IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Sun, 21 Apr 2019 16:16:05 +0200 Sun, 21 Apr 2019 16:16:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-28097 Datext: Handwerkersoftware „ProLineOffice V6“ in „Small Edition“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/datext-handwerkersoftware-prolineoffice-v6-in-small-edition/ Die Small Edition (SE)-Reihe der Handwerkersoftware „ProLineOffice V6“ richtet sich gegenüber der Vollversion mit einem etwas kleineren Leistungsumfang vor allem an Neugründer und Kleinbetriebe. Die Vorteile beschreibt der Softwareentwickler Datext iT-Beratung wie folgt: „Geringere monatliche Kosten, ohne dabei auf die innovativsten Entwicklungen der ‚ProLine‘-Software zu verzichten.“  

Ebenso wie die Vollversion, steht die SE-Software für einen papierlosen sowie mobilen Betriebsablauf im Büro und Kundendienst. Dazu erfüllt das Programm auch die Auflagen der DSVGO/GOBD, wie verschlüsselte Datenbanken und Benutzer- sowie Passwortverwaltung.
Zur Anwendung: Standardmäßig sind in der SE-Version Funktionen wie Umsatzstatistiken, die Verarbeitung von UGL-Dateien, Stundenerfassung, Monatssammelaufstellungen, Forderungsmanagement, Offene-Posten-Liste sowie Terminplaner integriert. Hinzu kommen das Kunden-Infocenter mit Daten wie anstehenden Terminen, Aufträgen und Umsatzentwicklung sowie das Dokumentenmanagementsystem. „ProLine Office V6 SE“ verfügt über ein eigenes und vollintegriertes CRM-Programm. Des Weiteren ist ein App-Zugang inkludiert. So lassen sich z.B. Informationen zu Kunden und ausstehenden Arbeiten mobil übertragen. Die Monteure können wiederum Arbeitsstunden, Materialbestellungen und Auftragszwischenstände vor Ort beim Kunden festhalten.
Abgerundet wird das Angebot durch die Möglichkeit, die SE-Version Stück für Stück modular zu ergänzen oder gleich auf die Vollversion „ProLine Office V6“ wechseln zu können.

Datext iT-Beratung, Fleyer Str. 46, 58097 Hagen, Tel.: 02331 121-0, Fax: -190, info@datext.de, www.datext.de

 

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Sun, 21 Apr 2019 07:33:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_55_Datext_2bce789be8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_55_Datext_e00c5f3bc8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/55_Datext.jpg
news-28120 Stiebel Eltron GmbH & Co. KG: Wärmepumpe in XXL https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/stiebel-eltron-gmbh-co-kg-waermepumpe-in-xxl/ Die Geräte der neuen Produktreihe WPE-I H Premium sind die ersten Erdreich-Wärmepumpen aus dem Hause Stiebel Eltron, die mit Invertertechnologie ausgestattet sind.  

Die WPE-I H Premium wurde für den Einsatz in größeren Wohnanlagen, Gewerbe- und Industriebauten entwickelt. Sie kommt in vier Leis­tungsgrößen auf den Markt: Mit maximalen Wärmeleistungen von rund 33, 44, 59 oder 87 kW (B0/W35). Die WPE-I H lässt sich kaskadieren: Bis zu 16 Einzelmodule können zu einer fein abgestuften Kaskade mit insgesamt 1,4 MW Leistung kombiniert werden.
Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Dr.-Stiebel-Straße 33, 37603 Holzminden, Tel: +49 (0)5531 702 - 702, Fax: +49 (0)5531 702 95 - 106, info-center@stiebel-eltron.de, www.stiebel-eltron.de

 

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Sat, 20 Apr 2019 09:44:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_032_Stiebel_c9daa8d1f0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_032_Stiebel_7864c4b049.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Stiebel.jpg
news-28086 SIKA: Durchflusssensoren ohne bewegte Teile https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sika-durchflusssensoren-ohne-bewegte-teile/ Die SIKA Dr. Siebert & Kühn GmbH & Co. KG erweitert ihr Programm von Durchflusssensoren der Serie „Vortex“ mit denen der Baureihe „VVX“. Die als In-Line-Gerät direkt in die Rohrleitung eingebauten Durchflusssensoren für die Nennweiten DN 32 und DN 40 basieren auf dem Prinzip der Kármánschen Wirbelstraße: Ein integrierter Störkörper lässt im strömenden Medium Wirbel entstehen, die wechselseitig auf die komplett in Kunststoff gekapselten piezo-elektrischen Kraftsensoren wirken. Dieser Aufbau bietet laut SIKA Vorteile bei Verschmutzungen und Druckspitzen.  

Die Impulse des Sensors werden in ein durchflussproportionales Ausgangssignal umgewandelt: Es sind analoge Ausgangssignale (0,5-3,5 V, 0-10 V oder 4-20 mA) und ein Frequenzsignal. Für die integrierte Temperaturmessung bietet SIKA zudem wahlweise ein Widerstands- oder Analogsignal an.

SIKA Dr. Siebert & Kühn GmbH & Co. KG, Struthweg 7-9, 34260 Kaufungen, Tel.: 05605 803-0, Fax: -555, info@sika.net, www.sika.net

 

 

 

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Sat, 20 Apr 2019 07:33:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_62_Sika-VVX_8e6d8689ce.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_62_Sika-VVX_18e763924d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/62_Sika-VVX.jpg
news-28119 Viessmann Werke GmbH & Co. KG: Brennstoffzelle und Service im Paket https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/viessmann-werke-gmbh-co-kg-brennstoffzelle-und-service-im-paket/ Seit April ist das erdgasbetriebene Brennstoffzellen-Modul Vitovalor PA2 von Viessmann auf dem Markt. Die PEM-Brennstoffzelle (Polymer-Elektrolyt-Membrane) hat eine elektrische Leistung von 750 W. Die Brennstoffzelle im Vitovalor PA2 hat eine Lebensdauer von 80 000 Betriebsstunden.  

Das entspricht laut Viessmann einer Einsatzdauer von rund 10 Jahren. Trotzdem kann das Modul bis zu 20 Jahre laufen, wenn es im 5-Jahres-Turnus fachgerecht gewartet wird. Nach einer Wartung ist der Betrieb der Brennstoffzelle für weitere fünf Jahre gesichert. Viessmann bietet deshalb ein Servicepaket mit 10 Jahren Leistungs- und Funktionsgarantie an.
Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Viessmannstraße 1, 35108 Allendorf (Eder), Tel.: +49 (0)6452 70 - 0, Fax: +49 (0)6452 70 - 2780, info@viessmann.com, www.viessmann.com

 

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Fri, 19 Apr 2019 09:42:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_032_Viessmann_5fd27ee7a9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_032_Viessmann_d4599e2576.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Viessmann.jpg
news-28089 Umsatzsteuer – Zwischen Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen unterscheiden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/umsatzsteuer-zwischen-einzweck-und-mehrzweckgutscheinen-unterscheiden/ Seit Jahresbeginn 2019 gilt die sogenannte EU-Gutschein-Richt­linie. Jetzt gilt ganz einfach Folgendes: Bei Einzweckgutscheinen steht bereits bei der Ausstellung fest, wofür und wo der Gutschein zu nutzen ist (Amtsdeutsch: Ort der Lieferung oder sonstigen Leistung).  

Folge: Fälligkeit der Umsatzsteuer. Anderenfalls handelt es sich um Mehrzweckgutscheine, deren Ausgabe später, also erst bei der tatsächlichen Lieferung oder der Leistungsausführung der Umsatzsteuer unterliegt.

 

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Fri, 19 Apr 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28115 Roth Werke GmbH: Wandkonsole von Roth https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/roth-werke-gmbh-wandkonsole-von-roth/ Die neue Wandkonsole PTH der Buchenauer Roth Werke wandelt überschüssigen Solarstrom in Wärme um. So können Besitzer von Photovoltaik-Anlagen selbst erzeugten Strom zur Warmwassererwärmung nutzen.  

Die anschlussfertige Wandkonsole lässt sich direkt an ein Speichersystem montieren. Sie eignet sich für Trinkwasserspeicher mit integriertem Solarwärmetauscher und Trinkwasser- oder Pufferspeicher. Der integrierte Heizstab als Durchlauferhitzer nutzt den selbst erzeugten Strom zur Wassererwärmung. Der externe Heizstab kann bis zu einer maximalen Speichertemperatur von 85 °C zuheizen. Die hohen Temperaturen sollen einen umfassenden Legionellen­schutz und besondere Hygiene ermöglichen. Roth bietet den Heizeinsatz bis zu einer Leistungsklasse von 3,5 kW. Er ist in der Variante PV IOT 7-stufig mit 400 Volt erhältlich.
Roth Werke GmbH, Am Seerain 2, 35232 Dautphetal-Buchenau, Tel.:  +49 (0)6466 922 - 0, Fax: +49 (0)6466 922 - 100, service@roth-werke.de, www.roth-werke.de

 

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Thu, 18 Apr 2019 09:24:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_032_Roth_835eddfb5c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_032_Roth_ca8bc9526d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Roth.jpg
news-28084 alpha innotec: Wärmepumpen der nächsten Generation https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/alpha-innotec-waermepumpen-der-naechsten-generation/ alpha innotec stellt mit „V-Line“ eine neue Serie an Wärmepumpen vor. Mit der Invertertechnologie arbeitet die Wärmepumpe stufenlos im jeweils aktuellen Bedarf.  

Das Unternehmen hebt die Luft/Wasser-Wärmepumpe „­alira LWDV“ zur Außen­aufstellung hervor. Mit dem Kältemittel R290 (Propan) trage es nicht zum Treibhauseffekt bei und bewirke höhere Leistungszahlen. Für Wohngebiete mit besonders hohen Anforderungen an den Schallschutz empfiehlt alpha innotec die schalloptimierte Variante „LWAV+“. Bei ihr liegen laut Anbieter die Schallwerte um 6 dB(A) niedriger als die TA-Lärm fordert. „Damit ist das Gerät bereits in 6 m Abstand praktisch nicht mehr hörbar.“
Die Luft/Wasser-Wärmepumpe wird auch zur Innenaufstellung angeboten. Sie trägt dann die Bezeichnung „alira LWCV“. Das auf Modulen basierende Transportkonzept erlaubt die Einbringung mit zwei Personen „und vereinfacht die Installation des Geräts“.
Als der Allrounder der „V-Line“ gilt bei alpha innotec die „alterra SWCV“. Die Sole/Wasser-Wärmepumpen decken einen Leistungsbereich von 1 bis 17 kW ab. Die Modelle werden als Wärmezentrale mit einem integrierten 180-l-Brauchwarmwasserspeicher angeboten.

ait-deutschland GmbH, Industriestr. 3, 95359 Kasendorf, Tel.: 09228 9906-0, Fax: -2799, info@alpha-innotec.de, www.alpha-innotec.de

 

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Thu, 18 Apr 2019 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_62_ait-V-Line_f3a6e69b44.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_62_ait-V-Line_d3a2f3ecf4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/62_ait-V-Line.jpg
news-28126 Überarbeitetes Standardwerk für Pellets https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ueberarbeitetes-standardwerk-fuer-pellets/ Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat die vollständig überarbeitete Broschüre „Lagerung von Holzpellets – ENplus-konforme Lagersysteme“ veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an Fachleute und Privatpersonen, die Pelletlager planen, errichten und ausstatten wollen. Es handelt sich um die bereits 5. Auflage des Standardwerks.  

Die 48 Seiten umfassende Broschüre hat sich über die Jahre zum Leitfaden rund um das Thema Pelletlager und -bunkerbau etabliert. Sowohl für Lagerräume als auch Fertiglagersysteme werden der aktuelle Stand der Technik und Normen zu Lage, Brandschutz, Statik, Austrags- und Befüllsystemen sowie Belüftung anhand vieler Skizzen und Bilder praxisnah erläutert. Die Inhalte der im April 2019 erschienenen DIN EN ISO 20023 sind ebenso enthalten wie die Beratungspflichten des Heizungsbauers.
Die empfohlenen Ausführungsvarianten stehen dabei im Einklang mit den in Deutschland gültigen Normen. Zusätzlich bildet der Inhalt die Grundlage für Reklamationen bei der Pelletzertifizierung ENplus. Eine Vorlage für ein Übergabeprotokoll des verantwortlichen Heizungsbauers an den Kunden wurde ebenfalls aktualisiert. Neu aufgenommen wurde ein Glossar, das einen schnellen Überblick über die branchenrelevanten Fachbegriffe ermöglicht.
Vier Vorgängerausgaben trugen den Titel „Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets“. International gibt es in dieser Ausführlichkeit keine vergleichbare Publikation zum Bau und Betrieb von Pelletlagern.
Die Broschüre kann man kostenlos als PDF einsehen oder im Depi-Shop kostenpflichtig bestellen: www.depi.de/lagerbroschuere

 

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Thu, 18 Apr 2019 08:17:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm__KW16_lager1_f5af30ec5b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm__KW16_lager1_00b49af954.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW16_lager1.jpg
news-28022 Auf die Einstellung kommt es an https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/auf-die-einstellung-kommt-es-an/ Qualitätsanforderungen an Heizungswasser nach VDI 2035  

Die im Trend liegenden Flächenheizungen mit Puffersystemen sowie der zunehmende Einsatz von Bauteilen aus Aluminium machen die Anlagenkomponente Heizungswasser immer wichtiger. Sind die Wasserparameter elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert und Härte richtig eingestellt, kann ein langjähriger störungsfreier Betrieb erwartet werden. Neben einer kurzen Einführung in die Relevanz und Messtechnik dieser Parameter gibt der Fachbeitrag auch einen Einblick in den Umgang mit Bestandsanlagen.

Korrosion in geschlossenen Heizsystemen
Jeder Fachhandwerker weiß, dass die Qualität des Heizungswassers für den langfris­tig sicheren Betrieb moderner Heizungsanlagen immer wichtiger wird. Dies lässt sich nicht nur anhand der täglichen Praxiserfahrungen feststellen, sondern auch aus diversen aktuellen Regelwerken herauslesen. Einführend soll daher – mittels eines einfachen Modells – zunächst noch einmal der Einfluss der in der VDI 2035 genannten Parameter

  • pH-Wert,
  • elektrische Leitfähigkeit und
  • Sauerstoffkonzentration

auf das Korrosionsgeschehen im Heizkreislauf kurz beleuchtet werden.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine möglichst niedrige Korrosionsgeschwindigkeit der verbauten metallischen Werkstoffe lässt sich in erster Linie dann erreichen, wenn sich das Kreislaufwasser im richtigen pH-Bereich befindet und gleichzeitig eine möglichst niedrige (50 - 100 µS/cm) elektrische Leitfähigkeit vorherrscht. Ausgegangen wird hierbei aber von einer korrosionstechnisch geschlossenen Anlage, bei der kein nennenswerter Zutritt von Sauerstoff erfolgen kann, wie dies auch in der Praxis anzustreben ist. Dies lässt sich vor allem über eine gut funktionierende Druckhaltung umsetzen.
Bei Korrosionsproblemen in der Praxis erweist sich der Sauerstoffzutritt als Primärfaktor, mehr oder weniger unterstützt durch falsche pH-Werte, insbesondere bei Aluminiumlegierungen. Eine hauseigene Auswertung von über 700 Heizungswasseranalysen zeigt hier ein pH-Wert-Spektrum von 4,7 bis 10,8. Während die Ursache für sehr niedrige pH-Werte meist bei verschleppten, chemisch abgebauten Frostschutzmittelresten liegt, werden hohe pH-Werte durch die Eigenalkalisierung vollenthärteter Füllwässer und/oder zu hoch dosierte Alkalisierungsmittel erreicht. Für diese Säure- bzw. Basenkorrosionsreaktionen ist übrigens kein Sauerstoffzutritt erforderlich. Das heißt, Bauteile aus Aluminiumlegierungen werden auch bei korrosionstechnisch geschlossenen Anlagen – unter Wasserstoffbildung – bei pH-Werten > 9 zunehmend schnell aufgelöst.
Grundsätzlich hat Schwarzstahl (Eisen) die Tendenz, sich in wässriger Umgebung aufzulösen. Die am Metall zurückbleibende Ladung (e-) wird in unmittelbarer Nähe zur Austrittstelle einem Oxidationsmittel – i.d.R. im Wasser gelöster Sauerstoff – angeboten, wobei sich Hydroxidionen (OH-) bilden. Der „elektrische“ Ladungsausgleich geht dabei über das Wasser und steht somit in direkter Beziehung zu dessen elektrischer Leitfähigkeit. Eine niedrige Leitfähigkeit entspricht einem hohen Widerstand, daher begrenzt eine salzarme Betriebsweise die mögliche Korrosionsgeschwindigkeit enorm.
Bildet sich auf den im Heizkreis verbauten Metallen eine Deckschicht aus, behindert diese die beiden Reaktionen ebenfalls. Ob sich Deckschichten ausbilden können oder nicht, wird maßgeblich durch den pH-Wert bestimmt. Daher empfehlen auch die Richtlinien DIN EN 14868 und VDI 2035 einen pH-Bereich von 8,2 bis 10 (bei Aluminiumlegierungen nur bis 9,0) als bestmöglichen Kompromiss für die üblicherweise in Heizanlagen verbauten Metalle. Auch durch das Hinzufügen von Korrosionsinhibitoren werden Deckschichten erzeugt und vergrößern diesen Widerstand.
Die Tatsache, dass der Widerstand des Heizungswassers sowie ggf. der Widerstand einer Deckschicht in Reihe geschaltet sind, lässt erkennen, dass bei einem hohen Widerstandswert des Heizungswassers ein möglicher Widerstand der Deckschicht zunehmend an Bedeutung verliert. Aus diesem Grund können bei salzarmer Betriebsweise auch eher Abweichungen im pH-Wert toleriert werden. Auf Korrosionsinhibitoren kann i.d.R. verzichtet werden.
Mit einer salzarmen Betriebsweise verbindet sich der Vorteil, dass durch die weitgehende Entfernung der Neutralsalze viele Korrosionsarten gar nicht mehr auftreten können. Allerdings kann diese Fahrweise bei einem diffusionsoffenen System die Systemtrennung nicht ersetzen, schon gar nicht, wenn der Wärmeerzeuger das einzige Bauteil aus Schwarzstahl bildet.

Aufbereitung des Anlagenwassers
Grundsätzlich kann in Warmwasser-Heizungsanlagen als Füll- und Ergänzungswasser auch Trinkwasser verwendet werden. Dies jedoch nur, wenn dessen Qualität den anlagenspezifischen Anforderungen (Herstellerangaben bzw. VDI 2035) entspricht. Werden diese nicht erfüllt, so sind Wasseraufbereitungsmaßnahmen oder ein Wasseraustausch erforderlich.
Um die optimalen Werte im Heizungswasser einfach einzustellen, bietet sich besonders die Inlineentsalzung an. Bei dieser Methode kann das zirkulierende Wasser ohne Betriebsunterbrechung weitgehend automatisiert entsalzt, gefiltert und auch im pH-Wert korrigiert werden. Dabei lassen sich nicht nur bei großen Anlagen Zeit und Aufwand sparen.

Wie bei Altanlagen verfahren?
Kommt es – bei einer mängelfreien Anlage – aufgrund von nur geringfügigen Eingriffen zu keiner nennenswerten Änderung im Anlagenvolumen (z. B. Austausch von Regelarmaturen), d. h. es ändert sich auch die Kategorie der Anforderungen an das Heizungswasser nicht, ist lediglich auf einen möglichst geringen Verlust von Heizungswasser zu achten. Anders verhält es sich bei wesentlichen oder schadensbedingten Änderungen. Hier können andere Anforderungen an das Heizungswasser zu berücksichtigen sein. Dies wäre z. B. bei einem Austausch oder Einbau maßgeblicher Komponenten, z. B. der Erneuerung des Wärmeerzeugers oder dem Einbau von Flächenheizungen oder Pufferspeichern, der Fall. Es sind dann die aktuellen Analyseparameter pH-Wert, Härte, elektrische Leitfähigkeit und Aussehen des Heizungswassers zu erfassen und mit den Richtwerten der VDI 2035 sowie ggf. den Vorgaben der Komponentenhersteller abzugleichen. Die Füll- und Ergänzungswasserqualität ist dann entsprechend einzustellen.
Exkurs: Da es am Markt zu diesem Thema Unsicherheiten gibt, wird die Behandlung von Bestandsanlagen in die neue VDI 2035-1 mit aufgenommen werden. Auch zu Mängeln in der Heizungswasserqualität, deren Ursachen und möglichen Abhilfemaßnahmen wird es Hilfestellung geben. Ebenso zur Vorgehensweise bei der Probenahme und Messung der chemisch/physikalisch relevanten Messgrößen pH-Wert, Summe Erdalkalien und elektrische Leitfähigkeit.

Kühlwasser und Kaltwasserkreisläufe
Während die VDI 2035 alter und neuer Fassung auf Temperaturen bis 100 °C im Umlaufwasser fixiert ist, geht es in geschlossenen Kühl- und Kaltwasserkreisläufen nur um den Temperaturbereich 25 °C < T < 40 °C bzw. Temperaturen < 25 °C für Kaltwasser (BTGA-Regel 3.003). Schon allein aufgrund dieses anderen Temperaturbereichs unterliegen die Härtebildner in Kühlwässern keinen so strengen Richtwerten wie im Heizungswasserbereich. Dafür können eher mikro­biologische Probleme erwartet werden. Die Korrosionsparameter pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit sind vergleichbar. Da besonders bei kombinierten Heiz- und Kühlkreisläufen Regelungsbedarf besteht, hat der VDI hierzu bereits ein neues Richtlinienprojekt aufgesetzt.

Dokumentationspflicht
Bei der Errichtung von Neuanlagen sind sämtliche Schritte, beginnend bei der Beratung über Planung und Abnahme bis hin zur Wartung, zu dokumentieren. Ebenso ist bei jeglicher Veränderung an Bestandsanlagen (Komponententausch, Wasserbehandlung/-wechsel, Erweiterung) die Kompatibilität des sich in der Anlage befindlichen Umlaufwassers mit den nunmehr eingesetzten Bauteilen zu bewerten und zu dokumentieren (VOB/C, VDI 2035).
Zum Zwecke der Dokumentation ist ein entsprechendes Anlagenbuch zu führen, das dem Betreiber durch den Installateur oder Planer übergeben wird. Der Betreiber ist dann für die Fortführung der Dokumentation bei Wartung (Wasserparameter) oder Anlagenveränderungen verantwortlich. Es ist aber zu beachten, dass die VDI 2035 im Falle von Wasserbehandlungsmaßnahmen (Zugabe von chemischen Produkten) eine Sachkunde fordert.
Kann der Betreiber die entsprechenden Dokumente in einem späteren Schadensfall nicht vorlegen, haben die Versicherung und der Hersteller der defekten Bauteile u. U. ein Leistungsverweigerungsrecht. Dieses Leistungsverweigerungsrecht beruht auf der Annahme, dass der Schaden auf eine fehlerhafte Wasserbehandlung zurückzuführen ist.

Einsatz chemischer Produkte
Über sogenannte Vollschutzprodukte wird kontrovers diskutiert, handelt es sich doch um chemische Zusatzstoffe zum Korrosionsschutz und zur Härtestabilisierung im Heizungswasser mit all ihren Vor- und Nachteilen.
Beginnen wir mit den Vorteilen: Die Anwendung scheint einfach, denn das Wasser muss meist nicht einmal aufbereitet werden. Der pH-Wert ist passend stabilisiert und auf den Metallen bildet sich eine Schutzschicht gegen korrosive Angriffe bzw. Metallabgabe (interessant für nicht sauerstoffdiffusionsdichte Misch­installationen Cu/Fe). Zudem können Schwebeteilchen wie Magnetit fein dispergiert in Lösung gehalten werden.
Diese Vorzüge gehen allerdings auf Kosten des Minimierungsgebotes, demzufolge möglichst wenig Chemie eingesetzt werden soll, was in diesem Fall nicht eingehalten wird. Nur in Ausnahmefällen sollte daher diese Option zum Einsatz kommen. Beispiel dafür wäre eine sauerstoffdiffusions­offene Heizungsanlage aufgrund eines älteren Flächenheizungssystems oder eines offenen, oben liegenden Ausdehnungsgefäßes.
Im Anlagenbetrieb aufwendig erscheint aber auch die regelmäßig, notwendige Kontrolle und ggf. Korrektur der Wirkstoffkonzentration. Ist diese nicht gegeben, spricht man von unterinhibierten Systemen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für Lokalkorrosion, die schnell zu Wanddurchbrüchen führen kann. Ist das Produkt biologisch abbaubar, dient es nebenbei noch als Nahrungsmittel für Mikroorganismen und fördert somit die Bildung von Biofilmen, welche nicht nur Wärmeübergänge stark reduzieren.
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die zum Teil messtechnisch nachweisbare sehr gute Schutzschichtbildung nur auf mehr oder weniger blanken Metalloberflächen stattfindet. In der Praxis müssten daher die Anlagen für eine optimale Wirkung zuerst chemisch gereinigt/gebeizt werden. Das restlose Entfernen der dazu verwendeten Reiniger ist aber in der Praxis vor allem bei größeren Objekten nicht immer einfach möglich.

Literatur:
[1]    VDI 2035 Blatt 1 (Entwurf, Ausgabe 2019-03): Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen – Steinbildung und wasserseitige Korrosion
[2]    VDI 2035 Blatt 1 (Ausgabe 2005-12 mit Berichtigung Ausgabe 2006-12): Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen – Steinbildung in Trinkwassererwärmungs- und Warmwasser-Heizungsanlagen
[3]    VDI 2035 Blatt 2 (Ausgabe 2009-08): Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen – Wasserseitige Korrosion
[4]    DIN EN 14868 (Ausgabe 2011-05): Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe – Leitfaden für die Ermittlung der Korrosionswahrscheinlichkeit in geschlossenen Wasser-Zirkulationssystemen
[5]    BTGA 3.003 (Ausgabe 2017-04]: Geschlossene wassergeführte Kalt- bzw. Kühlwasserkreisläufe – Zuverlässiger Betrieb unter wassertechnischen Aspekten
[6]    DIN EN 12828 (Ausgabe 2014-08): Heizungsanlagen in Gebäuden – Planung von Warmwasser-Heizungsanlagen
[7]    DIN 18299/VOB Teil C (Ausgabe 2016-09): Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art

Autor: Dr. Dietmar Ende, Sachverständiger für Korrosion, Leiter Forschung und Entwicklung bei perma-trade Wassertechnik GmbH

Bilder: perma-trade

www.perma-trade.de

 

Leitfähigkeit und pH-Wert richtig messen
Besonders für die pH-Wertmessung ist die richtige Messtechnik entscheidend. Beträgt die elektrische Leitfähigkeit des Heizungswassers weniger als 150 µS/cm, muss ein elektronisches pH-Messgerät angewendet werden, da Teststreifen zu träge bzw. ungeeignet sind. Dessen Kalibrierung sollte dabei nicht länger als 14 Tage zurückliegen.

Vorgehensweise:
1)    Auswählen einer gut durchströmten Zapfstelle.
2)    Tülle mit Schlauchstück aufschrauben.
3)    Stagnationswasser an der Probenahmestelle verwerfen.
4)    Probenahmegefäß und (Kombi)Messgerät mit Heizmedium spülen.
5)    Probenahme möglichst ohne Lufteintrag (Schlauch eintauchen).
6)    Bei kombinierter Messung zuerst die Leitfähigkeit ablesen, dann den pH-Wert.
7)    Bei warmem Wasser Temperaturkompensation abwarten.

Die Probenahmegefäße müssen sauber und ölfrei sein und dürfen – im Fall von PET-Flaschen – vorher kein kohlensäurehaltiges Getränk enthalten haben.

 

 

 

 

 

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Wed, 17 Apr 2019 12:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/b/csm_40_58ca275c57.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/b/csm_40_c398a5fe28.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/40.jpg
news-28127 HEIZUNGSlabel.de, Open Datapool und Open Datacheck kooperieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/heizungslabelde-open-datapool-und-open-datacheck-kooperieren/ Berlin.&nbsp; Seit April ist die Online-Plattform HEIZUNGSlabel.de der VdZ (Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik) an den Open Datapool des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und an Open Datacheck vom Deutschen Großhandelsverband Haustechnik (DG Haustechnik) angebunden. Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, verspricht sich von der Vernetzung der drei Plattformen eine konkrete Effizienzsteigerung für die Nutzer der Angebote, das Handwerk und den Großhandel.  

„Je passgenauer und aktueller Daten in der Gebäudetechnik von Fachleuten gebündelt und abgerufen werden können, desto stärker können die Vorteile von energieeffizienten Lösungen beim Endverbraucher überzeugen.“
Bereits seit Ende 2015 gelten Informationspflichten für Wärmeerzeuger, Warmwasserbereiter oder -speicher und Verbundanlagen. Seitdem müssen die genannten Produktgruppen mit einem Energielabel, ähnlich dem für Haushaltsgeräte, gekennzeichnet werden. SHK-Betriebe müssen Kunden bereits mit dem Angebot Informationen zur Energieeffizienz ihrer Produkte bereitstellen. Energielabel für Einzelgeräte werden dabei vom Hersteller bereitgestellt. Bei Verbundanlagen mit Produktkomponenten von verschiedenen Herstellern müssen Handwerker jedoch ein individuelles Energielabel (Verbundanlagenlabel) erstellen. Um diesen Prozess Handwerkern und Großhändlern zu erleichtern, konzipierte die VdZ die Plattform HEIZUNGSlabel.de.

Die Online-Plattformen in der Kurzübersicht
HEIZUNGSlabel.de
Die VdZ-Plattform unterstützt den Handwerker bei der Berechnung des Energielabels für Verbundanlagen. Hersteller speisen dazu die für die Berechnung des Verbundanlagenlabels relevanten Daten in das VdZ-Portal ein. Im Portal steht ein Berechnungstool zur Verfügung, das aus den Einzeldaten ein Verbundanlagenlabel generiert. Zudem sind in der Plattform über 20000 Artikel mit Energielabeln abrufbar.

Open Datapool
Die Online-Plattform des ZVSHK ist eine Branchenlösung zur Bereitstellung von Herstellerdaten für das Handwerk. Die abrufbaren Daten sind qualitätsgeprüft, aktuell, individuell downloadbar und bieten die Möglichkeit einer gezielten Recherche. Die Plattform bündelt zwei- und dreistufige Herstellerdaten.

Open Datacheck
Mit der Online-Plattform des DG Haustechnik können Lieferanten ihre Produktdaten prüfen, optimieren und an die Mitgliedsbetriebe des DG Haustechnik, also den Großhandel, weitergeben. Zusätzlich kann über Open Datacheck auch die Plattform des ZVSHK, Open Datapool und damit das Handwerk mit Produktdaten bedient werden.

 

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Wed, 17 Apr 2019 10:19:33 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_Kerstin-Vogt-VdZ_web_9f71c43fb4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_Kerstin-Vogt-VdZ_web_74454cf3a5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Kerstin-Vogt-VdZ_web.jpg
news-28118 SMA Solar Technology AG: Datenbank für Planer https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sma-solar-technology-ag-datenbank-fuer-planer/ SMA hat in diesem Jahr auf der E-world in Essen erstmals ein Angebot im Bereich der SMA Energy Data Services präsentiert.  

Basierend auf den Echtzeit-Daten aus über 400 000 ­Photovoltaik- und Batteriesystemen mit 1,5 Mio. angeschlossenen Geräten auf der weltweit größten Plattform für Energiedaten bietet das Unternehmen in diesem Bereich damit einzigartige Leistungs­angebote für Netzbetreiber, Energiehändler, Direktvermarkter und Prognosedienstleister an. Zu dem Leistungsangebot gehören Prosumer-Echtzeitdaten bis auf Micro Grid Level, Prosumer-Prognosen, Netzzustandsdaten sowie die kundenspezifische Datenbereitstellung. Übertragungsnetzbetreiber TenneT nutzt bereits die anonymisierten Echtzeitdaten von über 50 000 PV-Anlagen, um den in seinem Netzgebiet erzeugten PV-Strom reibungslos und effizient in das Stromnetz zu integrieren.
SMA Solar Technology AG, Sonnenallee 1, 34266 Niestetal, Tel.: +49 (0)561 9522 - 0, Fax: +49 (0)561 9522 - 100, info@sma.de, www.sma.de

 

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Wed, 17 Apr 2019 09:40:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_032_SMA_8b81081119.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_032_SMA_60052f0d5d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/032_SMA.jpg
news-28083 Ochsner: Selbst entwickelte Regeltechnik und neue Wärmepumpen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/ochsner-selbst-entwickelte-regeltechnik-und-neue-waermepumpen/ Erstmals stellt Ochsner mit „OTS“ eine selbst ent­wickel­te Regelung für Wärmepumpen vor. Verschiedene Sensoren und Aktoren im Gebäude lassen sich mit ihr verbinden. „Die Interaktion mit Energiemanagementsystemen, Smart-Home-Lösungen oder der Gebäudeleittechnik sorgt für einen effizienten Betrieb“, zeigt sich der Hersteller überzeugt.  

Seine Premiere erlebt das Regelsystem „Ochsner ­Tronic Smart“ (OTS) in der ebenfalls neuen Wärmepumpe „Air Hawk 208“. Sie ist auf den Neubau mit einem geringeren Leistungsbedarf zwischen 4 und 8 kW zugeschnitten. Ein Pufferspeicher kann entfallen.

Ochsner Wärmepumpen GmbH, Kurfürstendamm 11, 10719 Berlin, Tel.: 069 256694-0, kontakt@ochsner.de, www.ochsner.de

 

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Wed, 17 Apr 2019 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_63_Ochsner-OTS_64ca6f57c3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_63_Ochsner-OTS_0dc8970691.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/63_Ochsner-OTS.jpg
news-28025 Flächenheizung verlegen lassen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/flaechenheizung-verlegen-lassen/ Hersteller bieten die Verlegung von Flächenheizungen als Dienstleistung zu fixen Preisen an. Das schont personelle Ressourcen im Betrieb und verspricht Kalkulationssicherheit für den Unternehmer  

Das SHK-Handwerk hat volle Auftragsbücher – die Betriebe sind über Wochen hinaus ausgelastet. Mit neuen Serviceangeboten wie die Verlegung von Flächenheizungen durch Partnerbetriebe oder eigenes Montagepersonal versucht die Heizungsindustrie, den knappen „Montagekapazitäten“ der Fachbetriebe zu begegnen. Ein guter Ansatz, denn gerade bei ausgedehnten Flächen binden die zeitintensiven Arbeiten wertvolle Personalressourcen, die an anderer Stelle gewinnbringend eingesetzt werden könnten.

Es läuft so gut im Handwerk wie selten zuvor. Dies geht aus dem Konjunkturbericht des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks ZDH hervor, der blumig mit „Handwerk im Konjunkturmarathon“ überschrieben ist. 94 % der Unternehmen beurteilen demnach ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend.

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Wed, 17 Apr 2019 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_36_1_464d8e930f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_36_1_7bc01163bb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/36_1.jpg
news-28125 Batterie-Initiative „No-Lithium-Inside“ gestartet https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/batterie-initiative-no-lithium-inside-gestartet/ Der Stromspeicherhersteller Powertrust hat die Initiative „No-Lithium-Inside“ gestartet. Darin soll das Problem des Recyclings von Lithium-Ionen-Batterien bewusst gemacht und für Blei-Kristall-Batterien geworben werden.  

Der Bremer Stromspeicherhersteller Powertrust stellt die Lithium-Ionen-Technologie in Frage. Beim Transport müssen Lithium-Ionen-Akkus beispielsweise als Gefahrgut behandelt werden. Recycling-Systeme gibt es derzeit praktisch nicht. Ein Aufbau solcher wäre aber angezeigt angesichts der wachsenden Zahl solcher Batterien, bis die ersten Solarstromspeicher auf Basis von Lithium ausrangiert werden.

Back to Blei?

Bereits 2014 hat das Bremer Unternehmen gegen den allgemeinen Trend beschlossen, in seinen stationären Stromspeichern keine Lithium Ionen Akkus einzusetzen. Zu gefährlich, argumentieren sie. Ganz anders sei die Situation bei Blei-Kristall-Batterien. Sie sind laut Powertrust aufgrund ihrer Chemie weder ein Gefahrgut noch können sie sich entzünden, weder bei Überhitzung noch bei Beschädigung. Und sie seien nach ihrem Lebenszyklus wertvoller Rohstofflieferant, der zu 98 % recycelt und nach Gewicht an der Börse gehandelt werden könne.
„Wir können nicht einerseits grün predigen und andererseits die nachfolgende Generation mit Sondermüll aus stationären Stromspeichern belasten. Wir wollen das Bewusstsein für gute, vollständig recyclingfähige Verbrauchsgüter schärfen“, sagt Mike Heger, CEO von Powertrust zur „No-Lithium-Inside“ Initiative.

 

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Tue, 16 Apr 2019 11:11:04 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm__KW16_powertrust1_e7a67077b8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm__KW16_powertrust1_2819b9e679.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW16_powertrust1.jpg
news-28026 Trockenlegung grüner Flächen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/trockenlegung-gruener-flaechen/ Regenentwässerungsanlagen bei Dachbegrünungen  

Dachbegrünungen haben in den letzten Jahrzehnten aufgrund der ökologischen, funktionalen und gestalterischen Vorzüge erheblich an Bedeutung gewonnen. Die exakte Planung und Ausführung der Regenentwässerungsanlagen von begrünten Dachflächen stellen höchste Anforderungen an die beteiligten Fachleute. Eine genaue Koordination zwischen Architekt, Statiker, Dachdecker- und Dachbegrüner sowie Sanitärplaner und Fachinstallateur ist die wichtigste Vorausetzung für einwandfrei funktionierende und sichere Regenentwässerungsanlagen bei Dachbegrünungen.

Regelwerke und Geltungsbereiche
Bei der Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen müssen die Anforderungen der Dachbegrünungsrichtlinien [1] umgesetzt werden. Sie gelten für Intensivbegrünungen, einfache Intensivbegrünungen und Extensivbegrünungen auf Dächern und Decken, z. B. Hallendächern, Dachterrassen, Tiefgaragen und anderen Bauwerksdecken mit einer Überdeckungshöhe bis 2 m. Die zugehörigen Regenentwässerungsanlagen müssen gemäß DIN EN 12056-3 [2] und DIN 1986-100 [3] geplant und ausgeführt werden.

Planung von Regenentwässerungsanlagen
Regenentwässerungsanlagen müssen entsprechend DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100 geplant und ausgeführt werden. Die Entwässerung von Dachbegrünungen muss durch den Schichtaufbau und über die Oberfläche sichergestellt sein. Gemäß den Dachbegrünungsrichtlinien unterscheidet man grundsätzlich folgende Formen der Entwässerung:

  • Ablaufstellen innerhalb der Vegetationsfläche,
  • Ablaufstellen außerhalb der Vegetationsfläche,
  • getrennte Entwässerung von begrünten und vegetationsfreien Flächen,
  • Entwässerung bei Kehldächern,
  • Entwässerung über die Dach-Traufe.


Ein statischer Nachweis für Dächer mit Dachbegrünungen muss unter Berücksichtigung der Sollwassertiefe für die Notentwässerung erfolgen (DIN 1986-100, Abschnitt 5.8.3).
Jedem Entwässerungstiefpunkt auf dem Dach muss neben dem Ablauf eine Notentwässerung zugeordnet werden. Die Regenentwässerung kann über Freispiegelsysteme oder planmäßig vollgefüllt betriebenen Regenwasserleitungen mit Druckströmung erfolgen. Bei planmäßig vollgefüllt betriebenen Regenwasserleitungen mit Druckströmung ist Folgendes zu beachten:

  • Bei sehr kleinen Dachflächen mit Begrünung ist zu prüfen, ob der Regenwasserabfluss (Q) in Liter pro Sekunde ausreichend ist, die notwendige Selbstreinigungsfähigkeit sicherzustellen.
  • In einem Druckentwässerungssystem ist die Kombination von Dachflächen mit unterschiedlicher Abflussverzögerung (Abflussbeiwerte) zu vermeiden. Intensivbegrünungen, Extensivbegrünungen oder bekieste/unbekieste Dächer unterscheiden sich in den Abflussbeiwerten (DIN 1986-100, Abschnitt 6.4).
  • Dachbegrünungen mit flächigem Wasseranstau in der Drainschicht sind Sonderformen und separat mit Freispiegelsystemen zu entwässern (DIN 1986-100, Abschnitt 5.8.3).
  • Die regelmäßige Wartung der Regenentwässerungsanlage gemäß DIN 1986-3 [4] muss sichergestellt werden.

Entwässerungseinrichtungen
Nach den Dachbegrünungsrichtlinien sind folgende Entwässerungseinrichtungen relevant:

  • Dachabläufe,
  • innen liegende
  • und eingebaute Dachrinnen,
  • Rinnen vor Türen,
  • Dachrinnen,
  • Wasserspeier,
  • Notüberläufe.

Bei Dachbegrünungen müssen die Entwässerungseinrichtungen das Oberflächenwasser von der Vegetationsschicht sowie das Überschusswasser aus der Drainschicht sicher ableiten können. Alle Entwässerungseinrichtungen müssen jederzeit frei zugänglich sein. Dach- und Notabläufe sowie Not­überläufe sind von Überschüttungen, z. B. mit Kies, freizuhalten. Entwässerungsrinnen dürfen nicht durch Überwachsungen in ihrer Funktion beeinträch­tigt werden.

Dachabläufe in Vegetationsflächen
Dachabläufe innerhalb von Vegetationsflächen sind zum Schutz vor Verunreinigungen bzw. dem Zuwachsen durch die Begrünung grundsätzlich durch einen Kontrollschacht zu schützen oder mit einem mindestens 50 cm breiten Kiesstreifen und einem Laubfangkorb zu sichern.

Dachabläufe außerhalb von Vegetationsflächen
Dachabläufe außerhalb von Vegetationsschichten werden in der Regel in Kiesstreifen angeordnet. Die Dachabläufe sind zum Schutz vor Verunreinigungen mit einem Laubfangkorb zu sichern. Bei begehbaren Flächen sind die Dachabläufe mit entsprechenden Aufsatzteilen zu versehen. Die Abdeckungen müssen bündig mit dem Flächenbelag abschließen.

Entwässerung bei geneigten begrünten Dächern
Bei der Entwässerung von geneigten, begrünten Dächern ist grundsätzlich zwischen Kehldachentwässerung und Traufentwässerung zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist von besonderer Bedeutung bei der Dimensionierung der Drainage. Die Entwässerung von geneigten, begrünten Dächern erfolgt in der Regel über Kiesstreifen ohne oder mit eingebetteten Drainrohren, über Außen- oder Innendachrinnen bzw. Wasserspeier.

Notentwässerung
Für die Notentwässerung können Not­überläufe (zum Beispiel rechteckige Öffnungen in der Attika) oder Notabläufe mit Rohrsystemen eingesetzt werden. Rohrsys­teme zur Notentwässerung sind als Freispiegelsysteme oder als planmäßig vollgefüllt betriebene Systeme mit Druckströmung zu bemessen. Die Notentwässerung darf nicht an die Entwässerungsanlage angeschlossen werden, sondern muss mit freiem Auslauf auf schadlos überflutbare Grundstücksflächen abgeleitet werden.
Die Unterkante der Notentwässerung muss oberhalb der erforderlichen Druckhöhe für den gewählten Dachablauf liegen. Der Zufluss zu den Notüberläufen oder Notabläufen darf durch den Schichtaufbau der Dachbegrünung, Randeinfassungen oder sonstiger Hindernisse nicht beeinträchtigt werden. Der Nahbereich der Notüberläufe/Notabläufe ist so zu gestalten, dass das Wasser ungehindert abfließen kann und jederzeit eine Sichtkontrolle möglich ist. Dieser Bereich ist von Bewuchs frei zu halten.

Bemessungsgrundsätze
Regenentwässerungsanlagen werden gemäß DIN 1986-100 aus wirtschaftlichen Gründen und zur Sicherstellung der Selbstreinigungsfähigkeit für ein mittleres Regenereignis bemessen. Die Berechnungsregenspende muss auf Basis statistischer Erhebungen ermittelt werden. Für Dachflächen ist dies der Fünfjahres-Fünfminutenregen (r5,5) am Gebäudestandort.
Zur Ermittlung der erforderlichen Regenspenden sind die Werte nach KOSTRA-DWD 2010 [5] zu verwenden. In Tabelle A.1 der DIN 1986-100 befindet sich eine Übersicht der Regenspenden für einige ausgewählte Städte Deutschlands. Die angegebenen Regenspenden sollen als Grundlage für die Bemessung von Regenentwässerungsanlagen, Notentwässerungen sowie zur Erstellung von Überlastungs- und Überflutungsnachweisen dienen.
Für die Bemessung von Regenentwässerungsanlagen gemäß DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100 (Freispiegelentwässerung bzw. Dachentwässerung mit Druckströmung) sollten die Spitzenabflussbeiwerte Cs für begrünte Dachflächen gemäß den Dachbegrünungsrichtlinien Abschnitt 9.3.4 verwendet werden.
Die Regenentwässerungsanlage und das Notentwässerungssystem müssen gemeinsam mindestens den am Gebäudestandort über 5 Minuten zu erwartenden Jahrhundertregen (r5,100) entwässern können. Ist ein außergewöhnliches Maß an Schutz für ein Gebäude erforderlich, sollte die Notentwässerungsanlage allein den Jahrhundertregen (r5,100) sicher ableiten können.
In der DIN 1986-100 sind die erforderlichen Berechnungsformeln und Dia­gramme für die Bemessung von Notentwässerungen enthalten.

Schlussbemerkung
Bei der Planung und Ausführung von Regenentwässerungsanlagen bei Dachbegrünungen ist grundsätzlich ein reger Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Fachleuten erforderlich. So benötigt der Sanitärplaner genaue Angaben zur Positionierung und Ausführungsart der Entwässerungseinrichtungen sowie exakte Vorgaben zur Bestimmung des Abflussbeiwertes. Die Bemessung der Not­entwässerung muss bezüglich der maximalen statischen Belastungen (statischer Nachweis gemäß DIN 1986-100, Abschnitt 5.8.3) in Zusammenarbeit mit dem Statiker erfolgen. Nur durch die vorherige Abstimmung aller Details sind die Voraussetzungen für einwandfrei funktionierende und sichere Regenentwässerungsanlagen bei Dachbegrünungen zu erfüllen.

Literatur:
[1]    Dachbegrünungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Bau und Instandhaltungen von Dachbegrünungen
[2]    DIN EN 12056-3: Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Dachentwässerung, Planung und Bemessung
[3]    DIN 1986-100: Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke
[4]    DIN 1986-3: Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Teil 3: Regeln für Betrieb und Wartung
[5]    KOSTRA-DWD: Koordinierte Starkniederschlagsregionalisierung und -auswertung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Autor: Bernd Ishorst, IZEG Informationszentrum Entwässerungstechnik Guss e.V., Bonn

 

 

 

Begrünungsarten und Vegetationsformen
Bei Dachbegrünungen unterscheidet man grundsätzlich nach Intensivbegrünungen, einfachen Intensivbegrünungen und Extensivbegrünungen.

Intensivbegrünungen
Intensivbegrünungen sind nur durch eine intensive Pflege mit regelmäßiger Wasser- und Nährstoffversorgung dauerhaft zu erhalten. Die verwendeten Pflanzen stellen sehr hohe Ansprüche an den Schichtaufbau der Dachbegrünung. Intensivbegrünungen können zum Beispiel aus Stauden, Gräsern, Gehölzen, im Einzelfall auch Bäumen, sowie Rasenflächen bestehen.

Einfache Intensivbegrünungen
Einfache Intensivbegrünungen sind in der Regel mit Gräsern, Stauden und Gehölzen ausgebildet. Die verwendeten Pflanzen stellen geringere Ansprüche an den Schichtaufbau. Der Herstellungsaufwand und die Pflegemaßnahmen sind grundsätzlich geringer als bei der Intensivbegrünung.

Extensivbegrünungen
Extensivbegrünungen sind naturnah angelegte Vegetationsformen, die sich weitgehend selbst erhalten und weiterentwickeln. Deshalb werden Pflanzen mit besonderer Anpassung an die mitunter extremen Standortbedingungen und hoher Regenerationsfähigkeit verwendet. Extensivbegrünungen sind mit relativ niedrigem Aufwand herstellbar. Im Normalfall ist der Pflegeaufwand sehr gering.

 

 

 

 

 

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Tue, 16 Apr 2019 11:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_32_b62acf95cc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_32_48dc100dbe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/32.JPG
news-28124 RMB/ENERGIE kooperiert BDR Thermea-Gruppe https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/rmbenergie-kooperiert-bdr-thermea-gruppe/ Saterland.&nbsp; Der norddeutsche BHKW-Hersteller RMB/ENERGIE, Mitglied der weltweit agierenden Yanmar-Gruppe, vertreibt seine „neoTower“-Blockheizkraftwerke nun auch unter dem Dach der BDR-Thermea-Gruppe. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde Mitte März in Frankfurt unterzeichnet. Zu BDR zählen unter anderem Baxi, De Dietrich und Remeha.  

Für RMB/ENERGIE sei die Kooperation ein weiterer Schritt auf dem Weg zur angestrebten Marktführerschaft im BHKW-Leistungsbereich von 2,0 bis 50 kW (elektrisch), heißt es. Der „neoTower“ des norddeutschen BHKW-Herstellers biete in 13 verschiedenen Modellen eine elektrische Leistung von 2,0 bis 50,0 kW.

www.neotower.de
www.bdrthermeagroup.com

 

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Tue, 16 Apr 2019 10:40:19 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_bdr_presse_2-kl_web_1d84862420.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_bdr_presse_2-kl_web_143670b8f6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/bdr_presse_2-kl_web.jpg
news-28117 Wolf GmbH Group: Montagesystem und Konfigurator https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wolf-gmbh-group-montagesystem-und-konfigurator/ Wolf präsentiert ein für die Montage optimiertes Programm seiner Solar-Aufdach-Montage-Sets für die Flachkollektoren TopSon F3-1 / F3-1Q und CFK-1 sowie ein Aufdach-Montage-Set für den Röhrenkollektor CRK-12.  

Der neue Solar Konfigurator soll auch für Sonderfälle eine leichte, individuelle und standortspezifische Auslegung der Solar-Montage-Systeme bieten. Anwender erhalten u. a. einen Vorschlag der Schnee- und Windlastzone anhand des angegebenen Standorts. Der Konfigurator verspricht eine optimale Zusammenstellung der benötigten Komponenten und ermöglicht dank Permalink ein komfortables Speichern und Laden der geplanten Solaranlagen sowie die Ausgabe als PDF-Bericht mit QR-Code zum schnellen Bearbeiten. www.wolf.eu/solar-conf
Wolf GmbH, Industriestraße 1, 84048 Mainburg, Tel.: +49 (0)8751 74 - 0, Fax: +49 (0)8751 74 - 1600, info@wolf.eu, www.wolf.eu

 

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Tue, 16 Apr 2019 09:38:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_032_Wolf_cb216953b9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_032_Wolf_d3fcb1138a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/032_Wolf.jpg
news-28114 Siemens AG: Batteriespeicher von Siemens https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/siemens-ag-batteriespeicher-von-siemens/ Mit der Junelight Smart Battery bietet Siemens erstmals einen Lithium-Ionen-Batteriespeicher zur Speicherung und Nutzung von eigenerzeugtem Strom an, der speziell auf die Anforderungen in privaten Eigenheimen ausgelegt ist.  

Die Speicherkapazität lässt sich jederzeit flexibel an den individuellen Bedarf anpassen und umfasst bis zu 19,8 kWh. Die Junelight Smart Battery ist ab sofort in Deutschland und ab April 2019 in Österreich verfügbar. Die Kapazität der Junelight Smart Battery lässt sich modular und zeitlich unbegrenzt erweitern: Bis zu sechs Batterieeinheiten mit einer Nettokapazität von je 3,3 kWh können nachgerüstet und flexibel an ein verändertes Verbrauchsverhalten angepasst werden, etwa zur Anbindung von Wärmepumpen oder zum Laden von Elektroautos.
Siemens AG, Werner-von-Siemens-Straße 1, 80333 München, Tel.: +49 (0)89 636 - 00, Fax: +49 (0)69 6682 - 6664, contact@siemens.com, www.siemens.com

 

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Tue, 16 Apr 2019 09:17:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_032_Siemens_e677ae75f9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_032_Siemens_71ed4d60df.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Siemens.jpg
news-28027 Ein Bad, das mitdenkt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ein-bad-das-mitdenkt/ Licht und Sound intelligent gesteuert – für das perfekte Wellness-Erlebnis im heimischen Badezimmer  

War das Thema „smartes Bad“ bisher vor allem in Premium-Immobilien zu finden, avancieren guter Sound und perfektes Licht zunehmend auch in hochwertigen Ein- und Mehrfamilienhäusern zum „Must-Have“. Für Planer und Haustechniker ist es dabei besonders spannend, die richtigen Produkte zu integrieren und technisch so ansteuerbar zu machen, dass sie das Bad in eine ganz persönliche Erlebniswelt des Kunden verwandeln. Es gilt, die intelligente Technik, die es auf dem Markt gibt, möglichst einfach für den Anwender zu integrieren. Denn smarte Technik soll nicht kompliziert sein, sondern im Gegenteil das Leben der Nutzer vereinfachen.

Die vorherrschende Meinung zum Thema Smart Home ist für viele leider noch sehr technologisch geprägt. Obwohl es eigentlich darum geht, maximalen Komfort zu integrieren. Mit einem einzigen Knopfdruck bzw. Touch die perfekte Lichtstimmung, Entspannungsmusik oder das Lieblings-TV-Programm genießen. Die Tatsache, dass intelligente Lösungen im Bad fast unendliche Möglichkeiten bieten bedarf entsprechender Beratung. Eine Beratung, die die intelligente Badplanung und Steuerung der gewünschten Anwendungen in den Fokus stellt.

Musik, die aus der Wand kommt
Den idealen Einstieg, um Emotionen beim Kunden zu wecken, bietet das Thema Musik. Musik ist ein Gute-Laune-Garant, sorgt für fröhliche Momente und hebt die Stimmung. Doch ob auf dem Waschtisch oder neben der Dusche – viel Platz für eine Stereoanlage bietet sich meist nicht und Kabelgewirr im Bad ist unerwünscht. Dank trendiger Radios im Schalterdesign werden Musik und aktuelle News nur noch hör- statt sichtbar. Kompakt, elegant und nahezu unsichtbar wie das Unterputz-Radio „Touch“ von Berker. Das kleine Klangwunder, bestehend aus Radio und Lautsprecher, benötigt nicht mehr Platz als eine Zweifach-Steckdose – ideal für Zimmer mit wenig Abstellfläche. Es wird ohne großen Aufwand in die Wand integriert, und zwar oft dort, wo eine bereits verlegte Steckdose nicht mehr benötigt wird. Am Touch-Display wählt man die Wunsch­sender aus und weist sie einem Speicherplatz zu. Zeit- und Datumsanzeige sowie Timer-, Sleep- und Weckfunktion inklusive. Ein weiterer Player auf dem Markt: Gira. Hier findet sich das Unterputz-Radio „RDS“ im Angebot. Mit seinem neu konzipierten Lautsprecher besitzt das Radio einen reinen Klang. Die intuitive Bedienung ist dank kapazitivem Sensorfeld und hochwertigem Display zur Anzeige von Informationen und senderspezifischen Daten komfortabel. Auch ein Premiumanbieter moderner Gebäudetechnik, die Firma Jung. Bestes Produktbeispiel: das „Smart Radio“ im Schalterdesign (Schwarz oder Weiß) mit Glasfront. Die Auswahl reicht von exklusiven Metallvarianten bis hin zu farbigen Glas- oder Kunststoff-Rahmen. Shortcuts ermöglichen den schnellen Zugriff auf Weck- und Sleep-Timer-Funktion sowie die Favoritenliste.
Für Kunden, die erstklassigen Sound mit smarter Nutzung kombinieren wollen, zählen Firmen wie REVOX und KEF zu den Ansprechpartnern. KEF gilt als einer der besten Soundspezialisten weltweit und wartet mit einem speziellen Deckenlautsprecher für Badezimmer auf. Denn ein typisches Problem im Badezimmer ist der Raum für Deckenlautsprecher. Abgehängte Decken bieten oft nur wenig Platz. Der KEF-Deckenlautsprecher ist mit nur 36 mm für die typischen 40-mm-Hohlräume geeignet und das einzige motorgesteuerte Produkt auf dem Markt. Im ausgeklappten Zustand richtet der Lautsprecher der „Ci“-Serie den Abstrahlwinkel direkt auf den Zuhörer, egal ob der gemütlich in der Badewanne liegt oder duscht.
Eines der bekanntesten Traditionsunternehmen im Soundbereich, REVOX, bietet dank seiner systematisch aufgebauten Produktpalette interessante Technik und Systeme. Die „I“-Serie umfasst unsichtbare Lautsprecher mit hervorragendem Klang – perfekt für das Badezimmer. Ganz frisch, auf der internationalen Messe für professionelle AV Systemintegratoren & elektronische Integration der ISE (Integrated Systems Europe) in Amsterdam entdeckt, das dänische Lautsprecherunternehmen Cornered Audio. Wer nach ungewöhnlichen Ecklösungen für Lautsprecher sucht, wird hier fündig. Mit einer Abstrahlung von oben nach unten bietet auch er perfekten Sound für kleine und große Bäder und das bei gutem Preis-Leis­tungsverhältnis.

Musik, wo man sie nicht erwartet
Das Thema Sound kann aber auch ganz anders transportiert werden, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, so zum Beispiel mittels Badewanne. Mit „Sound Wave“ verwandeln sich alle Kaldewei-Wannenmodelle in eine Akustikwanne. „Sound Wave“ besteht aus zwei Körperschallwandlern, sechs Akustikplatten, einer Steuerungsbox sowie dem Empfänger. Die einzelnen Komponenten samt Bluetooth-Empfänger werden verdeckt unter der Badewanne montiert. Die Bedienung funktioniert über das Audio-Gerät. Die Wanne fungiert dabei als Resonanzkörper. Laut Kaldewei ist diese Kombination eines Soundsystems mit der Badewanne die konsequente Weiterentwicklung der Badgestaltung. Gönnt man sich ein entspannendes Bad und hört dabei über „Sound Wave“ Musik, so seien die Töne nicht nur hörbar, sondern über das Badewasser sanft spürbar. Mit „ViSound“ bietet Villeroy & Boch ebenfalls ein Soundsystem, das die Badewanne zum Klingen bringt. Einsetzbar bei sämtlichen Quaryl- und Acryl-Badewannen des Herstellers.

Musikvideo im Spiegel
Erweitert man das Thema Sound um den visuellen Aspekt, wird für gelungenes Entertainment im Bad der „Smart Spiegel“ von Mues-Tec zum Hauptakteur. Er spricht vor allem technikversierte Kunden und all jene, die sich für das Smart Home interessieren, an. Der „Smart Spiegel“ ist webbasierend. Über Streaming Apps wie Waipu, Netflix, Sky Go oder Amazon können Musikvideos oder Serien abgespielt werden. Darüber hinaus kann er wesentlich mehr als ein gängiges TV Gerät – bis hin zur kompletten Smart-Home-Steuerung. Der Bewegungssensor aktiviert den Bildschirm beim Eintreten ins Badezimmer. Dank der Zusammenarbeit von Lanzet, dem deutschen Badmöbelhersteller, und Mues-Tec, dem Erfinder des „Smart Spiegels“, soll dieses Jahr der „Smart Mirror Cabinet“ (SmarT) auf den Markt kommen. Er kombiniert die ausgeklügelte Technik des Smart Spiegels mit einem hochwertigen Spiegelschrank.
Villeroy & Boch bringt Smartness auch über seine Premium-Badkollektion „Finion“ voran. So sind die Spiegel- und Badewannen der Serie mit eingebauten Bluetooth-Lautsprechern erhältlich, die sich mit dem Smartphone verbinden lassen. So können Kunden in der Badewanne liegend, in aller Ruhe ihren Lieblingsinterpreten auf dem Premium-Soundsystem lauschen. Durch eine intelligente Lichtsteuerung lässt sich zudem die Atmosphäre des Bades der jeweiligen Stimmungslage und Tageszeit anpassen, denn alle „Finion“-Möbelmodelle werden mit einer stufenlosen und dimmbaren Emotion-Lichtfunktion angeboten. Auch die frei stehende Quaryl-Badewanne ist in das ganzheitliche Beleuchtungskonzept integriert: Mittels Fernbedienung können die einzelnen Lichtelemente an der Außenseite gesteuert, gedimmt und die Lichtfarbe frei gewählt werden.

Licht und Musik mit einem Tastendruck
Echtes Wohlfühl-Feeling verspricht die perfekte Vernetzung von Sound & Licht. Im Idealfall startet die Lieblingsmusik ganz automatisch, sobald der Kunde das Badezimmer betritt oder das Licht angeht. Genau das bieten smarte Schalterprogramme und Unterputzradios. So lässt sich mit einem integrierten Nebenstelleneingang die Funktionalität des Gira „RDS“-Radios problemlos erweitern. Sind Automatikschalter oder die Badezimmerbeleuchtung angeschlossen, wird mit dem Licht auch das Radio automatisch ein- und ausgeschaltet. Auch bei Jung kann über den Nebenstelleneingang des Radios die Raumbeleuchtung geschaltet werden. Das Unterputzradio „Touch“ von Berker bietet ebenfalls die Möglichkeit der Vernetzung mit Bewegungsmeldern oder Lichtschaltern. So startet der Rhythmus automatisch.
Smartes Licht zum Zähneputzen und Schminken steht auch bei den Spiegelleuchten der „Hue Adore“-Serie von Philips im Fokus. Die „Adore“-Linie lässt sich in das bekannte „Hue“-System einbinden und entweder per App, Sprache oder Funkschalter bedienen. Gleichzeitig ist sie spritzwasser- und wasserdampf-geschützt und damit für Feuchträume geeignet. Das Lichtsystem ermöglicht ganz einfach die passenden Lichtszenen zu konfigurieren. Morgens etwa tageslichthell zum Wachwerden und für das Make-up, abends ein warmes Licht zum Entspannen, und für kurze Lichtzeiten ein gedimmtes Licht. Das funktioniert auch bei der runden Spiegelleuchte, umrahmt von einem LED-Ring.
Smarte Lichtsteuerung im Badezimmer für ein kleines Budget oder als Einstieg kann im ersten Schritt über Sensortechnik realisiert werden. Auch hier schaltet sich das Licht automatisch an, wenn es gebraucht wird. Das Prinzip ist einfach: In die Hardware integrierte Infrarotsensoren erfassen innerhalb des eingestellten Radius jede Änderung von Wärmestrahlung. Tritt eine Wärmequelle in diesen Bereich, erkennt der Sensor dies und reagiert mit einer elektrischen Schaltung: Das Licht wird eingeschaltet –  nur schwach oder stark, je nach Einstellung. Das Licht geht wieder aus, wenn keiner mehr im Raum ist. Damit lässt sich Licht steuern, ganz nach Bedarf und ohne Knopfdruck. Vor allem bei älteren Menschen oder Familien mit kleineren Kindern ist der nächtliche Gang ins Bad so um einiges komfortabler und sicherer. Sind die grundsätzlichen Anforderungen an die Beleuchtung im Bad festgelegt, kann man die Beleuchtung um Steuerungselemente ergänzen – für erhöhten Komfort und geringeren Energieverbrauch. Die integrierten, smart gesteuerten Leuchten können zum Beispiel über festgesetzte Zeiten an- und ausgeschaltet werden, angepasst an den Stand der Jalousien oder Dämmerungseintritt. Kunden, bei denen das Thema Design im Vordergrund steht und „Smartness“ vorausgesetzt wird, finden bei Kreon, Zumtobel, Artemide oder Georg Bechter Leuchten, die Designherzen höherschlagen lassen. Für Planer und Techniker gilt, die gewählten Leuchten so zu steuern, dass bereits beim Aufstehen die beste Lichtstimmung für den Kunden im Bad herrscht – einfach per Knopfdruck oder ganz automatisch. Denn es gibt wohl nichts Emotionaleres als die Integration von Licht und Sound, vor allem im Badezimmer.

Autorin: Jacqueline Koch,
Dipl.-Volkswirtin und freie Journalistin

 


Nachgefragt
Stephan Koll ist Geschäftsführer der KAP Personal Systems GmbH in Hamburg. Der technische Designer verfügt über umfangreiche Erfahrung im Planen smarter Bäder und Küchen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was erwarten Kunden, die nach einem smarten Bad fragen?
Stephan Koll: Man kann sagen, dass die einfache und zentrale Bedienung eigentlich immer im Vordergrund steht, natürlich mit dem Ziel maximaler Entspannung. Wir planen so, dass sich alle Funktionen von einem zentralen Touchpanel, Schalter oder Taster steuern lassen – egal ob Licht, Entertainment, Massagen mit der Dusche u. v. m. Vom Low-Tech-Bereich für den Einsteiger bis High-End ist im smarten Zuhause praktisch alles möglich. Letztlich geht es darum, ein maßgeschneidertes Konzept, angepasst an Budget und Kundenwünsche, zu realisieren. Dafür muss man die Kunden fragen, was ihnen im Alltag wichtig ist und aus all diesen Informationen wird dann ein Konzept erstellt. Erst dann kommen Produkte und Technik zum Tragen und zum guten Schluss die Auswahl der perfekt dazu passenden Marken.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie erklären Sie Kunden ein smartes Bad?
Stephan Koll: Am besten anschaulich, so in etwa: Mit nur einem Finger können vorgeplante Lichtszenen ausgewählt, Entertainment, Heizung, Klima, und Jalousien gesteuert werden. Im Optimalfall kommen Sie ins Bad und können sofort komplett abschalten, denn das Smart-Home-System erkennt Sie. Sie drücken dann Ihren persönlichen Coming Home Knopf und beim Öffnen der Badtür wird die bevorzugte Lichtstimmung aufgerufen, der Lieblingsmusiktitel abgespielt und das Wellness-Bad vorgeheizt.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie läuft ein typisches Kundengespräch ab?
Stephan Koll: Wir setzen uns erst einmal zusammen und ich höre zu, sehr genau zu. Was ist zum Beispiel beim Thema Sound wichtig, welche Art von Musik wird gehört? Wer ist wann im Badezimmer und welche Lichtstimmung soll dann herrschen? Das muss man wissen, um ein individuelles Konzept zu planen – natürlich angepasst an das Budget. Im Idealfall werde ich bereits in der Rohbauphase integriert, um alle Details frühzeitig zu berücksichtigen.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Führen Sie mögliche Produkte zur Auswahl vor?
Stephan Koll: Ja, dank meines Showrooms in Hamburg kann ich die smarte Welt, egal ob Bad oder Küche, besser erklären, als das mit Worten möglich ist. Unser Showroom ist im bekannten Einrichtungshaus Bornhold integriert, wodurch alles sehr authentisch und zum Anfassen, Fühlen und Erleben ist. Ein Besuch in unserem Showroom ist für jeden, der sich für Smart Home und hier im Besonderen für Bad- und Küche interessiert, ein herrlicher Ausflug in die technische Welt von heute und nimmt die Angst vor der Technik. Bei uns ist jeder herzlich Willkommen, der diese Welt kennen und erleben lernen möchte.

Die Fragen stellte Jacqueline Koch.

 

 

 

 

 

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Tue, 16 Apr 2019 08:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_26_1_72d29c6411.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_26_1_53f6a00854.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/26_1.jpg
news-28094 Wesco eine „Marke des Jahrhunderts“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wesco-eine-marke-des-jahrhunderts/ Wesco, Hersteller von Haushaltsaccessoires mit Sitz in Arnsberg (Südwestfalen), erhält die Auszeichnung „Marke des Jahrhunderts 2019“. Der von Dr. Florian Langenscheidt publizierte Bildband „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts“ – in Kooperation mit der Zeit-Verlagsgruppe – ist eine Enzyklopädie großer deutscher Marken.  

Das Projekt zeichnet jene Marken aus, die in der eigenen Produktgattung emblematisch sind, also beispielhaft für die gesamte Gattung stehen. Die in einem Turnus von drei Jahren erscheinende Publikation vereint laut Dr. ­Florian Langenscheidt die „Königsklasse der deutschen Marken“.
Egbert Neuhaus, Geschäftsführer von Wesco, freut sich über die Auszeichnung: „Wir betrachten sie als große Ehre für unsere gesamte ­Firma.“

 

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Tue, 16 Apr 2019 07:33:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_56_Wesco-Marke-des-Jahrhunderts_8099c2dce5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_56_Wesco-Marke-des-Jahrhunderts_eedc2bea40.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/56_Wesco-Marke-des-Jahrhunderts.jpg
news-28123 Vaillant belohnt Heizungstausch mit bis zu 500 Euro https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vaillant-belohnt-heizungstausch-mit-bis-zu-500-euro/ Remscheid.&nbsp; Vaillant bietet eine Heizungstauschaktion an. Wer sein mindestens 18 Jahre altes Gerät gegen einen neuen Vaillant-Wärmeerzeuger ersetzt, erhält neben der BAFA- oder KfW-Förderung eine zusätzliche Prämie vom Hersteller in Höhe von bis zu 500 Euro.  

Und so geht‘s: Nach der Installation eines neuen Kessels oder einer neuen Wärmepumpe sollte der Anlagenbesitzer im Internet (www.vai.vg/auszugspraemie) einen Gutschein ausfüllen. Dieser wird mit der Rechnungskopie der neuen Heizung und der letzten Schornsteinfegerbescheinigung des Altgerätes bei Vaillant eingereicht – entweder online oder per Post.
Teilnahmebedingungen: Das neue Heizgerät muss innerhalb des Aktionszeitraums bis zum 31. Juli 2019 installiert werden und die Gutscheine müssen zusammen mit den Unterlagen bis zum 16. August 2019 bei Vaillant vorliegen. Die Aktion gilt für alle Betreiber von Heizungsanlagen, teilt der Hersteller mit – egal, ob in einer Etagenwohnung, in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus oder in einem Gewerbebetrieb.
500 Euro Zuschuss werden für das Gas-Brennwertgerät „ecoCraft exclusiv“ und die Wärmepumpen „flexoTherm exclusive“, „flexoCompact exclusive“ sowie „versoTherm plus“  gezahlt. 200 Euro Zuschuss erhalten Modernisierer beim Einbau der Brennwertgeräte „ecoTec exclusive“, „ecoTec plus“, „auroCompact“, „ecoCompact“, „ecoVit“, „ecoVit exclusiv“ und „icoVit exclusiv“ sowie der Wärmepumpen „aroTherm“ und „aroTherm Split 2“.

www.vaillant.de

 

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Mon, 15 Apr 2019 11:14:53 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_Vaillant-Aktion_web_96bf5703ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_Vaillant-Aktion_web_41d32d0cc1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Vaillant-Aktion_web.jpg
news-28106 Das Mekka der Solarbranche https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/das-mekka-der-solarbranche/ In diesem Jahr findet die Intersolar Europe vom 15. - 17.5. statt – hier die Brachentrends  

Die Intersolar Europe ist die Weltleitmesse für die gesamte Solarwirtschaft. In diesem Jahr findet sie am gewohnten Standort Messe München vom 15.5.– 17.5. statt. Unser Vorbericht liefert einen Überblick über aktuelle Themen, Schwerpunkte und Trends.

Als Werbesprecher der Solarbranche ist Dieter Bohlen zwar noch nicht in Erscheinung getreten, doch Mega gibt es auf der Intersolar Europe auch ohne Bohlen zu holen. Unter dem Dach „The smarter
E Europe“ vereinigen sich in München die Intersolar Europe und die Speichermesse ees Europe mit zwei weiteren Energiefachmessen: Power2Drive Europe (Elektromobilität) und die EM-Power (Intelligente Energienutzung, Digitalisierung). Es wird mit über 50 000 Besuchern an den drei Messetagen gerechnet.
Einblicke in die Energiezukunft sowie Informationen über aktuelle Technologietrends und Geschäftsmodelle bieten die vier Konferenzen der The smarter E Europe. Dazu gehören die Smart Renewable Systems Conference, Intersolar Europe Conference, ees Europe Conference und Power2Drive Europe Conference. Am 14. und 15. Mai können sich Interessenten in München mit nur einem Ticket auf allen vier Konferenzen über die Aspekte der dezentralen, digitalen und erneuerbaren Energieversorgung von morgen informieren und die wichtigsten Akteure der Energiewirtschaft treffen. Was sind die Megatrends auf dem Solarmarkt in diesem Jahr?

Post-EEG-Zeitalter eingeläutet

Nach Jahren des teilweise berufsnotorischen Klagens können auch Solar-Lobbyisten nicht mehr umhin zuzugeben, dass der Photovoltaik-(PV)-Markt wächst und das Post-Erneuerbare-Energien-Gesetz-(EEG)-Zeitalter wird bereits eingeläutet.
In Deutschland stecken Solarkraftwerk-PPA’s zwar noch in den Kinderschuhen. Power Purchase Agreements sind vertragliche Vereinbarungen, Strom von einem Anbieter zu kaufen, meist über lange Zeiträume, z. B. über 20 Jahre. Aber jüngst gab Energieriese EnBW bekannt, dass der Konzern in Brandenburg Deutschlands größtes Solarkraftwerk bauen wird und dabei zeigen will, dass das Kraftwerk ohne EEG-Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann. Das Solarprojekt Weesow-Willmersdorf nördlich von Berlin hat 175 MW Leistung und es soll als erstes Solarkraftwerk Deutschlands ohne EEG-Förderung umgesetzt werden.

Megatrend Blockchains
Ein Megatrend sind Blockchains. Blockchains kommen aus der Finanzwelt. Sie werden derzeit auf die Energiewelt übertragen. Sie könnten es ermöglichen, die Vorstellung von kleinsten dezentralen Lieferanten-Verbraucher-Beziehungen zu realisieren via Computer (Per-to-Per). Das könnte die Energiewelt revolutionieren. Ein aktuelles Forschungsprojekt dazu ist bspw. NEMoGrid. Das EU-geförderte Projekt testet den Energiehandel zwischen einzelnen Haushalten per Blockchain.

Ab in den Speicher
Mittlerweile wird in Deutschland fast jede zweite neu installierte PV-Anlage mit einem Solarstromspeicher kombiniert. Dass Solarstromspeicher ein lukratives Zukunftsgeschäft sein werden, hat z. B. auch Ölmulti Shell erkannt. Nachdem Shell bereits im Mai 2018 als Investor beim Solarbatterie-Marktführer Sonnen eingestiegen war, wird Sonnen nun – nach entsprechender Zustimmung der Regulierungsbehörden – zu einer 100%igen Tochtergesellschaft von Shell. Derweil wird der boomende Speichermarkt zunehmend unübersichtlich. Über die Lektüre von Datenblättern lässt sich derzeit kaum eine Vergleichbarkeit der Systeme herstellen – zu vielfältig sind die Begrifflichkeiten. Reststromversorgungen, die in Form von Clouds und Communities dazu angeboten werden, sind ähnlich schwer zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahl dieser Angebote im boomenden Eigenstrom-Markt schnell wächst. Ein Thema, dem sich auch Installateure nicht entziehen können.

Wo bleibt die Solarthermie?
Wo bleibt die Solarthermie? Sie dümpelt in der klassischen Gebäudeversorgung vor sich hin. Die Solarthermie war laut neuer BDH-Zahlen im vergangenen Jahr erneut rückläufig – sie verbucht im Vorjahresvergleich ein Minus von 8 %. Die Zahl der Solarthermie-Anlagen in Deutschland ist im vergangenen Jahr zwar um rund 71 000 gewachsen. Doch im bereits rückläufigen Jahr 2017 wurden noch 78 000 Solarthermieanlagen neu installiert. Die Branche macht unfaire Wettbewerbsbedingungen aus, weil die Politik derzeit ihr Credo auf die Wärmepumpe in Verbindung mit einer Sektorkopplung setzt – und dieses auch durch ihre Zuschuss-Politik zum Ausdruck bringt.
Die Solarthermie bleibt dennoch Kombipartner für die meisten Heizungssys­teme. Speziell außerdem vor dem Hintergrund, dass der Neubau boomt und über die Installation einer Solarthermie-Anlage auf vergleichsweise bequeme Weise den Anforderungen der Energie-Einsparverordnung (EnEV) nachgekommen werden kann.

Wärmepumpe auf Erfolgswelle
Die Wärmepumpe, speziell die Luft/Wasser-Wärmepumpe, schwimmt derzeit auf der Erfolgswelle. Der Wärmepumpenmarkt ist auch im vergangenen Jahr schneller als der Gesamt-Wärmemarkt gewachsen. In Deutschland ist heute mehr als jedes zehnte neu installierte Heizungssystem eine Wärmepumpe. Die Diskussion über die Sektorkopplung überträgt sich auch aufs Eigenheim: Über die Wärmepumpe ist Heizen mit Strom wieder in, insbesondere dann, wenn dazu Grünstrom eingesetzt werden kann, den man entweder aus dem Netz bezieht oder den man selbst auf dem Dach über die eigene PV-Anlage generiert. Die Gebäudeautomation und -technik wird also auch, was die Solarstromnutzung betriff, zunehmend komplexer. Denn nicht nur die Wärmepumpen oder Batterien werden mit PV-Anlagen verbunden, sondern auch die Elektromobilität. 2040 werden auf deutschen Straßen bis zu 29 Mio. Elektroautos unterwegs sein – das sagt eine Studie von Aurora Energy Research voraus. Laut einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) fahren in Deutschland derzeit rund 142 000 E-Autos.

Komplexität nimmt zu

Konkret bei der Nachrüstung von PV-Anlagen, die in zwei Jahren aus der EEG-Förderung fallen, ist hierbei der erste Schritt, die Einspeiseelektrik von Volleinspeisung auf Eigenversorgung umzurüsten, rät Jörg Sutter, Vizepräsident der Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Allerdings sollten beim Anschluss von Batterien oder Ladestationen für E-Fahrzeuge nicht nur die Erträge der eigenen PV-Anlage, sondern auch die Kompatibilität der Elektronik der Wechselrichter und der Verbrauch im Haushalt sowie dessen Spitzen beachtet werden. Auch regulatorische Bedingungen wie die Höhe der EEG-Umlage sollten berücksichtigt werden, denn auch nach Auslaufen der Einspeisevergütung unterliegen die Anlagen noch dem EEG.

Monokristalline Solarzellen im Kommen
Wenn also alles auf PV schaut – wie entwickeln sich die Generatoren weiter? Ein Megatrend ist der Vormarsch der monokristallinen Zellen und Module, die gegenüber polykristalliner Technik höhere Wirkungsgrade erzielen.
Während besonders leistungsstarke Solarmodule mit monokristallinen Zellen bisher vor allem auf Hausdächern installiert wurden, werden sie nun auch zunehmend für Großanlagen verwendet. Analys­ten gehen davon aus, dass der Marktanteil der monokristallinen Produkte weltweit mit dem der polykristallinen Zellen und Module gleichzieht. Vor drei Jahren hatte die monokristalline Technik erst einen Anteil von etwa 30 %. Laut IHS Markit sanken die Preise für monokristalline Wafer in der ersten Jahreshälfte 2018 auf 0,133 US-$ pro Watt und waren damit nur rund 10 % teurer als polykristalline Wafer, was durch einen höheren Wirkungsgrad wettgemacht wird. Ermöglicht wurde die Kostensenkung unter anderem durch die effiziente Diamantdraht-Technologie beim Sägen der Wafer sowie den Siegeszug der Perc-Solarzellen, die über einen passivierten Emitter und eine passivierte Rückseite verfügen. Monokristalline Zellen profitieren hiervon laut Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) besonders. Ihr Wirkungsgrad kann auf diese Weise gegenüber der Standardtechnologie um 1,7 % gesteigert werden, bei polykristallinen Zellen um rund 1 %.
Auch Module mit Halbzellen sind im Kommen. Diese können den internen Strom im Modul halbieren und dadurch elektrische Verluste um bis zu 75 % reduzieren. Hierdurch kann die Leistung um bis zu 3 % gesteigert werden. Vorteile bietet auch der Umstieg auf die 6-Busbar- statt der 4-Busbar-Technologie. Der geringere Abstand zwischen den Busbars sowie zusätzliche Leiterbahnen ermöglichen eine um bis zu 0,5 % erhöhte Leis­tung. Eine weitere Leistungssteigerung um bis zu 2 % verspricht auch der Einsatz von Runddrähten statt flacher Lötbänder. Dies reduziert die Verschattung der Zellen und reflektiert das Licht zurück auf das Modul.

Wechselrichter: Immer vielseitiger
Auch Wechselrichter werden immer vielseitiger und ermöglichen neue Anwendungen rund um Eigenverbrauch, Speicher, Elektromobilität, Power2Heat und Smart Home. Im Trend liegen Hybridwechselrichter, Lösungen für die Nachrüstung von Anlagen und digitale Plattformen. Getrieben durch die Digitalisierung werden die Innovationszyklen bei Wechselrichtern immer schneller. Wechselrichter wandeln nicht nur Gleichstrom zu Wechselstrom und fungieren als das elektronische „Gehirn“ der PV-Anlage, sondern werden zunehmend digitale Alleskönner.
Ein wichtiger Trend sind auch digitale Plattformen, bei denen die Anbieter ihre Kernkompetenz im Bereich PV-Wechselrichter mit Software und Cloud-Services verbinden. Als neue Entwicklung zeichnet sich auch ab, dass Wechselrichterhersteller eigene Tochterunternehmen für digitale Energielösungen gründen, um sich neue Wertschöpfungsmöglichkeiten zu erschließen.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

www.intersolar.de


Die Messe kompakt

Veranstaltungsort:

Messe München, 81823 München
Datum:
15. – 17. Mai 2019
Öffnungszeiten:
9.00 – 18.00 Uhr,
Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr

1000 Anbieter von Produkten und Lösungen für Photovoltaik, Solar­thermie und Solarkraftwerke,

Netzinfrastruktur und Lösungen für die Integration Erneuerbarer Energien (inklusive Parallelveranstaltungen von The smarter E Europe)

Parallelveranstaltungen ees Europe, Power2Drive Europe, EM-Power

1300 Aussteller The smarter E Europe gesamt

 

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Mon, 15 Apr 2019 10:16:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_0801_a970cc64fd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_0801_f7e23cecc3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/0801.jpg
news-28116 SolarEdge Technologies GmbH: Alles per App https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/solaredge-technologies-gmbh-alles-per-app/ Die Aktivierung und Konfiguration eines SolarEdge Wechselrichters erfolgt nun mit der mobilen Anwendung SetApp direkt über das Smartphone. Das heißt, die neuen SolarEdge Wechselrichter besitzen kein Display mehr.  

Und weil das Smartphone oder Tablet über das integrierte lokale Wi-Fi direkt mit dem Wechselrichter kommuniziert, ist auch keine Internetverbindung vor Ort erforderlich.
Laut SolarEdge erleichtert das auch zukünftige Upgrades, da die Wechselrichter-Firmware automatisch über die SetApp aktualisiert wird, wenn der Installateur einen Vor-Ort-Einsatz hat. Wenn mehrere Wechselrichter miteinander verbunden sind, muss das Firmware-Update nur bei einem Wechselrichter installiert werden, der es dann automatisch an die anderen Wechselrichter weiterleitet. LEDs an der Unterseite des Wechselrichters geben den Anlagenstatus an – sie zeigen an, dass Energie produziert wird, Kommunikation mit der Monitoring-Plattform stattfindet oder ein Systemfehler vorliegt. Der Download der SetApp steht Installateuren auf der Webseite von SolarEdge zur Verfügung.
SolarEdge Technologies GmbH, Werner-Eckert-Straße 6, 81829 München, Tel.: +49 (0)89 454597 - 0, Fax: +49 (0)5241 401 - 3401, infode@solaredge.com, www.solaredge.com

 

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Mon, 15 Apr 2019 09:36:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_032_SolarEdge_4046b34c20.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_032_SolarEdge_7eca95b638.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/032_SolarEdge.jpg
news-28028 „Firmen, die ihre Preisuntergrenze nicht kennen, schaffen sich selbst ab“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/firmen-die-ihre-preisuntergrenze-nicht-kennen-schaffen-sich-selbst-ab/ Der SHK-Familienbetrieb Stufler aus dem bayerischen Kinding ist ein gutes Beispiel für die Kombination geschäftlicher Effizienz und handwerklicher Tradition  

Rund 100 Kilometer nördlich von München liegt die 2600-Einwohner-Gemeinde Kinding. Hier führen die Brüder Markus und Dr. Josef Stufler einen kleinen Handwerksbetrieb mit guter Auftragslage. Jährlich werden etwa 1500 Heizungs- und Lüftungsanlagen gewartet und mehr als 2500 Stammkunden betreut. Um sie zufrieden zu stimmen, bedarf es hoher Qualifikation und sehr viel Effizienz in der Organisation, sind sich die Geschäftsführer im IKZ-vor-Ort-Gespräch einig.

Planung, Hydraulik und Elektrik liegen in den Händen des Installateur- und Heizungsbauermeisters Markus Stufler. Das Thema Standardisierung verantwortet Dr. Josef Stufler, gelernter Elektroniker und promovierter Diplom-Kaufmann.
Dass Qualifizierungen außerhalb des klassischen SHK-Betriebs immer wichtiger werden, wissen die beiden Brüder: ...

Artikel weiterlesen auf IKZ-select (BASIC-Inhalt, kostenfrei nach Registrierung)

 

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Mon, 15 Apr 2019 09:33:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_22_2_4c1d83f292.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_22_2_a9309f01fb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/22_2.JPG
news-28104 Alles aus einer Hand https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/alles-aus-einer-hand-1/ All-in-one-Lösungen könnten helfen, die Energietechnik wieder zu vereinfachen  

Wer Solarstromerzeugung und -speicherung, intelligente Gebäudetechnik und Elektromobilität verbinden will, muss normalerweise ein System mit verschiedenen Schnittstellen konfigurieren. Vor dieser Komplexität scheuen sich viele Installateure. Ein System aus der Schweiz bringt Abhilfe.

Für die Wärmeerzeugung im Haus ist das SHK-Handwerk zuständig, um die Stromseite kümmern sich die Elektriker: Diese lang geltende klare Aufteilung greift im Zuge der sich wandelnden Energieversorgung hin zur lokalen Wärme- und Strom­erzeugung mit regenerativen Anlagen immer weniger. Heizungsbauer sollen heutzutage auch Wärmepumpen mit Photovoltaik-(PV)-Anlagen, also strombasierte Systeme, installieren. Elektriker betreten mit dem Einbau von Wärmepumpen den Heizungssektor, und neuerdings sollen sie auch noch Ladestationen für Elektroautos aufstellen und in diese Haustechnik einbinden. Nicht zu vergessen die vernetzte intelligente Gebäudetechnik, die weder zum klassischen Einsatzfeld von Heizungsbauern noch Elektrikern gehört. Besonders groß ist die Herausforderung, wenn ein Bauherr die ganze Palette will: regenerative Energieerzeugung mit Photovoltaik, Wärmepumpe und PV-Akku, Smart-Home-Technik und E-Mobilität. Für Bauherren, Planer und Installateure ist das mit viel Zeit und Mühe verbunden: Für die Suche nach passenden Komponenten bei diversen Herstellern, die Abstimmung bezüglich der Kompatibilität und Konfigurierung sowie die Installation und Überwachung. All-in-one-Lösungen könnten helfen. Eine solche wurde in der Schweiz von Ecocoach entwickelt.

Integrierte Technik im Einfamilienhaus
Ein Beispiel, wie das System die drei Bereiche in einem Wohnhaus verbindet, ist das Einfamilienhaus von Familie Steiner in Reichenburg im Kanton Schwyz in der Schweiz. Das Gebäude hat 332 m2 beheizte Fläche und fünfeinhalb Zimmer für die vierköpfige Familie.
Auf dem Dach ist eine PV-Anlage mit 12 kW Leistung installiert. Für ein Einfamilienhaus ist dies viel. Der prognostizierte Solarertrag liegt bei 12 000 kWh im Jahr. Die PV-Anlage versorgt aber nicht nur die Haustechnik mit Solarstrom, sondern auch die Luft/Wasser-Wärmepumpe, welche Wärme für die Raumheizung und das Dusch- und Trinkwasser erzeugt. Außerdem werden über zwei Ladestationen mit jeweils 22 kW Leistung die Akkus für ein Elektro- und ein Hybridauto mit Solarstrom beladen.
Die PV-Anlage ist an einen Batteriespeicher mit 13 kWh Speicherkapazität gekoppelt. In dem Speicher steckt das Ener­giemanagementsystem, eine Eigenentwicklung von Ecocoach. Beide zusammen – der Speicher und der Energiemanager – bilden die Energiezentrale des Gebäudes.

Die Steuerung hat alles im Griff
Die Algorithmen des Energiemanagements optimieren die Energieflüsse vollautomatisch. Alle Daten werden in einer Cloud gespeichert. Soweit möglich, werden Verbraucher passend zur erneuerbaren Ener­gie-Erzeugung gesteuert. Produziert die PV-Anlage mehr Strom als verbraucht wird, lädt das System den Batteriespeicher und versorgt große Verbraucher, wie zum Beispiel einen Pufferspeicher, mit zusätzlicher Energie, die später genutzt werden kann. Zur Steigerung der Energie-Effizienz und des Eigenverbrauchs im Gebäude trägt auch bei, dass der Energiemanager die Energieflüsse zur Ladestation für das E-Auto optimiert.
Familie Steiner kann mithilfe des Ecocoach-Systems durchschnittlich 65 % ihres Energiebedarfs für Strom, Wärme und Elektromobilität mit Solarstrom decken. Acht Monate im Jahr versorgt sie sich selbst mit Strom vom eigenen Dach.

Digitale Gebäudeautomation und Energiemanager
Zu den elektrischen Verbrauchern im Haus der Steiners zählt auch die Gebäudeautomation. Denn sie wollten in ihrem Eigenheim auch Smart-Home-Technik nutzen. Die Beleuchtung, die Jalousien, die Markisen und die Dachfenster werden automatisch gesteuert, ebenso wie die Wärmepumpe und raumindividuell auch die Heizung.
Die Gebäudesteuerung basiert auf der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) des Herstellers Beckhoff Automation. Das westfälische Unternehmen entwickelt und produziert Systeme für die Industrie- und Gebäudeautomation. Mit dieser Recheneinheit steuert das Ecocoach-Programm alle energierelevanten Geräte sowie die gesamte angeschlossene Gebäude- und Haustechnik. Die Steuerung ist verbunden mit der Energiemanagement-Soft- und -Hardware. Zusammen maximieren sie die Energie-Effizienz im Gebäude.
Da die Gebäudesteuerung vor allem für Industriebetriebe entwickelt wurde, hat Ecocoach sie mit einer Software für den Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern, aber auch Quartieren und Gewerbebetrieben ergänzt. Dadurch kann die Industriesteuerung ohne die üblicherweise notwendige, individuelle Programmierung von jedem Installateur eingesetzt werden.

Technologieoffenheit als Credo

Die Technologieoffenheit, die an den freien Protokollen zu erkennen ist, hat obers­te Priorität. Solche freien Protokolle und Schnittstellen haben mehrere Vorteile, allen voran die Flexibilität. Für die jeweilige Anwendung kann das optimale Protokoll verwendet werden, beispielsweise batterielose Funksensorik bei der Nachrüstung. Weiterhin können neue technische Automatisierungslösungen angebunden werden. Die Protokolle ermöglichen außerdem die direkte Ansteuerung aller ­Energie-Erzeuger, Energieverbraucher und der gesamten Ausstattung im Gebäude. Und es entstehen geringere Kosten. Denn mit freien Protokollen fallen keine zusätzlichen Lizenzgebühren wie bei proprietären Protokollen an.
Bei der Konfiguration hilft den Installateuren die dazugehörige, von Ecocoach programmierte webbasierte App für PCs. Installateure benötigen keinerlei Programmierkenntnisse, sondern führen die Einstellungen im Setup-Tool auf einer grafischen Oberfläche durch. Über die App können sie die Inbetriebnahme vor dem Vor-Ort-Termin bereits in ihrem Betrieb vorbereiten. Die Anwender wiederum können ihre Energietechnik und Gebäudeautomation über die Endnutzer-App für internetfähige Handys und PCs überwachen und steuern. Die Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind hier ebenfalls integriert.
Falls die Energie- und Gebäudetechnik beizeiten erweitert werden soll, ist das problemlos möglich. Durch die offenen Schnittstellen können zusätzliche Geräte eingebunden werden, wobei die Nutzer nicht an bestimmte Anbieter gebunden sind.

Autor: Ina Röpcke, Fachjournalistin Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Bilder: Ecocoach

 

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Mon, 15 Apr 2019 09:06:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/c/csm_1401_c2db5efa60.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/c/csm_1401_67ffdcf79c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/1401.jpg
news-28122 Bonusaktion: Fachbetrieb gewinnt Kreuzfahrt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bonusaktion-fachbetrieb-gewinnt-kreuzfahrt/ Die Firma Peter Lofi Versorgungstechnik GmbH aus Bochum hat eine Aida-Kreuzfahrt im Wert von 2500 Euro gewonnen. Der Hauptpreis war von Jung Pumpen ausgelobt worden.  

Zweieinhalb Jahre lang hatten SHK-Fachbetriebe Zeit, an der Bonusaktion mit dem Titel „Forever Jung“ teilzunehmen. Mit dem Kauf von Plus-Produkten aus dem Hause Jung Pumpen sammelten sie automatisch Treuepunkte. Jede komplett gefüllte Treuepunkte-Karte wurde mit einer Sofortprämie (Hochwasserset, Schmutzwasser- oder Frischwasserpumpe) belohnt. Darüber hinaus hatten alle Einsendungen die Chance, den Hauptgewinn zu ziehen. Ende 2018 lief die Aktion aus – nun konnte der Hauptgewinn, eine Kreuzfahrt, an das Bochumer Unternehmen übergeben werden.
Die Peter Lofi Versorgungstechnik GmbH unterstützt bei Vorhaben rund um die Haus- und Versorgungstechnik. Das Team besteht aus acht Monteuren, vier Mitarbeitern im Innendienst und vier Auszubildenden.

 

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Mon, 15 Apr 2019 08:18:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/2/csm_Gewinner-Forever-Jung_7ab60264dd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/2/csm_Gewinner-Forever-Jung_66e9bcca1c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/Gewinner-Forever-Jung.jpg
news-28076 Vigour: Haute Couture für das Bad https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/vigour-haute-couture-fuer-das-bad/ Mit „vogue“ stellt Vigour eine neue Badserie vor und spricht dabei von einem „neuen Design und damit Exklusivität“. Ein Beispiel sei die Doppelschale aus Mineralguss. Das Design spiegle das fließende Wasser wider und setze auf Kurven.  

Das Prädikat „außergewöhnlich“ zeige sich auch bei der Badewanne. Vigour: „Mit der Serie setzen wir im hochwertigen Segment exklusive Akzente und bieten Fachhandwerkern, Planern sowie Architekten starke Argumente für unverwechselbaren Luxus im Bad.“

Vigour GmbH, Bergholzstr. 3, 12099 Berlin, Tel.: 030 39480440, info@vigour.de, www.vigour.de

 

 

 

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Mon, 15 Apr 2019 07:27:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_63_Vigour-vogue_d2ef795c03.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_63_Vigour-vogue_7c643c9588.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/63_Vigour-vogue.jpg
news-28038 Risse im Fundament https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/risse-im-fundament/ Offener Brief an die Sanitärwirtschaft benennt Missstände bei bestelltem Baustellenmaterial  

Der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen hat einen offenen Brief an die Sanitärwirtschaft verschickt. Er liegt auch der IKZ vor. Die Redaktion hat ihn zu Verbänden mit der Bitte um eine Stellungnahme gesendet. Das Ergebnis in wenigen Worten zusammengefasst: Die Probleme sind bekannt. Aber wie sie abgestellt werden können, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.

Den Stein ins Rollen brachte der offene Brief des SHK-Handwerksverbands Hessen an die Sanitärwirtschaft. Er trägt die Überschrift „Quo vadis Sanitärwirtschaft? – Sicherstellung von Qualitäts- und Lieferstandards gegenüber dem hessischen SHK-Handwerk“:
„... Die Planung von Bädern, der Verkauf von Sanitärprodukten sowie deren handwerkliche Gestaltung und Umsetzung stellt für viele hessische Innungsfachbetriebe ein wesentliches Standbein ihrer unternehmerischen Tätigkeit dar. ... Die Kundschaft erwartet dabei eine professionelle Beratung, eine schnelle Lieferung der Produkte und eine handwerklich mangelfreie Durchführung des Auftrages ... Um diesen Ansprüchen und Wünschen der Kunden gerecht werden zu können, benötigen unsere hessischen Sanitärfachbetriebe verlässliche Partner, die vertraglich vereinbarte Produkteigenschaften mit den zugesagten technischen Anforderungen mangelfrei und pünktlich liefern. ...
Aus der betrieblichen Praxis haben uns zuletzt Beschwerden erreicht, die den Eindruck entstehen lassen, dass aktuell Qualitätsstandards durch Hersteller und Großhandel nicht umfassend sichergestellt werden können. Zudem wird zunehmend von Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen berichtet, die den Handwerker vor Ort gegenüber dem Kunden in Erklärungsnot bringen und das Vertragsverhältnis erheblich belasten.
Wiederkehrende Beschwerden der Sanitärfachbetriebe sind:

  • einzelne Komponenten sind nicht lieferbar,
  • Komponenten, Bauteile, Armaturen etc. werden trotz Zusage nicht wie bestellt mitgeliefert/zusammen geliefert,
  • Befestigungsmittel, Beschreibungen, Produktunterlagen, etc. fehlen bei der Lieferung,
  • Lieferzusagen werden nicht erfüllt oder eingehalten,
  • das bestellte Produkt wird nicht geliefert, sondern ein vergleichbares,
  • besondere Produkteigenschaften (z. B. integrierte Beleuchtung) sind nicht funktionsfähig,
  • einzelne Bauteile oder Armaturen sind mangels ordnungsgemäßer Verpackung durch den Transport beschädigt,
  • einzelne Produkte sind trotz ordnungsgemäßer Verpackung beschädigt (z. B. Kratzspuren),
  • Reklamationen sind umständlich, benötigen zu viel Zeit oder werden abgelehnt,
  • Nach- oder Ersatzlieferungen überschreiten erheblich den gewünschten Fertigstellungstermin.

 

Die steigende Anzahl der Beschwerden ... ist insbesondere unter Berücksichtigung des bestehenden Preisgefüges gegenüber dem Vertragspartner nicht mehr erklär- und entschuldbar. Das hessische Sanitärhandwerk fordert daher seine Marktpartner aus der Sanitärwirtschaft konkret zu folgenden Maßnahmen auf:

  • Kontrolle der Wareneingangsbestellungen, falls erforderlich Rückfragen beim Sanitärbetrieb,
  • Verbesserung der Qualitätssicherung zur Vermeidung von Reklamationen,
  • Quantitative Prüfung der eingegangenen Reklamationen sowie deren qualitative Umsetzung,
  • Prozessoptimierung zur Reduzierung der durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von Reklamationen,
  • Ausbau der bestehenden Konversationswege gegenüber den ausführenden Sanitärbetrieben unter Einbeziehung des Endkunden,
  • Gemeinsamer Dialog im Rahmen eines regelmäßigen Erfahrungsaustausches mit Vertretern des hessischen Sanitärhandwerks.


Im Sinne einer erfolgreichen Marktpartnerschaft ist die Sicherstellung der fristgerechten und mangelfreien Werkausführung gegenüber dem Kunden für das gewünschte Baderlebnis unerlässlich. Insoweit freuen wir uns auf Ihre Stellungnahme und den gemeinsamen konstruktiven Dialog.

Mit partnerschaftlichen Grüßen

Fachverband Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik Hessen
Landesinnungsmeister Uwe Loth
Geschäftsführer Björn Hendrischke

Eine auf NRW übertragbare Situation
Mit Hans-Peter Sproten hatte die IKZ-Redaktion telefoniert. Der Hauptgeschäftsführer des nordrhein-westfälischen SHK-Handwerksverbands „steht voll und ganz“ hinter den Aussagen des hessischen Schwesterverbands. Denn auch der Fachverband in NRW habe vermehrt Rückmeldungen aus dem Handwerk bekommen. Sproten spricht von einer „etlichen Anzahl“. Die ausgelieferten Produkte seien oftmals fehlerhaft und die Lieferzeiten katastrophal. Insofern kann er die für Hessen beschriebene Situation auf Nordrhein-Westfalen übertragen. Insgesamt wünscht er sich mehr Durchschlagskraft, um dieser negativen Entwicklung zukünftig entgegenzuwirken. Er hofft auf Gespräche und weitere Maßnahmen auf Bundesebene, um die Branche insgesamt zu unterstützen. Ein offener Brief allein wird aus seiner Sicht hier nicht reichen.

Partnerschaft zum Handwerk gesucht
Der Deutsche Großhandelsverband Haustechnik vertritt die Interessen der SHK-Großhändler in Deutschland. Wir hatten ihn um eine Stellungnahme gebeten. Hier in Auszügen seine Haltung.
„... Als Großhandelsverband nehmen wir die Probleme der Kunden unserer Mitglieder sehr ernst. Alle Beteiligten im dreistufigen Vertriebsweg müssen den Anspruch haben, effiziente Prozesse abzubilden. Denn nur durch effiziente Prozesse ist es möglich, die Wettbewerbsfähigkeit der Dreistufigkeit zu erhalten und auszubauen. Daher arbeitet der DG Haustechnik intensiv an Projekten zur Prozess­optimierung, beispielsweise im Bereich der Stammdaten. Umso bedauerlicher ist es, dass die Handwerker in Hessen gerade mit diesen Prozessen unzufrieden zu sein scheinen.
... Wir sagen ganz klar: Getroffene Zusagen müssen eingehalten werden! Das ist auch der Anspruch des Großhandels an seine Lieferanten, seine Kunden und insbesondere an sich selbst. Der Großhandel steht dafür, die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Qualität an den richtigen Ort zu liefern. An diesem Anspruch lassen wir uns messen.
Weiterhin wird die Abwicklung von Reklamationen kritisiert. Sollte es sich bei einer Lieferung um mangelhafte Ware handeln, so ist eine reibungslose Reklamationsabwicklung im ureigenen Interesse des Großhandels. ... Zudem gilt auch für den Handwerker als Unternehmer die Pflicht einer Wareneingangskontrolle und einer unverzüglichen Rüge bei Lieferung mangelhafter Ware. Vor diesem Hintergrund ist es daher durchaus möglich, dass Reklamationen auch abgelehnt werden.
... Prozessoptimierung ... betrifft selbstverständlich auch den Bestellprozess der Handwerkskunden. Rück- oder Nachfragen sollten idealerweise nicht notwendig sein. Aus unserer Sicht ist die Bestellung über die Onlineshops der Großhändler der zeitgemäße und effizienteste Weg. Die so vom Handwerker elektronisch übermittelte Bestellung hat die geringste Fehlertoleranz (Übermittlungsfehler, Missverständnisse etc.) und es ist für den Handwerker klar belegbar, was er bestellt hat (und was nicht).  
Die Partnerschaft zum Handwerk ist elementarer Bestandteil für den Großhandel innerhalb des dreistufigen Vertriebsweges. Wenn es irgendwo Probleme gibt, müssen diese benannt werden. Daher danken wir dem Landesinnungsverband für die offenen Worte und wollen unseren Teil zur Verbesserung des Vertriebsweges beisteuern. Selbstverständlich stehen wir gern für Gespräche mit dem Handwerk zur Verfügung.“


Ihre Meinung ist uns wichtig
Sind auch Sie betroffen? Kennen Sie als Handwerksbetrieb die vom SHK-Fachverband Hessen beschriebenen Fälle? Sind seine Rügen berechtigt – oder vielleicht überzogen? Welche Erfahrungen – positive wie negative – haben Sie gemacht?
Ihre Meinung erreicht uns unter
redaktion@strobel-verlag.de.

 

 

 

 

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Mon, 15 Apr 2019 06:46:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_12_1fcb03f600.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_12_017aef6614.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_06/12.jpg
news-28102 Ein Quartier auf Eis gelegt https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/ein-quartier-auf-eis-gelegt/ Ein ausgeklügeltes Energiekonzept garantiert 20 Jahre Heizkostenstabilität  

Selbst Stadtquartiere können über die intelligente Verbindung verschiedener Erneuerbare-Energien-Techniken plus Speicher emissionsfrei und dazu auch noch kostenstabil beheizt werden, wie nachfolgendes Beispiel zeigt.

Begeben wir uns nach Kassel. Im Ostteil der Stadt soll im nächsten Jahr auf dem Gelände der ehemaligen Joseph-von-­Eichendorff-Schule in mehreren Bauabschnitten ein neues Wohnquartier entstehen. Es ist von stattlicher Größe: Vorgesehen sind 127 Mietwohnungen und 45 Eigenheime, in Form von Mehrfamilien und Ein- bis Zweifamilienhäusern, sodass das Quartier für Singles, Paare und Familien gleichermaßen ein neues Zuhause bieten wird. Bauträger des Quartiers „Eichwald – Lossegrund“ ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG Kassel), die das Bebauungs-Konzept der Kasseler Architekten Pape+Pape zusammen mit Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner (Düsseldorf) bei einem von ihr ausgeschriebenen internationalen Wettbewerb einstimmig zum Sieger erkor.
Das Energiekonzept wurde davon unabhängig entwickelt. Die Vorgabe der Stadt bedingt, dass alle Gebäude emissionsfrei beheizt werden müssen. Um dies zu erreichen, wurde ein innovatives Lösungskonzept zur Energieversorgung entwickelt, das in seiner Zusammenstellung bislang einzigartig sein dürfte. Folgende Bausteine sind Bestandteil des Konzepts:

  • dezentrale Sole/Wasser Wärmepumpen,
  • Kaltwasser-Nahwärmenetz,
  • Eisspeicher,
  • photovoltaisch-thermische (PVT) Hybridkollektoren,
  • Stromspeicher, die primärregelleis­tungs (PRL)-fähig sind.

Durch dieses Konzept wird der Strom, der für die Bewohner des Quartiers benö-
tigt wird, dezentral erzeugt. Durch Photovoltaikanlagen und spezielle Stromspeicher (PRL-fähig) werden die Heizkosten in dem Quartier für die nächsten 20 Jahre kostenneutral bleiben. Der Beitrag soll die einzelnen Komponenten und ihr Zusammenspiel erläutern.

Dezentrale Sole/Wasser-Wärmepumpen
Warum Sole/Wasser- und keine Luft/Wasser-Wärmepumpen (LWP)? LWP können nur Wärme aus der Umgebungsluft entziehen. Je höher die Lufttemperatur, des­to höher der Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Umgekehrt sinkt der Wirkungsgrad mit fallenden Lufttemperaturen. Bei LWP kommt es außerdem immer häufiger zu Problemen mit Geräuschemissionen. In einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Wiesbaden beispielsweise wurde jüngst der Einsatz einer LWP mit ca. 55 kW von den Behörden untersagt.
Sole/Wasser-Wärmepumpen hingegen sind im Außenbereich absolut geräusch­emissionsfrei. Bei verdichteter Bebauung ist das existenziell von Bedeutung. Sie sind unabhängig von schwankenden Lufttemperaturen und dadurch wesentlich effizienter, was auch vom Bundesamt für Wirtschaft und ­Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einer deutlich höheren Förderung bedacht wird, sowohl im Bestand als auch im Neubau.

Kaltwasser-Nahwärmenetz
Der Vorteil eines Kaltwasser-Nahwärmenetzes (8 °C -10 °C) besteht darin, dass das Wärmeträgermedium auch auf lange Strecken – praktisch unbegrenzt – keine Wärmeverluste hat. Es können daher kostengünstige Kunststoffleitungen ohne Isolierung verlegt werden. Das Kaltwasser-Nahwärmenetz wird über ein Erdsondenfeld mit Wärme versorgt. Das Sondenfeld überträgt die Wärme des Erdreichs auf eine Sole, ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Alternativ zum Erdsondenfeld wird dies mit einem Latentspeicher (siehe Eisspeicher) bewerkstelligt. Das Nahwärmenetz ist eine Ringleitung, an die die einzelnen Gebäude angeschlossen sind. Über die Ringleitung wird die vorerwärmte Sole in die angeschlossenen Gebäude geleitet. Dort heben dann die Wärmepumpen das Medium auf das gewünschte Temperaturniveau.

Funktionsweise Eisspeicher
Ein Latentspeicher – im Volksmund auch Eisspeicher genannt – ist in der Lage, Energie langfristig zu speichern und wieder abzugeben. Wie lässt sich das Prinzip eines Eisspeichers erklären? Der Ursprung liegt in der Natur des Elementes Wasser. Wird Wasser unter dessen Gefrierpunkt abgekühlt, gehen die in der flüssigen Phase ungeordneten Wassermoleküle in eine feste Kristallstruktur über, Eis entsteht. Beim Übergang in die geordnete Kristallstruktur wird die sogenannte Kristallisationswärme oder auch latente Wärme frei. Diese freiwerdende, latente Wärme entspricht der gleichen Menge an Energie, die benötigt wird, um Wasser von 0 auf 80 °C zu erwärmen.
Der Latentspeicher versorgt die Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Quell-Energie. Dadurch kühlt der Speicher aus. Um zu verhindern, dass der Speicher „durchfriert“ und dann keine Wärme mehr für die Versorgung der Wärmepumpen zur Verfügung steht, muss er ständig regeneriert werden. Das geschieht, in dem diesem Speicher Wärme, im besten Fall „kos­tengünstige“ Umweltwärme zugeführt wird. Das ist zum Beispiel durch PVT-Hybridkollektoren möglich, die gleichzeitig noch Solarstrom produzieren.
Gegen Ende der Heizperiode macht es allerdings durchaus Sinn, die Regeneration abzuschalten und den Speicher bewusst durchfrieren zu lassen. In diesem Fall entsteht dann ein „Eisklotz“ in der Größe des Volumens des Speichers. Im Fallbeispiel 800 m3 Eis. Der geplante unterirdische, zylindrische Eisspeicher wird einen Durchmesser von 16 m haben sowie eine Höhe von 4 m. Damit können dann im Sommer die Wohnungen „passiv“ gekühlt werden, wofür nur ein geringer Stromeinsatz für die Umwälzpumpen benötigt wird. Dies wird auch als Freecooling bezeichnet. Der „Eisklotz“ schmilzt ab. Sollte das Volumen des zur Verfügung stehenden Eises nicht für die Kühlperiode ausreichen, kann mit Hilfe der Wärmepumpen auch „aktiv“ gekühlt werden. Die überschüssige Wärme wird aus den Gebäuden abgeführt über die Ringleitung. Die Wärme wird wiederum genutzt, um den Eisspeicher zu regenieren.

PVT-Hybridkollektoren
Aus Gründen der Effizienz wird im Projekt PVT-Hybridkollektoren der Vorzug gegeben, um den dabei selbst generierten Strom für die Versorgung des Quartieres zu nutzen. Der thermische Teil des PVT-Systems führt die Abwärme des PV Teils über eine Soleflüssigkeit (Sole vom Dach) den Wärmepumpen zu. Die Steuerung entscheidet, ob die Wärmepumpen die Sole vom Dach direkt nutzen oder ob die Wärmeversorgung über den Eisspeicher zum Einsatz kommt. Auch ein Parallelbetrieb ist möglich. Zum Einsatz kommen Hybridabsorber von eVera. Bei diesen werden die Absorber von hinten in den Rahmen eines PV-Moduls geklemmt.
Das Fabrikat des PV-Moduls ist dabei nebensächlich. Der Kunde entscheidet, ob er mono- oder polykristaline Module, Full-Black-Module usw. auf seinem Dach haben möchte. Der Hybridabsorber ist daher auch in Bestandsanlagen nachrüstbar. Er ist in 3 verschiedenen Größen lieferbar. Damit können 95 % aller PV-Module mit diesem System aus- oder nachgerüstet werden.
In der Praxis hat sich überdies gezeigt, dass es durch den Einsatz des PVT-Systems oft gelingt, einen Neubau, der als KfW-Effizienz-Haus 55 geplant wurde, ohne großen Aufwand in ein KfW-Effizienz-Haus 40 plus umzuwandeln. Dadurch erhöht sich der Zusschuss der KfW von 5000 auf 10 000/15 000 Euro pro Wohneinheit. Weitere Förderungen für derartige Projekte sind ggf. über Länderprogramme möglich.
Mit der Förderbekanntmachung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 27. Juni 2017 „Modellvorhaben Wärmenetze 4.0“ werden außerdem die Planung und der Bau hochinnovativer, multivalenter Wärmenetzsysteme der vierten Generation gefördert, wenn diese weitere Anforderungen erfüllen, die eine hocheffiziente und umweltschonende Bereitstellungvon Wärme und Kälte sicherstellen. Konkret wird der Einsatz innovativer Systemlösungen gefördert, an die mindestens 100 Abnehmer angeschlossen sind oder die mindestens 3 GWh Wärmeabnahme nachweisen können.

PRL-fähige Stromspeicher
Um das System abzurunden werden zur „Energiekostenautarken ­Quartierslösung“ Stromspeicher zum Einsatz kommen, die in der Lage sind, das Stromnetz in Deutschland zu stabilisieren, indem sie auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers entweder Strom aus dem Netz aufnehmen oder einspeisen. Für ­diese Dienstleistung erhält der Besitzer des Stromspeichers Freistrom zu jedem Zeitpunkt in Höhe des von der PV-Anlage generierten „Grünstroms“. Dadurch sollen die Stromkosten für den im Quartier benötigten Strom auf null sinken.

Autor: Rainer Büsser, Technischer Vertrieb eVera GmbH

 

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Sun, 14 Apr 2019 13:10:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/5/csm_2001_bb7d0c85eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/5/csm_2001_345d459363.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/2001.jpg
news-28088 Praktikum – Dauer entscheidet über Mindest­lohn­anspruch https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/praktikum-dauer-entscheidet-ueber-mindestlohnanspruch/ Praktikanten haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, wenn sie das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums leisten und es eine Dauer von drei Monaten nicht übersteigt.  

Unterbrechungen des Praktikums innerhalb dieses Rahmens sind möglich, wenn der Praktikant/die Praktikantin hierfür persönliche Gründe hat und die einzelnen Abschnitte sachlich und zeitlich zusammenhängen und die Höchstdauer von drei Monaten insgesamt nicht überschritten wird (Quelle: Bundesarbeitsgericht, Az.: 5 AZR 556/17).

 

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Sun, 14 Apr 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28113 Solarwatt GmbH: Mehr Leistung drauf https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/solarwatt-gmbh-mehr-leistung-drauf/ Anfang des Jahres hat Solarwatt seine Glas-Glas-Module auf 5-Bus-Bar umgestellt. Im Zuge dieser Umstellung kommen nun leistungsstärkere Zellen zum Einsatz.  

Alle Module mit monokristallinen Perc-Zellen sind künftig mit einer Leistung von mindes­tens 305 Wp bis 320 Wp erhältlich. Eine weitere Steigerung der Nennleistung ist im Laufe des Jahres geplant.
Solarwatt GmbH, Maria-Reiche-Straße 2a, 01109 Dresden, Tel.: +49 (0)351 8895 - 0, Fax: +49 (0)351 8895 - 100, info@solarwatt.de, www.solarwatt.de

 

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Sat, 13 Apr 2019 09:09:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_032_Solarwatt_c13d10806b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_032_Solarwatt_c515731a98.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Solarwatt.jpg
news-28082 HUMMEL: Neuer Heizkörperanschluss https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/hummel-neuer-heizkoerperanschluss/ HUMMEL bietet den „flexiblen Heizkörperanschluss“ jetzt in zwei zusätzlichen Größen an. Die neuen decken die Einbaubereiche 115 bis 210 mm und 190 bis 410 mm ab. Damit wird der Einsatzbereich auf Anschlüsse von Unterflurkonvektoren in Bodenschächten oder von wassergeführten Klimaanlagen und Geräteanschlüssen erweitert.  

Bei Installateuren stehe der flexible Heizkörper­anschluss auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Den Grund dafür kennt HUMMEL: „Mit diesen Problemlösern lassen sich Heizkörper auch in beengten Verhältnissen schnell und sauber anschließen.“ Die „flexiblen Heizkörperanschlüsse“ mit Edelstahlschlauch sind für Eurokonus kompatibel.

HUMMEL AG, Lise-Meitner-Str. 2, 79211 Denzlingen,Tel.: 07666 91110-0, Fax: -20, info@hummel.com, www.hummel.com

 

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Sat, 13 Apr 2019 09:00:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_64_Hummel_2a88da97e3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_64_Hummel_f48a84c4d6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/64_Hummel.jpg
news-28101 Bandbreite eines Bioheizsystems https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/bandbreite-eines-bioheizsystems/ Pelletfeuerungen: Markt und Technik  

Holzpelletfeuerungen sind eine Nische auf dem Heizungsmarkt, aber eine etablierte Technik. Gerade deshalb sollten sie angesichts von Sektorkopplung und der Verstromung des Wärmemarkts als Alternative hervorgehoben werden. Unser Bericht gibt einen aktuellen Überblick.

Ein Achtungserfolg ist das schon: Mittlerweile sind in Deutschland rund 470 000 Pelletfeuerungen installiert. Spätestens im kommenden Jahr wird die halbe-Million-Marke geknackt sein. Das Gros der Ins­tallationen mit knapp 280 000 Einheiten entfällt auf die Kategorie Pelletkessel kleiner 50 kW, inbegriffen sind hier auch die wasserführenden Öfen, die in Abgrenzung zu den reinen Pelletkaminöfen neben der Raumheizungsfunktion auch die Funktion der Zentralheizung übernehmen. Das Zahlenverhältnis von neuen Kaminöfen zu Pelletkesseln ist in den vergangenen Jahren hälftig geblieben, sodass sich hier kein Trend in die eine oder andere Richtung ablesen lässt.
Die Leistungskategorie „bis 50 kW” ist sehr weit gefasst, sodass sich hier nicht auf Anhieb ablesen lässt, wie sich die Ins­tallationen verteilen. Doch gibt es weiter Grund zu der Annahme, dass der überwiegende Teil der Installationen Zentralheizungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sind, also Feuerungen, die in die Kategorie bis 25 kW fallen. Denn in den vergangenen Jahren waren das rund drei Viertel der Kessel und Öfen in der 50-kW-Kategorie.
Marginal entwickelt sich der Markt der Pelletkessel über 50 kW weiter. Der Zuwachs von 2017 auf 2018 betrug laut DEPV in dieser Kategorie 500 Anlagen (der Gesamtzuwachs belief sich im selben Zeitraum auf 27 000 Einheiten). Es haben sich bis heute Befürchtungen nicht bewahrheitet, dass über eine große Zahl gewerblicher und industrieller Pelletfeuerungen der Brennstoff knapp werden und die Preise durch die Decke gehen könnten.

Holzpelletzentralheizung
Holzpelletfeuerungen sind vom Betrieb und der Regeltechnik her gleichwertig mit Zentralheizungen, die mit Gas oder Öl betrieben werden. Einziger Unterschied: Beim Heizen mit Pellets fällt Asche an, die in der Heizsaison in der Regel einmal monatlich in der Mülltonne entsorgt werden muss. In den Abmessungen unterscheidet sich der Pelletkessel nicht von der einer herkömmlichen Ölheizung. Vielmehr hat es in den letzten Jahren die Trends zu immer kleineren Anlagen und Aufstellflächen gegeben.
An die Pelletheizung ist das Pelletlager angeschlossen, das es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. So spricht man beispielsweise von einem Bunkerlager, wenn es sich um einen mit Schrägböden, Befüllstutzen und Prallmatte ausgestatteten, zum Lager umfunktionierten Kellerraum handelt. Die Industrie bietet sogenannte Gewebesilos an, die fertig angeliefert und nur aufgestellt werden müssen. Der Erdtank ist ein kugelförmiges oder zylindrisches Silo, das auf dem Grundstück im Erdreich versenkt wird. Alle Lagertypen sind über Fördereinrichtungen mit dem Kessel verbunden. Zur Wahl stehen Schnecken- oder Saugsysteme. Die Saug- oder pneumatischen Systeme können größere Entfernungen zwischen Lager und Kessel überbrücken als die Schneckensysteme und der Lagerraum muss bei ihnen auch nicht unbedingt ebenerdig zum Heizraum sein. Austragungssysteme transportieren die Pellets aus dem Lager vollautomatisch zum Kessel und dort in die Brennkammer.

Blick in die Brennkammer

In der Brennkammer wird die Pellets- und Luftzufuhr je nach Wärmebedarf automatisch reguliert. Die Pellets werden elektrisch gezündet oder per Heißluft aus einem Gebläse entflammt. Es gibt verschiedene Feuerungstechniken, die jeweils zu spezifischen Brennkammerkonstruktionen führen. In der Feuerungstechnik beschreiten die Hersteller unterschiedliche Wege. Man klassifiziert die Feuerungstechnik begrifflich nach der Weise, wie der Brennstoff in die Feuerungsstätte gelangt. Von unten (Unterschubfeuerung), von der Seite (Seitenschubfeuerung) oder von oben (Fallschachtfeuerung). Daraus resultieren unterschiedliche Brennkammerkonstruktionen. Jede Konstruktion hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. In der Praxis erprobt sind sie alle.  

Pufferspeicher

Eine Pelletzentralheizung benötigt nicht zwingend einen Pufferspeicher wie ein Stückholzkessel, da sie die Leistung dem Wärmebedarf anpassen kann. Ein Pufferspeicher reduziert jedoch die Zahl der energieaufwendigen Starts des Kessels. Mit ihm kann der Kessel immer im Volllastbetrieb laufen, bis er den Speicher aufgeladen hat, dann schaltet er sich wieder ab. Wärme steht jetzt zur Verfügung, indem der Pufferspeicher entladen wird. Gerade in Gebäuden mit einem geringen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers empfehlenswert, bei gleichzeitiger Installation einer Solaranlage ein Muss.  

Heizen exportieren: Heizzentralen
In den 1980er-Jahren wurde noch viel Geld in Bodenaushub und Beton zur Verwirklichung von Kellern gesteckt. Doch Raum ist heute teuer. Viele Bauwillige verzichten daher auf den Keller. Auch hier bietet die Pelletbranche Lösungen an, wobei gesagt werden muss, dass es sich hier um eine Marktnische handelt. In einer Heizzentrale können Pelletheizung und -lager außerhalb des Gebäudes auf dem Grundstück positioniert werden. Die Heizzentrale ähnelt einer Fertiggarage. Sie birgt Kessel, Pelletlager, Pufferspeicher und Abgassystem. Sie wird per Kranwagen angeliefert, aufgestellt und angeschlossen. Auf das Dach der Heizzentrale kann z. B. eine thermische Solaranlage installiert werden.  

Pellets in gut gedämmten Gebäuden

Die Gebäudetechnik hat Niedrigenergiehäuser und Passivhäuser hervorgebracht, die so gut gedämmt sind und außerdem passiv Sonne nutzen, dass eine herkömmliche Zentralheizung lediglich Ergänzung ist und entsprechend klein in der Leistung ausfallen kann. Passivhäuser sind nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) Gebäude mit einem Energiebedarf kleiner gleich 15 kWh je m² im Jahr. Der Energiebedarf von Niedrigenerigehäusern darf laut EnEV nicht mehr als 60 kWh je m² und Jahr betragen. Der Begriff wird zunehmend aufgeweicht von der Diskussion um den Niedrigstenergiegebäudestandard („nearly-zero-energy-building“ – nzeb-Standard), den die Gebäuderichtlinie EPBD der EU für ihre Mitgliedsstaaten im Neubausektor zu definieren vorschreibt. Holzpellets sind auch in diesen Gebäuden mit geringem Heizenergiebedarf eine Option.  

Pelletöfen
Wassergeführte Pelletöfen liegen im Leis­tungsbereich bis etwa 15 kW. Sie werden im Wohnraum aufgestellt und sie heizen wie Kaminöfen die Räume auf, in denen sie stehen. Pelletöfen mit Wassertasche können nicht nur einen einzelnen Raum erwärmen, sondern in Häusern mit geringem Wärmebedarf die Funktion einer Zentralheizung übernehmen, denn sie werden über die Wassertasche in das Heizsys­tem eingebunden. Da immer bis zu 20 % der erzeugten Wärme an den Raum abgegeben werden, ist für den Sommer die Kombination mit einer Solaranlage empfehlenswert. Die Pellets werden oft per Hand aus Säcken in den Vorratsbehälter im Pelletofen geschüttet, ein Pelletofen kann aber auch an ein Lager angeschlossen werden.
In einem Passivhaus kann ein Pellet­ofen nicht ohne Weiteres raumluftabhängig betrieben werden. Er würde durch Luftentzug einen Unterdruck im Wohnraum erzeugen, denn eine raumluftabhängig betriebene Feuerstätte bezieht die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Zu diesem Zweck muss der Nachschub von Frischluft gesichert sein. Da Passivhäuser ihre Frischluft über Lüftungsanlagen beziehen, muss die Lüftungsanlage für den Betrieb einer Feuerstätte im Wohnraum auf die Festbrennstofffeuerung hin ausgelegt sein. Als raumluftunabhängig bezeichnet man eine Feuerstätte, die ihre Verbrennungsluft nicht aus dem Aufstellraum selbst, sondern z. B. durch einen Zuluftkanal oder ein Luft-Abgas-System bezieht.

Die Preisfrage

Am Ende steht die Preisfrage. Holzpelletsysteme argumentieren ja nicht nur über die Nachhaltigkeit, sondern auch über die Wirtschaftlichkeit des Systems. Das Argument: Höhere Anschaffungskosten als andere Systeme werden durch niedrigere Betriebskos­ten im Lauf der Jahre überkompensiert. Dem Pelletpreis und seine Entwicklung kommen damit eine große Bedeutung zu. Nicht von ungefähr gibt es deshalb die monatlichen Bekanntmachungen des DEPV (www.depv.de) zur Entwicklung des Pelletpreises (Preisindex), absolut – und relativ gesehen zu anderen Brennstoffen wie Heizöl und Erdgas. Im Bundesdurchschnitt betrug der Preis für eine t Holzpellets bei einer Abnahmemenge von 6 t im Februar 2019 rund 270 Euro/t. Regional gibt es kleine Bandbreiten. So sind Holzpellets in Süddeutschland in der Regel teurer als in Norddeutschland, auch jahreszeitlich variiert der Preis geringfügig. Pellets im Sommer kaufen ist günstiger als im Winter. Der DEPV gab im Februar den Preisvorteil (bezogen auf eine kWh aus Pellets) gegenüber den Fossilen mit 19,4 % (Heizöl) und 13 % (Erdgas) an.
Die Wettbewerbsvergleiche haben ihre Berechtigung. Wichtiger als monatliche Differenzspannen, die schwankend sind, ist die Kernbotschaft, dass man bisher, über die Jahre rückblickend betrachtet, mit dem Pelletpreis gut kalkulieren kann.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

 

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Fri, 12 Apr 2019 12:17:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_2201_bb73f4fbae.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_2201_6c8b3413ac.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/2201.jpg
news-28112 Glen Dimplex Deutschland GmbH: Smart Climate System von Dimplex https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/glen-dimplex-deutschland-gmbh-smart-climate-system-von-dimplex/ Das Smart Climate System von Glen Dimplex verbindet Konvektoren, Fußbodenheizung und viele weitere Geräte über einen zentralen Funkempfänger zu einem intelligenten, elektrischen Heizsystem. Über die Dimplex-App lässt es sich über das Internet einstellen und bedienen.  

Die Temperaturen können einfach und schnell auf dem Handy oder Tablet eingestellt werden. Mit der App wird auf den Hub zugegriffen, der alle installierten Geräte miteinander verbindet. Das Herzstück der elektrischen Heizung ist der Smart Climate Hub. Darüber werden die Steuerungen und Thermostate aller installierten Geräte miteinander verbunden und intelligent geregelt. Bis zu 500 Einzelgeräte können pro Hub verwaltet werden.
Glen Dimplex Deutschland GmbH, Am Goldenen Feld 18, 95326 Kulmbach, Tel.: +49 (0)9221 709 - 100, Fax: +49 (0)9221 709 - 924339, dimple@dimplex.de, www.dimplex.de

 

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Fri, 12 Apr 2019 09:05:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/d/csm_032_Glen_3c4e18ffcd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/d/csm_032_Glen_0d1b3c294b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/032_Glen.jpg
news-28081 Airflow: Lüftungsgerät für die Zwischendecke https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/airflow-lueftungsgeraet-fuer-die-zwischendecke/ Als Produkthighlight präsentiert Airflow das zentrale Lüftungsgerät „DUPLEX 650 Flex“.  

Es möchte vor allem durch seine Bauform punkten: Mit einer Tiefe von nur 298 mm ist es insbesondere für die Zwischendeckeninstallation konzipiert und rundet die „DUPLEX Flex“-Serie mit einem Volumenstrom bis zu 650 m³/h nach unten ab. Bisher umfasste diese Serie vier Gerätegrößen mit Volumenströmen von 1000 bis 3800 m³/h.

Airflow Lufttechnik GmbH, Kleine Heeg 21, 53359 Rheinbach, Tel.: 02226 9205-0, Fax: -11, info@airflow.de, www.airflow.de

 

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Fri, 12 Apr 2019 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/a/csm_64_Airflow-DUPLEX-650-Flex_4207b4ea5b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/a/csm_64_Airflow-DUPLEX-650-Flex_54e39fb96d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/64_Airflow-DUPLEX-650-Flex.jpg
news-27854 Von IoT und Smart Home https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/von-iot-und-smart-home/ Einblicke und Statements zum Thema Digitalisierung in der Pelletbranche  

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist nicht gleichzusetzen mit Smart Home, z. B. mit dem Zugriff auf eine Feuerung via App. IoT geht deutlich weiter. Welche Vorteile sind damit verbunden? Und wie schätzen Kesselhersteller aus der Pelletbranche das Potenzial der zunehmenden Digitalisierung für sich und das SHK-Handwerk ein? Eine Standortbestimmung.

Fakt ist, mit IoT tun sich für Hersteller ganz neue Möglichkeiten auf und auch Installateure können durchaus davon profitieren. Beispiel Heizung: Durch die kontinuierliche Übermittlung von Daten aus dem praktischen Betrieb können Betreibermuster erkannt und ausgewertet werden. Forschung und Entwicklung erhalten wertvolle Informationen aus dem Alltagsbetrieb der Anlagen und können diese gezielt optimieren. Das Marketing könnte Verhaltensweisen von Kunden analysieren, deren Präferenzen ausmachen und Trends möglicherweise besser oder schneller erkennen. Und: Anlagen-Störungen können automatisiert an einen Heizungsfachbetrieb oder an den technischen Service des Herstellers übermittelt werden.

Aktuelle Befragung
Um die Pelletbranche, so konnte der Eindruck entstehen, ist es in letzter Zeit ruhiger geworden. Man hörte wenig von Innovationen und die Installationszahlen bewegen sich seit Jahren auf konstantem Niveau. Doch die Branche ist nicht untätig geblieben und sie entwickelt sich weiter – möglicherweise nur weniger spektakulär als in den Anfangszeiten. Nachdem die Feuerungstechnik als gut entwickelt gilt, feilt man nun an den Themenfeldern IoT und Smart Home.
Wirkliches Neuland sind diese Themenfelder für die Pelletbranche indes nicht. „Dem Thema IoT und Smart Home widmet sich unser Unternehmen schon seit mehr als 10 Jahren“, berichtet beispielsweise Eta-Geschäftsführer Ferdinand Tischler. Auch für Beate Schmidt-Menig, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb bei Ökofen-Deutschland, ist das Thema Digitalisierung Alltag: „Die Digitalisierung beeinflusst die Erwartungshaltung von Kunden. Informationen, Produkte und Dienstleistungen müssen schnell verfügbar sein und der Kunde muss dort abgeholt werden, wo er sich am häufigsten informiert: im Internet.“ Die SHK-Branche bleibe von der Digitalisierung nicht unberührt, sagt sie.
Gerade für das Handwerk ist in Zeiten voller Auftragsbücher und begrenzter personeller Ressourcen die Digitalisierung hilfreich. „Wenn die Kesselbesitzer den Kundendienstzugang freischalten, hat das für die Optimierung einer Anlage bzw. die Suche von Fehlern einen großen Vorteil, da auch vom Kundendienst aus dem Büro ein voller Zugriff auf die Bedieneinheit möglich ist“, argumentiert Tischler. Zusätzlich könnten auch Datenaufzeichnungen vorgenommen werden und mithilfe von Trenddarstellungen die Anlagen ggf. analysiert werden. „Da das Fachhandwerk stark ausgelastet ist, werden sie digitale Services nach und nach verstärk­ter nutzen, um Zeit und Anfahrtswege zu sparen“, sagt Schmidt-Menig.

Alexa und Co. ziehen ein
Die Digitalisierung treibt die Produktentwicklungen in der Pelletbranche voran. „Erste Ansätze sehen wir in der Kopplung verschiedener Energiesysteme, wie z. B. innovative Pellet-KWK-Anlagen“, sagt Schmidt-Menig. Beim Hersteller Hargassner werden derzeit neue Generationen von App, Online-Portal und Kesselsteuerung entwickelt. „Ein ganz wesentlicher Aspekt ist dabei die Vernetzung all dieser Systeme“, sagt Christian Neuburger, Teamleiter Software-Entwicklung. „Dabei spielt auch die Entwicklung eines intuitiven Raumbedienungskonzeptes eine wichtige Rolle. Hier wird in die Überlegungen neben neuester Touch-Technologie auch das Thema Sprachsteuerung mit einbezogen“, so Neuburger.
Seit Herbst 2018 sind Öko­fen-Kessel mit Smart-Home-Lautsprechern, wie beispielsweise Alexa, steuerbar. Per Sprachbefehl kann die gewünschte Temperatur konfiguriert, der Energiesparmodus aktiviert oder der Pelletvorrat im Tank überprüft werden. Zudem bietet der Hersteller Schnittstellen zu Loxone oder Auto-Ladestationen wie die Keba Wallbox an. Das mittlerweile in der Smart-Home-Szene recht bekannte österreichische Unternehmen Loxone stellt Hard- und Software zur Gebäudeautomation her, darunter z. B. einen Miniserver, der das Herzstück im Smart Home ist und bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Die Konnektivität z. B. mit einer Wallbox von Keba, über die im Eigenheim das Elektroauto aufgeladen wird, ist Ausdruck einer Entwicklung innerhalb der Pelletbranche, die klassische Hybridlösung Pellet-Solarthermie um andere Lösungen zu erweitern, z. B. in Form der Kombination mit Photovoltaik.

Neue Welten verstehen
Auch Hargassner bietet seit geraumer Zeit neben einer App Anbindungen zu verbreiteten Smart-Home-Lösungen wie Loxone oder KNX an. Zusätzlich gibt es mit Modbus/TCP eine Schnittstelle, mit der weitere Systeme angebunden werden können. Eta stellt ebenfalls diverse Schnittstellen zur Verfügung, wie etwa einen Webservice oder Modbus/TCP (über LAN, ohne zusätzliche Hardware) oder auch KNX (über einen USB-KNX-Umsetzer). Daneben gibt es weitere Entwicklungen, die von der Digitalisierung hervorgebracht wurden: Solarfocus beispielsweise stattete als einer der ers­ten Pelletkesselanbieter bereits 2015 die Regelungen seiner Heizkessel standardmäßig mit einer „Wetterfrosch-Funktion“ aus. Sie bezieht alle drei Stunden Livedaten von einem Wetterserver. Diese fließen in den Regelalgorithmus ein. Der Regler gibt daraufhin dem Kessel das entsprechende Signal zum Heizen in Abhängigkeit zur erwarteten Wetterprognose. Dazu muss der Kessel allerdings vernetzt sein.
Doch auch hier bleibt der Zug nicht stehen. Der große Allgemein-Begriff des Internets, die „Geolocation“ – Daten verorten – ist natürlich auch in der Heizungsbranche ein Thema. „Im Hinblick auf die technischen Entwicklungen führt der Weg sicher in Richtung Auswertung der Betriebs­parameter und Optimierung an Hand der Benutzerprofile. Mögliche Wege gibt es viele, es wird sich zeigen, von welchen die Kunden tatsächlich einen Nutzen haben und die sich somit durchsetzen werden“, sagt Solarfocus-Geschäftsführer Johann Kalkgruber.

Wie im Leben: viele Sprachen
„Die Themen IoT und Smart Home werden auch in Zukunft aktuell bleiben“, sagt Johann Standl, Leiter Produktmanagement bei Windhager. „Für den Kesselhersteller sind jene Verknüpfungen interessant, die das Heizen/Kühlen einfacher, komfortabler und sparsamer machen. Darunter fallen z. B. die Einbindung von Wetterdaten, Geolocation und Beschattung“, sagt er. Für die Einbindung in Smart-Home-Systeme gebe es vonseiten der Kesselindustrie entsprechende Schnittstellen und Protokolle. „Die Schwierigkeiten liegen unter anderem auch bei den unterschiedlichen Kommunikations-Standards. Es gibt nicht den Bus bzw. die Kommunikationsplattform, die alle „Beitragenden“ – Beschattung, Belüftung, Heizung, usw. – einheitlich verwenden“, resümiert er.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

 

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Fri, 12 Apr 2019 06:46:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_188_ca1e8badb0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_188_a49f67044e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_05/188.jpg
news-28109 Naturstrom AG: Naturstrom verpachtet Stromspeicher https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/naturstrom-ag-naturstrom-verpachtet-stromspeicher/ Der Düsseldorfer Stromanbieter Naturstrom erweitert sein Angebot an Pachtmodellen für Haushaltskunden. Neben einer Photovoltaikanlage und einem Paket aus Solaranlage und Solarstromspeicher können Hausbesitzer unter dem Namen SonnenSpeicher ab sofort auch ausschließlich den Speicher pachten.  

Der Speicher stammt von LG. Naturstrom bietet ihn mit einer Kapazität von 6,6 kWh oder 9,3 kWh an. Die monatliche Pacht startet bei 97,85 Euro. Unter www.naturstrom.de/sonnendach können Interessenten in wenigen Schritten berechnen, unter welchen Voraussetzungen sich ein Speicher für sie lohnt.
Naturstrom AG, Parsevalstraße 11, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 (0)211 77900 - 0, Fax: +49 (0)211 77900 - 599, kundenservice@naturstrom.de, www.naturstrom.de

 

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Thu, 11 Apr 2019 08:42:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_032_Naturstrom_87ad8e16ad.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_032_Naturstrom_64f7eda85c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/032_Naturstrom.jpg
news-28108 Sunman führt glasfreie Module ein https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sunman-fuehrt-glasfreie-module-ein/ Der chinesische Modulhersteller Sunman bietet nun für Leichtbau-Dächer Photovoltaik-(PV)-Module an, die ohne Glas auskommen und dadurch etwa zwei Drittel weniger Gewicht als herkömmliche Module auf die Waage bringen.  

Dadurch wird PV interessant für solche Dachflächen, die bislang aus statischen Gründen nicht darauf setzen konnten. Erste Projekte in Deutschland, der Schweiz und in Spanien gibt es bereits. Die glasfreien Module besitzen eine Dicke von weniger als 2 mm und zwei Drittel weniger Gewicht als Glas-Solarmodule, bei vergleichbarem Ertrag. In Deutschland wurde eine erste Anlage mit über 200 kWp Leistung gemeinsam mit den Stadtwerken Waldkirch in Waldkirch realisiert.

Einfache Handhabe

Sunman nennt seinen neuartigen Module „eArche“. Sie sind um ein Vielfaches dünner und leichter als übliche Solarmodule aus Glas, sollen aber die gleiche Witterungsbeständigkeit und Leistung haben wie Standardmodule mit kristallinen Siliziumzellen.
Die eArche-Module kommen auf eine Gesamtlast von dreieinhalb bis fünf kg/m2. Sunman verspricht Installateuren mit seinen Modulen zahlreiche Vorteile. So ermöglichten das geringe Gewicht sowie die dünne Bauart einen einfachen und kostengünstigen Transport und die Lagerung großer Modulmengen. Zusätzlich gewährleiste sie eine schnelle Installation und die Möglichkeit, die Module in den meisten Fällen mithilfe der einfachen Verklebetechnik auf dem Dach anzubringen. Die Installation einer schweren Unterkonstruktion ist dabei nicht notwendig.

Robuste Bauart und vergleichbare Leistung
Trotz der fehlenden Glasscheibe sind die eArche-Panele ebenso robust und langlebig wie herkömmliche Solarmodule. Grund dafür sind die witterungsbeständigen Eigenschaften des Kompositmaterials: Auch bei glasbasierten Modulen bestimmt nicht das Glas die Strapazierfähigkeit des Moduls, sondern die auf der Rückseite des Moduls laminierten Polymermaterialien (EVA und fluorbeschichtetes PET). Die eArche-Module werden, neben den Schutzschichten auf der Vorder- und Rückseite des Solarmoduls, auf beiden Seiten der Solarzellen mit mehreren Schichten wasserdichtem Polymerverbundwerkstoffen laminiert. Dadurch erhöht sich der Schutz vor Gefahren aus der Umwelt im Vergleich zu herkömmlichen Modulen. Durch die Verwendung kristalliner Silizium-Solarzellen weisen eArche-Module eine ähnliche elektrische Leistung wie herkömmliche Module von rund 18 % auf, was deutlich höher ist als der Wirkungsgrad von Dünnschicht-Solarmodulen.

Riesiges Marktpotenzial
Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik gibt es in der Europäischen Union Flachdächer auf Nichtwohngebäuden mit einer Fläche von etwa 360 Mio. m2 (2012). „Wir gehen jedoch davon aus, dass rund 60 % dieser Industriedächer herkömmliche Solarmodule mit einem Gewicht von 15 bis 20 kg/m2 nicht dauerhaft tragen können. Erlaubt die Statik des Dachstuhls nur geringe zusätzliche Auflasten, gab es bisher kaum Möglichkeiten, das PV-Potenzial zu nutzen“, sagt Unternehmens-Gründer Zhengrong Shi. Wie viel Last auf Dächer geladen werden darf, ist auch von örtlichen Wind- und Schneelastvorgaben abhängig. „Je leichter Solarmodule sind, desto größer die Chance, PV-Module flächendeckend zu installieren“, so Shi weiter.

 

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Thu, 11 Apr 2019 08:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm__KW15_sunman1_15cbc4d23f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm__KW15_sunman1_6a13c0743c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW15_sunman1.jpg
news-28093 aquatherm darf sich Weltmarktführer nennen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/aquatherm-darf-sich-weltmarktfuehrer-nennen/ aquatherm, Hersteller von Rohrleitungssystemen aus Polyprophylen mit Sitz in Attendorn (NRW), ist als „Weltmarktführer 2018“ ausgezeichnet worden. Den Titel verleihen die Henri B. Meier-Unternehmerschule der Universität St. Gallen und die Akademie Deutscher Weltmarktführer (ADWM).  

Um einen Platz im Weltmarktführer-Index zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Dazu zählen nach Auskunft der Hochschule St. Gallen u.a. die Eigentümer-Führung mit Stammsitz zu 50% in Deutschland, Öster­reich oder Schweiz, die Tätigkeit auf mindestens drei von sechs Kontinenten mit eigenen Produktions- und/oder Vertriebsgesellschaften, ein Jahresumsatz von mindestens 50 Mio. Euro sowie ein Exportanteil von mindestens 50% des Umsatzes. Neben knapp 450 weiteren Unternehmen erfülle aquatherm mit seinen Niederlassungen in Deutschland, Italien, England, USA und Kanada die Kriterien und dürfe sich daher „Weltmarktführer 2018“ im Bereich Rohrleitungs­sys­teme aus Polypropylen nennen, so die Hochschule.
„Die Listung im Weltmarktführer-Index ist für uns eine tolle Auszeichnung“, sagt Christof Rosenberg, der das Familienunternehmen mit seinen Brüdern Dirk und Maik leitet.

 

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Thu, 11 Apr 2019 07:37:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_56_Aquatherm-Weltmarktfuehrer_9ccd310eba.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_56_Aquatherm-Weltmarktfuehrer_f20f58648b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/56_Aquatherm-Weltmarktfuehrer.jpg
news-27856 Pumpen mit Know-how https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/pumpen-mit-know-how/ Vernetzte Pumpen passen sich nach der Installation nicht nur automatisch an eine Heizanlage an, sie erlauben zudem eine weitaus effektivere Instandhaltung von Heizsystemen  

Bidirektionale Pumpen stellen Heizleistung, Warmwasser und Kühlung bedürfnisgerecht bei geringstmöglichem Energiebedarf zur Verfügung. In einer zunehmend vernetzten Welt liefert die Technik obendrein detaillierte Betriebsdaten. Daraus ergeben sich vielfältige Vorteile für das Fachhandwerk und den Nutzer.

Während Heizungspumpen bislang lediglich Sollwerte und Störmeldungen über einfache Schnittstellen kommuniziert haben, lassen sich mithilfe bidirektionaler Systeme vielfältige Parameter auslesen und konfigurieren. Dabei ist es möglich, anhand der Pumpen umfangreiche Informationen abzurufen und durch gezielte Feineinstellungen die Energieeffizienz einer Anlage zu steigern.
Die erfassten Daten bilden außerdem die Grundlage für ein leistungsfähiges Dokumentations-, Bestell- und Gerätemanagement. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, durch spezifische Analysen den Verschleiß einzelner Pumpenkomponenten frühzeitig zu erkennen, ohne dass ein Fachmann den Technikraum aufsuchen muss.
Die vorausschauende Wartung einer Pumpe auf Basis der Betriebsstunden als auch online ermittelte Defekte erlauben ferner die effiziente Planung und Ausführung von Serviceeinsätzen. Darüber hinaus bieten bidirektional kommunizierende Pumpen dem Fachhandwerker die Möglichkeit, sich durch spezifische Dienstleistungen von Marktteilnehmern abzuheben. Etwa durch Wartungsverträge, über die sich eine festgelegte Anzahl an Zugriffen auf online überprüfbare Kenngrößen pauschal verrechnen lassen.
Dem Endanwender bieten vernetzte Pumpen dagegen vor allem den Komfort von warmem Wasser entsprechend der individuellen Bedürfnisse. Oftmals erlaubt es eine je nach Hersteller gebührenfreie oder kostenpflichtige App dem Nutzer außerdem, sich über ein Smartphone oder ein Tablet mit der Pumpe zu verbinden. Damit lassen sich Informationen jederzeit abrufen und spezifische Einstellungen der Betriebszustände wie den Stromsparmodus vornehmen. Auch ist ein Herantasten an den geringstmöglichen Energiebedarf einer Pumpe per Feineinstellungen der Pumpendrehzahl möglich. Eine Option, die vor allem sehr energiebewusste Nutzer sowie technikaffine Anwender zu schätzen wissen.

Maßgeschneiderte Datenübertragung
Bidirektional kommunizierende Pumpen lassen sich auf vielfältige Weise an ein Heizungssystem anschließen und regeln. Neben analogen und digitalen Ein- und Ausgängen sind auch Bustechnologien sowie ein Mix aus einer funk- und kabelgebundenen Technologie auf dem Markt zu finden. Sind Pumpen mit digitalen oder analogen Klemmen ausgestattet, kommunizieren sie jegliche Eingabe über eine Drahtverbindung. Hierbei sendet beispielsweise ein Relais auftretende Störmeldungen, während Analogsignale die Sollwerte übermitteln. Allerdings geht die Verdrahtung analoger und digitaler Ein- und Ausgänge sowie eine ggf. erforderliche Fehlersuche oftmals mit einem erhöhten Aufwand einher.
Manche Hersteller nutzen aus Gründen der Redundanz neben der klassischen Verdrahtung zusätzlich Feldbustechnologien, um relevante Informationen wie etwa den Betriebszustand und bestimmte Zielgrößen und Alarme zu übermitteln. Andere Fertiger setzen dagegen auf reine Bustechnologien. So sind die Heizungspumpen „Calio“ der KSB AG standardmäßig mit dem Kommunikationsprotokoll Modbus RTU ausgestattet, wobei Pumpe und Feldbus ab Werk aufeinander abgestimmt sind. Die zugehörigen Module müssen deshalb nicht separat ausgewählt, beschafft und kundenspezifisch programmiert werden.
Der Hersteller DAB Pumpen bietet dagegen ein D-Connect genanntes Feldbus- und Leitsystem an, das sich modular in bestehende Netzwerke integrieren lässt. Diese Technologie erlaubt es, bis zu acht Pumpen kabelgebunden oder mobil anzusteuern und zu regulieren. Mit der D-Connect Box bietet der Hersteller außerdem nach eignen Angaben als derzeit einziger Pumpenhersteller den Service an, die Software- und Steuerungsdaten redundant in einer Cloud abzulegen. Dadurch kann ein Nutzer, der mit entsprechenden Berechtigungen ausgestattet ist, jederzeit spezifische Daten mittels einer kostenpflichtigen App abrufen und.
Ab welcher Anlagengröße der Einsatz einer Feldbustechnologie sinnvoll ist, lässt sich unter Zuhilfenahme einer betriebswirtschaftlichen Auswertung feststellen.

Passgenaue Regelung
Dank Sensorik bieten bidirektionale Pumpen dem Anwender auch Komfort. So ermitteln Messfühler in Trinkwasserzirkulationskreisläufen das Zapfverhalten der Nutzer. Auf Basis dieser Daten fördern die Pumpen nach einer kurzen Lernphase selbstständig warmes Wasser gemäß den turnusmäßigen Anforderungen durch die Rohrleitungen. Hierzu ist beispielsweise die Sensorik der Pumpe „BlueOne“ Modell „BWO 155 Connect“ der Deutsche Vortex GmbH über ein Flachbandkabel mit einem Temperaturfühler verbunden. Dieser Messwertgeber ist in der Lage, geringe Temperaturdifferenzen von 1/10 K zu erfassen. Dabei registriert und speichert eine in der Pumpe verbaute Elektronik die Zapfzeiten der Verbraucher. Zudem lassen sich über Komforteinstellungen auch unregelmäßige Zapfzeiten berücksichtigen. Verschiebt sich der Entnahmerhythmus, weil beispielsweise ein Bewohner im Schichtdienst arbeitet oder die Uhrzeit von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird, erkennt das Modul diesen Zeitversatz nach 24 Stunden.
Wird dagegen über einen längeren Zeitraum, beispielsweise während des Urlaubs, kein Warmwasser entnommen, stellt die Technik den Betrieb der Pumpe bis zur nächsten Warmwasseranforderung weitestgehend ein. In dieser Zeit erfolgt lediglich der aus hygienischen Gründen für den Wasseraustausch täglich erforderliche Zirkulationslauf. Bei der mit einem WLAN-Modul ausgerüs­teten Zirkulationspumpe „BlueOne BWO 155 Connect“ können Feineinstellungen über die pumpeneigene App allerdings nur vor Ort im Wohnbereich und nicht per Fernübertragung vorgenommen werden.
Der Energiebedarf dieser selbstlernenden Pumpe liegt bei rund 5 kWh jährlich. Mit täglich 2 – 3 Betriebsstunden entspricht die Laufleistung der Pumpe in etwa 10 % der Laufleistung einer Pumpe, die permanent in Betrieb ist. Durch den geringeren Pumpenbetrieb reduzieren sich zudem die Wärmeverluste. Damit lassen sich laut Angaben des Herstellers im Einfamilienhaus ca. 100 Euro jährlich einsparen. Die im Erwerb vergleichsweise höherpreisige Pumpe amortisiere sich somit nach etwa zwei Jahren.
Die Deutsche Vortex GmbH beschäftigt sich bereits seit der Firmengründung vor über 50 Jahren mit Pumpen kleiner Leis­tungsklassen. Das Unternehmen hat sich dabei auf Trinkwasserzirkulationspumpen spezialisiert, die sich für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäuser bis hin zu Häusern mit sechs Parteien eignen. Eine Pumpe der kleinsten Leistungsklasse überwindet einen Rohrleitungswiderstand von bis zu 1,3 m Wassersäule. Das ist ausreichend, weil die Pumpe keinen nennenswerten Druck aufbauen, sondern lediglich den Widerstand des Rohrleitungsnetzes überwinden muss. Zudem würden die Pumpen grobe Veränderungen der Pumpeneinstellungen durch den Nutzer verzeihen. Fördern Pumpen kleiner Leis­tungsklassen beispielsweise bei einer höheren Drehzahl einen größeren Volumenstrom, hat das im Gegensatz zu Pumpen höherer Leistungsklassen keinerlei Auswirkungen. Weil Geräusche oder gar Rohrleitungsschäden hier nicht zu befürchten seien, sei ein Nachjustieren durch den Fachhandwerker nicht erforderlich.

Resümee
Dem Fachhandwerk als auch dem Nutzer bieten bidirektionale Pumpen in einer zunehmend vernetzten Welt ein großes Potenzial, wobei die Möglichkeiten über das reine Regulieren von Temperatur und Volumen hinausgehen. So erlaubt es der Verbund von Komponenten wie Ventile, Sensoren und Aktoren, Energie einzusparen und Kosten zu reduzieren. Zugleich unterstützten digital bereitgestellte Daten den Handwerker dabei, ein technisches Problem zeitnah zu erledigen. Überdies sind Konzepte mit smarten Feldgeräten denkbar, die spezifische Funktionen ausführen. Damit bietet sich Marktteilnehmern die Möglichkeit, Servicedienstleistungen weiter zu verstärken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Fachleute sehen in bidirektional kommunizierenden Pumpen einen unaufhaltsamen Trend, auch wenn aktuell die Marktdurchdringung noch nicht gegeben ist. Es gilt, Normen und Standards zu entwickeln, um eine Sicherheitsgrundlage  zu schaffen. Schließlich gilt es, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der mittels der bidirektionalen Pumpen gesammelten Daten sicherzustellen.

Autorin: Carola Tesche, freie Journalistin

 

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Thu, 11 Apr 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_184a_f1d0f7d50a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_184a_56b4a19cb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_05/184a.jpg
news-28111 UBA passt Empfehlung zu Legionellen-Untersuchungen an https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/uba-passt-empfehlung-zu-legionellen-untersuchungen-an/ Dessau-Roßlau.&nbsp; Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Publikation „Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung“ (Stand: 23.08.2012) zurückgezogen.  

Wie es zur Begründung heißt, sei nach § 15 Absatz 1a TrinkwV für die mikrobiologische Bestimmung von Legionellen spätestens ab dem 1. März 2019 das Verfahren nach ISO 117313 anzuwenden. „Die Empfehlung des Umweltbundesamtes musste den neuen Anforderungen angepasst werden.“
Die neue Empfehlung unter dem Titel „Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung - Probennahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“ (Stand: 18. Dezember 2018) soll der Klarstellung dienen. Kurzlink: https://bit.ly/2FeOi1t.

www.umweltbundesamt.de

 

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Wed, 10 Apr 2019 09:01:23 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_Legionellen_web_bf7d277bcc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_Legionellen_web_dca7c61321.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/Legionellen_web.jpg
news-28110 Rika Innovative Ofentechnik GmbH: Gehorcht aufs Wort https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/rika-innovative-ofentechnik-gmbh-gehorcht-aufs-wort/ „Alexa, stelle meinen Ofen auf 22 Grad!“. Mit dieser einfachen Sprachanweisung lassen sich künftig Rika Pellet- und Kombiöfen steuern.  

Auch das Ein- und Ausschalten, ein Wechsel des Betriebsmodus, Anpassung der Raumtemperatur und Heizleistung sowie die Abfrage des aktuellen Betriebsstatus ist über die Spracheingabe möglich. Darüber hinaus lassen sich auch bestehende Öfen mit Rika Voice erweitern.
Voraussetzung für die Sprachsteuerung ist die Ausstattung mit einem Rika Firenet Modul. Rika Pellet- und Kombiöfen mit Touch Display können über das Modul mit dem jeweiligen Heim-WLAN verbunden werden. Anschließend sind die Öfen mit jedem PC und mobilen Endgerät mit Internetzugang jederzeit und von überall bedienbar.
Rika Innovative Ofentechnik GmbH, Müllerviertel 20, AT-4563 Micheldorf, Tel.: +43 (0)7582 686 - 0, Fax: +43 (0)7582 686 - 43, office@rika.at, www.rika.at

 

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Wed, 10 Apr 2019 08:49:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_032_Rika_dbd87ef5e7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_032_Rika_d5a81a614f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/032_Rika.jpg
news-28100 Pelletqualität: Worauf man achten muss https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/pelletqualitaet-worauf-man-achten-muss/ Optik, Zertifikate, Preis und Anlieferung: Das Paket muss stimmen  

Es gibt verschiedene Kriterien, an denen man gute Holzpellets erkennen kann. Auf welche sollte man achten und worauf beim Preis? Und was tun, wenn die Qualität tatsächlich mal nicht stimmt. Wir liefern dazu einen Überblick für Installateure, die ihre Kunden beraten wollen und sollten.

Praktisch hält man mit einem Holzpellet zusammengepresste Sägespäne in der Hand. Dass dieser zusammenhält und nicht auseinanderbröselt liegt am holzeigenen Klebstoff: Lignine und Harze, die während des Herstellungsprozesses der Pellets freigesetzt werden. Das Lignin sorgt beispielsweise auch dafür, dass (gute) Holzpellets eine „glänzende“ Oberfläche besitzen.
Holzpellets besitzen eine hohe Energiedichte. 1 kg Pellets enthält etwa so viel Energie wie 0,5 l Heizöl oder 0,5 m3 Erdgas. Pellets haben eine höhere Energiedichte als Scheitholz oder Briketts.

Ohne Zertifikat geht nicht
Für die am Endverbraucher-Markt üblichen Holzpellets werden Sägespäne aus Nadelhölzern wie Kiefer und Fichte verwendet. Woran erkennt man auf erste Sicht eine gute Qualität? Grundsätzlich sollten die Sticks guter Holzpellets-Angebote eine relativ einheitliche Länge haben und eine glatte Oberfläche besitzen, außerdem kaum Risse in der Oberfläche und von heller, einheitlicher Farbe sein.
Ein Muss ist das Vorhandensein eines oder beider Zertifikate ENplus-A1 oder DINplus-A1. Viele Kesselhersteller knüpfen beispielsweise ihre Garantiezusage daran, dass nur diese Pellets verwendet werden. Gerade bei Internetbestellungen ist es ratsam vorab zu prüfen, ob die angebotenen Pellets tatsächlich zertifiziert sind. Auf www.enplus-pellets.de sind zertifizierte Produzenten und Händler gelistet. Für DINplus in der Datenbank unter www.dincertco.de.
Die Unterschiede zwischen den beiden Zertifikaten hinsichtlich der Pelletqualität sind gering. Dass es zwei Siegel gibt, hat historische Gründe. Die Zertifikate bescheinigen, dass die weltweit gültige Norm ISO 17225-2 erfüllt wird. Die Norm teilt Pellets in die Klassen A1, A2 und B ein. Die meisten Hersteller von Pelletöfen und -zentralheizungskesseln für Einfamilienhäuser haben ihre Produkte für die Qualitätsklasse A1 ausgelegt. Größere Pelletkessel, etwa für Mehrfamilienhäuser oder für gewerbliche Objekte, können auch mit der Qualitätsklasse A2 betrieben werden.
Ob man die Pellets nun über einen Online-Händler, beim Produzenten selbst oder dem Händler aus der Region bezieht ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Es ist wie immer mit Bestellungen im Netz: Die Ano­nymität einer Online-Bestellung birgt grundsätzlich immer ein höheres Risiko, das gilt auch für den Kauf von Holzpellets.

Vorsicht bei Vergleichsportalen
Insbesondere bei Vergleichsportalen müssen Kaufinteressenten darauf achten, was genau im Preis enthalten ist. Enthält er die Kosten für den Transport und die Einblaspauschale, also die Kosten für die Einbringung der Pellets per Silofahrzeug direkt in den Bunker? Ist die Mehrwertsteuer inklusive? Zu klären ist auch die Frage, ob ein bestimmtes Angebot gegebenenfalls an eine Mindestabnahme geknüpft ist.

Wann sollte man einkaufen?
Im Sommer sind die Preise um etwa 10 % niedriger als im Herbst oder Winter. Das summiert sich bei 5 t Bedarf und bei einem laut Carmen e.V. für 2018 ermittelten Durchschnittspreis von 252 Euro/t auf immerhin 126 Euro. Die Online-Plattform www.carmen-ev.de oder die Homepage des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands www.depv.de bieten Orientierung für die Angebote, die man selbst einholt.

Lohnen sich Einkaufsgemeinschaften?

Über den Zusammenschluss mit anderen Pelletheizungsbesitzern zu Einkaufsgemeinschaften wird eine größere Nachfrage erzeugt, um Mengenrabatte zu erhalten. Doch bei allem Charme ist auch Vorsicht geboten. Manche Experten vertreten die Ansicht, dass durch den Zusammenschluss der Einzelinteressen für eine Sammelbestellung eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) begründet wird. Daraus würde resultieren, dass alle haften, wenn einzelne Mitglieder Pelletlieferungen nicht bezahlen. Beim Deutschen Pelletinstitut (DEPI) gibt es dazu ein Infoblatt. Das Risiko steigt, je größer und anonymer eine Einkaufsgemeinschaft ist. Außerdem sollte darauf geachtet werden, ob hinter einer Einkaufsgemeinschaft eventuell ein Geschäftsbetrieb steckt, der damit sein Geld verdient. Zu erkennen ist das im Impressum, wenn dort ein Hinweis auf AGB’s steht.

Was tun, wenn die Pelletqualität schlecht ist?

Trotz aller Vorsorge: Entscheidend ist die Qualität, die die Pellets im Brennstofflager nach dem Einblasen besitzen. Denn selbst die besten Pellets im Tankwagen können durch Fehler beim Einblasen zerbröselt im Lager landen. Pellets dürfen beispielsweise nur mit einem bestimmten Druck eingeblasen werden. Umgekehrt kann ein noch so tadelloses Einblasen aus schlechten Pellets keine guten machen. Bei losen Pellets, die per Tankwagen angeliefert werden, ist also neben den Qualitätseigenschaften an sich auch die Lieferung und Lagerung entscheidend.
Ein hoher Feinanteil kann dazu führen, dass die Heizung nicht mehr richtig funktioniert, beispielsweise weil die Förderschnecke verstopft. Seriöse Hersteller und Lieferanten nehmen von ihrer Ware Rückstellproben, über die sie die produzierten bzw. die ausgelieferten Qualitäten chargengenau dokumentieren. Auch hier zeigt sich, dass sich erfahrungsgemäß Risiko und Ärger eher verringern, je persönlicher der Kontakt zum Lieferanten ist. Wenn es tatsächlich an den Pellets liegt, dann muss man beim Lieferanten auf Austausch der Lieferung bestehen. Auf Mogelpackungen wie „Behalten, dafür Preisnachlass“ sollte man sich keinesfalls einlassen. Denn man behält damit auch den Ärger und ggf. die Kosten zusätzlicher Heizungswartung oder gar einer Reparatur.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

 

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Wed, 10 Apr 2019 08:06:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_2601_464322288f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_2601_f6f09e71f1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/2601.jpg
news-28075 KaMo: Neues Ventil mit Keramik­scheiben https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/kamo-neues-ventil-mit-keramikscheiben/ Erstmalig auf der ISH 2019 zeigte KaMo eine Wasserzähler-Messstation mit Keramikscheiben-Ventil. „Die Oberfläche Keramik bietet keine Angriffsfläche für Kalk; die Losbrechkräfte sind geringer“, erklärt das Unternehmen.  

Auch wenn das Ventil nicht betätigt werde, sei es leichtgängig. Wie KaMo weiter hervorhebt, gebe es keine Toträume, in denen sich Bakterien einnisten könnten.

KaMo GmbH, Max-Planck-Str. 11, 89584 Ehingen, Tel.: 07391 7007-0, Fax: 07391 54315, info@kamo.de, www.kamo.de

 

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Wed, 10 Apr 2019 07:47:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_64_KaMo_6dd0eac69b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_64_KaMo_17be8ab2d4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_07/64_KaMo.jpg
news-27857 Split-Wärmepumpe oder Monoblock? https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/split-waermepumpe-oder-monoblock/ (K)eine schwere Entscheidung  

„Monoblock- oder Split-Wärmepumpe?“ Bei dieser Frage teilen sich die Fachhandwerker in zwei Lager. Die einen schwören auf Monoblock-Geräte und stehen den Split-Wärmepumpen nach wie vor skeptisch gegenüber, während andere am liebsten Split-Geräte installieren. Im Zuge dieser Streitfrage kam es auch zur Mythenbildung wie, dass die eine oder andere Variante effizienter, leiser oder einfach nur besser ist. Deshalb ist es Zeit, die Frage „Split oder Monoblock“ mit Fakten zu unterfüttern.

Historie
Um zu verstehen, warum die Frage „Monoblock oder Split“ so heftig diskutiert wird, muss man sich die Geschichte der Wärmepumpentechnik in Deutschland genauer anschauen. Nachdem die Wärmepumpe Anfang der 2000er-Jahre einen zweiten Frühling erlebte, war Deutschland ein „Monoblock“-Markt. Das hat vor allem damit zu tun, dass die deutschen Hersteller aus dem Heizungsmarkt kamen und einen Wärmeerzeuger entwickelten, der, ähnlich wie Öl- oder Gasgeräte, einfach in die Heizungshydraulik zu integrieren sein sollte. Mit zunehmender Größe wurde der deutsche Wärmepumpenmarkt auch für Hersteller aus Fernost interessant, die, wie Panasonic, zu dieser Zeit schon über 40 Jahre Erfahrung mit dem Kältekreis hatten.
Da es viel effizienter ist, Luft direkt vor Ort zu kühlen, sind nahezu alle Klimageräte als Split-Geräte aufgebaut. Da es sich bei Wärmepumpen – ganz vereinfacht gesagt – um „umgedrehte“ Klimaanlagen handelt, übertrugen die Japaner diese Technik auf die Wärmepumpe und erschlossen sich den deutschen und europäischen Markt mit Split-Wärmepumpen.

Unterschiede in der Technik
Luft/Wasser-Wärmepumpen können in den verschiedensten Bauweisen geliefert werden. Die Geräte unterscheiden sich von anderen durch die Konstruktion des Kältekreises und den Aufstellungsort.

Luft/Wasser-Wärmepumpen zur Innenaufstellung
Der Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass die gesamte Technik geschützt im Heizungsraum untergebracht wird. Dies ist auch gleichzeitig der Nachteil: Die Geräte benötigen viel Platz und sind schalltechnisch nicht ganz unproblematisch, da alle Wärmepumpenprozesse im Haus ablaufen. Bei diesen Geräten handelt es sich um typische Monoblockgeräte, da der komplette Kältekreis im Gerät verbaut ist.
Ein weiterer Punkt dieser Bauweise soll nicht unerwähnt bleiben: Gebäudeenergieberater bemängeln häufig, dass durch die Luftansaugung ins Haus eine Kältebrücke entstehen könnte. Bei der Installation solcher Anlagen ist deshalb auf eine sorgfältig ausgeführte Isolierung zu achten.

Luft/Wasser-Wärmepumpen zur Außenaufstellung
Bei Monoblock-Geräten zur Außenaufstellung ist der komplette Kältekreis im Außengerät untergebracht. Das bedeutet, der Wärmeerzeugungsprozess findet ausschließlich in der Außeneinheit statt, da sowohl der Verdampfer, welcher der Außenluft die Wärmeenergie entzieht, als auch der Verdichter und der Verflüssiger, der die Wärmeenergie abgibt, dort verbaut sind.
Auch die Wärmeübertragung in den Heizungskreislauf findet in der Außeneinheit statt. Im Vergleich zu den Zu- und Abluftkanälen bei den Luft/Wasser-Wärmepumpen zur Innenaufstellung sind für die hydraulischen Rohrleitungen für den Anschluss an das Heizungssystem nur kleine Mauerdurchbrüche notwendig. Neben dem Kältekreis sind alle wichtigen Bauteile, wie Entlüftungsventil, Sicherheitsventil, Filter und Leiterplatten, im Außengerät untergebracht.

Split-Wärmepumpen
Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen in Split-Bauweise ist der Kältekreis in zwei Geräteeinheiten aufgeteilt. Um die genaue Funktionsweise zu verstehen, sollte man sich den Prozess der Wärmeerzeugung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe vor Augen halten: Der Verdampfer entzieht der angesaugten Luft die Energie, d. h. das Kältemittel mit seinem sehr niedrigen Kondensationspunkt verdampft. In diesem Zustand wird es an den Verdichter weitergeleitet und mittels Druck auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Von dort gelangt das heiße, gasförmige Kältemittel in den Verflüssiger, wo es seine Ener­gie in den Heizkreislauf abgibt, abkühlt und wieder verflüssigt.
Der Prozess der Wärmeerzeugung findet bei der Split-Wärmepumpe im Außengerät statt, in dem sich Verdampfer und Verdichter befinden. Über eine Heißgasleitung wird der Verdichter mit dem Verflüssiger verbunden, der sich im Innengerät befindet. Zwei Kältemittelleitungen verbinden das Innen- und das Außengerät: Eine Heißgasleitung führt ins Gebäude zum Verflüssiger im Innenmodul. Nachdem das heiße, gasförmige Kältemittel seine Wärme in den Heizkreislauf abgegeben hat, wird das flüssige, abgekühlte Kältemittel wieder zum Außengerät nach draußen geleitet.
Zum Vergleich: Bei den Monoblock-Wärmepumpen findet dieser Prozess bis zur Wärmeübertragung auf den Heizkreis ausschließlich im Außengerät statt. Bei der Verbindung zwischen Außengerät und dem Innenmodul handelt es sich bei den Monoblock-Wärmepumpen also um Vor- und Rücklaufleitung, die direkt mit dem Wasserkreislauf des Heizsystems verbunden werden können.

Unterschiede bei Planung und Montage
Aus den verschiedenen Konstruktionsprinzipien ergeben sich weitgreifende Unterschiede bei der Installation. Da die Monoblock-Geräte mit einem hermetisch abgeschlossenen Kältekreis arbeiten, können diese Wärmepumpen ohne entsprechende kältetechnische Qualifikation – also ohne Kälteschein – installiert werden. Das Gerät muss lediglich an den Heizkreislauf angeschlossen werden.
Die Heizwasserleitung, die vom Außengerät ins Gebäudeinnere führt, sollte gut gedämmt werden, da hier an kalten Wintertagen der größte Temperaturunterschied zwischen dem heißen Wasser und der Außenluft herrscht und deshalb Wärmeverluste zu befürchten sind. Aus diesem Grund sollten Monoblock-Wärmepumpen auch möglichst nahe am Heizungsraum, in dem der Speicher untergebracht ist, installiert werden.
Bei Split-Wärmepumpen ist es aus den genannten Gründen einfacher, den optimalen Aufstellungsort für das Außengerät zu finden. Das kann bei ungünstigen Rahmenbedingungen die Planung erheblich vereinfachen. Dank der Flexibilität lassen sich problemlos Aufstellungsorte finden, die weit genug entfernt vom Nachbargrundstück sind und trotzdem nicht die Wohnbereiche des Eigenheimbesitzers durch Geräusche oder Luftzug stören.

Nur mit Kälteschein
Da bei der Installation der Split-Wärmepumpe Verdampfer und Kompressor im Außengerät und der Verflüssiger im Innengerät zu einem Kältekreis verbunden werden müssen, ist für die Installation ein Kälteschein vorgeschrieben. Das bedeutet: Split-Wärmepumpen dürfen nicht ohne die entsprechende nachgewiesene Qualifikation für die Arbeiten am Kältekreis in Form eines Kältescheines durchgeführt werden.
Für SHK-Handwerker bieten die Innungen vor Ort Lehrgänge an, die nach schriftlicher und praktischer Prüfung mit dem Kälteschein abschließen. Ganz offiziell heiß das dann: „Sachkundenachweis gemäß der Kategorie I (ohne Einschränkung nach EU 2015/2067, „gro­ßer Kälte­schein“, ehemals EG 303/2008) nach ChemKlimaschutzV“. Folgende Tätigkeiten dürfen gemäß Artikel 3 Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/2067 dann an ortsfesten Kälteanlagen, Klimaanlagen, Wärmepumpen durchgeführt werden: Dichtheitskontrolle, Rückgewinnung, Installation, Reparatur, Instandhaltung und Wartung sowie Stilllegung.
Alternativ unterstützen viele Gerätehersteller. Sie übernehmen den Anschluss der Kälteleitungen und die Inbetriebnahme für Split-Geräte sowie die Dichtheitskontrolle, die bei installierten Split-Wärmepumpen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden muss.

Vergleich Split- und Kompakt-Wärmepumpe
Die Unterschiede bei der Installation ergeben sich aus der Technik und liegen deshalb klar auf der Hand. Anders verhält es sich bei den Eigenschaften von Monoblock- und Split-Geräten in Bezug auf Effizienz, Lautstärke usw. Hier werden zugunsten der einen oder anderen Technik oft Äpfel mit Birnen verglichen und entsprechend wenig aussagekräftig ist das Ergebnis.
Um hier Mythen und Fakten zu trennen, sollen an dieser Stelle zwei vergleichsweise ähnliche Luft/Wasser-Wärmepumpen der aktuellen „Aquarea H“-Serie von Panasonic miteinander verglichen werden: „T-CAP“. Die Modelle können auch bei -20 °C nahezu die volle Heizleistung erbringen und bei Außentemperaturen bis -28 °C eingesetzt werden. Die Geräte gibt es als Split- und als Kompaktsystem. Beide Geräte erbringen eine Heizleistung von um die 9 kW (A2/W35).

COP (Coefficient of Performance)
Vergleichen wir die Daten der beiden Geräte in Bezug auf Effizienz und stellen die COPs der Geräte bei A2/W35 gegenüber, ist das Split-Gerät mit einem COP von 5,03 leicht besser. Das Monoblock-Gerät kommt aber immerhin auf einen COP von 4,84. Je nach Systemaufbau (der COP wird unter Laborbedingungen ermittelt) sind die beiden Typen aber sehr vergleichbar. Das Ergebnis: Die Split-Wärmepumpe hat die Nase leicht vorne, aber der Unterschied ist nicht gravierend.

Größe und Gewicht
Obwohl im Monoblock-Gerät der komplette Kältekreis untergebracht werden muss, ist es nur 7 cm höher, aber 30 cm breiter als das Split-Außengerät. Dafür muss bei der Installation des Split-Gerätes noch das Innengerät mit dem Verflüssiger im Haus untergebracht werden. Beim Gewicht stellt man allerdings fest, dass das Monoblock-Gerät mit 151 kg deutlich schwerer ist als das Split-Außengerät mit 108 kg. Das Innengerät der Split-Variante wiegt 43 kg. Kurz zusammengefasst: Die Split-Variante benötigt weniger Stellfläche für das Außengerät und ist etwas leichter zu tragen.

Geräuschemissionen
Vor allem in den Ballungsräumen werden die Grundstücke in den Baugebieten aus Kostengründen immer enger geschnitten. Zudem gibt es in Deutschland strenge Vorschriften, damit die Bewohner der Nachbarhäuser nicht durch den Betrieb einer Wärmepumpe im Außenbereich gestört werden. Insofern ist auch die Schallentwicklung ein wichtiger Punkt beim Vergleich von Split- und Monoblock-Geräten. Im Heizbetrieb bei A7/W55 – also bei einer Wassertemperatur von 55 °C und einer Außentemperatur von 7 °C – erzeugt das Split-Gerät einen Schallleistungspegel von 62 dB(A). Unter gleichen Voraussetzungen wurden beim Monoblock praktisch die gleichen Werte gemessen.

Preis
Da die Luft/Wasser-Wärmepumpen von Panasonic ausschließlich über den Fachgroßhandel vertrieben werden, kann man nicht genau sagen, zu welchem Preis die Händler die Split- bzw. Monoblock-Geräte an die Installationsbetriebe abgeben. Laut Preisempfehlung sind beide Geräte in etwa preisgleich. Damit spielen hier die Installationskosten eine wichtige Rolle, die aber je nach Einsatzort betrachtet werden müssen.

Steuerung und Inbetriebnahme
Die Steuerung der beiden Wärmepumpen unterscheidet sich kaum. Split- und Monoblockgerät nutzen den gleichen Regler, der über Touch-Tasten mit Symbolen und Klartext-Menüanzeigen bedient wird. Auch bei der Inbetriebnahme müssen beim Monoblock wie beim Split-Gerät einige Parameter eingestellt werden. Da die Optik des Reglers für beide Geräte-Varianten nahezu identisch ist, sollte sich der Fachhandwerker bei beiden Gerätearten schnell zurechtfinden. Auch für die Einbindung der Geräte in die „Aquarea Service Cloud“, über die die Wärmepumpen via Smartphone, Tablet oder Desktoprechner überwacht und eingestellt werden können, ist die Bauweise unerheblich.

Fazit
Die Entscheidung für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe in Split-Bauweise oder ein Monoblock-Modell hängt unter „normalen“ Installationsbedingungen eher von den Vorlieben des Fachhandwerkers ab und wie viel Erfahrung er mit den einzelnen Varianten hat. Dennoch kann es sein, dass die eine oder andere Gerätevariante unter manchen Installationsbedingungen Vorteile hat, z. B. wenn das Außengerät weit entfernt vom Heizraum aufgestellt werden muss. Dann bringt das Split-Gerät Vorteile, da es auch bei längeren Verbindungsleitungen noch zuverlässig und effizient arbeitet.
Um auch unter solchen Bedingungen effiziente Wärmepumpenheizungen anbieten zu können, sollten Installationsbetriebe beide Systeme im Portfolio haben und installieren können. Dabei muss der Fachbetrieb entscheiden, ob er seine Mitarbeiter für die Split-Installation weiterbildet und seinen Wärmepumpen-Installateuren den gesetzlich vorgeschriebenen Kälteschein machen lässt, oder ob man lieber auf die Serviceangebote der Hersteller zurückgreift.

Autor: Karsten Wagner, Key Account Manager Wärmepumpen bei Panasonic Heiz- und Kühlsysteme

Bilder: Panasonic Marketing Europe GmbH

www.panasonic.de

 

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Wed, 10 Apr 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_180_53666db2f6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_180_7fff0c1b54.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_05/180.jpg
news-27858 Energiewende in Gewerbeimmobilien https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/energiewende-in-gewerbeimmobilien/ Möglichkeiten und Potenziale für Luft/Luft-Wärmepumpen und Wärmerückgewinnungssysteme im gewerblichen Gebäudesektor  

Luft/Luft-Wärmepumpen und Wärmerückgewinnungssysteme leisten einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Energiebedarfs im Gebäudesektor und damit zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. Ein Beispiel zur Umsetzung in die Praxis zeigt das Haustechnikkonzept der „dm-drogerie markt“-Kette. Dieses umfasst die Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Kühlung sowie die Steuerung und wurde in über 1000 dm-Märkten in Deutschland umgesetzt.

Mithilfe heute schon verfügbarer Serientechnologien kann die Energiewende im Gebäudebereich erfolgreich umgesetzt werden. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Einsatz regenerativer Systeme wie Wärmepumpen, die kühlen und heizen, in Kombination mit Wärmerückgewinnungssystemen zu. Mit Wärmerückgewinnungssystemen wurden bis zum Jahr 2010 bereits ca. 100 Mio. t CO2-Emissionen pro Jahr eingespart. Durch eine verstärkte Nutzung von modernen Lüftungsanlagen sowie Kälte- und Klimasystemen mit Wärmerückgewinnungsfunktion im Bereich der Nicht-Wohngebäude, wird im Jahr 2025 ein Einsparpotenzial von zusätzlichen 50 Mio. t CO2 gegenüber 2010 vorhergesagt. Nicht-Wohngebäude, wie Büro- und Verwaltungsgebäude, Gewerbebauten oder Krankenhäuser, machen in Deutschland zwar nur circa 8 % des gesamten Gebäudebestands aus, verbrauchen aber etwa ein Drittel des Energiebedarfs. Dadurch ergeben sich hier die hohen Energie-Einsparpotenziale und die damit verbundene Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Rahmenbedingungen durch Gesetzgeber
Die Energiewende im Gebäudesektor wird vom Gesetzgeber mit verschiedenen Verordnungen vorangetrieben. So sind ab 2020 Netto-Null-Energiegebäude im gewerblichen Gebäudebereich Pflicht. Da die Wärmedämmung der Gebäudehülle immer besser wird, sinkt in Zukunft der Heizbedarf weiter. Entsprechend erfolgt, zumindest im Nicht-Lebensmittelhandel, eine Angleichung des Heiz- und Kühlenergiebedarfs. Aufgrund dessen werden mit großer Wahrscheinlichkeit Systeme, die sowohl heizen als auch kühlen können, in Zukunft stärker nachgefragt. Neben Systemen die nur kühlen, zeigt sich am Markt schon seit 1990 ein kontinuierlicher Anstieg von reversiblen Systemen wie Luft/Luft-Wärmepumpen, die über beide Funktionen verfügen. Der Vorteil von diesen Wärmepumpen ist, dass mit nur einem System die Raumheizung und -kühlung sowie die Energie für Lüftung und Warmwassererzeugung bereitgestellt werden können und somit das thermische Energiemanagement von Gebäuden zu 100 % abgedeckt werden kann.

Systeme mit Wärmerückgewinnung
Technologien für die Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich sind schon heute vorhanden und werden in der Praxis erfolgreich eingesetzt. Dass die Systeme weiterhin effizienter werden, zeigt z. B. die „VRV IV“-Wärmepumpe des Herstellers Daikin, die im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 25 % an Primärenergie einspart. Mittels der VRT-Technologie (VRT = Variable Refrigerant Temperature; variable Kältemitteltemperatur) passt sich die Verdampfungs- beziehungsweise Verflüssigungstemperatur im laufenden Betrieb an den Leistungsbedarf an. Besteht beispielsweise in der Übergangszeit von Sommer auf Herbst geringer Kühlbedarf und liegt die Raumtemperatur nah am Sollwert, stellt die Wärmepumpe automatisch eine höhere Verdampfungstemperatur ein und verbraucht somit weniger Energie. Dadurch wird die saisonale Effizienz um 25 % bis 30 % gesteigert.
Die genannte Wärmepumpe ist auch als Wärmerückgewinnungssystem verfügbar. Indem Abwärme aus zu kühlenden Bereichen eines Gebäudes zurückgewonnen und zum Heizen anderer Bereiche und der Warmwasserbereitung verwendet wird, kann zusätzlich Energie eingespart werden. Im Idealfall kann die Abwärme, die bei der Lebensmittelkühlung oder z. B. in einem Serverraum entsteht, komplett zur Beheizung weiterer Räume genutzt werden.

Projektbeispiel: „dm-drogerie markt“
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt das Einsparpotenzial durch den Einsatz von Wärmerückgewinnung und -verschiebung: 2008 begann dm-drogerie markt sein Filial-Haustechnikkonzept grundlegend und ganzheitlich zu überdenken. Motiv war es, herauszufinden, wo Energie eingespart und intelligente Technik die Mitarbeiter/-innen in den dm-Märkten entlasten könnte. Das finale Konzept, das gemeinsam mit Daikin und anderen Herstellern entwickelt wurde, umfasst Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Kühlung sowie Steuerung und wird deutschlandweit bereits in über 1000 dm-Märkten umgesetzt. Ein wichtiges Ergebnis der Bestandsaufnahme bei dm war, dass im Schnitt bis zu 90 % des Jahres-Klimatisierungsbedarf im Verkaufsbereich besteht, zeitgleich gibt es in Nebenräumen sowie beim Türluftschleier Heizbedarf.
Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, setzt dm-drogerie markt auf die Luft/Luft-Wärmepumpe Daikin VRV mit Wärmerückgewinnung, die die Abwärme aus den Zonen mit Kühlbedarf in jene mit Wärmebedarf verschiebt. Dafür erfassen Raumfühler die Temperaturen in den verschiedenen Zonen. Zusätzlich wird die VRV für den Betrieb des Türluftschleiers genutzt. Eine Heizung mit fossilen Brennstoffen wird nicht mehr benötigt. Um Fehler aufgrund manueller Bedienung und daraus resultierenden Mehrverbrauch zu verhindern, wurde eine Automatikregelung für den Türluftschleier entwickelt. Zudem automatisiert das webbasierte Managementsystem „ShopInsight“ alle haustechnischen Gewerke sowie Prozesse und wertet die Daten aus, was eine bedeutende Entlastung der Mitarbeiter/-innen darstellt. Die Aufbereitung und Analyse finden bei dm automatisch an zentraler Stelle statt. Dies ermöglicht eine stets aktuelle und übergreifende Darstellung des eingebundenen Filialnetzes, was zu einer schnellen Aufdeckung ineffizient arbeitender Teile der Anlage führt. Die Energieflüsse vor Ort sind transparent einsehbar, so werden unnötige Mehrverbräuche verhindert und erhebliche Mengen Energie eingespart.
Die Systemintegration des „Shop­Insight“-Systems, der Schaltschrankbau und die Installation vor Ort kommen dabei aus einer Hand von der Hörburger AG. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Ener­gieeffizienz von Klimainnengeräten ist der Verschmutzungsgrad ihrer Filter. Gerade im hochfrequentierten Handel fällt viel Staub an, der von den Klimageräten aufgesogen wird. Hier bietet bei den Dai­kin-Geräten eine selbstreinigende Blende Abhilfe.
Mittels des hohen Standardisierungsgrads ist das ökologische und wirtschaftlich nachhaltige Haustechnikkonzept auf alle dm-Märkte übertragbar. Für ein Maximum an Energieeffizienz wird die Haustechnik jedoch in jedem Markt an die Gegebenheiten angepasst. Insgesamt reduziert das Haustechnikkonzept von dm-drogerie markt die CO2-Emissionen pro Jahr und Markt um etwa 33 %. Da dm seit 2012 in allen Märkten Ökostrom bezieht, erhöht sich die Zahl sogar auf 90 %. Bei renovierten Filialen konnte der Stromverbrauch um 26 % reduziert werden.

Wann ist Wärmeverschiebung sinnvoll?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wärmeverschiebung dort sinnvoll ist, wo die Komfortansprüche oder Nutzungsbedingungen eine zeitgleiche Heiz- und Kühlnachfrage im Gebäude erwarten lassen, insbesondere bei erkennbaren technologischen Lasten z. B. bei Kühlmöbeln im LEH oder bei Servern, die ohnehin der Kühlung bedürfen. Vom Einsatz von Wärmepumpen und Wärmerückgewinnungssystemen profitieren durch verringerte CO2-Emissionen neben der Umwelt auch der Investor beziehungsweise Bauherr. Da er mit nur einer Technologie die Anforderungen der EnEV erfüllt, entfallen zusätzliche Investitionskosten. Bei Anlagentechnik, die mit fossilen Energien wie Öl oder Gas betrieben wird, sind zusätzliche Maßnahmen wie die Kombination mit Solar vonnöten, um die primärenergetische Obergrenze nicht zu überschreiten. In Zukunft werden so voraussichtlich Wärmepumpenanlagen vor allem im Neubau zunehmend zur technischen Standardlösung. Im Idealfall werden sie mit integrierter Wärmerückgewinnungsfunktion eingesetzt und arbeiten so noch effizienter.

Autor: Thomas Graupensberger, Leiter Vertrieb Gewerbe, Daikin Airconditioning Germany GmbH

Daikin auf der ISH: Halle 12.0, Stand E61

www.daikin.de

 

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Tue, 09 Apr 2019 16:06:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_160_c66f1fd16e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_160_81694bc39a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_05/160.jpg
news-28107 Sonnen startet Initiative für kobaltfreie Akkus https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sonnen-startet-initiative-fuer-kobaltfreie-akkus/ Marktprimus Sonnen will auf seine kobaltfreien Solarstrombatterien aufmerksam machen und darauf hinsteuern, dass andere mitziehen. Dazu hat der Speicherhersteller ein Logo entwickelt, das er auch Mitbewerbern zur Verfügung stellt.  

Der Einsatz von Kobalt in Akkus ist umstritten. Der Rohstoff ist knapp und die Preise steigen. Außerdem hängt Kobalt der Ruch von Kinderarbeit bei der Gewinnung an. Erste Hersteller ersetzten bereits den Stoff in Lithium-Ionen-Akkus durch Eisenphosphat, Sonnen verwendet Lithium-Eisenphosphat-Batterien seit seiner Gründung im Jahr 2010. „Wir möchten auch andere Hersteller zu einem Technologiewechsel ermutigen“, sagt Christoph Ostermann, CEO von Sonnen.

Bewusstsein schärfen
Jetzt haben die Wildpoldsrieder eine herstellerübergreifende Initiative gestartet, um die Verwendung von kobaltfreien Lithium-Ionen-Batterien in Heimspeichern zu forcieren. Ziel ist es, das Bewusstsein für nachhaltigere Materialien und langlebigere Batterien zu erhöhen. Im ersten Schritt führt Sonnen dazu ein Logo ein, das Endkunden und Installateuren klar signalisieren soll, dass eine kobaltfreie Batterietechnologie zum Einsatz kommt.

Herrsche und teile

Das herstellerneutrale Siegel steht allen interessierten Unternehmen zur freien Nutzung bereit, die ebenfalls kobaltfreie Lithium-Ionen-Batterien einsetzen oder einsetzen möchten. Darüber hinaus bietet Sonnen an, sein Know-how über die Lithium-Eisenphosphat-Technologie, aber auch über andere Batterietechnologien zu teilen. Das Unternehmen betreibt selbst ein Batterielabor, in dem verschiedene Technologien auf ihre Verwendung in Heimspeichern getestet werden.

Kobaltfreie Batterietechnologien sind mittlerweile auch Bestandteil von Förderprogrammen. Am 1. April 2019 hat die bayerische Landeshauptstadt München erstmals ein Speicherförderprogramm aufgelegt, das Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterien (NMC) explizit von einer Förderung ausschließt.

 

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Tue, 09 Apr 2019 12:19:09 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/7/csm__KW15_kobalt1_88ee13af7b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/7/csm__KW15_kobalt1_47bdab74eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW15_kobalt1.jpg
news-28099 Wärme auf niedrigem Temperaturniveau https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/waerme-auf-niedrigem-temperaturniveau/ Intelligente Nahwärmenetze passen sich dem Bedarf an  

„Intelligente Nahwärme“ ist ein Sammelbegriff, der die Tatsache umschreibt, dass ein Netz durch die geringeren Heizlasten von ­Gebäuden nicht mehr zwingend auf hohem Temperaturniveau betrieben werden muss. Der Beitrag stellt verschiedene Formen vor und er zeigt Vor- und Nachteile auf.

Während vielerorts in Deutschland nur noch über die gescheiterte Klimawende lamentiert wird, nehmen einige pfiffige, kreative und mutige Gemeinden ihr Schicksal selbst in die Hand und entscheiden sich für eine neue, innovative Form der Energieversorgung über Nahwärmenetze.

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Tue, 09 Apr 2019 11:54:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_2801_892719a33f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_2801_80c2de9cc3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/2801.jpg
news-28105 „Unsere Erfahrungen sind positiv“ https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/unsere-erfahrungen-sind-positiv/ Interview mit Rainer Körner, 2. Vorsitzender des Sonnenhaus-Institut e.V.  

2014 vollzog das Sonnenhaus-Institut eine Paradigmenwende: Statt nur auf Solarthermie zu setzen wie bisher, können wahlweise auch Photovoltaik-(PV)-Anlagen in Kombination mit Wärmepumpen einbezogen werden. Im Interview spricht Rainer Körner, 2. Vorsitzender des Sonnenhaus-Institut e.V., über Sonnenhäuser mit PV-Wärmepumpen-System für Wärme, Strom und ­Elektromobilität und was zu beachten ist, wenn wirklich Solarstrom genutzt werden soll.

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Tue, 09 Apr 2019 09:48:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_1201_e2fffec556.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_1201_be1c6ddbd2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_04/1201.jpg
news-28103 Lichtsammler und -lenker https://www.ikz.de/medien/ikz-energy/heftarchiv/jahrgang-2019-ikze/ausgabe-03/news/detail/lichtsammler-und-lenker/ Tageslichtsysteme bieten erstaunliche Lösungen, nicht nur in Bädern  

Systeme, die Tageslicht auch über weite Strecken in Räume leiten können, bringen in erster Linie einen Behaglichkeits-Mehrwert, der monetär nicht zu beziffern ist – die Währung ist ­Lebensqualität. Aber es gibt gute und weniger gute ­Systeme und oft entscheidet die Qualität des Einbaus, ob der Besitzer ­anschließend mehr Lebensqualität gewinnt oder nicht.

Ohne Tageslicht gibt es ein Wohlbefinden des Menschen nicht. Tageslicht ist aber auch maßgeblich Taktgeber für die innere Uhr des Menschen. Anhand des Lichtstands folgert er die Tageszeit. Ersatz bietet Kunstlicht im Grunde genommen nicht. Kunstlicht hat eine andere spektrale Zusammensetzung als Tageslicht, auf das die Menschen seit Tausenden von Jahren physisch und psychisch programmiert sind. Kaum ein Bauherr würde beispielsweise auf die Idee kommen, das Bad in seinem neuen Eigenheim ohne Fenster bauen zu lassen. Und jeder Mieter bevorzugt eine Wohnung mit Tageslicht im Bad. Wo das nicht möglich ist, bieten Tageslichtsysteme eine erstaunliche Lösung, nicht nur bei innen liegenden Bädern.

Grundsätzlicher Aufbau

Zum Aufbau: Durch eine Kuppel auf dem Dach fällt Tageslicht in eine Röhre. Meist handelt es sich um eine durchsichtige Acrylglaskuppel...

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