IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Mon, 11 Dec 2017 10:14:06 +0100 Mon, 11 Dec 2017 10:14:06 +0100 TYPO3 EXT:news news-25897 Unterhalt – Anpassung der „Düsseldorfer Tabelle“ https://www.ikz.de/detail/news/detail/unterhalt-anpassung-der-duesseldorfer-tabelle/ Ab Januar 2018 wird die sogenannte Düsseldorfer Tabelle geändert, der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder damit angehoben.  

Das Kindergeld, 194 Euro für ein 1. und 2. Kind, 200 Euro für ein 3. und 225 Euro für das 4. und jedes weitere Kind, wird i.d.R. zur Hälfte auf den Barunterhaltsbedarf angerechnet.
Angehoben werden auch die Einkommensgruppen, also die bereinigten Nettoeinkommen. Auch der sogenannte Bedarfskontrollbetrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den Unterhaltsberechtigten gewährleisten soll, steigt an. Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich auf 100 Euro, bisher: 90 Euro). Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle 2018 gegenüber 2017 unverändert (Quelle: Oberlandesgericht Düsseldorf).

Der Unterhalt beträgt für minderjährige Kinder:

bis zur Vollendung des 6. Lebensjahrs
348 (bisher: 342)

bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres   
399 (bisher: 393)

vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit
467 (bisher: 460)

(Alle Beträge in Euro)

 

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Mon, 11 Dec 2017 10:02:00 +0100
news-25787 Pilotprojekt mit Innendämmung und Wandheizung https://www.ikz.de/detail/news/detail/pilotprojekt-mit-innendaemmung-und-wandheizung/ Trockene Wände hinter denkmalgeschützter Klinkerfassade  

Die „Frankschen Laubenganghäuser“ in Hamburg-Dulsberg stehen beispielhaft für den in den 1920er-Jahren richtungsweisenden Baustil des Reformwohnungsbaus. Um die Energiebilanz der Gebäude zu verbessern und der anhaltenden Durchfeuchtung des Mauerwerks entgegenzuwirken, sollten hier umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dabei musste das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Außenfassade erhalten bleiben. Als eine attraktive Lösung erwies sich die Kombination aus Fugensanierung, Innendämmung und Wandheizung.

Klein und rot – so charakterisieren die Hamburger liebevoll ihren lediglich 1,2 km² großen Stadtteil Dulsberg. Konzipiert wurde das Viertel als Neubausiedlung in den späten 1920er-Jahren im Rahmen der Erweiterung der Hansestadt vom damaligen Oberbaudirektor Fritz Schumacher. So entstanden die drei- bis viergeschossigen, denkmalgeschützten Mehrfamilienhäuser mit den roten Klinkerfassaden, die den Stadtteil noch heute stark prägen. Jedes Jahr locken sie eine große Zahl von Architekten, Stadtplanern und Touristen an, die den damals richtungsweisenden Baustil des Reformwohnungsbaus besichtigen möchten. Zu diesen Attraktionen zählen auch die sogenannten „Frankschen Laubenganghäuser“ mit ihren Rundbalkonen.
Das zwischen 1928 und 1932 entstandene Wohnhausensemble besteht aus neun inmitten von Grünanlagen gelegenen Gebäudekörpern mit insgesamt 670 Wohnungen. Entworfen wurden die Laubenganghäuser vom Architekten Paul August Reimund Frank, dem Gründer der Frank-Gruppe, welche noch heute Eigentümerin der Laubenganghäuser ist. Diese beschloss, die Wohnanlage ab dem Jahr 2006 kontinuierlich energetisch zu sanieren, um den Mietern mehr Energieeffizienz und einen höheren Wohnkomfort zu bieten. Dabei wurden in sämtlichen Liegenschaften eine Dämmung der Kellerdecke und der Flachdächer vorgenommen sowie neue, wärmeverglaste Holzfenster und Eingangstüren in Original­optik eingesetzt. Darüber hinaus sollte etwas gegen die anhaltende Durchfeuchtung des Mauerwerks durch Schlagregen unternommen werden.

Von der Außen- zur Innendämmung
Als Maßnahme für mehr Energieeffizienz und gegen eindringende Feuchtigkeit entschieden sich die Verantwortlichen mangels Alternativen zunächst dafür, die denkmalgeschützten Fassaden im Außenbereich zu dämmen und hierauf Riemchen in Backsteinoptik aufzubringen. Da jedoch im direkten Vergleich mit der Originalfassade ein deutlicher Unterschied zu erkennen war, startete die Eigentümerin im Anschluss ein in der Hansestadt einmaliges Pilotprojekt. An drei weiteren Gebäuden wurde anstelle der Riemchen eine Vollstein-Klinkerfassade in originalgetreuer Optik vor die Außendämmung gesetzt. Diese Projekte waren allerdings mit hohen Investitionskosten verbunden.
„Vier von neun Laubenganghäusern konnten wir auf diese Weise vollständig sanieren“, erläutert Benedikt Leidorf, Projektleiter bei der Frank-Gruppe. „In der Zwischenzeit hatten wir jedoch bei ähnlichen Projekten gute Erfahrungen mit anderen, weniger kostenintensiven Maßnahmen gemacht. So wollten wir am Gebäude in der Mülhäuser Straße 5 – 6 die Originalfassade komplett erhalten und hier lediglich eine Fugensanierung vornehmen. Zusätzlich sollten – im Rahmen eines erneuten Pilotprojekts – in einem Teil der Wohnungen die Wände von innen gedämmt und durch Temperierung vor erneuter Schimmelbildung geschützt werden.“
Mit der Umsetzung beauftragte der Bauherr das Hamburger Unternehmen Sager & Deus Gebäude- und Umwelttechnik, das wiederum den Systemanbieter Uponor frühzeitig in den weiteren Planungsverlauf einband. So konnte gemeinsam ein speziell auf das Mehrfamilienhaus abgestimmtes Konzept erarbeitet werden, das anschließend in Abstimmung mit den beteiligten Fachhandwerkern gewerkeübergreifend umgesetzt wurde. Dieses basierte auf einer speziell für die Modernisierung von Bestandsgebäuden entwickelten Systemlösung, die das „TecTem“-System von Knauf Aquapanel mit der „Renovis“-Flächenheizung von Uponor kombiniert.

Feuchtigkeitsaufnahme und Wandtemperierung
Das Konzept macht sich zunächst die feuchtigkeitsaufnehmenden Eigenschaften dampfdiffusionsoffener und kapillar­aktiver Dämmstoffe zunutze, die einen zuverlässigen Schutz vor Kondensatbildung in den Wohnräumen bieten. Dementsprechend planten die Projektbeteiligten, die Innenwände mit 6 cm dicken, faser- und schadstofffreien Dämmplatten des Typs „TecTem Insulation Board Indoor“ auszustatten. Diese bestehen vornehmlich aus dem Vulkangestein Perlit und nehmen anfallende Feuchtigkeit zuverlässig auf. Zugleich stellen die Platten einen diffusionsoffenen Wandaufbau sicher, der eine Austrocknung der Konstruktion nach innen und außen ermöglicht.
Ebenso erhöht sich die Temperatur auf der Wandoberfläche, sodass Feuchteschäden zugunsten der Wohngesundheit verhindert werden. Um diesen Effekt weiter zu verstärken, wurde die Innendämmung zusätzlich mit einer Wandheizung kombiniert. Dies sollte für eine gleichmäßig hohe Temperatur des Baukörpers sorgen und so Schimmelbildung für die Zukunft nahezu ausschließen.

Gipsfaserkartonplatten mit integrierten Flächenheizrohren
Hier kommt das „Renovis“-System von Uponor zum Einsatz. Dieses besteht aus 15 mm dicken Gipskartonfaserplatten, in denen werkseitig PE-Xa-Flächenheizrohre mit den Abmessungen 9,9 x 1,1 mm integriert sind. Die Elemente mit der standardüblichen Plattenbreite von 625 mm sind in den Längen 800, 1200 und 2000 mm erhältlich und lassen sich schnell und einfach in Trockenbauweise im Wand- und Deckenbereich anbringen.
Bei der Kombination mit der vorgesehenen Innendämmung erwies es sich hier überdies als Vorteil, dass die Gipskartonfaserplatten des Systems ebenfalls dampfdiffusionsoffen sind. Auf diese Weise werden die Aufnahme und der Abbau von Feuchtigkeit nicht behindert. Die auch als Flächenheizung für den Innenraum einsetzbaren Platten verfügen im Falle einer Wandbefestigung über Heizleistungen von bis zu 120 W/m² bei Oberflächentemperaturen von maximal 40 °C.

Exakte Planung je nach Wohnungstyp
Auf Grundlage des entwickelten Konzepts wurden insgesamt 14 Wohnungen der Liegenschaft mit den Dämmplatten sowie dem Flächenheizsystem ausgestattet. Dabei unterscheiden sich die Abmessungen sowie die Ausgestaltung der Räumlichkeiten deutlich voneinander, sodass die beteiligten Hersteller für einen optimalen Feuchteschutz eigenständige Planungen für zwei verschiedene Wohnungstypen erstellen mussten. Im überwiegenden Teil der Wohneinheiten erstreckt sich die zu verkleidende Innenwand über einen kleinen und einen großen Raum mit Flächen von 3,7 sowie 7,1 m² (Gesamtwandfläche 10,8 m²). In drei Wohnungen hingegen war lediglich ein Raum mit einer Wandfläche von 15,4 m² von den Sanierungsmaßnahmen betroffen.
Die Herausforderung war hierbei generell, dass die Räumlichkeiten über vergleichsweise große Fenster im Verhältnis zur Wandfläche verfügen. Im Wohnungstyp 1 enthalten beide Räume ein jeweils 2,1 m² großes Fenster. Im Wohnungstyp 2 mit nur einer auszustattenden Wand beträgt die Fens­terfläche 4,2 m². So waren insbesondere für den Bereich über den Fens­tern spezielle Lösungen erforderlich, um die Flächenheizung vollflächig zu verlegen.
„Überall dort, wo sich die Wände über die gesamte Raumhöhe von 2750 mm erstrecken, haben wir diese deckenbündig mit jeweils zwei Renovis-Platten à 2000 mm sowie unter den Fenstern mit zwei 1200 mm hohen Elementen ausgestattet“, erklärt Sven Kruse, Verkaufsleiter Projektgeschäft Nord bei Uponor. „Über den Fenstern hingegen konnten die Paneele aufgrund des geringen Platzangebots nicht senkrecht, sondern nur waagerecht angebracht werden. Außerdem haben wir die 1200 mm langen Platten in der Breite von 625 mm auf 450 mm gekürzt. Dies war möglich, weil die Rohrleitungen in den Elementen nicht vollflächig verlegt sind und diese daher an beiden Seiten zugeschnitten werden konnten.“

Wirksames Konzept gegen Feuchte und Schimmel
So konnte in dem Hamburger Mehrfamilienhaus auch der im Hinblick auf Schimmelbildung kritische Eckbereich zwischen Wand und Decke adäquat mit der Flächenheizung nachgerüstet werden. Insgesamt ließen sich 94,5 m² der Nordwand des Gebäudes aktivieren. Die Installation der Paneele auf den bereits verklebten Dämmplatten gestaltete sich dabei besonders einfach. Die Elemente wurden lediglich mithilfe eines Spezialklebers auf der zuvor grundierten Innendämmung fixiert und anschließend verschraubt.
Seither greifen in dem Laubenganghaus verschiedenste Maßnahmen im Außen- und Innenbereich optimal ineinander. Durch die Fugensanierung wird eine erneute Durchfeuchtung der Außenwände wirksam verhindert. Innendämmung und Wandheizung sorgen zudem in den Wohnungen für mehr Energieeffizienz und einen Schutz vor Schimmelbildung. Dementsprechend hat es seit der Sanierung keinerlei Probleme mit Feuchtigkeitseintrag oder Schimmel in den Räumlichkeiten mehr gegeben. Die Flächenheizung arbeitet mit einer Leistung von lediglich 16 W/m² und stellt so eine konstante Oberflächentemperatur von 22,1 °C sicher. Dazu wurde die Lösung in das Heizungssystem der Liegenschaft eingebunden und die Wassertemperaturen entsprechend angepasst. Auf diese Weise lässt sich die Wandheizung mit niedrigen Temperaturen von 25 °C im Vor- sowie 23 °C im Rücklauf betreiben.

Fazit
Eine Sanierung zur Vermeidung von Feuchteeintrag und Schimmelbildung ist bei denkmalgeschützten Wohngebäuden häufig mit besonderen Herausforderungen verbunden. So musste bei dem Laubenganghaus in Hamburg-Dulsberg die Fassade vollständig erhalten bleiben, weshalb die Beteiligten hier auf eine Kombination aus Fugensanierung, Innendämmung und einer darauf abgestimmten Wandheizung setzten.
Dabei konnte durch die flexiblen Verarbeitungsmöglichkeiten der Heizungselemente trotz der sehr beengten Einbausituation die gesamte Wandfläche heiztechnisch ertüchtigt und so zuverlässig trocken und schimmelfrei gehalten werden. „Mit dem Projekt Mülhäuser Straße 5 – 6 sind wir insgesamt sehr zufrieden“, resümiert Leidorf. „Als Vorreiter im Bereich der Bestandssanierung in Hamburg ist es uns besonders wichtig, innovativ zu bleiben. Daher versuchen wir stets neue Technologien und Lösungen einzusetzen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und den Mietern einen hohen Wohnkomfort anzubieten.“

Autor: Jörg Stette, Teamleiter Anwendungstechnik Heizen/Kühlen, Uponor GmbH

www.uponor.de

www.knauf.de

 

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Mon, 11 Dec 2017 07:41:00 +0100
news-25832 Warme Füße im alten Rom https://www.ikz.de/detail/news/detail/warme-fuesse-im-alten-rom/ Kaum zu glauben, aber die Fußbodenheizung existiert schon seit ein paar Tausend Jahren. Zwar in einer anderen Form, doch das Grundprinzip der Raumbeheizung ist gleich.  

Werden heute Heizschlangen im Boden verlegt, sorgten um 80 v. Christus warme Luftströme unter den Bodenplatten für den Energietransport. Ein Römer namens Gaius Sergius Orata soll laut Überlieferung die erste Hypokaustheizung (abgeleitet vom griechischen „­hypokauston“ = von unten heizen) entwickelt haben.
Der Aufbau ist simpel. Der gesamte Boden wurde auf Pfeiler gestellt. Den entstandenen Hohlraum hat man mit einem Schürkanal verbunden, der wiederum an einen Feuerungsraum grenzte. Die vom Feuer erwärmte Luft konnte sich so unter dem Boden verteilen und den Raum über die Fläche beheizen. In den angrenzenden Wänden befanden sich kaskadenförmige, kaminartige Rauchabzüge. Somit wurden auch die Mauern als Heizfläche genutzt. Die Züge, ­tubuli genannt, wurden oberhalb der zu versorgenden Räume zusammengelegt und nach ­außen geführt.
Wer sich solch eine Hypokaustheizung mal ansehen möchte, kann das in der römischen Villa Mehring im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz tun (sie­he Bilder). Unser Außen­dienst­mit­arbeiter Lutz ­Krampitz hat das historische Objekt besichtigt. In dem ca. 1800 Jahre alten Gebäude befinden sich drei der Anlagen im Bad- und Wohnbereich. Sicherlich ein interessanter Ausflug u.a. in die Geschichte der Heizungstechnik.


Haben Sie als SHK-Unternehmer bei Ihrer täglichen Arbeit auch mit dieser Art von Kuriositäten zu tun? Oder haben Sie eine besonders anspruchs­volle Installation realisiert? Dann ­drücken Sie auf den Auslöser und senden uns die Bilder zu. Als Dankeschön erhalten Sie die ­aktuelle Ausgabe des ­Magazins „inwohnen“.

STROBEL VERLAG, Redaktion IKZ-HAUSTECHNIK, Postfach 56 54, 59806 Arnsberg,
E-Mail: redaktion@strobel-verlag.de

 

 

 

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Sun, 10 Dec 2017 07:04:00 +0100
news-25809 Hargassner: Neuheiten bei Biomasseheizungen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/hargassner-neuheiten-bei-biomasseheizungen/ Hargassner erweitert die Produktpalette an Pelletkesseln mit dem „Nano-PK“ (20 bis 32 kW).  

Aufgrund seiner Maße und der Aufstellmöglichkeit an der Wand ist er „bestens geeignet für kleinste Heiz- oder Aufstellräume“. Wartungsöffnungen nur vorne und oben sowie eine einfache Installation zeichneten den Kessel aus. Wahlweise kann diese Anlage raumluftabhängig als auch raumluftunabhängig betrieben werden. Zu den Standards, die der Kessel mitbringt, zählt Hargassner: Niedertemperatur, vollschamottiert, mit Touch-Steuerung u.a.m. Zusätzlich hat der „Nano-PK“ statt einer Aschelade eine im Heizkessel integrierte Aschebox.
Dieser Kessel lässt sich gemeinsam mit einer Stückholzheizung zu einem Kombikessel verbinden. ­Hargassner: „Dadurch werden der Komfort einer automatischen Pelletheizung und die Vorteile einer Stückholzheizung zu einer 2-in-1-Lösung vereint.“
Auch die Hackgutkessel-Baureihe „Eco-HK“ wird erweitert – mit einem Kessel von 250 bis 330 kW. In Kaskade geschaltet sind Leistungen bis 2 MW möglich. Er ist, wie die gleichen Kesseln mit kleineren Leistungen, mit einem Stufenbrecherrost ausgestattet: Zwei hintereinanderliegende, stufig abgesetzte Drehroste können unabhängig voneinander bewegt werden. Der hintere Drehrost wird geöffnet, Asche fällt hinunter, Restglut bleibt bestehen. Bei kaltem Kessel öffnen beide Roste: Die Brecherfunktion bricht dabei die Schlacke.

Hargassner GmbH, Heraklithstr. 10, 84359 Simbach,
Tel.: 07723 5274-0, Fax: -5, office@hargassner.at, www.hargassner.com

 

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Sat, 09 Dec 2017 09:00:00 +0100
news-25891 Geringwertige Wirtschaftsgüter – Absetzungsbetrag ab 2018 nahezu verdoppelt https://www.ikz.de/detail/news/detail/geringwertige-wirtschaftsgueter-absetzungsbetrag-ab-2018-nahezu-verdoppelt/ Nörvenich.  Die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter ändert sich: Ab Januar 2018 beträgt die neue Wertgrenze 800 Euro statt wie bisher 410 Euro.  

Unternehmer können dann den vollen Preis einer betrieblichen Investition, unabhängig von der Nutzungsdauer, direkt im Jahr des Kaufs bzw. der Herstellung absetzen. Bei der Wertgrenze handelt es sich um den Nettobetrag (Quelle: Bundesrats-Drucksache 366/17).

 

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Fri, 08 Dec 2017 12:42:44 +0100
news-25824 Slat: Unterbrechungsfreie Versorgung mit Haupt- und Notstrom https://www.ikz.de/detail/news/detail/slat-unterbrechungsfreie-versorgung-mit-haupt-und-notstrom/ Mit seiner Reihe „AXS2“ (12 V dC, 24 V dC) bietet das Unternehmen Slat eine „DC-USV“ mit CE-Qualität. Sie ist überall einsetzbar und für Dauerbetrieb geeignet.  

Zudem lässt sie sich als Notstromversorgung nutzen oder einfach als Netzteil ohne Akkus. Der Anwender entscheidet, ob er seine Anlage gegen Stromausfälle und Störungen unterbrechungsfrei sichern will. In jedem Fall hat er diesen Doppelnutzen in einem Gerät zusammengefasst.
„AXS2“ hält Kurzschlüssen am Verbraucherausgang stand, kontrolliert und meldet Betriebszustände über zwei potentialfreie Fernmeldekontakte. Die visuelle Anzeige erfolgt über eine LED an der Gehäusevorderseite. Besonders interessant für Anwendungen in der Zutrittskontroll- und Einbruchmeldetechnik ist, dass die „AXS2“-Reihe der EN 50131-6 Grad 2 entspricht und mit Öffnungs- und Wandentfernungskontakten gegen Vandalismus ausgestattet ist. Ein integrierter Blitzschutz rundet das Funktionspaket ab. Die Geräte sind in einer für Schaltschränke optimal geeigneten DIN-Schienenausführung oder als kompakte Gehäuse erhältlich.

Slat GmbH, Leitzstr. 45, 70469 Stuttgart, Tel.: 0711 899890-08, Fax: -90,
info@slat-gmbh.de, www.slat.com

 

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Fri, 08 Dec 2017 09:02:00 +0100
news-25835 Anders, besser, einfacher – und schöner https://www.ikz.de/detail/news/detail/anders-besser-einfacher-und-schoener/ 30 Jahre TECE: Seit eh und je beschreitet das Unternehmen bei der ­Produktentwicklung ungewöhnliche Ansätze  

Aus einem Ingenieurbüro 1987 entstanden, hat sich TECE zu einem internationalen ­Konzern mit mehr als 1500 Mitarbeitern aufgestellt. Was das Unternehmen kennzeichnet, sind die zahlreichen Produkte, die die Arbeit des SHK-Handwerkers vereinfachen und ihm einen besonderen Mehrwert bieten sollen.

Die Geschichte beginnt 1987: Gerd Fehlings und sein Sohn Thomas gründen das Unternehmen TC–Thermconcept, heute TECE. Kurz zuvor wollte Gerd Fehlings mit Kooperationspartnern ein sauerstoffdichtes Kunststoffrohr für Fußbodenheizungen entwickeln. Das hatte einen konkreten Hintergrund. Die 1970er- und 1980er-Jahre waren geprägt von den negativen Erfahrungen mit Sauerstoffdiffusion bei Fußbodenheizungen mit Kunststoffrohr.
Ein Widerspruch an sich: Ein diffusionsoffenes Kunststoffrohr soll so verändert werden, dass es für Sauerstoff unpassierbar ist. Was sich nach einer unlösbaren Aufgabe anhört, ist 30 Jahre später Stand der Technik.
Die Philosophie bei der Entwicklung von Produkten im Hause TECE beschreibt Hans-Joachim Sahlmann mit diesen Worten: „Wir stellen uns bei jedem neuen Projekt die Fragen: Was müssen wir anders, besser, einfacher und schöner machen? Welchen Mehrwert können wir bieten?“ Der jetzige Geschäftsführer betont, dass diese Denke damals wie heute im Unternehmen vorherrsche.
Für Sahlmann ist die Zeit bei TECE immer geprägt von der Rolle des Herausforderers. Das gelte auch im Hinblick auf die Mitbewerber, die auf ihren Geschäftsfeldern etablierte Marken seien. „Dennoch hat es TECE immer wieder geschafft, Kontrapunkte zu setzen oder Produktkonzepte entscheidend zu verbessern.“

Meilensteine in 30 Jahren
Zurück zum sauerstoffdichten Kunststoffrohr. Die Lösung von TC-Thermconcept sah so aus: Zwischen die Kunststoffschichten des Rohres legte man während des Produktionsprozesses eine Aluminiumschicht ein. Aluminium als Metall ist für viele Gase eine Barriere.
„TC 2000“, so der Produktname, gehört heute nicht mehr zum Lieferprogramm. Ohnehin hatte sich TC-Thermconcept im Jahr 1995 von der Fußbodenheizung getrennt. Denn diese Produkte wurden zweistufig vertrieben, während alle bis dahin entwickelten und hergestellten Sanitärprodukte über den Fachgroßhandel den Weg zum Verarbeiter fanden. Inzwischen hat TECE die Fußbodenheizung wieder entdeckt und die Produkte in den dreistufigen Vertrieb aufgenommen.
Im Laufe der Zeit nach 1987 kamen weitere Produkte hinzu. Einige für das Unternehmen äußerst wichtige Entwicklungen waren:

  • „TECEflex“ (1992) – ein Kunststoffrohr mit Aluminiummantel (flexibel oder starr), heute für Sanitär, Heizung, Gas und Druckluft. Die Verbindungen zum Fitting erfolgt ohne O-Ring mit der Schiebehülsentechnik.
  • „TECEprofil“ (1995) – das Vorwandinstallationssystem „mit revolutionärer“ Eckverbindertechnik.
  • WC-Spülkasten (2002) – für das Unternehmen „der vermutlich wichtigste Produkt-Meilenstein in der Firmengeschichte“. Er ist nach Unternehmensaussage der erste vormontierte Spülkasten, der während der Bauphase versiegelt bleibt. Ausgestattet ist er mit Zweimengenspülung und 10-l-Tank.
  • Duschrinnen (2005) – mit der Übernahme des Edelstahlspezialisten Basika kommt dieses Produkt ins Hause TECE. Hans-Jo­achim Sahlmann macht deutlich, wie sich die Duschrinne im Absatz verändert hat: „2004 verkaufte Basika noch keine 500 Stück im Jahr, heute sind es Hunderttausend.“

Neue Köpfe in der Führungsetage
2014 dann ein Schicksalsjahr für das Unternehmen. Thomas Fehlings, Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer der inzwischen auf über 1300 Mitarbeiter angewachsenen TECE-Gruppe, stirbt nach kurzer, schwerer Krankheit. Einige Monate zuvor wurden Hans-Joachim Sahlmann und André Welle zu Geschäftsführern bestellt. „Die Inhaberfamilie steht konsequent zum Unternehmen und setzt den Kurs des Firmengründers fort“, betonen sie gemeinsam mit Dr. Michael Freitag, der dritte im Team der heutigen Geschäftsführung.
Wachstum soll die Zukunftsperspektive des Unternehmens prägen – „auch wenn die Vorzeichen in einem managementgeführten Familienunternehmen anders stehen als zu Zeiten von Thomas Fehlings“, schränkt die Geschäftsführung ein. Hans-Joachim Sahlmann erklärt: „Ganz klar – wir gehen als Management vorsichtiger vor.“
Zwei der Kinder von Thomas Fehlings sitzen im Beirat von TECE. Wie die dreiköpfige Firmenspitze, Sahlmann, Welle und Dr. Freitag, betont, sind beide dem Unternehmen verbunden und unterstützen den eingeschlagenen Kurs.

Dusch-WC für jedermann
Im Jahr 2017 ist das Dusch-WC „TECEone“ lieferbar – nachdem es gut zwei Jahre zuvor auf der ISH 2015 dem Fachpublikum vorgestellt wurde. Mit Blick auf diese ungewollt lange Zeit spricht TECE von Geburtswehen. Gleichwohl habe das Dusch-WC seit der Markteinführung „viel Resonanz“ ausgelöst. Denn das Auffällige daran: „TECEone“ braucht keinen Stromanschluss. Stattdessen wird es wasserseitig an die Kalt- und Warmwasserleitung angeschlossen. Die Temperaturregelung erfolgt über einen integrierten Thermostat. Mit einem seitlich an der Keramik sitzenden Drehknopf stellt der Nutzer die Temperatur ein. Auf der anderen Seite befindet sich ein weiterer Drehknopf, über den die Strahlstärke eingestellt wird.
Ohne Stromanschluss hat das Dusch-WC keinen Fön. Der Nutzer greift wie gewohnt zu Papier. Eine von TECE veranlasste – wie es heißt – repräsentative Befragung unter SHK-Profis habe ergeben, dass „technische Spielereien“ wie Trockenfön, Sitzheizung oder automatisch öffnende Deckel eher als unwichtig und störanfällig angesehen werden. Auch eine Folge des Verzichts auf Elektronik: „TECEone“ ist preislich deutlich unter den Mitbewerbern positioniert.
Mit dem stromlosen Dusch-WC unterstreicht TECE das Prinzip des Querdenkens und Hinterfragens: „Was müssen wir anders, besser, einfacher und schöner machen? Welchen Mehrwert können wir bieten?“ Dies findet sich auch in dem in diesem Jahr aufgelegten Claim oder Slogan „Close to you“ wieder. Er bildet immer zusammen mit dem TECE-Logo eine Einheit und steht für „nahe beim Kunden“. „Es bedeute eben auch“, so Hans-Joachim Sahlmann, „dass wir den Bedarf des Kunden ganz genau ergründen. Beim Dusch-WC ist es eine niedrige Preiseinstiegsschwelle und handhabbare Technik – und diesen Bedarf decken wir mit einer Designlösung ganz ohne Strom und Elektronik.“

Wirtschaftszahlen im Jubiläumsjahr
Auch wirtschaftlich sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt: Finanzgeschäftsführer An­dré Welle verweist im Jubiläumsjahr auf ein „weiteres dynamisches Wachstum“ und eine „gute Umsatz- und Ertragslage“. 2017 beschäftigt die TECE-Gruppe mehr als 1500 Mitarbeiter und betreibt fünf Produktionsgesellschaften: in Deutschland und Polen je zwei, in China eine. TECE unterhält in Europa und Asien 23 Vertriebsgesellschaften und erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 230 Mio. Euro Umsatz. Das Unternehmen mit Sitz in Emsdetten besetzt heute die Fel­der Vorwand-, Rohr-, Spül- und WC-Technik sowie Entwässerungs- und Abscheidetechnik.
Und es sind bereits Ziele für die Zeit nach 2020 gesteckt. Ohne konkreter zu werden, spricht TECE von Produkten für Architekten und Handwerker, bei denen bestimmte Vorfertigungen integriert sind.
Das bedeutet wohl weniger Installation auf der Baustelle.

www.tece.de

 

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Fri, 08 Dec 2017 07:02:00 +0100
news-25834 Schwarz auf Weiß https://www.ikz.de/detail/news/detail/schwarz-auf-weiss/ In der Regel erbringen SHK-Handwerker ihre Leistungen auf der Grundlage eines Werkvertrags. Wer Kenntnisse über das Vertragsrecht hat, profitiert (Teil 1)  

Verträge gehören zum Wirtschaftsalltag und sind damit auch für den SHK-Fachbetrieb täglich Brot. Wird ein Betrieb beauftragt, eine Sache zu reparieren, zu verändern oder neu zu erschaffen, kommt rechtlich gesehen meist ein sogenannter Werkvertrag zustande. Daher ist es wichtig, sich mit den Grundregeln des Vertragsrechts vertraut zu machen, um Probleme zu vermeiden.

Pacta sunt servanda – Verträge sind einzuhalten. Schon die alten Römer wussten um ihre Vorzüge. Sie geben den Vertragspartnern eine verlässliche Basis, gewährleis­ten Sicherheiten und regeln das einvernehmliche Miteinander. So alt wie das Vertragswesen sind aber auch die Streitigkeiten um eine unterschiedliche Auslegung. Deshalb ist es wichtig, die in einem Vertrag enthaltenen Angaben, insbesondere zum Leistungs- und Kostenumfang, möglichst exakt und an den tatsächlichen Erfordernissen auszurichten.

Rechtliche Grundlage
Die von Firmen erbrachten Leistungen sind rechtlich überwiegend in das Werkvertragsrecht einzuordnen – ob es sich um kleinere Reparaturarbeiten handelt, um die Installation eines kompletten Bades oder einer neuen Heizungsanlage. Werkverträge sind gesetzlich in den §§ 631 ff. BGB geregelt. Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer mit der Herstellung eines bestimmten Ergebnisses gegen Entgelt des Kunden beauftragt. Demnach schuldet der Werkunternehmer dem Werkbesteller die Herstellung eines Werks, was mit der Herbeiführung eines bestimmten Erfolgs verbunden ist.
Der rechtliche Werksbegriff umfasst also materielle und immaterielle Dinge, wie auch die Erfolgsergebnisse einer Arbeit. Beispiel: Wird ein Handwerksbetrieb mit dem Einbau einer neuen Heizungsanlage beauftragt, so ist nicht nur die Lieferung und Installation der Anlage Teil der Erfüllungspflicht, sondern natürlich auch, dass sie einwandfrei funktioniert.
Haben Handwerker ein Angebot erstellt und erteilt der Kunde den Auftrag, ist ein Werkvertrag zustande gekommen. Dabei ist es unerheblich, ob der Kunde die Bestellung mündlich, schriftlich oder elektronisch bestätigt. Allerdings ist bei mündlicher Absprache die Beweislage schwierig. Besser ist also, etwas Schriftliches vorweisen zu können.


Tipp
Dokumentieren und bestätigen Sie kurz mit einem Schreiben per Post oder Mail die getroffene Vereinbarung oder lassen Sie sich Ihr Angebot mit dem Vermerk „Auftrag verbindlich erteilt“ vom Kunden unterschreiben. Das gilt auch für Zusatzaufträge, die während der Arbeit an einem Projekt mal eben, sozusagen zwischen Tür und Angel, zugerufen werden.



Im Folgenden werden einige Fallstricke und relevante Fragen näher beleuchtet. Im Zweifel ist es jedoch ratsam, sich rechtlichen Beistand einzuholen, z. B. bei Handwerksverbänden wie dem ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima), bei SHK-Landesverbänden oder bei einer Rechtsanwaltskanzlei. Auch bei umfangreichen Projekten mag es ebenfalls lohnend sein, sich vorab genau zu informieren, um Stolperfallen zu umgehen. Dr. Henning Gandesbergen,
Rechtsreferent beim ZVSHK, weist auf das Angebot des Verbandes hin: „Wir halten aktuelle Muster-AGB und Mustervertrags­texte für unsere Mitglieder vor, die auch an die zum 1. Januar 2018 in Kraft tretende gesetzliche Neureglung angepasst werden. Die große Fülle an Mustervorlagen steht unter www.zvshk-formularmuster.de zur Verfügung.“


Abgrenzung der Vertragsarten
Im Alltag kommt es immer wieder zu Überschneidungen und Verwechselungen der Vertragsarten.

Werkvertrag
Bei einem Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB) verpflichtet sich der Unternehmer ein Werk – gegen Zahlung einer Vergütung – herzustellen. Der Werkunternehmer schuldet dabei auch den Erfolg (Werkerfolg) seiner Leistung. Beispiel: Beim Austausch eines defekten Heizkessels muss am Ende die Heizungsanlage wieder laufen.

Kaufvertrag
Beim Kaufvertrag (§§ 433 ff. BGB) geht es im Unterschied zum Werkvertrag um die Beschaffung einer Sache. Der Käufer kauft eine Ware und zahlt dafür einen Preis. Die Ware geht so in seinen Besitz über.

Dienstvertrag
Ähnlichkeiten mit dem Werkvertrag hat auch der Dienstvertrag (§§ 611 ff. BGB). Der maßgebliche Unterschied besteht darin, dass der Dienstleister nur eine sorgfältige Tätigkeit, aber keinen Leistungserfolg schuldet.

Werklieferungsvertrag
Besonders schwierig scheint die Abgrenzung zum Werklieferungsvertrag (§ 651). Er liegt oftmals dann vor, wenn der Handwerker eine bewegliche Sache mit eigenen Materialien herstellt und dann liefert, ohne es einzubauen. Unter Umständen ist Kaufrecht anwendbar.


 

 

Wer ist mein Auftraggeber?
Zunächst ist wichtig, sich über den Vertragspartner klar zu werden. Handelt es sich um eine Privatperson, kann der Vertragspartner Eigentümer der Immobilie, Mieter oder Miteigentümer sein. Je nach Auftrag kann es sinnvoll sein, sich den Grundbucheintrag zeigen zu lassen, damit der Handwerker weiß, wer Eigentümer ist. Bei einem Unternehmen ist die Rechtsform relevant und damit zum Beispiel die Haftungsfrage. Zudem ist die Frage zu beantworten, ob die Person, die beauftragt hat, überhaupt auftragsberechtigt ist.
Adressat der Rechnung ist immer der Auftraggeber. War ein Mieter Besteller, muss er die Forderung begleichen und kann nicht auf den Hausbesitzer verweisen. Ebenso kann der Miteigentümer als alleiniger Auftraggeber nicht vom Handwerker verlangen, den Rechnungsbetrag anteilig auf alle Eigentümer aufzuteilen. Die Innenverhältnisse sind für den Fachbetrieb irrelevant.


Tipp
Namen, Vornamen und Anschrift des Auftraggebers sehr sorgfältig ausfüllen. Bei Unternehmen achten Sie auf die korrekte Firmenbezeichnung und Rechtsform und benennen Sie den Vertreter.


 

 

 

Leistungen, Termine und Zeiten
Der präzisen Leistungsbeschreibung kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Unklarheiten sollten vor Vertragsabschluss ausgeräumt werden, denn sie bergen Konfliktpotenzial. Häufig gibt der Auftraggeber die Leistungsbeschreibung vor. Diese ist zu prüfen und ggf. auch zu reklamieren. Auch die Planungsleistungen sollten vereinbart werden, damit die Vertragspartner von gleichen Voraussetzungen ausgehen. Hat der Handwerksbetrieb ein Angebot abgegeben und die Planungsleistung vernachlässigt, so ist davon auszugehen, dass der Auftragnehmer selbst für diese Leistung unentgeltlich sorgt. Vorausschauend können die Vertragspartner auch regeln, wie mit Änderungs- und Zusatzwünschen umzugehen ist.
Darüber hinaus sollte der Handwerker grundsätzlich festhalten, wann und wo mit den Arbeiten zu beginnen ist und bis wann das Werk fertiggestellt sein soll. Viele Bauverträge enthalten auch Zwischentermine für Bauabschnitte der einzelnen Gewerke. Doch in der Termin- oder Fristenregelung kann eine unerwartete Haftungsfalle liegen. Grundsätzlich gilt: Der Handwerksbetrieb hat dafür einzustehen, dass die vertraglich vereinbarten Termine eingehalten werden. Ihm obliegt daher auch die Hinweispflicht, wenn er an der Ausübung seiner Leistungen behindert wird. Eine Schriftform ist wichtig, um von den Folgen eines etwaigen Terminverzugs verschont zu bleiben.
Doch selbst wenn keine Fristen vereinbart wurden, ist der Auftragnehmer in seiner Termingestaltung nicht vollkommen frei. Bei spätem Baubeginn und langsamem Baufortschritt kann der Auftraggeber Fris­ten setzen, die nach geltender Rechtsprechung einzuhalten sind. Ein Betrieb hat i. d. R. nach Auftragsvergabe „alsbald“ mit den Arbeiten zu beginnen und diese in „angemessener“ Zeit zu Ende zu führen.


Abgrenzung Werkvertrag zu Bauvertrag
Zu unterscheiden sind sogenannte Bauwerksarbeiten und andere Werkarbeiten. Diese beiden Vertragstypen werden umgangssprachlich auch als kleiner und großer Werkvertrag bezeichnet. Diese Bezeichnung wird es aber mit dem 1. Januar 2018 nicht mehr geben. Der kleine Werkvertrag heißt dann Werkvertrag, der große heißt Bauvertrag.
Der Werkvertrag umfasst im Wesentlichen Reparatur- und Wartungsleistungen. Bei einem Bauvertrag sind zwei Themengebiete enthalten:

  1. die Neuerrichtung eines Werkes, z. B. im Zuge eines Neubaus oder wesentlicher Erweiterung,
  2. die Reparatur-, Erneuerungs- oder Umbauarbeiten an einem bereits errichteten Gebäude, wenn diese Arbeiten für den Erhalt oder die Benutzung des Gebäudes wesentlich sind und die eingebauten Teile mit dem Gebäude fest verbunden sind.

Die Gewährleistungsfrist bei Mängelansprüchen: Während sie beim Werkvertrag bereits nach zwei Jahren endet, beträgt die Verjährungsfrist beim Bauvertrag fünf Jahre.


 

 

Abnahme, Vergütungen und Abschlagszahlungen
Die Vertragsparteien haben sich darüber zu einigen, ob die Abnahme nach BGB oder davon abweichend geregelt werden soll. Denn Handwerksbetriebe können auch bestimmen, ob sie Zusatzklauseln zur Nacherfüllung, Mängelbeseitigung und Abnahme aufnehmen möchten.
Nach § 641 BGB wird die Vergütung bei der Abnahme des Werks fällig, sofern keine wesentlichen Mängel vorliegen. Ist das Werk mangelhaft, ergeben sich die Rechte des Bestellers aus § 634 BGB.


Tipp
Achten Sie daher auf einen korrekten Nachweis Ihres Leistungsfortschritts. 




AGB und VOB
Vorab: Viele Regelungen von Vertragsabschluss bis Fristeinhaltung sind im BGB geregelt, sodass Betriebe möglicherweise auf Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) verzichten können. Die AGB regeln häufig die Erbringung sowie die Abnahme und Vergütung von Leistungen nach bestimmten Standards. Das kann für Betriebe, insbesondere bei der Abnahme oder Gewährleistung, von Vorteil sein. Generell gilt: Wer AGB nutzen möchte, muss diese dem Kunden spätestens bei Vertragsabschluss zur Verfügung stellen, denn eine nachträgliche Einbindung ist nicht mehr möglich.
Unbedingte Vorsicht ist bei eigens erstellten AGB geboten. Denn ohne die hierfür notwendige juristische Fachkenntnis können sie leicht zum Fallstrick werden. Missverständliche Formulierungen werden im Zweifelsfall zugunsten des Kunden ausgelegt. Unwirksame Passagen können unter Umständen sogar die gesamten AGB betreffen.
Die Vergabe- und Vertragsverordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein Sonderfall von Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie bietet Regelungen, die auf die besonderen Anforderungen von Handwerkern und ihren Kunden im Baubereich zugeschnitten sind und daher günstigere Vertragsvoraussetzungen bieten als das BGB. Eigentlich ist die VOB für die Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen konzipiert worden. Sie kann jedoch auch zwischen einem Unternehmen und einem privaten Auftraggeber vereinbart werden. Sie enthält drei Teile (A, B, C), wobei für das Vertragsverhältnis i. d. R. der Teil B für die Allgemeinen Vertragsbedingungen eine Rolle spielt. Von einer Vereinbarung der VOB/B mit privaten Bauherren raten SHK-Rechtsexperten ausdrücklich ab.

Hinweis
Wie mehrfach erwähnt, gilt ab 1. Januar ein neues Werkvertragsrecht. In diesem Artikel sind einige Veränderungen bereits genannt. Auf weitere, elementare Neuerungen geht die Autorin in Teil 2 ein, der in Kürze in der IKZ-HAUSTECHNIK veröffentlicht wird.

Autorin: Angela Kanders, freie Journalistin

 

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Thu, 07 Dec 2017 09:20:00 +0100
news-25813 Fluke: Laser-Nivelliergeräte für zahlreiche Einsatzgebiete https://www.ikz.de/detail/news/detail/fluke-laser-nivelliergeraete-fuer-zahlreiche-einsatzgebiete/ Der Hersteller Fluke bietet in seinem Portfolio Laser-Nivelliergeräte an, die laut eigenen Angaben einen Fall aus 1 m Höhe mit voller Funktionstüchtigkeit überstehen.  

Alle Modelle verfügen über stabilisierende, selbstnivellierende Aufhängungen. Zur Serie gehören Dreipunkt-Laser-Nivelliergeräte „3PR“ (roter Laser) und „3PG“ (grüner Laser). Diese Geräte besitzen eine Genauigkeit von 6 mm bei 30 m Abstand und besitzen ein Stativgewinde. Der grüne Laser („3PG“) ist laut Hersteller bis zu drei Mal heller und bietet eine verbesserte Sichtbarkeit bei Anwendungen in Außenbereichen sowie in großer Entfernung.
Die Kreuzlinien-Laser-Nivelliergeräte „180LR“ und „180LG“ sind ebenfalls selbstnivellierend und mit Fadenkreuz zur schnellen Erzeugung von Vermessungspunkten ausgestattet. Die Genauigkeit beträgt 3 mm bei 10 m Entfernung.
Um bei schlechten Umgebungslichtverhältnissen die Messdurchführung zu erleichtern, bietet der Hersteller die Laserliniendetektoren „LDR“ und „LDG“ mit visuellen und akustischen Anzeigen an. Der Detektor „LDR“ ist mit dem Modell „180LR“ kompatibel, „LDG“ mit „180LG“. Beide Detektoren umfassen Montagebügel zur schnellen und stabilen Positionierung.
Alle Laser-Nivelliergeräte besitzen magnetische Wandhalterungen für eine leichte und stabile Montage.

Fluke Deutschland GmbH, In den Engematten 14, 79286 Glottertal,
Tel.: 07684 8009-545, -410, hotline@fluke.com, www.fluke.de

 

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Thu, 07 Dec 2017 07:33:00 +0100
news-25882 Geänderte Energieberatungs-Richtlinie in Kraft getreten https://www.ikz.de/detail/news/detail/geaenderte-energieberatungs-richtlinie-in-kraft-getreten/ Eschborn.  Zum 1. Dezember ist die neue Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan) in Kraft getreten. Sie ersetzt die bisher gültige Richtlinie vom 29. Oktober 2014.  

Mit der Neuordnung wurde der Energieberaterkreis erweitert. Zum Förderprogramm können nun alle Energieberater zugelassen werden, die über die geforderte fachliche Qualifikation verfügen. Die Energieberater haben sich durch Selbsterklärung gegenüber dem BAFA zu verpflichten, hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral zu beraten. Für die Zulassung benötigen Energieberater weiterhin eine Haftpflichtversicherung, die Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit Energieberatungsleistungen abdeckt.
Der sogenannte individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) wird nun ausdrücklich als richtlinienkonforme Darstellung der Ergebnisse einer Energieberatung anerkannt
Das BAFA hat für Energieberater einige Dokumente zur Thematik veröffentlicht, u.a.

  • Merkblatt für die Erstellung eines Beratungsberichts (Richtlinie 2017),
  • Synopse: Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung; individueller Sanierungsfahrplan),
  • Synopse: Gegenüberstellung der Mindestanforderungen an den Inhalt eines Beratungsberichts nach BAFA-Checklisten,
  • Liste der anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen,
  • Unterlagen zum iSFP.


Zu den Unterlagen der BAFA: https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Wohngebaeude/energieberatung_wohngebaeude_node.html

 

 

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Wed, 06 Dec 2017 13:26:00 +0100
news-25881 Wäsche … unter Umständen ein Sicherheitsrisiko https://www.ikz.de/detail/news/detail/waesche-unter-umstaenden-ein-sicherheitsrisiko/ Regelmäßig berichten die Medien in der kalten Jahreszeit über Kohlenmonoxid-Vergiftungen aufgrund von Mängeln oder Funktionsstörungen an der Heizung.   

Dass auch der Nutzer selbst gefährliche Betriebszustände verursachen kann, wenn etwa notwendige Zuluftwege aus falsch verstandenem Sparzwang verschlossen werden, wird in den wenigsten Fällen transparent gemacht. Ebenso wenig werden die Vorteile einer regelmäßigen Wartung für die Effizient und Sicherheit des Heizsystems aufgezeigt.
Dieses auf den ersten Blick wenig spannende Beispiel aus der Praxis passt daher gut ins Geschehen. Die Bilder hat uns Edgar Gies von der Albrecht GmbH aus Hagen zugeschickt. Sie zeigen, wie die eine ganze Seite der raumluftabhängigen Heiztherme durch Wäsche verstopft ist. Entdeckt hat das ein Mitarbeiter des SHK-Unternehmens bei der Wartung der Gastherme. „Beim Öffnen der Therme fiel mir schon die Wäsche entgegen“, zitiert Edgar Gies den Mitarbeiter. Hier hätte durchaus schlimmeres passieren können, meint die IKZ-Redaktion. Ein Brand oder starke Rauchentwicklung, unvollkommene Verbrennung oder Rückstau der Abgase – je nach Lage der Wäsche.

Tipp der Redaktion: Kundendienstmonteure sollten ihre Kunden bei der Wartung über die Notwendigkeit freier Verbrennungsluftwege aufklären. Insbesondere abgeklebte oder zugehangene Zuluftgitter können eine ernste Gefahr für die Bewohner darstellen.

 

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Wed, 06 Dec 2017 13:11:00 +0100
news-25826 Dennert: Bauteilaktivierung im System https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/dennert-bauteilaktivierung-im-system/ Dennert hat als führender Hersteller von Betonfertigteilen und Spezialist für thermo-aktive Bauteile sein Know-how kombiniert und mit „intelligenter“ Energietechnik weiterentwickelt.  

Auf diese Weise ist das Bausystem „XCON+e“ entstanden. Ziel ist es, dass ein Gebäude mehr Energie produziert als es verbraucht – ohne bauliche Mehrkosten. Das Geheimnis dieses Konzepts besteht darin, dass der Hersteller massive Bauteile als Energiespeicher nutzt: „Man stelle sich einfach eine Bodenplatte mit der Größe 10 x 10 x 0,25 m vor und schon hat man einen Energiespeicher von sage und schreibe 70.000 W/h“, erklärt das Unternehmen.
Einen weiteren wichtigen Baustein im Dennert-Bausystem bildet eine Photovoltaikanlage. Dieser umweltfreundliche Sonnenstrom speist die Stromverbraucher im Haus wie Wärmepumpe, Waschmaschine usw. Überschüsse werden in einem Batteriespeicher geparkt oder ins Stromnetz weitergeleitet. Eine „DX-Therm“-Decke bzw. ein Klimaprofil übernehmen in diesem System zwei weitere wichtige Funktionen. Zum einen kann man in der Heizperiode Lastspitzen abdecken, zum anderen im Sommer durch Kühlen die Räume angenehm mild temperieren.
Das Bausystem „XCON+e“ ist frei planbar. Alle Bauteile werden laut Hersteller nach industriellen Qualitätsstandards in der Fabrik produziert und durch eigene Werkteams vor Ort in wenigen Tagen montiert. Was die Energietechnik betrifft, arbeitet Dennert mit namhaften Partnern wie beispielsweise Nibe Systemtechnik zusammen.

Dennert Baustoffwelt GmbH, Veit-Dennert-Str. 7, 96132 Schlüsselfeld, Tel.: 09552 71-0, Fax: -187
info@dennert.de, www.dennert-baustoffe.de

 

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Wed, 06 Dec 2017 09:02:00 +0100
news-25786 Sonnenenergie und Wärmepumpe intelligent kombiniert https://www.ikz.de/detail/news/detail/sonnenenergie-und-waermepumpe-intelligent-kombiniert/ Eigenheim in der Region Rüsselsheim spart 10 074 kg CO2 ein  

Auf dem Flachdach des neu errichteten Bungalows der Familie Göbert in Rüsselsheim erzeugt eine Photovoltaikanlage umweltfreund­liche Energie, die u. a. auch für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt wird. Dabei sorgt eine Panasonic Luft/Wasser-Wärmepumpe der „Aquarea T-CAP“-Reihe für ausreichend Wärme, um das 240 m² große Gebäude zu beheizen. Überschüssiger Solarstrom wird in einem Lithium-Ionen-Akku zwischengespeichert. 2015 konnten die Bewohner so die Hälfte ihres Stromverbrauchs solar ­decken.

Das neue Eigenheim von Karin und Heinz Jörg Göbert besticht nicht nur durch innovative und effiziente Heiztechnik, auch optisch fällt das Haus aus dem Rahmen. Göbert und seine Frau haben sich bei ihrem Neubau nämlich für einen eingeschossigen Bungalow entschieden. Seit Juni 2014 leben sie ebenerdig auf 240 m². Neben den großzügigen Wohnräumen haben sie z. B. einen Swim-Spa, der eine Kombination aus Pool und Whirlpool ist, und eine Sauna. Das alles braucht viel Energie, im Jahr 2015 waren es knapp 13 000 kWh. Die Hälfte davon konnten sie mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeichersystem ­decken. Die Passanten auf der Straße ahnen davon nichts: Die Solarstrommodule mit rund 16 kW Leistung sind hinter einer Attika auf dem Flachdach versteckt. Im Technikraum speichert der Lithium-Ionen-Batteriespeicher den Solarstrom, der gerade nicht im Haus verbraucht werden kann. Das Energiesystem, das eine hohe Gebäudeautonomie gewährleistet, sei eine betriebswirtschaftlich motivierte Entscheidung gewesen, sagt Göbert. „Wir wollten Kosten einsparen und dabei die Umwelt schützen, ohne Verzicht zu üben.“

Bewährtes nutzen
Für den Hausbesitzer ist es nicht die erste Photovoltaikanlage. Bereits 2007 hatte Göbert auf einem Gebäude eine Photovoltaikanlage von Panasonic mit 10,5 kWp Spitzenleistung installieren lassen. „Wir haben mit den Modulen sehr gute Erfahrungen gemacht“, so der Hausherr. „In den sieben Jahren, in denen wir die Anlage betrieben haben, konnten wir keinen messbaren altersbedingten Verlust feststellen.“ Deshalb entschieden seine Frau und er sich auch bei der Anlage auf dem Dach des Bungalows für Module aus der „HIT“-Serie von Panasonic.

Module auf dem Flachdach
Um einen Teil des benötigten Stroms mit Erneuerbaren Energien zu decken, ließ Göbert, wie schon im Jahr 2007, von dem Solarfachbetrieb Sonnenkönig aus Nieder-Olm eine Photovoltaikanlage montieren. 69 Module des Typs „HIT-N240“ haben zusammen eine Spitzenleistung von 16,56 kWp. Nach Berechnungen der Anlagenplaner sollte sie jedes Jahr rund 15 000 kWh Strom erzeugen, davon sollten die Bewohner – auch dank der Zwischenspeicherung – etwa 37 % selbst nutzen können. So die Prognose.
Der Strom wird vorrangig im Haushalt verbraucht oder in einem Batteriesystem gespeichert. Der Akku hat eine Speicherkapazität von 11 kWh. Der Strom, der nicht direkt im Haus verbraucht und auch nicht in der Batterie gespeichert werden kann, wird gegen eine Vergütung in das öffentliche Netz eingespeist. In den weniger lichtstarken Monaten von November bis Februar kann der Solarstrom vollständig selbst genutzt werden. Im Frühjahr, Sommer und Herbst erfolgt die Einspeisung des Strom-Überschusses ins öffentliche Netz. Wenn die Anlage, z. B. nachts, keinen Strom produziert, und auch im Speicher kein Solarstrom vorrätig ist, bezieht Göbert elektrische Energie aus dem Netz.

Zwischenbilanz nach zwei Jahren
Seit zwei Jahren leben Heinz Jörg Göbert und seine Frau nun in dem neuen Haus. Dank des Energiemanagementsys­tems, einem „Sunny Home“-Manager von SMA Solar Technology, haben sie einen Überblick über ihre Energieströme sowie die Verbrauchs- und Erzeugungsdaten. Für das Jahr 2015 sahen diese so aus: In dem Jahr haben sie 12 952 kWh Strom verbraucht, also mehr als geschätzt. Ihre Photovoltaikanlage hat 16 791 kWh Solarstrom erzeugt. Für die Region Rüsselsheim ist dies laut Planer überdurchschnittlich viel.
7203 kWh des erzeugten Solarstroms hat die Familie genutzt (Eigenverbrauch). Darin sind der direkt, also zeitgleich verbrauchte Strom von 4223 kWh enthalten (Direktverbrauch), weiterhin mit 2433 kWh der aus der Batterie entnommene Strom (Batterieentladung) sowie Verluste, die bei der Einlagerung in den Speicher und der erneuten Umwandlung des Stroms bei der Entnahme entstehen. Familie Göbert kommt so auf eine Autarkiequote von 51 % (Jahresverbrauch/Eigenversorgung).
Ihre Eigenverbrauchsquote liegt bei 43 % (Eigenverbrauch vom Jahresertrag). Diese Zahl bezeichnet den Anteil des Solarstrom-Jahresertrags, der verbraucht wurde, sei es durch die Versorgung der elektrischen Verbraucher im Haus, die Beladung des Speichers oder die Verluste, die bei der Umwandlung des Stroms in dem Energiekreislauf anfallen.

Mehr Solarertrag als prognostiziert
Nach Berechnungen des Installationsbetriebes Sonnenkönig sollte die PV-Anlage im Jahr 2015 rund 14 920 kWh an Strom erzeugen, erreicht wurden 16 790 kWh. Die Module haben also 13 % mehr erzeugt als prognostiziert. Anders ausgedrückt: Statt 901 kWh je kWp, wie es bei der Sonneneinstrahlung in der Region zu erwarten wäre, wurden 1018 kWh/kWp erzeugt. Auf die komplette Anlage bezogen waren das 1870 kWh mehr als erwartet. Allein im Jahr 2015 konnte der Bauherr so 10 074 kg CO2 einsparen.

Bilder, sofern nicht anders angegeben: Panasonic / Heike Rost

www.aircon.panasonic.de

 

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Wed, 06 Dec 2017 07:35:00 +0100
news-25880 Seifriz-Preis 2018 gestartet: 25.000 Euro Preisgeld winken https://www.ikz.de/detail/news/detail/seifriz-preis-2018-gestartet-25000-euro-preisgeld-winken/ Stuttgart.  Am bundesweiten Transferpreis Handwerk + Wissenschaft, auch unter dem Namen Seifriz-Preis bekannt, können Handwerksunternehmer und Wissenschaftler aus ganz Deutschland teilnehmen, die gemeinsam neue Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Formen der betrieblichen Organisation entwickelt haben.  

Die Projekte sollen zeigen, wie Wissenstransfer beispielhaft gelingen kann. Die Gewinnerteams erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 16. März 2018.
Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen gibt’s im Internet.

www.seifriz-preis.de

 

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Tue, 05 Dec 2017 15:25:07 +0100
news-25804 Schell: Waschtischarmatur fürs smarte Wohlfühlbad https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/schell-waschtischarmatur-fuers-smarte-wohlfuehlbad/ Sanft gerundete Linien, verbunden mit klaren geometrischen Formen und komfortablen Funktionen – so beschreibt Schell die neue berührungslose Waschtischarmatur „Xeris E-T“.  

Rechts an der Infrarot-Sensorarmatur sitzt ein Thermostatgriff, über den sich die Wunschtemperatur einstellen lässt. Dabei schützt der Verbrühschutz bei 38°C vor zu hohen Wassertemperaturen.
Die Laufzeit und Nachlaufzeit lassen sich sekundenweise einstellen. Stagnationsspülprogramme unterstützen die Trinkwasserhygiene. „Der Familienurlaub oder längere Geschäftsreisen bringen den Wasseraustausch im Leitungsnetz somit nicht zum Stillstand“, verdeutlicht Schell. Zusätzlich ist die thermische Desinfektion möglich.
Alle sensorgesteuerten „Xeris E“-Varianten – mit und ohne Thermostat – sind mit dem Wassermanagementsystem „eSchell“ (SWS) vernetzbar. Dieses ermöglicht neben der softwaregestützten Armaturenprogrammierung Steuerfunktionen auf Netzwerkebene sowie die Überwachung und Dokumentation aller elektronischen Schell-Armaturen im Gebäude. Über das passende „SWS“-Gateway erfolgt die Einbindung in die Gebäudeautomation.

Schell GmbH & Co. KG, Raiffeisenstr. 31, 57462 Olpe,
Tel.: 02761 892-0, Fax: -199, info@schell.eu, www.schell.eu

 

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Tue, 05 Dec 2017 11:00:00 +0100
news-25879 Verbraucher setzen weiter auf Gas https://www.ikz.de/detail/news/detail/verbraucher-setzen-weiter-auf-gas/ Berlin.  Nach aktuellen Zahlen bleibt Erdgas weiterhin der Energieträger Nummer eins bei den Heizungssystemen in Deutschland.  

Bereits in den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden 219.000 Baugenehmigungen für Wohnungen gemeldet. Davon werden fast 40% mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Nimmt man noch die Fernwärme hinzu, die zu fast 40% aus Erdgas erzeugt wird, bedeutet dies: In rund 106.000 Wohnungsneubauten kommt Gas zum Einsatz. Diese Zahlen gab der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, unlängst bekannt. Auch im Gebäudebestand liegt Erdgas dem Vernehmen nach vorne: 49,4% der Gebäude wurden 2016 mit Erdgas beheizt.
„Die Markterfolge von Erdgas im Neubau zeigen, dass dieser Energieträger ein hohes Ansehen und Vertrauen bei den Verbrauchern genießt. Das kann auch die Politik nicht ignorieren“, sagt Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Allein mit dem Ersatz veralteter Heiztechnik durch moderne Gas-Brennwertkessel ließen sich nach BDEW-Angaben schnell und bezahlbar über 30 Mio. t CO2 bis 2030 einsparen – und damit fast zwei Drittel der Vorgabe aus dem Klimaschutzplan. Allerdings stehe die Heizungsmodernisierung weit unten auf der Prioritätenliste der Hausbesitzer. „Zu den Hindernissen für einen Heizungstausch gehören insbesondere die Investitionskosten. Deshalb sollte eine neue Bundesregierung eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive im Gebäudesektor auszulösen.“ Der BDEW hatte hierzu kürzlich gemeinsam mit BDI, DGB, dena, und ZDH einen konkreten Modellvorschlag für die steuerliche Förderung vorgelegt (wir berichteten in Heft 20/2017, Seite 10, ausführlich).

www.bdew.de

 

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Tue, 05 Dec 2017 08:12:00 +0100
news-25878 BVF Symposium: Fachvorträge rund um die Flächenheizung inkl. Preisverleihung https://www.ikz.de/detail/news/detail/bvf-symposium-fachvortraege-rund-um-die-flaechenheizung-inkl-preisverleihung/ Köln.  Erfolg für das BVF Symposium: Am 29. und 30. November 2017 fand die Fortsetzung der Fachtagung statt, in deren Rahmen auch der diesjährige BVF Award verliehen wurde.   

Über 90 Teilnehmer folgten der Einladung ins Kölner Leonardo Royal Hotel. Nach der offiziellen Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden Ulrich Stahl startete das Programm mit den zahlreichen Fachvorträgen. So befasste sich Alexander Brink-Dlugi (Heinze GmbH) mit den für alle Entscheider wichtigen Fragen: „Neubau: Baugenehmigungen 2017 plus Auftragsüberhang – Welche Aufträge werden 2018 realisiert“ und „Modernisierung: Betrachtung eines schwer greifbaren Marktsegments“. Um die Sparte der Bauphysik ging es in den Vorträgen von Prof. Dr. Ing. habil. Dr. Joachim Seifert (TU Dresden) mit dem Thema „Heizen und Kühlen mit der Decke“, „Kühlen, Heizen und Akustik – Deckenlösungen für Bürogebäude“ von Christoph van Wüllen (Lindner AG) oder auch in einem Praxisbeispiel von Axel Lange (ArgillaTherm GmbH) zur Erstellung von Kühl- und Heizdecken mit dem neuen/alten Baustoff Lehm. Die elektrische Flächenheizung wurde für Deckenheizungen im Niedrigenergiehaus durch Martin Feller von Frenzelit dargestellt. Abgerundet wurde die Vortragsreihe durch das abwechslungsreiche Referat von Arno Kloep (Querschießer Unternehmensberatung GmbH) zur Einbeziehung neuer Akteure in der Bauwirtschaft und in der Flächenheizung.

Auszeichnungen für Wavin und IMI Heimeier
Im Rahmen des BVF-Symposiums in Köln wurde der BVF Award für das Jahr 2017 verliehen. Die Prämierung ging dieses Jahr an den Hersteller Wavin für das Projekt Henninger Turm in Frankfurt sowie an IMI Heimeier für den Fußboden-Heizkreisverteiler „Dynacon Eclipse“. Die Auszeichnung nahmen die Herren Michael Schuster, Christian Kemper und Karl-Heinz Kramer (Wavin) sowie Heinz-Eckard Beele (IMI Heimeier) aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden Ulrich Stahl sowie des Unternehmensberaters Arno Kloep entgegen.
Das Unternehmen Wavin liefert für den im Umbau befindlichen Henninger Turm das Kühlsystem „Tempower“ und die Anbindungsleitung „Tigris“. Das Frankfurter Wahrzeichen wird seit 2014 renoviert. Es entsteht hochwertiger Wohnraum mit einer gehobenen Ausstattung, zu der auch eine Klimadecke zählt. Die Systemlösungen des Herstellers sind auf die umfangreichen Bedürfnisse und architektonischen Ansprüche der Deckengestaltung abgestimmt.
Mit dem „Dynacon Eclipse“ entwickelte IMI Heimeier einen Fußboden-Heizkreisverteiler mit automatischer Durchflussregelung. Da der Durchfluss der einzelnen Heizkreise direkt in l/h eingestellt wird soll der hydraulische Abgleich schnell und einfach erledigt sein. Der eingestellte Wert wird kontinuierlich angepasst.

www.flaechenheizung.de

 

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Tue, 05 Dec 2017 08:06:18 +0100
news-25877 Übergangsfrist endet: Alte Holzöfen müssen strenge Grenzwerte bei Staubemissionen einhalten https://www.ikz.de/detail/news/detail/uebergangsfrist-endet-alte-holzoefen-muessen-strenge-grenzwerte-bei-staubemissionen-einhalten/ Berlin.  Der 31. Dezember 2017 ist der Zeitpunkt zur Nachrüstung oder Außerbetriebnahme für Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kamin- und Kachelöfen, die zwischen dem 1. Januar 1975 und dem 31. Dezember 1984 errichtet und in Betrieb genommen wurden.  

Nur wenn durch eine Bescheinigung des Herstellers der Anlage oder durch eine Vor-Ort-Messung durch das Schornsteinfegerhandwerk nachgewiesen werden kann, dass die Feuerungsanlage die zulässigen Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid einhält, darf der Betreiber sie weiterhin zur Beheizung des Aufstellraumes benutzen, ohne eine Nachrüstung vornehmen zu müssen. Für Anlagen, die vor 1975 errichtet worden sind, war die Übergangsfrist bereits Ende 2014 abgelaufen.
Unter www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/__26.html finden sich der Text des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sowie die zulässigen Grenzwerde.

www.bmub.bund.de/holzfeuerung

www.gesetze-im-internet.de

 

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Tue, 05 Dec 2017 07:48:43 +0100
news-25821 Digitaler Wandel im Handwerk https://www.ikz.de/detail/news/detail/digitaler-wandel-im-handwerk/ Teil 1: Chance oder Gefahr?  

Die digitale Transformation betrifft nahezu alle Bereiche der unternehmerischen und handwerklichen Praxis. Seien es Fragen der Betriebsorganisation, neue digitale Produkte und Dienstleistungen, Marketing und Kommunikation oder Sicherheitsthemen. Überall entstehen durch die Digitalisierung Chancen und Herausforderungen. In dieser Beitragsreihe soll ein Überblick über die Auswirkung des digitalen Wandels auf die SHK-Betriebe gegeben werden. Was bringt die Digitalisierung der Betriebsorganisation und der internen Prozesse? Welche digitalen Produkte und Dienstleistungen gibt es und sind diese für den Kunden interessant und attraktiv? Welche neuen Möglichkeiten und Tücken bietet das digitale Marketing? Was gilt es beim Thema Datensicherheit und anderen Risiken der Digitalisierung zu beachten? Diese und weitere Fragen werden in dieser fünfteiligen Beitragsreihe thematisiert.

Die Digitalisierung oder digitale Transformation ist eines der meist diskutierten Themen der letzten Jahre. Kaum ein Unternehmer und Handwerker dürfte in der letzten Zeit nicht mit diesem Begriff konfrontiert worden sein. Laut einer Studie von Bitkom und dem Zentralverband des Handwerks sehen über die Hälfte aller Handwerksbetriebe (56 %) die Digitalisierung als große Herausforderung. Ein knappes Viertel (23 %) sieht in der Digitalisierung sogar eine Bedrohung für das Unternehmen.

Smart ist, was hilft
Die wichtigste Frage zur Einführung von digitalen Lösungen ist die nach dem Nutzen dieser Lösungen. Unsere Welt wird immer digitaler und vernetzter und dieser Trend hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder digitale Trend auch mitgegangen werden muss. Aktionismus und unreflektiertes Aufspringen auf jeden Zug sind nicht notwendig. Die wichtige Frage ist: Nutzt eine digitale Lösung mir, dem Unternehmen oder dem Kunden? Nur wenn zu erwarten ist, dass ein digitaler Prozess oder ein Produkt die eigene Arbeit erleichtert und dem Kunden einen Mehrwert bietet, macht eine Umstellung Sinn. Nicht alles was digital ist, ist auch smart, denn smart sind nur diejenigen Dinge, die mir helfen und das Leben erleichtern. Digitale Gadgets und technische Lösungen, die zu kompliziert sind und nicht das halten, was sie versprechen, sorgen für Frust bei den Mitarbeitern und für unzufriedene Kunden. Auch bei digitalen und smarten Produkten hat der Kunde den Anspruch, dass diese reibungslos und dauerhaft funktionieren.
Allerdings sollten auch nicht alle Errungenschaften der Digitalisierung als „neumodischer Kram“ abgetan werden, denn dann wird man schnell rechts und links von besser aufgestellten Mitbewerbern überholt. Im Moment sind die Auftragsbücher aller SHK-Betriebe gut gefüllt. Kaum jemand muss sich Sorgen ­machen. Aber ein Problem haben fast alle: ­Fachkräftemangel. Das bedeutet, dass wir Wege finden müssen, das knappe Gut gut ausgebildeter Mitarbeiter möglichst effizient einzusetzen. Automatisierte Prozesse, die leicht zu handhaben sind und Fehler zu vermeiden helfen, sind wichtige Schritte dorthin. In der Regel ist man darüber hinaus für hochqualifizierte Monteure und Bürokräfte ein attraktiverer Arbeitgeber, wenn man über klare Prozesse mit modernen Tools verfügt. Die Angst, dass langjährige Mitarbeiter dem nicht gewachsen sein könnten, hat sich bei fast allen Umsetzungen in den letzten Jahren als nicht begründet herausgestellt. Wenn eine mögliche erste Scheu erst einmal überwunden ist, wollen auch ältere Mitarbeiter die neuen Tools nicht mehr missen. Außerdem kann dann vielleicht auch der Azubi dem Altgesellen einmal etwas zeigen oder ihn bei der Bedienung unterstützen. Das wirkt sich in der Regel positiv auf deren Miteinander im Betrieb aus.
In fast jedem SHK-Handwerksunternehmen gibt es bereits digitale Anwendungen. Sie wurden nach und nach eingeführt, ohne dass man es „Digitalisierung“ genannt hat. Die Handwerkersoftware-Lösungen verschiedener Anbieter wurden immer weiter entwickelt und bieten eine Fülle von Möglichkeiten, Prozesse im Betrieb zu automatisieren. Diese werden aus verschiedenen Gründen selten in ihrem vollen Umfang genutzt. Da ist noch viel Luft nach oben. Viele sehen vielleicht im Moment der guten Auftragslage die Notwendigkeit nicht. Allerdings gilt hier der weise Spruch: Man sollte das Dach reparieren solange die Sonne scheint.

Keine Angst vor dem Wandlungsprozess
Digitale Transformation ist Chefsache. Wenn man sich für die Digitalisierung eines Prozesses oder für das Angebot smarter Produkte und Dienstleistungen entschieden hat, ist es wichtig, den Wandlungsprozess konsequent zu vollziehen. Auch wenn zu Beginn der Umstellung Probleme auftreten, die Produktivität zunächst abnimmt und Installation und Inbetriebnahme neuer Produkte aufwendiger sind als zuvor, gilt es Ausdauer zu beweisen. Eine holprige Übergangsphase bei der Umstellung auf digitale Lösungen, Prozesse und Produkte ist aufgrund des notwendigen Lernprozesses normal. Allerdings darf diese Übergangphase nicht zur Dauereinrichtung werden. Bleibt der zu erwartende Nutzen der smarten Lösung hinter den Kosten für die Umstellung zurück, muss nachjustiert oder ein neuer Weg gesucht werden.
Dabei ist es wichtig, dass die Mitarbeiter mitgenommen werden. Einer der häufigsten Fehler bei der Digitalisierung in Betrieben ist mangelnde ­Kommunikation vor der Entscheidung zum Wandel. Eine von oben diktierte digitale Umstellung birgt das Risiko, dass die involvierten Mitarbeiter sich dieser verweigern, sie einfach nicht umsetzen oder gar boykottieren. Ein jüngstes Beispiel aus der Praxis: Sechs von sieben GPS-Ortungsgeräten für Kundendienstfahrzeuge eines Betriebes sind ausgefallen. Es stellte sich heraus, dass alle sechs offensichtlich manipuliert waren, die Sicherungen gelockert wurden und Ähnliches. Keiner hat bei der Einführung dagegen gesprochen und zunächst genickt, um dann „den eigenen Weg der Vermeidung“ zu suchen.
Das sorgt für schlechte Stimmung und hat letztlich zur Folge, dass die Kosten-Nutzen-Abwägung, die man im Vorfeld als positiv bewertet hat, nicht mehr aufgeht. Die Kosten für die Umstellung sind am Ende wahrscheinlich höher als der Nutzen, wenn diese nicht von allen Involvierten mitgetragen wird. Um dies im Vorfeld zu vermeiden, sollten alle beteiligten Personen einbezogen werden. Dadurch entsteht ein realistisches Bild der Machbarkeit. Eine zunächst skeptische oder ablehnende Haltung Einzelner muss dabei nicht automatisch das Aus für eine digitale Umstellung bedeuten. Im Vorfeld einer solchen Maßnahme lassen sich Bedenken besprechen, um daraufhin gemeinsam eine Lösung für diese zu finden. Gemeinsame Fortbildungen und eine Erprobungsphase der Technik können Zweifler überzeugen. Wer dabei zu vorsichtig ist oder seine Mitarbeiter von der Notwendigkeit des Wandels nicht überzeugen kann, läuft Gefahr von Anderen, die diese Bedenken nicht haben und über qualifiziertes Personal verfügen, überholt und abgehängt zu werden.

Das papierlose Büro
Ein Beispiel für sinnvolle und gelungene Digitalisierung ist das papierlose Büro. Ziel ist es, das, was man gemeinhin als „Zettelwirtschaft“ bezeichnet, abzuschaffen und dadurch die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und nach außen, sowie die Ablage und Verwaltung aller Art von Dokumenten zu digitalisieren und somit zu optimieren. Anstelle des bedruckten und physischen Papiers treten digitale Dokumente und Datenbanken. Diese haben den Vorteil, dass Sie unabhängig vom Standort abgerufen werden können, und zwar von beliebig vielen Personen gleichzeitig. Solange diese Dokumente systematisiert abgelegt und regelmäßig gesichert werden, gehen sie, anders als Papier, nicht leicht verloren. Notwendige Informationen werden dabei durch den Einsatz von Smartphones, Tablets und Laptops mobil. Wird vor Ort auf der Baustelle oder im Kundengespräch eine bestimmte Information gesucht, so kann diese schnell in der Datenbank abgefragt werden und muss nicht aus dem Archiv oder überfüllten Schreibtisch des Kollegen gekramt werden.
Für alle Beteiligten eines Projekts oder Auftrages ist somit leicht nachvollziehbar, welche Details, Vorgaben, Probleme und Änderungen besprochen und aufgenommen wurden. Es wird nicht mehr so leicht etwas vergessen und auch der Stress zwischen Büro und Monteuren wegen nicht oder schlecht ausgefüllter Stundenzettel gehört dann der Vergangenheit an. Die Koordinierung von Terminen, Ortsbegehung und Arbeitsdokumentation können durch Software-Lösungen und mobile Geräte vereinfacht und transparent gestaltet werden. Bedingung hierfür ist eine Einarbeitung in die Verwendung der entsprechenden Software und Hardware und ein starker Austausch während der Umstellung auf das papierlose Büro, damit alle Beteiligten darüber informiert sind, wo sie die relevanten Unterlagen in Zukunft finden.  
Hiermit eng verknüpft ist allerdings auch das Thema Datensicherheit. Wenn alles online funktioniert besteht die Gefahr, Opfer der wachsenden Cyberkriminalität zu werden. Um es gleich zu sagen: Das ist kein Grund, diesen Weg nicht zu gehen. Man muss sich nur von vornherein entsprechend absichern. So wie man das Betriebsgebäude vor Einbruch und Diebstahl schützt, so muss man auch die wertvollen Daten vor Missbrauch von außen und Verlust durch Beschädigung der Hardware schützen. Experten empfehlen z. B. ein mindestens dreifaches Backup durch Spiegelung der Daten. Sonst könnte es passieren, dass man morgens da steht, die Festplatte beschädigt ist und man nicht weiß, welche Kundendiensteinsätze anstehen und nicht mal mehr die Adressen und Telefonnummern der Kunden kennt, die man anfahren sollte.

Autorin: Martina Brüßel,
Geschäftsführerin der M Unit GmbH

www.mmm-bonn.de


Themenfelder der Reihe ­Digitalisierung

  • Teil 1: Chance oder Gefahr?
  • Teil 2: Betriebsorganisation.
  • Teil 3: Produkte und Dienstleistungen.
  • Teil 4: Marketing.
  • Teil 5: Sicherheit.

 


 

 

 

 

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Tue, 05 Dec 2017 07:36:00 +0100
news-25876 Johnson Controls: Ersatz- und Zubehörteile für „York“-Kälte- und Klimaanlagen via Internet bestellbar https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/johnson-controls-ersatz-und-zubehoerteile-fuer-york-kaelte-und-klimaanlagen-via-internet-bestellba/ Johnson Controls startet seine Onlineplattform „EasyParts“ für „York“-Kälte- und Klimaanlagen Ersatzteile in Deutschland. Das Unternehmen gibt Installateuren und Vertragspartnern damit Zugriff auf mehr als 30.000 Ersatz- und Zubehörteile.   

Für die Nutzung der Seite unter https://easyparts.johnsoncontrols.com müssen die Vertragspartner vorab einen Benutzernamen und ein Passwort festlegen und ein Konto einrichten. Nachdem der Zugang besteht, können für die Ersatzteile auf Preise, Lieferzeiten und Bestellmasken zugegriffen werden.
Zu den Vorteilen für die Nutzung erklärt das Unternehmen u.a.: „Mit der Seite besteht ein Rund-um-die-Uhr-Zugriff auf Ersatzteile mit schnellen Lieferzeiten, was insbesondere bei Anlagenstillständen wichtig ist. Bestellungen, die bis 14:30 Uhr eingegangen sind, können bereits am nächsten Tag geliefert werden (abhängig von der Verfügbarkeit). Nutzer erhalten zudem einen Echtzeit-Überblick über Lagerbestände und ihren aktuellen Bestellstatus, wodurch sich Bestellungen nachverfolgen lassen. Daneben haben die Benutzer Zugriff auf ihre Bestellhistorie und können ihre Dokumente, wie beispielsweise Rechnungen, verwalten.“

 

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Mon, 04 Dec 2017 08:44:44 +0100
news-25819 Unter anderen Umständen https://www.ikz.de/detail/news/detail/unter-anderen-umstaenden/ Spätestens wenn einem Arbeitgeber die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin bekannt wird, muss er eine Gefährdungsbeurteilung durchführen  

Die Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik, Christin K., ist in der 10. Woche schwanger. Beim zweiten Vorsorgetermin spricht sie ihr Frauenarzt auf ihre berufliche Tätigkeit an. Sie berichtet, dass sie als Anlagenmechanikerin arbeitet und sich dabei häufig bücken und hocken sowie schwere Lasten tragen muss. Der Arzt sieht daraufhin eine Gefährdung und schreibt sie krank.

Alles richtig gelaufen?
Nein. Denn bei allen Schwangerschaften ist zuerst der Arbeitgeber zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung verpflichtet, sobald er über die Schwangerschaft informiert wurde. Diese Bestimmung ist vielen Arbeitgebern in kleinen und mittelgroßen Unternehmen nicht bekannt.

Gesetzliche Grundlagen
Die Rechtsvorschriften für die Beschäftigung von schwangeren und stillenden Mitarbeitern sind in Deutschland im Mutterschutzgesetz und in der Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz geregelt. Nach diesen Schutzvorschriften hat jede berufstätige Schwangere und stillende Mutter ein Anrecht auf einen Arbeitsplatz, an dem ihre Gesundheit und die ihres Kindes nicht gefährdet werden. Der Arbeitgeber trägt dafür die Verantwortung.
Der Arbeitgeber hat die Beurteilung unverzüglich nach Bekanntgabe der Schwangerschaft selbst durchzuführen. Alternativ kann er eine zuverlässige und fachkundige Person schriftlich damit beauftragen oder sich beraten lassen, beispielsweise durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder das staatliche Amt für Arbeitsschutz.

Gefährdungsbeurteilung
In der Gefährdungsbeurteilung werden detailliert die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmerin abgefragt. Dieses betrifft chemische Gefahrstoffe (z. B. Farben, Gase, Stäube), biologische Arbeitsstoffe (z. B. Viren Hepatitis A und B), physikalische Schadfaktoren (z. B. Lärm am Arbeitsplatz), Arbeitsumgebung (z. B. Kälte, Nässe), Verfahren der Arbeitsbedingungen (z. B. Benutzung von Leitern und Gerüsten, ständiges Stehen oder Sitzen) oder die Arbeitszeit (z. B. Sonntags- und Feiertagsarbeit, Nachtarbeit). Werden dabei Gefährdungen für die Schwangere oder das ungeborene Kind ermittelt, so ist zu prüfen, ob Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können.
Hier ist in erster Linie zu klären, ob die Arbeitsbedingungen oder die Arbeitszeiten umgestaltet werden können. Falls dies nicht möglich ist, sollte geprüft werden, ob innerbetrieblich der Arbeitsplatz gewechselt werden kann. Ist dies ebenfalls nicht machbar oder nicht zumutbar, muss die Arbeitnehmerin, nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden sind, freigestellt werden. Es wird ein allgemeines Beschäftigungsverbot ausgesprochen, da eine unverantwortbare Gefährdung der Gesundheit für sie und ihr Kind nicht ausgeschlossen werden kann. Des Weiteren erfolgt eine Schwangerschaftsanzeige an die zuständige Bezirksregierung.

Beschäftigungsverbot
Die Lohnfortzahlung erfolgt bis zum Eintritt der Schutzfristen des Mutterschutzes weiter durch den Arbeitgeber (sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin). Er bekommt aber auf Antrag bei der zuständigen Krankenkasse die Lohnfortzahlungskosten zuzüglich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen voll zurückerstattet. Dieses ist durch das Aufwendungsausgleichsgesetz geregelt. Angesetzt wird der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Eintritt der Schwangerschaft. Weitere Auskünfte erteilen dazu Krankenkassen, Gewerbeaufsichtsämter und andere staatliche Stellen für Arbeitsschutz.
Dieses allgemeine Beschäftigungsverbot ist zu unterscheiden von einem individuellen Beschäftigungsverbot, welches der Frauenarzt oder der Hausarzt aussprechen kann. Hier steht eine individuelle Erkrankung der Schwangeren im Vordergrund, die eine Weiterbeschäftigung nicht möglich macht. Ein Beispiel aus der Praxis: Die Anlagenmechanikerin Hannah B. kommt nach einem Jahr Erziehungszeit zurück an ihren alten Arbeitsplatz und arbeitet in Teilzeit weiter. Zwei Jahre später erwartet sie ihr zweites Kind. Bei Kenntnisnahme der Schwangerschaft führt ihr Arbeitgeber mit ihr eine Gefährdungsbeurteilung durch. Viele Tätigkeiten sind für sie und ihr Kind gefährlich, beispielsweise das Heben von Lasten mehr als 5 kg, die Arbeit auf Baustellen mit erhöhten Unfallgefahren sowie im Lärmbereich und das häufige Bücken und Hocken. Da es sich um einen Kleinbetrieb mit drei Mitarbeitern handelt, können die Arbeitsbedingungen nicht verändert werden. Daher spricht der Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot aus und macht eine Meldung an die Bezirksregierung. Hannah B. erhält ihren vollen Lohn weiter gezahlt. Ihr Arbeitgeber stellt einen Antrag bei der zuständigen Krankenkasse und erhält die Lohnkosten über das Umlageverfahren vollständig erstattet.
Die Gewerbeaufsichtsämter/staatliche Stellen für Arbeitsschutz der Bundesländer haben hierzu unterschiedliches Informationsmaterial, Merkblätter und Formulare auf ihrer Internetseite eingestellt. Das sind z. B. Schwangerschaftsanzeige oder eine Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung.

Autorin: Sabine Kowalewski, Betriebsärztin/Fachärztin für Innere Medizin bei der BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, Wuppertal

www.bgbau.de

 

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Mon, 04 Dec 2017 08:14:00 +0100
news-25825 PEWO: Positives Prüfungsergebnis für Wohnungsstationen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/pewo-positives-pruefungsergebnis-fuer-wohnungsstationen/ Wohnungsstationen der Produktfamilie „­pewoTherm“ aus dem Hause PEWO mit thermostatischer Regelung erfüllen die Anforderung von Wärmenetzbetreibern nach niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen besonders gut.  

Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Prüfung am Bayerischen Zentrum für Angewandte Ener­gieforschung (ZAE Bayern). Die Anlage war im ersten Halbjahr auf dem Prüfstand in Garching bei München ausführlich vermessen worden. Im „Prüfbericht zur Vermessung einer Wohnungs­übergabestation“ heißt es: „Der Vorteil dieses Reglers am Wärmeübertrager ist, dass nahezu zeitgleich mit Zapfbeginn der primärseitige Netzvolumenstrom gestartet wird und dadurch – bis auf kapazitive Effekte – fast verzögerungsfrei Brauchwarmwasser zur ­Verfügung steht.“
Bei mittleren Zapfmengen sollen die Warmwassertemperatur sehr genau eingehalten werden. Die Schüttleistung auf dem Prüfstand entspricht mit 18 bis 21 l/min laut Hersteller den heutigen Anforderungen moderner Badarchitektur. Hervorgehoben wird die Eignung für regenerative Wärmnetze: „Die für solare Anwendungen wichtige Netzauskühlung erfolgte durch den Einsatz eines großen Wärmeübertragers und des relativ zur Zapfwassermenge gut geregelten Netzvolumenstroms besonders ausgeprägt. Hier werden Netzrücklauftemperaturen unter 15°C erreicht.“

PEWO Energietechnik GmbH, Geierswalder Str. 13, 02979 Elsterheide,
Tel.: 03571 4898-0, Fax: -28, info@pewo.de, www.pewo.com

 

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Mon, 04 Dec 2017 08:02:00 +0100
news-25812 Denios: Auffangwannen für Kleingebinde https://www.ikz.de/detail/news/detail/denios-auffangwannen-fuer-kleingebinde/ Gefahrstoffe in Kleingebinden können umkippen oder der Behälter kann Schaden nehmen. Damit die Flüssigkeit in diesen und anderen Fällen nicht unkontrolliert ausläuft, gibt es Auffangwannen.  

Denios beispielsweise hat die PE-Kleingebindewannen „SC-P“ mit 20, 30, 40 und 80 l Fassungsvolumen im Programm. Die Maße sind so gewählt, dass sich mehrere Kleingebindewannen beliebig auf einer Euro- oder Chemiepalette kombinieren lassen. Werden die Wannen nicht benutzt, können sie ineinander gestapelt werden. Der Werkstoff Polyethylen ist korrosionsfrei und beständig gegen Chemikalien.

Denios AG, Dehmer Str. 58 - 66, 32549 Bad Oeynhausen,
Tel.: 05731 753-0, Fax: -199, info@denios.de, www.denios.de

 

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Sun, 03 Dec 2017 07:33:00 +0100
news-25831 Einst Handwerksbetrieb – heute Weltmarktführer https://www.ikz.de/detail/news/detail/einst-handwerksbetrieb-heute-weltmarktfuehrer/ Familienunternehmen Roth feiert 70. Geburtstag  

Das Familienunternehmen Roth feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Als Handwerksbetrieb von Heinrich Roth in der Nachkriegszeit gegründet, expandierte das Unternehmen zu einem Weltmarktführer mit über 27 Produktions- und Vertriebsunternehmen sowie zahlreichen Repräsentanzen im In- und Ausland. 1250 Mitarbeiter sind heute für die Roth Industries tätig.
Es begann 1947, als Heinrich Roth Kesselöfen herstellte. Zur damaligen Zeit fand dieses Produkt vielfältigste Anwendungen: zum Wäsche waschen, zur Futtermittelherstellung, zur Zwetschgenmuszubereitung, beim Schlachten zum Brühen von Fleisch und Wurst u.a.m. Heute ist das Multiunternehmen Roth Industries breit aufgestellt und gliedert sich in „Industrial ­Solutions“ und „Building Solutions“. In die letztgenannte Sparte fallen die

  • Energiesysteme – Wärmepumpen, Solar, Heizöltanks und Wärmespeicher, Flächenheizung und -kühlung, Rohrinstallation,
  • Sanitärsysteme – Fertigduschen, Duschwände,
  • Umweltsysteme – Wasser- und Abwasserspeicher, Umweltbehälter.

Zur Feierstunde Ende Oktober waren Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur der Region eingeladen. In seinem Vortrag „70 Jahre Roth aus Unternehmenssicht“ beschrieb Matthias Donges, Chief Executive Officer (CEO), die Geschäftstätigkeit des Familienunternehmens. „Die Diversifikation erfolgte in verwandte und ergänzende Bereiche und Technologien. Fehler, die nicht ausbleiben konnten, führten zu Verbesserungen und konsequenten Korrekturen“, fasste er das Wesen des Unternehmens zusammen.
Ihn bewegte auch die Frage, ob 70 Jahre ein hohes Alter für ein Unternehmen sei und verwies auf die Ökonomen Christian Stadler und Philip Wältermann. Sie stellten in einer Analyse fest, dass das Durchschnittsalter europäischer Unternehmen bei 12,3 Jahren liegt. Gemessen daran sei Roth mit 70 Jahren ein sehr altes Unternehmen. Matthias Donges: „Unternehmen dürfen alt werden, wenn sie ihre Dynamik nicht verlieren. Mit Blick auf Roth heißt das, ja, wir sind schon 70 Jahre, aber kein bisschen müde und immer noch voller Energie.“
Ein besonderer Höhepunkt auf der Jubiläumsfeier war die Vorstellung des Buchs „Vom Handwerksbetrieb zum Weltmarktführer – ein Leben für das Familienunternehmen“. ­Autor: Seniorchef Manfred Roth. Tochter Dr. Anne-Kathrin Roth stellte das Buch dem Publikum vor. Der Unternehmer beschreibt darin die Entwicklung von der Gründung des Handwerksbetriebs durch seinen Vater Heinrich Roth, über seinen frühen Firmeneintritt in den 1960er-Jahren, bis hin zum heutigen Industrieunternehmen. Das Werk legt dar, wie Innovationen und strategische Weichenstellungen die Entwicklung von Roth bis zur Weltmarktführerschaft in den Segmenten Energiespeichersysteme, Flächenheiz- und -kühlsysteme sowie Composite-Technologien begründet haben. Dr. Anne-Kathrin Roth hob hervor: „Das Buch schließt mit einem positiven Ausblick in die Zukunft. Roth bleibt weiterhin eine starke Leistungs- und Wertegemeinschaft und ist für die Zukunft gerüstet.“
Manfred Roth, inzwischen 78 Jahre alt, blickt auf seine Zeit zurück, indem er sagt: „Ich hatte die beste Aufgabe meines Lebens erhalten – nämlich das eigene Familienunternehmen zu entwickeln. Schon lange fühlte ich eine innere Verpflichtung, die Geschichte unseres Unternehmens festzuhalten und bin glücklich, dies mit meinem Buch realisiert zu haben.“ Besonders freue er sich, dass die Zukunft des Familienunternehmens gesichert sei: Die drei Kinder, ­Christin, Anne-Kathrin und Claus-Hinrich, bekennen sich zum Unternehmen und haben als geschäftsführende Gesellschafter bedeutende Leitungsaufgaben übernommen.

www.roth-werke.de

 

 

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Sat, 02 Dec 2017 07:04:00 +0100
news-25875 Vaillant: Adventskalender startet mit ersten Weihnachtsgeschenken https://www.ikz.de/detail/news/detail/vaillant-adventskalender-startet-mit-ersten-weihnachtsgeschenken/ Remscheid.  Heute Morgen auch eine Schokofigur oder den Spruch des Tages im Adventskalender gefunden?  

Wie wäre es stattdessen mit einer Playstation 4, einem Sony Full HD LED TV oder einem Weber-Gasgrill? Die Chance auf den großen Gewinn haben alle Vaillant-Fachpartner im prall gefüllten Online-Adventskalender im FachpartnerNET. Hier verbergen sich hinter 24 digitalen Türchen hochwertige Preise und so manche Überraschung, die der bergische Heiztechnikspezialist noch nicht verrät.

Wie kann man teilnehmen? Ganz einfach: Nach dem Einloggen in das FachpartnerNET und dem Klick auf das Türchen des jeweiligen Tages muss lediglich eine Quizfrage richtig beantwortet oder ein kleines Rätsel gelöst werden. Teilnehmer haben dann die Chance auf den Tagespreis, der unter allen Fachpartnern mit der richtigen Antwort verlost wird.

„Der Adventskalender ist ein kleines Dankeschön an unsere Partner aus dem Fachhandwerk für ein gemeinsam erfolgreiches Jahr 2017“, so Nicole Dunker, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Vaillant Deutschland. Und „ganz nebenbei“ können alle Teilnehmer natürlich auch von den zahlreichen Informationen im FachpartnerNET für die tägliche Arbeit profitieren.

www.vaillant.de/fachpartnernet

 

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Fri, 01 Dec 2017 12:53:51 +0100
news-25808 Giacomini: Dichte Schnellentlüfter https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/giacomini-dichte-schnellentluefter/ Um Schäden vorzubeugen und die Lebensdauer und Effizienz von thermischen Anlagen zu verbessern, werden Schnellentlüfter zur automatischen Entlüftung von Kühl- und Heizkreisen eingesetzt. Allerdings: Sie können leicht undicht werden. Die IKZ-­HAUSTECHNIK hatte bereits in diesem Jahr mehrfach darüber berichtet.  

Giacomini hat nun mit dem „R99“ einen Schwimmerentlüfter entwickelt, der über eine Sicherheitsschnecke verfügt. Sie hat die Aufgabe, den Wasseraustritt zu verhindern. „Die Luft, die aus dem Ventil drückt, wird gebremst, indem sie über eine Trennplatte mit Kanälen geführt wird“, erklärt das Unternehmen die Funktion der Schnecke. Dort blieben auch letzte Tröpfchen hängen und vertrockneten.
Der „R99“ hat eine „sehr hohe Luftleistung“: Bei 2 bar sind es bis zu 1500 l/h, während dieser Wert beim „R88“, einem klassischen Entlüftermodell von Giacomini, bei lediglich 210 l/h liegt. Steht vor dem Schnellentlüfter „R99“ 7 bar an, liegt die Entlüfterleistung bei 2200 l/h. Nochmals Giacomini: „Seine Kapazität steigt mit zunehmendem Druck, sodass er sich besonders gut für große Anlagen eignet.“
Der Entlüfter ist in den Größen 1/4“, 3/8“ und 1/2“ erhältlich. Bei einer Montage mit Rückhalteventil kann der „R99“ später zu Wartungszwecken abgeschraubt werden, ohne dass das Wasser abgelassen werden muss.

Giacomini GmbH, Industriestr. 10, 51545 Waldbröhl,
Tel.: 02291 7902-0, Fax: -90, info@giacomini.de, www.giacomini.com

 

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Fri, 01 Dec 2017 09:00:00 +0100
news-25775 Wohlfühlatmosphäre auf dem stillen Örtchen https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/wohlfuehlatmosphaere-auf-dem-stillen-oertchen/ Funktionale, wirtschaftliche und sichere Sanitäreinrichtungen in der Schule  

Die Fassade bröckelt, der Putz blättert von den Wänden, die Fenster sind undicht – jede zweite Schule in Deutschland ist sanierungsbedürftig. Eine lernfördernde Umgebung sieht anders aus. Doch Schüler brauchen ein Lernumfeld, in dem sie sich wohlfühlen. Funktionsfähige Sanitärräume gehören dazu. Allerdings sind diese vielerorts in die Jahre gekommen, ihre Ausstattung ist abgenutzt oder beschädigt – es besteht Handlungsbedarf.

Viele Schultoiletten haben einen schlechten Ruf: Unangenehme Gerüche, kaputte Klobrillen und Fliesen, abgenutzte Waschbecken, WCs und Urinale – die Liste ist lang. Mancherorts sind die Sanitärräume sogar in einem so schlimmen Zustand, dass Schüler und Schülerinnen den Toi­lettengang während der Schulzeit meiden, was wiederum zu gesundheitlichen Folgen führen kann. Bei Diskussionen zur „Sanierung von Schultoiletten“ steht nahezu zwangsläufig auch das Thema „Klo-Vandalismus“ im Raum. Denn die Schultoi­lette ist ein unbeaufsichtigter Rückzugsort für die Schüler – nicht nur, um sich untereinander ungestört austauschen zu können, sondern gelegentlich auch, um Schulfrust abzulassen. Leidtragende ist in diesem Fall die Sanitäreinrichtung. Durch bestimmte Vorkehrungen können vorsätzliche Beschädigungen reduziert werden und somit auch die durch Vandalismus entstehenden zusätzlichen Betriebskosten gesenkt werden. So greifen Planer bei vandalismusgefährdeten Sanitärräumen oft auch auf robuste, vandalen­sichere Produkte zurück. Hierzu gehören beispielsweise WCs mit eingebrannten Sitzbacken oder verdeckt liegende Steuerungselemente bei Urinalen und Armaturen.

Zeitloses Keramik-Design
Für den wirtschaftlichen Betrieb in Schultoiletten spielt die Haltbarkeit der Sanitär­objekte, das heißt deren Langlebigkeit, eine wichtige Rolle. Dieser Qualitätsgedanke führt jedoch nicht automatisch zu Abstrichen beim Design. Denn Funktionalität und Wohlfühlambiente schließen sich nicht aus. Ganz gleich, ob ergonomisch rund oder markant eckig – ein schlichtes, zeitloses Design der Sanitärkeramik prägt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern trägt auch zur Wertschätzung und unbeschwerten Nutzung der Sanitäreinrichtungen bei. Einen funktionalen Vorteil bieten mitunter eckige Waschtische, da sie im Vergleich zu gleich großen halbrunden Waschtischen weniger Raum einnehmen. Allgemein gilt, Waschtische mit einem gleichmäßig umlaufenden und nach innen abgeschrägten Beckenrand lassen Spritzwasser leichter ablaufen. Mit einer Aufkantung des Waschtisches zur Wand ist dieser besonders reinigungsfreundlich.

Reinigungsaufwand minimieren
Auch die Aspekte Hygiene und Pflegeleichtigkeit sind bei der Auswahl von Sanitärprodukten für Schulen ausschlaggebend. So erleichtern wandhängende WCs beispielsweise die Bodenreinigung. Ist die WC-Keramik ohne Spülrand ausgestattet, reduziert das überdies Reinigungsmittel und -aufwand. Denn ohne Spülrand gibt es keine verborgenen Stellen für Ablagerungen und Schmutz, die für unangenehme Gerüche auf der Schultoilette sorgen können. Ebenfalls leicht zu reinigen und hygienisch sind Urinalmodelle ohne Spülrand.
Damit die Sanitärkeramik auch nach vielen Schuljahren noch gut aussieht, sollte sie entsprechend hochwertig und beständig sein. Für den besonderen Schutz der Keramik bietet beispielsweise der Sanitärkeramikhersteller Keramag die Spezialglasur KeraTect an. Diese Glasur zeichnet sich durch eine nahezu porenfreie und extrem glatte Oberfläche aus. Das mindert das Anhaften von Schmutz und Ablagerungen. Bei Produkten mit KeraTect-Glasur müssen keine speziellen Reinigungshinweise beachtet werden. Selbst scharfe Reiniger, Desinfektionsmittel oder Hochdruckreiniger können verwendet werden. Besonders pflegeleicht sind auch die Werkstoffe Edelstahl und Zinkdruckguss. WC-Betätigungsplatten aus diesen Materialien sind nicht nur robust, sondern auch optisch ansprechend. Da das Material mit seiner geschlossenen, widerstandsfähigen Oberfläche einfach zu reinigen und zu pflegen ist, lassen sich etwaige Verschmutzungen leicht entfernen. Besonders hygienisch sind berührungslos gesteuerte Betätigungsplatten, die automatisch per Infrarot-Impuls auf den Nutzer reagieren und einen Wasserfluss für eine voreingestellte Laufzeit bzw. Wassermenge freigeben.
Berührungslos gesteuerte, elektronische Waschtischarmaturen sorgen für zusätzliche Hygiene an den Schulwaschtischen. Vor der Wand zu sehen ist nur der Auslauf und der Infrarot-Sensor – sämtliche Funktionsteile sind in eine separate kleine Funktionsbox integriert. Durch die Installation elektronischer Waschtischarmaturen reduziert sich neben den Verbrauchskosten auch der Reinigungsaufwand.

Betriebskostensenkung durch wassersparende Spülvorgänge
Auch durch die Verwendung von weniger Wasser für die Toilettenspülung können Wasserverbrauch und -kosten deutlich gesenkt werden. Statt einer Spülmenge von 9 l, die WCs früher zum Spülen benötig­ten, reichen heute 6 l, mitunter sogar nur noch 4,5 l. Mit einer 2-Mengen- oder Spül-Stopp-Auslösung wird die wertvolle Ressource Wasser weiter geschont. Eine Wasserersparnis um bis zu 60 % ist möglich. Die Art der Spülsysteme spielt auch bei der Auswahl von Urinalmodellen eine Rolle. Hierbei ergeben sich hohe Einsparpotenziale sowohl bei den Wasser- und Abwasserkosten als auch bei den betrieblichen Aufwendungen. Für den Einsatz in Sanitärräumen von Schulen eignen sich Urinale mit rentablem Wassersparpotenzial durch eine geringe Spülmenge von weniger als 1 l. Aber auch wasserlos betriebene Modelle oder sogenannte Hybrid-Versionen, die mit und ohne Wasserspülung funktionieren, sind geeignet.

Flexible Urinalsysteme je nach Bausituation und Energieversorgung
Wirtschaftlich attraktiv – auch im Zuge einer Teilsanierung – ist der Einbau neuer Urinalanlagen. Urinalsysteme mit integrierter Steuerung wie die spülrandlosen Urinale Geberit Preda und Geberit Selva eignen sich hierfür besonders gut. Der Sprühkopf ist exakt auf die Innengeometrie der Keramik abgestimmt. Ästhetisch diskret und zugleich vandalismussicher ist die integrierte Urinal-Steuerung. Sie befindet sich in einer Dockingstation unterhalb der Keramik und umfasst neben der Steuerung auch die Stromversorgung und das Magnetventil. Dank der praktischen Dockingstation ist die Steuereinheit leicht zugänglich und lässt sich mit nur einem Handgriff entnehmen – Installation, Wartung und Umrüstung gehen damit besonders schnell von der Hand. Die Wasserzufuhr muss dank einer automatischen Wasserstopp-Funktion nicht abgesperrt werden, sodass Reihenanlagen während der Wartung eines oder mehrerer Urinale weiter betrieben werden können. Der entscheidende Vorteil: Die Urinale müssen dafür nicht extra abgenommen werden. Der Siphon ist von oben gut entnehmbar und ermög­licht einen direkten Zugang zum Entwässerungssystem. Auch der Sprühkopf lässt sich für die Reinigung oder den Austausch einfach abnehmen.
Weiterer Vorteil: Eine optimale Ausspülung wird bereits mit 0,5 l erzielt. Einen noch geringeren Wasserverbrauch erreichen individuell einstellbare Spülprogramme, z. B. die Intervallspülung oder die 0-l-Lösung ganz ohne Spülvorgang. Mit dem von Geberit entwickelten Wirtschaftlichkeitsrechner lassen sich die Betriebskosten der unterschiedlichen Urinalspülsysteme differenziert ermitteln. Der Wirtschaftlichkeitsrechner informiert zum einen über die vollständigen Kosten – gesplittet nach Sanitärapparat, Kosten für Wasser und Abwasser, Reinigungsaufwand und Servicebedarf. Zum anderen vergleicht er die Umweltauswirkungen der einzelnen Betriebsarten miteinander (www.geberit.de/urinalsystem).

Autorin: Renate Schnock, Produktmanagerin
Keramag, Geberit Vertriebs GmbH

www.geberit.de

www.keramag.de

 

 

 

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Fri, 01 Dec 2017 06:45:00 +0100
news-25823 Grässlin: Zeitschaltuhren für einen reibungs­losen Betrieb https://www.ikz.de/detail/news/detail/graesslin-zeitschaltuhren-fuer-einen-reibungslosen-betrieb/ Mit der neuen Generation digitaler Zeitschaltuhren „talento smart“ von Grässlin können laut eigenen Angaben Zeitschalt-Aufgaben schneller und effizienter bewältigt werden.  

Mit der „­talento smart S25“ steht ein Modell zur Verfügung, das in Kombination mit „talento smart CE2“ auf bis zu 8 Kanäle erweiterbar ist. Programmiert wird das Gesamtsystem über die „talento smart S25“. Die Verbindung zur „CE2“ läuft über Bluetooth. Die Programmierung selbst wird über PC oder über mobile Endgeräte mit der kostenlosen App für iOS und Android ausgeführt. Software und App zeichnen sich laut Hersteller durch eine übersichtliche Darstellung der Programme und intuitive Bedienerführung aus. Zeitschaltprogramme für die Gebäudetechnik, den Schaltanlagenbau oder den OEM-Bereich können erstellt und berührungslos übertragen, Programme aus bestehenden Installationen ausgelesen und individuell angepasst werden.
Die digitale Verteilerschaltuhr „talento smart S25“ ist mit Funktionen versehen, die eine Anpassung an die jeweilige Nutzung erlauben. Es stehen 800 Speicherplätze zur Erstellung von 80 datumabhängigen Programmen und 80 datumsunabhängigen Programmen zur Verfügung. Die kürzeste Schaltzeit beträgt eine Minute (Ein/Aus) bzw. eine Sekunde (Zyklus, Impuls). Zur Sicherung der Programme bei Stromausfall dient der nichtflüchtige Speicher (EEPROM). Eine Gangreserve über Batterie sorgt dafür, dass bei einem Stromausfall Datum und Uhrzeit erhalten bleiben. Die Zeitschaltuhr ist plombierbar und kann durch einen PIN vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden.

Grässlin GmbH, Bundesstr. 36, 78112 St. Georgen,
Tel.: 07724 933-0, Fax: -240, info@graesslin.de, www.graesslin.de

 

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Thu, 30 Nov 2017 11:02:00 +0100
news-25774 Das E-Werk im Heizungskeller https://www.ikz.de/detail/news/detail/das-e-werk-im-heizungskeller/ BHKW-Technik als Alternative  

Blockheizkraftwerke (BHKWs) befinden sich schon seit ein paar Jahren auf dem Markt. Ihr Vorteil: Sie liefern die benötigte Heizenergie und Strom gleichzeitig. Die Effizienz dieser Geräte im richtigen Umfeld steht außer Frage. Doch leider wird die Technik noch sehr stiefmütterlich von vielen SHK-Fachinstallateuren behandelt, obwohl sie auf unterschiedliche Weise gefördert wird. Ein Blick über den Tellerrand kann sich also lohnen, um eine noch recht junge Technik im Markt stärker zu etablieren.

Die Prognose, dass die Energiezukunft mehrgleisig und dezentral ist, erfährt seit geraumer Zeit in der Praxis ihre Bestätigung. Ein Trend, der sich noch verstärken dürfte. Blockheizkraftwerke können hier eine wichtige Rolle spielen – auch im Hinblick auf die Energiewende im Elektrizitätsbereich. Sie arbeiten dezentral, und die Mehrgleisigkeit ergibt sich u. a. daraus, dass sie häufig die Grundlast bei der Wärmeversorgung abdecken und ein weiterer (meist kleinerer) Wärmeerzeuger für die Spitzenlast eingesetzt wird. Dieser kann durchaus auch mit einem anderen Energieträger arbeiten, sodass eine höhere Flexibilität bei der Wärmeversorgung gegeben ist. Was wegen der Redundanz bei der Wärmeerzeugung zunächst teuer klingt, kann allerdings vielfach so wirtschaftlich sein, dass sich die höhere Anfangsinvestition in einem überschaubaren Zeitraum amortisiert. Dadurch, dass man bei der Wärmegewinnung die mechanische ­Energie für die dezentrale Stromerzeugung nutzt, wird ein sehr günstiger Primärenergienutzungsgrad von bis zu 95 % erzielt (zum Vergleich: Beim Strombezug aus Großkraftwerken liegt der Primärnutzungsgrad lediglich zwischen 35 und 50 %). Deshalb gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen, die den Betreibern von BHKWs wirtschaftlich unter die Arme greifen. Einige Hersteller unterstützen Handwerker wie Planer und Endnutzer dabei, die Fördermittel optimal auszuschöpfen. Dazu später mehr.
Interessant ist der BHKW-Einsatz auch für die zunehmende Zahl von Elektrofahrzeugnutzern, die so günstigen Eigenstrom „tanken“ können. BHKW-Hersteller RMB-Energie beispielsweise hat für diesen Fall eine spezielle Elektrofahrzeug-Ladetaste entwickelt, die das Auto bevorzugt mit selbst erzeugtem Strom versorgt.

Für jeden Einsatz die richtige Größe
BHKWs eignen sich sowohl für die Heizungssanierung im Bestand, wo ein vorhandener Heizkessel oft sogar noch die Spitzenlast abdecken kann, aber auch für Erstinstallationen. Da man allerdings auch als Handwerker häufig nach bekannten Mustern verfährt, werden die Potenziale, die in der Technik stecken, seltener genutzt, als es sich anbieten würde. Das könnte sich ändern, indem Planungsbeteiligte oder ausführende Betriebe die Option eines BHKW-Einsatzes standardmäßig mit in Betracht ziehen – und zwar in allen Größenordnungen des Wärmebedarfs. Das ist heute problemlos möglich, denn die Technik wird mittlerweile in allen Leistungsstufen angeboten.
Relativ jung sind ganz kleine Kraft-Wärme-Pakete für Ein- und Zweifamilien-Eigenheime. Das „Downsizing“ ließ sich bis vor wenigen Jahren wegen des hohen konstruktiven Aufwands wirtschaftlich nicht beliebig nach unten skalieren. Die sinnvolle Grenze für den Einsatz sogenannter Mini-BHKWs lag beim Energiebedarf größerer Mehrfamilienhäuser, Hotels, Schwimmbäder oder Gewerbeimmobilien. Doch die Hersteller forschten und entwickelten den Zweig der Klein- und Kleinst-BHKWs weiter, und so ist seit einigen Jahren eine stetig wachsende Zahl an Geräten für den Leistungsbereich der Ein- und Zweifamilienhäuser erhältlich, die die Klasse der Mikro- und Nano-Blockheizkraftwerke bilden. Um diese soll es nachfolgend schwerpunktmäßig gehen, denn bei Anforderungen im kleinen und mittleren Leistungsbereich hat der SHK-Handwerker die weitreichendsten Vorschlagsmöglichkeiten gegenüber den Endanwendern, da die Beauftragung hier im Gegensatz zu Großanlagen häufig ohne zwischengeschaltete Planungsinstanzen erfolgt.
Während die Mikro-BHKWs mit einer elektrischen Leistung von rund 2,5 bis 20 kW typischerweise von konventionellen Hubkolben-Verbrennungsmotoren angetrieben werden, kommen bei den Nano-BHKWs erstmals im größeren Stil Stirlingmotoren zum Einsatz – eine Technik, die nach dem 1816 entwickelten Grundprinzip von Robert Stirling arbeitet und somit sogar noch älter ist als Otto- oder Dieselmotoren. Als weitere Technik sind mittlerweile die ersten Brennstoffzellen-BHKWs marktreif, auch wenn sich die Branche mit dieser Technik noch am schwersten tut. Einen technischen Sonderweg beschreitet der schon seit 10 Jahren erhältliche „lion-Powerblock“ der Firma lion energy (Entwicklung: OTAG), der mit einem Dampfmotor (Linator) Strom erzeugt. Als Brennstoffe können Erd- und Flüssiggas sowie Holzpellets verwendet werden. Der „lion-Powerblock“ ist damit neben dem stirlinggetriebenen „Pellematic Smart_e“ von ÖkoFEN das einzige Gerät dieser Klasse, das mit dem Festbrennstoff Holzpellets arbeiten kann. Alternativ ist der „lion-Powerblock“ allerdings auch für Erd- oder Flüssiggasbetrieb erhältlich. Das Unternehmen ATEC, das besonders stark im Bereich Abgasanlagen unterwegs ist, bietet überdies als Besonderheit BHKWs, die mit Grubengas arbeiten, das ansonsten bei unkontrolliertem Entweichen in die Umwelt wegen des hohen Methangehalts als besonders klimaschädlich gilt und deshalb häufig ungenutzt abgefackelt wird.

Wann lohnt sich die Technik?
Nur: Wann ist es eigentlich sinnvoll, diese Geräte einzusetzen und sie beispielsweise gegenüber gewöhnlichen Gasbrennwertthermen zu bevorzugen? Generell gilt, dass BHKWs ihre Vorzüge vor allem in Gebäuden mit hohem kontinuierlichen Wärmebedarf ausspielen können – das sind im privaten Bereich oft ältere Wohnhäuser mit nicht ganz optimaler Dämmung oder eben auch mit entsprechender Hausgröße und im gewerblichen Bereich beispielsweise Hotels und Gaststätten sowie Schwimmbäder und Wellnesszentren und Firmen, die relativ viel Prozesswärme benötigen.
Die Anlagenauslegung und die Wahl des entsprechenden BHKWs hängt immer vom konkreten Einzelfall ab und erfordert sehr genaue Berechnungen sowie eine entsprechende Kompetenz in diesem Bereich. Viele BHKW-Hersteller unterstützen die Handwerker bei der optimalen Anlagenkonfiguration. Nicht nur das Blockheizkraftwerk selbst, sondern auch dessen Peripherie (z. B. Pufferspeicher, Abgassys­tem, gebäudetechnische Infrastruktur mit Vor- und Rücklaufleitungen, die übrigens hydraulisch spezielle hydraulische Anforderungen stellen, sowie natürlich die elektrischen Anschlussleitungen) müssen bei den Berechnungen als Gesamtsystem begriffen und berücksichtigt werden. Kos­tenvergleiche sind den Endkunden nur für jeweils komplett betriebsbereit installierte Anlagen möglich. In Passivhäusern oder auch in anderen aktuellen Einfamilienhäusern, die nach höheren EnEV-Standards gebaut wurden, werden sich BHKW-Anlagen selten amortisieren, denn genau genommen arbeiten sie umso rentabler, je schlechter der Wärmeschutz eines Gebäudes ist und natürlich je größer es ist, vorzugsweise beides zusammen. Denn die Amortisationszeit hängt maßgeblich davon ab, wie lange das BHKW in Betrieb ist – optimal für die Amortisation wäre es, wenn es rund um die Uhr liefe.

Unterstützung durch Förderungen
Finanziell lassen sich die erheblichen Investitionen für Kauf und Installation einer KWK-Anlage durch Inanspruchnahme verschiedenster öffentlicher Fördermittel entschärfen. Der in einem Blockheizkraftwerk erzeugte Strom wird je nach Art des verwendeten Brennstoffes durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) oder durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) öffentlich gefördert. Wird die Anlage mit Heizöl oder Erdgas betrieben, erfolgt die Vergütung nach dem KWKG, beim Betrieb mit Biomasse wie Pellets, Biogas, Pflanzenöl oder Bioethanol nach dem EEG. Alle öffentlichen Netzbetreiber sind kraft Gesetzes verpflichtet, den in einer BHKW-Anlage erzeugten Strom zu übernehmen und den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom entsprechend zu vergüten. So schreibt das KWK-Gesetz eine Förderung von 10 Jahren vor, nach dem EEG beträgt die Förderungshöchstdauer 20 Jahre.
Bei der Komplexität der sich ständig ändernden Fördermittelsituation ist es Planern und Handwerkern kaum zuzumuten, ihre Kunden diesbezüglich vollumfänglich optimal zu beraten. Auch „BHKW-Rechner“ im Internet helfen nur ansatzweise weiter. Einen besonderen Service bietet beispielsweise der Saterländer BHKW-Hersteller RMB Energie potenziellen „neoTower“-Kunden: nämlich den direkten Draht zu einem qualifizierten Dienstleister, der sich auf die optimale Berechnung aller zur Verfügung stehenden Fördermittel auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene spezialisiert hat. Gegen eine Gebühr bietet dieser Service die Sicherheit, für jedes Projekt individuell alle verfügbaren Fördermittel zu recherchieren, ihre Kombinierbarkeit sowie Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen und alle zu berücksichtigenden Hinweise aufzulisten. Darüber hinaus bereitet er sämtliche Dokumente inkl. der KfW-Bestätigung für den Online-Antrag durch einen zugelassenen Sachverständigen vor und stellt alle Unterlagen übersichtlich unterschrifts- und versandfertig mit voradressierten Rückumschlägen zusammen.

Fazit
Mit allen Subventionen und der Einspeisevergütung können sich kleine BHKWs wie auch ihre größeren Verwandten in überschaubaren Zeiträumen amortisieren und bei optimaler Konfiguration der Anlage sogar einen Gewinn erwirtschaften. Kenntnisse der Technik und eine genaue Planung sind hier ebenso entscheidend wie die Berücksichtigung sämtlicher Erstellungskosten. Anlagenhersteller bieten dem Fachhandwerker hier in aller Regel gute Unterstützung bei der optimalen Anlagenauslegung. Der Kauf/die Weitervermittlung einer Paketlösung, so vom Hersteller angeboten, kann unterm Strich für den Endnutzer sehr vorteilhaft sein.

Autor: Martin Henze, freier Journalist

 

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Thu, 30 Nov 2017 07:46:00 +0100
news-25874 ZVSHK und Caro unterschreiben Haftungsübernahmevereinbarung https://www.ikz.de/detail/news/detail/zvshk-und-caro-unterschreiben-haftungsuebernahmevereinbarung/ Sankt Augustin.  Die Caro Scheibe GmbH mit Hauptsitz in Hannover schließt eine Haftungsübernahmevereinbarung (HÜV) mit der SHK-Berufsorganisation.  

Bereits seit dem 1. September 2017 besteht mit JM Jäger (Stuttgart) sowie dem verbundenen Vertriebsunternehmen Fiboflansch-Rohr eine HÜV, die eine Produktfamilie von Rohren, Fittings, Rohrleitungssystemen, Kupplungen und Armaturen einschließt. Weitere Produkte kommen jetzt hinzu. Denn durch einen Vertrag mit der Caro Scheibe GmbH, die ebenso dieser Unternehmensgruppe angehört, sind jetzt auch Rohrverbindungen und Komponenten für Schweiß- bzw. Flanschverbindungen dieser Marke mit im Leistungsumfang enthalten.
„Für Mitgliedsbetriebe der SHK-Berufsorganisation bringt dies im Schadensfall Vorteile“, heißt es beim ZVSHK. Denn die HÜV sei ein Vertrag zwischen einem Hersteller (Gewährleistungspartner) und dem ZVSHK zugunsten der SHK-Mitgliedsbetriebe: „Sofern das Produkt des Herstellers beim Auftraggeber/Bauherrn einen Mangelfall auslöst, hat der Fachbetrieb neben den gesetzlichen Ansprüchen gegenüber seinem Lieferanten einen eigenen Ersatzanspruch gegen den Hersteller.“
Es wird in einem Streitfall also darum gehen, ob ein Produktfehler vorliegt – und gerade nicht eine fehlerhafte Montage oder eine Nutzung des Baumaterials den Defekt ausgelöst oder mitbewirkt hat. Hat ein Fachbetrieb Probleme bei der Abwicklung eines solchen Schadensfalles, kann er die Hilfe seines zuständigen Landesinnungs-/Landesfachverbandes in Anspruch nehmen. Bei der HÜV ersetzt der Gewährleistungspartner über die gesetzlichen Ansprüche hinaus auch zusätzliche begründete Nacherfüllungskosten, z.B. die Aus- und Einbaukosten, Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, und/oder weitere begründete Kosten im Falle von Selbstvornahme des Auftraggebers, Minderung oder Schadensersatz.
Zweifel sind jetzt aufgekommen, ob die Bedeutung der HÜV abnimmt. Denn zum 1. Januar 2018 wird eine gesetzliche Neuregelung des kaufvertraglichen Gewährleistungsrechts in Kraft treten. „Doch auch im neuen Recht wird die HÜV ihre Vorteile ausspielen können“, ist der Zentralverband Sanitär Heizung Klima überzeugt. Er rechnet damit, dass Händler bzw. Hersteller als Verkäufer mittels ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) versuchen werden, die gesetzlichen Ansprüche mit einer Vielzahl unterschiedlicher AGB einzuschränken. Welche AGB hierbei rechtmäßig oder rechtswidrig sind, werde sich erst in einer jahrelangen Rechtsprechung – wenn überhaupt – „rechtssicher“ herausstellen. Der Fachbetrieb bleibe also „auf der sicheren Seite“, wenn er zum einen Mitglied der SHK-Berufsorganisation sei und zum anderen Hersteller wähle, die eine HÜV abgeschlossen hätten.
Umfangreiche Infos zur HÜV sowie eine Liste der mehr als 80 Partner finden Mitgliedsbetriebe im internen Bereich von www.zvshk.de (als Suchwort den Quicklink QL1011599 eingeben).

 

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Wed, 29 Nov 2017 15:41:27 +0100
news-25873 Themenblog Technische Isolierung https://www.ikz.de/detail/news/detail/themenblog-technische-isolierung/ Hövelhof.  Die Kaimann GmbH hat einen hauseigenen Blog „Technische Isolierung“ ins Leben gerufen. Der Hersteller elastomerer Dämmstoffe will über diesen Kanal Tipps und Hinweise für die Praxis gegeben.  

Dabei stehen anwendungsrelevante Themen wie beispielsweise das korrekte Dämmen von Lüftungsanlagen in Gebäuden, Effizienzberechnung von Dämmmaterial, Tauwasserverhinderung, Schallschutz und Korrosion auf der Agenda. Außerdem sollen Informationen zu schadstoffarmem Bauen, Green-Building oder Trinkwasserhygiene gegeben werden. Beleuchtet werden sollen daneben rechtliche Aspekte und gesetzliche Rahmenbedingungen.
Der Blog ist unter www.kaimann.de/blog zu erreichen. Interessierte können sich durch Zusendung der Kontaktdaten an marketing@kaimann.de in den Verteiler eintragen lassen.

www.kaimann.de

 

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Wed, 29 Nov 2017 10:28:51 +0100
news-25773 Bei Pumpendefekt Heizgerät tauschen? https://www.ikz.de/detail/news/detail/bei-pumpendefekt-heizgeraet-tauschen/ Mögliche Auswirkungen der Ökodesign-Richtlinie ab dem Jahr 2020  

Bei dem unscheinbaren Begriff „Ökodesign-Richtlinie“ stellen sich bei zahlreichen Marktteilnehmern mittlerweile buchstäblich die Nackenhaare auf. Hat sie doch nicht nur wünschenswerte Effizienzsteigerungen in zahlreichen Fachgebieten zur Folge, sondern auch so manches Detail im Gepäck, das für Kopfschütteln sorgt. So z. B., dass mit der vollständigen Umsetzung von LOT 11 1) im Bereich Pumpen ab dem Jahr 2020 die Gefahr besteht, dass auch fünf Jahre alte Wärmeerzeuger ganz schnell zum alten Eisen gehören könnten und ausgetauscht werden müssen.

Ein hehres Ziel hat sie – die Ökodesign-Richtlinie oder im offiziellen Wortlaut gesagt: die Energy related Product – kurz ErP-Richtlinie. Will sie doch in derzeit 37 LOTs Energieeffizienz da schaffen, wo sie nach Ansicht der Europäischen Union (EU) erforderlich ist, um so letztendlich die Energieeffizienz zu steigern und den Energieverbrauch zu reduzieren, der bei der Energieerzeugung ggf. entsteht. Das ist ohne Frage richtig und wichtig. Denn so wurden z. B. die betagten Licht- bzw. eher Wärmespender „Glühlampe“ nicht nur verboten, sondern auch relativ zügig durch die deutlich effizientere LED-Technik ersetzt. Ohne die Vorschriften der Ökodesign-Richtlinie wäre dieser Generationswechsel kaum in diesem Tempo vonstatten gegangen. Und auch bei der Gas- und Öl-Heizwerttechnik zeigten die Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie „klare Kante“. Nur in technisch begründeten Ausnahmefällen darf sie seit 2015 noch installiert werden. Früher oder später wird deswegen auch die Heizwerttechnik vom Markt verschwunden sein.
Auch die Intention von LOT 11 ist zunächst absolut nachvollziehbar. Denn schließlich geht es in der Verordnung [1] um die „Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von externen Nassläufer-Umwälzpumpen und in Produkte integrierte Nassläufer-Umwälzpumpen“. Und Pumpen machen im Alltagsbetrieb an jeder Heizungsanlage einen spürbaren Anteil am elektrischen Verbrauch aus. Insofern handelt es sich nach den Definitionen der Ökodesign-Richtlinie um ein „energieverbrauch-relevantes Produkt“. In einem Einfamilienhaus kann alleine die Heizungsumwälzpumpe über 500 kWh elektrischer Energie im Jahr verbrauchen, davon kann mehr als die Hälfte eingespart werden.

Bedingungen von LOT 11 der Ökodesign-Richtlinie
Bereits seit dem 1. Januar 2013 gilt LOT 11 in Teilbereichen. Zuerst wurden die externen, sprich geräteunabhängigen Heizungspumpen mit einem Mindest-Energieeffizienzindex (EEI) von ≤ 0,27 reguliert. Seit dem 1. August 2015 wurde dann mit einem EEI ≤ 0,23 auch bei externen und integrierten Heizungspumpen sowie Solepumpen eine Mindesteffizienz definiert. Einfache On-Off-Pumpen mit Wechselstromantrieb können die geforderte Mindesteffizienz nicht erreichen. Deswegen sind alle seit dem 1. August 2015 in Verkehr gebrachten Wärmeerzeuger mit drehzahlgeregelten Pumpen und Gleichstrommotor ausgerüstet, die LOT 11 der Ökodesign-Richtlinie erfüllen.
Ab dem 1. Januar 2020 soll diese Vorschrift nach dem Zeitplan der EU auch für externe und interne Heizungs- sowie Solepumpen im Ersatzteilaustausch gelten. Diese einfache Forderung birgt jedoch – auf den ersten Blick nicht erkennbare – erhebliche Auswirkungen auf Heizungsbetreiber und den Markt. Denn vor dem 1. August 2015 in Verkehr gebrachte Heizgeräte waren mehrheitlich mit Standard-Pumpentechnik ausgerüstet. Der Grund dafür ist genauso einfach wie nachvollziehbar: „Ab 2014 haben nahezu alle großen Heiztechnik-Hersteller ihre Produktion auf Hocheffizienzpumpen in Wärmeerzeugern umgestellt“, erläutert dazu Christian Sieg, Leiter Produkt- und Dienstleistungs-Management bei Vaillant Deutschland. „Vorher hatten Hocheffizienzpumpen in Heizgeräten nur einen geringen Marktanteil von rund 5 %. Die Kosten für Hocheffizienzpumpen lagen zu diesem Zeitpunkt noch deutlich über dem Preis für einstufige Pumpen. Das hatte entsprechend ausgestattete Wärmeerzeuger für den Endkunden spürbar verteuert. Der Markt hat sich erst mit den Skalierungseffekten für Hocheffizienz-Pumpen gedreht.“
Waren also vor dem Stichtag 1. August 2015 Heizgeräte mehrheitlich mit einfacher Pumpentechnik ausgestattet heißt dies vor allen Dingen eines: Die eingesetzten Pumpen sind fester Bestandteil der Gerätezulassung. Fällt dementsprechend eine Standardpumpe in einem Heizgerät, bis Baujahr 2015 aus, kann sie nicht ohne Weiteres durch eine neue Hocheffizienzpumpe – wie es nach derzeitigem Stand die Ökodesign-Richtlinie zukünftig vorschreibt – ersetzt werden. Das würde ab dem Jahr 2020 im Endeffekt bedeuten, dass auch relativ neue Wärmeerzeuger dann bei einem Pumpendefekt nicht repariert sondern ausgetauscht werden müssten. Hiervon wären in Deutschland ca. 12 Mio. Wandheizgeräte und bodenstehende Kessel betroffen, von denen etwa 6 Mio. Geräte zum fraglichen Zeitpunkt nicht älter als 18 Jahre sind.

Warum kann die Gerätezulassung nicht erneuert und auf Hocheffizienzpumpen erweitert werden?
Die Zulassung von Heizgeräten zum „Inverkehrbringen“ gilt ausschließlich für das komplette Produkt in der, zum Zeitpunkt der Prüfung, eindeutig beschriebenen Zusammensetzung aus Komponenten. Nur für dieses Gerät sind die Prüfergebnisse, Herstellerbescheinigungen und Zertifikate gültig. Sie sind die Grundlage der CE Konformität und bescheinigen die Funktions- und Betriebssicherheit der Geräte. Bereits durch einen Austausch der Umwälzpumpe entspricht das Gerät damit nicht mehr dem Stand der Zulassung, die Konformität geht verloren. Eine Betriebserlaubnis ist, anders als beispielsweise für Kraftfahrzeuge, für die meis­ten Heizgeräte nicht erforderlich. Sollte aber durch die Veränderung am Gerät ein Schaden entstehen, so ist derjenige haftbar, der das Gerät gegenüber dem Zulassungsstand verändert hat. Das ist dann beispielsweise der Fachhandwerker, der eine „irgendwie passende“ Pumpe montiert hat.
Soll die Gerätezulassung durch den Hersteller erneuert werden, müssen die Nachweise der Einhaltung von Anforderungen aus allen relevanten europäischen Richtlinien und Verordnungen neu erbracht werden. Dies betrifft insbesondere die Prüfungen der Richtlinie über die elektrische Sicherheit, die elektromagnetische Verträglichkeit sowie die Gasgeräte-Richtlinie. Sofern die grundlegenden Anforderungen aus den Richtlinien nicht mehr eingehalten werden, kann eine Konformität nicht erreicht werden. Das gilt insbesondere auch, wenn die Anforderungen zwischenzeitlich verändert oder ergänzt wurden.
Neben den hohen Kosten dafür besteht ein weiteres Problem: Derartige Zulassungen werden über entsprechend zertifizierte und unabhängige Prüfstellen vorgenommen – und zwar ausschließlich an Neugeräten aus der laufenden Produktion. Das heißt: Eine Erneuerung der Gerätezulassung ist generell nur dann möglich, wenn die Produkte noch gefertigt werden. Sofern das Produkt zwischenzeitlich verändert wurde – z. B. mit einer neuen Elektronik ausgestattet – müssten alle diese Änderungen beim Pumpentausch vor Ort ebenfalls vorgenommen werden. Erst dann ist der aktuell gültige Zulassungsstand erreicht. Hier können also erhebliche Mehrkosten für den Verbraucher anfallen.

Lässt sich eine Standardpumpe technisch einfach gegen eine Hocheffizienzpumpe tauschen?
Aktuelle Hocheffizienzpumpen haben, bedingt durch die höhere Energieeffizienz im Vergleich zu Standardpumpen eine grundsätzlich andere Bauweise und andere Produkteigenschaften. Das betrifft eine ganze Reihe an Merkmalen. So unterscheiden sich die Abmessungen, die Leis­tungskennlinie, die elektrische Ansteuerung und elektromagnetische Verträglichkeit der Pumpen.
Da Hocheffizienzpumpen in der Regel größer sind als Standardpumpen, kann oft schon alleine aus reinen Platzgründen kein Austausch im ohnehin platzoptimierten Raum eines Heizgerätes stattfinden. Darüber hinaus darf die Pumpe die Verbrennungsluftversorgung zum Gasbrenner nicht beeinträchtigen. Dies müsste individuell für jeden Kessel vor dem Einsatz einer Hocheffizienzpumpe im Labor geprüft und bestätigt werden. Fast standardmäßig müsste auch die Steuerplatine des Wärmeerzeugers getauscht werden, da die Ansteuerung einer Hocheffizienzpumpe nicht über die im Bestandskessel eingebaute Platine möglich ist. Aufgrund der in Hocheffizienzpumpen darüber hinaus eingebauten Permanentmagneten ändert sich zudem die elektromagnetische Verträglichkeit des gesamten Kessels. Das hat wiederum zur Folge, dass auch die Vorgaben aus der Richtlinie 2014/30/EU über die elektromagnetische Verträglichkeit neu geprüft werden müssen. Darüber hinaus ist beim Einsatz von drehzahlgeregelten Hocheffizienzpumpen der Einsatz eines Magnetitabscheiders erforderlich. Denn Hocheffizienzpumpen verwenden einen Permanentmagnet-Rotor, der bevorzugt in Altanlagen mit Gussradiatoren magnetisierbare Bestandteile im Heizsystem ansammelt. Gerade in einer raumsparenden Installation von Wandheizern, beispielsweise auf einer Unterputzkonsole in Küche oder Bad, ist der Einbau eines solchen Abscheiders aber nur mit erheblichem Aufwand möglich. Ohne einen Magnetitabscheider wird die neue, hocheffiziente Pumpe frühzeitig ausfallen.

Was kann eine Umsetzung von LOT 11 ab dem 1. Januar 2020 zur Folge haben?
„Die Konsequenzen bei einer Anwendung von LOT 11 zum geplanten Zeitpunkt können vielfältig sein und zahlreiche Aspekte betreffen. Ist ein Heizgerät vor ca. 2015 installiert worden, kann ab 2020 beim Ausfall einer Pumpe in der Regel von einem notwendigen Komplettaustausch des erst sechs Jahre alten Heizgerätes ausgegangen werden“, so Christian Sieg. Auch zentrale und dezentrale Heizgeräte in Mehrfamilienhäusern sind davon betroffen. Langlaufende Serviceverträge oder die Geschäftsbedingungen in Verträgen von Energie-Contractinganbietern können beim Ausfall einer Standardpumpe in Heizgeräten ebenfalls plötzlich auf veränderte Grundlagen treffen. Die Gerätelebensdauer ist eine wichtige Kalkulationsgrundlage der Verträge, ein vorzeitiger Gerätetausch kann somit zulasten des Anbieters mit zum Teil erheblichen wirtschaftlichen Einbußen gehen.
Gerade bei Investitionsgütern wie Wärmeerzeugern – sowohl im kleinen wie im großen Leistungsbereich – wird vom Markt zu Recht allgemein eine Reparaturfähigkeit über 15 Jahre erwartet bzw. ist teils sogar vertraglich zugesichert. Die Reparaturfähigkeit wird bei langlebigen Produkten sogar ausdrücklich durch die EU gewünscht. Rein technisch rechtfertigt der Ersatzteiltausch nicht, dass noch junge Heizgeräte auf dem Stand der Technik ersetzt und verschrottet werden müssen. Auch der Ressourcenverbrauch dadurch steht dem Umweltgedanken von LOT 11 deutlich entgegen.

Forderungen von Herstellern und Verbänden
EU-Verordnungen wie die Ökodesign-Richtlinien werden turnusmäßig in 5-Jahresabständen überarbeitet. In LOT 11 steht diese Überarbeitung derzeit an. Im ersten Quartal 2018 ist hierzu eine offene Anhörung und Diskussion in Brüssel geplant. Hier werden Branchenvertreter eine Verschiebung der Bedingungen für den Tausch von Pumpen in bereits installierten Heizgeräten um zehn Jahre auf den 1. Januar 2030 fordern. „Zu diesem Zeitpunkt könnten dann ausschließlich Wärmeerzeuger von einem möglichen Pumpentausch betroffen sein, die mindestens 15 Jahre alt sind“, so Sieg. „Nach 15 Jahren Betriebsdauer ist es nachvollziehbar, sein Heizgerät zu tauschen, um Komfort- und Effizienzvorteile zu generieren.“ Das Ziel dabei: Die Änderungsverordnung sollte möglichst kurzfristig Gültigkeit bekommen, um für alle Anwender und die Branche planbare Rechtssicherheit zu schaffen.

Fazit
Die Ökodesign-Richtlinie: ohne Zweifel sinnvoll und richtig, um die klimapolitischen Ziele der EU zu erreichen. In LOT 11 kann sich der Wunsch nach größerer Energieeffizienz jedoch schnell ins Gegenteil umkehren, wenn ab dem 1. Januar 2020 junge Heizgeräte beim Defekt der verbauten Standardpumpe nicht repariert werden können und verschrottet werden müssen. Hersteller und Verbände fordern deshalb nachvollziehbar auch im Sinne aller Betreiber von Wärmeerzeugern eine Verlängerung der Austauschmöglichkeiten defekter Standardpumpen um zehn Jahre.

Literatur:
[1] Verordnung (EG) Nr. 641/2009
mit der Änderung (EU) Nr. 622/2012

Bilder: Vaillant Deutschland

www.vaillant.de

1) In einem sogenannten LOT sind jeweils Gruppen von Geräten und Bauteilen zusammengefasst – so in LOT 11 beispielsweise Pumpen.

 

 

 

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Wed, 29 Nov 2017 08:42:00 +0100
news-25811 Metabowerke: Mehr Licht! https://www.ikz.de/detail/news/detail/metabowerke-mehr-licht/ Ob großflächige Helligkeit oder punktuelle Beleuchtung: Dafür hat Metabo mehrere Akku-Baustrahler im Programm, beispielsweise den „BSA 14.4-18 LED“.  

Wo Steckdosen Mangelware und Kabel zu kurz sind, bringt der Akku-Strahler mit seinen 18 LEDs Licht (zwei Helligkeitsstufen) auf die Baustelle. „Er leuchtet große Flächen weiträumig und gleichmäßig aus“, sagt ­Metabo. Wie alle mobilen Geräte sind auch die Akku-Lampen kompatibel mit dem Metabo-Akkusystem: Baustrahler, Hand- und Stablampen laufen mit allen LiPower- und LiHD-Schiebesitz-Akkupacks von Metabo mit 14,4 und 18 V.
Ein weiteres Modell, auf das Metabo aufmerksamen machen möchte, ist die Stablampe „SLA 14.4-18 LED“. „Sie ist dank der stabilen Aluminium-Leichtbaukonstruktion am Lampenkopf extrem robust und belastbar – das macht sie ideal für den mobilen Einsatz“, erklärt das Unternehmen. Im Vergleich zu kleineren Handlampen wie die „ULA 14.4-18 LED“ leuchtet die „SLA 14.4-18 LED“ heller und großflächiger. Nochmals Metabo: „Die LEDs leuchten die Umgebung sehr gleichmäßig aus, was verhindert, dass die Augen beim Arbeiten überanstrengt werden.“

Metabowerke GmbH, Metabo-Allee, 72622 Nürtingen,
Tel.: 07022 72-0, Fax: -2595, metabo@metabo.de, www.metabo.com

 

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Wed, 29 Nov 2017 07:33:00 +0100
news-25872 Höhere Datenqualität nützt dem Betriebsablauf https://www.ikz.de/detail/news/detail/hoehere-datenqualitaet-nuetzt-dem-betriebsablauf/ ZVSHK-Mitgliederversammlung am 21. und 22. November 2017 in Bonn  

Auf der Herbsttagung kam der Startschuss zu Open Datapool, einer Internetplattform mit qualitätsgeprüften Daten zwei- und dreistufiger Hersteller, die sich stetig weiterentwickeln wird. Darüber hinaus beschäftigten den Zentralverband und seine Landesverbände weitere Themen: Nachwuchswerbung, Heizungsmodernisierung, Komplettbad sowie Handwerkermarke.


Auf einen Blick
Von der Angebotserstellung über die Produktorder und Baustellenabwicklung bis hin zum Ersatzteilgeschäft sollen alle möglichen hochwertigen Daten per Mausklick zur Verfügung stehen – diesen Anspruch haben viele SHK-Unternehmer, um ihre Betriebsprozesse möglichst umfänglich digital steuern zu können. Mit dem Startschuss auf der Mitgliederversammlung eröffnet Open Datapool dazu wichtige Voraussetzungen


 

Mitgliedsbetriebe der SHK-Organisation haben jetzt die Möglichkeit, über www.open-datapool.de qualitätsgeprüfte Herstellerdaten zu bekommen, die sich via definierter Schnittstelle in die eigene Software im Handwerksbetrieb übernehmen lassen. Dabei werden erstmalig auf einer Plattform zwei- wie dreistufige Produktdaten für die Implementierung in die elektronische Auftragsverarbeitung zur Verfügung gestellt.

Datenportal erweitert sich stetig
Der technische Aufbau des Datenportals startete im Frühjahr 2017. Bis heute sind rund 100 Lieferanten in dem neuen Datenservice mit Badplandaten und VDI-3805-Daten abgebildet. Als Premiumpartner sind bereits neben der Handwerkermarke Toto auch 14 zweistufige Hersteller dabei. In den kommenden Monaten sollen etliche weitere Hersteller hinzukommen, sobald sie ihre Daten für die Plattform passend aufbereitet haben.
Damit ist Open-Datapool mit über 100 Datensätzen schon jetzt einer der größten Anbieter von Badplandaten. Neben den Artikelstammdaten und Badplandaten werden zukünftig auch folgende Datenarten verfügbar sein: Ausschreibungsdaten, Bilder, Montage- und Pflegeanleitungen sowie Maßzeichnungen.
„Die Bereitstellung von prozessrelevanten Produktinformationen ist von hohem Nutzwert für unsere Betriebe. Es ist ein exklusiver Service, der es unseren Mitgliedern im Handumdrehen ermöglicht, komfortable und vor allem zeitsparende Produktrecherche zu betreiben“, urteilte ZVSHK-Präsident Friedrich Budde auf der Mitgliederversammlung. „Für unser Handwerk ist das eine neue Dimension der Datenqualität!“

Wichtiger Baustein für das Komplettbad
Das Portal wird neben den spezifischen SHK-Produkten auch Hersteller aus anderen Bauhandwerken wie Elektro und Fliesen aufnehmen. „Wir haben eine Versorgungslücke von etwa 300 Herstellern, die Komponenten für das Komplettbad liefern“, machte ZVSHK-Projektleiter Matthias Thiel deutlich. „Für die SHK-Handwerke wäre es von großem Nutzen, wenn diese Produktdaten alle über Open-Datapool zur Verfügung gestellt würden. Das wollen wir erreichen.“

Mit Mitgliederpasswort einloggen
Mithilfe der Internet-Zugangsdaten der SHK-Verbandsorganisation kann sich jeder Innungsbetrieb über die Webseite anmelden. Im Anschluss können die gewünschten Herstellerdaten im Portal recherchiert, ausgewählt, eingesehen und heruntergeladen werden. Mitgliedsbetriebe sollen auch einen Downloadmanager nutzen können, der eine individuell eingerichtete Datenbank automatisch auf aktuellem Stand hält.
„Das Datenportal soll unsere Innungsbetriebe auch auf das immer bedeutsamer werdende Thema ‚Building Information Modeling – BIM‘ vorbereiten“, betonte Friedrich Budde. Zur Nutzung eines eingeschränkten Zugangs können sich auch nicht organisierte Betriebe registrieren. Über Anwendung und Nutzen von Open-Datapool informiert ein Flyer, der sich über www.zvshk.de herunterladen lässt (als Suchwort den Quicklink QL81117016 eingeben).

Die Deutschen und ihre Bäder
Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat in Zusammenarbeit mit dem forsa-Institut im Jahr 2017 umfangreiche Basisinformationen zur Badsituation der Bundesbürger ermittelt. Aus der repräsentativen Befragung von 3000 Personen ergeben sich viele Merkmale, die unter www.sanitaerwirtschaft.de anschaulich aufbereitet sind.
VDS-Geschäftsführer Jens Wischmann stellte wichtige Punkte heraus. Demnach sind lediglich 17 % der Bäder derzeit für ältere Menschen „voll und ganz“ bequem nutzbar. Nur in 6 Mio. von insgesamt 36 Mio. Wohnungen wäre demzufolge ein Bad vorhanden, das die Bezeichnung „altersgerecht“ ohne Abstriche verdient. Der als Konsequenz des demografischen Wandels bereits seit Jahren spürbare „Renovierungsboom“ wird daher anhalten, prognostizierte Wischmann.
19 % und damit rund 12 Mio. Personen ab 18 Jahren sind mit ihrem vorhandenen Bad unzufrieden. Es sei zu klein, renovierungsbedürftig und nicht altersgerecht, geben sie als häufigste Kritikpunkte zu Protokoll. 17,7 Mio. „Erstbäder“ warten in Deutschland auf ihre Erneuerung. Sie sind im Durchschnitt knapp 20 Jahre alt.
Die Verbraucher attestieren den Badprofis von Handwerk und Handel eine sehr hohe Informations- und Beratungsqualität. Das hat der Studie zufolge entsprechende Auswirkungen auf die Kaufentscheidung. Besonders bei Spezialthemen wie Komplettrenovierung und altersgerechtes Bad verfügen Sanitärfachbetriebe danach über einen deutlichen Kompetenzvorsprung.

Fachkompetenz fürs Pflegebad
Neben der technischen Facharbeit bedarf es für den Handwerksbetrieb umfangreicher Kenntnisse, um mit dem Dschungel von Finanzierung, Zuschüssen, Beihilfen, Abrechnungsschlüsseln und Pflegestufen klarzukommen. Dieses Resümee zog ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Müller aus der Fachtagung Erfolgsfaktor Bad für die Pflege zu Hause, die am 13. November in Berlin stattfand. Mit mehr als 100 Teilnehmern war dies ein wichtiger Treff für Entscheider aus Ministerien, Verbänden der Pflege- und Seniorenwirtschaft sowie von Herstellern der Sanitärindustrie. In einer der nächsten Ausgaben folgt dazu ein gesonderter Bericht.

Ehrgeizige Klimaziele weiter verfolgen
Müller ließ weitere ZVSHK-Veranstaltungen und Entwicklungen der letzten Monate Revue passieren und stellte dabei einige Punkte besonders heraus: Angesichts ehrgeiziger Klimaziele gelte es weiterhin die energetische Gebäudemodernisierung zu forcieren. Doch stehe dem entgegen, dass es für Investoren derzeit keine attraktive steuerliche Entlastung gebe. Auch habe sich bei der Heizungstechnik kein System so attraktiv weiterentwickelt, dass sich die Wärmequelle als „Must-Have“ von allein verkaufe.
Ein bedeutendes Hindernis im Bestreben um mehr Energieeffizienz zeige sich im Bestand. Denn in zahlreichen kompakten Heizgeräten können – entgegen ersten Aussagen der Heizungsindustrie – herkömmliche Pumpen nicht gegen eine hocheffiziente Variante getauscht werden.

Beratung für mehr Energieeffizienz
Als großen Gewinn wertete Müller, dass die Leistung von Gebäudeenergieberatern des Handwerks bzw. entsprechend qualifizierten SHK-Handwerkern jetzt wirtschaftlich deutlich interessanter werden kann. Es entfällt der Grundsatz „Wer berät, darf selbst nicht modernisieren“. Nun wird auch die Vor-Ort-Energieberatung in Kombination mit einem Modernisierungsangebot (Sanierungsfahrplan) als förderungswürdig akzeptiert, um den Markt zu beleben. Das Wirtschaftsministerium übernimmt 60 % der förderfähigen Kosten, max. 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie max. 1100 Euro für Mehrfamilienhäuser.

Bei Feinstaub zählen Fakten
In der Diskussion um Feinstaub bei den mehr als 10 Mio. Holzfeuerstätten gelte es mehr Aufklärung zu betreiben, führte Müller weiter aus. Denn aufgrund von Daten des Umweltbundesamtes lasse sich verdeutlichen, dass die Emissionen keineswegs zugenommen haben, wie man vielleicht laienhaft vermuten mag. Stattdessen hat sich in den letzten 20 Jahren eine Reduzierung um etwa 30 % vollzogen. Deshalb wird der ZVSHK in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden geeignetes Infomaterial erarbeiten.
Energetische und wirtschaftliche Vorteile durch Heizungsmodernisierung verdeutlicht eine neue Endkundenbroschüre, die sich unter www.freie-waerme.de herunterladen lässt. Dabei zeigt sich, dass sich der Bezug von Fernwärme in vielen Fällen nicht lohnt.
Als weitere Punkte im Geschäftsbereich der Ofen- und Luftheizungsbauer stellte Müller heraus, dass sich der Mitgliederstand in der AdK (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft) von ehemals 400 OL-Handwerksbetrieben inzwischen halbiert hat.
Das Fachregelwerk des OL-Handwerks wurde in diesem Jahr um das Kapitel Brand- und Wärmeschutz erweitert und der ZVSHK bietet den Mitgliedsbetrieben inzwischen das kostenfreie Merkblatt Wassertechnik – Sichere Installation und Betrieb von wasserführenden Festbrennstoff-Einzelraum-Feuerungsanlagen. Die 17-seitige Fachinfo kann sowohl für OL-Fachleute als auch für Anlagenmechaniker von Nutzen sein (www.zvshk.de/downloadservice, dann auf Ofen-, Kamin-, Luftheizungsbau klicken).

Aktuelles in Kürze

  • Die unter www.wasserwaermeluft.de sowie über weitere Webseiten erreichbare Handwerkersuche hatte bis zum Herbst bereits 600 000 Anfragen. In der Datenbank haben SHK-Mitgliedsbetriebe die Möglichkeit, Suchkriterien für ihr Leistungsangebot anzugeben, damit sie von Endverbrauchern gezielt gefunden werden.
  • Die App „Öltankcheck“ ist in den Heizungscheck der Software ZVPLAN integriert. Passende Musterschreiben, die der organisierte Innungsbetrieb für seine Kommunikation mit dem Kunden nutzen kann, stehen Anfang 2018 zur Verfügung.
  • Bei der Nachwuchswerbung „Zeit zu starten“ gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 200 Web-Anfragen pro Tag, was der ZVSHK als recht hoch bewertet. Auch in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Kino-News wurden die SHK-Ausbildungsberufe beworben und mit einer Nachvermittlungskampagne kombiniert. Mit den Ergebnissen zeigt sich der ZVSHK sehr zufrieden und will auch in 2018 auf ähnliche Weise Jugendliche ansprechen.
  • Unter www.handwerkermarke.de präsentiert sich eine neugestaltete Homepage mit Statements aus dem Fachhandwerk, neuen Flyern und einem modernen Newsletter, der monatlich neu aufgelegt wird. Unterstützung bekommt das Fachhandwerk mit Werbe- und Info-Mitteln, die bis zum flotten Spruch als Autoaufkleber reichen. TD

 

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Wed, 29 Nov 2017 00:00:00 +0100
news-25871 DGIS-Akademie: Tagesworkshops an 22 Orten in Deutschland https://www.ikz.de/detail/news/detail/dgis-akademie-tagesworkshops-an-22-orten-in-deutschland/ Bünde.  Um Schadenssanierer und Sachverständige besser auf das neue Regelwerk des Verbandes der Sachversicherer (VdS) vorbereiten zu können, gehen die Ausbilder der Deutsche Gütegemeinschaft Immobilienschadenservice AG (DGIS) auf Tour:   

Im kommenden Jahr wird die DGIS-Akademie an 22 Orten in Deutschland Tagesworkshops anbieten. Die ganztägigen Kurse sind deshalb notwendig geworden, weil der VdS unlängst die VdS 3151 in Kraft gesetzt hat. Das Regelwerk führt zu einer höheren Verantwortung des Sanierers, birgt aber zugleich auch neue Umsatzpotenziale. Die Kurse zeigen auf, was der Sachversicherer vorgibt, wie vor allem die Sanierer Kosten- und Haftungsrisiken vermeiden – und wie sie sicher an ihr Honorar kommen. Insbesondere zeitkritische Maßnahmen und hygienische Aspekte stehen im Fokus des Seminars. Weitere Schlagworte sind:

  • Basistest: Selbst errechnen, welche Leistung der Kunde erhält
  • Regeltrocknung: Das Zauberwort löst das Konditionsproblem
  • Bioaktivität: Desinfektionsbedarf einmessen, statt schätzen
  • Keimreduzierung: Das Neuwertniveau sicher erreichen
  • Inhalative Aufnahme: Sicherheit für die Kunden
  • Mikrobiologische Kompetenz: Die Nachfrage abdecken
  • ISO 9001: Basics in der Zusammenarbeit mit Key-Accounts.

Die Veranstaltungen finden in Tagungshotels statt. Fachdozent Lothar F. Droste, Sachverständiger und Berater von Sachversicherern sowie von Unternehmern aus dem Fachhandwerk, führt durch die Fortbildung. Die Kurse beginnen jeweils um 10 Uhr und enden um 17 Uhr. Die Kosten betragen 198,00 Euro inklusive Verpflegungspauschale.

Informationen und Anmeldung zu den Tagesworkshops unter: www.immobilienschadenservice.de/portfolio-reader/haustechnik.html

Das komplette Seminarprogramm finden Interessierte unter: www.immobilienschadenservice.de/downloads.html

Terminübersicht für 2018:
12. Januar  in Minden / Hüllhorst
15. Februar in Neumünster
16. Februar in Neustadt / Holstein
02. März in Plettenberg
23. März in Trier
05. April in Ingolstadt
06. April in Augsburg
03. Mai in Nürnberg
04. Mai in Marburg
28. Juni in Gera
29. Juni in Eisenach
17. Juli in Freiburg
18. Juli in Biberach
07. August in Bremen
08. August in Bad Kreuznach
06. September in Cottbus
29. Oktober in Waren / Müritz
30. Oktober in Frankfurt / Oder
15. November in Wittenberge / Bayern
16. November in Lingen
18. Dezember in Wittenberg
19. Dezember in Bad Bevensen

 

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Tue, 28 Nov 2017 12:14:22 +0100
news-25829 BKI: Energieberatungs- und EnEV-Software mit Sanierungsfahrplan https://www.ikz.de/detail/news/detail/bki-energieberatungs-und-enev-software-mit-sanierungsfahrplan/ Die Version 17 der Energieberatungs- und EnEV-Software „BKI Energie­planer“ beinhaltet zahlreiche Update-Punkte. Zu den Neuerungen zählt insbesondere die Möglichkeit zur Erstellung individueller Sanierungsfahrpläne (iSFP) nach dena.  

Zudem lassen sich mehrere PV-Anlagen mit unterschiedlichen Orientierungen berechnen. Referenzobjekte zum Nichtwohnbau können per Mausklick über die „GeDaTrans“-Schnittstelle für die Energieeffizienz-Expertenliste übertragen werden. Mit der Optimierung des integrierten Zusatzmoduls „Simulation sommerlicher Wärmeschutz“ finden Verschattungen Berücksichtigung, die wiederum die Anzahl der Übertemperaturgradstunden positiv beeinflussen. Die Software unterstützt darüber hinaus die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und liefert von der Erstellung eines Verbrauchsausweises bis zum KfW-Effizienzhaus-Förderantrag DIN-konforme Berechnungen. Dazu ist eine Basisversion für Wohngebäude nach DIN 4108/4701/18599 oder die Komplettversion (Basisversion plus Nichtwohngebäude) erhältlich. Abgerundet wird die Anwendung durch Nachweise für z. B. EnEV, Energieberatung, KfW, Lüftungskonzept, sommerlicher Wärmeschutz, EEWärmeG und Wärmebrücken. Zudem ist ein Tool für die Erstellung von Beratungsberichten enthalten.
Unter www.bki.de/energieplaner steht eine Testversion zum Download bereit, die vier Wochen kostenfrei genutzt werden kann.

Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern GmbH (BKI),
Bahnhofstr. 1, 70372 Stuttgart,
Tel.: 0711 954854-0, Fax: -54, info@bki.de, www.bki.de

 

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Tue, 28 Nov 2017 12:02:00 +0100
news-25867 Geschick, Konzentration und Biss https://www.ikz.de/detail/news/detail/geschick-konzentration-und-biss/ Profis leisten was: Deutscher Meister SHK 2017  

Düsseldorf.  Jedes Jahr gibt es den Wettbewerb um die besten Nachwuchstalente des Deutschen Handwerks – den Leistungswettbewerb PLW („Profis leisten was“). Um die besten Anlagenmechaniker SHK dieses Ausbildungsjahrgangs zu ermitteln, gab es eine Deutsche Meisterschaft am 23. und 24. November 2017 in Düsseldorf. Mitmachen kann immer nur, wer mit seiner Prüfungsaufgabe auf Landesebene besser ist als die Konkurrenz. Darüber hinaus muss er die Mindestzahl 81 von 100 möglichen Punkten erreichen.
Für die teilnehmenden Jahrgangsbesten galt es in Düsseldorf, als Arbeitsaufgabe ein Modell-Badezimmer zu errichten. Die Kandidaten erstellten dazu eine Vorwandinstallation aus Profilschienen, in der sie Grundmodule von sanitären Einrichtungsgegenständen einbauen und anschließen mussten. Bei der Bewertung durch die Jury ging es um das handwerkliche Installationsgeschick, aber auch um Maßgenauigkeit und Präzision. Auf dem Prüfstand standen zudem Zeitaufwand, Art und Weise der Ausführung, Dichtheit und Sauberkeit.
Von den acht Kandidaten, die zum Wettbewerb angetreten waren, ging Pascal Schreiter aus Aue (Sachsen) als Bester hervor und ist damit Bundesieger 2017. Timo Römer (Saarbrücken) belegte den zweiten, Benedikt Geldner aus Würzburg den dritten Platz.
Für die übrigen drei SHK-Berufsbilder – Ofen- und Luftheizungsbauer, Klempner sowie Behälter- und Apparatebauer – haben die Juroren des Leistungswettbewerbes im November in Stuttgart entschieden, wer zu den ausgezeichneten Bundessiegern gehört. Bei den Ofen- und Luftheizungsbauern gab es nur einen Kandidaten, der aufgrund seiner hohen Punktzahl in die Wertung kam. Es ist Bundessieger Hristijan Lazarov (Biberach). Im Klempner-Handwerk konnte Jan Lottes (Nürnberg) als Sieger überzeugen, Zweiter wurde Kevin Zeman (Mutlangen). Bei den Behälter- und Apparatebauern gab es mit dem Jahrgangsbesten Sergej Nain aus Dornstetten nur eine Platzierung.
Impressionen von der Meisterschaft gibt es unter www.dmshk.de
Bilder: DMSHK

 

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Tue, 28 Nov 2017 08:43:52 +0100
news-25766 Azubi-Suche im Handwerk: Wer bietet mehr? https://www.ikz.de/detail/news/detail/azubi-suche-im-handwerk-wer-bietet-mehr/ Möglichkeiten zur Gewinnung von Auszubildenden – abseits von Sach- oder monetären Prämien  

Ausgefallene Stellenanzeigen, verlockende Prämien oder Begrüßungsgelder – um neue Auszubildende zu bekommen, lassen sich Handwerksbetriebe heutzutage so einiges einfallen. Immer kreativer werden die Ideen, immer lukrativer die Angebote, mit denen die Betriebe um den Nachwuchs buhlen. Schließlich fehle es seit Jahren an qualifizierten Bewerbern, heißt es seitens vieler Unternehmen. Doch um diesem entgegenzuwirken, muss nicht immer das eigene Smartphone winken. Dass es auch anders geht, zeigt der Heidelberger Handwerksbetrieb Janssen Sanitär und Heizung. Hier punktet Geschäftsführer-Ehepaar Steffi und Wolfgang Wurster mit innovativen Ausbildungsinhalten bei den jungen Jobanwärtern statt mit teuren Geschenken.

Ob die Übernahme der Führerscheinkos­ten, doppeltes Gehalt, ein Fitness-Studio-Abo, eigenes Smartphone oder Konzert­tickets, verführerisch klingen sie alle – die Verlockungen der Arbeitgeber auf Azubi­suche. Denn auf verzweifelter Nachwuchsjagd lassen Firmen hierzulande für gute Azubis inzwischen einiges springen. Schulabgänger mit guten Noten können sich ihren Ausbildungsplatz in vielen Regionen Deutschlands mittlerweile aussuchen und dabei auch auf so manches „Bonbon“ hoffen. Vor allem im Handwerk ist die Konkurrenz zwischen den Ausbildungsbetrieben hoch. Um sich im Wettbewerb um die jungen Nachwuchskräfte abzuheben und gegenüber anderen Unternehmen hervorzustechen, lassen sich Firmen deshalb so manches einfallen. Vor allem Mittelständler, kleine ­Unternehmen und Firmen außerhalb der ­Großstädte müssen kreativ werden, um sich für die wenigen Bewerber auf dem Markt interessant zu machen. Von Schnupperkursen in der Chefetage bis zum eigenen Dienst­wagen, von ausgefallenen Stellenanzeigen bis zum Stand auf der Berufsmesse – in der Not scheuen manche Unternehmen keine Kosten und Mühen, um die wachsende Zahl freier Ausbildungsplätze doch noch irgendwie zu besetzen.

Keine schlaflosen Nächte
Von teuren Geschenken und vielversprechenden Ausbildungsangeboten hält Wolfgang Wurster, Inhaber von Janssen Sanitär und Heizung in Heidelberg, nicht allzu viel. Im familiengeführten Betrieb zählen andere Werte bei der Ausbildung. Sinkende Bewerberzahlen bereiten ihm trotzdem keine schlaflosen Nächte: „Ob es der wöchentliche Eistag im Sommer ist, der die Bewerber lockt? Ich weiß es nicht, aber ich kann nicht klagen. Mit der Nachwuchs-Suche haben wir jedenfalls keine Probleme in unserem Betrieb. Im Gegenteil: Wir hatten auch dieses Jahr schon einige tolle Bewerbungen, darunter auch Jugendliche mit Abi und Fachhochschulreife“, sagt der gelernte Heizungsbau- und Sanitärmeister sowie staatlich geprüfte Techniker und Energieberater. Dass der Handwerksmeister mit dieser Aussage zu den Exoten in Deutschland gehört, ist ihm bewusst.

„We are family!“
Derzeit beschäftigt Janssen Sanitär und Heizung sechs Auszubildende. An Inter­esse und Sachverstand mangele es keinem der sechs. Alle hätten sich selbstständig beworben. Auch ohne, dass man ihnen dabei große Geschenke versprochen habe oder Begrüßungsgelder vergeben wurden, so Wurster. Doch wie erklärt sich der Chef die ungebremste Motivation seiner Auszubildenden? Was macht er anders, um gute Azubis zu gewinnen? „Ein partnerschaftliches und familiäres Miteinander prägt die Zusammenarbeit in unserem Team. Als Handwerksbetrieb mit langer Tradition legen wir deshalb nicht nur großen Wert auf die Qualität unserer Dienstleistungen und Produkte, sondern auch auf die unserer Mitarbeiter. Termintreue, ein freundliches Auftreten und sauberes Arbeiten sind ein Zeichen der Achtung, die wir unseren Kunden entgegen bringen. Die Herausforderung besteht deshalb darin, schon im Bewerbungsgespräch die Persönlichkeit der Bewerber zu erkennen. Das ist enorm schwierig, vor allem bei jungen Menschen, die gerade erst die ­Schule beendet haben. Eine positive Grundeinstellung und gute Umgangsformen sind für mich aber wichtiger als eine 1 in ­Mathe“, erklärt der zweifache Meister und Vater von drei Kindern.
Er bilde schließlich aus, um zu übernehmen. Denn Inhaber Wolfgang ­Wurster weiß, wer Nachwuchs qualifiziert und fördert, investiert in die eigene Zukunft. Dabei ist er sich seiner Verantwortung voll und ganz bewusst: „Die Ausbildung kompetenter und engagierter Nachwuchskräfte liegt uns am Herzen und ist uns sehr wichtig. Denn nur so sichern wir uns Fachkräfte und sorgen für eine systematische und langfristige Personalentwicklung“, erklärt Wurster. Der Handwerker-Nachwuchs steht deshalb bei der Firma Janssen Sanitär und Heizung im Mittelpunkt.
„Der eigentliche Anreiz für Jugend­liche sollte sein, eine gute Ausbildung zu bekommen. Bei uns gibt es daher keine Prämien oder wertvollen Geschenke bei guter Leistung. Auch keine Standardverfahren oder Patentlösungen, um die Azubis zu motivieren. Denn jeder ist ein Einzelfall. Wir nehmen sie an der Hand, geben Orientierung und Ausdauer, falls mal einer strauchelt“, erklärt Janssen-Chefin Stefanie Wurster. Von Anfang an werden die Auszubildenden deshalb voll und ganz ins Unternehmen integriert. Sei es bei der Weihnachtsfeier, dem Freunde- und Familientag oder einem der vielen Betriebsausflüge, die das SHK-Unternehmen jedes Jahr unternimmt. Auch eigene Visitenkarten und die monatlichen Teamsitzungen fördern die Integration der Auszubildenden ins Team und den Zusammenhalt der Belegschaft, sagt die Geschäftsführerin.
Neben eigenem Werkzeug und Arbeitskleidung inklusive Wäscheservice, werden die Nachwuchskräfte bei Janssen Sanitär und Heizung dazu mit regelmäßigen betriebsinternen Schulungen und Trainings unterstützt. Dafür gibt es extra einen Ausbildungsleiter, Mario Schmider, der die Azubis fördert und auch sonst ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

Leidenschaft fürs Handwerk
So auch Leon Bürklin. Der pflichtbewusste junge Heidelberger absolviert derzeit seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker im Hause Janssen. Selbst in einem Sanitär- und Heizungsbetrieb groß geworden, bringt er die besten Voraussetzungen mit und weiß, worauf es bei der Ausbildung ankommt. Schon vor der Lehre machte er deshalb sein Abitur an einem Technischen Gymnasium. Mit dem Abi in der Tasche rutschte Bürklin dann direkt ins 2. Lehrjahr, was ihm die Ausbildung nun verkürzt. Sein Engagement und seine Höflichkeit beeindrucken nicht nur die Janssen-Chefs – auch für seine jungen Kollegen ist der Muster-Azubi ein Vorbild. Erst im Februar unterstützte er die SHK-Innung an ihrem Stand auf der Messe „Jobs for future“ in Mannheim und informierte andere Jugendliche über seinen Arbeitsplatz und Karrieremöglichkeiten. Auch sein nächster Einsatz steht schon fest: Beim Fachkongress „Gemeinsam zum Ziel: Ausbildungsqualität entwickeln – Ausbildungserfolg sichern“ im September im Haus der Wirtschaft in Stuttgart wird Leon Bürklin von seiner Ausbildung berichten und im Praxisinterview Rede und Antwort stehen.
Wie fleißig der Janssen-Azubi ist, zeigt auch die Ernennung zum „Ausbildungsbotschafter“ der Handwerkskammer Baden-Württemberg. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte landesweite Initiative soll die Motivation und Lernbereitschaft künftiger Auszubildenden wecken. Das Prinzip ist simpel. Junge Menschen, die gerade eine Ausbildung machen, gehen in Schulen und beantworten die Fragen der Schüler: Wie sieht die Ausbildung in der Praxis aus? Was sind Vor- und Nachteile des Berufs? Und wie viel verdient man? ­Dafür wirbt der angehende Anlagenmechaniker in den Schulen des gesamten Bundeslandes und gibt direkte und authentische Einblicke in seinen Ausbildungsberuf.
 „Weil die Ausbildungsbotschafter meis­tens nicht wesentlich älter sind, identifizieren sich die Schüler mit ihnen. Aber Ausbildungsbotschafter müssen für diesen Job auch geeignet sein, schließlich müssen sie den Kids in der Schule glaubwürdig berichten können, was an ihrem Beruf Spaß macht. Leon kann das sehr gut, er hat eine große Leidenschaft für sein Handwerk, genau wie all unsere Azubis“, erklärt Wolfgang Wurster sichtlich stolz und seine Frau ergänzt: „Mit ihrer Einsatzbereitschaft und ihren Persönlichkeiten sind unsere jungen Leute Vorbilder für den handwerklichen Nachwuchs.“

Staatssekretärin auf Stippvisite
Von dieser Vorbildfunktion der Janssen-Azubis scheint auch Baden-Württembergs Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Katrin Schütz, bereits gehört zu haben. Denn sie stattete der Firma Anfang August während einer dreitägigen Info-Reise zum Thema „Ausbildung“ einen Besuch ab, um sich im Heidelberger SHK-Unternehmen umzuschauen und zu erfahren, was man hier anders macht als in anderen Ausbildungsbetrieben. Katrin Schütz kennt sich aus in Sachen Ausbildung: 15 Jahre – von 1991 bis 2006 – war sie selbst Ausbilderin in einem mittelständischen Unternehmen. Vom Handwerk über Hotellerie und Gastronomie bis IT informierte sich die Staatssekre­tärin bei insgesamt zwölf Unternehmen des Landes Baden-Württemberg über Herausforderungen und kreative Lösungsansätze bei der Fachkräftesicherung. Dabei stand vor allem der Austausch mit Auszubildenden, engagierten Ausbildern sowie Unternehmern im Mittelpunkt. Ebenfalls im Fokus der Besuche: Wie gewinnen die Unternehmen Nachwuchskräfte und wie stellen sie das hohe Ausbildungsniveau sicher? „Ausbilder sind immer auch Pädagogen“, sagte Katrin Schütz bei ihrem Besuch der Firma Janssen. Sie müssten für den Beruf ­begeistern, motivieren und dafür sorgen, dass der Funke bei den jungen Menschen überspringt. „Das funktioniert hier sehr gut, denn die jungen Jobanwärter brennen allesamt für ihr Handwerk“, zieht Schütz ihr Fazit.

Bilder: Uschi Wetzel


 

Nachgefragt


Auszubildender Leon Bürklin (Azubi zum Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima bei der Heidelberger Firma Janssen Sanitär + Heizung) ist als Ausbildungsbotschafter des Landes Baden-Württemberg im Einsatz und wirbt an Schulen für seinen Beruf.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was bedeuten Dir die Einsätze als Ausbildungsbotschafter und siehst du dich dabei selbst als Vorbild für andere Jugendliche?
Leon Bürklin: Ich nehme meine Aufgabe als Ausbildungsbotschafter sehr ernst, da an meiner Schule etwas Derartiges nie angeboten wurde. Im Nach­hinein hätte ich mir aber gewünscht, dass mir jemand durch den Entscheidungs­dschungel hilft. Natürlich versuche ich, meine Aufgabe dementsprechend gut zu machen. Als Vorbild sehe ich mich dabei aber nicht. Höchstens in Bezug darauf, dass ich mir meiner Sache voll und ganz sicher bin. Jugendliche in meinem Alter wissen oft nicht, was sie eigentlich wollen. Daher denke ich, kann es sehr hilfreich sein, von einem Gleichaltrigen zu hören, dass es nicht falsch ist, sich feste Ziele zu setzen und sich auf etwas voll und ganz einzulassen, obwohl das Angebot so riesig ist.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was war dir persönlich bei der Wahl deines Ausbildungsbetriebes wichtig? Wie konnte die Firma Janssen bei dir punkten?
Leon Bürklin: Ich wollte einen Ausbildungsbetrieb, bei dem ich nicht nur mitlaufe und meinem Gesellenbrief entgegenfiebere, sondern das Gefühl bekomme, dass auf meine Ausbildung Wert gelegt wird. Eben diese Eigenschaften sehe ich in der Firma Janssen. Der Geschäftsleitung ist das Wohl der Auszubildenden sehr wichtig. Wobei die Mitarbeiter nicht ausgelassen werden dürfen, denn bei ihnen spielt sich ja der Großteil meiner Ausbildung ab. Und bei denen fühle ich mich richtig wohl.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was halten deine Vorgesetzten von deinem Engagement als Ausbildungsbotschafter und wie unterstützen sie dich dabei?
Leon Bürklin: Der Geschäftsleitung der Firma Janssen liegt das Thema Ausbildung besonders am Herzen, weshalb ich bisher nur auf Lob stieß, was mein Amt als Ausbildungsbotschafter anging. Mein Chef war auch derjenige, der mir angeboten hat, an dem Programm mitzumachen. Für meine Einsätze werde ich von ihm ausnahmslos freigestellt, durfte mir auch Überstunden aufschreiben wenn es mal länger ging.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welchen Vorteil hat das Unternehmen von deinem Engagement als Ausbildungsbotschafter?
Leon Bürklin: Mit dem Ausbildungsbotschafter-Programm wird in die Zukunft investiert. Soll heißen: Jeder Azubi, den wir für das Handwerk begeistern können, könnte der nächste Top-Mann meiner Firma werden. Außerdem wirkt das Programm dem Fachkräftemangel entgegen, was den Firmen von heute sehr viel Arbeit abnehmen könnte.

IKZ-HAUSTECHNIK: Und welchen Vorteil hast Du von den Einsätzen als Ausbildungsbotschafter?
Leon Bürklin: Das Programm ist ehrenamtlich, trotzdem springt für uns mal ein kleines Präsent oder eine Einladung zum Essen ab. Nicht zuletzt bin ich durch meine Einsätze viel kommunikativer und sicherer in meinem Auftreten geworden.


 

 

 

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Tue, 28 Nov 2017 07:30:00 +0100
news-25866 Erweiterte Garantie für Handwerkzeug-Sets https://www.ikz.de/detail/news/detail/erweiterte-garantie-fuer-handwerkzeug-sets/ Kelkheim.  Seit November 2017 gibt Rothenberger auf Werkzeuge aus Handwerkzeug-Sets, die im Ordnungssystem „Robox“ geliefert werden, fünf Jahre Umtauschgarantie.  

Sollte eines der Handwerkzeuge kaputt gehen, erhalten Kunden nach Registrierung des Sets im Serviceportal „Ro Service +“ und Rücksendung des beschädigten/defekten Werkzeugs ein entsprechendes neues Werkzeug. In den Sets sind Handwerkzeuge zusammengestellt, die Installateure im Heizungs- und Sanitärhandwerk laut einer Umfrage von Rothenberger oft brauchen. Die Handwerkzeug-Sets hatte der Hersteller zur diesjährigen „Weil’s passt“-Herbstkampagne vorgestellt.
Details zur 5-Jahres-Garantie gibt es auf der Rothenberger-Homepage.

rothenberger.infotip-rts.com/Service.xhtml

 

 

 

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Mon, 27 Nov 2017 14:26:26 +0100
news-25863 Grundfos: verbesserte Garantieleistung https://www.ikz.de/detail/news/detail/grundfos-verbesserte-garantieleistung/ Erkrath.  Grundfos bietet für seine Hocheffizienzpumpen im Rahmen der Handwerkermarke ab sofort eine verbesserte Garantieleistung an.  

Statt 51/4 Jahre ab Herstelldatum beträgt die Verjährungsfrist für die Haftungsübernahme jetzt 5 Jahre ab Abnahme des Auftraggebers. In der Praxis bedeutet das für Auftraggeber und Fachhandwerk eine verlängerte Garantie. Die neue Regelung ist Bestandteil der Rahmenvereinbarung zwischen Grundfos und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und gilt unter anderem für die Hocheffizienz-Baureihen Alpha2, Alpha3 und Magna3 sowie die Trinkwasserzirkulationspumpen Comfort.
Zu den Vorteilen der Handwerkermarke gehören die verlängerte Garantie, besondere Vereinbarungen bezüglich Lieferzeiten, Ersatzteilversand und Kundendienst sowie umfassende Service- und Zusatzleistungen.

www.grundfos.de

 

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Mon, 27 Nov 2017 11:07:12 +0100
news-25803 Hansa: Installationssystem verkürzt Montagezeit https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/hansa-installationssystem-verkuerzt-montagezeit/ Die Frage, wie sich die Montagezeit verkürzen lässt, ohne an Qualität einzubüßen, beantwortet Hansa mit dem „3S-Installationssystem“.  

Fünf Gründe, warum Waschtischarmaturen damit schneller und wirtschaftlicher als zuvor montiert werden können, liefert der Armaturenhersteller gleich mit:

  1. Hantieren mit Kleinteilen entfällt: Bei „3S-Installationssystem“ sind wichtige Komponenten für die Befestigung wie Anzugsplatte, Dichtung und Mutter in einem Bauteil integriert.
  2. Installation in drei Schritten: Zunächst wird der Installationskonus auf den Stehbolzen geschoben. Durch die besondere Konstruktion hält der Konus selbstständig auf dem Gewinde: Die Armatur ist bereits vorfixiert. Anschließend die Mutter festziehen – fertig.
  3. Einhändige Installation: Mit dem Installationssystems „ist sogar eine blinde und/oder einhändige Installation problemlos möglich“. Insbesondere bei schwierigen Zugängen, z.B. in Badmöbeln, ist das nach Meinung von Hansa ein großer Vorteil. Auch der Zeitaufwand für die Montage lasse sich reduzieren. Hansa spricht von „mindestens 50%“.
  4. Einfache Demontage: Genauso wie die Montage erfolgt die Demontage mit dem „3S-Installationssystem“: Die Mutter wieder lösen und den Befestigungskonus abziehen. Das Abschrauben der Mutter über den gesamten Gewindeweg entfällt.
  5. Materialqualität: Im „3S-Installationssystem“ sind laut Hansa ausschließlich hochwertige, langlebige Materialien und Komponenten verbaut, „die eine starke mechanische Festigkeit, eine hohe chemische Resistenz sowie eine lange Lebensdauer sicherstellen“.

Hansa Armaturen GmbH, Sigmaringer Str., 70567 Stuttgart,
Tel.: 0711 1614-0, Fax: -368, info@hansa.de, www.hansa.de

 

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Mon, 27 Nov 2017 11:00:00 +0100
news-25765 Standfest und dicht https://www.ikz.de/detail/news/detail/standfest-und-dicht/ Hinweise zum fachgerechten Wanneneinbau  


P­raxistipps auf den Punkt gebracht
In der täglichen Arbeitspraxis tauchen immer wieder Fehler und Fragen im Installationsablauf auf – einige selten, andere häufig. An dieser Stelle setzt die IKZ-HAUSTECHNIK an und zeigt in loser Folge Problemsituationen auf, die von der Industrie beantwortet werden, abgerundet mit Tipps und Tricks für knifflige Fälle.
Suchen Sie auch nach einer Lösung für eine Installation? Wir bemühen uns um eine Beantwortung, wenn Sie uns Ihre Situation schreiben, per E-Mail oder Brief möglichst mit Bild, unter: STROBEL VERLAG, Redaktion IKZ-HAUSTECHNIK, Postfach 5654, 59806 Arnsberg, E-Mail: redaktion@strobel-verlag.de


 

 

Wird beim Wanneneinbau nicht sorgfältig gearbeitet, drohen Schäden, deren Beseitigung oft mit einem hohen Arbeits- und Kostenaufwand verbunden ist. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Aufstellung und – vor dem Hintergrund der im Juli dieses Jahres in Kraft getretenen DIN 18534 – auf die Abdichtung zu legen. Was es hier zu beachten gilt, erklärt Alex Weis, Produktmanager bei der MEPA – Pauli und Menden GmbH.

Der Wanneneinbau erfordert eine enge Kooperation und Abstimmung der Gewerke Installateur und Fliesenleger. Der Installateur steht in der Pflicht, die Wanne als Vorbereitung für den Fliesenleger fachgerecht zu montieren. Eine standstabile Aufstellung der Wanne zur Vermeidung von Verformungen und Setzungen ist ebenso ein „Muss“ wie die Berücksichtigung der Anforderungen an den Schallschutz. Eine bewährte Methode zum Einbau von Bade- und Duschwannen aus Stahl, Mineralguss und Acryl ist der Einsatz stufenlos höhenverstellbarer Schraubfüße, die mit Anti-Dreh- und Schallschutz-System ausgestattet sind. „Hiermit kann die Wanne mit wenigen Handgriffen exakt ausgerichtet und die optimale Einbauhöhe fixiert werden. Auch wenn Bodenunebenheiten ausgeglichen oder die Höhe nach dem Fußbodenaufbau noch einmal angepasst werden müssen“, erläutert MEPA-Produktmanager Alex Weis.
Dass eine Wanne je nach Wannenkörper, Werkstoff und Last leicht nachgeben kann, ist nichts Ungewöhnliches. „Mehr als 2 mm sollten es erfahrungsgemäß aber nicht sein“, betont Weis. Da eine Badewanne in der Summe aus Eigengewicht der Wanne, Wasserinhalt und Personengewicht leicht auf eine Last von mehr als 200 kg kommen kann, sei es unabdingbar, dass zur Gesamtstabilität der Konstruktion nicht nur standstabile Wannenfüße verwendet werden, sondern auch Wannenrandabstützungen in Form von Wannenleisten oder Wannenankern mit Schallschutzkappen. Da die Randanschlussfugen zwischen Wannenrand und Baukörper dennoch mehr oder weniger belastet sind, sollten sie als Dehnungs- und Bewegungsfuge ausgebildet werden. Wichtig auch: Wenn die Randabstützungen in einer Trockenbauwand befestigt werden, sollten die Dübel mindes­tens eine ruhende Last von 50 kg je Dübel aufnehmen können.

Montagerahmen statt Sonderlösungen
Einen Sonderfall stellt der Einbau superflacher Duschwannen dar, die heute gerade nur noch 2,5 cm hoch sind. Lange Zeit galt der Einbau flacher Duschwannen als recht problematisch – insbesondere bei ausgespartem Estrich. Vor allem die exakte Ausrichtung und Befestigung der Duschtasse erwies sich dabei oft als zeitaufwendig und kostenintensiv, wenn individuelle Sonderlösungen erforderlich waren.
Während Duschen mit kleineren Abmessungen und Einbauhöhen von 85 bis 180 mm problemlos lediglich mit Duschwannenfüßen ausgeführt werden können, haben sich für größere und superflach konzipierte Duschen mit Einbauhöhen ab 55 mm Montagerahmen-Systeme mit höhenverstellbaren Füßen am Markt etabliert, die aufwendige Sonderlösungen überflüssig machen.
Montagerahmen zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus und ermöglichen eine randstabile und schallgedämmte Duschwannenmontage mit wenigen zu montierenden Bauteilen und geringem Aufwand. „Im Gegensatz zu Alternativlösungen erfolgen sämtliche Montageschritte frei zugänglich bequem von oben, sodass ein präziser Einbau vor oder nach der Estricheinbringung unter optimalen Bedingungen sichergestellt wird“, benennt der Wanneneinbau-Experte die Vorteile. „Ein Nivellieren durch Ausgleichsplatten erübrigt sich genauso wie aufwendiges Schneiden. Dank stufenloser Längen-Verstellbarkeit ermöglichen die Montagerahmen eine exakte Anpassbarkeit an alle gängigen Duschgrößen. Die Höhenanpassung ist dazu auch ohne Werkzeuge möglich.“ Liegen Leitungen im Weg, wird die Montage in der Regel ebenfalls nicht beeinträchtigt. „Dies gilt insbesondere für Systeme, die mit Ecktraversen zur Verstellbarkeit des Eckfußes ausgestattet sind.“
Beim Einbau eines Montagerahmens muss der Installateur beachten, dass ein Abstand von mindestens 1 bis 2 mm zum Wannenrand eingehalten wird. „Dies dient der Reduzierung der Körperschallübertragung“, hebt Alex Weis hervor. Ratsam sei zudem die Anbringung von Anti-Dröhn-Matten auf der Unterseite der Duschwanne.

Verschärfte Regelungen zur Abdichtung
Ein sehr sensibler Bereich beim Wanneneinbau ist die Abdichtung. Sie liegt in der Verantwortung von SHK-Profi und Fliesenleger zusammen mit dem Planer. Durch das Inkrafttreten der neuen DIN 18534 sind die Anforderungen an die Abdichtung zwischen Wanne und Baukörper seit Juli 2017 nicht nur klar geregelt, sondern auch verschärft worden. Sie beendet zudem den Mythos von der Silikonfuge als Abdichtungsmaßnahme – „Zu Recht“, meint Produktmanager Weis, „denn Silikon ist ein optischer Fugenfüller. Zum dauerhaften Verschließen der Fuge ist es völlig unzureichend, da durch die ständige Zug- und Druckbelastung Silikonfugen rissig werden können. Außerdem sind sie Wartungsfugen, die regelmäßig kontrolliert werden müssen.“
Dies bedeutet, dass die neue Norm zur Abdichtung mit hierfür zulässigen Produkten wie z. B. Wannenabdichtbändern verpflichtet. Dichtbänder sollen verhindern, dass beim Versagen der Silikonfuge das Wasser ungehindert unter die Wannen läuft. Überdies sollen sie dazu beitragen, eine weitere Anforderung der neuen Norm zu erfüllen, nach der die Funktion der Abdichtung für die gesamte Dauer der Nutzung des Bauteils gewährleistet sein muss.
Schließlich beantwortet die Norm die bisher strittige Frage, ob auf eine Abdichtung unter dem Wannenkörper verzichtet werden kann, wenn ein Wannenabdicht­band eingesetzt wird: „Bereiche unter/hinter Bade- und Duschwannen sind vor Wassereinwirkungen zu schützen“, heißt es in Kapitel 8.3.2. „Die Abdichtung dieser Bereiche ist folgendermaßen auszuführen:

  • Anschließen des Wannenrandes an die Abdichtung z. B. mit Wannenrandabdichtbändern bzw. Zargen

oder

  • Fortführen der Abdichtung unter und hinter der Wanne ggf. mit Unterflur-Entwässerung.


Dichtstofffugen am Wannenrand stellen keine Abdichtung im Sinne dieser Norm dar. Ist auf Flächen unter/hinter Bade- und Duschwannen der Einbau einer Abdichtung geplant, dürfen dort nur die für die Wannen selbst erforderlichen Rohre und Leitungen geplant werden. Durchdringungen für diese Rohre und Leitungen sind so zu planen, dass die Abdichtung sicher anzuschließen ist.“

Elastizität der Abdichtfläche
„Das ‚oder’ besagt, dass es nicht erforderlich ist, beide Varianten parallel auszuführen“, ergänzt Alex Weis. „Hinzu kommt, dass in vielen Anwendungsfällen die Ausführung einer funktionsfähigen Abdichtung unterhalb des Wannenkörpers mit flüssigen, zementären oder bahnenförmigen Abdichtungen entweder nicht oder nur sehr schwer möglich ist.“
Installateuren, die sich für Dichtbänder entscheiden, rät der MEPA Experte, auf eine hohe Elastizität der Abdichtfläche zu achten, wie sie etwa Butyldichtbänder im Vlies-Folienverbund in der Regel bieten. „Diese lassen sich an die unterschiedlichen Radien aller gängigen Dusch- und Badewannen optimal anpassen“, so Weis. „Hinzu kommt, dass sie auch im schwer abzudichtenden Eckbereich ohne aufwendige Ausformung von Quetschfalten eine spannungsfreie und passgenaue Abdichtung der Wanne zum Baukörper ermöglichen.“ Empfehlenswert sei zudem, ein Wannenabdichtband zusammen mit einem Schalldämm- und Fliesentrennstreifen einzusetzen und Produkte auszuwählen, für die eine Dichtheitsprüfung eines neutralen Instituts vorliegt.

Bilder: MEPA – Pauli und Menden GmbH

 

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Mon, 27 Nov 2017 07:39:00 +0100
news-25830 ZUB: Heizlast, EnEV, KfW und Bafa auf einmal berechnen https://www.ikz.de/detail/news/detail/zub-heizlast-enev-kfw-und-bafa-auf-einmal-berechnen/ „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“  

Dieser Grundsatz ist nach eigenem Bekunden die Maxime der Macher des EnEV-Bilanzierungsprogramms „ZUB ­Helena“. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen ZUB Systems mit „ZUB ­Helena Heizlast“ ein Ergänzungsprogramm auf den Markt gebracht, das die Daten des EnEV-Nachweises gleichzeitig für die Berechnungen der raumweisen Heizlast gemäß DIN EN 12831 nutzt. Zudem ist die Anwendung für die Berechnung des hydraulischen Abgleichs geeignet. Dazu erklärt der Anbieter: „Praktisch dabei ist, dass alle Daten nur einmal eingegeben werden müssen. ‚ZUB ­Helena‘ unterscheidet automatisch, welche Angaben für den EnEV- oder KfW-Nachweis und welche Daten für die Heizlast gebraucht werden. Letztere müssen nur noch ergänzt werden.“
Das Modulprogramm „ZUB Helena“ ist ab 749 Euro (zzgl. MwSt.) und „ZUB Helena Heizlast“ für 399 Euro (zzgl. MwSt.) erhältlich bei ZUB Systems GmbH, Bettenhäuser Str. 4, 34123 Kassel, Tel.: 0561 57990 - 110, Fax: - 120, info@zub-systems.de, www.zub-systems.de

 

 

 

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Sun, 26 Nov 2017 09:32:00 +0100
news-25820 KW Energie: Anschlussfertige Energie­zentrale aus einer Hand https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/kw-energie-anschlussfertige-energiezentrale-aus-einer-hand/ Mit der „smartblock power plant“-Energiezentrale präsentiert der in Freystadt ansässige Hersteller KW Energie eine Alternative zum klassischen Einbau in einem Heizraum.  

Die Integration der BHKWs in einer anwendungsspezifisch optimierten Betonraumzelle bringt laut Unternehmen eine Reihe von Vorteilen. Dazu zählen u.a.: Eine anschlussfertige Energiezentrale aus einer Hand; Aufeinander abgestimmte Komponenten; Geringer Bauaufwand vor Ort; Einfache Anbindung an komplexe Systeme im Bestands- und Altbau; Fixe und kalkulierbare Baukosten. Die Modellreihe deckt die Spanne von 7,5 bis 75 kW elektrische Leistung ab.

KW Energie GmbH & Co. KG, Neumarkter Str. 157, 92342 Freystadt,
Tel.: 09179 96434-0, Fax: -29, www.kwenergie.de

 

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Sat, 25 Nov 2017 08:02:00 +0100
news-25806 Meibes: Dezentrale Heizwärme- und Warmwasserversorgung https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/meibes-dezentrale-heizwaerme-und-warmwasserversorgung/ In den 40,4 Mio. Wohnungen Deutschlands dominiert mit einem Anteil von rund 70% die Zentralheizung, zitiert Meibes eine Studie des Bundesverbands der Ener­gie- und Wasserwirtschaft aus dem Jahr 2015 und sagt weiter: „Dabei gibt es mit dezentralen Wohnungsstationen ein alternatives System für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung in Mehrparteiengebäuden.“  

Das Unternehmen bietet seit 1990 unter der Marke „Logotherm“ solche dezentralen, anschlussfertigen Wohnungs- und Übergabestationen an. Drei Varianten finden sich im Angebot.
Zunächst sind die standardisierten Wohnungsstationen zu nennen. Sie sind mit Warmwasserleistungen von 12 bis 24 l/Min. und 10 bis 20 kW Heizleistungen sowie wahlweise kupfer- oder edelstahlgelötetem Wärmeübertrager erhältlich. Es ist zudem möglich, die standardisierten Wohnungsstationen mit Produkten wie Auf- oder Unterputzgehäuse, Fußbodenverteilern mit drei bis zwölf Abgängen u.a. zu ergänzen.
Als zweite Variante gibt es komplett fertige Wohnungsstationen zum direkten Einbau inklusive aller hydraulischen und mechanischen Komponenten. Alle Baugruppen sind vorgefertigt, was eine schnelle Montage und Inbetriebnahme verspricht. Die Komplettstationen sind mit einer Warmwasserleis­tung von bis zu 20 l/Min. und 10 kW Heizleistung erhältlich.
„Logomatic“ stellt die dritte Version dar. Sie hält die Warmwassertemperatur konstant, unabhängig von den vorliegenden Heizungswasser- oder Kaltwassertemperaturen. Auch hier handelt es sich um eine standardisierte Wohnungsstation mit der Möglichkeit zur projektbezogenen Konfiguration. Weitere Funktionen wie die optionale witterungsgeführte Heizkreisregelung können je nach Art der Wohnungsstation genutzt werden.

Meibes System-Technik GmbH, Ringstraße 18, 04827 Gerichshain,
Tel.: 034292 713-0, Fax: -808, info@meibes.de, www.meibes.de

 

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Fri, 24 Nov 2017 09:00:00 +0100
news-25842 Online-Adventskalender von Kaldewei https://www.ikz.de/detail/news/detail/online-adventskalender-von-kaldewei/ Ahlen. Bereits zum vierten Mal initiiert Kaldewei ab dem 1. Dezember einen Online-Adventskalender.  

Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein kleines Quiz oder eine Frage. Wer täglich erfolgreich mitmacht, sammelt Punkte und erhöht damit seine Chancen auf den Wochengewinn. Verlost werden u.a. eine Xbox One X (inkl. FIFA 18), das neue iPhone X sowie ein MacBook Pro, eine Teufel-Ultima 40 Surroundanlage und über 500 weitere Überraschungspreise.
Die Teilnahme erfolgt über den Log-in-Bereich der Kaldewei-Website unter www.kaldewei.de/adventskalender. Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter in Installationsbetrieben und im Sanitärgroßhandel sowie Architektur- und Planungsbüros. Ein Newsletter erinnert auf Wunsch an den Adventskalender, „sodass kein Türchen ungeöffnet bleibt“.

 

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Fri, 24 Nov 2017 07:07:00 +0100
news-25728 Fahrstuhl nach oben https://www.ikz.de/detail/news/detail/fahrstuhl-nach-oben/ Entwässerungsmanagement von Gebäuden mit Abwasserhebeanlagen: Ein Rückfluss aus dem Kanal muss unbedingt verhindert werden  

Das Thema „Abwasserhebeanlage“ ist eng mit dem Thema „Rückstausicherung“ verbunden. Denn die Hebeanlage entsorgt Schmutz- bzw. Abwasser, das im Keller unterhalb der Rückstauebene anfällt. Die dort integrierte Rückstausicherung verhindert, dass Wasser in den Keller zurückkehrt.

Auch dieser Sommer hat gezeigt: Starkregen sind keine Ausnahmeerscheinung. In solchen Fällen ist eine kurzzeitige Überlas­tung des Entwässerungsnetzes und damit ein Rückstau in die Grundstücksentwässerungsanlagen in Kauf zu nehmen – diese Absicherung nutzen alle Versorger in ihren Entwässerungssatzungen. Der Hausbesitzer muss selbst Vorsorge treffen.
Die dazu vorhandenen Vorschriften gemäß DIN 1986-100 und DIN EN 12056 sind sehr klar, wie Grundfos betont: Der Schutz gegen Rückstau von Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene ist keine Kann- sondern eine Muss-Bestimmung. Automatisch arbeitende Abwasserhebeanlagen mit Rückstauschleife sind die Regel (aktive Rückstausicherungen), wenn

  • die Räume, die durch die Abwasserhebeanlage entsorgt werden, von Bedeutung sind,
  • die Zahl der Benutzer unterhalb der Rückstauebene groß ist,
  • den Benutzern unterhalb der Rückstauebene kein WC oberhalb der Rücklaufschleife zur Verfügung steht.


Nur unter bestimmten Voraussetzungen können Rückstauverschlüsse verwendet werden (passive Rückstausicherungen). Laut ACO sind dafür u. a. diese Kriterien erforderlich:

  • das Abwasser muss im natürlichen Gefälle abgeführt werden können,
  • die Räume müssen von untergeordneter Nutzung sein,
  • der Benutzerkreis muss klein sein,
  • es muss für den Benutzerkreis ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung stehen.


Für die Auslegung der Abwasserhebeanlage sind dann Vorgaben sowohl hinsichtlich der Pumpentechnik als auch mit Blick auf die Installation zu beachten. Beispielsweise muss der freie Durchgang der Pumpe mindestens 40 mm betragen. Die Druckleitung ist mit einer Schleife über die örtliche Rückstauebene zu führen. Eine Mindestfließgeschwindigkeit von 0,7 m/s ist empfehlenswert, um Ablagerungen vorzubeugen und ein daraus resultierendes Zusetzen der Druckleitung zu vermeiden. Grundsätzlich ist eine geprüfte Rückschlagklappe in die Druckleitung einzubauen. Darf die Abwasser­entsorgung nicht unterbrochen werden (Mehrfamilienhaus, gewerblich genutzte Gebäude usw.), ist eine Doppelanlage mit automatisch zuschaltender Reservepumpe vorzusehen.
Was mitunter missachtet wird: Oberflächenwasser, das außerhalb eines Gebäudes anfällt, muss mit einer außerhalb des Gebäudes aufgestellten Pumpstation entsorgt werden. Regenwasser darf also nicht in eine Hebeanlage innerhalb des Gebäudes eingeleitet werden.
Anmerkung: Unter dem Aspekt der zunehmenden Starkregenfälle sollte diese Vorgabe auch beachtet werden. Denn wird der Keller infolge einer überlasteten oder wegen Stromausfalls nicht funktionsfähigen hausinternen Hebeanlage überschwemmt, dürfte die Versicherung kritische Fragen stellen und eventuell Leistungen verweigern.

Souterrainwohnung mit Bad und Küche
Wird eine komplette Souterrainwohnung eingerichtet, so geht es um die Entwässerung des angeschlossenen Bades inklusive Toilette sowie der Ablaufstellen aus der Küche. In diesem Fall ist eine Hebeanlage nach DIN EN 12050-1 zu installieren. Anlagen dieser Bauart verfügen über einen Sammelbehälter (z. B. 20 l), der bei kurzfristigem Stromausfall als Puffer genutzt werden kann und dabei das Volumen mehrerer Toilettenspülungen aufnimmt. Hier gibt es keine speziellen Einschränkungen im Hinblick auf die möglichen Anschlussgegenstände. Jedoch emp­fiehlt Jung Pumpen – wie im Grunde in allen Einsatzfällen einer Hebeanlage – eine hydraulische Berechnung vorzunehmen, über die der Pumpentyp, das notwendige Stauvolumen und die Rohrleitung bemessen werden.
Die Abwasserhebeanlagen müssen über Dach be- und entlüftet werden. Bei einer Förderleistung der Hebeanlage von bis zu 12 l/s muss der Durchmesser der Lüftungsleitung mindestens DN 50 betragen. Bei einer Förderleistung von mehr als 12 l/s muss der Durchmesser mindestens DN 70 betragen. Achtung: Die Aufgabe der Be- und Entlüftungsleitung von Hebeanlagen wird oft unterschätzt. Werden zu kleine Leitungsdurchmesser verlegt, können Geruchsverschlüsse der Sanitäreinheiten leer gesaugt werden oder es kommt zu Funktionsstörungen der Steuerungen.
Hebeanlagen, die unter die DIN EN 12050-2 fallen, sind für fäkalienfreies Abwasser zugelassen. Hebeanlagen „zur begrenzten Verwendung“ (oft als Kleinhebeanlagen bezeichnet) fallen unter die DIN EN 12050-3. Hier gilt: Es darf nur ein kleiner Benutzerkreis auf die Anlage angewiesen sein und es muss ihm ein WC oberhalb der Rückstauebene zusätzlich zur Verfügung stehen. Die Hebeanlage muss direkt hinter oder neben dem WC montiert werden. Die Spülwassermenge der Toilette sollte 6 bis 9 l nicht unterschreiten. Homa rät: Eine im Spülkasten vorhandene Spartaste sollte außer Funktion gesetzt werden. Querschnittsverengende Formteile sind nicht zulässig, um eine optimale Förderleistung der Anlage zu gewährleisten.
SFA Sanibroy ergänzt diese Info: Einer der wichtigsten Punkte, um ein reibungsloses Arbeiten einer Anlage mit Schneidwerk zu gewährleisten, ist nicht nur die fach- und normgerechte Montage des Hebewerks sowie der zugehörigen Leitungen. Hierzu gehört auch die Aufklärung des Benutzers zur Handhabe und Pflege seiner Hebeanlage.
Grundfos offeriert mit seiner „Sololift2“-Baureihe drei Anlagen für die begrenzte Verwendung (DIN EN 12050-3)
und zwei Anlagen ausschließlich für Grauwasser gemäß DIN EN 12050-2. Die Schwarzwasserausführungen können je nach Modell ein WC und bis zu drei zusätzliche Entwässerungsgegenstände entwässern, beispielsweise Waschtisch, Bidet oder Urinal.
Statt einer klassischen Hebeanlage bietet Kessel bei Gefälle zum Kanal die Hybrid-Hebeanlage „Ecolift“ an: Im Normalbetrieb fließt das Abwasser mit dem natürlichen Gefälle in den Kanal. Nur bei Rückstau pumpt „Ecolift“ das anfallende Abwasser über eine Druckleitung wie bei einer klassischen Hebeanlage mit Rückstauschleife in den Kanal. Kessel weist darauf hin, dass aufgrund des seltenen Pumpenbetriebs die Betreiber nicht nur Strom sparen, sondern auch Wartungskos­ten aufgrund der geringeren Abnutzung der Verschleißteile. Und Pumpgeräusche entstehen nur im Rückstaufall.
Eine nahezu unsichtbare Installation verbindet Jung Pumpen mit dem Unterflurbehälter „Baufix 200“. Er verspricht eine saubere und geruchsfreie Abwasser­entsorgung, ist ohne Einschalarbeiten in die Betonsohle einzusetzen und verfügt über 240 l Stauvolumen. Eine Dichtmanschette realisiert die Anbindung an die bauseitige Dünnbettabdichtung. Die stufenlos drehbare und höhenverstellbare Abdeckung gleicht die später aufgetragenen Boden- und Estrichbeläge aus.

Lösungen für die Altbausanierung
Bei der Altbausanierung stehen maßgeschneiderte Lösungen im Fokus. Hier trifft der Planer bzw. der Installateur auf Herausforderungen, die mit Angeboten von der Stange nur bedingt lösbar sind: beengte Verhältnisse, mehrere bestehende Zuläufe, die an die geplante Hebeanlage angepasst werden müssen. Insbesondere in Hotels und Gastronomiebetrieben kommt es auch auf die optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche an. Wenn noch weitere technische Anlagen wie Fettabscheider hinzukommen, wird der vorhandene Platz schnell knapp.
In beengten Einbausituationen komme es auf jeden Zentimeter an, weiß Spechtenhauser Pumpen. Mit einer kundenspezifisch gefertigten Hebeanlage habe der Installateur die Möglichkeit, sowohl die engen Platzverhältnisse als auch die oft wahllos aus der Wand herausschauenden Anschlussleitungen zu berücksichtigen. Das klingt gut – aber wie bringt man die gerade in der Gastronomie wichtigen großen Nutzvolumina überhaupt durch die engen Türen und Treppenabgänge? Auch für diese Aufgabe hat das Unternehmen ein eigenes Konzept: Die im Werk vorgefertigten Anlagen der Baureihe „Hebestar“ werden zerlegt und vor Ort wieder aufgebaut und neu verschweißt.

Lösungen für den Objektbau
Gerade Betreiber von großen Gebäudekomplexen wie Krankenhäuser, Hotels, Einkaufszentren, öffentliche Gebäude und Industrieverwaltungen können im Grunde nie exakt voraussagen, welche Schmutz- und Abwassermengen tatsächlich anfallen werden. Nicht selten wechselt auch der Bestimmungszweck eines solchen Gebäudes, was das Abwasservolumen mitunter drastisch verändert.
Ist also von einem „unkontrollierbaren Zufluss“ auszugehen, ist eine Doppelanlage die Technik der Wahl. Diese Doppelanlagen verfügen über zwei Pumpen, die wechselseitig schalten, sodass beide Pumpen intermittierend in Betrieb sind. Damit unterliegen beide Pumpen auch einem gleichmäßigen Verschleiß. Aber Achtung, so Jung Pumpen: „Bei Zuschaltung der zweiten Pumpe und dem Betrieb über eine gemeinsame Druckrohrleitung wird nicht die doppelte Fördermenge entsorgt.“ Denn weil mit steigender Menge auch die Reibungsverluste im Rohrleitungssystem stiegen, werde hier abhängig von der Anlage nur eine geringere Fördermenge als die doppelte erreicht.
Abwässer aus öffentlich zugänglichen Sanitärräumen – beispielsweise in Krankenhäusern, Einkaufszentren, Hotels oder Bahnhöfen – fördern bisweilen Dinge zu Tage, die Pumpen bis zum Systemausfall führen können. Dafür hat Wilo das Feststoff-Trennsystem „EMUport Core“ entwickelt: Es teilt das Abwasser in Feststoffe und vorgereinigtes Abwasser – größere Feststoffe müssen mit dieser technischen Lösung nicht durch die Pumpenhydraulik transportiert werden. Während die gröberen Partikel in den Feststoff-Trennbehältern gesammelt werden, fließt das vorgereinigte Abwasser rückwärts durch die Pumpe in einen Sammeltank. Die Pumpen sind aus Hygienegründen trocken aufgestellt, erfüllen dennoch vorsorglich die Schutzart IP 68 (dauerhaft tauchbar). Man weiß ja nie, wann ein Starkregen massiv zuschlägt...

Brennwertheizung mit Kondensat-Hebeanlage
Das Kondensat einer Gas- oder Öl-Brennwertheizung ist wegen der im Abgas enthaltenen Verbindungen (Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, Schwefeloxide, Stickoxide, Chlorwasserstoff) ein recht saures Gemisch. Dieses muss mit speziell dafür entwickelten Kondensat-Hebeanlagen entsorgt werden.
Grundfos offeriert Kondensat-Hebeanlagen der Baureihe „Conlift“. Die medienberührten Anlagenteile bestehen aus Polypropylen (PP), das Laufrad aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), die Edelstahlwelle erhält eine spezielle Beschichtung. Bei allen Modellen ist der Motor um 180° drehbar, um die Installation flexibel zu gestaltet.
Auch die vier Zuläufe in jeder Richtung dienen einer vereinfachten Installa­tion.
Hebeanlagen der Baureihe „Plavis“ von Wilo sind mit einem hocheffizienten Gleichstrommotor ausgestattet. Dadurch erreicht der Anbieter eine hohe Leis­tung mit geringer Lautstärke „von unter 40 dB(A)“ und niedrigem Stromverbrauch.

Pumpstation außerhalb des Gebäudes
In Anwendungsfällen, bei denen eine Installation im Gebäude nicht möglich ist, kommen Fertigpumpstationen zum Einsatz. Sie werden außerhalb des Gebäudes ins Erdreich eingebracht. Dort sammeln sie das anfallende Abwasser und befördern es ins Kanalsystem. Aus wirtschaftlichen Gründen werden hier zumeist Pumpen mit Schneidwerk eingesetzt – eine Grundvoraussetzung für die Förderung durch kleindimensionierte (ab DN 40) und lange Rohrleitungen.
Abwasser-Pumpstationen mit Kunststoffschacht können die Einbaukosten reduzieren und je nach Baustellensituation den Einsatz eines Autokrans erübrigen. Einmal im Erdreich eingebaut, ist der Behälter jahrzehntelang mechanischer Beanspruchung durch Erddruck und andere Belastungen ausgesetzt – insbesondere der Auftriebskraft, die vom Grundwasserstand abhängt. Bei KSB wurde die Entwicklung einer neuen Pumpstation durch ein rechnerisches Analyse- und Simulationsverfahren begleitet, mit dem sich die Auswirkungen der im Erdreich auftretenden Belastungen vorausberechnen lassen. Nach bestandenem Prüfverfahren hat der TÜV Rheinland der Pumpstation „CK 800“ ein Prüfsiegel erteilt.
SFA Sanibroy ist für Klein-Hebeanlagen bekannt – und trägt diese Kompetenz jetzt auch vor die Tür: Mit der Produktreihe „Sanifos“ offeriert das Unternehmen Hebeanlagen zum Einbau im Erdreich für die zentrale Entwässerung kompletter Objekte. Durchgängig mit der neu konzipierten Hochleistungspumpe „Sanipump“ ausgestattet, kann der Planer und Installateur unter mehreren Tankgrößen (110 bis 500 l) und den möglichen Anschlüssen wählen (von DN 40 bis DN 125).

Wartung von Hebeanlagen: Der Fachmann ist gefragt
Dauerhafte Sicherheit ist gerade in der Abwasserentsorgung untrennbar mit einer regelmäßigen Wartung verbunden. Daher fordert die DIN EN 12056-4, dass bei Fäkalienhebeanlagen in Einfamilienhäusern einmal jährlich, in Mehrfamilienhäusern zweimal jährlich und in gewerblichen Gebäuden viermal jährlich eine Wartung durch einen Fachkundigen vorgenommen werden muss. Jeder Installateur sollte seine Kunden dringend auf den Abschluss eines Wartungsvertrages hinweisen.
Sinnvoll sind auch „Selbsthilfefunktionen“. Grundfos beispielsweise hat seine Schwarzwasseranlage „Sololift2 WC-3“ mit einer Deblockierfunktion ausgestattet: Bei einer Störung lässt sich die Motorwelle ohne Öffnen der Anlage einfach von außen mit einem Schraubendreher hin und her bewegen. Mit dieser ersten Maßnahme kann sich auch der Anlagenbetreiber helfen, das erspart dem Installateur dringende Wartungseinsätze unter Termindruck.

Fazit
Es ist dringend zu empfehlen, Abwasserhebeanlagen nicht zu knapp zu bemessen: Nutzvolumen, Leitungs-durchmesser, Kugeldurchgänge und ­Motorleistungen sollten genau gewählt werden. Die Kunden werden dies dem Planer und dem Installateur danken, auch wenn etwas höhere Installationskosten anfallen. Kaum etwas ist so unangenehm wie der Ausfall einer Abwasseranlage.

Autor: Hans-Jürgen Bittermann, freier Journalist

 

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Fri, 24 Nov 2017 06:50:00 +0100
news-25855 Clevere Kooperationen gefragt https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/clevere-kooperationen-gefragt/  

Die Branche ist im Umbruch. Schon seit Jahren. Das Handwerk kämpft mit Nachwuchsproblemen, die Industrie gegen Überkapazitäten. Zu viel Ware, zu wenig Monteure – das ist das eigent­liche Dilemma. Vom Sog der Konjunktur in der Technischen Gebäudeausrüstung angezogen, spielen immer mehr branchenfremde Konzerne mit im lukrativen SHK-Monopoly – darunter auch große Marktplayer wie Google. Eine der Auswirkungen: Der professionelle Vertriebsweg gerät unter Druck, Verkaufen um jeden Preis, über jeden Kanal scheint die Devise auf Herstellerseite. Premium-Armaturen beispielsweise gibt es heute sogar im Onlineshop von Real. Wie sie dahin kommen? Keiner will’s gewesen sein.
Beinahe unüberschaubar ist das Angebot von Smart-Home-Kits zur Heizungssteuerung. Hier punkten einige Produkte mit cleveren Funktionen und sind sogar endkundentauglich, weil sie auf die vorhandene Gebäude-Infrastruktur zugreifen: Das Thermostat von tado zum Beispiel kann mit einer Wettervorhersage vernetzt werden, Netatmo ermöglicht die Heizungssteuerung per Siri und Alexa. Sogar über Internet-Router wie die Fritz-Box lassen sich Wohnräume inzwischen gradgenau temperieren. Den Markt teilen sich also nicht mehr nur die klassischen SHK-Anbieter und auch für das Handwerk zeichnen sich Veränderungen ab. Die klassische Rollenteilung – Produktion, Distribution, Montage – sie bröselt.
So ist das ehrwürdige Heizkesselgeschäft längst nicht mehr die alleinige Spielwiese des Fachhandwerks. Energiekonzerne, Contractoren oder auch Stadtwerke mischen mit im Kessel-Geschäft – und manch einer bietet als Bonbon sogar günstige Strom- oder Gasverträge. Oder das Handwerk wird über den Ausbau von Fernwärmetrassen gleich ganz aus dem Geschäft gekickt. Ein Straßenzug ersetzt mal eben Dutzende von Kesselanlagen – und der Kunde ist für 20 Jahre weg.
Und die Hersteller? Die rüsten sich ebenfalls für die Zukunft und stocken ihren Werkskundendienst auf – insbesondere im Wärmeerzeugungslager. Ist speziell die Heizungsbranche auf dem Weg in die Einstufigkeit, wie es Experten prognostizieren, oder bekommen wir österreichische Verhältnisse? In der Alpenrepublik übernimmt das Handwerk in der Regel die Lieferung und Installation des Wärmeerzeugers. Wartung und/oder Störungsbehebung werden dagegen vielfach von den Herstellern durchgeführt. Dem Bekunden nach fahren die Installateure im Nachbarland gut mit dieser Arbeitsteilung. Angesichts der Komplexität heutiger Heizungstechnik erscheint das Modell für den deutschen Markt durchaus vorstellbar.
Ob sich branchenfremde Anbieter tatsächlich dauerhaft im SHK-Markt etablieren können und wie sich der Markt aufgrund der wachsenden Anzahl von Onlineshops verändern und das (letztlich) Einfluss auf die unternehmerische Kalkulation im Betrieb haben wird, das wird die Zukunft zeigen. Das Handwerk jedenfalls wird Antworten finden müssen auf die wandelnden Gegebenheiten, auf transparente Preise, beigestellte Materialien und steigende Anforderungen auf technischer und betrieblicher Ebene. Und sich letztlich auch fragen müssen, ob und welche Leistungen es gegebenenfalls auslagert, um sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Beispiele sind Aufmaß und Montage hochwertiger Duschtrennwände, Störungsbehebung von Wärmeerzeugern, Wartungsarbeiten im Bereich von Schmutzwasser-Hebeanlagen…
Clevere Kooperationen können Umsatz und Qualität steigern, wenn der Partner passt. Das meint

Markus Sironi
Handwerksmeister und
Chefredakteur
m.sironi@strobel-verlag.de

 

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Thu, 23 Nov 2017 13:44:08 +0100
news-25854 Daikin „R32echner“ – Kältemittelfüllmengen sicher berechnen https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/daikin-r32echner-kaeltemittelfuellmengen-sicher-berechnen/ Mit dem „R32echner“ bietet Daikin ein Online-Tool, das die Planung von Klimaanlagen mit dem Kältemittel R-32 vereinfacht. So lassen sich die jeweils zulässigen maximalen Kältemittelfüllmengen für R-32 ermitteln.  

Zur Anwendung: Der Installateur muss lediglich die Daten für die voraussichtliche Kältemittelmenge, die Raumhöhe und -fläche sowie die Einbausituation des Innengeräts eingeben und erhält dann die jeweils zulässige maximale Kältemittelfüllmenge für das zu installierende Gerät.
Dazu erklärt Daikin: „Der ‚R32echner‘ folgt im Unterschied zu anderen am Markt verfügbaren Kältemittelfüllmengen-Rechnern der speziellen Produktnorm für elektrisch betriebene Wärmepumpen, Klimageräte und Raumluft-Entfeuchter IEC 60335-2-40. Darüber hinaus findet der Anlagenbauer in der Daikin-Installationsanleitung ebenfalls Hinweise zur Ermittlung der maximalen Füllmenge. Wird nach dieser Installationsvorgabe gebaut, so erhält der Installateur die Garantie des Herstellers, dass alle Anforderungen in puncto Sicherheit erfüllt werden. Dem Gerätehersteller ist es erlaubt, zusätzliche Vorkehrungen beim Gerätedesign zu treffen, um die Sicherheit seiner Produkte zu gewährleisten. So können Daikin-Truhengeräte mit Standard Füllmengen selbst bei kleinen Raumgrößen sorgenfrei installiert und betrieben werden.“
Der „R32echner“ ist in der App „DAIKIN to go“ für iOS- und für Android-Betriebssysteme in den jeweiligen Stores sowie im Helpdesk auf der Homepage des Herstellers für Kunden von Daikin unter Eingabe der Kundennummer verfügbar.

www.daikin.de

 

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Thu, 23 Nov 2017 11:59:40 +0100
news-25853 Zentralverband – Konjunktur Herbst https://www.ikz.de/detail/news/detail/zentralverband-konjunktur-herbst/ Auftragslage ist top  

An der bundesweiten, repräsentativen Herbst-Konjunkturbefragung des ZVSHK haben sich 714 Innungsbetriebe beteiligt. Dabei wird deutlich, dass die SHK-Fachhandwerke mit ihren Installateuren und Heizungsbauern, Ofen- und Luftheizungsbauern, Klempnern sowie Behälter- und Apparatebauern weiterhin eine sehr gute Auftragslage verzeichnen können. Es gibt sogar einen neuen Spitzenwert bei der aktuellen Geschäftslage. Dieser Indexwert ist von 73,8 % (Herbst 2016) auf +80,8 % (in diesem Herbst) um ein erhebliches Maß angestiegen.
Auch der Indexwert für die Geschäftsentwicklung der nächsten drei Monate verbucht einen weiteren Rekord: Er liegt bei +23,5 % (Herbst 2016: +16,3 %).
Das Sanitärgeschäft ist mit +79,8 % besser als Heizung mit +73,7 %. Der Geschäftsbereich Kundendienst und Wartung kommt auf einen Wert von +83,7 %.
Der Auftragsbestand ist gegenüber dem letzten Herbst (9,6 Wochen) nochmals deutlich auf 11,1 Wochen gestiegen. Die Boom-Stimmung im SHK-Handwerk hat allerdings nicht zu einem wesentlichen Beschäftigungsaufbau geführt. Lediglich 18,4 % geben an, dass sie ihr Team vergrößern konnten.

 

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Thu, 23 Nov 2017 11:41:48 +0100