Rekordzubau bei Batteriespeichern, Photovoltaik-Absatz schwächelt
Berlin. Der Batteriespeicher-Ausbau in Deutschland erreicht im ersten Quartal neue Höchststände, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit. Treiber seien vor allem Großspeicher, der Zubau im Heimspeichersegment bleibe in etwa auf Vorjahresniveau. Der Ausbau der PV-Anlagen hingegen ist rückläufig.
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden im ersten Quartal 2026 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3,5 GWp neu in Betrieb genommen. Das sind rund 6 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie aus den Daten der Bundesnetzagentur hervorgeht. Insbesondere die Nachfrage nach Solarstromanlagen im Heimsegment sei mit einer installierten Leistung von 0,85 GWp in den ersten drei Monaten spürbar rückläufig gewesen (-21 %), so der BSW-Solar. Dazu zählen PV-Gebäudeanlagen mit einer Leistungsklasse < 30 kWp.
Für die nächsten Wochen rechnet die Interessenvertretung der Solarbranche mit einer zumindest leichten Belebung der Nachfrage infolge der jüngsten Energiekrise und aufgrund von Vorzieheffekten in Erwartung möglicher Fördereinschnitte.
Batteriespeicher-Investitionen in Deutschland erreichen neue Höchststände
Im ersten Quartal 2026 wurden mehr als zwei Gigawattstunden (GWh) neue Speicherkapazität in Betrieb genommen. Das waren rund 67 % mehr als im Vorjahreszeitraum, wie eine aktuelle Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur zeigt. „Insgesamt wuchs der Batteriespeicherbestand in Deutschland auf etwa 28 GWh, verteilt auf rund 2,5 Millionen Anlagen“, schreibt der BSW-Solar. Damit sei rein rechnerisch der Tagesstromverbrauch von rund drei Millionen Privathaushalten in Deutschland gedeckt.
Vor allem Großspeicher mit einer Einzelkapazität von jeweils mehr als einer Megawattstunde (MWh) sorgten mit einem Plus von rund 270 % für den Zuwachs. Gegenüber dem Vorjahr sei das beinahe eine Vervierfachung. Der Zubau im Heimspeichersegment (5 bis 20 kWh) lag mit rund 0,74 GWh in etwa auf Vorjahresniveau, während die Speicherkapazität im gewerblichen Bereich (20 kWh bis 1 MWh) um 42 % auf etwa 0,16 GWh zunahm.
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