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Für jeden Raum die passende Lösung

Moderne Luftauslässe vereinen Komfort, Qualität, Design und Effizienz

Kaum wahrnehmbar: In der Lernwerkstatt und Cafeteria der Maicklerschule in Fellbach sind die INDUL Schlitzauslässe in 24 mm Breite kaum wahrnehmbar oberhalb der Küchentheke platziert, in den Klassenzimmern parallel zur Fensterfront, in der Mensa schließen sie direkt mit den Holzrahmen der Fenster ab. Bild: Brigida Gonzáles

Drall-Luftdurchlässe eignen sich für Anwendungen im Komfortbereich, insbesondere bei schwierigen Randbedingungen. Etwa in großen Kantinen oder Bars (hier VEGA Grieshaber KG, Schiltach), wo viele Menschen einen hohen Luftdurchsatz und Gastrogeräte zusätzliche thermische Lasten bedeuten. Bilder: Bernhard Strauss Fotografie

Wanddurchlässe werden gern in Bürogebäuden eingesetzt (hier WGV-Versicherung, Stuttgart), die heutzutage vor allem eins sein müssen: flexibel. Bild: Kiefer Klimatechnik

Ein multifunktionales Deckensegel wie das Lichtsegel „INDUSAIL Luminous“ von Kiefer Klimatechnik vereint Flächenbeleuchtung mit Kühlung, Lüftung sowie Akustik und ist individuell erweiterbar. Bild: Kiefer Klimatechnik

Maßgefertigt für das 5-Sterne-Luxushotel „The Fontenay“, Hamburg: Quelldurchlässe mit Dekorblechabdeckung und dahinterliegender aktiver Frontplatte mit eingesetzten kreisrunden Luftführungselementen. Bild: Kiefer Klimatechnik

Das aktive Akustiksegelsystem „INDUSAIL SONIC plus“ mit integrierter Umluftkühlung wurde speziell für moderne Bürokonzepte entwickelt: Es sorgt nicht nur für konstant angenehme Raumtemperaturen, sondern auch für die optimale Lichtreflexion und Raumakustik. Bild: Gazmurifoto

Der Bodenluftdurchlass „INDULFLOOR“ von Kiefer Klimatechnik ist eine kompakte Fertiglösung für die schnelle Montage im Doppelboden. Die Besonderheit: Zuluftmenge und Luftstrahlführung lassen sich nachträglich anpassen. Eine integrierte Schalldämpfung reduziert Anlagengeräusche und Telefonieschall. Bild: Kiefer Klimatechnik

 

Im Schnitt verbringen wir mehr als 20 Stunden täglich in Innenräumen. Sehr viel Zeit davon sind wir nicht in den eigenen vier Wänden. Ob im Büro, in Kita, Schule oder Uni, beim Einkaufen, auf Behördengängen, beim Arzt oder in Kultur- und Gastronomieeinrichtungen. Dort treffen viele Menschen aufeinander, was die Anforderungen an die Raumluftqualität erheblich steigert. Gleichzeitig werden lüftungstechnische Komponenten – im Speziellen Luftauslässe als finales Bauteil der Lüftungsanlage – von vielen Architekten wortwörtlich ungern gesehen. Gefragt sind daher individuelle Lösungen, die sich sowohl funktional als auch optisch in anspruchsvolle Raumkonzepte integrieren lassen und zugleich eine langfristige und variable Raumnutzung ermöglichen.

Hierfür stehen verschiedene Varianten wie etwa Schlitz-, Wand-, Decken- sowie Boden- oder Quelldurchlässe zur Auswahl. Je nach Turbulenzgrad der Luftströmung unterscheidet man die überwiegend eingesetzte Mischlüftung (intensive Induktion von Raumluft in den Zuluftstrahl) und die turbulenzarme Verdrängungs- oder Quelllüftung. Bei der Mischlüftung befinden sich die Luftauslässe oft in der Wand oder Decke, wie etwa Schlitz- oder Drallauslässe und die Ausblasgeschwindigkeit beträgt zwischen 4 und 8 m/s. Im Gegensatz dazu strömt bei der gradlinigen Verdrängungslüftung die Zuluft gerichtet und ohne Rückströmungen über laminare Durchlässe turbulenzarm in den Raum. Sie wird bei hohen Anforderungen an die Luftqualität (z. B. in Reinräumen oder OP-Sälen) eingesetzt. Der Raum wird in einer Richtung durchströmt, häufig von oben nach unten. Im Zuge der impulsarmen Quelllüftung entsteht die Raumluftströmung überwiegend durch den ther-mischen Auftrieb.

Deckendurchlässe

Äußerst beliebt sind Schlitzdurchlässe, sie verbinden hohe Funktionalität mit Designansprüchen: Die filigranen Durchlassprofile fügen sich in jede Deckenarchitektur ein, unauffällig oder bewusst akzentuiert. Die Zuluft wird in millimeterfeine Einzelstrahlen aufgeteilt, was die Induktion im 90°-Winkel intensiviert – für eine besonders gleichmäßige Luftverteilung mit optimaler diffuser Raumluftströmung. Auf diese Weise sind hohe Temperaturdifferenzen von bis zu 14 Kelvin (K) ohne spürbaren Luftzug möglich. Gleichzeitig ergibt sich ein hohes Energieeinsparpotenzial durch die Nutzung freier Kühlung (Free Cooling).

Schlitzdurchlässe eignen sich für nahezu alle Deckenarten und sind in verschiedenen Anschlussvarianten sowie Einbaubreiten erhältlich. Sie bieten hohe Flexibilität durch nachträglich anpassbare Luftleitelemente. Typische Einsatzbereiche sind Büro- und Veranstaltungsräume, Bildungseinrichtungen, Hotels und Gastronomie sowie Kulturstätten.

Darüber hinaus eignen sich für die Deckeninstallation Drall-Luftdurchlässe. Hier strömt die Zuluft zum Beispiel fächerförmig in den Raum. Bereits kurz nach dem Auslass sind die Untertemperaturen weitestgehend abgebaut. Es entsteht eine hochturbulente Raumluftströmung, die das Verhältnis zwischen niedrigen Raumluftgeschwindigkeiten und Temperaturdifferenzen optimiert. Drall-Luftdurchlässe können in jedes Deckensystem eingebaut oder frei abgehängt werden. Aufgrund der hohen Induktionswirkung ist auch eine Sichtmontage ohne abgehängte Decke möglich, und zwar ohne Komforteinbußen.

Wand-Luftdurchlässe

Wanddurchlässe eignen sich perfekt für den Einsatz in Bürogebäuden, die heutzutage vor allem eins sein müssen: flexibel. In der Planungsphase ist meist noch unklar, ob die Bürofläche später als Einzel-, Gruppen- oder Großraumbüro oder als Besprechungsraum genutzt wird. Um die Gebäudehöhe möglichst effizient zu nutzen, wird außerdem häufig auf abgehängte Decken verzichtet und so die Geschosshöhe auf ein Minimum reduziert. Weil die Kanäle meist ohnehin im Deckenhohlraum des Flurs liegen, erfolgt die Lüftung in diesem Fall folgerichtig über die Trennwand zum Flur. Die hohe Induktionswirkung von Wand-Luftdurchlässen gewährleistet eine sehr gute Raumströmung. Eine zugfreie Durchspülung von Räumen bis zu einer Tiefe von ca. 7 m sowie ein bis zu 6-facher Raumluftwechsel sind möglich. Und dies bei einer Differenz von bis zu 8 K zwischen Zuluft- und Raumtemperatur. Dies ermöglicht sowohl die Nutzung freier Kühlung als auch ein großes Energieeinsparpotenzial. Integrierte Schalldämmpfer reduzieren sowohl die Übertragung von Anlagengeräuschen in den Raum als auch die Telefonieschallübertragung zwischen Räumen und Fluren. In modernen Gebäuden mit dichten Gebäudehüllen stellen zusätzlich schallabsorbierende Überströmelemente eine intelligente, platzsparende Lösung für die Abluftführung dar. Durch die zentrale Absaugung der Abluft in den Fluren werden weitere Abluftkanäle eingespart.

All-in-One-Lösungen

Für anspruchsvolle Bürokonzepte bieten sich multifunktionale Lösungen an, welche die Lüftung mit Kühlung, Licht und Akustik kombinieren. Diese Lösungen gewährleisten maximale Flexibilität bei der Konzeption der Bürolandschaft. So gibt es am Markt Deckensegelsysteme, die eine zugfreie Frischluftzufuhr bieten, gepaart mit komfortabler Kühlung, einer optimalen Raumausleuchtung sowie einer hohen Schallabsorption für ein angenehmes Wohlfühlklima. Solche Deckensegel verfügen etwa über eine integrierte LED-Flächenbeleuchtung, welche durch circadiane Lichtverläufe eine tageslichtnahe, blendfreie und dadurch ermüdungsarme Beleuchtung erlaubt. Je nach Ausführung lassen sie sich auch um eine Umluftkühleinheit und einen Luftanschlusskasten ergänzen: Für noch mehr Raumkomfort und eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit kann vorkonditionierte Primärluft (Frischluft) eingespeist werden – zur Einhaltung der für den Raum vorgesehenen Mindestaußenluftrate gemäß DIN EN ISO 15251.

Quell-Luftdurchlässe

Bei Quellluft-Systemen wird die Zuluft den Räumen mit geringem Impuls zugeführt. Kennzeichnend für Quelllüftungen sind niedrige Luftgeschwindigkeiten und eine sanfte Luftverteilung. Üblich sind Temperaturdifferenzen bis zu 6 K. Die zugeführte Frischluft wird gezielt in den Aufenthaltsbereich der Personen geleitet, was eine konstant hohe Luftqualität garantiert.

Quellluftdurchlässe lassen sich für den Komfortbereich im Decken, Wand-, Brüstungs- und Sockeleinbau in flacher oder gerundeter Bauform ausführen. Angesichts ihres nahezu geräuschlosen Betriebs finden sie oft Verwendung in Räumen mit hohen akustischen Anforderungen wie Konzert- oder Theatersälen, aber auch in Bibliotheken, Museen, Hörsälen oder in Konferenz- und Besprechungsräumen. Für industrielle Einsatzfälle sind Verdrängungsdurchlässe für den Heiz- und Kühlfall verfügbar.

Bodenluftauslässe

Fußbodendurchlässe führen die Zuluft von unten in den Raum ein. Je nach Einsatzzweck und Raumsituation kommen unterschiedliche Modelle zur Anwendung: von Schlitzüber Drall- bis hin zu Quellauslässen sowie mit vertikaler oder horizontaler Luftströmung. Dabei ist entscheidend, ob die Auslässe in Aufenthalts- oder Verkehrsflächen eingesetzt werden, Planer müssen hier Faktoren wie die Auftriebsströmung an Personen oder Geräten berücksichtigen. Die Luftgeschwindigkeit beträgt im Komfortbereich ab 0,2 m/s, im Industriebereich 0,4 bis 0,8 m/s. In Büros werden Bodenluftauslässe – ebenso wie Wanddurchlässe – gern aufgrund der flexiblen Raumnutzung installiert. Darüber hinaus lassen sich bei modernen Modellen Zuluftmenge und Luftstrahlführung auch nachträglich anpassen. Eine im Auslass integrierte Schalldämpfung kann Anlagengeräusche und Telefonieschall reduzieren. In Serverräumen und Rechenzentren werden Bodenluftdurchlässe häufig verwendet, um die Wärme effektiv abzuführen und eine gleichmäßige Kühlung zu gewährleisten. Zugleich unterstützen sie in Produktionshallen die gezielte Klimatisierung und Belüftung in Bereichen mit hohen thermischen Belastungen. Bodenluftauslässe sind für den Einbau in Doppelböden konzipiert – es gibt Varianten für Druckböden, den Einbau in die Senkrechte von Stufen sowie in nicht begehbaren Zonen von horizontalen oder geneigten Bodenflächen.

Autor: Jörg Kranich, Leiter Vertrieb Komponenten Kiefer Klimatechnik

www.kieferklima.de

 


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