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co2online veröffentlicht Heizkostenprognose bis 2045

„Fossile Heizungen werden auch mit Bio-Treppe zur Kostenfalle“

Die Heizkostenprognose von co2online vergleicht die jährlichen Kosten unterschiedlicher Heizsysteme und zeigt: Wärmepumpen, Pellets oder Fernwärme sind günstiger als fossile Energieträger. Bild: www.co2online.de

 

Berlin. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat eine Heizkostenprognose bis 2045 veröffentlicht. Darin untersucht sie, wie sich die Kosten für fossile Energieträger, Pellets, Fernwärme oder Wärmepumpen entwickeln. SHK-Fachbetriebe können Ergebnisse für Beratungsgespräche nutzen.

„Wer heute eine neue Heizung einbaut, trifft eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre – und damit auch für die zukünftigen Energiekosten“, schreibt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online und weist darauf hin: „Das Heizen mit Gas- oder Ölheizung wird in den kommenden 20 Jahren deutlich teurer als mit klimafreundlichen Alternativen wie Wärmepumpen.“ 

Berechnung ergibt Mehrkosten von bis zu 42 000 Euro bei fossilen Energieträgern

Über einen Zeitraum von 20 Jahren entstehen laut Berechnungen der Heizkostenprognose Mehrkosten zwischen rund 31 000 Euro und bis zu 42 000 Euro im Vergleich zur Wärmepumpe, deren Gesamtkosten bei rund 24 500 Euro liegen. „Gründe sind steigende CO₂-Preise, höhere Netzkosten sowie gesetzlich vorgesehene Beimischungen von Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl.“ Denn: Die sogenannte „Bio-Treppe“ erhöhe die Kosten fossiler Heizsysteme zusätzlich. 

Fossiles Heizen verteuere sich durch die vorgesehenen Beimischungen deshalb, da Brennstoffe, wie Biomethan, Wasserstoff und Bio-Heizöl nur begrenzt verfügbar seien und entsprechend kostspielig. „Mit Biomethan steigen die Kosten einer Gasheizung auf 65 100 Euro, mit Wasserstoff auf 66 500 Euro“, so co2online. Für Bio-Heizöl liegen derzeit keine belastbaren Langfristdaten vor, es sei jedoch mit zusätzlichen Mehrkosten gegenüber klassischem Heizöl zu rechnen. Zum Vergleich: Ohne Beimischung rechnet die Prognose für eine Gasheizung mit Heizkosten von rund 55 600 Euro, für eine Ölheizung sind es rund 67 200 Euro.

Warum die Energiekosten für Wärmepumpen niedriger sind

Es gibt mehrere Gründe, warum die Energiekosten für Wärmepumpen niedriger sind: Zum einen arbeiteten sie deutlich effizienter als fossile Heizungen. So erzeugen sie aus einer Kilowattstunde Strom im Schnitt etwa vier Kilowattstunden Wärme. Gleichzeitig werde Strom zunehmend aus erneuerbaren Energien erzeugt und unterliege keinem CO₂-Preis. „Dadurch entwickeln sich die Kosten deutlich stabiler als bei fossilen Energieträgern.“ Auch Fernwärme zeige in der Prognose vergleichsweise stabile Kosten. Pelletheizungen blieben günstiger als Öl und Gas, würden langfristig aber ebenfalls teurer als Wärmepumpen.

Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online rät, beim Heizungstausch nicht nur den Fokus auf die Anschaffungskosten zu legen, sondern die Gesamtkosten über die Lebensdauer zu Grunde zu legen. Die Heizkostenprognose kann dafür eine Entscheidungshilfe bieten. Sie kritisiert, dass die aktuellen Gesetzesüberlegungen die Unsicherheiten bei Hauseigentümern verstärkten. „Das Resultat: Entscheidungsstress. Dabei stehen ausgereifte technische und wirtschaftliche Lösungen zur Verfügung, die uns unabhängig von Energieimporten machen und zudem wirklich klimafreundlich sind.“

Die Methodik der Heizkostenprognose

Für die Prognose hat co2online die Heizkosten verschiedener Systeme für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 m2 Wohnfläche bis 2045 berechnet. Grundlage waren aktuelle Daten des Heizspiegels, Energiepreisannahmen des Umweltbundesamtes und die derzeit bekannten Anforderungen des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes. „Die Berechnung bildet eine Prognose und keine Garantie für zukünftige Preise ab“, erklärt co2online. Politische Rahmenbedingungen sowie globale Entwicklungen können die tatsächliche Kostenentwicklung verändern.

www.co2online.de

 


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