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Renovierungssysteme Dusche – Platten statt Fliesen

Wandverkleidung mal anders – weg vom Fliesenspiegel hin zur Duschverkleidung mit Eyecatcher-Potenzial

Urlaubsstimmung im Badezimmer – wasserfeste Dekor-Platten mit Kunden-Wunschmotiv bedruckt – für echtes Traumstrandfeeling. Bild: nanoBAD

Die Duscholux „Air2“-Paneele spricht für sich. Hier sorgen technische Feinheiten für eine außergewöhnliche Optik. Bild: Duscholux

Das bodenebene Duschsystem „Resopal“ von Vigour ist in vielfältigen Dekoren erhältlich – naturnahe Holzoptik zählt dazu. Bild: Vigour

Frischer Duschspaß mit Sprinz-Wandverglasung mit dem LED-Licht-Motiv „Wellensturm“ mit SpriColor UV-Digitaldruck hinter Glas gedruckt und mit LED-Beleuchtung. Bild: Sprinz

Bei dieser edel in Weiß und Naturtönen gehaltenen Dampfdusche wurden das Dach, der Dampfsitz, die rückseitige Wandverkleidung ebenso wie die Regale aus Mineralwerk­stoff gefertigt. Badplanung & Realisierung: Issler GmbH, Dampfdusche baYou GmbH. Bild: Jessica Alice Hath

Tim Baral, Geschäftsführer Baral bad & heizung aus dem baden-württembergischen Denzlingen. Bild: Baral

Je nach Ausführung sind die design­starken „Kinemagic“- Komplettduschen offen oder mit Schiebetür, zum Einbau in der Nische oder in einer Raumecke lieferbar. Bild: SFA Sanibroy

 

Millionen deutscher Bäder sind in die Jahre gekommen. Die altbackene Optik lässt immer mehr Kunden von einer Badsanierung träumen. Ein Hindernis dabei sind die hohen Kosten. Dazu gesellen sich Schmutz, Lärm und die Tatsache, dass das Badezimmer für einige Zeit nicht benutzbar ist. Deshalb sind neben Komplett- immer häufiger Teilsanierungen gefragt.

Speziell bei Teilsanierungen der Dusche wird das Thema Fliese im Duschbereich kritisch hinterfragt. Entweder entscheiden sich Bauherren für die Großformate unter den Fliesen oder, immer öfter, führt der Weg weg vom klassischen Fliesenspiegel. Und das nicht nur, weil das aufwendige Wegstemmen vorhandener Fliesen bei Handwerkern und Kunden gleichermaßen unbeliebt ist. Fugenlose Wandverkleidungen bieten hier eine attraktive Alternative – schnell, sauber und nachhaltig. Das Plattenmaterial ermöglicht es, ganze Wandflächen oder nur einzelne Funktionsbereiche in wenigen Stunden abzudecken. Egal, ob auf einen bestehenden Fliesenspiegel oder eine verputzte Wand. Nach dem Verkleben hat die Wand ein natürliches, gleichmäßiges Erscheinungsbild – und das ohne Fugen.
Auch bei der Planung eines neuen Bades verzichten immer mehr Bauherren auf Fliesen. „Fugenlose Wandverkleidungen liegen im Trend“, bestätigt der nanoBAD-Geschäftsführer Alexan­der Hartisch. Der Sanitär-Experte sieht darin die Zukunft: „Die neue Wandverkleidung ist technisch und optisch ein großer Gewinn. Sie lässt sich schnell montieren und ist absolut pflegeleicht.“ Selbst große Wandbereiche können durch die Verwendung großformatiger Platten schnell verkleidet werden. Laut Hartisch ist Planung und Realisierung denkbar einfach: Nach dem Aufmaßtermin bestellt das beauftragte Sanitärunternehmen das Material. Die Be- und Verarbeitung erfolgt vor Ort mit handelsüblichen Werkzeugen – und alles liegt in der Hand des Sanitärfachmanns.

Herstellerbeispiele
Das Unternehmen HSK bietet mit „RenoConcept“ eine interessante Lösung für die kostengünstige Teilsanierung. Die aus Hartschaum gefertigten Trägerplatten mit den Maßen 1000 x 2550 mm können individuell aneinander gereiht und auf die entsprechenden räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. So wird aus der Wannen- schnell eine Duscharmatur, ganz ohne Stemm- und Fliesenarbeiten. In wenigen Schritten realisieren Profis das neue Kundenbad: Zuerst wird die alte Badewanne oder hohe Duschtasse entfernt. Die nächsten Schritten sind: ausbessern, abdichten und Armatur-Aufputz an der gewünschten Stelle installieren sowie die Duschwanne setzen. Anschließend können die Trägerplatten problemlos mit herkömmlichen Werkzeugen direkt vor Ort bearbeitet und anpasst werden. Im letzten Schritt wird die Duschkabine montiert. Das Ergebnis: eine moderne, fugenlose und barrierefreie Duschlösung.
Als „die Alternative zu Fliesen“ preist auch Polypex, österreichischer Hersteller von Duschtassen, Acrylbadewannen und Waschtischen, sein Produkt an. Die 2000 x 1500 mm großen Standardplatten aus reinem gegossenen Sanitäracryl können auf Wunsch mittels Lasertechnik auf Maß zugschnitten werden. Selbst komplizierte Formen, Rundungen und Ausschnitte seien kein Problem. Die standardmäßige Easyclean-Oberflächenveredelung wirke zudem schmutzabweisend und erleichtere die Pflege.
Ein weiterer Player auf dem Markt der Wandpaneele ist Artweger. „Teilsanierungen von Badezimmern in Rekordtempo“, so das Versprechen des innovativen österreichischen Unternehmens für Duschabtrennungen und Multifunktionsduschen. Die sogenannten „Artwall“-Elemente bestehen aus einer etwa 8 mm dicken glasfaserverstärkten Compo­site-Platte mit den Maßen 2570 x 1000/1300 mm, die speziell für Nassräume entwickelt wurde. Sie gilt als kratzfest, fleck­unempfindlich und ist lichtecht.
Das bodenebene Duschsystem „Resopal“ von Vigour ist ein weiterer Vertreter in der Rubrik Wandverkleidung. Die HPL-Platten werden wie bei den anderen Herstellern auch einfach auf den bestehenden Untergrund aufgebracht – nahezu fugenlos, kratzfest und damit alltagstauglich. Der Abfluss wird dank Dekorbeschichtung unsichtbar. Die Abdichtung erfolgt bereits im Werk. Die Kanten sind zur schnellen Weiterverarbeitung gesäumt.
Eine wasserfeste Kunststoff-Wandverkleidung im Großformat bietet die „Dumawall XL“. Dank der besonders gro­ßen Oberfläche von 900 x 2600 mm reicht ein einziges Element aus, um einen gro­ßen Bereich der Wand zu bedecken – ohne Trocknungszeit und Fugenfüllung. Die Platten werden mittels Nut- und Federsys­tem verbunden.
Noch größere Standardplatten zur Wandverkleidung bietet Sprinz. Formate bis zu 2800 x 1840 mm sind erhältlich. Zusätzlich lassen sich mit System „Basic“ auch Trennwände gestalten, um WC, Waschmaschine oder Wäschetrockner abzugrenzen. Für eine schnelle und saubere Modernisierung ist das System mit einem horizontalen Schienensystem versehen und kann direkt auf alte Fliesen montiert werden. Das Einhängesystem erlaubt eine Demontage und erleichtert die Umrüs­tung zum Generationenbad.

Der Weg zum Ziel
Fast alle Hersteller bekunden, dass die Platten auf den bestehenden Untergrund aufgebracht werden können. Aber wie genau müssen die Wandflächen geplant sein, um perfekt zu werden? Vigour gibt an, dass seine Wandverkleidung auf verschiedene Putzarten (Gips-und Zementputz), auf Trockenbauuntergründen, auf verschiedene Holzwerkstoffe und auf vorhandene Stein-und Keramikoberflächen streifenweise verklebt werden kann. Lose und saugfähige Untergründe, die keine Verbundabdichtung benötigen, müssen mit einem Primer/Voranstrich verfestigt werden.
Worauf ein Installateur bei der Montage der individual Wandverkleidungen von Vigour achten muss, erklärt der Vigour-Geschäftsführer Alexander Gelsdorf am Beispiel einer Ecklösung:

  • Wandfläche vorbereiten
  • Maße aufnehmen, auf die Wandverkleidung übertragen und zuschneiden
  • Bohrungen und Ausschnitte ausführen
  • Profile auf die erste Wandverkleidung aufstecken und mit Profilklebstoff verkleben
  • Klebstoff streifenweise auf die Wand auftragen und die Wandverkleidung andrücken und ausrichten
  • Profil auf die zweite Wandverkleidung aufstecken und mit Profilklebstoff verkleben
  • (Profil-)Klebstoff auf die zweite Wand streifenweise auftragen und die Wandverkleidung andrücken und ausrichten
  • Profilklebstoff in Eckprofil geben, einschieben und andrücken und verkleben
  • Wandverkleidung nochmals kontrollieren und ggf. nochmals ausrichten
  • Anschlussfugen abdichten.

Duschen mit Show-Effekt: Glas, Motiv & LED
Alle Hersteller bieten beim Thema Wandverkleidung ein umfangreiches Sortiment an Farben und Dekoren. Neben den Farbpaletten, meist in Glanz- oder Mattfarben, können die Platten auf Wunsch ganz individuell mit Fotodruck gefer­tigt werden. Kunden können so ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Allerdings sollte bei einem selbst gewählten Foto auf die Druckqualität geachtet werden. Der Hersteller HSK gibt an, sich bei dem Design seiner „RenoDeco“-Dekorplatten an den relevanten Trends im Bad zu orientieren. Ob klassische Stein- oder Holzstrukturen, kühler Metalllook oder natürlich anmutende Leinenoptik. Zusammen mit den Dekorplatten und dem neuen Bodenelement kann der sanierte Bereich zudem in einem Look gestaltet werden. 
Ein Spezialist in Sachen Optik ist Duscholux mit Wandverkleidung in Glas­optik. Die 1000 x 2500 mm große Acrylplatte „PanElle“ ist ebenfalls feuchtigkeitsresistent, lichtbeständig und kratzfest. Neben 19 Standardfarben, Wunschnuancen aus 195 RAL-Farben und Fotomotiven bietet sie weitere Designhighlights. So zum Beispiel „Enlight“, das mittels LED für ausgefallene Lichteffekte in der Dusche und darüber hinaus sorgt. Lichtstärke, Farben und Wechsel werden bequem mit einer Fernbedienung geregelt.

Mineralwerkstoff als Trendfaktor
Die meisten der vorgestellten Platten sind nicht für eine Temperatur > 60 °C geeignet. Für den Einbau einer Dampfdusche verkleinert sich das Portfolio also stark. Hier bietet sich Mineralwerkstoff als Materiallösung an. Produktnamen wie „LG Hi Macs“, „Corian“ oder „Staron“ sind im Markt etabliert. Das Trendmaterial Mineralwerkstoff besteht aus einer Acrylmasse, abgebundenen natürlichen Mineralien (ca. 75 %) und Farbpigmenten. Das größte Standardformat beträgt bei „LG Hi-macs“ 760 x 3680 mm. Immer mehr Kunden würden auch bei kompletten Badsanierungen das fugenlose und schlichte Design der Mineralwerkstoffwände bevorzugen, so der Hersteller. Speziell durch die möglichen Beleuchtungsszenarien mit Weiß und-, oder Farblicht in Regalnischen und dem Dach erscheine die (Dampf-) Dusche so in einem ganz besonderen Licht.

Autorin:
Jaqueline Koch, Dipl.-Volkswirtin
und freie Journalistin

 

Nachgefragt
Seit der Gründung im Jahr 1964 entwickelte sich Baral Bad & heizung vom kleinen Handwerksbetrieb zum modernen Dienst­leistungsunternehmen in der 3. Generation. Wir sprachen mit Geschäftsführer Tim Baral über Teilsanierungen im Bad.

IKZ-Haustechnik: Welche Argumente sprechen für Wand-Renovierungssysteme?
Tim Baral: Sie sind fugenlos und daher sehr reinigungsfreundlich. Dank des hohen Vorfertigungsgrads einfach zu montieren und die schnelle Ausführung spricht für das Zeitbudget.

IKZ-Haustechnik: Wann kommen diese bei Ihren Kunden zum Einsatz?
Tim Baral: Hauptsächlich bei Bad-Teilsanierungen. Zum Beispiel wenn die normale Dusche saniert oder gar zu einer Dampfdusche umgebaut werden soll, das restliche Bad aber größtenteils bestehen bleibt. Allerdings nur dann, wenn ohne Verbindungsprofile gearbeitet werden kann.

IKZ-Haustechnik: Wo liegen die Stärken dieser Systeme?
Tim Baral: Die Mineralwerkstoffwände werden nach Aufmaß in der Werkstatt vorbereitet. Dabei werden sämtliche Bohrungen für z. B. Armaturen usw. schon mit ausgefräst. Auch Regalnischen können bereits mit eingearbeitet werden. Die komplette Wand ist damit eine durchgängig abgeschlossene Einheit. Das gilt auch für einige Wand-Paneelen. So gewinnen wir viel Zeit bei der Montage vor Ort, vor allem im Vergleich zu Fliesenarbeiten.

IKZ-Haustechnik: Wo liegen die Schwächen?
Tim Baral: Das Aufmaß muss zu 100 % passen. Dazu ist eine moderne Lasertechnik und ein geschulter Mitarbeiter notwendig. Außerdem sind die kompletten Wandelemente aus Mineralwerkstoff relativ schwer und „unhandlich“. Speziell bei engen Treppenhäusern und oder Zugangsmöglichkeiten kann der Transport zum Badezimmer problematisch werden. Auch diese örtlichen Gegebenheiten muss der Maßnehmende mit beachten und angeben. Bei Wand-Panellen sind Nischenverkleidungen oft nicht umsetzbar. Außerdem tragen Verbindungsprofile auf und stellen eine etwas unschöne Kante dar.

IKZ-Haustechnik: Wo liegen die Einsatzgrenzen?
Tim Baral: Die Einsatzgrenzen werden eigentlich nur durch die beschriebenen, örtlichen Zugangsmöglichkeiten bestimmt. Das heißt, die Platten dürfen logischerweise nur so groß sein, dass sie durch die Tür und Treppenhaus passen.

IKZ-Haustechnik: Wie müssen die Wandflächen geplant und vorbereitet sein?
Tim Baral: Eine detaillierte Vorplanung und Begutachtung der vorhandenen Bausubstanz ist zwingend notwendig. Es muss immer eine bauseitige, fachgerechte Verbundabdichtung nach der aktuell gültigen Norm gemacht werden. Der Fachhandwerker muss die Tragfähigkeit und den Wandaufbau prüfen und ggf. mit geeigneten Baumaterialien den Wandaufbau vorbereiten, mit dem Vorteil, dass die Platten auch vor Ort zugeschnitten werden können.

IKZ-Haustechnik: Gibt es große Unterschiede der am Markt befindlichen Systeme?
Tim Baral: Es gibt verschiedene Hersteller, die sich in der Materialstärke, den Profiloberflächen der Verbindungsprofile beispielsweise Alu-silbermatt und oder Chromoptik unterscheiden, bzw. je nach Kundenwunsch auch die Oberflächenoptik. Der ein oder andere Hersteller bietet auch an einen individuellen Fotodruck auf die Platten auf zu bringen. Hier gilt es, die etwas längere Lieferzeit zu beachten sowie die Auflösung des selbst erstellten Fotos.

 

 

 

Komplettdusche als Sanierungslösung
Mit der neuen Komplettdusche „Kinemagic“ bietet Kinedo by SFA Sanibroy eine technisch und optisch gelungene Lösung, um kostengünstigere Sanierungen zu realisieren. Die Komplettduschen werden anstelle der alten Badewannen installiert – ohne große Eingriffe in die Bausubstanz. Mit Abmessungen von 1000 bzw. 1200 mm Breite und 860 mm Tiefe passen sie auch in kleine Bäder. Im großzügigen Ambiente ist aber auch problemlos eine Breite von fast 1700 mm möglich. Die lediglich wenige Zentimeter hohen Duschtassen werden, wie die Altwanne, direkt auf den Rohfußboden gestellt und an die bestehende Entwässerungsleitung angeschlossen. Eventuell notwendige neue Zuleitungen für Warm- und Kaltwasser können bei Bedarf hinter den zum Komplettpaket gehörenden, mannshohen Wandpaneelen „versteckt“ werden: Deren schraubenlose Montage ist mit einem Wandabstand von 3 bis 20 cm möglich; mehr als ausreichend für eine neue Rohrleitungsinstallation. Komplettiert wird das intelligente Sanierungspaket durch Dusch- und Brausearmaturen renommierter Hersteller.

 

 

 

 


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