Schütz: Flächenheizsysteme in der Sanierung historischer Bausubstanz
Im Mittelrheintal bei Boppard wurde eine historische Mühle im Zuge einer umfassenden Sanierung zu einem Wohngebäude im KfW-40-Standard entwickelt. Die ursprünglich nicht erschlossenen Gebäude wurden vollständig technisch erschlossen und mit einem Wärmekonzept ausgestattet, das auf niedrige Systemtemperaturen ausgelegt ist.
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Vorlauftemperaturen von unter 30°C. Voraussetzung dafür ist eine großflächige Wärmeübertragung durch Flächenheizsysteme, die eine gleichmäßige Temperaturverteilung ermöglichen und sich an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten anpassen lassen. Im Innenausbau kamen dazu Wandheizungsmodule von Schütz zum Einsatz. Die vorkonfektionierten Elemente bestehen aus Gipsfaserplatten mit integrierten Heizrohren und Wärmeleitkomponenten. Sie wurden auf eine vorhandene Trockenbaukonstruktion montiert und über Presskupplungen verbunden. Die Dämmung erfolgte bauseits. Ergänzend dazu wurde im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung im Schütz „Tacker“-System installiert.
Für Sanierungen mit begrenzter Aufbauhöhe stehen weitere Systemlösungen zur Verfügung. So ermöglicht das gelochte Klettvlies „PER“ in Kombination mit Klett-Systemrohren und dünnschichtigen Vergussmassen Aufbauhöhen ab etwa 17 mm. Beim Schütz „Frässystem“ werden Heizrohrkanäle in den vorhandenen Estrich eingebracht, sodass zusätzliche Aufbauhöhen vermieden werden können. Mit dem Dünnschicht-System „R50“ auf Nockenbasis lassen sich Flächenheizungen auf tragfähigen Untergründen realisieren. Das System integriert Wärme- und Trittschalldämmung. Das Trockenbausystem komme ohne Estrich aus und eigne sich aufgrund des geringen Flächengewichts insbesondere für Holzbalkendecken.
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