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Große Wärmeleistung mit kleinen, flexiblen Wärmeerzeugern

Objektbeispiel: Heizungs- und Trinkwarmwasserbereitung mit an die Projektanforderungen angepassten Produktlösungen

Der Tank-Hersteller Dehoust hat sein Werk in Nienburg um eine Lackierhalle und ein Sozialgebäude erweitert.

Platzsparend: Der „Straton L 85“-Öl-Brennwertkessel ist kompakt gebaut und fügt sich somit problemlos anstelle der alten Öl-Heizung in den bestehenden Verwaltungsbau ein.

Für die neue Lackier- und die bestehende Produktionshalle liefert die Luft/Wasser-Wärmepumpe „Aerotop T35H“ regenerative Energie, um die Anforderungen der EnEV zu erfüllen.

Um auch nachts oder bei schlechter Witterung Solarenergie zu nutzen, ist im Sozialgebäude ein Pufferspeicher „Vistron BS“ an die Solaranlage geknüpft. Die Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung wird ebenfalls über ihn versorgt.

Die neue Lackierhalle misst 1670 m² und ergänzt die bestehende Produktionshalle.

Rolf Meier, Vertriebsleiter Commercial bei der Elco GmbH, verantwortet das Großanlagengeschäft mit Key Account Organisation für Planer und Anlagenbauer.

 

Kleine Heizräume, enge Flure und Treppenhäuser sowie schmale Türen sind oft Handicap bei der Sanierung und Erweiterung von Heizungs- und Trinkwarmwasseranlagen. Vor diesem Hintergrund bieten zahlreiche Hersteller mitunter spezielle Produktlösungen an, die vor solchen Situationen kein haltmachen müssen und sich so leicht in Objekte mit speziellen Anforderungen integrieren lassen. Ein Beispiel zeigt die Sanierung und Erweiterung einer Produktionsstätte der Dehoust GmbH mit Hauptsitz in Leimen bei Heidelberg. Dabei kamen eine Solaranlage, eine Luft/Wasser-Wärmepumpe sowie Öl-Brennwertheizkesselanlagen mit Trinkwarmwasserbereitung von Elco zum Einsatz.

Das Familienunternehmen Dehoust wurde im Jahr 1958 gegründet. Seitdem hat sich der Hersteller von Tanks und Behältern aus Kunststoff und Stahl auf drei Standorte vergrößert. Ein weiterer Standort beschäftigt sich mit Betriebswasser, dazu gehören Regenwassernutzungsanlagen, Anlagen zur Aufbereitung von Grauwasser und Sicherheitstrennstationen der Kategorie 5 zur Trennung von Leitungswasser (Trinkwasser) und Betriebswasser. In der niedersächsischen Gemeinde Nienburg/Weser fertigt Dehoust Lager- und Druckbehälter aus Stahl und Edelstahl mit Maßen von bis zu 3,50 m Durchmesser und 150 m³ Volumen, beziehungsweise einem Stückgewicht bis über 25 t. Durch die Erweiterung der Niederlassung investiert das Unternehmen in die Zukunft: „Der Bau der Halle ist für Dehoust wichtig, um weiteres Wachstum zu ermöglichen und insbesondere den erhöhten Anforderungen an die Oberflächenbehandlung gerecht zu werden“, sagt Geschäftsführer Hartmut Wendt.

Neue Oberflächenbehandlungsanlagen
Ursprünglich bestand das Nienburger Werk aus einer 5000 m² großen Produktionshalle und einem Verwaltungsbau. Durch die Erweiterung kam nun eine neue Lackierhalle hinzu: Sie bietet mit 1670 m² genügend Fläche für eine Sandstrahlanlage sowie eine kombinierte Lackier- und Beschichtungsanlage. Hartmut Wendt erklärt: „Mit diesen Anlagen können wir den langlebigen Korrosionsschutz zur Werterhaltung der Behälter anbieten, den die Kunden vermehrt fordern, und nationale sowie internationale Normen für Korrosionsschutzsysteme erfüllen.“ Zusätzlich zur Lackierhalle wurde ein 180 m² großes Sozialgebäude gebaut – mit Umkleiden, Wasch- und Duschräumen für die Beschäftigten.

Geringer Energieverbrauch
Im Zuge der Erweiterung wurden auch zwei neue Heizungsanlagen geplant. Dafür arbeitete Rüdiger Thiel vom ortsansässigen Ingenieurbüro Thiel mit dem Hersteller Elco zusammen. Der Hersteller bietet europaweit komplette Heizlösungen an: Von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zu den anschließenden Serviceleistungen kommt alles aus einer Hand, wenn dies gewünscht ist.
Unter Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung EnEV 2016, entschied man sich im Falle Dehousts für zwei Systeme: Zum einen die Kombination von Solar- und Ölenergie für Sozial- sowie Verwaltungsgebäude. Zum anderen die Kopplung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe mit zwei Öl-Brennwertkesseln für die neue Lackierhalle. Zu einem späteren Zeitpunkt soll über dieses System auch die alte Produktionshalle beheizt werden.
Die Wahl von Öl als Ergänzung der regenerativen Energiequellen begründet Wendt: „Heizöl stellt eine sichere und zuverlässige Wärmeversorgung dar und wird noch Jahrzehnte verfügbar sein. Zudem ist es lagerbar, wodurch wir beim Einkauf unabhängig sind und den günstigsten Preis abpassen können. Hocheffiziente Brennwertgeräte entsprechen außerdem dem neuesten Stand der Technik und sparen bis zu 30 % Brennstoff gegenüber alten Geräten. Die Treibhausemissionen können also reduziert werden.“

Regenerativ heizen mittels Solarthermie
Das Heizungs- und Warmwasser des neuen Sozialtraktes wird hauptsächlich mithilfe einer Solaranlage erwärmt. Nur wenn die Solarenergie nicht ausreicht, übernimmt ein neuer Öl-Brennwertkessel im Verwaltungsgebäude das Heizen. Die knapp 20 m² große „Solatron“-Solarthermie Anlage von Elco mit insgesamt acht Flachkollektoren wiederum ist direkt auf dem Flachdach des Sozialtraktes installiert. „Kurze Leitungswege und ein entsprechend geringer Energieverlust sind damit garantiert“, erklärt Projektleiter Stefan Meyer vom ausführenden Betrieb Karin Göllner, Meisterbetrieb für Elektro-, Gas- und Wasserinstallation. Die Anlage ist zudem mit einem Pufferspeicher – „Vistron BS“ von Elco – kombiniert. Er sorgt dafür, dass die solare Wärme auch nachts oder bei schlechtem Wetter genutzt werden kann. Die Elco Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung für das Sozialgebäude ist ebenfalls an den Speicher gekoppelt.

Neuer Ölkessel im Bestand – dank kompakter Bauweise
Zur Ergänzung der Solarenergie wurde im Verwaltungsgebäude ein „Straton L 85“-Öl-Brennwertkessel von Elco installiert. Er versorgt das Sozialgebäude mit, sollte die Sonnenenergie nicht ausreichen. Zugleich ersetzt er die ursprüngliche, erneuerungsbedürftige Öl-Kesselanlage des Verwaltungsbaus. Mit einer Leistungsgröße von 85 kW ist der Kessel ausreichend dimensioniert, um den neuen Sozialtrakt bei Bedarf mitzuversorgen. Trotzdem hat er kompakte Maße, sodass er problemlos in den Bestand eingebracht werden konnte: „Mit 1351 mm Höhe, 780 mm Breite und 1540 mm Tiefe ist er gerade mal so groß wie ein Schrank und passt durch jede 800 mm breite Standardtür. Bereits am Kessel vorhandene Anschlüsse ermöglichen zudem eine schnelle und einfache Integration in bereits bestehende Heizsys­teme“, hebt Stefan Meyer hervor und ergänzt: „Obwohl der ‚Straton L‘ raumsparend geschaffen ist, kann der Öl-Brennwertkessel voll eingesehen werden, ist leicht zugänglich und dementsprechend einfach zu warten. Groß dimensionierte Prüf- und Reinigungsöffnungen machen das möglich.“

Regenerativ heizen mittels Luft/Wasser-Wärmepumpe
Auch bei der neuen Lackierhalle musste eine gewisse Menge an Wärmeenergie aus regenerativen Quellen stammen. Die Planer entschieden sich für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe von Elco: „Aerotop T35H“. Durch ihr korrosionsbeständiges Gehäuse ist die Pumpe vor Witterung geschützt und somit im Freien aufstellbar. Die Außeninstallation war bei diesem Projekt notwendig, da die Heizungsanlage erst zu einem relativ späten Zeitpunkt der Gebäudeplanung berücksichtigt werden konnte. Für die Speicherung überschüssiger Energie beziehungsweise für einen flexiblen Energieabruf wurde ein „Vistron B“-Pufferspeicher mit der Pumpe gekoppelt.

Energie sparen durch Kaskadenschaltung
Als weiterer Energieträger für die Beheizung der neuen Lackierhalle dient wie beim Sozialtrakt Öl. Da die bestehende Produktionshalle zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls über die Heizungsanlage geheizt werden soll, wurden zwei „Straton XL 150“-Öl-Brennwertkessel in der Lackierhalle eingeplant. Beide Hallen haben jeweils einen Wärmebedarf von 165 kW. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe liefert bei 0 °C Lufteintrittstemperatur eine Leistung von 32 kW. Die zwei Dreizug-Öl-Brennwertkessel „Straton XL“ mit je 150 kW Leistungsgröße können die noch fehlende Leistung bereitstellen. Durch die Kaskadenschaltung der beiden Kessel ist es möglich, dass der zweite Kessel erst in Betrieb genommen wird, wenn auch die Produktionshalle über die neue Anlage geheizt werden soll. So produziert das Heizungssystem keine überschüssige Energie.
Stefan Meyer: „Trotz der Bezeichnung ‚XL‘ ist auch der Dreizug-Öl-Brennwertkessel kompakt gebaut und passt durch eine 800 mm breite Standardtür. Er nimmt nur eine geringe Stellfläche von 1,1 bis 2,0 m², also maximal die Fläche eines Einzelbettes, ein und liefert bis zu 600 kW Heizleistung.“ Alle hydraulischen Anschlüsse sind platzsparend oben am Kessel angebracht und das Flammrohr sowie der zweite und dritte Abgaszug übereinander angeordnet. Aufgrund der späten Heizungsplanung waren die geringe Stellfläche und schmale Breite Voraussetzung für den Einsatz in der neuen Lackierhalle.


Bilder: Elco

www.elco.de

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Die Elco-Produktpalette bietet zahlreiche Lösungen an, die auf die oft räumlich enge Situation in Bauvorhaben abgestimmt sind. Welche Produkthighlights und -merkmale zählen dazu?
Rolf Meier: Als branchenweit einziger Hersteller bauen wir sämtliche Elco-Gaskessel mit einer Leistung bis 2 Megawatt modular. Das heißt, alle diese Kessel sind sehr einfach in Module zerlegbar und ebenso einfach wieder zusammenzubauen. Das ist ein außergewöhnlicher Vorteil, denn so können wir für unsere Kunden auch unter herausfordernden räumlichen Bedingungen hohe Heizleistungen realisieren. Häufige Anwendungen sind z. B. Dachheizzentralen in hohen Gebäuden: Hier lassen sich die einzelnen Module eines demontierten Kessels oft mit dem Aufzug in den Heizraum einbringen. Eine andere Variante sind besonders beengte Zutrittsmöglichkeiten zu den Heizräumen – wie schmale Türen, enge Flure, niedrige Decken oder viele Ecken und Stufen. Wird ein Kessel an ein solches Objekt geliefert, hilft unser Service vor Ort bei Demontage, Einbringung und Zusammenbau. In der Regel benötigen wir dafür nur vier Stunden. Für einen leichten Transport sind alle unsere Kessel außerdem auf Rollen montiert.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Serviceleis­tungen bieten Sie im Bereich der TGA-Planung an?
Rolf Meier: Die TGA-Planer werden von Elco durch unsere spezialisierten Planerberater unterstützt. Um die Planung zu vereinfachen, setzen wir diverse digitale Programme ein. Dazu zählen beispielsweise eine Auslegungssoftware, die Planungs-Webseite oder Simulationen verschiedener Anlagen mit einer „Dymola“-Software. Weitere Planungshilfen sind Parameterlisten, Elektroschemata oder Standartschemata, Hydraulikdatenbanken und Anlagenkonfiguratoren.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Inwieweit unterstützen Sie das Fachhandwerk rund um die Installation, die Inbetriebnahme oder den Kundendienst?
Rolf Meier: Der Kundenservice ist unsere Stärke und steht für uns an allerers­ter Stelle. Das Fachhandwerk wird von der Planungsphase über die Installation und Inbetriebnahme bis zur Abnahme und der weiteren Wartung betreut. Diese Dienstleis­tungen führen wir im Namen des Heizungsbauers durch. Elco bietet außerdem spezielle Wartungspakete für den Heizungsbauer mit bis zu zehn Jahren Garantie. Auf Wunsch können wir also die Fachbetriebe vor Ort mit Wartungsverträgen in ihrem Namen entlasten, sodass im Handwerk Kapazitäten für neue Projekte freiwerden. Darüber hinaus ist Elco als einziger am Markt in der Lage, auf ein bundesweit flächendeckendes Servicenetz mit mehr als 300 Mitarbeitern zuzugreifen. Unsere Experten sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. In der Regel reagieren wir noch am gleichen Tag. Im Notfall heißt das nicht nur Telefonkontakt, sondern Techniker vor Ort.

 

 

 

 


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