IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Mon, 18 Feb 2019 07:04:27 +0100 Mon, 18 Feb 2019 07:04:27 +0100 TYPO3 EXT:news news-27780 „Credo“ feiert 25. Geburtstag https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/credo-feiert-25-geburtstag/ Der Badheizkörper „Credo“ von Kermi feiert 25-jähriges Jubiläum. Wurden in den 80er-Jahren noch fast ausschließlich Flachheizkörper zur Wärmeübertragung eingesetzt, ermöglichte in den 90ern das für das Bad entwickelte Modell „Credo“ mit seinen waagerechten Heizrohren das Einlegen und Entnehmen von Handtüchern.  

Kermi hat die Produktserie seither stetig erweitert, wie mit dem neuen „Credo plus“. Unverändert geblieben sind die blockweise angeordneten, waagerechten Heizrohre. Die Befestigungen sind in die Gestaltung einbezogen und die Anschlüsse verblendet. Der Thermostatkopf gehört zum Lieferumfang und ist in das Heizkörperdesign integriert.

 

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Sun, 17 Feb 2019 07:33:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_59_Kermi-Credo_25_85e98a022c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_59_Kermi-Credo_25_37443d1ad8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/59_Kermi-Credo_25.jpg
news-27781 „Fremdüblichkeit“ – Argument des Finanzamts „wackelt“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fremdueblichkeit-argument-des-finanzamts-wackelt/ Wer kennt das nicht: Das Finanzamt untersagt den Abzug einzelner Aufwendungen mit dem Hinweis, dass keine sogenannte Fremdüblichkeit vorliegt, nimmt also eine Korrektur der Ausgaben vor.  

Dieser (bisher) gängigen Praxis ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit einem Urteil entgegengetreten (Rs.: C.382/16), das in der Folge zu einem neuen Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) geführt hat. Vereinfacht ausgedrückt muss danach eine Korrektur unterbleiben, wenn der Steuerpflichtige sachbezogene, wirtschaftliche Gründe nachweisen kann, die eine vom Fremdvergleichsgrundsatz abweichende Vereinbarung erfordern. Nachweispflichtig indes ist der Steuerpflichtige (Quelle:  BMF, Gz.: IV B 5 – S 1341/11/10004-09).

 

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Sat, 16 Feb 2019 07:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-27787 Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wegweiser-durch-die-klima-und-lueftungsbranche/ Bietigheim-Bissingen. Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) hat vor der Weltleitmesse ISH (11. bis 15. März) den „Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche“ neu aufgelegt. Architekten, Planer, Ingenieure, Bauherren und Anlagenbetreiber finden die im Verband organisierten Unternehmen, die für ihre jeweiligen Belange relevant sind.  

Der Wegweiser dient als Orientierungshilfe und ist nach folgenden Rubriken gegliedert: alphabetisches Mitgliederverzeichnis, Produktgruppen, Fachgroßhandel und nach Postleitzahl geordnete Objektbereiche. In weiteren Teilbereichen sind Planende Ingenieure, Reinigungsdienstleister für RLT-Anlagen, Sachverständige, Wissenschaftliche Institute, Aus- und Weiterbildungsstätten, Verbände, Verlage, Fördermitglieder und die Arbeitsgruppen des FGK aufgeführt.

Mit der Neuauflage liefert der FGK ein Nachschlagewerk zur Übersicht aller Akteure und Institutionen der Branche. Der „Wegweiser durch die Klima- und Lüftungsbranche“ kann kostenfrei von der Homepage des FGK unter dem Menüpunkt „Literatur + Shop“ –> „Sonstige Infos“ heruntergeladen werden.

 

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Fri, 15 Feb 2019 13:05:52 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_Wegweiser_fd15bbf804.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_Wegweiser_feb0a52cdf.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/Wegweiser.jpg
news-27786 ISH 2019: Sieger des Wettbewerbs „Design Plus“ stehen fest https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ish-2019-sieger-des-wettbewerbs-design-plus-stehen-fest/ Frankfurt am Main. Der internationale Wettbewerb „Design Plus“ prämiert zur ISH 2019 (11. bis 15. März) Produkte von Ausstellern, die Technik und Design auf smarte Weise verbinden.  Die Preisverleihung findet am 11. März um 14 Uhr statt und wird vom Rat für Formgebung für die Messe Frankfurt durchgeführt. Alle prämierten Produkte werden während der Weltleitmesse im Rahmen einer Sonderschau im Foyer der Halle 4.2 präsentiert.  

Eine fünfköpfige Fachjury hat insgesamt 161 eingereichte Produkte u.a. nach folgenden Kriterien bewertet: Gestaltungsqualität, Gesamtkonzeption, Innovationsgehalt, Materialwahl sowie technische und ökologische Aspekte. 114 Unternehmen (48 deutsche und 66 internationale) nahmen am Wettbewerb teil. Die Jury prämiert 37 Produkte mit dem „Design Plus“, davon gehen 18 Preise an deutsche Unternehmen und Designer.
„Gelungenes Design ist der Motor für eine erfolgreiche Markenführung und verbessert als starkes Marketingtool die Absatzchancen. Der jeweilige Hersteller kann sich so von seinen Mitbewerbern abheben und sich in seiner Einzigartigkeit präsentieren. Das ist besonders im aktuellen Marktgeschehen wichtig“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.
Im Bereich Bad zeichnet die Jury neben individuellen Badmöbeln, Waschtischen und besonderen Armaturen z.B. auch innovative WCs und multifunktionale Duschkabinen aus. Im Segment der Heizungs- und Klimatechnik prämiert die Jury u.a. Heizkörper mit optimiertem Design sowie Pellet- und Kaminöfen mit sauberer Verbrennungstechnik und cleverer Abbrandsteuerung.

Die Sieger im Überblick:

  • Alape GmbH (Waschtische „SB.Aqua360“ und „Steel 19“),
  • Aldes Aeraulique S.A.S. („InspirAIR HOME SC150/240/370 Premium“),
  • Artceram SRL (WC „The One“ und Waschtisch „Cartesio“),
  •  Attika Feuer AG (Kaminofen „Pilar“),
  • Bette GmbH & Co.KG (Waschtisch „BetteCraft“),
  • Blue Sanitary Ware (Duschkabine „DN Series Ι Comfort Close“ und Duschkabinengriff „DT(QT) Series“),
  • BWT AG (Schutzfilter „E1 Einhebelfilter“),
  • DL Radiators srl (Heizkörper „Baguette“),
  • Falper S.r.l. (Waschtisch „Eccentrico“),
  • Fima Carlo Frattini S.P.A. (Armaturenkollektion „SO“),
  • Funke Kunststoffe GmbH (Rohrkupplung für den Sanitärbereich: „FHS-Kupplung“),
  • gessi spa (Waschtischarmatur „Gessi Inciso“),
  • Inbani Design S.L (Badmöbel „Giro Free Standing Basin“ und „Forma“),
  • Mila International (Bad-Accessoires „MVB-301RGSB“),
  • Normbau GmbH (Modulares Sitzsystem),
  • Oli - Sistemas Sanitários, SA (Betätigungsplatte „Moon Black“),
  • Oventrop GmbH & Co. KG (Frischwasserstation „Regumaq X-45“),
  • Palme Sanitär-Vertriebs Gesellschaft m.b.H. (Duschkabine „Tube“),
  • Phyn (Smart Home „Phyn Plus“),
  • repaBAD GmbH (Infrarotpaneel „Bilbao“),
  • Rothenberger Werkzeuge GmbH (Pressmaschine „Romax Compact TT“),
  • SenerTec (Blockheizkraftwerk „Dachs 5.5“),
  • Sinnack Backspezialitäten (Klimaanlage „IntrCooll“),
  • TermoPlus (Termo Shop D.o.o.) – (Luft-Wasser-Wärmepumpe „TermoPlus Hydrotank“),
  • ThermoFLUX d.o.o. (Pelletofen „Agnes“),
  • Tubes Radiatori Srl (Heizkörper „Step-by-Step“),
  • Viega GmbH & Co. KG
  • Viessmann Werke Allendorf GmbH (Gas-Brennwertgerät „Vitodens 300“ und Brennstoffzellenheizung „Vitovalor PT2“),
  • Woodio Oy (Waschtisch „washbasin“),
  • Wunderblau (WC-Bürste „Wunderblau“),
  • Zehnder Group International AG (Heizkörper „Deseo Verso“)
  • Zypho ( EIDT, SA) – (Wärmeübertrager  für Duschabwasser „Zypho“).

 

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Fri, 15 Feb 2019 10:20:19 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Messe_392ac9d5eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Messe_27dddb0c71.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/Messe.jpg
news-27784 Photovoltaik: Wo geht die Reise hin? https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/photovoltaik-wo-geht-die-reise-hin/ Mono statt Poly, Perc wird Standard, mehr ­Leistung über Halbzellen, Glas/Glas, smarte PV  

Die Solarbranche hat sich in den letzten Jahren rasant ­entwickelt. Die Preise für Solarmodule sind dramatisch gefallen, während ­deren Leistung in ähnlichem Tempo gesteigert wurde. Aber wo geht die Reise hin? Der Beitrag liefert einen Überblick über ­aktuelle Markt- und Techniktrends in der Photovoltaik (PV).

Hochleistungsmodule sind auf dem Vormarsch. Die Versorgung mit Mono-Silizium-Wafern hat bereits die von Poly-Silizium übertroffen – in 2016 deckten Mono-Silizium-Wafer lediglich 19 % der weltweiten Wafer-Kapazität ab. Die globale Kapazität von Monowafern wird in 2019 86 GW erreichen. Die Multiwafer-Kapazität wird in 2019 auf 73 GW sinken. Auch der Einsatz von Perc-Technologie konnte den Abwärtstrend bei Multiwafern nicht stoppen. Aufgrund von Problemen in der Leistungsstabilisierung bei Poly-Perc-Zellen haben in 2018 zahlreiche Zellhersteller zudem ihre Programme für die Entwicklung von Poly-Perc eingestellt.

Perc setzt sich durch
Bei Mono-Zellen ist in 2018 die Perc-Technologie zum Mainstream-Produkt geworden. Die Perc-Technologie (Passivated Emitter and Rear Cell) basiert auf der Änderung des Fertigungsprozesses der Zellenrückseite, die die Aufnahme des auf die Zellenoberfläche fallenden Lichts verbessert. Der größte Teil der Produktion in 2018 konzentrierte sich auf Mono-Perc. Dies führte Ende 2018 zu einer weltweiten Perc-Gesamtkapazität von 66,7 GW und lag somit klar über den Erwartungen der Analysten. Es wird geschätzt, dass die globale Perc-Kapazität bis Ende 2019 auf 92 GW ansteigen wird.
Der Siegeszug der Perc-Technologie wurde insbesondere von dem chinesischen „Top Runner Programm“ getragen, das auf Hochleistungsmodule mit > 300 Wp Nominalleistung fokussierte.
Um am Markt teilnehmen zu können, wurden im zweiten Quartal 2018 viele Mono-Perc-Produktionslinien mit der SE-Technologie ausgestattet – dies ist eine der Zellproduktion nachgeschaltete Laserbehandlung, um die Leistung der Zellen um weitere 0,3 - 0,4 % zu steigern. Aufgrund des niedrigen Invests pro SE-Maschine sind die Mehrkosten pro Wp für den Einsatz der SE-Technologie auf den bestehenden Zellfertigungslinien minimal. So wie Mono durch Mono-Perc abgelöst wurde, wird auch Mono-Perc in den kommenden Jahren durch Mono-Perc-SE ersetzt. SE wird sich zu einer herkömmlichen Technologie für Perc-Zellen entwickeln. Nach Einzug der SE-Technologie in die P-Typ-Perc-Produktionslinien lassen sich keine weiteren Technologien finden, um die Effizienz weiter zu steigern.

Effizienz erstmal ausgereizt
Da die Mainstream-Leistung von P-Typ-Monomodulen im nächs­ten Jahr auf 310 W ansteigen wird, wird es schwierig sein, die Leis­tungslücke zwischen P- und N-Typ zu vergrößern. Zur Erklärung: Bei P-Typ Perc ist die Zelle auf einer positiv geladenen (also P-Typ) Siliziumbasis aufgebaut, während bei N-Typ Perc die Oberseite des Wafers negativ mit Phosphor dotiert ist (also N-Typ). Der Wirkungsgrad bei P-Typ Perc wird erwartet bei max. 22 % stagnieren, während N-Typ Perc bei max. 23,5 - 24 % stagnieren wird. Aufgrund des nur mehr geringen Wirkungsgradunterschieds und dem massiven Preisdelta wird 2019 ein Jahr sein, in dem P-Typ und Heterojunction (HJT) tatsächlich miteinander konkurrieren.
P-Typ-Perc ist in 2018 zum Standard in der Monozellenproduktion geworden. Allerdings ist in puncto Effizienz in den nächsten zwei bis drei Jahren von keinen weiteren Durchbrüchen auszugehen. Daher muss die Steigerung der Moduleffizienz durch neue Modultechnologien erzielt werden.
Durch den Einsatz von Halbzellen und neuem Moduldesign ist eine Leistungssteigerung von 5 bis max. 10 Wp zu erzielen. Bei Halbzellen wird eine Standard-Solarzelle in zwei gleich große halbe Zellen geteilt. Beim Moduldesign wird das Modul in zwei Zwillingshälften geteilt, die beiden Hälften werden dann in der Mitte parallel geschaltet und ergeben dann ein Modul mit doppelt so vielen „Halb“-Zellen.
Ein weiterer Ansatz zur Leistungssteigerung ist die Schindeltechnologie. Hier werden Zellen nicht mit Busbars zu einem String verschaltet, sondern der String durch Überlappung der Zellen erzeugt. Unternehmen wie SunPower und DZS Solar sind die wichtigsten Modulhersteller, die auf diese Technologie setzen. Es dauert allerdings noch mehrere Jahre, bis die Technologie in puncto Produktionseffizienz und Stabilität final entwickelt sein wird. Außerdem stehen noch Patentrechtsstreitigkeiten im Raum. Es ist daher für 2019 von keinen wesentlichen Entwicklungsschüben auszugehen.

Zellformat-Entwicklung
Zellhersteller haben in 2018 größere Zellformate entwickelt. M1-Wafer (Format 165 x 165 mm) wurden in 2018 durch M2-Wafer (Format 165,75 x 165,75 mm) abgelöst. Was die weitere Format-Entwicklung anbelangt ist allerdings noch kein einheitlicher Trend absehbar. Getrieben wird der Wachstumstrend von voll integrierten taiwanesischen N-Typ Herstellern, die ihre Kostennachteile durch höhere Moduleffizienz kompensieren wollen. Taiwanesische Hersteller stellen schrittweise auf M4-Wafer (Format 161,75 x 161,75 mm) um, während chinesische Hersteller wie Jinko parallel begannen, M3-Wafer (Format 158,75 x 158,75 mm) zu bewerben. Unter den chinesischen Herstellern setzt einzig Canadian Solar auf die Entwicklung von M4-Wafer-Produkten. Sollten sich M4-Wafer als neuer Marktstandard durchsetzen, wird dies bei den Modulherstellern weitere Anpassungen im Moduldesign zwingend nach sich ziehen. Es ist heute aber noch nicht absehbar, welche Technologie sich langfristig durchsetzen wird und auf Basis welcher Technologie die zukünftigen Moduldesigns entwickelt und getestet werden sollen.

Nachfrage bei Glas/Glas steigt
Neben den Entwicklungen zur Leistungssteigerung auf Ebene der Zell- und Modultechnologie gibt es noch eine Reihe weiterer Innovationen, die die Branche prägen. So ist es in den letzten zwei Jahren zu einem deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Glas/Glas-Modulen gekommen. Dies liegt indirekt auch wieder an der Zelltechnologie: Perc ist deutlich empfindlicher und durch das Glas/Glas-Laminat ist die Zelle besser geschützt. Die Vorteile von Glas/Glas-Modulen in puncto Degradation und Langlebigkeit sind zudem mittlerweile am Markt wichtige Verkaufsargumente geworden: Historisch gesehen wurden Module entwickelt, die nicht länger als 20 Jahre arbeiten sollten. Dies war auch mit den Laufzeiten der Einspeiseverträge synchron. Heute spielen Einspeiseverträge eine geringere Rolle und viele PV-Anlagenbesitzer entscheiden sich, Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Hier haben Glas/Glas-Module einen entscheidenden Vorteil.
Glas/Glas-Module bieten auch neue Möglichkeiten in Bezug auf die Gebäudeintegration. Die Module können als Fassadenelemente, Carports oder Wintergärten mit flexibel gestaltbarer Lichtdiffusion eingesetzt werden. Während Glas/Glas-Module anfangs nur von wenigen spezialisierten deutschen Herstellern angeboten wurden, findet sich heute eine zunehmend große Anzahl an asiatischen Anbietern, die das Thema ebenfalls besetzen wollen.

Dünnschicht bleibt Randerscheinung
Dünnschicht-Module sind mit unter 10 % Marktanteil nur mehr eine Randerscheinung – absehbar wird es auch zu keinen Kapazitätssteigerungen kommen. Das Wachstum in der Branche wird ausschließlich von monokristallinen und polykristallinen Technologien getragen.
Werden sich intelligente Module durchsetzen?
Aktuell wird viel über „intelligente“ Solarmodule diskutiert. Gemeint ist hierbei der Einsatz von Leistungselektronik, um die Ausbeute der Solarmodule weiter zu erhöhen. Weiter bieten diese Systeme auch Programme, mit denen der Endverbraucher oder Installateur über seinen PC oder Smartphone den Gesundheitszustand der Anlage auslesen und, falls notwendig, Maßnahmen zur Leistungskorrektur ergreifen kann. Unternehmen wie Solaredge haben diese Technologien in den vergangenen Jahren entscheidend vorangetrieben.
Ein alternatives Konzept mit ähnlich gelagerten Funktionalitäten kommt von Herstellern von Mikro-Wechselrichtern wie z. B. Enphase. Bei diesem Konzept hat jedes Modul seinen eigenen Wechselrichter. Sollte bei einem Modul die Leistung durch Beschattung oder ein technisches Gebrechen leiden, so sind die anderen Module davon nicht betroffen. Jedes Modul steuert sich selbst und die elektrische Planung der Anlagen kann entfallen. Auch die Verschaltung der Module am Dach ist deutlich vereinfacht – der Installateur kann dadurch seine Effizienz steigern.

Billigkonkurrenz aus Asien – ein Fluch oder Segen?
Die Preise in der Branche sind in den letzten Jahren dramatisch verfallen. Dies war primär der Billigkonkurrenz aus Fernost geschuldet. Viele europäische Hersteller haben diesem Preisverfall nicht standhalten können und ihre Werke geschlossen. Einige sinnvolle Entwicklungen wie die Heterojunction-Zelle oder Glas/Glas-Modultechnologie sind aufgrund von zu großem Preisdruck auf die lange Bank geschoben und ihre Entwicklung auf Jahre verzögert worden. Gleichzeitig hat der Preisverfall das Thema Solar leistbar gemacht – heute rechnet sich eine Photovoltaikanlage auch ohne staatliche Förderungen. Die Branche steht also erstmals auf ihren eigenen Beinen – und das ist gut so.

Autor: Bernhard Weilharter, Geschäftsführer der Sonnenstromfabrik (CS Wismar GmbH)

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:40:09 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_0802_732f2a0840.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_0802_8106f676f4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/0802.jpg
news-27783 Ein Duo mit Zukunft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ein-duo-mit-zukunft/ Per Wärmepumpe PV-Strom auch zum Heizen nutzen – Novum: im Mieterstromprojekt  

Photovoltaik-(PV)-Anlagen werden nicht mehr nur zur Stromversorgung der Haushalte, sondern zunehmend auch im Wärme- und Mobilitätsbereich genutzt. Vor allem die Kombination mit Wärmepumpen ist vielversprechend, da sie dem stark hinterherhinkenden Wärmemarkt wichtige Impulse gibt. Wie das technisch funktioniert und was es wirtschaftlich bringt, das zeigen zwei Mieterstrombeispiele des Ökoenergieversorgers Polarstern.

Die Sektorenkopplung ist für den Übergang zu Erneuerbaren Energien unverzichtbar: Mit Wärmepumpen, Elektroautos, Power-to-Heat-Lösungen und Co. wird der Austausch und die Nutzung Erneuerbarer Energien effizienter, das Energiesystem flexibler und am Ende nimmt sogar die Energiesicherheit zu. Die Basis dafür ist die intelligente Verknüpfung der Anlagentechnik.

Sektorenkopplung von Strom und Wärme
Elektrische Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Integration von erneuerbarem Strom zum Heizen im Niedertemperaturbereich. Schließlich können sie zeitversetzt zu ihrem Bedarf erneuerbaren Strom aus überschüssiger Erzeugung aufnehmen und ihn später, wenn Heizwärme benötigt wird, wieder abgeben. Mit ihrem hohen Grundbedarf steigern Wärmepumpen den im Sinne der Wirtschaftlichkeit solarer Stromerzeugung immer wichtiger werdenden Eigenverbrauch sowie die Stromautarkie und senken so die Stromkosten. Gleichzeitig entlasten sie durch ihre Pufferfunktion die Netze.
Auch hilft die Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe, den Primärenergiefaktor von Gebäuden zu senken und die Kriterien hoher Förderungen zu erfüllen.

Praxisbeispiele im Mieterstrom

Bei den meisten Mieterstromprojekten, bei denen heute Wärmepumpen und PV-Anlagen kombiniert werden, handelt es sich um Leuchtturmprojekte. Das liegt vor allem an der steigenden Komplexität, die sich für das Energiekonzept und die Mieterstromversorgung ergibt, gepaart mit der geringen Erfahrung vieler Partner bei der Umsetzung. Im Einfamilienhausbereich ist eine solche Anlagenkombination deutlich einfacher und weiterverbreitet, weil weniger Einflussfaktoren zu berücksichtigen und die Vernetzung der Anlagentechnik überschaubar sind.

Beispiel Future Living Berlin
Im zukunftsweisenden Quartier Future Living Berlin werden ergänzend zu einer 250 kWp Photovoltaikanlage und einem knapp 170 kWh Gewerbespeicher gleich mehrere Wärmepumpen installiert: 17 Luft/Wasser-Wärmepumpen und 8 Sole/Wasser-Wärmepumpen. Sie versorgen ab Herbst 2019 neun Gebäude mit insgesamt 69 Wohneinheiten, 20 Boarding House-Studios (Wohnungen, die nur auf Zeit genutzt werden, z. B. von Firmenmitarbeitern) und 11 Gewerbeeinheiten sowie einem Café und einem Ausstellungs- und Seminarbereich. Investor und Bauherr des Quartiers ist die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Geplant wurde das Energiekonzept des Quartiers von der Ruß Ingenieurgesellschaft mbH.

Beispiel München
In einem anderen, kleineren Mieterstromprojekt im Münchner Großraum werden eine Photovoltaikanlage mit 99,84 kWp Leistung, ein Batteriespeicher mit 126 kWp und zwei Wärmepumpen mit 56,1 kW und 117,2 kW Nenn-Wärmeleistung miteinander vernetzt. Sie versorgen 60 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Energie.
Die Mieterstromversorgung ist in beiden Fällen die Schnittstelle zur effizienten Steuerung der Strom- und Wärmeversorgung. Der erzeugte PV-Strom wird automatisch dorthin geleitet, wo er am effizientesten genutzt wird. Überschüssig erzeugter Solarstrom wird bevorzugt zum Puffern in den Stromspeicher sowie in den Wärmespeicher der Wärmepumpe geleitet und erst wenn die Speicherkapazitäten erschöpft sind, ins Netz eingespeist.

Verbesserte Autarkie
Die Gegenläufigkeit von solarer Stromerzeugung und Strombedarf der Wärmepumpen ist eine grundlegende Herausforderung, die durch intelligente Vernetzung der Anlagentechnik und geeignete Energiekonzepte gelöst werden kann.
Die HTW Berlin hat am Beispiel eines Einfamilienhauses errechnet, dass im Idealfall, wenn PV-Anlage, Speicher und Wärmepumpe optimal aufeinander abgestimmt sind, sich der Autarkiegrad spürbar verbessert. Trotz stromintensiver Wärmepumpe können 60 bis 65 % des benötigten Stroms aus eigener Erzeugung gedeckt werden.
In Mieterstromprojekten ist die solare Energieerzeugung pro Wohneinheit naturgemäß geringer. Das heißt, ein Haushalt erzielt zwar verglichen zu einem Einfamilienhaushalt eine geringere Autarkie. Doch auch hier liegt der Strom-Autarkiegrad reiner PV-Mieterstromprojekte typischerweise bei 35 bis 45 %. Durch intelligente, sektorenübergreifende Vernetzung kann insbesondere der Direktverbrauch des erzeugten PV-Stroms erhöht und damit die Wirtschaftlichkeit der deentralen Energieversorgung gesteigert werden. Das unterstreichen die beiden genannten Mieterstrombeispiele von Polarstern in Berlin und München.

Aufbau der Wärme- und Stromversorgung
Im Fall von Future Living Berlin werden die 25 Wärmepumpen in den Gebäuden miteinander vernetzt, sodass, abgestimmt auf das Gesamtsystem, jede Wärmepumpe optimal betrieben wird. Das Wärmeversorgungssystem besteht aus einer Wärmerückgewinnung mittels Sole/Wasser-Wärmepumpen sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen für die Heizwärme und Warm-Wassererzeugung. Dabei wird die Abluft aus den Räumen über zentrale Wärmetauscher geführt und mit Sole/Wasser-Wärmepumpen thermische Energie produziert. Die Wärmerückgewinnung dient sowohl der Warmwassererzeugung als auch der Raumheizung. Insgesamt werden so 57,25 % des gesamten Wärmebedarfs erzeugt. Der Stromspeicher ermöglicht es, den PV-Strom unter anderem zur nächtlichen Versorgung der Mieter zu nutzen. Während die Wärmeversorgung mit den Wärmepumpen dezentral für die einzelnen Gebäude funktioniert, wird die Stromversorgung zentral gesteuert. Mit der so vernetzten Anlagentechnik lassen sich voraussichtlich 38 % des Strombedarfs der Gebäude decken.
Das Mieterstromprojekt in München wiederum arbeitet mit einer zentralen Strom- und Wärmeversorgung. Zwei Wärmepumpen, eine für die Erzeugung von Warmwasser und eine für die Erzeugung von Heizenergie, erfüllen die Herausforderung des jahreszeitlich schwankenden Strombedarfs. Würde eine einzige Wärmepumpe installiert, liefe diese stets mit einem schlechteren Wirkungsgrad, was zu einem höheren Stromverbrauch und damit verbundenen höheren Heizkosten für die Mieter führt.

Steuerung über Wechselrichter
Die vielen unterschiedlichen Größen von Wohneinheiten und Räumen sowie das individuelle Verhalten der Haushalte machen die Steuerung der Energieversorgung im Mieterstrom schwerer planbar als in Bürogebäuden und Einfamilienhäusern.
Die einfachste Möglichkeit, PV-Anlage und Wärmepumpe zu vernetzen, ist die Steuerung über den Wechselrichter. Hierbei werden feste Schwellwerte definiert, ab denen der PV-Strom zum Betrieb der Wärmepumpen genutzt wird. Dabei wird ein Aufschlag auf die Anschlussleis­tung der Wärmepumpe berechnet, um zunächst die Grundlast durch die elektrischen Haushaltsgeräte zu stillen und erst danach die Wärmepumpe zu betreiben. Ziel ist es, die Wärmepumpe erst dann zu versorgen, wenn genug Solarstrom vorhanden ist. Denn der Direktverbrauch durch die Stromlieferung an die Mieter rechnet sich aus Sicht des Anlagenbetreibers besser als die Nutzung des Stroms im Eigenverbrauch.

Komplexes, smart gesteuertes Energiekonzept
Werden Smart Meter oder Energie-Management-Systeme zur Steuerung der Anlagentechnik genutzt, ist das Entscheidungskriterium bei der Stromversorgung kein fester Schwellwert des erzeugten Solarstroms. Vielmehr wird der nach Versorgung aller anderen elektrischen Geräte in den Haushalten verfügbare Solarstrom gemessen und gegebenenfalls die Versorgung der Wärmepumpe forciert. Ausschlaggebend ist also der verfügbare und nicht der erzeugte Solarstrom. Das macht gerade bei Energiekonzepten mit mehreren Anlagen Sinn.
Im Münchner Mieterstromprojekt sind PV-Anlage, Wärmepumpen und Speicher über Smart Meter vernetzt. Dies macht die Energieversorgung flexibler, zumal sich im Laufe der Jahre die Wohnstruktur in Mietwohngebäuden verändern kann. Außerdem eröffnet es dem Immobilienbesitzer und Anlagenbetreiber über die Energieversorgung der Bewohner hinaus künftig weitere Tätigkeitsfelder etwa im Bereich der Netzdienstleistungen.
Die Strom- und Wärmeversorgung im Quartier Future Living Berlin erfolgt mithilfe eines Energie-Management-Systems. Das vermeidet beispielsweise, dass durch den gleichzeitigen Betrieb aller Wärmepumpen der maximale Netzanschlusswert des Gebäudes überschritten wird und somit der Grundpreis für Strom aus dem öffentlichen Netz steigt. Ein gleichmäßiger Lastgang durch intelligente Steuerung des lokalen Energienetzes hilft also auch, benötigte Energie günstiger aus dem öffentlichen Netz zu beziehen.

Faktor Verbraucherverhalten
Neben der optimalen Nutzung der verfügbaren Speicherkapazität spielt das Verbraucherverhalten bei der effizienten Energieversorgung eine wichtige Rolle. Um die im Energiekonzept budgetierte Eigenstromversorgung und Autarkie zu erzielen, muss das Extremverhalten der Bewohner, sprich sinnloser Ener­giebedarf, vermieden werden. Nutzer in ihrem Verhalten anzuleiten und die Versorgung an ihren Bedarf anzupassen, sie mit Informationen zu unterstützen, ist ebenfalls eine Funktion, die das Energie-Management-System leisten muss. Dabei unterstützt in Future Living Berlin ein Wohnungsmanager auf einem festinstallierten Tablet in jeder Wohnung. Er zeigt unter anderem den Strom-, Heizungs- und Wasserverbrauch für die einzelne Wohnung auf einer Skala von 1 bis 5 an, sodass sich die Bewohner daran orientieren können. Automatisierungen führen des Weiteren dazu, dass beispielsweise die Wohnung bei Nichtnutzung von Räumen oder Abwesenheit Verbraucher ausschaltet.

Besonderheiten in Messkonzept und Abrechnung
Bei Mieterstromprojekten findet stets eine individuelle Absprache des Messkonzeptes mit dem zuständigen Netzbetreiber statt. Bei vernetzten Energiekonzepten muss in der Regel unterschieden werden, wo der erzeugte PV-Strom genutzt wird, beispielsweise zum Betrieb der Wärmepumpen oder für die Stromversorgung der Mieter. Schließlich wird nur für Letzteres die Mieterstromförderung nach dem EEG gezahlt. Über einen Kaskadenzähler kann die nötige Abgrenzung vorgenommen werden. Allerdings erfordert dies in manchen Quartieren Stromleitungen, die quer über das gesamte Grundstück verlegt sind. Dies sollte entsprechend frühzeitig im Bau berücksichtigt werden. Für eine transparente Abrechnung jedes einzelnen Mieters sind digitale Zähler im Einsatz. Damit kann auch der Anteil am Allgemeinstrom stichtagsgenau ausgewiesen werden.

Ein Fazit

Noch sind Mieterstromprojekte mit solch integrierten Anlagenkombinationen selten. Doch die sektorale Vernetzung in den Gebäuden gewinnt in den nächsten drei Jahren deutlich an Fahrt. Das hat vielerlei Gründe: Eigenverbrauch und Direktverbrauch vor Ort werden zur entscheidenden Größe in der Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Zahl elektrisch betriebener Anlagen und Geräte im Wärme- und Mobilitätsbereich nimmt zu, genauso wie die Nachfrage nach netzdienlichen Serviceleistungen durch flexible Steuerung der dezentralen Versorgungsnetze.

Autor: Florian Henle, Geschäftsführer Polarstern GmbH


Multitalent Installateur
Immer mehr Haushalte, gerade im Neubau, installieren heute eine eigene PV-Anlage, in nahezu jedem zweiten Fall ergänzt durch einen Stromspeicher. Die Verknüpfung von PV-Anlage und Wärmepumpe hat den Vorteil, dass mehr selbst erzeugter Strom zu Hause genutzt wird – was inzwischen deutlich attraktiver ist als die Ein-
speisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz. Gleichzeitig sinkt der Primärenergiefaktor und erleichtert damit den Zugang zu höheren KfW-Förderungen. Damit diese Verknüpfung funktioniert, muss die Technik aufeinander abgestimmt sind.
„Genügte es noch vor rund fünf Jahren, eine Photovoltaikanlage ans öffentliche Stromnetz anzuschließen, geht es heute auch aus wirtschaftlicher Sicht darum, die Technik so auszuwählen und zu installieren, dass möglichst viel Strom direkt vor Ort genutzt wird – und das eben nicht für klassische Elektrogeräte, sondern auch für die Wärmeversorgung und für E-Tankstellen“, sagt Polarstern-Geschäftsführer Florian Henle. Ein Installateur muss heute entsprechend eine Vielzahl an Gewerken abdecken, selbst oder über Partner.

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:32:04 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_1201_b5dda5a746.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_1201_22d8911023.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/1201.jpg
news-27782 „Wir brauchen in der Branche eine neue Debatte“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wir-brauchen-in-der-branche-eine-neue-debatte/ Interview mit Johannes Weniger von der HTW Berlin zum Thema Solarstromspeicher  

Die Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) hat 20 Solarstromspeicher unter die Lupe genommen und vergleichbar gemacht. Die sogenannte „Stromspeicher-Inspektion 2018“ soll mehr Transparenz in den Markt für Solarspeichersysteme bringen. Die Studie stellt auch weit verbreitete Pauschalaussagen, z. B. zur Wahl der Speichergröße und Relevanz der Speicherverluste, infrage. Wir sprachen mit dem Hauptautor und Solarbatterie-Experten Johannes Weniger über die Ergebnisse.

IKZ-Energy:
Herr Weniger, die derzeitige Intransparenz auf dem wachsenden Solarstromspeicher-Markt haben Sie und Ihre Kollegen im Rahmen der Studie am eigenen Leib erfahren: Bei der Durchsicht der 60 Datenblätter wurden insgesamt 45 unterschiedliche Bezeichnungen zur Angabe der Speicherkapazität gefunden. Wie soll man da durchsteigen?
Johannes Weniger: Zunächst einmal muss man sagen, dass der Markt für Solarstromspeicher erst in den letzten vier Jahren so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Im Gegensatz zu Wärmespeichern, Wärmepumpen oder Solarmodulen ist die Technologie also noch vergleichsweise jung. Dementsprechend ist die Standardisierung der Begrifflichkeiten auch noch nicht so weit fortgeschritten. Das Problem der eingeschränkten Vergleichbarkeit der Speichersysteme wurde aber frühzeitig von der Branche erkannt: Mit dem „Effizienzleitfaden für PV-Speichersysteme“ wurden Anfang 2017 einheitliche Prüfverfahren für Labortests veröffentlicht. Der Effizienzleitfaden enthält auch Vorschläge zur einheitlichen Benennung der Systemparameter. Zahlreiche Forschungsinstitute, Hersteller und Prüflabore waren an der Erstellung des Effizienzleitfadens beteiligt. Es existieren also branchenweit anerkannte Vorgaben zur Angabe der technischen Daten von Speichersystemen. Ein Grund, wieso diese bislang selten in Datenblättern zu finden sind, ist sicherlich auch die mangelnde Nachfrage danach.

IKZ-Energy:
Wie war das Verhalten der von Ihnen angeschriebenen Unternehmen? War man interessiert, an der Studie teilzunehmen oder war das Interesse eher verhalten?
Johannes Weniger: Für die Teilnahme an der Studie hatten wir alle in Deutschland aktiven Hersteller und Anbieter von Systemlösungen und Komponenten zur Speicherung von Solarstrom eingeladen. Voraussetzung war es, dass die Unternehmen Prüfberichte gemäß Effizienzleitfaden ihrer Produkte zur Verfügung stellen. Vor der Studie hatte nur SMA als einziger Systemanbieter diese Daten veröffentlicht. Unserem Aufruf sind jedoch zehn Hersteller gefolgt, die sich an der Studie mit Labormessdaten von 20 Systemen beteiligt haben. Die zehn Unternehmen repräsentieren mehr als die Hälfte des deutschen Solarstromspeicher-Markts. Von daher wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.

IKZ-Energy: Eine Erkenntnis der Studie lautet, dass größer nicht gleich besser ist – warum hat man das bisher angenommen und worauf ist zurückzuführen, dass das gar nicht stimmen muss?
Johannes Weniger: In Verkaufsgesprächen geht es heute eher um die Größe des Batteriespeichers und weniger um die System­effizienz oder Speicherverluste. Je grö-
ßer die Speicherkapazität, so lautet oft die Empfehlung, desto größer ist die erreichbare Eigenversorgung. Der simulationsbasierte Vergleich der unterschiedlichen PV-Speichersysteme im Rahmen der Studie zeigt eindrucksvoll, dass Geräte mit größerer Speicherkapazität nicht immer in der Lage sind, den Strombezug aus dem Netz zu senken. Der Grund hierfür: Hohe Umwandlungs- und Standby-Verluste von größer dimensionierten Speichersystemen können den eigentlichen Nutzen der größeren Speicherkapazität zunichtemachen. Der Vorteil eines hocheffizienten Systems ist mindestens so groß wie der Nutzen eines um 2 kWh größeren Batteriespeichers. Wir brauchen in der Branche also eine neue Debatte, bei der nicht die Größe des Batteriespeichers, sonst die Systemeffizienz im Mittelpunkt steht.

IKZ-Energy: Wenn ich ein Verbraucher bin, der sich für ein System aus Photovoltaik plus Solarstromspeicher interessiert – was würden Sie mir zum Speicher raten, worauf sollte ich bei den Angaben achten?
Johannes Weniger: Einer der Schlüsselfaktoren für einen effizienten Betrieb sind geringe Umwandlungsverluste der Leis­tungselektronik. Bei einer Ausgangsleis­tung von 1000 W sind Umwandlungswirkungsgrade oberhalb von 95 % ein Indiz für ein sehr gutes Teillastverhalten. Alle Umwandlungspfade sollten diesen Wert erreichen, damit möglichst wenig Strom im Speichersystem als Abwärme verpufft. Effiziente Batteriespeicher kommen auf einen mittleren Batteriewirkungsgrad von über 95 %. Je nach Systemdimensionierung ist ein Batteriespeicher 2000 bis 4000 Stunden im Jahr komplett entladen. Die Asketen unter den Speichersystemen verbrauchen im Standby-Modus dann weniger als 5 W. Ein Batteriespeicher muss zudem starke Leistungsschwankungen im Haus meistern: Eine schnelle Systemregelung kann nach einem Leistungssprung in weniger als 2 s die Batterieleis­tung anpassen. Des Weiteren ist auch die Genauigkeit der Systemregelung entscheidend. Während des Lade- und Entladevorgangs sollte die Abweichung vom Sollwert bei unter 5 W liegen. Wer tiefer in die technischen Details der Speichersysteme einsteigen und nicht die Katze im Sack kaufen möchte, sollte beim Hersteller nach den erwähnten Parametern fragen. Diese sind in der Regel in Prüfberichten gemäß Effizienzleitfaden zusammengefasst.

IKZ-Energy: Sie haben im Rahmen der Studie erstmals einen Effizienz-Index für Batteriesysteme entwickelt, der diese untereinander vergleichbar macht. Was hat der Index an Ergebnissen und Erkenntnissen hervorgebracht?
Johannes Weniger: Durch die simulationsbasierte Systembewertung mit dem System Performance Index (SPI) konnten wir im Rahmen der Studie die Energieeffizienz von AC- und DC-gekoppelten PV-Speichersystemen vergleichbar machen. Das Ergebnis: Der mittlere SPI beider Systemkonzepte war überraschenderweise mit 88,1 % identisch. Auf Effizienz getrimmte AC-gekoppelte Systeme konnten geringere Effizienzeinbußen erzielen als der Großteil der DC-gekoppelten Systeme. Spannend ist es auch, wenn man einen Blick auf die Markteinführung der untersuchten Geräte wirft. Hier zeigt sich, dass gleich mehrere Hersteller mit neueren Produkten eine bessere Systemeffizienz erzielen konnten. Bei vielen Unternehmen ist anscheinend die Effizienz in den vergangenen Jahren stärker in den Mittelpunkt der Produktentwicklung gerückt. Ob dies auch auf die Hersteller, die nicht an der Studie teilgenommen haben, zutrifft, können wir allerdings nicht sagen.

IKZ-Energy: Die Studie zeigt gerade auch an dieser Stelle die Frage nach der Transparenz am Markt. Manche Hersteller wollten nicht namentlich genannt werden. Dessen ungeachtet hat die Studie einen großen Wert, weil sie grundsätzliche Erkenntnisse liefert. Welche sind das zusammengefasst aus Ihrer Sicht?
Johannes Weniger: Aus der durchgeführten  Verlustanalyse geht hervor, dass im Durchschnitt rund 70 % der gesamten Systemverluste auf die Umwandlungsverluste entfallen. Kurz gesagt: Die Wirkungsgrade der Leistungselektronik dominieren mit großem Abstand die Gesamteffizienz eines Speichersystems. Bisher wurde die Bedeutung der Effizienzverluste oft unterschätzt. Die Studie brachte allerdings große Effizienzunterschiede zwischen den untersuchten Systemen zutage: Allein in den ersten zehn Jahren beträgt der finanzielle Vorteil des effizientesten Speichersystems gegenüber dem System mit der geringsten Effizienz rund 1000 Euro. In Anbetracht sinkender Systempreise wird die Relevanz der Speicherverluste in Zukunft weiter steigen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch im Speichermarkt ein Bewusstsein für hocheffiziente Produkte etabliert.

IKZ-Energy: Wer kann bzw. darf die Batteriekapazität heute ermitteln und wer müsste das eigentlich tun?
Johannes Weniger: Für belastbare Kapazitätsangaben auf Datenblättern sind in ers­ter Linie die Hersteller verantwortlich. Das heißt auch, dass bei modularen Systemen mit separaten Batteriespeichern die Wechselrichter- und Batterieanbieter in der Verantwortung stehen, die nutzbare Speicherkapazität korrekt anzugeben. Unabhängige Labortests von Forschungseinrichtungen oder Prüfinstituten sind weiterhin erforderlich, um die Kapazitätsangaben zu prüfen. In Extremfällen ist die entnehmbare Energie eines Batteriespeichers heute um bis zu 20 % geringer als die nutzbare Speicherkapazität im Datenblatt. Als Branche sollten wir das Vertrauen der Kunden durch realitätsferne Datenblattangaben nicht aufs Spiel setzen. Denn zufriedene Solarspeicherbesitzer sind für die Verbreitung der Technologie und für die Erschließung des Solarpotenzials im Wohngebäudebereich von entscheidender Bedeutung.

IKZ-Energy: Herr Weniger, vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Dittmar Koop.


Zur Person
Johannes Weniger ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe ­„Solarspeichersys­teme“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Dort forscht er zur Dimensionierung, Netzintegration und Energieeffizienz von Photovoltaik-Speichersystemen. Von 2009 bis 2013 war er in der Engineering-Abteilung der Solarpraxis AG tätig.


Info
Die aktuelle Studie „Stromspeicher-Inspektion 2018“ gibt es als Download unter: www.­stromspeicher-inspektion.de
Bei dem Interview handelt es sich um die gekürzte Fassung. Die Langfassung können Sie online lesen unter www.ikz.de

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:24:20 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/8/csm_1601_f7304c8c74.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/8/csm_1601_d7fd69902c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/1601.jpg
news-27779 Zuschuss bei der Heizungserneuerung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zuschuss-bei-der-heizungserneuerung/ Hamburg.  Hausbesitzer, die ihre Ölheizung modernisieren wollen, können dafür Zuschüsse in Anspruch nehmen. Dafür sorgt ein Fördermittel-Service im Rahmen der Aktion „Besser flüssig bleiben“. Experten übernehmen dabei die Suche nach Geldern aus staatlichen Fördertöpfen sowie die komplette Antragsstellung.  

Initiiert hat die Aktion das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) gemeinsam mit diversen Heizgeräteherstellern. „Was viele Hausbesitzer abschreckt, ist der bürokratische Aufwand. Hier setzen wir mit unserem Fördermittel-Service an. Dieser Dienst ist kostenlos, wenn die Wahl auf ein Öl-Brennwertgerät eines der teilnehmenden Hersteller fällt“, sagt Annette Cronenberg vom IWO. Die teilnehmenden Hersteller sind Buderus, Giersch, Hovel, Junkers (Bosch), MHG, Remeha, Rotex, Viessmann und Wolf.
Wichtig: Die Gelder müssen beantragt werden, bevor die Modernisierungsmaßnahme startet. Hausbesitzer wenden sich daher mit dem Angebot ihres Heizungsbauers für eine Öl-Brennwertheizung an den Fördermittel-Service: Telefon 06190 / 9263435. Die Experten beraten die Modernisierer individuell, um ihnen die maximale Fördersumme aus mehr als 2000 Förderprogrammen zu sichern. Rund 1000 Euro und mehr sind laut IWO möglich.

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_IWO_86d17e2520.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_IWO_9f72656f92.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/IWO.jpg
news-27766 EnBW will Deutschlands größtes Solarkraftwerk bauen – ohne EEG https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/enbw-will-deutschlands-groesstes-solarkraftwerk-bauen-ohne-eeg/ Energieriese EnBW setzt vermehrt auf erneuerbare Energien im Rahmen seiner EnBW-2020-Strategie. Der Konzern will in Brandenburg Deutschlands größtes Solarkraftwerk bauen und dabei zeigen, dass das Kraftwerk ohne EEG-Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann.  

Das Solarprojekt Weesow-Willmersdorf nördlich von Berlin hat 175 MW Leistung und soll als erstes Solarkraftwerk Deutschlands ohne EEG-Förderung umgesetzt werden. „Durch den technischen Fortschritt sind die Errichtungskosten für Solarparks drastisch gesunken – in
Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um bis zu 90 %. Solarenergie befindet sich deshalb heute – das zeigen auch die letzten Auktionsergebnisse – kostenseitig mindestens auf Augenhöhe mit anderen Technologien. Wir gehen davon aus, dass zumindest erste große Solarprojekte in absehbarer Zeit ohne EEG-Förderung auskommen werden“, sagt Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung bei der EnBW.

Strom für 50 000 Haushalte
Das Solarkraftwerk wird sich über eine Fläche von 164 ha erstrecken. Es wird mit einem Ertrag von 175 GWh pro Jahr gerechnet, womit rechnerisch rund 50 000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Die EnBW hat das von Procon Solar GmbH seit 2009 vorentwickelte Projekt im letzten Jahr übernommen. „Mit der Realisierung des Solarparks Weesow-Willmersdorf rücken wir nicht nur in die erste Liga im deutschen PV-Markt auf, sondern setzen – nach dem „Null-Cent-Gebot“ für unseren Offshore-Windpark He Dreiht in 2017 – erneut ein wichtiges Zeichen in Richtung der Marktfähigkeit erneuerbarer Technologien. Wir wollen den Beweis antreten, dass unser Solarpark als erster in Deutschland ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann“, erklärt EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer.

 

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Fri, 15 Feb 2019 08:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_solarkraft1_50dc0b86ee.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_solarkraft1_095da2c6e4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW7_solarkraft1.jpg
news-27677 Wohlfühlwärme für die Erlebniswelt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wohlfuehlwaerme-fuer-die-erlebniswelt/ Im Büro- und Ausstellungskomplex „ALENA“ sorgen Flächenheizsysteme für thermische Behaglichkeit  

In der mittelhessischen Universitätsstadt Gießen wurde im Spätsommer 2017 eine besondere Immobile eingeweiht: das ALENA-Kompetenz-Zentrum. Dahinter verbirgt sich ein Dienstleistungsangebot für ganzheitliches Bauen & Wohnen. Der Gebäudekomplex besteht aus einem viergeschossigen Bürogebäude mit Ausstellung, Tiefgarage, angrenzender Lagerhalle sowie einer Werkstatt. Gemeinsam unter einem Dach vereint werden hier die Kompetenzen etablierter Unternehmen aus der Gebäude- und Wohnungsplanung gebündelt – von Heizung/Sanitär über Energietechnik bis hin zu Raumdesign und Sicherheitstechnologie.

Ein Highlight dieses Kompetenzzentrums für ganzheitliches Wohnen ist die ALENA-Erlebniswelt. Dort werden auf einer Fläche von über 1000 m² moderne Produkte und Designobjekte von Top-Marken gezeigt, von Küchen und Bädern bis hin zu Boden- und Wandbelägen, Soundanlagen und Lichtinszenierungen. „Unsere Ausstellung zeigt alles rund ums Bauen und Wohnen, geht aber noch einen Schritt weiter“, erklärt Sascha Reitz, Geschäftsführer von ALENA. „Via Sprachsteuerung sind beispielsweise die Arbeitsflächen unserer Küchen höhenverstellbar und das Wasser läuft per Sprachansage aus der Armatur. Wir bieten zudem auch einen Virtual-Reality-Raum, in welchem die Besucher ihre Wunschprodukte hautnah in einer virtuellen Wohnung erleben können. Bei uns hat die Zukunft des Wohnens also bereits ein Zuhause gefunden. Der Kunde muss sie bei uns nur noch abholen.“

Ganzheitliches energetisches Gebäudekonzept
Den hohen Anspruch an die eigene Performance übertrugen die Verantwortlichen von ALENA auch auf die baulichen Anforderungen ihres neuen Ausstellungsgebäudes. So wurden der gewerblich genutzte Bereich des Gebäudes sowie die Werkstatt als KfW-Effizienzhaus 55 geplant. Die Bereitstellung der Wärme für das Gebäude erfolgt über ein Blockheizkraftwerk und einen Gasbrennwertkessel (Spitzenlast). Lediglich der Showroom wird über vier Wärmepumpen versorgt, die zu Demonstrationszwecken dort aufgestellt sind. Das Warmwasser wird dezentral erwärmt. Die Kühlung erfolgt aufgrund der benötigten großen Leistung (350 kW Kühllast) über einen klassischen Kaltwassersatz. Eine Windkraftanlage auf dem Dach sowie eine 600 m² große Photovoltaikanlage decken einen Großteil des Strombedarfes.
Ein wesentlicher Fixpunkt im Pflichtenheft war eine höchstmögliche Flexibilität in der Raumplanung. „Mit dem Neubau wollten wir das Maximum an Flexibilität erhalten. Falls wir im nächsten Jahr weniger Bürofläche benötigen sollten, können wir so jederzeit die Räumlichkeiten sinnvoll und kostengünstig teilen“, erläutert Sascha Reitz, der auch Büroräume im Gebäudekomplex an andere Firmen vermietet. „Auch die genaue Abrechnung des Wärmebedarfs der vermieteten Räume war uns vor dem Hintergrund mehrerer Mietparteien sehr wichtig“, so Reitz weiter.
Zur Beheizung der Ausstellung und der Büroeinheiten entschied sich der Bauherr für eine Flächenheizung des Herstellers Schütz. Heizkörper waren für den Bauherrn zu keiner Zeit eine ernsthafte Option: „Erstens sind klassische Heizkörper echte „Dreckfänger“, die man permanent mit hohem Aufwand reinigen muss“, ist Reitz überzeugt, „zweitens verschwelt der Staub im Heizungsbetrieb auf den Heizflächen und verschlechtert erheblich das Raumklima. Zudem nehmen mir Heizkörper nur wertvolle Ausstellungsfläche weg.“
Die ganzjährige, angenehme Wärmeverteilung sei gerade für die Büroräume und im Ausstellungsbereich ein wichtiger Wohlfühlaspekt, argumentiert Dirk Dietrich, der zweite Geschäftsführer von ALENA. „Und sollte es im Sommer tatsächlich mal zu warm in den Räumlichkeiten sein, kann durch die Flächenkühlung über den Fußboden noch extra gekühlt werden“. Insgesamt wurden auf vier Etagen rund 4000 m² Fußbodenheizung verlegt.

Industrieflächenheizung in der Werkstatt
In der angrenzenden Lagerhalle und in der Werkstatt wurde eine spezielle Industrieflächenheizung von Schütz eingebaut. Dieses System ist auch hohen Belastungen gewachsen. Der Einbau der Flächenheizung erfolgte dabei bereits in der Bodenplatte. Hierbei wurden die Heizrohre an der unteren Bewehrungsmatte befestigt. Geregelt wird die Fläche über die Gebäudeleittechnik (BUS-System). Dies erfolgt raumweise mit einem KNX-System.
Lediglich die Energieausstellung wird aufgrund ihres Doppelbodens und der bereits zur Verfügung stehenden Energie durch die Wärmepumpen-Musteranlage nicht über eine Fußbodenheizung geheizt. In diesem Fall wird mit einer Deckenkühlung und Betonkernaktivierung gearbeitet, um die Temperatur auf einem angenehmen Niveau zu halten.
Die Vorteile des Flächenheizsystems wurden beim ALENA-Komplex übrigens bis ins letzte Detail ausgereizt: So wurde die Flächenheizung selbst in der Garageneinfahrt des Bürogebäudes genutzt. Denn dank der Wärmeenergie, die zum Teil auch von der Musteranlage in der Ener­gieausstellung stammt, kann so die Einfahrt den ganzen Winter eisfrei gehalten werden, ganz nach dem Motto „Freie Fahrt in das ALENA“…

Bilder: Schütz

www.schuetz.net

 

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Fri, 15 Feb 2019 07:27:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_28_7a32373b31.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_28_a215504631.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/28.jpg
news-27773 AEG: Heißwasser auf Knopfdruck https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/aeg-heisswasser-auf-knopfdruck/ AEG Haustechnik erkennt einen Trend in der Küche: Neben einer gehobenen Ausstattung wünscht man sich Platzersparnis auf der Arbeitsfläche sowie Unterstützung bei der Zubereitung von Speisen und Getränken. Diese Wünsche möchte AEG mit einem Heißwassersystem erfüllen: „HOT 5“ liefert sowohl kaltes und warmes, als auch ca. 97°C heißes Wasser – ohne Wartezeit, gezapft aus einer Armatur.  

Es besteht aus einer Heißwasserarmatur, einem drucklosen 5-l-Heißwasserspeicher zum Einbau unter der Spüle und einem zusätzlichen Entkalkungsfilter, der ebenfalls unter der Spüle seinen Platz findet. Zur Unterstützung der Trinkwasserhygiene wird die Anschlussleitung der Heißwasserarmatur nach jedem Zapfen vollständig entleert.

EHT Haustechnik GmbH (AEG Haustechnik), Gutenstetter Str. 10, 90449 Nürnberg, Tel.: 0911 9656-0, Fax: -222, info@eht-haustechnik.de, www.aeg-haustechnik.de

 

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Fri, 15 Feb 2019 06:36:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_65_AEG-Bedienung_fe1ff5ba6a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_65_AEG-Bedienung_c570dab8b3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/65_AEG-Bedienung.jpg
news-27777 Fachhandwerker können von Prämienaktion profitieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fachhandwerker-koennen-von-praemienaktion-profitieren/ Köln. Peugeot bietet Fachhandwerkern eine Vorteilsaktion an: Wer bis zum 31. März die Modelle „308“, „308 SW“, „3008“, „5008“, „Rifter“ oder „Traveller“ erwirbt, erhält für seinen Gebrauchtwagen bis zu 7000 Euro. Jede Motorvariante erfülle die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Kunden profitieren sowohl beim Kauf als auch beim Leasing eines Neu- oder Bestandfahrzeuges von der Prämie, verspricht der Fahrzeughersteller.  

„Sie erhalten die Prämie bei Inzahlungsmaßnahme ihres Gebrauchtwagens, unabhängig von der Marke des Fahrzeugs.“ Den Restwert errechneten die Händel nach der offiziellen Schwacke- bzw. DAT-Liste.
Das Angebot besteht für Privatkunden sowie für die Gewerbetreibende mit einem Fuhrpark unter zehn Fahrzeugen.

www.peugeot.de

 

 

 

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Thu, 14 Feb 2019 11:14:08 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Peugeot_3c287086a9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Peugeot_0fbabcc8fa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/Peugeot.jpg
news-27771 Warmwasserspeicher mit Brennwerteffekt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/warmwasserspeicher-mit-brennwerteffekt/ Einblicke in Weiterentwicklungen der Sektorkopplung im Eigenheim  

Sektorkopplung anzubieten ist keine neue Sache mehr. Photovoltaikstrom wird auch zu Wärmezwecken eingesetzt oder zur Beladung von Elektroautos. Dennoch meint Smartnrgy einen neuen Weg zu gehen – über einen Abgaswärmetauscher im Speicher.
Das Gesamtsystem, das sowohl in Wohn- als auch Nichtwohngebäuden eingesetzt werden kann, besteht aus mehreren Komponenten: Photovoltaik-(PV)-Module mit einem selbst entwickelten Wechselrichter, einer Solarstrom-Batterie, einem Wärmespeicher und aus einer Motoreneinheit. Die Motoreneinheit vervollständigt das Gesamtsystem, um letztlich auch ohne PV-Strom Energie erzeugen zu können. Eine intelligente Elektronik steuert die erforderlichen Prozesse.
Die PV-Module liefern die Energie für die unabhängige Stromversorgung. Überschüssige Energie wird in erweiterbaren Stromspeichermodulen gespeichert. Zudem wird der Strom auch in Wärme für die Heizung und Brauchwasser umgewandelt.

Vorausgehende Überlegungen
Der Wärmepufferspeicher ist eine Entwicklung der Smartnrgy und geht aus unserer Sicht technisch neue Wege. In der Entwicklungsphase standen wir vor der Entscheidung, Abgaswärmetauscher im OEM-Bereich zu kaufen oder solche selbst zu bauen. Aus wirtschaftlichen, vorwiegend jedoch aus Effizienzgründen, haben wir uns für Letzteres entschieden. Denn die im Markt befindlichen Abgaswärmetauscher konnten unsere Erwartungen an einen hohen Wirkungsgrad nicht erfüllen, denn diese liegen unterhalb von 90 %.

Der Wärmespeicher
Zum Herzstück unseres Speichers wurde der eigens entwickelte und in den Speicher integrierte Abgaswärmetauscher. Die Motoreneinheit erzeugt Abgastemperaturen zwischen 550 °C und 700 °C, marktübliche Abgaseintrittstemperaturen liegen meist nur bei bis max. 550 °C.
Diese Abgastemperatur wird über ein keramikisoliertes Rohr in den Abgaswärmetauscher des nahestehenden Wärmespeichers geführt. Der Tauscher besteht aus einer eigens angefertigten Legierung, welche einerseits eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweist und andererseits hoch hitzebeständig ist. Weiterhin besitzt er eine überdurchschnittlich große Oberfläche, wodurch eine sehr hohe Wärmeabgabe an das umliegende Speicherwasser ermöglicht wird. Die Besonderheit des Abgaswärmetauschers ist u. a. an seinen Leis­tungsdaten erkennbar: Hohe Abgaseintrittstemperaturen verbunden mit einer geringen Abgasaustrittstemperatur (40 °C, Brennwerteffekt). Der Wirkungsgrad liegt bei 95 %, marktüblich sind 85 %. Der Wärmespeicher bietet die Möglichkeit, eine direkte Montage des Heizkreisverteilers vorzunehmen. Vorteil: Es ist keine Rohrverlegung zwischen Verteiler und Speicher notwendig und somit ideal auch bei kleinen Technikräumen. Die direkte Montage der Frischwasserstation am Speicher ist möglich.

Neuartiges Schichtsystem
Das Schichtsystem erlaubt eine Wärmeschichtung von ¾ warmen Wassers mit einem Delta T von 8 °C. Der unterste Bereich dient zur Motorkühlung und für den Brennwerteffekt des Abgaswärmetauschers. Der untere Bereich liegt daher bei ca. 30 °C. Erreicht wird dies u. a. durch eine spezielle interne Verrohrung des Vorlaufs. Eine gleichmäßige Durchströmung mit entsprechend angepasster Temperatur für den jeweiligen Bereich erfolgt durch eigens entwickelte Injektordüsen. Diese führen eine optimale Vermischung des Wärmespeichers durch. Weitere Konstruktionen trennen den warmen Bereich vom kälteren Bereich ab, erlauben jedoch eine geringe Diffusion. Durch das angesprochene Schichtsystem konnte auch die Effizienz gesteigert werden.
Durch Verwendung eines neuartigen Schichtsystems innerhalb des Speichers wird das Mehrgewicht durch den Abgaswärmetauscher wettgemacht. Das Gewicht eines Wärmespeichers spielt immer eine große Rolle. Beispiel: Der 1000 l Warmwasserspeicher Economat mit integriertem Abgaswärmetauscher hat ein Gewicht von 190 kg. Dies ermöglicht eine Einbringung ohne schweres Gerät.

Ausblick: Wasserstoff
Die heutige Motoreneinheit läuft hocheffizient und die verwendeten Bauteile, Komponenten und Elektroniken bilden die Basis für eine Weiterentwicklung, um zukünftig auf fossile Energieträger verzichten und stattdessen Wasserstoff verwenden zu können. Wir planen, mit ers­ten Anlagen in dieser Form ab 2020 auf den Markt zu gehen.

Autor: Heiko Melzer, Geschäftsführer Smartnrgy


Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Beispiele)
Technisch machbar ist heute alles, hört man oft sagen. Doch ist das technisch Machbare auch wirtschaftlich? Zum System von Smartnrgy nachfolgend drei Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die Werte sind laut Unternehmen Referenzwerte realisierter Projekte aus der Praxis.

Nichtwohngebäude (Produktionsbetrieb)
Investitionssumme: 170 000 Euro
Stromverbrauch/a: 250 000 kWh
Heizöl/Gasverbrauch/a: 15 000 l
Wärmebedarf/a: 155 250 kWh
WW-Bedarf/a: 14 850 kWh
Einsparung/a: 59 000 Euro
Vollamortisation: 2,9 Jahre
Wartung: 1,5 Wartungen pro Jahr (ca. 600 Euro)
Hierbei ist laut Smartnrgy kein Tilgungszuschuss (Förderungen) berücksichtigt.

Mehrfamilienhaus
Investitionssumme: 60 000 Euro
Stromverbrauch/a: 16 500 kWh
Heizöl/Gasverbrauch/a: 10 000 l
Wärmebedarf/a: 107 375 kWh
WW-Bedarf/a: 7 425 kWh
Einsparung: 7 000 Euro
Vollamortisation: 8,6 Jahre
Wartung: 1,3 Wartungen pro Jahr (ca. 400 Euro)

Wohnhaus
Investitionssumme 40 000 Euro
Stromverbrauch jährlich 6000 kWh
Heizöl/Gasverbrauch jährlich 4000 Liter
Wärmebedarf jährlich 36 070 kWh
WW-Bedarf jährlich 2970 kWh
Einsparung jährlich 2500 Euro
Vollamortisation 16 Jahre (ca. 12 Jahre mit Förderungen)
Wartung 0,9 Wartungen pro Jahr (ca. 150 Euro)
Bei allen aufgeführten Beispielen ist laut Smartnrgy keine Strompreiserhöhung vorgesehen. Anstehende Energiepreiserhöhungen wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung aus.

Alle Angaben von Smartnrgy


Steckbrief Komponenten
Smartnrgy verwendet monokristalline und polykristalline Module im Leistungsbereich von 275-310 Wp. Darüberhinaus können Glas/Glas-Module und In-Dach-Module angeboten werden. Standardmäßig verwendet Smartnrgy ein Stromspeichermodul aus Lithium-Eisenphosphat (LiFePo4). Beginnend mit einer Leis­tung von 5 kWh ist dieser erweiterbar bis zu einer Leistungsgröße von 96 kWh.
Speziell entwickelter Wechselrichter: Wechselrichter sind üblicherweise für PV-Strom ausgelegt. Smartnrgy kann seinen Wechselrichter auch an erzeugten Generatoren-Strom anschließen. Ein String für PV, der zweite String für den Generator.
Die Motoreneinheit besteht aus einem Gas- oder Heizölmotor mit angeschlossenem Generator und läuft nur bei Bedarf, wenn die Eigenversorgung nicht ausreicht. Die Leistungsklasse erstreckt sich von 4-70 kWel und 10-150 kWth.

 

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Thu, 14 Feb 2019 08:53:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_1801_166d3993ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_1801_6df577fe39.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/1801.jpg
news-27680 Sichere Oberflächenveredelung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sichere-oberflaechenveredelung/ Brandschutz in Galvanikbetrieben  

Hagen, Göppingen, Geislingen, Ingolstadt, Solingen, Remscheid, Iserlohn, Dresden, Pforzheim. In Galvanikbetrieben hat es im vergangenen Jahr häufig gebrannt, wie eine Internetrecherche zeigt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) [1] kommt es jedes Jahr zu 70 - 80 Bränden in galvanotechnischen Betrieben. Die Brände kennzeichnen sich durch eine außerordentlich schnelle Ausbreitung bis hin zur Explosion und eine teils immense Freisetzung von Brandrauch. Die für den Betrieb notwendigen giftigen Chemikalien führen bei einer Freisetzung im Brandfall häufig zu Umweltgefährdungen.

Das vergleichsweise hohe Brandrisiko in Galvanikbetrieben ist leicht nachvollziehbar. In diesen Unternehmen werden Werkstücke und Produkte aus Metall, Kunststoff oder Keramik zur Oberflächenveredelung elektrochemisch mit metallischen Überzügen versehen. Dazu werden üblicherweise Elektrolytbäder verwendet, durch die hohe elektrische Ströme bis hin zu mehreren Tausend Ampere fließen. Die hohen Brandrisiken entstehen unter anderem aus den Brandlasten der Elektrolytbäder und Abluftanlagen, dem Zündpotenzial der elektrischen Anlagen sowie aus dem betriebsbedingten Freisetzen brennbarer Gase wie Wasserstoff.
Um die Gefahren und Risiken für die Brandentstehung in Galvanikbetrieben zu minimieren, hat der GDV zusammen mit dem Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO) einen Leitfaden veröffentlicht [1]. Er beschreibt die Gefahren und Risiken durch Brände in Galvanikbetrieben und zeigt mögliche Schutzmaßnahmen auf.

Hohe anlagentypische Brandgefahren
Besondere Gefahren gehen von direkt mit Heizstäben beheizten Prozessbädern aus. Beim Austrocknen der Elektrolytbäder und fehlenden bzw. defekten Übertemperatursicherungen kommt es schnell zu einer Überhitzung der Heizstäbe und damit zu einem Brand. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Wannen, Abluftleitungen und Ähnliches aus brennbaren Kunststoffen bestehen.
Ebenso existieren zahlreiche mögliche elektrische Zündquellen in der auf hohe Ströme ausgelegten Stromversorgung. Die prozessbedingt eingesetzten aggressiven Chemikalien führen zu einer schnellen Korrosion von Kabeln und elektrischen Anschlüssen. Eine häufige Schadenursache sind mangelhafte bzw. defekte Isolierungen an den Elektroden. Bei bestimmten Prozessschritten kommt es in Galvanikbetrieben zur Freisetzung brennbarer Gase wie beispielsweise Wasserstoff.

Schwierige manuelle Brandbekämpfung
Die manuelle Brandbekämpfung durch die Feuerwehr oder im Anfangsstadium durch Betriebsangehörige ist häufig erschwert. Die starke Rauchgasfreisetzung führt zu Sichtbehinderungen und die durch die zahlreichen Brandlasten freiwerdende Energie erschwert die Annäherung an den Brandherd. Auch die bei einem Feuer freigesetzten giftigen Chemikalien bzw. deren Reaktion mit dem Löschwasser stellen die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Besonders kritisch sind betriebsfreie Zeiten, in denen Anlagen – insbesondere Prozessbäder – vor Produktionsbeginn unbeaufsichtigt hochgefahren werden. Entscheidend für den Löscherfolg ist deshalb, den Ausbruch eines Brandes frühzeitig zu erkennen und bereits bei der Entstehung möglichst automatisch zu bekämpfen.

Schutzmaßnahmen
Ein effektiver Brandschutz kann nur durch ein ganzheitliches Schutzkonzept mit baulichen, organisatorischen und anlagen- bzw. verfahrenstechnischen Maßnahmen erreicht werden, dass individuell auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist. Die zu erfüllenden Schutzziele ergeben sich sowohl aus den gesetzlichen Vorgaben wie den Anforderungen der Landesbauordnungen und des Arbeitsschutzrechtes, als auch aus den Zielen des Unternehmens selbst. Zu Letzteren zählen beispielsweise die Aufrechterhaltung der Produktions- und der Lieferfähigkeit und der maximal tolerierbare Schadenumfang bzw. Betriebsunterbrechungszeitraum. Für das Erreichen aller Schutzziele ist eine Gefahren- und Risikobewertung anzufertigen, die idealerweise mit dem Versicherer abgestimmt werden sollte.

Automatische Löschanlagen
Neben flächendeckenden automatischen Brandmeldeanlagen (BMA) hat sich für Galvanikbetriebe der Schutz durch automatische, stationäre Löschanlagen als besonders wirksam herausgestellt. Eine Analyse der Schadenstatistik der Versicherer belegt, dass ein effektiver Sprinklerschutz die Brandschäden deutlich reduziert: In nicht gesprinklerten Bereichen sind diese im Durchschnitt sechsmal höher [1]. Naturgemäß tauchen Vorfälle, in denen Sprinkleranlagen einen Brand verhindert bzw. stark eingedämmt haben, in den Auswertungen gar nicht auf.
Automatische Löschanlagen detektieren einen Brand frühzeitig und bekämpfen ihn bereits im Frühstadium und auch in betriebsfreien Zeiten. Dadurch verzögern sie die Brandausbreitung und wirken Hitzebelastung und Verrauchung entgegen, sodass auch die manuelle Brandbekämpfung erleichtert wird. Wasserlöschanlagen können darüber hinaus zahlreiche aggressive Chemikalien binden bzw. niederschlagen, was die Belastung von Einsatzkräften und Umwelt verringert. Automatische Löschanlagen lassen sich flexibel einsetzen. Je nach Einsatzzweck sind unterschiedliche Kombinationen aus Anlagentypen und Löschgasen erhältlich (siehe Info-Kasten „Wasserlöschanlagen – zuverlässig und wirtschaftlich“).

Löschanlagen schützen zuverlässig
Für einen Raumschutz werden häufig Sprinkleranlagen eingesetzt, die auch größere Flächen zuverlässig schützen. Über Sprinkler sind selbst bei Fachleuten zahlreiche Märchen und Mythen in Umlauf, die jeder Grundlage entbehren [2]. So lösen Sprinkler nicht flächendeckend aus, sondern löschen selektiv nur in der Nähe des Brandherdes. Dabei verbrauchen sie weitaus weniger Löschwasser, als die Feuerwehr benötigen würde. Mit Sprinkleranlagen kann deshalb ein Löschwasserrückhaltebecken nach Abstimmung mit Behörden und Versicherer deutlich kleiner dimensioniert werden.
Einzelne Objekte bzw. Anlagen lassen sich mit Sprühwasserlöschanlagen schützen, vor allem bei großen Brandlasten und wenn es um die Verhinderung einer schnellen Brandausbreitung geht. Sprühwasserlöschanlagen arbeiten mit offenen Löschdüsen und verteilen das Löschwasser schnell über den gesamten Löschbereich. Wassernebellöschanlagen benötigen lediglich 10 % der Löschmittelmenge einer Sprinkleranlage. Für den Schutz spezieller Bereiche, beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serverräume oder Lagerräume für brennbare Flüssigkeiten, lassen sich auch Gaslöschanlagen einsetzen. Dabei ist zu beachten, dass CO2 als Löschmittel mit einigen in der Galvanik eingesetzten Chemikalien reagiert und dann nicht eingesetzt werden kann.

Gesamtkonzept ist entscheidend
Automatische Löschanlagen schützen zuverlässig, stellen aber nur einen Ausschnitt aus dem Brandschutzkonzept dar. Genauso wichtig sind bauliche und verfahrenstechnische Maßnahmen wie die Abtrennung der Galvanikanlagen als eigenen Brandabschnitt und ihre Anordnung an mindestens einer Außenwand. Prozessbäder sollten nur indirekt beheizt werden und auf brennbare Kunststoffe wie PP oder PE sollte verzichtet werden. Besonders wichtig sind feuerfeste Abschottungen von Wanddurchbrüchen und die Absicherung von Leitungs- und Abluftanlagen, da sich ansonsten ein Feuer in Sekundenschnelle über das ganze Gebäude ausbreiten kann. Diese und zahlreiche andere Maßnahmen sind im neuen Leitfaden beschrieben, einschließlich Hinweisen zur Risiko- und Gefahrenanalyse.

Literatur
[1] VdS 3412: Galvanotechnische Betriebe –
Gefahren, Risiken, Schutzmaßnahmen.
[2] Die populärsten Märchen über
Sprinkleranlagen und was dahintersteckt.
bit.ly/2Niz7sE

Autor: Dr. Wolfram Krause, Geschäftsführer des bvfa (Bundesverband Technischer Brandschutz)

 


Leitfaden zum Brandschutz in galvanotechnischen Betrieben
Brandereignisse in galvanotechnischen Betrieben – umgangssprachlich als Galvaniken bezeichnet – sind in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Versicherer verzeichnen hier regelmäßig Feuer- und Explosionsschäden und in deren Folge Betriebsunterbrechungen. Ebenso werden auch Umweltschäden verursacht, z. B. durch Brandfolgeprodukte, kontaminiertes Löschwasser und auslaufende Chemikalien.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat mit dem Zentralverband Oberflächentechnik e. V. (ZVO) einen Leitfaden erarbeitet, der die Gefahren und Risiken durch Brände, Explosionen und die Ausbreitung von Rauch und Brandfolgeprodukten in Galvanikbetrieben aufzeigt sowie mögliche Schutzmaßnahmen beschreibt. Er richtet sich an galvanotechnische Betriebe, die Oberflächen durch elektrolytische Wirkbäder oder durch chemische Verfahren bearbeiten. Nicht berücksichtigt werden Verfahren ohne Prozessbäder wie Lackieren, Pulverbeschichten oder Feuerverzinken. Der Leitfaden kann kostenlos unter bit.ly/2O3ZT7R heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

Wasserlöschanlagen – zuverlässig und wirtschaftlich
In automatischen Löschanlagen wird Wasser mit Abstand am häufigsten als Löschmittel eingesetzt. Wasser ist preiswert, überall verfügbar und vielfältig einsetzbar. Man unterscheidet grob zwischen drei Anlagentypen.

Sprinkleranlagen
Sprinkleranlagen werden in Galvanikbetrieben häufig als flächendeckender Raumschutz eingesetzt. Sie verteilen das Löschwasser über ein Rohrleitungssystem und Düsen (Sprinkler) selektiv am Brandort. Im Brandfall zerspringt eine Glasampulle und öffnet das Alarmventil des jeweiligen Löschbereiches. Nur dort wird das Feuer über die Sprinklerdüsen gelöscht, die restlichen Sprinkler bleiben geschlossen. In Bereichen, wo es auf eine besonders hohe Fehlauslösesicherheit ankommt, können vorgesteuerte Trockenanlagen eingesetzt werden.

Sprühwasserlöschanlagen
Sprühwasserlöschanlagen arbeiten im Gegensatz zu Sprinklern mit offenen Löschdüsen und verteilen das Wasser über den gesamten Löschbereich. Sie werden in galvanotechnischen Betrieben häufig im Objektschutz eingesetzt, wenn eine schnelle Brandausbreitung zu erwarten ist und/oder große Brandlasten vorhanden sind. Die Auslösung erfolgt üblicherweise durch Brandmeldeanlagen mit Zwei-Meldungs-Abhängigkeit, um Fehlauslösungen zu vermeiden.

Wassernebellöschanlagen
Wassernebellöschanlagen erzeugen feinste Wassertröpfchen mit großer Oberfläche. Der Löscheffekt beruht auf einer effizienten Kühlung und Sauerstoffverdrängung. Dadurch benötigen diese Anlagen nur etwa 10 % des Löschwassers einer Sprinkleranlage und besitzen geringere Rohrdurchmesser. Wassernebellöschanlagen sind als offene oder geschlossene Systeme mit verschiedensten Auslösemechanismen erhältlich.

 

 

 

 

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Thu, 14 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_18_86abe9c2f9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_18_d7bad68494.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/18.jpg
news-27772 Roth: Eigene Kühldecke bei Roth Plastic Technology https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/roth-eigene-kuehldecke-bei-roth-plastic-technology/ In Bauvorhaben, etwa für Büros, gewerblich genutzte Räume und Verkaufsräume, kommen verstärkt Rohrregister in Decken zur Raumtemperierung zum Einsatz. Die Buchenauer Roth Werke bieten für diese Anwendung verschiedene Systemlösungen für Kühl- und Heiz­decken an: Im Sommer werden die Räume gekühlt, im Winter beheizt.  

Bei Roth Plastic Technology in Wolfgruben nutzte der Hersteller die Synergien der eigenen Organisation. Das Gesamtsystem beinhaltet rund 500 m2 Kühldecke „RCC/HC“ mit einer Vorlauftemperatur von 17°C. Die Oberflächentemperatur wird je nach Betriebsweise einige Grad unter oder über der Raumtemperatur gefahren. „Durch den Strahlungsaustausch mit der Decke verändern sich die Temperaturen der Raumumschließungsflächen“, erklärt Roth. „So stellen sich gleichmäßige Oberflächentemperaturen ein.“ Die Gesamtleistung für die Temperierung wird durch zwei Drittel Strahlungsanteil und ein Drittel Konvektion erzielt.
Die Kühlung im Gebäude in Wolfgruben erfolgt über eine Roth-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 14 kW Leistung und reversibler Betriebsweise. Eine weitere Roth-Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 31 kW Leistung ist zusätzlich für den Heizfall eingebunden. Es ist möglich, die Systeme Kühlen und Heizen im Parallelbetrieb zu fahren oder nur eines der beiden Systeme für beide Betriebsweisen zu nutzen. Die Energiespeicherung am Roth-Standort Wolfgruben erfolgt über den Wärmespeicher „Thermotank Quadroline TQ-T“ mit 850 l.
Für die individuelle Einzelraumregelung ist das Funk-Regelungssystem „EnergyLogic Touchline“ im Einsatz. Es kann getrennt für den Heiz- oder Kühlfall angesteuert werden. Eine Taupunktüberwachung für den Kühlbetrieb ist integriert. Weiterhin ist das Rohrnetz für die Trinkwasser-Installation sowie die Anbindung der Heizkreisverteiler mit den „Alu-Laserplus“-Systemrohren ausgeführt.
Roth bietet die Kühl- und Heizdecken in der Montagevariante „RCC/HC“ zur Endlosverlegung an. Die Installation der Systemrohre erfolgt an Befestigungsschienen direkt in der Trockenbauebene. Je nach objektspezifischen Anforderungen hinsichtlich Optik, Schallabsorption und Leis­tung können verschiedene Ausführungen von Gipskartonplatten, etwa geschlossen oder mit „Lochdesign“ (mit integrierter schallabsorbierender Vliesschicht), verwendet werden. Optional ist eine zusätzliche Dämmlage oberhalb der Systemrohre, innerhalb der abgehängten Deckenkonstruktion, ausführbar.

Roth Werke GmbH, Am Seerain 2, 35232 Dautphetal, Tel.: 06466 922-0, Fax: -100, service@roth-werke.de, www.roth-werke.de

 

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Thu, 14 Feb 2019 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_66_Roth-Gebaeude_56233583fe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_66_Roth-Gebaeude_208808d999.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_04/66_Roth-Gebaeude.jpg
news-27770 Jobanzeige und regionale Werbung kombinieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/jobanzeige-und-regionale-werbung-kombinieren/ Essen.  Die 11880 Internet Services AG, Anbieter für regionale Werbung, bietet Unternehmen ab sofort die Möglichkeit, Jobanzeigen auf diversen Online-Portalen zu inserieren. Damit könnten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen auf dem Branchenportal 11880.com, dem Bewertungsportal werkenntdenBESTEN.de sowie den 11880.com-Fachportalen auf ihren Bedarf an Aushilfs- und Fachkräften aufmerksam machen. Die Jobanzeige erscheine im professionellen Look im Firmeneintrag des mitarbeitersuchenden Unternehmens, heißt es.  


„Nach unseren Recherchen sind nur 30% der offenen Stellenanzeigen auf den herkömmlichen Jobbörsen zu finden“, erklärt Christian Maar, Vorstandsvorsitzender der 11880 Solutions AG. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen schreiben freie Stellen auf ihren Webseiten aus. Einige Stellen sind jedoch weder auf Jobbörsen noch auf Firmenwebseiten zu finden. Vielen Betrieben ist das Erstellen und Inserieren schlichtweg zu kosten- und zeitintensiv. Mit unseren Jobanzeigen bieten wir Unternehmen jetzt eine attraktive Möglichkeit, sich als Arbeitgeber einer großen Anzahl an potenziellen Bewerbern zu präsentieren.“
Die Jobanzeige kostet 29 Euro pro Monat, weitere Infos gibt es hier

 

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Wed, 13 Feb 2019 09:04:04 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_11880-Logo_b34f10140c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_11880-Logo_f8eec4f700.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/11880-Logo.jpg
news-27768 Energie im Boden speichern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/energie-im-boden-speichern/ Ein Wärmekonzept aus Solarthermie und Betonkernaktivierung – trotz relativ langer Amortisationszeit sind alle zufrieden  

In dem neuen Firmengebäude des Solarkollektorherstellers SST Solar erzeugen große Solarthermie- und Photovoltaik-(PV)­Anlagen Energie für Wärme und Strom. Eine Besonderheit in dem Heizkonzept ist die Betonkernaktivierung. Der Hallenboden dient als ­Energiespeicher.
Große PV-Anlagen auf Dächern von Industriehallen sind keine Seltenheit, große Solarthermieanlagen an den Fassaden schon eher. Der österreichische Solarkollektorhersteller SST Solar hat bei seinem neuen Firmengebäude beide Technologien kombiniert. Auf dem Dach produziert eine PV-Anlage mit 120 kWp Leistung Strom für den Eigenverbrauch und zum Einspeisen in das öffentliche Stromnetz. An der Ost- und Südfassade des Gebäudes sind 285 m2 Solarkollektoren installiert. Der Solarertrag ist so hoch, dass im Winter 2017/2018 nur zehn Raummeter Holz für das Nachheizen benötigt wurden – für rund 1800 m2 Fläche. Zum Vergleich: Für einen Wohnraum mit 50 m2 Fläche, der über einen Ofen über die komplette Heizsaison beheizt wird, benötigt man überschlägig etwas mehr als 2 Raummeter Buchenholz.

Vorteile von Fassadenkollektoren
2015 begann die Planung des Gebäudes. Errichtet wurde es 2016 in Nenzing in Vorarlberg in Österreich. Die 1828 m2 Grundfläche teilen sich auf Büros (350 m²), Sozial- und Aufenthaltsräume (246 m²) und die Produktionshalle (1232 m²) auf.
Der Wärmebedarf wurde rechnerisch mit 97 000 kWh im Jahr ermittelt. „Der reale Bedarf der Produktion kann aber nicht genau berechnet werden, da die Tore immer wieder für An- oder Auslieferungen geöffnet werden müssen und dadurch natürlich viel Wärme entweicht“, berichtet SST-Geschäftsführer Renan Sen, der zudem auch Vorstandsmitglied im Sonnenhaus-Institut e.V. ist, einem Kompetenznetzwerk für regenerative Energien im Bauwesen. Die Solarkollektoren platzierte er senkrecht an zwei Fassaden. An der Ostfassade sind 93 m² Solarkollektoren montiert, an der Südfassade 192 m². „Die Montage an der Fassade hat den Vorteil, dass die Kollektoren frei von Schnee bleiben und im Sommer aufgrund der senkrechten Montage nicht überhitzen“, erläutert er. „Im Winter, wenn die Sonne flacher auftrifft, bringt die Anlage die volle Leistung.“

Hallenboden speichert Wärme
Eine Besonderheit im Heizkonzept ist die Betonkernaktivierung. Der Hallenboden speichert die Wärme aus der Solarthermieanlage. In der Produktionshalle wurden die Heizrohre auf dafür montierte Gitter in der Bodenplatte verlegt. Anschließend wurde die Fläche mit Beton verfüllt. Dieser sogenannte Betonkern dient als Langzeitspeicher.
„Je nach Vorlauftemperatur der Kollektoren wird entweder der Wärmespeicher beladen oder direkt in die Fußbodenheizung/Betonkernaktivierung eingespeist“, erläutert Sen das Konzept. „So können auch geringe Temperaturen bei diffuser Strahlung direkt in die Fußbodenheizung und somit in den Betonkern eingespeist werden. Wenn die Kollektoren nur 25 °C warm sind, fahren wir direkt in den Betonkern.“ Die 1232 m² große Bodenplatte ist 25 cm dick und wird komplett aufgeheizt. Der zusätzliche Wärmespeicher konnte entsprechend klein dimensioniert werden. Aufgrund dieser Speichermasse im Boden reichen 5000 l Fassungsvermögen für den Wärmespeicher aus.

Härtetest bestanden
Der zweite Heizkreis ist die Fußbodenheizung in den Büroräumen. „Wenn die Solaranlage nicht genügend Energie erzeugt, heizen wir mit dem Holzkessel nach“, sagt Sen. Der Kessel hat 60 kW Leistung. Der Holzbedarf ist allerdings minimal. Im Winter 2017/18 mit den extrem kalten Monaten Januar und Februar mit Temperaturen bis -18 °C benötigte er nur etwa 10 Raummeter Holz. Bis Weihnachten musste er nicht zuheizen, ab Ende Februar auch nicht mehr. „Somit werden mehr als 80 bis 90 % der Raumwärme durch die Solarthermieanlage erzeugt“, überschlägt er. Die Temperatur in der Halle wird kons­tant über mindestens 18 °C gehalten. Sen: „Wir haben oftmals Temperaturen, die andere sich wünschen würden, 22 oder 23 Grad. Und wenn die Hallentore immer mal wieder auf- und zugehen, macht das gar nichts, weil die Bodenplatte genügend Wärme gespeichert hat.“

PV-Anlage für Eigenverbrauch und Einspeisung
Auch bei der Stromerzeugung setzt SST Solar auf Solarenergie. Der Strombedarf im Unternehmen ist nicht hoch. „Den höchsten Bedarf hat wahrscheinlich der Druckluft-Kompressor“, so der Firmeninhaber. Die PV-Anlage auf dem Dach hat er trotzdem so groß wie möglich dimensioniert, da er überschüssigen Solarstrom gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz einspeisen kann.
Die PV-Anlage hat eine Leistung von 120 kW. Die kristallinen Module hat SST Solar gekauft und das Montagesystem selbst gebaut. Die Module sind mit einem Neigungswinkel von 10 Grad nach Osten und Westen aufgeständert. Laut Berechnungen soll die PV-Anlage mindestens 120 000 kWh im Jahr erzeugen.
Für den Überschussstrom hat SST einen Einspeisevertrag mit der österreichischen Bundesförderstelle Oemag. Eingespeisten Solarstrom bekommt der Anlagenbetreiber 13 Jahre lang mit 8,25 Ct/kWh vergütet. Zusätzlich hat er einen Einmalzuschuss in Höhe von 375 Euro je kWp Photovoltaik-Leis­tung von der Oemag erhalten.
„Das Firmengebäude erzeugt für uns mit dem einfachen System überhaupt keine Betriebskosten“, sagt Sen. In der Stromversorgung erzeugt die Photovoltaikanlage etwa fünf Mal so viel Strom, wie im Betrieb verbraucht wird: „Wir speisen bis zu 80 000 kWh Strom ins Netz ein und kommen deshalb mit einem deutlichen Plus raus.“

Fazit: Konzept hält Vergleich stand
Das Fazit des Unternehmers Renan Sen nach zwei Jahren am neuen Firmensitz: „Es ist ein tolles Klima im Gebäude und von den Betriebskosten her perfekt.“ Er habe häufig Gäste im Betrieb, die sich über das Energiekonzept informieren wollen, berichtet Sen. „Viele erwarten ganz viel Technik und sind dann erstaunt, wenn sie unser einfaches System sehen.“

Autorin: Ina Röpcke, Fachjournalistin ­ Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Kostenvergleich Deutschland
Da SST Solar die Kollektoren selbst produziert hat und die Solarthermie-Anlage – wie die Photovoltaik-Anlage – selbst montiert hat, waren die Kosten niedriger als bei einem Nicht-Hersteller. Für das Unternehmen hat sich die Solarthermie-Anlage durch die sehr gute Förderung in Österreich vom ersten Tag an gerechnet. Um die Wirtschaftlichkeit für Industrie- und Gewerbebetriebe in Deutschland aufzuzeigen, hat das Sonnenhaus-Institut eine Vergleichsrechnung erstellt.

Die gesamte Anlage, wie sie bei SST in Österreich montiert ist, würde in Deutschland für einen Endkunden 133 650 Euro netto kosten. Dabei sind 15 000 Euro BAFA-Innovationsförderung sowie eine Ersparnis von 4200 Euro durch dünnere Solarpaneele in der Fassade bereits berücksichtigt.
Bei der Vergleichsrechnung wurde zugrunde gelegt, dass als Heizerzeuger in der Regel eher eine Gasheizung als ein Holzkessel gewählt würde. Ansonsten bliebe alles gleich. Laut Berechnung ist die Solarthermie-Anlage mit Gasheizung um 30 538 Euro teurer als eine Standardlösung (nur Gas). Durch den Solarertrag von 85 000 kWh entstünde im Betrieb eine jährliche Einsparung von Brennstoffkosten in Höhe von ca. 3100 Euro (gerechnet mit den aktuellen Gaspreisen). Das entspricht einer Amortisationszeit von knapp zehn Jahren (9,85 Jahre) für die Solarthermie-Anlage. Dabei sind Abschreibungen noch nicht berücksichtigt.
Die Amortisationszeit ist zwar länger, als es in der Industrie und im Gewerbe üblicherweise angestrebt wird. Durch Energiepreis-Steigerungen kann sie sich aber verkürzen. Außerdem leis­tet der Betrieb einen Beitrag zum Klimaschutz und profitiert von dem Image-Gewinn. Außerdem nennt Renan Sen einen weiteren Vorteil. „Die hier genutzte Bauteilaktivierung des Hallenbodens, deren Wirkung ähnlich einer Fußbodenheizung ist, stellt eine höhere Raum- und Arbeitsqualität sicher.“

 

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Wed, 13 Feb 2019 08:34:09 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_2001_4b83b61c1c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_2001_d0d39abf18.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2001.jpg
news-27767 „USV-Anlagen erhalten neue Rollen und Aufgaben“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/usv-anlagen-erhalten-neue-rollen-und-aufgaben/ Die unterbrechungsfreie Stromversorgung wird wichtiger denn je  

Im November 2017 überstieg der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks den der ­Republik Irland. Immer mehr Rechnerleistung geht weltweit ans Netz, zugleich speisen immer mehr Wind- und Solarkraftwerke Strom in die öffentlichen Netze, jedoch nicht auf Knopfdruck. Das alte Thema unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gewinnt ganz neu an Bedeutung – auch in überraschender Weise. Dazu sprachen wir mit Reinhard Purzer, Vice President und Managing Director DACH beim Anbieter von Infrastrukturlösungen für Rechenzentren, Kommunikationsnetzwerke sowie kommerzielle und industrielle Anlagen, Vertiv.

IKZ-Energy: Herr Purzer, was ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), wie funktioniert sie und wo wird sie heute technisch eingesetzt?
Reinhard Purzer: USV-Anlagen und ihr Einsatz haben sich im Laufe der Zeit ziemlich verändert. Vor einiger Zeit waren das nur Systeme, die dazu genutzt wurden, das Stromnetz zu stabilisieren. Sie federten Spannungs- und Frequenzschwankungen ab, griffen bei Stromausfällen ein und überbrückten eine mögliche Down-Time, eine Ausfallzeit. Das ist nach wie vor gerade für Rechenzentren und kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsunternehmen oder auch das Verkehrswesen sehr wichtig, da dort eine andauernde und funktionierende Stromverbindung von elementarer Bedeutung ist. Dementsprechend finden wir USV-Anlagen am häufigsten dort, wo ein Dauerbetrieb benötigt wird, kein Ausfall riskiert werden darf und sensible Geräte vor Spannungsschwankungen geschützt werden müssen.
Mittlerweile zeichnet sich aber ein neues Bild ab. Die Einsatzmöglichkeiten von USV-Anlagen haben sich von einem reinen Stromnetzstabilisator zu einem Ener­giespeicher weiterentwickelt – und das ist gerade im Kontext der Energiewende ein spannendes Thema.

IKZ-Energy: Die neuen sensiblen „Versorgungseinrichtungen“ werden beispielsweise Rechenzentren sein – die Rolle der USV wandeln sich also, weil wir mehr und mehr volatilen Erneuerbare-Energien-Strom im Netz haben?
Reinhard Purzer: Klar ist: Im Rahmen der Energiewende brauchen wir Energiespeicher, um diese zunehmende Volatilität im Stromnetz auszugleichen. USV-Anlagen, die vornehmlich in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen, können sehr gut als Energiespeicher eingesetzt werden, weil sie in der Regel über große Batterien verfügen. Dabei fungieren sie als Puffer, die in Zeiten hoher Stromproduktion Energie speichern und diese wieder abgeben, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist oder kein bzw. zu wenig Wind weht.

IKZ-Energy: Es gibt erste Geschäftsmodelle, die für Rechenzentren eine Art Strom-Autarkie-Paket auf Basis von Erneuerbaren anbieten wollen. Windräder und/oder PV-Parks sollen für die Stromversorgung des entsprechenden Rechenzentrums in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut werden – plus Speicher. Was halten Sie davon und welche Rolle könnten USV-Systeme darin spielen?
Reinhard Purzer: Genau solche Modelle brauchen wir. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung wird künftig die erforderliche Rechenzentrumskapazität und der damit einhergehende Strombedarf immens steigen. 2013 gab es beispielsweise nur 70 große Rechenzentren mit mehr als 5000 m² Fläche in Deutschland, 2017 waren es schon 90 – Tendenz steigend. Und alle brauchen Strom. Schon jetzt verbrauchen die Rechenzentren in Frankfurt mehr Strom als der Flughafen. Wenn Rechenzentren autark werden, ihren Strom selbst produzieren und Energie speichern, entlastet das das öffentliche Stromnetz. USV-Anlagen können auch hier die Funktion des Stromspeichers übernehmen. Diese Entwicklung muss einhergehen mit neuen, effizienteren Rechenzentrumstechnologien wie beispielsweise bei der Kühlung und einer konsequenten Abwärmenutzung.

IKZ-Energy:  Wie sieht die Zusammenarbeit von Energieunternehmen mit Betreibern von USV-Anlagen aus?
Reinhard Purzer: Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Rechenzentren können in Zeiten geringen Verbrauchs oder hoher Eigenerzeugung den Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Damit nehmen sie am Regelenergiemarkt teil, erschließen sich eine neue Einnahmequelle und stabilisieren nebenbei das Stromnetz. Dabei muss die technische Infrastruktur, also die USV-Anlage, mit einer speziellen Steuerung hochgerüstet werden – das machen beispielsweise wir von Vertiv. Energieversorgungsunternehmen übernehmen die Schnittstelle zum Energiemarkt. Die USV-Anlage wird dabei Teil des virtuellen Kraftwerks des Energieversorgers. Hier aggregiert er die verschiedenen Erzeuger und Verbraucher und übernimmt die Vermarktung des eingespeisten Stromes. Die Betreiber kritischer Infrastrukturen erhalten so einen garantierten Erlös oder können den gespeicherten Strom alternativ selbst nutzen.

IKZ-Energy: Welche Herausforderungen sehen Sie noch bezüglich der Energiewende und wie sollte man nun weitermachen?
Reinhard Purzer: Vor allem die stark schwankende Stromerzeugung, die Sorge über mögliche Versorgungsengpässe, Probleme mit der Aufrechterhaltung der erforderlichen Netzfrequenz zur Vermeidung von Abschaltungen oder Ausfällen, der Bau neuer Stromtrassen sowie steigende Strompreise legen sich wie dunkle Schatten über die Energiewende. Natürlich können USV-Systeme als Energiespeicher die Energiewende nicht allein herbeiführen. Aber sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Letztlich wird es viele Maßnahmen, Kreativität, Energiesparkonzepte, neue Technologien und Kooperationen geben müssen, um die Energiewende umzusetzen. Wichtig ist, dass jetzt die Weichen gestellt werden bzw. umgesetzt wird, was möglich, sinnvoll und nachhaltig ist. Moderne Kühltechnologien und eine konsequente Abwärmenutzung sind weitere Beispiele dafür.

IKZ-Energy: Herr Purzer, vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Dittmar Koop.


Zur Person
Reinhard Purzer ist Vice President & Managing Director DACH und seit 2010 bei Vertiv. Sein Aufgabenbereich umfasst den Vertrieb aller Produktbereiche des Unternehmens in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz. In seiner Rolle als Vice President war er für die geschäftliche Weiterentwicklung in Europa, Mit­t­lerer Osten und Afrika verantwortlich. Ab 2013 kam übergangsweise die Geschäftsführung der Emerson Network Power GmbH (jetzt Vertiv) dazu, die ihm Mitte 2015 fest übertragen wurde.

 

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Wed, 13 Feb 2019 08:07:39 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_2403_aa3187de88.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_2403_294dd63fd7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2403.jpg
news-27681 Umdenken erforderlich https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/umdenken-erforderlich-1/ TRGI bringt neues Nachweisverfahren zur Verbrennungsluftversorgung raumluftabhängiger Feuerstätten. Gebäudedichtheit fließt in die Berechnung ein  

Bis in die 1990er-Jahre waren die Gebäudehüllen der Wohnhäuser in Deutschland, vor allem die Fenster, so undicht, dass die natürliche Lüftung genügte, um einen ausreichenden Luftwechsel zu erreichen. In Wohnungen mit durchschnittlicher Größe war die Verbrennungsluftversorgung raumluftabhängiger Feuerstätten deshalb meist unproblematisch. Infolge des Austausches der Fenster in Bestandsbauten und dichter Gebäudehüllen im Neubaubereich sieht das heute anders aus. In der TRGI wurde deshalb ein neues Verfahren zum Nachweis einer ausreichenden Verbrennungsluftversorgung entwickelt, welches wir nachfolgend vorstellen.

 

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Wed, 13 Feb 2019 07:57:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_12_b3e11d21a0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_12_6c5737a3d4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/12.jpg
news-27697 Milwaukee: Neues, modulares Aufbewahrungs­system für Werkzeug und Zubehör https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/milwaukee-neues-modulares-aufbewahrungssystem-fuer-werkzeug-und-zubehoer/ „Packout“ heißt das neue Aufbewahrungssystem, mit dem Milwaukee den Transport und die Lagerung von Werkzeug, Zubehör und Kleinteilen einfacher, sicherer und komfortabler machen möchte. Der besondere Vorteil aus Sicht des Anbieters: Boxen und Organiser können in verschiedenen Größen und in beliebiger Reihenfolge kombiniert und miteinander verbunden werden.  

Koffer und Boxen bestehen laut Milwaukee aus stoßfesten Kunststoffen. Ecken und Kanten sind mit Metallstreben verstärkt. Um das Eindringen von Staub, Wasser und Schmutz zu verhindern, sind die Aufbewahrungsbehälter in der Schutzklasse IP 65 ausgeführt.
Zentrales Element von „Packout“ ist ein Trolley-Koffer mit einer Nutzlast von bis zu 113 kg. Die Werkzeugboxen sind in zwei Größen verfügbar. Sie enthalten weitere Kunststoff-Boxen und Unterteilungen, um Kleinteile verstauen zu können. Ebenfalls in zwei Größen werden Organiser für die Ordnung von Kleinteilen und Zubehör angeboten. Fünf herausnehmbare Boxen bzw. zehn Stück bei der größeren Variante helfen beim Sortieren.

Techtronic Industries Central Europe GmbH (Milwaukee), Itterpark 2, 40724 Hilden, Tel.: 02103 960-0, Fax: -238, www.milwaukeetool.de

 

 

 

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Wed, 13 Feb 2019 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_65_Milwaukee_1_b51362d1be.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_65_Milwaukee_1_0ddeaa3bfa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/65_Milwaukee_1.jpg
news-27765 Neues Förderprogramm für Prozesswärme aus Holz https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/neues-foerderprogramm-fuer-prozesswaerme-aus-holz/ Das neue Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ fördert seit Januar 2019 Holzkessel, die mindestens 50 % Prozesswärme erzeugen. Hierfür gibt es wahlweise eine Kreditförderung (KfW-Programm 295) oder einen Zuschuss in gleicher Höhe über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).  

Förderfähig sind grundsätzlich sämtliche Holzkessel, die auch im Marktanreizprogramm (MAP) gefördert werden können. Holzkessel ab 100 kW müssen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden.

Welche Kosten gefördert werden

Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von 55 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Bei größeren Unternehmen sind es 45 %. Zu den förderfähigen Kosten gehören neben dem Wärmeerzeuger zugehörige Brennstofflager und Wärmespeicher und die für die Einbindung in den vorhandenen Prozess und zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen. Nebenkosten sind bis zu einem Anteil von max. 30 % an den gesamten Investitionskosten förderfähig. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage.

Achtung Vorhabensbeginn

Zu beachten ist, dass – anders als bei der MAP-Förderung – mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) durch die KfW oder das BAFA begonnen werden darf. Von dieser Regelung kann in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen werden. Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Weitere Details unter:
KfW-Förderprogramm 295
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Energieeffizienz-und-Prozessw%C3%A4rme-aus-Erneuerbaren-Energien-%28295%29/

BAFA-Förderprogramm
http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme_node.html

 

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Tue, 12 Feb 2019 13:37:36 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_foerderung1_236a9b6d8d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm__KW7_foerderung1_fc29b146b0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW7_foerderung1.jpg
news-27710 Urlaubsanspruch – Fehlender Antrag nicht gleichbedeutend mit Verlust https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/urlaubsanspruch-fehlender-antrag-nicht-gleichbedeutend-mit-verlust/ Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt die Arbeitnehmerrechte: Das Unionsrecht lässt es nicht zu, dass ein Arbeitnehmer die ihm zustehenden Urlaubstage und entsprechend seinen Anspruch auf eine finanzielle Vergütung für den nicht genommenen Urlaub automatisch schon allein deshalb verliert, weil er vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses (oder im Bezugszeitraum) keinen Urlaub beantragt hat.  

Diese Ansprüche können nur untergehen, wenn der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber z. B. durch angemessene Aufklärung tatsächlich in die Lage versetzt wurde, die fraglichen Urlaubstage rechtzeitig zu nehmen. Allerdings ist dazu der Arbeitgeber beweispflichtig (Quelle: EuGH,  Rs.: C-619/16 und C-684/16).

 

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Tue, 12 Feb 2019 11:55:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-27764 Bei Bedarf Autos hoch- und herunterfahren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bei-bedarf-autos-hoch-und-herunterfahren/ Elektroautos sind auf dem Weg, ins Stromnetz integriert zu werden  

Das IT-Unternehmen The Mobility House, der Energieversorger Enervie, der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und Autohersteller Nissan haben mit einem Nissan Leaf erstmals ein Elektroauto gemäß allen regulatorischen Anforderungen eines Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) für die Primärregelleistung qualifiziert. Dieses Konzept heißt Vehicle to Grid (V2G).

Derzeit werden zahlreiche höchst unterschiedliche virtuelle Kraftwerke oder Regelenergie-Angebote aufgebaut. Die Digitalisierung ermöglicht, unterschiedlichste, selbst kleine Stromerzeuger und -speicher zu einer großen Regelenergie-Einheit zusammenzufassen. Ein Beispiel ist die Vorgehensweise des Solarstrombatterie-Herstellers Sonnen, der über sein Community-Angebot viele Endverbraucher-Batterien zu einem Redispatch-Netzwerk verbindet, das Regelleistung erbringt, wenn also zu viel Strom im Netz ist, diesen in seinen Batterien zwischenparken kann und umgekehrt diesen bei Bedarf wieder freigibt. Die Batterien sollen also mithelfen, das Stromnetz zu stabilisieren.

Regler sind gefragt
Hintergrund ist, dass die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) in Deutschland (Tennet, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW) gesetzlich verpflichtet sind, zu jedem Zeitpunkt ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch zu halten. Technisch werden Ungleichgewichte heute über klassische Regelenergiekraftwerke ausgeglichen, die im Bedarfsfall kurzfristig die Stromproduktion hoch- oder herunterfahren können. Um Ungleichgewichte auf dem deutschen Strommarkt sicher ausgleichen zu können, stehen aktuell 5000 bis 6000 MW Regelleistung bereit. Bislang übernehmen beispielsweise flexible Gasturbinenkraftwerke diese Aufgabe. Sie können binnen Minuten ihre Produktion ändern. Die Regelenergie wird von den Netzbetreibern täglich in Auktionen eingekauft.
Mit der Zunahme unsteter Mengen Stroms aus Windenergie und Photovoltaik im Netz gewinnt das Themenfeld Regelenergie an Bedeutung. Es handelt sich dazu um einen derzeit noch sehr lukrativen Markt. Es werden Preise von bis zu 1,50 Euro/kWh gezahlt. Gezahlt wird auch für den Verzicht auf die Produktion von Strom, also wenn man Strom aus dem Netz nimmt (negative Regelenergie).

Vehicle-to-Grid
Um an diesem Markt als Regelenergiedienstleister teilnehmen zu können, muss sich ein Anbieter „präqualifizieren“. Er muss z. B. eine gewisse Größe vorweisen können und seine Fähigkeit, auf Bedarf des ÜBN in der geforderten Schnelligkeit zu reagieren. Außerdem muss er nachweisen, dass seine Anlage(n) zuverlässig ansteuerbar ist/sind, wenn der ÜBN sie abruft.
Vehicle-to-Grid (V2G) bezeichnet nun das Konzept, Elektroautos über ihre Batterien als Regelenergiedienstleister in das Stromnetz einzubinden. Voraussetzung für die Integration ist eine bidirektionale Ladetechnologie. Ein solcher Ladeanschluss kann nicht nur den Strom aus dem Netz ziehen und in der Traktionsbatterie des Fahrzeugs speichern, sondern bei Bedarf auch wieder zurückspeisen.
Als erstes Elektrofahrzeug hat Übertragungsnetzbetreiber Amprion nun dem Nissan Leaf in Kombination mit einer Steuerung von The Mobility House die Eignung für diese Leistung attes­tiert. „Wir sind stolz, dass wir erstmalig in Deutschland ein E-Auto für die Primärregelleis­tung präqualifizieren konnten“, sagt Andreas Walczuch, Leiter Systemdienstleistungen und Energiemarkt bei Amprion. „Diese Innovation zeigt uns, dass Elektrofahrzeuge einen Beitrag zur Systemstabilität leisten können.“

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien


„Perspektiven für Vehicle to Grid sind hervorragend“
„Wie müssen V2G-Elektroautos ausgestattet sein? Drei Fragen an Christian ­Müller.“ Christian Müller ist Projektleiter beim Münchener IT-Unternehmen The Mobility House, das die Ansteuerung des Nissan im besagten Projekt entwickelte. The ­Mobility House hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch intelligente Lade-, Energie- und Speicherlösungen Fahrzeugbatterien ins Stromnetz zu integrieren.

IKZ-Energy: Was steckt hinter Vehicle-to-Grid, welche Perspektive hat das und wie muss man sich das konkret vorstellen?
Christian Müller: „Vehicle-to-Grid“ (V2G) heisst nichts anderes als: Das Fahrzeug ist mit dem Stromnetz verbunden und kann eben nicht nur Energie vom Netz beziehen, sondern auch Energie ans Netz abgegeben (bidirektionale Anwendung). Dies sagt aber noch nichts über den exakten „Service“, welchen das Fahrzeug gegenüber dem Stromnetz erbringt. Die Primärregeleistung stellt aktuell einerseits die aus kommerzieller Sicht interessanteste Energiemarktanwendung dar. Dies könnte sich aber über die Zeit ändern und ist zudem aus technischer bzw. Präqualifikationshinsicht sehr anspruchsvoll. Die Flexibilität, welche über Fahrzeugspeicher/-batterien zukünftig zur Verfügung stehen werden, ist für die Energiewende zentral. Denn Speicherung von Strom ist heute noch kaum möglich, wodurch sehr viel Strom vernichtet wird, z. B. Stichwort „Redispatch“, wo enorme Kosten jährlich entstehen. Daher sind die Perspektiven für die Erbringung von Energiemarkt-Services durch Elektrofahrzeuge im Sinne von V2G hervorragend. Es müssen jedoch noch die einen oder anderen regulatorischen Hürden überwunden werden, z. B. die Befreiung von Steuern auf den zwischengespeicherten Strom.

IKZ-Energy: Wie müssen E-Autos (batterie)technisch ausgestattet sein, sodass sie als Regeldienstleister infrage kommen? 
Christian Müller: Die Fahrzeuge müssen „bidirektional“ ausgerüstet sein, d. h. sie müssen auch Energie abgeben können, um am Primärregelleistungsmarkt teilnehmen zu können. Die E-Autos in Kombination mit einer Ladestation müssen dann in der Lage sein, die vom Übertragungsnetzbetreiber geforderten Reaktionsgeschwindigkeiten und Genauigkeiten bei der Erbringung zu erfüllen.

IKZ-Energy: Wie kann/muss man sich die Ansteuerung bei einem solchen Auto vorstellen, wie wird das umgesetzt? Außerdem: Gibt es besondere Anforderungen an die Ladestation?
Christian Müller: Wir geben der Ladestation maximale Stromstärken vor und betreiben die Fahrzeuge in einem SoC-(Speicherfüllstand)-Bereich, bei dem wir wissen, wie sie sich unter dieser Vorgabe verhalten. Den SoC bekommen wir entweder über die Ladestation (Chademo-Schnittstelle) oder das Datacenter der Automobilhersteller.
Die Ladestation muss für die Umsetzung intelligent steuerbar sein und für die Primärregelleistung außerdem noch bidirektional. Eine Bidirektionalität ist jedoch nicht zwingend für jeden Energieservice gefordert, erhöht in der Regel jedoch dessen Potenzial. Die Kombination aus Fahrzeug und Ladestation muss die Präqualifikationsbedingungen für Primärregelleistung erfüllen. Das betrifft insbesondere die Reaktionsgeschwindigkeit (30 s für Vollabruf) sowie die Genauigkeit und Stabilität der vorgegebenen Leistungswerte.
Die Fragen stellte Dittmar Koop.

 

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Tue, 12 Feb 2019 10:31:03 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_2604_938545ceb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_2604_0b6d31e54f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2604.jpg
news-27763 Holzpellets in XXL https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/holzpellets-in-xxl/ Biobrennstoff im knallhart durchkalkulierten Umfeld  

Holzpelletgroßkessel punkten mit dem Brennstoff. Invests in solche in Kommunen, Gewerbe und Industrie zahlen sich auch noch weiter aus. Die kleinen Presslinge sind in der Lage, selbst große Objekte zu versorgen. Ein Beispiel ist der Textilhersteller Marc Cain.

Das 1973 gegründete Unternehmen Marc Cain ist heute eine weltweit operierende Premium-Marke für Damenmode mit eigenem Produktionsanteil in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt fast 1000 Mitarbeiter.
Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurden zuletzt rund 82 Mio. Euro in Verwaltung, Produktion sowie Forschung und Entwicklung investiert. Allein 35 Mio. Euro flossen in ein Logistikzentrum. Im Zuge dieser Investitionen galt ein beträchtlicher Posten auch dem Bau einer neuen Energiezentrale am Stammsitz des Unternehmens in Bodelshausen unweit von Tübingen.

Nahwärme statt Fernwärme
2015 wurde die bisherige Fernwärmeversorgung eines ortsansässigen Energieversorgers gekündigt und stattdessen eine eigene Heizzentrale mit einem angeschlossenen Nahwärmenetz gebaut. „Die Versorgung durch Fernwärme hat nicht so funktioniert, wie das unseren Planungen und Vorstellungen entsprochen hätte“, sagt Harald Scherm, der bei Marc Cain für die Haustechnik zuständig ist. „Daher fiel zusammen mit dem Neubau des Logistikzentrums auch die Entscheidung für ein eigenes Nahwärmenetz.“ Dieses Netz versorgt den kompletten Marc Cain Campus mit einer gesamten Nutzfläche der Gebäude von über 55 000 m2.

Primärenergie aus Biomasse
Um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu erfüllen, dass bei einem Neubau zur Wärmeerzeugung 25 % regenerative Brennstoffe und Energien eingesetzt werden müssen, hat sich Marc Cain gleich für die Primärenergie Biomasse entschieden. „Gegenüber Hackschnitzeln erwies sich die Verwendung von Pellets als wartungsfreundlicher“, begründet Scherm die Entscheidung für den Einsatz von Holzpellets als Brennstoff.

Blick in die XXL-Welt
Auf rund 12 000 Anlagen schätzt der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV) hierzulande den Bestand an größeren Pelletfeuerungen mit Leistungen über 50 kW Ende 2018. Der jährliche Zuwachs ist mit rund 800 Anlagen zwar überschaubar, aber auch seit Jahren stabil.
Die Nachfrager sind Kommunen, Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen, die mit den kleinen Presslingen heizen wollen. Dafür gibt es ökonomische und ökologische Gründe. Für Unternehmen wie für Kommunen spielt eine weitere Rolle für die Investitionsentscheidung pro Pellets auch der Zugewinn an Image.
Kommunen beziehen über Klimaschutzstrategien und -pläne das Heizen mit Pellets in die Planungen ein zur Reduktion von Treibhausgasen, und es geht den Kommunen dabei auch um eine Vorbildfunktion für die eigenen Bürger, es der Kommune nachzumachen in den eigenen vier Wänden. Studien zeigen, dass Konzerne vermehrt dazu neigen, Zulieferbetriebe nur dann zu beauftragen, wenn sie Konzepte vorlegen, wie sie ihren Kohlendioxidausstoß verringern werden.
Was für Kleinverbraucher gilt, gilt auch für die größeren Nachfrager: Die höheren Anschaffungskosten für die Kessel im Vergleich zu Heizöl oder Erdgas machen sich über niedrigere Betriebskosten durch günstigeren Brennstoff über die Jahre bezahlt.
Bei größeren Pelletfeuerungen kommt noch eine Art Skalierungseffekt hinzu: Mit steigender Leistung nehmen die Kos­ten pro installiertem kW ab. Die Anlagen amortisieren sich schneller.

Holzpelletkessel deckt die Wärmegrundlast
Den Zuschlag im Marc-Cain-Projekt erhielt Viessmann. Ein Grund dafür war auch, dass Viessmann alle Komponenten des geplanten Systems aus einer Hand liefern konnte.
Es handelt sich im Gesamten um eine multivalente Anlage. Im Grundlastbetrieb sorgt ein Holzpelletkessel mit einer Leis­tung von 950 kW für Heizwärme und warmes Wasser. Selbsttätige Funktionen für Brennstoffzuführung, Ascheaustragung und eine pneumatische Heizflächenreinigung ermöglichen den vollautomatischen Betrieb des Kessels. Ein Zyklonfilter und ein elektrostatischer Filter halten sämtliche Schwebteile im Abgas zurück. Spitzenlasten deckt ein Gas-Brennwertkessel ab. Für die Bevorratung einmal erzeugter Wärme wurden vier Heizwasser-Pufferspeicher mit insgesamt 20 000 l ins­talliert.
Für eine Unabhängigkeit von öffentlichen Energieversorgern hat Marc Cain ein
Blockheizkraftwerk (20 kWel) und eine Photovoltaik-Anlage mit 450 kWp installiert.

Fünf t Pellets pro Tag
Das Pelletlager fasst 160 t, von denen pro Tag bis zu fünf t verbraucht werden. Für einen Endverbraucher sind solche Zahlen astronomisch, Marc Cain verbraucht einen Jahresbedarf an Holzpellets einer Durchschnittsfamilie an einem Tag.
Betrachtet man den Tagesbedarf, dann ist das Pelletlager im herkömmlichen Sinne recht klein. Für einen Hausbesitzer ist die Frage recht einfach zu lösen: Er plant das Volumen für die Menge des errechneten Jahresbedarfs. Im Fall von Marc Cain bietet ein volles Lager Puffer für 32 Produktionstage.
Was sich zunächst horrend anhört, bleibt doch ein guter Deal für beide Seiten. Denn der Anlagenbesitzer muss im gegebenen Fall eines hohen Verbrauchs nicht in ein adäquates und damit möglicherweise teures Lager investieren. Dem Brennstoffproduzenten bzw. Händler garantiert der Großverbraucher Absatz und auch Planbarkeit, was er honoriert. Voraussetzung ist allerdings dabei, dass der Lieferant möglichst den Inhalt eines vollen Silofahrzeugs beim Kunden loswerden kann, wenn er ihn häufig anfahren muss.

Autor: Dittmar Koop, Journalist für Erneuerbare Energien

 

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Tue, 12 Feb 2019 10:17:33 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_2801_c9714a9fb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_2801_a19b045ad8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_01-02/2801.jpg
news-27762 VBI befürwortet Kosten-Nutzen-Analysen in der Baunormung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vbi-befuerwortet-kosten-nutzen-analysen-in-der-baunormung/ Berlin. Die Bundesregierung unterstützt die Einführung von Kosten-Nutzen-Analysen in der Baunormung und trifft damit den Nerv des Verbands Beratender Ingenieure (VBI). Dieser sieht in der Ankündigung der Politik einen wichtigen Schritt gegen die überbordende Normungsflut im Baubereich. „Immer neue, umfangreichere und nur mit größerem Aufwand einhaltbare Normen sind nicht nur Kostentreiber, sondern sie schränken auch die Kreativität in der Planung ein“, sagt VBI-Präsident Jörg Thiele und ergänzt: „Wir brauchen zwar Normen beim Bauen, aber nur so viel wie nötig, nicht so viele wie möglich.“  

Daher begrüßt der Verband die Nachricht der Bundesregierung, sich für Kostenfolgen-Abschätzungen in Normierungsprozessen einzusetzen. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag habe die Bundesregierung zudem darauf hingewiesen, dass es Aufgabe der DIN-Normungsgremien sei, Wirtschaftlichkeitsaspekte in den Normungsprozessen zu beachten. Auch dieser Forderung schließt sich der VBI „vorbehaltlos“ an. Denn: „Als Mitglied der Brancheninitiative Praxisregeln Bau PRB arbeiten VBI-Ingenieure seit Jahren mit daran, die praxisfremde Regulierungswut in den Baubemessungsnormen einzudämmen.“

www.vbi.de

 

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Tue, 12 Feb 2019 08:39:17 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Joerg-Thiele_162fceeb7b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Joerg-Thiele_9a7875de30.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/Joerg-Thiele.jpg
news-27682 Frisch gezapft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/frisch-gezapft/ Eine gute Planung hat es in der Hand: Die Trinkwassererwärmung im Durchflussprinzip ist mit vielen Vorteilen verbunden  

Der formelhaften Aussage, unser Trinkwasser sei das „am besten geprüfte und überwachte Lebensmittel“ ist man eher überdrüssig. Doch wer sich in der Welt umschaut, kommt nicht umhin, den deutschen Wasserversorgern Respekt zu zollen. Deren Qualitätsanspruch stimmt in aller Regel durchaus! Dennoch: Trinkwasser ist keineswegs keimfrei, sondern enthält Organismen wie Legionellen, die sich vermehren können - insbesondere in Anlagen der Warmwasserbereitung und den Verteilnetzen. Eine bewährte Lösung zur Minderung des Legionellen-Risikos: Frischwassersysteme.

Trinkwasser in großen Speichern zu erwärmen und vorzuhalten ist beim Neubau oder bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden aus Gründen der Hygiene im Grunde keine Option mehr: Das Risiko einer Verkeimung (Stichwort: Legionellen) ist einfach zu hoch. Als bewährtes Konzept zur Legionellen-Prophylaxe haben sich zwei grundsätzliche Forderungen bewährt:

  • Erwärmung des Trinkwassers im Durchfluss,
  • kurze Wege zur Zapfstelle.

Prinzipiell hat der Planer dazu diese technische Möglichkeiten: Die zentrale Warmwasserbereitung mittels Frischwasserstation im Keller oder die dezentrale Lösung mit Wohnungsstationen (kombinierte Bereitstellung von Heiz- und Trinkwarmwasser). Eine Hybrid-Lösung sind dezentrale Frischwasserstationen, ähnlich einer Wohnungsstation, aber ohne Heizkreis. Hinzu kommen elektrische Durchlauferhitzer in unmittelbarer Nähe zur Zapfstelle. Die traditionelle Gastherme in der Etagenwohnung soll nur der Vollständigkeit wegen erwähnt werden.

Was spricht für diese Lösungen?
Frischwasserstationen sind sehr flexibel – das ist von Vorteil, wenn die Wohnungen eines Gebäudes unterschiedlich groß sind und/oder es unterschiedliche Warmwasserbedarfe gibt. Darüber hinaus erleichtern sie die Einbindung von regenerativen Energieträgern in bestehende Warmwassernetze. Die Investitionskosten sind vergleichsweise niedrig.
Wohnungsstationen spielen dort ihre Stärken aus, wo besonders hohe Ansprüche an die Hygiene in der Trinkwassererwärmung gestellt werden und wenn es darum geht, die Heizungs- und Warmwasserversorgung in vielen gleichartigen Wohnungen zu modernisieren. Die Betriebskosten sind vergleichsweise niedrig.
Hybrid-Lösungen – dezentrale Frischwasserstation ähnlich einer Wohnungsstation – bieten eine Kombination der Vorteile.
Elektrische Durchlauferhitzer bieten sich beispielweise zur Versorgung weit entfernter Zapfstellen an. Das Stromverteilungsnetz muss entsprechend ausgebaut sein. Niedrigste Verteilverluste, aber der Energieträger Strom ist vergleichsweise teuer.
Eine allgemeine Aussage darüber, welches System am vorteilhaftesten ist, kann nicht getroffen werden – das muss der Planer am jeweiligen Objekt bewerten. Zudem kommt es auch auf die jeweiligen Prioritäten an. Neben den Vorgaben der Trinkwasserverordnung sind neben anderen diese Regelwerke zu beachten:

  • VDI 2072: Wärmeübergabestation mit Wasser-Wasser-Wärmeübertrager für Durchfluss-Trinkwassererwärmung/Raumwärmeversorgung,
  • DIN 1988 Teil 300: Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen. Ermittlung der Rohrdurchmesser; Technische Regel des DVGW,
  • VDI 6003: Trinkwassererwärmungsanlagen. Komfortkriterien und Anforderungsstufen für Planung, Bewertung und Einsatz,
  • DVGW W 551: Trinkwassererwärmungs- und -leitungsanlagen. Technische Maßnahmen zur Verhinderung des Legionellenwachstums: Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasserinstallationen,
  • VDI/DVGW 6023: Hygiene in Trinkwasser-Installationen. Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung,
  • VDI 2067 Blatt 3: Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen – Nutzenergiebedarf für die Trinkwassererwärmung.

Hygienische Frische
Im Folgenden stehen Frischwasserstationen (zentrale und dezentrale Systeme) im Mittelpunkt. Die Technik dazu ist recht einfach: Solche Stationen bestehen aus dem Wärmeübertrager (zumeist ein Plattenwärmeübertrager), einer Umwälzpumpe und einer Regelung. Wird an der Zapfstelle Warmwasser entnommen, lässt die Regelung die Pumpe anlaufen, die Heizwasser aus dem Pufferspeicher durch den Wärmeübertrager fördert. Das kalte Trinkwasser strömt im Gegenstrom durch den Wärmeübertrager und wird dabei erwärmt. Über die Regelung wird auch das gewünschte Temperaturniveau kontrolliert. Der klare Hygiene-Vorteil: Wasser wird nur erwärmt, wenn es gebraucht wird. Außerdem punktet die Frischwasserstation mit ihrer Größe: Sie benötigt wenig Platz.
Es besteht auch die Möglichkeit, das Trinkwasser in einem Rohrwärmeübertrager direkt im Pufferspeicher zu erwärmen. Derartige Anlagen kommen ohne zusätzliche Ladepumpe aus.
Besonders in Verbindung mit regenerativen Energiequellen wird die Frischwassertechnik nicht nur in größeren Objekten, sondern zunehmend auch in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt, weil dort größere Puffervolumen installiert werden. Für Objekte, in denen nicht regelmäßig Warmwasser benötigt wird, bietet diese Technik ebenfalls Vorteile.
Beispielsweise ergänzt auch Junkers Bosch sein Produktprogramm um die Frischwasserstation „FWS“ für Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Station eignet sich für die Kombination mit verschiedenen Wärmeerzeugern (Solaranlagen, Wärmepumpen oder Festbrennstoffkessel). Sämtliche Bauteile sind in einem Gehäuse integriert. Die Frischwasserstation liefert bei einer Vorlauftemperatur von 60 °C und einer Warmwassertemperatur von 45 °C je Minute 25 l Warmwasser. Aufgrund der Größe des Plattenwärmeübertragers ist die Rücklauftemperatur zum Pufferspeicher niedrig. Im Zusammenspiel mit einer Solaranlage wirkt sich das günstig aus. Junkers montiert die Station steckerfertig vor, sodass auch der elektrische Anschluss vom Installateur erledigt werden kann.
Die „Regumaq X-30“ hat Oventrop ebenfalls für Ein- und Zweifamilienhäuser konzipiert. Abhängig von der Temperatur und dem Volumenstrom auf der Trinkwasserseite (Sekundärkreis) wird die Umwälzpumpe auf der Pufferseite (Primärkreis) drehzahlgeregelt. Aufgrund der turbulenten Strömungsführung im Wärmeübertrager werde ein guter Selbstreinigungseffekt erzielt und so eine Verschmutzung verhindert.

Durchschnittlich 40 Liter pro Tag und Person
Die Sorge, die Trinkwassererwärmung zu klein auszulegen, führe häufig zu einer Überdimensionierung der Anlage, beobachtet Kemper. Wie also sollte der Planer vorgehen? Der erste Schritt bei der Auswahl und Dimensionierung einer Trinkwarmwasserversorgung ist die Einschätzung des Verbrauchs (maximale gleichzeitige Auslastung in einer Wohnung; Gleichzeitigkeit der Wohneinheiten im Gebäude). Die ermittelten Daten lassen sich grafisch in sogenannten Wärmeschaubildern darstellen: Dabei wird die notwendige Wärmeenergie für die Trinkwassererwärmung kumuliert über einen Zeitraum von 24 h als Bedarfskennlinie aufgeführt.
Die Nachladeleistung der Wärmequelle und die gespeicherte Wärmemenge im Heizwasserspeicher stehen in Korrelation: Verringert sich das gespeicherte Volumen, muss die Nachladeleistung der Wärmequelle entsprechend erhöht werden und umgekehrt. In der Praxis muss der Fachplaner einen Kompromiss zwischen der Größe des Heizwasserspeichers und der Leistung der Wärmequelle finden. Eine zu gering gespeicherte Wärmemenge bedeutet eine zu hohe Taktung der Wärmequelle, welche sich nachteilig auf die Lebensdauer und den effizienten Betrieb der Wärmequelle auswirken kann. Wird hingegen die Nachladeleistung reduziert und die gespeicherte Wärmemenge vergrößert, erhöhen sich die Bereitschafsverluste und die Investitionskosten. Liegen keine genauen Angaben zum Objekt vor, kann der Planer auf tabellarische Richtwerte in Anlehnung an die VDI 2067 Blatt 12 zurückgreifen.
Als Faustformel kann gelten: Pro Person und Tag können für den Bedarf an Warmwasser rund 40 l angesetzt werden. Der tatsächliche Bedarf hängt allerdings stark von den Nutzungsgewohnheiten ab. Beim Passivhaus kann der Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung sogar größer sein als der für die Beheizung. Für
solch unterschiedliche Bedarfe sind Frischwasserstationen besonders gut geeignet. Mit einer Zapfleistung von 27 bis 40 l in der Minute bei 60 °C Warmwassertemperatur deckt zum Beispiel die Frischwasserstation „Flow Fresh FF 27-3S“ von Junkers Bosch den Bedarf von bis zu 18 Wohnungen.
Genügt die Schüttleistung einer einzelnen Frischwarmwasserstation nicht, können mehrere Stationen in einer Kaskade verbunden werden. Das ist besonders für große Objekte wie Hotels interessant, die zu bestimmten Tageszeiten einen sehr hohen Bedarf an Warmwasser haben.
Zur Bedarfsdeckung hoher Volumen lassen sich bis zu vier „ThermoBox“-Module von Kemper zu einer Kaskade zusammenschalten. Damit könne der Bedarf bei kleinen Volumenströmen (z. B. eine Entnahmestelle) bis hin zu Spitzenvolumenströmen bei hoher Gleichzeitigkeit abgedeckt werden. Durch die Kaskadenschaltung werde über die komplette Bandbreite des Bedarfs eine hohe Regelgüte erreicht. Die notwendige Kommunikation der „ThermoBox“-Module untereinander erfolgt über ModBus. Der Anschluss an eine vorhandene Gebäudeleittechnik kann über das Modul „KTS ComLog“, ebenfalls über ModBus, vorgenommen werden. Auch die Oventrop-Frischwasserstationen „Regumaq“ können in solch einer Kaskadenschaltung betrieben werden.

Zentrale Frischwasserstationen im Keller
Paradigma offeriert mit dem Kompaktspeicher „Expressino“ einen Kombispeicher für Trinkwarmwasser und Heizung, der für ein besonders begrenztes Platzangebot ausgelegt ist und trotzdem ein moderates Speichervolumen von 286 l bietet. Die direkt am Behälter befestigte Frischwasserstation „FST-25“ stellt bis zu 25 l/min Trinkwarmwasser zur Verfügung. Mit seinen kompakten Maßen und dem geringen Leergewicht von 83 kg ist der „Expressino“ für die Verwendung in Dachheizzentralen oder an Orten mit eingeschränkter Aufstellfläche (geringe Raumhöhen, Dachschrägen, schräge Wände) ausgelegt.
Die Durchfluss-Systeme „ThermoDual-FLS Combi“ für 70, 135 und 175 kW Anschlusswert kommen von Danfoss. Sie sind komplett verrohrt und anschlussfertig verdrahtet. Montageort ist die Wand. Der „MicroPlate“-Wärmeübertrager übernimmt die Trinkwassererwärmung, sobald der Durchflusssensor einen Bedarf erkennt. „Bei bestimmungsgemäßem Betrieb können sich Legionellen in solchen Anlagen nicht vermehren und Legionellen-Prüfungen werden zuverlässig bestanden“, zeigt sich der Anbieter zuversichtlich.
Mit den Modellen aus der Serie „Logalux“ offeriert Buderus Frischwasserstationen mit Zapfraten von 10 bis 500 l/min. Das entspricht einem Warmwasserbedarf von einem Einfamilienhaus bis zu Mehrfamilienhäusern mit bis zu 160 Wohneinheiten. Sie können an der Wand befestigt werden oder sind direkt am Pufferspeicher angeordnet. Eine nachträgliche Kaskadierung ist möglich.
Was der Planer bei der Warmwassererwärmung im Keller unbedingt zu beachten hat: Die größten Verluste bei einer zentralen Warmwasserversorgungsanlage entstehen bei der Verteilung durch die Rohrleitungen. Diese Wärmeverluste können über das Jahr eine Größenordnung von 20 bis 300 % des Energiebedarfes für die eigentliche Warmwasserbereitung erreichen, schreibt Energie.Bayern in einem Ratgeber.

Hybridsysteme: Dezentrale Frischwasser-Wohnstationen
Dezentrale Warmwasserbereiter ermöglichen eine Kombination der Vorteile einer dezentralen Warmwasserversorgung (Abrechnungsvereinfachung, geringere Leitungsverluste etc.) mit den Vorteilen einer zentralen Wassererwärmung (Nutzung regenerativer Energiequellen). Diese Art der Warmwasserbereitung ist vor allem bei abschnittsweisen Wohnungssanierungen im Altbaubestand empfehlenswert, da außer der meist ohnehin vorhandenen Kaltwasserleitung lediglich Rohre für den Heizungsvor- und -rücklauf verlegt werden müssen. Warmwasserverteil- und Zirkulationsleitungen können entfallen. Die Abrechnung des Warmwasserverbrauches erfolgt über den Wärmezähler der Heizungsanlage und über das verbrauchte Kaltwasser.
„Friwara“-Stationen von Strawa Wärmetechnik übergeben die Energie erst kurz vor der Zapfstelle an das Trinkwasser. Ein Durchflusssensor erkennt bei einem Zapfvorgang den Warmwasserbedarf. Über den Regler gesteuert wird sofort die äquivalente Wassermenge im Heizkreis bereitgestellt. Damit werde die eingestellte Warmwassertemperatur über den gesamten Zapfvorgang konstant gehalten, auch wenn sich die Zapfmenge durch Zu- und Abschalten einzelner Zapfstellen (Lastenänderung) ändert, verspricht Anbieter Strawa. Auch schwankende Vorlauftemperaturen würden ausgeglichen.

Überprüfungspflicht gemäß Trinkwasserverordnung
Für vermietete Wohngebäude mit Großanlagen zur Trinkwassererwärmung besteht nach Trinkwasserverordnung eine Untersuchungspflicht auf Legionellen. Als Großanlagen gelten Anlagen mit Speicher-Trinkwassererwärmern größer 400 l Inhalt oder einem Rohrleitungsinhalt über 3 l in mindestens einer Rohrleitung vom Austritt des Trinkwarmwasserbereiters bis zur entferntesten Entnahmestelle. Was bedeutet das für die beschriebenen Frischwasser-Systeme zur Trinkwarmwasserbereitung?
In der Regel nicht betroffen sind Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern.
Für dezentrale Frischwasserstationen entfällt bei geschickter Rohrleitungsführung die Untersuchungspflicht.
Für zentrale Frischwasserstationen im Keller greift in aller Regel nur die 3-l-Grenze. Aber auch hier kann bei geschickter Rohrleitungsführung die Untersuchungspflicht umgangen werden.

Fazit
Das gewachsene Risiko durch Legionellen verändert nachhaltig die Art und Weise, wie im Neubau und auch bei der Modernisierung im Bestand Trinkwarmwasser bereitet und verteilt wird. Die zentrale Bevorratung großer Mengen an Trinkwarmwasser ist im Grunde keine Option mehr, zentrale oder dezentrale Frischwasserstationen sind neben dezentralen Wohnungsstationen heute quasi zur Standardlösung geworden.

Autor: Hans-Jürgen Bittermann, freier Journalist mit Pressebüro

 

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Tue, 12 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_08_98a4f952a6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_08_3a660bb686.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_01/08.jpg
news-27700 Schulte & Todt: Bestens durchdacht https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/schulte-todt-bestens-durchdacht/ Bei einer Dachdurchführung werden auf engstem Raum Lüftungsrohre unterschiedlicher Dimensionen und Medienleitungen (Kabel und Rohre) in einer Öffnung zusammen durchs Dach geführt. Die damit verbundenen Herausforderungen ergeben sich laut Schulte & Todt aus der Andichtung, dem Brandschutz und der Kondensatbildung. Die Lösung des Unternehmens: der Sammelkasten „ISOSK“, lieferbar in zwei Modellen und vier Varianten. Er fasst nicht nur unterschiedliche Medienleitungen in einem System zusammen, er berücksichtigt auch die jeweils vorhandene Dachkonstruktion.  

Schulte & Todt liefert den „ISOSK“ mit einem offenen Kastenboden und flexiblen Anschlussrohren als Verbindung zwischen den Haubenköpfen und den bauseitigen Leitungen. Lediglich die Schmutzwasserleitung ist starr vormontiert. Der Sammelkasten wird auf der Betondecke platziert und die Stutzen werden mit den Wickelfalzrohren von oben verbunden. Anschließend wird der gesamte „ISOSK“ mit Perlite (Liefer­umfang) aufgeschüttet, bevor der Deckel aufgesetzt wird. Handelt es sich um ein Trapezblechdach, ist der Kastenboden geschlossen mit fest vorinstallierten Rohrdurchführungen.
Die Kastengröße richtet sich nach der Anzahl und der Dimension der Haubenköpfe. Standardmäßig werden fünf Kas­ten­größen in zwei Höhen angeboten. Die inliegenden Leitungen sowie Haubenköpfe werden in den Dimensionen DN 100 bis DN 200 angeboten – weitere Dimensionen auf Anfrage.

Schulte & Todt Dachtechnik GmbH, Wiebelsheidestr. 16, 59757 Arnsberg, Tel.: 02932 6394-3, Fax: -49, info@schulte-todt.de, www.schulte-todt.de

 

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Tue, 12 Feb 2019 07:33:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_63_Schulte-ISOSK_756af6f4e3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_63_Schulte-ISOSK_4b694185ac.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/63_Schulte-ISOSK.jpg
news-27761 „Ist das noch Handwerk?“ Etwa 1000 Aussteller auf Internationaler Handwerksmesse https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ist-das-noch-handwerk-etwa-1000-aussteller-auf-internationaler-handwerksmesse/ München. Etwa 1000 Aussteller aus mehr als 60 Gewerken präsentieren auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) vom 13. bis 17. März 2019 ihre Produkte und Dienstleistungen in der Messe München. Auf rund 75000 m2 stehen die neuesten Handwerktrends im Fokus. Fünf Themenflächen werden geboten: „Wohnen & Arbeiten“ (Halle B2), „Küchen & Küchenausstattung“ (B3), „Treffpunkt Fachbesucher“ (C2), „Bauen, Modernisieren & Sanieren“ (C3 und C4) sowie „Lebenswelten der Zukunft“ (Eingang West).  

Unter dem Motto „Gestern | Heute | Morgen – Ist das noch Handwerk?“ wird am Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) die Entwicklung ausgewählter Handwerksberufe im Wandel der Zeit dargestellt: vom handwerklichen Ursprung bis hin zur Nutzung künstlicher Intelligenz. Darüber hinaus bietet das BMWi Beratungen zu Themen wie Existenzgründung und Fachkräftesicherung an. Zudem präsentiert sich hier das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, das Handwerksbetriebe bei der Umsetzung digitaler Produktions- und Arbeitsprozesse unterstützt.
Das offizielle Leitmotiv der IHM lautet „Ist das noch Handwerk? Die Tradition als Basis. Die Zukunft als Vorbild.“ In der Halle C2
werden Erfolgsbeispiele aus unterschiedlichen Gewerken präsentiert. Weitere Informationen über die IHM sind im Internet (www.ihm.de/fachbesucher) einzusehen.

www.ihm.de

 

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Mon, 11 Feb 2019 10:18:09 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_IHM-Muenchen_302e95e87c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_IHM-Muenchen_3e3c713563.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/IHM-Muenchen.jpg
news-27760 LG Air Solution erneuert Strukturen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/lg-air-solution-erneuert-strukturen/ Eschborn.  LG Electronics, Anbieter für Klimatechnik und Wärmepumpen, wird die Bereiche Klimatisierung und Heizen künftig in zwei unterschiedlichen Vertriebszweigen führen – und zwar unter der Leitung von Andreas Gelbke. Ziel ist es, die Geschäftsfelder als souveräne Lösungsportfolios zu etablieren und so Wachstum zu generieren, teilt das Unternehmen mit.  

Einhergehend mit der neuen Struktur wurden auch Neueinstellungen vorgenommen. So ist Michael Dworski nun Key-Account-Manager für den Heizungsbereich bei LG Air Solution. Er soll seine Expertise einsetzen, um neue Umsatzpotenziale im Geschäftsfeld von Heiz- und Energielösungen zu erschließen.
Unterstützt wird Dworski von einem Team im Pre- und After-Sales, darunter Jonas Lauer, der für den Technischen Support in dem Produktsegment zuständig sein wird.
Auch in der Sparte Klimatisierung hat sich LG verstärkt: Christian Junk, gelernter Kälteanlagenbauer und staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Kälte- und Klimasystemtechnik, verantwortet den Vertrieb in Zentraldeutschland. Für die Region Ost wird künftig der gelernte Instandhaltungsmechaniker und Dipl.-Ing. Lars Löscher zuständig sein. Dem Vertrieb in den Bereichen Nord und West arbeitet Jeong Lin Lim zu.
Auch das Team der Planerberater erhält Zuwachs: Mit David Werner, Olaf Bork und Ernst Cichowicz ergänzen drei Mitarbeiter mit Erfahrung in der Projektarbeit das LG-Team. Werner übernimmt die Beratung für Kunden und Partner aus der zentraldeutschen Region, Bork ist für den norddeutschen und Cichowicz für den süddeutschen Raum zuständig. Im technischen Support beantworten die Neuzugänge Markus Füske und Marcel Spiegel Fragen zu Klimalösungen.

www.lg.com/de/business/klimaanlagen

 

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Mon, 11 Feb 2019 10:00:52 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_LG-Team_web_a6465ae2ce.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_LG-Team_web_64f8cfb37f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/LG-Team_web.jpg
news-27651 „Besserer Schutz verdirbt Einbrechern das Geschäft“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/besserer-schutz-verdirbt-einbrechern-das-geschaeft/ Wie Unternehmen ihr Einbruchsrisiko senken können, z. B. mit smarten Technologien  

Einbrecher können nicht nur in Privaträumen große finanzielle und materielle Schäden hinterlassen, sondern auch in Betrieben. Schätzungen zufolge beträgt die Schadenssumme, die jährlich in Firmen und Praxen verursacht wird, mehr als 300 Mio. Euro. Wie kleine und mittelständische SHK-Unternehmen ihr Einbruchsrisiko senken können und wie smarte Technik bei der Prävention unterstützt, berichtet Ralf Michl, Experte der Nürnberger Versicherung, im IKZ-Interview.

IKZ-Haustechnik: Wie ist Ihr Eindruck: Vernachlässigen SHK-Betriebe den Einbruchschutz?
Ralf Michl: Ja. Der Einbruchschutz steht oft nicht ganz oben auf der Agenda, weil der Arbeitsalltag meist hektisch verläuft. Dabei sollten gerade kleine und mittelständische Unternehmen entsprechende Schutzvorkehrungen treffen. Ein besserer Einbruchschutz verdirbt Einbrechern das Geschäft.

IKZ-Haustechnik:
Welche Maßnahmen empfehlen Sie?
Ralf Michl: Zunächst sollte ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Hierbei lohnt sich der Blick in die Unterlagen der Inhaltsversicherung, denn manche Policen setzen bestimmte Schutzmaßnahmen gegen Einbruch und Diebstahl voraus. Orien­tierung für eine effektive Prävention gibt auch die VdS Schadenverhütung, Europas größtes Institut für Unternehmenssicherheit. Sie bewertet Firmen nach ihrem Einbruchsrisiko. Entsprechend dieser Sicherungsklassen empfiehlt die VdS dann bestimmte Schutzvorkehrungen für den jeweiligen Betrieb. Weitere Informationen finden sich im Internet: www.vds.de/betriebsartenverzeichnis oder www.vds.de/sicherungsrichtlinien. Sinnvoll kann es darüber hinaus sein, Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zurate zu ziehen (www.polizei-beratung.de). Sie helfen direkt vor Ort bei der Ermittlung von Schwachstellen am Gebäude und auf dem Grundstück.

IKZ-Haustechnik:
Steht das Sicherheitskonzept, geht es an die Umsetzung. Wo liegen gefährliche Schwachstellen?
Ralf Michl: Schwachstellen sind oftmals Türen und Fenster. Daher lohnt es sich, in den Gebäudeschutz zu investieren. Um großen Gewalteinwirkungen standzuhalten, sollten Fenster und Türen, aber auch Rollläden oder Gittertüren mit einer entsprechenden Widerstandsklasse nachgerüstet werden. Schau- und Kellerfenster sollten das Sicherheitskonzept mit einschließen. Bei der Umsetzung der präventiven Maßnahmen unterstützen sogenannte Errichterfirmen. Sie sollten von der VdS Schadenverhütung zertifiziert und geprüft sein, um eine fachgerechte und professionelle Nachrüstung zu garantieren. Auf ihrer Webseite listet die VdS jene Firmen auf, die diese Kriterien erfüllen.

IKZ-Haustechnik: Wie können Smart-Home-Technologien vor Einbrüchen schützen?
Ralf Michl: Zum Beispiel, indem Bewegungsmelder, Überwachungskameras und Alarmanlagen mit dem Smartphone vernetzt sind. Firmeninhaber können festlegen, welche Sensoren im Ernstfall auslösen sollen. Machen sich Einbrecher beispielsweise an Türen oder Fenstern zu schaffen, kann im Inneren des Gebäudes automatisch das Licht angehen, ein Alarm ausgelöst oder die Polizei alarmiert werden. Bei vielen smarten Systemen dient das Handy als Fernsteuerung. Mittels Smartphone kann etwa ein Livebild der Überwachungskamera empfangen werden. Ist die Kamera außerdem mit einer Sprachfunktion ausgestattet, ist es teilweise sogar möglich, direkten Kontakt mit den Einbrechern aufzunehmen – und sie so im besten Fall zu vertreiben.

IKZ-Haustechnik: Welchen Beitrag leis­ten die Mitarbeiter zum Einbruchschutz?
Ralf Michl: Sie sind neben den mechanischen und elektronischen Schutzvorkehrungen ein ganz entscheidender Faktor. Denn die modernste Technik ist nur dann wirksam, wenn die Belegschaft darüber informiert ist, wie sie damit umgehen muss. Ich empfehle Arbeitgebern, klare Regeln für den Umgang mit Sicherungsmaßnahmen schriftlich zu formulieren. Folgende Fragen müssen u. a. geklärt sein: Wer ist wann für welche Maßnahme verantwortlich? Und: Wer schließt die Räumlichkeiten ab und aktiviert die Alarmanlage?

IKZ-Haustechnik: Selbst modernste Technologie kann keinen hundertprozentigen Schutz gewährleisten. Wie kann sich ein Betrieb vor Einbrüchen absichern?
Ralf Michl: Einbrüche sind zumeist mit hohen Kosten verbunden. Von den Folgen können sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen oft nur schwer erholen. Um für den Ernstfall abgesichert zu sein, ist daher eine Geschäfts-Inhaltversicherung sinnvoll. Sie umfasst das gesamte Betriebsinventar von der Büroeinrichtung bis zu Arbeitsgeräten und Materialien. Die Nürnberger Versicherung ermöglicht Unternehmen einen individuellen und flexiblen Schutz – so sind z. B. auch Schäden an Türen, Schlössern, Fens­tern, Rollläden, Schutzgittern oder Wänden nach einem Einbruch oder einem Versuch mitversichert. Auch für mögliche Ertragsausfälle aufgrund gestohlener Arbeitsgeräte kommt die Geschäfts-Inhaltsversicherung auf. Bis zu 24 Monate deckt sie die laufenden Betriebskosten.

www.nuernberger.de

Auf einen Blick

  • Im gewerblichen Bereich sinken die Einbruchszahlen. Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es 1990 in Deutschland 47 389 Fälle von „einfachem Diebstahl aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen“.
  • Bis zum Jahr 2000 stieg die Zahl auf 70 396 an, um bis 2016 wieder auf 39 903 zu fallen.
  • Schwere Diebstähle aus Gewerberäumen gab es laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr in 83 214 Fällen – der niedrigste Wert seit 1990

 

 

 

 

 

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Mon, 11 Feb 2019 07:47:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_46_4cb8843b97.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_46_d520a8ce6f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZH-2019-01_02/46.jpg
news-27702 Karl Grumbach: Fertigbäder flexibel planen https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/karl-grumbach-fertigbaeder-flexibel-planen/ Die neue Fertigbadserie „Individual“ von Grumbach trägt den Namen nicht von ungefähr: mit quadratischem und rechteckigem Raumformat bietet sie eine variable Gestaltung und Ausstattung des Innenbereichs. „Hochwertig ausgestattet bietet sich hier ein Wohlfühlangebot mit geringem Platzbedarf“, verspricht der Hersteller. „Individual“ ist gedacht für den Einsatz im Eckbereich größerer Räume oder Hallen.  

Zur Wahl stehen eine Viertelkreis-Duschwanne (80 x 80 cm) aus Acryl oder eine bodengleiche Dusche. Mit Echtglas-Schiebetüren, Waschtisch, wandhängendem WC und einer Auswahl an Design-Heizkörpern verspricht Grumbach Gestaltungsvielfalt.
Die Wandelemente aus OSB-Platten nehmen die Leitungen und Befestigungen auf. Die Innenwände aus weißen, 8 mm starken Kunststoffplatten sind wahlweise auch mit Designoberflächen zu haben. Vier LED-Strahler sitzen in der Decke. Den Boden der Bäder bildet eine wasserdichte Wanne aus Vollkunststoff (PVC) in Fliesenoptik mit rundum 10 cm hoher Aufkantung.
Für den Fall, dass „Individual“ nicht in einer Raumecke platziert wird, hat Grumbach ein Außenverkleidungsset entwickelt. Es besteht aus Gipskartonplatten, Spachtelmasse und Schnellbauschrauben für zwei Außenwände.

Karl Grumbach GmbH & Co. KG, Breitteilsweg 3, 35581 Wetzlar, Tel.: 06441 9772-0, Fax: -20, grumbach@grumbach.net, www.grumbach.net

 

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Mon, 11 Feb 2019 07:03:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_62_Grumbach_1_Fertigbad_Individual_d4c895f3b5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_62_Grumbach_1_Fertigbad_Individual_69d9f8dd32.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/62_Grumbach_1_Fertigbad_Individual.jpg
news-27708 10 Jahre „E*LDS Service-Booklet“ von Eckelmann https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/10-jahre-elds-service-booklet-von-eckelmann/ Eckelmann, Automatisierungspartner für den Maschinen-, Geräte- und Anlagenbau, hat zum 10-jährigen Jubiläum seines „E*LDS Service-Booklets“ eine Neuauflage herausgegeben.  

Kältefachbetriebe können die Broschüre kostenlos bestellen (E-Mail: elds-support@eckelmann.de) oder die frei zugängliche Online-Ausgabe nutzen (Kurzlink: https://bit.ly/2Bl6fZh).
Ob bei Inbetriebnahmen oder Service-Einsätzen: auf mehr als 150 Seiten bietet das Booklet im Taschenformat laut Eckelmann jährlich aktualisierte technische Informationen zu einem der Regelungssysteme in der Supermarktkälte. Neben Updates und Verbesserungen finden sich nun auch durchgängig QR-Code-Links im Booklet, über die Anwender noch schneller passende Informationen zu einzelnen Themen und Produktfamilien in der Online-Dokumentation finden.

 

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Sun, 10 Feb 2019 07:33:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_60_ELDS-Service-Booklet-Eckelmann_8bbcb8969e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_60_ELDS-Service-Booklet-Eckelmann_998918a499.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/60_ELDS-Service-Booklet-Eckelmann.jpg
news-27712 Kleinunternehmerregelung – Mehrfache Inanspruchnahme ist Missbrauch https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kleinunternehmerregelung-mehrfache-inanspruchnahme-ist-missbrauch/ Ein umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer muss seinen Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, ist umgekehrt aber auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.  

Nach § 19 Abs. 1 UStG wird Umsatzsteuer von Unternehmern, deren Gesamtumsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird, nicht erhoben. Wird diese Regelung indes mehrfach in Anspruch genommen, liegt ein klarer Missbrauch vor, der zur Versagung führt. Denn die wie eine Steuerbefreiung wirkende Regelung soll nur Kleinunternehmer fördern, nicht aber solche, die durch Aufsplittung ihrer Tätigkeit auf verschiedene Mitgliedstaaten quasi „unter dem Deckmantel“ der jeweils geltenden Kleinunternehmerregelung tätig sind. Werden also von mehreren Gesellschaften gegenüber nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Leistungsempfängern inhaltsgleiche Leistungen deshalb nacheinander erbracht, um mehrfach die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen zu können, liegt eine zweckwidrige Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung vor (Quelle: Bundesfinanzhof, Az.: XI R 26/17).

 

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Sat, 09 Feb 2019 07:55:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-27652 Fiskus fördert Gesundheit von Beschäftigten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fiskus-foerdert-gesundheit-von-beschaeftigten/ Win-win-Situation für Arbeitgeber und Angestellte  

Viele Unternehmen haben mit einem hohen Krankenstand zu kämpfen. Folgerichtig greift der Fiskus Firmen bei der Gesundheitsförderung von Beschäftigten unter die Arme. Die Gesundheitsförderung von Angestellten erfordert aber Weitblick. Denn betriebliche Maßnahmen bleiben nur steuer- und abgabenfrei, wenn einige Bedingungen eingehalten werden.

Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder Burnout: Die Liste der typischen Erkrankungen von Mitarbeitern ist lang. Aktuell liegt der Krankenstand in Deutschland so hoch wie in den letzten zwei Jahrzenten nicht mehr. Schnell leiden infolgedessen die Arbeitsqualität und die Produktivität – und damit der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen. Der zunehmende Fachkräftemangel rückt das Thema noch stärker in den Fokus. Nicht zuletzt packen immer mehr Firmen das Problem proaktiv an und setzen auf Prävention im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dazu zählen etwa Bewegungs- und Ernährungskurse oder Seminare zur Stressbewältigung.

Mehrwert für alle
Von der Förderung der Mitarbeitergesundheit profitieren Firmen gleich mehrfach. Sie reduzieren krankheitsbedingte Fehlzeiten und verbessern das Betriebsklima. Obendrein bieten sie Angestellten attraktive Gehaltsextras und werten ihr Image als Arbeitgeber auf. Damit von solcherlei Maßnahmen nicht auch noch der Fiskus profitiert, müssen Unternehmen in steuerlicher Hinsicht einiges beachten. Denn schnell wertet das Finanzamt Sachleistungen oder Barzuschüsse als steuerpflichtige Einkünfte. Die Folge: Bei der nächsten Betriebsprüfung kann eine Nachzahlung samt Zinsen drohen. Eine sorgfältige Dokumentation ist daher für alle Angestellten Pflicht. Die Firmen sollten dazu Belege wie Beitragsbescheide, Teilnahmebescheinigungen oder Zertifizierungen von Anbietern immer zusammen mit den Lohnunterlagen aufbewahren.

Was kann gewährt werden?
Steuerlich begünstigt sind nur Sachleis­tungen und Barzuschüsse, die Firmen freiwillig und zusätzlich zum vertraglich vereinbarten Arbeitslohn gewähren. Eine Umwandlung von Gehaltsbestandteilen oder Gegenleistungen des Beschäftigten wie etwa ein Lohnverzicht sind tabu. Nichtsdestotrotz besteht ein gewisser Gestaltungsspielraum. Unternehmen können Gesundheitsleistungen auf andere freiwillige Sonderzahlungen wie etwa das Weihnachtsgeld anrechnen oder im Rahmen einer Gehaltserhöhung gewähren. Wichtig: Laut Sozialgesetzbuch müssen Maßnahmen der Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands oder der betrieblichen Gesundheitsförderung dienen. Unternehmen sollten darauf achten, dass sie in Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Vorgaben entsprechen. Dazu kann der Präventionsleitfaden vom Spitzenverband der Krankenkassen, der unter www.gkv-spitzenverband.de zum Download bereit steht, eine Orientierungshilfe bietet. Firmen sollten daher vorab prüfen, ob Kurse von den Krankenkassen als Präventionsmaßnahme zertifiziert und Anbieter ausreichend qualifiziert sind. In Zweifelsfällen sollten Arbeitgeber für Rechtssicherheit sorgen und beim Finanzamt eine kostenlose Anrufungsauskunft einholen.

Höhe der Fördersumme
Die Förderfreude des Fiskus ist begrenzt. Maximal 500 Euro dürfen Firmen jährlich pro Mitarbeiter/-in ohne Weiteres für Gesundheitsmaßnahmen ausgeben, und zwar für inner- und außerbetriebliche Angebote. Der Vertragspartner kann grundsätzlich der Arbeitgeber oder der Angestellte sein. Bis zum Freibetrag von 500 Euro müssen Unternehmen keinen Nachweis erbringen, dass die Maßnahmen berufsspezifischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorbeugen. Dies trifft etwa dann zu, wenn PC-Kräfte an einem Rückengymnastikkurs teilnehmen oder eine spezielle Bildschirmbrille benötigen. Wer mehr als 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter/-in steuerfrei ausgeben will, muss den berufsspezifischen Nachweis durch eine Auskunft des medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der Berufsgenossenschaft oder eines Sachverständigen erbringen. In solchen Fällen sollten Unternehmen vorab immer ihren steuerlichen Berater konsultieren, insbesondere wenn eine größere Anzahl von Beschäftigten betroffen ist.

Was sollte beachtet werden?
Vorsicht ist bei Angeboten des allgemeinen Freizeit- und Breitensports geboten. Die Übernahme oder Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen – beispielsweise von Fitnessstudios oder Sportvereinen – ist immer steuer- und sozialversicherungspflichtig. Firmen können dabei jedoch die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro in Anspruch nehmen. Wie in einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Niedersachen (Az. 14 K 204/16) deutlich wird, stimmt die Finanzverwaltung bei der Finanzierung einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft der Anwendung der monatlichen Sachbezugsfreigrenze zu. Sie sieht den Zufluss des geldwerten Vorteils beim Arbeitnehmer jedoch nicht monatlich, sondern je nach Vertragsgestaltung in einer Summe. Damit würde die Sachbezugsfreigrenze im Regelfall überschritten. Das Finanzgericht urteilte zwar zuguns­ten des Steuerpflichtigen, hat jedoch die Revision zum BFH zugelassen (Az. VI R 14/18). Bis zur abschließenden Klärung sollten Arbeitgeber gegen anderslautende Entscheidungen des Finanzamtes Einspruch einlegen. So können sie gegebenenfalls von einem steuerzahlerfreundli­chen Urteil rückwirkend profitieren.

Autor: Torsten Lambertz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater der Kanzlei WWS Wirtz, Walter, Schmitz in Mönchengladbach

www.wws-gruppe.de

 

 

 

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Fri, 08 Feb 2019 08:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/a/csm_44_f3cd93cebb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/a/csm_44_e2f5dfcaf4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZH-2019-01_02/44.jpg
news-27759 Modernisierungsquote weiterhin auf niedrigem Niveau https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/modernisierungsquote-weiterhin-auf-niedrigem-niveau/ Köln/Berlin.  Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hat seine jährliche Bilanz vorgestellt. Danach konnten die im BDH organisierten Hersteller mit 732000 abgesetzten Wärmeerzeugern zwar insgesamt ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dieses Plus resultiere jedoch ausschließlich aus dem nach wie vor dynamischen Neubaugeschäft, heißt es.  

„Rund 600000 Geräte gingen im letzten Jahr in die Bestandssanierung. Bei circa 12 Mio. veralteten Anlagen im Bestand ist die jetzige Modernisierungsquote zu gering. Hier muss die Politik endlich Anreize setzen, um das reichlich vorhandene private Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren“, sagt BDH-Präsident Uwe Glock.
Die am meisten nachgefragte Technologie war Gas-Brennwerttechnik mit 492500 abgesetzten Geräten und einem Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Wie bereits im Vorjahr landeten Wärmepumpen auf Platz zwei der Absatzstatistik mit 84000 verkauften Geräten und einem Plus von 8 %. Danach folgt die Öl-Brennwerttechnik mit 58500 Geräten und leicht rückläufiger Tendenz mit einem Minus von 3 %. Nicht zufriedenstellend verlief die Entwicklung bei Systemen auf Basis von Biomasse mit 24000 verkauften Geräten und einem Minus von 9 %.
Neben den Marktzahlen veröffentlichte der BDH auch die Ergebnisse seiner jährlichen Multimomentaufnahme. Danach erwirtschafteten die 104 im BDH organisierten Unternehmen mit rund 75500 Beschäftigten einen weltweiten Umsatz von 15,1 Mrd. Euro.

www.bdh-koeln.de

 

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Fri, 08 Feb 2019 07:59:22 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_BDH-zugeschnitten_web_5aba75cacf.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_BDH-zugeschnitten_web_85d8da533b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2019/BDH-zugeschnitten_web.jpg
news-27703 Systemair: „Systemair Configurator“ – Auswahl­programm für Axialventilatoren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/systemair-systemair-configurator-auswahlprogramm-fuer-axialventilatoren/ Mit dem „Systemair Configurator“ bietet der Hersteller Systemair ein Auswahlprogramm für Axialventilatoren an. Nach Angabe des Unternehmens ermöglicht das Tool durch den direkten Vergleich der Produkte eine einfache und schnelle Auswahl.  

Dabei können die Axialventilatoren mit variablen Zubehörteilen in 3D-Ansicht simuliert werden, was eine enorme Erleichterung in der Praxis darstellt“, betont Systemair. Darüber hinaus stehen aktuelle Dokumentationen mit allen technischen Daten zur Verfügung. Der CAD-Export im DXF-Format und die Erstellung von Spezifikationstexten sowie technischen Reports in PDF, Word oder GAEB runden die Möglichkeiten des Konfigurators ab.
Das Auswahlprogramm steht im Internet unter https://configurator.systemair.com nach einer Registrierung bzw. dem Login zur Verfügung.

Systemair GmbH, Seehöfer Str. 45, 97944 Boxberg-Windischbuch, Tel.: 079309272-0, Fax: -92, info@systemair.de, www.systemair.de

 

 

 

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Fri, 08 Feb 2019 07:06:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/5/csm_61_Systemair_c6ff58c98a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/5/csm_61_Systemair_47c1712681.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/61_Systemair.jpg
news-27758 Design-Wettbewerb verzeichnet hohen Zuspruch – Preisverleihung auf der ISH 2019 https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/design-wettbewerb-verzeichnet-hohen-zuspruch-preisverleihung-auf-der-ish-2019/ Sankt Augustin.  Zum vierten Mal hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) im Herbst 2018 den Design-Wettbewerb „Badkomfort für Generationen“ ausgeschrieben. Im Vergleich zur vorherigen Ausschreibung habe sich die die Zahl der Nominierungen verdoppelt. Aus den vorliegenden 46 Nominierungen wird eine Jury zur diesjährigen ISH 2019 die Gewinner ermitteln.  

„Badkomfort für Generationen ist für uns die Summe aus Design, Qualität und intuitiver Nutzerfreundlichkeit. Die zum Wettbewerb eingereichten Produkte müssen diese Besonderheit in beispielhafter Weise erfüllen“, erklärt hierzu Matthias Thiel. Der Wirtschaftsingenieur ist im Zentralverband für die Durchführung des Wettbewerbs zuständig.
Das Badezimmer ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Bis 2030 besteht Schätzungen zufolge bundesweit ein Bedarf an drei Millionen barrierefreien Wohnungen. Die Nachfrage nach aus Kunden- und Nutzersichtsicht attraktiven Produktlösungen, die Funktionalität, Flexibilität, Sicherheit und Komfort für alle Generationen berücksichtigen, wird nach Überzeugung des Zentralverbands weiter deutlich anziehen.
Die für das Finale auf der ISH nominierten Produkte sind in einer Bilderschau unter www.zvshk-award.com/wettbewerb/ zu begutachten. Die Preisverleihung erfolgt am Mittwoch, dem 13. März 2019, 11.00 Uhr, auf dem Messestand des ZVSHK in Halle 11.1, Stand E 87.

www.zvshk.de

 

 

 

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Thu, 07 Feb 2019 12:14:20 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_ZVSHK-Award_6224445690.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_ZVSHK-Award_6ac7ed5845.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/ZVSHK-Award.jpg
news-27756 Hansa: Neue Aktion für Fachhandwerker https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hansa-neue-aktion-fuer-fachhandwerker/ Stuttgart.  Beim Kauf von fünf „Bluebox“-Unterputz-Systemen von Hansa gibt es noch bis zum 30. April eine LED-Baustellenlampe gratis dazu. Dafür muss das Unterputz-System zum regulären Preis beim Fachgroßhandel geordert und anschließend das Bestellformular an Hansa gesendet werden, teilt das Unternehmen mit.  

Als universelles Unterputzsystem mit rotationssymmetrischem Aufbau eignet sich die „Bluebox“ für unterschiedliche Einbausituationen. In der Rohbauphase kommt nur die Grundeinheit in die Wand – Design und Funktion lassen sich später festlegen. Das sorge für höchste Flexibilität bei der Armaturenwahl, nennt Hansa einen Vorteil des Systems.

www.hansa.de

 

 

 

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Thu, 07 Feb 2019 09:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Hansa-Baustellenlampe_b5a581599f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Hansa-Baustellenlampe_4f14e00453.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/Hansa-Baustellenlampe.jpg
news-27753 Neuer Verband geht an den Start https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/neuer-verband-geht-an-den-start/ Unter dem Slogan „Mach dein Haus fit für die Zukunft – innovativ, unabhängig, bezahlbar“ geht der neugegründete Verband EnergieErzeugende Gebäude e.V. (VEEG) an den Start. Angesprochen sind auch Installationsbetriebe.  

Der Verband hat für sich als Ziel formuliert, „das beste energetische Gesamtkonzept für energieeffizientes Bauen und Sanieren" zu definieren und in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu etablieren. Sitz des neuen Verbands ist Osnabrück.
Mitglieder können sowohl Hersteller, Dienstleister als auch Installationsbetriebe aus dem Bereich der Gebäudetechnik sein. Willkommen ist laut VEEG somit jede Unternehmung bzw. jede Institution, die zielkonforme Referenzen nachweisen kann. Neben Installationsbetrieben sind explizit auch Hersteller und Dienstleister angesprochen, die zum gemeinsamen Ziel der Energieautonomie beitragen wollen. Auch interessierte Privatpersonen mit Branchenerfahrung sind zur Mitarbeit eingeladen.

Ganzheitlicher Ansatz
Der Ansatz des VEEG ist nach eigenen Angaben ein ganzheitlicher: Er beinhalte neben der Gebäudedämmung insbesondere die gesamte Gebäudetechnik, bestehend aus Wärme- und Stromversorgung sowie Wohnraumlüftung. Dabei werden ausschließlich dezentrale Konzepte auf Basis erneuerbarer Energien entwickelt, die durch intelligente Vernetzung eine maximale Unabhängigkeit von fossilen Quellen und Energiepreisen im Neu- und Altbau gewährleisten. Weitere Schwerpunkte bilden die Themen Elektromobilität und Gebäudeautomation.

Verbandspläne
Der VEEG will in diesem Zusammenhang nicht nur die Aufgabe der Definition dieser Energiekonzepte übernehmen, sondern insbesondere auch die Verbreitung durch Publikationen, Podcasts, Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Institutionen und Multiplikatoren in den entsprechenden Branchen. Die Realisierung dieser Konzepte soll wiederum durch qualifizierte Installationsbetriebe erfolgen, die durch die Einbindung in die Vereinsarbeit frühzeitig Ihre praktischen Erfahrungen einbringen können.
Der Vereinsvorstand ist per Mail unter vorstand@ve-eg.de zu erreichen. Die Internetpräsenz www.ve-eg.de soll in Kürze online sein.

 

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Thu, 07 Feb 2019 08:30:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm__KW6_veeg1_13dd71cae8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm__KW6_veeg1_552762c719.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW6_veeg1.jpg
news-27694 Metabowerke: Jetzt auch digital: das neue Baustellenradio https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/metabowerke-jetzt-auch-digital-das-neue-baustellenradio/ „Der Ton macht die Musik“, zitiert Metabo ein Sprichwort und bezieht es auf das neue digitale Baustellenradio „R 12-18 DAB+ BT“. Empfangbar sind digitale Radioprogramme im Übertragungsstandard DAB+. Optional ist das Radio mit einer Bluetooth-Schnittstelle erhältlich. Die Modelle mit analogem Empfang heißen „R 12-18“ und „R 12-18 BT“ (mit Bluetooth-­Streaming-Funktion).  

Das Radio läuft mit Kabel und mit Akku; alle Metabo-Akkupacks von 12 bis 18 V passen in das Gerät. Mit einem 8.0 Ah LiHD-Akku läuft das Radio bis zu 36 Stunden, „das reicht für mehr als vier ganze Arbeitstage“.

Metabowerke GmbH, Metabo-Allee, 72622 Nürtingen, Tel.: 07022 72-0, Fax: -2595, metabo@metabo.de, www.metabo.com

 

 

 

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Thu, 07 Feb 2019 08:18:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/d/csm_66_Metabo-Baustellenradio_59f2b4e76c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/d/csm_66_Metabo-Baustellenradio_34130649bb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/66_Metabo-Baustellenradio.jpg
news-27757 Änderung der BAFA-Richtlinie https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/aenderung-der-bafa-richtlinie/ Bonn.  Zum Jahresbeginn ist die novellierte Kälte-Klima-Richtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums in Kraft getreten. Gefördert werden Kälteerzeuger mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären Kälte- und Klimaanlagen (einschließlich Komponenten und Speicher) sowie erstmals auch CO2-Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen. Halogenierte Kältemittel dürfen nicht mehr zum Einsatz kommen.  

Eine wichtige Änderung: „Bei der Förderung von CO2-Kälteanlagen ist die Einschränkung auf ausschließlich Booster-Anlagen aufgehoben worden. Das macht den Einsatz dieser Anlagen für Gewerbe- und Industriekunden wesentlich attraktiver“, teilt die Bonner Stimme mit – ein gemeinsames Projekt vom Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), Bundesinnungsverband des deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BiV) und Zentralverband Kälte Klima Wärmepumpen (ZVKKW).
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist für die Bearbeitung der Förderanträge sowie die Auszahlung der Zuschüsse zuständig. Auf der Homepage (www.bafa.de) gibt es weitere Informationen über die Fördertatbestände, das Antrags- und Förderverfahren sowie die rechtlichen Grundlagen.

www.bonner-stimme.de
www.bafa.de

 

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Thu, 07 Feb 2019 07:58:59 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Bonner-Stimme_web_dd4194eab9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Bonner-Stimme_web_fd96ad5e60.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/Bonner-Stimme_web.jpg
news-27653 Sicherer Fernzugriff auf Unternehmensdaten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sicherer-fernzugriff-auf-unternehmensdaten/ „Virtuelle Private Netzwerke“ sorgen unterwegs für verschlüsselte Verbindungen  

Der Überall-Zugriff auf Kunden- und Projektdaten per Internet macht den Arbeitsalltag für SHK-Handwerksbetriebe komfortabler. Eine beliebte und sichere Lösung ist der sogenannte Fernzugriff über ein „Virtuelles Privates Netzwerk“ (VPN).

Wenn SHK-Handwerker unterwegs immer die aktuellsten Kunden- und Projektdaten nutzen wollen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder sie kopieren die jeweils aktuellsten Versionen täglich im Büro manuell auf ihre Notebooks, Smartphones und Tablets – oder sie nutzen eine Zugriffsmöglichkeit per Internet. Besonders komfortabel und sicher ist der Fernzugriff auf Daten im Büro über ein virtuelles privates Netzwerk, kurz VPN. Der größte Unterschied im Vergleich zu einem herkömmlichen, öffentlichen WLAN: Das VPN sorgt für eine verschlüsselte Verbindung, sodass keine Daten von Hackern abgefangen werden können.

Überall-Zugriff auf aktuelle Daten
Technisch funktioniert das so: Über das VPN realisiert ein sogenannter „Client“ – zum Beispiel ein Smartphone oder Tablet – eine verschlüsselte Direktverbindung zu einem VPN-Server, über den die Firmendaten im Büro abrufbar sind. Der VPN-Server ist zum Beispiel ein einzelner PC im Firmennetzwerk oder ein Router, über den man Zugriff auf die Daten im gesam­ten Firmen-Netzwerk hat. Der Vorteil liegt auf der Hand: So arbeiten alle Kollegen im Büro und unterwegs immer nur mit den aktuellsten Datei-Versionen. Gleichzeitig entfällt das zeitaufwendige Kopieren von Daten auf verschiedene Geräte.

Mindestgeschwindigkeiten für VPNs
Um ein VPN von unterwegs aus sinnvoll zu nutzen, sollten zwei Voraussetzungen vorliegen:
Die Internetverbindung des mobilen Geräts muss stabil sein und mindestens auf UMTS-Niveau liegen (384 kBit/s). Noch besser und schneller sind Verbindungen per HSDPA oder LTE.
Aber auch die Internetverbindung des angebundenen VPN-Servers im Büro sollte eine gewisse Mindestgeschwindigkeit aufweisen, damit Datenzugriffe nicht zur Geduldsprobe werden. Da DSL-Anschlüsse typischerweise sehr schnelle Downloads, aber nur langsame Uploads erlauben, sollte für die Einrichtung eines VPN mindestens DSL 16000 vorhanden sein. Der Upload liegt bei solchen Anschlüssen in der Regel bei 1024 kBit/s, was für Fernzugriffe die untere Grenze darstellt.

Ferner ist zu beachten, dass bei einem aktivierten VPN auf einem mobilen Gerät wirklich alle Daten den Umweg über das Firmennetzwerk machen. So werden Downloads aus anderen Quellen oder das Surfen im Internet eventuell ausgebremst.
Sind alle Voraussetzungen erfüllt, lässt sich der Fernzugriff selbst über mehrere Wege realisieren: Betriebssys­teme wie Windows, Android, MacOS oder iOS bringen bereits eigene Werkzeuge mit, um ein VPN einzurichten. Je nach vorhandener Hard- und Software ist es aber nicht immer einfach, ein eigenes VPN zu konfigurieren. Deshalb gibt es andere Lösungen, die auch technische Laien in kurzer Zeit umsetzen können.

Hard- und Software-Lösungen
Besonders praktisch sind Router, die VPN-Funktionen direkt unterstützen. Beispiele sind verschiedene Modelle von AVM1), Lancom2) oder Zyxel3). Hier lässt sich am Router die entsprechende Konfiguration vornehmen, welche Daten für Zugriffe über ein VPN freigegeben werden. Der Zugriff von unterwegs erfolgt dann besonders komfortabel über entsprechende Apps, die einige Routerhersteller kostenlos zum Download anbieten.
Wenn im Betrieb kein Router mit direkter VPN-Unterstützung vorhanden ist, kann man alternativ einen PC im Firmennetzwerk als sogenanntes „Gateway“ nutzen: Zur Einrichtung des VPN, auf das dann andere Notebooks oder PCs zugreifen können, gibt es einfache Software-Lösungen wie Wippien4) oder Ammyy Admin5). Mit einigen dieser Lösungen lassen sich Rechner auch komplett fernsteuern, sofern man diese sogenannte „Fernwartungsfunktion“ nicht deaktiviert.

VPN mit mobilen Geräten
Wenn im eigenen Betrieb bereits ein VPN-Server eingerichtet ist, kann man mobile Geräte wie Smartphones und Tablets in wenigen Schritten direkt mit dem Firmennetzwerk verbinden (s. Kasten). Ganz ohne VPN-Server lässt sich ein Datenzugriff aber auch über Apps realisieren, die es von verschiedenen Anbietern als kostenlose oder kostenpflichtige Version gibt. Hier muss auf beiden Seiten – also zum Beispiel auf dem Tablet eines Mitarbeiters und einem Büro-PC – die entsprechende Software installiert werden. Auf diese Weise funktionieren zum Beispiel die Software-Lösungen „TeamViewer“ oder „AnyDesk“. Da die Einrichtung und Anwendung bei den verschiedenen Apps unterschiedlich funktioniert, stellen die Anbieter online oder in den Apps selbst entsprechende Anleitungen bereit.

Autor: Thomas Busch, Fachjournalist

1) www.avm.de
2) www.lancom.de
3) www.zyxel.com
4) www.wippien.com
5) www.ammyy.com

 

Android-Gerät per VPN mit Firmennetzwerk verbinden
Hinweis: Je nach Geräte-Hersteller und Android-Version können sich die Namen der Menüpunkte und die einzelnen Schritte leicht unterscheiden.

  1. Öffnen Sie die „Einstellungen“ auf Ihrem Android-Gerät.
  2. Wählen Sie unter „Netzwerke und Verbindungen“ bzw. „Drahtlos und Netzwerke“ den Punkt „Mehr“ bzw. „Weitere Verbindungseinstellungen“.
  3. Öffnen Sie den Menüeintrag „VPN“.
  4. Tippen Sie auf „VPN hinzufügen“ oder das „+“.
  5. Vervollständigen Sie das VPN-Profil mit den korrekten Daten. Diese erhalten Sie bei Bedarf vom Administrator Ihres Firmennetzwerks. Klicken Sie abschließend auf „Speichern“.
  6. In Zukunft können Sie sich nun bequem mit einem Klick auf den Verbindungsnamen in Ihr VPN einloggen.

 

 

 

 

iOS-Gerät per VPN mit Firmennetzwerk verbinden
Hinweis: Je nach Modell und iOS-Version können sich die Namen der Menüpunkte und die einzelnen Schritte leicht unterscheiden.

  1. Öffnen Sie die „Einstellungen“ auf Ihrem iOS-Gerät.
  2. Scrollen Sie herunter und wählen Sie den Punkt „Allgemein“.
  3. Scrollen Sie wieder herunter und öffnen Sie den Menüeintrag „VPN“.
  4. Tippen Sie auf „VPN hinzufügen“.
  5. Vervollständigen Sie das VPN-Profil mit den korrekten Daten. Diese erhalten Sie bei Bedarf vom Administrator Ihres Firmennetzwerks. Klicken Sie abschließend oben rechts auf „Fertig“.
  6. Um das VPN künftig zu aktivieren, klicken Sie auf „Einstellungen“ und schalten Sie den Schiebeschalter rechts neben dem neuen Eintrag „VPN“ auf „an“.
  7. Die VPN-Verbindung ist aktiv, wenn in der Symbolleiste oben rechts ein VPN-Symbol zu sehen ist.

 

 

Wichtige Fachbegriffe kurz erklärt

DSL
Abkürzung für „Digital Subscriber Line“ (digitale Teilnehmer-Anschlussleitung). Eine digitale Übertragungstechnik, mit der ein schneller Breitband-Internetzugang über das Telefonnetz realisiert wird.

Hacker
Ein Hacker nutzt Sicherheitslücken in Computersystemen aus, um sich übers Internet unberechtigt Zugang zu fremden PCs zu verschaffen. Sein Ziel: Die Kontrolle über einen Rechner zu übernehmen oder Daten zu stehlen.

HSDPA
Die Technologie „High Speed Downlink Packet Access” kann die Datenrate eines UMTS-Zugangs theoretisch auf bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde beschleunigen. Mit HSDPA+ sogar auf bis zu 42,2 MBit/s.

LTE
Abkürzung für „Long Term Evolution“ (frei übersetzt: Langzeitentwicklung). Diese aktuelle Mobilfunktechnik der vierten Generation (4G) ermöglicht theoretisch Download-Geschwindigkeiten bis zu 500 Mbit/s. In der Praxis sind es meist weniger.

Router
Ein Router regelt den Übergang zwischen einem lokalen Netzwerk und dem Internet. Per WLAN können so zum Beispiel mehrere Geräte wie PCs oder Smartphones drahtlos auf das Internet zugreifen. Außerdem lassen sich verschiedene Geräte über einen Router miteinander vernetzen.

UMTS
Der Übertragungsstandard „Universal Mobile Telecommunications Systems“ kann Übertragungsraten von bis zu 384 Kbit/s erreichen.

WLAN
Abkürzung für „Wireless Local Area Network“ (drahtloses lokales Netzwerk). Bezeichnet die kabellose Verbindung über ein Funknetzwerk.

 

 

 

 

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Thu, 07 Feb 2019 07:47:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_40a_5808f41891.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_40a_ce880e5286.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZH-2019-01_02/40a.jpg
news-27701 Herz: Erstmals Hackgut-Brennwertkessel https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/herz-erstmals-hackgut-brennwertkessel/ Das österreichische Unternehmen Herz bringt mit der „Firematic ­Condensation“ die erste Hackgutanlage mit Brennwerttechnik auf den Markt. Die Kessel mit 30 bzw. 40 kW sind erstmals in der Lage, die im Abgas enthaltene Kondensationswärme zu nutzen. Um Korrosionen entgegenzutreten, besteht der Kesselkörper aus Edelstahl. Der Rost wird durch automatisches Kippen in eine ­Matrize gereinigt.  

Automatisiert erfolgt auch die Reinigung des Wärmeübertragers: Die Flächen aus Edelstahl werden durch einen Spülmechanismus mit Wasser sowie durch Turbulatoren gereinigt – auch während des Heizbetriebes. Flug­asche, Kondensat und Spülwasser werden über den Kondensat- und Reinigungswasserablauf in den Kanal gespült.

Herz Energietechnik GmbH, Herzstr. 1, A-7423 Pinkafeld, Tel.: 0043 3357 42840-0, Fax: -190, office-energie@herz.eu, www.herz.eu

 

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Thu, 07 Feb 2019 07:03:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_62_Herz-Hackgut-Brennwertkessel_cbeedf5b83.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_62_Herz-Hackgut-Brennwertkessel_4dd8e14872.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/62_Herz-Hackgut-Brennwertkessel.jpg
news-27755 ZDH: Handwerker sollen fehlerhaften Kfz-Steuerbescheiden widersprechen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zdh-handwerker-sollen-fehlerhaften-kfz-steuerbescheiden-widersprechen/ Berlin.  Der Zoll verschickt aktuell neue Kfz-Steuerbescheide. Dabei häufen sich nach Auskunft des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) Fälle, in denen leichte Nutzfahrzeuge von Handwerksbetrieben durch Zollbehörden als Pkw eingestuft werden. Darunter auch solche, die zulassungsrechtlich als Lkw gelten und bislang steuerrechtlich wie Nutzfahrzeuge behandelt wurden. Mit dieser Neueinstufung seien jährliche Zusatzkosten von mehreren Hundert Euro pro Fahrzeug verbunden.  

Hintergrund, so der ZDH, sei eine Gesetzesänderung von 2012. Ziel soll es seinerzeit gewesen sein, die steuerliche Begünstigung von sogenannten Pick-ups einzuschränken. Leichte Nutzfahrzeuge sollten wie Pkw besteuert werden, wenn sie überwiegend der Personenbeförderung dienen. Seit Ende 2018 verschicke der Zoll nun wegen geänderter EDV-Programme „massenhaft korrigierte Steuerbescheide“. Allerdings würden auch leichte Nutzfahrzeuge, vor allem solche mit Doppelkabinen, wie Pkw besteuert. Diese Änderungen setze die Straßenverkehrsbehörde oft ohne nähere Prüfung um.
Der ZDH rät Handwerkern, den Bescheid genau zu prüfen und gegebenenfalls Einspruch einzulegen – und zwar innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheides. „Das Einspruchsverfahren vor der Zollbehörde ist kostenfrei.“ Entscheidend sei, ob das Fahrzeug überwiegend der Personenbeförderung diene oder als Nutzfahrzeug eingesetzt werde.
Nach dem Willen des Gesetzgebers komme es hier vor allem auf das Verhältnis von Ladefläche zum restlichen Fahrzeug an. Überwiege die Ladefläche, sei davon auszugehen, dass das Fahrzeug steuerlich weiterhin als Nutzfahrzeug behandelt werden könne. Handwerker sollten nach Ansicht des ZDH dem Einspruch auch Fotos beifügen, die dies dokumentieren.

www.zdh.de

 

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Wed, 06 Feb 2019 09:09:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_ZDH-Adobe-Stock_0ad11bdd1a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_ZDH-Adobe-Stock_4f0510a7b7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/ZDH-Adobe-Stock.jpg
news-27754 Schneelasten können Solarkollektoren beschädigen: Sachverständiger rät zur Überprüfung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/schneelasten-koennen-solarkollektoren-beschaedigen-sachverstaendiger-raet-zur-ueberpruefung/ Waldkraiburg.  Nach den extremen Schneefällen in der nördlichen Alpenregion herrscht Unsicherheit über die Auswirkungen der zum Teil enormen Schneelasten auf Solarmodulen. 10 cm Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m², nasser Schnee kommt auf 40 kg, informiert die IBC Solar AG.  

Dicke Schneeschichten machten einem Modul nichts aus – solange die Last gleichmäßig verteilt sei, so die Aussage des Systemhauses für Photovoltaik und Energiespeicher. Kritisch könne es bei großen Flachdächern werden. Wenn die Traglastreserve des Gebäudes ausgereizt oder gar überschritten sei, werde es höchste Zeit, den Schnee entfernen zu lassen. Dabei sollten ausschließlich geschulte Experten zum Einsatz kommen, rät IBC Solar. An der Frage, ob die Module kleinerer Anlagen von Schneelasten befreit werden sollten, scheiden sich die Geister.
Doch es gibt auch warnende Stimmen: Die Aussage, dass Schneelasten PV-Modulen und Solarkollektoren nichts anhaben könnten, ist laut dem Solar-Sachverständigen Christian Keilholz „nur die halbe Wahrheit“. Zwar würden z.B. PV-Module normativ mit einem Druck von 2400 Pa bzw. 5400 Pa geprüft. Die Belastungsprüfungen würden jedoch nur im rechten Winkel auf das Bauteil ausgeführt. „Die unter den Aufstellbedingungen auftretende Schrägkraft wird dabei nicht berücksichtigt“, bemerkt Keilholz. Unter den realen Belastungsbedingungen könne die Schrägkraft zu einer Verformung speziell des unteren Rahmenprofils führen. Dabei könne das Laminat bzw. die Glasscheibe sogar aus dem Rahmen springen und brechen. Die Richtlinie VDI 6012 Blatt 1.4, die die Kraftverhältnisse - wie auch die Schneeanhäufung - beschreibt und berücksichtigt, werde leider zu wenig beachtet.
„Eine genaue Überprüfung von PV-Modulen und Solarkollektoren nach einem schneereichen Winter ist deshalb dringend zu empfehlen“, rät Keilholz. Diese Kontrolle sollte auch die Solar-Unterkonstruktion mit einbeziehen. Damit könnten mögliche Schäden z.B. an der Dachdeckung und der Dachkonstruktion frühzeitig erkannt werden.
IBC Solar weist darauf hin, dass in Regionen mit häufigen und starken Schneefällen Module mit technischen Hilfsmitteln verstärkt werden könnten. Eine Möglichkeit sei „FrameFix“. Diese Rahmenverstärkung aus Stahlseilen werde auf die Modulrückseite gespannt. So könnten bis zu 800 kg mehr Tragfähigkeit erreicht werden.

www.solarklima.com
www.solar-sachverständiger.de
www.ibc-solar.com

 

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Wed, 06 Feb 2019 08:38:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/b/csm_Schneelast-Keilholz_ff82c1d9df.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/b/csm_Schneelast-Keilholz_0d5c118cb2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/Schneelast-Keilholz.jpg
news-27654 „Pflicht zur digitalen Archivierung nicht außer Acht lassen“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/pflicht-zur-digitalen-archivierung-nicht-ausser-acht-lassen/ GoBD-Anforderungen werden vielfach nicht umgesetzt. Mögliche Folgen und Empfehlungen  

Spätestens seit dem 1. Januar 2017 gelten die Vorschriften der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff). Jedes Unternehmen, unabhängig von Branche und Größe, unterliegt damit der Pflicht zur unveränderbaren und sicheren Archivierung, sofern für die Unterstützung und Steuerung der betrieblichen Prozesse eine Software eingesetzt wird. Diese Pflicht wird aber offensichtlich vielfach noch nicht erfüllt, wie das Softwareunternehmen Hausmann & Wynen festgestellt hat. „Wir empfehlen daher allen betroffenen Unternehmen möglichst schnell zu handeln“, sagt Sven Wollthan, Mitglied der Geschäftsführung bei Hausmann & Wynen Datenverarbeitung GmbH. Die IKZ-Redaktion erörterte im Interview mit dem Softwarespezialisten u.a. die Anforderungen zur ordnungsgemäßen Umsetzung, mögliche Nachteile bei einer Nichtbeachtung, aber auch die Vorteile durch die Umsetzung der Vorschriften.

IKZ-HAUSTECHNIK: Herr Wollthan, kurz zum Hintergrund der bestehenden Vorschrift: Welche Bereiche der digitalen Daten sind von der Archivierungspflicht betroffen? Und welche Anforderungen muss eine ordnungsgemäße Datensicherung in diesem Zusammenhang erfüllen?
Sven Wollthan: Es müssen alle elektronischen Dokumente zu einem Auftrag archiviert werden: z. B. eine Bestellung des Kunden per E-Mail, Lieferscheine, Rechnungen, GAEB-Dateien etc. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass man nicht alles archivieren muss. Erhält man z. B. Dokumente per Papier, so ist man laut GoBD nicht gezwungen diese zu scannen. Scannt man diese Papierdokumente aber, dann müssen diese revisionssicher zusätzlich abgelegt werden. Dazu reicht kein reines speichern in einem Windows-Ordner.
„Bei der eigentlichen Datensicherung existieren auch noch viele Ammenmärchen, d. h. dass z. B. spezielle Hardware eingesetzt werden müsste. Dem ist nicht so: Wenn die Daten z. B. über Powerbird verschlüsselt in der Datenbank gespeichert wurden, reicht jede normale Hardware + Datensicherungssoftware. Es ist   natürlich vom Kunden sicherzustellen, dass diese technisch auch funktioniert. Die Anwender müssen das auch regelmäßig überprüfen.“

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie hoch ist Ihren Erkenntnissen nach das Versäumnis in der Durchführungspflicht?
Sven Wollthan: Aktuell nutzen nur rund 15 % unserer Betriebe das revisionssichere Archiv. Sieht man mal von einem kleinen Teil der Unternehmen ab, die aufgrund ihrer Umsatzgröße nicht von den Vorschriften betroffen sind – damit sind die nicht bilanzierungspflichtigen Betriebe gemeint –, gibt es somit noch eine Vielzahl von Betrieben, die sich in der Pflicht befinden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche möglichen Folgen können den Betrieben drohen, die die entsprechende Pflicht zur vorgeschriebenen Datensicherung außer Acht lassen bzw. nicht erfüllen?
Sven Wollthan: Wenn die vorgeschriebene Pflicht zur revisionssicheren Archivierung der Belege nicht erfolgt, können hier zum Teil empfindliche Strafen drohen. Dies kann bei einer Verwarnung beginnen, geht aber auch mit Bußgeldern einher.
Damit es nicht unbewusst zu einer Ahndung kommt, sollte sich der Archivierungspflichtige sicher sein, seine Daten „richtig“ gesichert zu haben. Denn in unseren Gesprächen erleben wir immer wieder, dass die Kunden „Speichern auf dem Server“ mit „verschlüsselt im revisionssicheren Archiv speichern“ verwechseln. Hier besteht ein himmelweiter Unterschied, denn es wird dann nicht die vom Gesetzgeber geforderte Unveränderbarkeit von Dateien eingehalten.

IKZ-HAUSTECHNIK:
In der Regel bestehen Daten und EDV-Programme seit langer Zeit in Unternehmen. Daher kommen zur Archivierung nicht selten Software-Insellösungen zum Einsatz. Worauf sollte ein Betrieb für dessen Einsatz achten? Und welche Nachteile können entstehen?
Sven Wollthan: Allgemein würde ich immer von einer Insellösung abraten. Alle unsere Interessenten kontaktieren uns, da unsere Software einen ganzeinheitlichen Ansatz bietet. Von der Kalkulation über Nachkalkulation, Bestellprozesse, Fahrzeugverwaltung, Ortung, Lohn, Fibu, Mobile APP’s bis hin zur integrierten DMS/Archivierungslösung. Viele Insellösungen entfallen nach dem Einsatz von „Powerbird“. Dadurch läuft eine Organisation natürlich auch viel schlanker, effizienter und schneller. Also liegen die Nachteile der Insellösungen auf der Hand: Oft muss man dann Dinge zwei- oder dreimal machen, die wir im Hintergrund korrekt automatisch erledigen. Dazu stehen Informationen in der jeweiligen Branchenlösung mitunter nicht immer auf Knopfdruck zur Verfügung, sodass dann auch in die Insellösung geschaut werden muss. Zu guter Letzt sind viele Insellösungen oft auch teurer als eine ganzheitliche Lösung.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche allgemeinen Empfehlungen können Sie für einen Auswahlprozess einer geeigneten Softwarelösung geben?
Sven Wollthan: Dem Auswahlprozess, die richtige Software für eine revisionssichere Archivierung zu finden, kommt eine hohe Bedeutung zu, da die einmal getroffene Entscheidung in der Regel langfristig Bestand haben soll. Schnell wird dabei festgestellt, dass der Markt die unterschiedlichsten Lösungen anbietet. Dabei sind die funktionalen und technischen Besonderheiten häufig auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Vor diesem Hintergrund sollte der interessierte Betrieb genauer hinschauen, um die individuellen Anforderungen für eine Software zu ermitteln – und das am besten ganzheitlich gesehen. Von Vorteil ist dabei, wenn das digitale Archiv bereits ein fest integrierter Bestandteil einer kaufmännischen Gesamtlösung ist.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ergeben sich neben dem Aufwand zur Archivierung auch Vorteile für den Betriebsablauf?
Sven Wollthan: Auf jeden Fall. Eine Archivierung hat viele Vorteile – was ein Beispiel aus unserem eigenen Hause beweist: Nach der Einführung der digitalen Archivierung konnten wir bei uns den 30 m² umfassenden Archivraum auflösen. Jetzt wird der Raum als Büro genutzt. Ruft mich heute ein Kunde an, der eine Frage zu einem alten Angebot/Auftrag/Vorgang hat, kann ich ihm die Frage bequem vom Arbeitsplatz aus beantworten – ohne in ein staubiges Archiv zu gehen. Des Weiteren hat es den großen Vorteil, auf die Daten auch mobil über unsere APP zugreifen zu können.
Neben der langfristigen, unveränderbaren und sicheren Aufbewahrung von Dokumenten und Informationen, ermöglicht ein digitales Archiv vor allen Dingen eine höhere Zugriffsgeschwindigkeit auf alle zentral abgelegten Informationen. Dadurch werden Prozesse beschleunigt und Reaktionszeiten deutlich verkürzt, was sich positiv auf den betriebsinternen Ablauf und letztlich auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

www.powerbird.de

 

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Wed, 06 Feb 2019 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_38_86e218ad3f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_38_3365b9ff0b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/2019/IKZH-2019-01_02/38.jpg
news-27707 KFE-Hahn wird fünf Jahre alt https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kfe-hahn-wird-fuenf-jahre-alt/ Entwässerungsspezialist Aschl feiert Produktgeburtstag: Fünf Jahre alt ist der Kessel-Füll- und Entleerungshahn (KFE-Hahn) aus Edelstahl, der laut Hersteller bislang etwa 5000-mal verbaut worden ist.  

Das Ventil zum Befüllen und Entleeren von Heizungs-, Kühl-, Solar- und Trinkwasseranlagen besitzt eine Gesamtlänge von 72 mm und wird mit Schlauchtülle und Betätigungs-/Verschlusskappen sowie in Kombination mit einer Verbindungskette geliefert. Durch den Werkstoff Edelstahl sei das Produkt korrosionsbeständig und langlebiger als ein Hahn aus Messing.

 

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Wed, 06 Feb 2019 07:33:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_60_Aschl-KFE-Hahn_d3d1c4b0fb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_60_Aschl-KFE-Hahn_6d5827ce8b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/60_Aschl-KFE-Hahn.jpg
news-27752 Vollabdeckung ohne Netzausbau https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vollabdeckung-ohne-netzausbau/ Eine Studie der TU Braunschweig im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigt, dass die Zunahme von Elektro-Autos auf den Straßen nicht einher gehen muss mit einem Netzausbau, wenn die Potenziale der Eigenstromversorgung genutzt werden.  

„Die Elektromobilität mit einem steigenden Bedarf an Ladepunkten kann die bestehenden Energieversorgungsnetze zwar vor Herausforderungen stellen. Wenn aber alle Möglichkeiten von privaten Photovoltaik-Speichersystemen genutzt werden, erreichen wir im typischen Stromverteilnetz die Vollabdeckung mit Ladepunkten in der Regel ohne weitere Ausbaumaßnahmen“, resümiert Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel, einer der beiden Autoren der Studie. „Während der Anschluss vieler der 1,7 Mio. Photovoltaikanlagen in Deutschland vor einigen Jahren von den Netzbetreibern vor allem als Herausforderung gesehen wurde, sind inzwischen private Photovoltaik-Speichersysteme ein Teil der Lösung zur Netzintegration der Elektromobilität.“

Ergebnisse der Studie
In der vom BSW initiierten Kurzstudie analysierten die Wissenschaftler anhand eines repräsentativen beispielhaften Vorstadtnetzes diverse Ansätze zur Steigerung der Zahl von Ladepunkten für die Elektromobilität. Im ersten Schritt nahmen die Forscher eine statische Simulation vor. Demnach könnten bereits heute im bestehenden Stromverteilnetz gut ein Fünftel der Haushalte (22 %) zeitgleich Elektroautos mit einer Leistung von 11 kW beladen werden. Viele Wandladestationen für den privaten Bereich werden derzeit mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW angeschlossen. Bei ansonsten unveränderten Bedingungen konnte anhand von Verbrauchsprofilen belegt werden, dass an das Verteilnetz 45 % der Haushalte mit einer 11-kW-Ladestation angeschlossen werden, sofern die Elektroautos entsprechend der Realität zeitversetzt beladen werden. Derzeit sind in Deutschland rund 75 000 reine Elektroautos und gut 314 000 Hybrid-Autos zugelassen.
Eine deutlich steigende Durchdringung mit Ladepunkten in 60 % der Haushalte wird laut Studie erreicht, sobald in den angeschlossenen Häusern Photovoltaik-Batteriespeicher-Systeme vorhanden sind, die Blindleistung bereitstellen können. Durch die Blindleistungsbereitstellung wirkt der Batteriewechselrichter beim Laden spannungsstabilisierend auf das Stromnetz, selbst wenn der Stromspeicher leer ist.

Vollabdeckung technisch möglich
Schließlich wäre nach Auffassung der Wissenschaftler sogar eine Vollabdeckung mit Ladepunkten ohne weiteren Ausbau des Verteilnetzes technisch möglich, sobald Photovoltaik-Batteriespeichersysteme auch Strom aus dem Netz der allgemeinen Versorgung zwischenspeichern würden. Die Speicher würden für diesen Fall nicht nur selbst erzeugten Solarstrom, sondern auch Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und zwischenspeichern, um diesen im Bedarfsfalle für einen größeren Anteil gleichzeitiger Ladevorgänge bereitzustellen. Dieser Mehrfachnutzen ist vor allem in den sonnenarmen und zugleich windstarken Tagen des Winterhalbjahrs sinnvoll, weil dann Windstrom genutzt und zwischengespeichert werden kann. Aufgrund veralteter regulatorischer Rahmenbedingungen – wie dem Verbot, mehrere Dienstleistungen zur gleichen Zeit zu erbringen (etwa Mieterstrom und Regelenergie) – werde das Beladen dezentraler Speicher mit Strom aus dem Stromnetz derzeit noch erschwert.

Die Kurzstudie kann kostenfrei heruntergeladen werden unter: https://die-sonne-speichern.de/kurzstudie/

 

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Tue, 05 Feb 2019 12:17:27 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm__KW6_elektro1_0b2487bdd0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm__KW6_elektro1_063342e7e8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/_KW6_elektro1.jpg
news-27751 Daikin: Neues Prüfzentrum für Wasserkühlsätze https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/daikin-neues-pruefzentrum-fuer-wasserkuehlsaetze/ Frankfurt/Rom.  Daikin Applied Europe hat in Cecchina bei Rom (Italien) ein neues Prüfzentrum für Wasserkühlsätze bis 11 MW Kälteleistung in Betrieb genommen. Mit der nach den Industriestandards AHRI und Eurovent zertifizierten Testanlage stehe nun europaweit die einzige Prüfeinrichtung für wassergekühlte „Chiller“ mit einer Kühlkapazität von mehr als 10 MW bereit, teilt das Unternehmen mit.  

Demnach können an den drei Testständen Kälteanwendungen von der Komfortkühlung in Bürogebäuden bis zur Prozesskälte in Fabriken oder Rechenzentren unter realen Betriebsbedingungen in Teil- oder Volllast simuliert werden.
In der Klimakammer werden Wasserkühlsätze in einem Temperaturbereich zwischen - 15 und + 52 °C getestet. Schallpegel und Stromspannung fließen laut Daikin in die Testabläufe mit ein. Dadurch werde die Einsatzumgebung realistisch dargestellt. Die maximale Kühlkapazität einer wassergekühlten Anlage könne in den Leistungsstufen 2, 4 und 11 MW getestet werden. In der Klimakammer könnten zudem auch Wärmepumpen und Anwendungen der Freien Kühlung einer Prüfprozedur unterzogen werden.

www.daikinapplied.de

 

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Tue, 05 Feb 2019 12:06:41 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_Daikin_web_e0d6722ab0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_Daikin_web_d17d5195a2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/KLIMA/2019_News/Daikin_web.jpg
news-27750 GF Piping Systems: per Roadshow zum Fachpartner https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/gf-piping-systems-per-roadshow-zum-fachpartner/ Schaffhausen/Schweiz. Die Terminkalender von Planern und Handwerkern sind voll. GF Piping Systems fährt deshalb direkt zum Kunden.  

„Unsere Experten präsentieren während unserer Roadshow ab März persönlich die gewünschten Produkte vor Ort“, sagt René Habers, Leiter Marketing & Presales bei GF Piping Systems. Kunden und Interessenten können sich unter info.de.ps@georgfischer.com für einen Besuch der Rohrleitungsspezialisten anmelden. Die Experten kommen mit einem Trailer direkt bis vor die Tür des Betriebes und stellen die Produkte vor, die für den Kunden interessant sind.
Der Trailer verfügt über eine Ausstellungswand, Bildschirm, Soundanlage sowie eine Werkbank für Vorführungen. Je nach Kundenwunsch statten die Mitarbeiter vor dem Besuch das Fahrzeug mit Haustechnik-, Industrie- oder Tiefbauprodukten aus. Bereits 2018 besuchte GF damit den Handel, Fachschulen, Planungsbüros sowie größere Installationsfirmen. „Gerade für Auszubildende an Fachschulen war es eine tolle Gelegenheit, Theorie und Praxis auf diese Weise miteinander zu verbinden und die Produkte anfassen zu können“, zieht das Unternehmen eine positive Bilanz.
Die Tour startet im März und geht bis Oktober.

www.gfps.com

 

 

 

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Tue, 05 Feb 2019 09:41:27 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_GF-Piping-Systems-Roadshow-1_a860017c57.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_GF-Piping-Systems-Roadshow-1_cc97b6d996.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_03/GF-Piping-Systems-Roadshow-1.jpg