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Wohnen im Badezimmer

Möbel, Armaturen, Accessoires und technische Features machen aus der Nasszelle einen gemütlichen Raum zum Wohlfühlen

Ruhe und Wohnlichkeit. Die matten, rückseitig lackierten Glasoberflächen in aktuellen Farben setzten Akzente im Bad. Die Fronten aus Sicherheitsglas sind besonders pflegeleicht. Bild: Keuco

Immer gefragt bei Kunden sind funktionale Bäder mit Accessoires für Waschtisch, WC und Dusche. Bild: Hewi

Diese Möbel bringen ein herbstliches Farbenspiel mit warmen Tönen ins Bad: Tessiner Kirschbaum oder Europäische Eiche treffen auf weiße Keramik. Bild: Duravit

Formal auf das Wesentliche reduziert, glänzen Accessoires mit glatten Chromflächen und klaren geometrischen Linien. Bild: Giese

Licht trifft Wasser, Wasser trifft Licht. Das spannende Spiel zwischen den Elementen und die typische Lampenschirmoptik bringen Wohnlichkeit ins Bad. Bild: Hansgrohe

Hier verbinden sich soft-geometrische und organische Elemente zu einem Design, das eine zeitlos-moderne Badatmosphäre schafft. Bild: Keramag

Als Unterputzlösung sind Duschsysteme ganz besonders elegant, da die komplette Technik hinter der Wand verschwindet – hier mit Handbrause und luxuriöser Kopfbrause. Bild: KWC

Berührungslose Waschtischarmaturen passen in jedes Badambiente. Sie dienen nicht nur dem Komfort, sie sorgen auch dafür, dass die glänzende Chromoberfläche frei von Fingerabdrücken und damit stets makellos bleibt. Bild: Hansa

Vera Küpper-Racke. Bild: Josef Küpper Söhne GmbH

 

Das Badezimmer erlebt eine Wandlung. Es wird wohnlicher. Hier trifft sich die Familie zu alltäglichen Ritualen, zum Entspannen und auch mal zu intimen Gesprächen. Sitzmöbel halten Einzug. Ebenso natürliche Materialien und harmonische Beleuchtung sowie persönlich programmierbare Sound- und Musikfeatures. Und Badwände verschwinden manchmal sogar ganz.

Statt Nasszelle spricht man heute vom Wohnbad. Der Trend zeichnet sich schon seit Jahren ab und entwickelt sich stetig weiter. Mehrere Aspekte spielen dabei eine Rolle. Der Wunsch nach Individualisierung, die persönliche Note und die persönlichen Bedürfnisse. Der demografische Wandel und damit der Wunsch nach einem barrierefreien Mehr-Generationenbad ist ebenfalls relevant.
Das Bad wandelt sich außerdem zum Gesundheitszentrum. Wellness, Ruhe, Spa in den eigenen Wänden, sinnliche Erlebnisse durch Regenduschen, Fitness im eigenen Bad, all das gehört dazu. Das Bad wird sowohl zum Rückzugs- und Entspannungsort, als auch zum Ort für gesellige Treffen der Familie.
Nach einer repräsentativen GfK-Befragung halten sich Menschen immer länger im Bad auf, heute im Durchschnitt 40 Minuten pro Tag. Badnutzer gehen gemäß der Konsumforscher dort nicht nur der täglichen Körperpflege nach, sondern auch weiteren Beschäftigungen. Sie lesen, hören Radio oder Musik, telefonieren und unterhalten sich mit Partner und Kindern.

Moderne Badmöbel voller Ästhetik
Badmöbel zeigen heutzutage eine enor­me Vielfalt. Sie sehen aus wie aus dem Wohnzimmer – mit Hochglanzoberflächen, eleganten Formen und edlen Materialien. Durch Form und Material bestimmen sie den Stil des Bades. Natürlichkeit ist angesagt. Möbelstücke aus Holz sind zunehmend im Bad anzutreffen, oft gepaart mit hochwertigem Chrom. So bilden sie einen gewollten Kontrast zur weißen Keramik. Aber auch Kunststoffe haben den Sprung ins hochwertige Segment der Badmöbel geschafft, da sie dank neuer Verarbeitungsmethoden eine vielfältige Formensprache und eine große Farbenvielfalt ermöglichen. Glas ist ein Werkstoff, der Farb- und Lichteffekte inszeniert. Großzügig wirkt das Badezimmer, wenn die Möbel einheitlich sind. Ein Set gibt dem Bad eine klare Linie.
Badmöbel sorgen aber nicht nur für eine wohnliche Atmosphäre, sondern auch für Ordnung. Viele kleine Gegenstände brauchen Platz und wollen untergebracht sein. In einem kleinen Badezimmer bietet sich ein Hängeschrank oder Hängeregal an. Eckregale sind ebenfalls sehr praktisch und dabei platzsparend. Regale sehen allerdings nur dann gut aus, wenn Utensilien dekorativ platziert und Handtücher ordentlich gestapelt werden. Größere Badezimmer bieten Platz für mehrere aufeinander abgestimmte Schrankelemente. Ein Hochschrank bietet viel Stauraum bei wenig Grundfläche und wirkt besonders in Badezimmern mit hoher Decke. Der klassische Spiegelschrank besticht heutzutage mit LED-Beleuchtung und beinhaltet all das, was man am Waschtisch benötigt.
Durch den Trend, Badezimmer immer wohnlicher und luxuriöser zu gestalten, sind heute in vielen Bädern auch Sitzmöbel anzutreffen. Neben dem klassischen Rollcontainer, der zusätzlich Stauraum bietet, halten Liegen und Daybed, Sessel und Designer-Stühle Einzug ins Bad. Funktionalität und Design wachsen auch bei Badmöbeln immer stärker zusammen und sorgen stilvoll für Stimmung.

Elegante Armaturen
Dem Design von Armaturen kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Denn sie sind stets ein Blickfang, veredeln den Raum. Zeitloses, elegantes Design gepaart mit hochwertiger Verarbeitung sind gefragt. Flexibel einsetzbar, modular als System- oder Einzellösung inklusive kollektions­übergreifendem Zubehör: Armaturen passen in jede Stilwelt – von der Jugendstilvilla bis hin zum modernen Stadtapartment.
Die Wasserspender gibt es nicht nur in Chrom. Oberflächen sind poliert oder gebürstet und z. B. auch in Goldoptik, Rot-Gold, Black Chrome, Nickel oder Bronze erhältlich. Nicht nur das Aussehen ist entscheidend. Vor allem sollen Armaturen bequem handhabbar sein. Eine gewünschte Wassertemperatur will man nicht mehr selbst regeln müssen. Durch einen persönlichen Code per Knopfdruck kann die individuelle Wunschtemperatur gleich da sein. Selbsterklärender Bedienkomfort und angenehme Haptik zeichnen Qualitätsarmaturen aus. Für mehr Wohnlichkeit im Bad sorgen Duschköpfe, die in magisches Licht getaucht sind und Wasser und Licht verschmelzen lassen.

Accessoires, die schönen Extras
Badaccessoires geben dem Raum die persönliche Note und haben eine erhebliche Wirkung auf den Gesamteindruck. Für die Gestaltung bedeutet das auch hier ästhetische und zugleich funktionale Produkte. Accessoires helfen, die täglichen Abläufe einfacher zu bewältigen. Ob Seifenspender oder Schale, Körbe, Kästchen und Zahnputzbecher, Haken und Handtuchhalter oder Ablagefächer – Kleinigkeiten finden so ihren Platz. Das schafft nicht nur Ordnung, sondern verleiht jedem Bad ein gewisses Flair.
Elegantes Design steht im Fokus. Materialien wie Chrom, Spiegel- oder eingefärbtes Glas sehen edel aus und lassen sich gut in verschiedene Stilwelten integrieren. Warme Materialien wie Teppiche und Badtextilien bringen frische Farben ins Bad und schaffen durch den Mix mit Holz und Chrom eine einladende und kommunikative Atmosphäre. Bilder verleihen dem Bad eine Persönlichkeit und tragen zum Wohlfühlen bei.

Lichteffekte und andere elektronische Extras
Licht ist essenziell für das Wohlbefinden in Räumen. Das gilt natürlich auch fürs Bad. Je nach Tageszeit und Stimmung exis­tieren unterschiedliche Anforderungen. Morgens kaltes Licht zum Aufwachen, besonders helles zum Schminken und abends warmes zum Entspannen in der Badewanne. Für ein gut durchdachtes Konzept sind mehrere Lichtquellen notwendig, z. B. eine Kombination aus Decken-, Wand- und Pendelleuchten sowie eine besondere Ausleuchtung des Spiegels.
Kleine Revolutionen sind die Techniken, die Wasser, Licht, Duft, Klang, auch Audio und Video zusammenbringen. Sie schaffen Emotionen. So kann man unterschiedliche Wasserauslaufstellen mit Licht- und Duftszenarien kombinieren. Das Duscherlebnis lässt sich durch Lichteffekt mit LED-Beleuchtung und Musik aus Nasslautsprechern steigern. Zunehmend beliebt sind beispielsweise auch Schnittstellen für Smartphones und Tablets am Schminktisch, um die eigene digitale Musiksammlung erklingen zu lassen.

Das Raumkonzept verändert sich
Die Neuausrichtung des Bades hin zum Wohnraum erfordert ein verändertes Raumkonzept. In Neubauten bekommt das Bad mehr Platz als früher. Aber auch in Altbauten werden bei Renovierungen die Bäder beispielsweise durch das Zusammenlegen von Abstellraum, Bad und getrenntem WC größer. Waschtische oder Badewannen ziehen jetzt beispielsweise mitten ins Bad und verändern das Ambiente. Denn durch die Trockenbauelemente sind die Zeiten vorbei, in denen sich Waschbecken, Badewanne und Co. brav an der Wand entlang aufreihen mussten.
Damit große Bäder aber wohnlich wirken, müssen die Räume gut aufgeteilt werden. WC und Bidet sind außer Sichtweite, z. B. in einer separaten Nische direkt am Fenster, bestens platziert. Verschiedenfarbige Wände setzen ebenfalls Akzente. Und, wie schon beschrieben, bringen die richtigen Möbel, Armaturen und Accessoires Behaglichkeit ins Bad.
Die strikte Trennung des Badezimmers als abgegrenzter Raum wird bei neuen Hausplanungen mitunter aufgebrochen. Da steht die Wanne im Schlafzimmer oder der Waschtisch und die Dusche sind wie offene Küchen ins Raumkonzept integriert. Ein fließender Übergang von Wohn- und Schlafraum gewinnt an Bedeutung. Das WC bleibt aber private Zone und wird in einem abgegrenzten Raum vom Geselligkeitsprinzip ausgeschlossen.

Fazit
Moden kommen und gehen. Doch der Trend zur Wohnlichkeit im Bad wird wohl nicht schon morgen wieder passé sein. Das Bad als Erlebnisraum wird vermutlich eine Aufwertung erfahren. Hier gibt es so viele Möglichkeiten und Lösungen, dass jeder mit seinem individuellen Geschmack bes­tens bedient werden kann. Offene Konzepte spielen momentan nur eine kleine Rolle. Inwieweit dieser Trend anhält oder weiter wächst, werden die nächsten Jahre erst noch zeigen.

Autorin: Angela Kanders, freie Journalistin

Nachgefragt

Das Handwerksunternehmen Josef Küpper Söhne GmbH in Bonn hat sich dem modernen Bad verschrieben. Firmenchef Peter Küpper und sein Team haben sich zum Ziel gesetzt, den Kunden mit optimaler Planung und Gestaltung einen privaten Rückzugsort zu schaffen. Vera Küpper-Racke leitet den Badverkauf und stellte sich den Fragen von Angela Kanders.


IKZ-HAUSTECHNIK: Sie werben damit, Ihren Kunden das Traumbad zu erfüllen. Wovon träumen denn Ihre Kunden?
Vera Küpper-Racke: Sie träumen von bodengleichen Duschen, und zwar unabhängig vom Alter. Außerdem von Regenkopfbrausen und von viel Stauraum für ihre Utensilien, damit alles griffbereit ist, aber auch ordentlich aussieht.
IKZ-HAUSTECHNIK: Im Trend liegen wohnliche Badezimmer. Wie wird das Ambiente wohnlich?
Vera Küpper-Racke: Das gewünschte Ambiente erreicht man durch das richtige Zusammenspiel von Einrichtung und Beleuchtung. Licht schafft eine kühle, funktionale oder eine gemütliche Atmosphäre. Es macht sehr viel aus, wenn man ein Bad z. B. in leichtes rosé oder gelb taucht. Allerdings fehlt häufig noch die Wertschätzung dafür, so meine Erfahrung.
IKZ-HAUSTECHNIK: Glaubt man Architekten und der Industrie, so wird die strikte Trennung des Badezimmers als abgegrenzter Raum zunehmend aufgebrochen? Was ist Ihre Meinung, welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Vera Küpper-Racke: Da wir ausschließlich in Bestandsimmobilien arbeiten und somit Renovierungen durchführen, ist das in der Regel nicht unser Thema. Aber natürlich bekomme ich viel mit. Ich habe das Gefühl, dass Architekten solche Raumkonzepte möchten, Kunden aber eher verhalten sind. Viele meiner Kunden kommen von Reisen und möchten Badelemente für ihr Zuhause, die sie in den Hotels gesehen haben. Wenn aber zwischen Bad und Schlafzimmer im Hotel kein Sichtschutz war, so finden das die meisten meiner Kunden nicht so toll. 
IKZ-HAUSTECHNIK: Gibt es vielleicht auch Probleme grundsätzlicher Art, z. B. mit Feuchtigkeit, die gegen eine Aufhebung der Trennung sprechen?
Vera Küpper-Racke: Feuchtigkeit ist kein so großes Problem. Das lässt sich mit einer entsprechenden Belüftung regeln. Eine viel größere Problematik sehe ich hinsichtlich der Raumtemperatur. Denn beim Baden und Duschen möchte man es muckelig warm haben, im Schlafzimmer aber in der Regel eher kühl. Das verträgt sich nicht. Natürlich kann man die Regelung der Raumtemperatur in zwei Zonen teilen. In der Praxis ist das aber doch eher schwierig umzusetzen.
IKZ-HAUSTECHNIK: Welche nachhaltigen Entwicklungen sehen Sie, außer dem Badezimmer mit Wohncharakter?
Vera Küpper-Racke: Menschen legen Wert auf Qualität und pflegeleichte Materialien. Wenn sie den Mehrwert sehen, sind sie gern bereit, mehr Geld auszugeben. Statt Duschabtrennungen mit Ecken und Kanten beispielsweise, die man mit der Zeit nicht mehr sauber bekommt, bevorzugen sie lieber rahmenlose Modelle. Sie sind teurer, lassen sich aber problemlos reinigen und sehen noch nach 15 Jahren wunderschön aus.
Stark nachgefragt werden auch Dusch-WCs mit Bidetfunktion und spülrandlose WCs. Ich bin fest davon überzeugt, dass in drei bis vier Jahren WCs mit Spülrand ausgedient haben. Diese sind kaum teurer und dabei wesentlich pflegeleichter. Auch frei stehende Wannen liegen im Trend. Und was ebenfalls immer mehr kommt, sind Entertainmentprodukte fürs Bad wie ein integriertes Radio oder eine Docking-Station.
IKZ-HAUSTECHNIK: Das ist interessant. An der Beleuchtung wird gespart, aber Kosten für Unterhaltungselektronik scheut der Kunde nicht?
Vera Küpper-Racke: Die Badsanierung als solche treiben meistens die Frauen voran. Die Unterhaltungselektronik ist eher ein typisches Männerthema und oftmals der einzige Wunsch, den der Mann mit einbringt.

 

 

 


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