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„Planen und Präsentieren“ – im digitalen Zeitalter

3D-Badplanungs-Software mit Marktübersicht

„Für den Kunden wird es so viel einfacher, sich ein Bild von seinem künftigen Bad zu machen.“ Die Schüller GbR überzeugt mit fotorealistischen Darstellungen, die das Badplanungsprogramm ViSoft zur Verfügung stellt, ihre Kunden von der Machbarkeit und Ästhetik ihrer Entwurfsideen. So auch im Fall des dieses großzügigen Duschbereichs mit „Showerbar“, dessen Umsetzung rechts zu sehen ist.

Bild: Schüller GbR; braxart/Hansgrohe SE

Mit 3D-Software gewinnt die Präsentation eine ganz neue Qualität und Vielseitigkeit: Mit einem Klick lässt sich dieselbe 3D-Raumplanung in ganz unterschiedlicher Optik darstellen. Von der technischen Zeichnung über das virtuelle Drahtgittermodell bis hin zum Bild im Marker-Modus (Flüssigstift) oder zur Aquarellzeichnung.

Bild: Palette CAD

„Virtuelle Koje“ als Ergänzung zur Badausstellung: Mit digitalen Badplanungsprogrammen lässt sich die nahezu unendliche Vielfalt des Angebots an Sanitärobjekten, Fliesen, Materialien, Dekoren und Accessoires fotorealistisch darstellen.

Bild: Compusoft Innova

Der virtuelle Blick in den geplanten Raum verknüpft auf Wunsch die Umgebung mit dem Bad zu einem optischen Gesamterlebnis: Ob es der Garten des Kunden ist, der zuvor als Digitalbild festgehalten und in die Planung importiert wurde, oder ein Traumblick wie diese Skyline.

Bild: ViSoft

Digitales Maßaufnehmen per Tablet-App und bluetooth-fähigem Laser-Entfernungsmesser: Sämtliche Messdaten werden vor Ort elektronisch gespeichert. Das nachträgliche händische und damit zeitaufwendige, zudem fehleranfällige Übertragen der Messdaten entfällt.

Bild: M3B Service

Virtual Reality: Der Kunde ist beeindruckt, wenn er sich mit VR-Brille schon während der Planungsphase in seinem künftigen „Traumbad“ bewegen kann.

Bild: M3B Service

Badplanung am Computer: Die Entstehung des Entwurfs mit und ohne Abmessungen lässt sich zwei- und dreidimensional darstellen. Die Positionierung von Sanitärobjekten, Möbeln, Fliesen und Accessoires funktioniert denkbar einfach per „Drag & Drop“.

Bild: DVC Software + Service

 

Während das „smarte“, digital vernetzte Bad noch weitgehend in den Kinderschuhen steckt, kommt zeitgemäße Badplanung schon längst nicht mehr ohne spezielle EDV-Programme aus. Welche Software-Angebote auf dem Markt sind und was sie jeweils zu leisten imstande sind, zeigt unser Beitrag einschließlich einer Marktübersicht.

„Für den Kunden wird es so viel einfacher, sich ein Bild von seinem künftigen Bad zu machen.“ Valentina Lurz von der Karl und Matthias Schüller GbR aus dem fränkischen Maßbach schwört auf digitale 3D-Badplanungs-Software. Gerade hat der SHK-Betrieb für ein aufwendiges, rund 25 m² großes Bad mit Komfort-Duschzone einschließlich „Showerbar“, Sauna und zwei Waschbereichen in einem Badplanungswettbewerb den Sonderpreis der Jury gewonnen. „Ohne die rea­litätsnahe Visualisierung hätte der Kunde sich nicht von unserer Lösung überzeugen lassen und wäre bei einer schlichteren Badgestaltung geblieben“, erzählt die Planerin. „Mit den Bildern vor Augen konnte er aber sicher sein, dass wir die gewünschte Ausstattung gut unterbringen und das Ergebnis unserer Planung nach etwas ausschaut.“ Deswegen plant das familiengeführte Handwerksunternehmen inzwischen alle Bäder – auch die kleinen Projekte – mit digitaler Unterstützung.
In der Tat: Hinter einem gelungenen Bad steckt immer ein guter Plan. Dabei schlagen Badplanungsprogramme eine Brücke zwischen dem konstruktiven Entwurf, der als Plan beim Bau vorliegen muss, und einer attraktiven Präsentation für den Kunden. Verlangt werden heute bildmächtige Visualisierungen, 3D und virtuelle „Ortsbegehung“ vorab, und die Vernetzung diverser Plattformen: Ideenfindung, Recherche, Bearbeitung und Darstellung finden auf mehreren Geräten statt, internet-basiert und mobil, und der Kunde will beteiligt sein. Denn egal ob „Digital Native“ oder nicht, der Umgang mit digitalen Geräten und Anwendungen ist für die Allermeisten heutzutage eine alltägliche Selbstverständlichkeit. Hier mitzuhalten ist daher für Badplaner und Sanitärprofis schlicht ein Erfordernis im Wettbewerb um den nächsten Kundenauftrag.
Wir haben uns daher bei fünf Software-Anbietern einmal genauer angesehen, was 3D-Badplanungsprogramme heute leisten.1)

„Palette CAD“
„Mit der fotorealistischen Darstellung lässt sich viel schneller Vertrauen beim Kunden herstellen, damit er den weiteren Planungsweg mitgeht“, beschreibt Raumplanerin Tatjana Schmidgall aus Bad Mergentheim in Baden-Württemberg ihre Erfahrungen mit „Palette CAD“. „Meine Arbeit wird enorm erleichtert, indem sich Raumelemente ganz einfach verschieben oder selbst konstruierte Elemente importieren lassen.“
Das Familienunternehmen Palette CAD aus Stuttgart sieht sich als Pionier in der Entwicklung von Software zum Planen und Darstellen von virtuellen Räumen. Seit mehr als 20 Jahren ist der Anbieter am Markt und beschäftigt mittlerweile mehr als 70 Mitarbeiter/-innen. Die Planungssoftware deckt verschiedenste Bereiche der Innenarchitektur und kreativen Raumausstattung ab, so auch den individuellen Möbelbau und die ganze Bandbreite der individuellen Wand- und Bodengestaltung. Die Planung anspruchsvoller Bäder unterstützt ein virtueller Fliesenplaner, ergänzt um eine Materialbiblio­thek, Produkte und Werkzeuge für die Planung mit Naturstein und Mineralwerkstoff. Die Software begleitet den gesamten Prozess der Planung und Durchführung vom Aufmaß – beispielsweise mit der eigenen App von Palette CAD – über die Präsentation bis zur Fertigung. Als ein besonderes Merkmal darf gelten: „Palette CAD“ bildet alle Gewerke im Bad ab.
Drei Varianten ermöglichen es dem Handwerker und Badprofi, eine Softwarelösung ganz nach seinen Bedürfnissen nutzen zu können. Besonderes Augenmerk gilt in jüngster Zeit auch der Einbindung des Kunden, der seine ersten Ideen auf dem einfachen Online-Planer „Palette@Home“ festhalten kann, um sie beispielsweise dem Fachhändler oder Planer weitergeben zu können: Das Online-Werkzeug lässt sich auf fremden Webseiten einbinden, wo es zum Zusatzangebot des Badprofis wird, der die ersten, schnellen Entwürfe des Kunden per E-Mail erhält und in eine spätere, professionelle 3D-Planung mit „Palette CAD“ einfließen lässt. Das Unternehmen bietet darüber hinaus die Medienplattform „PaletteShowroom“ an.

Rundumblick oder „Kameraflug“
Die zügige Basiskonstruktion unterstützt „Palette CAD“ mit Assistenzprogrammen, die das Erstellen der Wände und Einsetzen konstruktiver Besonderheiten wie etwa Dachschrägen oder Vorwände schnell von der Hand gehen lassen sollen. Aus einem großen Archiv von nationalen und internationalen Hersteller- und Handelsmarken wird dann per „Drag & Drop“ ausgewählt und kombiniert. Nachdem Oberflächenvarianten ausprobiert und Lichtszenarien gesetzt sind, lässt sich der Entwurf als Rundumblick oder wie mit einem virtuellen Kameraflug betrachten. Zu den Darstellungsoptionen zählen u. a. der Blick durch die VR (Virtual Reality)-Brille, die Palette CAD ebenfalls anbietet, oder eine Lösung für Smartphones und Tablets, „PaletteMove“. Bei dieser Variante entstehen plastische 3D-Raumeindrücke beim Blick durch das Zubehör „Google Cardboard“, das mit dem Bildschirm des Mobilgerätes kombiniert wird und das das Prinzip der Stereoskopie nutzt.
Mittlerweile ist die Version „Palette CAD 9“ auf dem Markt. Ist der Appetit geweckt, steht eine zeitlich begrenzte Testversion zur Verfügung, ansonsten ist man mit 950 Euro Startpreis und monatlich weiteren knapp 60 Euro dabei. Mitmachen lautet auch das Motto für die interaktive Facebook-Gruppe und den Twitter-Kanal, wo sich nicht zuletzt spontan auftauchende Fragen in der Community klären und Neuigkeiten austauschen lassen. Wem dies nicht reicht, der kann – je nach Service-Vertrag – auf die Hilfe des Anbieters per Telefon oder TeamViewer setzen, der darüber hinaus auch Individual- und Gruppentrainings sowie Online-Schulungen offeriert.

„Innoplus“
„Unser Betrieb bietet nicht die räumlichen Möglichkeiten, um eine eigene Bad­ausstellung zu präsentieren“, erzählen Achim und Susanne Richter von der gleichnamigen Haustechnikfirma in Herrsching. Da für viele Kunden auch der Weg bis zur nächsten Großhandelsausstellung zu umständlich war, entschied sich der SHK-Betrieb am Ammersee für eine virtuelle Bad-Präsentation auf Basis der 3D-Planungssoftware „Innoplus“ von Compusoft Innova. „Die Einrichtung einer ‚virtuellen Badkoje‘ ist heute eine sinnvolle Ergänzung für jede Sanitärausstellung“, meint auch Kathleen Anders, Geschäftsführerin der Compusoft Innova GmbH in Dresden, die 2017 bereits die Version 11.0 von „Innoplus“ auf den Markt gebracht hat. Denn – so Kathleen Anders – „der Einsatz dieser modernen Technik erlaubt die Auswahl von Objekten und Materialen aus der schier unendlichen Vielfalt der Angebote, ohne diese als Muster vorhalten zu müssen.“
Tatsächlich ist einer der großen Vorteile digitaler Badplanungsprogramme, dass sie anders als jede noch so riesige Ausstellung kaum Grenzen kennen, was die Darstellung von Sanitärobjekten, Fliesen, Materialien, Dekoren und Accessoires angeht. Gemein ist allen Anbietern dabei, dass sie auf die jeweils aktuelle Datensammlung der ARGE Neue Medien der deutschen SHK-Industrie e. V. (www.arge.de) zugreifen. Diese umfasst zurzeit geprüfte und freigegebene Daten unzähliger Sanitärprodukte und deren Varianten von 42 Herstellern. Zudem bieten die gängigen Programme die Möglichkeit, auch Objekte, Dekore oder Fliesen, die wie beispielsweise der vom örtlichen Schreiner selbst entworfene und auf Maß gebaute Waschtischunterschrank nicht in der ARGE-„Bibliothek“ erfasst sind, einzupflegen und in benutzerspezifischen Karteikarten bzw. eigenen Programm-Datenbanken abzuspeichern. Damit ist im Prinzip jedes noch so individuelle Bad plan- und darstellbar, das sich ein Badplaner gemeinsam mit seinen Kunden ausmalen mag. Anders formuliert: Die planerische Kreativität hat allen Raum, um voll und ganz ausgelebt zu werden.

Der Funke springt über
Dass dabei vor dem Bildschirm von PC, Notebook, Tablet bzw. Smartphone, vor der Leinwand des 3D-Kinos oder beim Blick durch die VR-Brille der Funke zum Kunden nicht überspringen mag, weil es nicht alles zum Anfassen gibt, können zumindest die Sanitärprofis der Firma Richter nicht bestätigen. Eher im Gegenteil sorgen gerade erst die fotorealistische Darstellung und so manches „technische Schmankerl“, das „Innoplus“ bietet, für emotionale Momente bei den Betrachtern. „Besonders beeindruckt sind unsere Kunden, wenn man am PC mit der Kamera durch den Raum fährt, dabei auch Möbel öffnet und hineinschaut“, berichten die Richters. Damit diese Begeisterung über das künftige Traumbad auch zu Hause noch anhält, lassen sich die Planungsergebnisse als Exposé zum Ausdrucken bzw. elektronischen Versand darstellen oder via Cloud herunterladen.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Badgestalter zuvor seine „Hausaufgaben“ sorgfältig gemacht und dabei die Möglichkeiten des Programms ausgeschöpft hat. Dazu gehört zunächst die exakte Aufnahme der Raumabmessungen vor Ort beim Kunden, um sie in das Planungsprogramm einzugeben. Bei einfachen Grundrissen kann man dazu auch auf in der Software vordefinierte Räume zurückgreifen. Ebenso ist der Import von CAD-Daten im DXF-Format möglich. Auf dieser Grundlage lassen sich der Raum und sein Grundriss anlegen. Dabei kann von Beginn an zwischen 2D- und 3D-Modus gewählt und hin- und hergewechselt werden. Hilfreich ist überdies, dass „Innoplus“ eine breite Auswahl maßvariabler Podeste und Vorwände zur Verfügung stellt, die per „Drag & Drop“ im Raum platziert werden können. Ebenfalls auf diese einfache und benutzerfreundliche Art und Weise lassen sich alle Sanitärobjekte aus Datenbank oder selbst angelegten Karteikarten in die Planung integrieren. Dabei werden die jeweils hinterlegten Montagehöhen genauso automatisch berücksichtigt wie die nach DIN vorgeschriebenen Bewegungsflächen. Weiteres Plus: Unterschiedliche Ausführungen oder Merkmale eines Sanitärobjekts lassen sich per Knopfdruck austauschen. Auch der Wand- und Bodengestaltung lässt die Software viel Freiraum: Hier kann der Baddesigner zwischen einer Vielzahl an Materialien, Verlegearten und Farben wählen. Für zusätzliche Interaktion mit dem Kunden bei der Planung sorgt die Möglichkeit, dessen eigene Ideen und Entwürfe aus dem Endkunden-Webplaner „Innoplus Web“, den z. B. Duravit oder Villeroy & Boch anbieten, zu importieren.
Wer „Innoplus“ in die engere Wahl zieht, kann die Software 14 Tage kostenfrei testen. Danach mietet man bei Gefallen das Programm für monatlich 179 Euro. Darin enthalten ist im Rahmen der Servicevereinbarung die Inanspruchnahme telefonischer und virtueller Unterstützung – letztere per TeamViewer – zu den üblichen Bürozeiten. Eine Einführung in die Software ist aus Sicht von Compusoft Innova verpflichtend, zudem bietet das Unternehmen kostenpflichtige Schulungen (Grundlagen- und Aufbaukurs) an.

„ViSoft Premium“
Mit „ViSoft Premium“ bietet die ViSoft GmbH aus Sindelfingen ein Komplettpaket für die Raum-, Bad- und Fliesenplanung an, das sich vor allem an den Badplaner richtet und ihn mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten für die optische Darstellung unterstützt. Besonderes Augenmerk gilt den Cloud-Lösungen zum virtuellen Teilen der Raumansichten und 3D-Panoramen. Der Hersteller lädt explizit dazu ein, eigene Planungen auf der „ViSoft 360“-genannten, internet-basierten Plattform öffentlich zu präsentieren und diese sich ständig weiter entwickelnde Galerie als Showroom der Kreativität zu nutzen. Zugleich bieten die Design­ideen von deutschen und internationalen Fachplanern und Innenarchitekten vielfältige Inspirationen, die sich im Kundengespräch nutzen lassen. Der „ViSoft“-Anwender entscheidet selbst, ob er seine eigene Planung auf dieser Plattform öffentlich teilt oder exklusiv seinem Kunden (mit Link) zugänglich macht. Es versteht sich von selbst, dass die Plattform auf unterschiedlichen Endgeräten aufgerufen werden kann; auch eine App stellt das Unternehmen für die Präsentation auf iPads und Android-Tablets zur Verfügung.
„Die Visualisierung ist unverzichtbar, um den Kunden angesichts der immensen Gestaltungsmöglichkeiten in seiner Kaufentscheidung zu bestätigen“, hebt Michael Nissler, Geschäftsführer ViSoft, hervor. Für das plastische, lebensnahe Raumerlebnis des Kunden stehen Anwendungen für VR-Brillen, mit „ViSoft Live“ auch eine VR-Lösung für Smartphones (iOS und Android) zur Verfügung. Ferner lassen sich über das „ViSoft Living Wall“-Modul stereoskopische Bilder für die Anzeige auf 3D-fähigen Bildschirmen und TV-Geräten erstellen. Der „ViSoft 3D Viewer“ wiederum ermöglicht die Darstellung von 3D-Zeichnungen, erstellt im Paket für „ViSoft Premium“, auf Computern ohne Planungsprogramm. Eine einfache, von Apps inspirierte Touchscreen-Anwendung, „ViSoft Pad“, rundet die Auswahl ab.

17 000 Fliesenserien von 400 Herstellern
Im Planungsprozess mit den bekannten „Drag & Drop“-Arbeitsschritten und Optionen am Computerbildschirm bietet ViSoft eine breit gefächerte Anbindung an Datenbanken von aktuell rund 160 Sanitärherstellern und 400 Fliesenmarken – nach eigenen Angaben die weltweit größte 3D-Fliesen-Datenbank. Und was nicht in Datenbanken verfügbar ist, lässt sich als Fliesenbild oder 3D-Objekt manuell einpflegen. Hilfreich ist zudem, dass neben Vorwänden und Podesten auch weitere Raumelemente wie Türen, Fenster oder Gauben zur Verfügung stehen, die sich frei bearbeiten und per Mausklick in den Entwurf einfügen lassen.
60 Tage steht dem Interessenten eine kostenlose Testlizenz zur Verfügung. Die Volllizenz kostet 3980 Euro und umfasst unter anderem die Unterstützung durch eine Telefon-Hotline und einen Online-Support per Skype oder TeamViewer zu den gängigen Bürozeiten sowie ein Einführungs-Webinar. Darüberhinaus gehende Präsenzschulungen für drei unterschiedliche Anforderungsstufen (Basis, Aufbau, Profi), Inhouse-Trainings beim Kunden oder Webinare sind mit Zusatzkos­ten verbunden.

„M3B.Badplaner AmbiVision Pro“
Im Grunde genommen lässt sich moderne Badplanungs-Software aller hier vorgestellten Anbieter mit einem Assistenten für den Badplaner vergleichen. „Sie denkt mit und nimmt ihm Arbeitsschritte ab“, betont Martin Deitmerg, Geschäftsführender Gesellschafter der M3B Service GmbH im sauerländischen Schmallenberg, die seit mehr als 20 Jahren Badplanungsprogramme entwickelt. Der EDV-Unternehmer ist überzeugt, dass mit einem funktionierenden System aus einer Hand der Nutzer bis zu 80 % des gesamten Zeitaufwandes bei jeder Badplanung einsparen kann. Dazu bietet M3B – so heißt es auf der Homepage – ein „durchgängiges Software-Konzept für alle Schritte der Badplanung“. Herzstück ist das 2017 aktualisierte Planungsprogramm „M3B.Badplaner AmbiVision Pro“, das um die Module „Aufmaß“ und „Virtual Reality“ ergänzt werden kann. Das Nehmen des Aufmaßes erfolgt mithilfe einer App (iOS und Android) auf dem Tablet und eines bluetooth-fähigen Laser-Entfernungsmessers digital. Alle Messdaten werden direkt in der App gespeichert und zurück im Büro automatisch in die Planung am Computer übergeben. Das nachträgliche händische und damit zeitaufwendige, zudem fehler­anfällige Übertragen der Messdaten entfällt. Besonders praktisch und zusätzlich zeitsparend ist, dass mit Speicherung der Aufmaße bereits der zu planende Raum inklusive sämtlicher Sanitär- und Elektroanschlüsse angelegt ist. Dieser kann überdies sofort in einer 3D-Darstellung visualisiert werden, etwa um mögliche Messfehler auf Anhieb zu erkennen oder um den Kunden mit einem Ad hoc-Entwurf zu beeindrucken.

Angebot auf Knopfdruck
In den automatisch angelegten Raum, den der Badplaner im Übrigen aber auch frei zeichnen kann, werden Sanitärobjekte, Fliesen, Beläge und Möbel per „Drag & Drop“ eingefügt. „AmbiVision Pro“ greift dabei auf die 2- und 3-stufigen Herstellerdaten der deutschen Sanitärindustrie zu. Dabei hält das Programm diverse automatisierte Assistenten bereit, die beim „Einbau“ von Wanne und anderer komplexer Bauteile helfen. Darüber hinaus hat der Badplaner aber stets die Möglichkeit, auch frei zu konstruieren und eigene Materialien anzulegen. Interessant ist, dass bei Entwurfsplanung und deren Darstellung sowohl unterschiedliche Kunstlicht­szenarien als auch Tageslichtsituationen je nach Uhrzeit simuliert werden können. Mit dem optionalen Lichtmodul lässt sich laut Anbieter sogar die komplette Lichtplanung für das Bad realisieren.
Das Ergebnis der Planung lässt sich ähnlich wie bei allen übrigen Anbietern auf unterschiedlichste Weise darstellen: vom bloßen Grundriss über die zeichnerische Darstellung in verschiedenen Stilformen (Handzeichnung, Comic, Ölgemälde usw.) bis hin zu 360°-Rundumsicht und Video-„Flug“. Pfiffig ist, dass die eingeplanten Produkte als Stückliste gleich mit Verarbeitungszeiten und kumulierter Flächenberechnung ausgegeben werden. Ein weiterer Vorteil: In Kombination mit dem Programm „M3B.Badkonzept“ ist auf Knopfdruck auch das fertige Angebot für die Umsetzung des Entwurfs verfügbar.
Zehn Tage können Interessenten die Software testen und dabei auch auf die Service-Hotline zugreifen. Nach Kauf – der Preis beginnt bei 1490 Euro – bietet M3B eine kostenlose Einweisung an. Weiterführende Schulungen, ist das Unternehmen überzeugt, seien nicht notwendig, da die Bedienung selbsterklärend funktioniere. Gleichwohl gibt es im Bedarfsfall Unterstützung durch die Telefon-Hotline, die zu Bürozeiten erreichbar ist. Im Wartungsvertrag enthalten sind Online-Unterstützung per TeamViewer oder Chat und ein Rund-um-die-Uhr-Support per E-Mail.

„DVC Badplan 3D Plus“ und „DVC Badplan 3D Creativ“
Moderne Badplanungssoftware assistiert aber nicht nur dem Planer, sondern kann darüber hinaus ebenso schon in den ers­ten Beratungsgesprächen mit dem Kunden und bei der Anbahnung eines Auftrags sehr nützlich sein. Denn „3D-Ansichten und virtuelle Präsentationen beseitigen die Unsicherheit vieler Bauherren bei der Entscheidung für eine neue Badausstattung und führen direkter zum Abschluss“, ist sich Michael Maßmann von der DVC Software + Service GmbH aus Osnabrück sicher, die seit 1986 Planungsprogramme für das Sanitärhandwerk und den Großhandel entwickelt. Da ist einiges Wahres dran, denn Investitionsentscheidungen fallen immer leichter, wenn man vor Augen hat, wofür man sein Geld ausgeben wird. Aber auch der Kunde profitiert, denn er kann sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild davon machen, ob der Badgestalter tatsächlich verstanden hat, wie sein Traumbad aussehen soll.
DVC hat mit den Planungsprogrammen „DVC Badplan 3D Plus“ und „DVC Badplan 3D Creativ“ gleich zwei Varianten dieses – so Maßmann – „unverzichtbaren und zeitsparenden Bausteins für den erfolgreichen Verkauf und die reibungslose Durchführung von Bad-Projekten“ im Angebot. Erstere ist die Basis-Version, zweitere das Werkzeug für anspruchsvollere Planungen, das ab dem vierten Quartal 2017 verfügbar sein soll und sich für umfangreiche Raum- und Materialgestaltungen eigne. Während „Badplan 3D Plus“ für die Planung auf die Datenbank der ARGE Neue Medien und Fliesenkataloge mit Neutralfliesen in unterschiedlichen Größen zugreift, soll die Profi-Variante „Badplan 3D Creativ“ voraussichtlich bis Ende des Jahres sowohl an einen Katalog mit Herstellerfliesen wie auch an eine Leuchten-Datenbank angebunden werden. Ein Accessoire-Katalog mit derzeit rund 350 Produkten steht bereits zur Verfügung und werde stetig erweitert.

Die Entstehung des Traumbads virtuell erleben
Muster-Raumschnitte erleichtern die Anlage des zu beplanenden Raums. Türen, Fenster oder Mauerdurchbrüche werden mit der Maus platziert und anschließend ihre Abmessung eingegeben. Die Positionierung von Sanitärobjekten, Möbeln, Fliesen und Accessoires funktioniert auch hier per „Drag & Drop“. Praktisch ist die Schnell-Verfliesung, die es erlaubt, bis zu fünf Wandbereiche mit Fliesen vorzudefinieren und automatisch auf alle Wände zu legen. Eine Reihe hilfreicher Programm-Features sind nach Angaben des Herstellers derzeit noch in Vorbereitung: etwa eine Aufmaß-App, die Möglichkeit zum Import von Daten oder die Darstellung per Video-„Flug“. Bereits realisierbar ist mithilfe des Zusatzmoduls „Badplan 3D Virtual Reality“, den Kunden virtuell an der Entstehung seines künftigen Bads teilhaben zu lassen, ohne dass dafür eine eigene Software angeschafft werden muss. Das VR-Modul lässt sich über einen 3D-Bea­mer oder eine 3D-Brille („HTC Vive“ oder „Oculus Rift“) nutzen.
Auch die DVC-Software lässt sich zehn Tage lang unverbindlich testen. Die Einzelnutzerlizenz für das Basis-Programm „Badplan 3D Plus“ kostet 1450 Euro, die für die Profi-Variante voraussichtlich 2650 Euro. Für die Software-Wartung ist ein kos­tenpflichtiger Wartungsvertrag (jeweils 12 Monate Laufzeit) nötig. Sein Leistungsumfang enthält Unterstützung per Telefon-Hotline und online per Chat, TeamViewer bzw. PC-Visit. Das Schulungsangebot reicht von stundenweise buchbaren Online-Trainings über Grundlagen- und Experten-Seminaren bis hin zu Vor Ort-Schulungen.

Hilfsmittel für die individuelle Badgestaltung
Lässt man das Leistungsspektrum der hier vorgestellten 3D-Badplanungsprogramme noch einmal kurz Revue passieren, dann versteht man, warum sie im Sanitärhandwerk weithin als nützliches Werkzeug für die professionelle Badgestaltung anerkannt sind. Sie erleichtern den Entwurfsprozess deutlich, helfen den zeitlichen Aufwand für eine Planung merklich zu reduzieren, sie können ein Stück weit die eigene Badausstellung ersetzen und sie heben die Präsentation der Planungsergebnisse auf ein ganz neues, modernes Niveau, das zudem den Austausch mit dem Kunden und dessen Teilhabe am Planungsprozess leichter macht. Und die Planungssoftware trägt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten der Tatsache Rechnung, dass das Einheitsbad von der Stange längst „out“ ist und stattdessen der Wunsch nach dem ganz persönlichen Wohlfühlbad voll im Trend liegt. Für die Individualisierung der Badgestaltung sind diese Programme ohne Frage ein überaus wichtiges, sogar ein faszinierendes Hilfsmittel. Ein Ersatz für die eigene Kreativität und die planerische Kompetenz können und sollen sie aber nicht sein.

Autoren:
Dr. Carsten Tessmer, Heinz Kaiser, Hamburg

1) Diese Übersicht hat nicht den Anspruch, sämtliche Leistungsmerkmale der vorgestellten Softwareprogramme in jeder Hinsicht vollständig vorzustellen. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, hinsichtlich der detaillierten Programmfeatures, aber auch mit Blick auf die zum Teil sehr unterschiedliche Preisgestaltung, die jeweiligen Anbieter direkt zu kontaktieren.


„So geht’s“-Videos
Wie man mit den hier präsentierten Planungsprogrammen arbeitet, zeigen inzwischen auch zahlreiche Videos auf YouTube. Zum Teil stellen die Unternehmen, die Badplanungs-Software entwickeln und vertreiben, diese „So geht’s“-Filme selbst online zur Verfügung, wie z. B.:


In anderen sozialen Netzwerken wie etwa Facebook oder Haustechnik-Foren finden sich Communities von Anwendern digitaler Badplanungsprogramme, um Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu beantworten. Einfach einmal reinschauen und bei Gefallen mitmachen.

 

 

 

 

 


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