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Kommunen und Stadtwerke im Fokus: Thermondo erweitert sein Geschäftsmodell

Felix Plog; CEO von Thermondo. Bild: Patrycia_Lukas

Blick in den Heizungskeller. 60000 Heizungsanlagen, davon über 15000 Wärmepumpen, hat Thermondo nach eigenen Aussagen bereits installiert. Bild: Thermondo

 

Berlin. Der bundesweit tätige Heizungsbauer Thermondo arbeitet künftig direkt mit Kommunen und Stadtwerken zusammen. Ziel sei, die kommunale Wärmeplanung im Eigenheimbestand operativ umzusetzen. Kommunen könnten mit nur einem einzigen Partner die Energiewende gleich in mehreren Eigenheimquartieren schnell und qualitativ hochwertig umsetzen: Vom Umstieg auf die Wärmepumpe mit Energiemanagement bis hin zu Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox, heißt es in einer Mitteilung aus dem Unternehmen.
Felix Plog, CEO von Thermondo: „Die Wärmeplanung ist für Städte und Gemeinden nur das Fundament. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Genau hier setzen wir als strategischer Partner für dezentrale Lösungen an: Mit digitalen Tools, eingespielten Prozessen und festangestellten Teams bringen wir die Energiewende schnell und verlässlich ins Eigenheim. Dadurch entlasten wir kommunale Akteure und übernehmen Verantwortung dafür, dass Hausbesitzer mit der Wärmepumpe zukunftssicher und kostensparend heizen können.”

Initialprojekt in Leinfelden-Echterdingen gestartet

Ein Initialprojekt ist im Mai in der Stadt Leinfelden-Echterdingen in Baden-Württemberg gestartet. Die Stadt hat dort in Zusammenarbeit mit dem Tech-Unternehmen vreed und dem Stadtplanungsbüro MVV Regioplan eine Wärmepumpen-Bündelungsaktion initiiert. Bei dieser Kampagne können sich mehrere Haushalte koordiniert für einen Heizungswechsel entscheiden. Thermondo sei neben einem lokalen Handwerksbetrieb als offizieller Installationspartner ausgewählt worden. Im Rahmen der laufenden Aktion würden über 160 interessierten Einwohner derzeit Angebote unterbreitet. Eine zweistellige Anzahl von Hausbesitzer habe bereits eine Wärmepumpe bei Thermondo bestellt. Die Installationen im Stadtgebiet sollen in den kommenden Wochen stattfinden.
Dem aktuellen Projekt ging bereits 2025 eine Photovoltaik-Bündelungsaktion voraus, die Thermondos Tochterunternehmen Febesol für sich gewinnen konnte. Dabei wurden in Leinfelden-Echterdingen knapp 100 Photovoltaik-Anlagen, Speicher und Wallboxen installiert.

Zusammenarbeit bringt Vorteile

Für Gemeinden und Stadtwerke bringt die Zusammenarbeit eine erhebliche administrative Erleichterung mit sich, betont Thermondo: Indem man sich um Heizungstausch und Photovoltaik-Installation im Eigenheimbestand kümmere, würden städtische Akteure vollständig vom Planungs-, Beratungs- und Koordinationsaufwand für ihre Einwohner befreit. Sie könnten ihre Ressourcen so gezielt für andere Aspekte der Wärmeplanung einsetzen, wie den Ausbau von Wärmenetzen oder Quartierslösungen. Das schone die Kapazitäten der kommunalen Verwaltung, sichere das Erreichen regionaler Klimaschutzziele und biete Stadtwerken die Option, ihr Angebot ohne den komplexer Aufbau eigener Handwerkskapazitäten strategisch zu erweitern.

Politischer Rahmen: Vereinfachte Wärmeplanung mit Potenzial für tausende Kommunen

Laut dem Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumordnung (BBSR) hatten Ende 2025 erst 13 % der Kommunen ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen, weitere 48 % haben damit begonnen. Vor allem in vielen kleineren Städten und Gemeinden steht die Planung noch aus. Vor wenigen Wochen wurde mit dem novellierten Regierungsentwurf des Wärmeplanungsgesetzes eine stark vereinfachte Wärmeplanung für Kommunen mit bis zu 15000 Einwohnern beschlossen. Durch das pauschale Ausweisen großflächiger Gebiete für dezentrale Wärmeerzeuger sollen Kommunen finanziell und bürokratisch entlastet werden. Mangels Fernwärmepotenzial könnte im Großteil dieser Kommunen die Wärmepumpe die erste Wahl sein.

Über Thermondo

Das Unternehmen wurde 2013 in Berlin als digitaler Heizungsinstallateur gelauncht. Heute beschäftigt die Thermondo-Gruppe, zu der auch der südwestdeutsche Photovoltaik-Anbieter Febesol zählt, über 1200 Mitarbeitende, darunter über 600 festangestellte Handwerker. 60000 Anlagen, davon über 15000 Wärmepumpen, wurden dem Vernehmen nach bereits installiert.
Die Services umfassen die Beratung, Förderung, Finanzierung, Installation und Wartung von Wärmepumpen, PV-Anlagen und allen weiteren Komponenten für klimaneutrales Wohnen im Eigenheim.
Zu Thermondos Investoren zählen Brookfield, Future Energy Ventures, HV Capital, Vorwerk, Rocket Internet und 10x.

www.thermondo.de

 


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