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Stabilität in jeder Einbausituation

Tipps für die fehlerfreie Montage von Duschund Badewannen und für den Schallschutz

Ein Haus und das Badezimmer haben drei Gemeinsamkeiten: Das Fundament entspricht der stabilen Montage von Badeund Duschwannen, die Wände lassen sich mit der schalltechnischen Entkopplung des Wannenkörpers vom Baukörper vergleichen und das Dach schützt vor Wasserschäden, was im Bad durch eine normgerechte Abdichtung erreicht wird. (MEPA)

Speziell für Mineralgusswannen gibt es den Montagerahmen SF Mineralguss von MEPA. Die Profile des Rahmens lassen sich partiell aussparen, um Platz für Rohre zu schaffen. (MEPA)

 

Bei der fehlerfreien und stabilen Montage inklusive Schallschutz von Duschund Badewannen gibt es einiges zu beachten. Dieser Beitrag zeigt, wie Wannen den hohen Druckund Zugkräften über Jahrzehnte standhalten können. Das ist für eine dauerhaft sichere und lange Nutzungsdauer entscheidend. Bei den Wannen dominieren drei Materialien: Stahl, Acryl und Mineralguss. Der Beitrag erläutert daher auch, welches Montagesystem zum Wannenwerkstoff und zur Einbausituation am besten passt.

Michael Beyer, Regionalverkaufsleiter bei MEPA, vergleicht das Bad gerne mit einem Haus, das aus Fundament, Wänden und Dach besteht. Das Fundament entspricht dabei der stabilen Montage von Badeund Duschwannen, auf die alle weiteren Schritte aufbauen. Denn eine schaukelnde Wanne lässt sich nicht abdichten. Die Wände des Hauses schützen vor Lärm. Dem entspricht der Schallschutz im Bad, der die Übertragung von Geräuschen in fremde, schutzbedürftige Räume verhindert. Und das Dach schließlich muss zuverlässig dicht sein, damit Niederschlag nicht in die Wände eindringen kann. Im Bad sorgt dafür die Abdichtung, die weit mehr Wasser aushalten muss als ein Dach. Erst das Zusammenspiel dieser drei Maßnahmen garantiert Sicherheit für den Benutzer und Schutz vor teuren Wasserschäden.

Montage auf dem Rohfußboden

Bei der Abdichtung gibt es mit der DIN 18534 eine Norm, die speziell das Abdichten von Innenräumen beschreibt. Im Bereich Wanneneinbau gibt es keine Norm, die alles regelt. Doch die Anforderungen an die Montage sind klar. „Wir reden hier vom Fundament, auf dem alles aufbaut“, betont Beyer. Der Sanitärspezialist MEPA empfiehlt die Montage auf dem Rohfußboden. Falls das baulich nicht möglich ist und die Montage auf dem Estrich erfolgt, muss dieser tragfähig und vollständig ausgehärtet sein.

Ist die Badewanne später in Betrieb, wirken hohe Druckkräfte auf den Boden. Neben dem Gewicht der Wanne, das im Schnitt bei 50 kg liegt, kommen noch eine Person mit 75 kg und das Wasser mit 200 kg dazu, was unterm Strich 325 kg sind. Sitzen zwei Personen in der Wanne, dann liegt die Belastung bei mindestens 400 kg. Hinzu kommen Zugkräfte an der Wand, wenn der Nutzer sich in der Wanne bewegt oder auf dem Wannenrand sitzt.

Diesen Lasten muss die Wanne standhalten. Mangelnde Stabilität führt zu optischen Schäden, Silikonabriss, Undichtigkeiten bis hin zu Totalschäden. Das Montagesystem muss deswegen nicht nur zur Einbausituation, sprich aufliegende, teileingelassene oder bodengleiche Montage, sondern auch zum Wannenwerkstoff passen. Die drei dominierenden Materialien sind Stahl, Acryl und Mineralguss.

Montage von Stahlwannen

Die Stahlwanne ist seit Jahrzehnten bewährt. Da der Stahl in Form gepresst wird, ist die Designvielfalt teilweise eingeschränkt. Auf das Material, dessen Stärke zwischen 2 und 3 mm liegt, wird eine robuste Emaille bei Temperaturen bis 900 °C aufgeschmolzen. Der Verbundstoff ist chemisch beständig, lässt sich gut reinigen und ist korrosionsbeständig.

Der Montagerahmen „SF Universal“ von MEPA ist für den stabilen Einbau von Stahlduschwannen konzipiert. Beim Einbau lässt er sich bequem in Größe und Höhe verstellen und dem Wannenmodell optimal anpassen. Zum Produkt gehört der höhenverstellbare Wannenfuß „EasyLift“ in der Mitte, den der Handwerker nach der Platzierung der Wanne durch Ziehen an einer Schnur ausfährt. Die Technik stützt die Wanne in der Mitte ab und verhindert ein Durchbiegen. Die klassische Montage kann auch über Wannenfüße erfolgen. In diesem Fall sind Wannenanker notwendig, die den Rand sicher an der Wand fixieren und verhindern, dass sich die Wanne bewegt.

Für den sicheren Einbau von Badewannen aus Stahl stellt der Sanitärspezialist geprüfte Montagesysteme und Komponenten zur Verfügung. Um optimale Stabilität zu garantieren, kommen abhängig vom Wannenhersteller spezielle Trägersysteme zum Einsatz. Die Basis sind höhenverstellbare Wannenfüße für eine standfeste und flexible Positionierung der Wanne am Boden. Auch hier sind Wannenanker und Wannenleisten zwingend erforderlich: Sie verhindern, dass die Wanne verrutscht oder schaukelt und ermöglichen gleichzeitig eine schallentkoppelte Verbindung zur Bausubstanz.

Acrylwannen stabil montieren

Acrylwannen sind leicht, bieten eine gute Wärmespeicherung und Formenvielfalt. Allerdings ist der Werkstoff kratzempfindlich und weniger beständig gegen Reinigungsmittel als die Emaille bei Stahlwannen. Auch die Verformungsgefahr bei Belastung ist höher als bei Stahl. Die Wannen werden durch Holzeinlagen verstärkt und danach laminiert. Die aufgebrachten Schichten können zu Unebenheiten auf der Unterseite der Wanne führen, die die Installation erschweren.

Während eine Stahlwanne plan auf dem Montagerahmen aufliegt, entstehen bei Acrylwannen häufig Freiräume, die zum Schaukeln der Wanne führen. Abhilfe schafft ein spezieller Montagerahmen für Acryl. Das Alleinstellungsmerkmal des Systems sind seine federgelagerten Klickfüße: Sie stützen die Wanne ab, passen sich der Wannenkontur an und lassen sich mit einem Zwei-KomponentenKleber in der gewünschten Position fixieren. An den Ecken sind punktuelle Auflagen, mit denen Handwerker die Wanne genau ausrichten können.

Für Acryl-Duschwannen bis zu einer Größe von 100 x 100 cm sind auch Wannenfüße geeignet. In diesem Fall kommen aufgrund der Verformungsgefahr bei der Montage keine Wannenanker, sondern Wannenleisten zum Einsatz. Diese fixieren die Duschwanne zusätzlich an der Wand und verhindern so, dass sie sich bewegt.

Das höhenverstellbare Montagegestell „WA Acryl“ wurde speziell für Badewannen aus Acryl entwickelt. Zum System gehören flexible Winkeltraversen für individuelle Anpassungen. Seitlich verstellbare Füße ermöglichen eine einfache Installation über Rohrleitungen.

Herausforderung Mineralgusswannen

Mineralgusswannen bestehen aus mineralischen Füllstoffen wie Quarzsand und Gesteinsmehl. Diese werden mit einem Bindemittel gemischt und im flüssigen Zustand in eine Form gegossen, wo sie aushärten. Danach wird die Oberfläche mit einer speziellen Polyesterharz-Schicht überzogen, dem sogenannten Gelcoat. Dadurch wird die Oberfläche robust, kratzfest, hygienisch und bietet ein gutes Wärmegefühl. Allerdings ist eine Mineralgusswanne vergleichsweise schwer und damit eine Herausforderung für Transport und Montage.

Speziell für diesen Wannentyp gibt es Montagerahmen, wie den „SF Mineralguss“ von MEPA, der die Installation der oft großformatigen Duschwannen für Handwerker erleichtert. Mit einem patentierten Gleitband können die gewichtigen Modelle einfach auf den Rahmen geschoben werden, was besonders in Nischen eine große Hilfe ist. Der Montagerahmen ist höhenverstellbar und für verschiedene Größen von Duschwannen geeignet von 70 x 70 cm bis 120 x 180 cm. Die Profile des Rahmens lassen sich partiell aussparen, um Platz für Siphons oder Leitungen zu schaffen.

Schallschutz im Badezimmer

Neben der stabilen Montage spielt der Schallschutz im Bad eine wichtige Rolle. Die Schallschutznorm DIN 4109 legt die Mindestanforderungen an den Schallschutz im Hochbau fest. Dabei darf die Übertragung von Geräuschen in fremde, schutzbedürftige Räume wie Schlafund Wohnzimmer einen definierten Schallschutzpegel von 30 dB(A) nicht überschreiten.

MEPA bietet spezifische Produkte und Systemlösungen für den normgerechten Schallschutz im Bad an, mit der sich eine schalltechnische Entkopplung des Wannenkörpers vom Baukörper realisieren lässt. Die Schallschutzlösungen sind modular aufgebaut und in Sets erhältlich. Hierzu gehören schallgedämmte Wannenfüße, für eine schalltechnische Entkopplung der Wanne vom Boden. Das Wannenabdichtband „Aquaproof Plus“ mit umlaufendem Schallschutz verhindert Schallbrücken zwischen Baukörper und Wannenrand. Schließlich können Anti-Dröhn-Matten auf der Unterseite des Wannenkörpers die Resonanzschwingungen des Materials reduzieren, um den Körperschall zu minimieren. Diese Technik kommt bei Stahlwannen zum Einsatz.

mepa.de/wissen

 


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