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Problemlöser für ein ganzes Bergdorf

Statt vieler dezentraler Einheiten sorgt eine zentrale Kalkschutzanlage in Großarl für zufriedene Gäste und Hoteliers

Blick auf das idyllische Großarl.

Alois Hettegger Senior hat als einer der ersten Sanitärinstallateure in Österreich die Kalkschutzanlagen von WATERCryst verbaut. Das ist bereits 17 Jahre her.

Manfred Berger ist Hausmeister im Nesslerhof und betreut die Technik des Hotels in Großarl. Im Bild schraubt er gerade den Testabschnitt im Wasserleitungssystem auf, um das Rohrsegment herauszunehmen.

Lorenz Ammerer (l.) und Alexander Piesche inspizieren einen Wärmeübertrager auf Kalkrückstände. Resultat: alles sauber.

Das Wasserhäuschen der Wassergenossenschaft Unterberg. Eine BIOCAT-Anlage vom Typ „KS 7,5D“ versorgt zentral die Häuser und Hotels der 56 Genossenschaftsmitglieder.

Der Johanneshof im Winter: Das Familienhotel benötigt pro Jahr über 3000 m³ Wasser und hatte seit der Erschließung der kalkhaltigen Quellen Probleme mit den Leitungen und Armaturen.

WATERCryst-Vertriebsleiter Alexander Piesche.

 

Die Bergwelt der Alpen ist rau. Und hart sind die Winter dort. Damit kommen die Bergbewohner gut zurecht. Hartes Wasser aber wollen sie nicht. Da war guter Rat gefragt in Österreichs Großarl, wo das Trinkwasser mit durchschnittlich 22 °dH einen enormen Kalkgehalt aufweist. Die Wassergenossenschaft Unterberg in dem österreichischen Bergdorf beschäftigte sich lange mit der Problematik – und entschied sich letztendlich für eine zentrale Kalkschutz-Lösung.

Zahlreiche Bewohner in Großarl sind Mitglieder einer Wassergenossenschaft und versorgen sich aus eigenen Quellen. „Prima Bergwasser ist das. Als aber 2013 eine dritte Quelle erschlossen worden war, hatten wir Probleme mit Kalk“, erzählt Wasserwart Lorenz Ammerer, der Obmann der Wassergenossenschaft Unterberg. Die neu hinzugekommene Quelle war so kalkhaltig, dass selbst der Verschnitt mit den anderen Quellen zu Wasser mit einer hohen Kalkkonzentration führte. Viele der Genossenschaftsmitglieder betreiben Hotels. Technik und Armaturen litten zusehends unter dem kalkhaltigen Trinkwasser.

Installateur mit Weitblick
Glück für die Großarler Wassergenossenschaft war, dass ein einheimischer Installationsbetrieb bereits Erfahrungen mit Kalkschutzanlagen gesammelt und somit eine Lösung des Problems parat hatte. Denn Seniorchef Alois Hettegger ist ein Pionier, was den Kalkschutz angeht. Er ist einer der allerersten Sanitärinstallateure, die eine BIOCAT-Anlage von WATERCryst in Österreich verbaut haben. „Das ist bestimmt schon 17 Jahre her“, erinnert sich der Großarler, dem inzwischen sein Sohn, der ebenfalls Alois heißt, das Tagesgeschäft im Familienbetrieb abgenommen hat. Was der Seniorchef vor 17 Jahren begonnen hat, führt der Junior mit Überzeugung weiter: „Überall dort, wo wir BIOCAT verbaut haben, gibt es mit Kalk keine Probleme.“ Deshalb lag der Vorschlag der Hetteggers auf der Hand, als die Wassergenossenschaft nach einer Lösung für ihr Problem anfragte.
„Ich war skeptisch, als die Anlage vom Installationsbetrieb vorgeschlagen wurde“, gibt Wasserwart Ammerer unumwunden zu. Schließlich überzeugten ihn die Argumente: Kalkschutz ohne Chemie und das Granulat im Gerät muss nur alle fünf Jahre ausgetauscht werden.

Eine große Kalkschutzanlage statt vieler kleiner
Statt vieler dezentraler Anlagen hatten WATERCryst-Vertriebsleiter Alexander Piesche, Installateur Hettegger und die Wassergenossenschaft schon früh die Idee geboren, die Kalkschutzanlage an zentraler Verteilstelle zu installieren, um die Versorgung mit täglich rund 750 000 l Trinkwasser sicherzustellen. Die Anlage wurde direkt im Wasserhäuschen am Hochbehälter angeschlossen und versorgt seither die Häuser und Hotels der 56 Genossenschaftsmitglieder.

Ein Biohof und sein Leitungswasser
Ein Genossenschaftsmitglied ist die Familie Laireiter. Sie betreibt den Johanneshof in Großarl. Die Hoteliers legen größten Wert auf Nachhaltigkeit. Die Natur ist ihr Kapital. Und die Lebensmittel für die Versorgung ihrer Hotelgäste sollen keine weiten Wege zurücklegen. Wo immer möglich, kaufen die beiden regional ein und bieten Bioqualität an. Dieses Konzept beinhaltet auch das Bergquellwasser. Im Johanneshof kommt es direkt aus der Leitung. Sandra Laireiter erinnert sich an die ersten Gäste, die das Wasser probierten, als die BIOCAT-Anlage ihre Arbeit aufgenommen hatte. „Uns selbst war es auch schon aufgefallen. Aber als auch unsere Gäste unser Leitungswasser lobten, war uns klar: Unser Wasser passt perfekt zu unserer nachhaltigen Bioeinstellung.“ Kalk und Mineralstoffe werden nicht herausgefiltert, sondern bleiben dem Wasser erhalten. Damit verändert sich auch der besondere Geschmack nicht.
Wie das Hotel Johanneshof wird auch der Nesslerhof mit seinen 62 Zimmern mit dem Wasser der Genossenschaft Unterberg versorgt. Hotelier Hermann Neu­degger blickt zurück: „Wir haben 2011 neu gebaut. Ein Jahr später bereits hatte die Installationstechnik enorm gelitten. Die Wärmetauscher waren verkalkt, genauso wie die Duschköpfe in den Bädern. Und bei den Waschmaschinen hatten wir Probleme mit der Wasserzufuhr.“
Die Hoteliers sind zufrieden mit ihrer Kalkschutz-Lösung. Schließlich benötigen sie einiges vom kostbaren Nass: Der Johanneshof benötigt pro Jahr über 3000 m³ Wasser; Im Nesslerhof werden inklusive Sauna, Wellness und Schwimmbad knapp 16 000 m³ verbraucht. Da spielen die Kos­ten natürlich eine entscheidende Rolle. Die Betriebskosten für die Kalkschutzanlage rechnet Ammerer als Wasserobmann durch: „Da wir eine zentrale Anlage nutzen können, kommen wir auf 10 % der Anschaffungskosten, die wir mit Einzelanlagen in jedem Haus hätten.“ Ammerer beziffert die Betriebskosten auf rund 4000 Euro/Jahr. Bei einem Gesamtwasserverbrauch von rund 51 000 m³ kommen auf 100 m³ Wasser knapp 8 Euro Betriebskos­ten. Für ein mittleres Hotel mit 30 Zimmern bedeutet dies Mehrkosten in Höhe von 260 Euro jährlich. „Ein verhältnismäßig geringer finanzieller Aufwand für wirksamen Kalkschutz“, findet auch Laireiter.

Text und Bilder: WATERCryst Wassertechnik

www.watercryst.de

Nachgefragt
IKZ-Fachplaner: Statt vieler dezentraler Anlagen setzt die Wassergenossenschaft in Großarl auf eine zentrale Kalkschutzanlage. War es die erste Anlage ihrer Art?
Alexander Piesche: Ja, in der Tat war es die erste Anlage dieser Art, aber sicher nicht die letzte. Wir haben bereits einige Anfragen von Wasserversorgern vorliegen.

IKZ-Fachplaner:
Wo liegen die Vorteile?
Alexander Piesche: Der große Vorteil unseres Kalkschutzsystems ist, dass wir das Wasser nicht verändern. Wir nehmen nichts raus, wir fügen nichts hinzu. Zum anderen spricht für den zentralen Ansatz, dass die Investitions- und Betriebskosten deutlich günstiger sind als bei dezentraler Versorgung der über 50 angeschlossenen Wassergenossenschaften. Zudem muss bei der Anlage nur alle fünf Jahre das Granulat getauscht werden.

IKZ-Fachplaner:
Gibt es auch Einschränkungen?
Alexander Piesche: Die BIOCAT ist nicht geeignet für die Versorgung von Geräten, die ein vordefiniertes „technisches Wasser“ benötigen, also beispielsweise Industriespülmaschinen oder Dampfgarer. Hier müssten bei sehr hartem Wasser beispielsweise klassische Ionenaustauscher-Anlagen eingesetzt werden.

IKZ-Fachplaner:
Der Nachteil einer zentralen Anlage ist, dass bei einem Anlagenausfall gleich alle Wasserbezieher betroffen sind. Gibt es eine Art Notfallplan für den Fall der Fälle?
Alexander Piesche: Einen Notfallplan braucht es nicht. Sollte es zu einem Geräteausfall kommen, wäre die Wasserversorgung weiter gesichert. Die angeschlossenen Haushalte würden dann mit dem vom Versorger gelieferten, also unbehandelten, Wasser versorgt. Nach spätestens 48 Stunden wäre der Kundendienst vor Ort und würde die Störung beseitigen.

IKZ-Fachplaner: Welche Parameter sind bei der Planung zu berücksichtigen und in welcher Form leistet WATERCryst Unterstützung?
Alexander Piesche: Grundlage der Auslegung sind Parameter wie der Wasserverbrauch bei Altanlagen oder bei Neubauten die Anzahl der Nutzer oder sons­tigen Wasserverbrauchseinrichtungen. Ebenso die Nutzungsbedingungen wie Gleichzeitigkeitsfaktoren oder der zur Verfügung stehende Versorgungsdruck. Planung, Auslegung und Konfiguration erfolgen auf Basis dieser Angaben durch unsere Planungsabteilung.

 

 

 

 


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