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Positive Perspektiven, aber dicke Bretter zu bohren

Bild: IKZ

 

Es ist nunmehr knapp drei Wochen her, seit sich CDU/CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben. Der Politzirkus – begleitet von Personalscharmützel und Parteiengezeter – geht indes unbeirrt weiter. So richtig zufrieden mit dem erzielten Kompromiss scheinen nur wenige Volksvertreter zu sein. Man darf gespannt sein, wie der Mitgliederentscheid der SPD ausfallen wird. Und ob bzw. wann Deutschland tatsächlich eine stabile Regierung bekommt, die sich operativ und nicht nur mit vollmundigen Ankündigungen um das Einlösen der Wählerversprechen kümmert.
Immerhin aber dürfte die Energie­branche – und damit auch unser SHK-Handwerk – vom ausgehandelten Koalitionsvertrag profitieren. Deutschland will seine Ziele für den Klimaschutz und die Energiewende fortsetzen – wenn auch nun mit Blick auf das Jahr 2030. Ebenfalls positiv: Der Anteil Erneuerbarer Energien soll deutlich steigen. Große Hoffnungen dürfte die Branche auf die angekündig­te steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Gebäudesanierungen hegen. Aber Vorsicht, man war ja schon einmal auf gutem Weg und dann gab es bekanntlich ein Veto der Länder. Unterm Strich also positive Perspektiven, nur leider überwiegend im Konjunktiv gesprochen.
Blicken wir lieber auf Konkretes. Und da fällt natürlich der Blick auf die Ruhrmetropole Essen. Wenn sich vom 6. bis 9. März die Tore zur nunmehr 27. Auflage der SHK Essen öffnen, dann wird schnell deutlich, wie sich die von der Politik ausgegebenen Klimaziele real und pragmatisch vom Handwerk umsetzen ließen – ich bleibe im Konjunktiv. Rund 570 Aussteller sind diesmal mit dabei. Im Fokus stehen unter anderem digitale und energieeffiziente Lösungen für Bad, Heizung und Klimatisierung. Der Besuch ist ein „Muss“ fürs Handwerk und ein dickes „Sollte“ für die Politik. Doch die schwebt in höheren Sphären. Raus aus der Kohleverstromung, rein in die E-Mobilität und in den Ausbau der Sektorenkopplung. Zugegeben, gute Ansätze. Die Potenziale, die speziell die Branche der Technischen Gebäudeausrüstung in Sachen Energieeinsparung und Ressourcenschonung bietet, werden jedoch kaum wahrgenommen. Wie heißt es so schön: Kleine Schritte führen auch zum Ziel. Da gibt es wohl noch dicke Bretter zu bohren.
Ein Tipp in eigener Sache: Der STROBEL VERLAG präsentiert sein gedrucktes und digitales Medienangebot auf der SHK Essen in Halle 3.0, Stand 3D24. Darunter auch die Plus-Reihe „IKZ-ENERGY“, „IKZ-DIGITAL“ und „IKZ-KLIMA“. Wir haben uns die Energiewende nämlich längst auf die Fahnen geschrieben. Also schauen Sie doch mal vorbei und halten Sie sich auf dem Laufenden!

Markus Sironi
Chefredakteur

m.sironi@strobel-verlag.de

 


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