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Aus der Sachverständigenpraxis

Teil 18: Rekonstruktive Herleitung einer Gasexplosion

Bild 1: Völlig zerstörtes Mehrfamilienhaus nach Gasexplosion. (Diehl & Stey)

Bild 2: Bei der Rekonstruktion aus den Akten zu erkennende Position des Gaszählers, sowie der Schachtabdeckung. (Polizeiakte/KF. Westerhoff)

Bild 3: Rekonstruierte Gasleitungsführung. Von der Tankanlage durch die Außenwand in den Raum Waschküche führend. Von dort zu dem Gaszähler im Kellerflurbereich und durch die Waschküchen führend zum Heizraum. (Diehl & Stey/KF. Westerhoff)

Bild 4: Anordnung des Gaszählers oberhalb der Schachtabdeckung. (Diehl & Stey/KF. Westerhoff)

 

In einer Stadt im Sauerland kam es zu einer verheerenden Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus, die den kompletten Einsturz des Gebäudes nach sich gezogen hat. Dies war ursächlich dafür, dass es Tote sowie schwer verletzte Personen zu beklagen gab. Mit Hilfe aufwendiger Untersuchungen wurden die Ursachen ermittelt. Welche Empfehlungen können aus diesem Schadensereignis für Fachbetriebe abgeleitet werden?

Rückblick: In einem Straßenzug einer Kleinstadt im Sauerland befanden sich zwei baugleiche 6-Familenhäuser, die aus dem Erstellungszeitraum der 1950er Jahre stammten. Beide Gebäude wurden zeitgleich erstellt, hatten gleiche Grundrisse sowie eine identische Wohnraumeinteilung. Beide Häuser wurden zudem im Jahre 1999 renoviert und erhielten im Zuge der Umbauarbeiten eine Gaszentralheizung. Je ein Niedertemperaturheizkessel mit einer Leistung von 29 kW, der in einem Kellerraum des Wohnhauses installiert wurde, versorgte über eine eigene Flüssiggasanlage mit einem vor dem Gebäude aufgestellten oberirdischen 2,2-t-Tank die Wohnungen mit Wärme. Der gesamte Kellerbereich inklusive Gasinstallation und Wärmeerzeuger befand sich unter Erdgleiche.

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