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Engagement für Computer-Badplanung

30 Jahre ARGE Neue Medien – Rückblick, Gegenwart und Ausblick

Bei der Gründung der ARGE Neue Medien war Computer-Badplanung neben EDI das zweite zentrale Pionierthema. Und obwohl seitdem knapp drei Jahrzehnte vergangen sind, hat sich bis heute an den Beweggründen, sie einzusetzen, nichts geändert. „Nach wie vor geht es um die Verbesserung bei Auftragsvolumen, Auftragsquote sowie des eigenen Firmenimages“, berichtet ARGE-Geschäftsführer Konrad Werning.

Sonja Aßer betreut bei der ARGE Neue Medien das Projekt Computer-Badplanung. „Das Thema ist stets hochaktuell und nach wie vor ausbaufähig“, sagt sie. Entsprechend groß sei der Aufwand allein für den telefonischen Support, den die ARGE als entscheidende Schnittstelle zwischen mehr als 20 000 Anwendern und rund 40 Sanitärmarkenherstellern biete. Beide Bilder: ARGE Neue Medien

Computer-Badplanung steht nicht nur für schöne ­Visualisierung, sondern auch für erleichterte ­Detailplanung, ­Angebotserstellung, Bestellung, Ausführung – und den „SHK Portal Assistent“. Das von der ARGE entwickelte Tool sichert den Anwendern regelmäßige Updates der Mitglieder-Daten und damit eine stets aktuelle Planungsbasis. Zusätzlich bietet das unter www.shk-branchenportal.de kostenlos downloadbare Programm die Option, nach Artikeln zu recherchieren. Bild: ARGE Neue Medien/Shutterstock©pikcha

 

„Wir sind eine entscheidende Schnittstelle zwischen Badplanern und Sanitärmarkenherstellern“, sagt Sonja Aßer. Als Mitarbeiterin bei der ARGE Neue Medien der deutschen SHK-Industrie betreut und verantwortet sie das Projekt Computer-Badplanung alles in allem seit über 15 Jahren. „Das Thema ist stets hochaktuell und nach wie vor ausbaufähig. Die Gewichtung, die 3D-Badplaner ­haben, wird künftig sogar noch zulegen“, prognostiziert sie und berichtet, dass der Aufwand, der in der Geschäftsstelle allein für den ­telefonischen Support anfalle, teils schon recht groß sei.

Bei näherer Betrachtung der Entwicklung der Computer-Badplanung von den Anfängen bis heute wundert das kaum: Wenn in der Software der mittlerweile insgesamt acht Partner, mit denen die ARGE auf diesem Feld kooperiert, die Badplandaten mal nicht reibungslos funktionieren, dann sind zunächst die Experten in Paderborn gefragt und das sprichwörtlich. Da gebe es oft Tage, an denen ein Anruf dem anderen folge, heißt es. Bei rund 20 000 Anwendern von Daten von mehr als vierzig Markenherstellern ist das fraglos gut vorstellbar.

Anlaufstelle für Fachhandwerker, Planer und Architekten
Dabei geht es manchmal gar nicht um einen ganzen Datensatz, sondern lediglich um einige wenige Daten zu einzelnen Produkten, die sich in einem oder gleich mehreren Programmen einfach nicht abbilden lassen. „In dem Fall laufen die Beschwerden bei uns auf. Wir leiten die Probleme an das jeweilige Mitglied, um schnellstmöglich mit den Verantwortlichen vor Ort und den Softwarehäusern, die es betrifft, eine Lösung zu finden, die auch dem Anwender Nutzen bringt“, erklärt Aßer. Und wenn die Daten zu Messeneuheiten nicht schnell genug vorhanden sind? „Spätes­tens nach dem dritten Anruf eines Fachhandwerkers, Planers oder Architekten bei uns kommt Bewegung in die Angelegenheit“, schmunzelt sie.
Allerdings, räumt Aßer ein, erzeuge die Anlage von neuen Daten Kosten, die bisweilen zusätzlich budgetiert bzw. ­bewilligt werden müssten. Andererseits sei man sich seitens der Markenhersteller schon bewusst, dass selbst das modernste Programm mit vielfältigsten Funktionen ohne gute Daten nicht zum im Detail gewünschten Ergebnis führe: „Mit nichts lässt sich eben nichts darstellen.“ Ein schnell greifbarer, sorgfältiger und vor allem persönlicher Support sei daher unbedingt vonnöten und helfe ­allen Beteiligten.  
„Der umfassende Support der ARGE macht den Unterschied zu den vielen Dienstleistern auf diesem Gebiet aus, die zunehmend auf den Markt drängen“, betont auch Konrad Werning. Der Geschäftsführer der branchengrößten Industrie­organisation weiß, wovon er spricht. In seiner „ersten Amtszeit“ bei der ARGE von 1995 bis 2003 steckte Computer-Badplanung im Vergleich zu heute noch in den Kinderschuhen. „Neben EDI1) war sie bei der Gründung der ARGE das zweite zentrale Pionierthema, das es zu entwickeln und zu forcieren galt“, erzählt der Diplomkaufmann.

Planungskompetenz: entscheidendes Verkaufsinstrument für Badprofis
Obwohl seitdem knapp drei Jahrzehnte vergangen seien, habe sich bis heute an den Beweggründen, sie einzusetzen, nichts geändert. Nach wie vor gehe es um die Verbesserung bei Auftragsvolumen, Auftragsquote sowie des eigenen Firmen­images. Zu ähnlichen Erkenntnissen sei schon eine Anwender-Umfrage aus dem Jahr 1991 gekommen. Weil Endverbraucher sich heute jedoch vergleichsweise besser informieren und darüber hinaus im Internet kleinere Grundrissgestaltungen selbst vornehmen könnten, zähle die Planungskompetenz mehr denn je zu den entscheidenden Verkaufsinstrumenten für die Badprofis.
Laut Werning gehören präsentable Darstellungen vom künftigen Traumbad in jeglichen Formen und Farben unbedingt zur Akquise. Wer nicht gerade ein begnadeter Zeichner sei, habe seiner Ansicht nach ohne professionelle Software womöglich bald nur noch geringe Chancen gegen die wachsende Konkurrenz mit Computer-Badplanung. Zweifelsohne sind es aber nicht nur die schöne Visualisierung und die dadurch leichtere Überzeugung von Bauherren, die eine Anschaffung erstrebenswert machen. „CBP“ unterstützt ebenfalls die Detailplanung, Angebotserstellung, Bestellung sowie die Ausführung. Ferner lassen sich bei einer kniffligen Raumgeometrie Abstandsflächen, Installations- und Montageprobleme vorab überprüfen.

Zu wenig kommuniziert: wichtige ARGE-Moderation
Gute Gründe also, dass die Tragweite der 3D-Badplanung wächst – und mit ihr die Zahl der Anbieter. Gleichzeitig gewinnt die Entwicklung von Schnittstellen an Bedeutung, über die Herstellerdaten in die verschiedenen Programme strömen. Begriffe wie Einheitlichkeit, Kompatibilität sowie Durchgängigkeit des Datendurchflusses machen deshalb regelmäßig die Runde. „Die ARGE hat über die wichtige Moderation, die ihr gerade in diesen Punkten zuteil wird, in der Vergangenheit zu wenig kommuniziert“, sagt Werning. Ein Umstand, der bei langfristigen Projekten leider häufig zu beobachten sei, speziell, wenn sie im Großen und Ganzen betrachtet einwandfrei liefen. So würden Leistungen wie gemeinsam erarbeitete Standards, neue Datenmodelle oder Datenstrukturen häufig nur noch als Routinen wahrgenommen oder einfach vorausgesetzt. Dabei nehme gerade die Abstimmung im Arbeitskreis Planungssoftware oder in den Sitzungen mit den Kooperationspartnern Zeit in Anspruch, so der ARGE-Geschäftsführer. Besonders Angleichungen und Normierungen verlangten von allen Seiten neben umfangreichem Know-how auch Erfahrung bzw. Wissen um die Möglichkeiten für Optimierungen einerseits sowie die Wünsche der Nutzer aus dem Sanitärfachhandwerk andererseits.

„SHK Portal Assistent“: Garant für aktuelle Planungsbasis und komfortable Artikelrecherche
Ihnen und selbstverständlich allen anderen Anwendern der Mitglieder-Daten stellt die ARGE Neue Medien mit dem „SHK Portal Assistent“ außerdem ein wertvolles Tool zur Verfügung: Es sichert regelmäßige Updates und damit eine stets aktuelle Planungsbasis. Zusätzlich bietet das Programm die Option, nach Artikeln zu recherchieren. Insgesamt lassen sich Bilder, Montageanleitungen und weitere Produktinformationen bei fast 100 Markenherstellern suchen und die Ergebnisse herunterladen.
Grundlage für die Artikelinformationen ist der Datenbestand der ARGE-Mitglieder im SHK-Branchenportal. Die ­Suche erfolgt über Teile der Artikelnummer oder den Volltext. Alle Detailinformationen zum gewünschten Produkt werden als Übersicht angezeigt und die dem Artikel zugeordneten Dokumente aufgelistet. Beim anschließenden Download landen Daten und Dokumente als ZIP-Archiv in einem vorgegebenen Verzeichnis im PC des Nutzers. Obendrein kann er mit dem Tool VDI 3805-Daten auf neuestem Stand halten. Der „SHK Portal Assistent“ steht unter www.shk-­branchenportal.de kos­tenlos zum Herunterladen bereit.

Fix: Fahrplan für das neue Format „XML“
Bereits im Januar 2018 fällt der Startschuss für die Überführung der Planungsdaten in das neue Format „XML“. Für eine Übergangszeit von zwölf Monaten stehen die Daten im SHK-Branchenportal dann sowohl in der bisherigen als auch in der neuen Konvertierung zur Verfügung. Parallel dazu werden die Software-Partner Updates ihrer Programme veröffentlichen. Der Fahrplan sieht ferner vor, dass sich im Portal ab 2019 nur noch auf XML-Daten zugreifen lässt. Gleichlaufend können die an der Computer-Badplanung beteiligten Hersteller ihre Daten bei der ARGE ausschließlich in dem neuen Format anliefern. Weiterhin kündigt Werning die Erneuerung bzw. Aktualisierung des derzeit gültigen Datenmodells an. Ein Online-Planer sei ebenfalls in Vorbereitung. „Es wird Zeit für eine Modernisierung“, hält er fest.

www.arge.de
www.shk-branchenportal.de

1) EDI = Electronic Data Interchange, umfasst u. a. den Datenaustausch zwischen Anwendungssystemen unterschiedlicher Hersteller.

 


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