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Immer im Kreis herum

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Heizungs-, Solar- und Zirkulationspumpe

Heizungsumwälzpumpe „Alpha2“ mit selbsttätiger AutoAdapt-Regelung.

Hocheffiziente Solarpumpe „Alpha Solar“ mit PWM-Eingang.

Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpe „Comfort BU/BXU“ mit integriertem digitalen Timer.

 

Jede Anlage in der technischen Gebäudeausrüstung braucht eine Pumpe. Sie fördert das entsprechende Medium dorthin, wo es gebraucht wird: Zur Fußbodenheizung, zur Waschtischarmatur oder zum Solarkollektor auf dem Dach. Die einzelnen Pumpen haben Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

Heizungsumwälzpumpen

Heizungsumwälzpumpen sorgen dafür, dass das Heizungswasser vom Wärmeerzeuger (Kessel) zum Verbraucher (Heizkörper, Fußbodenheizung) fließt und abgekühlt wieder zurückkommt, um neu erwärmt zu werden. Je mehr Wärme gebraucht wird, desto schneller muss die Pumpe das Heizungswasser umwälzen.

Solarpumpen

Bei Solarwärmeanlagen (Solarthermie) wandeln Kollektoren auf dem Dach Sonnenstrahlung in Wärmeenergie um. Die Solarpumpe treibt einen geschlossenen Kreislauf mit Solarflüssigkeit an, der die Wärme von den Kollektoren zu einem Puffer- oder Warmwasserspeicher transportiert. Je mehr Wärme auf dem Dach produziert wird, desto mehr muss die Pumpe fördern.

Zirkulationspumpen

Bei der Trinkwarmwasserzirkulation geht es darum, dass bei Bedarf möglichst sofort warmes Wasser zur Verfügung steht. Denn wenn kein Warmwasser entnommen wird, steht das Wasser in der Leitung und kühlt ab. Der erste Schwall aus der Dusche ist dann kalt. Ein zusätzlicher Zirkulationskreis mit Pumpe sorgt dafür, dass das Warmwasser zirkuliert und somit kein kaltes Wasser in der Leitung steht.

Was haben die Pumpen gemeinsam?

Konstruktion und Hydraulik sind weitgehend gleich. Für den normalen Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern handelt es sich um kleinere Kreiselpumpen in Nassläuferbauweise. Das heißt, der bewegliche Teil des Motors (Rotor) dreht sich mit Antriebswelle und Laufrad im geförderten Medium (Wasser bzw. Solarflüssigkeit).

Auch bei der Motorisierung gibt es keine großen grundlegenden Unterschiede. Stand der Technik sind hocheffiziente Gleichstrommotoren im Inneren, deren Drehzahl sich elektronisch regeln lässt. Angeschlossen werden die Pumpen an das übliche 230-V-Wechselstromnetz.

Unterschiede beim Material

Heizungspumpen haben meist ein Graugussgehäuse, das gegen Korrosion geschützt ist, beispielsweise durch eine Kataphoresebeschichtung (eine bestimmte Art von Tauchlackierung).

Solarpumpen müssen außer dem beständig gegen das Frostschutzmittel Glykol sein, das in der Solarflüssigkeit enthalten ist. Das sind aber auch höherwertige Heizungspumpen, deswegen gibt es hier in der Praxis kaum Unterschiede.

Zirkulationspumpen dagegen kommen direkt mit Trinkwasser in Berührung und unterliegen deswegen der Trinkwasserverordnung. Diese regelt unter anderem, welche Materialien trinkwasserhygienisch geeignet sind und verwendet werden dürfen. Deswegen besteht das Gehäuse bei Zirkulationspumpen aus lebensmittel-unbedenklichem Messing oder aus rostfreiem Edelstahl.

Unterschiede bei Konstruktion und Motorleistung

Die Temperaturen in Solarkreisen sind deutlich höher als in Heizungs- oder Warmwasserkreisen. Motor und Elektronik von Solarpumpen müssen Umgebungstemperaturen bis zu 70 Grad aushalten. Deswegen haben Solarpumpen eine aufwendigere Kühlung im Gehäuse und sind entsprechend größer.

Auch bei der Motorleistung gibt es Unterschiede. Solarkreise haben zwar meist ein kleineres Volumen als Heizungskreise, aber die Rohrleitungen führen in Schleifen durch die Kollektoren, das heißt der Rohrwiderstand ist größer. Deswegen brauchen Solarkreise meist Pumpen mit etwas höherer Förderhöhe.

Unterschiede bei der Regelung

Die größten Unterschiede gibt es bei der Regelung. Heizungsumwälzpumpen werden „intern“ geregelt. Abhängig vom eingestellten Differenz-, Konstant- oder Proportionaldruck bestimmt die Elektronik der Pumpe die Drehzahl und damit den Förderstrom.

Bei Solarpumpen regelt der Regler der Solaranlage die Pumpe. Abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Speicher sendet er ein sogenanntes Pulsweitenmodulations-Signal (PWM-Signal), das die Drehzahl der Pumpe bestimmt. Dafür brauchen Solarpumpen einen PWM-Eingang.

Zirkulationspumpen sollen möglichst nur zu Tageszeiten laufen, in denen auch Warmwasser gebraucht wird. Deswegen wird der Betrieb oft mit einer Zeitschaltuhr gesteuert. Sie schaltet die Pumpe zu festen Zeiten ein, beispielsweise morgens und abends. Der Timer kann extern, aber auch in die Pumpe oder in der Kesselregelung integriert sein. Außer dem gibt es Modelle, die Wasserentnahmemuster erkennen und damit den Pumpenbetrieb selbsttätig flexibel steuern.

Quelle: Grundfos

Bilder: Grundfos

www.grundfos.de

 


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