Werbung

KI braucht ein solides Fundament

Bild: IKZ

 

Software gehört heute zu den wichtigsten Werkzeugen eines SHK-Betriebs. Angebote entstehen digital, Kundendaten werden verwaltet, Projekte geplant und Serviceeinsätze organisiert. Kaum ein Unternehmen kommt noch ohne leistungsfähige Software aus. Aktuell richtet sich der Blick dabei beinahe ausschließlich auf ein Thema: Künstliche Intelligenz.

Und tatsächlich eröffnet KI viele neue Möglichkeiten. Sie nimmt Anrufe entgegen, wenn im Büro gerade niemand verfügbar ist, formuliert Texte, fasst Dokumente zusammen, recherchiert Informationen oder analysiert große Datenmengen in Sekunden. Sie findet die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen und entlastet Mitarbeitende bei Routineaufgaben – genau dort, wo im Arbeitsalltag oft Zeit und Personal fehlen.

Aktuell hält die Digitalisierung und Automatisierung verstärkt Einzug in die Gebäudetechnik. Wärmepumpen werden zunehmend mit Herstellern oder Servicebetrieben vernetzt. Bei PV-Anlagen gewinnt die intelligente Eigenstromnutzung durch Energiemanagementsysteme an Bedeutung. In Trinkwasserinstallationen erfassen Sensoren kontinuierlich Temperaturen und Durchflüsse. Künftig werden KI-basierte Systeme diese Daten auswerten, TGA-Anlagen überwachen, Wartungen vorausschauend planen und Prozesse noch effizienter steuern.

Doch bei aller Begeisterung gilt auch: KI ist kein Selbstläufer. Sie kann Fehler machen, Zusammenhänge falsch bewerten oder Antworten liefern, die überzeugend klingen, aber nicht stimmen. Hinzu kommen Fragen der Datensicherheit und neue gesetzliche Anforderungen wie der EU AI Act. KI bleibt deshalb ein Werkzeug – eines, das fachliches Know-how unterstützt, aber nicht ersetzt.

Der Markt entwickelt sich derzeit rasant. Regelmäßig erreichen uns Meldungen über neue KI-Anwendungen und spezialisierte Assistenten, Start-Ups schießen wie Pilze aus dem Boden. Gleichzeitig integrieren etablierte Softwareanbieter intelligente Funktionen in ihre bewährten Lösungen. Das ist oftweniger spektakulär, dafür aber praxisnah und nachhaltig. Denn die beste KI nützt wenig, wenn die Basis nicht stimmt. Erst eine leistungsfähige Branchensoftware mit sauberen Daten, durchgängigen Prozessen und offenen Schnittstellen schafftdie Grundlage dafür, dass künstliche Intelligenz ihren Mehrwert überhaupt entfalten kann.

In dieser Ausgabe werfen wir deshalb einen Blick auf beide Seiten der Entwicklung: auf KI-Innovationen mit Praxisnutzen ebenso wie auf bewährte Softwarelösungen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln. Denn nicht jeder Trend verändert sofort die Arbeitswelt – aber manche machen den SHK-Alltag schon heute ein gutes Stück effizienter.

Abschließend mein Lesertipp für Sie: der Beitrag „Der digitale Fachbetrieb“ ab Seite 52!

Markus Sironi Chefredakteur und Handwerksmeister m.sironi@strobelmediagroup.de

 


Artikel teilen:
Weitere Tags zu diesem Thema: