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Den Zeitdruck auf der Baustelle reduzieren

Bild: IKZ

 

500 000 installierte Wärmepumpen pro Jahr. Dieses Ausbauziel der letzten Bundesregierung schien Ende 2024 in weite Ferne gerückt zu sein. Doch das hat sich nun gewandelt, wie aktuelle Marktdaten zeigen. Laut Absatzstatistik wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 nämlich 40 % mehr Wärmepumpen von den Herstellern an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. In Summe sind das knapp 200 000 Stück. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2025 waren es 299 000 Geräte.

Damit ist das Ziel greifbar. Die Beliebtheitswerte dieser Heiztechnik („96 % würden sich rückblickend erneut für eine Wärmepumpe entscheiden“; Forsa-Umfrage, S. 11) legen nahe, dass die Nachfrage weiter steigt. Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag dazu leisten derzeit auch die hohen Energiepreise bei den fossilen Brennstoffen, obwohl die Strompreise nicht unbedingt niedrig sind. Sie könnten es sein, etwa durch die versprochene Senkung der Stromsteuer. Aber dafür sind andere zuständig.

Es lohnt sich an dieser Stelle noch einmal den Fokus auf die Dinge zu richten, die die Branche selbst in der Hand hat und diese Perspektive kann Mut machen. Denn damit das Fachhandwerk 500 000 Wärmepumpen pro Jahr trotz Fachkräftemangels installieren kann, müsste die Installationszeit pro Anlage deutlich sinken. Wie das gelingen kann, damit hat sich das Forschungsvorhaben „Wärmepumpen-Einbau schneller, produktiver und effizienter“ (kurz WESPE) beschäftigt, das nun abgeschlossen ist. In Berlin wurden die Ergebnisse präsentiert. Die IKZ war vor Ort und wird darüber in Ausgabe 11 und vorab auf IKZ-select.de berichten. Ab 1. Oktober geht die Plattform online. Dann können alle SHK-Fachbetriebe von den Erkenntnissen und Ergebnissen profitieren. Kostenfrei, dafür mit einem Mehrwert für die tägliche Arbeit. Der entsteht dadurch, dass Wissenschaftler und Handwerker in diesem Projekt eng und baustellennah zusammen gearbeitet haben.

Jetzt heißt es anpacken, hat es Kilian Schramm, Geschäftsführer der Hans Schramm GmbH aus München, während seiner mitreißenden Abschlusspräsentation in Berlin auf den Punkt gebracht. Er war mit seinem Betrieb einer der beteiligten Akteure aus dem Handwerk an diesem Forschungsprojekt. Gemeinsam haben sie einen Beitrag geleistet, künftig den Zeitdruck auf der Baustelle für die Monteure zu minimieren. Denn das ist aufgrund des Fachkräftemangels der Engpass, den es zu beseitigen gilt. Das Portal zeigt dafür einen Weg und wenn die Branche nun gemeinsam anpackt, dann kann sie dieses Ziel auch erreichen.

Markus Zahner
Redakteur und Journalist

 


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