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Punkt oder Linie?

Duschrinnen und Bodenabläufe fürs Bad: Hersteller bieten Vielfalt und flexible Lösungen

Der Trend zu bodengleichen Duschen ist ungebrochen. Doch jede Baustelle – ob Neubau oder Sanierung – ist anders und verlangt eigene Lösungen. Bild: Viega

Die „Dallflex“-Systemfamilie (Dallmer): Die Duschrinnen aus Edelstahl gibt es nun auch mit zusätzlicher PVD-Beschichtung in den Trendfarben Anthrazit, Rotgold und Messing. Bild: Dallmer

Die extraflachen „Point E65“, „Point E70“ und „Point E90“ bietet Kermi Duschboards für den Renovierungsbereich an – erhältlich mit integriertem Punkt- oder Rinnenablauf. Bild: Kermi

Die dreiseitige Aufkantung der maßgefertigten Duschrinne vom Typ „Elix“ (Richard Brink) ermöglicht einen in die Nische eingepassten Anschluss über die gesamte Länge der Wand. Bild: Richard Brink

Schön versteckt: Der Bodenablauf (Geberit) fällt mit dem 80 x 80 mm großen Rost nicht sonderlich auf. Bild: Geberit

Das System „Compact“ von MEPA verlagert die Duschrinne in die Wand. Die Abdeckblende gibt es wahlweise in Edelstahl und zum individuellen Befliesen wie Wand oder Boden. Bild: MEPA

 

Entwässerungslösungen für die Gestaltung von Duschen können wirkungsvolle Akzente setzen – oder unauffällig daherkommen. Ob als Punktlauf, dezente Linie oder mit Designrost aus Edelstahl, eine Abdeckung aus Glas oder Fliese – dies ist meist eine Frage des Geschmacks. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind garantiert stolperfrei.

Ideale Integration in die Badarchitektur
Duschrinnen und Bodenabläufe spielen im ganzheitlichen Design eine wichtige Rolle. Duschrinnen lassen sich an der Wand, parallel zur Duschabtrennung oder im Raum platzieren. In Duschen mit Wandabläufen sorgt eine befliesbare Blende für ein durchgängiges Design, die den Ablauf fast unsichtbar werden lässt, z. B. „Cleanline“ von Geberit.
Edelstahlroste gibt es zudem in vielen Designs, z. B. mit Loch- oder Linienmuster. Neben klassischen Varianten in matt oder poliert, sind sie auch in Trendfarben erhältlich. Bei Dallmer sind es Anthrazit, Rotgold und Messing. Manche Anwendungsfälle erfordern auch individuelle Lösungen. Doch auch das ist kein Problem. Beispielsweise durch millimetergenaue Längenmaße sowie Wandaufkantungen kann eine Duschrinne an die jeweilige Einbausituation angepasst werden. Zählt man die angebotenen Farben, Längen und Variationen zusammen, ergeben sich schnell über hundert Möglichkeiten für die Gestaltung bodengleicher Duschbereiche – nur eines einzigen Anbieters.

Langlebigkeit und einfache Reinigung
Edelstahl ist bei Duschrinnen und Bodenabläufen beliebt. Die Gründe sind vielfältig. Die Oberflächen sind glatt, hart und langlebig. Sie benötigen daher keine zusätzlichen Schutzschichten. Edelstahl verträgt zudem Reinigungs- und Desinfektionsmittel gut. Seine Oberfläche trocknet rasch ab.
Eine Neuheit in Sachen Ablauf bietet Dallmer mit seiner „Dallflex“-Familie. Das traditionsreiche Familienunternehmen hat ein System entwickelt, bei dem Ablaufgehäuse und Duschrinne getrennt sind. Durch den herausnehmbaren Geruchsverschluss sei das gesamte System leicht zu reinigen und besonders hygienisch, sagt Dallmer. Daneben biete es Fachhandwerkern eine große Auswahl und Flexibilität für Sanierungen und Neubau durch die Möglichkeit des Ablängens, sodass die Rinne passgenau in die Duschfläche integriert werden könne.

Spot on für die große Show
Zu den faszinierenden Komponenten der Badgestaltung gehören besondere Lichtakzente, die auch in Verbindung mit Dusch­rin­nen im Angebot sind. Eingetaucht in magisches Licht kann die tägliche Körperhygiene zu einer Lichtperformance werden. Die Duschrinnen scheinen automatisch, sobald ausreichend Wasser in die Rinne läuft. Bei Kessel heißt der beleuchtete Wandablauf „Scada“, bei ACO trägt die Duschrinne den Namen „Shower­drain“. Energiesparende LED-Module lassen sich auch noch nachträglich mit wenigen Handgriffen unter dem Rost mittels Fixierstiften befestigen.

Gefälle und Ablaufleistung
Während bei Punktabläufen ein vierseitiges Bodengefälle erforderlich ist, ermöglicht die Linienentwässerung ein einseitiges Gefälle. Damit ist es beispielsweise wesentlich einfacher, großformatige Fliesen einzusetzen. In der Praxis haben sich Gefälle zwischen 1,5 und 2 % als ein guter Kompromiss zwischen Ablaufleistung sowie Rutsch- und Rollstuhlsicherheit bewährt. Manche Duschrinnen, etwa die „Showerdrain“ von ACO, bieten zusätzlich die Möglichkeit, durch mehrere Abläufe innerhalb der Rinne die Ablaufleis­tung zu erhöhen.

Montage leicht gemacht
Hochwertige Duschrinnen bieten Handwerkern einen schnellen und sicheren Einbau. Gleichzeitig sind sie so einfach zu warten und pflegen. Vormontierte Rinnen sowie Duschsysteme bzw. Duschboards erleichtern die Arbeit auf Baustellen, wie Markenhersteller zeigen.
Die „Showerdrain E+“ zum Beispiel verbindet nach Aussage des Herstellers ACO den schnellen und sicheren Einbau sowie hohe Ansprüche an Design und Pflege. Die vormontierte Rinne umfasst neben der werkzeuglosen Höhenverstellung eine werksseitig angebrachte Dichtmanschette für eine sichere Anbindung an den Fliesenbelag. Darüber hinaus schützt der vollverschweißte Ablauf den Bodenaufbau vor eindringendem Wasser.
Kermi bietet mit den Serien „Point E65“, „Line E 70“ und „Point E90“ drei extra flache Komplettduschboards mit integriertem Punkt- bzw. Rinnenablauf für den Renovierungsbereich an. Besonderheit ist der bereits werksseitig eingedichtete Ablauf. Das bedeute kürzere Montagezeiten und eine einfachere Installation für den Fachhandwerker, sagt Kermi.
MEPA verweist auf das Wand-Dusch­rin­nen-System „Compact“. Zu den Hauptkomponenten gehört das höhenverstellbare, zweiteilige Vorwandmontagesystem „Varivit“. Es trägt nach Aussage des Unternehmens allen Montagesituationen in der Vorwandinstallation Rechnung. Wie bei anderen Vorwandelementen sind auch hier die Fußstützen „in einem sehr großen Bereich“ – von 0 bis 240 mm – höhenverstellbar. Wichtige Bestandteile der Wand-Duschrinne sind ein Wand-Rinnenkörper mit umlaufendem Dichtanschlussflansch, ein Bodenablauf mit waagerechtem Abgang und eine Abdeckblende.
Eine Hilfe hinsichtlich der neuen Normenreihe für Abdichtungen von Bauwerken kommt von Kaldewei. Mit den Dichtungssets „Bodeneben“ und „Flex“ bietet das Unternehmen zwei Lösungen, mit denen Fachhandwerker „in jedem Fall auf der sicheren Seite sind“. Diese Dichtungssysteme würden sich einfach verarbeiten und sicher in die übrige Badezimmerabdichtung einbinden lassen.

Fazit
Für Bauherren, Planer und Fachhandwerk stehen somit Produkte für jede Anforderung bereit: von Hotel, Wellness bis Spa, privatem und öffentlichem Wohnungsbau für den Einsatz in Krankenhäuser und im Pflegebereich sowie in Schwimm- und Sportstätten. Die Vielfalt der Sortimente hält für alle Herausforderungen und gestalterischen Ansprüche Lösungen parat – vom Brand- und Schallschutz bis hin zu edlen Designs.

Autorin: Angela Kanders, freie Journalistin

 


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