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Barrierefrei, pflegetauglich und smart

Die Fachmesse GET Nord informiert über das Bad der Zukunft.

Die GET Nord öffnet vom 22. bis 24. November 2018 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress ihre Tore. Bild: HMC / Michael Zapf

Die Sonderschau „Smart Living im E-Haus“ präsentiert vernetzte Gebäudetechnik zum Anfassen. In diesem Jahr präsentiert sich das 100 m² große Modellhaus in einer neuen Version. Die Schwerpunkte liegen besonders im Bereich des Datenschutzes und der -sicherheit. Bild: HMC / Michael Zapf

Michael Arfmann, Projektleiter der GET Nord. Bild: HMC

 

Das Bad von morgen bietet für alle Generationen bestmöglichen Komfort bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Sicherheit. Intelligent vernetzte Raffinessen sorgen zusätzlich für Bequemlichkeit: Die Bandbreite reicht vom mitdenkenden Spiegel, der Gesundheitstipps gibt, bis zum Dusch-WC, das sich per Smartphone steuern lässt. Wer wissen möchte, wie das Bad der Zukunft funktioniert, sollte die diesjährige GET Nord besuchen, die vom 22. bis 24. November 2018 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress stattfindet.

Mit dem Bad der Zukunft greift die GET Nord ein Thema auf, das den Deutschen unter den Nägeln brennt: Laut der im September 2017 veröffentlichten, repräsentativen Studie „Die Deutschen und ihre Bäder“ des forsa-Instituts sind rund 12 Mio. Bundesbürger unzufrieden mit ihrer Badsituation. 85 % finden ihr Badezimmer zu klein, 49 % erachten es als renovierungsbedürftig und für 33 % ist es nicht altersgerecht. Die Ergebnisse verwundern nicht, denn die Durchschnittsgröße eines Badezimmers mit WC beträgt in Deutschland gerade einmal 9 m². Außerdem sind hierzulande rund 18 Mio. Bäder knapp 20 Jahre alt und müssen modernisiert werden. Weitere 2 Mio. warten sogar seit 30 Jahren auf eine Sanierung. Hinzu kommt die steigende Zahl Pflegebedürftiger, die nach Expertenschätzung im Jahr 2030 bei 3,5 Mio. liegen wird. Sollen sie in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben, müssen Mio. Bäder nicht nur altersgerecht, sondern pflegetauglich umgebaut werden. Auf die SHK-Betriebe kommt in den nächsten Jahren also einiges an Arbeit zu.

Sanitärprodukte mit Smart-Home-Elementen

Wie das Bad zum vernetzten Gesundheitsstandort mit Wellness-Faktor wird, zeigen auf der GET Nord mehr als 30 Hersteller von Sanitärprodukten: Dazu gehören die zukunftsweisenden Bad-Landschaften von Grohe, Geberit, Hansgrohe und Kaldewei, in die vielfach Smart-Home-Elemente integriert sind – etwa Sensoren zur intelligenten Wassersteuerung oder zum Ablesen des Wasserverbrauchs in Echtzeit – und die gleichzeitig Maßstäbe für das Zusammenspiel von Design, Komfort und Funktionalität setzen. Zu den Highlights von Hüppe zählt die barrierefreie Duschfläche „EasyFlat“, die kürzlich mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet wurde. Unter dem Motto „Grenzenlos“ stellt außerdem Kermi seine Neuheiten aus dem Bereich Duschdesign vor. Kludi wiederum bietet mit seiner Serie „Medi Care“ Armaturen mit sogenanntem „HotStop“, wobei es sich um eine Heißwassersperre bei 38 °C handelt, die Verbrühungen vorbeugt. Zu weiteren Inspirationen für generationsübergreifende Bäder laden darüber hinaus Ideal Standard und Tece ein. Mit BWT und Grünbeck sind zudem Spezialisten auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung vertreten.

Gewerkeübergreifende Zusammenarbeit ist notwendig

Ein weiteres Zukunftsthema für das SHK-Handwerk, mit dem sich die GET Nord beschäftigt, ist die notwendige Zusammenarbeit mit anderen Gewerken angesichts der zunehmenden Komplexität von Bauvorhaben. Insbesondere die enge Kooperation mit dem Elektrohandwerk steht im Fokus, da Sanitärprodukte und Gebäudetechnik immer mehr miteinander verschmelzen. Wie breit das Spektrum an Apps, Sensoren und vernetzten Geräten bereits ist, die zur Steigerung von Komfort und Sicherheit in Badezimmern zum Einsatz kommen, zeigen die präsentierten Herstellerlösungen eindrucksvoll. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) geht davon aus, dass ihr Anteil weiter steigen wird und damit auch die Anforderungen an ein entsprechendes Know-how für eine fachgerechte Planung und Umsetzung höher werden, weshalb smarte Technologien und autonome Gebäudetechnik zu den Hauptthemenfeldern der Digitalen Agenda des Branchenverbandes gehören.

Eine enge Abstimmung zwischen den Gewerken, die an der Bad-Errichtung oder -Sanierung beteiligt sind, ist für ein erfolgreiches Bauvorhaben zwingend erforderlich. Dabei gibt über die Hälfte der Hausbesitzer gerne mehr für hochwertige Produkte aus, wenn auch der Service stimmt, wie eine repräsentative forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017 zu den Erfahrungen von Hausbesitzern mit Handwerkern belegt.

Blick über den eigenen Tellerrand

Neben dem Besuch des Forums der Fachverbände des SHK-Handwerks (Halle B2.EG), die die norddeutschen SHK-Fachbetriebe über moderne Vertriebskonzepte und Marketingstrategien für den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts informieren, lohnt sich ein Abstecher zu anderen Verbänden, zum Beispiel dem Treffpunkt E-Handwerk (Halle B4.OG), wo sich die Vertretungen des Elektrohandwerks aus Hamburg, Niedersachsen/Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an einem Gemeinschaftsstand präsentieren und über Kooperationsmöglichkeiten mit dem E-Handwerk Auskunft geben. Verbunden mit einem inspirierenden Rundgang durch das E-Haus, wo unter anderem das vernetzte Bad der Zukunft live erlebt werden kann, dürfte einer Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Disziplinen danach nichts mehr im Weg stehen.

www.get-nord.de

GET Nord in Kürze

Die GET Nord vereint die Bereiche Elektro, Sanitär, Heizung und Klima unter einem Dach. Auf 60 000 m² präsentieren vom 22. bis 24. November 2018 rund 550 Aussteller aus 14 Nationen ihre Produkte und Lösungen in den Bereichen Sanitärtechnik, Gebäudesystemtechnik und -ausstattung, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien sowie Energiemanagement.

 

 

 

Rahmenprogramm

Wie in den vergangenen Jahren gibt es auf der GET Nord ein umfangreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Sonderschauen, Wettbewerben und Fachforen. Ein Auszug aus dem Angebot.

Planungs-Forum – Halle B1.OG/B2.OG

Im Fokus stehen u. a. die Themen Building Information Modeling (BIM), Smart Home sowie aktuelle Branchenlösungen und -entwicklungen für das Handwerk, Fachplaner, Fachleute der Wohnungswirtschaft und den Handel.

Marktplatz der Klempnerei – Halle B3.OG

Die Innung SHK Hamburg inszeniert eine „lebendige Werkstatt“, die die Vielfalt und Möglichkeiten des Handwerks aufzeigen soll. Gleichzeitig will der Marktplatz eine Kommunikationsplattform für Fachbesucher und Aussteller sein.

Deutsche Meisterschaft der Anlagenmechaniker SHK – Halle B3.OG

Das Messegelände ist zum zweiten Mal der Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften der Anlagenmechaniker SHK. Die Auszubildenden, die zuvor Sieger auf der Landesebene waren, müssen bei diesem Bundeswettbewerb erneut vor einer Jury ihr Können zeigen. Bundessieger wird derjenige, der unter Wettkampfbedingungen die verschiedenen Aufgaben bestmöglich gelöst hat. Besucher können bei diesem Wettkampf live dabei sein.

Energieeffizienz – Halle B4.OG

Die Sonderschau „Smart Living im E-Haus“ ist ein Beispiel für vernetzte Gebäudetechnik auf der Basistechnologie KNX. Integriert ist auch eine Datenplattform, die es erlaubt, Energieangebote und -bedarfe zwischen Geräten auszutauschen. Außerdem wurde ein Sprachassistenzsystem im E-Haus implementiert.

Technik-Park – Halle B3.OG/B4.OG

Im Technik-Park können Auszubildende ihre Fertigkeiten testen. Insgesamt sechs verschiedene Aufgaben aus dem Spektrum des Anlagenmechanikers und des Klempners können gelöst werden. Wie in den vergangenen Jahren winkt ein Hauptgewinn, der unter allen Teilnehmern am Ende der Messe verlost wird.

 

Nachgefragt

IKZ-HAUSTECHNIK: SHK-Fachhandwerker und TGA-Planer können die GET Nord in diesem Jahr kostenfrei besuchen. Finanziert wird das über die beteiligten Aussteller, die Fachverbände und den Großhandel. Wie kommen die Fachleute an die Tickets – und können auch für Mitarbeiter Eintrittskarten geordert werden?

Michael Arfmann: Der gesamte Elektro- und SHK-Großhandel wurde mit über 100 000 Gutscheinen ausgestattet, die einen kostenfreien Eintritt in die GET Nord ermöglichen. Der einzelne Gutschein hat einen eigenen Zugangscode für zwei Personen. Damit kann der Gutscheinempfänger jeweils auch eine Begleitperson (z. B. den Partner oder einen Kunden) kostenfrei in die GET Nord mitnehmen. Vorab muss lediglich online eine kurze Registrierung durchgeführt werden. Alternativ kann die Registrierung auch vor Ort an den PC-Straßen in den Eingangsbereichen erfolgen.

Unsere Aussteller haben ebenfalls die Möglichkeit, Besucher-Einladungscodes zu bestellen, um diese an ihre Kunden zu verschicken. Diese Einladungen werden auf unserer Website, nach einer kurzen Registrierung, freigeschaltet. Der Zutritt zur Messe ist auch in diesem Fall kostenfrei, sowohl für den Besucher, aber auch für den Aussteller.

Dann gibt es noch die Partner-Gutscheine, die die fachlichen Träger (Elektro- und SHK-Verbände) erhalten. Der Ablauf dieser Tickets verläuft nach dem gleichen obigen Verfahren.Auszubildende kommen i. d. R. im Klassenverbund. Hier registriert sich nur der Fachlehrer und erhält dann vor Ort für seine Schüler die entsprechende Anzahl an Freitickets.

Für alle sonstigen Besucher ist die Veranstaltung kostenpflichtig. Hierfür bieten wir das sogenannte e-Ticket an. Ohne lästige Wartezeit an den Kassen können die Besucher das Tages-Ticket für 15,- Euro online kaufen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Gibt es spezielle Angebote für die Anreise zur Messe?

Michael Arfmann: Auch in diesem Jahr bieten wir für unsere Besucher wieder kostenloses Parken auf dem Parkplatz Braun an der A7 (Abfahrt Volkspark; Schnackenburgallee) inklusive kostenfreiem Busshuttle zum Gelände der Hamburg Messe an. Dieser Service erfreut sich großer Beliebtheit.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das Angebotsspektrum der GET Nord ist aufgrund der Verzahnung von Elektro und Sanitär, Heizung, Klima enorm. Der Besucher hat überdies die Gelegenheit, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Wie aber plane ich den Messebesuch möglichst effizient?

Michael Arfmann: Für die Planung des Messebesuchs bieten wir verschiedene Möglichkeiten. Fachbesucher können nicht nur direkt am eigenen PC planen, sondern sich auch mobil mit der messeeigenen App vorbereiten. Diese ist rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn verfügbar. Hier finden sie den Geländeplan, das Ausstellerverzeichnis sowie alles rund um das Rahmenprogramm und den Service. Die App verfügt darüber hinaus über einen interaktiven Hallenplan und ein Produkt- und Markenverzeichnis. Besonders praktisch: Es können direkt Terminanfragen gestellt werden. Sämtliche Informationen sind auch stets offline abrufbar, wir bieten unseren Besuchern zusätzlich kostenfreies WLAN auf dem gesamten Messegelände.

Einen guten Überblick gibt auch der GET Nord-Katalog, der kurz vor Messebeginn erhältlich ist und kostenlos ausgegeben wird. Die Besucher finden hier das kompakte Ausstellerverzeichnis, Hallenpläne mit Ausstellerfirmen sowie das Produkt- und Markenverzeichnis in Papierform.

 

 

 

 

 


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