IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Fri, 19 Oct 2018 06:35:41 +0200 Fri, 19 Oct 2018 06:35:41 +0200 TYPO3 EXT:news news-27296 Meisterpflicht: Bundestag prüft Rückführung zulassungsfreier Handwerke https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/meisterpflicht-bundestag-prueft-rueckfuehrung-zulassungsfreier-handwerke/ Stuttgart.  Im Bundestag sich eine Koalitionsarbeitsgruppe konstituiert, die sich mit dem Prüfauftrag für die Wiedereinführung des verpflichtenden Meisterbriefs aus dem Koalitionsvertrag befassen wird. Konkret sollen Vorschläge für eine mögliche Rückführung von zulassungsfreien Handwerken in die Anlage A (zulassungspflichtige Gewerke) erarbeitet werden, informiert der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT).  

„Gut, dass nun geprüft wird, ob und wie für einzelne Berufsbilder der Meisterbrief wieder eingeführt werden kann. Ein Meisterbrief bietet einen Qualitätsstandard, an dem sich die Kunden orientieren können und sorgt so für Verbraucherschutz. Außerdem wissen wir, dass Betriebe, die von einem Meister geführt werden, durchschnittlich länger am Markt sind und mehr ausbilden. Sie tragen also stärker zur Zukunftssicherung des Handwerks bei“, so Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.
Bei der Novelle der Handwerksordnung 2004 wurde die Meisterpflicht in 53 Gewerken abgeschafft. Seitdem benötigen z.B. Fliesenleger oder Behälter- und Apparatebauer keinen Meistertitel mehr, um sich selbstständig zu machen. Bei den nun anstehenden Beratungen gehe aber Gründlichkeit vor Schnelligkeit, mahnt Reichhold: „Änderungen an der Handwerksordnung sollten nicht leichtfertig beschlossen werden. Entscheidend ist zum einen die Rechtssicherheit. Zum anderen muss klar sein, wie mit den aktuell am Markt vertretenen Betrieben verfahren wird. Diese dürfen nicht benachteiligt werden.“
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat dazu begleitend ein juristisches und ein volkswirtschaftliches Gutachten beauftragt. Das Rechtsgutachten liege mittlerweile vor und werde zunächst intern beraten, bevor die Veröffentlichung erfolge.

www.handwerk-bw.de

 

 

 

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Thu, 18 Oct 2018 09:38:52 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Rainer-Reichhold_HWK_000b92d6a7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Rainer-Reichhold_HWK_f4aa9fabcb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/Rainer-Reichhold_HWK.jpg
news-27295 Münchener Verein: Krankenvollversicherung für selbstständige Handwerker https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/muenchener-verein-krankenvollversicherung-fuer-selbststaendige-handwerker/ München.  Die Versicherungsgruppe Münchener Verein bietet unter dem Namen „Master Care“ eine neue private Krankenvollversicherung an, die sich an selbstständige Handwerksmeister wendet und einen Rundum-Schutz mit bezahlbaren Beiträgen verspricht.  

Der Tarif umfasst die freie Arztwahl, Zweibett-Zimmer und Chefarztbehandlung sowie Zahnersatzleistungen. Außerdem gibt es einen Arzt-Termin-Service, mit dessen Hilfe der Versicherte schnell einen Facharzttermin erhalten soll. Parallel zum Versicherungsschutz verspricht der Münchener Verein kostenfreie Gesundheitsservices, die vor allem für Handwerker wichtig seien: Beispielsweise eine professionelle Beratung, wenn der Versicherte eine zweite Meinung zu einer Behandlung oder Operation einholen möchte. Bei Erkrankungen des Knie- oder Hüftgelenks sowie bei Schlaganfall würden die Master Care-Versicherten von speziell geschulten Patientenbegleitern (Casemanager) unterstützt, heißt es. Auf die berufliche Entwicklung von Handwerkern abgestimmt sei auch das neue Selbstbehalt-Modell. Es passe sich von der Existenzgründung über die Familiengründung bis zum Ruhestand an und sorgt für günstige Beiträge. Dazu das Unternehmen: „In jungen Jahren ist der Selbstbehalt gering, wenn der Handwerker später mit beiden Beinen fest im Berufsleben steht, ist der Selbstbehalt höher und im Alter halbiert sich der Selbstbehalt wieder.“

www.muenchener-verein.de/mastercare

 

 

 

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Thu, 18 Oct 2018 08:58:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_Titelbild_Master_Care_6452ceb398.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_Titelbild_Master_Care_b77fa6abf6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/Titelbild_Master_Care.jpg
news-27165 DSGVO – Die Ruhe vor dem Sturm? https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/dsgvo-die-ruhe-vor-dem-sturm/ Seit Anwendungspflicht der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind kaum Meldungen zu Verstößen zu verzeichnen. Dies könnte sich zum Jahresende ändern  

Mit dem 25. Mai dieses Jahres hat die Pflicht zur Anwendung der DSGVO begonnen. Auch wenn bisher keine Umsetzungsverfehlungen in breiter Masse geahndet wurden, bleibt mit behördlichen Kontrollen ab Ende dieses Jahres die Feststellung von Verstößen zu befürchten.
Aktuell kann dem Eindruck nach das Fachhandwerk in ruhigem Fahrwasser seinen täglichen Geschäften nachgehen. Vor rund fünf Monaten sah die Lage noch anders aus: Es verging kaum ein Tag ohne neue Meldungen zum Thema Datenschutz und den dazu notwendigen Maßnahmen. Betroffen davon war und ist letztlich jedes Unternehmen. Alle müssen einen DSGVO-konformen Umgang mit den Daten ihrer Kunden, Geschäftspartner und Beschäftigten einhalten.
Für die Umsetzung der Anforderungen mussten u. a. zahlreiche Arbeitsabläufe in Betrieben angepasst oder neu erstellt werden. Ebenso wie die Einweisung und Belehrung von Beschäftigten, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten konfrontiert sind. „Dies ist aber in vielen Unternehmen nicht oder nicht in vollem Umfang geschehen“, sagt Christoph Kleine, Datenschutzexperte und Geschäftsführer der Procova UG. Seinen Erfahrungen nach haben hier von Großunternehmen bis insbesondere hin zu Klein- und Einzelunternehmen viele ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht.

Was viele nicht wissen
Für alle Betriebe, in denen zehn oder mehr Personen mit den sogenannten personenbezogenen Daten regelmäßig arbeiten, gilt, dass ein Datenschutzbeauftragter (DSB) zu benennen ist. Bei der Summierung der Mitarbeiter/-innen zählen sowohl halbtags arbeitende Angestellte wie auch Minijobber als „volle Stelle“. Der DSB muss dazu öffentlich genannt werden (z. B. auf der Internetseite des Unternehmens) und als zuständiger Ansprechpartner klar erkennbar sein.
Hinter der Bezeichnung „personenbezogene Daten“ verbirgt sich z. B. die Verwendung eines E-Mail-Programms, da selbst in dieser einfachen Geschäftskorrespondenz Daten von Personen, wie z. B. Namen und Telefonnummern, genannt sind.

DSB erforderlich oder nicht?
Ein Beispiel aus der Praxis: Der Chef packt mit an, die Ehefrau macht zu Hause das Büro. Es gibt noch sechs Gesellen und einen Auszubildenden, die alle auf personenbezogene Daten Zugriff haben. Hinzu kommen eine Hilfskraft, die für das einräumen von Lagersortiment und die Fahrzeugpflege halbtags beschäftigt ist, sowie eine Reinigungskraft für Ausstellung und Betrieb. Hier ist jetzt entscheidend, wer mit personenbezogenen Daten zu tun hat. Davon befreit ist die Reinigungskraft. Bei der Hilfskraft für das Lager kann dies auch der Fall sein, wenn Materialbestellungen nicht Namens- sondern nur auftragsnummernbezogen gelagert werden und sonst auch kein Zugang zu Daten besteht. Für diesen Fall muss kein DSB benannt werden. Anders, wenn für diese Person Datenzugang besteht, dann sind zehn Personen zu zählen und somit ein DSB zu bestellen.

Behörden überfordert
Mit der Pflicht zur Umsetzung der DSGVO waren die Behörden offensichtlich zunächst überfordert. Kleine: „Die Folgen waren, dass in vielen Bundesländern die Betriebe, die einen DSB bestellen mussten, nicht einmal die Möglichkeit hatten, sich bei der zuständigen Datenschutzbehörde zu registrieren. So wurde z. B. in NRW die Meldepflicht bis Ende des Jahres verlängert. Und erst nach Ablauf dieser letzten Schonfrist will die ‚Landesbeauftragte für den Datenschutz‘ die Nichtbestellung eines DSB als datenschutzrechtlichen Verstoß verfolgen und ahnden. Ein ähnliches Bild geben viele andere Bundesländer ab.“
Somit sei zu befürchten, wenn die Behörden personell und strukturell adäquat aufgestellt sind und die ersten Kontrolleure vor den Türen der Unternehmen stehen, dass zahlreiche Versäumnisse geahndet werden.
„Problematisch – und vor allem teuer – wird es meist aber nur, wenn etwas mit den Daten passiert. Denn wenn die Kundendaten beispielsweise durch einen Hackerangriff gestohlen werden, hängt das zu erwartende Bußgeld stark von den getroffenen Maßnahmen zur Vorbeugung ab“, erklärt Datenschutzexperte Kleine.
Aber auch der Vertrauens- und der damit einhergehende Rufverlust beim Endkunden sind gute Argumente, sich, wenn noch nicht geschehen, mit dem Schutz der anvertrauten Daten zu beschäftigen.

www.procova.de

 

Beispiele aus der Praxis zur Umsetzung der DSGVO
Verlassen des Büro-Arbeitsplatzes
Jeder Arbeitsplatz, von dem aus personenbezogene Daten zugänglich sind, muss mit einem Kennwort geschützt werden. Wenn der Schreibtisch nur kurz verlassen wird, ist der Rechner zu sperren (Windowstaste + L-Taste), sowie die ausgedruckten und handschriftlichen Dokumente zu verdecken. Bei längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz, muss der Raum oder alle Dokumente mit persönlichen Daten verschlossen werden.

Versenden von E-Mails
Beim Versenden von E-Mails an mehre Personen muss darauf geachtet werden, dass die E-Mail-Adressaten nicht offen zu sehen sind. Hier ist als einfachste Möglichkeit das sogenannte BCC (Blindkopie) zu nennen, welches jedes gängige Programm unterstützt. So erhalten die Adressaten zwar die E-Mail, sehen aber nicht, an wen die Kopien gehen. Zusätzlich ist eine verschlüsselte Übertragung zu empfehlen.

Einwilligungserklärung
Eine Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung wird in der Regel nur gebraucht, wenn keine andere Rechtsgrundlage greift. Zum Beispiel besteht bei einem Kundenkon­takt in der Regel ein Vertrag oder eine Vertragsanbahnung. Dies ist als Grundlage der Verarbeitung ausreichend und es muss keine Einwilligung abgefragt werden. Gleiches gilt beim Austausch von Visitenkarten.

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Wie hoch schätzen Sie die Zahl der Versäumnisse in Bezug auf nicht angepasste Betriebsabläufe?  Oder anders gefragt: Wie viele Betriebe sind vermutlich den Anforderungen der DSGVO nicht nachgegangen?
Christoph Kleine: Aktuell sind ca. 30 % der Unternehmen im Bereich Datenschutz gut aufgestellt. 40 % haben sich zumindest mit dem Thema beschäftigt. Bei den restlichen 30 % ist leider noch gar nichts in Bezug auf die DSGVO passiert. Doch gerade im Handwerk schätzen wir die Dunkelziffer noch viel höher ein.

IKZ-HAUSTECHNIK: Nicht selten ist dem Vernehmen nach wahrzunehmen, dass sich Kleinbetriebe von der Umsetzungspflicht nicht angesprochen fühlen. Wie ist die Situation zu bewerten?
Christoph Kleine: Grundsätzlich fallen auch Kleinbetriebe unter die DSGVO und müssen den Schutz der persönlichen Daten ihrer Kunden und Geschäftspartner garantieren. In diesem Fall ist der Unternehmer als sogenannte ‚Verantwortliche Stelle‘ in der Pflicht und zumeist sogar persönlich haftbar. Doch das Thema bietet auch Chancen: So kann der Betrieb im Zuge der Umstellung auch die althergebrachten Prozesse prüfen und optimieren.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die Umsetzung der DSGVO bereitet bestimmt vielen Betrieben Bauchschmerzen. Wie unterstützen Sie SHK-Betriebe?
Christoph Kleine: Das Ganze lässt sich einfacher bewerkstelligen als es den Anschein macht. Speziell für die SHK-Branche haben wir die Möglichkeit geschaffen, sich qualifiziert zu informieren. Dazu bilden wir die Geschäftsführer und Beschäftigten zu Datenschutzprofis aus. Bereits im Oktober starten wir mit unserer Trainings-Offensive in Form von zwei Roadshows durch ganz Deutschland. Zum einen bieten wir in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland einen Zertifikatslehrgang zum DSB an. Diese Tour startet am 15.10.2018 in Berlin. Die zweite Roadshow beinhaltet eine Fortbildung zur Datenschutzfachkraft des Handwerks. Dieser Kurs ist speziell auf die Anforderungen des Handwerks ausgerichtet und unterstützt die Betriebe bei der Umsetzung der DSGVO. Der Start ist hier ebenfalls in Berlin, jedoch am 17.10.2018. Beide Touren machen dann in Karlsruhe, Düsseldorf, Würzburg, Koblenz und in Ingolstadt halt. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung zu den Roadshows gibt es auf unserer Internetseite unter www.trainings-offensive.de.

 

 

 

 

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Thu, 18 Oct 2018 08:18:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_50_8bcd0b4c81.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_50_aa794ecf5c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/50.jpg
news-27293 Elektro-Transporter im Baumarkt zur Miete https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/elektro-transporter-im-baumarkt-zur-miete/ Im Wachstumsmarkt Carsharing startet Bosch gemeinsam mit der Baumarktkette Toom einen Sharing-Dienst für Elektro-Transporter.  

In fünf ausgewählten Toom-Märkten können Kunden ab 10. Dezember 2018 Elektro-Transporter direkt beim Einkauf mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone buchen und Terrassenplatten, Balkonpflanzen und Wandfarbe schnell und einfach nach Hause bringen. Das Pilotprojekt der beiden Unternehmen startet an den Baumärkten Berlin Friedrichshain, Frankfurt Rödelheim, Leipzig Plagwitz, Troisdorf und Freiburg. Es nutzt die bereits vorhandene Lade-Infrastruktur dort. Die Baumarktkette betreibt bislang an neun von insgesamt 330 Standorten Elektro-Tankstellen.

Kunden zahlen Stundenpauschale
Die Kunden zahlen eine Stundenpauschale, in der km und Stromtanken bereits enthalten sind. Nach dem Gebrauch können die Nutzer den Wagen einfach wieder auf dem Parkplatz abstellen. Das Pilotprojekt ist zunächst auf 15 Monate angelegt. Die Transporter des gemeinsamen Carsharing-Services stammen vom Aachener Unternehmen Streetscooter, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Post, die selbst bereits im großen Umfang Elektrotransporter von StreetScooter nutzt.

Zukunftsmarkt E-Mobilität
Kooperationspartner Bosch will Marktführer im entstehenden Massenmarkt der Elektromobilität werden. Weltweit sind schon mehr als 800 000 Fahrzeuge mit elektrischen Antriebskomponenten von Bosch unterwegs. Die Stuttgarter bringen einige Erfahrung in Sharing-Diensten mit über Coup, einem Leihservice für Elektroroller. Seit dem Start von Coup im Jahr 2016 fahren heute 3500 Roller durch Berlin, Paris und Madrid.

 

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Thu, 18 Oct 2018 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_KW42_toom1_44eccd28ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_KW42_toom1_131c45c9f8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2018_News/KW42_toom1.jpg
news-27261 Am besten keine Angriffsfläche bieten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/am-besten-keine-angriffsflaeche-bieten/ DSGVO: Die befürchtete Abmahnwelle ist bisher nicht eingetroffen. Das bedeutet allerdings nicht, dass das so bleibt  

Als am 25. Mai dieses Jahres die Frist ablief, um die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf breiter Front umzusetzen, herrschte große Verunsicherung im Handwerk. Für Bedenken sorgte die prognostizierte Abmahnwelle, die Unternehmen angeblich Unsummen kosten sollte. Nun, fünf Monate später, stellt sich die Frage, wie berechtigt diese Bedenken sind? Und wie im Fall der Fälle damit umzugehen ist.

Rechtsanwalt Christopher Kunke, Datenschutz-Referent der TÜV NORD Akademie, schildert einen beispielhaften Fall: Als Herr W. den Briefkasten leert und ein Anwaltsschreiben in den Händen hält, ist er erschrocken und verunsichert. 12 500 Euro fordert der Anwalt eines Mitbewerbers, weil Herr W. angeblich die DSGVO nicht eingehalten habe. Außerdem solle er die beiliegende Unterlassungserklärung unterschreiben, um weitere Konsequenzen zu verhindern. Verunsichert zahlt Herr W. die geforderte Summe und unterschreibt das Dokument – ohne zu wissen, dass er das vielleicht nicht gemusst hätte.
„Sobald man als Unternehmen ein Anwaltsschreiben und eine damit verbundene Abmahnung erhält, gilt es vor allen Dingen Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt zu handeln. Der erste Schritt muss immer sein, den Vorwurf selbst juristisch prüfen zu lassen. Auf gar keinen Fall sollten Betroffene eine Unterlassungserklärung unterschreiben oder gar die geforderte Summe bezahlen“, rät Kunke. Selbst eine kleine Anzahlung von wenigen Euro könne bereits als Anerkennung des Gesamtanspruchs ausgelegt werden.
Bislang keine „Abmahnwelle“
„Obwohl einige Anwälte versuchen, im großen Stil Geldzahlungen zu erwirken, ist die befürchtete Abmahnwelle in Deutschland bisher nicht eingetroffen“, ergänzt Marit Hansen, Landesdatenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein. „Das bedeutet allerdings nicht, dass das so bleibt. Die Verantwortlichen sollten darauf achten, die DSGVO zu erfüllen und so erst gar keine Angriffsfläche für Abmahnanwälte zu bieten“, sagt die Landesdatenschutzbeauftragte.
Für Unternehmen bedeutet das erst einmal Aufatmen. Christopher Kunke erklärt: Eine Abmahnung muss zunächst einmal beauftragt werden. Beispiel: Ein Kläger gibt seiner Anwältin den Auftrag, ein bestimmtes Unternehmen abzumahnen. Das ist in der Regel ein Mitbewerber des Betroffenen. Im ersten Schritt fordert die Juristin die Zahlung einer Pauschale sowie eine unterschriebene Unterlassungserklärung. Die Pauschale entspricht dem Anwaltshonorar und bleibt damit komplett bei der abmahnenden Juristin. Manche Anwälte erliegen dabei der Versuchung, mithilfe eines konstruierten Klienten, beispielsweise durch eine sogenannte „Briefkastenfirma“, zahlreiche Abmahnungen zu verschicken und sich entsprechend hohe Pauschalen zu erwirtschaften. Da es hinter dieser Masche allerdings keinen tatsächlichen Kläger gibt, ist es entsprechend unwahrscheinlich, dass es in diesen Fällen wirklich zu einem Prozess kommt. „Grundsätzlich sind aber auch vor diesem Hintergrund zunächst alle Abmahnschreiben ernst zu nehmen und juris­tisch zu prüfen“, rät Kunke. Denn ob eine Abmahnung gerechtfertigt sei oder nicht, sei so nicht erkennbar.


Ein juristisches Abmahnschreiben ist noch kein Grund in Panik zu verfallen.


Berechtigte Abmahnung – was jetzt?
Wenn sich bei der juristischen Prüfung einer Abmahnung ergibt, dass diese berechtigt ist und tatsächlich ein Verstoß vorliegt, ist der erste Schritt, diesen Verstoß entsprechend zu beheben. Des Weiteren macht es Sinn, der abmahnenden Seite zu zeigen, dass man selbst ebenfalls einen Anwalt oder eine Anwältin eingeschaltet hat und weitere Drohschreiben damit sinnlos sind. Anschließend sollte eine eigene Unterlassungserklärung aufgesetzt werden und diese dem Klagenden bzw. dessen Rechtsvertretung zugeschickt werden.
Auch wenn eine Abmahnung bis zu den Aufsichtsbehörden durchdringt oder diese eigenständig auf einen Betrieb aufmerksam werden, müssen die Verantwortlichen keine Angst haben, erläutert Marit Hansen: „Bevor tatsächlich ein Bußgeld gezahlt werden muss, wird zunächst der Sachverhalt ermittelt: Liegt wirklich ein Datenschutzverstoß vor? Dazu gehört auch eine Anhörung des Betriebs durch die verantwortliche Datenschutzaufsichtsbehörde. Oft geschieht dies im schriftlichen Verfahren. Erst wenn in dieser Anhörung ein Verstoß gegen die DSGVO festgestellt wird, trifft die Aufsichtsbehörde angemessene Maßnahmen. Dies kann bedeuten, dass ein Bußgeldbescheid erlassen wird. Gegen diesen Bescheid können Betroffene gerichtlich vorgehen, sofern sie ihn für unberechtigt halten. Andernfalls ist die festgelegte Summe als Bußgeld zu zahlen“, erläutert Hansen das Vorgehen der Aufsichtsbehörden. Auch die Aufsichtsbehörden stellen sich aktuell entsprechend der modifizierten Anforderungen neu auf; bei komplexeren Fällen könne es einige Zeit dauern, bis es zu einer entsprechenden Anhörung komme.
In der Regel agieren Anwälte sowie Aufsichtsbehörden übrigens vollkommen unabhängig voneinander. Oftmals ist die zuständige Behörde über die Abmahnung gar nicht informiert.
Insgesamt lässt sich sagen, dass eine Abmahnung kein Grund ist, in Panik zu verfallen. Die Devise lautet: Ruhig bleiben und einen Anwalt oder eine Anwältin einschalten. Allerdings bedeutet das nicht, dass die DSGVO nicht ernst zu nehmen ist. Jede Instanz, die personenbezogene Daten verarbeitet, ist verpflichtet, sich an die europaweiten Vorgaben zu halten. Hilfe erhalten die Betroffenen dabei entweder direkt bei den zuständigen Aufsichtsbehörden oder in passenden Seminaren, wie sie beispielsweise die TÜV NORD Akademie anbietet. Informationen dazu sind im Internet verfügbar.

www.tuev-nord.de/ds-seminare

 

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Thu, 18 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_ID010001_f0cf6f351d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_ID010001_425378a843.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID010001.jpg
news-27252 IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH: Automatischer hydraulischer Abgleich in Einrohr-Heizungs­anlagen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/imi-hydronic-engineering-deutschland-gmbh-automatischer-hydraulischer-abgleich-in-einrohr-heizungs/ Mit dem Regel- und Einregulierventil „TA-Compact-P“ von IMI Hydronic Engineering lassen sich Einrohr-Heizungsanlagen automatisch hydraulisch abgleichen. Es wird in eine bestehende Anlage nachgerüstet, übernimmt die Funktion eines automatischen Durchflussreglers „und sorgt dafür, dass sämtliche Ringe exakt die Wassermenge erhalten, die sie und damit die Heizkörper benötigen“.  

IMI weist darauf hin, dass komplexe Berechnungen oder detaillierte Kenntnisse des Rohrleitungssystems nicht erforderlich seien: „Für die Ermittlung der notwendigen Durchflussmenge sind lediglich die Heizleistung des Einrohrrings und die Temperaturspreizung des Systems notwendig.“ Der entsprechende Einstellwert werde anschließend einer Tabelle aus den Produktunterlagen entnommen und am Ventil ohne Werkzeug eingestellt.
Das Ventil steht für Durchflussmengen von 21,5 bis 3700 l/h und für Rohrdimensionen von DN 10 bis DN 32 zur Verfügung. Die integrierten Messnippel ermöglichen bei Bedarf eine Durchfluss- und Differenzdruckmessung, z. B. für eine Fehlersuche oder Systemanalyse.

IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH, Völlinghauser Weg, 59597 Erwitte, Tel.: 02943 891 - 0, Fax: -1 00, info.de@imi-hydronic.com, www.imi-hydronic.de

 

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Thu, 18 Oct 2018 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_I1819-IMI_85adf49fbb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_I1819-IMI_52b7e0910a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/I1819-IMI.jpg
news-27230 Einkommensteuer – Wohnsitz entscheidend für Zusammenveranlagung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/einkommensteuer-wohnsitz-entscheidend-fuer-zusammenveranlagung/ Ehegatten können nicht zusammen veranlagt werden, wenn ein im Ausland lebender Ehegatte sich jährlich nur für wenige Wochen im Inland aufhält.  

Denn für eine Zusammenveranlagung schreibt das Einkommensteuergesetz vor, dass beide Ehegatten oder Lebenspartner unbeschränkt steuerpflichtig sind. Das setzt entweder einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, der EU oder dem EWR voraus. Im Entscheidungsfall reiste der ausländische Partner lediglich mit Kurzzeitvisa ein und hielt sich an deren zeitliche Beschränkungen. Das Finanzamt erkannte hierin keine Wohnsitznahme (Quelle: Finanzgericht Hamburg, Az.: 1 K 202/16).

 

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Thu, 18 Oct 2018 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-27294 Holzpellets sind teurer geworden – Preisvorteil zu Heizöl bleibt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/holzpellets-sind-teurer-geworden-preisvorteil-zu-heizoel-bleibt/ Berlin.  Im Oktober ist der Pelletpreis in Deutschland gestiegen. Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) berichtet, gibt es im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 3,7%. Der Branchenverband führt das auf eine höhere Nachfrage zurück, da während des heißen Sommers die sonst übliche Einlagerung nicht im gewohnten Umfang stattfand.  

Verglichen mit Oktober 2017 kosteten die kleinen Presslinge 5,6% mehr. Im Durchschnitt zahlen Endverbraucher für 1 t Pellets bei Abnahme von 6 t 249,94 Euro. 1 kg Pellets kosten dementsprechend 25 Cent und eine Kilowattstunde (kWh) Wärme aus Pellets 5 Cent. Aufgrund des starken Preisanstiegs von Heizöl beträgt der Preisvorteil von Pellets zu Heizöl rund 37%, zu Erdgas 15%.

www.depv.de

 

 

 

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Wed, 17 Oct 2018 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_DEPI_Brennstoffkosten_Okt_5f8736e010.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_DEPI_Brennstoffkosten_Okt_755ba2b0c4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/DEPI_Brennstoffkosten_Okt.jpg
news-27153 Hitze und Starkregen bändigen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hitze-und-starkregen-baendigen/ Neue Ansätze für Regenwassermanagement in Städten  

Unsere Städte leiden mittlerweile abwechselnd unter Starkregen und Hitze, wo offene Wasserflächen und Begrünung weichen mussten. Der Klimawandel wird diesen Effekt noch verstärken. Nun geht es darum, durch Regenwassermanagement Lösungen zu entwickeln, die in den Cities Überflutungsgefahren mindern und zugleich Lebensqualität steigern.

Das Ideal wäre, der natürlichen standortbezogenen Wasserbilanz aus Niederschlag, Verdunstung, Versickerung und oberflächigem Abfluss so nahe zu kommen, dass eine unterirdische Ableitung in Rohren und Kanälen nicht erforderlich ist. Damit lassen sich im sprichwörtlichen Sinne „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“: Die urbanen Sturzfluten werden in vielen öffentlichen und privaten Rückhaltezonen gepuffert. Und eine hohe Verdunstungsrate kühlt die sommerlichen Temperaturen auf das Niveau des Umlandes ab. In Anbetracht der Kapazität zur Wasseraufnahme und -abgabe ist sinnbildlich der Schwamm das Vorbild.

Die Begriffe „Sponge City“ und „Schwammstadt“
Stark thematisiert wurde der englische Begriff „Sponge City“ in internationalen Publikationen des Jahres 2017, speziell im Zusammenhang mit dem Bau von Megacitys in China. Dort ist die staatlich gelenkte „Sponge-City-Initiative“ ein Instrument, um einerseits den komplexen Sachverhalt den in dieser Sache noch unerfahrenen kommunalen Verwaltungen zu vermitteln. Andererseits erhalten die öffentlichen Auftraggeber zweckgebunden finanzielle Unterstützung, sofern sie das gesteckte Ziel erreichen, bis 2020 auf 80 % des Stadtgebietes mindes­tens 70 % des auftreffenden Regenwassers „aufsaugen“ zu lassen oder zu nutzen. Es geht ausdrücklich um die kommunale Vorsorge gegen Überflutung, aber auch um das langfristige Sichern der Trinkwasserversorgung durch Senken des Trinkwasserbedarfs und Anreichern der Grundwasservorräte.
Gelernt hat man in China von eigenen urbanen Sturzfluten, die 2016 speziell in Wuhan, Nanjing, und Tianjin sowie 2012 in Beijing gewaltige Schäden verursacht hatten. Ähnliche Ereignisse zeigen, dass die Probleme weltweit bestehen und nicht auf einzelne Regionen oder nur auf Schwellenländer beschränkt sind.
Zur Lösung solcher Probleme wurde hierzulande bereits im Jahr 2016 festgelegt, dass in Absprache mit dem Umweltbundesamt die technischen Regeln der Siedlungswasserwirtschaft angepasst werden sollen. Vorausgegangen war eine 2015 veröffentlichte Studie des Berliner Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung, in welcher der Begriff „Schwammstadt“ als Prinzip bezeichnet wurde, um für den öffentlichen Raum bestehender Städte nachhaltige Speicher- und Bewässerungssysteme zu entwickeln [1].

Anpassung von Regelwerken
Der Entwicklungsprozess ist nunmehr in vollem Gange: Seit September 2016 liegt der deutschen Fach-Öffentlichkeit ein Entwurf des Arbeitsblattes DWA-A 102/BWK-A 3 „Ableitung von Regenwasser in Oberflächengewässer“ vor. Der Entwurf wird in Bezug auf seine Radikalität in Fachkreisen heftig diskutiert. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass diese Norm im Jahr 2019 Gültigkeit erlangt. Bis dahin soll auch das Arbeitsblatt DWA-A 138 „Versickerung von Regenwasser“ angepasst sein. Nachdem beide Regelwerke verabschiedet sind, müssen Planer bei deutschen Bauvorhaben als Voraussetzung für die Baugenehmigung mit dezentralen Maßnahmen die lokale Wasserbilanz abbilden, die vor der Bebauung an diesem Ort vorherrschend war.
Die Verdunstung beträgt im Randgebiet der meisten Metropolen vor einer Bebauung 60 bis 70 % der Niederschlagsmenge, danach nur noch einen Bruchteil davon. Pilotprojekte in Berlin und Nürnberg führen den Nachweis, dass zwei Drittel des Niederschlags mit dem Stand der Technik zu verdunsten gelingen kann, und das unter wirtschaftlich zumutbaren Konditionen. Objektspezifische, maßgeschneiderte Kombinationen aus Verduns­tung, Nutzung und Versickerung, machen es selbst in Citylage möglich, Niederschlagswasser nahezu 100%ig zu bewirtschaften [2].

Komponenten des dezentralen Regenwassermanagements
Bereits jetzt, im Vorfeld möglicher Änderungen bei Regelwerken und Wasser- bzw. Baugesetzen zugunsten deutlich höherer Verdunstungsraten, werden in der Regenwasserbranche neuartige Bewirtschaftungskonzepte vorgestellt. Sie sollen bei künftigen Neubauvorhaben mit wenig technischem Aufwand erlauben, Dach- und Oberflächenabflüsse zu sammeln und an trockenen Tagen zur Verduns­tung auf die Sammelflächen zurück zu leiten. Sinnvolle Komponenten sind:

  • Verdunstung durch Gebäudebegrünung, Dach und Fassade.
  • Verdunstung durch offene Wasserfläche, Teich und Wasserlauf.
  • Versickerung durch wasserdurchlässig befestigte Verkehrsfläche, Pflasterfugen und -bettung.
  • Versickerung durch bewachsene offene Mulde und unterirdische Rigole.
  • Nutzung/Retention durch Regenspeicher zur Substitution von Trinkwasser.
  • Retention durch Speicher/Stauraumkanal mit gedrosselter Ableitung.
  • Retention in urbaner Freifläche mit multifunktionaler Nutzung.

Letzteres wird in Hamburg bereits praktiziert, bei Neubaugebieten und Bestandsquartieren. Ein allmählicher Stadtumbau ist das Ziel. Die Behörde „Umwelt und Energie“ sowie das Versorgungsunternehmen „Hamburg Wasser“ haben gemeinsam das Projekt „Regen-InfraStruktur-Anpassung“ (RISA) 2009 gestartet und 2015 erfolgreich abgeschlossen. Absicht war, nachhaltige Ideen und Konzepte für den Umgang mit Regenwasser zu entwickeln. Ergebnis ist der „RISA Strukturplan Regenwasser 2030“ [3], ein dezentrales Konzept, das Regenwasser dort, wo es anfällt, erfasst und – soweit möglich – an Ort und Stelle durch geeignete Anlagen wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zuführt.
Bei diesem Projekt war die Hamburger Hafen City Universität (HCU) Partner und lieferte wissenschaftliche Unterstützung, z. B. durch Publikationen über das Projekt KLIQ online [4]. Ein Wissensdokument für die Verwaltung und ein Leitfaden für Eigentümer stellen die Konkretisierung des RISA-Ansatzes dar. Arbeitsschritte, Checklisten und Lösungsansätze sind auf andere Kommunen übertragbar.

Fazit
Urbane Sturzfluten und Hitze in Stadtzentren sind eine akute Bedrohung. Um Abhilfe zu schaffen, muss Regenwasser künftig länger in der Stadt bleiben und gefahrlos durch die Methoden der Regenwasserbewirtschaftung mit den Aspekten Umweltschutz, Lebensqualität, Stadtklima und Überflutungsschutz verknüpft werden [5]. Das funktioniert am besten dezentral, also auf den Grundstücken und Gebäudedächern – darin sind sich Politik und Wissenschaft einig. Sponge-City, die Stadt als Schwamm, ist ein Sinnbild dafür. Als neue Aufgabe beschäftigt das Thema mittlerweile Stadt- und Regionalplaner sowie letztlich das ausführende Handwerk.

Literatur:
[1] Überflutungs- und Hitzevorsorge durch die Stadtentwicklung. Strategien und Maßnahmen zum Regenwassermanagement gegen urbane Sturzfluten und überhitzte Städte. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Berlin 2015
[2] König, Klaus W.: Siedlungswasserwirtschaft bei Extremwetter überfordert? Starkregen in Deutschland. Der Bausachverständige, Fraunhofer IRB, Stuttgart, Seite 33-37, Ausgabe 2/2017
[3] RISA Strukturplan Regenwasser 2030, Hamburg, aufgerufen am 15. April 2018, www.risa-hamburg.de/
[4] Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere in Hamburg, aufgerufen 15. April 2018, www.hcu-hamburg.de/kliq
[5] DWA-Regelwerk, Merkblatt DWA M-119. Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen. Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Hennef, November 2016

Autor: Klaus W. König, Überlingen

 

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Wed, 17 Oct 2018 08:22:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_11_1_e767d103ff.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_11_1_67ef79d8ee.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_18_09/11_1.jpg
news-27262 Sehr gesprächig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sehr-gespraechig/  

Internetfähige Wärmeerzeuger kommunizieren mit Endkunde, Fachbetrieb und Hersteller
Heizkessel, die online gehen, entwickeln sich mehr und mehr zu einem neuen Standard. Dadurch verändern sich aber nicht die Geräte selbst und unser Umgang damit, sondern vor allem auch die Dienstleistungen und Prozesse im Fachhandwerk, die mit ihnen verknüpft sind.

„Alexa, heize morgen früh das Bad um halb 8 auf 25 Grad.“ Vernetzte Heizungsanlagen, die auf Sprachbefehle wie diesen hören, sind zu einem wichtigen Baustein von modernen Gebäuden und Wohnungen geworden. Das Smart Home ist aber nur eines von vielen Beispielen, in denen internetfähige, vernetzte Heizungsanlagen zu finden sind. Was wäre, wenn digitale Assistenten uns einmal mit Fragen wie diesen ansprechen würden, anstatt einfach nur wie bislang unsere Befehle entgegenzunehmen? „Ihr Energieverbrauch ist im Vergleich zum Vorjahr um 7 % gestiegen. Soll ich einen Wartungstermin mit Ihrem Installateur vereinbaren?“ Auch der Umstand, dass Haushalte in Zukunft nicht mehr nur die Energie, die sie verbrauchen, selbst produzieren, sondern überschüssige Energie zurück ins Netz speisen werden können, verändern die Anforderungen und das gesamte System.  
Viele Wege führen ins Internet
Sowohl Handwerksbetriebe, die Nutzer von unterwegs als auch Hersteller können einen Zugriff auf vernetzte Heizungsanlagen benötigen – sei es für die Wartung der Anlage, die Steuerung sowie Updates der Firmware oder die Analyse der Daten. Die entscheidende Schnittstelle dieser Art von Vernetzung ist darum der Internetzugang. Wenn es um die Kommunikation zwischen Geräten und die Vernetzung von technischen Infrastrukturen im Smart Home geht, ist die Zahl der möglichen Technologien und Standards im Vergleich dazu sehr viel größer. Wenn es allerdings um die Vernetzung zwischen Betrieben, Kunden und Heizungsanlagen geht, dominieren WLAN und LAN als Vernetzungsstandards.
Insbesondere die neueren Heizungssysteme verfügen in der Regel über integrierte Internetmodule, die nur noch über ein LAN-Kabel mit dem Internet-Router verbunden werden müssen. Dabei lassen sich im Prinzip auch ältere Geräte digital vernetzen, um die daraus entstehenden Vorteile wie Fernsteuerung und Energieeinsparungen zu realisieren. Hier spielen Zusatzmodule eine große Rolle. Die Heizkessel und Wärmepumpen von Junkers Bosch ohne integriertes Internet-Gateway (z. B. auch „Cerapur 5“, „Olio Condens 7000 F“ oder „Supraeco A SAS – 2“) lassen sich über das Zusatzmodul „MB LAN2“ problemlos nachträglich mit dem Router und somit dem Internet verbinden.
Neues Know-how für das Fachhandwerk
Mit der zunehmenden Verbreitung von vernetzten Heizungssystemen wird auch neues Know-how in den Bereichen IT und Netzwerktechnik nötig. Das bedeutet allerdings nicht, dass ab sofort jeder Betrieb IT-Spezialisten einstellen muss. Fachhandwerker können bei Herstellern wie Buderus auch Netzwerkspezialisten beauftragen, die die Heizung des Endkunden mit dem Internet verbinden. Der „Connect Service“ umfasst dabei nicht nur die Installation der Hardware, sondern auch die Einweisung des Endkunden in die Fernsteuerung der Heizung über das Online-Portal. Fachhandwerker können mit Dienstleistungen wie diesen verlässlich kalkulieren, da sie in unterschiedlichen Komplettpaketen zu Festpreisen angeboten werden. Auch Spezialaufgaben wie das Einrichten des Routers vor Ort oder ein zu großer Abstand zwischen Netzwerkbuchse und Heizkessel lassen sich so einfach beauftragen.
Fernwartung, Ferndiagnose und Energieberatung
Vernetzte Heizsysteme eröffnen eine ganze Reihe von neuen Dienstleistungen und Angeboten, die SHK-Betriebe ihren Kunden anbieten können. Möglichkeiten zur Ferndiagnose, Fernwartung und Energieberatung auf Basis der Analyse der Verbrauchs- und Gerätedaten bringen Betrieben und Kunden gleichermaßen Vorteile. Insbesondere Services wie das regelmäßige Prüfen auf Firmware-Updates, die Installation neuer Software sowie das frühzeitige Erkennen von Fehlfunktionen („Predictive Maintenance“), stellen ein wichtiges, neues Geschäftsfeld im Bereich Service dar, den Betriebe nicht ungenutzt lassen sollten.
Zum Teil sind diese Dienstleistungen auch dann möglich, wenn das IT-Know-how in einem Betrieb gerade erst aufgebaut wird. Der bereits erwähnte Dienst „Connect Services“ von Buderus umfasst auch die Einweisung von Fachhandwerkern in das Online-Portal „Control Center ConnectPRO“. Über dieses können Betriebe die Anlagen ihrer Kunden immer im Blick behalten. Integrierte Diagnose-Tools von Web-Plattformen oder Smart-Home-Lösungen machen eben nicht nur das Fernsteuern, sondern vor allem auch die Ferndiagnose von Heiztechnik möglich.
Schutz personenbezogener Daten
Ein besonderes Augenmerk muss beim Betrieb von vernetzten Heizungsanlagen auf die gesetzlichen Regelungen bezüglich des Datenschutzes gelegt werden. Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die seit Mai 2018 vollständig in Kraft getreten ist, sorgt nach wie vor bei vielen Unternehmen und Betrieben, die personenbezogene Daten von Kunden speichern und verarbeiten, für Verunsicherung. Das Papier sieht vor, dass persönliche Daten nur unter der Zustimmung der jeweiligen Person übermittelt, gespeichert und verwertet werden dürfen. Das betrifft teilweise auch maschinell erhobene Daten wie die in Heizungsanlagen, die mit Kundendaten verknüpft sind, die auf das persönliche Heizverhalten oder die mögliche Anwesenheit von Personen im Gebäude schließen lassen. Eine Beratung hinsichtlich der rechtlichen Lage, der Anforderungen bei der Datenverarbeitung oder der Pflicht, einen Datenschutzbeauftragten zu benennen, lohnt sich allein aufgrund der Höhe der möglichen Strafzahlungen.
Gewerbe & Industrie vs. Privathaushalte
Vernetzte Heizsysteme sind längst in allen Einsatzbereichen und Ausführungen zu finden, sodass sowohl private Anwender diese nutzen als auch Anlagen zu finden sind, die allen gewerblichen Anforderungen gerecht werden. Der Gas-Brennwertkessel „Trigon XL“ und Blockheizkraftwerke der Reihe „Varion C-Power“ von Elco verbinden dabei die Aspekte Leis­tung und Effizienz, ohne die Bedienvorteile von vernetzten Systemen außen vor lassen zu wollen. Über die smarte Steuerung mittels Farb-Touchscreen und drahtloser Internetverbindung verspricht das Unternehmen sowohl eine einfache Bedienung als auch die Möglichkeit zur Fern­überwachung.
Die Wärmewende und das Smart Grid
Gerade wenn es um den Anspruch geht, Emissionen zu verringern und so einen Beitrag zur Wärmewende zu leisten, stehen energieeffiziente, vernetzte Heizsys­teme im Fokus. Für Andreas Lücke vom BDH (Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie) ist die Digitalisierung von Heizsystemen kein neues Phänomen mehr. Insbesondere die Bedienvorteile und die Einsparungen beim Heizen würden die Entwicklung vorantreiben. „Laut einer bei Prof. Bert Oschatz der TU Dresden beauftragten Studie sind allein dadurch zwischen 10 und 15 % Einsparung realistisch. Aktuell geht die digitale Vernetzung jedoch weiter. Im Moment werden alle Komponenten innerhalb eines Hauses miteinander vernetzt – es entsteht ein ‚Internet of Things in the House‘.“
Der Status quo bei den vernetzten Heizsystemen ist laut Lücke jedoch nur das Zwischenstadium, im Rahmen einer größeren Gesamtentwicklung, bei der die nächste Ausbaustufe bereits in den Startlöchern steht. „Hybride Heizsysteme, bei denen die Wärmepumpe, der Energiespeicher und das Photovoltaik-System über einen Energiemanager miteinander kommunizieren können, sind inzwischen marktreif. Noch Zukunftsmusik ist dagegen die externe Vernetzung im Rahmen eines Smart Grids, sodass beispielsweise flexible Stromtarife genutzt werden können. Allerdings ist diese Entwicklung meiner Überzeugung nach nur noch eine Frage der Zeit.“
Vor diesem Hintergrund ist es insbesondere für SHK-Betriebe wichtig, sich so früh wie möglich auf diese Entwicklung einzustellen. Abgesehen von modernen Anlagen in Neubauten gibt es in diesem Bereich nach wie vor einen immensen Bedarf an Modernisierung. Ein Grund für die Zurückhaltung beim Umstieg auf vernetzte Heizsysteme: Viele Hausbesitzer wissen nicht, welche Vorteile sie von einem solchen System haben und welcher Aufwand dafür notwendig ist.
Vorteile für den Kunden
Dabei bieten vernetzte Heizsysteme zahlreiche Vorteile für die Kunden. Einer der wichtigsten Anreize, die für vernetzte Heizsysteme sprechen, ist sicherlich das Thema „Energiesparen“. Dabei muss es sich nicht immer gleich um Solarthermie oder Wärmepumpe handeln, die von sich aus einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen. Vielmehr lassen sich durch die Auswertung der Daten und durch die Regelung des Heizsystems Energie sparen. In einem Smart Home bzw. einem Smart Building lässt sich die Wärme- und Energieproduktion sogar in Abhängigkeit von der Anwesenheit der Bewohner steuern, ohne dass es Einbußen beim Komfort gibt. Auch Fehlbedienungen und falsche Einstellungen, die möglicherweise größere Schäden oder Energieverluste verursachen, können von SHK-Betrieben über Web-Plattformen, z. B. über „Vitoguide“ von Viessmann, frühzeitig erkannt werden. Für Anlagenbetreiber steigt somit der Grad an Sicherheit, die Zuverlässigkeit und damit auch die Langlebigkeit der Heizungsanlage selbst.
Das SHK-Handwerk und die Fachbetriebe gewinnen
Den SHK-Handwerkern fällt in diesem Zusammenhang eine immer größere Bedeutung zu. Die Hersteller von vernetzten Heizsystemen bauen die Schnittstellen zwischen Endverbraucher und Produzent durch Software-Lösungen und digitale Dienstleistungen immer stärker aus – insbesondere die Vermittlung von Kontakten zu Fachpartnern und Fachbetrieben, Online-Tools zur Konfiguration von Heizsystemen und Online-Service-Tools zum Monitoring der Anlagen durch die Betriebe. Diese können den Zustand der Anlagen ihrer Kunden auch aus der Ferne fortlaufend beurteilen. Nötige Wartungseinsätze können dadurch besser geplant oder im Idealfall Änderungen direkt an der vernetzten Heizanlage durchgeführt werden, ohne überhaupt vor Ort sein zu müssen. Das spart den Betrieben Zeit und Geld.
Fazit
Vernetzte Heizsysteme stellen eine enor­me Chance für das SHK-Handwerk und die Fachbetriebe dar. Durch die zahlreichen digitalen Services können sie sich besser denn je vom Wettbewerb abheben und ihren Kunden zugleich zahlreiche Vorteile bieten. Auf diese Weise sichern sich die Betriebe nicht nur ihre Zukunft, sondern leisten auch einen wesentlichen
Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Ressourcennutzung.

Autor: Christian Schön, freier Journalist

 

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Wed, 17 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/4/csm_ID012001_aa2c8af3e7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/4/csm_ID012001_48d7d0d3e3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID012001.jpg
news-27239 Kaldewei feiert 100. Geburtstag https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kaldewei-feiert-100-geburtstag/ Die Franz Kaldewei GmbH & Co. KG blickt in diesem Jahr auf 100-jährige Firmengeschichte zurück. Klempnermeister Franz Kaldewei hatte im Oktober 1918 beim Gewerbeamt den Betrieb einer kleinen Blechwarenfabrik in Ahlen (NRW) angemeldet. Damit legte er den Grundstein für ein Unternehmen, das sich über vier Generationen hinweg zu einem weltweit erfolgreichen Hersteller von Badewannen, Duschflächen und Waschtischen aus Stahlemaille entwickelt hat.  

Anfang der 1930er-Jahre wendete sich das Unternehmen dem Sanitärmarkt zu. Investitionen in ein eigenes Emaillierwerk und eine Emailschmelze sorgten dafür, dass Kaldewei seine Produkte entlang der Wertschöpfungskette selbst herstellen konnte. 1934 schlug die Geburtsstunde der ersten, noch aus mehreren Teilen zusammengeschweißten Kaldewei-Badewanne. 1957 nahm das Unternehmen die weltweit erste hydraulische Badewannen-Pressenstraße in Betrieb. Und 1972 war man nach eigenen Angaben der erste deutsche Sanitärindustriebetrieb, bei dem Roboter in der Serienfertigung zum Einsatz kamen.
Mit Franz Kaldewei jun. steht nun die vierte Generation an der Spitze. „Aus der Vergangenheit lernen, um die Zukunft neu zu gestalten – das ist mein Credo bei der Fortführung des Familienunternehmens“, sagt der Geschäftsführer. Er konzentriere sich nicht nur auf die fortschreitende Internationalisierung und die digitale Technik, sondern auch auf den Ausbau des dritten Standbeines: der Waschtische aus Stahl-Email.
Das aktuelle Sortiment bei Kaldewei umfasst etwa 600 Duschflächen, Badewannen und Waschtische. Das Unternehmen erhielt insgesamt mehr als 150 Auszeichnungen, darunter den „German Brand Award“ in Gold für „einzigartige Markenführung“.

 

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Wed, 17 Oct 2018 07:44:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_I1819-Kaldewei-2_c83794f12d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_I1819-Kaldewei-2_b57f0a54d4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/I1819-Kaldewei-2.jpg
news-27253 Georg Fischer GmbH: Leichtgewicht mit Power https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/georg-fischer-gmbh-leichtgewicht-mit-power/ Das Kunststoffrohrleitungssystem „iLITE“ von Georg Fischer verbindet verschiedene Rohrmaterialien miteinander. Wie das Unternehmen ausführt, könne der Installateur den Fitting und das Rohr „schnell und einfach“ in einem Arbeitsgang mit einem Akkuwerkzeug verbinden.  

Einsetzbar ist „iLITE“ in den Gewerken Sanitär, Heizung und Klima. Die Fittings aus dem Hochleistungskunststoff PPSU sind vielseitig verwendbar für verschiedene Rohrmaterialien.
Während des Aufschiebens wird das Rohr aufgeweitet. „Hierdurch entstehen die sehr guten Durchflusswerte“, erklärt Georg Fischer. Es entfällt das Aufschieben von Hülsen oder anderen Einzelteilen sowie das Kalibrieren oder Entgraten des Rohres. Anschließend wird die bereits vormontierte Hülse in entgegengesetzter Richtung über die Verbindung geschoben. Mit dem eingebauten Sichtfenster hat der Installateur eine Kontrollmöglichkeit, ob die Verbindung korrekt ausgeführt wurde.

Georg Fischer GmbH, Daimlerstr. 6, 73095 Albershausen, Tel.: 07161 302 - 0, Fax: - 259, info.de.ps@georgfischer.com, www.georgfischer.com

 

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Wed, 17 Oct 2018 07:07:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_I1819-Georg-Fischer-1_a6b826b384.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_I1819-Georg-Fischer-1_76d561b5f8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/I1819-Georg-Fischer-1.jpg
news-27292 Ok-Power-Ökostrom mehr gefragt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ok-power-oekostrom-mehr-gefragt/ Mit Ok-Power-Zeichen ausgezeichneter Ökostrom ist qualitativ anspruchsvoller als anderer am Markt. Offenbar achten Stromkunden vermehrt darauf, denn die Nachfrage zieht an.  

Der Ok-Power-Zertifizierer Energie Vision mit Sitz in Freiburg gab jetzt bekannt, dass er für 2018 einen Zuwachs von mindestens 4% der gesamten nach Ok-Power zertifizierten Menge rechnet. Für 2019 rechnet er mit einem deutlichen weiteren Zuwachs von über 25% auf 4,4 TWh Ok-Power-Strom.

Drei Gründe für den Anstieg
Laut Energie Vision ist die Nachfrage nach zertifiziertem Ok-Power-Ökostrom seit diesem Jahr wieder deutlicher angestiegen als in den Jahren zuvor. Ok-Power setzt als Zertifizierungsbedingung z.B. voraus, dass pro verkaufter kWh ein Teil des Erlöses in neue Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien investiert werden muss.

Die Hamburger Zertifizierungsstelle von Energie Vision begründet die wachsende Nachfrage einerseits mit einem steigenden Interesse  von Endverbrauchern, die sich vermehrt intensiver mit dem Thema Ökostrom befassen würden, u.a. auch vor dem Hintergrund der Geschehnisse um RWE und dem Hambacher Forst, die bundesweit Schlagzeilen machten.
Andererseits seien Stromanbieter in diesem Jahr in die Zertifizierung eingestiegen, so dass diese mit ihren Strommengen dann zum sprunghaften Anstieg im nächsten Jahr beitragen.
Zum dritten sind es Unternehmen, die vermehrt Ok-Power-zertifizierte Ökostromprodukte nachfragen.

Ökostrom ist nicht EEG-Strom
Was viele oft nicht wissen: Die Ökostromangebote am Markt haben nichts mit dem Strom zu tun, der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erzeugt wird. Viele Ökostrom-Angebote basieren auf Strom aus Wasserkraftwerken und wird von den Anbietern meist im Ausland, z.B. in Skandinavien über RECS-Zertifikate eingekauft.
Gewinner sind skandinavische Wasserkraftwerksbesitzer, die ihren Strom jetzt nach Deutschland teurer als in der Heimat verkaufen können und hierzulande Energieversorger, die relativ günstig Ökostrom einkaufen und diesen dann relativ teuer an Endverbraucher verkaufen.

 

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Tue, 16 Oct 2018 15:57:52 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_KW42_ok1_00ce314a85.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_KW42_ok1_dd4590de10.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2018_News/KW42_ok1.jpg
news-27291 Hygiene für Schulwaschräume: Wettbewerb „Toiletten machen Schule“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hygiene-fuer-schulwaschraeume-wettbewerb-toiletten-machen-schule/ Dreieich.  Mit kreativen Konzepten Hygieneprobleme dauerhaft lösen – so lautet die Aufgabe des Hygienewettbewerbs „Toiletten machen Schule“ der German Toilet Organization (GTO). Grundschulen, Sekundarschulen und Schulen mit Förderschwerpunkten können sich daran beteiligen.  

Gesucht werden Konzepte und Ideen, um die Situation der Schulklos langfristig zu verbessern. Die drei Schulen mit den besten Konzepten gewinnen jeweils einen Geldpreis von 10.000 Euro, für die Umsetzung ihres Konzepts. Zusätzlich sind Sachpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro zu gewinnen. Alle Infos dazu gibt es unter www.germantoilet.org/schulen/toiletten-machen-schule.
Ein Unterstützer der Aktion ist CWS-boco. „Wir möchten die Hygienestandards in öffentlichen Waschräumen erhöhen“, erklärt Carsten Bettermann, Chief Divisional Officer Hygiene beim Anbieter für Hygienelösungen. „Schulen haben hier oft einen besonderen Bedarf. Häufig sind ihre sanitären Anlagen in keinem guten Zustand“, so Bettermann weiter. Mit der Unterstützung des Wettbewerbs „Toiletten machen Schule“ wolle man helfen, das Bewusstsein und die Wertschätzung für die stillen Örtchen zu steigern, um die Hygienesituation nachhaltig zu verbessern.
Eine Umfrage der GTO an Berliner Schulen ergab, dass rund drei Viertel der Schüler ihre sanitären Anlagen nur im Notfall oder nie aufsuchen. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, unterstreicht Bettermann.

 

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Tue, 16 Oct 2018 09:42:40 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Hygiene_mehr-Wertschatzung_5ea00bdf16.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Hygiene_mehr-Wertschatzung_433440eb6b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/Hygiene_mehr-Wertschatzung.jpg
news-27125 Normen für den Praktiker https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/normen-fuer-den-praktiker/ Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima veröffentlicht das Regelwerk Heizung. Der Entwurf wird der Fachwelt zur Diskussion gestellt  

Die Anforderungen an Planung und Ausführung in der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind in den letzten Jahren extrem ­gestiegen. Es ist kaum noch möglich, unter allen Normen, Richtlinien, Vornormen oder Spezifikationen den Überblick zu behalten. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat unlängst das Regelwerk Heizung zur Diskussion gestellt. Es soll künftig für mehr Transparenz sorgen.

Normen, Arbeitsblätter und Richtlinien begleiten TGA-Planer und SHK-Handwerker auf Schritt und Tritt. Inzwischen ist es kaum noch möglich, zuverlässig alle relevanten Normen zu kennen und dementsprechend sicher anzuwenden. Die Bundesfachgruppe SHK hat aus diesem Grund beschlossen, das Regelwerk Heizung zu erstellen. Aktuell wird „Band 1: Planung“ als Gründruck in der Branche zur Diskussion gestellt. „Band 2: Ausführung“ und „Band 3: Wartung“ sollen mit zeitlichem Abstand folgen. Mit der Veröffentlichung von Band 1 als Weißdruck wird zur ISH Frankfurt im März 2019 gerechnet. Das Regelwerk wendet sich an den Wohnungsbau unterhalb der Hochhausgrenze.

Schneller zur relevanten Information gelangen
Das Regelwerk soll auf der einen Seite die Ausbildung unterstützen. Auf der anderen Seite soll der Praktiker mit geringem Suchaufwand die jeweils benötigte Information finden. Um dies zu erreichen, wurde der Planungsprozess, in dem es in Band 1 geht, in aufeinander aufbauende Schritte geglie­dert. Diese erste Struktur ist naturgemäß grob. Deswegen werden auf Kapitelebene weitere Unterschritte eingeführt, die für mehr Übersicht sorgen. An dieser Stelle ist die Zuordnung eines konkreten Planungsschrittes zu einer Norm oder Richtlinie und eigene Tätigkeit dann schon relativ einfach möglich. Die Reihenfolge dieser Schritte orientiert sich am üblichen Planungsablauf. Es kann im Einzelfall sinnvoll sein, eine andere Reihenfolge zu wählen. Gerade für erste Planungen ist aber ein strukturiertes Vorgehen sinnvoll. Zu den einzelnen Kapiteln gibt es Checklisten. Diese müssen natürlich nicht verwendet werden, helfen aber, dass man alle relevanten Punkte auch beachtet und zum richtigen Zeitpunkt parat hat. Es ist zum Beispiel wenig sinnvoll, am Computer das Haustechnikprogramm für die Heizlast zu starten und dann festzustellen, dass die U-Werte noch gar nicht vorliegen.

Vordrucke für eine angemessene Dokumentation
Im Rahmen des Planungsprozesses ist es notwendig, mit dem Bauherrn objektspezifische Randbedingungen zu vereinbaren oder Dokumente auszutauschen. Dafür beinhaltet das Regelwerk Vordrucke, die eine angemessene Dokumentation gewährleisten.
Jedem Unterschritt sind die jeweils relevanten Normen und Richtlinien zugeordnet. Dabei werden unmissverständ­liche Aussagen getroffen, welche Normen anzuwenden sind. Zum Teil werden einzelne Normen auch wegen Praxisuntauglichkeit ausgeschlossen.
Ziel des Regelwerkes ist es u. a., die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beschreiben bzw. festzulegen. Das macht es notwendig, das Regelwerk zukünftig jährlich zu überprüfen und an den jeweiligen Normenstand anzupassen. Normen und Richtlinien, die im Regelwerk nicht genannt werden, genießen demnach für den geschilderten Anwendungszweck (Wohnungsbau unterhalb der Hochhausgrenze) nicht den Status als allgemein anerkannte Regel der Technik. Sie müssen deswegen nicht inhaltlich falsch sein. Es kann aber nicht erwartet werden, dass der TGA-Planer diese unaufgefordert anwendet. Sie müssen auf jeden Fall vertraglich vereinbart werden.
Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, den Umfang der Planungsleistung genau zu definieren. Darüber hinaus legt das Regelwerk nur wenig eigene Punkte fest. Das ist Aufgabe der Normen und Richtlinien.

Die einzelnen Schritte der Planung
Am Anfang steht die Grundlagenermittlung. Das hört sich erst einmal trivial an. Tatsächlich spannt sich aber der Bogen an möglichen Leistungen vom Heizungs-Check über den Energieausweis – für den sich mehrere Normen anbieten – bis zum Datenaustausch mit dem Architekten. Dem schließt sich die Erstellung des Anlagenkonzeptes an.
Wer immer gleichartige Anlagen baut, zum Beispiel im Einfamilienhausbereich, ist sich meistens nicht mehr im Klaren, dass für seine Anlagenkonfiguration viele Einzelentscheidungen getroffen wurden, die bei anderen Gebäudetypen möglicherweise anders ausfallen können. Alleine die Positionierung der Warmwassererzeugung kann zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Varianten führen.
Kapitel 3 des Regelwerks beschreibt endlich die Planung im Sinne von Auslegung und Dimensionierung. Hier erfolgt zum Beispiel die Zuordnung der Heizlast zur DIN EN 12831 bzw. dem korrespondierenden Nationalen Anhang DIN SPEC 12831, der im 3. Quartal 2018 erwartet wird. Hier setzt aber auch eine ergänzende Publikation des ZVSHK an, die leider ca. ein halbes Jahr zeitversetzt erscheinen wird: Es wurden Muster-Hydrauliken entworfen, die nahezu alle Anforderungen aller Normen und Richtlinien berücksichtigen.
Kapitel 4 beschreibt die Dokumentationspflichten für den Fall, dass die Planung durch den Handwerker erfolgt. Hier wird auch beschrieben, welche Anforderungen an die Dokumentation gestellt werden, wenn die klassische Aufteilung Planung und Ausführung gewählt wurde. Nur so ist gewährleistet, dass der Handwerker später auch seinen Prüfpflichten nachkommen kann bzw. fehlerfrei ausführt. Das abschließende 5. Kapitel fasst alle Vordrucke und Checklisten als Arbeitshilfen zusammen und hat damit informativen und nicht normativen Charakter.

Autor: Dr.-Ing. Matthias Wagnitz, ZVSHK

Bilder: ZVSHK

www.zvshk.de

Auf einen Blick
Das Regelwerk Heizung Band 1 ordnet alle relevanten Normen und Richtlinien den jeweiligen Planungsschritten einer Heizungsanlage zu. Ergänzende Anforderungen werden nur gestellt, wenn im herkömmlichen Regelwerk Angaben fehlen. Einsatz ist der Wohnungsbau unterhalb der Hochhausgrenze. Es kommentiert den Einsatz und schafft damit einen praxistauglichen Standard, indem es die zu beachtenden Regeln auf der einen Seite beschreibt, auf der anderen Seite aber auch im Umfang begrenzt.
Achtung Termin: Das Regelwerk Heizung wird, wie bei Normen und Richtlinien üblich, als Entwurf veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit zur Diskussion gegeben. Die Einspruchsfrist endet am 15. November 2018.

 

Bestellmöglichkeit
Der Entwurf des Regelwerks ist im Online-Shop des ZVSHK gegen eine Schutzgebühr von 25,00 Euro netto als Download erhältlich (Suchwort auf zvshk.de QL4314729). Die Einsendung von Vorschlägen und Einsprüchen ist ausdrücklich erwünscht. Diese sind unter Verwendung des entsprechenden Vordrucks bis zum 15. 11. 18 an Regelwerk-Heizung@zvshk.de zu senden.

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Der Begriff Regelwerk irritiert etwas. Handelt es sich bei dem Werk tatsächlich um eine ohne begleitende Literatur anwendbare Planungsanleitung? Oder ist es vielmehr eine Arbeitshilfe, die auf relevante Normen verweist? Dann aber wäre der Begriff Regelwerk nicht unbedingt passend.
Matthias Wagnitz: Die Kenntnis der relevanten Normen und Richtlinien ist für alle am Bau Beteiligten unmittelbare Voraussetzung. Das eigentliche Problem ist es jedoch, die richtige Norm zur rechten Zeit zu nutzen. Da die Normen nicht chronologisch aufeinander aufbauen können, ist das nicht so einfach. Dazu kommen in Richtlinien mehrfach beschriebene Sachverhalte, die sich im Zweifelsfall widersprechen. Nimmt man für die Auslegung einer Wärmepumpe zum Beispiel die DIN EN 15450 oder die VDI 4645? Wie geht man im Einzelfall mit Aussagen um, die eigentlich in anderen Normen geregelt sind, also in diesem konkreten Beispiel VDI 4645 mit Aussagen zum hydraulischen Abgleich, der zum Beispiel in der Fachregel Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand bzw. der VDI 2073 beschrieben ist? Wie passt das Ganze in die Logik der VOB? Hier versucht das Regelwerk Ordnung zu schaffen. Es muss klar sein, welche Norm oder Richtlinie anzuwenden ist. So etwas darf nicht erst vor Gericht entschieden werden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Schafft ein weiteres Regelwerk, das unter Umständen sogar widersprüchliche Aussagen zu anderen Normen trifft, tatsächlich Transparenz? Oder führt es nicht vielmehr zu Irritationen und wirft weitere Fragen auf?
Matthias Wagnitz: Zuerst einmal gibt es nur sehr wenig eigene technische Festlegungen im ZVSHK-Regelwerk. Das ist Aufgabe der zitierten Normen und Richtlinien. Insofern bereinigt das Regelwerk Widersprüche durch die Festlegung auf bestimmte Regeln und schafft keine neuen Probleme. Das Regelwerk ist überaus kompakt gehalten. Es hat insgesamt 117 Seiten. Wenn man die Vordrucke, die ja nur optionale Hilfsmittel sind, abzieht, bleibt trotz augenfreundlichem Druck gerade mal die Hälfte übrig. Das Werk soll ja dem Praktiker helfen und keine wissenschaftliche Grundlagenforschung darstellen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ziel des neuen Regelwerks ist dem Bekunden nach eine Vereinfachung des Planungsprozesses. Wäre es vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll, in einem weiteren Schritt sinnvolle Berechnungstools in einer digitalen Variante zu implementieren?
Matthias Wagnitz: Im Bereich Berechnungstools ist der ZVSHK ja schon mit ZVPLAN aktiv. Aber Berechnungstools können das Denken nach wie vor nicht ersetzen. Die „kreative“ Arbeit der Konzepterstellung für die Anlage muss nach wie vor der Fachmann machen. Das was danach kommt, versuchen wir mit ZVPLAN kontinuierlich zu vereinfachen. Nach wie vor benötigt werden aber die Normen und Richtlinien. Hier diskutieren wir intern unterschiedliche Lösungen, wie Mitgliedsbetrieben der Zugang deutlich vereinfacht werden kann.

 

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Tue, 16 Oct 2018 08:28:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_36_1_afd87b81af.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_36_1_bbddd9e9d5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_18/36_1.jpg
news-27263 Drehkreuz im smarten Gebäude https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/drehkreuz-im-smarten-gebaeude/ Lichtinfrastruktur als Basis von intelligenten Gebäuden  

Der Einsatz von intelligenten Gebäudetechnologien ist mit großem Potenzial verbunden. Im folgenden Artikel wird anhand eines beschriebenen Pilotprojektes verdeutlicht, wie die Lichtinfrastruktur eine große Stütze für Smart Buildings sein kann. Gleichzeitig gibt der Artikel Antworten auf die Fragen, was ein Smart Building auszeichnet und wann sich eine Investition in ein intelligentes Gebäude lohnt.

Das Thema Smart Building ist in aller Munde. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass mithilfe von intelligenten Technologien Energie eingespart werden kann: In Deutschland verursacht der Gebäudesektor (Wohngebäude sowie sogenannte Nichtwohngebäude, zum Beispiel Büros, Geschäfte und Verwaltungsgebäude) fast 40 % des gesamten Energieverbrauchs. Die eingesetzte Gebäudetechnik spielt eine zentrale Rolle bei der Reduzierung von Energiekosten. Der Einsatz von Sensorik erlaubt eine direkte Interaktion zwischen Technik und Gebäude. Das wiederum ermöglicht einen stärkeren Fokus auf die Nutzerbedürfnisse und bietet zum Beispiel in Bürogebäuden die Basis für optimierte Arbeitsbedingungen – so wächst das Wohlbefinden und die Produktivität. Dies spricht alles für eine Investition in ein smartes Gebäude.
Lichtinfrastruktur als Grundgerüst
Wie können Fachplaner ein Smart Building, in dem verschiedene Gewerke miteinander vernetzt und gesteuert werden, ideal realisieren? Drei Punkte sprechen dafür, die Lichtinfrastruktur als Grundgerüst zu verwenden: Licht ist in Gebäuden überall zu finden. Mit den passenden Sensoren werden Leuchten zum Drehkreuz des smarten Gebäudes. Eine Vielzahl von Daten kann über das Lichtnetzwerk generiert und weitergeleitet werden.
Um Leuchten miteinander zu vernetzen und darüber hinaus unterschiedliche Sensoren einzubinden, Daten zu erfassen und zu analysieren, hat der Technologiekonzern Tridonic „net4more“ entwickelt: eine offene IoT-Systemarchitektur, die updatebar ist und die Basis für zukünftige Anwendungen bereitstellt. Das System kommt ohne Gateways aus und basiert auf offenen Standards. So können Spezialisten aus unterschiedlichen Branchen effizient und einfach zusammenarbeiten und dem Endkunden eine Gesamtlösung anbieten, deren Wert über jenem von Einzellösungen liegt. Ein Vorteil der Lösung ist, dass sie flexibel skalierbar ist und sich somit in beliebig großen Bürokomplexen oder anderen Gebäudearten einsetzen lässt.
„net4more“ agiert im Smart Building wie ein flexibler Daten-Transporter: Integrierte Sensoren messen und erfassen automatisiert und regelmäßig bestimmte Daten, zum Beispiel das Helligkeitslevel, die Anwesenheit von Personen oder die Temperatur. Anhand der erfassten Daten können die Gebäudebetreiber die vorherrschenden Bedingungen kontinuierlich überprüfen und Maßnahmen treffen, falls die Ist-Werte vom Soll abweichen. Die Daten können bei Bedarf über die Link-Server API auch an BMS-Systeme zur Visualisierung oder an Servicepartner, zum Beispiel zur Raumnutzungsoptimierung oder Reinigungsplanung, übermittelt werden.
Praxistest eines Smart Buildings
Im Rahmen einer Pilot-Installation in der eigenen Firmenzentrale nutzt Tridonic die bestehende Lichtinfrastruktur als Trägertechnologie. Die Leuchten sind mit Sensoren ausgestattet und bilden gemeinsam ein Netzwerk, das an das Internet angebunden ist und in das sich weitere Geräte (Sensoren, Lichtpunkte, anderweitige Elektronik) gleichzeitig nahtlos integrieren lassen oder koexistieren. Die „net4more“-Toolbox fasst Komponenten wie LED-Treiber, Kommunikationsmodule, Sensoren und Kommunikationsinfrastruktur (Router, Switches) unter einer einheitlichen Plattform zusammen. Dafür verwendet die Toolbox sowohl kabelgebundene als auch drahtlose Übertragungswege für die Kommunikation zwischen den Leuchten, Sensoren und der IP-Infrastruktur. Die Energieversorgung erfolgt über herkömmliche Netzstromkabel oder Ethernet (Power over Ethernet). Für die Planung, Kommissionierung und Steuerung gibt es Apps. In der „net4more“-Cloud werden die erfassten Daten gespeichert sowie über eine Schnittstelle für Analyse- und Visualisierungszwecke zur Verfügung gestellt.
Transparente Visualisierung von Raum- und Gebäudedaten
Im Management Portal visualisiert das System die von den Sensoren erfassten Daten der Firmenzentrale anonymisiert, um Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter zu verhindern. Grafiken stellen Parameter wie beispielsweise die Auslastung der Räume in Prozent, Temperaturwerte oder den Energieverbrauch der Leuchten dar. Sämtliche Werte werden regelmäßig in Cloud-Applikationen übertragen, dort analysiert und grafisch aufbereitet. Die ausgewerteten Daten dienen als Basis für Prozessoptimierungen. So kann Tridonic beispielsweise aus den Präsenzdaten detaillierte Profile über die Nutzung der verschiedenen Räume wie Büros, Konferenzräume oder Sektionen erstellen. Basierend darauf lassen sich gezielt Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Anpassung der Raumtemperatur oder alternative Raumbelegungspläne, entwickeln. Möglich ist auch eine Fernwartung der integrierten Infrastruktur: Beispielsweise können Leuchten neu gruppiert und Beleuchtungseinstellungen sowie automatisierte zeitabhängige Schaltvorgänge angepasst werden.
Als zentrale Plattform liefert „net4more“ auch die Datenbasis für weitere, tie­fergehende Analysen: Partnerunternehmen können damit Applikationen für zusätzliche Anwendungsfälle entwickeln. Im Rahmen einer ersten kundenspezifischen Anwendung werden Parksensordaten über die Cloud-API in das Management Portal integriert, sodass die Auslas­tung des Firmenparkplatzes auf einen Blick sichtbar ist. So werden aus erfassten Daten fundierte Informationen, aus denen sich ein konkreter Nutzen ziehen lässt.

Bilder: Tridonic

www.tridonic.com


Was zeichnet ein Smart Building aus?
Unter „Smart Building“ versteht man eine Automatisierung der technischen Ausstattung von Zweckgebäuden. Die Gebäudetechnik steuert sich dadurch abhängig von der Intelligenz des Systems bis zu einem gewissen Grad selbstständig. Die vier Stufen der „Smartheit“:
Mindestanforderung an ein Smart Building ist, dass das Gebäude ad hoc auf seine Umwelt reagiert (Beispiel: Licht-Steuerung mithilfe eines Tageslichtsensors). Das System reagiert dabei auf Basis von Regeln, die der Mensch einspielt.
Nächste Stufe: Das Gebäude reagiert nicht nur ad hoc, sondern auch aufgrund von gesammelten Cloud-Daten. Dafür trainiert der Mensch das System mithilfe von vordefinierten Algorithmen.
Aktuell befinden wir uns auf dem Weg zur dritten Stufe, bei der eine gewisse Daten-Autonomie vorliegt: Das System generiert automatisch und selbstautomatisiert aus Erfahrung Wissen, lernt dabei und optimiert sich selbst (­Machine Learning).
Zukünftig werden Systeme auch eigenständig Anomalien erkennen und diese mit anderen Daten korrelieren. Auf dieser Grundlage erkennt das Gebäude nicht nur „Unregelmäßigkeiten“ im Betrieb und der Gebäudenutzung, sondern kann eine erste Ursachenanalyse betreiben und entsprechend mögliche Handlungsempfehlungen zur Fehlerbehebung oder Optimierung geben.

 

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Tue, 16 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_ID016001_44b46f8217.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_ID016001_a3a460625e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID016001.jpg
news-27264 „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/spieglein-spieglein-an-der-wand-1/ Digitale Spiegel und Spiegelschränke  

Sprachsteuerung, Gesichtserkennung, künstliche Intelligenz – der magische Spiegel der „bösen Königin“ im Grimmschen Märchen „Schneewittchen“ verfügt über einige Eigenschaften, die ein Bad „smart“ machen. Schauen wir also einmal, wie weit Märchen und Realität bei Badspiegeln und Spiegelschränken angesichts der wachsenden „Smartifizierung des Alltags“ noch auseinanderliegen.

Viele Hersteller suchen noch nach Anwendungen, in denen eine digitale Vernetzung ihrer Produkte wirklich Mehrwerte für den Nutzer bringt. Fündig geworden sind dabei – so der Eindruck von den jüngsten Sanitärfachmessen – zunächst vor allem offenbar Anbieter von Spiegeln und Spiegelschränken für das Bad. Dies mag zum einen damit zu tun haben, dass diese Produktkategorie seit Langem auch für die Beleuchtung im Badezimmer Sorge trägt. Entsprechend führt sie Strom und bietet damit „die notwendige Infrastruktur für neue, digitale Systeme im Badezimmer“. Überdies ist die digitale Steuerung von Licht einer der Anwendungsfälle, die nicht nur technisch bereits sehr ausgereift sind, sondern darüber hinaus einen nachweisbaren Nutzen für den Menschen mit sich bringen. Schließlich belegen wissenschaftliche Studien, dass Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe sowie das Verhältnis von direktem und indirektem Licht Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden und die menschliche Leis­tungsfähigkeit haben. Diesen Ansatz des „Human Centric Lighting“ verfolgt z. B. Burgbad mit seinen Spiegelschränken und Leuchtspiegeln der Serie „RL40 Room Light“, die das Unternehmen gemeinsam mit den Lichtspezialisten vom österreichischen Bartenbach LichtLabor entwickelt hat. Sie bringen – so der Hersteller – mit verschiedenen Lichtstimmungen „immer das passende Licht zur richtigen Zeit“. Und zu den jeweiligen Bedürfnissen des Nutzers. Denn dieser kann zwischen verschiedenen Programmen wählen und so entscheiden, ob das Licht aktivierend bzw. entspannend wirken soll. Oder ob es schlicht sein Antlitz für die Gesichtspflege am Waschtisch optimal ausleuchtet. Überdies ist es möglich, Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe individuell festzulegen und als bevorzugtes Lichtszenario abzuspeichern. Optional zum Pflegeprogramm und zum Lieblingslicht zugeschaltet werden kann die Einstellung „Circadiane“, die dafür sorgt, dass das Licht in Intensität und Farbigkeit dem Rhythmus des natürlichen Tageslichts folgt und automatisch am Morgen den menschlichen Organismus in Schwung bringt und am Abend zur Entspannung beiträgt.
Drahtlose (Fern-)Bedienung
Gesteuert wird das Licht dank Sensortechnologie entweder berührungslos durch Fingerbewegungen bzw. Gesten oder mithilfe des neuen Bedienelements in Form eines Würfels „RL40 Cube“, der drahtlos in das „RL40“-Lichtnetzwerk eingebunden ist. Jede Seite dieses kleinen Kunststoff-Würfels bildet eine Lichtstimmung bzw. Funktion ab, jeweils durch ein eigenes Piktogramm gekennzeichnet. Abgerufen wird das gewünschte Lichtprogramm, indem der Würfel so gedreht wird, dass das passende Symbol oben liegt. Ist das Programm ausgewählt worden, lassen sich durch weiteres Drehen des Cubes auch Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe variieren.
Vernetzte Beleuchtung über den Spiegel hinaus
Auch bei Emco Bad ist die Beleuchtung im Bad der Ausgangspunkt für eine digitale Vernetzung der eigenen Lichtspiegelschränke, Rasier- und Kosmetikspiegel. Das erstmals auf der „SHK Essen“ Anfang März 2018 vorgestellte „emco light system“ verbindet via Bluetooth dabei sämtliche Beleuchtungseinheiten – neben den beleuchteten Spiegeln ebenso die übrigen Leuchten an Decke und Wänden, und das nicht nur im heimischen Badezimmer. Bis zu 127 Lichtquellen lassen sich derart miteinander vernetzen. Vor­aussetzung hierfür ist allerdings – so der Hersteller – die „Ausstattung der Lichtquellen mit einem geeigneten Modul bzw. Casambi-fähigen Leuchtmitteln.“ Ein eigener Router oder ein Gateway sind nicht nötig, da die Steuersignale von Leuchte zu Leuchte weitergegeben werden.
Die Lichtquellen lassen sich dabei gemeinsam oder einzeln in Helligkeit und Farbtemperatur stufenlos regeln. Darüber hinaus lassen sich verschiedene Lichtszenarien programmieren und je nach Bedarf und Stimmung abrufen. Bedient wird das System per App über das Smartphone mit Android- oder iOS-Betriebssystem, einen flexibel integrierbaren Controller oder – je nach Produkt – über die Touch-Bedien­felder am Emco Spiegel. Die grundlegenden Einstellungen des Systems müssen per App vorgenommen werden. Hier können etwa einzelne Leuchten zu Gruppen zusammengefasst werden. Über die App lassen sich zudem drei vorprogrammierte Lichtszenen sowie ein Programm abrufen, das das Licht dem menschlichen Biorhythmus anpasst.
Entertainment- und Nachrichten-Zentrale
Das Spiegel im vernetzten Bad zurzeit eine Vorreiterrolle spielen, ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie sich hervorragend als Projektions- und Bedienfläche eignen – so wie wir sie von Computer-, Tablet- oder Smartphone-Bildschirmen her kennen. Dementsprechend werden Entwicklungen, die diesem Ansatz folgen, sehr stark von dem getrieben, was in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnologien stattfindet und für viele Nutzer erster und wichtigster Berührungspunkt mit der digitalen Welt ist. Hier wird der Spiegel gewissermaßen zur Entertainment- und Nachrichten-Zentrale im Bad. Etwa bei den LED-Lichtspiegeln von Euraspiegel aus Nürnberg, in die Stereolautsprecher eingesetzt sind, die via Bluetooth-Steuerung Musik vom Smartphone oder Tablet abspielen können. Geschaltet und gedimmt wird das Licht mittels Sensoren berührungslos per Gestensteuerung.
Deutlich weiter geht der „Smart Mirror“ von VitrA Bad, der ab Frühjahr 2019 erhältlich sein soll. Neben verschiedenen Beleuchtungsfunktionen, integrierten Lautsprechern, einer Bluetooth- und einer USB-Schnittstelle wird hier ein Teil der Spiegelfläche zum Touch-Display. Es zeigt auf einer Fläche von zehn Zoll je nach persönlichen Vorlieben festgelegte Inhalte des Smartphones oder Tablet-Computers, mit denen der Spiegel per Bluetooth verbunden ist: etwa den Wetterbericht für den Tag, aktuelle Staumeldungen, die neuesten Nachrichten, anstehende Termine oder die letzten Einträge auf Facebook oder Twitter. Über das Touch-Bedienfeld auf dem Spiegel oder aber über das Smartphone lässt sich natürlich auch der Lieblingsradiosender einstellen oder die Verbindung zum häuslichen bzw. portablen digitalen Musikspeicher herstellen. Zusätzlich kann der „Smart Mirror“ mit weiteren „intelligenten“ Geräten verbunden werden: beispielsweise mit einem sogenannten „body scale“-Produkt, das Körpergewicht und Fettanteil misst und diese Informationen an den Spiegel überträgt. Die Konfiguration des smarten Spiegels erfolgt über eine eigene VitrA Bad-App.
Steuerzentrale für die gesamte Haustechnik
Am nächsten kommen dem märchenhaften Spiegel aus „Schneewittchen“ allerdings Entwicklungen, die außerhalb der Sanitärindustrie, nämlich in jungen Technologie-Start-ups, entstanden sind. So ist der im Sommer 2016 präsentierte „Dirror“, der als erster digitaler Spiegel der Welt gilt, ein Joint-Venture-Produkt der Deutschen Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssys­teme in Berlin und der Digitalagentur Iron-Shark in Jena. Hinter der Entwicklung von „Dirror“ steht die Absicht, ein Produkt zu schaffen, das „dabei hilft, nicht nur sich selbst, sondern auch sein ­Leben widerzuspiegeln“, erzählt Daniel-Jan Girl, gemeinsam mit Claus Weibrecht, einer der beiden Erfinder, der ergänzt: „Konkret: Was steht heute oder morgen für mich an? Sind eigentlich alle Fens­ter und Türen in meiner Wohnung geschlossen? Wie heißt der Song, den ich gerade höre? Was passiert in der Welt da draußen? Wie sehe ich heute aus?“ Auf all diese und weitere Fragen eine Antwort geben zu können, ist der Anspruch, den die „Dirror“-Entwickler an einen „intelligenten“ Spiegel stellen. Dementsprechend ist dieser weniger Spiegel als vielmehr ein Hochleistungsrechner, der – so die Vision – in Zukunft die zentrale Steuerung aller elektronischen, digital vernetzten Geräte in den eigenen vier Wänden und der gesamten Hausautomation übernehmen soll. Dazu kombiniert der digitale Spiegel, der in den Größen 10, 23 und 27 Zoll erhältlich ist, ein Full HD Zehn-Finger-Multitouch-Farbdisplay, einen Vier-Kern-Prozessor, Sprachsteuerung und Lautsprecher.
Mehr Rechner, weniger Spiegel
Im Moment ist der Spiegel über das bereits vorinstallierte Microsoft Betriebssystem „Windows 10“ nutzbar. Bedient wird er sowohl per Touch- als auch per Sprachsteuerung. Via „Windows-Apps“ stehen dem Nutzer über 600 000 Anwendungen zur Verfügung, aus denen er ganz nach den jeweils eigenen Vorlieben sein individuelles Menü zusammenstellen kann: mit der Fitness-App für das frühmorgendlich Workout, mit neusten Nachrichten in Bild, Text und Ton, mit Fernseh- und Radiosendungen, dem aktuellen Kalender und To-Do-Listen, komplexen 3D-Anwendungen, den Lieblingsfotos als Standbild oder Dia-Show oder Streaming-Diensten wie Netflix und Spotify. Per Bluetooth und WiFi können weitere Geräte und deren Funktionen angebunden werden. Auch aus diesem Grund wird großer Wert – so das Start-up – auf „maximale Kompatibilität mit anderen Smart-Home-Produkten“ gelegt. Entsprechend lassen sich etwa das Lichtsystem „hue“ von Philips und das WLAN-basierte Soundsystem „Sonos“ in den „Dirror“ einbinden und steuern.
Ob man dies alles im Bad braucht oder der „Dirror“ als „Smart Home“-Hub nicht an anderer Stelle in den eigenen vier Wänden besser aufgehoben ist, muss der Nutzer entscheiden. Dies umso mehr, als man „weniger Spiegel“ beim „Dirror“ auch ganz wörtlich nehmen darf. Während herkömmliche Spiegel die Reflektion durch eine auf Glas aufgedampfte, undurchlässige Aluminiumschicht erreichen, muss der digitale Spiegel partiell durchlässig sein. Andernfalls wäre das Display auf der Spiegelfläche nicht sichtbar. Das Spiegelbild im „Dirror“ ist daher dunkler als bei konventionellen Spiegeln. Für die Anwendung im Bad heißt dies, dass neben dem „Dirror“ immer auch ein Kosmetikspiegel hängen sollte, damit das Schminken und Rasieren stets zur vollsten Zufriedenheit gelingen.

 

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Tue, 16 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_ID022001_da9653690d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_ID022001_b771e53649.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID022001.jpg
news-27245 Flamco GmbH: Sicherheitsgruppe für Trink­wasser­systeme https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/flamco-gmbh-sicherheitsgruppe-fuer-trinkwassersysteme/ Für die Absicherung von Trinkwassererwärmern hat Flamco die Sicherheitsgruppe „Securfix“ entwickelt. Sie besteht u.a. aus dem Sicherheitsventil „Prescor B“:  

Überschreitet der Anlagendruck den voreingestellten Wert, öffnet es und bläst überschüssiges Wasser ab. Bei Normalisierung schließt es wieder. Die Sicherheitsgruppe umfasst auch ein Membran-Ausdehnungsgefäß des Typs „Airfix A“. Der Einbau eines solchen Gefäßes vermeidet ein ständiges Ansprechen des Sicherheitsventils. Eine spezielle Durchströmungseinrichtung sorgt dafür, dass das gesamte Leitungswasser durch den Behälter geführt wird und auf diese Weise Stagnation vermeidet.
Ein ebenfalls zur Armatur gehörender Rückflussverhinderer mit Prüfeinrichtung verhindert das Zurückfließen von erwärmtem Wasser ins kalte Trinkwassernetz und beugt so gesundheitsgefährdender Bakterienbildung vor. Des Weiteren beinhaltet die Sicherheitsgruppe eine Systemabsperrung, eine Wartungsabsperrung durch einen 3-Wege-Kugelhahn mit Gefäßentleerung und einen Ablauftrichter.

Flamco GmbH, Gold-Zack-Str. 7 - 9, 40822 Mettmann, Tel.: 2104 8000620, info@flamco.de, www.flamco.de

 

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Tue, 16 Oct 2018 07:44:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_I1819-Flamco_c085780e99.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_I1819-Flamco_3be84c0981.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_19/I1819-Flamco.jpg
news-27236 Arbeitsvertrag – Verbot von Kettenbefristungen verfassungsgemäß https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/arbeitsvertrag-verbot-von-kettenbefristungen-verfassungsgemaess/ Sachgrundlose Befristungen zwischen denselben Vertragsparteien sind auf die erstmalige Begründung eines Arbeitsverhältnisses beschränkt.  

Damit ist jede erneute sachgrundlos befristete Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber verboten. Das ist grundsätzlich mit den verfassungsrechtlichen Maßgaben vereinbar. Die Rechtsauslegung, dass kein Verbot vorliegt, wenn zwischen den Arbeitsverhältnissen ein Zeitraum von mehr als drei Jahren liegt, ist mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren (Quelle: undesverfassungsgericht, Az.: 1 Bvl 7/14, 1 Bvl 1375/14).

 

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Tue, 16 Oct 2018 07:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-27152 8300 m² Solarfläche fürs Fernwärmenetz https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/8300m2-solarflaeche-fuers-fernwaermenetz/ Großsolaranlage Senftenberg – Ergebnisse des ersten Betriebsjahres  

Vor zwei Jahren ging in Senftenberg auf einer ehemaligen Deponie die bislang größte thermische Solaranlage Deutschlands nach ca. fünfmonatiger Bauzeit in Betrieb. Mit 8300 m² Kollektorfläche ist sie zugleich die weltweit größte Solaranlage mit Vakuumröhrenkollektoren und die erste Megawattanlage, die in Deutschland in ein klassisches städtisches Fernwärmenetz einspeist. Die Ergebnisse nach einem Betriebsjahr belegen, dass solarthermische Anlagen auch unter anspruchsvollen Bedingungen wie z. B. hohe Vor- und Rücklauftemperaturen oder häufige Druck- und Lastwechselvorgänge zuverlässig und wirtschaftlich funktionieren können.

Das Fernwärmenetz der Stadtwerke Senftenberg hat eine Gesamtlänge von rund 33 km und bei einem Anschlusswert von rund 50 Megawatt (MW) einen jährlichen Wärmebedarf von etwa 100 Gigawattstunden (GWh) sowie eine Sommergrundlast von ca. 3,8 MW. Die Solaranlage hat eine Spitzenleistung von ca. 4,5 MW und deckt mit maximal 4 GWh im Jahr rund 4 % des Jahresbedarfs. Im Sommer erbringt sie tagsüber knapp 20 % Überschuss und versorgt dann das Netz allein.
Die 8300 m² große Solaranlage ist über eine Wärmeübergabestation in die Ringleitung zum Heizwerk und den Verbrauchern angebunden. Im Heizwerk wurde zudem ein Bypass eingebaut, damit die 2000 m³ Wasserinhalt des Fernwärmenetzes an besonders strahlungsreichen Tagen die Überleistung der Solaranlage aufnehmen und damit als Puffer dienen. Dadurch kommt die Solaranlage trotz ihrer Größe ohne einen Speicher aus. Bei schwächerer Einstrahlung, vor allem morgens beim Anfahren und abends zur „Resternte“, schaltet die Solaranlage auf Rücklauftemperaturanhebung um und speist Wärme auf niedrigem Niveau in das Heizwerk. In der Regel erfolgt die Einspeisung der Solarwärme wie im Heizwerk in den Vorlauf mit jahreszeitlich gleitenden Temperaturen zwischen 85 und 105 °C.

Mehr Ertrag als erwartet
Am 15. August 2016 wurde das Kollektorfeld von den Solarpumpen mit Wasser gefüllt. Vom 16. bis 18. August wurde die Anlage getestet. Die offizielle Wärmemengenzählung im automatischen Betrieb begann am 19. August des Jahres. Bild 3 zeigt die Monatsergebnisse des ersten Betriebsjahres. In den ersten 12 Monaten speiste die Anlage 4,1 GWh Wärme ins Netz ein und damit etwas mehr als die vorausberechneten 3,8 GWh.
Die Solaranlage erzielte einen Jahresnutzungsgrad (Verhältnis aus der ins Netz eingespeisten Wärmemenge zur Einstrahlungssumme) von 42,3 %. Bild 4 zeigt, wie der Gesamtertrag (rot) ab Mitte September immer langsamer wuchs, wie Tagesertrag (blau) und Tagesnutzungsgrad (grün) im Winter nachließen und wie bis Mitte September und ab Mitte April Tagesnutzungsgrade von über 50 % erzielt wurden. Bild 5 zeigt die Tagesnutzungsgrade (rote Punkte und linke y-Achse) als Funktion der Tageseinstrahlung und die entsprechenden Tagesnetzerträge (blaue Punkte und rechte y-Achse). Der Ertrag stellt sich proportional zur Einstrahlung ein, der Tagesnutzungsgrad nimmt hingegen bei schlechtem Wetter überproportional ab. Der Break-even-Point, ab dem die Anlage überhaupt etwas bringt, liegt etwa bei 1 kWh/m² Tageseinstrahlung. Um täglich mindestens 10 MWh ins Netz einspeisen zu können, was im Jahresmittel von der Anlage erwartet wird, sind Tageseinstrahlungen von mindestens 3 kWh/m² notwendig.
Nach einem sonnigen Herbst 2016 folgten ab Oktober ein besonders trübes, nebliges und regnerisches Jahresende bzw. viele Tage mit geringerer Tageseinstrahlung. Wenn die Sonne so flach steht, dass die für Sommerbetrieb optimal geneigten Kollektoren sie kaum noch „sehen“ können, kommen diese an ihre Grenzen. Dies ist aber gerade auch jene Zeit, in der zum Heizen die meiste Energie gebraucht wird. Je nach Verbrauchsprofil kann Sonnenenergie deshalb ohne Ener­giespeicher prozentual nur kleine Beiträge zur Gesamtversorgung leisten. Die Anlage in Senftenberg ist extra so ausgerichtet und ausgelegt, dass sie ohne Speichertank und damit zu geringen Wärmegestehungskosten im Sommer ihren Beitrag leistet, wobei das Netz als Speicher genutzt wird. Mit einem Tagesspeicher von 20 000 m³ (das entspricht dem Bedarf eines Wintertages) könnte ein 10-mal größeres Kollektorfeld in Senftenberg das gesamte Sommerhalbjahr und ca. 30 % des Jahresbedarfs abdecken. Hingegen brächte ein Wochenspeicher von 140 000 m³ kaum weitere 4 %. Die Speicherung von Heizwärme über ein oder zwei Tage ist technisch kein Problem, erfordert jedoch einen entsprechenden Standort und verursacht Zusatzkosten. Wollte man weit mehr als die Hälfte des Jahresbedarfs solar decken, müsste die saisonale Verschiebung zwischen dem Bedarf von Herbst bis Winter und der Einstrahlung in Frühjahr und Sommer mit viel größeren Speichern ausgeglichen werden, was technisch möglich, aber relativ teuer und platzaufwendig wäre. In der zukünftigen Entwicklung kann Saisonalspeicherung einmal nicht nur notwendig, sondern auch wirtschaftlich sein. Solange jedoch noch nicht einmal 0,1 % des mit Solarwärme versorgbaren Wärmebedarfs auch mit Solarthermie versorgt wird, erscheinen Saisonalspeicherprojekte heute realitätsfern und nicht zeitgemäß. Die technischen Herausforderungen hierzu sind nach zahlreichen vor allem deutschen und dänischen Pilotanlagen bereits beherrschbar, aber deren Solarnutzungsgrad ist viel geringer als in Senftenberg, und die Lücke zum heutigen Wärmepreis kann noch nicht sinnvoll überbrückt werden.

Gute und schlechte Tage
Der beste Tag des ersten Betriebsjahres war der 1. Juni 2017. Bei makelloser Einstrahlung (gelb) speiste die Anlage bis zu knapp 5 MW und insgesamt ca. 37 MWh ins Wärmenetz (grün, Bild 6). Die kumulierte Solareinstrahlung (braun) erreichte 70 MWh. Der Tagesnutzungsgrad (violett, oben) wuchs bis auf 53 %. Die Netz-Solltemperatur (violett, unten) lag immer bei 90 °C. Etwa 13 Stunden speiste die Solaranlage ins Netz ein, fast 11 Stunden davon in den Vorlauf des Netzes. Morgens die erste dreiviertel Stunde bzw. abends die letzte speiste sie in den FW-Netzrücklauf ein, um die Sonnenwärme maximal zu nutzen. Nach Sonnenuntergang und morgens gegen 4:30 Uhr wurde noch einmal die hydraulische Weiche ins Netz geleert. Die Netzeinspeisung erfolgt nach der morgendlichen Aufwärmzeit ab einer Einstrahlung von ca. 2,5 MW (ca. 300 W/m²) kontinuierlich. Eine taktende Einspeisung erfolgte gar nicht.
Der 4. September 2016 (Bild 7) war dagegen ein Tag voller Wolken und ab dem späten Vormittag verregnet. Trotzdem erreichte die Solaranlage mühelos die Solltemperatur und speiste knapp 8 Stunden ein, mehr als 3 davon sogar in den heißen Netzvorlauf, und erreichte am Abend eine Solarernte von immerhin noch 8 MWh. Selbst unter diesen ungünstigen Bedingungen betrug der Tagesnutzungsgrad fast 40 %. Am 27. Januar 2017 speiste die Anlage bei schönem Wetter und winterlichem Frost 6,3 MWh mit ca. 90 °C ins Netz ein, obwohl die Anlage zu dieser Jahreszeit teilweise im Schatten steht und die nur 20 Grad geneigten Kollektoren zur Sonne einen sehr flachen Winkel bilden (Bild 8).

Anlagenaufbau – einfach und wirkungsvoll
Der Aufbau der Anlage ist einfach (Bild 9). Sie arbeitet mit Heizungswasser nach VDI 2035. Ein Wärmetauscher sowie eine eigene automatische Druckhaltung waren aus Sicherheitsgründen notwendig, weil das Netzwasser Zusatzstoffe enthält, deren Verhalten bei thermischer Stagnation bei ca. 350 °C im Kollektor nicht genau bekannt ist. Beim Einspeisen in den Vorlauf sind ca. 5 bar zu überwinden. In dem Maße, wie die Solaranlage in den Vorlauf speist, werden die Pumpen im Heizwerk gedrosselt bzw. schalten sich ganz aus. Effektiv braucht eine solche Solaranlage etwa 1 % ihres Wärmeertrags als Arbeitsstrom, hat also als Wärmepumpe einen COP von 100.
Das Kollektorfeld ist asymmetrisch verrohrt, d. h. nicht nach dem Tichelmann-Prinzip (Bild 10). Dies spart Rohr und gewährleistet, dass die von der Hauptleitung entferntesten Kollektoren am heißesten sind. Diese Volumenstrom- bzw. Temperatur-Asymmetrie ist über das gesamte Feld nur äußerst gering. Das Kollektorfeld ist selbstbefüllend, selbstentlüftend und selbstabgleichend dimensioniert, wobei Rohre zwischen DN 25 und 200 zum Einsatz kommen. Der nahezu perfekte hydraulische Abgleich des Kollektorfeldes, das ganz ohne Ventile, Stellvorrichtungen und Entlüfter auskommt, zeigt sich in der Homogenität der Betriebs­temperaturen auf der ganzen Fläche von ca. 170 m x 120 m.
Die Wärmeverluste der Solaranlage betragen übers Jahr insgesamt knapp 17 % vom Netzwärmeertrag. Sie setzten sich wie folgt zusammen:

  • (1) Aufwärmen und Abkühlen2,1 %
  • (2) Rohre und Armaturen12,8 %
  • (3) Speicherung
    (hydraulische Weiche)0,3 %
  • (4) Stagnation0,0 %
  • (5) aktiver Frostschutz1,5 %
  • Summe:16,7 %


Die Solaranlage entstand ohne Forschungsmittel als unternehmerische Pionierleistung der Stadtwerke Senftenberg unter Inanspruchnahme des KfW-Programmes Erneuerbare Energien (271). Sie zeigt, dass der Stand der Technik dem Markt voraus ist und dass die für solarthermische Anlagen besonders anspruchsvollen Bedingungen deutscher Fernwärmeversorgungen wie z. B. hohe Vor- und Rücklauftemperaturen, häufige Druck- und Lastwechselvorgänge oder wettbewerbsfähige Wärmepreise kein Handicap mehr darstellen müssen.

Autoren: Rolf Meißner, Ritter XL Solar,
Detlef Moschke, Stadtwerke Senftenberg


Bilder: Stadtwerke Senftenberg GmbH

 

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Mon, 15 Oct 2018 09:35:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_14_1_3e49dad446.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_14_1_70ec1cf982.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_18_09/14_1.jpg
news-27231 Seminare, Workshops, Tagungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/seminare-workshops-tagungen-41/ Technische und betriebswirtschaftliche Qualifizierungsangebote für das SHK-Fachhandwerk und TGA-Planer.  

Veranstaltung, Inhalt:
ACO-Forum
Mit den Inhalten des Forums greift ACO nach eigenen Angaben gleichermaßen aktuelle wie relevante Themen auf:

  • normengerechte Auslegung von Dach- und Parkdeckabläufen und deren Abdichtung
  • Abdichtung nach DIN 18531 und DIN 18532
  • vorbeugender Brandschutz
  • Bauvertragsrecht

Datum
23.10.
24.10.
25.10.
6.11.
8.11.
20.11.

Ort
Leipzig
Berlin
Hamburg
Dortmund
Ingolstadt
Heidelberg

Kosten:
Kostenfrei

Veranstalter:
ACO Passavant GmbH
Stadtlengsfeld
Tel.: 036965 819 - 307, Fax: - 360
schulungen@aco.com
www.aco-haustechnik.de


Veranstaltung, Inhalt:
liNear Roadshow
Auf der Roadshow thematisiert liNear die Norm für die Berechnung der Heizlast (DIN EN 12831-1) sowie die neue liNear-Version 19 für AutoCAD und Revit. Begleitet werden die Vorträge von einem „spannenden“ Rahmenprogramm inkl. Werks- oder Ausstellungsführung: Classic Remise Düsseldorf und Berlin, Porsche Leipzig, Audi Forum Neckarsulm und Ingolstadt, Klassikstadt Frankfurt.

Datum
6.11.
13.11.
14.11.
21.11.
27.11.
29.11.

Ort
Düsseldorf
Leipzig
Berlin
Neckarsulm
Ingolstadt
Frankfurt

Kosten:
Kostenfrei

Veranstalter:
liNear Gesellschaft für konstruktives Design mbH
Aachen
Tel.: 0241 88980 - 10, Fax: - 40
info@linear.eu
www.linear.eu


Veranstaltung, Inhalt:
Heizen und Kühlen im Verwaltungsbau
Ein Schwerpunkt des Planerforums liegt auf den Auswirkungen der DIN EN 16798 (Luftmengen, Anlagengrößen u. a.) sowie der VDI-Richtlinie 6022-1 (Lufthygiene). Das Halbtagesseminar erörtert zudem anhand eines Erfahrungsberichts das Unterstützungspotenzial von BIM bei Sanierungen.

Datum
14.11.
15.11.
28.11.
29.11.

Ort
Leipzig
Kassel
Potsdam
Magdeburg

Kosten:
52,– Euro

Veranstalter:
Rehau AG + Co
Erlangen
Tel.: 09131 92 - 50, Fax: 09131 771430
www.rehau.de


Veranstaltung, Inhalt:
Helios LCC Fachseminar
Neue Seminarthemen, zusätzliche Schulungsstandorte (jetzt 22) und weitere Referenten: Das sind einige neue Merkmale des aktuellen Weiterbildungsangebotes von Helios. Es setzt sich zusammen aus Grundlagen- und fachspezifischen Schulungen.

Datum, Ort, Kosten:
Der Seminarkalender enthält Beschreibungen, Termine und andere Informationen über die kostenlosen ein- oder zweitägigen Seminare und Workshops.

Veranstalter:
Helios Ventilatoren GmbH & CO. KG
Villingen-Schwenningen
Tel.: 07720 606 - 0
info@heliosventilatoren.de
www.heliosventilatoren.de


Veranstaltung, Inhalt:
Mehrwert durch Wissen
Unter dieser Überschrift steht das Seminarprogramm von Geberit. Das Unternehmen bietet: Fach-, Praxis-Intensiv- und Software-Seminare, Webinare und Managementtrainings rund um die Sanitärinstallation vor und hinter der Wand.

Datum, Ort, Kosten:
Weitere Infos zu den 30 Themenschwerpunkten hält Geberit in einer Broschüre und im Internet bereit.

Veranstalter:
Geberit Vertriebs GmbH
Pfullendorf
Tel.: 07552 934 - 01, Fax: - 300
kundenschulung.de@geberit.com
www.geberit.de

 

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Mon, 15 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_3e49ed25ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_46b1079074.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Termine.jpg
news-27194 Karl Grumbach GmbH & Co. KG: Tragrahmen für ­Duschbodenelemente https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/karl-grumbach-gmbh-co-kg-tragrahmen-fuer-duschbodenelemente/ Für eine „besonders stabile, sichere und einfache Installation“ von Duschböden hat Grumbach einen neuen Tragrahmen aus pulverbeschichtetem Stahlrohr entwickelt.  

Die flache Ausführung des Duschbodenelements ist für einen niedrigen und damit bequemen Einstieg in den Duschbereich ausgelegt. Sie eignet sich sowohl für senkrechte als auch für waagerechte Abläufe. Serienmäßig wird der Tragrahmen in den Maßen 90 x 90 cm und 120 x 120 cm angeboten und ist darüber hinaus auf Anfrage auch in Sondermaßen erhältlich.
Durch flach aufliegende Füße in Tropfenform kann der Rahmen noch vor Auflage des Duschbodens waagerecht ausgerichtet und auf dem Boden befestigt werden. Gleichzeitig wirken die Gummilager an den Stellfüßen körperschallentkoppelnd. Zum Lieferumfang des neuen Trag­rahmens gehört auch ein Montagekleber, der eine dauerhaft feste Verbindung von Duschbodenelement und Tragrahmen verspricht.

Karl Grumbach GmbH & Co. KG, Breitteilsweg 3, 35581 Wetzlar, Tel.: 06441 9772 - 0, Fax: - 20, grumbach@grumbach.net, www.grumbach.net

 

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Mon, 15 Oct 2018 07:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_I1818-Grumbach_0c49ba2df6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_I1818-Grumbach_8d4c821ac6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_18/I1818-Grumbach.jpg
news-27290 Grohe und Relayr kooperieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/grohe-und-relayr-kooperieren/ Düsseldorf.  Grohe und Relayr wollen die Gefahr von Wasserschäden reduzieren. Mit diesem Ziel sind der Sanitärarmaturenhersteller und das Berliner Startup-Unternehmen eine Kooperation eingegangen. Die Zusammenarbeit ermöglicht Grohe nach eigenen Angaben, auf die Cloud-Technologie der Sensorik-Spezialisten und deren Knowhow im Bereich Internet of Things (IoT) zuzugreifen.  

Wie z.B. beim Wassersicherheitssystem „Sense“. Die Smart-Home-Lösung, die Feuchtigkeit überwacht und Wasserlecks erkennt, lasse sich künftig flexibler und schneller mit anderen IT-Ökosystemen und IT-Plattformen vernetzen, z.B. von Versicherungsunternehmen. „Relayr ist in der Lage, den neuen Go-to-Market-Ansatz und damit unser neues Geschäftsmodell voranzutreiben“, sagt Michael Rauterkus, CEO von Grohe, und ergänzt: „Ziel ist es, das Sense-System verstärkt über Versicherungsunternehmen und andere Multiplikatoren zur Verfügung zu stellen und auf Basis von Daten schneller von der Reduzierung der Wasserschadenskosten zur eigentlichen Prävention zu gelangen.“
Zum Hintergrund: Das Softwareunternehmen Relayr hat seit kurzem einen neuen Besitzer – der Rückversicherer MunichRe kaufte das Startup für 300 Mio. Dollar.
www.grohe.com
https://relayr.io/de/

 

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Sun, 14 Oct 2018 09:10:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/e/csm_Grohe_80c644037c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/e/csm_Grohe_e844a857d6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/Grohe.jpg
news-27208 Pfeiffer GmbH & Co. KG: Einrichtungen nach Maß für die Hotellerie https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/pfeiffer-gmbh-co-kg-einrichtungen-nach-mass-fuer-die-hotellerie/ Für den Gastronomie- und Hotelbereich bietet ­Pfeiffer individuelle Lösungen für die Badgestaltungen an.  

Als Beispiel sei hier die bodengleiche Duschfläche „Flex50“ aus 12 mm ­dickem Mineralwerkstoff genannt. Erhältlich ist sie mit Abmessungen im 100-mm-Raster (B x L: 800 – 1200 x 800 – 2000 mm). Die Oberfläche ist laut Pfeiffer porenlos, fleckenunempfindlich, schlagfest, einfach in der Pflege und temperaturbeständig. „Flex50“ ist rollstuhlbefahrbar.
Ein weiteres Beispiel: Für Pfeiffer stellt der Waschtisch „Vivari“ aus Mineralwerkstoff („fast wie aus einem Guss“) die ideale Lösung für die anspruchsvolle Nasszelle im Hotel dar. Angeboten werden passgenaue Waschtische mit Möbeln. In den Unterschränken lassen sich beispielsweise Handtuchhalter, Kosmetiktuchspender und Papierabwurf integrieren.
Auch Badewannen aus Mineralwerkstoff finden sich im Angebot. Es sind die Modelle „Round“ und „Cube“. Beide können sowohl voll integriert, halb eingebaut als auch frei stehend realisiert werden.

Pfeiffer GmbH & Co. KG, Emmeliusstr. 21, 35614 Aßlar, Tel.: 06441 9833 - 0, Fax: - 30, info@pfeiffer-germany.de, www.pfeiffer-germany.de

 

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Sun, 14 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_FP1808-Pfeiffer-Einbauwaschtisch_549f367795.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_FP1808-Pfeiffer-Einbauwaschtisch_3cd5f91520.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_18_09/FP1808-Pfeiffer-Einbauwaschtisch.jpg
news-27265 Berufskleidung: zwischen smarten und „selbstheilenden“ Funktionen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/berufskleidung-zwischen-smarten-und-selbstheilenden-funktionen/ Möglichkeiten und Aussichten in der Herstellung und den Funktionen von Arbeitskleidungen  

Geht es um Arbeits- bzw. Schutzkleidung, dann muss diese zahlreiche ­Anforderungen wie angenehmer Tragekomfort, Funktionalität und Schutzfunktionen erfüllen. An ­diesem Punkt stellt sich die Frage, ob zukünftig 3D-Drucker in der Herstellung eingebunden werden können und wie weit sich Sicherheitsaspekte durch „smarte“ Kleidung berücksichtigen lassen? Einschätzungen liefert Jan Kuntze, Geschäftsführer des DBL-Vertragswerkes Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH.

IKZ-DIGITAL: Herr Kuntze, Berufskleidung passgenau aus dem Drucker, ist dies zukünftig vorstellbar?
Jan Kuntze: Interessante Ansätze gibt es tatsächlich. Allerdings steht dem Drucken die sehr erfolgreiche Technik des Webens gegenüber, die bereits 32 000 Jahre alt ist – und welche immer weiterentwickelt wurde. Im Gegensatz zu dieser steckt der 3D-Druck noch in den Kinderschuhen und kann die positiven Eigenschaften klassischer Gewebe derzeit nicht darzustellen – etwa die Flexibilität, die Optik oder auch die Wasserdampf-Permeabilität. Vorstellbar ist allerdings, dass bestimmte Elemente der Berufskleidung, wie etwa Stoßdämpfer, Polster oder auch Verschlusssysteme, künftig im 3D-Druck entstehen könnten. Aber keine Fläche, die mit gewebter Kleidung konkurrieren kann.
Geht es um Arbeits- bzw. Schutzkleidung, dann muss diese zahlreiche ­Anforderungen wie angenehmer Tragekomfort, Funktionalität und Schutzfunktionen erfüllen. An ­diesem Punkt stellt sich die Frage, ob zukünftig 3D-Drucker in der Herstellung eingebunden werden können und wie weit sich Sicherheitsaspekte durch „smarte“ Kleidung berücksichtigen lassen? Einschätzungen liefert Jan Kuntze, Geschäftsführer des DBL-Vertragswerkes Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH.

IKZ-DIGITAL: Herr Kuntze, Berufskleidung passgenau aus dem Drucker, ist dies zukünftig vorstellbar?
Jan Kuntze: Interessante Ansätze gibt es tatsächlich. Allerdings steht dem Drucken die sehr erfolgreiche Technik des Webens gegenüber, die bereits 32 000 Jahre alt ist – und welche immer weiterentwickelt wurde. Im Gegensatz zu dieser steckt der 3D-Druck noch in den Kinderschuhen und kann die positiven Eigenschaften klassischer Gewebe derzeit nicht darzustellen – etwa die Flexibilität, die Optik oder auch die Wasserdampf-Permeabilität. Vorstellbar ist allerdings, dass bestimmte Elemente der Berufskleidung, wie etwa Stoßdämpfer, Polster oder auch Verschlusssysteme, künftig im 3D-Druck entstehen könnten. Aber keine Fläche, die mit gewebter Kleidung konkurrieren kann.

IKZ-DIGITAL: Gibt es denn bereits Versuche?
Jan Kuntze: Die Einsatzgebiete des 3D-Drucks sehe ich eher in der Produktion statischer Teile. Das schnellste flächenbildende Verfahren für Gewebe, das wir kennen und bereits per 3D-Druck funktioniert, ist das Vlies. Doch diese gedruckten Vliese fühlen sich auf der Haut seifig glatt an, sind also wenig angenehm zu tragen. Sie fallen zudem aufgrund der fehlenden Strukturen sackartig aus, wirken auch optisch wenig attraktiv. Daher sind sie momentan nicht mit klassischen Herstellungsmethoden konkurrenzfähig. Hier spielt immer noch die Kunst der Schnittgestaltung eine wesentliche Rolle. Dies hat Einfluss darauf, wie das Kleidungsstück letztendlich sitzt, wie der Ärmel fällt etc. Ich sehe daher weder bei den Produktionskosten noch bei der Geschwindigkeit Vorteile für ein neues Druckverfahren.
Allein das Thema Individualisierung und der damit einhergehende Bedarf an geringeren Stückzahlen könnte hier für Nachfrage sorgen. Bis dahin sind aber – wie zuvor genannt – noch viele Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen.

IKZ-DIGITAL: Sprechen wir über eine andere Zukunftstechnologie: Digitale Schnittstellen in der Berufskleidung – wie ist da der Stand?
Jan Kuntze:
„Functional Clothing“ und „Wearable Technology“ sind zwei Schlagworte für neue Produktwelten, die in den kommenden Jahren sicher einen wachsenden Anteil der Produktion ausmachen werden. Doch noch sind Aufwand und Kosten enorm. Bei der Produktion wie bei Wartung und Pflege dieser Kleidung. Daher sehe ich, wenn wir z. B. das Thema Messung von Vitalwerten betrachten, aktuell vorhandene Technologien wie die Smartwatch eindeutig vorn. Vor Jahren habe ich Schutzkleidung für Feuerwehrleute gesehen, auf der LED-Leuchten angebracht waren. Diese zeigten die Innentemperatur der Kleidung an – um z. B. bei großer Wärmeentwicklung ein Kreislaufversagen der Feuerwehrleute zu vermeiden. Leuchtete die LED grün, ist alles o. k., Rot führte zum Einsatzabbruch. Solche Funktionen übernehmen heute Technologien wie eine Smartwatch.

IKZ-DIGITAL: Die digitale Technologie bietet aber Möglichkeiten...
Jan Kuntze: Natürlich. Gerade bei der Schutzkleidung und anderen Artikeln aus dem Sortiment der persönlichen Schutzausrüstung ist es eine hervorragende Idee, wenn Sensoren bei bestimmten Ereignissen und Gefahren Alarm schlagen. Schauen Sie sich das Thema Schweißerschutzkleidung an. Wenn hier etwa bei starker Hitzeeinwirkung das Gewebe verletzt wird, könnte ein automatischer Alarm erfolgen – das würde Sinn machen. Und das ist so innovativ wie auch realisierbar. Denn es ist durchaus schon möglich, entsprechende Metallfäden in das Gewebe einzuarbeiten und miteinander so zu verknüpfen, dass diese, wenn sie kurzschließen oder auch reißen, ein Warnsignal abgeben.

IKZ-DIGITAL: Fehler melden, klar. Und Fehler beheben?
Jan Kuntze: Bleiben wir bei Schutzkleidung. Ja, ich könnte mir ein Gewebe vorstellen, das sich selbstständig schließt, bzw. repariert. Etwa, wenn im Gewebe ein Loch entstanden ist, das eine Sicherheitslücke offenbart. Wenn dann entsprechend eingearbeitete Substanzen aufquellen, die das Loch selbstständig schließen, würde dies zusätzliche Sicherheit bringen. Etwa bei Geweben mit GoreTex. Es wäre eine echte Innovation, wenn sich die hier eingesetzten Membranen bei Verletzungen von alleine mithilfe bereits eingearbeiteter Stoffe wieder schließen könnten – und so mögliche Löcher und Risse wieder verschwinden. Aber das ist noch Wunschdenken.

IKZ-DIGITAL: Was sagt der Datenschutz zu digitalen Zukunftstechnologien bei der Berufskleidung?
Jan Kuntze: Hier gibt es sicherlich noch viele Fragen zu klären. Grundsätzlich besteht bei Einsatz digitaler, in die Kleidung integrierter Elemente immer die Möglichkeit einer Überwachung – etwa welche Räume ein Mitarbeiter betritt oder wie lange er am Kaffeeautomaten steht. Darum setzt z. B. der DBL-Verbund weiterhin auf den Barcode. Für uns ein zeitgemäßes Mittel, um Kleidung für einen Träger zu personalisieren, ohne das sensible Daten von Dritten auslesbar sind.

Bilder: DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH

www.dbl.de

 

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Sun, 14 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_ID026002_257810e2b6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_ID026002_e6f414ee40.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID026002.jpg
news-27267 Digitaler Effizienzassistent für Dampfkessel https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/digitaler-effizienzassistent-fuer-dampfkessel/ MEC Optimize von Bosch optimiert Privatmolkerei Bechtel  

Im Zuge der Produktionserweiterung hat die Privatmolkerei Bechtel ihre Prozesswärme­versorgung erneuert. Das Kesselsystem mit knapp 30 t Dampfkapazität pro Stunde verfügt als eines der ersten weltweit über MEC Optimize. Dieser digitale Effizienzassistent von Bosch trifft auf Basis der Anlagenfahrweise Vorhersagen zur Lebensdauer einzelner Bauteile, schlägt effizienzsteigernde Maßnahmen vor und leitet den Betreiber zu deren Umsetzung an.
Die Molkerei Bechtel verarbeitet täglich mehr als eine Million Liter Milch. Komplexe Produktionsstrukturen und energieintensive Prozesse erfordern eine aussagekräftige Datenanalyse. Diese bietet die Grundlage für wettbewerbsfähige Produktionskosten – entscheidend dafür sind das Vermeiden von Anlagenausfällen sowie die Minimierung des Energieverbrauchs. Bereits im Jahr 2012 hat Bechtel ein Energiemanagementsystem eingeführt. In Ergänzung dazu nutzt das Unternehmen seit 2017 den digitalen Effizienzassistenten MEC Optimize von Bosch, der u. a. eine vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) ermöglicht.
Produktionsausfällen vorbeugen
MEC Optimize ist in den Kesselsteuerschrank integriert und erfasst sämtliche Daten der Dampfkessel, Wasseraufbereitung, Wärmerückgewinnungseinrichtungen und sonstiger angebundener Anlagenkomponenten. Die Betriebsdaten werden langfristig lokal abgespeichert und mittels Trendanalysen bewertet. Steigt der Brennstoffverbrauch beispielsweise aufgrund zu hoher Absalzraten oder Verschmutzungen im Kessel, meldet der Effizienzassistent mögliche Ursachen. Bei Bechtel geschieht dies über das Firmennetzwerk an angeschlossene PCs oder via WiFi-Hotspot im Kesselhaus an das Tablet des Kesselwärters. Optional besteht die Möglichkeit, Meldungen für definierte Fälle direkt über das Fernwartungssystem auf das Mobiltelefon des Betreibers zu senden.
Ein weiterer Optimierungsaspekt ist die Maximierung der Kessellebensdauer. Die wichtigsten Einflussfaktoren hierbei sind die Wasserqualität und die Betriebsweise – in der Praxis beides oft vernachlässigt. MEC Optimize dient nicht nur als digitales Kesselbuch, sondern interpretiert die eingetragenen Werte und hilft dem Betreiber, korrosionsbegünstigende oder gar sicherheitskritische Zustände zu erkennen und zu beheben. Zudem wird die Betriebsweise auf zu häufiges Anfahren, ineffiziente Kesselfolgesteuerung und zu häufiges Takten des Brenners hin analysiert. Produktionsausfällen durch eine unterbrochene Prozesswärme beugt das System ebenfalls vor: Für alle wesentlichen Bauteile sind die jeweiligen zulässigen Belastungen und Schaltspiele hinterlegt. Auf Basis der Fahrweise ermittelt der Effizienzassistent den Zustand der Komponente, sagt die voraussichtliche Restlaufzeit vorher und unterstützt bei der Wartungsplanung.
Die weitere Anlagenausstattung von Bosch zur Speisewasserentgasung, Wärmerückgewinnung und Automatisierung runden das Gesamtsystem ab und sorgen für einen niedrigen Energieverbrauch. Die Umsetzung der Dampfkesselanlage erfolgte durch die Firma Karl Lausser aus Pilgramsberg – ohne Unterbrechung der Dampfversorgung. In Abstimmung mit den Betriebsprozessen der Molkerei nahm der Bosch-Industrieservice die Kessel zeitversetzt in Betrieb.

Bilder: Bosch Industriekessel

www.bosch-industrial.com

 

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Sun, 14 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_ID029001_892cdd3ad8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_ID029001_648440c67e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID029001.jpg
news-27289 Vaillant investiert 5,2 Mio. Euro in neue Fertigungslinie https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vaillant-investiert-52-mio-euro-in-neue-fertigungslinie/ Remscheid.  Mit einer neuen Fertigungslinie für Wärmepumpen treibt die Vaillant Group ihren Umbau an ihrem Hauptsitz in Remscheid voran. Dazu hat sie insgesamt 5,2 Mio. Euro investiert – 2,8 Mio. Euro in den Montagebereich und weitere 2,4 Mio. in die Blechfertigung. Hier sollen alle Bleche, die in den Wärmepumpen „recoCompact exclusive“ und „versoTherm plus“ verbaut werden, innerhalb des eigenen Hauses geformt werden.  

Die neue Fertigungslinie besteht aus 32 Stationen auf 120 m Gesamtlänge. Dazu gehören Vor- und Endmontage sowie die Fertigung der Kältekreise. Das Produktionssystem liegt in unmittelbarer Nähe zum Forschungs- und Entwicklungszentrum von Vaillant, das derzeit gebaut wird. Bestandteil des Zentrums ist ein 9000 m2 großes Testcenter, in dem u.a. 40 Wärmepumpen-Prüfstände untergebracht sein werden.
Beide Luft/Wasser-Wärmepumpen beziehen Energie aus der Umgebungsluft. Die innen aufgestellte „recoCompact exclusive“ sorgt für Wärme, Warmwasser, frische Luft sowie auf Wunsch auch für Kühlung. Die ebenfalls innen aufgestellte Wärmepumpe „versoTherm plus“ kann mit weiteren Komponenten zu einem System zur Wärme-, Warmwasser- und Frischluftversorgung zusammengestellt werden. Möglich ist jeweils auch die Kombination mit Photovoltaik.
www.vaillant-group.com

 

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Sat, 13 Oct 2018 08:30:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Vaillant-1_ed8aff456a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Vaillant-1_967b956307.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/Vaillant-1.jpg
news-27196 NWS Germany Produktion W. Nöthen e.K.: Wasserpumpenzange mit neuer Druckknopfverstellung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/nws-germany-produktion-w-noethen-ek-wasserpumpenzange-mit-neuer-druckknopfverstellung/ Bei der Wasserpumpenzange „MaxiMX“ hebt der Hersteller NWS das durchgesteckte Gelenk und die Druckknopfverstellung hervor, „die ein leichtes und sicheres Arbeiten garantiert“.  

Außerdem sei sie in jeder Position mit einem Klemmschutz ausgestattet, aus Chrom-Vanadium-Stahl gesenkgeschmiedet, ölgehärtet und vergütet. Außerdem ermögliche die kompakte und schmale Form das Arbeiten auf engstem Raum und an schwer zugänglichen Stellen. Um eine Beschädigung an hochwertigen Bauteile bzw. Oberflächen zu vermeiden, kann die Wasserpumpenzange um optional erhältliche Kunststoffbacken erweitert werden.

NWS Germany Produktion W. Nöthen e.K., Röntgenstr. 12 - 18, 42719 Solingen, Tel.: 0212 24000 - 0, Fax: - 24, info@nws-tools.de, www.nws-tools.de

 

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Sat, 13 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_I18-15-16-NWS_4ef335b22b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_I18-15-16-NWS_e3c5cd909d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_18/I18-15-16-NWS.jpg
news-27268 Ineffiziente Prozesse vermeiden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ineffiziente-prozesse-vermeiden/ Mit Building Information Modeling zu mehr Produktivität auf dem Bau  

Während viele Branchen die Digitalisierung ambitioniert vorantreiben und dadurch Effizienzvorteile nutzen, steht das Baugewerbe erst am Anfang. Dabei können Gebäude durch das Building Information Modeling (BIM) optimaler geplant, ausgeführt und bewirtschaftet werden. 
Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und additive Fertigung – die technologische Transformation ist im vollen Gange und revolutioniert die Industrie. Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet allein durch die Industrie 4.0 ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 153 Mrd. Euro bis zum Jahr 2020.  Auf das Bauwesen bezogen bedeutet dieser Trend im Grunde die Digitalisierung der Bauprozesse. Und um diese Entwicklung steht es in Deutschland momentan nicht gut.
Laut der Studie Digitalisierungsindex Mittelstand aus dem Jahr 2017, für die rund 2000 mittelständische Unternehmen befragt wurden, ist der Digitalisierungsgrad von Banken und Versicherungen besonders hoch. Etwa bei Geschäftsmodellen und Beziehungen zu den Kunden. Das Baugewerbe gehört zu den Schlusslichtern.  
Einer der Gründe für diese Entwicklung ist der seit Jahren anhaltende Bauboom, der die notwendigen Anpassungen in den Hintergrund zu drängen scheint. Immer mehr Bauunternehmen haben sogar Schwierigkeiten, ihre Aufträge abzuarbeiten. Verantwortlich dafür ist aber nicht nur der Fachkräftemangel, sondern auch die Produktivität des Gewerbes, die mittels Digitalisierung erhöht werden könnte. Manche Bauunternehmer gehen davon aus, dass sie von dem digitalen Wandel kaum betroffen sind, weil die Bauwirtschaft als analoges „Bricks & Mortar“-Geschäft gilt. Diese Annahme ist falsch. Besonders in der Planung, Vorbereitung und Logistik bietet die Digitalisierung viele Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern.
Trend zum digitalen Gebäudezwilling
Qualitätsmängel, Überschreitungen von Budgets und nicht eingehaltene Termine finden sich nahezu bei allen Bauprojekten. Ursächlich dafür sind in erster Linie ineffiziente Prozesse. BIM kann die Produktivität im Baugewerbe steigern und gilt als Sinnbild für die Digitalisierung der Bauwirtschaft. Kern der Bauwerksdatenmodellierung ist ein digitales, dreidimensionales Gebäudemodell, das über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg dessen Informationen enthält. Türen, Steckdosen, Kabel, die Energiekoeffizienten der Fenster oder die Fahrgeschwindigkeit des Lifts – jedes Detail wird erfasst. Digital lassen sich Rohre mittels BIM in einem bestimmen Winkel ausrichten, Ventile drehen, Kupplungen zoomen oder Fertigungspläne erstellen.
Großbritannien, Frankreich und die meisten skandinavischen Länder schreiben die Nutzung von BIM bei öffentlich finanzierten Bauvorhaben bereits vor und nutzen die Methode intensiv. Auch in Deutschland sollen BIM-Verfahren stufenweise für den öffentlichen Infrastrukturbau bis 2020 eingeführt werden. Hierdurch sollen Großprojekte effizienter umgesetzt und der Digitalisierung der deutschen Bauwirtschaft zum Durchbruch verholfen werden. Bereits jetzt beginnen hierzulande immer mehr Bauplaner und Bauleiter BIM zu verwenden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Heizung, Lüftung und Klimatechnik.
Arbeiten am virtuellen runden Tisch
Mittels Building Information Modeling arbeiten Architekten und Ingenieure an ein und demselben Gebäudemodell. Bauleiter informieren sich modellbasiert mittels Smartphones und Tablets über die nächs­ten Arbeitsschritte, und Zulieferer wissen genau, wann welche Baustoffe benötigt werden. Ein interaktiver Terminplan verknüpft zeitliche Abhängigkeiten und übermittelt Planänderungen direkt an alle betroffenen Personen. Weil die Beteiligten oft nicht ausreichend kommunizieren, kommt es vor allem zwischen Planung, Ausführung und Betrieb eines Projektes immer wieder zu Fehlern oder Leerlauf. Zum Beispiel, wenn der Architekt den Bauplan ändert, diese Informationen aber nicht vollständig an den Bauführer weitergibt. Building Information Modeling verändert auch die Art und Weise, wie weltberühmte Bauwerke entworfen, gebaut und gewartet werden. Beispielsweise setzt Autodesk die digitale Arbeitsmethode bei der Renovierung des Eiffelturms vor den Olympischen Sommerspielen 2024 ein. Das Software-Unternehmen erstellte ein detailliertes 3D-Modell von dem 2,4 Quadratkilometer großen Areal rund um den Eiffelturm. Darin wurden alle Gebäude, Brücken und Grünflächen, bis hin zu sämtlichen Banken und Laternen nachgebildet.  
BIM im vorbeugenden Brandschutz
Auch in der Brandschutzbranche kommt BIM-Software zum Einsatz. Von Ventilen, Brandmeldern und Sprinklerleitungen, bis hin zu Dämm- und Dichtstoffen können sämtliche brandschutzrelevanten Elemente virtuell dargestellt werden. Früher arbeiteten die unterschiedlichen Bauunternehmen oft mit firmeneigenen Planungssoftwares, die nicht zu einem Gesamtmodell verbunden werden konnten. Heute setzen sich allmählich Anwendungen durch, die miteinander kompatibel sind. Somit können digitale Abbildungen von Brandschutzsystemen in das betroffene Facility Management-Modell integriert werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen umfassenderen Brandschutz, der nicht nur die einzelnen Geräte und Anlagen, sondern das gesamte Bauwerk erfasst.
Durch die Kombination von BIM und Virtual Reality-Anwendungen fallen während des virtuellen Rundgangs durch die Brandschutzanlagen schneller mögliche Probleme auf. Fehler können dadurch vor dem Baubeginn und der Montage behoben werden, wodurch sich kostspielige Korrekturen umgehen lassen. Außerdem können mittels BIM Brände simuliert und die Funktionalität der Brandschutzanlagen digital getestet werden. Schlussendlich kann die Modellierungsmethode die Sicherheit der Menschen im Brandfall entscheidend erhöhen.

Bilder: Victaulic

Autorin: Amanda Comunale, Director of Virtual Design and Construction bei Victaulic

http://de.victaulic.com

 

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Fri, 12 Oct 2018 11:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_ID030001_492a29b867.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_ID030001_3ba1d50e4d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID030001.jpg
news-27288 Trendkongress mit „Querschiesser“-Geschäftsführer Hans-Arno Kloep https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/trendkongress-mit-querschiesser-geschaeftsfuehrer-hans-arno-kloep/ Steinhagen.  Pentair Jung Pumpen lädt Inhaber und Mitarbeiter von SHK-Betrieben am 22. November zum Trendkongress am Unternehmenssitz in Steinhagen ein. Dort wird Hans-Arno Kloep, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts „Querschiesser“, die Frage beantworten, was auf Handwerk, Handel und Industrie im nächsten Jahr zukommt.  

Dafür befragt das Callcenter des Dienstleisters im Vorfeld einige Tausend SHK-Betriebe, verknüpft die Antworten mit den „amtlichen“ volks- und bauwirtschaftlichen Prognosen sowie mit den Absichten der Politik und leitet aus den Daten eine Vorschau für das Geschäft des Folgejahres ab.
Die Zukunft des SHK-Handwerks steht laut Kloep unter einem guten Stern, allerdings würden sich die Märkte schneller als je zuvor ändern. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken. Die Informationsflut müsse richtig gedeutet und Strategien für das eigene Unternehmen abgeleitet werden, rät Kloep.
Die Teilnahmegebühr am Trendkongress beträgt 99 Euro pro Person (zzgl. Mehrwertsteuer). Anmeldungen sind online (www.jung-pumpen-forum.de/anmeldeformular), per E-Mail (forum.jungpumpen@pentair.com) sowie per Fax (05204 17133) möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
www.jung-pumpen.de

 

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Fri, 12 Oct 2018 10:58:52 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_Kloep_b1eebc51a1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_Kloep_7d919fd25b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/Kloep.jpg
news-27287 Vorbereitet sein https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/vorbereitet-sein/  

Obwohl seit Ende Mai dieses Jahres verpflichtend, tun sich Unternehmen in Deutschland mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schwer. Erst ein Viertel hat einer aktuellen Umfrage zufolge das neue Regelwerk vollständig umgesetzt – befragt wurden Firmen aller Branchen mit mehr als 20 Mitarbeitern. Im SHK-Handwerk mit seinen durchschnittlich fünf bis sieben Angestellten dürften kaum mehr Betriebe die rechtlichen Vorgaben ordnungsgemäß umgesetzt haben. Dabei bietet die EU-Anpassung auch Chancen, althergebrachte Arbeitsprozesse zu prüfen und zu optimieren.
Ob DSGVO oder digitale Transformation im Handwerk – es gibt durchaus Parallelen. Beide Themen erfordern einen hohen Arbeitsaufwand, versprechen aber Vorteile, auch wenn längst nicht jeder Betrieb angesichts voller Auftragsbücher die Notwendigkeit dazu sieht, sich auf neues Terrain zu begeben. „Wenn’s doch auch so funktioniert“, sagen möglicherweise die einen. „Meine Kunden brauchen das nicht“, die anderen. Solche Aussagen sind zu kurzsichtig gedacht. Denn andere Player werden in den Markt dringen – mit Offerten an eine zunehmend digital affine Kundschaft. Darauf muss das Handwerk vorbereitet sein.
Argumente für die Digitalisierung liegen auf der Hand: Sie verspricht neben einer schnelleren Kalkulation und Abrechnung, also monetären Vorteilen, auch eine effizientere Materialbeschaffung, die nicht nur auf den eigentlichen Bestellvorgang begrenzt ist. Mit digitalen Instrumenten kann die Belieferung individueller und flexibler gestaltet werden – tagsüber und ganz neu selbst in der Nacht. Eine SHK-Großhandelsgruppe hat unlängst die schlüssellose Kofferraumbelieferung getestet. Das Konzept dahinter: Materialien für die Baustelle werden nachts direkt in die Servicefahrzeuge geliefert. Techniker oder Monteure können so morgens mit den Ersatzteilen an Bord und ohne Umwege direkt zum Kunden fahren. Statt über herkömmliche Schlüssel erfolgt der Zugang zum Fahrzeug elektronisch und wird zudem protokolliert. Per GPS-Ortung ist der Standort des zu beladenden Fahrzeugs ersichtlich. Die Testphase ist vorbei, nun soll der Service bundesweit eingeführt werden.
Ein Beispiel von vielen. Schon jetzt sind digitale Lösungen fürs Büro oder für die Baustelle kaum zu überblicken und das Angebot wächst rasant. Zugegeben: Nicht jeder Betrieb braucht alles. Aber es lohnt sich, regelmäßig einen Blick auf kleine wie große digitale Produkte und Services zu werfen. Vielleicht ist die passende oder gesuchte Variante für Ihren Betrieb dabei. Denn auch heute gilt: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“

Markus Sironi
Chefredakteur und Handwerksmeister
m.sironi@strobel-verlag.de

 

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Fri, 12 Oct 2018 09:33:33 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_03_526f6ab5ff.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_03_8aa267c827.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/03.jpg
news-27286 Trojanisches Pferd im internen Netzwerk https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/trojanisches-pferd-im-internen-netzwerk/ „Faxploit“: Israelische Cyber-­Experten entdecken ­Sicherheitslücke bei HP-­Faxgeräten. Wie Hacker-Angriffe verhindert werden können  

Anno 2018 ist die Fax-Technologie eigentlich ein Relikt aus der Vergangenheit – veraltet und von moderner Technik überholt. Trotzdem stehen die Geräte noch in vielen Haushalten und Handwerksbetrieben oder sind Teil von All-in-One-Druckern. Israelische Cyber-Experten haben allerdings eine Schwachstelle entdeckt. Mittels einer präparierten Fax-Nachricht können Hacker verbundene Rechner infizieren und vertrauliche Daten abgreifen. Die Sicherheitslücke nennt sich „Faxploit“.

Betroffen sein sollen 154 Geräte des Herstellers Hewlett Packard (HP), Experten zufolge könnten aber auch Modelle anderer Produzenten verwundbar sein. Haben die Angreifer die Kontrolle über ein Fax­gerät übernommen, können sie alle Dokumente auslesen, die zuletzt auf dem Apparat gedruckt, gescannt oder gefaxt wurden – oder in Zukunft dort verarbeitet werden. Ist das Faxgerät zudem mit dem lokalen Netzwerk verbunden, können Hacker an Sicherheitsvorkehrungen wie Firewalls vorbei auf andere Computer zugreifen und Daten ausspähen. „Trotz des Risikofaktors nutzt die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen das Fax noch immer zur Kommunikation – ein trojanisches Pferd im internen Netzwerk“, sagt Karsten Glied. Der Geschäftsführer der Techniklotsen GmbH, die IT- und Technik-Lösungen für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft entwickelt, erklärt weiter: „Besonders das offene WLAN, mit dem viele Multifunktionsgeräte verbunden sind, bietet einen Angriffsweg ins Internet.“

Datensensibilität in Unternehmen
Ein hoher Grad an Datensensibilität betrifft nicht nur Kliniken, Praxen oder Pflegeeinrichtungen, sondern auch Handwerksbetriebe. In kleineren Unternehmen hat das Fax oftmals noch nicht ausgedient, sodass Hacker es als besonders attraktives Ziel ansehen könnten. „Weil Datensicherheit oberste Priorität haben muss, sollten hier Fachleute für Netzwerktechnik zurate gezogen werden“, empfiehlt Karsten Glied. Abseits davon würde es helfen, Drucker und Fax sinnvoll zu konfigurieren und regelmäßig die Betriebssoftware der Geräte zu aktualisieren. HP hat übrigens in Abstimmung mit dem Security-Unternehmen „CheckPoint“, dessen Forscher die Sicherheitslücke aufgedeckt hatten, ein Software-Update für seine Geräte veröffentlicht, das die Schwachstelle schließen soll(Kurz-Link: https://bit.ly/2P0SgM5).
Karsten Glied hat noch einen weiteren Tipp parat: Möchten Anwender die Faxmöglichkeit eines Multifunktionsgerätes gar nicht nutzen, sollten sie die Verbindung zum Telefonnetz kappen. „Sonst entpuppt sich das gute alte Fax womöglich als Achillesferse in einer von der Digitalisierung beherrschten Welt.“

Faxgeräte austauschen
Auch Karsten Zimmer, IT-Forensiker und EDV-Sachverständiger aus Menden (Sauerland), sieht eine reale Bedrohung durch „Faxploit“. Er rät, entsprechende Geräte softwaremäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Zudem sei es sinnvoll, alte gegen neuere Faxgeräte auszutauschen (siehe
Interview).

www.techniklotsen.de

www.csi-menden.de

 

„Fax ist nicht mehr sicher“

IKZ-Haustechnik: Überrascht Sie die von israe­lischen Forschern aufgedeckte ­Sicherheitslücke?
Karsten Zimmer: Nein, keineswegs. Nicht umsonst sind die israelischen Sicherheitsforscher viel weiter in Sachen IT-Security als hiesige Sicherheitsexperten. Bei einem Cyber-Security-Meeting im Juli dieses Jahres mit IT-Forensikern aus aller Welt in Belgien waren u. a. neun Experten aus Israel – zwei aus Deutschland, darunter ich selbst.
Allein schon die aktuelle Auswertung eines verschlüsselten IPhones in der Version 11 ist bisher nur mit der israelischen Software des Unternehmens Cellebrite möglich. Wen kann es da noch wundern, dass den dortigen Experten die Aufdeckung dieser Sicherheitslücke gelungen ist?
IKZ-Haustechnik: Wie real ist die Bedrohung tatsächlich? Das Fax galt ja bislang als sicher. Ist dem nicht so?
Karsten Zimmer: Leider ist dem nicht so, weil viele alte analoge Faxgeräte den sogenannten Kombinationsdruckern weichen mussten. Die heutigen digitalen Multifunktionsdrucker werden in Firmen oder Behörden an das vorhandene Netzwerk gekoppelt und sind so für jeden Mitarbeiter im Netzwerk erreichbar und bedienbar. Wenn nun ein böser Hacker Zugriff auf das Multifunktionsgerät hat, so kann er ohne größere Anstrengungen auf das gesamte Netzwerk zugreifen. Selbst wenn er keinen Zugriff auf das Netzwerk hat, weil das Gerät nicht in das Behörden-/Firmennetzwerk integriert ist, kann er die Daten des Druckers abzapfen oder Schadsoftware wiederum an andere im Adressbuch befindliche Empfänger weiterleiten.

IKZ-Haustechnik: Wie gehen Hacker bei einem Angriff vor?
Karsten Zimmer: Nachdem das Faxgerät mit Daten eines speziellen Bildes gefüttert worden ist, können Hacker mit einem sogenannten Speicherüberlauf das Gerät überfordern – also den Drucker mit mehr Daten füttern als er erwartet hatte und somit verarbeiten kann. Die ursprüngliche sogenannte Rücksprung­adresse kann nicht mehr erreicht werden. Diesen Programmierfehler können Bösewichte ausnutzen. Sie schleusen nun einen Schadcode in das System des Druckers ein. Der weitere Weg per LAN oder WLAN ist dann nur noch ein Kinderspiel. Aber auch per Ton, den man kurz zu hören bekommt, wer sich per Modem in das Internet einwählt oder eine Fax-Nummer wählt, lässt sich das All-in-One-Gerät aus der Ferne fernsteuern. Denn diese Faxtöne sind nichts anderes als hörbare digitale Codes.

IKZ-Haustechnik: Warum kann ein Hacker-Angriff gefährlich werden und welche Folgen drohen, wenn Drucker und Computer unter Kontrolle eines Angreifers stehen?
Karsten Zimmer: Weil Daten aus diesen Multifunktionsdruckern bzw. aus dem Computer oder gar aus dem gesamten Netzwerk missbraucht werden können. Das heißt, wichtige (behördliche) Dokumente können so kopiert, abgeändert, gelöscht oder verschlüsselt werden. Auch ist so dem Datendiebstahl Tür und Tor geöffnet. Spionage aus anderen Ländern hat täglich Hochkonjunktur. Das Darknet schreibt Bände darüber.

IKZ-Haustechnik: Können alle Drucker angegriffen werden oder ist das Problem auf den Hewlett Packard beschränkt?
Karsten Zimmer: Nicht nur die Multifunktionsdrucker der Marke Hewlett Packard sind hiervon betroffen. Zwar haben die Sicherheitsexperten nur 154 HP-Geräte in Augenschein genommen, jedoch kann dieses Vorgehen des „JPEG-Parser“ jedes Multifunktionsgerät manipulieren.

IKZ-Haustechnik: Wer auf ein Fax nicht verzichten kann oder möchte: Wie lassen sich Hacker-Angriffe über das Fax vermeiden?
Karsten Zimmer: Zunächst sollte man die entsprechenden Geräte software-mäßig auf den neuesten Stand bringen. HP hat bereits mit der Auslieferung von Sicherheits-Updates begonnen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten die Geräte vom eigentlichen Netzwerk getrennt werden. Auch kann es sinnvoll sein, Altgeräte gegen neuere Faxgeräte auszutauschen.

IKZ-Haustechnik: Wie lässt sich überprüfen, ob das Fax-Gerät tatsächlich Ziel eines Hacker-Angriffs war? Und was tun in diesem Fall?
Karsten Zimmer: Dieser Faxploit kann mit normalen Tools nicht nachgewiesen werden. Betroffene Firmen sollten sich umgehend in einem unserer Büros melden, damit wir schnellstmöglich beweiskräftige Untersuchungen durchführen können. Verhindern lässt sich so ein Angriff wahrlich nur sehr schwer. Bisher ist mir noch kein Fall eines Faxploit in Firmen- oder Behördennetzwerken bekannt geworden. Jedoch habe ich diesen Exploit mal programmiertechnisch nachempfunden und kann nur sagen:
Es funktioniert!

 

 

Auf einen Blick

  • Das Faxgerät gilt als Bindeglied zwischen Briefpost und E-Mail. Gegen Ende der 60er-Jahre entwickelte das amerikanische Unternehmen Dacom die erste digitale Faxmaschine. Auch heute verrichten die Geräte noch in vielen Haushalten und Handwerksbetrieben, zum Teil auch in All-in-One-Druckern, ihre Dienste.
  • Im Rahmen der DEF-CON-Sicherheitskonferenz 2018 in Las Vegas (9. bis 12. August) demonstrierten Angestellte der Security-Firma „CheckPoint“, wie ein Fax zur vollständigen Übernahme eines Heim- oder Firmennetzwerks führen kann. Die Sicherheitslücke ist auf den Namen „Faxploit“ getauft worden.
  • Der Hersteller HP hat auf seiner Homepage eine Liste der betroffenen Geräte mit dazugehörigen Sicherheits-Updates veröffentlicht. Experten raten Nutzern, das Update so schnell wie möglich einzuspielen.

 

 

 

 

 

 

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Fri, 12 Oct 2018 09:22:24 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_14_1_75a0ac9c8d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_14_1_c04a72d5eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/14_1.jpg
news-27285 Zentralverband – Kurz und bündig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-kurz-und-buendig-ccd3f6c206/  

ZVSHK-Award

Produktwettbewerb startet
Zum vierten Mal seit 2012 schreibt der ZVSHK den Design-Wettbewerb „Badkomfort für Generationen“ aus. Der Preis richtet sich an die Sanitärhersteller weltweit. Gesucht werden Produktlösungen für generationsübergreifende Bäder im Design für Alle.
„Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wird der Bedarf an altersgerechten Bädern enorm steigen“, unterstreicht ZVSHK-Präsident Friedrich Budde. Von den rund 40 Mio. Wohnungen im Land müssten bis 2030 mindestens 3 Mio. barrierefrei umgestaltet werden. „Der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter ist das Bad. Die verbauten Produkte sollten daher Design, Funktionalität, Sicherheit und Barrierefreiheit verbinden.“
Mit dem ausgelobten Produkt-Award will der ZVSHK einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass Badkomfort schon heute für alle Lebenssituationen verwirklicht werden kann. Es sind vor allem die Sanitärbetriebe vor Ort, die ihren Kunden in Beratung, Planung und Ausführung Produktlösungen bieten, die diesem Anspruch gerecht werden.
Auf www.zvshk-award.com können u. a. Sanitärhersteller preiswürdige Produkte bis 5. Dezember 2018 zum Wettbewerb einreichen; es gibt aber auch weiterführende Infos über die nominierten (Gewinner-)Produkte. Für Planer eines Komplettbades, das möglichst barrierefrei ausgestattet sein soll, können die dort genannten Produkte ein nützlicher Wegweiser sein.
Für 2019 haben erstmals Design-Scouts des Kooperationspartners Design für Alle – Deutschland e. V. im Vorfeld der Ausschreibung nominierungswürdige Badprodukte recherchiert. Der ZVSHK wird den zum Wettbewerb angemeldeten und zugleich nominierten Produkten eine hohe mediale Aufmerksamkeit verschaffen – unter anderem durch Reportagen über die Gewinnerprodukte (siehe Beitrag „Schaltzentrale für entspanntes Duschen“ auf Seite 21).
Die Preisverleihung des ZVSHK-Award 2019 wird während der Messe ISH am 13. März 2019 in Frankfurt/Main stattfinden.

Brexit-Konsequenz

SHK-Betrieb könnte betroffen sein
Sollten die Ausstiegsverhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bis Oktober ergebnislos verlaufen, könnte dies für einen SHK-Betrieb unangenehme Folgen haben. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks rät Handwerksunternehmern, deren Unternehmen die britische Rechtsform Limited (Ltd.) angenommen haben, zu prüfen, ob sie z. B. in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wechseln können. Grund: Britische Unternehmensformen würden nach Regeln der Welthandelsorganisation WTO in Deutschland nicht mehr anerkannt.
Die WTO-Regeln würden nämlich automatisch dann ab April 2019 greifen, wenn in Kürze in den Brexit-Verhandlungen keine Eini­gung erzielt wird. Auch würde es vermutlich in etlichen weiteren Bereichen kompliziert. Dazu gehört beispielsweise der Datenverkehr: Sollte ein SHK-Betrieb einen Server in Großbritannien nutzen, könnte es dann aufgrund der bestehenden Rechtslage nicht mehr möglich sein, vom EU-Gebiet aus dort noch persönliche Daten zu verwalten.

 

 

Weiterbildung

TRGI-Schulungen starten
Damit die Sanitärbetriebe ihre Fachkompetenz in der Gasinstallation auf den neuesten Stand bringen können, ist ein einheitliches TRGI-Schulungsangebot ausgearbeitet worden. In ersten Regionen startet bereits im Oktober eine Weiterbildung, für die in etwa ein Tag angesetzt ist. Dabei kann es auch möglich sein, dass der Schulungsinhalt nicht zusammenhängend, sondern in zwei Teilen vermittelt wird. Zertifikate können erst nach Abschluss der gesamten Schulungsmaßnahme erteilt werden. Über Schulungsdetails wurde der jeweilige SHK-Fachverband im Rahmen der Trainerschulungen informiert. Die SHK-Berufsorganisation und der DVGW stimmen sich über die dafür nötigen Schritte ab.
Damit sich das Regelwerk mit der Bezeichnung TRGI 2018 – G 600 sowie der Kommentar möglichst schnell verbreiten, hat die SHK-Berufsorganisation für die Mitgliedsbetriebe ein preisgünstiges Paket geschnürt: Statt die neue TRGI sowie den Kommentar einzeln zu kaufen, können Mitgliedsbetriebe beide Teile in einer Hardcoverversion zum günstigen Paketpreis über ihren jeweiligen Landesverband bestellen. Der reguläre Preis für Mitglieder beträgt netto 185 Euro (plus MwSt. und Versand). Weitere Infos dazu gibt der jeweilige Fachverband seinen Mitgliedsbetrieben bekannt.
Wer an einer DVGW/ZVSHK-Schulung teilnimmt, wird den TRGI-Kommentar auch als vergünstigte Taschenbuchversion beziehen können. Entweder ist die Softcoverversion – je nach Organisation der Veranstaltung – bereits mit dem Preis für die Weiterbildung bezahlt oder das Taschenbuch lässt sich zum Seminar vergünstigt erwerben.

 

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Fri, 12 Oct 2018 09:12:35 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_16_6290ca770f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_16_cf48d8304d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/16.jpg
news-27284 Zentralverband – Daten für den Arbeitsalltag https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-daten-fuer-den-arbeitsalltag/ Digitalisierung im Handwerk erörtert  

Der ZVSHK und die KfW-Bankengruppe veranstalteten gemeinsam am 17. September 2018 den Kongress „Herausforderungen der Digitalisierung für das SHK-Handwerk“. Etliche Fachvorträge skizzierten eine Entwicklung, in der Datenströme die Prozesskette von der Angebotserstellung über die Errichtung und den Betrieb gebäudetechnischer Anlagen bis hin zu deren Wartung begleiten. Der ZVSHK will den Weg dafür bereiten, dass Mitgliedsbetriebe den Wandel vom analogen zum digitalen Alltag vollziehen können.

Noch gehört das Faxgerät für viele Entscheider im SHK-Handwerksbetrieb zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln, noch versuchen die meisten Betriebe mit dem verstaubten Datanorm-Programm den Büroalltag zu bewältigen, noch werden Stundenzettel geschrieben. Doch der ZVSHK bereitet den Weg dafür, dass viele Arbeitsschritte aus dem analogen ins digitale Zeitalter transferiert werden.
„Herausforderungen der Digitalisierung für das SHK-Handwerk“ – der Titel des Kongresses, der am 17. September 2018 in Berlin stattfand, ließ sich nicht trefflicher wählen. Denn sowohl bei der Steigerung der Energieeffizienz im Heizungskeller als auch beim Bau altersgerechter Wohnungen stehen die Handwerksbetriebe vor großen Aufgaben: Sie müssen ihre Wertschöpfungskette durch Digitalisierungsinstrumente optimieren. Und die Möglichkeiten, Instrumente und Ansätze, wie das gelingen kann, hat der Zentralverband auf dem Berliner Kongress gezeigt und diskutiert. Das Interesse bei den Fachunternehmern war beträchtlich: Der Saal mit 150 Teilnehmern im Microsoft Atrium war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Digitale Abrechnung statt Stundenzettel
Acht Fachvorträge sowie eine Podiumsdiskussion vermittelten den Teilnehmern eine Fülle von Hintergrundinfos. Beispielsweise beleuchtete Prof. Henning Vöpel (Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut HWWI) den Übergang von der Industrialisierung hin zu einer Datenwirtschaft, die bekannte und vertraute Zusammenhänge in starkem Maß verändern wird. Walter Pirk (Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik, Hannover) stellte einen digitalen Musterbetrieb dar und berichtete über Auswertungen von 50 SHK-Betrieben, die an einem Digital-Check teilgenommen haben.
Wesentlich weiter auf dem Weg ins neue EDV-Zeitalter zeigte sich Andreas Cloer, der in seinem Arnsberger SHK-Unternehmen Gebro Herwig Haustechnik mit über 100 Mitarbeitern inzwischen die gesamte Lohn- und Gehaltsabrechnung digitalisiert hat. Dennoch sieht der Unternehmer bei der Vernetzung wichtiger Datenströme und beim Ausbau digitaler Prozesse große Lücken, die sich momentan noch nicht überbrücken lassen.

Zustrom für Open Datapool
Eine bedeutende Position auf dem Digital-Kongress nahm das Produktdatenportal „Open Datapool“ ein, das sich stetig weiter entwickelt, um wichtige Plandaten in der Haus- und Gebäudetechnik bereitzustellen. Mittlerweile lassen sich 1,2 Mio. Artikelstammdaten abrufen. Insgesamt können Daten von fast 400 Lieferanten genutzt werden. SHK-Handwerksunternehmer, Planer und Architekten können kostenfrei unter www.open-datapool.de gegenwärtig vor allem Badplandaten und VDI-3805-Daten (zum Austausch von Produktdaten in der Technischen Gebäudeausrüstung) herunterladen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Qualitätsgeprüfte Daten nach aktuellen Standards der SHK-Branche,
  • Zeitersparnis bei der Suche nach Produktinformationen,
  • Bündelung von zwei- und dreistufigen Herstellerdaten auf einer Plattform,
  • jederzeit aktuelle Daten,
  • einfache Recherche.
  • BIM ist keine Lösung, sondern ein Werkzeug


Mit BIM (Building Information Modeling) setzten sich gleich mehrere Experten in Fachvorträgen bzw. in der Diskussionsrunde auseinander. Dabei wurde deutlich, dass die gesamte Bauwirtschaft in der Digitalisierung erst am Anfang steht. Die zukünftigen Aufgaben sind allerdings bereits skizziert: BIM ist ein wichtiges Werkzeug, das zunächst für die Planungsphase genutzt werden kann, in Zukunft jedoch den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes dokumentieren soll.

Arbeitsabläufe müssen klar definiert sein
Das Szenario der Zukunft: So wie man ein Gebäude von der Planung bis zur Entsorgung in einzelnen Abschnitten digital begleiten kann, so soll auch der SHK-Betrieb in einigen Jahren seine gesamten Arbeitsprozesse für die Haus- und Gebäudetechnik digital steuern und dokumentieren können.
Wer allerdings als Unternehmer diese einzelnen Prozesse in herkömmlicher Weise nicht im Griff habe, so der Tenor etlicher Wortbeiträge, dem werde die zukünftige Digitalisierung keine erhoffte Besserung bringen – im Gegenteil. Aller Voraussicht nach würden sich zunächst einmal die Anforderungen für ein erfolgreiches Management im Handwerksbetrieb erhöhen.

Datanorm endlich ablösen
An Kritik über die schleppende Entwicklung mangelte es nicht: Noch sei man nicht weit gekommen, die jetzt schon bestehenden Möglichkeiten für ein digitales Management im SHK-Betrieb bestmöglich zu nutzen. Bereits vor 15 Jahren habe man die Grenzen von Datanorm, der allseits vertrauten Datenverarbeitung im SHK-Bereich, erkannt und mit der Entwicklung für eine wesentlich leistungsfähigere EDV begonnen. Doch statt Datanorm abzulösen und aufgrund der inzwischen bestehenden Datenqualitätsrichtlinie einen neuen Standard auf XML-Basis in der Handwerkersoftware zu etablieren, sei in den Softwarehäusern wenig geschehen. Man werde dies zeitnah nachholen, so ein Branchenexperte, wenn sowohl der ZVSHK als auch der Großhandelsverband DG Haustechnik ein gemeinsames Vorangehen vereinbaren würden. TD

 

Auf einen Blick
Die SHK-Handwerksbetriebe müssen in den nächsten Jahren ihre Wertschöpfungskette durch Digitalisierungsinstrumente optimieren. Möglichkeiten, Instrumente und Ansätze, wie das gelingen kann, hat der Zentralverband auf dem Berliner Kongress gezeigt und diskutiert.

 

 

Transferpartnerschaft Digitales Handwerk
Damit sich die SHK-Handwerksbetriebe möglichst gut auf die fortschreitende Digitalisierung im eigenen Unternehmen vorbereiten können, hat der ZVSHK und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) während des Kongresses eine Transferpartnerschaft unterzeichnet. Das Ziel ist, motivierte Handwerksunternehmer mit ihrem jeweiligen Team für nötige Aufgaben zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Nähere Infos dazu unter www.handwerkdigital.de.

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann zeigte sich nach der Unterzeichnung ebenso entschlossen wie zuversichtlich: „Wir werden in unserer Branche diese Herausforderungen nur gemeinsam meistern können. Dafür muss die Wertschöpfungskette zusammenhalten und in eine Richtung ziehen. Gemeinsam mit den Softwarehäusern des Handwerks, der Industrie und dem Großhandel haben wir uns vorgenommen, moderne Schnittstellen zur durchgängigen Datenkommunikation in der SHK-Branche und darüber hinaus zu etablieren. In einem nächsten Schritt bereiten wir die Ablösung des Stammdatenformates Datanorm durch ein modernes, leistungsfähigeres XML-Format vor.“

 

 

 

 

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:43:37 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_18_1_c7f3d42625.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_18_1_0a3a0b5873.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/18_1.jpg
news-27283 Zentralverband – Schaltzentrale für entspanntes Duschen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-schaltzentrale-fuer-entspanntes-duschen/ Gewinner-Produkt des ZVSHK-Design-Wettbewerbs eingebaut  


Zu den beim ZVSHK-Award „Badkomfort für Generationen“ 2017 ausgezeichneten Produkten gehört „Rain Select“ von Hansgrohe. Per Tastendruck kann man zwischen den Strahlarten von Kopf- und Handbrause wechseln. Auch Wunschtemperatur und Volumen sind wählbar. Das Design aus Glas und Metall passt sich einem modernen Badambiente an.

Es besteht der Wunsch nach einem intensiven Brauseerlebnis mit persönlicher Wohlfühltemperatur und Wassermenge? „Rain Select“ ermöglicht dies: Groß dimensionierte Bedientasten im Format 70 x 70 mm machen die Nutzung „zu einem haptischen Erlebnis“. Dabei ähnelt die Bedienung der eines Lichtschalters. Dahinter steckt die „Select“-Technologie, die die Steuerung der verschiedenen Funktionen mechanisch regelt. Neben den Tasten für die Duschfunktionen steuert man mit zwei Drehgriffen die Wassermenge und Wassertemperatur. Eine Halterung für die Handbrause ist ebenfalls inte­griert.
Das hat auch Familie Fux aus Calw überzeugt: „Für unsere neue Dusche wollten wir, passend zur großzügigen Kopfbrause, ein Thermostat, das nicht nur modern aussieht, sondern sich auch perfekt in die Wand integriert. Zudem sollte der Bedienkomfort im Vordergrund stehen. Daher haben uns die großen Tasten überzeugt, mit denen bis zu fünf Wasserquellen intuitiv auf Knopfdruck gesteuert werden.“

Unterputzinstallation
Das Grundset managt die unterschiedlichen Wasserquellen und Funktionen und ist zudem wasserdicht, gedämmt und schallentkoppelt. Mischa Wenzel von Großmann Sanitär-Heiztechnik GmbH & Co. KG erläutert die Rahmenbedingungen für die Installation: „Mit dem Montagevideo und dem Verkaufshandbuch kann man sich vorab über die Besonderheiten in der Installation informieren. Das hilft, um Einbaumaße und Zuleitungen richtig zu planen.“
Die Materialien wie Metall oder Glas prägen das Äußere ebenso wie der umlaufende Metallrahmen. Jan Heisterhagen, Vice President Product Management Hansgrohe SE erklärt: „Mit ‚Rain Select‘ haben wir eine intuitive und komfortable Duschsteuerung entwickelt, die sich insbesondere für die mehrstrahlige Wohlfühldusche eignet. Die Bedieneinheit vereint alle Funktionen in einem Element. Ein Klick genügt, um die Strahlart zu wechseln, eine andere Brause anzusteuern oder das Wasser an- und abzustellen.“
Zur ISH 2019 werden erneut Produkte mit dem Award „Badkomfort für Generationen“ ausgezeichnet, für die es dann weitere Produktreportagen geben wird.

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:38:03 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_21_1_0d68b84d69.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_21_1_7f4cf03e27.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/21_1.jpg
news-27282 In guten für schlechte Zeiten vorsorgen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/in-guten-fuer-schlechte-zeiten-vorsorgen/ Das Unternehmen Renzing Sanitär- & Heizungstechnik aus Dortmund ist auch an der Fertigung von Beschichtungsmaschinen beteiligt  

Renzing ist im Dortmunder Süden ein bekannter Name, sagt Björn Olsen. Er hat bei Renzing Sanitär- und Heizungstechnik erfolgreich seine Lehre abgeschlossen und den Betrieb im April 2016 übernommen. Seitdem ist der Installateur- und Heizungsbauermeister Chef von acht Mitarbeitern – sechs Monteuren und zwei Bürokräften. Warum das Unternehmen auch Maschinen baut und vor welchen Herausforderungen es steht, erzählt Björn Olsen im Gespräch mit der IKZ-Redaktion.

Was wünschen Sie dem Unternehmen für die Zukunft? Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten und ist nachvollziehbar: „Dass es ähnlich gut läuft wie derzeit.“ Viele Aufträge liegen auf dem Tisch. Kunden müssen sich auf etwa drei Wochen Vorlaufzeit einstellen – Notfälle natürlich ausgeklammert. Olsen redet nicht lange um den sprichwörtlich heißen Brei: „Wir erleben zurzeit einen Boom.“ Der Geschäftsführer weiß aber: das muss nicht so bleiben. Aus der Hochkonjunktur kann normales Tagesgeschäft werden, aus „business as usual“ ein leidiger Abschwung. Daher will der Betrieb in guten Zeiten für schlechte vorsorgen – und gewappnet sein. Olsen: „Wir sind breit aufgestellt.“

Privat- und Industriekunden
Kein Zweifel: Sanitär und Heizung bilden das Kerngeschäft des Fachbetriebs. „Wir helfen bei der Umsetzung der Badplanung, warten Heizungsanlagen und Sanitäreinrichtungen, befreien Abflüsse von Verstopfungen und übernehmen kleinere und größere Reparaturen“, berichtet Olsen. Das Aufgabenspektrum umfasst aber noch weit mehr, wie z. B. die Überprüfung von Trinkwasserspeichern. In der Heizungstechnik reicht die Bandbreite von Wartungen und Einbauten von Gas- und Ölbrennwertanlagen über den Einbau von Solaranlagen bis hin zu Gebrauchsfähigkeitsprüfungen der Gasinstallation. Im Fokus stehen Privat- wie auch Industriekunden. Olsen: „Wir arbeiten für zwei Stahlwerke in der Nähe.“ Dort geht es um Instandhaltungen, zum Teil auch um Neuerrichtungen – angefangen von kaputten WC-Sitzen bis hin zur Grunderneuerung der Hauptwasserleitung einer Fabrikhalle. „Vom Neubau lasse ich dagegen die Finger“, sagt der 29-jährige Jungchef und ergänzt: „Der Arbeitsmarkt erlaubt es, wählerisch zu sein.“
Aus diesem Grund sind seine Mitarbeiter nicht allein auf Armaturenwechsel und Heizungswartungen spezialisiert. „Wir sind auch Prozessbeteiligte bei der Fertigung von vier bis fünf Meter langen Beschichtungsmaschinen, die innerhalb Europas, aber auch an Werke in Amerika oder Russland verschifft und verkauft werden“, erzählt Olsen. An einer Beschichtungsmaschine arbeiten u. a. Schlosser, Elektriker und Pulverbeschichter. Die Renzing-Monteure sind für die Beschichtungslinien verantwortlich. Olsen: „Wir installieren Rohrleitungen für Heizkreise, in denen das Beschichtungswasser aufgeheizt wird. Außerdem wird die direkte Beschichtungsrinne verrohrt. Zudem wird über Magnetventile die Nachfüllung der Tanks gewährleistet sowie über einen Systemtrenner nach DIN EN 1717 die Nachspeisung der zwei Heizkreise. Bei manchen Maschinen – je nach Auslieferungsland und Ausstattung – werden größere Schaltschränke verbaut, die wir über einen Wärmeübertrager kühlen müssen.“ Pro Jahr ist der Betrieb im Durchschnitt an der Produktion von 15 Beschichtungsmaschinen beteiligt. Im Vorjahr waren es sogar 24.
Ein gutes Auftragspolster und eine breite Expertise schützen aber nicht vor Alltagssorgen. Bürokratielast, Datenflut, Vorschriften – was Olsen aufzählt, hört die IKZ-Redaktion nahezu in jedem Betriebsgespräch vor Ort. Vor allem die Datenschutz-Grundverordnung ­(DSGVO) wurmt den Firmeninhaber aus Dortmund: „So eine Verordnung ist nichts für Handwerker.“ Umgesetzt hat Olsen die Richtlinie natürlich trotzdem, in dem u. a. die Homepage aktualisiert worden ist.

Prämien für besondere Leistungen
Ein typischer Arbeitstag in dem Acht-Mann-Betrieb beginnt um 7 Uhr mit der Einteilung der Monteure für die jeweiligen Aufgaben – die Koordination größerer Projekte erfolgt natürlich über einen längeren Zeitraum. Gegen 16 Uhr ist Feierabend, wobei die Mitarbeiter nicht vor Überstunden scheuen, berichtet Olsen. Seine Fachkräfte lobt der Geschäftsführer ebenso in den höchsten Tönen wie das Betriebsklima. „Trotz der Arbeitsbelas­tung ist die Stimmung top.“ Dazu sollen Schulungen bei Fachpartnern, Betriebsfahrten, Grill­abende im Sommer oder die Weihnachtsfeier beitragen. Und: „Für besonders gute Leistungen werden auch Prämien ausgezahlt.“
Eine weitere gute Nachricht steigert die Stimmung noch: Nach monatelanger Suche ist ein zweiter Auszubildender gefunden worden. Er bewarb sich, nachdem er einen Beitrag über Joscha Kersting im Radio gehört hatte. Kersting schilderte einem Sender seine Tätigkeit und soll bei Renzing im Anschluss an seine Ausbildung als Anlagenmechaniker übernommen werden. Der neue Azubi wurde so auf den Betrieb aufmerksam, stellte sich vor und arbeitet seit September in der Firma. Zwei echte Glücksfälle.

Taifun-Branchensoftware
Für die jungen Mitarbeiter wird die Digitalisierung im Handwerk eine Zukunftsaufgabe sein. Erste Schritte hat Olsen bereits nach der Firmenübernahme eingeleitet. Digitale Tools werden dort eingesetzt, wo sie eine Arbeitserleichterung versprechen. Im Büro nutzt der 29-Jährige die Taifun-Branchensoftware, ein System, das betriebswirtschaftliche Prozesse vereinfacht – angefangen von Angeboten und Rechnungen über die Buchhaltung bis hin zu Vorarbeiten für den Steuerberater. Smartphones gehören längst zum Equipment der Monteure, erste Tablets sind ebenso im Einsatz. Auch Apps der Hersteller werden genutzt – zur Fehlerdiagnose, Problembehebung oder Materialbestellung.
Ein Anruf und der Feierabend muss verschoben werden. Noch schnell ein gemeinsames Foto mit Urgestein Jörg Groth­stück, der seit 45 Jahren im Dortmunder Unternehmen beschäftigt ist, dann muss Björn Olsen zum nächsten Termin. Unvorhersehbar. Die Stahlwerke rufen – ein Rohrschaden. „Das Geschäft muss halt laufen“, so der Jungchef. „Und das rund um die Uhr.“

Bilder: IKZ

www.renzing.com

 

Daten und Fakten
Geschichte: Das Unternehmen existiert seit mehr als 100 Jahren und trägt seit 1989 den Firmen­titel Renzing. Björn Olsen, jetziger Inhaber, leitet es in vierter Generation. Er ist seit April 2016 Inhaber des Betriebes.
Kerngeschäft: Sanitär, Heizung, Maschinenbau.
Mitarbeiter: Acht (sechs Monteure, zwei Bürokräfte).
Auszubildende: Zwei.
Besonderheit:
Der traditionelle Handwerksbetrieb wirbt mit folgenden Referenzen: Betreuung von Privatkunden; Bäder aus einer Hand; Betreuung von Industriekunden; Prozessbeteiligte an der Fertigung von Beschichtungsmaschinen für das In- und Ausland; Dienstleister für renommierte Hausverwaltungen; Dienstleister für Unternehmen in der internationalen Stahlindustrie.

 

 

 

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:29:58 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_22_1_6072ae4283.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_22_1_4f60befa3a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/22_1.jpg
news-27124 Moderner Wohnkomfort, wo einst exerziert wurde https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/moderner-wohnkomfort-wo-einst-exerziert-wurde/ Auf einem ehemaligen Kasernengelände in Trier wurde ein Châlet in ein Wohnkomplex mit einem Komplettsystem aus Fußbodenheizung und KWL umgebaut  

Trier war lange Zeit ein traditioneller Militärstandort – mit zeitweise rund 15000 stationierten Soldaten sogar die zweitgrößte französische Garnisonsstadt nach Paris. Ab 1999 jedoch wurden die Areale der zivilen Nutzung übergeben: Es entsteht auf dem ehemaligen Kasernengelände Castelnau ein neues Wohnquartier. Die Beheizung und die Be- und Entlüftung der Wohnungen stellt das Komplettsystem „Airconomy“ von Schütz sicher.

Die gesamte Planung umfasst ein Gebiet von 340 000 m2, das von der Gesellschaft für urbane Projektentwicklung, der EGP GmbH, nach und nach erschlossen wird. Viel Wert legten die Projektentwickler aber auch auf die Bestandserhaltung: Unter den ehemaligen Kasernengebäuden stach dabei von Anfang an das sogenannte Châlet heraus – mit dem nostalgischen Charme der Gründerzeit. Ein Kleinod mit exponierter Lage auf den Hangterrassen mit Blick über das Moseltal, das heute 26 modernen Eigentumswohnungen Raum gibt.
Das Châlet wurde für eine reine Wohnnutzung auf 2000 m2 über vier Geschosse mit 26 Wohnungen bis 2016 generalsaniert. Ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug gliedert das Gebäude im Kern. Die Technikräume befinden sich im Erdgeschoss. Dies sollte auch der einzige Ort bleiben, an dem die Haustechnik sichtbar wird.
Gleichzeitig bestanden die Anforderungen nicht nur darin, ein behagliches Raumklima mit modernem Wohnkomfort für alle Bewohner sicherzustellen. Darüber hinaus sollten auch alle Räume jeweils individuell hinsichtlich Wärmebehagen und Luftqualität gesteuert werden können, um jeder momentanen Raumnutzung gerecht zu werden. Im Winter beispielsweise benötigen die Räume auf der Nordseite deutlich mehr Heizleistung als auf der Südseite. Hinzu kommt das tageszeitabhängige, individuelle Behaglichkeitsempfinden der Bewohner. Die Wahl fiel auf das System „Airconomy“ vom Unternehmen Schütz in Selters, „da es eine Warmwasser-Fußbodenheizung mit kontrollierter Be- und Entlüftung und Wärmerückgewinnung kombiniert“.
Das Komplettsystem „Airconomy“ beheizt den Raum über eine Flächenheizung und führt zusätzlich gefilterte Außenluft unter den Heizrohren in das Gebäude. Das Systemmodul dient dabei als Wärmeübertrager und bringt die Frischluft auf die gewünschte Raumtemperatur. Die Geometrie des Systemmoduls „sorgt für eine sehr leistungsstarke Schalldämpfung“ und erfüllt darüber hinaus auch „alle Anforderungen, die aufgrund steigender Sensibilität durch Allergien und Hygiene“ entstehen. „Airconomy“ versorgt in Castelnau die 26 Wohnungen des Châlets je nach Größe mit Frischluft zwischen 90 m3/h und 160 m3/h.
Lediglich Luftaustrittsschlitze im Bodenbelag an den Fenstern verraten das Vorhandensein von Haustechnik. Die Systemkomponenten, insbesondere die Ka­nalleitungen für Außen- und Fortluftführung, sollten unauffällig ins Gebäude integriert werden. Die Luftkanäle in einer abgehängten Decke zu verlegen war unmöglich, da der Altbaucharakter der hohen Räume nicht beeinträchtigt werden durfte. Schütz entwickelte daher neue Flachkanäle, die im eigenen Hause gefertigt werden. Speziell zur Integration in die Bodenkonstruktion konzipiert, weisen die dampfdicht isolierten Flachkanäle eine geringere Bauhöhe von 85 mm auf. So ließen sich die Flachkanäle in den 22,5 cm hohen Bodenaufbau integrieren. „Das moderne Lüftungs- und Heizsystem vermeidet so Verluste in der Raumhöhe und sorgt unauffällig für frische Luft sowie eine angenehme Raumtemperatur“, zieht Schütz das Resümee.

Bilder: Schütz GmbH & Co. KGaA / Madjid Asghari

www.airconomy.net

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:18:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_40_a327e81107.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_40_17edfad07c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_18/40.jpg
news-27281 Probenahmen vertraglich fixieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/probenahmen-vertraglich-fixieren-1/ Das eigene Gewerk absichern gegen unberechtigte Vorwürfe  

Mikrobielle oder chemische Grenzwertüberschreitungen kommen selbst in fachlich korrekt ausgelegten und handwerklich sauber erstellten Trinkwasser-Installationen vor. Oft liegt es an den Betriebsbedingungen, die unmittelbar nach der Übergabe vorgelegen haben. Stagnation fördert bekanntlich Bakterienwachstum und die Migration von Metallionen ins Trinkwasser. Mitunter liegt die Ursache der Überschreitungen aber auch in mikrobiologisch kontaminierten Bauteilen. Den Nachweis zu führen ist nicht einfach. Besser ist es, vorzubeugen – auch im Sinne des Auftraggebers.

Wasser muss fließen, und zwar an jeder Entnahmestelle. Dieser Grundsatz gilt generell ab dem Zeitpunkt, wo die Installation mit Trinkwasser befüllt wird. Also beispielsweise auch schon nach einer „nassen“ Druckprobe oder bei einer trockenen Dichtheits- und Belastungsprobe nach dem ersten Befüllen. Das Wasser wieder abzulassen ist keine Lösung. Die in der Trinkwasser-Installation verbleibenden Restwässer führen in Verbindung mit dem eindringenden Luftsauerstoff zu verschiedensten Korrosionsformen am Rohr oder an den Verbindern – selbst bei Edelstahl. Und auch Bakterien vermehren sich in diesen „Feuchtigkeitsnestern“.
Es ist daher dem Fachhandwerker anzuraten, so spät wie möglich die Installation mit Trinkwasser zu befüllen, denn es können erhebliche Aufwendungen entstehen, wenn seine Mitarbeiter regelmäßig alle Entnahmestellen eines Gebäudes bis zur Übergabe spülen müssen. Das ist in der Tat erforderlich, denn erst nach der Übergabe ist der Betreiber (und später der Nutzer) für den bestimmungsgemäßen Betrieb verantwortlich.

Was heißt das für die Praxis?
Die VDI-Richtlinie 6023 sieht einen bestimmungsgemäßen, hygienischen Betrieb als gegeben an, wenn alle 72 Stunden ein vollständiger Wasserwechsel in der Trinkwasser-Installation über alle Entnahmestellen – vom Ausgussbecken bis hin zum WC – erfolgt. Also alle drei Tage. Dabei müssen grundsätzlich alle Leitungsabschnitte vom Keller bis zur Dachzentrale erfasst und der Wasserinhalt vollständig und mit ausreichend hoher Fließgeschwindigkeit ausgetauscht werden. Nur wenn nachweislich einwandfreie mikrobiologische Bedingungen vorliegen, kann dieser Wasseraustausch auch erst nach 7 Tagen erfolgen. So wird die Brücke zur DIN EN 806-5 geschlagen, die weniger strenge Vorgaben macht. Gefordert ist dort ein Wasserwechsel alle 7 Tage.
Bei hygienisch sensiblen Anlagen hat sich der vorsorgliche Einbau von Spülstationen etabliert, die unabhängig von der tatsächlichen Nutzung einen regelmäßigen Wasserwechsel gewährleisten sollen. Doch am Ende einer Versorgungsleitung angebracht, reicht das in der Regel eben nicht aus, um den Erhalt der Wassergüte im Gebäude zu gewährleisten. Armaturen mit Spülautomatik bieten sich an, doch sie müssen dann auch bereits betriebsbereit sein, wenn die Roh-Installation mit Wasser befüllt wird. Beim manuellen Spülen stellt sich die Frage, ob wirklich alle Zapfstellen ausreichend lange und intensiv gespült werden? Diese Frage wird wohl in den meisten Fällen mit einem „Nein“ beantwortet werden.
Unabhängig von der sanitärtechnischen Ausstattung gilt die Forderung: Wenn eine neu erstellte Immobilie nicht komplett genutzt wird, ist ein Wasserwechsel in den unbewohnten Wohn- oder Nutzungseinheiten notfalls manuell herbeizuführen. Die Praxis sieht indes leider anders aus. Das ist bekannt. Bekannt ist aber auch, dass es ohne Wasserwechsel keine Deckschichtbildung gibt und sich Keime und Bakterien dauerhaft im Rohrsystem ansiedeln können.

Was tun, wenn?
Kommt es zu Grenzwertüberschreitungen, ob mikrobiell oder chemisch, so stellt sich die Frage nach den Ursachen – und wer sie zu verantworten hat. Der Nutzer, weil er die Installation nicht bestimmungsgemäß genutzt oder zumindest vollumfänglich gespült hat? Oder der Planer, weil er falsch dimensioniert oder ungeeignete Werkstoffe ausgeschrieben hat? Oder gar der Fachhandwerker, weil er abweichend von den allgemein anerkannten Regeln der Technik installiert hat? Möglicherweise trägt aber auch die Industrie Schuld, weil mikrobiologisch kontaminierte Bauteile wie Wasserzähler, Druckerhöhungsanlagen oder Armaturen ausgeliefert wurden. Im Nachgang stellt sich die Ursachenforschung als teures und langwieriges Unterfangen dar. Nicht zu vergessen die Kollateralschäden durch Nutzungsausfall oder Mietminderungen. Das gilt es zu vermeiden.

Hygienestandards vertraglich fixieren
Experten empfehlen deshalb, zum einen bereits in den Vorbemerkungen zum Leistungsverzeichnis oder im Angebot die vom Auftraggeber gewünschten Hygienestandards in Sachen Installation und Inbetriebnahme aufzunehmen. Dazu gehört auch die Aufklärung über den geforderten bestimmungsgemäßen Betrieb. Zum anderen sollten sämtliche Leistungen in diesem Zusammenhang, also beispielsweise eine trockene Dichtheits- und Belastungsprüfung oder die mikrobiologischen Untersuchungen bei der Übergabe der Trinkwasser-Installation, gesondert ausgeschrieben und mit einem festen Zeitfenster versehen werden. Nur so wird dem SHK-Fachbetrieb als Auftragnehmer eine seriöse Kalkulation dieser je nach Anlagenumfang und Gebäudegröße mitunter sehr aufwendigen Leistungen ermöglicht. Auch der Abschluss eines Wartungsvertrags sollte bereits von Beginn an mit aufgenommen werden. Der Auftraggeber hat dadurch von Anfang an volle Kostentransparenz und die Sicherheit, dass die Trinkwasser-Installation optimal betreut wird.

Schlussbemerkung
Die erweiterten Probenahmen gemäß Trinkwasserverordnung vom 9. Januar 2018 werden verstärkt technische oder betriebliche Schwachstellen in Installationen aufdecken. Seit Jahresbeginn sind beispielsweise Untersuchungen auf Legionellen frühestens nach 3 Monaten und spätestens 12 Monaten nach der Inbetriebnahme eines Gebäudes Pflicht, wenn es Großanlagen zur Trinkwassererwärmung aufweist und dort Trinkwasser vernebelt wird, wie z. B. in Duschen. So steht es im § 14b. Diese Untersuchungen werden mikrobiologische Risiken verstärkt aufdecken, aber auch zeigen, dass fachgerecht geplante, erstellte und betriebene Installationen zu jedem Zeitpunkt einwandfreies Trinkwasser an jeder Entnahmestelle zur Verfügung stellen können. Und das unabhängig davon, ob sie mit T-Stück, Ring- oder Reihenleitungen angeschlossen sind. Denn Wasser muss fließen – das „Wie“ ist aus Sicht der Hygiene von untergeordneter Bedeutung.

 

Nachgefragt
Dr. Peter Arens leitet das Produktmanagement beim Armaturenhersteller Schell in Olpe. Im Interview mit der IKZ äußert sich der Trinkwasserexperte zu den Empfehlungen der VDI 6023 und gibt eine Einschätzung zu der vom TÜV Süd geäußerten Kritik zur trockenen Dichtheitsprüfung.

IKZ-HAUSTECHNIK: Experten empfehlen, bereits in den Vorbemerkungen zum Leistungsverzeichnis oder im Angebot die vom Auftraggeber gewünschten Hygienestandards in Sachen Installation und Inbetriebnahme aufzunehmen. Welche Punkte gehören dort mindestens hinein?
Dr. Peter Arens: Die VDI fordert ja bereits seit 2013 den Nachweis einer einwandfreien Wasserbeschaffenheit nach dem Befüllen. In der zugehörigen Tabelle 1 sind auch die notwendigen Parameter aufgelistet. Allerdings sind in dieser Tabelle die Legionellen nicht benannt. Es macht jedoch vor dem Hintergrund der neuen TrinkwV Sinn, diese ebenfalls mit untersuchen zu lassen. Daher sollten sie im Leistungsverzeichnis oder im Angebot benannt werden. Nur so ist man abgesichert, wenn bei der jetzt verpflichtenden Untersuchung auf Legionellen frühestens 3 Monate und spätestens 12 Monate nach der Inbetriebnahme der Technische Maßnahmenwert überschritten wäre – z. B. durch einen Leerstand des Objektes.  Weiterhin sollten die Anzahl der „repräsentativen endständigen Stellen“ für die notwendigen Untersuchungen benannt werden. Denn deren Anzahl beeinflusst maßgeblich die Kosten der Untersuchungen. Auch die trockene Dichtheits- und Belastungsprüfung sollte im Leistungsverzeichnis oder im Angebot aufgeführt sein, sofern diese aus hygienischen Gründen gewünscht wird.

IKZ-HAUSTECHNIK: Für welche Gebäudearten sollten mikrobiologische Untersuchungen im Anschluss an die Übergabe vertraglich fixiert werden?
Dr. Peter Arens: Die VDI 6023 lässt uns da leider kaum Spielraum. Denn diese Richtlinie gilt für alle Trinkwasser-Installationen auf Grundstücken, in Gebäuden und auf Schiffen. Lediglich der Umfang ist leicht erhöht bei medizinischen Einrichtungen – es kommt Pseudomonas aeruginosa hinzu. Es stellt sich daher weniger die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Untersuchungen in kleineren Objekten als vielmehr, wie man die Notwendigkeit dieser Kosten dem Investor vermittelt. Da hilft es, die VDI 6023 und die neuen Anforderungen der TrinkwV zu zitieren. Ergänzend zu diesen rationalen Argumenten kann man gut mit Legionellenfällen aus der Tages- oder Fachpresse inkl. deren Folgen für den Investor argumentieren. Danach sollte er hoffentlich verstehen, dass man ihn und das Image seines Objektes mit diesen Untersuchungen schützt.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Abschließend eine Frage zur Dichtheitsprüfung: Der TÜV Süd hat mit seiner in einigen Fachmedien geäußerten Kritik zur trockenen Dichtheits- und Belastungsprobe für Irritationen und Diskussionen in der Branche gesorgt. Sie sind in vielen Ausschüssen rund um das Thema Trinkwasser aktiv. Wie bewerten Sie derartige Aussagen?
Dr. Peter Arens: Die Aussagen des TÜV Süd haben die Fachwelt überrascht. Die trockene Dichtheitsprüfung ist beschrieben unter anderen in ZVSHK- und BTGA-Unterlagen. Veröffentlichungen hierzu sind mehr als 10 Jahre alt. Ein Anbieter von Rohrleitungssystemen verzichtet nach diesen Prüfungen sogar auf die nasse Druckprüfung! Man muss daher feststellen, dass sich die trockene Dichtheits- und Belastungsprüfung in der Praxis bewährt hat und somit seit Langem zu den a. a. R. d. T. gehört. Gerade in Gebäuden mit medizinischen Einrichtungen wird sie aus hygienischen Gründen bevorzugt eingesetzt. Und es gibt noch einen anderen ganz trivialen Grund dafür, dass sie fachgerecht und sicher ist: Jede Gasinstallation wird trocken geprüft – warum soll also diese Methode grundsätzlich nicht auch bei Trinkwasser-Installationen funktionieren?

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:11:45 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/e/csm_24_f955fed674.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/e/csm_24_22e5f07bfb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/24.jpg
news-27240 SNE 5 t ECO – Kleinspeicher mit elektronischer Regelung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sne-5-t-eco-kleinspeicher-mit-elektronischer-regelung/ Der elektronische Fünf-Liter-Speicher SNE 5 t ECO von Warmwasser-Experte Stiebel Eltron vereint hohe Effizienz mit exzellentem Komfort.  

Bis zu 85 Grad warmes Wasser kann der Kleinspeicher gradgenau bereitstellen und erfüllt so auch hohe hygienische Ansprüche. Per elektronischer Regelung mit LC-Display lässt sich das drucklose Premiumgerät für jeden Einsatzbereich optimieren. Der Kleinspeicher verfügt über verschiedene Zeitprogramme für Anforderungen im Gewerbe oder im privatem Umfeld. Darüber hinaus kann mit einem Tastendruck die stromsparende ECO-Option mit gleichzeitiger Hygienefunktion aktiviert werden. Dank der hochwertigen EPS-Wärmedämmung entstehen nur geringe Bereitschaftsenergieverbräuche (0,2kWh / 24h bei 65° C). Auch der SNE 5 t ECO bietet die von Stiebel-Eltron-Kleinspeichern bekannte antitropf- und thermostop-Technologien: Tropfende Wasserhähne und unerwünschte Wärmeverluste über die Armatur werden so vermieden. Zusätzlich kann eine untere und obere Temperaturbegrenzung frei gewählt werden und bietet somit auch in Verbindung mit der Sperrmöglichkeit des Displays einen hohen Verbrühschutz.  
Der Kleinspeicher wird einfach an einer Standard-Schutzkontaktsteckdose angeschlossen, ein Kabeldepot auf der Geräterückseite sowie die bewährte Profi-Rapid-Installationstechnik gewährleisten eine schnelle und einfache Montage. Für den Fachwandwerker wurde eine zeitsparende Schutzleiterprüfung nach DGUV3 über einen patentierten Prüfkontakt integriert.
Der SNE 5 t ECO ergänzt das erfolgreiche Kleinspeicherprogramm aus dem Hause Stiebel Eltron rund um den SNU.

www.stiebel-eltron.de

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:09:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_SNE_5_t_ECO_Milieu_10_15_6c148a60fc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_SNE_5_t_ECO_Milieu_10_15_e4e990dc37.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/SNE_5_t_ECO_Milieu_10_15.jpg
news-27225 Kohleausstieg kein Schreckgespenst https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kohleausstieg-kein-schreckgespenst/ Eine Verringerung der Kohleverstromung um zwei Drittel bis 2030 wird sich bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 % kaum auf die Strompreise auswirken. So lautet das wichtigste Ergebnis einer Modellierung der beiden energie- und klimapolitischen Hauptziele der Bundesregierung im Auftrag der Denkfabrik Agora Energiewende.  

Die Börsenstrompreise werden um durchschnittlich 0,4 Ct/kWh steigen, wenn die Leistung der Kohlekraftwerksflotte bis 2030 um zwei Drittel reduziert wird und damit auf ein Niveau sinkt, das nötig ist, um die Klimaschutzziele 2030 für den Energie- und Industriesektor zu erreichen. Normale Stromverbraucher würden wegen des beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien zwar eine um 0,5 Ct/kWh höhere EEG-Umlage zahlen müssen. „Diese wird durch die sinkenden Preise an der Strombörse jedoch weitgehend kompensiert, so dass sich die Strompreise für private und gewerbliche Verbraucher nur wenig ändern dürften“, prognostiziert Frank Peter, stellvertretender Direktor bei Agora Energiewende.

Thema Kohlestrom-Import
Ein parallel zur schrittweisen Verringerung der Kohleverstromung geführter Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 % am Stromverbrauch würde auch bedeuten, dass Deutschland weiterhin Stromexporteur bleibt. Die wegfallenden Kohlestrommengen würden fast eins zu eins durch erneuerbare Energien im Inland ersetzt. Kohle- und Gaskraftwerke im Ausland kämen daher durch einen deutschen Kohleausstieg nicht häufiger zum Zug, so die Kurzstudie.

Halbierung der Emissionen
Eine Reduzierung der Leistung der deutschen Kohlekraftwerke von heute 46 GW auf 16 GW bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 % würde dazu führen, dass der Stromsektor im Jahr 2030 noch 186 Mio. t CO2 emittiert. Das liegt am oberen Limit des Zielkorridors für die Treibhausgasemissionen des Stromsektors. Dieser erlaubt Emissionen in Höhe von 180 – 186 Mio. t CO2 jährlich. Derzeit stoßen die deutschen Kraftwerke jährlich 332 Mio. t CO2 aus.

Smart Grid und Speicherkapazität ausbauen

„Die im Koalitionsvertrag vereinbarten energie- und klimapolitischen Ziele können also sowohl die Klimafreundlichkeit als auch die Bezahlbarkeit der Stromversorgung sichern“, sagt Peter. „Um die Versorgungssicherheit auch bei einer Dunkelflaute zu gewährleisten, wird Deutschland noch einige GW hochflexibler Gaskraftwerke bauen müssen. Auch müssen wir mehr Lastflexibilität anreizen.“

Die Analyse „65 Prozent Erneuerbare bis 2030 und ein schrittweiser Kohleausstieg –Auswirkungen der Vorgaben des Koalitionsvertrags auf Strompreise, CO2-Emissionen und Stromhandel“ steht zum kostenfreien Download unter www.agora-energiewende.de zur Verfügung.

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm__KW41_kohleausstieg1_80c170307f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm__KW41_kohleausstieg1_6688cec11e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2018_News/_KW41_kohleausstieg1.jpg
news-27266 Von Innovationen inspirieren lassen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/von-innovationen-inspirieren-lassen/ Die Digitalisierung in Gebäuden ist ein Schwerpunkt der Fachmesse GET Nord. Ein Besuch lohnt, um sich fit zu machen für die Zukunft  

Häuser, die Strom produzieren? Energiesysteme, die mitdenken? Gebäude der Zukunft sind intelligente Alleskönner – multifunktional, energieeffizient und nutzerfreundlich zugleich. Wer sich über Smart Buildings informieren möchte, für den gehört die GET Nord, die vom 22. bis 24. November 2018 zum sechsten Mal auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress stattfindet, zum Pflichtprogramm.
Längst hat die Digitalisierung auch den Gebäudesektor erreicht: Laut einer Studie des eco – Verband der Internetwirtschaft und des Beratungsunternehmens Arthur D. Little wurden in 2017 hierzulande 1,3 Mrd. Euro in Smart-Home-Lösungen investiert. Bis 2022 soll der Umsatz um 26,7 % auf 4,3 Mrd. Euro steigen. Davon fließt der größte Teil (30,2 %) in das Segment Energiemanagement, gefolgt von Anwendungen für die Licht- und Fenstersteuerung (27,9 %). Platz 3 belegen Sicherheitstechniken und Zugangskontrollen (18,6 %). Zudem geht das Marktforschungsinstitut Trendresearch davon aus, dass in 2025 etwa die Hälfte der beheizten Nichtwohngebäude in Deutschland durch Sanierungen und Neubauten mit Smart-Building-Elementen ausgestattet sind. Überdies wird dann jeder durchschnittlich vernetzte Mensch täglich 4800-mal in irgendeiner Form mit vernetzten Geräten interagieren, prophezeit das IT-Marktbeobachtungshaus IDC. Das Marktpotenzial digitaler Gebäudelösungen ist demnach enorm.
Den Überblick behalten
Die GET Nord begleitet diese Entwicklung proaktiv und bietet in den Hallen B4 und B5 einen Überblick über zukunftsweisende Gebäudesystemlösungen und innovative Smart Building-Technologien. Außerdem stellen namhafte Anbieter aus der Gebäudeleittechnik ihre Produkte vor. In Halle B6 steht bei der Heizungsindus­trie ebenfalls die Digitalisierung im Fokus. Bis zu 15 % Energieeinsparung lassen sich laut einer Studie, die das ITG Dresden im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) durchgeführt hat, durch die Digitalisierung der Heiztechnik realisieren. Daneben bietet die digitale Heizung dem Anwender ein Plus an Komfort, denn sie lässt sich bequem über das Smartphone oder das Tablet steuern, auch von unterwegs. Die Digitalisierung ermöglicht darüber hinaus auch den Einsatz von Home Energy Management Systems (HEMS). Neben einer Wärmepumpe bestehen solche Systeme zum Beispiel aus einer PV-Anlage, einem Batteriespeicher, einer Ladestation für das E-Auto und einem Wärmespeicher. Ein digitaler Energiemanager steuert das Zusammenspiel zwischen Erzeugern und Verbrauchern und sorgt so für optimale Effizienz und einen hohen Autarkiegrad des Gebäudes. Auch solche Ansätze werden auf der GET Nord präsentiert. Zudem werden zahlreiche Anbieter von Solarlösungen präsent sein und Einblicke geben, wie Gebäude zu Sonnenstromproduzenten werden können und welche Speichermöglichkeiten es gibt.
Antworten auf Zukunftsfragen
Wer die Messe besucht, dem ist außerdem der Besuch des IT-Forums und des Planungs-Forums zu empfehlen. Dort werden Zukunftsfragen für die am Bau beteiligten Branchen diskutiert, etwa was Building Information Modeling (BIM) für Architektur und Handwerk bedeutet, welche Anforderungen an die Cyber-Sicherheit von Smart-Building-Lösungen gestellt werden und wie sich diese auf den Gebäudebetrieb auswirken.
Fest steht: Die digitale Transformation verändert nicht nur die Gebäudetechnik, sondern auch Berufsbilder und Tätigkeitsfelder. Mit ihren Foren bietet die GET Nord eine gute Gelegenheit für Handwerk, Industrie, Handel, Planer und Architekten, den digitalen Wandel gemeinsam proaktiv zu gestalten und miteinander in das Gespräch zu kommen.

www.get-nord.de


GET Nord in Kürze
Im Mittelpunkt der Fachmesse, die die Bereiche Elektro, Sanitär, Heizung und Klima vereint, steht die Digitalisierung innerhalb von Gebäuden und das Ineinandergreifen der verschiedenen Gewerke. Vom 22. bis 24. November 2018 präsentieren auf 60 000 m² rund 550 Aussteller ihre Lösungen und Produkte zu den Schwerpunktthemen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Energiemanagement sowie Gebäudesystemtechnik und -ausstattung. Zudem erwartet die Besucher ein vielseitiges Rahmenprogramm, bestehend aus Sonderschauen, Fachforen und diversen Aktionen, darunter die Verleihung des Architektur-Awards.

 

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Fri, 12 Oct 2018 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_ID028001_5ba0998ec1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_ID028001_affba4314d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/0218/ID028001.jpg
news-27280 Aktuelle Designs und neuer Komfort für Waschtischkeramik https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/aktuelle-designs-und-neuer-komfort-fuer-waschtischkeramik-1/ Markttrends rund um Waschtischanlagen  

Der Waschtisch ist der Dreh- und Angelpunkt im Bad. Das kommt nicht von ungefähr: Er ist der meistbenutzte Ort im Bad und steht morgens wie abends im Fokus. Kein Wunder daher, dass es sich bei der Absicht, mehr Komfort zu gewinnen, oder bei einer in erster Linie design-orientierten Maßnahme vor allem um die Waschtischanlage drehen wird. Die folgende Übersicht stellt einige Neuheiten vor und versucht eine Einordnung in gestalterische Kategorien, die bei der Badplanung Orientierung geben.

Der Trend geht weiterhin zur dünnwandigen Keramik, das belegt eine ganze Reihe von Neuvorstellungen der Badkeramikhersteller von der zurückliegenden ISH und den Frühjahresmessen SHK Essen und IFH/Intherm in diesem Jahr. Zugleich zeichnet sich ein leichtes Übergewicht der Zahl neuer Aufsatzschalen und Aufsatzwaschtische gegenüber den Varianten für den Einbau oder Unterbau ab, wobei sich das Design vielfach für die Optik der „abgerundeten Ecken“ oder für das Oval entscheidet. Der langjährige Trend zur streng geradlinigen
Geometrie, mit anderen Worten zum rechtwinkligen Aufsatzbecken mit senkrechten Seiten, erfährt gerade eine sanfte Wendung. Das mag zum einen darin begründet sein, dass sich manche Hersteller mit der Flut offener „Keramik-Boxen“ optisch austauschbar fühlten, zum anderen ist im Design vieler Alltagsprodukte bis hin zum Wohnen die organisch gerundete Form populär. Die dänische Designerin Cecilie Manz bekennt sich in ihrem Design der Serie „Luv“ für Duravit ganz bewusst zum Oval: „Ich hatte bei meinem Entwurf für Duravit von Anfang an das Bild einer mit Wasser gefüllten Schale vor Augen.“ Nur konsequent, dass sich die 2017 eingeführte Serie auf die Aufsatz-Installation konzentriert. Die dünnwandigen Schalen gibt es in drei Größen, mit oder ohne eingearbeiteter Hahnlochbank.
Aufsatzbecken – ob nun Schale oder abgerundet rechteckig – bieten dank ihrer starken optischen Präsenz gegenüber der Einbau- oder Unterbauvariante zugleich Spielraum für den Designer, um aus der sichtbaren Wand der Schale gestalterisch „etwas zu machen“: z. B. die feine gerippte Oberfläche der Waschtisch-Serie „Sonar“ von Laufen. Bei dieser Neuheit aus der Feder der spanischen Star-Designerin Patricia Urquiola verbinden sich die geometrischen Grundformen wie Kreisbogen und rechter Winkel mit einer zum Berühren einladenden Textur: Das dünnwandige Becken wölbt sich im Halbkreis dem Benutzer entgegen und spielt dabei mit Licht und Schatten auf den strukturierten Außenflächen, während das Design zur Rückseite in ein Rechteck übergeht. „Sonar“ gibt es auch für die Wandmontage mit Hahnlochbank und frei stehend mit integrierter Säule. Die Aufsatz-Schalen sind auch mit glatter Oberfläche erhältlich.

Aufsatzbecken und -schalen spielen mit optischen Effekten
Gerade mit den Keramikneuheiten für die Aufsatzmontage wird der Spielraum für eine individuelle Lösung bei der Badplanung größer: Denn wie der Begriff schon nahelegt, werden Aufsatzschalen und -waschtische auf etwas montiert, das im ersten Schritt vielfältige Möglichkeiten für den Planer und die Individualisierung ganz im Sinne des Kunden bietet. In vielen Fällen wird das Aufsatzbecken oder die Schale mit einem Waschtischmöbel oder einer Konsole aus dem betreffenden Programm des Keramikherstellers kombiniert, aber auch die Maßanfertigung ist eine Option, die beispielsweise eine präzise Nischenlösung erlaubt oder mit dem Material genau den Geschmack des Kunden trifft – z. B. in Holz, Naturstein, Quarzstein. Die erwähnten Aufsatz-Schalen „Sonar“ von Laufen beispielsweise bieten als optische Besonderheit die auskragende Montage über die Vorderkante, mit anderen Worten: Das Keramikbecken ragt ins Bad hin­ein, was dem Waschplatz einen besonderen Akzent verleiht. Aber man muss nicht unbedingt die Grenzen der Waschtischkonsole überschreiten, um dem Platz am Wasser besonderen Charakter zu verleihen: Die neue Premium-Serie von Villeroy & Boch, „Antheus“, präsentiert sich in erster Linie zwar als ein weiteres recht­eckiges Aufsatzbecken, aber der Clou steckt im Detail. Und im Unterbau: Wählen kann der Badkunde ein ausdrucksstarkes Edelstahlgestell mit geschwungenen Füßen, das mit seiner Untertisch-Ablage den traditionellen Platz für Badutensilien am Waschtisch bietet. Die Keramik sticht mit ihren facettierten Beckenkanten ins Auge, worin der Designer Christian Haas ein Detail aus der Formensprache des „Art déco“ neu interpretiert. Die äußerlich kubische Form verbindet sich mit fließend weichen Innenflächen und steht für das elegante Bad. Die Aufsatzbecken „Antheus“ sind natürlich auch ohne Gestell zu haben.
Das optisch prägnante Thema Metallgestell nimmt auch eine Neuentwicklung aus Italien auf: „Milano“/„Narcisco“ vom italienischen Hersteller Cielo. Die Neuheit ist in der großen Ausführung genau genommen mehr als ein Waschtisch. Sie bietet auch Platz für die Schönheitspflege, angedockt an einen kubistischen Waschtisch mit Metallfüßen plus wahlweise Untertisch-Container für Utensilien. Das Ensemble ist insofern überraschend, da regelmäßig vom Bad als Beauty-Spa und Refugium die Rede ist, aber am Waschplatz nicht immer an die Umsetzung im Detail gedacht wird. Hier bietet „Narcisco“ eine Lösung – eine in das Waschtischmöbel integrierte Box mit Kosmetikspiegel und Ablagen, verbunden mit einem Unterschrankmöbel. Das Ganze wird mittels der Aufhängung im Gestell luftig gelöst und ist wahlweise auch frei aufstellbar.

Klare Linien und Details
Für den Badkunden, der am Waschplatz mit klaren Linien ein Stil-Statement setzen möchte, hat Grohe sein Sortiment seit der ISH 2017 um Badkeramik ergänzt, und zielt nicht zuletzt mit der klaren Linie „Cube“ auf den designorientierten Privatkunden. Zwei weitere Grohe-Keramiklinien, „Bau“ und „Euro“, richten sich vor allem an das Objektgeschäft. Wer für das Waschbecken auf pure Formgebung Wert legt, für den bieten ferner die zur Messe SHK Essen 2018 präsentierten Keramag „VariForm“-Waschtische geometrische Lösungen. Rund, oval oder elliptisch passen die Formen und Einbauvarianten praktisch in viele Einbausituationen, ob im Neubau oder in der Sanierung. Der Hersteller spricht von 49 Varianten, Einbau-, Unterbau- und Aufsatzwaschtische, wahlweise mit und ohne Hahnlochbank. Der schlanke Rand greift die Nachfrage nach dünnwandigen Schalen auf, die großzügige Beckentiefe bietet Ergonomie und Vielseitigkeit am Waschtisch – auch für das Stauen von Wasser. Ein optisches Unterscheidungsmerkmal ist die Schattenfuge, die bei der Variante Aufsatzbecken für eine leicht „schwebende“ Optik der Schale sorgt.
Dieses optisch reizvolle Detail findet sich auch bei den neuen Aufsatzwaschtischen „Inspira“ des spanischen Herstellers Roca, die es in drei Designlinien gibt: „Round“ (kreisrund), „Soft“ (abgerundetes Rechteck) und „Square“ (eckig). Die Variante zum Halbeinbau sitzt dagegen bündig auf dem Möbel oder der Waschtischplatte. „Inspira“ bietet neun Aufsatz- und Halbeinbaubecken sowie drei rechteckige, wandhängende Waschtischvarianten, die auch mit Unterschränken aus derselben Kollektion kombiniert werden können. Die Waschtische und Schalen sind aus dünnem „Roca Fineceramic“ hergestellt. Bei den Badmöbeln der Serie finden sich sowohl Oberflächen in Lack weiß, dunkles Eichenholz als auch Spiegeloberflächen, Letztere für die Türen der Hochschränke.
Neue Aufsatzbecken bietet auch Toto und ergänzt mit „LinearCeram“ seine Auswahl in 4 mm starker Keramik. Die Waschbecken bieten insbesondere in der ovalen Ausführung eine neuartige Optik im Programm des Herstellers, da die Geometrie der Aufsatzschalen nach oben auseinander strebt, also stärker an eine Schüssel erinnert – im Unterschied zu den bekannten vertikalen Außenseiten. Es gibt sie in 40 und 60 cm Breite. Darüber hinaus ist „LinearCeram“ als rechteckiges Aufsatzbecken mit abgerundeten Ecken in 60 cm Breite verfügbar. Der Name der Serie zitiert die von Toto entwickelte Materialmischung mit hohem Härtegrad für filigrane Designkeramik.

Waschtischkeramik und Komfort
Kubistische Formgebung mit abgerundeten Ecken ist ein Dauerthema im aktuellen Design, und der Hersteller Ideal Standard trägt dem Trend mit einer weiteren Serie Rechnung: „Strada II“. Die Kollektion umfasst Wand- und Möbelwaschtische, eckige und runde Aufsatzschalen sowie Einbauvarianten. Die vom Designer Robert Levien entwickelte Neuheit ergänzt die eingeführte Serie „Ipalyss“. Während sich der Beckenrand bei der Aufsatzschale „Ipalyss“ im leichten Bogen nach außen wölbt, ist „Strada II“ konsequent geradlinig. Beide Serien bieten wahlweise eine eingearbeitete Hahnlochbank. Dabei steht der Mischer bei „Strada II“ wie gewohnt mittig, sein Platz ist aber leicht abgesenkt, sodass seifiges Wasser beim Benutzen der Armatur automatisch ins Becken abläuft. Eine andere Lösung, wie Schmutzwasser im Becken und nicht auf dem Waschtischrand landet, hat Laufen mit einer Variante seiner Serie „Val“ bereits vor einiger Zeit vorgestellt, dürfte aber nach wie vor wenig bekannt sein: Das Aufsatzbecken gibt es mit einer sogenannten Halbnasszone, sprich: Ablage-Insel innerhalb der Keramik, natürlich aus einem Guss gefertigt. Hier lässt sich z. B. der Nassrasierer ablegen und hinterher alles in einem Schwung klarspülen.
Argumente der einfachen Reinigung betreffen das private Bad und das Objekt gleichermaßen. Dazu stellte der Hersteller VitrA ein Angebot auf der jüngsten SHK Essen vor: Das „Metropole auto­clean“ kombiniert Unterbaubecken, Sensorarmatur und integrierte Beckenspülung. Dieser zusätzliche Wasserstrahl beginnt in einer kaum wahrnehmbaren Rille im oberen Bereich des Unterbaubeckens, verdeckt durch den Ausschnitt der Waschtischplatte. Der dazu notwendige separate Auslass ist mit dem Zulauf der Waschtischarmatur verbunden. Die Spülung mit standardmäßig 1 l Wasser folgt der Geometrie des Beckens, vergleichbar mit einer Wirbelspülung am Zahnarztbecken, und befördert Schmutz und Seifenreste in den Ausfluss. Das Wasser kann mit einem Reinigungsmittel aus einem kleinen Vorratsbehälter gemischt werden, der zur Kombi-Lösung gehört und verdeckt unter der Keramik platziert wird.
Neben dem Aspekt der Pflegefreundlichkeit der keramischen Oberfläche, für die bei den Markenherstellern auch neue Glasuren wie „CeramicPlus“ (Villeroy & Boch), „Wondergliss“ (Duravit), „KeraTect“ (Keramag) oder von Laufen „Clean Coat“ stehen, spielt auch der Benutzerkomfort am Handwaschbecken eine Rolle. Der italienische Hersteller Scarabeo erhielt für seinen Vorschlag, bei „Hung“ die Handtuchreling platzsparend in die Keramik zu integrieren, 2017 den b­e­gehrten iF Design Award. Der kleine Design-Hersteller Ex.T wiederum schlägt bei seinem Keramikbecken „Step“ ein ­herausnehmbares Holzgitter als Abla­ge vor, was dem Waschplatz einen charmanten, natürlichen Charakter verleihen soll.

Autor: Heinz Kaiser, Hamburg

 

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Fri, 12 Oct 2018 07:58:38 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_28_1_824dd68507.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_28_1_7685a38afe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/28_1.jpg
news-27204 Gebhardt-Stahl GmbH: Trockene Lüftungskanäle mit Ablaufstutzen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gebhardt-stahl-gmbh-trockene-lueftungskanaele-mit-ablaufstutzen/ Zur Abführung von Flüssigkeit bzw. Kondensat aus rechteckigen, ovalen und runden Luftleitungen bietet Gebhardt-Stahl Ablaufstutzen in vier Größen an.  

Die korrosionsbeständigen Gewindestutzen mit Anzugmutter lassen sich ohne Schweißen montieren. Die Kanalwand wird beim verschrauben in den Stutzen gezogen und erleichtert so die Flüssigkeitsableitung. Ebenfalls im Programm: ein Messöffnungsverschluss. Er bietet einen einfachen Zugang zum Luftkanal, z. B. für Volumenstrommessungen.

Gebhardt-Stahl GmbH, Runtestr. 33, 59457 Werl, Tel.: 02922 9733 - 0, Fax: -290, info@gebhardt-stahl.de, www.gebhardt-stahl.de

 

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Fri, 12 Oct 2018 07:43:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_FP1809-Gebhardt-Stahl_fc5e846a0b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_FP1809-Gebhardt-Stahl_d9e86286b8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_18_09/FP1809-Gebhardt-Stahl.jpg
news-27195 Novopress GmbH: Presstechnik wird smart https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/novopress-gmbh-presstechnik-wird-smart/ Nachdem im letzten Jahr die erste Pressmaschine mit Bluetooth-Technologie vorgestellt wurde, erweitert Novopress jetzt das Angebot.  

Alle mit Blue­tooth ausgestatteten Pressgeräte können mit der App „Novo­Check“ verbunden werden. Neben der Überprüfung des Gerätezustands kann z. B. das Fahrtenbuch des Pressgeräts ausgelesen werden. Auch Dokumentationen werden aufgezeichnet und lassen sich abrufen.

Novopress GmbH Pressen und Presswerkzeuge & Co. KG, Scharnhorststr. 1, 41460 Neuss, Tel.: 02131 288 - 0, Fax: - 55, info@novopress.de, www.novopress.de

 

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Fri, 12 Oct 2018 07:01:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_I1812-Novopress_05a35189fd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_I1812-Novopress_9453a0d9ae.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_18/I1812-Novopress.jpg
news-27279 Gasnetzbetreiber drücken bei der L-/H-Gas-Umstellung aufs Tempo https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gasnetzbetreiber-druecken-bei-der-l-h-gas-umstellung-aufs-tempo/ Marktraumumstellung: Versorger sind bei der Umrüstung auf Fachhandwerker angewiesen  

Seit Mai 2015 ist in Nord- und Westdeutschland eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgasversorgung im Gange: die Umstellung von L- auf H-Gas. Die Umrüstung der Brenner, Kessel, BHKW, Backöfen und anderer Wärmeerzeuger hat jetzt auch das Rheinland erfasst. Von Düsseldorf über Köln bis Koblenz laufen in bestimmten Netzbezirken die Vorarbeiten. Für das Handwerk könnte das Mitmachen attraktiver werden.

Die Fördermengen von L-Gas („Low calorific gas“) aus deutschen und niederländischen Quellen sinken – das Gas fließt vorwiegend noch nach Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie nach Bremen. Der größte Teil Deutschlands wird bereits seit Jahrzehnten mit H-Gas („High calorific gas“) aus Norwegen, Russland und Großbritannien versorgt. Die sogenannte Marktraumumstellung betrifft etwa 30 % aller in Deutschland mit Erdgas betriebenen Endgeräte. Einen aktuellen Zeitplan, wann welche Region und Gemeinde berücksichtigt wird, kann im Internet (www.fnb-gas.de) eingesehen werden.

Umstellung durch geschulte Fachkräfte
Wer wickelt die Umstellung ab? Die Verantwortung liegt bei den örtlichen Netzbetreibern. Durchgeführt wird sie von Dienstleistern aus der Mess- und Regeltechnik. Hochkonjunktur soll die Umrüstung zwischen 2022 bis 2025 haben, wenn pro Jahr bis zu 600 000 Wärmeerzeuger überholt werden sollen. 1000 speziell geschulte Fachkräfte sollen laut dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Bundesnetz­agentur Komponenten an Brennwertthermen, Kesseln, BHKWs und (gewerblichen) Backöfen überprüfen und wechseln. Ob die Personalkalkulation erreicht werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen, denn es fehlen noch mindestens 500 Monteure. Das SHK-Handwerk hält sich mit Zusagen zurück. Der Grund: Ein Betrieb müsste Mitarbeiter für die Marktraumumstellung abstellen, um dann mit von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Materialpreisen zu kalkulieren. Angesichts der guten Auftragslage sehen Handwerksfirmen dazu keine Notwendigkeit. Netzbetreiber und Versorger sind aber auf Fachkräfte angewiesen und werben umso mehr für die zu vergebenden Arbeiten.

Bestandsaufnahme notwendig
Für die Anpassung der Gasgeräte ist deren Bestandsaufnahme in den jeweiligen Umstellbezirken notwendig. Sie wird zumeist ein Jahr vor dem Umstellzeitpunkt durchgeführt. Dabei erfolgt eine Funktionsüberprüfung inklusive Abgasmessung für jedes Gasgerät, um etwaige Mängel im Vorfeld der Gasgeräteanpassung zu erfassen. Das Ergebnis der Bestandsaufnahme – Typ und Anzahl – wird den Herstellern mitgeteilt. Die Industrie muss z. B. wissen, wie viele Düsen oder sonstiges Zubehör für welche Geräte produziert und vorrätig sein müssen. Als die Gasumstellung zum Thema wurde, verpflichtete sich die Industrie auf Intervention der Bundesnetz­agentur dazu, die für die Umstellung benötigten Komponenten 30 Jahre lang nachzuliefern.
Was noch fehlt, ist ein professionelles Reklamationsmanagement, auf das sich die Betriebe stützen können. Denn sollte z. B. bei einem 26 Jahre alten Durchlauferhitzer das H-Gas-Düsenrohr installiert sein, kurze Zeit später aber der betagte Wärmeübertrager durchbrennen, könnte der Betreiber glauben, das liege am Düsenrohrwechsel. Muss es erfahrungsgemäß aber nicht. Herbert Kuschel, bei Vaillant mit der Umrüstung betraut, sagt: „Sollten Hersteller schon seit Jahren nicht mehr exis­tieren, dann müssen die Geräte einfach raus. Wir finden es nicht gut, dass ­einige Netzbetreiber, die sich mit dem Endkunden nicht anlegen wollen, für Uraltgeräte von nicht mehr auf dem Markt aktiven, aber auch von nach wie vor aktiven Firmen, Umbausätze von Drittherstellern verwenden. Das ist nicht zulässig. Denn damit erlischt die Bauartzulassung.“ Das habe für etablierte Anbieter, „deren 35-jährige Antiquität mit einer Improvisation pseudo-fit gemacht wird, ernsthafte Konsequenzen“. Die Unternehmen seien zwar schon lange aus der Gewährleistung, ihnen obliege aber eine Produktbeobachtungspflicht.

Verweis auf das Honda-Urteil
Was unter der Produktbe­o­bachtungspflicht zu verstehen ist, erläutert Herbert Kuschel: „Wenn wir wissen, dass ein Gerät von uns – gleichgültig, wie alt es ist – verändert wird und damit nicht mehr der Bauartzulassung entspricht, sind wir aufgefordert, das der Bundesnetzagentur zu melden. Der DVGW ist da anderer Meinung als wir und der BDH. Den Punkt müssen wir deshalb noch mit dem DVGW klären. Unsere Juristen halten das aber für nicht zulässig und verweisen auf das Honda-Urteil.“
Zum Hintergrund: Vor Jahren hatte Honda nicht vor einem Austausch der Lenkerverkleidung eines ihrer Motorräder gegen ein serielles Fremdprodukt gewarnt, das sich für hohe Geschwindigkeiten nicht eignete. Ein Fahrer stürzte und kam ums Leben. Der Gutachter führte den Unfall auf den Umbau zurück. Daraufhin verklagten die Angehörigen den Importeur und Honda. Die Japaner verloren in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof (BGH Az.: VI ZR 65/86) nur deshalb nicht den Prozess, weil zum Zeitpunkt der Auslieferung des Motorrads das Fremdprodukt noch gar nicht auf dem Markt war, folglich keine Warnung hätte ausgesprochen werden können.
Der Bundesgerichtshof hält in seiner Begründung zum Urteil aber ausdrücklich fest: Die Pflicht zur Produktbeobachtung „besteht für Anbieter, um rechtzeitig Gefahren, die aus der Kombinierung ihres Produkts mit Produkten anderer Hersteller entstehen können, aufzudecken und ihnen entgegen zu steuern. Der pharmazeutische Unternehmer, der Arzneimittel in den Verkehr bringt, ist sogar gesetzlich verpflichtet, in der Packungsbeilage … auf Wechselwirkungen mit anderen Mitteln hinzuweisen.“ Hersteller anderer Produkte könnten vor diesem Hintergrund genauso wenig von der Produktbeobachtung freigestellt werden. „Das gilt auch für Kraftfahrzeughersteller“, so der BGH. Und damit gilt es auch für Hersteller von Wärmeerzeugern, ist sich die Heizungsindus­trie sicher.

Zertifizierungs-Möglichkeiten
Zur Bestandsaufnahme: Die Marktraum­umstellung unterteilt sich in drei Aufgabenbereiche – Erfassung des umzurüstenden Bestands, Umstellung sowie stichprobenartige Qualitätssicherung. Der DVGW bietet dazu Kurse an und zertifiziert Teilnehmer entsprechend. Die DVGW-Arbeitsblätter G 676-B1 und G 680 erläutern die formalen, personellen und sachlichen Anforderungen an die Fachunternehmen. Darüber hinaus auch an die Planungsbüros, die Ingenieurdienstleistungen erbringen, wie z. B. Ablauforganisation, Netzgebietseinteilung und Projektmanagement. Die Abrechnung – Pauschale oder nach Aufwand – hängt vom Vertrag mit dem Auftraggeber (Netzgesellschaft) ab. Die Zertifizierung berechtigt zur Teilnahme an der je nach Umfang des Netzes auch europaweiten Ausschreibung der Netzgesellschaften.
Ein Branchenbündnis – „Effizienz­initiative Erdgasumstellung“, gegründet von der Arbeitsgemeinschaft Erdgasumstellung (ARGE EGU) und der Brancheninitiative Zukunft – begleitet die H-Gas-Umrüstung. Es setzt sich unter Einbeziehung aller Marktteilnehmer dafür ein, die H-Gas-Belieferung mit einer Heizungsmodernisierung zu verknüpfen. „Für die Erreichung dieses Ziels sind alle Marktteilnehmer gefragt“, sagt John Werner, Leiter der Abteilung Unternehmensentwicklung & Strategie bei „Zukunft Erdgas“. Er ergänzt: „Wir benötigen eine abgestimmte Kommunikation mit einheitlichen Botschaften aller Akteure: Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber, Vorversorger, die Vertriebe der Stadtwerke und Regionalversorger sowie die Marktpartner aus der Heizgeräteindustrie und dem SHK-Fachhandwerk.“

Gesetzliche Vorgaben
Die Netzbetreiber müssen die Verbraucher nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) auf die H-Gas-Lieferung „in zwei Jahren“ – so die gesetzliche Vorgabe – aufmerksam machen. Sie verwalten folglich die Adressen, stehen zuerst in Kontakt mit L-Gas-Beziehern und können in ihren Anschreiben den Blick des Kunden auf die Konditionen der Gasversorgungsunternehmen lenken. Dagegen gestattet das EnGW der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH z. B. nicht, für einen Vertrag mit dem verschwis­terten Gaslieferanten Stadtwerke Düsseldorf GmbH zu werben und den L-Gas-Bezieher zu animieren, den Abschluss mit seinem jetzigen Versorger zu kündigen. Der Netzbetreiber als regionaler Monopolist muss demnach neutral bleiben, in seine Fernleitungsrohre jeden Gasvertreiber lassen und sich ausschließlich auf den Erdgastransport konzentrieren. Handel und Transport dürfen nicht in derselben Hand liegen (EU-Entflechtung).
Der allgemeine Hinweis der Netzgesellschaft auf die Angebote der Mitglieder der „Effizienzinitiative Erdgasumstellung“ wahrt dagegen die Neutralität. Die Gastransporteure können über diesen Bypass eine Heizungsmodernisierung und somit lukrative Aufträge für das Handwerk generieren. Die Kampagne drückt Modernisierungswilligen Bares in die Hand: Die Heizungsgerätehersteller geben oftmals einen Bonus von 200 Euro. Den stockt der örtliche Gasversorger teils bis auf 400 oder 500 Euro bei einem Wechsel zu ihm als Lieferanten auf. Plus 100 Euro Prämie der Bundesnetz­agentur, sofern es sich bei der Neuinstallation um ein adaptives Modell handelt, das die Erdgasqualität selbst erkennt, sodass kein Umrüster mehr zwecks Düsenwechsel ins Haus muss. Die Bezuschussung kann im Idealfall also bis zu 800 Euro betragen.

Kritik an Kollision
Was durchaus auf Kritik stößt: Das bundesweite Heizungsmodernisierungsprogramm „Raustauschwochen“ von „Zukunft Erdgas“ kollidiert mit der Maßnahme des Fachverbands SHK NRW mit dem Namen „Kesseltausch-NRW“. Beide Aktionen greifen auf die 200 Euro der Hersteller zu, bei beiden muss es eine neue Brennwerttherme sein, in NRW wickelt aber der Handwerker das komplette Geschäft ab. Da der Fachverband NRW die Idee hatte, ist der Zuschuss an die Installation durch einen Innungsfachbetrieb gebunden, was bei einem Organisationsgrad von 92 % aber keine Einschränkung bedeutet. Die Industrie ist von der Zweigleisigkeit wenig begeistert. Auf der einen Seite befürwortet sie den Vertrieb über den traditionellen Partner. Auf der anderen Seite argwöhnt sie, dass angesichts der guten Auftragslage ihre Absatzinteressen nur halbherzig durch die Betriebe wahrgenommen werden.
Zum Erfolg beider Kampagnen lässt sich wenig sagen. Zwischen Rhein und Weser beteilig­ten sich am Kesseltausch 2018 – der genauso wie die „Raustauschwochen“ lediglich in den Monaten außerhalb der Heizsaison stattfindet – laut Auswertung des Fachverbands rund 15 % der Mitgliedsunternehmen, also etwas mehr als 1000 der mehr als 6000 Betriebe. Sie meldeten die Neuinstallation von knapp 4000 Wärmeerzeugern. Eine Aussage darüber, wie viele davon auf den zeitlich begrenzten Zuschuss zurückzuführen sind, lässt die Abfrage nicht zu.

Kein Mischgas
Abschließend noch wichtige Punkte im Überblick:

  • Nach der Umrüstung kann es noch ein Jahr bis zur Belieferung mit H-Gas dauern. Während dieser Spanne sinkt die Geräteleis­tung um etwa 15 % (Unterschied spezifischer Wärmeinhalt L-Gas gegenüber H-Gas). Bei der Umstellung kommt es zu keinem Mischgas. Das H-Gas schiebt das L-Gas wie ein Pfropfen aus den Leitungen heraus.
  • Die Heizkosten werden sich durch den Gaswechsel kaum verändern.
  • Die Fachmonteure passen im Rahmen der Gasumstellung lediglich das Gasgerät an. Eine Wartung und andere Lohnarbeiten dürfen nicht angeboten werden. Die sind und bleiben Aufgabe der Betriebe.
  • Für Unternehmen und Fahrer von Erdgasfahrzeugen besteht in der Regel kein Handlungsbedarf. Der Motor des Fahrzeugs passt sich automatisch an und reguliert das Verbrennungsverhältnis. Erdgasfahrer können weiterhin, wie gewohnt, an der Tankstelle Erdgas tanken. BHKW-Anlagen rüsten die Hersteller selbst um.


Autor: Bernd Genath, Journalist

https://zukunft.erdgas.info/

www.kesseltausch-nrw.de

Erdgas-Marktraumumstellung

  • Was? Die Marktraumumstellung ist ein wesentlicher Baustein im Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur und meint die schrittweise Umstellung des Erdgasnetzes von L- auf H-Gas.
  • Warum? Die Fördermengen vonL-Gas aus deutschen und niederländischen Quellen sinken, wodurch die Umstellung auf H-Gas notwendig wird. Da L- und H-Gas eine unterschiedliche Energiedichte aufweisen, ist es notwendig, die Gasgeräte auf die entsprechende Gas-Art anzupassen.
  • Wo? Die Umstellung betrifft alle Gebiete, in denen zurzeit L-Gas verbraucht  wird, vorwiegend Nord­rhein-Westfalen und Niedersachsen.
  • Wer? Die Verantwortung für die Umstellung liegt bei den örtlichen Netzbetreibern. Sie müssen alle Gasgeräte ihrer Privat- und Geschäftskunden rechtzeitig anpassen.
  • Wann? Die Umstellungszeiten werden von den Fernnetzbetreibern im Netzentwicklungsplan festgelegt. Zwischen 2020 und 2030 sind bis zu 600 000 Geräte pro Jahr anzupassen – insgesamt etwa 7 Mio.
  • Wie? Die Umstellung nehmen zertifizierte Fachunternehmen vor. Die Kosten tragen zunächst die Netzbetreiber, welche diese jährlich zu einem Stichtag weitergeben können (die sogenannte Kos­tenwälzung § 19a, Abs. 1 EnWG).

 

 

 

 

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Thu, 11 Oct 2018 15:35:39 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_34_728f940914.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_34_96ad3d46bf.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/34.jpg
news-27278 Energetisches Traumpaar https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/energetisches-traumpaar/ Wärmepumpe und Flächenheizung bilden ein Traumpaar, weil ein und dasselbe System im Sommer kühlt, im Winter heizt und damit ganzjährig für ein behagliches Raumklima sorgt  

Flächenheizungen sind heute gern gesehen: Über 60 % der neu erstellten Heizflächen in Ein- und Zweifamilienhäusern werden laut Herstellerangaben inzwischen mit diesen Systemen ausgestattet und oftmals mit einer reversiblen Wärmepumpe kombiniert. Wärme­pumpen können bei geringen Betriebskosten mit 1 kWh Energie bis zu 5 kWh Wärme erzeugen und zeichnen sich somit durch eine hohe Effizienz aus.

Eine Faustregel besagt: Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle (Luft, Wasser, Erdwärme) und Wärmeverbraucher (Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung), desto wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe. Aber auch hinsichtlich der Auslegung und Regelung von Flächenheizungen sind einige Punkte zu beachten. Etwa die nach EnEV (Energieeinsparverordnung) konforme Verlegung der Fußbodenheizung in Räumen mit einer Fläche ab 6 m2. Bislang werden die vom Fußbodenheizungsverteiler abgehenden Anbindeleitungen in den Estrich eingebettet. Durch die hier durchlaufenden, häufig mit Dämmhülsen versehenen Zuleitungen bleibt oft nicht genügend Installationsraum, um einen eigenen Heizkreis zu verlegen. Ein bedarfsgerechtes Beheizen des Durchgangsraums ist daher nur bedingt möglich.

Spezielle Lösungen
Allerdings bieten Hersteller inzwischen Lösungen an, um die richtlinienkonforme Verlegung einer Flächenheizung sicherzustellen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Anbindeleitungen im Verteilerbereich mit über die Heizrohre fixierten PE-Streifen zu dämmen. Hiermit lässt sich die Wärmeabgabe der Heizrohre im Verteilerbereich je nach Verlegeabstand, Systemtemperatur und Bodenbelag um bis zu 55 % reduzieren.
Andere neu entwickelte Techniken sollen dagegen nicht nur die Überhitzung kleiner Räume verhindern, sondern auch die Regelung dieser Bereiche erlauben. Etwa das System „x-net connect“ des Herstellers Kermi, bei dem die Zuleitungen ab dem Verteiler in der 30 mm dicken Trittschalldämmebene „connect base“ aus Polystyrol unter dem Estrich geführt werden. Die Minderung der Trittschalldämmung durch die für die Verlegung der Rohre erforderlichen Einschnitte kompensiert die darauf verlegte 6 mm starke PE-Schaumschicht „connect cover“. Die Trittschallwerte entsprechen damit einer unversehrten Platte. Um die Verlegung des Abdeckelements zu erleichtern, ist dieses mit einer selbstklebenden Rückseite ausgestattet. Seit Kurzem ist das Trittschallpolystyrol „connect base“ auch mit einer Dicke von 35 mm lieferbar. Damit lassen sich Trittschallverbesserungen von über 33 dB(A) erreichen, was vor allem im mehrgeschossigen Wohnungsbau Vorteile bietet. Im Türbereich des zu beheizenden Raums werden die Leitungen dann aus der Dämm- in die Estrich­ebene gehoben. So ist es möglich, den Bereich vor einem Heizkreisverteiler mit einem eigenen regelbaren Heizkreis auszustatten.
Auch bei der Systemlösung „Vario Heat Protect“ des Herstellers Uponor werden die Flächenheizungsrohre bis zu den zu beheizenden Räumen in der Dämmebene unterhalb des Estrichs geführt. Hier lässt sich die Oberflächentemperatur in den kritischen Bereichen um 8 K reduzieren und eine unkontrollierte Wärmeabgabe in der Nähe von Heizkreisverteiler und Anbindeleitungen um bis zu 80 % verringern. Das aus einem XPS-Extruderschaum gefertigte Dämmschicht-Verlegesystem setzt sich aus 1200 x 600 mm großen vorgefertigten Verteiler- und Anbindungsplatten zusammen. Die Verteilerplatten weisen ein vorgefrästes Raster für die Leitungsführung von bis zu zwölf Heizkreisen auf. Die Rohrführung zu den zu beheizenden Räumen erfolgt über die Anbindungsplatten. Es ist möglich, das mit der 3 mm dicken Klett-Faltplatte abgedeckte System nahtlos in das Klett-Nassbausystem von Uponor zu integrieren und darüber hinaus mit einem DIN 4109 konformen Trittschallschutz auszustatten. Damit erfüllt das System die Anforderungen für den gehobenen Wohnungsbau.

Fit für die Zukunft
Wegen der klimatischen Entwicklung erwarten Hersteller auch für den privaten Wohnbereich eine erhöhte Nachfrage nach Kühlsystemen. Sind Wärmepumpen mit einer Zentralregelung ausgestattet, können sie sich automatisch auf den Winter- oder Sommerbetrieb umstellen und je nach Anforderung warmes oder kaltes Wasser durch die Flächensysteme fördern. Ein Signal zeigt an, in welchem Modus sich die Anlage gerade befindet. Im Gebäude sorgen Raumthermostate mit reversibler Regelung für das Beheizen und Kühlen der Räume, wobei die Temperaturregelung kabelgebunden, funkbasiert oder mittels App erfolgen kann. Programmierbare Raumregler und Smart-Home-Produkte erlauben es dem Nutzer zudem, auf Tag und Uhrzeit festgelegte Schaltzeiten und Temperaturniveaus einzustellen. Funkgebundene Systeme gewinnen gerade im Bereich der Gebäudesanierung zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus messen Raumfühler die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Raums, um eine Taupunktunterschreitung zu verhindern.
Eine Taupunktunterschreitung führt zur Kondenswasserbildung, was eine Schädigung der Bausubstanz, beispielsweise durch Feuchtigkeit und Schimmel, nach sich ziehen kann. Der Heizkreis wird deshalb beim Erreichen eines vorab eingestellten Grenzwerts von normalerweise 80 % Luftfeuchtigkeit automatisch geschlossen. Möglich ist auch eine Messung mittels Referenzraumfühler. Allerdings lassen sich hiermit Feuchteschäden in anderen Räumen nicht vollständig ausschließen. Im Übrigen ist im Falle einer Taupunktunterschreitung in einem einzelnen Raum im gesamten Gebäude auf den Kühlkomfort zu verzichten.
Die Art der Kaltwassererzeugung lässt sich in eine passive und eine aktive Kühlung unterteilen. Die passive Kühlung kommt ohne den Kompressor der Wärmepumpe aus. Sie basiert meist auf Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpen, die das Erdreich oder das Grundwasser als regenerative Quelle nutzen. Im Kühlfall wird das Temperaturniveau mittels einer Umwälzpumpe über einen Wärme­übertrager an das Anlagenwasser übertragen, wobei die Wärmepumpe durch eine Bypass-Schaltung umgangen wird. Allerdings kann hier die Kühlleistung der Kollektoren durch den fortlaufenden Wärmeeintrag abnehmen.
Die deutschlandweit am häufigsten genutzten Luft/Wasser-Wärmepumpen eignen sich nur bedingt zur passiven Flächenkühlung, weil die Außenluft als Kühlquelle meist gleiche bzw. höhere Temperaturen aufweist als der zu kühlende Raum. Also kommt i. d. R. die aktive Kühlung zum Tragen, bei der der Verdampfer zum Verflüssiger wird, der Verflüssiger zum Verdampfer. Das geschieht meist mit einem 4-Wege-Ventil im Kältekreislauf. Es kehrt die Flussrichtung des Kältemittels um und macht so die Fußbodenheizung zur Flächenkühlung. Weil dazu ein Kompressor läuft, fallen im Vergleich zur Passivkühlung höhere Kosten an. Dafür ist die Kälteleistung aber auch höher.
Ferner besteht die Möglichkeit, die aktive und passive Kühlung miteinander zu kombinieren. In diesem Fall arbeitet die Wärmepumpe bis zu einer bestimmten Außentemperatur in passiver Betriebsweise. Sobald die Temperaturdifferenz zwischen dem zu kühlenden Gebäude und der Umgebung nicht mehr aus­reicht, schaltet die Wärmepumpe eigenständig auf den aktiven Kühlbetrieb um. Entsprechende Module bietet beispielsweise der Hersteller Zewotherm mit den Serien „High Power“ und „Komfort“ an.

Das passende System
Welche Form der Wärmepumpe zum Einsatz kommt (ob Sole/Wasser oder Wasser/Wasser), ist nicht zuletzt eine Frage der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Schließlich sind nicht alle Brunnensysteme für die Nutzung durch Wärmepumpen zugelassen. Außerdem gilt es, geologische Gegebenheiten wie etwa felsige Untergründe zu berücksichtigen. Auch erfordern die im Vergleich zu einer Luft/Wasser-Wärmepumpe effizienteren Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpen höhere Investitionskosten.
Die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe lässt sich am COP-Wert (Coefficient of Performance) ablesen. Dieser Wert, ermittelt auf einem Prüfstand unter Normbedingungen, ermöglicht es, das Verhältnis der abgegebenen Wärmeleistung zur aufgenommenen elektrischen Leistung aufzuzeigen. So erzielen Luft/Wasser-Wärmepumpen meist Werte zwischen 3 und 4, Wasser/Wasser-Wärmepumpen dagegen Werte bis zu 5.
Aussagekräftiger ist das tatsächliche Verhältnis der eingesetzten und gewonnenen Energie. Sie lässt sich nur bei einer tatsächlich in einem Gebäude installierten Wärmepumpe ermitteln, und zwar über ein Jahr hinweg. Diese sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt das Verhältnis des realen Jahresertrages an Heiz­energie zur aufgewendeten Antriebs- und Hilfs­energie an.

Ausgeklügelte Technik
Für das homogene und effiziente Arbeiten einer Heizungsanlage sorgt der hydraulische Abgleich. Um den Aufwand für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs für den Installateur zu reduzieren und gleichzeitig den Nutzerkomfort bei im Betrieb wechselnden Bedingungen sicherzustellen, gibt es heute Produktlösungen, die einen automatischen hydraulischen Abgleich ermöglichen. Dieser erfolgt hier auf Basis von Ventiltechniken oder anhand von Regelungssystemen, die auf Relativvergleichen einzelner Parameter wie etwa der Raumtemperatur aufbauen.
Bei Verwendung von Heizkreisverteilern mit dynamisch arbeitenden Ventilen passen sich diese im Betrieb automatisch den jeweilig wechselnden Druckverhältnissen des Systems an. Sie lassen nicht mehr Wasser durch als vorher berechnet und am Ventil eingestellt. Auf diese Weise werden alle Heizkreise mit einem bedarfsgerechten Volumenstrom versorgt und die wunschgemäße Raumtemperierung für den Nutzer sichergestellt.
Bei Regelsystemen mit integriertem Abgleich erfasst und reguliert ein Messsystem die Spreizungen zwischen der Vorlauftemperatur und der Rücklauftemperatur einzelner Heizkreise. Ein manuelles Eingreifen ist hier nicht erforderlich. Die Funktionsfähigkeit und der Nutzerkomfort hängen dabei wesentlich von den Regelalgorithmen und deren Übereinstimmung mit den objektspezifischen Anlagengegebenheiten und Nutzeranforderungen ab. Soll beispielsweise bei Sanierungsmaßnahmen ein Antrag auf Förderung bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt werden, sind auch für den Fall eines automatischen hydraulischen Abgleichs entsprechende Berechnungen durchzuführen.
Während bei Heizsystemen die Wärmedurchgangskoeffizienten der Bauteile und die Lüftung ausschlaggebend sind, beeinflussen andere Faktoren die Kühllast. Zum Tragen kommen hier beispielsweise die Ausrichtung eines Raumes, die Anzahl der Fensterflächen und Verschattungen. Zugleich ist ein im Winter gut zu beheizender Raum im Sommer nicht automatisch gut zu kühlen.  
Dennoch wurde bislang die Flächenkühlung aus praktischen Gründen mit den für den Heizfall identischen hydraulischen Einstellungen betrieben. Gleichwohl werden inzwischen Regelungssysteme angeboten, die sämtliche Einflussfaktoren rund um die Flächentemperierung permanent überwachen und bei Bedarf den Massestrom automatisch nachjustieren. Hier sind beispielsweise zu nennen: die Einzelraumregelung „Smatrix“ von Uponor, das Funk-Regelungssystem „EnergyLogic Touchline“ der Roth Werke, der Verteiler mit automatischer Durchflussregelung „Dynomatic“ von Schütz oder das Raumtemperaturregelprogramm „TempCo“ von Purmo. Auch erlauben mit einer Autoabgleich-Funktion ausgestattete Einzelraumregelungen die Umstellung der Hydraulik vom Heizfall auf den Kühlfall. Einzelne Räume lassen sich somit innerhalb weniger Stunden neu temperieren.

Fazit
Flächenheizungen und -kühlungen kennzeichnen sich durch geringe Betriebs­temperaturen. Bedarfsgerechte Steuerungen bieten zudem einen hohen Bedienkomfort. Obwohl grundsätzlich mit allen Wärmeerzeugern kompatibel, sind Flächensys­teme der ideale Partner für ener­gieeffiziente Wärmepumpen.

Autor: Carola Tesche, freie Journalistin

www.uponor.de

www.kermi.de

www.roth-werke.de

www.purmo.de

www.zewotherm.de

www.schuetz-energy.net

www.danfoss.de

 

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Thu, 11 Oct 2018 15:23:14 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_38_e84aa5db6a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_38_cf031cb3dc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/38.jpg
news-27277 Kunst zum Erwärmen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kunst-zum-erwaermen/ Designheizkörper als gestalterisches Element gibt es passend zu jedem Interieur sowie für Wohnräume, Küche und Badezimmer  

Designheizkörper sind nicht nur Heizflächen, die für eine angenehme Wärme sorgen. Sie sind auch Einrichtungsgegenstände, die den Wohnungsstil durch ihre Gestaltung unterstreichen. Mit ihrem Design können sie sogar zu einem echten Kunstwerk werden. Wir zeigen, was einen Designheizkörper ausmacht, welche Arten es gibt und worauf bei der Planung zu achten ist.

Vor einigen Jahren noch sahen die Heizkörper ziemlich gleich aus. Dem Rippenheizkörper, der lange Zeit das Bild prägte und zunächst aus Grauguss, dann aus Stahl hergestellt war, folgte der Flachheizkörper aus Stahlblech. Er war technisch optimiert worden, sah aber nicht unbedingt schöner aus.
Seit sich aber Designer mit dem Thema beschäftigen, kann aus einer Vielzahl von Formen, Farben, Materialien und Oberflächen gewählt werden. Zudem entwickelt sich die Technik ständig weiter, sodass neue Modelle mehr Heizleistung bringen als ihre Vorgänger. Heute gibt es Designheizkörper für Küche, Bad oder Wohnzimmer.

Ein Hoch auf die Röhre
Röhrenheizkörper sind die wohl bekannteste Form der Designheizkörper. Sie bestehen aus zahlreichen Röhren, die in runder und quadratischer Form sowohl senkrecht als auch waagerecht angeordnet sein können. Hergestellt aus Stahlblech sind den möglichen Formen dabei kaum Grenzen gesetzt. Während Wärmekörper mit geraden Linien und definierten Konturen zu puristischen Einrichtungsstilen passen, bieten sich runde und geschwungene Formen je nach Design bei weiteren Wohnstilen an.
Vor allem als Badheizkörper erfreuen sie sich steigender Beliebtheit – ob bei Sanierung und Neubau. Dabei erfüllen sie auch zusätzliche Funktionen als Handtuchtrockner oder Wärme spendende Raumtrenner. Typisch sind im Bad Heizkörper in Form waagerecht angeordneter Rohre. Aber auch hier haben Designer Alternativen entwickelt, z. B. stilisierte Bäume oder Ranken, an denen Handtücher aufgehängt werden können.

Plattenheizkörper als Hingucker
Viele Hersteller von Platten-/Flachheizkörpern bieten heute nicht nur Weiß, sondern jede beliebige Farbe aus dem RAL-Farb-Spektrum an. Außerdem gibt es Sonderfarben wie Metallic-Lackierungen, die im Licht glitzern und wie ein feines Schleifpapier wirken. Kleine Manufakturen bearbeiten Oberflächen auch manuell. Es wird brüniert, satiniert oder von Hand geschliffen. So erhält jeder Heizkörper ein anderes Aussehen.

Manche Hersteller bieten auch Heizkörper, die Kunstwerken gleichen. Wie ein Bild an der Wand avancieren sie zum Highlight im Raum und passen damit gut zu klassischen oder elegant eingerichteten Wohnungen und Häusern. Aber nicht nur neue Farben und Oberflächen werden geboten, auch ganz neue Formen: angefangen beim minimalistischen Design mit glatten oder abgeschrägten Kanten, extrem dünnen und leichten Wärmekörpern bis hin zu grafischen Mustern wie eingeätzte Linien und Erhebungen, die wie eingehämmert wirken. Schön sind ebenfalls Heizkörper, die als Spiegel fungieren. Sie dienen als Blickfang oder sind Flurspiegel an der Garderobe und Heizung in einem.
Da die formschönen Designheizkörper dem standardisierten Bruder ähneln, können sie die Wärme effizient an die Räume übertragen. Durch die meist glatten und großförmigen Oberflächen funktioniert dies meist über Strahlung. Im Gegensatz zur Konvektionsheizung, bei der die Wärme zu einem großen Teil an die vorbeiströmende Luft übertragen wird, schafft die Strahlung ein besonders hohes Wohlbefinden.

Ein Blick in den Markt der Bad-Wärmer
BEMM bietet mit „Aurea“ einen Badwärmekörper „mit klarer und präziser Linienführung“ der geraden, im „Goldenen Schnitt“ angeordneten langen und kurzen waagerechten Rohrschenken. Von beiden Seiten sind Hand- und Badetücher überstreifbar, ohne dass diese übereinander hängen. Optional kann der Heizkörper mit LED-Hintergrundbeleuchtung oder LED-Sternenleiste, die gleichzeitig als Orientierungslicht in der Nacht fungiert, ausgestattet werden. Das Modell ist auch als Elektro-Badheizkörper verfügbar.
Ein weiteres Modell desselben Herstellers ist „ChaCha EK“. Dieser plane Elektrokomplett-Handtuchwärmer ist in neun Modellvarianten erhältlich. „Habanera“, der asymmetrische Badwärmer von BEMM, steht für eine schnelle und saubere Modernisierung alter Ventil-Kompaktheizkörper: Bei Bedarf werden die Anschlüsse individuell auf Maß angeordnet. Ansonsten sitzen sie im Abstand 50 mm links und rechts. Das Modell ist in 40 Farbtönen von Weiß, über Sanitär- und RAL-Farbtönen bis hin zu den Metallic-Exklusivfarbtönen und Samtmatt-Exklusivfarbtönen verfügbar.   
Flexibles Wärmedesign kommt auch von Buderus. Die neuen Badheizkörper „Logatrend Therm“, welche ab Oktober auf den Markt kommen, sind sowohl in gerader als auch dezent gebogener Form erhältlich und können ebenso als Raumteiler eingesetzt werden. Der Hersteller hat die Badheizkörper in vier Höhen und sechs Breiten im Programm. Auf Wunsch sind Sonderlackierungen in vielen Farbtönen möglich. Die Heizkörper können optional mit einer Elektro-Heizpatrone als Zusatzheizung ausgestattet und damit unabhängig von der Zentralheizung betrieben werden.
Kermi bietet mit den Designheizkörpern „Signo“ und „Credo“ zwei Neuheiten für das Bad. „Signo“ fällt durch seine flächige und geometrische Formsprache auf. Charakteristisch sind die quadratischen Heizelemente, die – je nach Wärmebedarf, Platz und Optik – einzeln, zu zweit oder zu dritt in der Bauhöhe kombiniert werden können. Das Modell ist auch als zweifarbige Variante erhältlich.
Seit Anfang der 1990er-Jahre schon steht die Heizkörperfamilie „Credo“, ebenfalls von Kermi, für zeitlose Formgebung und Wärmekomfort. Die Serie hat nun ein Update erfahren: Die blockweise angeordneten, waagerechten Rundrohre kontrastieren mit den vorne flächigen Sammelrohren und sind nach wie vor das stilis­tische Markenzeichen. Neu ist auch: Durch die Metallblenden oben und unten entsteht eine Rahmenoptik, bei der Anschluss und Befestigung nicht sichtbar sind. Handtücher können bequem zwischen den Heizrohren eingelegt werden, aber auch ergänzende Handtuchbügel sind erhältlich.
Beim neuen Badheizkörper von Purmo, „Evia“, lassen sich die Handtuchelemente zum leichten Einfädeln der Badtextilien ausschwenken. Erhältlich ist der Wärmekörper in verschiedenen Schwarz-, Braun-, Weiß- und Grautönen. Auf Wunsch realisiert der Hersteller auch Sonderfarben. Für die ausschwenkbaren Elemente können außerdem andere Farben gewählt werden als für die statischen Elemente. Der Badheizkörper wird über eine herkömmliche Standard-Anschlussarmatur von 50 mm angeschlossen. Es gibt zwei Größen, 1357 mm und 1657 mm, die Länge beträgt jeweils 600 mm.
Der geflügelte Heizkörper „Zeno Wing“ (Zehnder) ermöglicht mit einer ausklappbaren Handtuchablage das bequeme Ablegen und Aufhängen von Handtüchern und Kleidungsstücken bis zu 4 kg. Gerade in kleinen Bädern kann der Platz durch diese 2-in-1-Lösung von Badheizkörper und Handtuchablage optimal ausgenutzt werden. Nach Auffassung von Zehnder macht das Design mit horizontal angeordneten Rundrohren den Heizkörper zu einem idealen Kandidaten für das klassische Badezimmer. Lieferbar ist der neue Heizkörper in Weiß RAL 9016.

Wärmedesign für Wohnräume
Der neue Designheizkörper „M´ama“ steht bei BEMM für eine klare, schlichte Eleganz. Mit seinen zwei kubistischen Körpern entsteht ein 3D-Effekt mit Ablagefunktion für Handtücher und Textilien. Mit „Relax Flex“ bietet das Unternehmen außerdem einen Austausch-Design-Heizkörper, der mit flexiblen Schläuchen unterschiedliche Anschlussabstände und Positionen (links/rechts/unten) eine unkomplizierte Modernisierung ermöglichen soll. Die rechteckig verlaufenden Linien und die breite Farbpalette machen ihn zu einem Objekt, das zum einen zum starken Einrichtungselement avanciert, zum anderen jedoch mit Diskretion zu jedem Raum- und Einrichtungstyp passt.
Buderus bringt im Oktober den neuen Vertikal-Flachheizkörper „Logatrend CV“ auf den Markt. Diese platzsparende Variante wird in Plan- und Profilausführung, in sechs Höhen und Breiten sowie in 49 Farben erhältlich sein.
Der Hersteller E.C.A. Germany liefert Designmodelle mit den Serien „ECA Icon“, „ECA Cover“ und „ECA Vista“ sowie Vertikalheizkörper. Charakteristisch sind die vielfältigen Farbkombinationen. Besonders hervorzuheben ist die Linie „ECA
Vista“. Die glatten Heizkörper in Maßen von 150 x 60 cm sind in zehn Mustern erhältlich.
Eine interessante Alternative stellt Purmo für seine beiden Vertikalheizkörper „Tinos“ und „Paros“ vor: textile De-
signhussen aus sehr dünnen und transluzenten Stoffen. Die Hussen haben an den Rändern integrierte Magnetstreifen, mit denen sie sich auf den Seitenteilen der Heizkörper fixieren und ausrichten lassen. Der Endnutzer muss sich nicht schon in einer frühen Bauphase auf ein bestimmtes Design festlegen, sondern kann sich erst später entscheiden. Das textile Material der Designhusse ist im Bedarfsfall bei 30 °C waschbar, wozu sich die Magnetstreifen aus den Seitentaschen herausschieben lassen. Die Hussen werden ab Herbst zunächst in einem Design und mit den Farben Weiß, Grau und Beige auf den Markt kommen. Weitere Designs sollen bei entsprechendem Markterfolg folgen.
Der neue Designheizkörper „Ribbon“ von Zehnder fällt durch seine diagonal versetzten Streben auf. Wie ein Band aus Stahl legen sich die diagonalen Flachrohre um den Heizkörper. Die versetzten Streben lassen großzügige Aussparungen für das Aufhängen von Handtüchern entstehen.

Fazit
Das Angebot an Designheizkörpern wächst ständig. Doch schon heute kann jeder sein eigenes Modell finden. Design und Technik spielen Hand in Hand und lassen kaum einen Wunsch offen.

Autorin: Angela Kanders, freie Journalistin

 

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Thu, 11 Oct 2018 14:46:05 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_44_3af1c13e45.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_44_3e25b12b04.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/44.jpg
news-27276 „Nur einem Ziel verpflichtet“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/nur-einem-ziel-verpflichtet/ ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann über die zukünftige Ausrichtung der Verbandsarbeit  

Volle Auftragsbücher, steigende Bürokratielasten, der notwendige digitale Wandel sowie Facharbeitermangel und Nachwuchssorgen kennzeichnen die derzeitige Situation im SHK-Handwerk. Für den neuen Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Helmut Bramann, sind das gleich mehrere zentrale Herausforderungen, die es – um im Handwerk zu bleiben – zu meistern gilt. Über das „Wie“ äußert sich der 53-jährige studierte Bauingenieur im Interview mit der IKZ-Redaktion.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das SHK-Handwerk boomt. Die Betriebe sind viele Wochen im Voraus ausgelastet. Hat das den Einstieg ins neue Amt erleichtert?
Helmut Bramann: Nein, erleichtert hat eher der Einstieg in der Sommerzeit. So bestand wenigstens etwas Zeit, den notwendigen Aufbruch der Verbandsorganisation in die Zukunft strategisch vorzubereiten. Davon abgesehen haben Sie natürlich Recht, unsere Betriebe haben derzeit enorme Auftragsreichweiten, die bei jeder unserer vierteljährlichen Konjunkturumfragen auch noch weiter anwachsen. Kurz: Die wirtschaftliche Situation ist ohne Zweifel komfortabel; und nach aller Wahrscheinlichkeit wird das so auch noch eine Weile anhalten. Das freut mich, gleichwohl darf es nicht den Blick auf die Zukunft verstellen: Der Markt in der SHK Branche bricht derzeit an vielen Stellen auf, digital geprägte Geschäftsmodelle dringen vor, Marktpartner verlängern ihre Wertschöpfung ins Handwerk hinein und werden gegebenenfalls zu Konkurrenten. Der Beschäftigungsgrad der Betriebe bringt die Gefahr mit sich, dass die Unternehmer schlicht keine Zeit finden, sich auf diese Entwicklungen vorzubereiten, die sie in absehbarer Zeit treffen können. Umso mehr ist es Aufgabe des ZVSHK, jetzt wichtige Weichenstellungen vorzunehmen. Das heißt, sowohl Verbandsstrukturen von der Innung über die Landesinnungsverbände bis zum ZVSHK als Dienstleistungsgemeinschaft zukunftsfähig aufzustellen, aber gleichzeitig auch Hilfestellungen zu entwickeln, die den Mitgliedsbetrieben auch künftig ermöglichen, ihre Beratungs- und Verkaufskompetenz als Point of Sale zu behalten bzw. erfolgreich auszubauen. Der Schlüssel liegt also in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse als auch in digitalen Plattformangeboten für die Branche, die wir derzeit erschaffen.  

IKZ-HAUSTECHNIK: Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel sowie steigende bürokratische Auflagen belasten die Betriebe. Dazu kommt die Flut an Normen, Richtlinien und Arbeitsblättern. Kann die Handwerksorganisation da unterstützen und wenn ja, wie möchten Sie die Herausforderungen angehen? Gibt es eine Blaupause aus der Baubranche, aus der Sie ja kommen?
Helmut Bramann: Als Fachverband ist der ZVSHK z. B. in der technischen Normungsarbeit aktiv und bietet den Innungsbetrieben nicht nur dadurch Vorteile. Das Bürokratie-Problem sind eher staatliche Auflagen, die unsere Handwerksbetriebe belasten. Dies betrifft das gesamte Handwerk, deshalb müssen wir politische Forderungen noch stärker handwerksübergreifend abstimmen und gemeinsam an die Politik herantreten. Dazu ist unser Dachverband ZDH da, den wir nach bes­ten Kräften unterstützen. Mit dem Fachkräftemangel sprechen sie ein weiteres fundamentales Problem unserer Gesellschaft an, aus meiner Sicht eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Als Verbandsorganisation werden wir unsere Anstrengungen zur Nachwuchswerbung weiter verstärken müssen – auch finanziell. Hier kann der Appell an alle Branchenbeteiligten nur lauten „gemeinsam“ statt „einsam“ agieren. Also finanzielles Engagement bündeln, sonst werden wir nicht wahrgenommen. Wir haben mit „Zeit zu starten“ eine funktionierende Nachwuchswerbekampagne für die SHK-Branche auf den Weg gebracht, die ihre Wirkungskraft mit jeder zusätzlichen Sponsorenleistung noch steigern kann und muss. Mein Appell an Hersteller und Handel lautet: Machen sie mit!
Nun zu Ihrer Frage nach einer „Blaupause“. Der Begriff gefällt mir an der Stelle schon nicht, weil er einfache Lösungen verspricht. Die gibt es nicht. Das Nachwuchsproblem existiert überall, nicht nur in der Bau- und Ausbaubranche. Aber es gibt natürlich Ansätze, über die man auch bei uns nachdenken könnte – z. B. die Gewinnung von Quereinsteigern und ausländischen Fachkräften. Eine Frage, mit der sich der ZDH auf meine Anregung hin tatsächlich nun auch für unser Handwerk beschäftigen wird. Oder die Frage einer gerechten Verteilung der Lasten beruflicher Ausbildung innerhalb der SHK Branche. Dazu gibt es beispielsweise im Bauhauptgewerbe eine für Ausbildungsbetriebe sehr vorteilhafte Regelung.

IKZ-HAUSTECHNIK: Bleiben wir bei den Herausforderungen und blicken wir auf die digitalen Veränderungsprozesse in der Branche. Wie können Betriebe im digitalen Zeitalter ihre Informationshoheit über die spezifischen Markt-, Produkt- und Kundendaten ausbauen und sichern und wie kann die Handwerksorganisation diesen Weg begleiten?
Helmut Bramann: Die Verfügbarkeit von Daten – damit meine ich alle für den Geschäftsbetrieb relevanten Produkt- und Kundeninformationen – ist das A und O. Sie werden zur neuen Währung der digitalen Transformation, das bestätigen uns Geschäftsmodelle wie Google, Amazon und Co. Wer die Datenhoheit hat, bestimmt den Markt und schafft Abhängigkeiten. Es muss deshalb unser Interesse sein, für den SHK-Bereich solchen Anbietern zuvor zu kommen, indem wir in der Branche einen wettbewerbsneutralen und offenen Datenpool aufbauen, der allen Branchenbeteiligten, insbesondere unseren Betrieben und deren Kunden, alle relevanten Daten in der gewünschten Qualität an einer Stelle zur Verfügung stellt. Damit meine ich nicht margenabschmelzende Vergleichbarkeit, sondern Transparenz bezüglich Verfügbarkeit und technischer Voraussetzungen als Arbeitserleichterung in einem komplexen Wettbewerb. Das alles ausgerichtet auf den „Point of Sale“. Dafür muss die Wertschöpfungskette SHK allerdings zusammenhalten und an einem Strang in eine Richtung ziehen, denn wir werden diese Herausforderung in unserer Branche nur gemeinsam meis­tern können. Als ZVSHK haben wir hierfür das neue Datenportal „Open Datapool“ auf den Weg gebracht. Es ist ein Angebot an alle Branchenbeteiligten und stellt qualitätsgeprüfte Produktdaten bereit, die kostenfrei von Handwerkern, Architekten und Planern genutzt werden können.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Von der Fachöffentlichkeit meist kaum wahrgenommen werden die Aktivitäten des Verbands auf europäischer Ebene oder im Wirtschaftsbereich. Gleichwohl haben Sie erheblichen Einfluss auf die Branche. Welche Aufgaben und Ziele stehen hier auf Ihrer Agenda?
Helmut Bramann: Das mag so sein. Wir können gerne hierzu eine Kolumne in der IKZ eröffnen. Zu berichten wäre genug: Vor Kurzem war ich erst im europäischen Kontext unterwegs. Uns beschäftigt die Nachbesserung der bislang lückenhaften europäischen Normenbasis für Produkte im Trinkwasserbereich bis hin zur Einführung einer neuen europaweiten „Ener­gy Performance of Buildings Directive“, also verschärfter europäischer Rahmenbedingungen für Energieeffizienz im Gebäudebereich. Weitere Stichworte sind Luftqualität in Innenräumen, Anforderungen an Bauprodukte oder auch die Entwicklung des digitalen Binnenmarktes. Da sind wir für unsere Betriebe am Ball und treffen uns regelmäßig in Brüssel.
Wir beobachten natürlich auch, was bei unseren europäischen Nachbarn passiert. Zum Beispiel im Bereich Building Information Modeling (BIM) sind uns Deutschen da einige andere Länder voraus; da können wir uns noch ein paar Dinge abschauen, auch wenn wir mit Open Datapool eine Grundlage zur Verteilung BIM-relevanter Daten gesetzt haben. Im Wirtschaftsbereich werden wir künftig auch stärkere Akzente setzen, vor allem im politischen Umfeld. Häusliche Pflege ist z.­ B. so ein Thema. Ein gigantischer Bedarf rollt da auf Deutschland zu. Wir greifen das auf, haben eine Studie dazu auf den Weg gebracht und führen zahlreiche politische Gespräche in Berlin, denn wir wollen und brauchen dringend Rahmenbedingungen, die Investitionen in Pflegebäder fördern.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Nach den beiden Volljuristen von Bock und Esser steht jetzt ein Techniker an der Spitze des ZVSHK. Was bedeutet das für die zukünftige Ausrichtung der Verbandsarbeit?
Helmut Bramann: Pragmatismus, Konzentration auf unsere Kunden und zielgerichtetes Projektdenken als Dienstleis­ter. Von seiner Historie und in seiner primären Aufgabenstellung ist der ZVSHK schon immer ein berufsständisch, technisch geprägter Verband. Da kann ein Techniker an der Spitze doch grundsätzlich schon mal nicht so verkehrt sein, oder? Wir sollten auch nicht unterschlagen, dass mit Andreas Müller in den letzten beiden Jahren schon ein Techniker Hauptgeschäftsführer im Zentralverband war.
Den wesentlichsten Vorteil eines Technikers nenne ich aber jetzt: Wir sind – und ich bin es explizit – Teamplayer! Das benötigen wir heute mehr denn je. In Zeiten des Wandels durch Digitalisierung, sich dynamisch verändernder Rahmenbedingungen in allen Bereichen kann auch die Verbandsarbeit nie allein auf den Schultern einer Person lasten. Der ZVSHK agiert in enger Abstimmung mit seiner ehrenamtlichen Führung und vielen bei uns in Gremien engagierten Handwerkern in einem breiten Interessenspektrum des Marktes, von Fragen der Technik, über Berufsbildung, zu Wirtschafts-, Rechts- und Steuerfragen und das alles im Kontext bestmöglicher Öffentlichkeitsarbeit und Wahrnehmung. Da braucht es für einen modernen Verband ein starkes Mitarbeiterteam und das habe ich im ZVSHK vorgefunden. Ich glaube daran und motiviere aktuell alle Mitarbeiter, dass wir als Dienstleister das Beste für unsere Mitglieder geben und herausholen.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Der ZVSHK wird seine Hauptstadtrepräsentanz in Potsdam aufgeben und in absehbarer Zeit in Berlin eröffnen. Ist das ein Fingerzeig für eine verstärkte politische Arbeit – auch oder insbesondere durch den neuen Hauptgeschäftsführer?
Helmut Bramann: Der Zentralverband hat im politischen Berlin eine starke Stimme. Wir werden insbesondere auf der für so uns wichtigen fachlichen Ebene gehört. Das gilt für das brisante Thema Energiewende ebenso wie für die Herausforderung in den nächsten Jahren Millionen von Wohnungen altersgerecht umzubauen. Ich werde meine persönlichen Kontakte zur Politik und Verwaltung einbringen, um das noch weiter gesamtpolitisch auszubauen. Das versteht sich von selbst. Und ich kann in diesem Kontext auch den Ehrgeiz nicht verbergen, in den nächsten Jahren unseren Einfluss im politischen Umfeld weiter auszuweiten. Dazu gehört zwingend ein Verbandsstandort direkt in Berlin. Lobbyarbeit ist berechtigte Interessenvertretung. Sie bietet Dialog, Ideenaustausch und Wissenstransfer – eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen. Wir werden diesbezüglich das umsetzen, was für die SHK-Branche Sinn macht: Ich bin und bleibe auch da pragmatischer „Techniker“.

IKZ-HAUSTECHNIK: Bei 17 Landesverbänden kommt es immer wieder mal vor, dass die Interessen bei übergreifenden Themen auseinander gehen. Welche Rolle und welche Aufgaben fallen dem Zentralverband unter Ihrer Führung zu?
Helmut Bramann: Für mich ist entscheidend, dass wir als Verbandsorganisation den Mehrwert einer Innungsmitgliedschaft über alle Ebenen – Zentralverband, Fachverband, Innung – dem freiwillig organisierten Handwerksbetrieb vermitteln können. Da müssen wir besser werden, sonst wird die gesamte Verbandsorganisation nicht bestehen. Unsere vielfältigen Leistungen über alle Instanzen können transparenter als bislang zum Kunden gelangen. Dabei ist es völlig egal, wer diese liefert, denn jeder zahlende Betrieb verlangt im Kern nur eine Antwort auf seine konkreten Fragen: War die Antwort gut, umfassend und hilfreich und lohnt sich daher die Mitgliedschaft in der Organisation? Wenn wir es nicht schaffen, dass diese Frage durchgängig positiv beantwortet wird, werden wir Betriebe verlieren und für immer weniger sprechen können. Deshalb sind wir als gesamte Organisation nur einem Ziel verpflichtet: den wirtschaftlichen Stand und Erfolg der SHK Branche und seiner Betriebe zu bewahren und zu steigern. Andererseits, müssen wir neuen Generationen in der Führung von Mitgliedsbetrieben erfolgreich vermitteln, weshalb sich Solidarität lohnt. Die einzelnen Betriebe erwarten zu Recht von ihrer Organisation dahingehend Geschlossenheit und Zusammenhalt. Meine ersten Gespräche mit den Kollegen aus den Landesverbänden geben mir das Gefühl, dass wir hier an einem Strang ziehen.

Bilder: ZVSHK

www.zvshk.de

 

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Thu, 11 Oct 2018 14:36:25 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_50_5c29430f41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_50_e9275ea4b3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/50.jpg
news-27275 Wärmepumpen-Kompaktsystem: einfache Installation, geringer Platzbedarf https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/waermepumpen-kompaktsystem-einfache-installation-geringer-platzbedarf/ Installation eines Luft-/Wasser-Wärmepumpensystems mit Wärmespeicher zur Trinkwassererwärmung  

Für die Heizungsinstallation steht oft nur wenig Platz zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund bieten kompakte Systeme, die neben der Wärmepumpe auch einen Wärmespeicher in nur einem Gerät vereinen, gleich mehrere Vorteile: einfaches Einbringen ins Gebäude, geringer Platzbedarf sowie schnelle Installation und Inbetriebnahme. Ein Beispiel für die Montage einer solch kompakten Luft-/Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus zeigt der nachfolgende Beitrag.
Familie Bruckmüller erfüllte sich 2016 im Landkreis Heilbronn den Traum vom Eigenheim. Der vierköpfigen Familie stehen darin 180 m² zur Verfügung, die regenerativ über eine Wärmepumpe geheizt und gekühlt werden. „Wir haben ein Heizsystem gesucht, das uns das ganze Jahr mit Warmwasser und komfortablen Raumtemperaturen versorgt. All dies erfüllt bei uns ein Wärmepumpensystem von Rotex“, zeigt sich die Bauherrin nach einem Jahr zufrieden.
Für die Familie wurde das Modell „HPSU compact 508 H/C“ mit einem 8-kW-Außengerät und einem optional erhältlichen 9-kW-Heizstab ausgewählt. In dieser Ausführung hat die Luft-/Wasser-Wärmepumpe eine Grundfläche von 790 x 790 mm und eine Höhe von 1896 mm. Das Material der Außenverkleidung besteht aus Kunststoff. So ist sie weniger anfällig für Dellen und Kratzer und kommt lediglich auf ein Gesamtgewicht von 111 kg.

Kompakte Kombi-Einheit
Bei der „HPSU compact“ sind alle Komponenten zur Wärmeerzeugung und Warmwasserbereitung sowie im Falle der Familie Bruckmüller ein 500-l-Wärmespeicher auf nur 0,62 m² Fläche untergebracht. „Alle wichtigen Teile mit Ausnahme des optionalen Heizstabes sind bereits vormontiert, was die Installation für uns erleichtert und beschleunigt. Bei der Platzierung im Kellerraum war zu beachten, dass drei Seiten des Kompaktgeräts gut zugänglich sind. Außerdem sind Mindestabstände für die Aufstellung zu den Wänden einzuhalten“, erklärt Herr Habersam vom installierenden Fachbetrieb Münzing & Habersam GbR aus Flein.
Das Außengerät mit 8 kW Leistung kann entweder mit einer Wandkonsole direkt an der Hauswand befestigt oder wie in der vorliegenden Situation auf eine Standkonsole gestellt werden. „Bei der Installation ist der vorgegebene Abstand zur Hauswand zu beachten. Unter dem Außengerät wird eine Kondensatwanne aufgestellt. Bei dem Einfamilienhaus haben wir passend zum angelegten Steingarten zudem Muschelkalk darunter aufgeschüttet“, sagt Herr Habersam.

Leistung dem Bedarf anpassen
Abhängig von der Witterung und dem Nutzerverhalten schwankt der Wärmebedarf eines Gebäudes stark. Bei der Wärmepumpeneinheit kommt deshalb die Inverter-Technologie zum Einsatz, mit der die Leistung an den tatsächlichen Bedarf angepasst wird. „So besteht zu jeder Zeit die Gewissheit, dass das System nicht nur voll funktionsfähig ist, sondern auch mit maximaler Effizienz arbeitet“, erklärt der Chef des ausführenden Unternehmens. Die Wärmeübergabe im Haus erfolgt durch eine Fußbodenheizung. Umgekehrt kann die Wärmepumpe nicht nur heizen, sondern im Sommer auch kühlen.

Fazit
„Wir sind mit dem Gesamtergebnis rundum zufrieden. Denn wir haben uns eine umfassende Systemlösung gewünscht, die neben Heizen und Kühlen auch die Warmwasserversorgung durchführen kann. Eine solche Lösung haben wir mit der Anlage von Rotex gefunden“, fasst Bauherrin Bruckmüller zusammen.

Bilder: Rotex

www.rotex.de

 

 

 

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Thu, 11 Oct 2018 14:27:14 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_54_1_d16d72d515.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_54_1_dc520b6196.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_18_20/54_1.jpg
news-27274 Geschäftserfolg durch Förderprogramme für KMU https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/geschaeftserfolg-durch-foerderprogramme-fuer-kmu-1/ Teil 2: Digitalisierung mithilfe des Staates: Kundengewinnung online  

Im zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie rund um Wirtschaftsförderungsprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) steht die Digitalisierung im Fokus der Berichterstattung. Dabei geht es unter anderem um das Thema automatisierte Kundengewinnung. Auch hierbei greifen der Staat und die EU veränderungswilligen Unternehmern aus der SHK-Branche kräftig unter die Arme.

Kurz zur Erinnerung: In der letzten Ausgabe haben wir unter anderem die Möglichkeiten des Förderprogramms unternehmensWert:Mensch mithilfe von Unternehmensberater Henry Krey vorgestellt. Die Initiative ermöglicht Firmen, mit geringem finanziellen Aufwand eine professionelle Unternehmensberatung einzukaufen, um den eigenen Betrieb zu optimieren. Mit unternehmensWert:Mensch PLUS (uWM plus) existiert ein Schwesterprogramm, welches vor allem moderne Digitalisierungsmaßnahmen fördert. Es will Betriebe fit für den digitalen Wandel machen. Denn unbestritten ist, dass der gewinnbringende Einsatz von online-basierten Lösungen auch für kleine und mittlere Unternehmen immer mehr zur wirtschaftlichen Notwendigkeit wird. Genau dafür braucht es aber richtige und nachhaltige Konzepte. Hier greift uWM plus, denn es fördert u. a. betriebliche Lern- und Experimentierräume. Konkret läuft das Ganze wie folgt ab:

  • Der Interessent erhält zunächst eine kostenlose Erstberatung, das sogenannte Kick-Off Gespräch. Darin überprüft ein Berater die Förderfähigkeit des Betriebs und skizziert mögliche Herausforderungen des Unternehmens in Bezug auf den digitalen Wandel.
  • Die weitere Prozessberatung erfolgt, wie im großen Schwesterprogramm uWM, direkt vor Ort im Betrieb des Antragstellers. Mithilfe der oben erwähnten Lern- und Experimentierträume suchen Unternehmensleitung und Beschäftigte unter Anleitung gemeinsam nach kreativen neuen Wegen, den Wandel der Arbeitswelt zu gestalten. Es werden passgenaue Lösungen für die digitale Transformation entwickelt und innovative Arbeitskonzepte in drei Arbeitsphasen auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Die gezielte Einbindung der Beschäftigten sichert, dass ihre Erfahrungen auch von der Geschäftsleitung und dem Berater berücksichtigt werden. Das schafft Akzeptanz, um die erprobten Maßnahmen nachhaltig umzusetzen.
  • Drei bis sechs Monate nach Abschluss der Beratungs- und Arbeitsphase zieht die zuständige Erstberatungsstelle dann in einem Ergebnisgespräch mit dem Unternehmen Bilanz und bespricht mögliche weiterführende Unterstützungsangebote, um die angestoßenen Veränderungen langfristig zu sichern.


Die Förderung richtet sich in allen Bundesländern an KMU. Sie umfasst 10 bis 12 Beratertage von je maximal 1000 Euro netto. Die Kosten der Beratung werden zu 80 % bezuschusst.

Neukunden auf Knopfdruck
Doch damit sind die Möglichkeiten im Bereich der Digitalisierungsförderung für Betriebe noch lange nicht ausgeschöpft. Digitalberater Stefan Haab1) informiert interessierte Unternehmer über ganz spezielle Fördertöpfe, mit denen sie ihre digitale Kundengewinnung realisieren können. So seltsam es auch klingen mag, Haab arbeitet dabei hauptsächlich mit den Schmerzthemen der Zielgruppe seines jeweiligen Auftraggebers. „Alle Konzepte, Lösungen und Tools, die wir zusammen mit dem Kunden nutzen, anpassen oder sogar für ihn entwickeln, zielen darauf ab, seine Klienten abzuholen, deren größte Schwachstellen bzw. damit verbundene Ängste zu beheben und durch ihn und seine Leistung oder seine Produkte aufzulösen“, erklärt der Duisburger. So hat der zu den wenigen Conversion-Optimie­rern des Landes zählende Experte aus dem Ruhrgebiet unter anderem ein Landingpage-System entwickelt, mit dem Unternehmen jeder Branche automatisiert Neukunden gewinnen können. Eine Besonderheit des Tools ist es, dass es sich je nach Budget und den Vorstellungen des Auftraggebers innerhalb weniger Stunden hoch- oder runterfahren lässt. Mit anderen Worten: Der Kunde entscheidet tatsächlich selbst per Knopfdruck, ob er einen Neukunden, fünf oder zehn pro Tag akquirieren möchte. Haab nennt sein Werkzeug ganz schlicht Landingpage Tool.
Zahlreiche Kunden lassen sich inzwischen von dem 36-Jährigen professionell begleiten und mithilfe staatlicher Fördertöpfe auf den Digitalisierungspfad führen. Wir stellen drei der von ihm genutzten Förderprogramme vor.

Beispiel I
MITTELSTAND INNOVATIV! – Innovations- und Digitalisierungsgutschein des Projektträgers Jülich, einer Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Was wird gefördert? Die Ausgaben für externe Analyse- und Beratungsleis­tungen sowie Entwicklungs- und Umsetzungsmaßnahmen werden zu 50 % erstattet. Jeder Gutschein hat einen Gegenwert von 10 000 bis 15 000 Euro.
Kleinstunternehmen, also Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio. Euro und kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von höchs­tens 10 Mio. Euro, erhalten 80 % ihrer Kosten erstattet. Mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und entweder einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro können sich noch über eine 50-prozentige Kostenübernahme freuen.
Haab hat mithilfe dieses Förderprogramms zum Beispiel ein für die SHK-Branche tätiges und auf Kunststoffe spezialisiertes Ingenieurbüro mit 40 Beschäftigen begleitet. Dort ging man vor der Maßnahme noch ganz klassisch und hauptsächlich offline auf Kundenfang. Der Experte erklärt: „Erst haben wir gemeinsam den Gutschein beantragt. Nachdem der Zuschlag kam, wurde zuerst die Ist-Situation analysiert und die Soll-Situation strategisch geplant. Anschließend konnten wir das Landingpage Tool aufsetzen, die Key-Wörter eruieren, ein Google Adwords-Konto einrichten und entsprechende Werbung schalten. Zum Schluss haben wir dann noch alles mit dem vorhandenen Customer-Relationship-Management, kurz CRM oder Kundenpflegesystem, meines Kunden verbunden.“ All diese Maßnahmen haben nach Angaben des Experten dazu geführt, dass heute die Kundengewinnung im Ingenieurbüro nahezu automatisiert abläuft. Dort, wo vorher eine Anfrage am Tag rein­k­am, sind es heute vier bis fünf qualifizierte Leads (Interessenten, Kundenkontakte). Dieses Ergebnis, so Haab, ließe sich locker auf bis zu zehn Leads pro Tag hochschrauben, sei momentan von seinem Auftraggeber aber nicht gewünscht.

Beispiel II
Ein ähnliches Programm steht Betrieben aus Brandenburg zur Verfügung. Das Förderprogramm Brandenburgischer Innovationsgutschein wird von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) im Auftrag des dortigen Ministeriums für Wirtschaft und Energie (MWE) unterstützt. Fördergeber sind, neben dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), das Land Brandenburg und der Bund. Die Mittel richten sich an kleine und mittlere Unternehmen im Land; Handwerksbetriebe sind ausdrücklich und besonders erwünscht. Im Bereich Digitalisierung kommt dort der sogenannte BIG-Digital zum Einsatz.
Abgewickelt wird das Ganze im Wege der Anteilfinanzierung (50 %), maximal jeweils 50 000 Euro für das Modul Beratung und Schulung und maximal 500 000 Euro für das Modul Implementierung bei einer Laufzeit von maximal sechs Monaten für das Modul Beratung und Schulung und maximal 36 Monaten für das Modul Implementierung.

Beispiel III
Eine Digitalisierung nach Maß hat sich auch die Initiative go-digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ener­gie (BMWi) auf die Fahne geschrieben und hält es dabei einfach. Zuschüsse gibt es für Unternehmen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, weniger als 100 Mitarbeitern und einem Vorjahresumsatz- oder einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 20 Mio. Euro. Bis zu 16 500 Euro können als Zuschuss zu den Digitalisierungskosten in den Bereichen Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit gewährt werden.
Stefan Haab hat dieses Programm für einen bekannten Plissee-Anbieter eingesetzt, auf dessen Internetseite End- und Business-Kunden ihre Ware mithilfe eines Online-Konfigurators selbst zusammenstellen können. Der alte Konfigurator enthielt zahlreiche Fehler, die einen anschließenden, erfolgreichen Warenkorbabschluss oftmals verhinderten. Also machte sich Haab zusammen mit dem zuständigen ITler im Haus an die Fehleranalyse und baute den Konfigurator im Shop entsprechend den Anforderungen um. Der Rest der Fördergelder wurde in die IT-Sicherheit investiert, bei deren Planung und Umsetzung Haab ebenfalls beratend zur Seite stand. Insgesamt erzielt der Anbieter durch die mit go-digital geförderten Maßnahmen heute nach eigenen Angaben 27 % mehr Umsatz als zuvor.

Fazit und Ausblick auf Teil 3
Die beschriebenen Beispiele und Programme zeigen eines ganz deutlich – Digitalisierungsbedarf gibt es in jedem SHK-Betrieb und selbst Handwerker, die sich vielleicht heute noch nicht vorstellen können, Teile ihrer Prozesse zu digitalisieren bzw. zu automatisieren, werden schon in wenigen Jahren über ihre heutige Einschätzung schmunzeln können.
Ausblick: Im dritten Teil dieser Serie beleuchten wir, welche konkreten Fördermöglichkeiten es für Betriebe im SHK Handwerk gibt, um Betriebsmittel, Maschinen und Waren bezuschusst anschaffen zu können.

Autor: Peter Laaks, Essen

1) Kontakt: Tel. 0203-39588520, www.stefanhaab.de.

 

Internet-Links
uWM plus: www.unternehmens-wert-mensch.de/uwm-plus/unser-prozessberater-pool

MITTELSTAND INNOVATIV!: www.ptj.de/innovationsgutschein

Brandenburgischer Innovationsgutschein: www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/brandenburgischer-innovationsgutschein-big

Go-digital: www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

 

 

 

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