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Prestigeobjekt statt Schandfleck

In Lünen ist aus einem Betonklotz ein Wohngebäude mit Gewerbeeinheiten entstanden. Wohnungsstationen übernehmen die dezentrale Raumheizung und Warmwasserbereitung

Tiefgreifende bauliche Maßnahmen verwandelten das ehemalige Kaufhaus in Lünen in ein Mietwohnobjekt – direkt am Marktplatz und neben dem Rathaus gelegen.

Pro Einheit übernimmt eine Wohnungsstation die Wärmeversorgung und Trinkwassererwärmung. Unterhalb der Wohnungsstation befindet sich der Heizkreisverteiler. Die Technik verbirgt sich in einem Verteilerschrank, der wiederum im Wandschrank der Garderobe platziert ist.

 

Zehn Jahre lang erregte ein leerstehendes Geschäftshaus in Lünen (NRW) die Gemüter der Bevölkerung. Aus dem einstigen Betonklotz ist mittlerweile ein Wohngebäude mit 24 barrierearmen Mietwohnungen und sechs Gewerbeeinheiten entstanden. Für die Wärmeverteilung und Warmwasserversorgung wurde auf Dezentralität gesetzt.

Die Architekten der Uding Projektmanagement GmbH aus Lünen standen vor der Mammutaufgabe, aus einem „Schandfleck“ ein attraktives Wohngebäude mit Dienstleistung und Einzelhandel zu planen. Der Bauverein zu Lünen – eine genossenschaftliche Unternehmensgruppe – nahm sich des Großvorhabens an und realisierte nach den Plänen der Projektentwickler den millionenschweren Umbau. Fast drei Jahre haben der Teilabbruch, die Kernsanierung, die Neugliederung, die Aufstockung und der Innenausbau des ehemaligen Kaufhauses gedauert. Das Ergebnis: Vier Etagen umfasst das Gebäude, das Wohnen und Einkaufen auf 8000 m2 Bruttogeschossfläche miteinander verbindet. Im Erdgeschoss gibt es Einkaufsmöglichkeiten, ein Café, ein Restaurant und ein Geldinstitut. In den Obergeschossen wird der Raum für Wohneinheiten genutzt, die Grundflächen betragen zwischen 50 und 120 m2.

Warmwasserentnahme mit kurzen Leitungswegen
Zur Verbesserung der Energieeffizienz erfolgte die Revitalisierung nach EnEV 2014. Bei der Wärmeverteilung und Warmwasserversorgung setzte der Bauverein auf Dezentralität. Als Lösung kamen Wohnungsstationen von AEG Haustechnik zum Einsatz, um eine dezentrale Warmwasserentnahme mit kurzen Leitungswegen sowie einer individuell regelbaren Wärmeversorgung zu gewährleisten. Die Kompaktstationen bestehen im Kern aus einem Plattenwärmeübertrager, einem Temperaturregler mit Verbrühschutz und dem Differenzdruckregler, der für die Wärmeverteilung sorgt. Eine Verbrauchserfassung, die vom Wasser- bzw. Energieversorger digital ausgelesen werden kann, ergänzt die wesentlichen Komponenten im Gerät.

Pufferspeicher zwischengeschaltet
Auch nach dem Umbau wird der Gebäudekomplex monovalent aus dem Fernwärmenetz der Stadt Lünen versorgt. Zur Optimierung der Wärmeentnahme und für die Abdeckung von Spitzenlasten ist an der Fernwärme-Übergabestation ein Pufferspeicher zwischengeschaltet. Mit Vorlauftemperaturen von rund 65 °C wird das Wasser zu den Wohnungsstationen geführt. In jeder der 24 Wohn- und 10 Gewerbeeinheiten ist eine Wohnungsstation installiert.
Auch zur Warmwasserbereitung nutzt die Wohnungsstation die Wärme aus dem Heizungsnetz. Bedarfsgerecht wird das kalte Trinkwasser über den Plattenwärmeübertrager der Wohnungsstation geführt und im Durchfluss erwärmt. „Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, eine Bevorratung von Trinkwarmwasser in mehrgeschossigen Bauten zu vermeiden“, sagt Carsten Unterberg, Prokurist und Leiter Technik beim Bauverein zu Lünen.

Modularer Aufbau für leichte Wartung
Bei der Installation der Wohnungsstationen haben mehrere Faktoren den Bauverein überzeugt, darunter auch, dass lediglich drei Leitungen (Vorlauf Heizkreis, Rücklauf Heizkreis und Trinkkaltwasser) notwendig waren. Weitere Vorteile laut der Unternehmensgruppe: die werkseitige Vorfertigung und der modulare Aufbau der Geräte. Sämtliche Anschlüsse lassen sich im Wartungsfall über die Kugelhähne absperren.
Zur Technik der AEG-Wohnungsstationen gehört auch ein TFS-Regler. Das Thermo-Fluid-System reagiert bei Temperaturschwankungen der Heizzentrale oder Volumenstromänderungen und hält so die Warmwassertemperatur konstant. „Es kommt zu keinen unnötigen Kaltwasservorläufen“, teilt der Hersteller mit. Die Systemeinheit wurde unauffällig in einem Wandeinbau-Verteilerschrank installiert. Versteckt ist dieser in einem Garderobenschrank.

Bilder: AEG Haustechnik

www.aeg-haustechnik.de

www.bauverein.de

 

 

 


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