Kältemittel-Leckagerate liegt bei nur noch 1,0 %
Bonn. Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) hat über seine Branchensoftware „VDKF-LEC“ anonymisierte Daten von fast 67000 Anlagenbetreibern und rund 307000 Kälte- und Klimaanlagen erhoben. Die Auswertung hat ergeben, dass die durchschnittliche Kältemittel-Leckagerate weiter gesunken ist. Inklusive Havarien lag sie 2025 im Durchschnitt aller Anlagentypen (Klimaanlagen, Gewerbekälte, Industriekälte und Sonderanlagen) bei nur noch 1,0 %. 2017 war sie mit 3,2 % noch mehr als dreimal so hoch. Die höchsten Leckageraten haben Anwendungen in der Gewerbekälte (1,7 %), die niedrigsten im Bereich Splitklima (0,4 %).
Gründe hierfür sind aus Sicht des VDKF:
- ein gestiegenes Bewusstsein bei Betreibern und Fachbetrieben für die Umweltauswirkungen der direkten Emissionen von fluorierten Kältemitteln
- schärfere Vorgaben der novellierten F-Gase-Verordnung
- erweiterte Pflichten für Dichtheitskontrollen
- dichtere Bauweise von Anlagen
- gestiegene Kältemittelpreise.
Der Anteil der direkten Treibhausgasemissionen (durch Leckagen) an den Gesamtemissionen wird im Verhältnis zu den indirekten Emissionen (durch Energieverbrauch) auf jeden Fall immer kleiner.
Eine ausführliche Auswertung der „VDKF LEC“-Daten findet sich in den Ausgaben 5-6 und 7-8 der Verbandszeitschrift „VDKF Information“, die demnächst kostenfrei auf der VDKF-Homepage zum Download zur Verfügung stehen werden.
Link zum Magazin: www.vdkf.de
Anmerkung: Die „VDKF-LEC“-Software erfasst vor allem Anlagen, bei denen eine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Dichtheitskontrolle besteht. Kleinanlagen werden daher nur begrenzt erfasst.