IKZ: Neueste Nachrichten https://www.ikz.de/ Die neuesten Nachrichten der IKZ-Magazine vom STROBEL VERLAG de TYPO3 News Wed, 22 Jan 2020 07:40:14 +0100 Wed, 22 Jan 2020 07:40:14 +0100 TYPO3 EXT:news news-29316 Vorgefertigte Installationsregister https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vorgefertigte-installationsregister/ Kalkulationssicherheit und betriebswirtschaftliche Vorteile machen eine Vorfertigung für Fachbetriebe interessant  

Die Sanierung bestehender Sanitärinstallationen insbesondere in Geschosswohnbauten stellt Planer und Anlagenersteller gleichermaßen vor große Herausforderungen. Der verfügbare Platz im Installationsschacht verhindert die Einhaltung normgerechter Rohrabstände, ungünstige Badgrundrisse erschweren die Ausführung der Stockwerksinstallation. Dazu gesellen sich enge Zeitfenster für die praktische Umsetzung. Es gibt Lösungen dafür.

Vorgefertigte Sanitärwände sind eine wirtschaftliche Alternative zur klassischen Badsanierung, vor allem bei Wohnbau- und Sanierungsobjekten mit hohem Standardisierungsgrad. Statt der einzelnen Disposition und Verarbeitung von Rohrleitungen und Fittings, Montageelementen und Systemwand-Einzelteilen bietet der Einsatz werkseitig vorgefertigter Sanitär-Vorwandinstallationen eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Planungs- und Kalkulationssicherheit,
  • sichere Einhaltung anzuwendender Normen,
  • Terminsicherheit und kürzere Bauzeiten,
  • verringerte Lagerhaltung von Installationsmaterial auf der Baustelle,
  • geringerer Aufwand für Disposition, Transport und Lagerung von Installationsmaterialien.

Der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Oft genug ist das Installationsteam mehrmals während der Ausführung damit beschäftigt, Rohr- und Fittinglager umzuräumen, damit andere Gewerke nicht an der Ausführung ihrer Leistung gehindert werden. Neben dem Vorteil reduzierter (und in der Regel mit Akkordpreisen kalkulatorisch kaum abzudeckenden) Rüstzeiten ist auch der Vorteil nicht zu unterschätzen, dass weniger Material auf der Baustelle nicht nur weniger Beschädigungs- und Verschmutzungsgefahr, sondern auch weniger Schwund bedeutet. Keine unangenehmen Überraschungen gibt es auch bei der Nachkalkulation des Materialeinsat­zes, weil durch die feststehenden Kos­ten für die vormontierten Register die nötige Kalkulationssicherheit gegeben ist.

Normgerechte Installation dank Systemzulassung
Bei umfassenden Sanierungen werden in der Regel nicht nur die Bäder in den jeweiligen Etagen erneuert. Auch die komplette Rohrinstallation bis hin in den Keller wird ausgetauscht. Für den notwendigen Installationsschacht zur Versorgung der Wohnungen empfiehlt sich ebenfalls der Einsatz von vorgefertigten Installationsregistern. Aufgrund der darin unterzubringenden Rohrleitungen und Armaturen steigt die Komplexität in Sachen Schall- und Brandschutz. Mit der Verwendung geprüfter und zugelassener Installationsregister kann gewährleistet werden, dass die geforderten Schall- und Brandschutzauflagen erfüllt werden.
Beim Vorfertigungssystem hat der Handwerksbetrieb die Wahl. Er kann klassisch einen Anbieter wählen, der die gesamte Schachtinstallation aus einem Hersteller-Sortiment erstellt. Dadurch können bei vorliegender Systemzulassung Abwasser- und Versorgungsleitungen trotz Brandschutzanforderungen auf Nullabstand installiert werden. Mit Produkten unterschiedlicher Hersteller ist diese verschlankte Schachtbelegung nicht ohne entsprechende Zulassung möglich. Auf der anderen Seite sind Planer und Ausführende bei der Verwendung von vorgefertigten Installationen mit Systemzulassung an die zugehörigen Produkte gebunden. Es kommt also immer auf den konkreten Auftrag an.

Rationelle Installation für kürzere Bauzeiten
Werkseitig vorgefertigte Installationsregister werden individuell und nach Bedarf gefertigt. Mögliche Ausführungsvarianten sind:

  • Schachtinstallation mit Fall-/Steigleitungen und vorbereiteten Anschlüssen für die Stockwerksinstallation (auch mit Vorabsperrung und Vorrüstung für die Verbrauchserfassung),
  • Vorwandinstallation zur Anbindung an die Schachtinstallation mit Montageelementen und integrierter Spültechnik,
  • Schacht- und Vorwandinstallation in einer komplett vormontierten Einheit.


Je nach Anbieter kann die vormontierte Sanitärinstallation auch mit werkseitiger Gipskarton-Beplankung gefertigt werden.

Als Fazit bleibt festzuhalten
Die Vorteile der industriellen Vorfertigung sprechen für sich: Auf Maß vorgefertigte Sanitärwände sind ab Werk bereits komplett mit allen Ver- und Entsorgungsleitungen einschließlich der Objektanschlüsse ausgerüstet. Zur Leis­tung gehört auch die Lieferung zur Baustelle. Für die Monteure beschränken sich die Montagearbeiten darauf, die vorgefertigten Einheiten aufzustellen und im Bereich der Geschossdeckenaussparung zu verbinden. Neben der verbesserten Ausführungssicherheit kommt dies vor allem den begrenzten personellen Kapazitäten vieler SHK-Fachbetriebe entgegen. Die eingesparte Montagezeit wird in der Praxis auf 30 bis 50 % beziffert. Das schafft Raum für weitere Aufträge. Selbst kleine Unternehmen können dank Vorfertigung größere Objektaufträge annehmen. Nicht zuletzt gibt es durch die Erstellung aus einer Hand eine klare Abgrenzung der Gewährleistung.

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Warum kann es für Handwerksbetriebe sinnvoll sein, die Erstellung von Vorwandinstallationen oder Installationsschächten auf einen Hersteller zu verlagern?
Olaf Löchte: Industriell gefertigte Installationswände machen dann Sinn, wenn bei einem Bauvorhaben mehrere baugleiche Bäder geplant sind. Die Handwerksbetriebe können mit deutlich weniger Personaleinsatz in kürzerer Zeit rationeller und somit kostensparender bauen. Dabei wird selbstverständlich alles norm- und fachgerecht werkseitig vorinstalliert.

IKZ-HAUSTECHNIK: Ab welcher Größenordnung – oder besser welchen Stückzahlen – lohnt sich die externe Vorfertigung?
Olaf Löchte: Schon ab 10 bis 15 baugleichen Bädern lohnt sich die Vorfertigung und es stellen sich Degressionseffekte ein. Die Einheiten werden projektbezogen für die jeweilige Einbausituation konstruiert und werden nach abgestimmten Lieferplänen fertig auf die Baustelle geliefert, sodass sie vor Ort nur noch an den Baukörper befestigt und miteinander verbunden werden müssen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Systembestandteile enthält ein vormontiertes Installationsregister und wie steht es um die Gewährleistung?
Olaf Löchte: Die Einheiten sind komplett für die Bereiche Trinkwasser, Heizung, Kälte, Abwasser und Lüftung vorkonfektioniert. Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche, die unter bestimmten Gesichtspunkten auch verlängert werden können.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Serviceleis­tungen bietet TECE und wie stellt sich die Abwicklung dar?
Olaf Löchte: Für einen reibungslosen Bauablauf bietet das TECE-Projektteam einen Rundum-Service von der Beratung über die Planung der Systeme bis hin zur Einweisung der Verarbeiter vor Ort. Begleitend sind die TECE-Anwendungstechniker bei Baubesprechungen anwesend und im engen Kontakt mit der Fachbauleitung.

 

 

 

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Wed, 22 Jan 2020 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_022_fbcd066a1c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_022_b9f213de22.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_23_24/022.jpg
news-29389 Beijer Ref: Zonenregelungen für das ­Building Management https://www.ikz.de/klima-lueftungstechnik/news/detail/beijer-ref-zonenregelungen-fuer-das-building-management/ Toshiba hat mit der „TCB-SC643TLE“ eine Standardregelung für kleine und mittlere Gebäude entwickelt. Sie kann bis zu 64 Raumklimageräte über das TCC-Netzwerk steuern, entweder jedes einzeln, mehrere Raumklimageräte in bis zu zehn Gruppen/Zonen zusammengefasst oder auch alle Raumklimageräte zusammen.  

Die Oberfläche der Regelung mit beleuchtetem Display wird über berührungsempfindliche Tas­ten bedient. Zu den Optionen gehören sicherheitsrelevante Funktionen wie vier Niveaus von Zugriffssperren. Außerdem kann eine Zeitschaltregelung integriert werden. Klemmen für Digital-Ausgänge befinden sich auf der Rückseite des Reglers.
Wenn aktives Energiemanagement und/oder eine größere Kapazität gefragt ist, empfiehlt Toshiba die „BMS-CT1280E“. Sie bietet Energiemanagement, Zeitprogrammierung und die Kontrolle über alle Innengeräte. Auch hier sind die Geräte über das TCC-Netzwerk verbunden. Bis zu 128 Raumklimageräte lassen sich in Gruppen zusammenfassen. Die Regelung mit Touch-Screen kann mit verschiedenen Templates kundenspezifisch gestaltet werden. Eine web-gestützte Fernbedienung der Raumklimageräte ist möglich. Es lassen sich Zeitpläne und Reports erstellen und der Energieverbrauch überwachen, auch wenn das System nicht mit Leistungsmessern ausgestattet ist.
Toshiba Klimasysteme werden exklusiv von Beijer Ref Deutschland GmbH vertrieben.

Beijer Ref Deutschland GmbH (Toshiba Klimasysteme), Ohmstr. 4, 85716 Unterschleißheim, Tel.: 089 3706756-0, Fax: –50, info@toshiba-hvac.de, www.toshiba-klima.de

 

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Wed, 22 Jan 2020 07:27:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_31_Toshiba-Touch_2e4c9d4495.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_31_Toshiba-Touch_2ad5901b70.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/31_Toshiba-Touch.jpg
news-29383 Fränkische Rohrwerke: Rohre einfach und präzise in Form bringen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/fraenkische-rohrwerke-rohre-einfach-und-praezise-in-form-bringen/ Ein neues Werkzeug-Set erweitert das „alpex F50 PROFI-Sortiment“ des Spezialisten für Haustechnik: Mit den Biegewerkzeugen von Fränkische bringen Monteure Rohre in Form – sie realisieren enge Bögen mit einem Biegeradius von 2 x Da in vorgegebenen oder individuell gewählten Winkeln.  

„Mit unseren neuen Biegewerkzeugen ändern Monteure die Richtungsführung eines Rohres ganz ohne Fittings und Formteile. So können sie Pressverbindungen sparen, Materialkosten reduzieren und die Druckverluste verringern“, sagt Markus Körber, Produktmanager im Geschäftsbereich Haustechnik bei Fränkische.
Die mit dem Rohrbieger-Set erzeugten Richtungsänderungen sollen optimale Strömungsbedingungen ermöglichen und Fließgeräusche in der Leitung vermindern. Die Handbiegegeräte sind für die Dimensionen 16 x 2 mm und 20 x 2 mm erhältlich und als Set in einem Koffer verpackt.

Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, Hellinger Str. 1, 97486 Königsberg, Tel.: 09525 88-2357, Fax: -2153, info.gb_h@fraenkische.de, www.fraenkische.de

 

 

 

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Wed, 22 Jan 2020 06:56:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_66_FRAENKISCHE_alpex_Rohrbieger-Set_b85556275a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_66_FRAENKISCHE_alpex_Rohrbieger-Set_a318b26d89.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/66_FRAENKISCHE_alpex_Rohrbieger-Set.jpg
news-29323 Unternehmerische Hausaufgaben machen https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/unternehmerische-hausaufgaben-machen/  

„Es regnet Manna in der Branche.“ Diese beliebte und oft wiederholte Aussage des Trendforschers Hans-Arno ­Kloep bringt die Teilnehmer seiner Vorträge regelmäßig zum Schmunzeln. Ganz so aus der Luft gegriffen ist diese Aussage freilich nicht. Die Branche brummt – und das schon seit Jahren. Natürlich geht es nicht allen Betrieben gleichermaßen gut. Dasselbe gilt – das sei nur mal am Rande erwähnt – für Industrieunternehmen oder den Handel. Aber nach wie vor ist die konjunkturelle Lage im SHK-Handwerk höchst erfreulich. Für die Betriebe heißt das „Arbeit satt“.1, 2)
Doch angesichts knapper personeller Ressourcen und voller Auftragsbücher vergisst so mancher Unternehmer, die ­eigenen betrieblichen Baustellen abzuarbeiten. Die Monteure besuchen keine Weiterbildungsmaßnahmen mehr, die digitale Transformation und betriebliche Optimierungsmaßnahmen werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Es läuft ja gerade so gut. Und, um in der Sprache des Trendforschers Kloep zu bleiben: „Das Manna muss eingesammelt werden, bevor es andere tun.“
Fakt ist aber auch, dass inzwischen zahlreiche Global Play­er den wirtschaftlichen Wert und die Potenziale der SHK-Branche erkannt haben und kräftig investieren. ­Google sucht schon seit geraumer Zeit Zugänge zur Branche und bei Amazon ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Dienstleistungen für haustechnische Anlagen online bestellt werden können. SHK-Hersteller stocken ihre Service- und Montageteams auf und Baumärkte punkten längst schon beim Kunden, indem sie Verkauf und Montage anbieten.
Noch ist Arbeit für alle da. Doch die wirtschaftlichen Vorzeichen hierzulande stehen auf Abschwächung. Dass sich die SHK-Branche in den vergangenen Jahren unabhängig von der allgemeinen Konjunktur stets positiv entwickelt hat, mag richtig sein. Ein Garant dafür, dass Handwerk auch in den kommenden Jahren weiter brummt, ist es aber kaum. Und so könnte manch ein Betrieb, der heute ausgelastet ist und vielleicht sogar Kunden abweisen muss, in Zukunft in die sprichwörtliche Röhre schauen, wenn die online gut aufgestellte Konkurrenz am Handwerk vorbei den Kunden auf die Seite zieht. Die digitalen Instrumente zur Kundenansprache beherrschen die branchenfremden Unternehmen – und präsentieren sich im Web deutlich sichtbarer als viele Fachbetriebe.
Und was heißt das für 2020? Die unternehmerischen Hausaufgaben müssen trotz voller Auftragsbücher gemacht werden. Dazu gehört die digitale Transformation mit all ihren Facetten – vom Internetauftritt über das Angebotswesen bis hin zur digitalen Kundenakte. Außerdem sollten regelmäßige Weiterbildungen für Führungskräfte, Monteure und Lehrlinge zum Pflichtprogramm gehören. Webinare sind eine Möglichkeit, sich ohne großen Aufwand weiterzubilden. Und digitale Bad- oder Heizungsplaner lassen sich intelligent in die eigene Homepage integrieren. So lässt sich ein Teil der Angebotsarbeit auf den Kunden übertragen. Wie das konkret ausschaut, das erfahren Sie unter www.ikz-select.de (Bereich Vorteilswelt). Auf unserer Community-Website finden Sie auch unser aktuelles Webinar-Angebot, das kontinuierlich ausgebaut wird.
Daneben muss natürlich ausreichend Nachwuchs ausgebildet und bei vielen Betrieben auch die Nachfolge geregelt werden. Viel zu tun also in 2020.

Wir – das gesamte Redaktionsteam der IKZ – wünschen ­Ihnen dabei viel Erfolg!

Markus Sironi
Chefredakteur und Handwerksmeister
m.sironi@strobelmediagroup.de

1) Siehe Interview „Wer seinen Ölkessel reparieren lässt…“ ab Seite 48 in dieser Ausgabe.
2) Siehe Meldung „Konjunktur Herbst 2019 – Auftragseingänge auf hohem Niveau“ ab Seite 14 in dieser Ausgabe.

 

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Tue, 21 Jan 2020 08:08:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/1/csm_003_55926b816d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/1/csm_003_10bfa9eef3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_19_23_24/003.jpg
news-29441 Grüner Strom-Label fördert Weiterbetrieb von Post-EEG-Anlagen https://www.ikz.de/erneuerbare-energien/news/detail/gruener-strom-label-foerdert-weiterbetrieb-von-post-eeg-anlagen/ Für die ersten Photovoltaik-Anlagen läuft in diesem Jahr die Förderung nach EEG aus. Der Grüner Strom Label e.V. und seine Trägerverbände wollen den Weiterbetrieb bestimmter Anlagen nach Ende ihrer Förderung unterstützen. Dazu hat der Verein ein Positionspapier veröffentlicht, das die Kernpunkte der geplanten Förderung beschreibt.  

„Wir wollen Energieanbietern ermöglichen, Grüner Strom-Fördergelder für ökologisch sinnvolle Post-EEG-Anlagen einzusetzen. Ob eine Anlage förderfähig ist, wird anhand verschiedener Kriterien geprüft werden, zum Beispiel in Bezug auf Anlagenart, Größe, Standort oder Einfluss auf die Umwelt. Überförderungen und Fehlanreize werden damit ausgeschlossen“, sagt Daniel Craffonara, Geschäftsführer des Grüner Strom Label e.V.

Angedachtes Prinzip

Energieanbieter, die ein Ökostromprodukt mit dem Grüner Strom-Label zertifizieren lassen, verpflichten sich, einen festen Betrag je kWh Ökostrom binnen zwei Jahren in Energiewende-Projekte zu investieren. So werden unter anderem Photovoltaik-Anlagen, Windenergieanlagen sowie Energieeffizienz-, E-Mobilitäts- oder Bildungsmaßnahmen gefördert. Vor der Projektrealisierung werden sowohl ökologische als auch ökonomische Kriterien überprüft. Diese Kriterien können nun auch auf Post-EEG-Anlagen angewendet werden.
Die Förderung einer Post-EEG-Anlage kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen, zum Beispiel durch die Förderung des Strombezugs aus Post-EEG-Anlagen, den Kauf von Post-EEG-Anlagen oder sonstige Maßnahmen, die für den Weiterbetrieb notwendig oder förderlich sind.

Hintergrund
Das Grüner Strom Label zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Grüner Strom-Label für Ökostrom mit Mehrwert und das Grünes Gas-Label für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen, u.a. Nabu, BUND, Eurosolar und die Verbraucher Initiative.

Das Positionspapier „Förderung von Post-EEG-Anlagen in der Grüner Strom-Zertifizierung“ ist zu finden unter: https://www.gruenerstromlabel.de//aktuelles/post-eeg-anlagenfoerderung/

 

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Tue, 21 Jan 2020 07:39:27 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm__KW04__postEEG1_dd6ce74d6a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm__KW04__postEEG1_683edcf0dd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/ENERGY/2020_News/_KW04__postEEG1.jpg
news-29378 Solar-Computer: Software zur Wohnungslüftung nach DIN 1946-6 https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/solar-computer-software-zur-wohnungslueftung-nach-din-1946-6/ Das neue Solar-Computer-Programm „Wohnungslüftung DIN 1946-6/18017-3“ (Best.-Nr. L47) orientiert sich im Bearbeitungsablauf an das von der im Dezember 2019 erschienenen Norm DIN 1946-6 vorgeschriebene Schema: Prüfen der Notwendigkeit für ein Lüftungskonzept und Festlegen der lüftungstechnischen Maßnahmen; Auswählen der Lüftungssysteme; Bestimmen der Außenluftvolumenströme durch Infiltration; Festlegen der Außenluftvolumenströme durch freie bzw. ventilatorgestützte Lüftung und erforderlichen Maßnahmen und Komponenten.  

Das Programm unterstützt insbesondere die Details der im Kap. 9 der DIN 1946-6 beschriebenen kombinierten Lüftungs­sys­teme mit getrennten Lüftungsbereichen einer Nutzeinheit, Lüftungsbereichen mit mehreren sich überlagernden Lüftungsmaßnahmen (u.a. Zu-/Abluftsysteme in Kombination mit Entlüftungsaustausch nach DIN 18017-3) sowie Hybridlüftungen. Relevante Zwischenergebnisse lassen sich bereits während der Bearbeitung in optional in die Bedienoberfläche andockbaren Dialogen einsehen und kontrollieren.
Das Programm bietet in seinem vollen Umfang neben der Möglichkeit zur Nachweiserstellung für die Wohnungslüftung auch solche für EnEV, DIN V 18599 und/oder Heizlast DIN EN 12831-1 zu erstellen: Aus dem EnEV- bzw. Heizlastprogramm lassen sich Gebäudestruktur und Raumflächen in die Wohnungslüftung übernehmen, dort hinsichtlich Nutzungseinheit und Lüftungszonen gemäß neuer DIN 1946-6 verarbeiten und mit den Werten für die Lüftungszonen rücktransferieren.

Solar-Computer GmbH, Mitteldorfstr. 17, 37083 Göttingen, Tel.: 0551 79760-0, Fax: -77, info@solar-computer.de, www.solar-computer.de

 

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Tue, 21 Jan 2020 07:27:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/d/csm_58_Solar-Computer_0c63a452c8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/d/csm_58_Solar-Computer_aaad7662e5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/58_Solar-Computer.jpg
news-29394 Flamco: Luft- und Schmutzabscheider für Heizungsanlagen https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/flamco-luft-und-schmutzabscheider-fuer-heizungsanlagen/ Vor dem Hintergrund, dass Luft und Schlamm einen wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb einer Heizungsanlage behindern, hat Flamco die neuen Luft- und Schlammabscheider der Linie „XStream“ im Programm. Sie arbeiten mit einem ECO-/MAX-Stand.  

Der MAX-Stand wird hauptsächlich beim Start des Systems verwendet. Dann wird das gesamte Leitungswasser durch den „XStream“ geführt, sodass die unerwünschten Bestandteile schnell abgefangen werden. Im ECO-Stand hat der Abscheider einen geringeren Widerstand und Druckabfall als im ECO-Stand. Denn nur ein Teil des Leitungswassers wird durch den Abscheider geleitet.
Den „XStream“ gibt es in drei Ausführungen: als Luftabscheider den „XStream Vent“, den „XStream Clean“ als Schlammabscheider und als kombinierter Luft- und Schlammabscheider den „XStream Vent-Clean“. Jedes Modell hat einen um 360 Grad drehbaren Anschluss und kann somit in vertikalen, horizontalen und diagonalen Leitungen installiert werden. Dabei braucht die Strömungsrichtung der Anlage nicht berücksichtigt werden, was Montagefehler vorgebeugt. Die Abscheider sind darüber hinaus mit drei Anschlüssen erhältlich: Innengewinde, Klemmverschraubung flachdichtend.

Flamco GmbH, Gold-Zack-Str. 7-9, 40822 Mettmann, Tel.: 2104 8000620, info@flamco.de, www.flamco.de

 

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Tue, 21 Jan 2020 06:56:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_31_Flamco-XStream_d0bddf26e5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_31_Flamco-XStream_ca4b59e4ce.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/31_Flamco-XStream.jpg
news-29439 Erste Schulungen zu den neuen TRF – Anmeldungen laufen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/erste-schulungen-zu-den-neuen-trf-anmeldungen-laufen/ Die neuen Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) kommen, Heizungsbauer sollten sie unbedingt kennen. Deshalb veranstaltet Flüssiggasversorger PRIMAGAS, gemeinsam mit dem DVGW, jetzt in ganz Deutschland spannende Schulungen – und übernimmt sogar einen Teil der Gebühren.  

Das geballte Wissen über die neuen Anforderungen, praktisch orientiertes Rahmenprogramm, spannende Experimente und mehr: Von den exklusiven Schulungen profitieren alle SHK-Fachpartner, Auszubildende und Gesellen, die Flüssiggas-Anlagen bauen oder daran interessiert sind – und das vor allen anderen. Denn PRIMAGAS ist der erste Flüssiggasversorger, der Profis in ganz Deutschland rund um die neuen TRF schult; gemeinsam mit den Experten des DVGW. 

Günstige Teilnahme, begrenzte Anzahl von Plätzen
PRIMAGAS beteiligt sich sogar an den Teilnahmegebühren. So zahlen Interessierte für die ganztätige Schulung nur 99 Euro – inklusive Zertifikat. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme für eine Schulung in Ihrer Nähe und gehören Sie zu den Ersten, die mit dem neuen Regelwerk vertraut sind.

Einfach online anmelden unter www.trf2020.de!

 

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Mon, 20 Jan 2020 13:13:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm__KW04_Strobel-Verlag_Bild_3528964a49.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm__KW04_Strobel-Verlag_Bild_bd20168c6d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2020/Januar_2020/_KW04_Strobel-Verlag_Bild.jpg
news-29440 Ewald W. Schneider GmbH: Böhl übernimmt das Marketing https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ewald-w-schneider-gmbh-boehl-uebernimmt-das-marketing/ Geestland/Starnberg. Die Ewald W. Schneider GmbH hat im Rahmen ihrer Expansionsstrategie weitere Maßnahmen getroffen. Tanja Böhl übernimmt am 1. April 2020 die Leitung des Marketings und auch des Bewerbermanagements.  

Der SHK-Branchenprofi für strategisch wichtige Personalentscheidungen freut sich auf „eine herausragende Kennerin für das Marketing und das Bewerbermanagement“. Tanja Böhl kann nach Unternehmensabgaben auf langjährige internationale Erfahrungen auf gehobenem Managementniveau zurückblicken. Sie spricht neben Deutsch und Russisch als Muttersprache, auch Englisch, Französisch und Italienisch.

www.ewald-w-schneider.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 12:18:43 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm__KW04_Boehl-Tanja-SCHNEIDER_ced3add885.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm__KW04_Boehl-Tanja-SCHNEIDER_d51bffc59e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/Meldungen/2020/Januar_2020/_KW04_Boehl-Tanja-SCHNEIDER.jpg
news-29438 Willkommen 2020! https://www.ikz.de/medien/ikz-haustechnik/standpunkte/news/detail/willkommen-2020/  

Das Jahr 2020 ist noch jung, gerade einmal drei Wochen alt, und doch hat es Großes im Sinn: Es will dazu beitragen, dass es uns gut geht.
Ganz so ist es nun doch nicht. Das Jahr 2020 hat kein Eigenleben, es ist nicht mehr als eine willkürlich vom Menschen festgelegte Zeiteinteilung. Und doch hegen wir mit einem Jahreswechsel Erwartungen und Hoffnungen an ein neues Jahr: Bleiben die Sorgen hinter uns? Wird das Jahr von Glück beseelt sein? Geht es wirtschaftlich bergauf?
Gerade die letzte Frage interessiert Selbstständige im Handwerk. Denn es mehren sich die Nachrichten einer Abschwächung in Deutschland. Dies betrifft in erster Linie die produzierende Industrie wohlbemerkt, nicht das Handwerk. Auch im Jahr 2020 sollte sich an der guten Konjunktur im ausführenden Gewerbe nicht viel ändern. Handwerkliche Tätigkeiten werden nach den jetzigen Prognosen weiterhin stark nachgefragt. Einmal mehr erweist sich diese Sparte als recht stabiler Pfeiler in Deutschland.
Und doch: Was die allermeisten Handwerksarbeitgeber in diesem und mit hoher Sicherheit auch die nächsten Jahre noch begleitet, ist der Personalmangel. Die Suche nach Fachkräften und Auszubildenden bleibt schwierig – und für manche erfolglos. Hoffnung kann das sogenannte Fachkräfteeinwanderungsgesetz bringen. Es tritt im März in Kraft und soll die Migration von qualifizierten Arbeitskräften nach Deutschland erleichtern.
Gewinnen kann das Handwerk mit der Bezeichnung „Bachelor Professional“ – demnächst darf ein Meister diese Bezeichnung zusätzlich tragen. Dem hat Ende November der Bundesrat zugestimmt, weil er darin u. a. eine Stärkung der beruflichen Bildung sieht und das Handwerk im internationalen Vergleich eine Aufwertung erfahren würde. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass für einige Berufe die Meisterpflicht zur Führung eines Handwerksbetriebes wieder eingeführt wurde. Nach der Abschaffung vor 16 Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, was die Branche seit jeher wusste: Mit einer qualifizierten Berufsausbildung gewinnt die gesamte Gesellschaft.
Und wenn alles gut läuft, schaffen das Klimapaket und die damit verbundenen Gesetze einen positiven Rahmen für das Gewerk Heizungsbau. Ein wichtiger Faktor, um sich von der sonstigen Konjunkturlage ein Stück weit frei zu machen.
Alles in allem dürfen wir mit Zuversicht das erwarten, was auf uns zukommt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion ein gutes Jahr 2020.


Detlev Knecht
stv. Chefredakteur IKZ-HAUSTECHNIK
d.knecht@strobelmediagroup.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 10:48:39 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_Knecht_Edi_a85829e938.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_Knecht_Edi_329e6bbf96.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/Knecht_Edi.jpg
news-29437 Erstaunliche und genaue Badplanungen mit „Innoplus“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/erstaunliche-und-genaue-badplanungen-mit-innoplus/ Compusoft Innova möchte es Küchen- und Badfachhändlern ermöglichen, aus traumhaften Räumen „Wirklichkeit werden zu lassen“. Denn: Planung ist das eine, Genauigkeit das andere.  

Mit der 3D-Badplanungssoftware „Innoplus“ soll es gelingen, eindrucksvolle Planungen in weniger als 15 Minuten zu erzeugen und sich dabei auf die exakten Maße zu verlassen. „Dafür sorgt unser Team von Katalog-Designern, die unsere Kataloge ständig aktualisieren und so gewährleisten, dass die Abmessungen und Details zu 100 % genau sind.“ So lautet das Versprechen des Unternehmens aus Dresden.

Ziel sei eine „schlüssige produktive Verbindung zwischen Endkunde, Fachhandwerker, Sanitär-Großhandel und Industrie“ herzustellen. Für Haustechnikunternehmen könnte eine virtuelle Bad-Präsentation auf Basis einer 3D-Planungssoftware vor allem dann interessant sein, wenn die Räumlichkeiten nicht ausreichen, um eine eigene Badausstellung zu präsentieren, oder für Kunden der Weg zur nächsten Großhandelsausstellung zu umständlich erscheint.

Hier geht es zum kostenlosen Test der Badplanungslösung.

 

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Mon, 20 Jan 2020 10:46:47 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_028-002_0a958f9871.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_028-002_b9501fbb2b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-plus/Digital/Digital_Dummy/028-002.jpg
news-29436 Zentralverband – Kurz und bündig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/zentralverband-kurz-und-buendig-d481b96876/  

Behälter- und Apparatebau

Meisterpflicht kommt zurück
Seit dem 1. Januar 2020 ist eine wichtige Änderung der Handwerksordnung (HwO) wirksam: Bei den Behälter- und Apparatebauern besteht erneut Meisterpflicht. Einen Bestandsschutz soll es allerdings für Betriebe geben, die in den vergangenen Jahren gegründet wurden und damit von der Meisterpflicht ausgenommen waren.
Eine seit über 15 Jahren bestehende Fehlentwicklung ist damit korrigiert worden. Denn jetzt ist das Behälter- und Apparatebauerhandwerk wieder in der Anlage A der HwO gelistet. Der Entscheidung von Bundestag und Bundesrat im Dezember 2019 war ein langjähriger Verfahrensweg vorausgegangen, auf dem sich der ZVSHK für die Rückführung stark gemacht hatte. Es gab mehrere Expertisen und umfassende Stellungnahmen bis hin zu einer finalen Anhörung im Bundeswirtschaftsministerium, in der Andreas Müller (Geschäftsführer Technik im ZVSHK) und Bundesfachgruppenleiter Thomas Kliewe die Notwendigkeit einer Korrektur bekräftigten. Im ständigen Umgang mit der Druckbehälterverordnung und durch etliche gefahrengeneigte Tätigkeiten sei die Eingruppierung dieses Handwerksberufes in die Anlage B der HwO (ohne Meisterpflicht) eine eklatante Fehleinschätzung der dort üblichen Arbeitsgebiete, lautete der Tenor in der Argumentation der SHK-Verbandsorganisation.

20. Klempnertag

Neu: Branchentreff in Ulm

In diesem Jahr findet der Klempnertag zum 20. Mal statt – und für die zweitägige Jubiläumsveranstaltung am 18. und 19. März gibt es den neuen Standort Ulm. Frühbucher unter den Fachleuten aus dem Gewerk der Klempner, Spengler und Flaschner konnten sich bereits über die Webseite www.klempnertag.de die Teilnahme zu vergünstigten Konditionen sichern. In der Zeit danach besteht weiterhin online die Möglichkeit der Anmeldung. Für Mitglieder der SHK-Organisation kostet das Zwei-Tage-Ticket netto 260 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen 360 Euro (jeweils plus MwSt.).
Das Fachprogramm verspricht einen interessanten Branchentreff:

  • Metallene Ästhetik in der Architektur,
  • Vorstellung Lehrgang „Fachkraft für Klempnertechnik“,
  • Berufliche Kompetenzen erkennen,
  • Die neue App „Klempnerfachregel“,
  • Weiterbildungsmaßnahme „Leitmonteur im Klempnerhandwerk“,
  • Nachgerechnet! Abtrag von Kupfer und Zink zuverlässig nachweisen,
  • Neue Regelungen bei der Abnahme,
  • Beispiel zur Schadensbewertung,
  • Möglichkeiten im Spengler-Netzwerk iiB,
  • Chancen für Betriebe durch SocialMedia.


Diese und weitere Themen werden mit namhaften Experten diskutiert. Wie bereits auf dem letzten Klempnertag vor zwei Jahren in Würzburg moderiert der Mainzer Klempnermeister Thomas Neger das Fachprogramm.
Die Webseite veröffentlicht bis zur Veranstaltung entsprechende News, informiert über das Angebot an Übernachtungen und nennt Details zum Rahmenprogramm. Auch gibt es Infos zur Begleitausstellung, die den Klempnertag erneut bereichert und das passende Forum zum Fachsimpeln bieten wird.

 

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Mon, 20 Jan 2020 10:29:25 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_014_1_9b9c41783b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_014_1_3da462274d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/014_1.jpg
news-29435 Per Smartphone heizen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/per-smartphone-heizen/ Erwartungshaltung im Zeitalter von Alexa, Siri & Co.  

Unter dem Motto „Smart Living im Heizungsmarkt“ gab es Mitte November 2019 in Berlin eine erste informelle Veranstaltung für Innungsbetriebe, die ihren Kunden passende digitale Lösungen für die Heizung und darüber hinaus für die Gebäudetechnik bieten möchten. Bald werden etliche SHK-Landesverbände ebenfalls ein solches halbtägiges Infotreffen anbieten.

Für Innungsbetriebe aus der Hauptstadt und aus Brandenburg öffnete das SHK-Kompetenzzentrum Berlin am 14. November 2019 seine Türen für eine Pilot-Veranstaltung. Das halbtägige Infotreffen konzentrierte sich unter dem Motto „Smart Living im Heizungsmarkt“ auf das Angebot digitaler Möglichkeiten für den Heizungsfachbetrieb, um seinem Kunden beispielsweise die Nutzeroberfläche für die Heizungssteuerung aufs Smartphone zu bringen.
Berlin war die erste Station für eine ganze Reihe von Veranstaltungen, mit denen die SHK-Organisation ihre Mitgliedsbetriebe fit machen möchte für die zeitgemäße Visualisierung und Aktivierung moderner Heizsysteme. Denn unterstützt durch Assistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant dringen Smartphones mit ihren Möglichkeiten immer weiter vor in die Gebäudetechnik.

Rasant wachsende Entwicklungen
Der zukunftsorientierte SHK-Fachbetrieb sollte Bescheid wissen über diese rasant wachsenden Entwicklungen. Dabei drängen sich Fragen auf. Zum Beispiel:

  • Wie weit sollen handwerklich erstellte Heizungsanlagen übers Internet bedienbar sein?
  • Wer verdient an diesen Dienstleistungen, die der Fachbetrieb seinem Kunden zur Verfügung stellt?
  • Und was ist heute für den Fachbetrieb realisierbar und sinnvoll, damit Heizungsanlagen effizient bedient bzw. überwacht werden können?

Antworten darauf gaben kurze Vorträge bzw. der fachliche Austausch mit Spezialisten einiger Hersteller. Dabei ging es zunächst um die Nutzung einfacher Hersteller-Apps. Mehr als eine Insellösung rund um den häuslichen Wärmeerzeuger bietet dieses digitale Angebot jedoch nicht.
Wer mehr erwartet, nämlich ein Energiemanagement, bekommt mit dem Standard EEBUS weit mehr Möglichkeiten, um die Haus- und Gebäudetechnik effizienter zu machen. Hier lassen sich unterschiedliche Kompetenzbereiche für den Nutzer sowie für den Fachbetrieb einrichten, um die Anlage möglichst energiesparend und sicher betreiben zu können. So vermag beispielsweise die Brennstoffzelle mit dem Elektroauto zu kommunizieren und wird dann den erforderlichen Strom liefern, wenn das Auto geladen werden soll.
Als „Große Lösung“ bezeichnete Dr.-Ing. Matthias Wagnitz, Referent für Heizungstechnik im ZVSHK, die Einsatzbereiche für das Bussystem KNX, mit dem sich Steuer- und Regelsysteme für Wärme, Licht, Beschattung und etliches mehr kombinieren lassen. Diese Technik umfasst als integriertes Gebäudeenergiemanagement erweiterte Möglichkeiten. „Das wird ohne Kompetenzen im Bereich Elektro nicht gehen“, machte Wagnitz in seinem Vortrag deutlich, „denn dazu sind Netzwerktechnik und darüber hinausgehende Spezialkenntnisse erforderlich.“ Das bedeute Fortbildung oder Kooperation mit einem Elektrofachbetrieb.

Mehr als Wärme und Strom
Dem Energiemanagement der Zukunft misst die Veranstaltungsreihe einen großen Stellenwert bei. Sei es durch den Einsatz eines Brennstoffzellengerätes in Kombination mit einem Spitzenlastkessel. Sei es durch eine intelligente Lastverteilung, damit beispielsweise E-Mobilität und Durchlauferhitzer nicht auf Kollisionskurs geraten.
Die Betriebssicherheit in der Gebäudetechnik stützt sich allerdings nicht nur darauf, dass einzelne technische Komponenten einen guten Job machen. Es geht auch um einen möglichst umfassenden Schutz von Daten, die sich in Steuergeräten, in einer (Hersteller-)Cloud und nicht zuletzt beim Fachbetrieb sammeln. Schon in der ersten Veranstaltung gab es dazu interessante Diskussionsbeiträge.

Etliche Termine im ersten Quartal
Einige SHK-Landesverbände starten bereits im ersten Quartal mit einer mehrstündigen Infoveranstaltung, die von einer kleinen Produktausstellung begleitet wird. Erläuterungen zu „Smart Living im Heizungsmarkt“ und bereits feststehende Termine finden Mitgliedsbetriebe unter www.zvshk.de (im Suchfeld den Quicklink QL78123584 eingeben).

Bilder: ZVSHK / Thomas Dietrich

 

ZVSHK und Kompetenzzentrum beschließen Partnerschaft
Der ZVSHK hat mit dem „Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Planen und Bauen“ einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Das wichtigste Vorhaben dabei ist es, zukünftig gemeinsam zielgruppenspezifische Digitalisierungsangebote für das SHK-Handwerk zu entwickeln.
„Mit unserem neuen Kooperationspartner gewinnen wir einen starken, erfahrenen Partner, um unsere eigenen Aktivitäten mit Blick auf die Digitalisierung der Geschäftsprozesse unserer Betriebe zu optimieren“, sagt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, zum Vertragsabschluss. Die praxisgerechte Umsetzung digitaler Lösungen werde dabei von beiden Kooperationspartnern als das übergeordnete Ziel angesehen.
Die Kooperationsvereinbarung begründet eine ideelle Partnerschaft. Über seinen Betriebswirtschaftlichen Ausschuss hat der ZVSHK hierzu bereits das Pilotprojekt „Digitale Bauakte“ gestartet. Dieses Projekt wird aus Sicht des ZVSHKs den Service Open Datapool befruchten und das Thema BIM für das Handwerk zugänglicher machen.
Das Kompetenzzentrum Planen und Bauen ist Teil von Mittelstand-Digital, der Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Als neutrale Stelle informiert es vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung.

 

 

 

 

 

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Mon, 20 Jan 2020 10:00:40 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_016_1_490b7b8463.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_016_1_d4204bdb99.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/016_1.jpg
news-29434 Bedarf fürs Pflegebad erforschen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bedarf-fuers-pflegebad-erforschen/ Voraussetzungen für altersgerechtes Wohnen schaffen  

Der ZVSHK hat im November 2019 eine Machbarkeitsstudie zum Thema Pflegebad gestartet. Gefördert wird das Projekt vom Spitzenverband der Kranken- und Pflegekassen in Deutschland (GKV). Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Ausführung und Zuschussfinanzierung pflegegerechter Bäder im Rahmen einer Wohnungsanpassung über die Pflegeversicherung zu optimieren.

6 m2 Bad reichen nicht
Möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen – diesem Wunsch vieler älterer Menschen steht oft entgegen, dass das Badezimmer in seiner Schlüsselfunktion nicht passend ausgestattet ist. Annähernd 9 Mio. Kleinstbäder sorgen auf nicht einmal 6 m2 für beengte Verhältnisse. „Doch was genau fehlt im Bad? Welche baulichen Anforderungskriterien sind zu berücksichtigen? Wie gelingt ein Umbau? Wie kann die Pflege im Bad optimal gelingen? Wie sieht ein passendes Qualifikationskonzept für das Handwerk aus? Antworten auf diese Fragen will das Sanitärhandwerk mit seinem neuen Forschungsprojekt ermitteln“, sagt ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann.

Handlungsbedarf ist offensichtlich
Der Notfall ist heute oft an der Tagesordnung. Bedingt durch Unfall oder Krankheit lassen sich die vertrauten vier Wände nicht mehr wie bisher bewohnen. Oft muss unter Zeitdruck nach einer Lösung gesucht werden, damit das Zuhause – und insbesondere Bad und WC – nach Krankenhausaufenthalt oder Reha-Maßnahme weiter genutzt werden können.
Schon die 2018 veröffentlichte ZVSHK-Studie „Erfolgsfaktor Badezimmer für die ambulante Pflege“ hat offenbart, dass Bäder, die über einen Pflegezuschuss angepasst wurden, für die ambulante Pflege nicht hinreichend nutzbar sind. Matthias Thiel, beim ZVSHK als Koordinator mit den Themen rund um den demographischen Wandel vertraut, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Es mangelt gegenwärtig an einer baulichen Qualitätssicherung, die gewährleistet, dass Leistungen der Pflegeversicherung an Pflegebedürftige im Rahmen der Wohnungsanpassung ­adäquat eingesetzt werden. Statt Stückwerk von unprofessioneller Hand bedarf es zukünftig klarer baulicher Empfehlungen, damit Fördergeld tatsächlich bestmöglich eingesetzt wird und nachhaltig wirken kann.“

Zehn Monate Forschungszeit
Das jetzt vom ZVSHK initiierte Forschungsvorhaben wird sich mit den Notwendigkeiten im Pflegebad auseinandersetzen. Innerhalb von zehn Monaten werden Experten-Workshops mit Handwerkern, mit Industrievertretern, mit Architekten und Planern sowie mit Pflegekräften und pflegenden Angehörigen durchgeführt.
Bei den insgesamt über 46 Mio. Bestandsbädern in Deutschland gibt es gängige Grundrisse. Sie lassen sich in Bezug auf Umbau, Ausstattung und Kosteneffizienz bewerten. Und zum Nutzen der Baufachleute entstehen daraus Handlungsempfehlungen.  
Projektpartner sind das SIBIS Institut für Sozial- und Technikforschung, die Dr. Lautsch & Lautsch-Wunderlich Architekten sowie die GSW Sigmaringen (Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau). Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse ist im Herbst 2020 geplant.

 

statement.-Ausgabe mit Schwerpunkt Pflegebad
Die größte Herausforderung für eine pflegegerechte Anpassung stellen Kleinstbäder unterhalb von 6 m2 Fläche dar – in Deutschland sind es etwa 9 Mio. Der ZVSHK hat sich bereits eingehend mit bestehenden Schwierigkeiten und Lösungen rund ums Pflegebad beschäftigt. Als wegweisend gilt hier die Studie „Erfolgsfaktor Badezimmer für die ambulante Pflege“ (ZVSHK, 2018). Wichtige Erkenntnisse daraus präsentiert die neue statement.-Ausgabe ebenso wie Einblicke in künftige Projekte und Vorhaben zum Thema Pflegebad. Auch kommen Experten aus Sanitärhandwerk, Wissenschaft und Politik zu Wort, die jeweils aus ihren Blickwinkeln das Bad in seiner Schlüsselfunktion für ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden kommentieren.
„statement.“ (Nr. 20) lässt sich auf schnellem Weg erreichen: Den Download findet man unter www.zvshk.de (im Suchfeld als Begriff den Quicklink QL08122777 eingeben).

 

Webinar-Tipp
Pflegegerechte Bäder planen, bauen und abrechnen
Für Fachhandwerker ist der Umbau in alters- bzw. pflegegerechte Bäder eine Harausforderung. Bewährte Grundrisslösungen greifen nicht mehr. Erforderlich sind neue bauliche Lösungen auf engstem Raum, die es Angehörigen und ambulanten Pflegediensten erleichtern, Menschen zu Hause im Bad zu versorgen. Worauf in diesem Zusammenhang zu achten ist und welche Zuschüsse es seitens der Kassen gibt, das beleuchtet das Webinar „Pflegegerechte Bäder planen, bauen und abrechnen“ von ZVSHK und IKZ-ACADEMY.
Das Webinar findet am 6. Februar um 16:30 Uhr statt und dauert 45 Minuten. Die Teilnehmergebühr beträgt 49,– Euro. Für Select-Premium-Mitglieder ist die Veranstaltung kostenfrei.

Link führt direkt zur Anmeldung
http://bit.ly/pflegebäder

 

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Mon, 20 Jan 2020 09:36:11 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_018_1_0a2618dbe9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_018_1_1188e2b093.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/018_1.jpg
news-29433 Meinung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/meinung-1/ Klimaschutz und Bildung – zwei Seiten einer Medaille  

Ob „schwarze Null“ oder „rote Null“; auch der Bundesfinanzminister kann jeden Steuer-Euro nur einmal ausgeben. Angesichts der Herausforderungen, die unser Land in den nächsten Jahren wird stemmen müssen, ist das eine eher ernüchternde Erkenntnis – zumal die aktuelle Bundesregierung weiterhin eher geneigt ist, große Teile des Steueraufkommens für soziale Wohltaten aufzuwenden, statt zielgerichtete Investitionen in Forschung, Infrastruktur, Qualifizierung und andere grundlegende Faktoren für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu lenken.
Deutschland ist noch die größte Volkswirtschaft in Europa und die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit. Die Politik scheint davon auszugehen, dass dies ein unumstößliches Naturgesetz ist. Geld spielt keine Rolle! Es ist irgendwie da. Ob die Rettung des Euro, die Bewältigung der Flüchtlingskrise oder auch die Folgekosten der Energiewende, die Frage, wie viele Steuermittel hierfür tatsächlich aufgewendet werden können, ohne andere wichtige Aufgaben zu vernachlässigen, ist in den letzten Jahren nie gestellt worden. Oder anders ausgedrückt: Die Frage der Finanzierbarkeit trat zurück hinter den Anspruch, „Gutes“ im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, Rettung Europas oder gar des Planeten zu tun. Mit höheren Zielen lässt sich eben alles begründen. Koste es, was es wolle.
Der beste Beleg hierfür ist aktuell der Klimaschutz. Ja, wirksamer Klimaschutz kostet Geld. Ja, jede Regierung hat das Recht bzw. sogar die Pflicht, Maßnahmen zu finanzieren, die die negativen Folgen des Klimawandels bekämpfen. Hierzu zählen aber nicht allein die Verteuerung von Flugreisen oder die höhere Besteuerung fossiler Energieträger. Unser Land und seine Menschen haben das Potenzial, technologische Innovationen zu schaffen, deren Anwendung in den kommenden Jahren ungleich größere Auswirkungen auf den Schutz des Weltklimas
haben kann. Der Schlüssel liegt also in der Förderung von Technologieoffenheit, statt Tabus und Verboten. Es liegt in der politischen Verantwortung, hierfür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu setzen. Aber statt etwa die Förderung der Künstlichen Intelligenz im Land zu intensivieren, hat Berlin die geplante Investitionssumme gekürzt.
Noch schlimmer steht es beim Thema Bildung. Bildung, die einzige wirkliche Ressource, die unser rohstoffarmes Land hat, wird von der Politik nach wie vor sträflich vernachlässigt. Die Ergebnisse der neuen PISA-Studie fallen katastrophal aus. Jeder fünfte Schüler versteht demnach nur einfache Sätze. Jeder Dritte empfindet Lesen als Zeitverschwendung. Der Trend bei Mathematik und Naturwissenschaften sinkt weiter ab. Investitionen in eine bessere Bildung sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Aber hier belässt es die Politik bei den bekannten Sonntagsreden. Die Steuermilliarden fließen woanders hin. Dabei braucht auch Klimaschutz eine bessere Bildung. Sie ist ebenso Voraussetzung für technische Innovationen wie auch für die Qualifizierung derjenigen, die neue Technologien zu den Menschen bringen: Im Fall von Häusern und Wohnungen, von Heizungen und Bädern sind das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gewerke.
Fachkräftemangel und fehlende Ausbildungsreife werden für unser Handwerk, das sich mit den zukunftsweisenden Themen dieser Gesellschaft befasst, zu einer schweren Hypothek. Wir können nur hoffen, dass die Politik bald erkennt: Klimaschutz und Bildung sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Genauso wie übrigens auch Wirtschaftsfreundlichkeit und Wohlstand!

 

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Mon, 20 Jan 2020 09:28:50 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/a/csm_019_440cc60ffe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/a/csm_019_7ce01af1ac.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/019.jpg
news-29432 Bayern – Hohe Ausbildungsbereitschaft https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bayern-hohe-ausbildungsbereitschaft/ Pressekonferenz und Nikolausempfang  

Im Rahmen des Nikolausempfangs am 6. Dezember 2019 informierte der bayerische SHK-Handwerksverband über seine Aktivitäten und über die bayerische SHK-Branche. Hier eine Zusammenfassung des Tages.

SHK-Geschäftsklimaindex trübt sich ein
Der SHK-Geschäftsklimaindex gilt als Gesamtindex für die bayerische SHK-Branche und wird vom Fachverband SHK Bayern basierend auf der eigenen Konjunkturumfrage alle sechs Monate ermittelt. Der aktuelle Wert fiel im Herbst 2019 um fast 15 Punkte gegenüber seinem Stand vom Vorjahr (2018) auf 72,7 Punkte. Die Gründe für den Abfall waren die getrübten Aussichten der bayrischen Innungsfachbetriebe für die nächsten sechs Monate (- 25,7), die mit einer Gewichtung von 60 % in die Berechnung eingehen. Die aktuelle Ertragslage, die 40 % des Index ausmacht, wurde hingegen als positiv (+ 1,4) empfunden. Außerdem stieg der ohnehin hohe Auftragsbestand ebenfalls an (+ 1,6) und belief sich im Herbst 2019 auf 16 Wochen. Die Innungsfachbetriebe partizipieren weiterhin an der allgemeinen positiven Entwicklung, bedingt durch niedrige Zinsen und die daraus resultierende hohe Investitionsbereitschaft.

Gutes Ergebnis bei Lehrverträgen
Die Anzahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge in den bayerischen SHK-Ausbildungsberufen (Anlagenmechaniker SHK, Spengler, Ofen- und Luftheizungsbauer, Behälter- und Apparatebauer) ist zu Beginn des Lehrjahres 2019/2020 erneut angestiegen. Es handelt sich um die höchste Zahl neu abgeschlossener Lehrverträge seit Jahren. Zurückzuführen ist dies auf die Nachwuchswerbekampagne „Zeit zu starten“, auf die Attraktivität der Ausbildungsberufe sowie auf die ungebrochene Bereitschaft der bayerischen Innungsfachbetriebe, ihrem sozialen Auftrag nachzukommen und jungen Menschen einen Einstieg in das Arbeitsleben im Handwerk zu ermöglichen. Die Ausbildungsquote in den bayerischen SHK-Handwerken beträgt immer noch deutlich über 10 %.

Umfrage zur Ausbildungssituation 2019
Der Fachverband SHK Bayern führte im September 2019 online eine Umfrage zur Ausbildungssituation in der bayerischen SHK-Branche durch. Es stellten ca. 25 % der Betriebe mehr Lehrlinge ein (Vorjahr 22 %). Bei ca. 44 % (49 %) blieb die Einstellungsquote gleich und bei ca. 30 % wurden weniger eingestellt. Es haben ca. 49 % der teilnehmenden Firmen einen oder mehrere Lehrlinge neu eingestellt. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr (72 %) ein deutlich schlechterer Wert.
Bei einer Gesamtbetrachtung der zukünftigen Ausbildungsbereitschaft blieben die sehr guten Ergebnisse des Vorjahres genau gleich: Rund 22 % der Betriebe wollen in Zukunft mehr Lehrlinge und rund 70 % genauso viele Lehrlinge ausbilden; nur 8 % der Betriebe beabsichtigen weniger Auszubildende einzustellen.
Die Ergebnisse der Befragung nach der Qualifikation der Lehrstellenbewerber verschlechterten sich ein wenig: 11 % (11 %) der Befragten waren der Meinung, dass die Qualifikation besser geworden sei, während 52 % (48 %) meinten, sie sei niedriger als im Vergleich der letzten 5 Jahre. Etwa 36 % (40 %) waren der Auffassung, dass die Qualifikation gleich geblieben ist.
Mehr als Dreiviertel der Betriebe sind grundsätzlich bereit, Lehrlinge mit Migrationshintergrund auszubilden. Gut 30 % haben dies bereits getan. Die Erfahrungen im betrieblichen Alltag waren bei knapp 30 % überwiegend positiv. Demgegenüber stehen 23 %, die eher negative Erfahrungen mit diesen Lehrlingen gemacht hätten. Knapp die Hälfte der antwortenden 661 Teilnehmer hat weitgehend dieselben Erfahrungen wie mit allen anderen Auszubildenden gemacht.
Der Fachverband SHK Bayern sieht in diesen Ergebnissen eine sehr positive Tendenz. Denn das Handwerk bildet diese Lehrlinge mit nur geringen Deutschkenntnissen und schwierigen Biografien aus. Manch ein Betrieb integriert sie sogar in die Familien. Das Engagement dieser SHK-/OL-Handwerksbetriebe ist aus Sicht des Verbands beispielhaft „und verdient große Anerkennung“.

Traditioneller Nikolausempfang
Zum Nikolausempfang hatte der bayerische SHK-Handwerksverband Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik ins Künstlerhaus nach München eingeladen. Gekommen waren rund 280 Gäste.
Erich Schulz hielt seine erste Rede auf dem Nikolausempfang als neuer Landesinnungsmeister. Er wurde Mitte Oktober einstimmig von den Delegierten in dieses Amt gewählt. Für ihn ist die gesamte SHK-Branche „erheblichen Herausforderungen“ ausgesetzt, etwa durch die Berliner Klimagesetzgebung oder die Vertriebsstrategien einiger Marktpartner. Massive Kritik übte er an den Halbwahrheiten rund um die Ölheizung mit der Folge von Verunsicherung und Auftragsstornierungen vonseiten der Kunden. Gerade hier kann das Fachhandwerk seine Aufgabe erfüllen: „Als DER Fachmann sind nur wir in der Lage, den Endkunden, der wie Hänsel und Gretel durch den finsteren Energieträger-Wald irrt, an die Hand zu nehmen.“
Seit Oktober 2008 bekleidete Michael Hilpert das Amt des Landesinnungsmeisters in Bayern. Nach elf Jahren hat er diese Funktion Ende 2019 abgegeben. Nicht zuletzt deshalb, weil Hilpert zum Präsidenten des Zentralverbands gewählt wurde. Der Ehrenpräsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Alfred Gaffal, hielt auf dem Nikolausempfang die Laudatio. Er stellte vier Tugenden von Michael Hilpert heraus:

  • seine klare Meinung,
  • seine fachliche Kompetenz,
  • seine Gradlinigkeit und Handschlagqualität,
  • und dass er zu seinem Wort steht.


Dass die SHK-Branche in Bayern so gut da steht, sei auch sein Verdienst: „In deiner Amtszeit ist es dir gelungen, Tradition mit Innovation zu verbinden, die richtigen Schwerpunkte zu verfolgen, gute Ideen auch umzusetzen und deine Branche nachhaltig zu stärken.“ Als Präsident des ZVSHKs, da ist sich Alfred Gaffal vom vbw sicher, wird Michael Hilpert in Berlin – im Sinne des SHK-Handwerks und der gesamten Branche – „den Finger in die Wunde legen“.

 

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Mon, 20 Jan 2020 09:03:53 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_20_1_b45ecc279e.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_20_1_26e76cee4c.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/20_1.jpg
news-29431 Sachsen – Vorträge, Beratungen und Ehrungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sachsen-vortraege-beratungen-und-ehrungen/ Mitgliederversammlung: Informationen aus erster Hand  

Zur 2. Mitgliederversammlung des Jahres 2019 standen am 13. November in Döbeln ein Fachvortrag über Ölheizungen und das Klimaschutzprogramm auf der Tagesordnung. Weitere Punkte waren die Bestätigung des Berichts des Vorstandes und der Geschäftsführung sowie Auszeichnungen, Beschlussfassungen und Wahlen.

Zunächst hatte der Gastreferent, Horst Fischer vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO), das Wort. Er hielt einen Fachvortrag über flüssige Brennstoffe der Zukunft und die Bedeutung des Klimaschutzprogrammes für die Ölheizung. Der Bericht des Vorstandes und der Geschäftsführung trug Landesinnungsmeister Holger Mittlmeyer vor. Er berichtete über das vielfältige Engagement des Fachverbandes. Nachfolgend einige Beispiele:

Politik
Die Bundesregierung hat am 20. September 2019 in ihrem Eckpunktepapier zum Klimaschutz u. a. für Heizungssanierungen eine steuerliche Förderung und eine Austauschprämie angekündigt. Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen und der Zeitpunkt der gesetzlichen Umsetzung sind allerdings noch unklar. Die SHK-Verbandsorganisation fordert, die Vorschläge jetzt so schnell wie möglich zu verbindlichen Vorgaben umzusetzen, damit dem SHK-Handwerk das Heizungsgeschäft nicht zusammenbricht.

Öffentlichkeitsarbeit
Der Fachverband hatte im Juni 2019 Oberschulen in Sachsen per Mail angeschrieben und den verantwortlichen Lehrern zur Berufsorientierung unsere Ausbildungsfilme und Flyer zur Berufsinformation über die SHK-Berufe angeboten. Die Lehrer wurden zudem auf die Ausbildungskampagne www.zeitzustarten.de verwiesen.

Berufsausbildung
WorldSkills 2019 in Kasan: Der hessische Installateur und Heizungsbauer Dominik Philipp erkämpfte in Kasan eine WM-Exzellenzmedaille für Deutschland. Es fehlte nur ein Punkt für den 3. Platz (Bronzemedaille). Sein Trainer war Paul Schärschmidt, Firma K-S-M Schärschmidt in Markranstädt. Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde Schärschmidt mit der Ehrenurkunde des Fachverbandes SHK Sachsen ausgezeichnet.

Personalien
Der neue Obermeister der Innung OL Leipzig, Jan Müller, beendet seine Tätigkeit als Mitglied des Ausschusses, um sich seinen Aufgaben als Obermeister widmen zu können. Als sein Nachfolger wurde Ofenbaumeister Reik Grube aus Schkeuditz gewählt.
Das langjährige und verdienstvolle Mitglied des Ausschusses Berufsbildung, Udo Kallus, hat zum 30. Juni 2019 seine Firma aus Altersgründen geschlossen. Er erhält die Ehrennadel des Fachverbandes SHK Sachsen in Silber. Als Nachfolger wurde Henry Gutzeit gewählt.

 

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Mon, 20 Jan 2020 08:55:52 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_22_1_b1a0318bea.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_22_1_4365573e9a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/22_1.jpg
news-29430 Niedersachsen – Handwerkersuche wird neu gestaltet https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/niedersachsen-handwerkersuche-wird-neu-gestaltet/ Mitgliederversammlung: Rückblick auf 2019 und Strategien für 2020  

Auf der Herbst-Mitgliederversammlung des Jahres 2019 wurden Personen mit besonderen Leistungen geehrt. Einige Vorträge und ein Informationsaustausch untereinander zeichneten die wichtigen Themen des Jahres 2020.

Zur Begrüßung stellte Landesinnungsmeister Frank Senger den Delegierten der Innungen eine neue Person in der Fachverbandsgeschäftsstelle vor: Jörg Hoßbach ist seit August 2019 als Technischer Referent tätig und damit Ansprechpartner für alle technischen Fragen.
In der Rückschau auf die besonderen Ereignisse 2019 fand zunächst die IdeenExpo besondere Erwähnung. Martin Brandt aus der Innung Hannover, Dennis Dreier (Innung Stade) sowie Uwe Wellmann, Berufsschullehrer aus Hannover wurden von Landesinnungsmeister Frank Senger und Geschäftsführer Jürgen Engelhardt geehrt für ihr Engagement bei der Ausrichtung der IdeenExpo 2019. Alle drei haben mit persönlichem Einsatz dafür gesorgt, dass der Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker/in für SHK-Technik auf dem Gemeinschaftsstand der Landesvereinigung Bauwirtschaft präsentiert werden konnte. Dafür erhielten sie ein Präsent als Anerkennung.
Eine Ehrung erfuhren auch die Teilnehmer am niedersächsischen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019. Vier Kammersieger hatten teilgenommen. Landesmeister wurde Tom Bonnekessel aus dem Handwerkskammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade mit dem hervorragenden Ergebnis von 94 Punkten. Aber auch die anderen Ergebnisse können sich sehen lassen. Als Zweitplatzierter erreichte Moritz Bruns (Kammerbezirk Hildesheim) 89,5 Punkte, die beiden Dritt- und Viertplatzierten trennte nur 0,1 Punkt: Drittplatzierter wurde Markus Basse aus dem Kammerbezirk Ostfriesland mit 87,6 Punkten und Vierter Jan Rothe, Kammerbezirk Hannover, mit 87,5 Punkten. „Die Ergebnisse beweisen eindrucksvoll die hohe Qualität der Ausbildung im SHK-Handwerk in Niedersachsen“, sagte ein Verbandsmitglied. Stellvertretend für die Teilnehmer nahm Markus Basse an der Mitgliederversammlung teil.
Die Fachvorträge stellte der ZVSHK. Den Anfang machte Udo Wirges, Bereichsleiter Technik. Er brachte für die Zuhörer Licht ins Dunkel der Klimaschutzpläne der Bundesregierung. Allerdings wies er gleich zu Anfang darauf hin, dass seine Ausführungen nur vorläufig sein könnten, da am Klimaschutzpaket nach wie vor Änderungen möglich seien. Udo Wirges stellte ausführlich die geplanten Maßnahmen und die dazugehörigen Fördermöglichkeiten vor. Aus Sicht des Verbands wird „dieses aktuelle Wissen in der nächsten Zeit für die SHK-Unternehmer in der Kundenberatung unverzichtbar sein“.
Christian Stinner, Referent IT-Projekte im ZVSHK, berichtete über eine Neuentwicklung für SHK-Innungsbetriebe: das SHK-Service- & Wartungsportal. Es soll dazu beitragen, dass der Markt für online-gestützte Kundenanfragen zu SHK-Wartungen und -Neuinstallationen nicht mehr ausschließlich von fachfremden Online-Portalen wie aroundhome.de oder myhammer.de abgeschöpft wird. Grundlage ist die vom ZVSHK betriebene Verbraucher-Informationsseite www.wasserwaermeluft.de, die bereits jetzt über 1 Mio. Besucher pro Jahr verzeichnet. Die dort integrierte Handwerkersuche wird über 250 000-mal im Jahr aufgerufen. So wie sie zurzeit ausgestaltet ist, lässt sich nicht nachvollziehen, was mit den Anfragen dort passiert und ob die Handwerkersuche zu Anfragen und Aufträgen führt. Mit der neuen Portallösung würde sich das ändern. Ein Testbetrieb ist für Februar 2020 in Aussicht gestellt. Stinner warb darum, dass sich die Innungsbetriebe an dem Test beteiligen.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Aussprache zwischen den Innungsdelegierten und den Vertretern von Vorstand, Geschäftsstelle und Ausschüssen. Zunächst stellte jeder Ausschuss im Fachverband SHK Niedersachsen kurz die Schwerpunkte seiner Arbeit vor und bat die Tagungsteilnehmer um Feedback zu einzelnen Themen und um Vorschläge, welche Themen in den Ausschüssen in Zukunft behandelt werden sollten. Dabei konnten die Ausschüsse wertvolle Hinweise für ihre Arbeit erhalten. Im Anschluss daran wurden Themen von allgemeinem Interesse behandelt.

 

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Mon, 20 Jan 2020 08:45:40 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_023_1_851d47245f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_023_1_94f52a2b8a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/023_1.jpg
news-29429 Berlin – Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/berlin-ausbildung-staerken-nachwuchskraefte-binden/ Passungen herstellen durch Engagement und Motivation  

Was sind die besonderen Herausforderungen in der Ausbildung Anlagenmechaniker SHK1) in Berlin? Wie kann die Qualität der Ausbildung verbessert werden? Ist es möglich, Passungen zwischen Auszubildenden und Betrieben herzustellen? Und was haben Engagement und Motivation damit zu tun? Antworten auf diese Fragen werden im Modellprojekt „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden“ der Innung SHK Berlin erarbeitet.

Das Projekt 2) hat im November 2019 ein Zwischenfazit gezogen und neue Ergebnisse vorgestellt. Die Projektarbeit zielt darauf ab, die Qualität der Ausbildung im Beruf Anlagenmechaniker SHK zu erhöhen. Konkret bedeutet das, die Zahl vorzeitiger Vertragslösungen zu senken. „Im Mittelpunkt steht dabei die wissenschaftliche Erarbeitung von geeigneten Maßnahmen für die Ausbildungspraxis“, sagt der Projektleiter Andreas Otremba.
Es zeigen sich vor allem die folgenden Herausforderungen (vgl. auch IKZ-HAUSTECHNIK 14/2019):
1. Es sind Auszubildende in ihrer Entscheidung, Anlagenmechaniker SHK zu werden, zu unterstützen. Es gibt eine Unstimmigkeit zwischen der Meinung der Betriebsangehörigen, dass eine Eingewöhnungsphase nötig ist, und der Realität, dass Auszubildende sofort im Tagesgeschäft mitmachen. Ein solcher „Kaltstart“ müsste vermieden werden. Stattdessen ist – vor allem für die sehr jungen Auszubildenden – eine Art Willkommenskultur mit „Klebeeffekt“ nötig.
2. Die Organisation der Ausbildung sollte sich nach betrieblichen Ausbildungsplänen richten und regelmäßige Feedbacks der Auszubildenden beinhalten. Gesellen, die ausbilden, sind entsprechend zu qualifizieren. Außerdem brauchen Ausbilder mehr Zeit für Ausbildung. Besprechungen des Ausbildungsfortschritts helfen den Azubis in der Selbsteinschätzung. Auszubildende können die Ausbildung meistern, wenn sie fachlich, beispielsweise in Mathematik, unterstützt werden.
3. Gute Leistungen der Auszubildenden sind entsprechend anzuerkennen und es darf auch mal gelobt werden. Auszubildende sollten als Teil der Belegschaft angesehen werden. Die Betriebe müssten bedenken, dass ältere Auszubildende oft eine eigene Wohnung haben und mit der Ausbildungsvergütung selten über die Runden kommen. Sie haben trotzdem genug Biss und Motivation, eine Ausbildung zu beenden. Dafür möchten sie Wertschätzung.

In der ersten Projektphase wurden die Ursachen für vorzeitige Vertragslösungen empirisch ermittelt 3). Die Untersuchung bestand aus einer Interview- und einer Fragebogenstudie. Insgesamt nahmen ca. 100 Betriebe und über 200 Auszubildende teil; ihr voraus wurden 24 Interviews geführt. Anhand der Befragungen von Betriebsangehörigen, Ausbildern und Azubis wurden Annahmen über die Ausbildungssituation und die besonderen Herausforderungen gebildet. Diese Vermutungen wurden durch die Fragebögen für Auszubildende und Betriebsangehörige „in der Breite“ getestet.
„Neben zahlreichen Gründen für Vertragslösungen hat sich gezeigt, dass das Engagement der Betriebe und die Motivation der Azubis die beiden Stellschrauben sind, mit denen die Ausbildungsqualität erhöht werden kann“, so der wissenschaftliche Projektmitarbeiter Dr. Peter Biniok. Um nun Passungen herzustellen zwischen Betrieben und Auszubildenden wird die Innung durch Maßnahmen das Engagement der Betriebe (weiter) unterstützen und die Motivation der Azubis (stärker) fördern. Das geschieht in drei Bereichen:

  • „Onboarding und Probezeit“ bezieht sich auf den Anfang einer Ausbildung und die zugehörigen Aktivitäten und Prozesse, mit denen Jugendliche an den Ausbildungsberuf gebunden werden,
  • „Ausbildungsorganisation und Lernpraxis“ fokussiert den Ablauf und das Management einer Ausbildung sowie die entsprechenden Lehr-Lern-Situationen,
  • „Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe“ beinhaltet Fragen danach, inwiefern Auszubildende und Ausbilder in ihren Tätigkeitsbereichen Anerkennung finden und am Betriebsgeschehen teilnehmen.


In Bezug auf die genannten Herausforderungen werden aktuell in der zweiten Projektphase bedarfsgerechte Maßnahmen und Instrumente konzipiert und umgesetzt. (In der nächsten Phase erfolgen die Prüfung der Maßnahmen im Praxistest und etwaige Korrekturen.) Das Projekt entwickelt und testet in jedem der drei Bereiche Maßnahmen für Betriebsangehörige und Auszubildende.
Ein zentraler Bestandteil des Maßnahmenbündels ist die Reihe „Ausbildungsbroschüren“. Sie bringt in einfacher und anschaulicher Weise Themen der Ausbildung näher. Die Broschüren zeichnen sich durch hohe Praxisnähe und prägnanten Stil aus. In erster Linie möchte die Innung damit Ausbilder und Ausbildungsverantwortliche über Richtlinien der Ausbildung informieren und ihnen Standards an die Hand geben. Teil zwei der Reihe „Onboarding“ ist bereits fertiggestellt. Das „Einmaleins der Ausbildung“ erscheint voraussichtlich Anfang des Jahres 2020 und die Ausbildungsbroschüren „Ausbildungspraxis“ und „Konflikte“ daran anschließend. Die Broschüre „Konflikte“ wird ergänzt durch Workshops zu Konfliktmanagement.
Ein weiterer zentraler Bestandteil ist eine Schulung für Ausbilder, also vor allem für Gesellen, die ausbilden. Damit möchte die Innung die Ausbildungsroutinen in den Betrieben stärken. Der Kurs besteht aus vier Modulen und beinhaltet die Themen Grundlagen, Ausbildung planen, Ausbildung durchführen und Ausbildung auswerten. Für Auszubildende wiederum werden E-Learning-Angebote entwickelt, die schwierige Sachverhalte und Fachthemen betreffen. Im Test befindet sich derzeit ein Lernmodul zu Hydraulik. Darüber hinaus ist ein digitales Lernangebot für Mathematik geplant.
Ein weiterer Bestandteil der Maßnahmen ist ein Selbsttest Ausbildungsqualität für Betriebsangehörige. Anhand von zehn Fragen können Ausbildungsverantwortliche und Ausbilder herausfinden, wie gut sie in der Ausbildung aufgestellt sind. Zu jeder der zehn Antworten erhalten die Teilnehmenden ein ausführliches Feedback und eine Gesamtbeurteilung. Ein Faktencheck für Auszubildende soll zudem das Bild und die Vorstellungen vom Beruf Anlagenmechaniker SHK realitätsnah in Kurzfilmen darstellen. Zukünftigen und neuen Auszubildenden soll so mehr Klarheit verschafft werden, damit sie sich besser zurechtfinden.
Da es sich um ein Modellprojekt handelt, werden alle Ergebnisse grundsätzlich frei verfügbar sein. Der Geschäftsführer der Innung SHK Berlin, Andreas Koch-Martin, betont: „Wir sind daran interessiert, die Maßnahmen – wenn möglich – zu verallgemeinern und auf andere Regionen und Ausbildungsberufe zu übertragen.“

Autor: Dr. Peter Biniok, Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden“ (AS-NB), SHK-Kompetenzzentrum Berlin

1) Wann immer im Text von Anlagenmechaniker, Geselle oder Ausbilder die Rede ist: gemeint ist auch das weibliche Geschlecht.
2) Das Projekt wird finanziert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.
3) Die Ergebnisse können auf der Webseite der Innung SHK Berlin abgerufen werden.

 

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Mon, 20 Jan 2020 08:32:07 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_024_6ef1e17298.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_024_6e7fc04df9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/024.jpg
news-29324 Loftiges Wohnen in ehemaligen Heeres-Kleiderkammern https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/loftiges-wohnen-in-ehemaligen-heeres-kleiderkammern/ Gesamtkonzept für hygienisch sichere Trinkwasserversorgung im Bernauer PankeBogen  

Anfang 2017 war Baubeginn für die Umgestaltung der Nebenstelle des alten Heeresbekleidungshauptamtes in Bernau bei Berlin zu einer Wohnanlage. Von den acht Häusern des Gebäudeensembles sind inzwischen vier bezugsfertig. Zusammen mit dem Tochterunternehmen KaMo hat Uponor die gesamte Systemtechnik für die Wärme- und Wasserversorgung aus einer Hand geliefert – von den Wohnungsstationen über die Installationstechnik bis hin zur Wärmeverteilung. Zudem unterstützt Uponor das Bauvorhaben von der Planung bis einschließlich der Vor-Ort-Betreuung.

PankeBogen nennt der Investor, die Nordland GmbH aus Hannover, die zukünftige Wohnanlage im brandenburgischen Bernau nordöstlich von Berlin. Hier, wo die Panke in Richtung Hauptstadt fließt, um dort in die Spree zu münden, entstehen 600 moderne Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen mit direkter Großstadtanbindung. Lediglich 30 Minuten dauert die Fahrt mit der S-Bahn in das Berliner Stadtzentrum. Der im Viertelkreis angelegte Gebäudekomplex aus der Zeit des Nationalsozialismus ist mit eines der größten zusammenhängenden Bauwerke im Osten Deutschlands, denn die Gebäudeblöcke sind über einen gemeinsamen Keller miteinander verbunden. Die Wehrmacht ließ in diesen Gebäuden Uniformen und weitere Ausstattungsgegenstände für alle Waffengattungen herstellen und lagern. Nach dem Krieg nutzte die sowjetische Armee den Komplex als Nachschub- und Versorgungsdepot. Nach deren Abzug 1991 vom ehemaligen Gebiet der DDR verfiel das Gelände des Nebenlagers. Erst 2003 begannen mit Förderung des Bundes sowie der EU die Aufräumarbeiten auf dem Gelände.
Insgesamt ca. 70 000 m² Wohnfläche entstehen in den Fabriketagen von 1939, die Wohnungen größtenteils mit bodentiefen Fenstern und hallenhohen Decken. Die alten, aus Stahlbeton gebauten und mit Backsteinen verklinkerten Gebäude, wurden bzw. werden komplett entkernt und mit Klinkerriemchen neu verklinkert. Sie bestehen jeweils aus drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. Der Bezug der Gebäude erfolgt sukzessive. Ende 2019 waren vier der acht Häuser bezugsfertig, die Häuser 5, 6, 7 und 8 folgen.

Heizwärme zentral – Warmwasser dezentral
Die gesamte Wohnanlage wird mit Fernwärme versorgt. Die ursprüngliche Planung des Investors sah für die Wärme- und Warmwasserverteilung in den Gebäuden ein zentrales System vor. Nach eingehender Beratung entschieden die Bauherren sich dann für eine dezentrale Warmwasserbereitung. Deren Vorteil gegenüber einer zentralen Warmwasserbereitung liegt u. a. darin, dass durch die direkte Anbindung an den Heizungsvorlauf ein Trinkwarmwasserspeicher zugunsten eines Heizungspufferspeichers entfällt und eine Warmwasserverteilung mit Zirkulationsleitungen in den Versorgungsschächten nicht erforderlich ist. „Da sich in diesem Fall weniger als 3 l Wasser in den Leitungsstrecken befindet und es sich somit nicht um eine Großanlage handelt, entfällt die Beprobungspflicht“, begründet Michael Papst, Technischer Fachberater bei Uponor, der das Projekt PankeBogen betreut, die Entscheidung des Investors für die dezentrale Warmwasserbereitung.

Dezentrale Frischwarmwasserstationen
Insgesamt werden 600 Wohnungsstationen in der Wohnanlage PankeBogen installiert. Die werkseitig gefertigten Stationen sind in den Wohnungen vorwiegend im Flurbereich eingebaut und fallen durch ihre weiße, abnehmbare Frontplatte kaum auf.
Das für die Versorgung der Stationen notwendige Heizwasser wird zentral im jeweiligen Hausanschlussraum des Hauses bereitgestellt. Dort befinden sich neben der Fernwärmestation, die das mit 90 °C ankommende Heizwasser auf ca. 65 °C beimischt, zum Ausgleich von Spitzenlasten drei Heizungspufferspeicher mit je 1000 l Fassungsvermögen. Von hier aus wird das Heizwasser über den Heizungsvorlauf direkt zu den Frischwarmwasserstationen geleitet. Die Raumheizung reguliert der Nutzer individuell. Der Verbrauch an Wärme für Heizung, Warm- und Kaltwasser wird über Wärmemengen- und Wasserzähler in der Station erfasst. Somit ist auch eine präzise Kostenabrechnung für jede einzelne Wohnung möglich.

Langlebig und sicher
Von der Kellerverteilung über die Steig­stränge bis hin zur Wohnungsinstallation wurden alle Häuser im Bernauer PankeBogen mit den Verbundrohrsystemen von Uponor ausgestattet. Auch die Fußbodenheizung, von der insgesamt 60 000 m² verlegt wurden, kommt aus dem Hause Uponor. Zum Leistungspaket von Uponor gehörte auch die Durchführung der Heizlastberechnung. Diese liegt aufgrund der guten Dämmung der Gebäude, der abgehängten Decken und der guten Fenster (U-Wert 0,8) im Mittel bei ca. 30 bis 40 W/m².
Im Sanitärbereich kam das vorgefertigte Installationsmodul „ISI-Box“ für den Einbau in Metallständerwänden zum Einsatz. In der „ISI-Box“ von Uponor sind alle Komponenten für die Trinkwasserversorgung sowie der Abwasseranschluss bereits vormontiert und werksseitig auf Dichtheit geprüft.

Bilder: Uponor

www.uponor.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 08:28:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_26_1_0c628a10bc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_26_1_c911328e1a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_12/26_1.jpg
news-29428 „Wir wollen unseren Partnern das Geschäft einfacher machen“ https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wir-wollen-unseren-partnern-das-geschaeft-einfacher-machen/ Interview mit Sebastian Biener von Kludi zu Fachkräftemangel, Digitalisierung und der eigenen Unternehmensausrichtung  

Fachkräftemangel und Digitalisierung – aus Sicht von Sebastian Biener, seit einem Jahr Kludi Geschäftsleiter Vertrieb Deutschland, gilt es für die Sanitärbranche, vor allem diese zwei Herausforderungen zu meistern. Wie der Hersteller für Sanitärarmaturen und Brausen den Handel und das Handwerk dabei unterstützen möchte, erzählt er im Gespräch.

IKZ-HAUSTECHNIK: Sie sind Anfang des Jahres von der Deutschlandtochter des Kosmetikkonzerns L’Oréal zu Kludi gewechselt. Welche Eindrücke konnten Sie bisher von der Sanitärbranche gewinnen?
Sebastian Biener: Natürlich eine ganze Menge, zumal ich das Glück hatte, am Anfang eines ISH-Jahrs in die Badbranche zu wechseln. Dank der Messe in Frankfurt konnte ich mir schnell einen guten Überblick über unsere Industrie und deren Leistungsangebot verschaffen. Zunächst sind mir einmal die Parallelen zum Konsumgüterbereich aufgefallen, in dem ich die letzten Jahre tätig gewesen bin: Hier wie dort geht es letztendlich darum, mit Partnern gute Produkte in den Markt zu bringen. Dies gelingt nur, wenn zum einen diese Produkte den Kunden in der Anwendungspraxis tatsächlich Mehrwerte bringen. Zum zweiten müssen die Vertriebspartnerschaften verlässlich funktionieren.
Überdies nehme ich die Sanitärbranche als sehr umtriebig wahr. Was aber auch nötig ist, angesichts des großen Umbruchs, der uns allen bevorsteht. Ich nenne nur den Fachkräftemangel und die Digitalisierung als zwei immense Herausforderungen. Hier gilt es, gemeinsam Wege zu finden, wie wir diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die SHK-Betriebe hierzulande freuen sich weiterhin über volle Auftragsbücher. Andererseits konnten 2019 rund 20 000 Ausbildungsplätze im gesamten Handwerk in Deutschland nicht besetzt werden. Und Fachkräfte, um die Aufträge zügig abzuarbeiten, sind vielfach rar. Gibt es Maßnahmen von Ihrem Unternehmen, um dieser Situation ein Stück weit entgegenzuwirken?
Sebastian Biener: Wir verfolgen hier verschiedene Ansätze. Zunächst geht es darum, Handwerksfirmen dabei zu unterstützen, ihre Effizienz zu optimieren, also in derselben Zeit wie bisher mehr Aufgaben abarbeiten zu können.
Daher haben wir schon bei der Entwicklung unserer Produkte im Blick, deren Installationsaufwand möglichst gering zu halten. Ein Beispiel: Unser neues Duschsystem „Cockpit Discovery“ besteht aus rund 50 einzelnen Komponenten. Wenn der Installateur die Verpackung öffnet, findet er aber nur neun Einzelteile, da wir werksseitig bereits vieles vormontiert haben. Zudem haben wir die Montageschritte so gestaltet, dass ein Anlagenmechaniker alleine das System in weniger als zehn Minuten reiner Montagezeit installieren kann. Schließlich machen wir durch Verzicht auf Kunststoffe die Entsorgung der Verpackung einfacher. Dies alles zusammen summiert sich zu einem spürbaren Zeitvorteil – vor allen Dingen in Projekten mit mehreren Bädern ein echter Gewinn.
Darüber hinaus werden wir uns künftig auch verstärkt darum kümmern, unsere Partner im Handwerk dafür fit zu machen, qualifizierte Mitarbeiter und Auszubildende zu finden und zu halten. Wie das genau aussehen wird, werden wir noch in diesem Jahr vorstellen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Immer wieder wird in diesem Kontext auch die Digitalisierung von Prozessen und Abläufen in Handwerksbetrieben als ein Mittel genannt, um deren Effizienz zu steigern und so Zeit zu sparen, die dann für das Kerngeschäft zur Verfügung steht. Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten?
Sebastian Biener: Natürlich stecken in vielen Bereichen Potenziale, um die Betriebsführung zu erleichtern, Prozesse schlanker und schneller zu machen und die Fehleranfälligkeit zu reduzieren. So bietet der Markt z. B. für das Auftrags- und das Lagermanagement zahlreiche digitale Instrumente an. Auch die Steuerung der eigenen Mitarbeiter, die auf Baustellen oder bei Kunden im Einsatz sind, und die Erfassung ihrer Einsatzzeiten lassen sich inzwischen über Apps erledigen. Für die Badplanung und die Präsentation der Entwürfe wird sehr oft computerbasierte 3D-Planungssoftware genutzt. Dies beginnt bei der digitalen Erfassung der Aufmaße beim Kunden und endet dank Virtual Reality-Technologien beim virtuellen Rundgang durch das zukünftige Bad. Auch zur Kundenansprache nutzen Handwerksfirmen zunehmend digitale Plattformen, allerdings fehlen für deren optimale Nutzung häufig die Zeit und in manchen Betrieben das nötige Know-how.
Wie diese Möglichkeiten in der Praxis ausgeschöpft werden, hängt davon ab, wie offen vor allem die Inhaber und Geschäftsführer dem Einsatz digitaler Instrumente gegenüber sind. Hinzu kommt, dass vielen gar nicht bekannt ist, welche Werkzeuge überhaupt zur Verfügung stehen. Und natürlich braucht es jemand im Unternehmen, der die entsprechenden Kenntnisse mitbringt, um die Werkzeuge wirksam zu nutzen. Dafür ist zwar nicht unbedingt ein eigener IT-Experte nötig, aber doch ein Kümmerer mit ausgeprägter Affinität zu digitalen Anwendungen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Leistungen bietet Kludi hier Großhandel und Handwerk zur Unterstützung konkret an?
Sebastian Biener: Wir sehen unsere wesentliche Aufgabe darin, dem Handwerksbetrieb jederzeit die jeweils benötigten Daten in der geforderten Qualität zur Verfügung zu stellen, damit er den mehrstufigen Prozess zwischen Erstberatung des interessierten Endkunden und Übergabe des realisierten Bades möglichst effizient durchlaufen kann.
In Richtung Handel geht es darüber hinaus um Logistikdienstleistungen. Die Hauptrolle dabei spielt derzeit der Electronic Data Interchange – kurz: EDI –, also der elektronische Datenaustausch zwischen uns als Hersteller und den von uns belieferten Großhändlern. Dieser bildet von der Verfügbarkeitsprüfung über den Bestellprozess bis hin zur Rechnungsstellung bzw. Gutschriftavisierung alle Prozesse entlang der kompletten Lieferkette digital ab. Dies erhöht unsere Lieferqualität und vereinfacht die Zusammenarbeit. Nicht von ungefähr wickeln wir im deutschen Markt rund drei Viertel aller Aufträge per EDI ab.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welchen Einfluss wird die Digitalisierung auch auf den Vertrieb haben? Oder anders gefragt: Inwieweit liegt auch in der Sanitärbranche die Zukunft im E-Commerce? Und welche Herausforderungen ergeben sich – abhängig von Ihrer Antwort – hieraus?
Sebastian Biener: Durch die Digitalisierung wird auch in der Sanitärbranche der Online-Vertrieb zunehmen. Es gibt Hersteller, die ihr Heil im E-Commerce suchen werden. Dadurch bekommen es unsere Partner im Fachgroßhandel mit Online-Plattformen als neuen, zum Teil sehr großen Wettbewerbern zu tun. Hier gilt es für Kludi, zusammen mit den Handelspartnern bestehende Geschäftsmodelle fortzuentwickeln und dafür die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Es ist ja z. B. nicht ausgeschlossen, dass wir gemeinsam Funktionalitäten der E-Commerce-Portale und entsprechende Prozesse entlang des professionellen Vertriebswegs zwischen uns als Hersteller, Fachhandel und Handwerk nutzen, wenn dies Servicequalität und Effizienz verbessert. Unbeschadet dessen gilt unser Bekenntnis zum professionellen Vertriebsweg ohne Wenn und Aber.

IKZ-HAUSTECHNIK: Kludi verfolgt eine neue Sortimentsstrategie, die unter der Überschrift „Weniger ist mehr“ stehen könnte. Denn Sie haben Ihr Angebot an Bad-Armaturen bereinigt und deutlich verschlankt. Was sind die Gründe dafür?
Sebastian Biener: Wir haben unser Armaturensortiment in die Segmente „Smart Luxury“ und „Pure Function“ unterteilt. Mit unseren „Smart Luxury“-Serien entsprechen wir dem Wunsch nach hochwertigem Design in Stilrichtungen von „Classic“ bis „Avantgarde“. Demgegenüber richten sich die drei „Pure Function“-Programme an diejenigen, deren Fokus bei der Kaufentscheidung vor allem auf funktionalen Aspekten und einer soliden Qualität liegt.
Dahinter steckt die Absicht, uns im schier unübersichtlich gewordenen Armaturenmarkt auf das zu konzentrieren, was der Markt wirklich benötigt. Tatsächlich decken wir mit unserem Angebot über 90 % der Marktsegmente in Deutschland ab. Gerade im Premiumvolumenmarkt ermöglichen wir unseren Partnern mit einigen wenigen Schlüsselprodukten den Großteil ihres Kludi-Umsatzes. Die Folge: Die Lagerhaltung beim SHK-Profi bleibt schlank und kostengünstig.

IKZ-HAUSTECHNIK: Noch einmal das Stichwort „Digitalisierung“. Wie smart, wie vernetzt wird aus Ihrer Sicht das Bad künftig werden? Und wie stellt sich Kludi mit seinem Produktsortiment darauf ein?
Sebastian Biener: Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass in einem digital vernetzten Zuhause auch das Bad smart wird. Aus unserer Sicht wird dies insbesondere haustechnische Funktionen wie Licht, Heizung, Klima, Lüftung oder Verschattung betreffen. Sinnvoll kann mit Blick auf das generationengerechte Bad auch sein, wenn die Digitalisierung dazu beiträgt, individuellen Bedürfnissen besser gerecht zu werden. Andererseits ist das Bad nach wie vor ein archaischer Raum, in dem der Mensch sich zumeist so bewegt, wie ihn die Natur geschaffen hat: ganz nackt. Daher sind der Technik hier Grenzen gesetzt. Dies umso mehr, als in einer weitgehend durchdigitalisierten Umgebung das Bad der letzte Rückzugsraum ist, in dem wir von ständiger Erreichbarkeit und dem „Overflow“ an Informationen im wahrsten Sinne des Wortes abschalten können. Mir ist in diesem Zusammenhang eine Aussage der Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern hier in der „IKZ“ im Gedächtnis geblieben: Ihr zufolge liegt eine große Bedeutung des Bads darin, „bildschirmfreie Zone“ und „achtsamer“ Raum zu sein. Doch natürlich beobachten wir bei Kludi die technische Entwicklung, nur derzeit liegen unsere Entwicklungsschwerpunkte woanders.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was kann der Markt in den kommenden zwölf Monaten von Kludi erwarten?
Sebastian Biener: Auf der Produktseite werden wir unser „Smart Luxury“-Angebot um die Designrichtung „Modern Classic“ ergänzen und damit die letzte dort bestehende Lücke mit Blick auf die am meisten nachgefragten Stilwelten schließen. Zudem erhält unsere Cockpit-Duschsystemfamilie Zuwachs im unteren Preissegment.
Von zentraler Bedeutung für Kludi werden im kommenden Jahr aber verschiedene Aktivitäten sein, die dem Ziel dienen, den Austausch mit Sanitärfachhandel und SHK-Handwerk weiter zu intensivieren. Wir werden hier gezielt den Dialog suchen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen zu finden, die unsere Kunden und Partner bewegen. Denn ihnen wollen wir ihr Geschäft einfacher machen – wir sind schon dabei, genau dafür einige eigene Angebote zu entwickeln. Schließlich lassen sich nur so frühzeitig die Weichen für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft entlang des professionellen Vertriebswegs stellen.

www.kludi.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 08:14:26 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_026_632e7cac43.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_026_f99c02f8a4.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/026.jpg
news-29426 Video-News aus der SHK-Branche https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/video-news-aus-der-shk-branche/ QR-Codes scannen und sofort schauen  

 

 

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Mon, 20 Jan 2020 07:51:49 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_237536756_0dfb5d4d84.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_237536756_e8b85dcb8a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/237536756.jpg
news-29391 TECE: Temporärer Wohnraum mit vorgefertigten Sanitär­wänden https://www.ikz.de/sanitaertechnik/news/detail/tece-temporaerer-wohnraum-mit-vorgefertigten-sanitaerwaenden/ Seit Jahren steigt die Anzahl der Studierenden. Entsprechend wächst die Nachfrage nach dem kleinen Wohnraum auf Zeit. Das Unternehmen Classic Bautreuhand realisiert solche Bauvorhaben unter der Marke „my room“, u.a. in München-Bogenhausen und München-Riem in Form von Apartments und Wohnräumen. Um den Bau beider Objekte zu beschleunigen, wurden mehr als 500 Badezimmer mit „TECEsystem“-Sanitärwänden realisiert.  

Die Sanitärwände sind in ihren Abmessungen speziell auf die Badezimmer der Apartments angepasst. Sie wurden bereits im Tece-Werk für die Bereiche Trinkwasser, Heizung, Abwasser und Lüftung vorgefertigt und entsprechen den Anforderungen an Brand-, Schall- und Wärmeschutz. „Der hohe Qualitätsstandard entpuppte sich auch als Vorteil im Hinblick auf den momentan herrschenden Fachkräftemangel in der SHK-Branche“ sagt Tece, „denn die Sanitärwände müssen nicht zwingend von ausgebildeten Installateuren montiert werden, sodass diese derweil anderen Arbeiten nachgehen können.“ Aufgebaut sind die Sanitärwände aus dem „TECEprofil“-Trockenbausystem, das das Tragwerk, WC- und Waschtischmodule für die Sanitärinstallationen sowie die Schalung für die Deckenschotts beinhaltet. Alle Komponenten sind schallentkoppelt.
Zu Beginn ermittelte Tece die individuellen, technischen sowie rechtlichen Anforderungen an die Sanitärwände. Bei der anschließenden Detailplanung erstellten die Anwendungstechniker Rohrnetzpläne und Fertigungszeichnungen für alle Badezimmer und legten den Just-in-time-Lieferplan fest. Dazu Tece: „Durch die termingebundene Lieferung wird sichergestellt, dass die Sanitärwände pünktlich dann an Ort und Stelle sind, wenn sie gebraucht werden.“ Nach Anlieferung auf den Baustellen wurden die „TECEsystem“-Sanitärwände am jeweiligen Bestimmungsort aufgestellt und mit Schallschutzelementen am Baukörper befestigt. Nach Abschluss aller Arbeiten erfolgte die Feinmontage, zum Beispiel mit der WC-Betätigungsplatten „TECEnow“.

Tece GmbH, Hollefeldstr. 57, 48282 Emsdetten, Tel.: 02572 928-0, Fax: -124, info@tece.de, www.tece.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 07:47:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_32_TECE-1_07db8b4f50.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_32_TECE-1_ac45f73256.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/32_TECE-1.jpg
news-29365 Die Wärmepumpen-Weltneuheit https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/die-waermepumpen-weltneuheit/ Die neue Daikin Altherma 3 H HT für Renovierung und Neubau  

Effiziente Wärmepumpentechnik auch im Renovierungsmarkt? Möglich macht das die neue Daikin Altherma 3 H HT, die mit Vorlauftemperaturen bis 70 °C bei minus 15 °C Außentemperatur und der freien Wahl zwischen Fußbodenheizung und Radiatoren die optimale Lösung für Bestandsgebäude ist. Sie eignet sich besonders für den Austausch bestehender Heizkessel. Ein eigens entwickelter Ventilator sorgt für flüsterleisen Betrieb. Dank der Funktionen Heizen und Kühlen schafft die Anlage 365 Tage im Jahr höchsten Komfort. Ein Daikin Scroll-Verdichter – neu entwickelt, um die Vorteile des klimaschonenden Kältemittels R-32 weiter auszubauen – reduziert den Ausstoß an CO2-Äquivalenten um 75 % im Vergleich zu marktüblichen Geräten. In Verbindung mit der hohen Heizleistung mit einem COP von bis zu 5 ist die Daikin Altherma 3 H HT in den meisten Gebäuden, ob Neubau oder Renovierung, förderfähig.

Die Wärmepumpe allein schafft eine Vorlauftemperatur von bis zu 70 °C. Sie ist in drei Leistungsgrößen 14 kW, 16 kW und 18 kW erhältlich, was sie zur optimalen Wahl für verschiedenste Anwendungen macht. Diese Leistung ist einer neuen Kompressor-Technologie zu verdanken, die im Technologie- und Innovationszentrum von Daikin entwickelt wurde: Dabei handelt es sich um Scroll-Verdichter mit Doppeleinspritzung, ausgelegt auf die Anforderungen des Kältemittels R-32 mit geringem Treibhauspotenzial. Die Installation der Anlage ist dank Monoblock-Bauweise einfach – auch für Installateure ohne Kälteschein: Das Kältemittel zirkuliert ausschließlich in der Wärmepumpe, die lediglich durch wasserseitige Verbindungen mit dem Innengerät verbunden ist.

Flüsterleiser Betrieb dank speziellem Ventilator
Mit nur 35 dB(A) (in drei Metern Abstand) ist die Daikin Altherma 3 H HT besonders geräuscharm und eignet sich für dichtbesiedelte Wohngebiete und kleine Grundstücke. Dieser Wert wird erreicht durch geräuschentkoppelte Verdichter, eigens entwickelte Ventilatoren mit optimierten Schwingen und 3-fache Schalldämpfung. Anstelle von zwei Ventilatoren nutzt die neue Wärmepumpe ein größeres Rotorblatt, das sich langsamer dreht und dadurch eine bessere Luftzirkulation erreicht.

Die Lösung für verschiedenste Anforderungen
Die Daikin Altherma 3 H HT ist mit allen bekannten Innengeräten kompatibel, ob Wand- oder Standgerät. Das System ist insbesondere für die Renovierung sowie den Gasgeräte- und Ölgeräteaustausch mit einer hohen Leistungsabgabe geeignet. Auch für die Optimierung eines bestehenden Heizsystems kann die Daikin Altherma 3 H HT eingesetzt werden: Sie kann auch mit jedem beliebigen System kombiniert werden, dadurch erhält der Kunde ein sehr effizientes Hybridsystem. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Neubau größerer Einfamilienhäuser mit hohen Heizungsanforderungen ebenso wie kleinere Wohnanlagen. Höchsten Warmwasserkomfort und -hygiene garantiert die mit dem ECH2O-Prinzip ausgestattete Inneneinheit dank verschiedener Technologien: Trennung von Speicher- und Trinkwasser, Warmwassererhitzung im Durchlaufprinzip, hochwärmegedämmte, ausgeschäumte Speicherbehälter sowie langsame Temperaturentwicklung, die plötzlichen Temperaturabfall verhindert. Das System ist einfach erweiterbar mit Solar, Kaminöfen oder anderen Wärmeerzeugern ohne zusätzlichen Wasserspeicher.

Drei Innengeräte für maximale Flexibilität
Für die Außengeräte der Baureihe Daikin Altherma 3 H HT stehen drei verschiedene Modelle von Inneneinheiten zur Auswahl:

  • Die Daikin Altherma 3 H HT ECH2O als Komplett-Lösung aus modernster Wärmepumpentechnik mit integriertem Wärmespeicher. Hygienisch und offen für zusätzliche Wärmequellen. Bodenstehendes Modell mit integriertem 300 oder 500 Liter Wärmespeicher in der einzigartigen ECH2O-Technologie.
  • Die Daikin Altherma 3 H HT F als All-in-one-Konzept mit kleiner Stellfläche und niedriger Bauhöhe. Bodenstehendes Modell mit integriertem 180 oder 230 Liter Warmwasserspeicher aus Edelstahl.
  • Die Daikin Altherma 3 H HT W (wandhängendes Modell zur Kombination mit einem Wärmespeicher) als flexible Anwendung für Kaskaden oder als Hybridlösung für bestehende Heizsysteme.

Wärmepumpe in elegantem Design
Schon vor der offiziellen Markteinführung erhielt die Daikin Altherma 3 H HT den IF Design Award 2019. Das elegante Gehäuse (990 x 1270 x 460 mm) in Silber mit einem horizontalen schwarzen Frontgitter verleiht dem Außengerät eine edle Optik. Dadurch ist der Ventilator kaum sichtbar und die Wärmepumpe fügt sich harmonisch in jede moderne Gebäudeoptik ein.

Besuchen Sie Daikin auf den Frühjahrsmessen:

  • SHK Essen vom 10.03. - 13.03.2020 in Halle 3, Stand 3A37
  • Ifh Intherm Nürnberg vom 21.04. - 24.04.2020 in Halle 3A, Stand 3a.005

Auf den SHK Frühjahrsmessen 2020 in Essen und Nürnberg präsentiert Daikin erstmals seine Wärmepumpen- und Heiztechnikkompetenz mit einem einheitlichen Markenauftritt.

Weitere Informationen unter www.daikin-heiztechnik.de

 

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Mon, 20 Jan 2020 07:45:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_DAIKIN-Altherma-3-H-HT-Group_kl_e46b7379eb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_DAIKIN-Altherma-3-H-HT-Group_kl_11e85168b5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/DAIKIN-Altherma-3-H-HT-Group_kl.jpg
news-29362 Aktuelles https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/aktuelles-87/  

Kohlenmonoxid-Vergiftungen: die stille Gefahr
In den kalten Monaten des Jahres erhöht sich die Gefahr von Vergiftungen durch Kohlenmonoxid (CO), warnt die Sachverständigenorganisation DEKRA. Ein großes Risiko besteht beispielsweise, wenn mit Gas- oder Holzkohle auf halb geschlossenen Balkonen oder in Garagen gegrillt wird. Ziehen Verbrennungsgase durch ein geöffnetes Fenster in die Wohnung oder ist der Balkon unzureichend belüftet, kann es zu einer CO-Vergiftung kommen. Kohle- oder Gasgrills dürfen daher unter keinen Umständen innerhalb von geschlossenen Räumen verwendet werden. Auch gasbetriebene Heizstrahler oder Heizpilze dürfen nicht in Innenräumen verwendet werden. Gefahren gehen auch von Gasthermen oder Ölheizungen aus, wenn der Zuluftweg etwa durch Gegenstände verschlossen wird.
Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes kamen im Jahr 2017 in Deutschland 606 Menschen durch CO-Vergiftungen ums Leben, rund 3700 wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Kohlenmonoxid ist ein tücki­sches Gas, weil man es nicht sehen, riechen oder schmecken kann, und es schon in relativ geringer Konzentration zu lebensgefährlichen Vergiftungen oder zum Tod führt.



SHK Essen: Fachmesse macht fit im Trinkwasserbereich
Was ist bei der Installation hinsichtlich möglicher Korrosionen zu beachten? Was darf ich zur Vermeidung von Hygieneproblemen auch bei Reparatur- und Wartungsarbeiten nicht außer Acht lassen und welche neuen Vorgaben gibt es, damit ich meine Montage fachgerecht ausführen kann? Der Treffpunkt Trinkwasser (Halle 5, Stand E21) auf der SHK-Messe in Essen vom 10. bis 13. März 2020 hat die Antworten auf Fragen rund um die Trinkwasserinstallation.



Ungestört arbeiten – ­Ohrenstöpsel bei der Steuer absetzen
Auf dem Bau geht’s mitunter laut zu. Sind Ohropax für die ungestörte Ausübung der Tätigkeit erforderlich, können die Kosten steuermindernd angesetzt werden. Das allerdings sollte plausibel „nachgewiesen“ werden, beispielsweise weil extremer Baulärm ansonsten die notwendige Konzentration stört (Quelle: Finanzgericht Sachsen, Az.: 4 K 94/18).



Pumpentausch – ein Zusatz­geschäft zur Heizsaison
Die Temperaturen sind einstellig und Verbraucher drehen die Heizung auf. Fachhandwerker, die ihre Kunden auf Einsparpotenziale moderner Heizungspumpen aufmerksam machen, können wertvolle Zusatzgeschäfte generieren. Darauf weist der Hersteller Taconova hin.
Besonders interessant für Endverbraucher: Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert den Austausch alter Heizungspumpen mit 30% der Gesamtnettokosten. Ob sich ein Pumpentausch lohnt, kann via Online-Rechner auf www.meine-heizung.de/pumpencheck geprüft werden.

 

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Mon, 20 Jan 2020 07:27:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_02_Abus_3c3fa548ac.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_02_Abus_16691cf459.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-PRAXIS/PRAXIS_20_01/02_Abus.jpg
news-29382 RMBH: Baukastensystem für Deckenstrahl­platten https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/rmbh-baukastensystem-fuer-deckenstrahlplatten/ Die Vorteile einer Deckenstrahlheizung sollen sich auch für kleinere Objekte nutzen lassen: Mit dem Baukastensystem „KSP to go“ der RMBH GmbH. Es umfasst die Deckenstrahlplatten, das Zubehör für die Installation sowie optional die seitliche LED-Beleuchtung.  

Das Unternehmen bietet durch seinen Online-Auslegungsrechner ein Tool, um die richtige Auswahl zu treffen. Kleinere Hallen, Werkstätten und andere Räume können mit „KSP to go“ ausgestattet werden. Das passende System wird anhand folgender Werte ermittelt: Raumgröße und -höhe, Vor- und Rücklauftemperatur, Heizleistung sowie gewünschte Raumtemperatur. Das Ergebnis inklusive Einkaufsliste steht als PDF zur Verfügung.
Die Deckenstrahlplatten aus Aluminium gibt es in zwei Längen (2 und 3 m) und drei Breiten (600, 900 und 1200 mm). Hinzu kommen Verbindungs- und Sammlersets sowie die Aufhängungen. Die Installation erfolgt bis auf das Verpressen weitgehend werkzeuglos. RMBH unterstützt mit einer Montageanleitung (auch als Video oder App) und online mit Informationen.
Den Transport erleichtern das Maß von maximal 3 m Länge und das Plattengewicht von 16,9 bis maximal 48 kg.

RMBH GmbH, Steinweg 3-5, 91567 Herrieden, Tel.: 09825 203829-0, Fax: -19, www.ksp2go.com

 

 

 

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Mon, 20 Jan 2020 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_66_RMBH_Schreinerei_3999451fb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_66_RMBH_Schreinerei_c486f53657.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/66_RMBH_Schreinerei.jpg
news-29373 Registrierkassensysteme – ­Nicht­beanstandungs­regelung gilt bis 30.9.2020 https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/registrierkassensysteme-nichtbeanstandungsregelung-gilt-bis-3092020/ Nach einer bundesgesetzlichen Regelung müssen ab 1. Januar 2020 (eigentlich) alle Registrierkassen durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt werden.  

Die Maßnahme dient dem Zweck, Kassenbuchungen zu sichern und damit eine verlässliche Grundlage für eine gleichmäßige Besteuerung zu schaffen. Sie betrifft alle Betriebe, die ihre Bargeldeinnahmen mittels einer elektronischen Registrierkasse aufzeichnen. Jetzt gilt eine neue Übergangsfrist: Mit einem Beschluss auf Bund-Länder-Ebene hat sich die Finanzverwaltung auf eine Nichtbeanstandungsregelung bis 30. September 2020 verständigt (Quelle: Bayerisches Landesamt für Steuern).

 

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Sun, 19 Jan 2020 07:02:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Steuern_41_24e8c8dccd.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Bilder/News/Steuern_41.jpg
news-29370 Duravit beim German Design Award 2020 ausgezeichnet https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/duravit-beim-german-design-award-2020-ausgezeichnet/ Die Jury des German Design Award 2020 hat Duravit für exzellentes Produktdesign gewürdigt. Der Badhersteller erhält „Gold“ für die Armaturenserie „D.1“ sowie vier Auszeichnungen als „Winner“ für die Neuheiten „Viu/XViu, Starck T“ und „SensoWash Starck f“.  

In der Kategorie „Excellent Product Design – Bath and Wellness“ konnte sich „D.1“ durchsetzen. Entstanden ist die Armaturenlinie mit Matteo Thun und Antonio Rodriguez. Die Serie überzeugt mit klaren Konturen und Oberflächen in Chrom oder Schwarz Matt.
Die Keramikserie „Viu“ und das Möbelprogramm „XViu“ stehen für zukunftweisendes Design. „Starck T“-Accessoires verkörpern die Verbindung funktionaler Stringenz mit organischer Formgebung.
Duravit und Philippe Starck begeistern mit puristischem Design bei den „SensoWash-Starck f“-Dusch-WCs. Alle Komponenten wurden technologisch weiterentwickelt und neu angeordnet, sodass die gesamte Technik im Keramik-Körper Platz findet.

 

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Sat, 18 Jan 2020 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_62_Duravit_D1_6e9177457a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_62_Duravit_D1_0866841212.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/62_Duravit_D1.jpg
news-29425 Plan „B“ für die L-/H-Gas-Umstellung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/plan-b-fuer-die-l-h-gas-umstellung/ Marktraumumstellung geht in die entscheidenden Jahre  

5,2 Mio. Gasgeräte müssen im Zeitraum von 2015 bis 2030 von L- auf H-Gas umgestellt werden. Das L-Gas-Aufkommen sowohl aus den Niederlanden als auch aus Deutschland geht kontinuierlich zurück und wird zudem überschattet von heftigen Erdbeben im Erdgasfeld Groninngen (NL). Nach den ersten Jahren der Umstellung mit kontinuierlich steigendem Geräteaufkommen gibt es bis zum Jahr 2021 nochmal einen großen Sprung nach oben – von derzeit rund 320 000 Gasverbrauchseinrichtungen pro Jahr auf ca. 560 000 ab dem Jahr 2021. Dazu taucht immer öfter die Frage auf, ob die derzeitigen Strukturen tatsächlich ausreichend sind.

Worum geht es? Die Förderung von L-Gas (Low calorific gas) aus den deutschen und vor allen Dingen aus dem niederländischen Groningen geht deutlich zurück. Teilweise sind die Felder erschöpft, teilweise wird die Förderung aufgrund von Erdbeben in den Niederlanden, die auf die Förderung zurückgeführt werden, heruntergefahren. Dies passiert schrittweise bis zum Jahr 2030. Deswegen wird die Erdgasversorgung auf Quellen vorwiegend aus Norwegen, Russland und Großbritannien umgestellt. Bei dem hier geförderten Gas handelt es sich um H-Gas (High calorific gas), das einen höheren Energiegehalt, sprich einen höheren Brennwert im Vergleich zu L-Gas hat. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Gase ergeben sich auch andere Anforderungen sowohl an Gasverbrauchseinrichtungen aber u. a. auch an den weiteren Ausbau von Gasleitungen und Verdichterstationen. Um auch künftig eine sichere und zukunftsfähige Erdgasversorgung zu gewährleisten, wird das Netz nach einem festen Plan der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) in enger Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur seit 2015 kontinuierlich mit H-Gas angepasst. Schritt für Schritt werden die Geräte in den Anpassungsregionen erfasst, umgerüstet und dann termingenau auf H-Gas umgeschaltet.
Waren es 2016 noch lediglich rund 10 000 Geräte, die umgerüstet werden mussten, haben die jeweiligen Projektkoordinatoren und Anpassungsfirmen jetzt so viel Erfahrung gesammelt, dass die jährlichen Stückzahlen von derzeit 320 000 Einheiten pro Jahr auf rund 400 000 Geräte in 2020 und bis auf ca. 560 000 Einheiten ab dem Jahr 2021 steigen werden. Dabei geht es aber nicht nur um reine Gas-Heizgeräte. Vielmehr sind alle L-Gas-Verbrauchseinrichtungen betroffen – vom Gasofen in der Industrie bis hin zum Gasherd. Und das alles zusammen mit einem Gerätebestand, der oftmals 30 Jahre überschritten hat und für den es keine Ersatzteile mehr gibt. Doch die gro­ßen Hersteller zeigen sich derzeit ent­spannt: „Wir sind mit den Prozessen und der Organisation aus den ersten Jahren der Marktraumumstellung sehr zufrieden und haben in diversen Gesprächen viel gelernt“, beschreibt dazu Herbert Kuschel, Leiter Marktraumumstellung bei Vaillant Deutschland. „Alle Prozesse wurden soweit wie eben möglich vollständig digitalisiert. Das hat dafür gesorgt, dass alle Beteiligten schnell und sicher auf die gleichen Informationen zurückgreifen konnten.“

Probleme in der Umstellung verdeutlichen Praxisalltag
Schaut man sich dagegen die Stimmen aus den örtlichen Tageszeitungen und die Meinung von Endkunden an, ändert sich die Grundstimmung deutlich. „Verbraucher sind unzufrieden mit Gasumstellung in Niedersachsen“ ist noch eine der freundlicheren Schlagzeilen in lokalen und regionalen Medien. So befragte die Verbraucherzentrale Niedersachsen 180 Personen im Rahmen ihrer Untersuchung zur Gasumstellung. Im Zentrum der Kritik stand die Kommunikationspolitik einiger Netzbetreiber. Bemängelt wurden insbesondere fehlende Informationen, schlecht erreichbare Hotlines sowie die kurzfristige Ankündigung der Vor-Ort-Termine. Die gesetzlichen Fristen von drei Wochen vorab angekündigten Terminen wurden demnach regelmäßig unterschritten. Darüber hinaus misslingt in der Praxis auch öfter beim ersten Versuch die Umstellung des Gasgerätes. Das wiederum bedingt weitere Termine und einen hohen zeitlichen Aufwand für alle Beteiligten. Zudem ließen die Probleme aus
Sicht der Kunden teilweise erhebliche Zweifel am Vorgehen der Monteure aufkommen. Laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigen die Ergebnisse, dass das Thema Gasumstellung in vielen Unternehmen erst am Anfang stehe und sich daraus ein erhebliches Verbesserungspotenzial nach oben ergibt.
„Wir haben aus den Gesprächen vor Beginn der Gasumstellung bereits 2015 alle internen Strukturen überprüft und neue Prozesse aufgebaut, die für unseren Part an der Marktraumumstellung relevant sind“, beschreibt dazu Kuschel. „Für uns als Hersteller ist es wichtig, schon während der Erfassung der Geräte einen Einblick in die erfassten Daten zu erhalten. Auf dieser Grundlage können wir unsere Produktionsprozesse frühzeitig aussteuern, um termingerecht die Ersatzteilverfügbarkeit sicherzustellen.“

Ersatzteile für bis zu 30 Jahre alte Geräte
Was das im Endeffekt heißen kann, wird am durchschnittlichen Alter eines Gasgerätes im Markt deutlich. Geht man hier von 24 Jahren aus, heißt das, dass die Werkzeuge zur Herstellung von Ersatzteilen für viele Geräte kaum noch vorhanden sind. Teilweise existieren auch die Hersteller eines Gasheizgerätes nicht mehr. Oder die Geräte sind schlichtweg so alt, dass eine Umrüstung nicht mehr infrage kommt oder das Gerät irreversibel beschädigen würde. „2015 lag die Quote der nicht anpassbaren Geräte in Schneeverdingen bei 0,5 % und war damit sehr niedrig“, erläutert Kuschel dazu. „Erst in den Ballungsräumen steigt diese Quote deutlich. In Bremen lag sie beispielsweise bei ca. 2,5 %. Hier ist natürlich das SHK-Fachhandwerk gefragt, einen schnellen und reibungslosen Austausch des Wärmeerzeugers zu gewährleisten. Vaillant als Hersteller hält beispielsweise Düsenwechselsätze in der Regel für bis zu 30 Jahre alte Geräte bereit, jedoch ist wie auch bei allen anderen Herstellern eine komplette Ersatzteilversorgung nur noch sehr eingeschränkt vorhanden.

Verantwortung und Durchführung der Umstellungsarbeiten
Lange vor Beginn der eigentlichen Umstellung schreibt der örtliche Netzbetreiber das komplette Projekt aus. Dazu gehören das Projektmanagement, die Erfassung aller Daten, die eigentliche Anpassung sowie die anschließende Qualitätskontrolle. Es können sich alle Firmen bewerben, die sich nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 676-B1 haben zertifizieren lassen. In einer zweiten Ausschreibung wird das örtliche Projektmanagement gesucht, das durch den Netzbetreiber mit der kompletten Projektdurchführung beauftragt wird. Hauptaufgabe ist es, hier den gesamten Prozess zu koordinieren sowie alle Fragen rund um die Marktraumumstellung für alle Beteiligten bzw. Betroffenen zu beantworten. Die letzte Ausschreibung betrifft das Unternehmen, das nach erfolgter Umstellung mindestens 10 % aller Anlagen auf ihre ordnungsgemäße Anpassung und ihre Sicherheit überprüft. Die bisherigen Erfahrungen in allen Gebieten, in denen die Umstellung bereits erfolgt ist, zeigen, dass diese Organisations- und Prozessstruktur eine erfolgreiche Grundlage für eine sichere Marktraumumstellung bietet. Grundlage für diese Tätigkeiten ist das DVGW-Arbeitsblatt G 680, das z. Z. überarbeitet wird und in der neuen Fassung vorrausichtlich im 1. Quartal 2020 erscheint.

Lösungen für Kapazitäts-Engpässe?
Eine große Herausforderung für die jeweiligen Netzbetreiber sowie für deren Dienstleister beschreibt Kuschel: „Für die Erfassung der Gasverbrauchseinrichtungen sowie auch für die eigentliche Anpassung muss die benötigte Personalstärke der beauftragten Firmen gehalten und weiter aufgebaut werden. Derzeit sind rund 340 Spezialisten mit den Aufgaben beschäftigt. Wenn wir die kommenden Jahre mit mehr als einer halben Million Geräteumstellungen pro Jahr betrachten, wird alleine bei den Anpassern, eine Mannschaft von 500 bis 600 Personen benötigt.“
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, keine leichte Aufgabe. Ein Plan „B“ könnte dann sein, dass qualifizierte SHK-Handwerksbetriebe Aufgaben mit übernehmen. Allerdings stehen auch hier Kapazitätsengpässe nicht aus. „Möglich wäre auch, dass sich personell gut aufgestellte Werks-Kundendienste der Heiztechnik-Hersteller hier mit als „Backup-Lösung“ anbieten. So könnte der termingerechte Verlauf der weiteren Marktraumumstellung in Ausnahmefällen weiter gesichert werden“, ergänzt Kuschel und hebt hervor: „Viele Hersteller haben dazu bereits Erfahrungen gesammelt, denn im Anpassungshandbuch des DVGW sind bestimmte Geräte gekennzeichnet, die ausschließlich nur von den jeweiligen Herstellern angepasst werden dürfen.“

Praxisalltag der Branche
Nicht abstellen ließen sich aber auch dann nicht ganz alltägliche Ereignisse rund um die Marktraumumstellung. So ist für die Anpasser vor Ort gerade bei extrem alten Gasgeräten oft Vorsicht bei den Arbeiten am Gerät geboten. Denn es handelt sich nicht lediglich um Einzelfälle, in denen die Anpassung dazu führte, dass andere Geräteteile aufgrund ihres Alters in Mitleidenschaft gezogen wurden, die sich dann nicht mehr ersetzen ließen. Das Resultat: Totalschaden – da wie berichtet, die benötigten Ersatzteile aufgrund des hohen Alters eventuell nicht mehr zur Verfügung stehen.
Auch prinzipiell niemals gewartete Heizgeräte stellen die Monteure vor Ort vor ungewohnte Aufgaben. Denn dann ist es oftmals die Pflicht des Sachkundigen, dass bei „Gefahr im Verzug“ Gas-Heizgeräte umgehend stillgelegt werden müssen. Auch mit der einfachen Weigerung der Kunden, die Anpassungsfirma an das eigene Gas-Heizgerät zu lassen, sind die Monteure vor Ort oftmals konfrontiert. Reagiert der Eigentümer bzw. der Betreiber nach mehrmaligem Anschreiben und Anrufen nicht, droht dann die Sperrung des Gasanschlusses.
Wichtig ist aber auch, alle Beteiligten stets deutlich über die erfolgte Umstellung auf dem Laufenden zu halten. Dies betrifft vor allen Dingen die Schornsteinfeger und Fachhandwerker. Denn wenn die L- gegen eine H-Gas-Düse getauscht wird, das Heizgerät aber noch nicht mit H-Gas versorgt wird, erfolgt gleichzeitig eine zwangsweise erforderliche manuelle Reduzierung der Nennwärmeleistung des Heizgerätes – bedingt durch den künftig höheren Heizwert des H-Gases. Dadurch verändern sich leicht sowohl CO- als auch CO2-Werte bis zur Belieferung mit H-Gas. Finden gerade in diesem Zeitraum die gesetzlich vorgeschriebenen Messungen des Schornsteinfegers laut Bundesimmissionsschutzgesetz oder turnusmäßige Wartungsarbeiten des Fachhandwerkers statt, wird das Gasgerät oftmals bemängelt. „Hier sind bereits mehrfach Fälle aufgetreten, bei denen das Fachhandwerk nicht korrekt informiert oder aber auch Informationen nicht beachtet wurden, wie die Kennzeichnung (Aufkleber) am Gerät, dass eine Umstellung auf H-Gas durchgeführt wurde“, so Kuschel. Im Falle einer versehentlichen Rückstellung des Gerätes geht dieses dann bei Umstellung auf H-Gas in Störung.

Fazit
Die Marktraumumstellung von rund 5,2 Mio. Gasgeräten von L- auf H-Gas ist in vollem Gang. Die Erfahrungen in den bereits umgesetzten Gebieten zeigen, dass die vorab von dem Projektmanagement und den Anpassungsfirmen aufgestellten Prozesse und Strukturen sowie Organisationen größtenteils greifen. Dabei hat sich deutlich gezeigt, wie individuell sich der Bestand an Gasgeräten im Markt und damit auch die jeweiligen Probleme darstellen, die letztendlich Zeit kosten. Für den Anstieg der jährlich durchzuführenden Geräteumstellungen sind ggf. Kapazitäten durch das Fachhandwerk bzw. durch Hersteller gegeben, falls der Bedarf durch die Anpassungsfirmen nicht gedeckt werden kann.

 

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Fri, 17 Jan 2020 15:01:11 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_30_1_d8d8c38275.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_30_1_0b7a5fa385.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/30_1.jpg
news-29424 FAQs zur dezentralen Hallenbeheizung https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/faqs-zur-dezentralen-hallenbeheizung/ Fragen und Antworten zur Planungs- und Ausführungspraxis  

Für die Erwärmung von Hallengebäuden stehen neben zentralen Heizungssystemen heute auch zahlreiche dezentrale Systeme bereit. Zur Planungs- und Ausführungspraxis tauchen dazu auch immer wieder Fragen auf. Einige dieser sogenannten FAQs (Frequently asked Questions) werden nachfolgend von Dipl.-Ing. Harald Petermann beantwortet. Er ist Geschäftsführer für den Fachbereich Gas bei der Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e. V. (figawa).

Was unterscheidet die Raumtemperatur von der Lufttemperatur?
Die Temperatur der Luft kann mit einem üblichen Thermometer gemessen werden. Das thermische Behaglichkeitsempfinden wird jedoch neben der Lufttemperatur ungefähr in gleicher Gewichtung durch die Strahlungstemperatur der Raumumschließungsflächen bestimmt, mit denen sich der Mensch in Strahlungsaustausch befindet. Die Wirkung des Strahlungsaustauschs mit der Umgebung kann für den Menschen sowohl positiv, z. B. durch die Sonneneinstrahlung bei niedriger Lufttemperatur, als auch negativ sein, z. B. durch den Aufenthalt in einem beheizten Raum in Nähe einer schlecht gedämmten Wand oder in Nähe einer großen Fensterfläche im Winter. Die für das Temperaturempfinden ausschlaggebende Raumtemperatur misst man üblicherweise mit einem Kugel-Thermometer (Globe-Kugel).

Wie erfolgt der Wärmetransport in Großräumen?
In Hallengebäuden ist aufgrund des großen Volumens ein effektiver Wärmetransport nur durch erzwungene Luftkonvektion oder Infrarotstrahlung möglich. Bei der Konvektionsheizung wird die Hallenluft (und/oder Außenluft) durch Ventilatoren angesaugt, über ein Brennkammer-Wärmeübertragersystem erwärmt und mit einer Zuluft-Verteilung dem Raum gleichmäßig zugeführt. Die bereits im Raum evtl. vorhandene aufsteigende Abwärme von Betriebsprozessen, Maschinen, Personen, Beleuchtung sowie Sonneneinstrahlung kann in den Heizprozess aufgenommen und durch Re-Zirkulation in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden. Durch die flächige und gleichmäßige Verteilung der Wärme im gesamten Raum werden Kaltzonen vermieden. Das Behaglichkeitsgefühl der im Raum befindlichen Personen wird positiv beeinflusst.
Bei der Wärmestrahlung findet die Übertragung der Wärme von einem Körper zu einem anderen ohne Wärmeträger statt. Während bei Konvektion und Wärmeleitung also die Wärmeenergie in Form von Molekularbewegungen vom Ort höherer Temperatur zu dem niederer fließt, erfolgt bei der Wärmestrahlung der Energietransport in Form elektromagnetischer Wellen (Infrarot-Strahlung), d. h. ohne Wärmeträgermedium. Die von einer Fläche ausgestrahlte Wärmeenergie ist stark überproportional der Temperaturdifferenz, d.  h.  z. B. bei einer Erhöhung der Temperatur der Wärmequelle auf das Doppelte erhöht sich die abgegebene Strahlungswärme auf etwa das 16-Fache. Wärmestrahlung durchdringt Luft nahezu verlustfrei und temperiert beim Auftreffen die Wände, Maschinen, Lagergut, Fußboden, welche daraufhin diese Wärme wieder an die Umgebung abgeben.

Welchen Einfluss hat die Hallenhöhe auf die Auswahl eines Heizungssystems?
Mit zunehmender Hallenhöhe ist der Wahl des richtigen Heizungssystems eine noch größere Bedeutung beizumessen. Aufsteigende Wärme, bedingt durch den thermischen Auftrieb, kann durch geeignete Strahlungs- und Warmluftsysteme vermieden werden. So wird kein unerwünschtes Wärmepolster im Deckenbereich entstehen.

Welche Bedeutung hat die räumliche Auslastung bzw. eine nur zeitweise Nutzung des Hallengebäudes für die Auswahl eines Heizungssystems?
Zeitweise werden in Hallengebäuden nur Teilbereiche genutzt oder es sind für verschiedene Nutzungen mehrere unterschiedliche Temperaturzonen erforderlich. Mit zentralen Heizungssystemen sind solche räumlichen Teilnutzungen kaum wirtschaftlich zu beheizen. Hier empfiehlt sich dann die Wahl für dezentrale Hallenbeheizungen.
Wenn das Gebäude z. B. nur 40 von 168 Wochenstunden genutzt wird, spielen Aufheiz- und Abkühlvorgänge in der Jahresenergiebilanz eine ganz wesentliche Rolle. Dezentrale Heizsysteme mit geringer thermischer Trägheit spielen hier ihre Vorteil gegenüber zentralen Heizsystemen in Hallen aus: Sie bringen die Wärmeleistung punktgenau dann und dorthin, wo sie gebraucht wird. Wärmeträgersysteme wie Wasser oder Dampf entfallen bei der dezentralen Heizung, es entstehen keine Stillstands- und Verteilungsverluste. Lange Aufheizzeiten werden durch dezentrale Systeme auch weitestgehend vermieden.

Worin unterscheiden sich Infrarot-Dunkelstrahler zu Hellstrahlern?
Dunkelstrahler beheizen den Aufenthaltsraum vornehmlich durch Infrarotstrahlung. Spezielle Brenner mit Gebläse (in der Regel mit Gas) erzeugen innerhalb eines Stahlrohres eine lang gestreckte Flamme bzw. einen Abgasstrom, der die Rohroberfläche auf Temperaturen von 200 bis ca. 600 °C erhitzt. Die heiße Rohroberfläche emittiert Infrarot-Wärmestrahlung. Durch Reflektorkonstruktionen oberhalb und seitlich der Strahlrohre wird die Wärmestrahlung gerichtet zum Aufenthaltsbereich gelenkt. Die Verbrennungsgase werden mittels eines Abgassystems nach außen abgeführt. Das Einsatzfeld von Dunkelstrahlern beginnt mit Installationshöhen von ca. 3 m, bei hohen Geräteleistungen sind Höhen von mind. 8 m erforderlich.
Hellstrahler emittieren Wärmestrahlung im für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenbereich. Klassische Hellstrahler arbeiten mit Brenngasen, die in einem speziellen Injektorbrenner vollständig mit der erforderlichen Verbrennungsluft vorgemischt werden, sogenanntes Premix-System. Eine keramische Brennoberfläche kommt im Betrieb bei Temperaturen von 850 bis 950 °C zum Glühen und ist damit gleichzeitig Strahlfläche, die von Reflektorkonstruktionen umgeben ist. Moderne Hellstrahler-Bauformen, sog. Kombistrahler, nutzen die von Abgas überströmten Reflektorflächen als zusätzliche Dunkel-Strahlflächen. Ähnlich wie bei Dunkelstrahlern müssen bei Hellstrahlern Mindestaufhängehöhen von ca. 3,5 m bis hin zu 9 m zur Vermeidung von lokal zu hohen Strahlungsintensitäten gegeben sein.

Welche Eigenschaften haben Hybridsysteme für Hell-/Dunkelstrahler?
Von verschiedenen Herstellern werden auch sogenanntes Hybridsysteme angeboten, die den Abgasen die noch enthaltenen Restmengen an Energie mittels Wärmetauscher entziehen und diese einer Nutzung in anderen Heizsystemen zuführen: z. B. zur Beheizung von angrenzenden Büroräumen oder zur Brauchwassererwärmung. Sie erreichen feuerungstechnische Wirkungsgrade von bis zu 105 % bezogen auf den Heizwert (Hi).

www.figawa.de

 

 

 

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Fri, 17 Jan 2020 14:35:01 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/f/csm_034_1_5710dcb1ad.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/f/csm_034_1_2592457ad0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/034_1.jpg
news-29423 Klimaziele mit moderner Technik und synthetischen Fuels erreichen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/klimaziele-mit-moderner-technik-und-synthetischen-fuels-erreichen/ 88 % weniger CO2 – mit einer Ölheizung im Keller: Das Innovationshaus Wolfhagen zeigt, was technisch schon heute möglich ist  

Keine Frage, die Ölheizung steht in der Kritik. Im Kontext zum Klimaschutzgesetz liest man immer wieder vom Aus für die Ölheizung ab 2026. Dabei ist Klimaschutz längst auch möglich, wenn eine Ölheizung im Keller steht: Treibhausgasneutrale flüssige Energieträger machen es möglich. An einigen Orten kommen sie bereits zum Einsatz – etwa in verschiedenen Modellprojekten des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). In Ein- und Zweifamilienhäusern werden die synthetischen Fuels im Alltag getestet. So auch im hessischen Wolfhagen.

Dort startete im Dezember 2017 ein bis dahin einzigartiges Projekt: Gemeinsam mit den Stadtwerken Wolfhagen und einem Energiesystemehersteller hat das IWO das Innovationshaus Wolfhagen geschaffen. Die Wärmeversorgung des Einfamilienhauses aus dem Jahr 1992 wurde dafür komplett modernisiert – mit einer neuen Heizungsanlage mit Öl-Brennwerttechnik, einer Strom-Wärmepumpe, Strom- und Wärmespeichern im Keller und einer Solarstromanlage auf dem Dach. Zusätzlich verfügt der Ort über einen Solarpark und Windenergieanlagen, beides sorgt für grünen Strom direkt vor Ort. Da aber die wetterbedingte Stromproduktion und die Abnahme durch die Haushalte nicht immer übereinstimmten, werden in Wolfhagen nun dynamische Stromtarife und neue Technologien getestet.

Treibhausgasreduzierte Mischung im Heizöltank
Das Innovationshaus leistet hierbei einen wesentlichen Beitrag. Wird etwa gerade sehr viel Öko-Strom produziert, kann es diesen sowohl zur Strom- als auch Wärmeversorgung aufnehmen und speichern. Steht nicht ausreichend Öko-Strom zur Verfügung, wird die Wärmeversorgung durch das Öl-Brennwertgerät sichergestellt. Das Haus verfügt über ein Hybridheizgerät, das Strom-Wärmepumpe und Öl-Brennwertmodul kombiniert. Hinzu kommen die Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Batterie zur Stromspeicherung, zwei Wärmespeicher mit insgesamt 500 l Volumen sowie ein 1500-l-Heizöltank, der mit einer treibhausgasreduzierten Mischung befüllt wurde. Die besteht nur noch zu rund einem Viertel aus klassischem Heizöl und zu drei Vierteln aus einem neuen Brennstoff, der überwiegend aus Altfetten hergestellt wird und dadurch eine CO2-Minderung von rund 80 % aufweist. Eine eigens entwickelte Regelung sorgt im Innovationshaus für eine intelligente Steuerung, die sich dem jeweiligen Angebot von Wind- und Solarstrom anpasst.

Messergebnisse können sich sehen lassen
Seit der umfangreichen Modernisierung sind nun rund eineinhalb Jahre vergangen. Aus dieser Zeit liegen nun auch Messergebnisse vor, die das IWO ausgewertet hat. Und das Resultat kann sich sehen lassen: „Das Innovationshaus Wolfhagen kommt bei der ganzheitlichen Betrachtung von Strom- und Wärmeversorgung auf eine CO2-Minderung von insgesamt 88 %“, berichtet Christian Halper, IWO-Projektleiter für Modellvorhaben. Auch weitere Ergebnisse aus dem Messzeitraum vom 1. September 2018 bis 1. September 2019 sind aufschlussreich: So produzierte die PV-Anlage während dieser zwölf Monate 5170 Kilowattstunden (kWh) Strom, davon wurden auch dank des Stromspeichers 1983 kWh als Haushaltsstrom sowie 689 kWh zur Wärmeversorgung genutzt. Der Rest wurde ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Der Treibhausgasausstoß für die Strom- und Wärmeversorgung wurde absolut um insgesamt rund 6 t auf nur noch 800 kg gesenkt. Anstelle von 1600 l klassischem Heizöl wurden noch 245 l klassisches schwefelarmes Heizöl sowie 821 l treibhausgasreduzierter Brennstoff verbraucht. So zeigt das Innovationshaus Wolfhagen, was technisch möglich wäre und wie sich die Energiewende in ländlichen Regionen innovativ und technologieoffen gestalten lässt. „Die von uns praktizierte Lösung zeigt vor allem, wie Gebäude mit Hybridsystemen zur Harmonisierung von Ökostrom-Angebot und -Nachfrage beitragen können“, so Halper.

Bilder: IWO

www.zukunftsheizen.de

 

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Fri, 17 Jan 2020 14:18:19 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/1/csm_036_1_3ab0893f1d.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/1/csm_036_1_9deb9319f9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/036_1.jpg
news-29422 Sensibilisierung und Qualifizierung notwendig https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sensibilisierung-und-qualifizierung-notwendig/ Geschulte Fachhandwerker spielen bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors die Schlüsselrolle  

Die meisten SHK-Betriebe in Deutschland legen den Fokus nach wie vor auf fossile Energieträger. Um die Qualität bei der Installation von Wärmepumpensystemen für das aufgrund der Klimaschutzziele zu erwartende Marktwachstum sicherzustellen, muss deshalb einiges passieren. Mit der Qualifizierungsmaßnahme VDI 4645 Blatt 1 und mit Online-Trainingstools speziell für SHK-Azubis will der Bundesverband Wärmepumpe den notwendigen Umstieg des SHK-Handwerks auf klimaschonende Wärmepumpen forcieren.

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Aktuell scheint es deshalb eher schwierig, beim SHK-Handwerk das Bewusstsein für Erneuerbare Heizungssysteme zu steigern. Eine Sensibilisierung für das Thema wird weiterhin primär durch die steigende Nachfrage seitens der Hausbesitzer vorangetrieben. Häufig verlassen diese sich aber auf Empfehlungen seitens des Handwerks, des Energieberaters oder Planers. Deshalb ist es entscheidend, dass über verschiedene Kanäle für Qualifizierung und Weiterbildung in diesem Bereich gesorgt wird. Das Schulungskonzept zum „Sachkundigen für Wärmepumpensysteme nach VDI 4645“, das der BWP in Kooperation mit dem VDI umgesetzt hat, ist daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Vom Planungsprozess bis zur Wartung
Die VDI-Richtlinie 4645 beschreibt den kompletten Planungsprozess, von den notwendigen Voruntersuchungen und Genehmigungen über die Zuständigkeiten der Beteiligten (Energieversorger, Behörden, Handwerker und Planer) sowie über die Abläufe bei der Grundlagenermittlung bis hin zur ausführlichen Detailplanung. Weitere Kapitel widmen sich der Auftragsvergabe, der Inbetriebnahme und Unterweisung sowie der Inspektion und Wartung. Durchgängig finden sich Hinweise zum Zusammenspiel aller Komponenten der gesamten Heizungsanlage unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Funktionsanforderungen von Wärmepumpen.

Schulung zum Sachkundigen für Wärmepumpensysteme
Zielgruppen dieser Schulungen sind unter anderem Planer, Anlagenhersteller, Fachhandwerker, Betreiber oder Produktentwickler der herstellenden Industrie. Beschrieben sind Schulungen für drei verschiedene Kategorien: Errichter (E), Planer (P) sowie Planer und Errichter (PE), außerdem die Zulassungsvoraussetzungen der Schulungsteilnehmer, die Qualitätsmerkmale der Schulungen und die Qualifikation der Referenten.
Jeder Schulungskategorie sind bestimmte Inhalte zugeordnet. Die Schulungen dauern, je nach Kategorie, zwischen 560 und 800 Minuten und sollen innerhalb von zwei bis drei Tagen bei den Schulungspartnern des VDI durchgeführt werden. Nach erfolgter Schulung kann innerhalb von sechs Monaten eine Online-Prüfung abgelegt werden, deren Bestehen Voraussetzung für die Erlangung des Qualifizierungsnachweises ist.
Schulungspartner nach VDI 4645 Blatt 1 können nicht nur Wärmepumpenhersteller werden, sondern auch Handwerkskammern, Innungen, unabhängige Schulungscenter und andere branchennahe Institutionen. Seit Beginn der Maßnahme im Juni 2018 gibt es mittlerweile sieben akkreditierte Schulungspartner, es wurden 47 Schulungen mit 351 Teilnehmern durchgeführt. 127 Personen haben ihre Online-Prüfung bereits bestanden und sind somit „Sachkundige für Wärmepumpensysteme nach VDI 4645“. Das Register der Sachkunden findet sich auf www.waerme­pumpen-fachmann.de.
Die BWP Marketing & Service GmbH, eine Tochterfirma des Bundesverbandes Wärmepumpe, ist Qualifizierungspartner des Programms und zuständig für die Durchführung der unabhängigen Online-Prüfung, die Ausstellung der Qualifizierungsnachweise sowie die Pflege des Online-Registers. Ein Gremium im VDI überwacht das Schulungsprogramm. Hier sind u. a. Hersteller, Handwerksverbände und wissenschaftliche Institute vertreten. Der BWP vertritt hier den Qualifizierungspartner und gibt Auskünfte zur Entwicklung des Programms. Weitere Infos unter www.vdi.de/4645.

Angebot für SHK-Azubis: Helden der Energiewende
Das Thema ressourcenschonende Heizungssysteme spielt im Ausbildungsrahmenplan angehender SHK-Anlagenmechaniker nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Inwieweit Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Kraft-Wärme-Kopplung überhaupt in der Ausbildung stattfinden, hängt nicht nur vom Lehrbetrieb, sondern am Ende auch von den einzelnen Trainern in den überbetrieblichen Ausbildungszentren und den Berufsschullehrern ab. Laut einer Umfrage, die der BWP mit rund 450 Akteuren aus dem Bereich der SHK-Ausbildung durchgeführt hat, sind Interesse und Bewusstsein gegenüber den Erneuerbaren Heizungssys­temen durchaus vorhanden. Häufig fehlt es jedoch an Kapazitäten und vor allem an Material.
Der BWP entwickelt deshalb aktuell zielgruppengerecht aufbereitete E-Learning und E-Teaching Module zum Thema Energiewende, Wärmepumpe und Klimaschutz für Lehrpersonal und Auszubildende. Das E-Learning-Konzept orientiert sich in der Aufbereitung von Inhalten und der Bildsprache z. T. an spielerischen Online-Angeboten Einbettung von Bewegbildern und grafischem Material. Das Wissen soll im Rahmen einer Storyline durch die Einbettung interaktiver Elemente vermittelt werden. In den ersten Modulen geht es primär darum, den angehenden SHKlern deutlich zu machen, dass sie eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels und bei der Umsetzung der Energiewende spielen. Momentan läuft die Testphase der ersten beiden Module mit ausgewählten Berufsschulen und Institutionen. Interessenten können sich beim Bundesverband Wärmepumpe gern für einen kos­tenfreien Zugang während der Testphase bewerben.

Autor: Tony Krönert, Geschäftsführer der BWP Marketing und Service GmbH

 

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Fri, 17 Jan 2020 14:04:43 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/3/csm_038_2ae127fe1f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/3/csm_038_c26963c9a6.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/038.jpg
news-29421 Ein neuer Held für die Baustelle https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/ein-neuer-held-fuer-die-baustelle/ Verlosungsaktion: Starmix und IKZ verlosen Akkusauger „Quadrix L 18V“  

Er ist leicht, gleichzeitig kompakt und wurde speziell für den mobilen Einsatz, für Anforderungen bei Service und Montagearbeiten entwickelt. Der Akkusauger „Quadrix L 18V“ ist das neue Modell aus dem Hause ELECTROSTAR / starmix. Die IKZ und Starmix verlosen einen dieser Akkusauger.

Ob Späne, Staub oder andere Verschmutzungen – die Leistung des „Quadrix L 18V“ lässt sich in zwei Stufen an den aktuellen Saugbedarf anpassen. Der ECO-Modus scheint für die Aufnahme von Werkstatt- oder Baustellenschmutz ideal, während der Boost-Modus mit maximaler Leistung auch größere Mengen beseitigt.
Das Feature der integrierten Blasfunktion ermöglicht die Anbringung eines weiteren Schlauchs, um gefilterte Abluft direkt auszublasen. Dadurch lassen sich auch Gegenstände trocknen oder die Luft gezielt ins Freie ableiten.

Für den mobilen Einsatz
Ein 3 m langer Schlauch sowie eine Fugen- und eine Saugdüse gehören ebenso zur Grundausstattung  des Akkusaugers wie die Bohrstaubabsaugung Bohrfixx. Im attraktiven Starterpaket ist der Sauger mit zwei Akkupacks und einem Ladegerät erhältlich.
Der Akkusauger ist stapelbar mit den Starboxen des Tanos-Systems. Bei einem Gewicht von 6,2 kg und einem Tragegurt scheint er geeignet für den mobilen Einsatz auf Montage und Baustellen. Das gesamte Zubehör des „Quadrix L 18V“  kann in den Depots im Gehäuse verstaut werden. Das Äußere inklusive Gummiprotektoren sichert ein rutschfestes Abstellen, das zugleich den Bodenbelag schonen soll.
Der Akkusauger erzeugt einen Unterdruck von 120 mbar und einen Volumenstrom von 35 l/s. Dabei fängt er 7,5 l Stäube der Staubklasse L auf. Der „Quadrix L 18V“ ist mit allen Maschinen, Akkupacks und Ladegeräten seiner Voltklasse des CAS Cordless Alliance Systems kompatibel. Zur CAS gehören auch die Firmen metabo, mafell. Collomix, Rothenberger, Eibenstock, haaga und Steinel.

Verlosungsaktion
Gemeinsam mit Starmix verlosen wir einen dieser Akkusauger. Um an der Verlosung teilzunehmen, schreiben Sie uns lediglich eine E-Mail mit ihren Kontaktdaten an redaktion@strobelmediagroup.de und dem Betreff „Gewinnspiel“. Einsendeschluss ist der 7. Februar 2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

Hintergrund

  • ELECTROSTAR/starmix fertigte 1921 die ersten Staubsauger. Vier Jahre später wurde der Warmluft-Handtrockner erfunden.
  • In den Wirtschaftswunderjahren wurde das schwäbische Unternehmen durch die starmix-Küchenmaschine weltweit bekannt.
  • Seit 2007 gehört die ELECTROSTAR GmbH zur Algo Gruppe.
  • Das Unternehmen beschäftigt an dem Standort Ebersbach/Fils rund 170 Mitarbeiter.

 

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Fri, 17 Jan 2020 13:53:04 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_040_3b643f97fe.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_040_8f7248dfe8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/040.jpg
news-29420 Vorgaben für digitale Fahrtenbücher https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/vorgaben-fuer-digitale-fahrtenbuecher/ Was für den Einsatz von elektronischen Fahrtenbüchern zu beachten ist  

Zum Nachweis von Dienstwagenfahrten werden elektronische Fahrtenbücher zunehmend beliebter. Jedoch müssen derlei Geräte den Anforderungen des Fiskus genügen. Wann das Finanzamt die digitale Variante akzeptiert und wann nicht.

Für Handwerksbetriebe ist der Firmenwagen Mobilitätsgarant und somit ein notwendiges Muss. Für das Finanzamt hingegen sind Dienstwagen ein Grund, bei der Steuererklärung genauer hinzusehen. Auch beim Einsatz von elektronischen Fahrtenbüchern prüfen Finanzbeamte, ob die Aufzeichnungen von dienstlichen und privaten Fahrten den steuerrechtlichen Vorgaben entsprechen. Denn die Technik hat zuweilen auch ihre Tücken und entspricht mitunter nicht den gesetzlichen Anforderungen.

Dienst- oder Privatfahrt?
Solange laut Arbeitsvertrag und Firmenregelung nichts dagegenspricht, können Beschäftigte den Pkw auch privat fahren. In einer Privatnutzung sieht der Fiskus jedoch einen geldwerten Vorteil, den er versteuert. Als Berechnungsgrundlage können Steuerzahler zwischen der sogenannten 1 %-Methode und dem Führen eines Fahrtenbuchs wählen. Das Aufzeichnen aller Fahrten kann Dienstwagennutzern erhebliche Steuervorteile bringen, insbesondere wenn sie den Wagen nicht so oft privat nutzen. Doch wer hierbei nicht sorgfältig vorgeht, wird vom Finanzamt schnell zur 1 %-Regelung verdonnert. Elektronische Fahrtenbücher können eine sichere Methode sein, eine pauschale Besteuerung zu vermeiden – vorausgesetzt die Dokumentation entspricht den Vorgaben des Fiskus. Jedoch: Die Beweislast der Ordnungsmäßigkeit trägt der Steuerpflichtige. Für Firmen ist es daher wichtig, eine rechtskonforme technische Lösung zu finden.

Was Programme zur Anerkennung haben müssen
Es gibt viele Anbieter, die „finanzamtssichere“ Programme verkaufen. Allerdings sollten Unternehmen genau hinschauen, um hiermit auf der sicheren Seite zu sein. Denn bei den Vorgaben unterscheidet sich das elektronische Fahrtenbuch kaum vom analogen. Aber einen wesentlichen Unterschied gibt es dennoch: Egal ob sich Firmen für ein Navigationssystem mit Fahrtenbuch, eine Fahrtenbuch-App oder eine Fahrtenbuch-Software mit ­Adapter für Service-Schnittstellen entscheiden: Der Betrieb muss gewährleisten, dass das Produkt den „Grundsätzen zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) entspricht. Die Vorschrift fordert u. a., dass eine nachträgliche Modifikation steuerrelevanter Aufzeichnungen nicht möglich ist. Oder aber Veränderungen lassen sich durch das Finanzamt lückenlos nachvollziehen. Auch muss erkennbar sein, wann die Einträge vorgenommen wurden. Eine Excel-Liste kommt als elektronisches Fahrtenbuch somit nicht infrage.

Zur Anwendung
Von zentraler Bedeutung sind die Vollständigkeit und Richtigkeit der erfassten Fahrten. Dazu zählt das Datum, der Kilometerstand am Beginn und Ende jeder beruflichen Fahrt, der aufgesuchte Geschäftspartner sowie Reiseziel und Reisezweck. Dienstwagennutzer müssen berufliche Anlässe zutreffend und nachvollziehbar beschreiben. Bei Fahrten von der Wohnung zur Tätigkeitsstätte genügt ein kurzer Vermerk, Privatfahrten sind lediglich als solche zu kennzeichnen und die gefahrene Strecke zu dokumentieren. Grundsätzlich nicht ausreichend sind Lösungen, bei denen ein GPS-Gerät nur Zeiten, Positionen und Bewegungsdaten aufzeichnet. Laut einem neueren Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts müssen Steuerzahler in solchen Fällen die fehlenden Informationen immer zeitnah händisch in das Fahrtenbuch eintragen (Az. 3 K 107/18).
Das beste Mittel zur Fehlervermeidung ist eine kontinuierliche Selbst­überprüfung. Nutzer sollten vor allem sicherstellen, dass der Kilometerstand im Fahrtenbuch mit externen Informationen wie etwa Werkstattrechnungen übereinstimmt. Darüber hinaus können Firmenwagenfahrer viele Fehler vermeiden, indem sie ihre Dokumentation immer zeitnah nach Fahrtende vornehmen. Einträge sollten innerhalb von sieben Tagen erfolgen. So lassen sich gedächtnisbedingte Informationsverluste am besten vermeiden.
Beim Umstieg auf ein elektronisches Fahrtenbuch ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Der Wechsel sollte möglichst zum Jahres- oder mit dem Fahrzeugwechsel erfolgen. So können Dienstwagenfahrer Nachfragen oder gar Missverständnisse aufseiten des Finanzamtes vermeiden und die Vorteile ihres Firmenwagens unbeschwert genießen.

Autor: Mark Schiffer, Wirtschaftsprüfer
und Steuerberater der Kanzlei WWS Wirtz,
Walter, Schmitz in Mönchengladbach

www.wws-gruppe.de

 

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Fri, 17 Jan 2020 13:46:42 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_049_da346f4d9b.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_049_2599f34bfc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/049.jpg
news-29419 Mitarbeiter leicht(er) finden https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/mitarbeiter-leichter-finden/ Wie Handwerker Auszubildende und Fachkräfte gezielt finden können. Interview mit der Marketing- und Kommunikationsagentur Punktmacher  

Für viele Betriebe ist der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden mittlerweile schon zu einem chronischen Problem geworden. Die Aufträge sind da, aber es fehlt an geeignetem Personal, um sie ausführen zu können. Dieser Situation begegnet Marketing- und Kommunikationsexperte André Brömmel bei seinen Kunden immer wieder. Seine Aufgabe: Er berät und betreut Unternehmen in der Außenkommunikation, bis hin zur erfolgreichen Personalsuche. Wir sprachen mit Brömmel über seine Ideen und Methoden zur Mitarbeiterfindung.

IKZ-HAUSTECHNIK: Angestellte und Ausbildungsplatzsuchende haben insbesondere im Handwerk zurzeit leichtes Spiel einen Arbeitgeber zu finden. Was sind häufig Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel?
André Brömmel: Auf den Punkt gebracht, kann man sagen: 1. Geld, 2. Arbeitsklima, 3. Aufstiegsmöglichkeiten. Aus einer Befragung von Stepstone unter mehr als 20 000 Fach- und Führungskräften geben 39,7 % das Gehalt als Wechselgrund an. Fast 80 % gehen davon aus, nach ihrem Jobwechsel mehr zu verdienen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wonach suchen Arbeitnehmer/-innen dann genau?
André Brömmel: Aus einer Studie des Harvard Business Managers kann man schließen, dass Mitarbeiter, die aus eigenem Antrieb wechseln, zuallererst „weiterkommen“ möchten. Das spricht für die zuvor genannten Aufstiegsmöglichkeiten. Mitarbeiter, die dagegen aktiv zum Wechsel animiert werden, wollen vorrangig „mehr verdienen“. Die Frage also, wonach Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen suchen, ist abhängig vom Impulsgeber. Generell kann man aber sagen – und das wissen die meisten Verantwortlichen – dass vielen Beschäftigten „Anerkennung und/oder Wertschätzung“ ihrer Arbeit fehlt. Während viele dabei an das Lob denken, ist meine persönliche These, dass hinter diesen Begriffen vielmehr Gehalt und Beförderung stecken.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Schlagwort „Identität“, die insbesondere von der nachwachsenden Generation gesucht wird. Wie können Betriebe Beschäftigten das bieten?
André Brömmel: Identität entsteht, wenn die Ziele des Unternehmens mit denen des Mitarbeiters übereinstimmen. Es gilt sozusagen, „Sinn“ zu stiften. Unternehmen sollten daher klar und deutlich formulieren, welche Ziele sie verfolgen oder kurz, was die Daseinsberechtigung des Unternehmens ist. Mitarbeiter sollten also das „warum“ kennen, das sie morgens aus dem Bett aufsteigen und zur Arbeit gehen lässt. Ein „der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt“ ist keine Lösung. Gemeint ist vielmehr die Haltung. Diese Haltung geht speziell in
Kleinunternehmen vom Unternehmer aus.

IKZ-HAUSTECHNIK: Es gibt Unternehmen, die von sich selbst sagen, dass sie in puncto Mitarbeitergewinnung in der Regel leichtes Spiel haben. Was sind häufig Gründe dafür? Oder anders gefragt: Was machen diese Betriebe anders?
André Brömmel: Lassen wir sogenannte Headhunter außen vor, die Mitarbeiter aktiv zum Wechsel bewegen, dann kann man sagen: Mitarbeiter – wie übrigens auch Kunden – finden Unternehmen. Nicht umgekehrt. Am wichtigsten ist daher Bekanntheit. Wer wechselwillig ist, kann sich nur bei Unternehmen bewerben, die er kennt oder die er im Internet findet. Umkehrschluss: Unternehmen mit fehlender Präsenz im Markt oder im Internet fallen durch das individuelle Raster des Bewerbers. Wer das verstanden hat, der weiß, dass ganzjährig gestreute Kommunikation gut investiertes Geld ist, sowohl für Kunden wie auch Mitarbeiter.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wo und wie sollten Handwerksbetriebe heute nach Personal suchen?
André Brömmel: Wir empfehlen, crossmedial zu suchen. Das heißt, verschiedene Medien parallel zu aktivieren. eBay-Kleinanzeigen z. B. hat einen Jobbereich, der gerade für Handwerksberufe gut funktionieren kann. Wohlgemerkt kann. Wir haben mittlerweile Erfahrungen, welche Texte und Fotos zielführend wirken. Hinzu kommen sogenannte Aggregationsplattformen wie der Internetauftritt Indeed, auf denen mitunter kostenlos Jobangebote eingestellt werden können. Vielleicht noch wichtiger ist, die eigene Website für Job-Suchmaschinen wie „Google Jobs“ fit zu machen. Seit März 2019 scannt Google Jobs die Angebote im gesamten Web und gibt diese als Suchergebnis aus – vorausgesetzt, auf der eigenen Website sind die richtigen Angaben in richtiger Form eingestellt. Ist das nicht der Fall, wird das Stellenangebot von Google ignoriert. Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram, XING und – je nach Stelle LinkedIn – gehören sicherlich dazu. Je nach Verbreitungsgebiet und Leserschaft sollte aber auch nicht der klassische Weg, über die Tageszeitung, vergessen werden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Der sogenannte Kampf um Talente wütet und Handwerksunternehmen unterliegen nicht selten den reizvollen Angeboten der Industrie. Welche Empfehlungen können Sie SHK-Betrieben im Einzugsgebiet von Herstellern geben, um sich in diesem Umfeld behaupten zu können?
André Brömmel: Viele kleine und mittelständische Unternehmen wissen aus Erfahrung, dass sie die Gehälter der Industrie nicht bezahlen können. Mitarbeiter, die hauptsächlich wegen des Geldes wechseln, werden nur schwerlich den Weg in ein Kleinunternehmen finden … es sei denn, dass ein „Gehaltsverzicht“ durch andere Dinge kompensiert wird. Kleinunternehmen haben viele Vorteile gegenüber Großunternehmen oder Konzernen, sie sind sich aber dessen häufig nicht bewusst. Beschäftigte können z. B. direkt mit der Geschäftsführung sprechen, den Sinn hinter deren Arbeit besser verstehen, sich als ein relevanter Teil fühlen und weniger als eines von vielen Rädchen, können von schnellen Entscheidungen profitieren, individuelle Gestaltungsspielräume schaffen, z. B. durch Budgets für Werkzeug, über das der Mitarbeiter selbst entscheiden kann. Nicht zuletzt ist es in mehr und mehr kleinen Unternehmen so, dass auch die Beschäftigten vom Erfolg des Unternehmens profitieren, z. B. durch eine Gewinnbeteiligung. Die Aufgabe für Unternehmer: das Besondere in Worte fassen und bekannt machen. Ohne Kommunikation ist das nicht möglich.

www.punktmacher.de

 

Marketing- und Kommunikationsagentur Punktmacher
Die Marketing- und Kommunikationsagentur Punktmacher GmbH hat sich auf Unternehmen spezialisiert, die in den Branchen Bau, Architektur, Handwerk und Wohnen tätig sind. Das Unternehmen arbeitet deutschlandweit und bietet Herstellern wie auch Handwerksunternehmen Inhalte in Form von Ideen, Texten und Bildern und liefert diese in Broschüren, Websites, Social Media-Beiträgen, Pressetexten oder Anzeigen aus.

 

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Fri, 17 Jan 2020 13:37:07 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_050_a5f758afc0.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_050_dbe8ecf635.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/050.jpg
news-29418 Bildung für die Ohren https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/bildung-fuer-die-ohren/ Mehr wissen mit Podcasts  

Podcasts sind der perfekte Informationskick für unterwegs. Viele der kostenlosen Audio-Inhalte vermitteln Wissen und sind gleichzeitig unterhaltsam. Doch welche technischen Voraussetzungen sind nötig? Und wie finden SHK-Handwerker interessante Inhalte?

 

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Fri, 17 Jan 2020 13:30:30 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_052_aa52f8bfb3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_052_5f2ea12603.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Haustechnik/IKZ_20_01/052.jpg
news-29417 Direkter Draht zum Werkskundendienst https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/direkter-draht-zum-werkskundendienst-2/ Teil 3: Thermostatventile  

Bereits im vergangenen Jahr gestartet, setzen wir unseren Service für Sie fort. Die jetzige Liste enthält die Hotlines von Thermostatventile-Herstellern. Sie haben die Telefonnummern eingerichtet, um im Falle einer Störung und ähnlicher Anliegen Hilfestellung zu leisten.

Artikel weiterlesen auf IKZ-select (BASIC-Inhalt, kostenfrei nach Registrierung)

 

 

 

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Fri, 17 Jan 2020 13:27:44 +0100
news-29415 Kampagne Mindestfeuchte 40% https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kampagne-mindestfeuchte-40/ Der Fachverband Gebäude Klima e.V. (FGK) hat am 16. Januar 2020 seine Kampagne „Mindestfeuchte 40 %“ in der Elbphilharmonie in Hamburg bekannt gegeben. Neben dem Wohlbefinden in Räumen stehen u.a. der Gesundheitsschutz und die Reduzierung der Übertragungseffizienz von Viren im Vordergrund.  

 

 

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Fri, 17 Jan 2020 10:50:19 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_kampagne_video_1161631236.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_kampagne_video_e9d77881c7.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/user_upload/kampagne_video.jpg
news-29326 Planung und Bau kollaborativ erstellen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/planung-und-bau-kollaborativ-erstellen/ Projekte erfolgreicher umsetzen durch gewerke- und bauintegrierte Arbeitsabläufe  

Termingerechte Fertigstellung, Kosteneinhaltung und hohe Ausführungsqualität – die Abläufe auf dem Bau lassen sich durch eine bestimmte Form der Zusammenarbeit optimieren: „Kollaborative Planung“ lautet hier der Ansatz. Der Wandel von der segmentierten zur integrierten Arbeitsweise kann die Produktivität in der Branche entscheidend erhöhen. Neben Building Information Modeling (BIM) ist dafür ein entsprechendes Projektmanagement erforderlich, das z. B. durch einen BIM-Koordinator/-Manager gesteuert wird.

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Fri, 17 Jan 2020 07:37:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/2/csm_22_1_1f72bf98c3.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/4/2/csm_22_1_b6b47d36ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_19_12/22_1.jpg
news-29397 Ritter: Brennwertkessel mit Holzpellets https://www.ikz.de/erneuerbare-energien/news/detail/ritter-brennwertkessel-mit-holzpellets/ Paradigma fokussiert sich mit dem Produktprogramm auf Systemlösungen in den Bereichen Solarwärme-, Holzpellet-, Gas-Brennwertsysteme. Dabei steht die maximale Schadstoffreduktion bei optimaler Nutzung Erneuerbarer Energien oben an. In diese Philosophie fallen die Pellet-Brennwertkessel „Pelletti Touch BWT“ (25 oder 32 kW) und „Pelletti Maxi Touch BWT“ (41, 49, 55 oder 64 kW).  

Der Edelstahl-Wärme­über­trager nutzt die Energie aus den Abgasen und führt sie dem System zu. Beide Kessel haben eine automatische Wärmetauscherreinigung, Unterschubfeuerung mit Multisegmentbrandteller und sie passen ihre Leis­tung selbsttätig den wechselnden Gegebenheiten an. „Die integrierte Brennwerttechnik erhöht die Energieausbeute der Heiz­sys­teme, während die Emissionswerte sinken“, heißt es bei ­Paradigma. Den sicheren Betrieb und die vereinfachte Handhabung unterstützen die automatische Zündung, die Brenn­stoff­erkennung, die Pelletzufuhr sowie die optionale Komfort-Ascheaustragung. Sowohl der „­Pelletti Touch BWT“ und „­Pelletti Maxi Touch BWT“ sind wahlweise mit dem Heizungsregler „­SystaComfort II“ mit Touch-Bedienteil für bis zu zwei Heizkreise erhältlich.

Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG (Paradigma), Kuchenäcker 2, 72135 Dettenhausen, Tel.: 07157 5359-1200, Fax: -1009, info@paradigma.de, www.paradigma.de

 

 

 

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Fri, 17 Jan 2020 07:07:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_28_Paradigma-P-MAXI_b6c7485372.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_28_Paradigma-P-MAXI_4338c9e67a.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/28_Paradigma-P-MAXI.jpg
news-29361 Direkter Draht zum Werkskundendienst https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/direkter-draht-zum-werkskundendienst-1/ Bei unbekannten, schwierigen Störungen an Gas-, Öl- und Biomassekesseln hilft die Hotline des Herstellers weiter  

Gerade in der kalten Jahreszeit sind Gas-, Öl- und Biomassekessel besonders störanfällig. Kommt der herbeigerufene Servicetechniker des Handwerksbetriebs nicht weiter, z.B. weil es sich um ein Kesselfabrikat handelt, das er selten einbaut, kann sicher der Werkskundendienst helfen. Doch diese Rufnummer ist selten griffbereit. Hier setzt die IKZ-PRAXIS an: Auf dieser „Serviceseite zum Ausschneiden“ sind die Hotline-Nummern einiger Kesselhersteller aufgelistet.

 

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Fri, 17 Jan 2020 06:46:00 +0100
news-29376 Seminare, Workshops, Tagungen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/seminare-workshops-tagungen-73/ Technische und betriebswirtschaftliche Qualifizierungsangebote für das SHK-Fachhandwerk und TGA-Planer.  

Veranstaltung, Inhalt:

Forum Trinkwasserhygiene
Die drei Unternehmen Danfoss, Rehau und Schell richten dieses Forum aus. Sie informieren über neue Herausforderungen und Regularien im Trinkwassermanagement und stellen praxisorientierte Lösungsansätze vor. Inhalte sind u.a.: Auslegung, Temperaturen, Stagnation, Normen/Richtlinien.

 

Datum:

3.3.
4.3.
24.3.
25.3.
26.3.

 

Ort:

Dresden
Berlin
München
Filderstadt
Frankfurt

 

Kosten:

98,– Euro

 

Veranstalter:

www.forum-trinkwasserhygiene.de
www.danfoss.de
www.schell.eu
www.rehau.de


 

Veranstaltung, Inhalt:

Weiterbildung bei Kessel
An Handwerker, Sachverständige, Planer, Bauleiter und andere Fachleute hat der Entwässerungsspezialist Kessel sein Weiterbildungsprogramm ausgerichtet. Die Schulungen reichen von Basis-, Praxis- und Fachseminaren bis hin zu Branchenkursen – deutschlandweit in den sechs Kundenforen, per e-learning und webinare.

 

Datum, Ort, Kosten:

Detaillierte Infos unter: weiterbildung.kessel.de/

 

Veranstalter:

Kessel AG
Lenting
Tel.: 08456 27-329, Fax: -140
kundenforum@kessel.de
www.kessel.de


 

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Fri, 17 Jan 2020 06:26:00 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_3e49ed25ec.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Termine_46b1079074.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/Termine.jpg
news-29414 Rückenwind für hochwertige Heiztechnik https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/rueckenwind-fuer-hochwertige-heiztechnik/  

Die Menschen in Deutschland legen Wert auf eine bezahlbare Energieversorgung. Drei von vier Befragten (78 %) sehen darin ein entscheidendes Kriterium. Dass die Energie umweltschonend erzeugt wird, halten hingegen nur 42 % der Befragten für besonders relevant. Diese ernüchternden Ergebnisse brachte eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa jüngst an den Tag. Man könnte es etwas provokant auch so formulieren: Klimaschutz darf alles – außer Geld kosten. Vor diesem Hintergrund könnten die neuen Regelungen im Marktanreizprogramm (MAP) zumindest für eine frische Brise im (Heizungs-)Sanierungsmarkt sorgen. Denn seit Jahresbeginn gilt der Grundsatz: Je höher die Investition, desto größer die Förderung. Möglich ist das, weil die bisherige Festbetragsförderung auf eine anteilige Förderung umgestellt wurde. Biomasse- und Wärmepumpenanlagen werden nun grundsätzlich mit 35 % der förderfähigen Kosten gefördert, für Gas-Hybridanlagen und Solarkollektoranlagen gibt es 30%. Beim Austausch alter Ölheizungen gegen Biomasse-, Wärmepumpen- oder Hybridanlagen winkt außerdem eine zusätzliche Prämie in Höhe von 10 Prozentpunkten.
TGA-Planern und planenden Fachhandwerkern geben die neuen MAP-Förderrichtlinien gute Argumente für den Einsatz hochwertiger Technik an die Hand, und zwar sowohl gegenüber dem klassischen Häuslebauer als auch einem Großinvestor, denn die Regelungen gelten für Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen.

Markus Sironi
Chefredakteur
m.sironi@strobelmediagroup.de

 

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Thu, 16 Jan 2020 15:46:30 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_03_310fbe9430.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_03_30c7afacbc.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/03.jpg
news-29413 Hohe Frequenz an Waschplatz & WC https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/hohe-frequenz-an-waschplatz-wc/ Planungsaspekte zu halböffentlichen und gewerblichen Sanitäranlagen  

Bei der Planung von Sanitärräumen für viele, zumeist unbekannte Nutzer gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede nach Art des Objekts. Im Vordergrund stehen Hygiene, Wirtschaftlichkeit und Robustheit. Ebenso ist das Design zu berücksichtigen. Die wichtigsten Gesichtspunkte im Überblick.

Waschräume und WC-Anlagen, die von einem breiten Nutzerkreis aufgesucht werden, sollen in erster Linie hygienisch sein und verlässlich funktionieren. Im Falle von Veranstaltungs- bzw. Versammlungsorten müssen sie auch einem temporären Ansturm gerecht werden. In Arbeitstätten sind die Sanitärräume selbstverständlich an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer auszurichten. Dazu geben u. a. die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 2 „Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze“ sowie die Arbeitsstättenverodnung und Arbeitsstättenrichtlinie Empfehlungen. Die VDI-Richtlinie-Reihe 6000 beschäftigt sich darüber hinaus mit Versammlungsstätten in Blatt 3, mit Hotelzimmern in Blatt 4, mit Senioren(pflege)heimen in Blatt 5 sowie mit Kindergärten und Schulen in Blatt 6. Während sich die Landesbauordnungen kaum auf öffentliche Sanitärräume beziehen, zeigt die VDI-Richtlinie 3818 Aspekte für die Planung, die Errichtung, den Betrieb und die Instandhaltung dieser Räume auf. Die speziellen Anforderungen an Barrierefreiheit fasst die DIN 18040 in Teil 1 für öffentliche Gebäude und in Teil  3 für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum zusammen.
Eingangs lässt sich unbestritten feststellen: Die Betreiber von Sanitäranlagen wollen mit ihren Installationen keine „bösen“ Überraschungen erleben: weder ständigen Ersatzbedarf noch Wasserverschwendung oder erhöhten Pflegeaufwand. Vor allem, wenn der halböffentliche und insbesondere der öffentliche Sanitärraum (z. B. das WC an der Autobahn) unbeaufsichtigt sind, stehen Robustheit und Vandalensicherheit ganz obenan. Ebenso gilt: Sanitäre Einrichtungen in Hotels und Gaststätten, vor allem im gehobenen Bereich, gelten als Visitenkarten und sollen den Gast nicht von einem erneuten Besuch abhalten. Kurz: Hier muss auch die Optik stimmen. Die Anforderungen an spe-
zielle Sanitärräume wie in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bleiben in diesem Überblick unberücksichtigt. Nachfolgend ein Blick in Richtung gewerbliche, halböffentliche Sanitäranlagen.

Vielfältige Wünsche in der Hotellerie
Ein Blick in die Großstädte zeigt: Der Bau-Boom in der Hotelbranche ist in allen Preiskategorien im vollen Gang. Während viele herkömmliche Gasthöfe und Pensionen über die letzten Jahre schließen mussten, sind an ihre Stelle vielfach Angebote großer Hotelketten getreten – vom Hostel bis zum Wellness-Hotel. Das bietet dem Sanitärfachplaner ein breites Einrichtungsspektrum: Es reicht vom Standard im Budget-Hotel bis zum individuellen Bad im oberen Segment, wo insbesondere auf ästhetische Vorgaben der künftigen Betreiber zu achten ist. Gemeinsam ist diesen gewerblichen, halböffentlichen Sanitäranlagen: Sie müssen eine Balance zwischen Funktionalität, Komfort und Design im Rahmen ihres Budgets finden.
Eine solche Ausgewogenheit in der Planung ist nicht immer leicht zu finden: Im Standardbad sind Pflegefreundlichkeit und zuverlässige Technik bei sparsamem Verbrauch wichtig. Das betrifft widerstandsfähige Waschtischoberflächen und Waschtischmischer ohne komplizierte Geometrie, die sich schnell reinigen lassen. In der Dusche kommt hier meist ein kostengünstiges Aufputz-Duschsystem in Betracht, zu dem, wie am Waschplatz, wassersparende Technik erwartet wird.
Bereits im mittelpreisigen Komfortbad ist der durchgehende Stil ein Thema, das Badhersteller mit Stichworten wie „Perfect Match“, „Coordinated Colours“ oder „Komplettbad“ aufgreifen: Während das stilistisch homogene Komplettbad bei Privaten immer weniger Akzeptanz findet, ist das abgestimmte Angebot im Objekt ein ökonomisches Argument. Der Hotelkunde honoriert, wenn sich die Designsprache bei Waschtisch, Möbeln, Armaturen und Oberflächen durchzieht – das kommt seinem Idealbild vom Relax-Raum auf Reisen entgegen, und damit wird es vom Investor zum Mittel im Marketing. Das gilt im besonderen Maße auch für das obere Segment, wo nicht zuletzt in den Bädern, Waschräumen und Wellness-Spa im Stil des Hauses oder der Marke durchgeplant wird. Dort spielen wertige Materia-
lien wie frei stehende Mineralguss-Wannen und vergleichsweise empfindliche Armaturenoberflächen in PVD-Veredelung (Matt- und Gold-Optik) eine größere Rolle als im Mittelklasse- oder Budgethotel.
Worauf Hotelgäste allerdings in allen Segmenten Wert legen: Das bodenebene Duscherlebnis, das bei größerem Budget meist facettenreicher ausfallen darf (Unterputz-Deckenbrause) und mit minimalistischen Unterputz-Thermostaten glänzt. Während es im Standardbad um Funktionalität am Waschtisch mit durchgehender Oberfläche geht, wird im anspruchsvolleren Hotelbad auch die eine oder andere Designikone als Aufsatz-Waschbecken zum Einsatz kommen. Selbst wenn diese im Vergleich zur Unterbauvariante aufwendiger zu reinigen ist. Für den Sanitärfachplaner gilt: Das alles muss zügig einzubauen und sicher im Gebrauch sein, weswegen Systeme für bodenebene Duschflächen (samt Unterbau und integriertem Ablauf) und modulare Waschplatzlösungen für die unterschiedlich großen Zimmer begehrt sind. Wenn es dabei architektonisch bedingt besondere Maße und Winkel zu berücksichtigen gilt, etwa in der Sanierung im Bestand, helfen viele Sanitärhersteller mit Sondermaßen. Das gilt für Möbelwaschtische und Abdeckplatten über die Individualisierung von Accessoires (eigenes Logo auf Armaturen) bis zu Duschabtrennungen.
Apropos Details und Ausstattungszubehör: Auch in der halböffentlichen Sanitäranlage sind sorgfältig gestaltete Details ein Element der Wertschätzung – egal, ob gegenüber dem Kunden oder der Mitarbeiterschaft. Dazu zählen Händetrockner, Seifenspender sowie nicht zuletzt Hygiene- und Komfortartikel im WC-Bereich (z. B. Desinfektionsmittelspender, Ersatz-WC-Rollenhalter).

Wenn es um Wirtschaftlichkeit geht
Ressourcenschonung und Energieeffizienz sind heute in aller Munde: Wo immer es geht, soll der Verschwendung Einhalt geboten werden, ob beim Material oder z. B. in der Gebäudebewirtschaftung, sprich: Energie, Wärme und Wasser. Nicht zuletzt spiegelt sich dieser Bewusstseinswandel auch im Trend zum „Grünen Bauen“ (Green building) und der Nachhaltigkeit von Gebäuden über den gesamten Zyklus. Immer häufiger sind Gütesiegel der Nachhaltigkeit, wie die LEED-Zertifizierung, von Bauherren das Ziel, weil sich Gebäude damit besser vermarkten lassen. In diesem Zusammenhang ist auch die Sanitärtechnik gefragt. Geringer Wasserverbrauch ist das eine, effizienter Einsatz von Energie das andere, aber auch die Langlebigkeit der Installation und ihre Einbindung in digitale Bewirtschaftungssysteme sind oft in solchen Ausschreibungen zu berücksichtigen.
Das Spektrum der halböffentlichen Sanitäranlagen umfasst mehr als Waschraum- und WC-Planung für Hotels und Gastronomie – wo Green Building wohl bisher ein Randaspekt ist. Es umfasst auch Kultur- und Verwaltungsgebäude, Messen und Sportstätten: Auch hier wird die Ausstattung auf das Objekt und sein Nutzerprofil abzustimmen sein, in jedem Fall stehen Verbrauchsaspekte und Robustheit oben auf der Check-Liste. So kommen beispielsweise für Reihenwaschtisch-Anlagen in Shopping Malls oder für Duschanlagen in Sportstätten sowohl berührungslose wie auch Selbstschluss-Armaturen in Betracht. Im Bürobau und in anderen Gebäuden mit bekannten und wiederkehrenden Nutzern findet die Sanitärplanung in einem Zwischenbereich zwischen Ökonomie und Design statt: Zwar ist auch hier Wirtschaftlichkeit ein wichtiges Argument, aber die Attraktivität solcher Bereiche und ihre Anpassung an „Corporate Design“ und Image sind vom Planer nicht zu vernachlässigen.
Wenn es Publikumsverkehr gibt, dann sind WC-Anlagen die erweiterte Visitenkarte. Dabei sind auch Trennwandsysteme ein Mittel zur Differenzierung: Hochwertige Glastrennwände oder individuelle Oberflächen, die auf den Betreiber oder das Gestaltungskonzept eingehen, sorgen für eine besondere Qualität. Das reicht bis zur berührungsfreien Türöffnung, für die Sensortechnologie ins Spiel kommt.

Digitalisierung und vernetzte Systeme
Im Sanitärbereich spielen die Digitalisierung und vernetzte Systeme der Gebäudetechnik eine zunehmend wichtigere Rolle. Dabei geht es zum einen um die Abfrage von Betriebszustand und Verbrauchseinstellungen vor Ort über Bluetooth mit Handgerät, Smartphone oder Tablet. So lassen sich z. B. Stagnationsspülung und thermische Desinfektion per App auslösen und andere Funktionsparameter auf kurze Distanz regeln. Funk- bzw. Bluetooth-Technologie zum Datenaustausch lässt sich auch in ein größeres System einbinden, alternativ wird verkabelt (BUS-Technik). In jedem Fall ist das Ziel die zentrale und wirtschaftliche Steuerung und Kontrolle aller Komponenten der Trinkwasserinstallation. Egal, ob an den Waschplätzen oder im Wellness-Spa. Ein wichtiger Aspekt des digitalen Wassermanagements ist die anlassbezogene Verknüpfung mit den Nutzungszyklen über Wochentage und Jahreszeiten. Insofern ähnelt dies der Steuerung von Energie und Wärme im gesamten Gebäude.

Autor: Heinz Kaiser, Hamburg

 

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Thu, 16 Jan 2020 15:27:36 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_10_1_e5e440c0f9.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_10_1_03d1ce15e8.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/10_1.jpg
news-29412 Kennzeichnungspflicht nicht außer Acht lassen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/kennzeichnungspflicht-nicht-ausser-acht-lassen/ Rohrleitungskennzeichnung – was zu beachten ist  

Zahlreiche Regelwerke fordern die Kennzeichnung von Rohrleitungen. Die Anforderungen reichen dabei weit: von der farblichen Kennzeichnung über die Bezeichnung des Inhaltsstoffs bis hin zur Darstellung der Fließrichtung. Bei den Ausschreibungen der Leistungen zum Bauvorhaben bzw. im Rahmen der Bauleitung müssen diese Punkte mitunter berücksichtigt werden. Welche Kriterien es insbesondere nach der Arbeitsstättenrichtlinie zu beachten gilt, zeigt der Beitrag auf.

Je nach Einsatzort und Inhaltsstoff müssen Rohrleitungen gekennzeichnet werden. So fordert z. B. die ASR A1.3 „Technische Regeln für Arbeitsstätten – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“, dass Leitungen, in denen nach TRGS 201 „Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ (Punkt 4.5.3) Gefahrstoffe bzw. gefährliche Stoffe, nach ihrem Durchflussstoff zu kennzeichnen sind. Wenn auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung eine Kennzeichnung von Rohrleitungen notwendig ist, müssen diese ebenfalls entsprechend gekennzeichnet werden. In der Industrie ist dies häufiger der Fall, da hier öfter mit Gefahrstoffen gearbeitet wird, als in anderen Arbeitsstätten.
Durch die Kennzeichnung muss auf den ersten Blick erkennbar sein, was sich in den Rohrleitungen befindet, in welche Richtung es fließt und welche Gefahren möglicherweise vorliegen. Mit einer Kennzeichnung wird somit Unfällen und gesundheitlichen Schäden vorgebeugt. Eine Rohrleitungskennzeichnung empfiehlt sich allerdings auch dort, wo keine Kennzeichnungspflicht besteht – besonders im Hinblick auf größere Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Denn spätestens bei Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten helfen die Kennzeichnungen für einen schnelleren Arbeitsablauf und um Arbeitsunfälle zu verhindern.

Durchflussstoff und Warnzeichen
Mit Rohrleitungskennzeichnungen in Form von Schildern oder Etiketten, zum Aufkleben auf das Rohr, wird die Kennzeichnungspflicht erfüllt. Die Kennzeichnung hat zum einen gemäß den Regelungen der technischen Regeln für Gefahrstoffe, insbesondere der TRGS 201, zu erfolgen. Zum anderen macht die DIN 2403 „Kennzeichnung von Rohrleitungen nach dem Durchflussstoff“ Vorgaben zur Gestaltung und Größe für nichterdverlegte Rohrleitungen. Die TRGS 201 verweist auf die DIN 2403 und greift das darin vorgegebene Farbsystem für die Rohrleitungskennzeichnung auf, das es zu beachten gilt. Diesem System sollte auch bei der Rohrleitungskennzeichnung im privaten Umfeld gefolgt werden (Tabelle 1).

Wie muss gekennzeichnet werden?
Die Kennzeichnung von Rohrleitungen sollte in regelmäßigen Abständen von maximal 10 m und bei Leitungsveränderungen/-eingriffspunkten erfolgen, das heißt, am Anfang und am Ende der Leitung, bei Abzweigungen und Armaturen sowie bei Wanddurchführungen. Die Gruppen- sowie die Zusatzfarbe des Durchflussstoffes bilden die Basis der Rohrleitungskennzeichnung. Werden Kennzahlen oder Kurzzeichen verwendet, müssen entsprechende Erläuterungen dazu an betriebswichtigen Punkten ausgehängt bzw. ausgelegt werden. Des Weiteren muss die Durchflussrichtung mit einem Pfeil gekennzeichnet werden. Wechselt diese, so bedarf es eines Pfeils in beiden Richtungen. Bei Gefahrstoffen ist zusätzlich das entsprechende Gefahrenpiktogramm nach CLP-/GHS-Verordnung anzugeben (Bild 1). Die Gefahrenpiktogramme sind nach DIN 2403 auf der entgegengesetzten Seite des Durchflussrichtungspfeils (am Pfeilbeginn) zu ergänzen (Bild 2).
Die Produkte zur Kennzeichnung sind nach dem Regelwerk in ihrer Art nicht definiert. Kevin Sievers, Produktmanager bei dem Kennzeichenhersteller Kroschke, empfiehlt die Kennzeichnung mit Rohrleitungsbändern (Bild 3) und Etiketten aus selbstklebender, widerstandsfähiger Folie. „Diese hält Temperaturen von bis zu 150 °C stand und ist durch den speziellen Oberflächenschutz chemikalienresistent und witterungsbeständig. Sie erfüllt damit die Anforderungen der DIN 2403, dass Kennzeichnungen widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sein müssen“, erklärt Sievers. Etiketten eignen sich zudem speziell bei geringem Durchmesser der Rohrleitung oder auch bei geringem Platzangebot. Rohrleitungsbänder bieten den Vorteil der Rundum-Kennzeichnung, sodass der Durchflussstoff von allen Seiten dauerhaft gut les- und erkennbar ist.

Bilder: Kroschke

www.kroschke.com

 

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Thu, 16 Jan 2020 15:13:07 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/c/csm_014_1_09e6a3b7c5.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/5/c/csm_014_1_0386de521f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/014_1.jpg
news-29411 Auf dem Weg zum GEG https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/auf-dem-weg-zum-geg/ Die wesentlichen Änderungen im Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz  

Schon seit geraumer Zeit laufen auf politischer Ebene Bestrebungen, drei für den TGA-Bereich wichtige Vorschriften zu einer zusammenzulegen: das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Sie sollen in das sogenannte Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) münden. Noch ist offen, wann es Gesetzescharakter annimmt. Inzwischen gibt es einen Entwurf, den das Kabinett Ende Oktober verabschiedet hat.

Alle Mitgliedsländer der Europäischen Union müssen die Vorgaben für energieeffiziente Gebäude umsetzen. Diese Gebäuderichtlinie verlangt einen „Nearly-Zero-Energy Building“-Standard, genannt „Niedrigstenergiegebäudestandard“. Er ist für öffentliche Neubauten seit 1. Januar 2019 und für alle anderen Neubauten ab 1. Januar 2021 einzuhalten. Die Definition des Niedrigstenergiegebäudestandards soll im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) erfolgen. Danach würde der KfW-75-Effizienzhaus-Standard genügen – also die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung.
Für Neubauten (Wohngebäude und Nichtwohngebäude) soll ein einheitliches Anforderungssystem gelten, welches Forderungen an die Energieeffizienz, den baulichen Wärmeschutz und die Nutzung Erneuerbarer Energien enthält. Das Anforderungssystem basiert auf der gegenüber der EnEV (Energieeinsparverordnung) 2014 kaum geänderten Referenzgebäudebeschreibung. Es wird lediglich die technische Referenzausführung zur Wärmeerzeugung (bei Wohngebäuden und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Raumhöhen bis 4 m) von einem Öl-Brennwertkessel auf einen Erdgas-Brennwertkessel umgestellt. Eine Verschärfung der primärenergetischen Neubauanforderungen oder des baulichen Wärmeschutzes gibt es nicht.
Wie bisher darf bei Wohngebäuden der spezifische Transmissionswärmeverlust des Referenzgebäudes nicht überschritten werden. Die Anforderung zur zusätzlichen Einhaltung der H’T-Werte aus Anlage 1, Tabelle 2 der EnEV 2014 entfällt für Neubauten. Diese fixen Tabellenwerte sind nur noch bei Änderungen im Bestand relevant, wenn der Nachweis über eine energetische Bilanzierung des gesamten Gebäudes geführt werden soll. Bei Nichtwohngebäuden bleiben die mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten (U ̅-Werte).
Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand beschränkt sich nur noch auf die Information, dass öffentliche Einrichtungen die Mindestanforderungen des Gesetzes einhalten. Sie können im Internet oder auf sonstige geeignete Weise veröffent­licht werden.
Der Jahres-Primärenergiebedarf bleibt die Hauptanforderungsgröße für die Ener­gieeffizienz von Gebäuden. Die Primär­energiefaktoren bleiben größtenteils unverändert, werden nun aber direkt im GEG geregelt (und nicht mehr auf die Tabelle A.1 in DIN V 18599-1 verwiesen). Es bleibt beim Referenzverfahren nach EnEV 2014. Für zu errichtende Wohn- und Nichtwohngebäude und für das Referenzgebäude ist der Jahres-Primärenergiebedarf lediglich nach der DIN V 18599 zu ermitteln.

Primärenergiefaktoren
Zur Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs sind als Primärenergiefaktoren die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil zu verwenden. Sie sind im GEG festgelegt (Tabelle 1); es lässt jedoch bei bestimmten Energieträgern eine Verringerung der Primärenergiefaktoren für den nicht erneuerbaren Anteil zu, z. B. auf 0,5 bzw. 0,6 für flüssige und gasförmige Biomasse oder für biogenes Flüssiggas. Allerdings nicht pauschal, es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Berechnungsverfahren für den Jahres-Primärenergiebedarf
Der Entwurf des GEG verweist für die Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs auf die DIN V 18599. Da noch kein überarbeitetes Tabellenverfahren im Teil 12 vorliegt, dürfen die alten Berechnungsverfahren für nicht gekühlte Wohngebäude weiterhin nach DIN 4108-6 und DIN 4701-10 bis Ende 2023 genutzt werden.
Für Wohngebäude enthält der Entwurf des GEG ein neues Modellgebäudeverfahren, mit dem der Nachweis der Anforderungen alternativ nachgewiesen werden kann. Das als EnEV-easy bekannte wird als „vereinfachtes Verfahren für Wohngebäude“ weitergeführt, dient aber nun zugleich zum Nachweis der Anforderungen an die Nutzung Erneuerbarer Energien. Zudem liegt den Modellberechnungen nun die DIN V 18599 zugrunde.

Strom aus Erneuerbaren Energien
Strom aus Erneuerbaren Energien kann bei der Ermittlung des Jahres-Primär­energiebedarfs in Abzug gebracht werden. Nur muss er im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt worden sein, vorrangig selbst genutzt und nur die überschüssige Strommenge in das öffentliche Netz eingespeist werden.
Bei Neubauten mit Anlagen ohne Stromspeicher dürfen pauschal 150 kWh je kW installierter Anlagennennleistung in Abzug gebracht werden. Zusätzlich – ab einer Anlagengröße von 0,02 kW pro m2 Gebäudenutzfläche: 70 % des Endenergiebedarfs der Anlagentechnik für Strom, insgesamt jedoch maximal das 0,2-Fache des Jahres-Primärenergiebedarfs.
Bei Neubauten mit Stromspeicher (mind. 1 kWh Nennkapazität je kW Anlagenleistung) sind es pauschal 200 kWh je kW installierter Anlagennennleistung und zusätzlich – ab einer Anlagengröße von 0,02 kW pro m² Gebäudenutzfläche – 100 % des Endenergiebedarfs der Anlagentechnik für Strom, insgesamt jedoch maximal das 0,25-Fache des Jahres-Primärenergiebedarfs.

Nutzung Erneuerbarer Energien
Die Anforderungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien, im Wesentlichen die Anforderungen aus dem EEWärmeG, werden übernommen. Der GEG–Entwurf lässt aber jetzt zu, dass die Anforderungen künftig auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus Erneuerbaren Energien erfüllt werden kann. Dafür ist ein Deckungsanteil von mindestens 15 % des Wärme- und Kältebedarfs erforderlich. Bei Wohngebäuden mit PV-Anlagen kann der Nachweis alternativ über die Anlagengröße geführt werden: mind. 0,02 kW Nennleistung je Quadratmeter Gebäudenutzfläche.

Bestehende Gebäude
Die Anforderungen an bestehende Gebäude sind unverändert aus der EnEV in das GEG übernommen worden. Bei baulichen Erweiterungen braucht nur noch der Transmissionswärmeverlust der Bauteile mit folgenden Anforderungen nachgewiesen werden: Der

  • 1,2-fache Wert des Referenzgebäudes bei Wohngebäuden,
  • 1,25-fache Wert der mittleren U-Werte bei Nichtwohngebäuden

darf nicht überschritten werden.

Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen
Die bisherigen Regelungen zur Außerbetriebnahmepflicht für bestimmte Heizkessel bleiben unverändert erhalten, gelten aber nun auch für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie heizungstechnische Anlagen mit einer Nennleistung zwischen 4 kW und 400 kW, die vor dem 1. Januar 1991 eingebaut oder aufgestellt wurden. Das Verbot zur Inbetriebnahme neuer Ölheizungen ab dem 1. Januar 2026 enthält viele Ausnahmen, nämlich wenn

  • bei Neubauten die Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien erfüllt wird (jedoch nicht über Ersatzmaßnahmen),
  • ein bestehendes öffentliches Gebäude die Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien erfüllt (jedoch nicht über Ersatzmaßnahmen),
  • ein bestehendes Gebäude den Wärme- und Kältebedarf anteilig durch Erneuerbare Energien deckt (ohne Angabe eines erforderlichen Deckungsanteils),
  • bei einem bestehenden Gebäude kein Gasversorgungsnetz und kein Fernwärmenetz am Grundstück anliegen und eine anteilige Deckung des Wärme- und Kältebedarfs durch Erneuerbare Energien technisch nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt.


Das Verbot gilt auch nicht, wenn der Einbau eines anderen Heizsystems „im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte“ führt.
In all diesen Fällen entfällt das Verbot direkt. Eine Befreiung muss nicht beantragt werden. Der Bezirksschornsteinfegermeister soll neben der Einhaltung der bisherigen Nachrüstverpflichtungen auch die Einhaltung des Verbots von Ölheizungen überwachen.

Verpflichtende Energieberatung
Werden an bestehenden Gebäuden in einer bestimmten Art Außenbauteile ersetzt oder neu eingebaut, „hat der Eigentümer vor Beauftragung der Planungsleistungen ein informatorisches Beratungsgespräch mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale Bundesverband durchzuführen“.

Innovationsklausel
Eine Innovationsklausel soll ermöglichen, dass die Anforderungen des GEG auch durch eine Quartierslösung umgesetzt werden können. Außerdem ist es möglich, den Nachweis alternativ nicht über den Primärenergiebedarf, sondern über die CO2-Emissionen zu führen.

Wärmeversorgung im Quartier
Die Wärmeversorgung im Quartier soll durch eine Vereinbarung zwischen Eigentümern vereinfacht werden. Die Vereinbarung umfasst u. a. die Errichtung und den Betrieb gemeinsamer Anlagen zur zentralen oder dezentralen Erzeugung, Verteilung, Nutzung oder Speicherung von Wärme und Kälte aus Erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung.

Energieausweis
Die Anforderungen zum Energieausweis bei Verkauf, Vermietung und in Immobilienanzeigen werden im GEG auf den Immobilienmakler ausgeweitet. Im Falle eines Verkaufs haben der Verkäufer oder der Immobilienmakler dem potenziellen Käufer spätestens bei der Besichtigung einen
Energieausweis vorzulegen – und bei Kaufabschluss zu übergeben. Beim Abschluss eines Kaufvertrages über ein Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen hat der Verkäufer oder der Immobilienmakler dem Käufer ein informatorisches Beratungsgespräch zum Ener­gieausweis durch einen Energieberater der Verbraucherzentrale Bundesverband anzubieten.

Anschlusszwang
Nach GEG Entwurf vom 23. 10. 2019 können ähnlich wie im EEWärmeG Gemeinden von einem „Anschluss- und Benutzungszwangs an ein Netz der öffentlichen Fernwärme- oder Fernkälteversorgung“ ... „auch zum Zwecke des Klima- und Ressourcenschutzes“ Gebrauch machen.

Schlussbemerkung
Wie eingangs schon formuliert, handelt es sich beim Gebäude-Energie-Gesetz
momentan um nicht mehr als einen Entwurf. Inwieweit die hier beschriebenen Inhalte 1:1 in das Gesetz einfließen oder noch Änderungen im parlamentarischen Verfahren einfließen, ist nicht abzusehen. Basis dieser Ausführungen ist der GEG-Entwurf vom 23. Oktober 2019.

Autor: Prof. Dr.-Ing. Klaus Heikrodt, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo

 

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Thu, 16 Jan 2020 14:59:46 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_016_8c18b96a44.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_016_51bb6125ed.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/016.jpg
news-29410 Sattelfest in Sachen Building Information Modeling https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sattelfest-in-sachen-building-information-modeling-1/ Das Webinar-Angebot der IKZ-ACADEMY wächst kontinuierlich. Ab Februar gibt es eine Veranstaltungsreihe speziell für TGA-Fachplaner  

Überall dort, wo Know-how gefragt ist, ist Weiterbildung der Schlüssel zum Erfolg. Das gilt insbesondere im Planungsgeschäft. Vor diesem Hintergrund wird das Qualifizierungsangebot der IKZ-ACADEMY ab Februar um eine fünfteilige Webinar-Reihe speziell für TGA-Fachplaner ergänzt. Das Thema „Building Information Modeling“ trifft den Nerv der Zeit.

In Kooperation mit renommierten Partnern bietet die IKZ-ACADEMY schon seit geraumer Zeit ein speziell auf die Bedürfnisse von TGA-Fachplanern und SHK-Fachhandwerkern zugeschnittenes Angebot an Webinaren unterschiedlicher Fachrichtungen an. Der Vorteil: Die Fortbildungen sind zeitlich optimiert und dauern maximal eine Stunde. Zudem ist keine Anreise erforderlich. Für die Teilnahme bedarf es lediglich eines PCs oder Laptops mit Lautsprecher und einer Internetverbindung.
Das neue Qualifizierungsangebot startet ab Februar 2020 und richtet sich speziell an Planer und planungsverantwortliche Handwerker. Das Thema Building Information Modeling (BIM) ist in aller Munde – und das kommt nicht von ungefähr. Die voranschreitende Implementierung von BIM wird für alle am Baubeteiligten das tägliche Geschäft verändern. Insbesondere die Geschäftsmodelle und Aufgaben der Fachplaner sind von den Veränderungen betroffen. In unserer Webinar-Reihe erfahren Sie in fünf Modulen die wesentlichen rechtlichen Aspekte des BIM, die bei der Berufsausübung, Vergabe- und Vertragsgestaltung sowie während der Bauausführung relevant sind.

Referent – Termine – Inhalte
Referent der Veranstaltungsreihe ist Dr. Till Kemper, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Vergaberecht & Verwaltungsrecht & Partner bei HFK Rechtsanwälte PartGmbB sowie Geschäftsführer der bim2bim GmbH. Er berät Aufraggeber wie Auftragnehmer bei der Realisierung von BIM-Projekten und ist darüber hinaus Autor zahlreicher Fachbeiträge, Trainer und Mediator an der Schlichtungsstelle für Bausachen der Ingenieurkammer Wiesbaden und Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen und an der European Business School.

 

Tipp der Redaktion:
Über diesen Link
https://www.ikz-select.de/ikz-academy/bim-webinar-reihe-fuer-tga-fachplaner/
gelangen Sie auf die Website der IKZ-ACADEMY.
Dort ist eine direkte Anmeldung möglich.

 

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Thu, 16 Jan 2020 14:48:31 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_020_59e42ae634.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_020_b9241ecb3f.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/020.jpg
news-29409 Null-Energiegebäude mit geringen LCC effizient planen https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/null-energiegebaeude-mit-geringen-lcc-effizient-planen/ Werkzeuge zur Berechnung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes  

Wie teuer sind Bau und Betrieb eines quasi Null-Energiegebäudes? Welche Schritte sind im Planungsprozess zu beachten und welche Kombination aus Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien ist die beste? Die interaktive Webplattform „CRAVEzero“ unterstützt die Baubranche bei der Beantwortung dieser Fragen. Sie bietet Werkzeuge zur Berechnung der Life Cycle Costs – kurz LCC – (Lebenszykluskosten).

Ab 2021 sind nahezu Null-Energiegebäude (nZEBs) im Neubau in Europa Standard. Dies schreibt die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2018/844) vor. Architekten, TGA-Fachplaner und die Bauwirtschaft sind dann gefordert, kostenoptimierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren. Einige Planungsbüros bzw. Bauträger haben langjährige Erfahrungen mit nahezu Null-Energiegebäuden gesammelt. Sie haben sich mit Forschungsinstitutionen in dem internationalen Projekt „CRAVEzero“ zusammengeschlossen, um ihr Wissen der gesamten Baubranche zur Verfügung zu stellen. Der Fokus liegt dabei auf mehrgeschossigen Wohnungs- und Bürogebäuden in Europa.

Referenzpreise für Einsparmaßnahmen
„In ‚CRAVEzero‘ haben wir die Kostenstruktur und Planungsprozesse von zwölf Vorzeigeprojekten in Italien, Schweden, Österreich und Frankreich genau untersucht und daraus Referenzpreise für Investition, Wartungs- und Betriebskosten für verschiedene Komponenten wie Wärmerückgewinnungsanlagen, Solarwärmeanlagen oder Gebäudehüllequalitäten abgeleitet,“ erklärt Tobias Weiss, Projektkoordinator bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC), Österreich.
Ebenfalls in Österreich ist das Technologiezentrum Seestadt Aspern in Wien, eines von den zwölf genau analysierten Häusern der Zukunft. Dort werden Photovoltaik in der Fassade, eine Grundwasser-Wärmepumpe, automatisierte Sonnenschutz-Jalousien und Lüftung kombiniert.
Dazu Weiss: „Auf Basis der Realdaten der Vorzeigeprojekte haben wir eine halbe Millionen Varianten berechnet, die online im ‚Interactive Case Study Dashboard‘ durchsucht werden können.“ Der Nutzer setzt Filter für Technologiekombinationen oder ein Limit für Primärenergiebedarf oder Investitionskosten und bekommt dann u. a. die Lebenszykluskosten (LCC) über 40 Jahre aufgeteilt auf die Planungs- und Umsetzungsphasen dargestellt. „Der große Vorteil für den Nutzer ist, dass er sein eigenes Bauvorhaben mit den Online-Varianten vergleichen kann, um zu sehen, wo seine Planung in Bezug auf Lebenszykluskosten, Wärme- oder Primärenergiebedarf steht“, so Weiss.
Planer und Investoren, die das Rechenmodell für Lebenszykluskosten gerne offline bei sich im Büro nutzen wollen, können das LCC-Tool als Excel-Version kostenfrei von CRAVEzero.eu unter dem Kurzlink: bit.ly/LCC-Tool im Internet herunterladen. Das Konsortium hat dort auch ein Video-Tutorial erstellt, in dem die Nutzung des Tools beschrieben ist (in englischer Sprache).

Integrale Planung ist essenziell
Das LCC-Tool ist eine der englischsprachigen Serviceleistungen innerhalb des „CRAVEzero Pinboards“, das einen Gesamtüberblick des Leistungsangebots (weitere Tools) gibt und derzeit in einer Betaversion zur Verfügung steht (Kurzlink: bit.ly/LCC-Pinboard).
Ein weiterer Baustein in dem Internetauftritt ist die „Interactive Process Map“, ein Schema, das den Planungsprozess von nahezu Null-Energiegebäuden beschreibt (Kurzlink: bit.ly/LCC-Map). Weis: „Integrale Planung ist essenziell für derart komplexe Bauvorhaben. Das heißt, dass Ingenieure und Architekten teamorientiert an der jeweils besten innovativen Lösung arbeiten und deren qualitätsgerechte bauliche Umsetzung gemeinsam kontrollieren.“ Vor diesem Hintergrund wird dem Projektplaner anhand von Prozessdiagrammen eine Hilfestellung geboten, um die Aufgaben der verschiedenen Projektbeteiligten zu definieren. Dabei wird er auch auf mögliche Engpässe oder Schwachstellen hinge-
wiesen, die in anderen Projekten aufgetaucht sind.

Fazit
„Wir konnten durch die detaillierte Kostenanalyse der Vorzeigeprojekte veranschaulichen, dass es für Investoren sehr profitabel sein kann, Niedrigst- oder Null-Energiehäuser zu bauen, wenn man die niedrigen Betriebskosten über die Lebensdauer als Zusatznutzen berücksichtigt“, sagt Weiss. „CRAVEzero“ läuft noch bis Ende 2020. Das internationale Konsortium plant dazu noch eine Reihe von Webinaren, um die Services des Pinboards Baufachleuten detailliert vorzustellen.

www.cravezero.eu

 

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Thu, 16 Jan 2020 14:33:37 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_022_86d3a6b636.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_022_a5efd13d34.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/022.jpg
news-29408 Mehr Transparenz für alle Baubeteiligten https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/mehr-transparenz-fuer-alle-baubeteiligten/ VOB 2019: Neugefasste Gesamtausgabe mit Teil C ersetzt VOB 2016  

Die neue Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen VOB 2019 schafft im Teil C (VOB/C) für die Baubeteiligten mehr Klarheit. In zahlreichen fachlich überarbeiteten Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen (ATV) wurden neben einer detaillierten Auflistung der für Planung, Ausführung und Instandhaltung notwendigen Dokumente u. a. auch die im Vertrag enthaltenen Nebenleistungen sowie die separat zu vergütenden Besonderen Leistungen präzisiert.

Die VOB ist die Grundlage für zahlreiche Bauverträge in Deutschland. Sie ist ein vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) erarbeitetes Regelwerk für die Vergabe und die Vertragsbedingungen bei Bauaufträgen. Der DVA ist paritätisch mit Vertretern der öffentlichen Hand und Verbänden der Bauwirtschaft sowie Spitzenorganisationen der Wirtschaft und der Technik besetzt. Die VOB enthält Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (VOB/A), Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B) sowie Allgemeine Technische Vertragsbedingungen (ATV) für Bauleistungen (VOB/C).
Die VOB stellt zwar kein Gesetz oder eine Rechtsverordnung dar, die öffentliche Hand ist allerdings verpflichtet, die Vergabe von Bauleistungen gemäß VOB/A durchzuführen und Bauverträgen die VOB/B und damit auch die VOB/C zugrunde zu legen. Die Anwendbarkeit ergibt sich aus der Vergabeverordnung (VgV) bei Auftragswerten oberhalb der europäischen Schwellenwerte, bei kleineren Projekten aus Erlassen von Bundes- und Landesministerien sowie Städten und Gemeinden.
Mit Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ist zum 1. Oktober 2019 die neugefasste Gesamtausgabe VOB 2019 in Kraft getreten und hat damit die VOB 2016 ersetzt. Die Neufassung enthält die aktualisierte VOB/A, die bereits seit März 2019 gültig ist. Im September 2019 wurde die Überarbeitung der VOB/C mit zahlreichen geänderten ATV abgeschlossen. Die VOB/B gilt in der Fassung von 2016 unverändert weiter.

Neufassung der VOB/A
Die aktuelle Ausgabe vom Teil A der VOB enthält Änderungen vor allem in Abschnitt 1, die im Nachgang zur Vergaberechtsreform 2016 nötig geworden waren. Darunter fallen u. a. die Wahlfreiheit zwischen öffentlicher und beschränkter Ausschreibung für Aufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte, Klarstellungen zu Nachforderungen, Zuschlagskriterien sowie Erleichterungen bei der Eignungsprüfung. Darüber hinaus wurde die zunehmende Bedeutung der elektronischen Vergabe berücksichtigt. So hat der Auftraggeber im Unterschwellenbereich die Wahl zwischen klassischer und elektronischer Angebotseinreichung. Außerdem wurden in der Neufassung der VOB/A die Beschlüsse des Wohngipfels vom 21. September 2018 berücksichtigt.

Änderungen VOB/C
Die VOB/C wurde umfangreich überarbeitet, um sie an die aktuellen technischen Entwicklungen im Bauwesen anzupassen. Insgesamt wurden 14 ATV fachlich (Tabelle 1) sowie weitere 40 redaktionell angepasst. Etliche ATV wurden umbenannt. Redaktionelle Überarbeitungen umfassen im Wesentlichen angepasste Normverweisungen, Grammatik- und Rechtschreibkorrekturen sowie aktualisierte Quellenangaben.
Inhaltlich deutlich überarbeitet wurden die für Elektroplaner und -Installateure wichtigen ATV DIN 18382 „Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen“ sowie ATV DIN 18384 „Blitzschutz-, Überspannungsschutz- und Erdungsanlagen“. Diese beiden Normen wurden darüber hinaus umbenannt, die alten Bezeichnungen lauteten „Nieder- und Mittelspannungsanlagen mit Nennspannungen bis 36 kV“ bzw. „Blitzschutzanlagen“. Die Änderungen in beiden Normen sind ähnlich und werden im Folgenden am Beispiel der ATV DIN 18382 erläutert.

Detaillierte Dokumentation für die Planung
Umfangreich erweitert wurde die Auflistung von DIN-Normen, die bei Bauverträgen nach VOB/B beachtet werden müssen. Die Normen sind nun einzeln aufgeführt, was Unklarheiten bei der Anwendung vermeiden soll. Detailliert dargestellt werden jetzt auch Umfang und Art der Dokumente, die der Auftraggeber (AG) bzw. der Auftragnehmer (AN) in den einzelnen Schritten von Planung und Ausführung zu übergeben hat. So sind die Hinweise in Kapitel 0 (Angaben zur Baustelle und zur Ausführung) zum Aufstellen der Leistungsbeschreibung, die dem AN als Grundlage für Planung und Ausschreibung dienen, deutlich erweitert worden. Neu ist dabei die Festlegung von Anzahl, Art und Umfang der Montage- und Werkplanung nach der VDI-Richtlinie 6026 Blatt 1 „Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung – Inhalt und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen“. Diese Richtlinie beschreibt nicht nur den Informationsgehalt und die Beschaffenheit der Unterlagen in der jeweiligen Planungs- bzw. der Erstellungsphase, sondern zeigt auch die Schnittstellen zwischen den jeweiligen Gewerken der TGA untereinander auf. Neu aufgenommen in die ATV DIN 18382 wurde u. a. auch der Punkt „Vorgaben für den Austausch von digitalisierten Daten und Dokumenten“. Die Hinweise zur Angabe der Abrechnungseinheiten im Leistungsverzeichnis sind nun deutlich detaillierter.

Montage- und Werkplanung nach VDI 6026
Erweitert und präzisiert wurden die Angaben zur Ausführung in Kapitel 3 der ATV DIN 18232. So werden die zur Ausführung notwendigen, dem AN vom AG zu übergebenden Unterlagen, detailliert beschrieben. Der AN hat die vom AG gelieferten Planungsunterlagen und Berechnungen zu prüfen, u. a. hinsichtlich der Beschaffenheit und der Funktion der Anlage sowie auf Vollständigkeit. Der AN hat mit den zur Verfügung stehenden Planungsunterlagen und auf Grundlage der angebotenen Komponenten eine Montage- und Werkplanung nach DIN EN 61082 und neu nach der VDI-Richtlinie 6026 Blatt 1 auszuarbeiten. Die notwendigen Bestandteile sind detailliert aufgeführt. Neu aufgenommen wurden die Punkte 3.3 und 3.4 „Inbetriebnahme, Einweisung“ bzw. „Dokumentation, Abnahme“, die damit auch Bestandteil des Bauvertrages werden. Die Revisionsunterlagen, die den Stand der ausgeführten Elektroinstallation beinhalten und detailliert darzustellen sind, müssen mit dem Abnahmeverlangen vom AN dreifach im Ordner, mit Inhaltsverzeichnis auch eindeutig sortiert, rechtzeitig vor dem Abnahmetermin zur Prüfung übergeben werden.

Besondere Leistungen und Abrechnung
Die Besonderen Leistungen und die Nebenleistungen wurden dem Baustellenablauf angepasst und erweitert. Damit sollen unterschiedliche Interpretationen der Baubeteiligten vermieden werden. So ist zwar die Einweisung eines Anlagenverantwortlichen durch den AN Vertragsbestandteil. Darüber hinausgehende Einweisungen und Schulungsmaßnahmen können jedoch als Besondere Leistung gesondert vergütet werden. Darüber hinaus wurden die Regularien für die Abrechnung der Elektroarbeiten genau dargestellt und festgelegt. Die Ermittlungen der Maße und Mengen hat gemäß ATV DIN 18299 aus Plänen zu erfolgen. Dazu müssen die Unterlagen vollständig, prüfbar und mit den entsprechenden Bezeichnungen übergeben werden. In Anhang A der VOB/C wurden Begriffsbestimmungen hinzugefügt, beispielsweise die Definition von selbstständigen und nicht selbstständigen Außenanlagen.

Fazit
Die Präzisierung der notwendigen Dokumente und der zu erbringenden Leistungen in den neugefassten ATV 18382 der VOB/C schafft eine hohe Transparenz für Planer, Errichter und Betreiber. Auch wenn die Änderungen auf den ersten Blick Mehraufwand verursachen, wird im gesamten Projektverlauf durch klare Festlegungen Zeit und damit Geld gespart, vor allem bei späteren Erweiterungen. Unterschiedliche Interpretationen von AG und AN zu vertraglich festgelegten bzw. gesondert zu vergütenden Leistungen werden vermieden. Insgesamt erhöht die Neufassung der VOB/C die Qualität bei Planung, Errichtung und Instandhaltung deutlich.

Autor: Eckart Roeder, Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ), Bad Homburg

 

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Thu, 16 Jan 2020 13:54:24 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_024_514d033275.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_024_03b512b342.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/024.jpg
news-29407 Sanierung mit Flüssiggas und Wärmepumpe https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/sanierung-mit-fluessiggas-und-waermepumpe/ Systemlösung sorgt für effizienten Anlagenbetrieb in einer Wohnanlage bei Cottbus  

Die ländliche Gemeinde Kolkwitz bei Cottbus ist die Heimat von André Nowak. Der gelernte Meister für Gas- und Wasserinstallation sowie Heizungsbau sanierte dort mit einem Geschäftspartner mehrere Objekte, u. a. ein Ärzte- und Wohnhaus, das jetzt als moderne Wohnanlage dient. Zum Einsatz kommen ein mit Flüssiggas versorgter Gas-Brennwertkessel sowie eine Luft/Wasser-Wärmepumpe.

Gemeinsam mit Geschäftspartner Sven Geßner übernahm André Nowak vor rund fünf Jahren ein Villenensemble, das aus den ersten Jahren nach der Wende stammt und zunächst als Ärzte- und Wohnhaus diente. Der Eigentümer war in finanzielle Engpässe geraten, die Gebäude standen mittlerweile leer und es drohte der Verfall. Für den mit Sanierungen vertrauten Betrieb Wärmesysteme André Nowak und seinem Geschäftspartner für Immobilienvermietung hat die Instandsetzung zunächst bei dem größeren der beiden Objekte begonnen. Die Unternehmer entwickelten Pläne, um dort auf einer Gesamtfläche von 1000 m² zehn moderne Apartments zu schaffen. Heute haben die Wohnungen Größen zwischen 55 und 140 m2.

Von Öl zu Flüssiggas
Bei der Frage nach dem Energieträger war für die Verantwortlichen von Anfang an klar, dass es für die vorhandene Ölheizung keine Zukunft geben und sie ausgebaut werden sollte. Diese entsprach mittlerweile nicht mehr den technischen Standards und der Betrieb war auch nicht effizient, wie sich aus Verbrauchszahlen rückschließen ließ. Erdgas schied als Alternative ebenfalls aus, das Leitungsnetz des örtlichen Versorgers reicht nicht bis in diesen Außenbezirk. „Da kam für uns nur Flüssiggas in Betracht“, sagt der 47-jährige Heizungsbauer heute und ergänzt: „Bei der Verbrennung entstehen so gut wie keine Rückstände, was zudem ein Pluspunkt für ein Haus ist, das im Landschaftsschutzgebiet liegt.“ Der Kolkwitzer Betrieb entschied sich für den Dortmunder Flüssiggasversorger Progas als Energielieferanten aufgrund der eigenen guten Erfahrungen. Seit vielen Jahren ist er als Vertriebspartner des Unternehmens tätig. „Mit Volker Bürger haben wir zudem einen versierten Progas-Fachberater vor Ort, den man immer ansprechen kann und der sich um alle anstehenden Aufgaben kümmert“, hebt Nowak hervor.

Kombination Brennwertkessel und Wärmepumpe
Die Eigentümer entschieden sich zudem für den Einbau einer Wärmepumpe, um die Energiekosten weiter zu senken. Aufgrund der Lage in einem Waldgebiet boten sich Solarzellen auf dem Dach nicht an. „Komfort- und Effizienzaspekte sprachen so für den Einbau einer Wärmepumpe“, erläutert Nowak. Mit „ThermiStar“ des im norddeutschen Buchholz ansässigen Anbieters MHG wählten die Investoren eine Anlage, die darauf ausgelegt ist, aus 1 kW elektrischer Energie im Durchschnitt mehr als 4 kW Wärme zu erzeugen. Aus dem Hause MHG stammt auch der wandhängende Gas-Brennwertkessel „ProCon 75“ mit einer Leistung von 75 kW. „Hierbei handelt es sich um ein energiesparendes Gerät, das sich aufgrund seines Leistungsspektrums vor allem für Mehrfamilienhäuser eignet“, weiß Nowak.
Vor der Installation wurde der Öltank samt Leitungen aus dem Heizungsraum entfernt. Anschließend hoben die Bauherren eine Mulde für den neuen Ener­gieträger aus. Progas lagerte den 2 t schweren Flüssiggas-Behälter ein, der ein Fassungsvermögen von 6400 l Inhalt aufweist. Zur Abdeckung des Ener­giespeichers wurden Natursteine verlegt. Der Standort wurde so gewählt, dass ein Nachfüllen ohne Schwierigkeiten erfolgen kann. Direkt nebenan hat die Außeneinheit der Wärmepumpe ihren Platz. „Die Außeneinheit auf einem Kieselfeld zu platzieren, hat gute Gründe“, sagt Nowak und erklärt: „Je nach Temperatur und Luftfeuchte kann sich Kondenswasser bilden, das dann an Ort und Stelle versickert.“
Die Kombination aus Wärmepumpe, Flüssiggas und Gas-Brennwertkessel erbringt die Kapazitäten, damit in allen Wohnungen die gewünschten Temperaturen erzeugt und die Bewohner mit warmem Wasser versorgt werden. Zwei 500-l-Trinkwasserspeicher des Modells „Theramat“ von MHG bieten dazu die entsprechenden Voraussetzungen. Nowak: „Der Verbund der Anlagen in der Systemlösung sorgt dann letztlich auch für einen effizienten Anlagenbetrieb.“

Fazit
Mittlerweile sind die Wohnungen seit vier Jahren vermietet. Äußerst günstig seien auch die Zahlen zum Verbrauch an Flüssiggas. An reinen Heizkosten ergaben sich für die Wohnungen durchschnittlich 80 Euro pro Monat. Die Wärmepumpe habe im gleichen Zeitraum innerhalb eines Jahres 3700 kWh an Strom verbraucht, wodurch Ausgaben von 755 Euro entstanden seien. „Ohne eine Wärmepumpe würden die gesamten Heizkosten deutlich höher liegen“, erläutert der Heizungsspezialist.
Den nächsten Schritt haben André Nowak und Sven Geßner schon begonnen: Die Vorbereitungen, um das zweite Gebäude mit 500 m² Wohnfläche in Stand zu setzen. Dort sollen drei Wohnungen entstehen, für die dasselbe Energiekonzept zum Tragen komme.

Bilder: Progas

www.progas.de

www.mhg.de

 

 

 

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Thu, 16 Jan 2020 13:08:35 +0100 https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_026_1_ad802533c1.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_026_1_c26a71c4fb.jpg https://www.ikz.de/fileadmin/Kundenbereich/Medien/IKZ-Fachplaner/FP_20_01/026_1.jpg