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Selbstlernender hydraulischer Abgleich

Blossom-ic stellt innovative Lösung für den Abgleich der Volumenströme einer Heizungsanlage vor. Das System verzichtet auf Berechnungs- und hydraulische Montagearbeiten – ein Novum

Die Heizkörperthermostate „Avalon Combo+“, „Avalon+“ und „Avalon“ sorgen in Verbindung mit einem Gateway für den automatischen und dynamischen hydraulischen Abgleich. Bild: Blossom-ic

Touchpad-Technologie, Bewegungssensoren und modernes Design versprechen eine einfache und intuitive Bedienung. Bild: Blossom-ic

Reinhard Schramm, Geschäftsführer von Blossom-ic. Bild: Blossom-ic

 

Ob Neubau oder Kesseltausch – ein hydraulischer Abgleich des Heizungssystems ist für den effizienten Betrieb der Anlage unverzichtbar. Gerade im Bestand ist der Abgleich der Volumenströme aber alles andere als trivial, erfordert er doch eine sorgfältige Bestandsaufnahme und die Berechnung des Rohrleitungsnetzes. Die neue Heizkörperregelungsserie „Avalon“ von Blossom-ic verringert diesen Aufwand. Die Smart-Home-Lösung ermöglicht einen automatischen hydraulischen Abgleich des Rohrsystems auch im Bestand – und dass ohne Eingriff in die Anlagenhydraulik.

Eine Nachrüstung neuer Thermostatventile erübrigt sich damit, ebenso die zeit­intensive Berechnung des Wärmebedarfs für die spätere Einstellung der Volumenströme. Lediglich neue Thermostatköpfe und eine zentrale Steuereinheit müssen installiert werden, fasst das Memminger Unternehmen1) die wesentlichen Vorteile zusammen. Das System erlaubt dem Vernehmen nach die Ansteuerung von bis zu 20 Thermostaten je System. Die Reichweite im Gebäude wird mit bis zu 50 m angegeben. Mit einem speziellen Raumthermostat könnten außerdem bis zu zehn Heizkörperstellantriebe gesteuert werden, beispielsweise für einen großen Raum mit mehreren Heizkörpern.

IT-Kenntnisse nicht notwendig
Der wohl größte Vorteil: Fachhandwerker sollen zur Installation der Thermostate keinerlei IT-Kenntnisse benötigen. Auch sei ein Eingriff in das bestehende Rohrnetz und in die Hydraulik nicht notwendig, unter der Voraussetzung, dass bereits Thermostatventile installiert sind. Dann muss weder die Heizungsanlage entleert, noch anschließend wieder befüllt werden. Dazu der Hersteller: „Lediglich das Gateway muss angeschlossen, daraufhin die Heizkörperthermostate angebracht und anschließend auf dem Gateway registriert werden. Sobald dies geschehen ist, gleicht das System die Heizungsanlage selbstlernend hydraulisch ab.“ Grundlage sei ein intelligenter Algorithmus, heißt es in einem Zertifikat des TÜV Rheinland, der das System geprüft hat.
Die vollständige Systemfunktionalität sei im Home-Bereich autark vom Internet. Bei Anschluss des Gateways an einen Router sollen sich alle Einstellungen zusätzlich per Smartphone vornehmen lassen. Jeder Thermostat sei zudem mit einem Bewegungssensor ausgestattet. Dieser ergänze die individuellen Heizzeiten: Sobald niemand im Raum ist, regele das System die Temperatur runter.

Thermostate sind BAFA-förderfähig
Für den Installateur ebenfalls gut zu wissen: Die Thermostate sind BAFA-förderfähig. Endkunden können 30 % der Nettoinvestitionskosten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erhalten. Die Antragstellung erfolgt online in zwei Schritten:

  1. Vor Maßnahmenbeginn müssen sich Kunden online registrieren. Sie erhalten dann eine elektronische Eingangsbestätigung mit persönlicher Registriernummer. Mit der Realisierung der Maßnahme kann dann begonnen werden.
  2. Nach Umsetzung der Maßnahme und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung werden die für die Antragstellung relevanten Daten im Online-Portal eingegeben und an das BAFA übermittelt.


Details zum Prozedere gibt es unter www.bafa.de, Suchwort Heizungsoptimierung.

www.blossomic.de

1) Kontakt: Blossom-ic GmbH & Co. KG,
Oberer Buxheimer Weg 60, 87700 Memmingen,
Tel.: 08331 756 965 80, Fax: - 756 965 81,
E-Mail: info@Blossomic.de

 

 

Nachgefragt
IKZ-HAUSTECHNIK: Das System wurde erstmals auf der IFH/Intherm in Nürnberg vorgestellt, war aber damals noch nicht lieferbar. Ist die Verfügbarkeit heute gewährleistet und über welche Kanäle läuft der Vertrieb?
Reinhard Schramm: Das System wurde bereits von etlichen Händlern eingelagert und ist verfügbar. Weitere Einlagerungen stehen bevor. Der Vertrieb läuft dreistufig und damit über den Großhandel.

IKZ-HAUSTECHNIK: Bislang lassen sich mit dem zentralen Gateway maximal 20 Thermostatköpfe ansteuern. Damit ist der Einsatz auf den Ein- bzw. Zweifamilienhausbereich beschränkt. Ist angedacht, das System zu erweitern?
Reinhard Schramm: Die Aussage gilt nur für das Standard Gateway GT 100. Selbstverständlich können aber auch größere Projekte in Verbindung mit dem Gateway GT 100 und unserem Building Management Tool realisiert werden. Hier stehen wir kompetent mit unserem Vertriebsteam und Produktmanagement für Lösungen zur Verfügung.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das System dürfte für so manchen etablierten Hersteller interessant sein. Könnten Sie sich vorstellen, es als OEM anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen? Oder werden Sie es exklusiv und unter eigener Marke vertreiben?
Reinhard Schramm: Blossom-ic wird das System unter eigenem Namen mit eigenem Vertrieb über unsere lagerhaltenden Großhändler vermarkten und im Markt etablieren. Es handelt sich hier um eine technisch ausgereifte, fortschrittliche Entwicklung, welche jedem Installateur mit sehr geringem Aufwand einen gewaltigen Nutzen bringt.

IKZ-HAUSTECHNIK:
Für den Techniker dürfte es interessant sein, zu erfahren, wie der hydraulische Abgleich ohne den Eingriff ins Rohrsystem überhaupt funktioniert? Eine Anpassung der Volumenströme ist mit alten, ungeregelten Ventilen kaum realisierbar.
Reinhard Schramm: Es handelt sich hier um ein neues Verfahren für den automatischen dynamischen hydraulischen Abgleich. Die automatische und permanente Berechnung sowie Kommunikation zwischen dem Gateway und den Thermostaten passen die Volumenströme dynamisch und ständig an.

 

 

 

 


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