Leichtes Umsatzplus beim Pelletmarkt 2025
Der DEPV veröffentlicht die Absatzzahlen für 2025 und gibt eine Prognose für 2026
Berlin. Der erneuerbare Heizungsmarkt war auch 2025 von politischer Unsicherheit und einem Abwarten der Heizungskunden geprägt, teilt der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) mit. Nach zwei Jahren mit deutlichen Absatzeinbrüchen zeichnete sich 2025 aber eine Trendumkehr bei Pelletheizungen ab. Mit 35 000 Kaminöfen und Heizungen verbucht die Pelletbranche ein leichtes Absatzplus von 14 %. Die für die Klimaziele notwendigen Austauschraten erreiche der Wärmemarkt immer noch nicht.
Angesichts der „andauernden politischen Hängepartie“ rechnet die Branche 2026 mit einem ähnlichen Anlagenverkauf wie im Vorjahr: 13 000 luftgeführte Pelletkaminöfen und 23 250 Pelletkessel bis 50 kW sowie wasserführende Pelletkaminöfen werden prognostiziert. Außerdem werden 750 größere Pelletfeuerungen und KWK-Anlagen erwartet. Damit wären bundesweit bis Jahresende rund 777 500 Pelletanlagen in Betrieb.
Deutsche Pelletproduktion: Wachstum und hohes Qualitätsniveau
Stetiges Wachstum verzeichnet die deutsche Pelletproduktion, die sich mit über 4 Mio. t einen Spitzenplatz in Europa gesichert habe. „Deutschland bleibt mit 17 000 t Außenhandelsüberschuss Nettoexporteur bei den Presslingen (vorl. Wert 2025). Hauptexportziele sind Italien und Österreich.“ Bemerkenswert sei dabei das Qualitätsniveau deutscher Pellets: 98 Prozent entsprechen der höchsten Stufe ENplus A1.
Das Potenzial für Produktionssteigerungen sei weiterhin vorhanden, so der DEPV: „Momentan werden nur rund die Hälfte der jedes Jahr anfallenden Sägenebenprodukte – Reste aus der Holzverarbeitung – zu Pellets gepresst.“ Für 2026 zeichne sich aber auch hier keine Steigerung ab. Als Gründe nennt der DEPV „die mindestens bis Mitte des Jahres andauernden Unsicherheiten am Kesselmarkt“.
DEPV mit Kritik am Eckpunktepapier zur GEG-Reform
„Fast jede zweite Ölheizung in Deutschland ist älter als 30 Jahre. Als diese Anlagen installiert wurden, kamen Handys im Massenmarkt an und die CD-ROM löste die Diskette ab. Das zeigt, wie dringend Gebäudeeigentümer Unterstützung beim Heizungstausch benötigen. Dass die Austauschpflicht von 30 Jahre alten Heizungen abgeschafft werden soll, sehen wir daher mit Sorge. Unsere kompetenten Pelletfachbetriebe stehen beim Heizungstausch in den Startlöchern“, betont Verbandsgeschäftsführer Martin Bentele.
Positiv bewertet er, dass die Bundesregierung die BEG bis mindestens 2029 absichern wolle. Wichtig sei nun, dass die Fördersystematik und das Förderniveau beibehalten werden. Dabei seien praxistaugliche Übergangslösungen sowie Vereinfachungen statt neuer komplizierter Detailregelungen notwendig. „Wenn die Klimaziele für Gebäude erreicht werden sollen, müssen alle erneuerbaren Wärmelösungen mit ihren jeweiligen Stärken sinnvoll eingesetzt werden.“
Der Vorteil von Pelletheizungen: „Holzenergie ist nicht vom CO2-Preis betroffen. Daher kann der Pelletpreis auch in Zukunft mit einem deutlichen Abstand zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas – aber auch Strom – rechnen.“ Wie sich der Pelletpreis im Februar entwickelt hat, darüber hat die IKZ berichtet.
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