Anpassung an europäische Werte nicht zielführend
Reduzierte Fließgeschwindigkeiten gefährden Erhalt der Trinkwasserhygiene
Wie viel Fließgeschwindigkeit braucht – und verträgt – eigentlich eine zeitgemäße Trinkwasserinstallation? Die maximal zulässigen 5 m/s aus der DIN 1988-300 sind eingeführt und anerkannt. In Europa sind es aber nur 2 m/s; wenn auch bei anderen Gleichzeitigkeiten. Nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ist eine vergleichbare Absenkung hierzulande jedoch vor allem aus hygienischen Gründen ausgesprochen kritisch zu sehen.
Der regelmäßige Wasseraustausch – gemäß VDI-Richtlinie 6023 spätestens alle 72 Stunden – ist in Trinkwasserinstallationen von großer Bedeutung, um Verkeimung (Legionellen) und Stagnation zu vermeiden. Der Wasserdurchfluss muss zugleich eine hinreichende Dynamik haben, da die Einflussgrößen auf den Erhalt der Trinkwasserhygiene in einer direkten Wechselbeziehung stehen: Ist die Durchströmung nicht ausreichend, kann es zu einer verstärkten Bildung von lösbarem Biofilm an den Rohrwandungen kommen – der ideale Nährboden für ein verstärktes Legionellenwachstum.
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