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Anpassung an europäische Werte nicht zielführend

Reduzierte Fließgeschwindigkeiten gefährden Erhalt der Trinkwasserhygiene

Für die Auslegung von Trinkwasserinstallationen im Geschosswohnungsbau müssen unterschiedlichste Anforderungen, wie der Erhalt der Trinkwasserhygiene oder die komfortable Versorgung der Zapfstellen, erfüllt werden. Eine Senkung der Fließgeschwindigkeit über höhere Nennweiten stellt das zumindest infrage. (Viega)

Die Trinkwassergüte wird im Wesentlichen durch die Einflussgrößen Temperatur, Wasseraustausch, Nährstoffe und Durchströmung bestimmt. (Viega)

Durch die Bildung von Nutzungseinheiten, hier: ein Badezimmer, fließt ein niedrigerer Gleichzeitigkeitsfaktor in die Berechnung der Rohrnennweiten ein. (Viega)

Vergleich der Rohrleitungsdimensionen bei identischen Nutzungseinheiten in einem Achtfamilienhaus mit einem maximalen Volumenstrom von 2 l/s (l.) bzw. 5 l/s (r.). (Viega)

Rohrleitungen mit niedrigen Widerstandsbeiwerten der Formteile, wie das Kunststoff -Pressverbindersystem „Raxofix“, führen ohne nennenswerte Fließgeräusche zu reduzierten Nennweiten und erzielen trotzdem gleichzeitig mehr Reichweite. (Viega)

 

Wie viel Fließgeschwindigkeit braucht – und verträgt – eigentlich eine zeitgemäße Trinkwasserinstallation? Die maximal zulässigen 5 m/s aus der DIN 1988-300 sind eingeführt und anerkannt. In Europa sind es aber nur 2 m/s; wenn auch bei anderen Gleichzeitigkeiten. Nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ist eine vergleichbare Absenkung hierzulande jedoch vor allem aus hygienischen Gründen ausgesprochen kritisch zu sehen.

Der regelmäßige Wasseraustausch – gemäß VDI-Richtlinie 6023 spätestens alle 72 Stunden – ist in Trinkwasserinstallationen von großer Bedeutung, um Verkeimung (Legionellen) und Stagnation zu vermeiden. Der Wasserdurchfluss muss zugleich eine hinreichende Dynamik haben, da die Einflussgrößen auf den Erhalt der Trinkwasserhygiene in einer direkten Wechselbeziehung stehen: Ist die Durchströmung nicht ausreichend, kann es zu einer verstärkten Bildung von lösbarem Biofilm an den Rohrwandungen kommen – der ideale Nährboden für ein verstärktes Legionellenwachstum.

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