firmengebäude beide Technologien kombiniert. Auf dem Dach produziert eine PV-Anlage mit 120 kWp Leistung Strom für den Eigenverbrauch und zum Einspeisen in das öffentliche Stromnetz. An der Ost- und Südfassade des Gebäudes sind 285 m2 Solarkollektoren installiert. Der Solarertrag ist so hoch, dass im Winter 2017/2018 nur zehn Raummeter Holz für das Nachheizen benötigt wurden – für rund 1800 m2 Fläche. Zum Vergleich: Für einen Wohnraum mit 50 m2 Fläche, der über einen Ofen über die komplette Heizsaison beheizt wird, benötigt man überschlägig etwas mehr als 2 Raummeter Buchenholz.

Vorteile von Fassadenkollektoren
2015 begann die Planung des Gebäudes. Errichtet wurde es 2016 in Nenzing in Vorarlberg in Österreich. Die 1828 m2 Grundfläche teilen sich auf Büros (350 m²), Sozial- und Aufenthaltsräume (246 m²) und die Produktionshalle (1232 m²) auf.
Der Wärmebedarf wurde rechnerisch mit 97 000 kWh im Jahr ermittelt. „Der reale Bedarf der Produktion kann aber nicht genau berechnet werden, da die Tore immer wieder für An- oder Auslieferungen geöffnet werden müssen und dadurch natürlich viel Wärme entweicht“, berichtet SST-Geschäftsführer Renan Sen, der zudem auch Vorstandsmitglied im Sonnenhaus-Institut e.V. ist, einem Kompetenznetzwerk für regenerative Energien im Bauwesen. Die Solarkollektoren platzierte er senkrecht an zwei Fassaden. An der Ostfassade sind 93 m² Solarkollektoren montiert, an der Südfassade 192 m². „Die Montage an der Fassade hat den Vorteil, dass die Kollektoren frei von Schnee bleiben und im Sommer aufgrund der senkrechten Montage nicht überhitzen“, erläutert er. „Im Winter, wenn die Sonne flacher auftrifft, bringt die Anlage die volle Leistung.“

Hallenboden speichert Wärme
Eine Besonderheit im Heizkonzept ist die Betonkernaktivierung. Der Hallenboden speichert die Wärme aus der Solarthermieanlage. In der Produktionshalle wurden die Heizrohre auf dafür montierte Gitter in der Bodenplatte verlegt. Anschließend wurde die Fläche mit Beton verfüllt. Dieser sogenannte Betonkern dient als Langzeitspeicher.
„Je nach Vorlauftemperatur der Kollektoren wird entweder der Wärmespeicher beladen oder direkt in die Fußbodenheizung/Betonkernaktivierung eingespeist“, erläutert Sen das Konzept. „So können auch geringe Temperaturen bei diffuser Strahlung direkt in die Fußbodenheizung und somit in den Betonkern eingespeist werden. Wenn die Kollektoren nur 25 °C warm sind, fahren wir direkt in den Betonkern.“ Die 1232 m² große Bodenplatte ist 25 cm dick und wird komplett aufgeheizt. Der zusätzliche Wärmespeicher konnte entsprechend klein dimensioniert werden. Aufgrund dieser Speichermasse im Boden reichen 5000 l Fassungsvermögen für den Wärmespeicher aus.

Härtetest bestanden
Der zweite Heizkreis ist die Fußbodenheizung in den Büroräumen. „Wenn die Solaranlage nicht genügend Energie erzeugt, heizen wir mit dem Holzkessel nach“, sagt Sen. Der Kessel hat 60 kW Leistung. Der Holzbedarf ist allerdings minimal. Im Winter 2017/18 mit den extrem kalten Monaten Januar und Februar mit Temperaturen bis -18 °C benötigte er nur etwa 10 Raummeter Holz. Bis Weihnachten musste er nicht zuheizen, ab Ende Februar auch nicht mehr. „Somit werden mehr als 80 bis 90 % der Raumwärme durch die Solarthermieanlage erzeugt“, überschlägt er. Die Temperatur in der Halle wird kons­tant über mindestens 18 °C gehalten. Sen: „Wir haben oftmals Temperaturen, die andere sich wünschen würden, 22 oder 23 Grad. Und wenn die Hallentore immer mal wieder auf- und zugehen, macht das gar nichts, weil die Bodenplatte genügend Wärme gespeichert hat.“

PV-Anlage für Eigenverbrauch und Einspeisung
Auch bei der Stromerzeugung setzt SST Solar auf Solarenergie. Der Strombedarf im Unternehmen ist nicht hoch. „Den höchsten Bedarf hat wahrscheinlich der Druckluft-Kompressor“, so der Firmeninhaber. Die PV-Anlage auf dem Dach hat er trotzdem so groß wie möglich dimensioniert, da er überschüssigen Solarstrom gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz einspeisen kann.
Die PV-Anlage hat eine Leistung von 120 kW. Die kristallinen Module hat SST Solar gekauft und das Montagesystem selbst gebaut. Die Module sind mit einem Neigungswinkel von 10 Grad nach Osten und Westen aufgeständert. Laut Berechnungen soll die PV-Anlage mindestens 120 000 kWh im Jahr erzeugen.
Für den Überschussstrom hat SST einen Einspeisevertrag mit der österreichischen Bundesförderstelle Oemag. Eingespeisten Solarstrom bekommt der Anlagenbetreiber 13 Jahre lang mit 8,25 Ct/kWh vergütet. Zusätzlich hat er einen Einmalzuschuss in Höhe von 375 Euro je kWp Photovoltaik-Leis­tung von der Oemag erhalten.
„Das Firmengebäude erzeugt für uns mit dem einfachen System überhaupt keine Betriebskosten“, sagt Sen. In der Stromversorgung erzeugt die Photovoltaikanlage etwa fünf Mal so viel Strom, wie im Betrieb verbraucht wird: „Wir speisen bis zu 80 000 kWh Strom ins Netz ein und kommen deshalb mit einem deutlichen Plus raus.“

Fazit: Konzept hält Vergleich stand
Das Fazit des Unternehmers Renan Sen nach zwei Jahren am neuen Firmensitz: „Es ist ein tolles Klima im Gebäude und von den Betriebskosten her perfekt.“ Er habe häufig Gäste im Betrieb, die sich über das Energiekonzept informieren wollen, berichtet Sen. „Viele erwarten ganz viel Technik und sind dann erstaunt, wenn sie unser einfaches System sehen.“

Autorin: Ina Röpcke, Fachjournalistin ­ Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Kostenvergleich Deutschland
Da SST Solar die Kollektoren selbst produziert hat und die Solarthermie-Anlage – wie die Photovoltaik-Anlage – selbst montiert hat, waren die Kosten niedriger als bei einem Nicht-Hersteller. Für das Unternehmen hat sich die Solarthermie-Anlage durch die sehr gute Förderung in Österreich vom ersten Tag an gerechnet. Um die Wirtschaftlichkeit für Industrie- und Gewerbebetriebe in Deutschland aufzuzeigen, hat das Sonnenhaus-Institut eine Vergleichsrechnung erstellt.

Die gesamte Anlage, wie sie bei SST in Österreich montiert ist, würde in Deutschland für einen Endkunden 133 650 Euro netto kosten. Dabei sind 15 000 Euro BAFA-Innovationsförderung sowie eine Ersparnis von 4200 Euro durch dünnere Solarpaneele in der Fassade bereits berücksichtigt.
Bei der Vergleichsrechnung wurde zugrunde gelegt, dass als Heizerzeuger in der Regel eher eine Gasheizung als ein Holzkessel gewählt würde. Ansonsten bliebe alles gleich. Laut Berechnung ist die Solarthermie-Anlage mit Gasheizung um 30 538 Euro teurer als eine Standardlösung (nur Gas). Durch den Solarertrag von 85 000 kWh entstünde im Betrieb eine jährliche Einsparung von Brennstoffkosten in Höhe von ca. 3100 Euro (gerechnet mit den aktuellen Gaspreisen). Das entspricht einer Amortisationszeit von knapp zehn Jahren (9,85 Jahre) für die Solarthermie-Anlage. Dabei sind Abschreibungen noch nicht berücksichtigt.
Die Amortisationszeit ist zwar länger, als es in der Industrie und im Gewerbe üblicherweise angestrebt wird. Durch Energiepreis-Steigerungen kann sie sich aber verkürzen. Außerdem leis­tet der Betrieb einen Beitrag zum Klimaschutz und profitiert von dem Image-Gewinn. Außerdem nennt Renan Sen einen weiteren Vorteil. „Die hier genutzte Bauteilaktivierung des Hallenbodens, deren Wirkung ähnlich einer Fußbodenheizung ist, stellt eine höhere Raum- und Arbeitsqualität sicher.“

 

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Wed, 13 Feb 2019 08:34:09 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_2001_4b83b61c1c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_2001_d0d39abf18.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2001.jpg
news-27767 „USV-Anlagen erhalten neue Rollen und Aufgaben“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/usv-anlagen-erhalten-neue-rollen-und-aufgaben/ Die unterbrechungsfreie Stromversorgung wird wichtiger denn je  

Im November 2017 überstieg der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks den der ­Republik Irland. Immer mehr Rechnerleistung geht weltweit ans Netz, zugleich speisen immer mehr Wind- und Solarkraftwerke Strom in die öffentlichen Netze, jedoch nicht auf Knopfdruck. Das alte Thema unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gewinnt ganz neu an Bedeutung – auch in überraschender Weise. Dazu sprachen wir mit Reinhard Purzer, Vice President und Managing Director DACH beim Anbieter von Infrastrukturlösungen für Rechenzentren, Kommunikationsnetzwerke sowie kommerzielle und industrielle Anlagen, Vertiv.

IKZ-Energy: Herr Purzer, was ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), wie funktioniert sie und wo wird sie heute technisch eingesetzt?
Reinhard Purzer: USV-Anlagen und ihr Einsatz haben sich im Laufe der Zeit ziemlich verändert. Vor einiger Zeit waren das nur Systeme, die dazu genutzt wurden, das Stromnetz zu stabilisieren. Sie federten Spannungs- und Frequenzschwankungen ab, griffen bei Stromausfällen ein und überbrückten eine mögliche Down-Time, eine Ausfallzeit. Das ist nach wie vor gerade für Rechenzentren und kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsunternehmen oder auch das Verkehrswesen sehr wichtig, da dort eine andauernde und funktionierende Stromverbindung von elementarer Bedeutung ist. Dementsprechend finden wir USV-Anlagen am häufigsten dort, wo ein Dauerbetrieb benötigt wird, kein Ausfall riskiert werden darf und sensible Geräte vor Spannungsschwankungen geschützt werden müssen.
Mittlerweile zeichnet sich aber ein neues Bild ab. Die Einsatzmöglichkeiten von USV-Anlagen haben sich von einem reinen Stromnetzstabilisator zu einem Ener­giespeicher weiterentwickelt – und das ist gerade im Kontext der Energiewende ein spannendes Thema.

IKZ-Energy: Die neuen sensiblen „Versorgungseinrichtungen“ werden beispielsweise Rechenzentren sein – die Rolle der USV wandeln sich also, weil wir mehr und mehr volatilen Erneuerbare-Energien-Strom im Netz haben?
Reinhard Purzer: Klar ist: Im Rahmen der Energiewende brauchen wir Energiespeicher, um diese zunehmende Volatilität im Stromnetz auszugleichen. USV-Anlagen, die vornehmlich in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen, können sehr gut als Energiespeicher eingesetzt werden, weil sie in der Regel über große Batterien verfügen. Dabei fungieren sie als Puffer, die in Zeiten hoher Stromproduktion Energie speichern und diese wieder abgeben, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist oder kein bzw. zu wenig Wind weht.

IKZ-Energy: Es gibt erste Geschäftsmodelle, die für Rechenzentren eine Art Strom-Autarkie-Paket auf Basis von Erneuerbaren anbieten wollen. Windräder und/oder PV-Parks sollen für die Stromversorgung des entsprechenden Rechenzentrums in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut werden – plus Speicher. Was halten Sie davon und welche Rolle könnten USV-Systeme darin spielen?
Reinhard Purzer: Genau solche Modelle brauchen wir. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung wird künftig die erforderliche Rechenzentrumskapazität und der damit einhergehende Strombedarf immens steigen. 2013 gab es beispielsweise nur 70 große Rechenzentren mit mehr als 5000 m² Fläche in Deutschland, 2017 waren es schon 90 – Tendenz steigend. Und alle brauchen Strom. Schon jetzt verbrauchen die Rechenzentren in Frankfurt mehr Strom als der Flughafen. Wenn Rechenzentren autark werden, ihren Strom selbst produzieren und Energie speichern, entlastet das das öffentliche Stromnetz. USV-Anlagen können auch hier die Funktion des Stromspeichers übernehmen. Diese Entwicklung muss einhergehen mit neuen, effizienteren Rechenzentrumstechnologien wie beispielsweise bei der Kühlung und einer konsequenten Abwärmenutzung.

IKZ-Energy:  Wie sieht die Zusammenarbeit von Energieunternehmen mit Betreibern von USV-Anlagen aus?
Reinhard Purzer: Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Rechenzentren können in Zeiten geringen Verbrauchs oder hoher Eigenerzeugung den Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Damit nehmen sie am Regelenergiemarkt teil, erschließen sich eine neue Einnahmequelle und stabilisieren nebenbei das Stromnetz. Dabei muss die technische Infrastruktur, also die USV-Anlage, mit einer speziellen Steuerung hochgerüstet werden – das machen beispielsweise wir von Vertiv. Energieversorgungsunternehmen übernehmen die Schnittstelle zum Energiemarkt. Die USV-Anlage wird dabei Teil des virtuellen Kraftwerks des Energieversorgers. Hier aggregiert er die verschiedenen Erzeuger und Verbraucher und übernimmt die Vermarktung des eingespeisten Stromes. Die Betreiber kritischer Infrastrukturen erhalten so einen garantierten Erlös oder können den gespeicherten Strom alternativ selbst nutzen.

IKZ-Energy: Welche Herausforderungen sehen Sie noch bezüglich der Energiewende und wie sollte man nun weitermachen?
Reinhard Purzer: Vor allem die stark schwankende Stromerzeugung, die Sorge über mögliche Versorgungsengpässe, Probleme mit der Aufrechterhaltung der erforderlichen Netzfrequenz zur Vermeidung von Abschaltungen oder Ausfällen, der Bau neuer Stromtrassen sowie steigende Strompreise legen sich wie dunkle Schatten über die Energiewende. Natürlich können USV-Systeme als Energiespeicher die Energiewende nicht allein herbeiführen. Aber sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Letztlich wird es viele Maßnahmen, Kreativität, Energiesparkonzepte, neue Technologien und Kooperationen geben müssen, um die Energiewende umzusetzen. Wichtig ist, dass jetzt die Weichen gestellt werden bzw. umgesetzt wird, was möglich, sinnvoll und nachhaltig ist. Moderne Kühltechnologien und eine konsequente Abwärmenutzung sind weitere Beispiele dafür.

IKZ-Energy: Herr Purzer, vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Dittmar Koop.


Zur Person
Reinhard Purzer ist Vice President & Managing Director DACH und seit 2010 bei Vertiv. Sein Aufgabenbereich umfasst den Vertrieb aller Produktbereiche des Unternehmens in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz. In seiner Rolle als Vice President war er für die geschäftliche Weiterentwicklung in Europa, Mit­t­lerer Osten und Afrika verantwortlich. Ab 2013 kam übergangsweise die Geschäftsführung der Emerson Network Power GmbH (jetzt Vertiv) dazu, die ihm Mitte 2015 fest übertragen wurde.

 

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Wed, 13 Feb 2019 08:07:39 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_2403_aa3187de88.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_2403_294dd63fd7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2403.jpg
news-27681 Umdenken erforderlich https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/umdenken-erforderlich-1/ TRGI bringt neues Nachweisverfahren zur Verbrennungsluftversorgung raumluftabhängiger Feuerstätten. Gebäudedichtheit fließt in die Berechnung ein  

Bis in die 1990er-Jahre waren die Gebäudehüllen der Wohnhäuser in Deutschland, vor allem die Fenster, so undicht, dass die natürliche Lüftung genügte, um einen ausreichenden Luftwechsel zu erreichen. In Wohnungen mit durchschnittlicher Größe war die Verbrennungsluftversorgung raumluftabhängiger Feuerstätten deshalb meist unproblematisch. Infolge des Austausches der Fenster in Bestandsbauten und dichter Gebäudehüllen im Neubaubereich sieht das heute anders aus. In der TRGI wurde deshalb ein neues Verfahren zum Nachweis einer ausreichenden Verbrennungsluftversorgung entwickelt, welches wir nachfolgend vorstellen.

 

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Wed, 13 Feb 2019 07:57:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_12_b3e11d21a0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_12_6c5737a3d4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/12.jpg
news-27697 Milwaukee: Neues, modulares Aufbewahrungs­system für Werkzeug und Zubehör https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/milwaukee-neues-modulares-aufbewahrungssystem-fuer-werkzeug-und-zubehoer/ „Packout“ heißt das neue Aufbewahrungssystem, mit dem Milwaukee den Transport und die Lagerung von Werkzeug, Zubehör und Kleinteilen einfacher, sicherer und komfortabler machen möchte. Der besondere Vorteil aus Sicht des Anbieters: Boxen und Organiser können in verschiedenen Größen und in beliebiger Reihenfolge kombiniert und miteinander verbunden werden.  

Koffer und Boxen bestehen laut Milwaukee aus stoßfesten Kunststoffen. Ecken und Kanten sind mit Metallstreben verstärkt. Um das Eindringen von Staub, Wasser und Schmutz zu verhindern, sind die Aufbewahrungsbehälter in der Schutzklasse IP 65 ausgeführt.
Zentrales Element von „Packout“ ist ein Trolley-Koffer mit einer Nutzlast von bis zu 113 kg. Die Werkzeugboxen sind in zwei Größen verfügbar. Sie enthalten weitere Kunststoff-Boxen und Unterteilungen, um Kleinteile verstauen zu können. Ebenfalls in zwei Größen werden Organiser für die Ordnung von Kleinteilen und Zubehör angeboten. Fünf herausnehmbare Boxen bzw. zehn Stück bei der größeren Variante helfen beim Sortieren.

Techtronic Industries Central Europe GmbH (Milwaukee), Itterpark 2, 40724 Hilden, Tel.: 02103 960-0, Fax: -238, www.milwaukeetool.de

 

 

 

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Wed, 13 Feb 2019 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_65_Milwaukee_1_b51362d1be.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_65_Milwaukee_1_0ddeaa3bfa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/65_Milwaukee_1.jpg
news-27765 Neues Förderprogramm für Prozesswärme aus Holz https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/neues-foerderprogramm-fuer-prozesswaerme-aus-holz/ Das neue Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ fördert seit Januar 2019 Holzkessel, die mindestens 50 % Prozesswärme erzeugen. Hierfür gibt es wahlweise eine Kreditförderung (KfW-Programm 295) oder einen Zuschuss in gleicher Höhe über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).  

Förderfähig sind grundsätzlich sämtliche Holzkessel, die auch im Marktanreizprogramm (MAP) gefördert werden können. Holzkessel ab 100 kW müssen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden.

Welche Kosten gefördert werden

Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von 55 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Bei größeren Unternehmen sind es 45 %. Zu den förderfähigen Kosten gehören neben dem Wärmeerzeuger zugehörige Brennstofflager und Wärmespeicher und die für die Einbindung in den vorhandenen Prozess und zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen. Nebenkosten sind bis zu einem Anteil von max. 30 % an den gesamten Investitionskosten förderfähig. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage.

Achtung Vorhabensbeginn

Zu beachten ist, dass – anders als bei der MAP-Förderung – mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) durch die KfW oder das BAFA begonnen werden darf. Von dieser Regelung kann in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen werden. Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Weitere Details unter:
KfW-Förderprogramm 295
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Energieeffizienz-und-Prozessw%C3%A4rme-aus-Erneuerbaren-Energien-%28295%29/

BAFA-Förderprogramm
http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme_node.html

 

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Tue, 12 Feb 2019 13:37:36 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_foerderung1_236a9b6d8d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_foerderung1_fc29b146b0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW7_foerderung1.jpg
news-27710 Urlaubsanspruch – Fehlender Antrag nicht gleichbedeutend mit Verlust https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/urlaubsanspruch-fehlender-antrag-nicht-gleichbedeutend-mit-verlust/ Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt die Arbeitnehmerrechte: Das Unionsrecht lässt es nicht zu, dass ein Arbeitnehmer die ihm zustehenden Urlaubstage und entsprechend seinen Anspruch auf eine finanzielle Vergütung für den nicht genommenen Urlaub automatisch schon allein deshalb verliert, weil er vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses (oder im Bezugszeitraum) keinen Urlaub beantragt hat.  

Diese Ansprüche können nur untergehen, wenn der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber z. B. durch angemessene Aufklärung tatsächlich in die Lage versetzt wurde, die fraglichen Urlaubstage rechtzeitig zu nehmen. Allerdings ist dazu der Arbeitgeber beweispflichtig (Quelle: EuGH,  Rs.: C-619/16 und C-684/16).

 

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Tue, 12 Feb 2019 11:55:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-27764 Bei Bedarf Autos hoch- und herunterfahren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bei-bedarf-autos-hoch-und-herunterfahren/ Elektroautos sind auf dem Weg, ins Stromnetz integriert zu werden  

Das IT-Unternehmen The Mobility House, der Energieversorger Enervie, der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und Autohersteller Nissan haben mit einem Nissan Leaf erstmals ein Elektroauto gemäß allen regulatorischen Anforderungen eines Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) für die Primärregelleistung qualifiziert. Dieses Konzept heißt Vehicle to Grid (V2G).

Derzeit werden zahlreiche höchst unterschiedliche virtuelle Kraftwerke oder Regelenergie-Angebote aufgebaut. Die Digitalisierung ermöglicht, unterschiedlichste, selbst kleine Stromerzeuger und -speicher zu einer großen Regelenergie-Einheit zusammenzufassen. Ein Beispiel ist die Vorgehensweise des Solarstrombatterie-Herstellers Sonnen, der über sein Community-Angebot viele Endverbraucher-Batterien zu einem Redispatch-Netzwerk verbindet, das Regelleistung erbringt, wenn also zu viel Strom im Netz ist, diesen in seinen Batterien zwischenparken kann und umgekehrt diesen bei Bedarf wieder freigibt. Die Batterien sollen also mithelfen, das Stromnetz zu stabilisieren.

Regler sind gefragt
Hintergrund ist, dass die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) in Deutschland (Tennet, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW) gesetzlich verpflichtet sind, zu jedem Zeitpunkt ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch zu halten. Technisch werden Ungleichgewichte heute über klassische Regelenergiekraftwerke ausgeglichen, die im Bedarfsfall kurzfristig die Stromproduktion hoch- oder herunterfahren können. Um Ungleichgewichte auf dem deutschen Strommarkt sicher ausgleichen zu können, stehen aktuell 5000 bis 6000 MW Regelleistung bereit. Bislang übernehmen beispielsweise flexible Gasturbinenkraftwerke diese Aufgabe. Sie können binnen Minuten ihre Produktion ändern. Die Regelenergie wird von den Netzbetreibern täglich in Auktionen eingekauft.
Mit der Zunahme unsteter Mengen Stroms aus Windenergie und Photovoltaik im Netz gewinnt das Themenfeld Regelenergie an Bedeutung. Es handelt sich dazu um einen derzeit noch sehr lukrativen Markt. Es werden Preise von bis zu 1,50 Euro/kWh gezahlt. Gezahlt wird auch für den Verzicht auf die Produktion von Strom, also wenn man Strom aus dem Netz nimmt (negative Regelenergie).

Vehicle-to-Grid
Um an diesem Markt als Regelenergiedienstleister teilnehmen zu können, muss sich ein Anbieter „präqualifizieren“. Er muss z. B. eine gewisse Größe vorweisen können und seine Fähigkeit, auf Bedarf des ÜBN in der geforderten Schnelligkeit zu reagieren. Außerdem muss er nachweisen, dass seine Anlage(n) zuverlässig ansteuerbar ist/sind, wenn der ÜBN sie abruft.
Vehicle-to-Grid (V2G) bezeichnet nun das Konzept, Elektroautos über ihre Batterien als Regelenergiedienstleister in das Stromnetz einzubinden. Voraussetzung für die Integration ist eine bidirektionale Ladetechnologie. Ein solcher Ladeanschluss kann nicht nur den Strom aus dem Netz ziehen und in der Traktionsbatterie des Fahrzeugs speichern, sondern bei Bedarf auch wieder zurückspeisen.
Als erstes Elektrofahrzeug hat Übertragungsnetzbetreiber Amprion nun dem Nissan Leaf in Kombination mit einer Steuerung von The Mobility House die Eignung für diese Leistung attes­tiert. „Wir sind stolz, dass wir erstmalig in Deutschland ein E-Auto für die Primärregelleis­tung präqualifizieren konnten“, sagt Andreas Walczuch, Leiter Systemdienstleistungen und Energiemarkt bei Amprion. „Diese Innovation zeigt uns, dass Elektrofahrzeuge einen Beitrag zur Systemstabilität leisten können.“

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien


„Perspektiven für Vehicle to Grid sind hervorragend“
„Wie müssen V2G-Elektroautos ausgestattet sein? Drei Fragen an Christian ­Müller.“ Christian Müller ist Projektleiter beim Münchener IT-Unternehmen The Mobility House, das die Ansteuerung des Nissan im besagten Projekt entwickelte. The ­Mobility House hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch intelligente Lade-, Energie- und Speicherlösungen Fahrzeugbatterien ins Stromnetz zu integrieren.

IKZ-Energy: Was steckt hinter Vehicle-to-Grid, welche Perspektive hat das und wie muss man sich das konkret vorstellen?
Christian Müller: „Vehicle-to-Grid“ (V2G) heisst nichts anderes als: Das Fahrzeug ist mit dem Stromnetz verbunden und kann eben nicht nur Energie vom Netz beziehen, sondern auch Energie ans Netz abgegeben (bidirektionale Anwendung). Dies sagt aber noch nichts über den exakten „Service“, welchen das Fahrzeug gegenüber dem Stromnetz erbringt. Die Primärregeleistung stellt aktuell einerseits die aus kommerzieller Sicht interessanteste Energiemarktanwendung dar. Dies könnte sich aber über die Zeit ändern und ist zudem aus technischer bzw. Präqualifikationshinsicht sehr anspruchsvoll. Die Flexibilität, welche über Fahrzeugspeicher/-batterien zukünftig zur Verfügung stehen werden, ist für die Energiewende zentral. Denn Speicherung von Strom ist heute noch kaum möglich, wodurch sehr viel Strom vernichtet wird, z. B. Stichwort „Redispatch“, wo enorme Kosten jährlich entstehen. Daher sind die Perspektiven für die Erbringung von Energiemarkt-Services durch Elektrofahrzeuge im Sinne von V2G hervorragend. Es müssen jedoch noch die einen oder anderen regulatorischen Hürden überwunden werden, z. B. die Befreiung von Steuern auf den zwischengespeicherten Strom.

IKZ-Energy: Wie müssen E-Autos (batterie)technisch ausgestattet sein, sodass sie als Regeldienstleister infrage kommen? 
Christian Müller: Die Fahrzeuge müssen „bidirektional“ ausgerüstet sein, d. h. sie müssen auch Energie abgeben können, um am Primärregelleistungsmarkt teilnehmen zu können. Die E-Autos in Kombination mit einer Ladestation müssen dann in der Lage sein, die vom Übertragungsnetzbetreiber geforderten Reaktionsgeschwindigkeiten und Genauigkeiten bei der Erbringung zu erfüllen.

IKZ-Energy: Wie kann/muss man sich die Ansteuerung bei einem solchen Auto vorstellen, wie wird das umgesetzt? Außerdem: Gibt es besondere Anforderungen an die Ladestation?
Christian Müller: Wir geben der Ladestation maximale Stromstärken vor und betreiben die Fahrzeuge in einem SoC-(Speicherfüllstand)-Bereich, bei dem wir wissen, wie sie sich unter dieser Vorgabe verhalten. Den SoC bekommen wir entweder über die Ladestation (Chademo-Schnittstelle) oder das Datacenter der Automobilhersteller.
Die Ladestation muss für die Umsetzung intelligent steuerbar sein und für die Primärregelleistung außerdem noch bidirektional. Eine Bidirektionalität ist jedoch nicht zwingend für jeden Energieservice gefordert, erhöht in der Regel jedoch dessen Potenzial. Die Kombination aus Fahrzeug und Ladestation muss die Präqualifikationsbedingungen für Primärregelleistung erfüllen. Das betrifft insbesondere die Reaktionsgeschwindigkeit (30 s für Vollabruf) sowie die Genauigkeit und Stabilität der vorgegebenen Leistungswerte.
Die Fragen stellte Dittmar Koop.

 

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Tue, 12 Feb 2019 10:31:03 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_2604_938545ceb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_2604_0b6d31e54f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2604.jpg
news-27763 Holzpellets in XXL https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/holzpellets-in-xxl/ Biobrennstoff im knallhart durchkalkulierten Umfeld  

Holzpelletgroßkessel punkten mit dem Brennstoff. Invests in solche in Kommunen, Gewerbe und Industrie zahlen sich auch noch weiter aus. Die kleinen Presslinge sind in der Lage, selbst große Objekte zu versorgen. Ein Beispiel ist der Textilhersteller Marc Cain.

Das 1973 gegründete Unternehmen Marc Cain ist heute eine weltweit operierende Premium-Marke für Damenmode mit eigenem Produktionsanteil in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt fast 1000 Mitarbeiter.
Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurden zuletzt rund 82 Mio. Euro in Verwaltung, Produktion sowie Forschung und Entwicklung investiert. Allein 35 Mio. Euro flossen in ein Logistikzentrum. Im Zuge dieser Investitionen galt ein beträchtlicher Posten auch dem Bau einer neuen Energiezentrale am Stammsitz des Unternehmens in Bodelshausen unweit von Tübingen.

Nahwärme statt Fernwärme
2015 wurde die bisherige Fernwärmeversorgung eines ortsansässigen Energieversorgers gekündigt und stattdessen eine eigene Heizzentrale mit einem angeschlossenen Nahwärmenetz gebaut. „Die Versorgung durch Fernwärme hat nicht so funktioniert, wie das unseren Planungen und Vorstellungen entsprochen hätte“, sagt Harald Scherm, der bei Marc Cain für die Haustechnik zuständig ist. „Daher fiel zusammen mit dem Neubau des Logistikzentrums auch die Entscheidung für ein eigenes Nahwärmenetz.“ Dieses Netz versorgt den kompletten Marc Cain Campus mit einer gesamten Nutzfläche der Gebäude von über 55 000 m2.

Primärenergie aus Biomasse
Um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu erfüllen, dass bei einem Neubau zur Wärmeerzeugung 25 % regenerative Brennstoffe und Energien eingesetzt werden müssen, hat sich Marc Cain gleich für die Primärenergie Biomasse entschieden. „Gegenüber Hackschnitzeln erwies sich die Verwendung von Pellets als wartungsfreundlicher“, begründet Scherm die Entscheidung für den Einsatz von Holzpellets als Brennstoff.

Blick in die XXL-Welt
Auf rund 12 000 Anlagen schätzt der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV) hierzulande den Bestand an größeren Pelletfeuerungen mit Leistungen über 50 kW Ende 2018. Der jährliche Zuwachs ist mit rund 800 Anlagen zwar überschaubar, aber auch seit Jahren stabil.
Die Nachfrager sind Kommunen, Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen, die mit den kleinen Presslingen heizen wollen. Dafür gibt es ökonomische und ökologische Gründe. Für Unternehmen wie für Kommunen spielt eine weitere Rolle für die Investitionsentscheidung pro Pellets auch der Zugewinn an Image.
Kommunen beziehen über Klimaschutzstrategien und -pläne das Heizen mit Pellets in die Planungen ein zur Reduktion von Treibhausgasen, und es geht den Kommunen dabei auch um eine Vorbildfunktion für die eigenen Bürger, es der Kommune nachzumachen in den eigenen vier Wänden. Studien zeigen, dass Konzerne vermehrt dazu neigen, Zulieferbetriebe nur dann zu beauftragen, wenn sie Konzepte vorlegen, wie sie ihren Kohlendioxidausstoß verringern werden.
Was für Kleinverbraucher gilt, gilt auch für die größeren Nachfrager: Die höheren Anschaffungskosten für die Kessel im Vergleich zu Heizöl oder Erdgas machen sich über niedrigere Betriebskosten durch günstigeren Brennstoff über die Jahre bezahlt.
Bei größeren Pelletfeuerungen kommt noch eine Art Skalierungseffekt hinzu: Mit steigender Leistung nehmen die Kos­ten pro installiertem kW ab. Die Anlagen amortisieren sich schneller.

Holzpelletkessel deckt die Wärmegrundlast
Den Zuschlag im Marc-Cain-Projekt erhielt Viessmann. Ein Grund dafür war auch, dass Viessmann alle Komponenten des geplanten Systems aus einer Hand liefern konnte.
Es handelt sich im Gesamten um eine multivalente Anlage. Im Grundlastbetrieb sorgt ein Holzpelletkessel mit einer Leis­tung von 950 kW für Heizwärme und warmes Wasser. Selbsttätige Funktionen für Brennstoffzuführung, Ascheaustragung und eine pneumatische Heizflächenreinigung ermöglichen den vollautomatischen Betrieb des Kessels. Ein Zyklonfilter und ein elektrostatischer Filter halten sämtliche Schwebteile im Abgas zurück. Spitzenlasten deckt ein Gas-Brennwertkessel ab. Für die Bevorratung einmal erzeugter Wärme wurden vier Heizwasser-Pufferspeicher mit insgesamt 20 000 l ins­talliert.
Für eine Unabhängigkeit von öffentlichen Energieversorgern hat Marc Cain ein
Blockheizkraftwerk (20 kWel) und eine Photovoltaik-Anlage mit 450 kWp installiert.

Fünf t Pellets pro Tag
Das Pelletlager fasst 160 t, von denen pro Tag bis zu fünf t verbraucht werden. Für einen Endverbraucher sind solche Zahlen astronomisch, Marc Cain verbraucht einen Jahresbedarf an Holzpellets einer Durchschnittsfamilie an einem Tag.
Betrachtet man den Tagesbedarf, dann ist das Pelletlager im herkömmlichen Sinne recht klein. Für einen Hausbesitzer ist die Frage recht einfach zu lösen: Er plant das Volumen für die Menge des errechneten Jahresbedarfs. Im Fall von Marc Cain bietet ein volles Lager Puffer für 32 Produktionstage.
Was sich zunächst horrend anhört, bleibt doch ein guter Deal für beide Seiten. Denn der Anlagenbesitzer muss im gegebenen Fall eines hohen Verbrauchs nicht in ein adäquates und damit möglicherweise teures Lager investieren. Dem Brennstoffproduzenten bzw. Händler garantiert der Großverbraucher Absatz und auch Planbarkeit, was er honoriert. Voraussetzung ist allerdings dabei, dass der Lieferant möglichst den Inhalt eines vollen Silofahrzeugs beim Kunden loswerden kann, wenn er ihn häufig anfahren muss.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

 

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Tue, 12 Feb 2019 10:17:33 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_2801_c9714a9fb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_2801_a19b045ad8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2801.jpg