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Heizungsabgleich: spart Energie und schont das Klima

Die Software „Optimus 2026“ ermöglicht eine vereinfachte, raumweise Heizlastberechnung, einen hydraulischen Abgleich, ermittelt Einstellwerte für Thermostatventile und Heizkreispumpen und liefert Nachweise und Dokumentationen

„Optimus 2026“ unterstützt den hydraulischen Abgleich von Heizkörpern und Fußbodenheizungen und rationalisiert Abläufe bei der Bestandser-fassung, Berechnung und Dokumentation (Hottgenroth Software AG)

Mit der mobilen App und dem integrierten LiDAR-Scanner lassen sich Räume und Anlagendaten im Bestand in wenigen Minuten digital erfassen. (Hottgenroth Software AG)

Das Programm gibt alle für die Beantragung von Fördermitteln benötigten Formblätter aus, ebenso wie editierbare Stücklisten für Angebote und die Ausführung. (Hottgenroth Software AG)

 

Der hydraulische Abgleich ist ein zentraler Hebel für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im Bestand und Neubau. Mit der Software „Optimus“ und der zugehörigen App mit LiDAR-Technologie können SHK-Fachbetriebe den kompletten Abgleich rationell und normgerecht nach Verfahren B durchführen. Wir stellen den digitalen Helfer vor.

Die Herausforderungen der Energiewende und steigende Energiekosten rücken einen effizienten Betrieb von Heizungsanlagen stärker in den Fokus. Schätzungen zufolge arbeiten rund 80 % aller Heizungsanlagen in Wohngebäuden nicht optimal – weil sie nicht hydraulisch abgeglichen wurden oder sich die Randbedingungen inzwischen durch energetische Maßnahmen geändert haben. Die Folge sind unnötig hohe Energieverbräuche, Heizkosten und CO2-Emissionen. Ein hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass das erwärmte Wasser im Heizungssystem in der richtigen Menge genau dorthin fließt, wo es gebraucht wird. Durch die bedarfsgerechte Wärmeverteilung lassen sich Einsparungen beim Energieverbrauch von 5 bis 15 % realisieren. Das senkt Betriebskosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Kli-maschutz.

Den rechtlichen Rahmen bildet unter anderem das Gebäudeenergiegesetz (GEG), wonach Heizungssysteme mit Wasser als Wärmeträger nach Einbau oder Aufstellung hydraulisch abgeglichen werden müssen. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist der Abgleich nach Verfahren B zudem eine Grundvoraussetzung, um finanzielle Zuschüsse etwa für Wärmepumpen zu erhalten.

Kleiner Dreh mit großer Wirkung

Die Notwendigkeit eines hydraulischen Abgleichs resultiert aus der physikalischen Eigenschaft von Heizungswasser, das sich im Leitungsnetz stets den Weg des geringsten Widerstands sucht. Ohne Justierung werden entfernt liegende oder ungünstig positionierte Heizkörper dadurch nicht ausreichend warm, während nah am Wärmeerzeuger gelegene Räume überhitzen. Um dies zu korrigieren, muss der Volumenstrom für jeden einzelnen Heizkörper exakt auf den tatsächlichen Wärmebedarf des jeweiligen Raumes abgestimmt werden. Erreicht wird dies durch die Anpassung der Vorlauftemperatur, die Wahl der richtigen Pumpenleistung sowie die exakte Voreinstellung der Thermostatventile oder Rücklaufverschraubungen. Dabei sind die Rahmenbedingungen bei Alt- und Neubauten unterschiedlich: Im unzureichend gedämmten Altbau sind die Heizlasten hoch und die Bestandsheizkörper oftmals überdimensioniert. Hier sollte die Heizungsanlage mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden, um ein optimales Zusammenspiel mit modernen Wärmeerzeugern zu ermöglichen. Im gut gedämmten Neubau sind die Heizlasten geringer, was den Einsatz von Flächenheizungen begünstigt. Auch hier müssen die Verteiler exakt einreguliert werden. Die dafür notwendige, herkömmliche manuelle Berechnung ist zeitaufwendig und fehleranfällig. Abhilfe schafft eine softwaregestützte Berechnung, beispielsweise mit „Optimus 2026“ von Hottgenroth Software.

Schritt für Schritt zum Abgleich

Die Software für den hydraulischen Abgleich und die Heizungsoptimierung, inklusive integriertem Wärmepumpen-Check ermöglicht eine vereinfachte, raumweise Heizlastberechnung nach DIN/TS 12831-1:2020-04, einen hydraulischen Abgleich für Heizkörper- und Fußbodenheizungen, ermittelt Einstellwerte für Thermostatventile und Heizkreispumpen und liefert Nachweise und Dokumentationen für BAFA- oder KfWFörderanträge. Zusammen mit der mobilen „Optimus“-App bietet Hottgenroth Software zwei ineinandergreifende Werkzeuge für die effiziente und förderkonforme Heizungsoptimierung.

Mit der App können TGA-Planer, SHK-Handwerker oder Energieberater Gebäude-, Raum- und Anlagendaten direkt vor Ort digital erfassen. Über den Gebäudeassistenten werden zunächst Rahmendaten wie Haustyp, Baujahr und Anlagentyp eingegeben. U-Werte für Bauteile schlägt die App automatisch vor und können an die Gegebenheiten individuell angepasst werden. Eine neue Funktion ist die integrierte LiDAR-Raumerfassung. Nutzer von Apple Pro-Geräten, wie iPhone Pro oder iPad Pro ab der 12. Generation, können Räume damit in Sekundenschnelle scannen. Die Software berechnet aus den Scandaten ein dreidimensionales Raummodell, was eine zeitraubende Erfassung per Zollstock oder Laser-Distanzmessgerät erübrigt. Nach der Raumgeometrie lassen sich die wärmeführenden Bauteile und die Anlagentechnik erfassen. Anlagendaten wie die maximale Vorlauftemperatur und die Art der Wärmeverteilung für Heizkörper oder Flächenheizung werden ergänzt. Vorhandene Heizkörper werden im Detail dokumentiert. Alle aufgenommenen Daten, Notizen und Raumbilder können anschließend direkt aus der App per Cloud an die „Optimus“-Desktopversion im Betrieb exportiert werden. In der Desktop-Anwendung wird der Abgleich nach Verfahren B präzise berechnet. Als Ergebnis erhält der Anwender exakte Vorgaben für die Voreinstellung der Thermos tatventile und die Einstellwerte der Heizkreispumpen. Zudem gibt das Programm alle für die Beantragung von Fördermitteln benötigten Formblätter aus, ebenso wie editierbare Stücklisten für Angebote und die Ausführung.

Herausforderungen in der Praxis

Angesichts gesetzlicher Vorgaben und attraktiver Fördermöglichkeiten ist der hydraulische Heizungsabgleich für Planer, Fachbetriebe und Energieberater ein attraktives Geschäftsfeld. Die Praxis zeigt allerdings, dass die manuelle Erfassung und Berechnung von Bestandsanlagen aufwendig ist, Fachwissen und praktische Erfahrung voraussetzt. Eine der größten Herausforderungen ist die korrekte Erfassung von Bestandsdaten. Liegen keine Original-Baupläne vor, müssen Räume neu erfasst, verdeckte Leitungswege, Dämmstärken und Rohrnetzdimensionen geschätzt werden. Außerdem sollte vor der Berechnung immer geprüft werden, ob die installierte Heizflächenleistung ausreicht, um das Gebäude nach einer Absenkung der Systemtemperaturen – etwa für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe – ausreichend zu erwärmen. Innovative Softwarelösungen wie „Optimus 2026“ mit dem integrierten Wärmepumpen-Check unterstützen den Planer dabei, indem sie die notwendige Vorlauftemperatur für jeden Raum ermitteln, Über- oder Unterdimensionierungen aufdecken und eine wertvolle Hilfe bei der Analyse und Bewertung bestehen-der Systeme bieten.

Fazit: Der Abgleich ist Pflicht

Der hydraulische Abgleich ist eine Notwendigkeit für jede Heizungsanlage – öko-logisch und ökonomisch geradezu eine Pflicht. Digitale Werkzeuge unterstützen Verantwortliche bei der Umsetzung. Sie verändern zeitraubende analoge Prozesse grundlegend und transformieren die aufwendige, manuelle Bestandsaufnahme und Berechnung in einen zeitgemäßen, digitalen Workflow. Die smarte Gebäude-, Raum- und Anlagenerfassung sowie die automatisierte Generierung von förderkonformen Nachweisen sparen wertvolle Arbeitszeit. Mit neuen Technologien wie LiDAR und mobilen Apps lassen sich technische Anforderungen und gesetzliche Vorgaben wirtschaftlich, schnell und unkompliziert erfüllen. Gleichzeitig können Betriebe ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten: Ein Heizsystem, das optimal eingestellt ist, mehr Behaglichkeit bietet, weniger Energie verbraucht, niedrigere Betriebskosten aufweist – und die Umwelt schont.

www.hottgenroth.de


Schulungen fürs Fachhandwerk

Mit den praxisnahen Seminaren der Hottgenroth Akademie erweitern SHK-Profis ihr Know-how rund um den hydraulischen Abgleich, Heizlastberechnungen und Lüftungstechnik. Ob flexibel online, als Präsenzveranstaltung oder im intensiven zweitägigen Akademieformat – die Schulungen vermitteln aktuelles Fachwissen, praxisorientierte Anwendungen und den sicheren Umgang mit den relevanten Softwarelösungen für die TGA-Planung und Energieberatung. Ein Beispiel aus dem umfangreichen Angebot ist das Seminar „Hydraulischer Abgleich mit Optimus – Praxis trifft Effizienz“ am 05.08.2026 in Köln. Umfangreicher ist das zweitägige Seminar „TGA-Trio – Heizlast, Lüftung & hydraulischer Abgleich“, welches am 19./20.08.2026 im Seminarhotel in Weyerbusch stattfindet.

Anmeldemöglichkeit und weitere Online- und Präsenz-Seminare unter

www.hottgenroth-akademie.de

 


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