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Innovationen haben Anwendernutzen im Fokus

Bosch Power Tools lädt zum Experience Day ein und gibt Einblicke in die Werkzeugentwicklung für das SHK-Handwerk

Der Akku-Schlaghammer „GSH 18V-5 Professional“ verfügt über zwei Arbeitsmodi: 100 % für harte Durchbruchanwendungen und 70 % für leichtere Arbeiten wie das Entfernen von Putzresten oder Fliesen. Anwender haben dabei den Werkzeug- und Akku-Status über die integrierte Bedienoberfläche stets im Blick. (Bosch)

BoschDie „ SDS plus/max-8C“ Meißel verfügen über ein selbstschärfendes Design, das es der Meißelspitze ermöglicht, ihre Schärfe auch bei anspruchsvollen Arbeiten beizubehalten. (Bosch)

Die Akku-Säbelsäge „Expert EXSA18V-32“ vereint Präzision, Anwenderschutz und eine hohe Leistung, die es ihr ermöglicht Arbeiten, etwa an Öltanks, Gussrohren oder Stahlprofilen, durchzuführen. Der Griff ist ergonomisch geformt. (Bosch)

Bosch hat seine Leistungsklasse Expert um drei neue Winkelschleifer erweitert. Als erster kabelloser großer Winkelschleifer mit einer 230-mm-Scheibe verfügt er über eine Leistung äquivalent zu kabelgebundenen 2700-W-Winkelschleifern. (Bosch)

Bringt italienischen Kaffeegenuss auf die Baustelle: Der akkubetriebene Espressokocher „EasyMoka 18V-2 Inox“. (Bosch)

Michael Budde ist seit 1. April Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Power Tools. Bild: Bosch

 

Neueste Produkte und Lösungen mit Informationen zur Innovationskultur aus erster Hand und die Möglichkeit, Werkzeuge und Zubehör selbst zu testen: Die IKZ war beim Experience Day vor Ort, hat die Neuheiten für das SHK-Fachhandwerk unter die Lupe genommen und spricht im Interview mit Michael Budde. Er ist seit 1. April Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Power Tools.

Werkzeuge begleiten den Fortschritt und die Entwicklung der Menschheit seit jeher. Sie sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und auch das SHK-Handwerk könnte seine vielfältigen Aufgaben ohne die zahlreichen Hilfsmittel kaum leisten. Dabei steckt auch hinter scheinbar simplen Werkzeugen eine Menge Entwicklungsarbeit. Ein Werkzeughersteller, der diese Entwicklungsarbeit tagtäglich mit Leidenschaft leistet und dafür auch die Extrameile geht, ist die Bosch Power Tools GmbH mit Sitz in Leinfelden bei Stuttgart. Das verdeutlichen auch die Zahlen: 7,9 Mrd. Euro investiert die Unternehmensgruppe jährlich in die Forschung und Entwicklung. Das Ergebnis sind über 6000 Patentanmeldungen pro Jahr.

„Unsere Mission ist: Harte Arbeit leichter gemacht“, sagt Arne Christ, Leiter Produktmanagement, beim Experience Day 2026. Er nimmt die anwesenden Fachjournalisten mit und gibt Einblicke in die Innovationspipeline bei Bosch. Denn nur weil ein entwickeltes Produkt einmal gut war, heißt es nicht, dass es nicht noch besser werden kann. Sein Kollege Florian Scherzinger, dessen Aufgabe darin besteht, komplexe Nutzerbedürfnisse in greifbare Anwendungen zu überführen, verdeutlicht das an einem alltäglichen Beispiel auf der Baustelle: Installationsarbeiten über Kopf. Die sind staubig und erfordern eine Menge Kraft. Unter anderem daran haben sie zuletzt gearbeitet und die Fachjournalisten können das Mockup dazu in den Händen halten. Der Schlagbohrer beeindruckt durch seine gerade Ausrichtung über Kopf.

Baustelle und Werkstatt jedenfalls sind für die Entwickler bei Bosch Power Tools eine Quelle der Inspiration und Innovationen gelebte Leidenschaft, das spürt man an diesem Tag: „Für uns beginnt alles beim Verwender. Wir schauen sehr genau hin, welche Anforderungen Profis auf der Baustelle heute haben und wo wir sie mit unseren Produkten konkret entlasten können“, fasst Michael Budde die Philosophie zusammen, die dahinter steht. Er ist seit dem 1. April Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Power Tools. Die IKZ sprach mit ihm unter anderem über die geplanten Neuerungen für das SHK-Handwerk (siehe Interview, S. 40).

„Maximaler Anwenderschutz“

Bei der Werkzeugentwicklung steht der Anwenderschutz im Fokus. Das wurde auch an der ersten Station während des Rundgangs deutlich. Hier stand ein Werkzeug im Fokus, das staub- und vibrationsarmes Meißeln und Schlagbohren ermöglicht. Die Rede ist vom Akku-Schlaghammer „GSH 18V-5 Professional“. Er verfügt über eine Schlagenergie von 8,5 Joule und zählt damit zu den leichtesten und kompaktesten Geräten der Fünf-Kilo-Klasse. „Seine Vibrationskontrolle minimiert Vibrationen, so ermüden die Anwender langsamer. Darüber hinaus lässt sich mit passendem Zubehör eine staubarme Baustelle schaffen“, erklärt der Mitarbeiter kurz, bevor er mit der Produktdemonstration an der Außenstation in Leinfelden fortfährt, die das Gesagte eindrucksvoll untermauert. Sowohl an das „Expert SDS Clean Set“ als auch an die Staubabsaugung „GDE max Professional“ sei der neue „M-Klasse-Sauger GAS 18V-12 MC Professional“ anschließbar.

Auch wenn der Akku-Schlaghammer erneut glänzt, im Zentrum steht bei diesem Experience Day eine andere Neuerung, ein neues Zubehör: Meißel mit „Carbide Technology“. „Die ‚Expert SDS plus/max-8C Meißel‘ sind speziell für anspruchsvolle Betonabbruchanwendungen konzipiert. Ihre Langlebigkeit basiert auf der Bosch Carbide Technology. Die Carbide Spitze, ein Schlüsselbestandteil des Meißels, besteht aus einer chemischen Verbindung robuster und widerstandsfähiger Metalle.“ Dabei verfügen sie über ein selbstschärfendes Design. So könne die Meißelspitze selbst bei anspruchsvollen Arbeiten ihre Schärfe beibehalten.

Akkutechnologie ermöglicht hohe Leistungen

Seit Januar 2026 ist sie nun erhältlich: Die Akku-Säbelsäge „Expert EXSA18V-32“. Sie vereint Präzision, Anwenderschutz und eine hohe Leistung, die sie auch braucht, um anspruchsvolle Aufgaben, etwa an Öltanks, Gussrohren oder Stahlprofilen, zu bewältigen. Hier sorgt die „Adaptive Speed-Control-Funktion“ dafür, dass das Sägeblatt zunächst beim Anschneiden langsam anläuft und sich dann zur gewünschten Hubzahl steigert. „Bei Schnitten in harten Materialien wie Metallrohren verhindert dies Schäden, die ansonsten durch unkontrollierte Bewegungen des Sägeblattes auf der Werkstoffoberfläche entstehen.“

Diese Arbeiten sind auch mit einem Verletzungsrisiko verbunden, wenn das Sägeblatt beispielsweise stecken bleibt. Dafür ist die Säge mit einer Kickback-Control-Funktion ausgestattet. Auch eine weitere Funktion sorgt für Sicherheit und erregt bei der Demonstration Aufsehen: „Die integrierte Stop-Control sorgt dafür, dass das Sägeblatt augenblicklich stoppt, sobald es aus dem Material austritt.“ Alle diese Funktionen können am Bedienfeld zu- oder abgeschaltet werden.

Bis zu 3000 Hübe/min bei einer Hublänge von 32 mm in sechs Geschwindigkeitsstufen kann die Säge abrufen. „Der Antriebsstrang nutzt das Höchstleistungsvermögen aus, das die neuen Akkus der Expert-Klasse bereitstellen, wie zum Beispiel der ‚EXBA18V-55‘ Akku.“ Er ist mit einer Kapazität von 5,5 Ah oder höher – 8,0 und 15,0 Ah – erhältlich. Diese beiden liefern sogar bis zu 2400 W Maximalleistung und ermöglichen erst diese anspruchsvollen Tätigkeiten.

Erstmals präsentiert Bosch bei diesem Experience Day auch drei Akku-Winkelschleifer aus der Expert-Klasse. Der „EXWS18V2-230P“ ist der erste kabellose große Winkelschleifer von Bosch mit einer 230-mm-Scheibe und einer hohen Leistung, die mit dem kabelgebundenen 2700-W-Modell vergleichbar ist. „Diese Leistung wird durch Biturbo Technologie erreicht. Sie umfasst einen bürstenlosen Hochleistungsmotor (2 x 18 V) und ein Antriebssystem, welche darauf ausgelegt sind, die Kraft der Akkus voll auszuschöpfen.“

Der „EXWS18V-180P“ verfügt über eine vergleichbar große Schnitttiefe und liefert eine Leistung von 1500 W. Die gleiche Leistung ruft auch der „EXWS18V-15S“ ab. Damit setze er neue Maßstäbe für kleine, kabellose Winkelschleifer, die von Profis als „überragend“ bewertet wird.

Am Ende des Rundgangs präsentierten die Verantwortliche noch ein Werkzeug, das durchaus großes Potential hat und bei keiner Frühstückspause mehr fehlen sollte: Der akku-betriebene Espressokocher „EasyMoka 18V-2 Inox“. Die mobile Kaff eemaschine verspricht authentischen italienischen Kaff eegenuss. Davon konnten sich die Teilnehmer am Experience Day überzeugen und das einhellige Fazit lautet: „Köstlich.“

www.bosch-pt.de


Nachgefragt

Michael Budde ist seit 1. April Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Power Tools. Zuvor, seit Oktober 2022, war er als Vorsitzender des Bereichsvorstands im Geschäftsbereich Mobility Electronics der Robert Bosch GmbH tätig. 1998 trat er in die Bosch-Gruppe ein. Die IKZ nutzte den Experience Day für ein kurzes Interview.

IKZ: Was macht Bosch Power Tools auf der Baustelle anders?

Michael Budde: Für uns beginnt alles beim Verwender. Wir schauen sehr genau hin, welche Anforderungen Profis auf der Baustelle heute haben und wo wir sie mit unseren Produkten konkret entlasten können. Daraus entwickeln wir aufeinander abgestimmte Lösungen, die dem Verwender Zeit, Geld und Platz sparen.

Unser Systemgedanke umfasst leistungsstarke Elektrowerkzeuge für jedes Gewerk und Messgeräte zur Vermessung und Analyse von Baustellen. Dabei legen wir großen Wert auf robuste und benutzerfreundliche Geräte. Ergänzt wird das Angebot durch abgestimmtes Zubehör, das für optimale Leistung und Langlebigkeit sorgt. Die sichere Aufbewahrung der Geräte und des Zubehörs ermöglichen wir durch passende Transport- und Aufbewahrungslösungen. Als verbindendes Element dieses Systems steht unser „Professional 18V System“, das wir in unserer markenübergreifenden „AmpShare Akku-Allianz“ auch für andere Hersteller geöffnet haben. Abgerundet wird unser Angebot durch umfangreiche Services, die unsere Anwender unterstützen. All dies ist Teil unseres Ansatzes, den Verwendern die harte Arbeit zu erleichtern und sie effizienter zu machen.

IKZ: Was verbindet Sie mit dem SHK-Fachhandwerk?

Michael Budde: Zunächst natürlich unsere Produkte, die wir bei Bosch für die SHK-Branche anbieten, von Elektrowerkzeugen über Messtechnik bis Zubehör. Dabei verfolgen wir immer den Anspruch, Profis Lösungen an die Hand zu geben, die ihren Arbeitsalltag effizienter, präziser und einfacher machen.

Aber auch persönlich habe ich einen Bezug zum Handwerk. Ich habe Maschinenbau studiert – das ist zwar technisch, macht mich aber noch nicht automatisch zu einem Handwerker. Trotzdem versuche ich zuhause, wann und wo immer es möglich ist, selbst Hand anzulegen und dabei unsere Werkzeuge einzusetzen. Dabei merkt man schnell, wie wichtig zuverlässige, leistungsstarke und intuitive Geräte im Alltag sind.

Gerade diese eigenen Erfahrungen helfen mir auch dabei, die Perspektive unserer Verwender besser zu verstehen: Worauf kommt es auf der Baustelle wirklich an? Wo kosten Abläufe unnötig Zeit oder Aufwand? Und wie können wir mit unseren Lösungen konkret unterstützen?

IKZ: Auf welche Innovationen dürfen sich die SHK-Betriebe noch freuen?

Michael Budde: Ich kann an der Stelle noch nicht alle Innovationen vorwegnehmen. Aber Sie können sich sicher sein: Wir arbeiten kontinuierlich am Ausbau unserer Akku-Plattform, dem „Professional 18V System“. Gerade haben wir das System um unsere neue Akku-Rohrschere „PRO GPC18V-32P“ ergänzt, die sogar Mehrschichtverbundrohre mühelos durchtrennt. Ebenfalls recht neu ist unsere selbstansaugende Akku-Transferpumpe „PRO GTP18V-28“, die SHK-Profis den Alltag erleichtert.

Ein wichtiger strategischer Fokus liegt auf unserer neuen Top-Leistungsklasse „Expert“. Was als Erfolgsgeschichte im Zubehörbereich begann, übertragen wir seit diesem Jahr konsequent auf unsere leistungsstärksten Elektrowerkzeuge und Messgeräte. Nehmen Sie unsere Akku-Säbelsäge „Expert EXSA18V-32“: mit dem kraftvollen Biturbo-Hochleistungsmotor trennt sie problemlos Metallrohre und sogar Stahlprofile. Die Kickback-Control-Funktion minimiert dabei die Gefahr von Verletzungen und verhindert zugleich das Verbiegen oder sogar Brechen von Sägeblättern, falls das Blatt sich verkantet. Auch bei der Messtechnik haben wir für SHK-Profis spannende Neuheiten, wie den Wandscanner „Expert D-tect18V-200-17C“ mit innovativer Bosch Radartechnologie und 3D-Bildgebungsfunktion für eine umfassende und einfach interpretierbare Wandübersicht. Noch in diesem Jahr kommt außerdem die neue Wärmebildkamera „Expert EXTC18V-650-17C“ mit großem Touch-Display auf den Markt, die neben einer äußert benutzerfreundlichen Bedienung vor allem durch ihre smarten Funktionen punkten kann. Hier setzen wir KI ein, um ein möglichst präzises und scharfes Wärmebild zu erhalten.

 


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