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Die Heizungswasseraufbereitung im Fokus seit 20 Jahren

perma-trade präsentiert neues Produkt

perma-trade hat eine neue Generation der digitalen Befüllstation vorgestellt: „permasafe refill“ bietet zusätzlich zur Basisanwendung der Entmineralisierung auch gleich eine pH-Wert-Anpassung. Dank eines speziellen Alkalisierungsadditivs ist sichergestellt, dass nur Füllwasser mit passendem alkalischem pH-Wert nachgespeist wird. Bild: perma-trade Wassertechnik

„permaLine“ und „permasoftplus“ sind wichtige Meilensteine in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der letzten 20 Jahre. Bild: perma-trade Wassertechnik

 

Mit „permasafe refill“ präsentiert perma-trade Wassertechnik 2026 eine neue Generation der digitalen Befüllstation: Sie entmineralisiert, alkalisiert und kontrolliert das Heizungswasser – auf Wunsch auch vollautomatisch. Ab Oktober ist sie erhältlich. Die IKZ war bei der Vorstellung dabei.

Die perma-trade Wassertechnik GmbH hat Fachpartner und Medien zu diesem Termin nach Heidelberg eingeladen. Im Konferenzraum steht auf der Bühne der Star des heutigen Tages, zu Beginn noch durch ein Tuch vor allzu neugierigen Blicken verhüllt. Dr. Dietmar Ende, Leiter Forschung und Entwicklung und Sachverständiger bei perma-trade Wassertechnik für Korrosion beim Bundesverband Deutscher Sachverständiger des Handwerks (BDSH) hat die Aufgabe übernommen, die Neuentwicklung vorzustellen. Es geht um das Thema Heizungswasseraufbereitung, das wird den Zuhörern schnell klar, als er über den Haupt-Schadenstreiber für diese Anlagen spricht: Korrosion. Drei Risiken fördern die Entstehung und sie sind allesamt im Heizungswasser enthalten, wenn man es nicht aufbereitet.

Risiko eins: Salze. Je höher der Gesamtsalzgehalt des Wassers zur Befüllung der Anlage sei, desto höher sei die Konzentration der Ionen und damit die elektrische Leitfähigkeit, erläutert Dr. Dietmar Ende. Aus korrosionschemischer Sicht sollte die elektrische Leitfähigkeit des Wassers aber möglichst niedrig sein. Je größer sie sei, desto höher sei auch die mögliche Korrosionsgeschwindigkeit. Seit 2006 bietet perma-trade mit dem Produkt „permasoft“ eine patentierte Entsalzungslösung für Heizungsanlagen.

Risiko zwei: Der Sauerstoff. Je mehr Sauerstoff sich im Heizungswasser befindet, umso stärker werden Korrosionsprozesse angeheizt. Schon kleinste Mengen reichen aus, um schwerwiegende Schäden auszulösen, hebt Dr. Ende während der Produktpräsentation hervor. Die VDI-Richtlinie 2035 gibt eine Sauerstoffkonzentration von unter 0,1 mg/l als Orientierungswert an. Das Trinkwasser, das in der Regel zur Befüllung genutzt wird, enthält jedoch im Durchschnitt ca. 10 mg/l Sauerstoff. Hierfür hat perma-trade das Produkt „permasoftplus“ 2025 entwickelt, das die beiden Produkte „permasaoft“ und „OxRed“ kombiniert hat.

Risiko drei: Der pH-Wert. Dieser spielt beim Heizungswasser eine wichtige Rolle, denn zu saures Wasser – mit einem pH-Wert unter 7 – wird mittelfristig die metallischen Teile einer Heizung angreifen. „Im Heizungswasser sollte der pH-Wert daher mindestens bei 8,2 liegen.“ Wenn im System Komponenten aus Aluminium verbaut sind, darf er nicht höher als 9,0 sein. Die VDI-Richtlinie 2035 fordert entsprechend pH-Werte zwischen 8,2 und 10 bzw. bei der Verwendung von Aluminiumlegierungen zwischen 8,2 und 9,0. Hier bietet der Anbieter mit „permasoftplus mit PT-PHI“ eine Lösung zur Entmineralisierung und zur Anpassung des pH-Wertes des Anlagenwassers.

Heizungswasser aufbereiten

Neben der Korrosion drohen bis zu 30 % Energieübertragungsverluste, wenn man das Heizungswasser nicht aufbereitet. Ein wichtiges Thema also, mit dem sich der Hersteller mit Sitz in Leonberg bei Stuttgart intensiv seit 20 Jahren beschäftigt und viel in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert hat. Diese Zeit war geprägt von zahlreichen Produktentwicklungen, wie Dr. Ende bei seinem Vortrag deutlich macht. Neben den Lösungen aus der Linie „permasoft“ war ein weiterer Meilenstein die Entwicklung von „permaLine mobil“. 2014 brachte das Unternehmen dieses mobile Gerät zur Heizungswasseraufbereitung auf den Markt und wurde dafür unter anderem mit dem SHK-Award ausgezeichnet. Ohne Unterbrechung des Heizbetriebs lässt sich damit das Heizungswasser im Teilstromverfahren aufbereiten. „permaLine“ reinigt und entmineralisiert das Kreislaufwasser nach VDI-Richtline 2035 und 6044 und passt es – falls erforderlich – mit Hilfe der PT-PHI Stabilisierungspatronen auch im pH-Wert an. Es kann dabei für unterschiedliche Heizungsanlagen eingesetzt werden: Vom Einfamilienhaus bis zu großen Anlagen oder in Kühlkreisläufen. Ein weiterer Vorteil: Das verwendete Heizungswasser muss nicht abgelassen werden.

Heizungswasser nachfüllen

Nachdem die Heizungsanlage entsprechend VDI-Richtlinie 2035 befüllt oder das Wasser entsprechend aufbereitet wurde, ist es von Zeit zu Zeit notwendig, Heizungswasser nachzufüllen. Dafür hat perma-trade eine digitale Nachfüllstation entwickelt und auf den Markt gebracht. Sie stellt sicher, dass ausschließlich entmineralisiertes Wasser nachgefüllt wird. Durch den integrierten Systemtrenner wird verhindert, dass Heizungswasser zurück in die Trinkwasserinstallation gelangen kann. Damit erfüllt sie die Anforderungen der DIN EN 1717.

Eine neue Generation der digitalen Befüllstation

Als weiteren „Meilenstein der Heizungswasseraufbereitung“ präsentierte Dr. Ende an diesem Tag „permasafe refill“ als neue Generation der digitalen Befüllstationen. Sie wird voraussichtlich ab Oktober 2026 bei perma-trade erhältlich sein. Es gibt sie in vier Varianten, die beiden Standard-Varianten verfügen über Batteriebetrieb oder lassen sich über ein Netzteil betreiben. Dazu gibt es zwei vollautomatische Versionen, die über ein Magnetventil verfügen. Beide Modellvarianten sind gleich lang und „überzeugen künftig durch eine kompakte Bauweise für einen platzsparenden Einbau“.

Die Kugelhähne beschreibt Dr. Ende als „leichtgängig“, das Handrad am Druckminderer wurde vergrößert, um den Bedienkomfort zu erhöhen. „Für vereinfachte Reparaturen können die Kugelhähne, die Systemtrenner-/Druckminderer-Einheit, die Nachspeiseeinheit sowie die Elektronik jeweils separat ausgetauscht werden, was dem Fachhandwerker beim Ersatzteiltausch einiges an Zeit erspart.“ 

Über den eingebauten Druckminderer kann der eingestellte Druck konstant gehalten werden und bei abfallendem Anlagendruck kann kontrolliert mit entmineralisiertem Wasser nachgespeist werden. Im Zusammenspiel mit der „permasoft“-Entmineralisierungseinheit ermöglicht „permasafe refill“ auch eine pH-Wert-Anpassung: Dafür wurde in die Entmineralisierungseinheit ein spezielles Alkalisierungsadditiv integriert. „So wird sichergestellt, dass nur Füllwasser mit passendem alkalischem pH-Wert nachgespeist wird.“ Da die neue Befüllkombination nur entmineralisiertes und zugleich alkalisiertes Wasser nachspeist, lassen sich die Vorgaben der VDI-Richtlinie 2035 in Bezug auf den elektrischen Leitwert und den pH-Wert erfüllen.

4-Zoll-Display und Leitwert-Ampel

Auch die neue digitale Befüllstation verfügt über intelligente Elektronik. Die relevanten Daten, wie etwa die elektrische Leitfähigkeit des Füllwassers, der Volumenstrom, die Restkapazität der Entmineralisierungseinheit sowie die kumulierte Durchflussmenge wird auf einem 4-Zoll-Display angezeigt. Die Durchflussmenge wird über einen nicht resetbaren Wasserzähler angegeben. „Als besonderes Highlight darf die doppelte Kontrollfunktion mit Leitwert-Ampel gelten.“ Über einen Leitwertsensor wird erkannt, wenn die „permasoft“-Einheit erschöpft ist. „Mit der Funktion der Mengenüberwachung kann definiert werden, wie viele Liter pro Woche maximal nachgespeist werden dürfen. Wird zuviel nachgespeist, stoppt die vollautomatische Version in diesem Fall den Nachspeisevorgang automatisch, indem das Magnetventil schließt und so den Wasserfluss unterbricht“, erklärt Dr. Ende. Auch die Standard-Variante verfüge über die Funktion der Nachspeisemengen- und Kapazitätsüberwachung und biete die Möglichkeit zur Einbindung in die Gebäudeleittechnik. „Zusätzlich wird über eine Leitwertampel prägnant angezeigt, wann die Patronenkapazität erschöpft ist und ein Tausch vorgenommen werden sollte.“

Fazit: Lösungen für jede Anforderung 

Ganz gleich, ob im Ein- oder Zweifamilienhaus oder für größere Objekte: Mit der digitalen Heizungsbefüllstation „permasafe refill“ lassen sich die Vorgaben der Richtlinie VDI 2035 und der DIN EN 1717 sicher erfüllen. Je nach Anlagenvolumen und den jeweiligen Trinkwasserqualitäten vor Ort gibt es die Entmineralisierungseinheiten in verschiedenen Ausführungen und Größen. Für Großanlagen ist zudem eine Variante erhältlich, die eine Kombination aus Entsalzung und Sauerstoffzehrung bietet, und über ein entsprechendes Adapterstück an die Nachspeiseeinheit angebunden werden kann. „Die Anlagenbetreiber sind in Garantie- und Gewährleistungsfragen auf der sicheren Seite und profitieren von rundum optimalem Anlagenwasser für einen sicheren und energieeffizienten Anlagenbetrieb“, so der Hersteller.

www.perma-trade.de/shk-fachbetrieb/

 


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