Werbung

Können biogenes Flüssiggas und biogenes Heizöl die Wärmewende beschleunigen?

Dr. Andreas Stücke (2.v.l.), Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Verband Flüssiggas, Dr. Kai Warnecke (Mitte), Präsident Haus & Grund Deutschland e.V., und Prof. Christian Küchen (r.), Hauptgeschäftsführer beim en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, fordern einen verstärkten Einsatz klimaschonender flüssiger und gasförmiger Energieträger bei der Wärmewende. Bild: Screenshot der Pressekonferenz / IKZ

 

Berlin. Mehr Planungssicherheit für Immobilienbesitzer und mehr Aufträge für das SHK-Fachhandwerk: Das verspricht eine Verbändeinitiative aus dem Deutschen Verband Flüssiggas, dem en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie sowie Haus & Grund Deutschland. Sie fordern eine Erneuerbaren-Quote und einen verstärkten Einsatz klimaschonender flüssiger und gasförmiger Energieträger bei der Wärmewende. Die IKZ war bei der Pressekonferenz dabei und hat nachgefragt, was diese Forderung für das SHK-Fachhandwerk bedeutet.

Um ihr Ziel zu erreichen, will die Verbändeallianz die Hersteller und Lieferanten in die Pflicht nehmen. „Mit einer Erneuerbaren-Quote für gasförmige und flüssige Energieträger verpflichten wir die Inverkehrbringer und ermöglichen so einen echten Paradigmenwechsel in der Wärmegesetzgebung“, sagte Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Verband Flüssiggas, bei der Pressekonferenz. Diese „grünen Moleküle“ – künftig enthalten im Flüssiggas und Heizöl – könnten die Einzelvorgaben bei Heizungsmodernisierungen vereinfachen. „Es wird einen Zustand friedlicher Koexistenz zwischen der Elektrifizierung der Wärmewende und unserem Angebot in Zukunft geben“, zeigte sich Dr. Stücke überzeugt.
Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer beim en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, ergänzte. „Erneuerbare Energien kämen unabhängig vom Fortschritt der Heizungsmodernisierung in den Markt. Die Klimaschutzwirkung würde in der Gesamtbilanz den bereits geltenden Vorgaben des GEG entsprechen. Wir reduzieren also nicht den Klimaschutz, sondern machen Heizungssanierungen attraktiver.“

Das bedeutet die Forderung für das SHK-Fachhandwerk

Dr. Kai Warnecke, Präsident Haus & Grund Deutschland e.V., schilderte auf Nachfrage der IKZ, was diese Initiative für das SHK-Fachhandwerk bedeuten kann: „Wenn ich diese Sicherheit habe, kann ich anfangen, wieder meine Modernisierungspläne umzusetzen und ich muss nicht mehr auf Zwischenlösungen setzen.“ Die vorherrschende abwartende Haltung vieler Immobilienbesitzer, weil die Rahmenbedingungen nicht geklärt seien, werde ebenfalls aufgebrochen.

Dieser „Zwang“ durch das GEG und dort ausgelöst durch die 65-%-Regelung, schrecke ab, so Warnecke weiter, „weil man genau weiß, das ist keine Investition in die Zukunft“. Beispielhaft nannte er den Einbau einer Hybridheizung: „Diese Dinger sind einfach teuer.“ Man habe faktisch zwei Heizungen und zwei Wartungsverträge, damit stiegen die Unterhaltskosten. Der heute vorgestellte Ansatz eröffne daher aus seiner Sicht neue Möglichkeiten: „Ich habe jetzt Planungssicherheit, ich habe einen Weg, ich steige bereits unmittelbar in die erneuerbaren Energien ein.“ Das würde dazu führen, dass man planen und investieren könne. Für das Fachhandwerk bedeute dies mehr Aufträge.


 

Heizen mit biogenem Flüssiggas bereits heute möglich

Technisch ist es bereits heute möglich, die bestehenden Anlagen mit biogenem Flüssiggas zu betreiben, ohne weitere technische Anpassungen vornehmen zu müssen. Dies liegt an denselben chemischen Eigenschaften. „Der Erneuerbare Energieträger kann in beliebig hoher Menge beigemischt werden, um die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes zu erfüllen“, erklärte Olaf Hermann, Pressesprecher beim Deutschen Verband Flüssiggas auf Anfrage der IKZ. 620 000 Haushalte heizen aktuell mit konventionellem oder biogenem Flüssiggas in Deutschland. Darüber wird die IKZ ausführlich in der Ausgabe 4-2026 berichten und unter www.ikz-select.de. Die Registrierung ist kostenfrei.

 


Artikel teilen:
Weitere Tags zu diesem Thema: