IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Sun, 18 Aug 2019 21:12:38 +0200 Sun, 18 Aug 2019 21:12:38 +0200 TYPO3 EXT:news news-28597 Wärmepumpen keine „Schlüsseltechnik“? https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/waermepumpen-keine-schluesseltechnik-1/ Achillesfersen sind die Jahresarbeitszahlen, Planung und Ausführung. Die Netzdienlichkeit wird überschätzt.  

Nicht nur in Neu-, sondern auch in Altbauten sollen Wärmepumpen zum Gelingen der Energiewende beitragen. Das kritisch differenziert zu sehen, raten die Energieexperten Falk Auer, Werner Eicke-Hennig, Werner Neumann und Gabriele Purper in ihrem Gastbeitrag.

Nicht nur im Verkehrssektor, sondern auch im Wärmemarkt besteht ein fataler Hang zu einfachen Lösungen. Interessenvertreter, die Bundesregierung und auch ein Teil der Wissenschaftler befeuern durch willkürliche Maßnahmen und Wunschdenken eine weitgehende Elektrifizierung der Mobilität und der Gebäudeheizungen  – ohne das Ende zu bedenken.
Es gibt inzwischen verschiedene Studien, die für das Jahr 2030 zwischen 5 bis 8 Mio. Elektro-Wärmepumpen vorhersagen und bis 2050 sogar 15 Mio., was etwa dreiviertel aller Heizungsanlagen entspricht. Zum Vergleich: Heute gibt es nur 0,8 Mio. Die Regierung unterstützt solche Szenarien, in dem sie in der Energie-Einsparverordnung 2016 (EnEV2016) den sogenannten Primärenergiefaktor (PEF) willkürlich von 2,4 auf 1,8 absenkte. Der Faktor ist das Verhältnis der Energie, die z.B. in der Kohle steckt, zur Endenergie an der Steckdose: Je geringer der Wert, desto besser für das Klima. Die Erneuerbaren Energien haben einen Wert von null.

Politische Willkür
Mit der Absenkung des Primärenergiefaktors um 25?% verschafft die Regierung den fossil-elektrisch betriebenen Heizsys­temen einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber den Erneuerbaren Energien. Die Bundesregierung hat bei der EnEV2016 willkürlich, ohne dass die CO2-Emission gesunken oder der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strom ausreichend hoch war, den PEF auf 1,8 gesenkt. Das Ziel: Auch den Strom mit Kohle und Erdgas wenigstens rechnerisch sauberer zu machen.
Wir haben damals im Wirtschaftsministerium nachgefragt und folgende Antwort erhalten: Das sei zwar im Moment noch nicht gerechtfertigt, aber ein PEF?=?1,8 sei wegen des zu erwartenden starken Anstiegs der Erneuerbaren gerechtfertigt.
Doch zum Vergleich: Die Schweiz und Österreich haben schon länger einen PEF zwischen 1,8 und 1,9. Der Grund: Die Alpenländer haben beim Strom einen Anteil
von Erneuerbaren um die 60%, hauptsächlich Wasserkraft. Und da will Deutschland mit seinen 38% ebenfalls einen PEF=1,8 haben? Daran erkennt man Willkür.

Bescheidene Ergebnisse
Die politisch gewollte Elektrifizierung auch des Wärmemarktes mithilfe von Wärmepumpen macht manche Fachleute blind für die ernsten Probleme und deren fehlenden Lösungen, die mit diesen Maßnahmen verbunden sind.
Schon 2006  gab es zwei Feldtests. Zum einen den der Lokalen Agenda 21 – Gruppe Energie Lahr (Schwarzwald) und zum anderen den des Fraunhofer Instituts für Solare Energie-Systeme (ISE). Beide kamen zu vergleichbaren Ergebnissen: Während Erdreich-Wärmepumpen mit Jahresarbeitszahlen (JAZ) zwischen 4,0 und 4,5 ausreichend energieeffizient arbeiten können und damit die Klassifizierung „gut“ erhalten, kommen Luft-Wärmepumpen im Mittel nur auf eine Arbeitszahl von knapp 3,0, was der Klassifizierung „mangelhaft“ und damit einer Energie-Ineffizienz entspricht (http://www.agenda-energie-lahr.de/JAZ-Klassifizierung.html).
Die Agenda-Gruppe bezog sich bei der Klassifizierung dabei auf Vorhandenes: RWE, Dena und andere bezeichnen Elektro-Wärmepumpen als energieeffizient, wenn deren JAZ > 3 ist. Im Umkehrschluss heißt das: Wärmepumpen mit einer JAZ < 3 sind energie-ineffizient, weisen also Mängel auf. Das bedeutet bei den Schulnoten „mangelhaft“. Die Physik differenziert nicht nach Unfähigkeit oder Fähigkeit von luft- und erdgekoppelten Wärmepumpen, sondern nach deren Beitrag zum Klimaschutz. Und dazu ist sogar gesetzlich eine Mindest-JAZ von 3,5 erforderlich.

Nichts dazu gelernt?
Seit den Feldtests sind mehr als 10 Jahre vergangen. Planer, Hersteller und Handwerker hätten deshalb durch zunehmende Erfahrung in der Lage sein können, die Jahresarbeitszahlen zu erhöhen. Dem war aber nicht so, wie der jüngste Feldtest des Fraunhofer Instituts für Bauphysik (IBP) zeigt. Das Mittel der JAZ-Werte beträgt bei den Luft-Wärmepumpen nur noch 2,2, was einem „ungenügend“ entspricht. Eine Analyse zeigt, dass nach wie vor die gleichen Fehler wie damals gemacht werden.

Luft-Wärmepumpen nicht erneuerbar
Die Bundesregierung und die Auftraggeber der Studien, die Agora Energiewende und der Bundesverband der Deutschen Industrie, erwarten in den nächsten 11 Jahren einen Anstieg der Erneuerbaren Ener­gien am deutschen Strommix von derzeit etwa 38?% auf fast das Doppelte. Das soll Elektro-Wärmepumpen immer ökologischer machen. Aus heutiger Sicht ist dieses Ziel jedoch ein Wunschtraum. Wie zuvor erwähnt, arbeitet die Bundesregierung nämlich gegen ihre eigene Vorgabe: Seit dem Jahre 2012 beschnitt sie zuerst die Photovoltaik, dann die Biomasse und im letzten Jahr auch die Windenergie in ihrem Wachstum, letztere die kostengünstigste und diejenige, die die meisten „Brocken“ bringt. Der Anteil der Erneuerbaren wird deshalb voraussichtlich nicht in dem notwendigen Maße wie erforderlich ansteigen.

Energie-ineffiziente Hybrid-Systeme
Um die Luft-Wärmepumpen aus der Ener­gie-Ineffizienz-Ecke herauszuholen, schlugen die Autoren der Studien vor, diesem Wärmepumpentyp noch einen fossilen Spitzenlastkessel beizustellen. Das stellte sich aber als ein Irrweg heraus, wie ein Monitoring der Agenda-Gruppe zeigte. Die Städtische Wohnbau Lahr (SWL) installierte in drei neu erstellten Mehrfamilienhäusern je eine Luft-Wärmepumpe. Die Ergebnisse waren im ersten Messjahr ausgesprochen schlecht. Die Jahresarbeitszahlen lagen nur zwischen 2,0 und 2,7.
Die SWL stellte deshalb den Luft-Wärmepumpen noch je einen Erdgas-Brennwertkessel bei. Die Energieeffizienz verbesserte sich aber nur auf eine JAZ zwischen 2,5 und 3,0. Das heißt: Selbst das beste Hybrid-System übertraf nicht das Mittel von normalen Luft-Wärmepumpen in Einfamilienhäusern in Höhe von JAZ = 3,0 – von der hohen Komplexität der Systeme und den hohen Kosten einmal ganz zu schweigen.

Häufige Fehler und Abhilfen
Zusätzliche Wärmeerzeuger verursachen nicht nur hohe Kosten, sondern erschweren auch den Durchblick im Wärmepumpensystem. Da ist weniger oft mehr. Auch vierzig Jahre nach dem ers­ten Wärmepumpen-Boom werden noch immer die gleichen Fehler gemacht: Bei der Planung sind das die Komplexität des Wärmepumpensystems, verbunden mit zu vielen Umwälzpumpen, Stellventilen, Hilfsenergien und einer Regelung, die nur noch wenige nachvollziehen und überprüfen können. Auch mangelt es an der zugesicherten Datenblatt-Leistung und einer angepassten Nennleistung des Heizwärmeerzeugers. Das betrifft auch die richtige Dimensionierung der Wärmetauscher an den Ein- und Ausgängen der Wärmepumpen. Darüber hinaus sind Kombispeicher (Heizung und Trinkwasser) kritisch zu bewerten, weil wegen des integrierten Warmwasserboilers die mittlere Temperatur des Speichers zu hoch ist. Und schließlich: Kein Einsatz von Wärmepumpen im unsanierten Altbau, weil die maximalen Vorlauftemperaturen oft über 35?°C liegen.
Bei der Ausführung muss der vorgeschriebene hydraulische Abgleich der Heizstränge auch durchgeführt und die Wärmedämmung an Rohren und Armaturen lückenlos angebracht werden. Und schließlich im Betrieb: Die Heizkurve nicht zu hoch und die Nachtabsenkung nicht zu lang und nicht zu tief einstellen. Den Notheizstab mit Hand ausschalten, um einen kontrollierten Betrieb zu ermöglichen, und einen Heizbetrieb im Sommer vermeiden. Und schließlich: Auch bei Wärmepumpen sind eine Einweisung des Nutzers und eine regelmäßige Wartung durch einen Handwerker zwecks Überprüfung der Energieeffizienz notwendig.

Vermeintliche Flexibilität von Wärmepumpen
Die Autoren der Studie schreiben Wärmepumpen nicht nur individuelle, sondern auch volkswirtschaftliche Vorteile zu.  In Verbindung mit einer Leistungsregelung und einem Heizungspufferspeicher sollen sie stromgeführt und damit flexibel – dem Verbundnetz dienend – arbeiten können. Dieser Vorschlag lässt aber außer Acht, dass ein solcher Speicher im Normalfall gar nicht notwendig ist und auch, wer ihn bezahlt. Das betrifft auch den Energieeffizienzverlust von immerhin etwa 0,2-JAZ-Punkte. Außerdem besteht bei tiefen Außentemperaturen, wenn die volle Leistung der Wärmepumpen erforderlich ist, keine Netzdienlichkeit mehr.

Fazit:
Von Überhöhung Abstand nehmen
Aus den zuvor genannten Gründen sind Wärmepumpen weder eine „Schlüsseltechnik“ noch eine „Leittechnik“, um die Energiewende zu stemmen. Wärmepumpen können aber sehr wohl einen Beitrag leisten, und zwar als erdgekoppelte Wärmepumpen in Neu- und sanierten Altbauten und in Verbindung mit Solarkollektoren, was freilich einen hohen Sachverstand bei der Planung und Ausführung erfordert. Bei Großanwendungen sind eine Integration in Wärmenetze und die Abwärmenutzung zu nennen.

Autoren:
Dr. Falk Auer, vormals Ingenieurbüro NES (Neue-Energie-Systeme), E-Mail: nes-auer@t-online.de
Dipl.-Ing. Werner-Eicke-Hennig, Energie-institut Hessen, ehemaliger Leiter der Hessischen Energiesparaktion
Dr. Werner Neumann, Sprecher des Bundesarbeitskreises Energie im wiss. Beirat des BUND, vormals Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt (Main)
Dipl. Volksw. Gabriele Purper, vormals zuständig für Energieeffizienz im Hessischen Umweltministerium

 

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Sun, 18 Aug 2019 11:36:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_024001_7be9fcb437.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_024001_93e1772939.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_08/024001.jpg
news-28694 Schwerbeschädigten-Arbeitsplatz – Arbeitgeber hat Organisationsfreiheit https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/schwerbeschaedigten-arbeitsplatz-arbeitgeber-hat-organisationsfreiheit/ Die Pflichten des Arbeitgebers und Rechte schwerbehinderter Menschen sind im Sozialgesetzbuch im Detail verankert. Arbeitgeber sind zu besonderer Aufmerksamkeit und Fürsorge verpflichtet und sollen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass in den Betrieben wenigstens die vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen eine möglichst dauerhafte behinderungsgerechte Beschäftigung finden kann.  

Eine Beschäftigungsgarantie indes gibt es nicht. Arbeitgeber sind nämlich nicht verpflichtet, einen Arbeitsplatz zu schaffen oder zu erhalten, den er nach seinem Organisationskonzept nicht mehr benötigt. Der gesetzliche „Beschäftigungsanspruch“ kommt mangels geeigneter Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im Einzelfall ggf. nicht zum Tragen (Quelle: Bundesarbeitsgericht, Az.: 6 AZR 329/18).

 

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Sun, 18 Aug 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_2b1d5077d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Arbeitszeugnis_f8a8543942.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Arbeitszeugnis.jpg
news-28596 Zwei in einem https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zwei-in-einem/ Hybridkollektoren erzeugen Strom und Wärme – aber PVT ist nicht gleich PVT  

Mit der Abwärme von Solarzellen heizen: PVT-Kollektoren, auch Hybridkollektoren genannt, liefern gleichzeitig Solarstrom und ­Sonnenwärme. Sie nutzen Sonnenlicht effizienter als ein Photovoltaikmodul oder ein Sonnenkollektor alleine.

Dass sich Solarthermie und Photovol­taik in die Quere kommen könnten, hat der Wissenschaftler Matthias Rommel schon vor fast drei Jahrzehnten gespürt. Gemeinsam mit seinen Kollegen arbeitete er am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesys­teme (Fraunhofer ISE) in Freiburg daran, das erste energieautarke Haus Deutschlands zu entwerfen. Es sollte seinen Strom und seine Wärme mit der Sonne selbst erzeugen. Rommel war für die Solarthermie zuständig. Mit seinem Photovoltaik-Kollegen kam es schnell zu Diskussionen darüber, wer für seine Technik wie viel Platz auf dem Dach des Solarhauses bekommt.

PVT-Stolpersteine
Der inzwischen pensionierte Rommel zog seine Konsequenzen aus dem Disput. Er beteiligte sich am Fraunhofer ISE genauso wie später als Leiter des SPF Instituts für Solartechnik in Rapperswil an der Entwicklung von PVT-Kollektoren. „In vielen Anwendungsfällen werden sie einen besseren Gesamtwirkungsgrad besitzen und gleichzeitig kosteneffizienter sein als Solarmodule und Sonnenkollektoren getrennt nebeneinander montiert“, war er sich sicher.
Dennoch hat sich die Technik bisher nicht durchsetzen können. Unter anderem, weil in manchen Entwicklungen der Wärmeübertrag vom Solarmodul zum Wärmeabsorber nur schlecht funktionierte. Kann die Wärme, die in der PV-Zelle entsteht, aber nicht effizient an den Wärmeträger abgegeben werden, sinkt aufgrund erhöhter Zelltemperatur die elektrische Leistung, während gleichzeitig die thermische Leistungsfähigkeit gering ausfällt. Anstatt eines doppelten Nutzens erntet man nichts Halbes und nichts Ganzes.

Unterschiedliche Konzepte
Die in den vergangenen Jahren vorgestellten Konstruktionen zeigen die Vielfalt der technischen Möglichkeiten, Strom und Wärme gleichzeitig in einem Sonnenfänger erzeugen zu können. Hybridkollektoren lassen sich grob in solche unterscheiden, bei denen die Wärmeproduktion im Vordergrund steht und solche, die hauptsächlich Strom liefern sollen. So ähneln abgedeckte PVT-Produkte mit einem Absorber in einem Kollektorkasten und einer Dämmung an seiner Rückseite vom Aufbau her üblichen Sonnenkollektoren. Der große Unterschied: Unter der Glasscheibe oder direkt auf dem Absorber sind Solarzellen angebracht. Mit dieser Hybridvariante lassen sich durchaus die in Haushalten üblichen Warmwassertemperaturen erreichen. Bei nicht abgedeckten PVT-Aufbauten handelt es sich dagegen meistens um Standard-Photovoltaikmodule, die über einen an ihrer Rückseite montierten Wärmetauscher gekühlt werden. Manche Hersteller montieren dazu eine Stahlwanne unter das Modul, um mit Flüssigkeit die Wärme von den Zellen abzuziehen, andere kleben einen Aluminium-Wärmetauscher oder Kupfer-Rohrschlangen auf die Modulrückseite, wieder andere befestigen Kunststoffkanäle hinter ein randloses Glas-Glas-Modul. Gemeinsam ist ihnen, dass die Stromproduktion im Fokus liegt, denn Solarzellen arbeiten umso effizienter, je kälter sie sind.
Das Angebot an PVT-Modellen bereichern Systeme, die Luft anstatt Wasser als Wärmeträgermedium nutzen und Kons­truktionen, die die Solarstrahlung auf einen mit Solarzellen bestückten und von Wärmeträgerflüssigkeit durchflossenen Empfänger konzentrieren.

Vorwärme für Wärmepumpen
Abgedeckte PVT-Kollektoren arbeiten ohne spektralselektive Absorberbeschichtung. Ihre Strahlungsverluste steigen deshalb stärker mit einem wachsenden Temperaturunterschied zwischen Absorber und Abdeckscheibe an als bei herkömmlichen Flachkollektoren. Die Folge: Die Stagnationstemperaturen von PVT-Kollektoren sind deutlich geringer als bei Flachkollektoren, ihre Wärmeverluste deutlich höher.
Viele der heute am Markt verfügbaren PVT-Kollektoren sind deshalb zwar für die Wasservorwärmung und die Trinkwassererwärmung im Sommer geeignet, nicht aber für Kombianlagen zur Raumheizungsunterstützung.
Bei nicht abgedeckten Modellen verschärft sich dieses Problem. Sind sie doch gegen Konvektionsverluste gar nicht geschützt und verlieren deshalb noch mehr Wärme, sodass sie kaum die notwendigen Temperaturen für Warmwasser liefern können. Dennoch bietet sich eine sinnvolle Möglichkeit für ihren Einsatz: Sie können Temperaturen in einem für den Wirkungsgrad einer Wärmepumpen günstigen Niveau bereitstellen. Welchen Nutzen eine solche Kombination bringt, das hat das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) bereits vor Jahren an einer Pilotanlage gemessen. Fazit: Die unabgedeckte Bauform bietet sich besonders für Wärmepumpensys­teme an, denn auf einem niedrigen Temperaturniveau arbeiten die Hybridkollektoren mit einem hohen thermischen Wirkungsgrad.

Dreimal mehr Sinn
Die Kombination macht dreifach Sinn. Ers­tens können PVT-Kollektoren beispielsweise Erdwärmesonden aufheizen, die als Wärmequelle für eine Wärmepumpe dienen, sodass diese in einem günstigen Temperaturbereich arbeiten, was ihre Effizienz verbessert. Zweitens liefern die Solarzwitter den Strom, den die Wärmepumpe als Antriebsenergie für ihre Kompressoren benötigt. Und das besonders effizient, da die Hybride drittens durch die Kühlwirkung mehr Stromertrag als ungekühlte Photovoltaikmodule erzielen. Mit der PVT-Technik konnten die vom ISFH untersuchten Wärmepumpensysteme mehr als 10% Strom sparen.

Neue Wege
Einen Schritt weiter ist Consolar gegangen. Die Firma hat einen PVT-Kollektor entwickelt, der eine Wärmepumpe direkt mit Energie versorgt. Dazu hat sie vier Jahre lang mit dem niederländischen Projektpartner Triple Solar ein neues Kollektorkonzept erarbeitet. Es besteht darin, dass der Wärmeübertrager auf der Rückseite des Photovoltaikmoduls nicht nur die in Strom umgewandelte Solarenergie nutzt, sondern für die Wärmeaufnahme von Umgebungsluft optimiert ist.
Wärmepumpen funktionieren als Heizgerät, weil sie entweder der Luft oder dem Erdboden Wärme entziehen. Beides ist mit Nachteilen verbunden. Luft-Wärmepumpen oder spezielle Anlagenteile von ihnen stehen häufig außerhalb des Gebäudes, um die Außenluft anzusaugen. Das dafür notwendige Gebläse erzeugt Geräusche, die für Nachbarn störend wirken können. Außerdem benötigen sie im Winter viel Strom. Für erdgekoppelte Systeme wiederum muss meist eine Spezialfirma teure Bohrungen vornehmen. Versorgt ein PVT-Kollektor die Wärmepumpe direkt, entfallen diese Mankos.

Entwickler tun sich zusammen
Auch an den Forschungsinstituten gehen die Arbeiten an einer weiteren Verbesserung der PVT-Technik weiter. So hat das ISFH gemeinsam mit dem Architektur- und Planungsbüro Grobe Passivhaus und dem Hersteller und Entwickler Elodrive einen nicht abgedeckten PVT-Kollektor zur Dach­integration entwickelt und untersucht.
Bei ihm bildet ein flüssigkeitsdurchströmter Wärmeübertrager aus Strangguss-Aluminium zugleich das selbsttragende Montagesystem für die Photovoltaikmodule und zusammen mit ihnen die Dachhaut. Die Fluidkanäle sind direkt in das Profil integriert. Die Konstruktion vereinfacht den Aufbau, sodass weniger Bauteile benötigt werden. Zudem lassen sich die Module auf die Aluminiumprofile klemmen, ohne dass Klebstoff gebraucht wird. Das vereinfacht die Montage, erhöht die Gebrauchstauglichkeit des Systems und senkt die Energiegestehungskosten.
Das ISFH hat einen 20 m2 großen Prototyp auf seinem Testdach über ein Jahr auf Leistungsfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit untersucht. Die Anlage war an ein Wärmepumpensystem angeschlossen. Mithilfe numerischer Modellierung hat das Entwicklungsteam sowohl das Stranggussprofil für den Wärmetransport optimiert als auch die thermische Anbindung zwischen PV-Zellen und Wärmeübertrager verbessert. Die klebefreie Verbindung erwies sich in Messungen und Simulationen als beinahe optimale thermische Kontaktierung. Nun plant das ISFH, verschiedene Demonstrationsanlagen in realen Gebäuden zu installieren.

Ein Fazit
Die PVT-Technik hat in den vergangenen Jahren immer mehr Interesse geweckt. Firmen und Forschungsinstitute haben innovative Kollektor- und Systemkonzepte entwickelt. Seit diesem Jahr bündelt eine Arbeitsgruppe, die Task 60 des Solar ­Heating & Cooling Programme der Internationalen Energieagentur, die internationalen Forschungsaktivitäten. Fünf Jahre lang wollen Experten aus Industrie und Wissenschaft gemeinsam konstruktive Ansätze analysieren und neue Systemlösungen entwickeln, bei denen die PVT-Technologie ihre energetischen Vorteile ausspielen kann.
Der Beitrag ist erschienen im Solarthermie-Jahrbuch 2019 „Solare Wärme“, Hrsg.: Solar Promotion, 164 Seiten, UVP: 24,90 Euro, www.solarserver.de/stj

Autor: Joachim Berner, Journalist für ­Erneuerbare Energien

 

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Sat, 17 Aug 2019 11:30:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_028001_fd3d8f8635.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_028001_59f0b779f2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/IKZE_19_08/028001.jpg
news-28692 Rückgängigmachung IAB – Installateur­meister bekommt Recht https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/rueckgaengigmachung-iab-installateurmeister-bekommt-recht/ &nbsp; Ein Investitionsabzugsbetrag (IAB) kann auch bei Anschaffung bzw. Herstellung des begünstigten Wirtschaftsguts aber unterbliebener Hinzurechnung rück­gängig gemacht werden. Geklagt hatte ein selbstständiger Installateurmeister, der seit 2003 ein Einzelunternehmen in der Branche Heizungs- und Sanitärinstallationen betreibt.  

Entscheidend hierfür ist § 7g Abs. 3 Satz 1 EStG 2008: Danach ist der Abzug eines IAB nach Abs. 1 rückgängig zu machen, soweit dieser nicht bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des Abzugs folgenden Wirtschaftsjahres nach Abs. 2 hinzugerechnet wurde. Wurde der Gewinn des maßgebenden Wirtschaftsjahres bereits einer Steuerfestsetzung oder einer gesonderten Feststellung zugrunde gelegt, ist der entsprechende Steuer- oder Feststellungsbescheid zu ändern. Dies gilt auch dann, wenn der Steuer- oder Feststellungsbescheid bestandskräftig geworden ist. Die Festsetzungsfrist endet nicht, bevor die Festsetzungsfrist für den Veranlagungszeitraum abgelaufen ist, in dem das dritte auf das Wirtschaftsjahr des Abzugs folgende Wirtschaftsjahr endet. Diese Voraussetzungen waren im Streitfall erfüllt. Der Kläger hatte für das Jahr 2008 einen IAB in Höhe von 12491 Euro in Anspruch genommen, den er bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr 2008 folgenden Wirtschaftsjahres nicht hinzugerechnet hat (Quelle: Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Az.: 3 K 1658/18). Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde zugelassen (Az.: X R 11/19), da die Rechtsfrage für Fälle, in denen das begünstigte Wirtschaftsgut zwar angeschafft, die Hinzurechnung aber unterblieben ist, bisher nicht höchstrichterlich entschieden wurde.

 

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Sat, 17 Aug 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28701 CONTI+ CONGENIAL: Ein geniales Konzept für Duschen, Wandarmaturen und Reihenwaschplätze https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/conti-congenial-ein-geniales-konzept-fuer-duschen-wandarmaturen-und-reihenwaschplaetze/  

Die CONTI+ adaptive Multifunktions-Wasserstrecke CONGENIAL hat sich als einzigartig vielseitiges und zuverlässiges System für Duschraumlösungen im gewerblichen, öffentlichen und halböffentlichen Bereich bewährt. Duschelemente und Unterputzduschen mit dieser Wasserstrecke lassen sich durch den Zugang von vorne in ihren Funktionalitäten einfach und schnell umrüsten – ein Geniestreich innovativer Technologie. Konsequent baut die CONTI Sanitärarmaturen GmbH die Anwendungsvielfalt der Wasserstrecke aus und entwickelt sie über den Duschbereich hinaus weiter.

CONGENIAL – die Lösung auch bei steigenden Anforderungen
Wer sich für die CONTI+ adaptive Multifunktions-Wasserstrecke CONGENIAL entscheidet, hat die Wahl zwischen vier Arten der Bedienung: Sie erfolgt mechanisch über Auf-/Zu-Funktion, Selbstschluss-Öl- oder Wasserhydraulik bis hin zur elektronischen Variante über Piezo-Taster-Auslösung – dabei kann jederzeit von der einen auf die andere Variante um- bzw. aufgerüstet werden.
So lassen sich z. B. Kostenvorgaben bei der Sanierung von Bestandsanlagen oder beim Neubau leichter einhalten. Und doch stehen anschließend alle Optionen offen, die Installation mit Upgrades ohne Austausch des Armaturenkörpers in ihren Dusch- und Servicefunktionalitäten zu optimieren: von der elektronisch gesteuerten Hygienespülung über die thermische Desinfektion bis hin zur Einbindung in das CONTI+ CNX Wassermanagement-System (CONTI+ Network eXchange).

Das adaptive System wächst in puncto Wirtschaftlichkeit und Design
Wirtschaftlichkeit, Hygiene und Design sind entscheidende Faktoren bei der Auswahl von Duschsystemen. Deshalb findet sich die CONGENIAL Wasserstrecke auch im elektronischen CONFRESH Duschelement mit integrierter Frischwasserstation: Es erzeugt warmes, hygienisch sauberes Trinkwasser direkt vor Ort aus kaltem Wasser. Erhitzt wird dieses über einen integrierten Plattenwärmetauscher, der mit dem separaten Heizkreislauf verbunden ist. Da somit das Wasservolumen zwischen dem Ort der Trinkwassererwärmung und der Entnahmestelle kleiner als 3 Liter ist, entfällt die Trinkwasserbeprobung nach TrinkwV 2018 – das spart Kosten.
Zu mehr Wirtschaftlichkeit tragen weitere Innovationen bei: CONCASH 2.0 und CONCHIP sind elektronische Duschelemente für die bezahlte Wasserabgabe auf Münz- oder Kartenbasis beziehungsweise den kontrollierten Zugang mittels RFID-Technologie. Betreiber von Frei- und Hallenbädern, Campingplätzen, Sportstätten und anderen Freizeiteinrichtungen können so ihre Kosten für Wasser und Energie ausgleichen.
Die CONTI+ adaptive Multifunktions-Wasserstrecke CONGENIAL wurde in Form der CONGENIAL FIT außerdem in den kompakten Unterputzkasten CONBOX FIT integriert, um die Umrüstung von Duschen zu vereinfachen. Eine Auswahl an Abdeckplatten bietet zudem eine Vielzahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

CONGENIAL und CONGENIAL FIT nun auch für Reihenwaschplätze und Wandarmaturen
Basierend auf dem Erfolg der CONTI+ adaptiven Multifunktions-Wasserstrecke CONGENIAL im Duschbereich entstand die Idee das Konzept auszubauen und nun auch CONGENIAL FIT Wandarmaturen Unterputz sowie elektronische CONGENIAL Aufputz-Reihenwaschplätze anzubieten. Beide Ausführungen können so passend zum Design der Duschen gestaltet werden und verfügen über die baugleiche Elektronik und Magnetventil-Technik. Auch die einfache Zugänglichkeit der kompakten Wasserstrecke bei allen Armaturen ist ein einzigartiger Vorteil für die einheitliche Gestaltung von Dusch- und Waschräumen.
Der Wasserfluss wird bei den Thermostat-Wandarmaturen elektronisch ausgelöst, entweder mittels Piezo-Taster oder berührungslos durch einen IR-Sensor. Weiter sind die CONGENIAL FIT Wandarmaturen wahlweise in den Oberflächen Chrom oder Edelstahl sowie mit ovaler oder eckiger Abdeckplatte erhältlich. Die zwei- oder dreifach CONGENIAL Reihenwaschplätze sind als elektronische Aufputz-Ausführung (Piezo Taster) mit gebürsteter Edelstahl-Verkleidung erhältlich und man kann sie entweder von links oder rechts anschließen. Sowohl Reihenwaschplätze als auch Wandarmaturen sind mit zwei Auslauflängen verfügbar.
Wie CONGENIAL Duschlösungen bieten auch CONGENIAL FIT Wandarmaturen und CONGENIAL Reihenwaschplätze eine hohe Funktionssicherheit und zeitgemäße Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu erfüllen sie strengste Hygieneanforderungen.

Zeitgemäßes Wassermanagement für mehr Hygiene und Wirtschaftlichkeit
Elektronische CONGENIAL Duschen, CONGENIAL FIT Wandarmaturen und CONGENIAL Reihenwaschplätze ermöglichen ein individuell auf die jeweilige Sanitäreinrichtung abgestimmtes Armaturenmanagement, besonders fortschrittlich durch Einbindung in das CONTI+ CNX Wassermanagement-System.
Der Wasser- und Energieverbrauch kann nachhaltig gesenkt werden, die Betriebssicherheit und Trinkwasserqualität dagegen steigen. Nutzungsabhängige Hygienespülung und thermische Desinfektion (z. B. als Kalenderfunktion programmiert) einzelner Armaturen oder Gruppen etwa lassen sich zentral steuern, überwachen und dokumentieren.

 


 

Zum Unternehmen
Seit über 40 Jahre bietet CONTI+ Konzepte und Lösungen für ressourcenschonende, hygienische und sichere Dusch- und Waschräume mit innovativen Produkten.
Die modernen und anwendungsoptimierten Sanitärraumlösungen von CONTI+ sind gepaart mit wasser- und energiesparenden Technologien in hochwertiger Qualität und einem ansprechenden Design. Ergänzt um das CONTI+ Hygienekonzept, in Kombination mit dem intelligenten und innovativen CNX Wassermanagement-System, bietet CONTI+ die perfekte Kombination von elektronischen und mechanischen Duschraum- und Waschraumlösungen für den gewerblichen, öffentlichen und halböffentlichen, bis hin zum privaten Sanitärbereich.
Neben den zuverlässigen Duschsystemen bietet CONTI+ ein ansprechendes Sortiment an Waschtischen aus Mineralguss, Mineralwerkstoff oder Edelstahl sowie ein umfangreiches Portfolio an elektronischen und mechanischen Armaturen für Waschtische und Urinale. Vom Händetrockner über den Seifenspender bis zum Abfalleimer und den Wickeltisch – CONTI+ ist mit seinem Komplettangebot der perfekte Partner für Dusch- und Waschräume.

Ansprechpartner für Rückfragen:
GeSK Agentur für public relations
Ziegelstraße 29 | 10117 Berlin
Telefon: +49 030 217 50 460 | Fax: +49 030 217 50 461
E-Mail: pr@gesk.berlin| www.gesk.berlin

 

 

 

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Fri, 16 Aug 2019 09:23:02 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_1-2019_CONTI_-Anwendung_DUSCHRAUMLO__SUNG_Variante-WEB_d0ef8c82a3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_1-2019_CONTI_-Anwendung_DUSCHRAUMLO__SUNG_Variante-WEB_63789d5f36.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/1-2019_CONTI_-Anwendung_DUSCHRAUMLO__SUNG_Variante-WEB.jpg
news-28595 Elektrische Lastenräder https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/elektrische-lastenraeder/ Eine Mischung aus Fahrrad und ­Schubkarre soll die Innenstädte erobern  

In Großstädten werden alternative Verkehrskonzepte dringend benötigt. Teil der Verkehrswende können gemeinschaftlich genutzte E-­Lastenräder sein. Mit „Donk-EE“ ist ein solches Sharing-­Konzept vergangenes Jahr in Köln gestartet.

60 der elektrische Lastenräder stehen in der Domstadt zur Ausleihe bereit. Eine kos­tenlose App sowie eine Übersichtskarte auf der Website des Sharing-Dienstes zeigen die genauen Standorte an.
Hinter Donk-EE steht die Green Moves Rheinland, eine Tochtergesellschaft des Düsseldorfer Öko-Energieversorgers Naturstrom. Im Frühjahr 2018 startete der Ausleihbetrieb. Allein bis Oktober 2018 meldeten sich über 2000 Kölnerinnen und Kölner an. Die elektronischen Lastenräder lassen sich mit bis zu 100 kg beladen. Ihre möglichen Einsatzzwecke sind vielfältig: Sie eignen sich, um den Wocheneinkauf klimafreundlich nach Hause zu transportieren, aber sie kommen auch als Kinderkutschen oder innerstädtische Umzugshelfer zum Einsatz. Das Ziel über allem ist, beim Transport alltäglicher Lasten aufs Auto zu verzichten.

Preise und Tarife
Wer sich bei Donk-EE registrieren möchte, meldet sich in wenigen Minuten auf der Website an. Für die Identifizierung nutzt der Donk-EE-Betreiber Green Moves Rheinland den PostIdent-Service der deutschen Post – das funktioniert ebenfalls online.
Das Preissystem ist übersichtlich. Jede angefangene Minute kostet 5 Cent pro Stunde Donk-EE-fahren werden somit 3 Euro fällig. Die Tagesdeckelung liegt bei 18 Euro.
Neben dem Basistarif bietet Donk-EE u.?a. eine Rundum-Sorglos-Flatrate, bei der Nutzer für 169 Euro monatlich ein persönliches E-Lastenrad vor der eigenen Haustür zur Verfügung gestellt bekommen. Für private und gewerbliche Vielnutzer ist diese Flatrate eine Alternative, zumal für den Fall der Fälle auch ein Reparaturservice inklusive ist.

Elektrische Lastenräder – lokal, national und europaweit

Elektrisch oder nicht – weit über die Stadtgrenzen von Köln hinaus gehören Lastenräder mittlerweile fest zum Stadtbild. Besonders in europäischen Großstädten setzen zahlreiche Anbieter auf die Umwelt-Alternative, wie etwa das Projekt ­Carvelo2go zeigt, das in 70 Schweizer Städten 270 elektrische Lastenräder bereitstellt. Dennoch: Mit 60 Rädern innerhalb einer Stadt ist Donk-EE der größte innerstädtische E-Lastenrad-Verleih Europas.

Erstes Feedback
Dass alternative Mobilitätskonzepte wie E-Lastenrad-Sharing wirken, hat eine empirische Studie der Donk-EE-Macher belegt. Grundlage waren Umfragedaten, die durchschnittlichen Emissionswerte verschiedener Transportmittel sowie die tatsächlich zurückgelegten Donk-EE-Strecken. Durch die Studie liegen deutschlandweit erstmals Daten dazu vor, welche anderen Verkehrsmittel von Elektro-Las­tenrädern ersetzt und wie viel Emissionen durch die Nutzung tatsächlich vermieden werden.
Über 450 Donk-EE-Fahrer nahmen an der Befragung teil. 35?% von ihnen gaben an, dass sie ohne das Leih-Lastenrad das Auto genommen hätten, weitere 12?% hätten stattdessen den ÖPNV genutzt.

Autor: Dominique Czech, Naturstrom AG

 

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news-28574 Abgestimmte Systemlösung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/abgestimmte-systemloesung/ Dezentrale Wohnungsstationen sorgen für hohen Wärmekomfort und optimale Trinkwasserhygiene in den Stadthäusern Stadtroda  

Im Frühsommer 2018 wurden in Stadtroda die sogenannten Stadthäuser fertiggestellt, die hochwertigen Wohnraum in bevorzugter Lage bieten. Die Wärme- und Trinkwarmwasserversorgung der Gebäude erfolgt durch dezentrale Wohnungsstationen. Die umgesetzte Systemlösung zeichnet sich durch optimal aufeinander abgestimmte Komponenten in übersichtlicher Struktur mit dem Ergebnis einer einwandfreien Trinkwasserhygiene und Wärmeversorgung aus.

Mit den neuen Stadthäusern hat die Stadtrodaer Wohnungsbaugesellschaft modernen Wohnraum in einer optimalen Lage geschaffen. Nur 15 Gehminuten vom Zentrum der thüringischen Kleinstadt entfernt sowie in unmittelbarer Nähe eines weitläufigen Waldgebiets, des Freibads und vielfältiger Einkaufsmöglichkeiten sind drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 27 zum Teil barrierefreien Wohnungen entstanden. Die zwischen 55 m2 und 115 m2 großen Wohneinheiten verfügen alle über bodentiefe Fenster und Balkone und sind mit Fahrstühlen zu erreichen.
Entsprechend beliebt ist das Wohnbauprojekt bei der Generation 55 plus, das mit einer Investitionssumme von über 5 Mio. Euro zu den größten der vergangenen 20 Jahre in Stadtroda zählt. Die Generation 55 plus macht etwa zwei Drittel der Mieterschaft aus. „Da die Gebäude von Vornherein auf ältere Bewohner zugeschnitten sein sollten, haben wir sowohl klassische als auch moderne Elemente einfließen lassen“, erklärt Bodo Richter vom K&R Ingenieur + Planungsbüro aus Stadtroda. „So wurden beispielsweise der Wohn- und Küchenbereich in den Einheiten offen gestaltet. Gleichzeitig ist die Gesamtgebung der Häuser – etwa im Hinblick auf Architektur und Farbwahl – eher klassisch ausgerichtet und fügt sich so harmonisch in das Umfeld ein.“

Fernwärme kombiniert mit Wohnungsstationen
Ähnliches gilt auch für die Wärmeversorgung der Stadthäuser. Gemeinsam mit der Kranzel GmbH Sanitär- und Heizungstechnik aus Stadtroda entwickelte das Planungsbüro hier eine moderne sowie einfach und übersichtlich gestaltete Systemlösung. „Die Basis für das Gesamtkonzept bildet der vorhandene Fernwärmeanschluss der Stadtwerke Stadtroda“, erläutert Richter. „Davon ausgehend haben wir uns entschieden, das Trinkwarmwasser für die Mieter nicht klassisch in einem zentralen Warmwasserspeicher zu bevorraten, sondern bedarfsgerecht mithilfe von Wohnungsstationen zu bereiten. Auf diese Weise stellen wir eine optimale Trinkwasserhygiene bei hohem Warmwasserkomfort und einem energieeffizienten Systembetrieb sicher. Gleichzeitig versorgen die dezentralen Stationen die Fußbodenheizungen in den Wohneinheiten.“

Flexible Verlegung der Rohrleitungen
Die Rohrleitungen für die Wärme- und Wasserversorgung wurden in einen eigens angelegten Versorgungs- und Medienschacht eingeschoben. Hierbei handelt es sich um einen in den Boden eingelassenen, rechteckigen Betonkanal, der jeweils bis zu den Anschlussräumen der drei Mehrfamilienhäuser reicht. „Wie die Erfahrung zeigt, sind durch die fortlaufenden technologischen Entwicklungen immer wieder Veränderungen an der Gebäudeinfrastruktur notwendig“, betont Richter. „Mit dem Versorgungs- und Medienschacht konnten wir reversible Verbindungen für verschiedenste Anwendungsfälle realisieren. Diese Maßnahme hat sich bereits bewährt, da kurz nach der Fertigstellung des Baus nachträglich Kabel für den TV-Anschluss durch den Kanal gezogen werden mussten.“
Für den Transport von Heiz- und Trinkwasser durch den Betonkanal und in die Gebäude sorgen Kunststoffrohre des Typs „Ecoflex“ von Uponor mit einer Gesamtlänge von ca. 60 m. Mit ihrem gewellten Mantelrohr zeichnen sich die PEX-gedämmten Rohre durch eine hohe Flexibilität aus, wodurch sie sich gut für die Verlegung um Ecken und Hindernisse herum sowie für Hausanschlüsse eignen. In Stadtroda erleichterte die einfache Handhabung das Einschieben der in vorkonfektionierten Längen gelieferten Leitungen in den fertigen Betonschacht. Auf der Wärmeseite entschieden sich die Verantwortlichen dabei für sogenannte Doppelrohre, die Vor- und Rücklauf innerhalb eines PE-Mantelrohres kombinieren. Aufgrund der geringeren Oberfläche reduzieren sich hier die Wärmeverluste gegenüber zwei Einzelrohren.
Bei der rechtwinkligen Verbindung der Leitungen für den Hausanschluss kam dabei das „Quick & Easy“-Presssystem des Herstellers zum Einsatz, „das sich deutlich schneller verarbeiten lässt als herkömmliche Schraubfittings“, erklärt Uponor. Dabei wird das Rohrende zusammen mit einem aufgesteckten Ring aufgeweitet und auf ein Kunststofffitting geschoben. Anschließend schrumpft das Rohr durch seine Materialeigenschaften fest auf das Fitting auf und sorge so für eine dauerhaft dichte und sichere Verbindung.

Dezentrale Trinkwarmwasser­bereitung für optimale Hygiene
„Der Clou des Versorgungskonzepts sind allerdings die Wohnungsstationen für die Trinkwarmwasserbereitung und die Heizungsverteilung in den Einheiten“, ergänzt Richter. „Mit diesen konnten wir vor allem zwei wichtige Punkte abdecken: Die systemische Trennung der Wohnbereiche vom Rest der Anlage sowie eine optimale Trinkwasserhygiene.“ Die Wohnungsstationen des Uponor-Tochterunternehmens KaMo werden über die Steigstränge der Gebäude mit Heizwasser versorgt und stellen mithilfe eines integrierten Wärmeübertragers im Durchflussprinzip bedarfsgerecht Warmwasser zur Verfügung. Dies senkt die Verkeimungsgefahr des Trinkwassers auf ein Minimum, weshalb die Stadthäuser von der alle drei Jahre wiederkehrenden Untersuchungspflicht auf Legionellen entbunden sind.
„Zugleich wirkt sich der Einsatz der Stationen positiv auf die Energieeffizienz des Gesamtsystems aus, da auf einen zentralen Trinkwarmwasserspeicher verzichtet werden konnte und es nicht zu Energieverlusten durch die Zirkulation des heißen Trinkwassers in den Steigleitungen kommt“, hebt Richter weiter hervor. Die spezielle Regelung der Wohnungsstationen sorgt überdies für besonders niedrige Rücklauftemperaturen mit großen Spreizungen. Letztere können bei Warmwasserentnahme bis zu 45 K betragen, sodass die Effizienz bei der Wärmeerzeugung nochmals gesteigert wird. Ebenso entfiel in den Stadthäusern die Verlegung von Trinkwarmwasserleitungen in den Strängen, wodurch sich die Materialkos­ten reduzierten und der Platzbedarf in den Steigschächten geringer war.

Hohe Betriebssicherheit und Komfort
„Darüber hinaus erleichtern und beschleunigen die Wohnungsstationen die Reparaturarbeiten im Fall einer Fehlfunktion der Heizung“, so Richter. „Der zuständige Fachhandwerker kann hier relativ schnell erkennen, ob sich die Fehlerquelle in der Wohnung oder im Gesamtsys­tem befindet. Liegt der Fehler im Wohnbereich, bleibt durch die Entkoppelung der Einheit der Rest der Heizungsanlage zudem vollständig in Betrieb. Das sorgt für weniger ‚Ärger‘ mit der Mieterschaft.“
Gleichzeitig bieten die Stationen den Bewohnern einen hohen Heizungs- und Warmwasserkomfort. Auf der Basis des von der zentralen Übergabestation bereitgestellten, bis zu 70 °C warmen Wassers lassen sich sowohl die Vorlauftemperatur der Heizkreise als auch die Erwärmung des Trinkwassers entsprechend der individuellen Anforderungen der Mieter gestalten. Um hierfür auch in Spitzenlastzeiten ausreichend Heizwasser zu bevorraten, wurde ergänzend zur Übergabestation noch ein Pufferspeicher von KaMo mit einem Fassungsvermögen von 1000 l installiert.

Zuverlässigkeit durch Gesamtsystem aus einer Hand

Um den Wohnkomfort zusätzlich zu erhöhen, wurden die gesamten 1990 m² Wohnfläche der Liegenschaften mit Fußbodenheizungen ausgestattet. Hier profitierten die Projektverantwortlichen vom modularen Aufbau der Wohnungsstationen, durch den sich die Geräte flexibel an das jeweilige Temperierungskonzept anpassen lassen. Bei der Flächenheizung setzten die Verantwortlichen auf das Klett-System von Uponor, das eine schnelle und einfache Ein-Mann-Verlegung ermöglicht.
„Um ein Gesamtsystem aus einer Hand zu erhalten, haben wir uns bei der Ausführung der Steigleitungen sowie der Trink- und Heizwasserinstallationen in den Stockwerken ebenfalls für eine Lösung von Uponor entschieden. Hier kommt das Mehrschichtverbundrohr Uni Pipe Plus zum Einsatz“, fügt Richter hinzu. „Ganzheitliche Konzepte, wie das der Stadthäuser Stadtroda, bieten ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit. An dieser Stelle haben wir als Planungsbüro auch eine Verantwortung gegenüber den Ausführenden und dem Betreiber. Aufgrund der langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit bot sich hier Uponor als Partner an. Der Ausgangspunkt für diese Entscheidung war aber die Einbindung der Wohnungsstationen, deren Vorteile wir unbedingt für das Projekt nutzen wollten.“

Regelungskonzept
Die Regelung des Heizsystems ist ebenso einfach gestaltet wie das Gesamtkonzept. So werden die Vorlauftemperaturen in den Verteilleitungen und dem Pufferspeicher über eine Mischeinheit in der Übergabestation witterungsbedingt angepasst. Dementsprechend reagiert die Anlage variabel und energieeffizient auf den jahreszeitlich unterschiedlichen Heiz­energiebedarf.
Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt in den Wohnungsstationen, wo die Vorlauftemperatur auf das für die Fußbodenheizung erforderliche Niveau heruntergemischt wird. Ausgelegt sind hier standardmäßig 35 °C, wobei sich die Voreinstellungen auch auf Mieter mit einem höheren Raumwärmebedarf anpassen lassen. Über die speziell für Fußbodenheizungen entwickelte Regelung „Raummatic“ von KaMo kann zwischen Raumtemperaturen von 16 bis 24 °C gewählt werden. Mit Blick auf das Durchschnittsalter der Mieterschaft entschieden sich die Beteiligten hier bewusst für ein klassisches Raumthermostat mit Zahlenskala ohne Möglichkeiten zur Programmierung.

Fazit
„In den Stadthäusern Stadtroda ist es uns gelungen, eine energieeffiziente und moderne Wärmeversorgung zu realisieren, die sich gleichzeitig durch eine einfache Struktur auszeichnet“, zeigt sich Richter mit dem Projekt zufrieden. „Die dezentrale Trinkwarmwasserbereitung hat uns dabei derart überzeugt, dass wir sie ebenfalls in einem aktuellen Hotelprojekt in Jena einsetzen. Hier können die Stationen ihre Vorteile im Hinblick auf die Trinkwasserhygiene sogar noch besser ausspielen als im Wohnungsbau.“

www.uponor.de

 

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Fri, 16 Aug 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_028001_8e38650d2c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_028001_9f11998f28.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/028001.jpg
news-28697 Seminare, Workshops, Tagungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/seminare-workshops-tagungen-58/ Technische und betriebswirtschaftliche Qualifizierungsangebote für das SHK-Fachhandwerk und TGA-Planer.  

Veranstaltung, Inhalt:

Deutsche Wärmekonferenz 2019
Die Deutsche Wärmekonferenz versteht sich als Plattform für Diskussionen im Wärmemarkt. Unter dem diesjährigen Titel „Wärmewende: Quo vadis?“ bringt die Veranstaltung Vertreter aus der Politik, der Heizungsbranche und den Medien zusammen.

 

Datum:

24.9.

 

Ort:

Berlin

 

Kosten:

300,– Euro

 

Veranstalter:

BDH (Bundesverband der Deutschen ­Heizungsindustrie)
Köln
Tel.: 02203 93593-0, Fax: -22
info@bdh-koeln.de
www.bdh-koeln.de


 

Veranstaltung, Inhalt:

Moderne Hydraulik & Feuerungstechnik
Aus dem Inhalt: dynamischer hydraulischer Abgleich, Smart-Heating-Systeme, vereinfachte Massenstromberechnung nach VdZ (Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik), Danfoss-Softwaretools, neue Service-Ölpumpe.   

 

Datum:

3.9.
10.9.
8.10.
10.10.

 

Ort:

Essen
Hamburg
Offenbach
München  

 

Kosten:

Kostenfrei

 

Veranstalter:

Danfoss GmbH
Offenbach
Tel.: 069 8902-0, Fax: -319
vertrieb@danfoss.com
www.waerme.danfoss.com



 

Veranstaltung, Inhalt:

2. Digitalisierungstag „Was uns bewegt!“
Eine Kooperationsveranstaltung der HWK Oberfranken und des KHD (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk). Die Veranstaltung setzt sich zusammen aus praxisnahen Vorträgen und parallel durchgeführten Workshops. Auch eine begleitende Ausstellung ist Teil des Digitalisierungstags.

 

Datum:

Kostenfrei

 

Ort:

Bamberg   

 

Kosten:

20.9.

 

Veranstalter:

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk
Cornelia Bachstein
Tel.: 0921 910-288, Fax: -45288
cornelia.bachstein@hwk-oberfranken.de
www. hwk-oberfranken.de

 

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Fri, 16 Aug 2019 07:17:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_3e49ed25ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_46b1079074.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Termine.jpg
news-28614 Kuriositäten in der Haustechnik... https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kuriositaeten-in-der-haustechnik/ ...finden sich in der Praxis von Installateuren und Heizungsbauern zuhauf.  

Einige Beispiele präsentieren wir auf dieser Seite. Und bedanken uns bei Ihnen schon jetzt für weitere Einsendungen.

 

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Fri, 16 Aug 2019 06:36:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_04601_Andre-Hartung_b5b972fc3c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_04601_Andre-Hartung_c4b33465b3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/04601_Andre-Hartung.jpg
news-28700 Verbraucherschützer warnen vor Kontosperrungen bei der Onlineplattform Wish https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/verbraucherschuetzer-warnen-vor-kontosperrungen-bei-der-onlineplattform-wish/ Berlin. Die Onlineplattform Wish wirbt mit Produkten zu Schnäppchenpreisen, greift in Deutschland bei Rücksendungen aber offenbar vermehrt zur Sperrung von Nutzerkonten. Kunden verlieren dadurch den Zugang zum Kundenservice und können so offene Bestellungen nicht mehr widerrufen oder reklamieren. Davor warnt das Frühwarnprojekt „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale Brandenburg.  

„Dein Konto wurde wegen übermäßig vieler Rückerstattungen markiert“, heißt es in einer Nachricht, die viele Wish-Kunden erhalten haben sollen. Was genau das Unternehmen unter „übermäßig vielen Rückerstattungen“ versteht, bleibe aber ein Rätsel. Denn einige Verbraucher hätten berichtet, vor ihrer Sperrung nur einen Kauf widerrufen zu haben. „Unabhängig davon, aus welchen Gründen die gesperrten Kunden Waren zurücksenden, sind Rücksendungen grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen gesetzlich erlaubt“, teilt die Verbraucherzentrale Brandenburg mit.
Eine Vorwarnung gebe es den Betroffenen zufolge nicht. Dabei ziehe die fehlende Kontaktmöglichkeit Konsequenzen nach sich. „Ist das Kundenkonto einmal von Wish gesperrt, haben Verbraucher keine Möglichkeit mehr, noch offene Bestellungen zurückzusenden, Mängel zu reklamieren oder etwa verlorengegangene Lieferungen zu melden“, berichtet Dr. Kirsti Dautzenberg, Teamleiterin „Marktwächter Digitale Welt“ bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Kunden würden so bei jeder Bestellung Gefahr laufen, dass Wish sie daran hindere, ihre Käuferrechte wahrzunehmen.
„Besonders dreist“ sei, dass Wish seine Kunden dazu aufrufe, trotz der Sperrung des Kundenservices weiter auf der Plattform einzukaufen. Denn nur durch eine unbekannte Anzahl an weiteren Käufen könnten Verbraucher den Zugang zum Kundensupport reaktivieren.

 

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Thu, 15 Aug 2019 15:35:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Wish_9e39861a02.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Wish_498efd246d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/2019_News/Wish.jpg
news-28666 DVGW erarbeitet Vorgaben für Forschungsprojekt zur Ultrafiltration https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/dvgw-erarbeitet-vorgaben-fuer-forschungsprojekt-zur-ultrafiltration/ Bonn. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat gemeinsam mit Herstellern von Ultrafiltrationsanlagen einen Diskurs zum Einsatz der Ultrafiltration in der Trinkwasser-Installation zur Abscheidung von Mikroorganismen und zur Absenkung der Trinkwassertemperaturen geführt. Ergebnis laut DVGW: Stand jetzt liegen noch keine fundierten Ergebnisse vor, die die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Technologie bei niedrigeren Temperaturen sowie die Energieeffizienzsteigerung nachweisen.  

Um diesen Nachweis zu erbringen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Forschungsprojekt „Ultrafiltration als Element der Energieeffizienz in der Trinkwasserhygiene“. Ziel ist die Untersuchung von Trinkwasser-Installationen u.a. im Labor sowie in einem Feldversuch in bestehenden Gebäuden. So soll erforscht werden, ob die Ultrafiltration einen hygienisch einwandfreien Betrieb bei abgesenkten Trinkwarmwasser-Temperaturen sichert und im Ergebnis eine CO2-Emissionsminderung bewirkt.
Um den Einsatz der Ultrafiltration überprüfen zu können, sind Vorgaben zum Schutz der Verbraucher erforderlich. Diese Vorgaben wurden jetzt durch den DVGW erarbeitet. Für einen wissenschaftlich begleitenden Feldversuch müsse demnach z.B. das zuständige Gesundheitsamt einbezogen werden.
Auf seiner Internetseite (www.dvgw.de) hat der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches nun die Rahmenbedingungen veröffentlicht, die bei Feldversuchen hinsichtlich der mikrobiologischen, technischen und organisatorischen Vorgehensweisen eingehalten werden müssen.

www.dvgw.de

 

 

 

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Thu, 15 Aug 2019 08:28:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/a/csm_DVGW-Ultrafiltration_028c26593a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/a/csm_DVGW-Ultrafiltration_d10f38cfa7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/DVGW-Ultrafiltration.jpg
news-28665 Neue Leitlinie „Kühlen und Heizen mit Deckensystemen“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/neue-leitlinie-kuehlen-und-heizen-mit-deckensystemen/ Dortmund. Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) hat eine neue Richtlinie mit dem Titel „Kühlen und Heizen mit Deckensystemen“ veröffentlicht. Erarbeitet wurde die „Leitlinie 15.1“ von der 2018 gegründeten Fachgruppe für Kühl- und Heizdeckensysteme. Sie richtet sich an Planer und Installateure und enthält neben grundsätzlichen Erläuterungen eine Übersicht über verschiedene Deckensysteme. Darüber hinaus wird über die Kondensatvermeidung, Hydraulik und Regelung sowie die Kombination mit Lüftung informiert. Das Werk beinhaltet zudem eine Normenliste.  

Auf der Internetseite des Bundesverbandes steht die neue Richtlinie zum Download zur Verfügung.
Kurzlink und QR-Code führen direkt zur Richtlinie:
https://bit.ly/2YYdFtW

 

 

www.flaechenheizung.de

 

 

 

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Thu, 15 Aug 2019 07:57:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_BVF_f50f930325.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_BVF_b239919702.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/BVF.jpg
news-28575 Anlagenregelung an individuelle Bedürfnisse anpassen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/anlagenregelung-an-individuelle-beduerfnisse-anpassen/ Frei programmierbare Regler sorgen für effiziente und energiesparende Beheizung von 100 Wohnungen  

Eine nachhaltige und klimaneutrale Beheizung hat sich die österreichische Wohnungsbaugenossenschaft WBG Neuruppin für den Bau von 100 Wohnungen auf die Fahnen geschrieben. Zur Umsetzung kommen u. a. Solarthermieanlagen, Sole/Wasser-Wärmepumpen und zahlreiche diverse Speicheranlagen zum Einsatz. Das Ziel der effizienten und energiesparenden Heizungsanlagenregelung wurde über frei programmierbare Regler gelöst. Zudem konnten durch das System Fehler in Heizungsanlagen ausfindig gemacht werden.

Die Wohnungsbaugenossenschaft WBG Neuruppin hat mit „WoMeNa“ (WohnenMenschNatur) ein ganzheitliches Wohnkonzept kreiert. Das Wohnprojekt „An der Pauline“ ist das entsprechende Modellprojekt, bei dem zwischen den Jahren 2017 und 2022 in fünf Bauabschnitten insgesamt etwa 100 Wohnungen entstehen. Auf der ökologischen Seite wurde auf ressourcenschonendes Bauen und vor allem auf ein CO2-neutrales Energiekonzept Wert gelegt.

Klimaneutrale Beheizung
Die Ziele des Energiekonzepts sehen eine klimaneutrale Beheizung sowie eine 100%ige Versorgung mit Ökostrom vor. Zwei Solarthermie-Anlagen sorgen für ausreichend Wärme vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Der Überschuss aus der Solarthermie kann in den warmen Monaten sowohl über ein Nahwärmenetz zwischen den Gebäuden ausgetauscht oder in Erdspeichern geladen werden, die im Winter wiederum als Energiequelle für drei Sole/Wasser-Wärmepumpen dienen. Sollten alle Speicher zu 100 % gefüllt sein, besteht zudem noch die Möglichkeit, die Wärmeüberschüsse in das Fernwärmenetz einzuspeisen. Die Fernwärme wiederum dient auch als Backup für sehr kalte Tage mit wenig oder gar keinem Sonnenschein. Des Weiteren wurde auch eine Wärmerückgewinnung in der Lüftungsanlage realisiert. Über ein Kühlregister in der Abluft wird dieser Energie entzogen und einem Solespeicher für die Wärmepumpen zugeführt. Zudem gibt es einen großen Pufferspeicher für die Fußbodenheizung und einen für die Warmwasserbereitung, sodass sich zusammen mit den verschiedenen Wärmelieferanten eine regelungstechnisch sehr komplexe Anlage ergibt. Um die damit einhergehenden Aufgaben und Anforderungen effizient und energiesparend erfüllen zu können, wurden frei programmierbare Regler des Unternehmens Technische Alternative eingesetzt.

Programmierbare Regler
In dem Anlagensystem sind insgesamt vier Reglereinheiten platziert. So regelt eine „UVR16x2“ die Solarthermie, den Erdtank und die Wärmerückgewinnung. Eine weitere „UVR16x2“-Einheit ist für die Heizkreise, das Warmwasser, die Fernwärme und den Pufferspeicher zuständig, während eine „UVR16x2S-DC“ die Überwachung (Betriebs- und Störmeldungen) sowie die Freigabe der Heizungspumpen übernimmt. Eine „RSM610“-Einheit – die kleine Schwester der „UVR16x2“ – wiederum ist für alle Regelaufgaben rund um die Wärmepumpen zuständig: Aufgrund von M-Bus-Zählerdaten entscheidet es, wie viele der Wärmepumpen benötigt werden. Die Regelung berücksichtigt mittels Mindestlauf- und Wartezeiten aber auch, dass eine Wärmepumpe nicht beliebig ein- und ausgeschaltet werden kann. Befinden sich alle drei in der Wartezeit, oder reicht die verfügbare Leistung nicht aus, wird als letzter Wärmelieferant die Fernwärme aktiviert.

Anbindung an die Stadtwerke

Über drei Bus-Module („CAN-BC2“) werden einerseits die Werte der M-Bus-Zähler der Anlage an die Regler weitergegeben. Andererseits werden aber auch alle Messwerte sowie Betriebs- und Störmeldungen gemeinsam mit den M-Bus Werten – insgesamt 192 Datenpunkte – an das Leitsystem der Stadtwerke Neuruppin übertragen.

Anlagenfehler ausfindig gemacht

David Hein, Geschäftsführer der „Digitale Haustechnik GmbH“ aus Teltow, zeichnet für das regelungstechnische Konzept verantwortlich und erklärt: „Die Regelung bei diesem Objekt ist recht komplex. Vorrang haben Solarthermie und Warmwasser. Das heißt, immer wenn die Sonne scheint soll sie genutzt werden, um Warmwasser zu bereiten. Danach folgen der Speicher für die Fußbodenheizung und die Erdspeicher. Scheint die Sonne nicht oder nicht stark genug, kommen die Wärmepumpen zum Einsatz, von denen drei mit je 13 kW Nennleistung zur Verfügung stehen. Die Regelung muss also auch entscheiden, wie viele Wärmepumpen im Moment benötigt werden.“
Zu Beginn gab es noch unerwartete Probleme, weil innerhalb der Wärmepumpen keine Rückschlagklappen installiert waren. Das führte dazu, dass der Volumenstrom zu einem gewissen Teil durch die jeweils anderen beiden Wärmepumpen lief und es durch diesen „Kurzschluss“ auf der Soleseite sehr kalt und auf der Heizungsseite wiederum sehr warm wurde.
Um der Ursache für dieses Problem auf die Spur zu kommen, hat Hein über mehrere Tage mit einer zusätzlichen Universalregelung des Typs „UVR16x2“ und einer Sensorerweiterung alle Vor- und Rücklauftemperaturen von Sole, Heizung und Warmwasser – insgesamt 18 Werte – auf eine in dem Gerät installierte interne SD-Karte aufzeichnen lassen. Die Analyse der Messdaten hat dann ergeben, dass sich trotz nur einer aktiven Wärmepumpe auch die Temperaturen der beiden inaktiven veränderten, wobei die Vor- und Rücklauftemperaturen gleich waren. „Nur wenn alle drei gleichzeitig aktiv waren, haben die Wärmepumpen wie gewünscht gearbeitet. Die Effizienz sank dadurch erheblich ab, weil nach einiger Laufzeit mit extrem kalter Sole sehr heißes Wasser bereitet wurde. Mit zwei motorbetriebenen Kugelhähnen und einem zusätzlichen Modbus-Modul je Wärmepumpe erreichen wir nun, dass die Anforderung für Heizung oder Warmwasser vorgegeben werden kann und dann immer nur der Rücklauf jener Seite, die gerade benötigt wird, geöffnet ist“, freut sich David Hein über seine Lösung und betont: „Die Ansteuerung der Wärmepumpen wurde dadurch insgesamt zwar komplizierter, aber mit den frei programmierbaren Reglern der ‚Technische Alternative‘ problemlos umsetzbar.“

Fazit
Die Daten aus den ersten Monaten zeigen, dass man mit dem Konzept eine gute Mischung gefunden hat. Die Solaranlage lieferte Anfang April bereits genug Wärme für die Warmwasserbereitung und einen Großteil des Heizbedarfs. So wurde die Fernwärme seit Anfang März und ab Mai weitgehend auch die Wärmepumpen nicht mehr benötigt. Zudem ergänzt Hein abschließend mit einem Blick auf das Regelungssystem: „Ob es Verschattung, Beleuchtung, Heizung, Klimatisierung, Lüftung oder das Energiemanagement ist, die TA-Regler können das alles und bieten den Kunden und den Dienstleistern dabei noch eine gute und zuverlässige Fernwartungs- und Fernüberwachungslösung.“

Bilder: David Hein

www.ta.co.at

 

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Thu, 15 Aug 2019 07:27:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_026001_35d511c0e8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_026001_5267b35ace.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/026001.jpg
news-28624 Elten: Fußschutz für die Damen auf dem Bau https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/elten-fussschutz-fuer-die-damen-auf-dem-bau/ Frauen auf dem Bau benötigen einen Fußschutz, der sich der Anatomie des Damenfußes anpasst. Sicherheitsschuhhersteller Elten präsentiert dazu den „Lena black-blue Mid ESD S3“.  

Dieser Sicherheitsstiefel verfügt über eine metallfreie Durchtritthemmung und eine eingearbeitete Stahlkappe. Sicheren Halt auch auf rutschigen Böden verspricht Elten mit der PU/PU-Laufsohle, „die dank abgeschrägter Profilrippen über eine gute Rutschhemmung verfügt“. Auch der Tragekomfort komme nicht zu kurz: Eine grobstollige S-linienförmige Profilanordnung der Sohle unterstütze den natürlichen Abrollvorgang des Fußes und beuge dadurch Ermüdungserscheinungen vor. „Bei knienden Tätigkeiten hilft eine bewegliche Sohle, die ein leichtes und angenehmes Abknicken des Fußes erlaubt“, beschreibt Elten weiter.

Elten GmbH, Ostwall 7-13, 47589 Uedem, Tel.: 02825 8068, Fax: 02825 8075, service@elten.com, www.elten.com

 

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Thu, 15 Aug 2019 07:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_52_Elten_371aba167f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_52_Elten_562cd1e26a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/52_Elten.jpg
news-28664 Zufriedenheit schaffen im eigenen Betrieb https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/zufriedenheit-schaffen-im-eigenen-betrieb/  

Ob Anlagenbauer, Kundendienstmonteur oder beratender Meister – wenn Mitarbeiter den Betrieb verlassen, dann hat das Konsequenzen. Baustellen werden nicht pünktlich fertiggestellt, Aufträge müssen verschoben werden. Das erzeugt Unmut beim Kunden und schlägt sich letztlich auf den Umsatz nieder. Zu allem Übel gestaltet sich die Suche nach personellem Ersatz schwierig und langwierig.
Richtig ärgerlich wird es, wenn der entsprechende Mitarbeiter selbst ausgebildet und/oder regelmäßig weiterqualifiziert wurde – und dann in Richtung Industrie abwandert. Mehr als einmal haben uns Betriebsinhaber berichtet, dass Mitarbeiter sogar im Rahmen von Schulungen abgeworben wurden. Und auch der Fachverband SHK Bayern kommt nach einer Umfrage unter den angeschlossenen Fachbetrieben zu dem Ergebnis, dass die Abwerbung von Personal durch Industrie und Großhandel eine elementare Bedrohung für den Personalverlust in den Betrieben darstellt.1)
Gleichwohl: Neu ist das nicht. Abwerbung gehört zum Geschäft. Schon vor 20 Jahren – also zu meiner aktiven Handwerkszeit – versprachen Versorger, Großhandel oder Industrie Gesellen wie auch Meistern neue Perspektiven. Das war und ist legitim. Nur war die personelle Situation in früheren Zeiten komfortabler. Wenn jemand ging, dann kam meist schnell einer nach. Heute aber, wo viele Handwerksbetriebe an der Kapazitätsgrenze fahren, wird die Luft schnell dünn.
Und wohl deshalb geht die Industrie schon länger kreative Wege, um ihres drohenden Personalnotstands Herr zu werden. Und um den Absatz der hergestellten Produkte zu forcieren. Jüngstes Beispiel: Ein Hersteller bietet Estrichlegern eine Qualifikation zum Wärmebodentechniker an, dazu gehört auch die Installation der Fußbodenheizung2). Auch das ist kein Einzelfall in der Branche. Trockenbauer werden fit gemacht für die Wandheizungsmontage, Elektriker für die Ölfeuerung. Der Kampf um die guten Köpfe ist in vollem Gange. Nicht auszudenken was passiert, wenn künftig verstärkt branchenfremde globale Player im SHK-Monopoly mitmischen wollen und dafür Personal aus den Reihen des Fachhandwerks mit attraktiven Angeboten rekrutieren.
Verhindern lässt sich das nicht. Was sich aber bewährt hat, sind eine leistungsgerechte Entlohnung, Weiterbildungsmöglichkeiten, vernünftige Arbeitsausstattung – Kleidung, Werkzeug, Kommunikationsmittel – und ein gutes Betriebsklima. Insbesondere der letzte Punkt verdient Bedeutung. Teambildung, Motivation und Anerkennung sind die Schlüssel für zufriedene Mitarbeiter. Und die verlassen bekanntlich weniger schnell das Unternehmen.

Markus Sironi
Chefredakteur und Handwerksmeister
m.sironi@strobelmediagroup.de

1) Siehe Bericht „Abwerbung durch Industrie und Großhandel bedroht Handwerksbetriebe“ auf Seite 6.
2) Siehe Bericht „Missstand durch fehlendes Fachpersonal muss entgegengewirkt werden“ auf Seite 12.

 

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Wed, 14 Aug 2019 13:47:14 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_003_b533922a29.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_003_65d8f6410c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/003.jpg
news-28663 „Missstand durch fehlendes Fachpersonal muss entgegengewirkt werden“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/missstand-durch-fehlendes-fachpersonal-muss-entgegengewirkt-werden/ Herotec bietet Estrichlegern eine Qualifikation zum Wärmebodentechniker an und wertet das Programm als Ergänzung zum SHK-Fachhandwerk  

Estrichleger übernehmen den Rohbodenausgleich, bauen die Wärme- und Trittschalldämmung ein und sorgen für die Verklebung. Die Installation der Fußbodenheizung war bislang tabu. herotec will das ändern. Der Anbieter von Heizungs- und Klimatechnik macht Estrich­leger mit der Qualifikation zum Wärmebodentechniker fit für den Aufbau des gesamten Wärmebodens. Innerhalb eines Jahres sind Mitarbeiter von 35 Unternehmen am Standort in Ahlen geschult worden. Wir wollten von herotec-Geschäftsführer Thomas Heuser u. a. wissen, welche Vorteile er in dem Weiterbildungsprogramm sieht – und ob er mit Gegenwind von Heizungsfachbetrieben rechnet?


IKZ-Haustechnik:
Welche Schwerpunkte umfasst die Zertifizierung zum Wärmebodentechniker und wie lange dauert die Ausbildung?
Thomas Heuser: Die Ausbildung dauert fünf Tage hier am Standort in Ahlen und umfasst vier Schwerpunkte: Rechtsgrundlagen, Grundlagen der Heiztechnik, das technische Regelwerk und Flächenheizung/-kühlung in der Praxis.

IKZ-Haustechnik:
Wer zeichnet für die Abnahme des Zertifikats verantwortlich? Wie viele Jahre ist das Zertifikat gültig?
Thomas Heuser: Für die Abnahme des Zertifikats, das drei Jahre gültig ist, zeichnet der TÜV Rheinland verantwortlich. Nach den drei Jahren kann das Zertifikat erneuert werden.

IKZ-Haustechnik:
Welche Vorteile sehen Sie in der Schulung zum Wärmebodentechniker?
Thomas Heuser: Wir legitimieren Verlegeservices bzw. qualifizierte Estrichleger durch unsere Schulung dazu, nach bestandener Prüfung mit der Ausnahmegenehmigung §8 HwO das Gewerk Fußbodenheizung sach- und fachgerecht auszuführen.

IKZ-Haustechnik: 35 Unternehmen haben das Weiterbildungsprogramm bislang genutzt. Wie viele erhoffen sie sich mittel- oder langfristig?
Thomas Heuser: Selbstverständlich möchten wir den Anteil an herotec-Wärmebodentechnikern noch weiter erhöhen. Mit den oben genannten und vielen anderen Vorteilen möchten wir ja auch dafür sorgen, eine zeitliche Entzerrung am Bau zu erreichen. Das nimmt enorm viel Stress.

IKZ-Haustechnik: Bei Heizungsfachbetrieben wird der Wärmebodentechniker nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen. Sie könnten das neue Gewerk als einen Eingriff in ihr Berufsfeld werten. Was entgegnen Sie?
Thomas Heuser: Fakt ist, dass das Installationshandwerk jedes Jahr mindestens 1000 bis 1500 Mitarbeiter verliert. Der demografische Wandel lässt grüßen. Neue Auszubildende kommen nicht nach. Dazu kommt eine sehr hohe Auftragslage. Diesem Missstand durch fehlendes Fachpersonal muss entgegengewirkt werden. Warum sollte man nicht gewerkeübergreifend zusammenarbeiten und Synergien nutzen? Unser Motto ist „keiner gewinnt alleine“. Wir sehen den qualifizierten Estrichleger mit dem herotec-Wärmebodenpartnerkonzept als Ergänzung zum SHK-Fachhandwerk. Eine Hand-in-Hand-Chance.

IKZ-Haustechnik:
Wird der Fachkräftemangel dazu führen, dass Handwerksbetriebe dauerhaft gewerkeübergreifend Synergien nutzen müssen?
Thomas Heuser: Die Ist-Situation spricht hier eine eindeutige Sprache. Die Auftragslage im Bau ist mehr als positiv. Die zur Verfügung stehenden Fachkräfte können das alles nicht alleine schaffen. Es muss ein Umdenken auch in Bezug auf gewerkeübergreifende Synergien erfolgen. Und um in diesem Wettbewerb bestehen zu können, muss man Hand in Hand mit anderen Gewerken zusammen arbeiten.

www.herotec.de

 

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Wed, 14 Aug 2019 13:25:45 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_12_1_df3daa79f3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_12_1_59565caa23.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/12_1.jpg
news-28662 Zentralverband – Kurz und bündig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-kurz-und-buendig-5d1cae5f49/  

Sonderangebot

Werben mit dem SHK-Logo
Beim Kunden ist der Eckring als Logo der Verbandsorganisation ein seit Jahrzehnten vertrautes Zeichen. Umfragen zufolge verbindet der Konsument damit Fachkompetenz. Der organisierte Mitgliedsbetrieb kann dies weithin sichtbar durch eine oder mehrere Fahnen am Firmengebäude signalisieren. Der ZVSHK macht dazu ein besonderes Angebot bis Ende Oktober 2019.
So kostet beispielsweise eine Hochformatflagge (3 x 1,20 m) nur 39,50 statt 49,50 Euro. Der passende 7 m lange Aluminium-Fahnenmast mit innen liegender Seilführung wurde um 33 Euro reduziert auf 266 Euro. Alternativ gibt es eine größere Hochformatflagge (4 x 1,5 m). Beide Fahnenformate lassen sich auch mit Hohlsaum bestellen, sodass der zugehörige Ausleger die Fahne entfaltet, wenn kein Wind weht. Ein solcher Mast kostet jetzt 375 statt 419 Euro.
Für einen Hingucker im Eingangsbereich einer Ausstellung kann der SHK-Mitgliedsbetrieb auch eine Fußmatte mit dem SHK-Logo auslegen. Die Matte im Quer- oder Hochformat (1,50 x 0,85 m) besteht aus maschinenwaschbarem Material. Mit im Preis enthalten ist die Option, dass zusätzlich auch das Firmenlogo eingearbeitet wird. Das SHK-Logo ist fester Bestandteil der Fußmatte, die statt 166,00 jetzt 149,00 Euro kostet (alle Preise zzgl. MwSt. und Nebenkosten).
Mitgliedsbetriebe finden die Sonderangebote für die verschiedenen Ausführungen von Fahne und Mast sowie die weiteren preisreduzierten Produkte unter www.zvshk.de/onlineshop (Pfad: Onlineshop, Werbeartikel, Angebote).

 

 

ZVSHK-Mitgliederversammlung

Ehrungen
Im Frühsommer hielt die oberste SHK-Handwerksvertretung ihre erste Mitgliederversammlung des Jahres 2019 ab. Vertreter aus allen Landesverbänden sowie des ZVSHK trafen sich, um unter anderem wichtige Entwicklungen in der Digitalisierung zu erörtern. Aber auch die CO2-Bepreisung oder neue Möglichkeiten der Nachwuchsgewinnung wurden ausführlich diskutiert. Einen Bericht dazu hat die IKZ-HAUSTECHNIK in der vorherigen Ausgabe veröffentlicht. Im Rahmen dieser Aussprache ehrte der ZVSHK vier Personen, die sich für die SHK-Organisation verdient gemacht haben. Ohne sie, da ist sich die Verbandsspitze sicher, stände das SHK-Handwerk nicht dort, wo es heute steht.

 

 

Förderung

100 Euro für Durchlauferhitzer
Wie bereits im Jahr 2017 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Modernisierung alter Durchlauferhitzer: Es gibt 100 Euro Zuschuss. Wichtig ist, dass dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Der neue Durchlauferhitzer muss über eine dynamische Wassermengenregulierung verfügen und außerdem ein Verbrauchsmonitoring bieten.
Nicht der Fachbetrieb, sondern der Auftraggeber ist berechtigt, den Antrag auf Förderung zu stellen und er muss dies noch vor Beginn der Modernisierung online erledigen. Möglich ist dies über das Portal www.foerderung-durchlauferhitzer.de
Nach dem Erhalt von Zugangsdaten lässt sich die Registrierung online abschließen und die Modernisierung kann beginnen. Nach dem Austausch braucht das Ministerium den Fördervertrag, eine Kopie der Handwerkerrechnung mit Entsorgungsnachweis und den Zahlungsbeleg.
Die Neuauflage für die 100-Euro-Förderung ist auf 2500 Geräte limitiert und läuft befristet bis Ende Oktober 2019.

 

 

IT-Sicherheit

Unwissenheit schützt nicht
Beim Thema IT-Sicherheit gestehen sich viele Onliner geringes Wissen zu. Nur ein Drittel der Internetnutzer fühlt sich selbst in der Lage, internetfähige Geräte ausreichend vor Angriffen zu schützen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1000 Internetnutzern in Deutschland. Danach sagen zwei von fünf Nutzern, dass sie sich gerne weiterbilden würden, um sich im Internet besser schützen zu können. Ebenso viele wissen nicht, an wen sie sich für Informationen zu Schutzmaßnahmen wenden sollen. Der Zentralverband zeigt dazu Wege zu weiterführenden Infos auf unter www.zvshk.de (als Suchwort den Quicklink QL58117183 eingeben). Dazu gehören u. a. zehn bitkom-Tipps, wie sich das Smartphone sicherer machen lässt.

 

 

Staubarmes Bauen

Dicke Luft gehört nicht zum Job
Bei nahezu allen Tätigkeiten in der Bauwirtschaft kann Staub entstehen. In der Regel handelt es sich bei den am Bau auftretenden Stäuben um mineralische Mischstäube. Leider herrscht noch viel zu oft der falsche Eindruck vor, dass Stäube zum Alltag der Bauwirtschaft unabdingbar dazugehören würden. So kommt es, dass eigentlich vermeidbare Belastungen für die Gesundheit nicht als Gefährdung wahrgenommen werden.
Erfreulicherweise gibt es jedoch für viele Tätigkeiten in der Bauwirtschaft bereits heute bewährte technische Lösungen oder Verfahren, mit deren Hilfe sich die Staubbelastungen wirksam vermindern lassen. Diese guten Praxislösungen sind jedoch kaum bekannt und werden nur von wenigen Betrieben eingesetzt.
Damit sich dies ändert, wurde von der BG Bau ein Förderprogramm für deren Mitglieder aufgelegt, das unter anderem den Kauf oder ein Leasing staubmindernder Maschinen und Hilfsmittel finanziell unterstützt. Beispielsweise geht es um Bau-Entstauber, Luftreiniger, Staubschutzwände, Handmaschinen mit Absaugung oder um einen Helm mit gebläseunterstütztem Filter.
Der ZVSHK unterstützt die Bemühungen rund ums staubarme Bauen und verweist auf die Webseite www.staub-war-gestern.de. Dort findet man Infos zur Kampagne. Wer den dort eingerichteten Link zur BG Bau nutzt, gelangt zu den Hintergrundinformationen rund um staubarmes Bauen und zu Arbeitsschutzprämien.

 

Merkblatt

Schnittstelle Nassraum
Auf den ersten Blick mag das neue Bad oder die Wohlfühloase in den eigenen vier Wänden alles das zu erfüllen, was sich der Kunde vorgestellt hat. Doch wie sieht es hinter der glänzenden Fassade aus Keramik, Emaille, Fliese, Spiegel oder Naturstein aus? Sind die Verarbeitungstechniken und Abdichtungen über dem Estrich, unter dem Putz und hinter der Vorwand tatsächlich optimal, sodass der Investor für das neue Bad auf unbestimmte Zeit vom Ergebnis der handwerklichen Leistungen begeistert sein kann? Die neue Abdichtungsnorm DIN 18534, die 2017 herauskam, ist für Planer, Installateure und Fliesenleger zum Maßstab geworden.
Damit ein gutes Ergebnis Bestand hat, kommt es bei Planung und Bauablauf auf eine genaue Abstimmung zwischen den einzelnen Gewerken an. Das Merkblatt „Schnittstellenkoordination Nassraum“ hat sich intensiv mit der nötigen Planung und der Zusammenarbeit der beteiligten Handwerker auseinandergesetzt. Entstanden ist ein Leitfaden, der sehr viele wichtige Aspekte aus der täglichen Praxis aufgreift und sich als Arbeitshilfe empfiehlt, um das Zusammenwirken in den Handwerksbereichen Sanitär/Heizung/Klima in Kombination mit den Gewerken der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger zu verbessern.
Ob eine fachgerechte Abdichtung im Spritzwasserbereich oder Rinnen und Abläufe in schwimmenden Estrichen, ob der Einbau von Hartschaum-Duschelementen sowie die begrenzte Zuverlässigkeit einer vermeintlichen Abdichtung durch Silikon: Das Merkblatt zeigt Schwachstellen auf, gibt Hinweise zu bewährten Werkstoffen und Verarbeitungsverfahren und macht deutlich, an welchen Stellen besondere Abstimmungen zwischen den Gewerken zu treffen sind.
Die Fachinformation mit dem Titel „Schnittstellenkoordination Nassraum“ steht Mitgliedsbetrieben zum kostenlosen Download zur Verfügung unter www.zvshk.de (als Suchbegriff den Quicklink QL0514745 eingeben). Nicht-Mitglieder können die Fachinfo für netto 45 Euro erwerben.

 

 

 

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Wed, 14 Aug 2019 13:09:11 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/4/csm_14_1_2dac62ddab.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/4/csm_14_1_28b976ccaa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/14_1.jpg
news-28661 Bayern – Digitalisierung in analogen Einklang bringen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bayern-digitalisierung-in-analogen-einklang-bringen/ 9. Bayerischer SHK-Kongress in Bad Aibling  

Praxisorientierte Themen, angefangen bei der Digitalisierung über die Trinkwasserhygiene bis hin zu Handlungsempfehlungen für die Unternehmensführung und im Umgang mit der „Generation Z“, kennzeichneten den 9. Bayerischen SHK-Kongress, zu dem der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern sowie die SHK-Innung Rosenheim eingeladen hatten. Die in Bad Aibling vom 27. bis 29. Juni 2019 durchgeführte Veranstaltung hatte zudem ein Rahmenprogramm, das zahlreiche Highlights bot. Rund 400 Gäste besuchten den Kongress im Kurhaus.

Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern, eröffnete den SHK-Kongress am 27. Juni in der oberbayerischen Stadt Bad Aibling. In seiner Begrüßungsrede griff Dr. Schwarz ein Thema auf, das sowohl politisch als auch durch jeden einzelnen Bürger mehr oder weniger getrieben ist: die Digitalisierung. Auch wenn er sie für die Zukunft als wichtig und notwendig erachtet, konnte Schwarz zunächst nur ein Urteil dazu fällen: „Für mich ist das Wort ‚Digitalisierung‘ zur Zeit das Unwort schlechthin.“ Die Gründe sah der Hauptgeschäftsführer darin, dass mittlerweile zu viel digital kommuniziert werde, anstatt Situationen oder Sachverhalte im persönlichen Austausch zu klären. Dr. Schwarz: „Wir sind alle noch analog sozialisiert. Wir können dem anderen noch persönlich in die Augen sehen und ihm die Meinung sagen. Wir brauchen kein Facebook, Twitter oder Instagram, um ihn oder sie wissen zu lassen, wie wir über eine Sache denken.“ Schwarz bat darum, ihn aber nicht falsch zu verstehen, und führte aus: „Früher war beileibe nicht alles besser, aber zumindest einfacher aus der Welt zu schaffen. Heute schaut die halbe Welt zu, wenn sich zwei im Netz – also in schonungsloser Öffentlichkeit – streiten oder beleidigen. Es macht nachdenklich, wenn der analoge Pranger vor mehr als 200 Jahren abgeschafft wurde, er aber heute wieder im Netz auflebt.“ Mit Blick auf ein gutes Miteinander zitierte Schwarz daher abschließend einen Satz von Moritz Freiherr Knigge, der an der Veranstaltung als Gastredner teilnahm: „Der Finger an der eigenen Nase kann nicht auf andere zeigen.“

Fachkräftemangel, Nachwuchs­kampagne, CO2-Bepreisung
Landesinnungsmeister Michael Hilpert ging in seiner Eröffnungsrede auf aktuelle Themen wie den Fachkräftemangel, die Nachwuchswerbekampagne „Zeit zu starten“ und das politische Vorhaben einer CO2-Bepreisung ein. Aufgrund der anhaltend guten konjunkturellen Aussichten sieht Hilpert auch weiterhin keine Entlastung rund um den Fachkräftemangel. Hinzu komme die schwierige Situation, geeigneten Nachwuchs zu finden. Zwei Ursachen seien hierfür verantwortlich: der demografische Wandel und vor allem auch die gesellschaftliche Entwicklung. Dazu erklärte der Landesinnungsmeister: „Auf der einen Seite geht die Anzahl der ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Schulabgänger stetig zurück. Auf der anderen Seite drängen immer mehr Jugendliche an die Hochschulen, um ihr berufliches Glück als Akademiker zu finden.“ Mit der Aktion „Zeit zu starten“, die vom Zentralverband und seinen Fachverbänden gemeinsam getragen wird, stehe aber eine erfolgversprechende Maßnahme zur Gewinnung von Nachwuchskräften zur Verfügung, die schon Erfolge verzeichnen konnte. „Besonders in Bayern sind wir mit dieser Kampagne flächendeckend an vielen Schulen unterwegs und haben mittlerweile mehrere tausend Schülerinnen und Schüler in ihren Klassenzimmern angesprochen und sie auf unsere zukunftsweisenden Berufe aufmerksam gemacht“, hob Hilpert hervor und resümierte, dass die Kampagne damit letztlich auch eine Imagekampagne für das SHK-Handwerk insgesamt sei.
Zum Abschluss seiner Ausführungen griff der Landesinnungsmeister die von der Politik angedachte CO2-Abgabe auf. Dazu bezog Hilpert klar Stellung: „Wenn es der Politik ernst ist, mit dem Ziel CO2 einzusparen, dann müssen wir endlich anfangen, die energetische Gebäudesanierung konsequent umzusetzen. Denn das geht seit Jahren alles hin und her und viel zu langsam! In Deutschland gibt es heute noch knapp 200 000 Heizungen, die älter als 40 Jahre und mehr als 1 Mio., die älter als 30 Jahre sind. Aus meiner Sicht brauchen wir daher keine CO2-Steuer oder -Abgabe, sondern nur konsequent einen Vollzug der EnEV oder zumindest eine langfristige und verlässliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.“

Fachtagungen
Am zweiten Tag startete das Fachprogramm mit Vorträgen aus den Bereichen Trinkwasserhygiene, Betriebsführung, Energiepolitik sowie Spenglerei. Nachfolgend ein Auszug aus den Inhalten und Hinweise zu den weiteren Themen.


Trinkwasserhygiene
Unter der Überschrift „Topaktuelles aus der Trinkwasserhygiene“ referierte Dr. ­Peter Arens vom Unternehmen Schell. Er zeigte die Anforderungen für die Planung und Erstellung einer hygienisch unbedenklichen Trinkwasseranlage auf. Dazu empfahl Arens, bei Neubauten und Sanierungen von Großanlagen, für die Objektübergabe eine Legionellen-Untersuchung zur persönlichen Absicherung des Betriebs durchführen zu lassen. Dr. Arens: „Werden überhöhte Legionellenzahlen im Zeitraum von 3 bis 12 Monaten nach Inbetriebnahme festgestellt, dann können diese durch unzureichenden Wasserwechsel während der Bauphase oder nach der Inbetriebnahme entstanden sein. Nur durch eine zum Zeitpunkt der Übergabe durchgeführte Untersuchung kann der SHK-Betrieb sicher sein, dass er eine mikrobiologisch einwandfreie Installation übergeben hat.“

Weitere Fachvorträge
In weiteren Fachvorträgen wurden folgende Themen behandelt:

  • „Generation Z – Wie tickt sie?“ von Prof. Dr. Nicolai Scherle,
  • „Der Handwerksbetrieb und sein Steuer­berater“ von Oliver Braun,
  • „Das Bankgespräch im Wandel“ von Gernot Weinandy,
  • „Bauphysik in der Spenglerei“ von Dr. Konrad Hanf,
  • „Quo vadis Energiewende?“ von Prof. Dr. Manuel Frondel,
  • „Datenschutz für Beschäftigte und Bewerber“ von Stephanie Schäferling,
  • „Haften und Schneefangsysteme“ von Michael Rees,
  • „Ist der Handwerker der bessere Spitzensportler“ von Hilde Gerg und Willi Willmann.


Einige Vortragsunterlagen stehen im Internet zum Download unter www.haustechnikbayern.de im internen Bereich zur Verfügung.

Rahmenprogramm
Die gastgebende Innung Rosenheim (unter der Leitung von Obermeister Gerhard Hardrath) hatte ein Rahmenprogramm ausgearbeitet, das einige Highlights bot. Dazu zählten ein gemütlicher „Oberbayerischer Abend“ mit Musik sowie einer humoristischen Einlage des Kabarettisten Stefan Kröll, die die Teilnehmer begeisterten. Darüber hinaus gab es einen großen Gala-Abend mit Tanz und Unterhaltung sowie ein Begleitprogramm mit einer Schifffahrt und Besuch des Schlosses Herrenchiemsee. Die Veranstaltung endete am Samstag, 29. Juni, mit einer Stadtführung in Rosenheim.

Bayerischer SHK-Kongress 2020
Der 10. SHK-Kongress findet in Landshut vom 25. bis 27. Juni 2020 auf Einladung der ortsansässigen Innung statt.

Bilder: IKZ

 

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Wed, 14 Aug 2019 11:48:48 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_18_1_a91f3845e0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_18_1_d6cd9220fa.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/18_1.jpg
news-28660 Nordrhein-Westfalen – SHK-Rechtstag in NRW https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/nordrhein-westfalen-shk-rechtstag-in-nrw/ Digitalisierung als Herausforderung und Hürde zugleich  

Rund 90 Betriebsinhaber und Führungskräfte kamen am 4. Juni nach Oberhausen, um sich einen Tag lang von unterschiedlichen Referenten rund um das Team der Rechtsabteilung bei aktuellen Themen auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Das breite Spektrum der Vorträge reichte dabei von aktueller Rechtsprechung über die immer wichtigeren Hinweispflichten bis zur Abrechnung bei Leistungsänderungen.

Aktuelles Fachwissen mit vorwiegend rechtlichem Einschlag, praxisgerecht aufbereitet und verständlich präsentiert. Das steht seit jeher im Mittelpunkt des Rechtstages. Und darum ging es auch diesmal: „Thematisch haben wir einen weiten Bogen gespannt“, sagt RA Peter Schlüter, der als Geschäftsführer den rechtlichen Bereich im Fachverband verantwortet und den jährlichen Rechtstag leitet: „Die Vortragsinhalte in diesem Jahr zeigen auch die Herausforderungen, denen sich unsere Betriebe momentan stellen müssen. Nimmt man nur das weite Feld der Digitalisierung: Dass sich da schier unendlich scheinende Möglichkeiten bieten, ist eine Binsenweisheit. Dass damit aber natürlich auch Risiken an Stellen drohen, wo man sie auf den ersten Blick nicht vermutet, haben nicht alle auf dem Schirm.“ Dazu zählen aus Sicht des Fachverbandes zum Beispiel auch die unter dem Kürzel „GoBD“ bekannten „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“, die seit einiger Zeit für Verunsicherung sorgen. „Hier haben wir aufgezeigt, was das wirklich für den jeweiligen Betrieb bedeutet und was der Unternehmer zukünftig beachten muss. Und da die Benennung von Problemen allein natürlich nicht reicht, haben wir Referenten uns auch in diesem Jahr wieder darum bemüht, Lösungen anzubieten und dem Einzelnen konkret etwas an die Hand zu geben, was ihm hilft und womit er künftig arbeiten kann“, so RA Schlüter weiter.

Rechnungen digital und steuerlich …
Schwerpunkte der diesjährigen Tagung waren die Anordnung und Abrechnung bei Leistungsänderungen im Bauvertrag, digitale Rechnungen und deren Verarbeitung und die sich in dem Zusammenhang ergebenden steuerrechtlichen Konsequenzen und Vorgaben. Die Referenten beleuchteten praktische wie juristische Aspekte, zeigten Vereinfachungen bei der elektronischen Verarbeitung von Rechnungen auf und gingen auf die wesentlichen steuerlichen Vorgaben, wie insbesondere die Verfahrensdokumentation, ein. Passend zum jeweiligen Thema wurden Praxisfälle aufgezeigt und Lösungsansätze angeboten. Mit dem Dauerbrenner „Haftung für beigestelltes Material“ sowie der  aktuellen Rechtsprechung zum Verbraucherwiderruf beschäftigte sich der Moderator Schlüter in seinem Vortrag selbst: „Viele Unternehmer können sich aus nachvollziehbaren Gründen bisher immer noch nicht vorstellen, dass sie eine ordnungsgemäß erbrachte Leistung am Ende nur deshalb nicht bezahlt bekommen sollen, weil sie den Kunden nicht über sein Widerrufsrecht als Verbraucher informiert haben und dieser sich dann im Nachhinein per Widerruf kurzerhand vom Vertrag wieder löst.“ Dass das die Konsequenz sein kann, wenn der Verbraucher bei dieser Art von Verträgen nicht über seine Rechte belehrt wird, haben erste Gerichtsurteile auf diesem Gebiet laut Referent bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht.
Vor allem um die Praxis vor Ort ging es bei den immer wichtigeren Hinweispflichten, die zum Beispiel beim aktuellen Thema Verbrennungsluftversorgung eine große Rolle spielen. Bei der Datenschutzgrundverordnung, die landauf landab für Verwirrung und Ärger gesorgt und mittlerweile einjährigen Geburtstag gefeiert hat, gab es Rück- wie Ausblick und ein erstes Resümee – das durchaus gemischt ausfiel.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung eines neuen Angebotes des Verbandes im Bereich der Sicherheitsbürgschaften, das sich ausschließlich an Innungsbetriebe richtet und als zusätzliche Möglichkeit neben dem seit Jahren bewährten Modell des sogenannten Bürgschaftsservice und insoweit als weitere Alternative dazu gedacht ist. Infos auch dazu gibt es bei der Rechtsabteilung des NRW-Fachverbandes unter 0211 6906560 oder im Internet www.shk-nrw.de.

Fazit und Ausblick
Aktuelles, Brisantes und fast schon Klassisches – so las sich das Programm der 2019er-Ausgabe des SHK-Rechtstages. Und diese Mischung stieß auf großes Interesse, wie die praktisch ausgebuchte Veranstaltung deutlich machte. „Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg sehr positiv, was uns natürlich wieder anspornt für nächstes Jahr“, so Peter Schlüter. „Was aber auch zeigt, dass das Konzept dieser Veranstaltung – viel komprimierte Information an einem Tag – auch bei überwiegend rechtlichen Themen funktioniert.“ So freut man sich in Düsseldorf bereits auf das nächste Mal, wenn in 2020 wieder Inhaber und Führungskräfte nach Oberhausen eingeladen werden, um sich auf den neuesten Stand bringen zu lassen.

Bilder: Fachverband SHK NRW


Themen und Referenten im Überblick

  • „Recht aktuell für die Praxis – von B wie Beigestelltes Material bis W wie Widerruf“ von Peter Schlüter
  • „Ein Jahr DSGVO – Waren die Befürchtungen gerechtfertigt?“ von Dania Boldemann-Kühle
  • „Ich war als Letzter an der Anlage – Bedenken-Hinweispflichten in der Praxis“ von Guido Bruzek
  • „Alternative für Bürgschaften – Ein neues Angebot des Fachverbandes“ vonKai Sobiella
  • „Nichts bleibt, wie es ist: Leistungsänderungen im neuen BGB-Bauvertragsrecht“ von Felicitas Floßdorf
  • „Rechnungseingang digital – aber richtig“ von Marie-Elis Marwitz
  • „Neues zu GoBD – Fälle, Verfahrensdoku & Umsetzung in der Praxis“ von Alfred Jansenberger und Markus Stuhlmann

 

 

 

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Wed, 14 Aug 2019 11:39:01 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_20_1_4f80a99099.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_20_1_2c31197f2a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/20_1.jpg
news-28659 Nordrhein-Westfalen – Kesseltausch-Aktion erfolgreich beendet https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/nordrhein-westfalen-kesseltausch-aktion-erfolgreich-beendet/ Mehr als 4600 Gas-Brennwertkessel eingebaut  

Drei Hersteller, vier Monate, 4639 bestätigte Anträge von 864 Innungsfachbetrieben aus ganz NRW und insgesamt rund 55 000 Zugriffe auf die Website www.kesseltausch-nrw.de. Das ist die Bilanz der fünften Kesseltauschkampagne.

„Die rege Teilnahme freut uns über alle Maßen und belegt wieder einmal, wie leistungsfähig das organisierte SHK-Handwerk in NRW ist. Einen besseren Beitrag zu Energie- und CO2-Einsparung leistet in einem solch kurzen Zeitraum kaum eine andere Branche“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Fachverbands SHK NRW, Hans-Peter Sproten.
Nachdem im vergangenen Jahr die Aktion nur drei Monate lief, waren es in diesem Jahr vier Monate. Die Hersteller-Partner Viessmann, Buderus und Brötje gewähren für fristgerecht bis Ende Juni eingegangene Anträge noch bis zum 30. September 2019 die Bonuszahlung von 200 Euro für die Endkunden. Die SHK-Innungsfachbetriebe mit einem positiven Bescheid sind aufgefordert, die Brennwertgeräte beim Industriepartner bzw. beim Großhändler zu ordern und bis spätestens zum 31. August 2019 beim Kunden zu installieren.
Insgesamt gingen über 23 000 Werbe-Flyer für Endkunden an die SHK-Fachunternehmen. 864 Innungsfachbetriebe beteiligten sich an der Aktion. Das SHK- Innungsfachunternehmen Ökoloco GmbH aus Essen reichte mit 130 die meisten Anträge ein.
Auch 2019 wurde die Kampagne von den Mitgliedern des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) NRW und dem Schornsteinfegerhandwerk unterstützt.

 

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Wed, 14 Aug 2019 08:22:59 +0200
news-28653 Heizungsindustrie sieht Abwrackprämie kritisch – Lob dagegen vom BEE https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/heizungsindustrie-sieht-abwrackpraemie-kritisch-lob-dagegen-vom-bee/ Hamburg. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will den Austausch von Ölheizungen mit einer Abwrackprämie fördern. Während steuerliche Anreize für Investitionen im Gebäudesektor auf Zustimmung stoßen, sieht die deutsche Heizungsindustrie eine Abwrackprämie kritisch.  

Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) vermisst eine „nachhaltige Klimaschutzstrategie“. „Es ist sinnvoll, alte Heizungen gegen neue, effizientere Geräte auszutauschen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich die technischen Voraussetzungen und Anforderungen von Haus zu Haus unterscheiden“, sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Programme zum Austausch alter Heizkessel müssten nachhaltig und technologieoffen gestaltet werden, eine kurzfristig angelegte Abwrackprämie sei nicht das passende Instrument. „Viel wichtiger wäre es, für Hauseigentümer langfristig verlässliche Rahmenbedingungen und dauerhafte Anreize zu schaffen – zum Beispiel in Form einer attraktiven steuerlichen Förderung für Sanierungsmaßnahmen“, so Willig.
Auch der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) beurteilt den Vorschlag einer Abwrackprämie für Ölheizungen zurückhaltend. „Steuerliche Anreize sind technologieoffene Förderungen, eine Abwrackprämie hingegen nicht“, sagt Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. Sollte die Politik an einer Abwrackprämie festhalten, so müssten nach Meinung des BDH nicht nur Ölheizungen, sondern auch veraltete Gasheizungen einbezogen werden. Lücke: „Es gibt sehr viel mehr ineffiziente veraltete Gaskessel als alte Heizölkessel.“
Gar eine Investitionszurückhaltung befürchtet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). „Wir haben erlebt, dass die Politik die Möglichkeit einer Abwrackprämie immer mal wieder thematisiert, aber nie konsequent umgesetzt hat“, so Sprecher Frank Ebisch gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“. „Das hat bei den modernisierungswilligen Anlagenbesitzern verständlicherweise eher dazu geführt, den Heizungstausch gar nicht vorzunehmen und abzuwarten.“ Eine Fixierung der Abwrackprämie auf den Energieträger Öl ergebe zudem „keinen Sinn“. Stattdessen sollten sich finanzielle Anreize generell auf den Austausch alter Heizungen beziehen.
Gelobt wird der Vorstoß der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). „Ölheizungen passen nicht in eine moderne, klimafreundliche Wärmeversorgung. Wir müssen uns so schnell wie möglich von fossilen Energieträgern verabschieden“, sagt BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. Statt neue Öl- und Erdgasheizungen zu fördern, sollten vielmehr erneuerbare Energien im Wärmesektor begünstigt werden.
Der BEE befürwortet eine steuerliche Förderung von Heizungstechnologien mit CO2-freien Energieträgern und wünscht sich ökonomische Anreize, die den CO2-Ausstoß mit einem Preis belegen. Der Verband schlägt einen CO2-Einstiegspreis in Höhe von 60 Euro pro Tonne vor. Dieser Preis solle „schrittweise ansteigen und für den sozialen Ausgleich als direkter Bonus pro Kopf wieder rückerstattet werden“.

 

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Wed, 14 Aug 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_IWO_abe3833d1d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_IWO_abc9ece25f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/IWO.jpg
news-28656 HPS kommt schnell voran https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hps-kommt-schnell-voran/ Die Zollner Elektronik AG wird für die Berliner Home Power Solutions GmbH (HPS) Picea-Geräte fertigen. Das haben die beiden Unternehmen jetzt vereinbart.  

HPS will die Sonnenenergie vom Sommer in den Winter bringen, indem Solarstrom in Form von Wasserstoff gespeichert wird und nennt sein Produkt „Picea“. Im Winter wird der Wasserstoff in einer Brennstoffzelle in Strom und Wärme umgewandelt. So sollen Häuser komplett autark versorgt werden, so das Ziel.

Kapazitäten im 4-stelligen Bereich
Zollner Elektronik wird die Picea-Anlagen fertigen. Das im bayerischen Zandt ansässige Unternehmen kann nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren jährliche Produktionskapazitäten für Geräte im 4 stelligen Bereich sicherstellen. „Wir können so den zahlreichen Vorbestellungen schneller entsprechen und die Kommerzialisierung von Picea intensiv und gezielt vorantreiben“, sagt Zeyad Abul-Ella, Geschäftsführer und Gründer von HPS.

 

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Wed, 14 Aug 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_33_hps1_33cf0d84d5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_33_hps1_dc0f846e16.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/33_hps1.jpg
news-28576 Bau und Betrieb von Fettabscheidern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bau-und-betrieb-von-fettabscheidern/ Ein Webinar von ACO Haustechnik informiert über aktuelle Anforderungen und stellt innovative ­Produktlösungen vor. Für Planer eine gute Gelegenheit, neues Wissen zu erlangen und altes aufzufrischen  

Überall dort, wo fettbelastetes Abwasser anfällt, ist der Einsatz von Fettabscheidern vorgeschrieben. Ein kostenfreies Webinar zu Auslegung, Einbau und Betrieb veranstaltet die IKZ-ACADEMY in Zusammenarbeit mit ACO Haustechnik am 11. September um 16:30 Uhr.

Fettabscheider funktionieren rein physikalisch nach dem Schwerkraftprinzip: Schwere Abwasserinhalte sinken nach unten, leichte Stoffe wie Öle und Fette steigen auf. Die Dimensionierung und Leistungsfähigkeit ist normativ geregelt. Die für Fettabscheider relevanten Normen sind die DIN EN 1825 und DIN 4040-100. Letztere enthält ergänzende Anwendungsanforderungen für Deutschland. Für die Hersteller von Fettabscheidern ist vor allem die DIN 1825-1 relevant. Sie beschreibt Bau-, Funktions- und Prüfgrundsätze, Kennzeichnung und Güteüberwachung von Fettabscheidern. Hierzu gehören u. a. Anforderungen an die eingesetzten Werkstoffe, Aspekte wie Wasserdichtheit, Zugänglichkeit, Anschlussmöglichkeiten oder das Speichervolumen des Fettsammelraums. Die DIN EN 1825-2 legt dagegen Anforderungen an die Wahl von Nenngrößen, Einbau, Betrieb und Wartung von Fettabscheidern fest.

Berechnung der Nenngröße
Damit Fettabscheider einwandfrei funktionieren, ist die Auswahl und Bemessung von entscheidender Bedeutung. Berücksichtigt werden müssen gastronomiespezifische Parameter, Betriebszeiten sowie die Abwasserbeschaffenheit; sie fließen als Faktoren in die Berechnung ein. Wenn die Kücheneinrichtung bereits ge­plant oder vorhanden ist, empfiehlt sich die Bemessung nach den Einrichtungsgegenständen. Hierdurch ist oft eine wesentlich genauere Nenngrößenermittlung möglich. Bei fleischverarbeitenden Betrieben wird die Anzahl der Tiere oder die produzierte Menge an Wurstwaren zugrunde gelegt.

Wichtig: Schutz vor Rückstau
Die Wahl des Fettabscheiders und des Aufstellortes ist maßgeblich von der bautechnischen, organisatorischen und logistischen Situation abhängig. Vorteilhaft sind Ausbaustufensysteme, die neben der Basisausführung auch Komponenten wie Direktabsaugung, Hochdruckinnenreinigung und Entsorgungspumpen enthalten und sich modular kombinieren und erweitern lassen. Die Wahl des Fettabscheider-Standortes ist aber auch noch aus einem anderen Grund maßgeblich. In Fettabscheider, die unter der Rückstauebene liegen, darf unter keinen Umständen Wasser aus der Kanalisation gelangen. Dies wird durch einen geeigneten Rückstauschutz erreicht, und normativ richtig ist nur eine Hebeanlage, die redundant arbeitet. Also eine Doppelhebeanlage, die mit ihrer zweiten Pumpe einen Ausfallschutz bietet und das Wasser über die Rückstauebene pumpt. Diese Hebeanlage erfüllt nicht nur den geforderten Rückstauschutz, sie ist auch in der Lage, den Küchenbetrieb im Falle eines Rückstaus aufrechtzuerhalten.


Kostenloses Webinar der IKZ-ACADEMY
Die vorgenannten Ausführungen zeigen es schon: Viele Aspekte müssen beachtet werden, um den richtigen Fettabscheider auszuwählen. Eine Hilfestellung für Planung, Bau und Betrieb gibt ACO Haustechnik in einem Webinar am 11. September um 16:30 Uhr. Die Anmeldung ist kostenlos möglich.
Link und QR-Code führen direkt zum Webinar-Angebot:



https://bit.ly/2Gpty66

 

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Wed, 14 Aug 2019 07:27:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_025001_991ce12e52.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_025001_bba969fcd6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/025001.jpg
news-28626 Helios: Luftverteilung mit einer Box https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/helios-luftverteilung-mit-einer-box/ Die Luftverteilung in Mehrgeschossbauten erfolgt oft mit Einzelkomponenten. Als Alternative stellt Helios die „KWL MultiZoneBox“ vor. Sie kombiniert die Funktionen einer Volumenstromregelung, Schalldämmung und Luftverteilung in einer Einheit für Zu- und Abluft in Verbindung mit einem gebäudezentralen Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Darüber hinaus verfügt sie über eine individuelle Regelung und er­mög­licht dadurch eine den Wünschen der Nutzer angepasste Luftmenge.  

Das zentrale Lüftungsgerät wird im Keller des Gebäudes installiert. Über die Hauptleitungen wird jede einzelne „MultiZoneBox“ mit frischer Luft versorgt und die verbrauchte Luft abgeführt. Insgesamt vier Typen decken laut Helios alle Aufgabenstellungen ab. Eine horizontale Installation in einer abgehängten Decke ist ebenso möglich wie vertikal in einer Wand. Die Steuerung der „MultiZoneBox“ erfolgt über ein dezentes Bedienteil oder über ein Touch-Panel. Die Einbindung in die Gebäudeleittechnik ist möglich. Ein optionaler Mischgassensor (VOC) dient dazu, weitere Komfortansprüche zu erfüllen.

Helios Ventilatoren GmbH + Co. KG, Lupfenstr. 8, 78056 Villingen-Schwenningen, Tel.: 07720 606-0, info@heliosventilatoren.de, www.heliosventilatoren.de

 

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Wed, 14 Aug 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_32_Helios-MultiZoneBox_1_e036a1839c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_32_Helios-MultiZoneBox_1_abc5ed52d2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/32_Helios-MultiZoneBox_1.jpg
news-28658 Am Puls der Zeit bleiben https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/am-puls-der-zeit-bleiben/ Das Webinar-Angebot der IKZ-ACADEMY wächst kontinuierlich. Ein Überblick auf kommende Veranstaltungen  

Trotz oder gerade aufgrund voller Auftragsbücher ist Weiterbildung im SHK-Handwerk ein Muss. Nur so lassen sich die Möglichkeiten moderner Technik schnell in den eigenen Betrieb implementieren. In Kooperation mit renommierten Partnern bietet die IKZ-ACADEMY Verarbeitern wie Planern ein ausgewähltes Angebot an Webinaren. Der Vorteil: Die Fortbildungen sind zeitlich optimiert und dauern maximal eine Stunde. Zudem ist keine Anreise erforderlich. Für die Teilnahme bedarf es lediglich eines PCs oder Laptops, einer Internetverbindung und eines Headsets. Wir stellen ausgewählte Angebote vor.

 

Webinar I: Bau und Betrieb von Fettabscheidern
Ob Mensa, Krankenhaus oder Hotelbetrieb – überall dort, wo fettbelastetes Abwasser anfällt, ist der Einsatz von Fettabscheidern vorgeschrieben. Bei der Bemessung und der Auswahl des Aufstellortes ist einiges zu beachten. Das kostenfreie Webinar von ACO Haustechnik in Kooperation mit der IKZ-ACADEMY informiert über Auslegung, Einbau sowie Betrieb der Anlagen und stellt innovative Produktlösungen vor. Zielgruppe sind Planer, Installateure, aber auch Betreiber von Fettabscheider-Anlagen.
Das kostenlose Webinar findet am 11. September um 16:30 Uhr statt.
Tipp: Link führt direkt zur Anmeldung: https://bit.ly/2Gpty66

Webinar II: Einregulierung von KWL-Anlagen
Eine Wohnraum-Lüftungsanlage soll ein behagliches Raumklima schaffen und gleichzeitig energieeffizient arbeiten. Dazu muss sie unbedingt so funktionieren, wie sie ausgelegt ist. Die Kontrolle, ob die planerisch vorgesehenen Volumenströme auch wirklich in den Räumen ankommen, ist daher grundlegend. Wie man bei der Messung und den gegebenenfalls notwendigen Einstellarbeiten fachgerecht vorgeht, – dazu zeigt das Webinar „Einregulierung an KWL-Anlagen“ von Wöhler und IKZ-ACADEMY praktikable Lösungen auf. Erklärt werden außerdem normative Vorgaben und theoretische Grundlagen zur Messung.
Das kostenlose Webinar findet am 16. September um 16:30 Uhr statt.
Tipp: Link führt direkt zur Anmeldung: https://bit.ly/2LzXyQV

Webinar III: Effiziente Luft- und Schmutzabscheidung
Die Wasserqualität ist ein entscheidender Faktor für den störungsfreien Betrieb von Heiz-, Solar- und Kühlwassersystemen. Expertenwissen zu diesem Thema speziell für Fachhandwerker und -planer in Deutschland, Österreich und der Schweiz vermittelt das Webinar von IMI Hydronic Engineering in Kooperation mit der IKZ-ACADEMY. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf den Methoden und Lösungen zur effizienten Luft- und Schmutzabscheidung in HLK-Anlagen. Zunächst werden daher die Ursachen für Luft, Gase und Schmutz im Systemkreislauf angesprochen sowie die daraus resultierenden Probleme erläutert. Das Webinar zeigt anschließend die zur Verfügung stehenden technischen Lösungen auf und erläutert deren Wirkungsweise und Nutzen.
Das kostenlose Webinar findet am 19. September um 17:00 Uhr statt.
Tipp: Link führt direkt zur Anmeldung: https://bit.ly/2GnY54x

Webinar IV: Pressearbeit für Handwerk und Handel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, auch Public Relations genannt, ist ein wirkungsvolles Instrument, um über sich und damit über sein Unternehmen positiv zu berichten. Doch was ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeit überhaupt? Welche Ziele verfolgt sie und – ganz wichtig – wie genau wird sie umgesetzt? Diese und weitere Fragen beantworten fünf aufeinander aufbauende Webinare, die die IKZ-ACADEMY in Zusammenarbeit mit GOOS COMMUNICATION durchführt. Die Module tragen die Titel Medienarbeit, Instrumente der PR, Interview, Presseanfragen, Employer Branding.

Das erste Modul mit dem Titel Medienarbeit findet statt am 26. September um 16:30 Uhr.
Die weiteren Module sind:
Modul 2: Instrumente der PR
Modul 3: Das Interview
Modul 4: Presseanfragen
Modul 5: Employer Branding

Tipp: Link führt direkt zur Anmeldung: https://bit.ly/2JYqvTF

Das Webinar-Angebot der IKZ-ACADEMY wird kontinuierlich ausgebaut.
Infos gibt es regelmäßig hier im Heft sowie online auf ikz.de und ikz-select.de.
Schauen Sie doch mal rein, es lohnt sich!

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 15:44:30 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_022_37172a24ca.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_022_656733b136.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/022.jpg
news-28657 Für ein rundum gelungenes Duschvergnügen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fuer-ein-rundum-gelungenes-duschvergnuegen/ Duschen und Trennwände als Schlüssel zum neuen Bad  

Der Duschplatz ist der Dreh- und Angelpunkt für ein rundum gelungenes Bad: Ob unterschiedlichste Einbausituationen oder individuelle Ansprüche der Kunden: Die Vielfalt an Duschen und Duschabtrennungen lässt nichts unmöglich erscheinen.

Die in die Jahre gekommene Duschkabine ist in vielen Fällen der Auslöser für den Plan, im privaten Bad eine Sanierung anzugehen. Ob es sich um eine punktuelle Teilrenovierung oder einen substanziellen Umbau handelt: Oft nerven den Kunden bereits seit Langem der hohe Einstieg, das umständliche Duschen in der Wanne oder der begrenzte Platz, alte Armaturen und mäßiger Duschkomfort.

Badtrends als Auslöser
Eine zeitgemäße Lösung in frischer Optik ist dann in der Regel bodeneben gewünscht – wo immer sich das realisieren lässt. Während bei diesen Überlegungen in erster Linie Benutzerkomfort, Standsicherheit und Brausetechnik im Vordergrund stehen, spielt auch der Aspekt der harmonischen Gestaltung eine wichtige Rolle: Die Duschfläche soll mit dem übrigen Raum optisch verschmelzen, das Design der Abtrennung zur eigenen Ästhetik passen.
Die Entscheidung für ein neues Bad und insbesondere eine neue Duschlösung wird auch Badtrends wie den Purismus oder farbige Akzente aufgreifen. Bei Rahmenlösungen kommt vielleicht das angesagte Schwarz ins Spiel oder eine Metallfarbe wie Kupfer, Nickel oder Messing gebürstet, für Liebhaber klarer Architektur spielen Walk-in-Lösungen eine große Rolle. Inspirieren lässt sich der Endkunde dazu vielfach auf Reisen in Hotels, wo ihn eine transparente Raumaufteilung
– oft wird zwischen Badbereich und Schlafen kaum noch getrennt – überzeugt und an die beengte Optik im eigenen Badezimmer denken lässt.  
In der Übersicht wird der Sanitärfachmann und Planer in der Beratung auf vielfältige Gesichtspunkte eingehen müssen, die sich aber übersichtlich in die zwei Bereiche Dusch-Architektur und Nutzenargumente aufteilen lassen:  

  • Der Kunde wünscht sich einen optisch sauberen Duschplatz in klarem Design, der zur eigenen Ästhetik passt und ein Highlight im Bad darstellt.
  • Trends beeinflussen die Entscheidung; Minimalismus oder Farbakzente beispielsweise spielen beim aktuellen „Industrie-Look“ eine Rolle.
  • Die Lösung soll sicher sein, was sowohl Standsicherheit als auch Stabilität angeht; zur konstruktiven Qualität gehört auch die verlässliche Dichtigkeit.
  • Die Pflegeleichtigkeit ist wichtig, was für unterbrechungsfreie Flächen und bündige Beschläge spricht. Schmutzabweisende Oberflächen sind ein Plus; mühelos sollten sich Schiebeelemente wie Türen zur Reinigung herausschwenken lassen.
  • Nutzerkomfort I: Dusche ist nicht gleich Dusche. Die passende Auswahl wird neben der Barrierefreiheit bodenebener Lösungen auch Extras berücksichtigen: Eine Reihe Hersteller integrieren Ablagen und Relingsysteme in die Dusche.
  • Nutzerkomfort II: Ein kleiner Markt, aber nicht zu vernachlässigen, sind Duschkabinen mit Dampfdusche. Vor dem Hintergrund, dass bei manchen Kunden eine Sauna im Keller verstaubt, ist im Kundengespräch diese Option eine Überlegung wert.

Maßarbeit in jeder Richtung
Es versteht sich von selbst, dass der Sanitärprofi gleich zu Beginn der Planung auf die bauliche Situation reagiert, die bei der neuen Dusche zu berücksichtigen ist. Schrägen im Dachgeschoss, Vorwandinstallationen, Mauervorsprünge oder schlicht Abweichungen aus dem Lot: Die renommierten Badhersteller von Spritzschutz bieten Maßanfertigungen und passgenaue Ausschnitte. Voraussetzung ist natürlich ein exaktes Aufmaß – und auch dabei helfen viele Anbieter mit einem Vor-Ort-Service.
Ein wichtiges Kriterium für den Sanitärinstallateur ist die Handlungsfähigkeit auf der Baustelle, wo die angelieferte Dusche in vielen Fällen noch minimal an die Gegebenheiten angepasst werden muss: Dazu verweisen die namhaften Hersteller auf den Verstellbereich in den Profilen, mit dem millimeterweise angepasst werden kann, damit auch wirklich alles dicht ist und reibungslos läuft.
Vor allem in der Altbausanierung hat es der Badprofi oft mit Schlauchbädern zu tun und generell beschränkten Platzverhältnissen. Gerade in solchen Fällen punkten die Duschabtrennungen mit ihrer gestalterischen Vielfalt: von der Nischenabtrennung mit Gleit- oder Pendeltür(en) über den bewährten Eckeinstieg bis zur Faltpendeltür, die komplett an die Wand geklappt werden kann und den Durchgangsbereich frei hält. In solchen auch optisch überzeugenden, weil transparenten Lösungen bietet sich eine durchgängige Planung am Boden an: Der Duschplatz ist bündig in die Laufzone integriert und wird nur für das Benutzen der Brause von Glasscheiben abgetrennt.  
Selbstverständlich gehört die Art der künftigen Duschfläche und ihre Entwässerung zum Planungsumfang für den künftigen Brauseplatz: Hersteller wie Kermi, HSK oder Repabad bieten Kombinationen aus Abtrennungen und Bodenelementen bzw. Duschboards. In sie ist der Ablauf samt dem passenden Gefälle bereits eingearbeitet. Solche Komplettlösungen, beispielsweise „RenoConcept“ von HSK, richten sich nicht zuletzt an Kunden mit dem Wunsch nach einer Teilsanierung. Oft ist der überschaubare Aufwand für den Tausch von Wanne gegen Dusche oder Alt-gegen-Neu bei der in die Jahre gekommenen Kabine das schlagende Argument.
In diesem Zusammenhang ist auch die 2-in-1-Lösung, wie sie u. a. Artweger anbietet, ins Gespräch zu bringen: Die begehbare Badewanne besitzt dann eine Duschzone samt Abtrennung für all jene Nutzer, die am Wannenbad festhalten wollen.
Für die „kleine Lösung“ und spezielle Fälle der Modernisierung hat auch nach wie vor die Komplettdusche ihren berechtigten Platz am Markt. Ein Beispiel von vielen: die Komplettdusche „Exklusiv“. Anbieter Roth sieht ihren Einsatzbereich in Zeltstationen, Wohn- und Sanitärcontainern, Ferienwohnungen, Fitness- und Sporträumen, Büroräumen, Studentenwohnungen, Übergangslösungen (Badrenovierung) oder Hobbykellern, aber auch im Bad. „Exklusiv“ ist erhältlich mit Vorhang oder mit Kunstglasseitenteilen in verschiedenen Größen. Ausgestattet ist sie mit Mischbatterie, Handbrause, Seifenschale und wahlweise in das Duschenunterteil integriertem Wassererwärmer und/oder Pumpe.
Zur Duschabtrennung gehört die definierte Duschfläche, egal, ob diese mit einer Wanne bestückt oder bündig in den Bodenbereich integriert ist: Die Entscheidung für Sanitäracryl, Mineralguss, Stahl-Email oder eine beflieste Fläche richtet sich in erster Linie nach den Vorlieben des Kunden und ist von der Art und Funktionsweise der Duschabtrennung unabhängig. Daher soll dieser Planungsbereich hier nicht weiter beleuchtet werden. Allrounder für die Badsanierung haben in Ergänzung zu ihren Duschwänden auch die passenden Wannen und Ablauflösungen im Programm. Das gilt natürlich auch für Komplettbad-Anbieter wie Duravit oder Villeroy & Boch.

Individualität ist Trumpf
Wenn schon neues Bad geplant wird, dann sind auch individuelle Akzente gefragt. Eine ganze Reihe Hersteller von Duschabtrennungen haben das vergleichsweise enge Feld ihrer Pendel-, Falt- und Schiebetüren verlassen und gestalten auch Wände und Boden. So sind mit dem Lieblingsfotomotiv individualisierte Rückwände in Duschen möglich. Solche Systeme heißen z. B. „RenoDeco“ (HSK), „EasyStyle“ (Hüppe) oder „Re-Cover“ (Palme) und setzen auf Aluminium-Verbundplatten mit einseitigem Digitaldruck. Für die effiziente Planung steht bei allen Anbietern eine Bandbreite von Dekoren zur Auswahl. Sie reicht von Naturholz- und Marmoroptik bis zu farbigen Paneelen und der passenden Ergänzung an Wannensockel oder Wand.

Autor: Heinz Kaiser, freier Journalist

 

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Tue, 13 Aug 2019 15:27:53 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_24_b0685224d4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_24_cf5758d46e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/24.jpg
news-28655 Staplerspezialist übernimmt Solarworld-Werk https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/staplerspezialist-uebernimmt-solarworld-werk/ Die JT Energy Systems übernimmt das ehemalige Solarworld-Werk in Freiberg nahe Dresden. Das Unternehmen will an dem Standort eine Fertigung für Lithium-Ionen-Batterien aufbauen.  

JT Energy wurde Anfang des Jahres von der Jungheinrich AG und der Triathlon Holding GmbH gegründet. „Die Nachfrage nach elektrischen Flurförderzeugen und weiteren Anwendungen im Industrieumfeld mit Lithium-Ionen-Batterien und Ladesystemen wächst weltweit enorm. Nach dem ersten Schritt – der Gründung von JT Energy Systems – wollen wir konsequent die Nachfrage am Markt bedienen“, sagen Reinhild Kühne und Martin Hartmann, beide Geschäftsführer bei JT.

Start schon Anfang 2020
Der operative Start für das über 42.000 m2 große Werk Freiberg ist bereits für das erste Quartal 2020 geplant. Es werden kurzfristig rund 200 Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig wird im sächsischen Glauchau u.a. eine hochautomatisierte Modulproduktion stattfinden, im neuen Werk Freiberg die Montage der Batteriesysteme sowie der Ladegeräte. Damit erhält das ehemalige Werk des insolventen Solarmodulherstellers Solarworld eine Nachnutzung.

 

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Tue, 13 Aug 2019 15:25:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_33_stapel1_ade93324e5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_33_stapel1_c9b665f52b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2019_News/33_stapel1.jpg
news-28654 Fachaustausch zu den Neuerungen der DIN 1946-6 https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fachaustausch-zu-den-neuerungen-der-din-1946-6/ Bietigheim-Bissingen. Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK), der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) sowie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) informieren Planer und Installateure über die Neuerungen der DIN 1946-6 und der Angleichung der DIN 18017-3. Dazu finden Kongresse statt – und zwar am 23. Oktober in Stuttgart (Maritim-Hotel), am 5. November in Berlin (Maritim proArte), am 27. November in Frankfurt am Main (H4 Hotel Messe) sowie am 12. Dezember in Hamburg (Marriott Hotel).  

Die Veranstaltungen werden in zwei Teile gegliedert. Zunächst berichten die verantwortlichen Bearbeiter über die neuen Inhalte der Norm. Darüber hinaus stellen Marktteilnehmer verschiedene Systeme und deren Auslegung nach der neuen Norm vor. Dieser Part variiert je nach Veranstaltungsort und ist mit unterschiedlichen Herstellern besetzt, teilen FGK, BDH und ZVSHK mit.
Weitere Informationen zum Programm, den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung können im Internet nachgelesen werden.

www.fgk.de

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 15:05:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_Kongress_455618f892.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_Kongress_05d41ca056.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/Kongress.jpg
news-28652 Modular macht’s https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/modular-machts/ Ob Wärmepumpe, Brennwertkessel oder beides zugleich – es gibt viele Möglichkeiten, um einen Altbau heizungstechnisch auf den aktuellen Stand zu bringen  

Der Immobiliensektor boomt, Wohnraum wird dringend nachgefragt. Statt teuer neu zu bauen, lohnt es sich oft, ein Bestandsgebäude zu modernisieren. Anforderung an eine möglichst nachhaltige Investition ist, dass sich das Ein- oder Mehrfamilienhaus auf einen möglichst hohen Standard bringen lässt und zum Beispiel zum KfW-Effizienzhaus saniert wird. Dabei gilt es, parallel zu einer gegebenenfalls erforderlichen Gebäudedämmung, insbesondere an der Heiztechnik anzusetzen.

Effizienzlabel für Altanlagen zeigt Spar-Potenzial
In Deutschland sind etliche Heizsysteme im Bestand technisch überholt. Moderne Öl- und Gas-Brennwertkessel sind um ein Vielfaches effizienter als Heizkessel, die zwanzig oder mehr Jahre auf dem Buckel haben. Zudem lassen sich moderne Geräte mit regenerativen Wärmeerzeugern zu Systemen verbinden, die den Energieverbrauch deutlich senken und die Umwelt entlasten.
Für den Fall, dass im Beratungsgespräch noch Überzeugungsarbeit zu leisten ist, haben Planer und Fachhandwerker mit dem Effizienzlabel für Altanlagen ein gutes Argument: Seit 2016 werden auch bereits installierte Heizkessel mit diesem Label energetisch eingestuft, seit Januar 2017 müssen die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger die Aufkleber auf Kesseln anbringen, die älter als 15 Jahre sind. Durch diese Altanlagen-Effizienzkennzeichnung (meistens D oder schlechter) wird deutlich, welches Einsparpotenzial in der Kesselmodernisierung durch einen Brennwertkessel mit Energieeffizienzklasse A liegt. Das Altanlagen-Berechnungstool des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (unter www.bmwi.de) liefert Informationen zu Energie-Effizienzklasse und Energie-Effizienzwert des Altkessels, beispielsweise die Effizienzklasse D und den Energie-Effizienzwert 65 %.
Im Vergleich zu einem neuen Brennwertkessel, der eine Energie-Effizienz von mehr als 93 % aufweist und die Energie aus den kondensierten Verbrennungsabgasen nutzt, ergibt sich damit eine mögliche Effizienzverbesserung von 28 %-Punkten. Das bedeutet zum Beispiel bei 20 000 kWh/a Netto-Heizenergiebedarf im Einfamilienhausbereich eine Einsparung von bis zu 925 Kubikmeter Erdgas pro Jahr oder 925 Liter Heizöl pro Jahr. Und nicht zu vergessen: Laut der EnEV (Energieeinsparverordnung) müssen Öl- und Gaskessel, die älter als 30 Jahre sind und nicht auf Brennwerttechnik oder Niedertemperaturtechnik basieren, getauscht werden – diverse Ausnahmen bestätigen freilich die Regel, weshalb jeder Einzelfall zu prüfen ist.

Systemlösungen sind modular erweiterbar
Im unsanierten Gebäudebestand sind die klassischen Energieträger wie Gas oder Öl oft erforderlich, um Leistungsspitzen oder entsprechende Vorlauftemperaturen abzudecken. Ein Heizsystem zur Modernisierung kann somit etwa einen Gas- oder Öl-Brennwert-Wärmeerzeuger als Basis haben. Auch eine Wärmepumpe kann bei geeignetem Heizsystem als Hauptkomponente dienen und um weitere Komponenten zu einem multivalenten System ergänzt werden.
Auf welche Wärmequelle vorrangig gesetzt wird, hängt auch von den Gegebenheiten vor Ort ab, beispielsweise, ob bereits ein Öltank oder ein Gasanschluss vorhanden ist. In jedem Fall greifen Planer und Fachhandwerker idealerweise auf Systemlösungen zurück. Die Vorteile: Alle Komponenten sind für maximale Effizienz bereits optimal aufeinander abgestimmt. Diese Systeme lassen sich zudem auch nachträglich gut ergänzen – Öl- oder Gas-Brennwertkessel etwa um Systemlösungen zur Nutzung regenerativer Energien. Dann sind auch höhere Förderungen oder Zuschüsse für den Endkunden erreichbar. Nachfolgend werden drei Möglichkeiten für die Modernisierung skizziert – mit entsprechender Systemtechnik sind viele weitere effiziente Kombinationen umsetzbar.

Beispiel 1: Gas-Brennwertgerät + Trinkwasser-Wärmepumpe + Photovoltaik
Bietet sich Gas als Energieträger an, lässt sich ein veralteter Gaskessel im bestehenden Ein- oder Mehrfamilienhaus beispielsweise mit einem modernen Gas-Brennwertgerät für die Heiz- und Trinkwassererwärmung ersetzen. Eine sinnvolle Ergänzung kann hier eine Trinkwasser-Wärmepumpe sein. Die Aufgaben sind klar verteilt: Das Gas-Brennwertgerät sorgt für einen effizienten Heizbetrieb mit bedarfsgerechter Leistungsanpassung, die Trinkwasser-Wärmepumpe für die regenerative Trinkwassererwärmung. Erst, wenn die Leistung der Trinkwasser-Wärmepumpe für die Trinkwassererwärmung nicht mehr ausreicht, unterstützt das Gas-Brennwertgerät. Wird zusätzlich ein Photovoltaik-System ergänzt, steigt die Eigenstromnutzung, indem der Strom vorrangig für den Betrieb der Wärmepumpe verwendet wird. Ein solches System senkt die Energiekosten um bis zu 27 % im Vergleich zu einer Gas-Standard-Niedertemperatur-Heizkesselanlage, Baujahr 1985, mit Warmwasserspeicher (berechnet nach DIN 4701-10).

Beispiel 2: Öl-Brennwertkessel + Solarthermie
Soll im Bestand eine alte Ölheizung modernisiert werden und regenerative Energie zum Einsatz kommen, ist auch hier ein Generationswechsel sinnvoll – mehr als 80 % der installierten Ölheizungen nutzen keine Brennwerttechnik und sind damit technisch veraltet. Der alte Kessel wird deshalb ersetzt durch einen effizienten modulierenden Öl-Brennwertkessel. Eine kompakte Bauweise und ein geringes Gewicht erleichtern die Einbringung und die Installation.
Je nach Wärmebedarf kann entweder ein bereits vorhandener, separater Öllagerraum genutzt werden oder sogar lediglich ein kompaktes neues Öltanksystem. Eine sinnvolle Erweiterung wäre etwa eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung in der Übergangszeit und im Sommer, inklusive passendem Speicher. Ein solches System senkt die Energiekosten um bis zu 28 % im Vergleich zu einer Öl-Standard-Niedertemperatur-Heizkesselanlage, Baujahr 1985, mit Warmwasserspeicher (berechnet nach DIN 4701-10). Weitere Einsparungen sind möglich, wenn ein Solarsystem für Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung installiert wird.

Beispiel 3: Wärmepumpe + Photovoltaik
Mittlerweile sind die ersten Wärmepumpenanlagen in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. In dem Fall lohnt sich die Kombination einer neuen Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage. Mit dem selbst erzeugten Strom lässt sich ein Teil des Strombedarfes für die Wärmepumpe decken. Derzeit liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland bei rund 29,4 ct/kWh. Die Stromerzeugungskosten einer PV-Anlage für ein Einfamilienhaus können mit 10 bis 13 ct/kWh angesetzt werden – das heißt: Die Energiekosten lassen sich mit dem von der PV-Anlage erzeugten und selbst genutzten Strom zurzeit um bis zu 16 ct/kWh reduzieren.
Moderne Wärmepumpen sind auf maximale Effizienz und schnelle Installation ausgerichtet: So hat beispielsweise die Sole/Wasser-Wärmepumpe „Logatherm WSW196i-12T“ einen SCOP 1) von 5,5. Ein 190-l-Warmwasserspeicher ist bereits integriert. Von Vorteil für die Bestandsmodernisierung ist zudem die kompakte Bauweise. Die Leistungsgröße einer Wärmepumpe im Bestandsgebäude ist sorgfältig zu dimensionieren. Damit Planer und Fachhandwerker die passende Maschine für die gewünschten Anforderungen finden, gibt es Auslegungsprogramme und Apps. Auch die Hersteller von Wärmepumpen unterstützen bei der Dimensionierung.
Wünschen Endkunden noch mehr Unabhängigkeit vom Stromdienstleister, können Planer und Fachhandwerker über eine PV-Anlage hinaus einen Batteriespeicher als zusätzliche Komponente thematisieren. Ist ein Batteriespeicher integriert, erhöht sich der Eigenverbrauchsanteil, weil der selbst erzeugte Strom auch außerhalb der Sonneneinstrahlung zur Verfügung steht. Als Faustformel kann davon ausgegangen werden, dass sich der Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 50 % erhöhen lässt. Ausschlaggebend für den exakten Anteil sind außer der PV-Anlagenleistung und der Batteriekapazität unter anderem auch Standort und Verbrauchsverhalten. Zusätzlich können bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe auch Fördermittel ausgeschöpft werden, z. B. über das Bafa-Marktanreizprogramm.

Vernetzen lohnt sich für beide Seiten
Nicht nur im Neubau, auch für den Bestand gilt: Wird ein neues Heizsystem installiert, sollten Planer und Fachhandwerker heute gleich die Vernetzungsmöglichkeiten berücksichtigen. Viele Endkunden schätzen es, ihre Heizung per App fernzusteuern. Moderne Wärmeerzeuger sind dafür bereits serienmäßig mit einer Internetschnittstelle ausgerüstet und lassen sich über den Router vernetzen. Auch Energieverbrauchswerte und die Vernetzung von Photovoltaik und Wärmepumpe können Endkunden im Blick behalten.
Für Fachhandwerker bringt die Online-Anbindung ebenfalls Vorteile, wenn der Wärmepumpenhersteller eine Portallösung anbietet. Denn dann kann der Fachhandwerker sich auf die Heizungsanlagen der Endkunden aufschalten und sie im Auge behalten. Mitunter werden bei einer Störung mögliche Ursachen angezeigt, sodass der Installateur benötigte Ersatzteile gleich zum Kundentermin mitbringen kann.

Fazit
Für die Heizungsmodernisierung im Altbau gibt es dank aufeinander abgestimmter Komponenten viele Möglichkeiten. Wer als Planer und Fachhandwerker auf Systemlösungen setzt, sichert sich maximale Flexibilität auch für nachträgliche Erweiterungen und legt die Basis für eine komfortable und schnelle Installation und ein effizientes Zusammenspiel der Komponenten.

Autor: Wolfgang Diebel, Sales Technical Support and Training, Buderus Deutschland

Bilder: Buderus

www.buderus.de

 

1) SCOP: Seasonal Coefficient of Performance – gibt die Jahresarbeitszahl bei verschiedenen Betriebszuständen wieder, gewichtet nach Klimazonen

 

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Tue, 13 Aug 2019 14:53:44 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_028_43f75a2928.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_028_0dd137748d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/028.jpg
news-28651 Regenwassernutzung in der Altbausanierung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/regenwassernutzung-in-der-altbausanierung/ Tipps und Hinweise zu Beratung, Planung, Dimensionierung und Bau  

Im Gebäudebestand bietet sich bei einer umfassenden Modernisierung der Einbau einer Regenwassernutzung an. Analog zu einem Neubau können Speicher, Druckerhöhungsanlage und Filter/Aufbereitung sowie ein separates Sammel- und Verteilnetz Kosten sparend installiert werden. Der Beitrag gibt Tipps dazu.

Eine Genehmigung zur Nutzung von Regenwasser ist in Deutschland nicht erforderlich. Allerdings besteht vor dem Bau einer Anlage eine Anzeigepflicht durch den Betreiber beim Wasserversorger und beim Gesundheitsamt. Das ist schnell zu erledigen, Vordrucke dafür sind Bestandteil der 18-seitigen Broschüre „Betriebsanleitung Regenwassernutzungsanlagen“, die für 3 Euro inklusive Porto beim Fachverband Betriebs- und Regenwassernutzung (www.fbr.de/publikationen) bestellt werden kann. Darin enthalten sind auch ein Übergabe- und Einweisungsprotokoll sowie Hinweise für Betrieb, Inspektion und Wartung.
Tipp: Im Zuge der Beratung diese Betriebsanleitung den Interessenten aushändigen, mit ihnen nach Auftragserteilung die beiden Formulare zur Mitteilung ausfüllen und abschicken. Nach der Installation Einweisung und Übergabe bescheinigen und ggf. Inspektion und Wartung als preiswerte Serviceleistung anbieten.

Garten bewässern, WC spülen oder Wäsche waschen?
Wir dürfen in Deutschland von Gesetzes wegen für alle drei Zwecke Regenwasser verwenden, wenn die Anlagen zur Regenwassernutzung normgerecht gebaut sind, d. h. die technischen Vorgaben der DIN 1989-1 [1], zukünftig der DIN EN 16 941-1 [2] eingehalten werden. Dazu gehören u. a. der freie Auslauf bei Nachspeisung aus dem Trinkwassernetz und die Kennzeichnung von Leitungen und Entnahmestellen. Kommt regelmäßig genug Regenertrag in den Speicher, weil vor Ort überdurchschnittlich viel Niederschlag fällt oder sehr große Dachflächen vorhanden sind, können maximal 50 % des Trinkwassers ersetzt werden.
Tipp: Übersteigt der Ertrag den Bedarf Monat für Monat deutlich, würde ein preiswerter kleiner Speicher genügen, denn er füllt sich schnell wieder. Allerdings muss dann mit häufigen und großen Überlaufmengen gerechnet werden. Und für Trockenperioden ist keine Reserve vorhanden. Deshalb immer Regenspeichergröße fachlich korrekt auslegen.

Regenspeichergröße berechnen
Vor dem Erstellen eines Angebotes sollte man mit der Bauherrschaft unterschiedliche Varianten der Nutzung durchspielen und diskutieren, bevor die Entscheidung für die Verwendung fällt. Warum nicht den Aufwand hierzu vorab in Rechnung stellen und bei Erteilen des Auftrags als Anzahlung gutschreiben? Die überschlägige Bemessung der Anlagengröße kann nach folgendem Beispiel erfolgen:

  • Jahresertrag in Liter: Jahresniederschlag des Ortes in mm (= l/m²) x Auffangfläche in m² (Grundriss mit Dachüberstand bzw. horizontale Projektion zwischen den Regenrinnen) x Minderungsfaktor 0,8 (= 20 % Abschlag für Benetzungsverluste und gelegentlichen Speicherüberlauf).
  • Jahresbedarf in Liter: Personenzahl x Tagesbedarf pro Person x 365 Tage (gelegentliche Abwesenheit gleicht gelegentliche Besucher aus). Tagesbedarf/Person: WC ganztägig zu Hause 24 l, Waschmaschine 10 l. Pro 100 m² Nutzgarten addiert man ganzjährig durchschnittlich als Tagesbedarf: 60 l x 365 Tage.


Das Speichervolumen wird mit 6 % vom kleineren der beiden Jahreswerte ermittelt. Das ergibt einen etwa drei Wochen reichenden Vorrat, wenn der Speicher voll war und es in dieser Zeit nicht regnet. Das ist vom Kosten-/Nutzenverhältnis her die sinnvollste Formel. Genaue Berechnungen bieten Speicher- und Anlagenhersteller kostenlos im Internet an, alternativ die unabhängige Fachvereinigung fbr unter regenwasser-experten.fbr.de.
Tipp: Den letzten Tropfen von Starkregenfällen zu sammeln gelingt nicht und ist ökonomisch nicht sinnvoll. Anzustreben ist, dass Ertrag und Bedarf etwa gleich groß sind. Dann ist der Nutzungsgrad optimal, d. h. wenig Regenwasser geht in den Überlauf und wenig Trinkwasser muss nachgespeist werden.

Nicht genug Regenertrag?
Wer kalkuliert stellt schnell fest, dass die Toilettenspülung im Wohnhaus viel mehr Trinkwasser spart als der Hausgarten, weil ganzjährig in Betrieb; so auch die Waschmaschine, bei der im Regenwasserbetrieb noch zusätzlich Waschmittel und damit Geld gespart wird. Denn das weiche Niederschlagswasser ermöglicht bei allen Vollwaschmitteln die Minimaldosierung, bei Baukastenwaschmitteln das Weglassen des Enthärters. Damit wird das Abwasser weniger mit Tensiden belastet, die Kläranlage muss weniger
reinigen.
Tipp: Bei nachträglicher Installation der Regenwassertechnik und sehr hartem Trinkwasser, falls nicht genug Niederschlagswasser für alle Verwendungszwecke zur Verfügung steht, der Waschmaschine den Vorzug geben. Neben Wasser wird dabei viel Waschmittel gespart. Außerdem ist der Anschluss an das separate Leitungsnetz meist einfacher und kürzer, als an die Spülkästen der Toiletten in mehreren Geschossen des Hauses.

Planung und Ausführung
Regenwassernutzungsanlagen sind „low-tech“, benötigen wenig Wartung im Betrieb, allerdings fundiertes Wissen bei Planung und Bau. Für eine gute Wasserqualität gelten u. a. folgende Voraussetzungen:

  • Als Sammelflächen nur Dachflächen nutzen. Doch Vorsicht bei Gründachabflüssen: Sie enthalten in der Regel Huminstoffe, die das Wasser färben, und sind daher für das Wäschewaschen nicht geeignet.
  • Filter zwischen Sammelfläche und Wasservorrat sind unbedingt nötig, um grobe Verunreinigungen vom Speicher fern zu halten. Je nach Fabrikat sitzen sie in der Fallleitung, in der Grundleitung oder im Speicher am Ende des Zulaufrohres.
  • Wartung: Filter müssen mehrmals jährlich manuell gereinigt werden. Die Säuberung der Zisterne genügt dann alle 10 Jahre. Einmal jährlich sollten Sammelflächen und Regenrinnen inspiziert werden.
  • Im Speicher Licht und Wärme vermeiden. Zulauf, falls dies nicht durch einen Filter innerhalb des Speichers geschieht, durch Formstücke beruhigen sowie Betriebswasser nahe der Wasseroberfläche mit schwimmender Entnahme ansaugen – beides, um das Aufwirbeln des Sediments zu vermeiden.


Was es sonst noch zu beachten gilt, zeigen die Informationen der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung (fbr) auf www.fbr.de/publikationen/fbr-top-reihe/. Wer sich vorab grundsätzlich über einzelne Komponenten orientieren möchte, dem sei die fbr-Marktübersicht [3] empfohlen. Sie bietet einen Überblick über fast 400 Produkte.

Literatur:
[1] DIN 1989-1:2002-04. Regenwassernutzungsanlagen, Teil 1: Planung, Ausführung, Betrieb und Wartung. Beuth Verlag. Berlin, April 2002
[2] DIN EN 16941-1:2018-06: Vor-Ort Anlagen für Nicht-Trinkwasser — Teil 1: Anlagen für die Verwendung von Regenwasser. Beuth Verlag, Berlin, 2018.
[3] fbr-Marktübersicht. Hrsg.: Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e. V. (fbr). Darmstadt, 2019.

Autor: Klaus W. König, Überlingen

 


 

Grauwassernutzung – Alternative und Ergänzung zur Regenwassernutzung
Wohngebäude, Sporthallen und Beherbergungsbetriebe sind ideale Objekte, da dort der Ertrag aus Körperreinigung dem Bedarf entspricht, der bei Raumreinigung und WC-Spülung entsteht – und der Umsatz meist innerhalb 24 Stunden erfolgt. Die optimale Speicher- und Anlagengröße lässt sich durch Computersimulation ermitteln. Für die Menge des genutzten Grauwassers wird sowohl Trinkwasser- als auch Abwassergebühr gespart. Zusätzliche Zähler sind nicht erforderlich. Zwei Systeme haben sich etabliert:

  • Wirbelbett- bzw. belüftete Festbettanlagen, Besonderheit: Als vorgefertigte Haustechnik-Module seit 20 Jahren am Markt, insbesondere für Projekte ab ca. 40 Nutzer geeignet.
  • Membrananlagen/Ultrafiltration, Besonderheit: Als vorgefertigte Haustechnik seit 15 Jahren am Markt, auch für kleine Projekte geeignet.

Regel der Technik ist das Hinweis- bzw. Merkblatt zweier Verbände, bis die in Vorbereitung befindliche DIN EN 16941-2 veröffentlicht ist.
Wärmerückgewinnung aus Grauwasser: Das am 1. März 2018 begonnene und vorerst auf 3 Jahre begrenzte staatliche Förderprogramm bezuschusst Duschrinnen, Duschtassen und Duschrohre, jeweils in Kombination mit einem Wärmeübertrager, sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung aus dem gesamten, im Gebäude anfallenden Grauwasser, das einer Wärmerückgewinnung unterzogen wird.

 


 

Nachgefragt
Zu drei Aspekten der Regenwassernutzung im Zusammenhang mit der Altbau-Renovierung holte unsere Redaktion die Meinung des bundesweit agierenden Experten Sven Hänichen ein. Er arbeitet im Kollektivbetrieb oikotec in Berlin. Die Gesellschaft bietet Dienstleis­tungen zu Niederschlagsbewirtschaftung, Sanitärsystemen, Energieeffizienz und nachhaltigen ökologischen Baustoffen an.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Sonderlösungen eines Speichers sind empfehlenswert, wenn bei nachträglichem Einbau einer Regenwassernutzungsanlage, z. B. bei Reihenhäusern, wenig Platz vorhanden ist?
Sven Hänichen: Es gibt spezielle Speichertypen für kleine Vorgärten. Alternativ können mehrere schmale Kunststofftanks, die sich durch Türen transportieren lassen, zu einer Tankbatterie im Keller verbunden werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Umnutzung nicht mehr benötigter Öltanks, die ebenso wie ehemalige Abwassersammelgruben gereinigt und für Regenwasser genutzt werden können.

IKZ-HAUSTECHNIK: Müssen Wasserzähler für Abwassergebühr aus genutztem Regenwasser bei der Kommune beantragt werden?
Sven Hänichen: Von Kommune zu Kommune sind die Bestimmungen unterschiedlich. Entscheidend ist die jeweils gültige Abwassersatzung. Werden pauschale Mengen z. B. aus der DIN 1989-1 pro Person und Jahr für WC und Waschmaschine angesetzt, benötigt man keine zusätzlichen Zähler. Gibt es keine klare Forderung zum Einbau geeichter Zähler, sollte der Ausführungsbetrieb an zwei Stellen vorsorglich eine Zählerbrücke anbringen: In der Regen-/Betriebswasserleitung zu den Verbrauchsstellen im Haus nach Abzweig der Gartenleitung und in der Stichleitung der Trinkwassernachspeisung. Die Abrechnung ist dann eine Differenzrechnung, denn nachgespeistes Trinkwasser ist schon über den Hauptzähler mit Abwassergebühr belastet und wird deshalb vom gemessenen Betriebswasser abgezogen. Und das Wasser für den Garten interessiert hierbei nicht, da es nicht in den Abwasserkanal gelangt.

IKZ-HAUSTECHNIK: Konsequent angewandte Regenwassernutzung reduziert die Abwassermenge beträchtlich. Kann es dadurch bei der Gebäudeentwässerung zu Problemen kommen, z. B. durch Ablagerung von Feststoffen im Abwasserrohr?
Sven Hänichen: Probleme bei der Abwasserleitung gibt es bei fachgerechter Verlegung der Leitungen in kleinen Objekten nicht, weil hier in der Regel mit den Rohrdimensionen von KG110 oder KG160 gearbeitet wird. Den „Spülstoß“ des direkt abfließenden Niederschlags benötigten nur manche kommunalen Mischkanäle alter Bauart. Inzwischen sind diese meist durch sogenannte „Inlinerprofile“ saniert und ohne Regenwasseranteil funktionstüchtig. Und neue Abschnitte werden ohnehin als Trennkanalisation ausgeführt, dann taucht das Problem nicht auf.

 

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 14:14:32 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_32_1_f95db6a0cc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_32_1_b44e08ee1c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/32_1.jpg
news-28650 Mobile Wärmepower https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/mobile-waermepower/ Ob strombetrieben, mit Gas, Öl oder Pellets: Mobile Heizgeräte sind effizient und unkompliziert in der Anwendung  

Mobile Heiz-/Energiezentralen dienen als Zusatzheizung oder zur Überbrückung von Ausfallzeiten fest installierter Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlagen. Aber auch auf Baustellen finden sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Hier bringen mobile Heizanlagen nicht nur Rohbauten auf Temperatur, sie beschleunigen auch Aufheiz- bzw. Trocknungsprozesse, bereiten Räume auf Sanierungsarbeiten vor oder ermöglichen den ganzjährigen Baubetrieb.

 

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Tue, 13 Aug 2019 14:02:05 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_036_d07c823b07.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_036_35f709080d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/036.jpg
news-28649 Effektiv kommunizieren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/effektiv-kommunizieren/ Digitale Gespräche per Telefon, Mail und in sozialen Netzwerken  

SHK-Betriebe nutzen heute viele digitale Möglichkeiten zur Kommunikation mit ­Kunden und Geschäftspartnern: vom Festnetz und Smartphone über Messenger, Mails oder ­Videotelefonie bis hin zum Austausch in sozialen Netzwerken. Doch welcher Kanal ­eignet sich für welchen Anlass? Und wie kann die eigene Kommunikation zum Aushängeschild des eigenen Betriebs werden?

Die geschäftliche Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern ist heute komplett durchdigitalisiert: Selbst Festnetz- und Smartphone-Telefonate laufen technisch übers Internet, hinzu kommen viele weitere Kanäle wie Messenger, Facebook, E-Mails oder Videotelefonie. Damit die Kommunikation auf mehreren Kanälen nicht zu viele zeitliche und personelle Ressourcen frisst, sollten sich SHK-Handwerker eine klare Kommunikationsstrategie überlegen. Außerdem ist gute Kommunikation auch immer ein wichtiger Aspekt der eigenen Image-Arbeit.
Zum Austausch besonders wichtiger Inhalte auf digitalen Kanälen empfiehlt sich grundsätzlich die persönliche Kommunikation per Festnetz, Smartphone oder ­Videotelefonie. Denn eine Studie der Wes­tern University in Ontario hat erstmals im April 2017 nachgewiesen, dass persönliche Kommunikation bis zu 34-mal effektiver wirkt als eine E-Mail. Glaubwürdigkeit und Vertrauen lassen sich demnach in persönlichen Gesprächen besser aufbauen als in geschriebenen Texten. Ein weiterer Vorteil: Gespräche sind sehr viel schneller, direkter und ermöglichen auch Nachfragen. Noch persönlicher sind nur Videotelefonate per Smartphone oder Skype, weil man den Gesprächspartner auch sieht. Schriftliche Texte müssen hingegen meist länger ausformuliert werden, lassen Raum für Missverständnisse und die Antwort des Empfängers trifft immer mit Zeitverzögerung ein.

E-Mails für den Versand von Dokumenten
Trotzdem macht die Kommunikation mit Kunden oder Geschäftspartnern per E-Mail Sinn – z. B. wenn der Empfänger schwer erreichbar ist oder Zeit benötigt, um über eine Antwort nachzudenken. Auch zum Versand von Dokumenten, Angeboten oder Rechnungen eignen sich E-Mails mit kurzem Begleitschreiben.
Wenn sich die Gesprächspartner bereits längere Zeit kennen, spricht ebenfalls nichts gegen die Kommunikation über schriftliche Nachrichten. Denn in diesem Fall sind Glaubwürdigkeit und Vertrauen bereits etabliert.
Wer selbst eine Mail erhält, sollte spätestens nach zwei bis drei Tagen antworten. Bei Bedarf auch nur mit einer kurzen Zwischenstandsmeldung oder der Bitte um etwas Geduld. So wissen alle Beteiligten, dass die Anfrage angekommen ist und bearbeitet wird.

Soziale Medien: Vorteile und Risiken
Soziale Medien wie Facebook, Xing oder Twitter bieten Handwerksbetrieben nicht nur Möglichkeiten zur Kommunikation, sondern auch kostenlose Marketing-Möglichkeiten. So lassen sich diese Dienste ideal nutzen, um über neue Produkte, Dienstleistungen, Aktionen oder aktuelle Angebote zu informieren. Da sich Interessenten meist direkt mit dem Profil des eigenen Betriebs verbinden, sind die Streuverluste gering. In diesen Vernetzungs- und Empfehlungseffekten liegt ein großer Marketing-Vorteil: So lassen sich soziale Medien für einen direkte Dialog mit Stamm- und Neukunden nutzen, die den eigenen Betrieb auf anderen Wegen nicht gefunden hätten.
Soziale Medien bedeuten aber auch immer einen zeitlichen Aufwand für Aktualisierungen und die Beantwortung von Fragen und Kommentaren. Als Faustregel gilt: Bis zu acht Stunden pro Woche müssen für die digitale Beziehungspflege eingeplant werden, wenn diese spürbare Erfolge zeigen soll. Auch hier werden zeitnahe Antworten erwartet, denn das Internet ist ein schnelles Medium.
Außerdem birgt die öffentliche Kommunikation gewisse Risiken: Wenn Kunden in sozialen Netzwerken Reklamationen vorbringen oder sich negativ über den eigenen Betrieb äußern, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dann ist ein gezieltes Krisen-Management gefragt: Gerechtfertigte Beschwerden sollten nicht nur schnell und professionell abgewickelt werden, sondern auch eine zusätzliche Wiedergutmachung beinhalten. Denn zufriedene Kunden sind überall die besten Botschafter – auch im Internet.

Auf korrekte Formulierungen achten
Gerade bei der schriftlichen Kommunikation in E-Mails oder sozialen Netzwerken sollten Betriebe große Sorgfalt walten lassen: Wenn Texte Rechtschreibfehler enthalten, ziehen Kunden unbewusst Rückschlüsse auf die Arbeitsqualität des Betriebs. Für korrekte Formulierungen kann die Seite www.duden.de ebenso hilfreich sein wie Mitarbeiter, die das Schriftstück noch einmal kurz durchlesen – denn vier Augen sehen mehr Fehler als zwei.
Bei der digitalen Kommunikation mit eigenen Mitarbeitern bietet sich eine ­Mischung aus mehreren Kanälen an: Neben Absprachen per Smartphone und Telefon lassen sich über Messenger-Apps wie ginlo (ehemals SIMSme) oder Threema in Sekundenschnelle Informationen und Fotos austauschen. Hier lassen sich auch Mitarbeitergruppen definieren, die untereinander schnell Fragen klären können.

Autor: Thomas Busch, Fachjournalist


Checkliste: Besser digital ­kommunizieren

Ziele
Formulieren Sie klare Ziele, die Sie mit Ihrer Kommunikation bei Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern erreichen wollen. Jeder Kommunikationsvorgang ist auch Imagearbeit und wirkt sich darauf aus, wie Ihr Betrieb wahrgenommen wird.

Zielgruppen
Legen Sie Zielgruppen und grundlegende Kommunikationsstrategien fest. Junge Menschen wollen anders angesprochen werden als ältere Semester, Mitarbeiter anders als Kunden oder Geschäftspartner.

Kommunikationskanäle
Welche Kanäle sind für Ihren Betrieb am besten geeignet? Wie realistisch ist es, im hektischen Arbeitsalltag auf mehreren Kanälen gleichzeitig erreichbar zu sein? Und wie lassen sich zeitnahe Antworten realisieren?

Vorkenntnisse
Falls Sie erstmals in sozialen Netzwerken aktiv werden, sollten Sie sich Vorwissen aneignen – z. B. über Fachzeitschriften, Bücher oder im Internet. Auch Erfahrungen von Auszubildenden oder befreundeten anderen Betrieben können hilfreich sein.

Synergien
Nutzt Ihr Betrieb bereits einzelne soziale Medien wie Weblogs, Twitter oder YouTube? Dann sollten Sie diese Kanäle sinnvoll verknüpfen, um Synergie-Effekte zu schaffen – z. B. durch Verlinkungen oder Cross-Medien-Aktionen.

Aufgaben verteilen
Legen Sie Verantwortungsbereiche und Aufgaben fest. Wer reagiert auf telefonische Anfragen? Wer übernimmt Fragen und Kommentare, die per Mail oder über soziale Netzwerke hereinkommen? Wer erstellt Texte und Fotos für Social-Media-Kanäle?

 


 

Wichtige Fachbegriffe kurz erklärt

E-Mail
Abkürzung für „Electronic-Mail“ (elektronische Post), bezeichnet den Austausch digitaler Nachrichten über das Internet oder ein Netzwerk.

E-Mail-Client
Eine Software, die E-Mail-Konten verwaltet und so das Abrufen und Versenden von E-Mails ermöglicht. Bekannte Programme sind Microsoft Outlook, Thunderbird oder The Bat.

Messenger
Internet-Dienste bzw. Programme, die es ermöglichen, Freunde und Geschäftspartner direkt und in Echtzeit zu kontaktieren. Die Unterhaltung erfolgt entweder per Tastatur oder Sprache. Bekannte Programme sind ­Threema, Facebook Messenger oder ICQ.

Videotelefonie
Gespräche mit Ton- und Bildübertragung über eine Breitbandverbindung. Bei Smartphones und Tablets wird eine Datenverbindung mit UMTS- oder höheren Geschwindigkeiten benötigt.

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 13:54:29 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_044_1_b75ff4e0a6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_044_1_c89002769c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_15_16/044_1.jpg
news-28648 Brandausbreitung in Gebäuden verhindern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/brandausbreitung-in-gebaeuden-verhindern/  

Vor gut zwei Jahren zerstörte ein verheerender Brand den Greenfell Tower in London. Mehr als 70 Personen kamen ums Leben. Grund war eine brennbare Fassadendämmung – und gravierende Mängel im vorbeugenden Brandschutz. Sensibilisiert von diesem Ereignis wurden wenige Monate später in Dortmund und Wuppertal zwei Hochhäuser vorsichtshalber evakuiert. Innerhalb kürzester Zeit mussten über 800 Personen ihre Wohnungen räumen. Grund war in beiden Fällen ein augenscheinlich unzureichender vorbeugender Brandschutz.
Mängel im Brandschutz sind vielfach darauf zurückzuführen, dass die ein Gebäude unterteilenden Brandabschnitte nicht sauber verschlossen sind. Es sind u.a. Versorgungs- und Entsorgungsleitungen, die diese Brandabschnitte durchqueren: seien es Heizung, Trinkwasser, Abwasser, Elektro oder Be-/Entlüftung.
Dieses komplexe und breite Thema, der vorbeugende Brandschutz, behandeln wir ab dieser Ausgabe mit einer dreiteiligen Brandschutzserie. Der Teil 1 (Vorbeugen ist besser als löschen) gibt einen Überblick und erläutert die gesetzlichen Grundlagen. Die Teile 2 und 3 in späteren Ausgaben beschäftigen sich mit der Absicherung von Rohrleitungen und Kabeltrassen sowie mit vorbeugenden baulichen Brandschutzmaßnahmen in Lüftungsanlagen.
Drei Beiträge, die dazu beitragen, Gebäude brandschutzsicher herzustellen.

Detlev Knecht
stv. Chefredakteur
d.knecht@strobelmediagroup.de

 

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Tue, 13 Aug 2019 12:20:37 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_003_Knecht_Edi_08e013ea63.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_003_Knecht_Edi_b455a8932c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/003_Knecht_Edi.jpg
news-28647 Klarstellung bei Legionellen-Untersuchungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/klarstellung-bei-legionellen-untersuchungen/ Das Umweltbundesamt definiert in einer offiziellen Empfehlung, was unter einer „systemischen Legionellen-Untersuchungen“ gemäß TrinkwV zu verstehen ist  

Die Untersuchung von Trinkwasser auf Legionellen gehört heute zu den Standarduntersuchungen in vielen Trinkwasser-Installationen. Dennoch ergeben sich in der Praxis hierzu häufig Fragen. Klar definiert ist der rechtliche Rahmen, der von der Trinkwasserverordnung vom 3. 1. 2018 und einer zugehörigen Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 18. 12. 2018 nach Anhörung der Trinkwasserkommission vorgegeben ist. Um in wichtigen Punkten eine weitere Vertiefung und mehr Klarheit zu bringen, sind nachfolgend ausgewählte Aspekte und Empfehlungen für den Planer und Fachhandwerker zusammengefasst.

Neue UBA-Empfehlung
Eine neue Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Thema „Legionellen-Untersuchungen gemäß Trinkwasserverordnung“ [1] war notwendig geworden, da die bisherige aus dem Jahr 2012 nicht mehr aktuell war. Die Empfehlung heißt etwas sperrig „Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung – Probenahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“. Sie kann kostenlos beim Umweltbundesamt heruntergeladen werden (www.umweltbundesamt.de). Zielgruppen dieser Empfehlung sind Probenehmer, Gebäudebetreiber, Untersuchungsstellen und Gesundheitsämter. Dennoch enthält sie einige wichtige Aspekte für Fachplaner und Fachhandwerker.

Systemisch ist orientierend
Die neue UBA-Empfehlung bezieht sich ausschließlich auf die Trinkwasserverordnung. Der neue Paragraf 14 b der TrinkwV (Trinkwasserverordnung) „Untersuchungspflichten in Bezug auf Legionella spec.“ führt Folgendes aus: „Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage [...] haben das Trinkwasser [...] auf den Parameter Legionella spec. durch systemische Untersuchungen [...] zu untersuchen oder untersuchen zu lassen“. Bei Kennern des DVGW-Arbeitsblattes W 551 [2] führt die Bezeichnung „systemisch“ manchmal zu Irritationen, was damit gemeint sein könnte.
Dies klärt die vorherige und erneut auch die neue aktuelle UBA-Empfehlung. „Systemisch“ im Sinne der TrinkwV bedeutet Folgendes: „Die systemische Untersuchung gemäß § 14 b TrinkwV entspricht einer orientierenden Untersuchung, wie sie im DVGW-Arbeitsblatt W 551 beschrieben ist.“ Demnach geht es bei den „systemischen“ Untersuchungen gemäß TrinkwV nicht darum, ob an jeder lokalen Entnahmestelle die Anzahl von Legionellen unter dem technischen Maßnahmenwert liegt, sondern ob die Trinkwasser-Installation als „System“ in den zentralen Teilen „wie der Trinkwassererwärmung, Verteilern, Steigsträngen oder Zirkulationsleitungen“ einwandfreies Trinkwasser liefert.

Warum „systemische“ Untersuchungen?
Es soll also herausgefunden werden, ob zentrale Teile der Installation kontaminiert sind. Die Begründung hierfür ist, dass diese einen Einfluss auf eine größere Anzahl von Entnahmestellen in einem Gebäude haben. Es soll also gezeigt werden, dass eine Trinkwasser-Installation bei einem „bestimmungsgemäßen Betrieb“ über alle Entnahmestellen gemäß VDI/DVGW 6023 [3] einwandfreies Trinkwasser in der hohen Güte des Wasserversorgers liefern kann.
Nicht im Geltungsbereich der systemischen Untersuchung gemäß TrinkwV sind einzelne Entnahmestellen, die zum Beispiel durch eine zu geringe Nutzung kontaminiert sind. Denn diese haben nur einen begrenzten Einfluss auf benachbarte Entnahmestellen oder Teile der Trinkwasser-Installation. Sie sollen nur im Rahmen einer weitergehenden Untersuchung gemäß DVGW W 551 erfasst werden.

Pflicht zur Erstuntersuchung auf Legionellen
Grundsätzlich, aber noch ohne den Parameter „Legionellen“, forderte bereits die VDI/DVGW 6023 vom April 2013 den Nachweis einer einwandfreien Trinkwasserbeschaffenheit. Sie soll an repräsentativen, endständigen Stellen einer Trinkwasser-Installation unmittelbar nach deren Befüllung nachgewiesen werden. Als Parameter werden benannt: Koloniezahlen bei 22 °C und 36 °C, Escherichia coli, coliforme Bakterien, Clostridium perfringens sowie in Gebäuden mit medizinischen Einrichtungen auch Pseudomonas aeruginosa. Es wird nachfolgend ausgeführt, warum eine Erweiterung dieses Untersuchungsumfanges auf Legionellen sinnvoll ist.
Zunächst aber zurück zur TrinkwV vom 3. 1. 2018: Sie fordert in § 14 b die Erst­untersuchung auf Legionellen in Gebäuden, in denen Trinkwasser im Rahmen einer „öffentlichen oder gewerblichen“ Tätigkeit abgegeben wird und in denen eine Großanlage gemäß DVGW W 551 vorhanden ist und Wasser vernebelt wird. Es müssen also immer alle drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein. Dann ist in diesen Anlagen eine Erstuntersuchung auf Legionellen frühestens drei Monate und spätestens zwölf Monate nach der Inbetriebnahme notwendig.
Vor diesem Hintergrund ist dem Fachhandwerker zu empfehlen, schon bei der Übergabe der Installation oder nach einer Anlagendesinfektion neben anderen mikrobiologischen Parametern in Anlehnung an die VDI/DVGW 6023 und das DVGW-Arbeitsblatt W 556 [4] immer auch den Parameter „Legionellen“ untersuchen zu lassen, selbst wenn anzunehmen ist, dass die Befunde unauffällig sein werden. Das ist in den meisten Fällen der Fall, aber eben nicht immer.
Nur durch diese Vorgehensweise lässt sich auch nach der oben genannten Pflichtuntersuchung gemäß § 14 b TrinkwV noch klären, ob die  Legionellenkontamination durch einen unzureichenden Wasserwechsel schon vor der Übergabe entstanden ist, oder erst danach. Im ersten Fall wäre der Fachhandwerker dafür verantwortlich und haftbar, im zweiten der Gebäudebetreiber.

Probenahmeventile sind sinnvoll
Die TrinkwV fordert in § 14 b (3): „Der Unternehmer und der sonstige Inhaber der Wasserversorgungsanlage haben sicherzustellen, dass an der Wasserversorgungsanlage nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geeignete Probenahmestellen vorhanden sind.“ Die Probenahmestellen in einer Trinkwasser-Installation für orientierende und weiterführende Legionellen-Untersuchungen beschreibt seit 25 Jahren das DVGW-Arbeitsblatt W 551. Im Abschnitt 9.1 „Orientierende Untersuchungen“ finden sich wichtige Hinweise zur systemischen Untersuchungen gemäß TrinkwV.
Ein weiteres wichtiges Regelwerk zur Probenahme ist die im § 14 b geforderte DIN EN ISO 19458 [5]. Bei einer Untersuchung auf Legionellen muss die Probenahme gemäß Zweck b) dieser Norm erfolgen. Dies bedeutet, dass der Einfluss der Entnahmearmatur auf das Untersuchungsergebnis so gering wie möglich sein soll. Daher sind z. B. Strahlregler, Duschschläuche und Duschköpfe zu entfernen. Erfolgt dies nicht, liegt „keine normkonforme Probenahme“ vor und die Untersuchung entspricht „damit nicht den Anforderungen für eine systemische Untersuchung nach TrinkwV“ (UBA-Empfehlung Legionellen-Untersuchung). Doch nicht jeder Probenehmer hat jeden Schlüssel für alle Typen von Strahlreglern zur Verfügung oder kann Duschköpfe und -schläuche entfernen. Daher ist allein schon aus Kostengründen und im Sinne belastbarerer Untersuchungsergebnisse die Einmal-Inves­tition in Probenahmeventile sinnvoll.
Ein weiterer Grund liegt in der Technik von Armaturen. Die UBA-Empfehlung fordert: „Die Beprobung von Mischwasser ist zu vermeiden“ und benennt „Einhebel-Mischbatterien“, bei denen „dies nicht immer zu gewährleisten“ ist. Dieser Armaturentyp ist sicherlich exemplarisch gemeint, denn die Aussage gilt gerade auch für Armaturen mit Mischwellen und für Thermostate. Bei Letzteren wird bestimmungsgemäß immer Kaltwasser zugemischt, um die Temperatur auf die in DIN EN 806-2 Kapitel 9.3.2 [6] geforderten Temperaturen für „Krankenhäuser, Schulen, Seniorenheime“ aber auch „Kindergärten und Pflegeheime“ zu begrenzen.
Vor diesem Hintergrund sind spezielle Probenahmeventile der Garant für eine fachgerechte Beprobung und für aussagekräftige Befunde. Die TrinkwV führt in § 14 b (3) generell zum Thema „Probenahmestellen“ aus: „Der Unternehmer und der sonstige Inhaber der Wasserversorgungsanlage haben sicherzustellen, dass an der Wasserversorgungsanlage nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geeignete Probenahmestellen vorhanden sind.“

Fazit
Die Trinkwasserverordnung fordert systemische Untersuchungen auf Legionellen, die der orientierenden Untersuchung gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 551 entsprechen. Diese Untersuchungen müssen bei allen Großanlagen mit Wasservernebelung (zum Beispiel Duschen) im öffentlichen und gewerblichen Bereich nach jedem Umbau und jeder Neuerrichtung einer Trinkwasser-Installation im Zeitraum von drei Monaten bis zwölf Monaten nach der Inbetriebnahme erfolgen. Um sich abzusichern, sollten Fachhandwerker schon vor der Übergabe eine Legionellenuntersuchung durchführen lassen. Die dazugehörigen Probenahmen müssen ohne Strahlregler, Duschköpfe und -schläuche erfolgen. Die Beprobung von Mischwasser ist auszuschließen. Am sichersten ist daher in den meisten Fällen die Probenahme über spezielle Probenahmeventile, etwa unmittelbar am Eckregulierventil.

Literatur:
[1]    Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung – Probennahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses (Empfehlung des Umweltbundesamtes); Umweltbundesamt
[2]    DVGW W 551: Trinkwassererwärmungs-
und Trinkwasserleitungsanlagen:
Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellen­wachstums – Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasser-Installationen
[3]    VDI/DVGW 60223: Hygiene in Trinkwasser-Installationen – Anforderungen an
Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung
[4]    DVGW W 556: Hygienisch-mikrobielle Auffälligkeiten in Trinkwasser-Installationen – Methodik und Maßnahmen zu deren Behebung
[5]    DIN EN ISO 19458: Wasserbeschaffenheit – Probenahme für mikrobiologische
Untersuchungen
[6]    DIN EN 806-2: Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen – Teil 2: Planung

Autor: Dr. Peter Arens, Hygienespezialist und Leiter Produktmanagement bei Schell

www.schell.eu

 

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Tue, 13 Aug 2019 12:07:14 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_008_03dd425480.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_008_a34534abc6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/008.jpg
news-28646 Flachdächer normgerecht entwässern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/flachdaecher-normgerecht-entwaessern/ Dachabläufe in Umkehrdächern müssen das Regenwasser von drei Ebenen aufnehmen können, informiert die GET  

Eine Dachentwässerung muss dem Aufbau des Daches angepasst sein. Bei Umkehrdächern müssen die Dachabläufe das Regenwasser von drei Ebenen aufnehmen können. Die Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik (GET) gibt Tipps zur Wasserableitung bei Umkehrdächern.

Flachdächer haben normalerweise ein Warmdach, eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion. Als feuchtigkeitsunempfindliche und formstabile Dämmstoffe entwickelt wurden, war eine neue Konstruktion möglich: Das Umkehrdach – ein Warmdach mit umgekehrter Anordnung der Schichten. Die Dachabdichtung liegt hier direkt auf der Betondecke, die Wärmedämmung ist darüber. So schützt die Wärmedämmung die Dachabdichtung vor Beschädigung, vor Witterungseinflüssen, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung. Die sonst übliche Dampfbremse und Dampfdruckausgleichsschicht sind beim Umkehrdach nicht erforderlich.
Auf der Wärmedämmung von Umkehrdächern sind verschiedene Auflas­ten möglich: Bekiesung, Begrünung oder Platten- bzw. Asphaltbelag. Ist die Wärmedämmung druckfest, kann die oberste Schicht als begehbares Terrassendeck angelegt werden oder sogar als Parkdeck befahrbar sein.

Angepasste Dachentwässerung notwendig
Insbesondere bei Umkehrdächern gilt: Die Dachentwässerung muss dem Dachaufbau angepasst sein. Zur vollständigen Entwässerung von Umkehrdächern muss das anfallende Regenwasser aus drei Ebenen abgeführt werden (Bild 1). Die erste Entwässerungsebene liegt auf der Dachabdichtung direkt auf der Gebäudedecke. Von hier wird die geringste Wassermenge abgeführt, da hier nur das Regenwasser anfällt, das zwischen den Wärmedämmfugen durchsickert. Die zweite Entwässerungsebene bildet ein wasserableitendes Dachvlies oder eine diffusionsoffene Trennlage auf der Wärmedämmung. Hierüber wird ein großer Teil des anfallenden Regenwassers abgeleitet. Die dritte Entwässerungsebene bildet die obere Auf­lastschicht wie Begrünung, Bekiesung oder Plattenbelag bzw. Asphalt. Bei Auflasten mit geringem Wasserrückhaltevermögen wie z. B. bei Asphaltbelägen wird über die dritte Entwässerungsebene das meiste Regenwasser abgeführt.
Die Regenwasserableitung kann über Freispiegelsysteme oder über planmäßig gefüllt betriebene Regenwasserleitungen mit Druckströmung erfolgen. Für Flachdächer und somit auch für Umkehrdächer dürfen nach DIN 1986-100 zur Entwässerung nur Dachabläufe verwendet werden, die den Anforderungen der DIN EN 1253-2 entsprechen oder für die ein baurechtlicher Verwendungsnachweis vorliegt. Wichtig: Dachabläufe in Umkehrdächern müssen das Regenwasser von den genannten drei Ebenen aufnehmen können. Bild 2 zeigt Beispiele für Umkehrdachabläufe, links mit Anschluss an die durch das Gebäude geführte Regenwasserleitung und rechts mit Anschluss durch die Attika an die außen am Gebäude geführten Regenfallleitungen.

Notenwässerung vorsehen
Nach DIN 1986-100 muss für Starkregenereignisse in jedem Entwässerungstiefpunkt auf dem Dach neben dem Ablauf eine Notentwässerung vorgesehen werden. Dabei muss die Einlaufkante der Notabläufe höher platziert sein als die oberste zulässige Entwässerungsebene der Hauptabläufe (Bild 3). Die Anordnung der Notentwässerung hängt von der jeweiligen Dachkonstruktion und dem Dachaufbau ab.
Umkehrdachabläufe, die das Gütezeichen RAL-GZ 694 tragen, können Umkehrdächer sicher und vorschriftsmäßig entwässern. Abläufe mit RAL-GZ 694 haben zudem deutlich höhere Abflusswerte als es die Normen fordern.

Text und Bilder: Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik (GET)

www.get-guete.de

 

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Tue, 13 Aug 2019 11:55:33 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_11_1_978ff5cfe2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_11_1_1cd7a4c353.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/11_1.jpg
news-28645 Brennertausch in 14 Tagen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/brennertausch-in-14-tagen/ In der TU Dortmund wurden vier Gasbrenner an zwei Großkesseln erneuert. Angesichts der großen Kesselleis­tungen von jeweils 13 MW pro Kessel ein anspruchsvolles Projekt, denn auch die Verbrennungsluftversorgung musste angepasst werden  

Vor 51 Jahren gegründet, zählt die Technische Universität Dortmund heute rund 34 500 Studierende und 6300 Mitarbeiter. Das Lehrangebot umfasst 80 Studiengänge in Natur-, Ingenieur-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. In den unterschiedlichen Disziplinen werden Interaktion, Kommunikation und Kooperation bewusst gefördert. Ziel ist, technologische Innovationen, Methoden- und Erkenntnisfortschritt aktiv zu fördern. Dieser Anspruch greift auch auf die technischen Anlagen der Universität. Sie werden sukzessive und im laufenden Lehrbetrieb modernisiert und so dem Stand der Technik angepasst. Jüngstes Beispiel ist der Brennertausch an zwei Wasserraumkesseln. Die IKZ hat sich die TGA-Technik der TU Dortmund und die Arbeiten vor Ort angeschaut.

„Der jährliche Energieverbrauch unserer Heizungs-, Kälte- und Lüftungsanlagen ist enorm“, erklärt Dipl.-Ing. Thomas Timpte, Abteilungsleiter Zentrale Anlagentechnik/Energieerzeugung an der TU Dortmund. „90 Mio. kWh Gas und 25 Mio. kWh Strom werden für die Versorgung der angeschlossenen insgesamt rund 100 Gebäude benötigt.“ Die Dimensionen der Wärme- und Kälteerzeugung sind entsprechend gewaltig: Drei Wasserraumkessel mit insgesamt 32 MW Leistung, zwei Absorptions- und drei NH3-Kompressionskältemaschinen mit insgesamt 5,2 MW installierter Kälteleistung sowie eine BHKW-Kaskade mit insgesamt 2 MW elektrischer und 3,6 MW thermischer Leistung.
„Rund 15 Mio. kWh Strom werden über die BHKWs erzeugt. Sie tragen damit im großen Maße zur Stromversorgung der TU Dortmund bei“, sagt Ingenieur Timpte. Als effizient gilt auch die Kälteerzeugung. Sie erfolgt in den Sommermonaten zu einem gro­ßen Teil in Absorptionskältemaschinen aus der Umwandlung von Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk.
Konventionell wird dagegen das Heizungswasser in den Wasserraumkesseln auf bis zu 130 °C erhitzt und über einen unterirdischen 4 km langen Versorgungskanal zu den einzelnen Gebäuden auf den Campusteilen transportiert. Auch das Kaltwasser, beispielsweise zur Kühlung der Rechenzentren und Hörsäle, gelangt unterirdisch zu den zahlreichen technischen Anlagen. Eine übergreifende Gebäudeautomation steuert, regelt und überwacht sämtliche Verbrauchs- und Leistungswerte und warnt bei unzulässigen Abweichungen. Das geschieht zentral in der rund um die Uhr besetzten technischen Leitwarte. Dort laufen auch die Störmeldungen aller rund 15 000 installierten Brandmelder zusammen.
Angesichts der gewaltigen Dimensionen der TGA kommt einem sparsamen Energiemanagement eine besondere Bedeutung zu. „Unsere Heizungs- und Lüftungsanlagen beispielsweise in den Hörsälen werden grundsätzlich witterungsgeführt und bedarfsgerecht über individuelle Zeitschaltkataloge gefahren“, sagt Timpte. „Bei Bedarf wie etwa einer spontanen Veranstaltung am Abend, genügt aber ein Anruf und die Anlage wird direkt von der Leitwarte aus manuell und nur für die Dauer der Veranstaltung auf Tagbetrieb umgestellt.“
Wärmerückgewinnung sei inzwischen technischer Standard bei den Lüftungsanlagen, und bei vielen Gebäuden werde die Beleuchtung in öffentlichen Bereichen in Abhängigkeit von der Außenlichtstärke oder über Bewegungsmelder gesteuert, nennt der Ingenieur weitere Beispiele des Energiemanagements.

Modernisierung im laufenden Betrieb
Anlass des Besuchs der IKZ-Redaktion war der Austausch der Gasgebläsebrenner an den Großwasserkesseln 2 + 3, der altersbedingt erfolgte. „Die beiden Kessel besitzen eine Leistung von je 13 MW und stammen aus dem Jahre 1992. Im Zuge der Modernisierung wurde die Luftversorgung sowie die Mess- und Regelungstechnik angepasst“, erklärt Jan Meyer, Projektleiter Heizung, Sanitär, Lüftung und Prokurist im Hause Fuhrmann + Keuthen. Das Ingenieurbüro mit 60 Beschäftigten und zwei Standorten in NRW (Kleve und Essen) verantwortet das anspruchsvolle Projekt in den Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß HOAI.
Zum Einsatz kommen modulierende Brenner vom Typ „Teminox G 70“ (Duoblock) aus dem Hause SAACKE. Sie kennzeichnen sich durch geringe Emissionen. „Ohne externe Abgasrückführung liegt das NOx Emissionsniveau bereits bei < 65 mg/m³. Die Gesetzvorgabe liegt bei < 100mg/m³“, sagt Christoph Fricke, Leiter der Niederlassung West bei SAACKE.
Modernisiert wurden auch die externen Verbrennungsluftgebläse (je 22.5 KW Motorleistung, Effizienzklasse IE3), die im Untergeschoss der Energiezentrale über separate Luftkanäle die Brenner versorgen. „Durch die Frequenz-geregelten Gebläse sowie Wärmetauscher zur Verbrennungsluft-Vorwärmung und O2-Regelung erzielt die Anlage höchste Effizienzkriterien in Bezug auf elektrischen Strombedarf als auch Brennstoffwirkungsgrad“, betont Fricke. Die verbaute Steuerung ermögliche die Bedienung und Visualisierung direkt am Brenner sowie in der Warte über Touch-Displays. Zudem seien sämtliche Funktionen über das Leitsys­tem steuerbar.
Die Umbau- und Installationsarbeiten erfolgten durch das Unternehmen Kuhr & Kuhr aus Meppen. 14 Tage dauerte der Umbau eines Kessels. Neben der Gas- und Brennluftversorgung mussten die Monteure auch die Regeltechnik samt zugehöriger Sensorik umfassend anpassen. Besonders sorgfältig wurde die Einregulierung der Anlage vorgenommen. „Rund eine Woche Zeit benötigen wir, um alle Lastzustände optimal einzuregeln“, sagt Geschäftsführer Dipl.-Ing. Jan Kuhr. Gut investierte Zeit, sind sich alle Projektbeteiligten einig. Die Wärmeerzeugung sei nach der Anpassung auf Höhe der Zeit. Ausruhen auf diesen Lorbeeren können sich die Techniker und Ingenieure rund um Abteilungsleiter Timpte aber nicht. Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: die Erneuerung der BHKW-Anlage. Nach 25 Betriebsjahren hat sie das Ende ihrer Laufzeit erreicht und soll modernen Aggregaten weichen.

Bilder: IKZ

www.kuhrundkuhr.de
www.tu-dortmund.de
www.saacke.com

 

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Tue, 13 Aug 2019 11:04:19 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_12_622cd13b4d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_12_cc51d28f60.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/12.jpg
news-28644 Blaupause für künftige Bauprojekte https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/blaupause-fuer-kuenftige-bauprojekte/ Kraft-Wärme-Kälte-Lösung in SMP-Neubau schafft optimale Arbeitsbedingungen für Mensch und Maschine. Hohe Energieeffizienz im Fokus  

Im neuen Vorseriencenter der SMP Automotive Exterior GmbH in Neustadt wurden moderne Office-Spaces sowie Produktionsbereiche unter einem Dach vereint. Damit für die Mitarbeiter in den Büroräumen optimale Arbeitsbedingungen herrschen und gleichzeitig die Produktionsanlagen die notwendige Klimatisierung erhalten, benötigte das Gebäude ein flexibles und adaptives Wärme-Kälte-Konzept.

„Bauvorhaben während der Wintermonate stellen aufgrund der Witterung keine leichte Aufgabe dar, insbesondere wenn diese nur eine begrenzte Zeit in Anspruch nehmen sollen“, berichtet Dipl.-Ing. Stephan Dobmayr, Director Operational
Development bei der SMP Automotive Exterior GmbH. „Für das geplante Vorseriencenter in Neustadt gab es eine einjährige Frist, wobei die Produktion bereits nach acht Monaten anlaufen sollte.“ Eine Herausforderung bei der Projekt­umsetzung war die Vorgabe, dass 50 % der Heizleistung aus Erneuerbaren Energien oder durch Abwärme gewonnen werden müssen. Hinzu kamen die verschiedenen Temperaturanforderungen der Nutzungsflächen. Das Abensberger Ingenieurbüro Gammel Engineering GmbH plante und realisierte die gesamte Versorgungstechnik des 10 000 m² großen Werkes.

Augenmerk auf Energieeffizienz
Die Kälteversorgung erfolgt über eine 450-kW-Kältemaschine. Sie erzeugt ein Temperaturniveau von 14 °C zur Kühlung der Büroräume. An den Spritzgießmaschinen wird ein Temperaturniveau von 25 °C benötigt, welches über einen Teilstrom des erwärmten Rücklaufwassers in Kaskade direkt an der Maschine bereitgestellt wird. „Wir haben darauf geachtet, bei der gesamten TGA so weit möglich Abwärme zu nutzen, sodass der Energieverbrauch möglichst niedrig ausfällt. Eine Abwärmenutzung der Kältemaschine im Winter kam nicht infrage, da es sich um eine Vorserienproduktion handelt. Diese weist eine wesentlich ungleichmäßigere Auslastung der Kältemaschine auf, als eine Serienproduktion. Unter anderem auch, da der Kältebedarf in den Büros im Winter komplett entfällt,“ erklärt Marcel Lorenz, Projektleiter bei Gammel Engineering.
Um ausreichend Energie für die Heizung der Büroräume zu erhalten, nutzt Gammel die Abwärme des erdgasbetriebenen BHKWs auf dem benachbarten Hauptwerkgelände. Dieses wurde bereits 2016 geplant und umgesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung mit einer Absorptionskältemaschine für das bestehende Werk. Über eine Erdleitung wird die Niedertemperatur-Abwärme des Gemischkühlers, die ansonsten keine Verwendung findet, in das Heizungsnetz eingespeist. Durch die Nutzung der Abwärme steigert sich auch die Energieeffizienz des bestehenden BHKWs nochmals. „Da die Abwärme aber nur 30 °C warm und das Niveau zum Heizen zu gering ist, wird sie mithilfe einer Wärmepumpe auf ein Außentemperatur geführtes Niveau von etwa 50 bis 60 °C gebracht. Es wurde eine maximale Vorlauftemperatur von 60 °C gewählt, um den Wirkungsgrad der Heizungsanlage zu maximieren.“, erläutert Lorenz. Ebenso wird auch die Abwärme des Druckluftkompressors aus dem Werk für die Heizung mitgenutzt. Die Energie der Wärmepumpe und des Druckluftkompressors werden über einen Speicher zwischengespeichert, um kleinere Lastspitzen abzufedern. Größere Spitzenlasten wiederum, die nur an wenigen Tagen im Jahr auftreten, können über einen separaten Gas-Brennwertkessel abgedeckt werden. Dadurch kann die Grundlast für die Gebäudeheizung komplett abgedeckt werden. „Durch diesen Kreislauf konnten wir die Auflage der EnEV, 50 % Energiebedarf aus Erneuerbaren oder Abwärme zu decken, problemlos erfüllen“, so Lorenz.

Bürobereich erlaubt individuelle Konditionierung
Besonderes Augenmerk wurde auf die Konditionierung des Bürobereichs gelegt. Dieser ist als Open-Space-Bereich konzipiert und vereint Projektbüro und Geschäftsführung sowie regionales und globales Management unter einem Dach. Die Heiz-, Kühl- und Lüftungskombination muss daher entsprechend flexibel und adaptiv arbeiten können, da unterschiedliche Anforderungen an die Büroräume gestellt werden. „Flexible Konferenzräume, die für 5 bis 60 Personen ausgelegt sind und die Empfangsfläche für den Kunden benötigen andere Temperaturniveaus als beispielsweise der Arbeitsplatz des einzelnen Mitarbeiters“, erklärt Dobmayr. Daher lassen sich alle Büros auch separat ansteuern und über eine Umluftkühltechnik beziehungsweise statische Heizflächen mit der benötigten Heiz- oder Kühlleistung versorgen. Alle Anlagenteile sind über ein Bus-System miteinander verbunden und können auch zentral geregelt werden. Auch das Zusammenspiel der einzelnen Heizungs-, Kühl- und Lüftungskomponenten wird darüber geregelt.
Das TGA-Konzept, wie es in Neustadt realisiert wurde, soll als Standard für zukünftige SMP-Bauten gelten.

www.smp-automotive.com
www.gammel.de

 


 

Daten und Fakten
SMP ist Spezialist für Cockpits, Türverkleidungen, Stoßfängermodule sowie innovative Karosseriebauteile aus Kunststoff und hat sich auf den Märkten in Europa, China, Mexiko, USA und Brasilien etabliert. Im Geschäftsjahr 2015/2016 hat SMP mit mehr als 13 000 Angestellten einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Im neuen Werk in Neustadt sind derzeit etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Gammel Engineering GmbH wurde 1987 von Michael Gammel gegründet und ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Abensberg. Das Unternehmen bietet Ingenieurdienstleistungen der Technischen Gebäudeausrüstung, im Bereich dezentrale Energiesys­teme und Energieeffizienz an und führt alle Aufgaben von der Planung über die Bauleitung bis zur Betriebsbetreuung durch.

 

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 10:44:13 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_16_86699ac779.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_16_54e0998525.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/16.jpg
news-28643 Vorbeugen ist besser als löschen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vorbeugen-ist-besser-als-loeschen/ Brandschutz in Lüftungs- und Leitungsanlagen  

Kabelstränge, Rohrleitungen und Lüftungskanäle durchziehen moderne Gebäude wie ein Spinnennetz. Für einen sicheren, komfortablen und energieeffizienten Gebäudebetrieb müssen alle Anlagen zuverlässig versorgt werden. Die Vielzahl an Leitungen stellt aber auch ein hohes Risiko für die Brandausbreitung dar, denn sie durchqueren zwangsläufig Brandabschnitte des Gebäudes. Vorbeugender baulicher Brandschutz spielt bei der Absicherung dieser Durchführungen eine wichtige Rolle.

Gebäudetechnische Anlagen wie Stromversorgung, Sicherheitstechnik, Heizung, Klima, Lüftung sowie Trink- und Abwasseranlagen werden immer zahlreicher und leistungsfähiger. Die Vielzahl stellt ein hohes Risiko für die Ausbreitung von Feuer und Rauch dar, denn sie durchqueren zwangsläufig Brandabschnitte des Gebäudes. Brennt beispielsweise das ungeschützte Kunststoffrohr einer Abwasserleitung ab, bleibt in Wand oder Decke eine Öffnung zurück, durch die sich Feuer und Rauch rasch ausbreiten. Dasselbe gilt für Kabeltrassen, die darüber hinaus eine hohe Brandlast darstellen und unter Umständen selbst zu einer Zündquelle („Zündschnureffekt“) werden. Umgekehrt müssen Leitungen mit Funktionserhalt zuverlässig vor Brandeinwirkungen geschützt werden, um die Funktion sicherheitstechnischer Anlagen auch im Brandfall über einen festgelegten Zeitraum zu erhalten.
Lüftungsanlagen stellen ein besonderes Risiko dar, da sie aktiv Luft bewegen. Bei einem Feuer breiten sich ohne geeignete Vorkehrungen Rauch und Brandgase extrem schnell im gesam­ten Gebäude aus. Baulichen Maßnahmen zur feuerwiderstandsfähigen Ertüchtigung von Leitungsdurchführungen und der Verhinderung einer Rauchausbreitung kommt deswegen eine zentrale Bedeutung zu.
Für Betreiber, Planer und Errichter gibt es dafür eine Vielzahl von Lösungen, die nahezu alle Anwendungsfälle abdecken. Abschottungen für Rohre und Kabel sorgen im Brandfall für einen schnellen Verschluss entstandener Öffnungen. Brandschutzgewebe bzw. Kabelumhüllungen und feuerwiderstandsfähige Kanäle schützen vor Brandeinwirkung von außen und begrenzen einen Brand selbst. Brandschutzklappen in Lüftungsanlagen verhindern die Ausbreitung von Rauch.
Um die Komplexität des Themas angemessen zu berücksichtigen, werden die einzelnen Facetten in getrennten Beiträgen erörtert. Der vorliegende Teil 1 gibt einen Überblick und erläutert die gesetzlichen Grundlagen. Teil 2 beschäftigt sich mit der Absicherung von Rohrleitungen und Kabeltrassen. Vorbeugende bauliche Brandschutzmaßnahmen in Lüftungsanlagen sind schließlich der Schwerpunkt des dritten und letzten Teils.

Gesetzliche Grundlagen
Der Gesetzgeber ist sich der Risiken bei der Absicherung von Rohr- und Leitungsdurchbrüchen bewusst und hat entsprechende Vorsorge geschaffen: Bereits in der Musterbauordnung (MBO) [1] ist festgelegt, dass „... Leitungen durch raumabschließende Bauteile, für die eine Feuerwiderstandsfähigkeit vorgeschrieben ist, nur hindurchgeführt werden dürfen, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu befürchten ist oder Vorkehrungen hiergegen getroffen sind ...“.
Speziell für Leitungs- bzw. Lüftungsanlagen sind die Umsetzungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie
(MLAR) [2] und der Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (M-LüAR) [3] in den Bundesländern als eingeführte Technische Baubestimmungen baurechtlich verbindlich. Darüber hinaus beschreiben zahlreiche Normen und andere Vorschriften die Anforderungen an die zu verwendenden Bauprodukte sowie deren Prüfung und Anwendung im konkreten Bauwerk. Nationale (deutsche) Normen werden dabei zunehmend durch europäische Normen ersetzt, wobei teilweise beide Systeme gleichzeitig verwendet werden dürfen. So kann der Feuerwiderstand von Kabel- und Rohrabschottungen sowohl nach der deutschen DIN 4102 [4, 5] als auch nach der europäischen Norm DIN EN 13501 [6, 7]
klassifiziert werden. In Bauartgenehmigungen des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) hingegen wird grundsätzlich die bauordnungsrechtliche Bezeichnung, z. B. „feuerbeständig“, verwendet (Tabelle).

Neue Systematik der MBO
Die am Gebäudebau beteiligten Unternehmen stellt die gesetzeskonforme Umsetzung baulicher Brandschutzmaßnahmen vor immer größere Herausforderungen. Mit der aktuellen MBO und der neuen
Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) [8] bzw. deren Umsetzungen in den Ländern hat sich die Anwendung von Bauprodukten in Deutschland grundlegend geändert. So müssen Planer, Errichter und Verarbeiter sicherstellen, dass am Markt erhältliche und nach der europäischen Bauproduktenverordnung (BauPVO) bewertete Bauprodukte im konkreten Bauwerk auch verwendet werden dürfen.
Hintergrund war die Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), der nationale Zusatzanforderungen an „europäische Bauprodukte“ für unzulässig erklärt hatte. Betroffen sind solche Bauprodukte, die nach harmonisierten Europäischen Normen (hEN) oder Europäischen Bewertungsdokumenten (EAD) geprüft und mit einer Leistungserklärung des Herstellers und einem CE-Kennzeichen versehen sind. Zusätzliche Anforderungen, beispielsweise in Form einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) und das Anbringen des Ü-Zeichens, sind nun unzulässig.
Um weiterhin eine ausreichende Bauwerkssicherheit zu gewährleisten, berücksichtigt die MBO statt der Eigenschaften von Bauprodukten jetzt viel stärker deren Verwendung im Bauwerk. Dazu wird in § 16 a Begriff der „Bauart“ als „Zusammenfügen von Bauprodukten zu baulichen Anlagen oder Teilen von baulichen Anlagen“ beschrieben. Dahinter steckt die Überlegung, dass wesentliche Leistungsmerkmale, z. B. ein ausreichender Feuerwiderstand, erst mit der fachgerechten Errichtung unter Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher Anforderungen erreicht werden können. Konkret bedeutet dies, dass allein die CE-Kennzeichnung eines Bauproduktes für die Verwendung in Deutschland nicht ausreicht. Diese sagt lediglich aus, dass das Bauprodukt gehandelt werden darf. Vielmehr müssen die Beteiligten sicherstellen, dass die Bauprodukte und die Bauarten den Bauwerksanforderungen entsprechen.

Mehr Verantwortung
Die Bauwerksanforderungen der MBO sind in der neuen „Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen“ (MVV TB) konkretisiert. Dort sind die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Bauarten und Bauprodukte detailliert beschrieben. Bei den „nicht geregelten Bauarten“, d. h. Bauarten, die von den Technischen Baubestimmungen wesentlich abweichen oder für die es keine allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) gibt, wurde die abZ (allgemeine bauaufsichtliche Zulassung) durch die allgemeine Bauartgenehmigung ersetzt, beispielsweise bei Kabel- und reaktiven Rohrabschottungen. Für Bauarten, die nach anerkannten Prüfverfahren beurteilt werden können, bleibt das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (abP) erhalten. Das gilt beispielsweise für Lüftungsleitungen, nichtreaktive Rohrabschottungen oder Kabelanlagen mit Funktionserhalt.
Diese Anwendungsregeln gelten auch für europäische Bauprodukte: Die Leis­tungserklärung des Herstellers bzw. das CE-Kennzeichen reichen nicht aus. Vielmehr muss der Anwender bzw. Errichter bei allen Bauarten nach der Montage die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Anforderungen prüfen und eine Übereinstimmungsbestätigung erstellen. Das gilt auch bei fast allen baulichen Brandschutzmaßnahmen, die die Absicherung von Rohr- und Leitungsdurchbrüchen betreffen. Anwender, Planer, Errichter und andere Verarbeiter tragen damit wesentlich mehr Verantwortung und ein höheres Haftungsrisiko als früher.

Nationale Bauprodukte
Die Verwendung von Bauprodukten und Bauarten, die nicht nach europäischen Normen klassifiziert sind („nationale Bauprodukte“), wurde in die neue MBO (Musterbauordnung) verschoben. Die detaillierten Anwendungsbestimmungen finden sich für geregelte und nicht geregelte Bauprodukte in der MVV TB (ehemals Bauregelliste A, Teil 1 bzw. Teil 2). Für letztere ist als Verwendbarkeitsnachweis entweder die abZ, das abP oder die Zustimmung im Einzelfall vorgesehen. Die Übereinstimmungserklärung erfolgt nach wie vor durch den Hersteller mit dem Anbringen des Ü-Zeichens. Die Verwendung nationaler Bauprodukte in einer Bauart wird jedoch auch in aBG (allgemeine Bauartgenehmigungen), abP (allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis) oder in vorhabenbezogenen Bauartgenehmigungen (vBG) geregelt.

Fazit
Mit Inkrafttreten der neuen MBO und der MVV TB haben sich die Regeln zur Anwendung von Bauprodukten grundlegend geändert. Planer, Errichter und Verarbeiter tragen wesentlich mehr Verantwortung bei der Auswahl geeigneter Produkte als früher. Die im bvfa (Bundesverband Technischer Brandschutz) zusammengeschlossenen Hersteller baulicher Brandschutzprodukte unterstützen die Anwender dabei nach Kräften. Neben den erforderlichen regulatorischen Maßnahmen wie dem Einholen von Bauartgenehmigungen bieten sie umfangreiche Informationen, Datenblätter, Tools und detaillierte Schulungen an.

Literatur:
[1] Musterbauordnung (MBO)
[2] Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie – MLAR)
[3] Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen (Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie – M-LüAR)
[4] DIN 4102-9: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Kabelabschottungen
[5] DIN 4102-11: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Rohrummantelungen, Rohrabschottungen, Installationsschächte und -kanäle sowie Abschlüsse ihrer Revisionsöffnungen
[6] DIN EN 13501-1: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten – Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten
[7] DIN EN 13501-2: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten – Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen, mit Ausnahme von Lüftungsanlagen
[8] DIBt Deutsches Institut für Bautechnik: Veröffentlichung der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen

Autor: Dr. Wolfram Krause, Geschäftsführer bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V.

www.bvfa.de

 

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Tue, 13 Aug 2019 10:31:35 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_20_5b03ab96c3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_20_77e4dcafe4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/20.jpg
news-28642 Energiekonzept für eine Ferienanlage https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/energiekonzept-fuer-eine-ferienanlage/ Nahwärmeversorgung im Center Parcs Park Allgäu  

Center Parcs Europe betreibt 24 Ferienparks, darunter den Park Allgäu in Leutkirch, der im Oktober 2018 eröffnet wurde. Dort stehen Urlaubsgästen insgesamt 1000 ­Ferienhäuser in verschiedenen Kategorien, diverse Freizeiteinrichtungen sowie ein Spa & Country Club zur Verfügung. Von der infrastrukturellen und energietechnologischen Mammutaufgabe, die der Eröffnung vorausging, spürt der Besucher heute nichts mehr. Wie das komplexe Großprojekt in nur knapp zweijähriger Planungs- und Bauzeit versorgungsseitig differenziert umgesetzt werden konnte, erläutern der Energiecontractor Techem und der Technologiepartner Yados.

Der Park Allgäu bietet ein breites Spektrum verschiedener In- und Outdoor-Aktivitäten und realisiert mit elf unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten zugleich ein individuell ausgelegtes Wohnkonzept. Täglich wird die Anlage von bis zu 5000 Gästen frequentiert. Die Anforderungen an eine ganzheitliche energetische Versorgungslösung zur Bereitstellung von (Raum-)Wärme, Strom und Trinkwarmwasser erwiesen sich als dementsprechend hoch. Um alle Abnehmer vor Ort zukünftig stabil und bedarfskonform bedienen zu können, mussten zunächst grundlegende infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen werden. „Innerhalb eines extrem kurzen Zeitraums erfolgte der Ausbau eines Nahwärmenetzes mit einer Trassenlänge von rund 30 km“, erinnert sich Doreen Kellermann von Techem, die für die Projektsteuerung verantwortlich zeichnete. Gleichzeitig musste neben der Installation von drei Brennwert-Gaskesseln auch die Unterbringung einer mehrgliedrigen Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk, Pellet-Kessel, einem 12 t schweren Pufferspeicher und einer rund 35 m hohen Abgasanlage vorbereitet werden. „Zwar standen uns im alten Gebäudebestand ausreichende Platzkapazitäten zur Verfügung, allerdings wurden besondere bautechnische Eingriffe erforderlich, als das BHKW und der Pellet-Kessel mit Lager und Umhausung oberhalb eines früheren Kohlekellers montiert werden sollten. Die hohe Gewichtslast der Module machte den Einsatz von Betonpfahlbauten und einer zusätzlichen Bodenplatte unabdingbar“, so Kellermann.

Präzisierter Erzeuger-Verbraucher-Kreislauf
Vergleichbar mit dem Infrastrukturausbau einer Kleinstadt verlangte die Standorterschließung des Parks eine parallele Maßarbeit aller involvierten Gewerke in den verschiedenen Einsatzfeldern. Dabei bestand das übergeordnete Ziel darin, eine maximal effiziente und ökologisch konsequente energetische Versorgung von insgesamt über 100 000 m² Wohn- und Nutzfläche (Ferienhäuser, Zentralgebäude und Spa-Einrichtung) zu gewährleis­ten. Erzeugerseitig werden die internen Zielsetzungen ebenso wie die rechtsverbindlichen Vorgaben – etwa der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Bundesimissionsschutzgesetzes (BImSchG) – mittels Einsatz eines Multivalenzsys­tems erfüllt. Mit einem Anteil von 57,1 % an der Gesamtwärmebereitstellung dient das Blockheizkraftwerk dabei als Primär­energiequelle. Komplementär zur Erzeuger-Performance nimmt die Präzision des Netzbetriebs eine wichtige Funktion in der Erschließung von Effizienzpotenzialen ein. Im Fokus steht hier eine optimierte Erzeuger-Verbraucher-Regulierung, die unmittelbar am zentralen infrastrukturellen Knotenpunkt der Wärmeübergabe beeinflusst wird und durch die Ausregelung per Leitsystem modulierbar ist.
Die Planung der energietechnischen Komponenten – Wärmeübergabestationen und Trinkwassererwärmungssys­teme (TWE) – wurde im ersten Schritt durch die Vielzahl unterschiedlicher Unterkunftstypen mit einer hohen Varianz an Zuschnitts- und Komfortkonfigurationen determiniert. Gleichzeitig sollten neben den definierten Effizienzkriterien auch spezifische Anforderungen an die Versorgungssicherung (bedarfskonforme Bereitstellung und Spitzenlastabdeckung), Trinkwasserhygiene, an die Konstruktionsqualität (u. a. platzsparende Ausführung und intuitive Bedienbarkeit) und die Betriebsführung (einfache Überwachung und Steuerung und ein unkompliziertes Wartungsmanagement) berücksichtigt werden.

Wärmeübertrager in Plattformbauweise
„Als ausführender Technologiepartner standen wir damit vor der Aufgabe, voll leistungsfähige und zugleich möglichst einfach konstruierte, einheitliche Leitfabrikate zu entwickeln, die als schnittstellenoffene Systeme unkompliziert in die bestehende Gebäudeleittechnik vor Ort eingebunden werden können“, berichtet Jürgen Schwausch, Research & Development Manager bei Yados. „Unser Ziel war es, ein ursprünglich in Betracht gezogenes Konzept mit insgesamt neun Übergabe-Typen, drei unterschiedlichen TWE-Systemen verschiedenartiger Komponentenausstattung durch eine intelligente, reduktionistische Lösung zu ersetzten“, erklärt Schwausch. Gelungen ist den Energieexperten aus Hoyerswerda dies mit einer passgenauen Modifikation ihrer Wärmeübergabestation „Yado|Giro“.
Auf Basis einer konsequenten Plattformbauweise mit baugleichen Hauptbestandteilen (Primärventile, Absper­r­ungen, Wärmeübertrager, Umwälzpumpen, TWE-Reglern und Kommunikationsregelung) und wenigen Dichtstellen entwarfen die Techniker eine Kompaktversion ihrer Übergabestation und koppelten diese mit einem rücklaufoptimierten Durchflusssystem zur Trinkwassererwärmung. Auf diese Weise konnte das Anlagendesign für die über 1000 Abnehmer im Nahwärmenetz auf fünf Übergabetypen mit identischen TWE-Modulen begrenzt werden. Als Verbindungseinheit zwischen der Anschlussleitung des Nahwärmenetzes und der Heizungsanlage in den Gebäuden übergeben die C-Versionen der „Yado|Giro“ das Wärmemedium differenziert nach Druck, Temperatur und aktueller Abnahmesituation. Dabei berechnet eine integrierte DDC-Regelung die erforderliche Vorlauftemperatur unter Berücksichtigung des jeweiligen Bedarfs, der Außentemperatur sowie der nutzerseitig festgelegten Zeit- und Komfortvorgaben. Gleichzeitig kann die Gesamteffizienz des Netzbetriebs durch die Realisierung sehr guter Rücklauftemperaturen (40-50 °C im Rücklauf bei 70-80 °C Vorlauftemperatur) weiter verbessert werden.

Stabiler und effizienter Betrieb
Doreen Kellermann von Techem zieht nach Inbetriebnahme aller Anlagenkomponenten ein positives Fazit für den Nahwärmenetzbau am Standort Leutkirch: „Trotz hoher Lastwechsel läuft das Netz heute nicht nur stabil, sondern auch nachweislich effizient. Dabei sind wir in der Lage, alle rechtlichen Vorgaben und zentrale Umweltschutzauflagen zu erfüllen. Die Gäste von Park Allgäu profitieren wiederum von einem hohen Komfortstandard, der durch eine bedarfsoptimierte energetische Versorgung maßgeblich unterstützt wird. Für uns löst sich auf diese Weise die Komplexität eines ehrgeizigen Großprojekts Schritt für Schritt in der Wohlfühlatmosphäre eines sehens- und bleibenswerten Urlaubsziels auf.“

Bilder: Yados GmbH, Techem

www.yados.de

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 09:17:34 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_24_76615decc5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_24_338ee4543b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/24.jpg
news-28641 In Sachen Druckhaltung und Entgasung tonangebend https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/in-sachen-druckhaltung-und-entgasung-tonangebend/ Reflex-Systemtechnik im neuen „Haus der Musik Innsbruck“  

Als die insgesamt drei Jahre dauernde Bauzeit beendet war und im vergangenen Oktober mit großen Feierlichkeiten der Gebäudekomplex eröffnet wurde, war die Stadt Innsbruck um eine kulturelle wie architektonische Besonderheit reicher. Auf 6350 m2 vereint das „Haus der Musik“ insgesamt zehn Institutionen unter seinem Dach – vom Mozarteum über das Institut für Musikwissenschaften der heimischen Universität bis zu den Kammerspielen des Tiroler Landestheaters. Die Systemtechnik von Reflex ist installiert, um die Heizungs- und Kälteanlage effizient und ausfallsicher zu betreiben.

Ausgezeichnete Akustik und moderne Architektur der bespielbaren Säle machen das „Haus der Musik“ zu einer beliebten Spielstätte internationaler Interpreten. Darüber hinaus erwarten mehrere Veranstaltungssäle und Foyers, u. a. eine Bibliothek und ein Restaurant, heute unzählige Besucher wie Künstler, Studierende und Lehrende. Damit sich alle den Jahreszeiten entsprechend in angenehm temperierten Räumlichkeiten aufhalten können, wurden die Experten der Reflex Winkelmann GmbH (Ahlen) ins Boot geholt. Die übertragene Aufgabe an die Ahlener Spezialisten von Systemlösungen für die Heizungs- und Warmwasserversorgung: Für die Heizung und Kühlung sollten Druckhaltung und Entgasung konzipiert und bereitgestellt werden. Mit der Installation und Inbetriebnahme der Anlage wurde die Innsbrucker Firma Ortner betraut.
Zwei Wärmepumpen mit jeweils 325 kW Heizleistung und 270 kW Kühlleistung gehören zu den technischen Rahmenbedingungen, additiv eine Brunnenkühlung mit 500 kW. Heizungsseitig beträgt das Volumen 40 000 l, kälteseitig sind es 30 000 l. In allen Anlagen übernimmt die Druckhaltung eine Schlüsselrolle. Denn reicht der Druck in der Anlage nicht aus, können Luft und Gase eingeschlossen werden – mit der Folge einer mangelhaften Wärmeübertragung bis hin zu einem Gesamtausfall der Anlage. Um dies zu verhindern, sind im „Haus der Musik“ drei „Variomaten“ installiert. Die pumpengesteuerte Druckhaltestation wurde speziell für komplexe Systeme entwickelt. Sie dient einer automatischen Druckhaltung mit automatischer Nachspeisung. Das Ausdehnungsvolumen wird beim „Variomat“ im drucklosen Gefäß aufgenommen. Es ist hierbei kein Gas-Druckpolster nötig. Drei Grundgefäße mit unterschiedlichen Nennvolumen wurden installiert: für Heizung 600 l, für Kälte 500  l und für die Fußbodenheizung 200 l.
Zusätzlich kommt mit der „Servitec 30“ zum Schutz vor Korrosion eine Vakuum-Sprührohrentgasung zum Einsatz. Das Prinzip: Ein Teilstrom des Anlagenwassers wird in einem künstlichen Vakuum entgast und nahezu gasfrei in die Anlage zurückgeführt. Das untersättigte Medium kann nun wieder neue Gase aufnehmen und bewirkt somit eine stetige Reduktion der Gaskonzentration im gesamten Anlagennetz. Die „Servitec 30“ entfernt Luft- und Gaspolster, Mikroblasen und gelös­te Gase aller Art. Unabhängige Institute bestätigen, dass sich die Energiekosten durch die Implementierung einer Vakuum-Sprührohrentgasung um bis zu 10,6 % reduzieren lassen.
Zum Funktionieren der Anlage tragen auch die Schmutzabscheider „Exdirt“ bei – zusätzlich ausgestattet mit den Hochleistungsmagneten „Exferro“. Sie entfernen ferromagnetische Partikel wie Magnetit aus dem Anlagenwasser.
Auch in diesem Objekt kam die Allianz mit Sinusverteiler GmbH zum Tragen: Das Tochterunternehmen aus Wettringen lieferte die Verteilertechnik.
Im „Haus der Musik“ geben auf der Bühne andere den Ton an. Mit einer zuverlässigen Druckhaltung, Entgasung und Abscheidung will Reflex seinen Teil dazu beigetragen, dass die Rahmenbedingen stimmen, wenn die Töne erklingen.

www.reflex.de

 

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Tue, 13 Aug 2019 09:06:24 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_28_89801f9e0c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_28_b800085ebc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_08/28.jpg
news-28580 Erheblicher Auslegungsspielraum gegeben https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/erheblicher-auslegungsspielraum-gegeben/ Das Mysterium der geschuldeten Revisionsunterlagen und die Übertragung auf das „as built“-Modell in der BIM-Methode  

Häufig wird im finalen Stadium des Werkvertragsverhältnisses, bei Abnahme und insbesondere auch der Abrechnung darüber gestritten, welche Revisionsunterlagen der Werkunternehmer dem Bauherren schuldet – und ob davon die Abnahme bzw. ein Zurückbehaltungsrecht abhängig gemacht werden kann.
Das Gesetz ist hier nicht eindeutig und meist wird eine eindeutige vertragliche Regelung hierzu nicht getroffen. Folglich ist ein erheblicher Auslegungsspielraum gegeben. Der Beitrag soll einen Überblick darüber verschaffen, welche Regelungsinhalte in die Verträge aufgenommen werden sollten, um solche Streitigkeiten zu vermeiden. Das, was zzt. die Revisionsunterlagen sind, wird immer mehr abgelöst werden durch das sogenannte „as built“-(wie gebaut)Modell bei Planungen mit der BIM-Methode. Denn das „as built“-Modell soll den Bestand abbilden, was eine Überprüfung der tatsächlichen Ausführung mit der Ausführungsplanung voraussetzt. Zugleich sollen in dem Modell die wesentlichen Parameter für Wartung, Instandhaltung etc. verankert werden, was später auch – etwa mit Augmented Reality-Technik verknüpft – den Schnellzugriff auf die Revisionspläne etc. für das Wartungs- und Instandsetzungspersonal gewährleisten soll. Der Beitrag enthält daher auch Überlegungen, wie die Rechtslage zu den Revisionsunterlagen auf das „as built“-Modell übertragen werden kann.

Gesetzliche Grundlagen
Das Bürgerliche Gesetzbuch enthält keine Ausführungen dazu, welche Unterlagen vom Werkunternehmer geschuldet sind, damit am Ende des Tages ein mangelfreies Werk entsteht. Auch mit dem neuen Bauvertragsrecht ändert sich dies nicht. Zwar findet sich im Verbraucherbauvertragsrecht nun folgende Reglung in § 650n BGB:

  • „(1) Rechtzeitig vor Beginn der Ausführung einer geschuldeten Leistung hat der Unternehmer diejenigen Planungsunterlagen zu erstellen und dem Verbraucher herauszugeben, die dieser benötigt, um gegenüber Behörden den Nachweis führen zu können, dass die Leistung unter Einhaltung der einschlägigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften ausgeführt werden wird. Die Pflicht besteht nicht, soweit der Verbraucher oder ein von ihm Beauftragter die wesentlichen Planungsvorgaben erstellt.
  • (2) Spätestens mit der Fertigstellung des Werks hat der Unternehmer diejenigen Unterlagen zu erstellen und dem Verbraucher herauszugeben, die dieser benötigt, um gegenüber Behörden den Nachweis führen zu können, dass die Leistung unter Einhaltung der einschlägigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften ausgeführt worden ist.“


Aus dem Wortlaut wird deutlich, dass von diesem § allenfalls ein Teil der Revisionsunterlagen erfasst ist, nämlich der, der zur Nachweisführung gegenüber Behörden etwa in Bezug auf Auflagen in der Baugenehmigung erforderlich ist. Es besteht deshalb nach der Regelung in § 650n BGB kein genereller Anspruch auf Herausgabe von Werkplänen, Bestandsplänen, Statikplänen, Revisionsunterlagen etc.1)
Anknüpfungspunkt könnte allenfalls die allgemeine Mangeldefinition sein. So sieht § 635 Abs. 3 BGB vor, dass, sollte nichts Bestimmtes im Vertrag geregelt sein, der Werkunternehmer das schuldet, was der Besteller üblicherweise erwarten darf, bzw. was zum bestimmungsgemäßen Gebrauch des Werkes erforderlich ist. Dies bildet deswegen einen Anknüpfungspunkt, weil die Revisionsunterlagen Betriebs und Wartungsanleitungen ebenso umfassen wie beispielsweise die Lage von Kabelkanälen oder Reinigungsöffnungen für RLT-Anlagen. Zum ordnungsgemäßen Gebrauch einer technischen Anlage gehört nämlich auch die Wartungsfähigkeit. Bei Lüftungskanälen oder Kabelkanälen gehört ebenso die Kenntnis der Revisionsklappen dazu.2)
Das Kammergericht stellte für den Fall, dass keine oder nur unbestimmte Regelungen im Vertrag vorhanden sind, fest, dass ein Herausgabeanspruch für Revisions- und Ausführungsunterlagen nur insoweit besteht, als sie einen Bezug zu schutzwürdigen Interessen des Bauherrn haben, etwa zur Überprüfung der Vertragsgerechtigkeit der erbrachten Leistungen oder zur Vorbereitung von Gewährleistungsansprüchen; dies sei etwa bei Bautagebüchern nicht gegeben, bei Bauproduktnachweisen könne dies schon anders sein.3)

Vertragliche Regelungen und VOB/B

Bekanntermaßen ist die VOB/B ein Werk von allgemeinen Vertragsbedingungen, die explizit in Verträge mit einzubeziehen sind. Es handelt sich also um Vertragsregelungen. Die VOB/B sieht zu den Revisionsunterlagen folgende Regelung vor: Nach § 1 Abs. 1 VOB/B gilt mit Vereinbarung der VOB/B auch die VOB/C mit den Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen zum Vertrag. Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen (ATV) – sieht in mehreren ATV, wie z. B. etwa ATV 18379 (Lüftung) und ATV 18381 (Wasser- und Entwässerungsanlagen) die Erstellung von Revisionsunterlagen unabhängig von der Anlagengröße und -komplexität als Leistungssoll vor. Umfang und Detailtiefe werden aber nicht näher definiert. Dennoch kann in diesen Fällen bei fehlenden Revisionsunterlagen ein Mangel und Zurückbehaltungsrecht angenommen werden.4)
Der inhaltliche Umfang ist im Einzelfall für das jeweilige Bauvorhaben sowie den Zweck der Unterlagen zu bestimmen.5) Ist nichts weiter vereinbart, müssen die zu übergebenden Unterlagen ausreichend detailliert und nachvollziehbar sein und bedürfen keiner hohen Qualität; es genügt, wenn die Standorte z.  B. der Rohrführung und die Lage der Heizkörper bei einer Begehung einfach nachzuvollziehen sind. Architektenunterlagen, auch wenn diese hilfreich sein mögen, sind grundsätzlich entbehrlich. Wenn ein Auftraggeber Feststellungen selbst treffen kann, wird vielfach ein Herausgabeanspruch von Unterlagen abgelehnt.6)
Sofern also der Auftraggeber bzw. der beratende Architekt sichergehen will, dass die Revisionsunterlagen unstreitig als geschuldetes Leistungssoll definiert werden, hat er darauf hinzuwirken, dass eine Definition, was die Revisionsunterlagen sind und in welchen Formaten sie abzugeben sind, vertraglich fixiert wird. Auch sollte festgehalten werden, zu welchem Zeitpunkt die Revisionsunterlagen zu übergeben sind.
Aufgrund der durchaus streitigen Ansicht, ob die Revisionsunterlagen zu einem mangelfreien Werk gehören oder nicht, sollte zugleich geregelt werden, dass etwa bei fehlenden Revisionsunterlagen 5 % der vereinbarten Werkleistung einbehalten werden dürfen. Dabei ist darauf zu achten, dass ein angemessener Betrag bzw. eine angemessene Prozentklausel zu wählen ist. Denn unstreitig ist die nachträgliche Erstellung der Revisionsunterlagen durch ein Drittunternehmen eine sehr zeit- und kostenaufwendige Angelegenheit. Im Nachhinein kann nicht zweifelsfrei festgestellt werden, wo welche Kanäle liegen. Nimmt man die Abbildung solcher Pläne ernst, würde dies durchaus Bauteilöffnungen bedeuten.
Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Problem der Revisionsunterlagen ein gängiges Problem ist und jedem begleitenden TGA-Planer bekannt sein sollte. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Kosten für die ersatzweise Erstellung von Revisionsunterlagen im Rahmen eines Beratungsverschuldens beim jeweiligen beratenden Planer geltend gemacht werden. Ein solches hätte nach derzeitiger Rechtsprechung wohl auch Erfolg.

Übertragung der Revisionsunterlagenproblematik auf das „as built“-Modell
Das „as built“-Modell soll innerhalb einer BIM-Planung darstellen, wie der Bestand tatsächlich ausgeführt wurde und welche Abweichungen zur Ausführungsplanung bestehen. Darüber hinaus sollen die sonst in den Revisionsunterlagen enthaltenen Informationen in das Modell integriert werden, damit die optimale Schnittstelle für ein CAFM-System geschaffen wird. Evidenter ist es mangels gesetzlicher Regelung zu den Anforderungen eines „as built“-Modells zwingend erforderlich, die entsprechenden Anforderungen an ein solches vertraglich zu vereinbaren. Beratende Planer und Bauherrn müssen also genau überlegen, welche Informationen für den späteren Betrieb des Gebäudes wesentlich sind und somit als Teil des Leistungserfolges definiert werden.
Um ein „as built“-Modell nach den verschiedenen Bauteilschichten eindeutig erstellen zu können, muss zudem geregelt werden, dass die entsprechende Datenerfassung (z. B. durch 3D-Scanner) zu bestimmten Zeitpunkten in der Ausführung gemacht werden, da anderenfalls die unter Putz liegenden Verkabelungen etc. nicht mehr eindeutig nachvollzogen werden können. Es wird also nicht genügen, allein die Anforderungen an das „as built“-Modell dem jeweiligen Werkunternehmer zu übertragen. Vielmehr sind die entsprechenden Parameter auch in die Verträge des Objektüberwachers, BIM-Managers und -Planers aufzunehmen. Bei der Überwachung der Ausführung wird es maßgeblich darauf ankommen, die richtigen Zeitpunkte zur Zustandsfeststellung zu bestimmen. Bestenfalls werden die jeweiligen Scans kombiniert mit Aufmaßen für die unter Putz liegenden Verkabelungen etc. Damit dies vollumfänglich in ein für CAFM-Software optimales „as built“-Modell abgegeben wird, sollten sich Planer frühzeitig mit der Frage auseinandersetzen, in welchem Umfang und mit welchem Anbieter das umgesetzt werden soll. So können die wesentlichen Informationen als Leistungssoll in die Werkverträge übernommen werden.


Autor: Fachanwalt Dr. Till Kemper M.A.


Nachgefragt
IKZ-FACHPLANER: Es bleibt für TGA-Planer die grundsätzliche Anforderung, Revisionsunterlagen zur Verfügung zu stellen. Unklar ist lediglich die Informationstiefe. Stimmen Sie mir zu?
Dr. Till Kemper: Jein. Es ist eben genau zu prüfen, welche Revisionsunterlagen der Bauherr benötigt. Dann ist zu prüfen, welche Unterlagen vom ausführenden Unternehmen und welche vom Planer zu erstellen sind. In erstem Fall muss der Planer nur überwachen, dass das ausführende Unternehmen die geschuldeten Unterlagen rechtzeitig und mangelfrei übergibt.

IKZ-FACHPLANER: Bei regelkonformer Planung sollten die technischen Unterlagen doch zur Verfügung stehen. Warum also sollte sie der Bauherr nicht in Kopie zur Verfügung gestellt bekommen? Welche Gründe gibt es dafür in der Praxis?
Dr. Till Kemper: Häufig sehen wir erheblichen Streit darüber, was die Ausführungsplanung und was die Werk- und Montageplanung beinhalten muss. Das führt zur Frage, wer welche Unteralgen zu erbringen hat. Hinzu kommt, dass während der Ausführung die Planung eben nicht mit dem Bau-Ist abgeglichen wird. Auch bei Inbetriebnahmen werden – häufig, weil auch schon die Tätigkeit auf der nächsten Baustelle ansteht – nicht alle geschuldeten Unterlagen übergeben; dies wird noch durch Subunternehmerverhältnisse verkompliziert.

IKZ-FACHPLANER: Um solch unnötige Streitigkeiten im Vorfeld zu vermeiden, sind klare vertragliche Regelungen unumgänglich. Gibt es Vorschläge für rechtsichere Formulierungen – eventuell unterteilt in die groben Bereiche Planung, Wartung, Ausführung sowie Nachweis – oder halten Sie individuelle Formulierungen für angebracht? Und wie juristisch unangreifbar müssen diese verfasst sein?
Dr. Till Kemper: Eine absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht. Hilfreich sind aber Check-Listen, die gemeinsam erarbeitet und zum Vertragsbestandteil gemacht werden. Es ist mit dem Bauherrn zu erarbeiten, welche Unterlagen er zu welchem Zweck braucht. Im zweiten Schritt ist festzulegen, wer für die Unterlagen zuständig ist. Im dritten Schritt ist festzulegen, zu welchem Zeitpunkt welche Unterlagen vorzulegen sind.


1) MPFormB, B. Vergütung, Abnahme, Mängel und Leistungsstörung beim Bauvertrag VI. Verbraucher-Bauvertrag 1. Überblick über die Neuregelung, beck-online
2) Vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 4. 7. 2012 − 13 U 63/08, NZBau 2012, 570; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25. 01. 2010 - 10 U 119/09.
3) KG, Urteil vom 01. 03. 2018 - 27 U 40/17.
4) Ebd.
5) BGH, Urteil vom 14. 5. 2009 - III ZR 86/08, BGHZ181, 65.
6) Vgl. OLG Karlsruhe, NJW 1975, 694; OLG München, BauR 1992, 95

 

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Tue, 13 Aug 2019 08:08:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_022001_5466e8c496.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_022001_7d52850b82.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/022001.jpg
news-28623 IMI: Smart Home: Mehrwert durch kompetenten Service https://www.ikz.de/gebaeudeautomation/news/detail/imi-smart-home-mehrwert-durch-kompetenten-service/ Smart Home ist derzeit eines der präsentesten Themen in der SHK-Branche, hat IMI für sich erkannt. Denn Hausbesitzer und -bewohner würden sich von der Technologie neben einer effektiven Kontrolle über die Heizung vor allem mehr Komfort erhoffen. „Bei der Auswahl und Installation eines Smart-Home-Systems nehmen viele Kunden professionelle Unterstützung in Anspruch“, weiß IMI aus eigener Erfahrung. „Fachhandwerker, die den Trend aufgreifen und eine kompetente Beratung sowie fachmännische Inbetriebnahme anbieten, können daher auf entsprechende Anfragen reagieren und sich so neue Aufträge und einen erweiterten Kundenstamm sichern.“  

IMI rät, bei der Wahl des passenden Smart-Home-Systems neben dem Energieeinsparpotenzial auch auf eine möglichst komfortable Bedienung zu achten. Darunter fallen individuelle Nutzerprofile und/oder vorinstallierte Features wie Abwesenheits- und Timereinstellungen sowie festgelegte Szenarien. Auch die Regelung der Anlage anhand lokaler Wetterdaten gehöre zu den möglichen Komfortfunktionen.
Aus Sicht des Fachhandwerkers spielen hingegen die möglichst einfache Planung und Inbetriebnahme eine wichtige Rolle. All diese Merkmale verbindet IMI mit der Regelung „AuraConnect“. Es besteht aus frei kombinierbaren Komponenten wie Thermostatköpfen, Raumthermostaten, Zentralreglern und Schaltleisten für Fußbodenheizungen. „So können Fachhandwerker ihren Kunden den Mehrwert einer professionellen Inbetriebnahme ohne ­großen Aufwand anbieten“, beschreibt der Anbieter aus Erwitte. Für den hydraulischen Abgleich empfiehlt IMI die Ventile „Eclipse“ und die Verteiler „Dynacon Eclipse“ mit der AFC-Technologie (Automatic Flow Control = AFC). Sie passen den Durchfluss automatisch an den einmal eingestellten Wert an und ermöglichen so einen leichten hydraulischen Abgleich „ohne aufwendige Rohrnetzberechnung“.

IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH, Völlinghauser Weg, 59597 Erwitte, Tel.: 02943 891-0, Fax: -100, info.de@imi-hydronic.com, www.imi-hydronic.de

 

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Tue, 13 Aug 2019 07:27:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_52_IMI_51e7d71a14.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_52_IMI_f35d84e088.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/52_IMI.jpg
news-28631 FLIR: Software zur automatischen Wärme­bild­verarbeitung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/flir-software-zur-automatischen-waermebildverarbeitung/ FLIR stellt mit „FLIR Thermal Studio“ eine Wärmebild-Analyse- und Berichterstattungssoftware vor, mit der sich große Mengen an Wärmebildern und Videos auf einmal verarbeiten lassen. Die Anwendung bietet dazu Mess- und Formelberechnungsfunktionen sowie Analysevorlagen für die Nach- und Weiterverarbeitung an. Zudem können u.a. Ansichten und Diagramme aus mehreren aufgezeichneten Quellen sowie der Export in verschiedene Dateiformate erstellt werden. Das Programm ist mit Windows 7, 8 und 10 kompatibel, ohne dass Microsoft Office benötigt wird.  

„FLIR Thermal Studio“ kann als kostenlose Testversion unter www.flir.com/thermal-studio heruntergeladen werden. Ein Upgrade auf den vollen Funktionsumfang ist für 899 Euro zzgl. MwSt. erhältlich (Inhabern von FLIR-Tools+ und FLIR-Reporter-Lizenzen bietet der Hersteller einen Rabatt in Höhe von 300 Euro).

FLIR Systems GmbH Germany, Berner Str. 81, 60437 Frankfurt, Tel.: 069 950090-0, Fax:-40, info@flir.de, www.flir.eu

 

 

 

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Tue, 13 Aug 2019 06:56:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_32_Flir-thermal-Studio_fa9f547b95.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_32_Flir-thermal-Studio_d2f455739d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/32_Flir-thermal-Studio.jpg
news-28584 Dreifaches Zusammenspiel https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/dreifaches-zusammenspiel/ Die Kombination von Photovoltaik, CO2-Kälteanlage und Eisspeichertechnologie gleicht solare Leistungs-überschüsse oder -defizite aus. Ein Forschungsprojekt in einem Supermarkt mit Leuchtturmcharakter  

Erneuerbare Energien sind volatil. In der Praxis kommen deshalb bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) oftmals Stromspeicher zum Einsatz. Es gibt aber auch andere Lösungsansätze. In einem Forschungsprojekt zusammen mit einer Supermarktkette und der Unterstützung vom schweizerischen Bundesamt für Energie wurden PV-Anlage, thermischer Speicher und Kälteanlage kombiniert. Das Projekt soll zukunftsweisend für den Umgang mit Leistungsschwankungen durch Erneuerbare Energien sein. Wir stellen es vor.

Artikel weiterlesen auf IKZ-select (BASIC-Inhalt, kostenfrei nach Registrierung)

 

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Mon, 12 Aug 2019 08:28:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_018001_c6ec2bebfd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_018001_d2eff504c7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/018001.jpg
news-28629 Schütz: Frische Luft und angenehme Raum­temperaturen in Land­arzt­praxis https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/schuetz-frische-luft-und-angenehme-raumtemperaturen-in-landarztpraxis/ Dr. Clemens Schwarz ist Allgemeinmediziner in der dritten Generation. Den Bau seines neuen Ärztezentrums in der oberösterreichischen Gemeinde Eggelsberg hat der 34-Jährige maßgeblich vorangetrieben: Neben einer hellen Atmosphäre sollten auch die Raumtemperaturen trotz Glasdach zu jeder Jahreszeit angenehm sein. Die Wahl fiel auf ein Komplettsystem, bestehend aus einer Lüftungsanlage mit Warmwasser-Fußbodenheizung inkl. Kühlfunktion: „Airconomy“ vom Hersteller Schütz.  

Die Frischluftversorgung erfolgt über das Lüftungsgerät „Evotherm 1000 F“. Es sitzt im Haustechnikraum; die Luftverteilung in die einzelnen Räume erfolgt sternförmig im Bodenaufbau. Die gefilterte Luft strömt dabei unter den Heizrohren der Fußbodenheizung entlang. Anschließend tritt sie durch die Luftauslässe im Fußboden vor den Fensterflächen in die Räume. Das „Airconomy“-Systemmodul dient als Wärmeübertrager und bringt die Frischluft auf die gewünschte Raumtemperatur.

Schütz GmbH & Co. KGaA, Schützstr. 12, 56242 Selters, Tel.: 02626 77-0, Fax: -330, info2@schuetz.net, www.schuetz-energy.net

 

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Mon, 12 Aug 2019 07:47:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/f/csm_33_Schuetz-1_45a844e5f5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/f/csm_33_Schuetz-1_5e4c7d67c0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/33_Schuetz-1.jpg
news-28622 mobiheat: Temporäre Industriehallenbeheizung https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/mobiheat-temporaere-industriehallenbeheizung/ Individuelle Kundenvorgaben realisiert mobiheat über ein eigenes Spezialistenteam. Es plant und konfiguriert Sonderanlagen, z.B. konkret für die vorübergehende Beheizung einer Massivbauhalle mit rund 36000 m³ Volumen. Neben anderen Parametern sollte ein Warmluftschleier der Lkw-Zufahrt in Verbindung mit einer Luftschleuse berücksichtigt werden. Die Nennwärmeleistung war mit 560 kW bei 90/70°C vorgegeben. Als weitere Rahmenbedingung sollte die Verrohrung anschlussfertig zum Verbinden mit dem vorhandenen Heizkreisverteiler im Halleninneren vorbereitet sein.  

Diese Festverrohrung des Vor- und Rücklaufs zum zentralen Verteiler im Halleninneren und auch den Erdgasanschluss der mobiheat-Heizzentrale an das Erdgasnetz übernahm die GA-tec Gebäude- und Anlagentechnik GmbH. Die komplette mobile Heizungsanlage inkl. aller sicherheitstechnischen Einrichtungen gemäß DIN EN 12828, der Regelung, aller Armaturen, einer Edelstahlabgasanlage u.a.m. hat mobiheat in einem wärmegedämmten See-Container positioniert. Er steht außerhalb des Gebäudes.

mobiheat GmbH, Winterbruckenweg 58, 86316 Friedberg, Tel.: 0821 71011-0, Fax: -900, info@mobiheat.de, www.mobiheat.de

 

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Mon, 12 Aug 2019 07:03:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/d/csm_53_mobiheat_3ce7d10814.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/d/csm_53_mobiheat_cc2c6dd34a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/53_mobiheat.jpg
news-26991 Überstundenvergütung – Nachzahlung unter­liegt ermäßigter Besteuerung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ueberstundenverguetung-nachzahlung-unterliegt-ermaessigter-besteuerung/ Eine Überstundenvergütung, die aufgrund eines Aufhebungsvertrages für mehrere zurückliegende Jahre in einer Summe ausbezahlt wird, unterliegt als „außerordentliche Einkünfte“ nach der sogenannten „Fünftel-Regelung“ der ermäßigten Besteuerung.  

Die als Arbeitslohn zu qualifizierenden Zahlungen für geleistete Überstunden unterfielen der Tarifermäßigung. Es handele sich um eine Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit, da der Zeitraum mehr als zwölf Monate umfasse. Insoweit könnten Überstundenvergütungen nicht anders beurteilt werden als die Nachzahlung von Lohn für die reguläre Arbeitsleistung. Die Vergütung war dem Ex-Mitarbeiter auch zusammengeballt in einer Summe im Streitjahr 2016 zugeflossen (Quelle: Finanzgericht Münster, Az.: 3 K 1007/18 E; der Senat hat die Revision zur Fortbildung des Rechts zugelassen).

 

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Sun, 11 Aug 2019 07:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-28628 Hans Kaut: Hitachi – Neue Außeneinheiten https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/hans-kaut-hitachi-neue-ausseneinheiten/ Die Hans Kaut GmbH stellt die neuen Außeneinheiten der Serie „­SetFree Mini VRF“ vor. Im 2-Leiter-System liegt die Leistung zwischen 11 und 17 kW, im 2-/3-Leiter-System zwischen 22 bis 34 kW. Die 3-Leiter-Systeme bieten zusätzlich zum herkömmlichen Wärmepumpenbetrieb die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung; ein gleichzeitiges Kühlen und Heizen ist also möglich.  

Durch den seitlichen Ausblas der Außeneinheiten messen die Geräte maximal 390 mm in der Tiefe. Die Platine ist mit einer 7-Segmentanzeige ausgestattet, die verschiedene Parameter wie Außenlufttemperatur, Kondensationstemperatur, ­Drücke etc. anzeigt.
Für die „SetFree Mini“ im 3-Leiter-System gibt es eine spezielle Kompressorsteuerung. Sie hat die Aufgabe, die Leistung im Teillastbetrieb zu optimieren und die Ein- und Ausschaltzyklen zu reduzieren. Aus dem Spektrum der verfügbaren Inneneinheiten eignen sich laut Kaut besonders die sehr kleinen Geräte mit 1,2 und 1,7 kW für Passiv- und Niedrigenergiehäuser. Diese kleinen Leistungsgrößen erhöhen die Anschlusskapazität der Außen­geräte auf bis zu 39 Inneneinheiten (bei den „SetFree Mini“ im 3-Leiter-System).

Hans Kaut GmbH & Co., Hölker Feld 6-8, 42279 Wuppertal, Tel.: 0202 698845-0, Fax: -225, mail@kaut.de, www.kaut-hitachi.de

 

 

 

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Sat, 10 Aug 2019 08:02:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_33_Hans-Kaut-Hitachi_e2976571a3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_33_Hans-Kaut-Hitachi_56976727fb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/33_Hans-Kaut-Hitachi.jpg
news-28639 Lehrgang „Planer und Berater für Smart Building“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/lehrgang-planer-und-berater-fuer-smart-building/ Ottobrunn. Das Institut für Gebäudetechnologie (IGT) bietet Weiterbildungen im Bereich Smart Building, E-Mobility und Gebäudeautomation an. Ein Seminar mit dem Titel „Planer und Berater für Smart Building“ findet am 20./21. September und am 18./19. Oktober im Büropark Ottobrunn bei München sowie am 25./26. Oktober und am 29./30. November im „H4“-Hotel in Leipzig statt.  

Die Lernziele: Anforderungen an intelligente Gebäude (Smart Home, Smart Office) ermitteln und in Bezug auf den Nutzen beurteilen, Projekte gesetzeskonform (EnEV, GEG, EPBD) planen, dokumentieren und ausschreiben sowie den Aufwand und die Kosten für Installation und Inbetriebnahme beurteilen. Die mehrwöchige Pause zwischen dem ersten und zweiten Teil des Lehrgangs soll zur Bearbeitung einer Projektaufgabe dienen.
Nach Abschluss des Lehrgangs besteht die Möglichkeit, sich auf der Webseite der SmartHome Initiative Deutschland als „Planer und Berater für vernetzte Gebäude“ aufnehmen zu lassen. Mit der Vorlage von Planungsunterlagen von konkreten Projekten aus der Praxis kann die Aufnahme als zertifizierter Planer und Berater beantragt werden.
Nähere Informationen zum Inhalt können im Internet (https://www.igt-institut.de/weiterbildung/lehrgang/) abgerufen werden.

www.igt-institut.de

 

 

 

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Fri, 09 Aug 2019 09:09:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_Lehrgang_6a6446eef2.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_Lehrgang_ccbb676f6b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_14/Lehrgang.jpg
news-28585 Rohrnetze richtig planen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/rohrnetze-richtig-planen/ Für den hydraulischen Abgleich von weit verzweigten Anlagen empfiehlt sich der Einsatz zusätzlicher Strangregulierventile  

Bei weit verzweigten Heizungs- oder Kältenetzen mit mehreren Strängen sowie bei größeren Pumpenförderhöhen stößt der hydraulische Abgleich alleine über Heizkörper- oder Fußventile an seine Grenzen. Empfohlen wird der Einsatz zusätzlicher Strangregulierventile, die die einzelnen Stränge untereinander abgleichen. Doch welches Regulierventil eignet sich für den jeweiligen Einsatzfall? Und wann empfiehlt sich ein statischer, wann ein dynamischer Abgleich?

Zumindest die letzte Frage lässt sich recht einfach beantworten: Ein statischer Abgleich mittels manueller Strangregulier- und Absperrventile eignet sich besonders für Anlagen mit gleichbleibenden Wassermengen, z. B. Einrohr-Heizungsanlagen oder Kühlanlagen mit Gebläsekonvektoren (Fan Coil Units). Das kommt nicht von ungefähr. Bei Standard-Armaturenkombinationen bezieht sich der Einstellwert immer auf den Volumenstrom bei Volllastbetrieb, der jedoch nur an wenigen Tagen im Jahr gefahren wird. Bei Situationen im Teillastfall kommt es aber bei den wenigen offenen Heizkörperventilen nahezu zwangsläufig zu einem hohen Differenzdruckanstieg von über 20 kPa (200 mbar) und zur „Verschiebung“ der für den Volllastfall einregulierten Wassermengen.
Bei Anlagen mit variablen Wassermengen und Differenzdrücken, z. B. Zweirohr-Heizungsanlagen mit Radiatoren, eignen sich deshalb insbesondere automatische Differenzdruck-Regler. Sie halten den eingestellten Differenzdruck in jedem Strang bzw. Anlagenteil auch bei stetig wechselnden Durchflussbedingungen stabil auf dem eingestellten Sollwert. Der Abgleich innerhalb des Stranges erfolgt wie üblich direkt am Verbraucher, beispielsweise am Thermostatventil.

Tipps zur hydraulischen Anlagenplanung
Die Anlagenhydraulik sollte immer klar strukturiert, für Dritte nachvollziehbar geplant und stabil in ihrer Funktion aufgebaut werden. Es ist deshalb auch empfehlenswert, dass sich bereits in einer frühen Phase Fachplaner und Architekt über die konkrete Lage der Steigestränge abstimmen – auch mit Blick darauf, dass die Differenzdruckregler möglichst nah bei den Verbrauchern installiert sein sollten.
Im ersten Fachplanungsschritt wird die Anlage in kleine sinnvolle Einheiten bzw. Zonen (Stränge, Anlagenteile) aufgeteilt. Jeder Strang bzw. jedes Anlagenteil wird durch den Einbau von Differenzdruckreglern in jedem Lastfall mit dem eingestellten Differenzdrucksollwert betrieben. In vielen Fällen reicht eine Einstellung von 10 bis 15 kPa (100 bis 150 mbar) aus. Zu beachten ist, dass die Summe aus dem geplanten Differenzdruck am Thermostatventil und aus dem Druckverlust der Rohrleitungen sowie zusätzlicher Einzelwiderstände des betreffenden Stranges den eingestellten Sollwert nicht überschreitet. Die minimal notwendige Förderhöhe der Heizungspumpe ergibt sich dann aus dem zusätzlichen Druckverlust der Strangarmaturen, des Wärmeerzeugers und der Verteilleitungen.
Wichtig ist auch die korrekte Dimensionierung aller Anlagenkomponenten (Ventile, Mischer). In der Praxis weit verbreitet sind überdimensionierte Stellglieder, was den nutzbaren Stellbereich des Stellglieds einschränkt und so die Anlagenregelbarkeit mindert. Nachteilig ist aber auch eine Unterdimensionierung, weil entweder der erforderliche Volumenstrom nicht erbracht wird oder der erforderliche (überhöhte) Druckverlust durch eine höhere Pumpenleistung ausgeglichen werden muss. Die Folgen: höherer Stromverbrauch und eventuell Geräuschbildung. Weitere Voraussetzung für eine korrekt funktionierende hydraulische Schaltung ist eine an der richtigen Stelle eingebaute Umwälzpumpe, die bedarfsgerecht ausgelegt und eingestellt ist.
Wichtig: Mit dem Einbau einer zentralen, drehzahlgeregelten Hocheffizienzpumpe lässt sich die hydraulische Anlagenplanung und -einregulierung nicht ersetzen. Denn die Pumpe kann lediglich Volumenströme anbieten, aber nicht bedarfsgerecht – z. B. den einzelnen Strängen – zuweisen.

Dimensionierung und Auslegung des Differenzdruckreglers
Grundsätzlich ist bei einer Neuplanung eine Auslegung der Ventile im Rahmen einer Rohrnetzberechnung mittels spezieller Softwareanwendungen zu empfehlen. Die Industrie stellt hierfür Berechnungsdaten in Form einer standardisierten Schnittstelle nach VDI Richtlinie 3805 („Produktdatenaustausch in der TGA“) zur Verfügung. Damit können auch die Armaturen auf der Basis definierter Auslegungskriterien ausgelegt werden.
Auslegungs-Tipp: Die softwareseitige Auslegung eines Heiz- oder Kühlsystems basiert i. d. R. auf den konkreten Herstellerdaten. Diese Werte werden dann als Druckverlust in die Rohrnetzberechnung übergeben. Um unnötig hohe Verbraucher-Druckverluste bzw. Pumpenleis­tungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Druckverluste in den Rohrleitungen mit 100 Pa/m und den maximalen Druckverlust über den Thermostatventilen mit 20 kPa auszulegen. Die vom Rohrnetzberechnungsprogramm vorgeschlagenen Werte sollten nicht ohne zwingenden Grund geändert werden. Sonst könnten z. B. bei überhöhten Druckverlusten zu hohe Fließgeschwindigkeiten (mit Strömungsgeräuschen) entstehen.
Bei der Berechnung selbst lassen sich zwei Varianten unterscheiden. Die klassische Berechnungsmethode setzt sich aus drei Schritten zusammen:
Die Berechnung des zur Versorgung des jeweiligen Strangs (oder Anlagenteils) erforderlichen Differenzdrucks bzw. Einstellwertes (ungünstigster Kreis):

∆p = ∆pRohr + ∆pTHV + ∆pVerschr + ∆pSonstiges

Die erforderliche Dimension des ausgewählten Differenzdruckreglertyps wird mit der Software ausgelegt. Die erforderliche Pumpenförderhöhe wird ebenfalls ermittelt. Möglich ist alternativ auch eine vereinfachte Vorgehensweise (siehe Kas­ten). Diese bietet sich besonders in bestehenden Systemen an, falls keine oder nur unzureichende Informationen und Kenntnisse über das Rohrnetz vorliegen. Die vereinfachte Vorgehensweise ist in vielen Fällen hinreichend genau. Wichtig sind dennoch eine Analyse des Verteilnetzes und die technisch sinnvolle Platzierung der automatischen Differenzdruckregler.

Fazit
Egal ob im Bestand oder im Neubau: Bei der Planung von großen und verzweigten Anlagen gibt es verschiedene Lösungsansätze. Eine optimale Anlagenfunktion und Energieeffizienz lassen sich nur durch ein passendes Konzept sowie eine fachgerechte Planung, Berechnung und Installation erreichen – in Verbindung mit einer protokollierten Einregulierung der Stränge und Heizflächen bzw. Heizkreise sowie mit einer bedarfsgerecht eingestellten Regelung. Nicht die Einzelprodukte, sondern nur deren aufeinander abgestimmes Zusammenspiel sind erfolgsentscheidend.

Autor: Jürgen Lutz, Leiter Seminar- und Schulungswesen Heiztechnik bei Resideo, dem Hersteller von Honeywell Home Produkten.

Bilder: Resideo/Honeywell Home

www.homecomfort.resideo.com/de


Basiswissen zu hydraulischen Schaltungen
Tipp der Redaktion: Basiswissen zu hydraulischen Schaltungen und deren Anwendung vermittelt der Beitrag „Für jede Anlage die richtige Lösung finden“. Erschienen in Ausgabe 5/2019 und auf ikz.de.
Der Fachbeitrag gibt Auskunft zu Fragen wie:
Welche hydraulischen Schaltungen stehen grundsätzlich zur Wahl?
Was sollte bei der jeweiligen Schaltung beachtet werden?
Für welchen Einsatz eignen sich die jeweiligen Schaltungen und mit welchen Regelarmaturen werden sie umgesetzt?
Tipp: Link und QR-Code führen direkt zum IKZ-Artikel.



https://bit.ly/2WKbfmE


Vereinfachte Vorgehensweise (z. B. im Bestand)
Die Heizungsanlage wird zunächst in kleine, druckunabhängige Einheiten (Stränge, Anlagenteile) aufgeteilt. Jede Einheit wird durch den Einbau von Differenzdruckreglern in jedem Teillastfall mit einem definierten oder errechneten Differenzdrucksollwert betrieben. In vielen Fällen reicht eine Grundeinstellung von z. B. 10 kPa (100 mbar) am Differenzdruckregler aus. Falls erforderlich, lässt sich dieser Wert erhöhen (z. B. beim Einsatz von Wärmemengenzählern) oder verringern (z. B. bei verringertem Volumenstrom aufgrund einer großen Temperaturspreizung).
Der Sollwert muss am Membranregler eingestellt werden. Dieser ergibt sich als Summe aus geplantem Differenzdruck am Thermostatventil und dem Druckverlust der Rohrleitungen des betroffenen Stranges (inkl. zusätzlicher Widerstände). Zu beachten dabei: Die dem Membranregler zugeordnete Aufgabe wird nur erreicht, wenn die ihm zugeordneten Thermostatventile auch auf die erforderlichen Leistungen voreingestellt werden.
Die minimal notwendige Förderhöhe der Heizungsumwälzpumpe ergibt sich aus dem zusätzlichen Druckverlust der Strangarmaturen, des Wärmeerzeugers und der Verteilleitung (inkl. sonstiger Einbauten).
Die vereinfachte Vorgehensweise ist in vielen Fällen hinreichend genau. Allein durch den in der Regel anzutreffenden Teillastbetrieb ergeben sich Drucküberschüsse aus dem zurückgehenden Druckverlust der Rohrleitungen.
Zusatz-Tipps für die Auslegung: Die Druckverluste von Strangleitungen mit senkrechter Rohrführung sind relativ gering. Bei horizontaler Verteilung mit sehr großen nachgeschalteten Leitungslängen kann eine höhere Einstellung des Differenzdruckreglers erforderlich sein (z. B. auf 15 kPa bzw. 150 mbar). Hier ist eine Auslegung der Thermostatventile auf unterschiedliche Differenzdrücke denkbar: Nahe am Differenzdruckregler liegende Verbraucher ca. 15 kPa (150 mbar), in der Mitte ca. 10 kPa (100 mbar) und entfernt liegende Verbraucher desselben Stranges ca. 5 kPa (50 mbar). Dies entspricht einer einfachen Leitungslängendifferenz zwischen dem ersten und letzten Verbraucher von ca. 50 m. Bei geringerer horizontaler Ausdehnung verkleinert sich der erste Wert, bzw. vergrößert sich der letzte Wert, z. B. 125, 100, 75 mbar, entsprechend einer einfachen Leitungslängendifferenz von 25 m (bei R = 1 mbar/m, inkl. Einzelwiderstände).


Was ist die Ventilautorität?
Die Ventilautorität (aV) ist der einzige Kennwert, mit dem eine korrekte Stellglieddimensionierung verifiziert werden kann. Die Ventilautorität bezeichnet das Verhältnis von Druckabfall im Stellglied (∆pV) und dem Druckverlust im mengenvariablen Anlagenteil (∆pg) plus dem Druckverlust des Stellglieds:
aV = ∆pV /(∆pV+∆pg)
Die Ventilautorität hat keine physikalische Einheit und liegt idealerweise bei 0,5 oder im Bereich von 0,3 bis 0,7.

 

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Fri, 09 Aug 2019 08:28:00 +0200 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_014001_034610959e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_014001_492045cdd0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_07/014001.jpg