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Abwärmenutzung für Lagerhalle und Ladezone

Eine Industrie- und Freiflächenheizung von Roth nutzt die Prozessabwärme von Spritzguss­maschinen

Die Freiflächenheizung auf Basis von Abwärmenutzung gewährleistet im Winter eisfreie und komfortable Verladevorgänge. Bild: Roth Werke

Die Industrieflächenheizung in der Logistikhalle von Roth Plastic Technology in Wolfgruben nutzt die Abwärme aus der Spritzgussfertigung des Kunststoffverarbeiters. Bild: Roth Werke

Das Unternehmen Roth Plastic Technology in Wolfgruben. Die Beheizung der Lagerhalle erfolgt über eine Industrieflächenheizung. Eine Freiflächenheizung hält die überdachte Verlade­zone und weitere Außenflächen eisfrei. Bild: Roth Werke

Einer von mehreren Heizkreisverteilern in der Lagerhalle. Die Beheizung der Halle erfolgt über 130 Heizkreise. Bild: Roth Werke

Die Logistikhalle in Wolfgruben kurz nach der Inbetriebnahme bei der Befüllung der ­Lagerregale. Bild: Roth Werke

Das fünfschichtige Systemrohr „Duopex S5“ wird in einem Durchgang produziert. Wie Roth hervorhebt, ist das Rohr einem rauen Baustellenalltag gewachsen. Bild: Roth Werke

 

Eine Freiflächenheizung in der Verlade-zone sorgt für ganzjährig komfortable und effiziente Logistikprozesse bei Roth Plastic Technology in Wolfgruben. Sie schließt an eine ­Lagerhalle mit Verladebuchten an, die mit einer Industrie­flächenheizung ausgestattet ist. Die erforderliche ­Heizenergie gewinnt das Unternehmen aus der Prozessabwärme der Spritzgussproduktion.

Der Spezialist in Kunststoffverarbeitung bringt die Industrie- und Freiflächenheizungssysteme aus dem Produktprogramm der Dautphetaler Roth Werke zum Einsatz und nutzt so die Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe. Die Ladezone mit 11 m freitragender Überdachung und rund 750 m2 beheizter Freifläche ermöglicht in der kalten Jahreszeit sicheres und witterungsunabhängiges Verladen. Für die im Jahr 2016 errichtete Halle mit Freifläche kamen rund 29 000 m Roth-Systemrohr „Duopex“ (20 mm) zum Einsatz. Allein in der 3600 m2 großen Logis­tikhalle sind 130 mäanderförmig verlegte Heizkreise, die Freifläche hat 40 Heizkreise.

Leistungsfähiger Bodenaufbau
Gabelstapler- und Lkw-Betrieb sowie die Regale stellen hohe statische, konstruktive und nutzungsspezifische Anforderungen an den Bodenaufbau mit der Industrie- und Freiflächenheizung. Roth ermöglicht für solche Anwendungsfälle spezielle Systemlösungen zum Heizen und Kühlen mit verschiedenen, den objektspezifischen Anforderungen angepassten Befestigungsmöglichkeiten für Systemrohre. „Dies bietet ein Höchstmaß an Flexibilität in der Rohrverlegung hinsichtlich der eingesetzten Rohrdimensionen, Verlegeformen und Verlegeabstände“, erklärt Roth die positiven Auswirkungen.
Die Industrieflächenheizung kann in jede durch die Statik vorgegebene Boden-, Wand- und Deckenaufbaukonstruktion integriert werden und eignet sich für alle bei diesen Anwendungen verwendeten Betonarten (bewehrter Beton, Stahlfaserbeton, Walzbeton). Entsprechend den baulichen Anforderungen erfolgt die Integration der Rohre für das Heiz- und Kühlsystem in die Betonkonstruktion sowie deren hydraulische Anbindung an die Ener­gieerzeugung.

Wärmenutzung aus der Produktion
Durch die Nutzung der Prozess- und Abwärme der Produktion minimieren sich die Betriebskosten und die Investitionskosten amortisieren sich schon nach kurzer Zeit. Herbert Blodig, Geschäftsleiter bei Roth Plastic Technology, erklärt: „Unsere Maschinen liefern autark Wärme für das Flächenheizsystem bis zu Außentemperaturen von - 6 °C. Derzeit haben wir 38 Spritzgießmaschinen im Einsatz.“ Die Abwärme wird über eine modular aufgebaute Energiezentrale von Oni-Wärmetrafo GmbH mit Wärmeübertrager, Pumpen und Steuerung in das Wärmeverteilnetz geführt.


Klimaneutrale Produktion in Wolfgruben
Der größtmögliche Ressourcen- und Umweltschutz sowie der maximale Einsatz von Erneuerbaren Energien sind fester Bestandteil der Roth Unternehmensphilosophie. So erfüllt das Logistikzentrum in Wolfgruben die aktuellen Energiestandards. Als eines der ersten Unternehmen im Landkreis Marburg-Biedenkopf produziert Roth Plastic Technology in Wolfgruben seit 2017 klimaneutral. Von 2052 t CO2-Emissionen im Jahr 2012 konnte Roth seine Werte um etwa 95 % auf rund 120 t in 2017 senken. Um Emissionen zu vermeiden, nutzt der Hersteller neue, energieeffiziente Spritzgussmaschinen. Zudem installierte Roth eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Werksgelände. Einen Teil seiner Emissionen spart der Hersteller ein, indem er seit 2016 zu 100 % Ökostrom aus Wasserkraft bezieht. Die verbleibenden rund 120 t unvermeidbarer CO2-Emissionen kompensiert Roth über den Kompensationsfonds Klima-Kollekte in Berlin und produziert damit klimaneutral.

Maßgeschneiderte Lösungen für Großflächen
Neben Industrie- und Freiflächenheizungen bietet der Hersteller Systemlösungen für Sport- und Schwingböden. Zur Nutzung des Speichervermögens massiver Betondecken und Wandbauteile gibt es bei dem Dautphetaler Hersteller die Betonkerntemperierung „Isocore“. Sie ermöglicht die Gebäudetemperierung im Heiz- und Kühlfall durch die Integration des wasserführenden Rohrsystems direkt in massive Betondecken und Wandbauteile. Vor allem Neubauten von Büro- und Verwaltungsgebäuden mit großen Gebäudespeichermassen eignen sich laut Roth für die Betonkerntemperierung „Isocore“. Das Unternehmen bietet individuelle, projektspezifische Lösungen unter Berücksichtigung der bauseitigen statischen Konstruktionsvorgaben. Roth verspricht eine komplette Projektbetreuung – von der Beratung und Planung bis zur Baustelleneinweisung durch die Projektabteilung – und garantiert maßgeschneiderte Ergebnisse.

www.roth-werke.de


Systemrohr „Duopex S5“
Für die Industrieflächenheizung kommen die Systemrohre in „S5 CoEx“-Technologie zum Einsatz. Durch die fünffache Coextrusion in einem Produktionsdurchgang gewährleistet der Sandwich-Werkstoff der Systemrohre „Duopex S5“ eine „optimale Haftung der Rohrschichten“ untereinander. Hersteller Roth verspricht „höchste Widerstandsfähigkeit“ und begründet dies mit den mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften des Rohres. Daher trage das Systemrohr den rauen Baustellenanforderungen bei Großprojekten Rechnung.
Die EVOH-Sauerstoffsperrschicht ist durch eine Polymer- und eine Polyethylenschicht gegenüber äußeren Einwirkungen wie Wärme und Feuchtigkeit geschützt. Wie Roth weiter ausführt, sei das Rohr widerstandsfähig gegenüber Verformungen durch punktuelle mechanische Belasungen.

 

 

 

 


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