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„Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“Attraktive Förderprogramme im Angebot

Für den Wohnungsbestand werden vor allem zwei Themen in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Zum einen ist dies - angesichts langfristig steigender Preise für fossile Energieträger - der energetische Standard einer Wohnung, der sich in Form von Nebenkosten im Geldbeutel des Wohnungsnutzers niederschlägt. Zum anderen dürfte die Barrierereduzierung der Wohnung und des nahen Wohnumfeldes deutlich stärker in den Fokus der Nutzer geraten. In beiden Fällen werden die Investitionen einen erheblichen Finanzierungsaufwand nach sich ziehen. Mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen der KfW können diese finanziellen Belastungen verringert werden. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Förderangebote, die seit Juli 2010 genutzt werden können.

 

Egal, ob es der große Wurf – also das Erreichen des KfW-Effizienzhausstandards – oder eine bauliche Einzelmaßnahme ist, die den Energiehunger einer Wohnung reduziert: Auf günstige Angebote der KfW kann der Investor stets zurückgreifen. Wobei die Regel gilt: je niedriger der Energieverbrauch nach der Sanierung, desto günstiger fällt die Finanzierung aus.
So lassen sich Finanzierungskosten drücken

Variante 1 – Nutzung eines Förderkredits
Für anspruchsvolle Sanierungen mit dem Ziel, eine der fünf Stufen des KfW-Effizienzhauses zu erreichen, stehen pro Wohneinheit bis zu 75 000 Euro zur Verfügung. Werden Einzelmaßnahmen umgesetzt, können bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch genommen werden. Der verbilligte Zinssatz ist für beide Vorhaben identisch. Den jeweils aktuell gültigen Zinssatz findet man auf der Seite www.kfw.de. Die Anerkennung des erreichten Effizienzhausstandards erfolgt über die Zusage eines Tilgungszuschusses. Folgende Tilgungszuschüsse – in Prozent des zugesagten Darlehensbetrages – sind möglich:
– KfW-Effizienzhaus 55: 12,5 %, maximal 9375 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 70: 10,0 %, maximal 7500 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 85: 7,5 %, maximal 5625 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 100: 5,0 %, maximal 3750 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 115: 2,5 %, maximal 1875 Euro je Wohneinheit.

 

 

 

Variante 2 – Investitionszuschuss
Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen sowie für Ersterwerber von sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen, die ihr Vorhaben anderweitig finanzieren oder über ausreichend Eigenmittel verfügen, steht im Programm „Energieeffizient Sanieren“ alternativ auch eine reine Zuschussvariante zur Verfügung. Analog zur schon beschriebenen Kreditvariante werden auch hier nur Sanierungen in Wohngebäuden bezuschusst, für die vor dem 1.1.1995 Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde. Auch bei dieser Förderung gilt: Je anspruchsvoller der erreichte energetische Standard, desto üppiger fällt die KfW-Förderung aus. Für ein KfW-Effizienzhaus 55 können so bis zu 13 125 Euro an Zuschuss fließen.

Im Einzelnen sind folgende Zuschussbeträge – in Prozent des Investitionsbetrages – möglich. Der maximal anrechenbare Investitionsbetrag beträgt bei KfW-Effizienzhäusern 75 000 Euro, bei Einzelmaßnahmen 50 000 Euro pro Wohneinheit.
– KfW-Effizienzhaus 55: 17,5 %, maximal 13 125 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 70:  15,0 %, maximal 11 250 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 85:  12,5 %, maximal 9375 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 100:  10,0 %, maximal 7500 Euro je Wohneinheit,
– KfW-Effizienzhaus 115:  7,5 %, maximal 5625 Euro je Wohneinheit,
– Einzelmaßnahmen:  5,0 %, maximal 2500 Euro je Wohneinheit.
Wichtige Hinweise: Für alle Investitionszuschüsse gilt: Zuschussbeträge unter 300 Euro werden nicht ausgezahlt. Werden Einzelmaßnahmen durchgeführt, liegt die Mindest-Investitionssumme also bei 6000 Euro. Ebenfalls zu beachten: Während bei Einzelmaßnahmen und Sanierungen bis zum KfW-Effizienzhausstandard 70 die Baubegleitung durch einen Sachverständigen nur empfohlen wird, ist sie bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55 Pflicht.

Finanzierungskosten noch weiter optimieren: Sonderförderung nutzen
Über die schon dargestellte Förderung hinaus bietet die KfW für drei Verwendungsmöglichkeiten noch eine zusätzliche Bezuschussung an. Das sind:
– Die qualifizierte Baubegleitung: Hier ist ein Zuschuss von 50 % der Kosten für die Baubegleitung, maximal 2000 Euro pro Antragsteller, möglich.
– Der Abbau von Nachtstromspeicherheizungen: Der Zuschuss beträgt hier 150 Euro je abgebautem Nachtspeicherofen.
– Die Optimierung der Wärmeverteilung an bestehenden Heizungsanlagen: Die Kostenbeteiligung der KfW beläuft sich auf 25 % der Kosten für die Optimierung.
Für alle Zuschüsse aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung“ gilt: Eine Kombination der einzelnen Maßnahmen der Sonderförderung untereinander ist möglich. Wie beim Investitionszuschuss erfolgt auch hier die Antragstellung direkt bei der KfW. Der Antrag mit den Rechnungsunterlagen muss spätestens drei Monate nach Abschluss des Vorhabens bei der KfW vorliegen.

Die (etwas) andere Art der Sanierung: altersgerecht umbauen
Nur etwa 1 % aller Wohnungen in Deutschland kann man als „altersgerecht“ bezeichnen. Sie sind mindestens barrierearm und können problemlos von Menschen mit Behinderungen – egal, ob aufgrund von Krankheit, Alter oder Unfall – genutzt werden. Um diesem offensichtlichen Mangel schneller abzuhelfen, bietet die KfW seit Juli 2010 das eigenständige Programm „Altersgerecht Umbauen“ als Kredit- und Zuschussvariante an. Das Programm kann quasi von jedermann genutzt werden, der Barrieren im Wohnungsbestand durch Umbaumaßnahmen reduziert. Folgende Maßnahmen werden dabei unter anderem gefördert:
– der barrierereduzierende Umbau von Wohnungen und Wohngebäuden: z. B. Rampe statt Stufen vor dem Eingang; Einbau von Aufzügen, Umbau von Sanitärräumen.
– die barrierereduzierende Anpassung des Wohnumfeldes: Herstellung von barrierereduzierten Wegen; Schaffung von Stellplätzen.

Ein zinsgünstiges Darlehen zur Umsetzung dieser Baumaßnahmen kann jeder Investor beantragen. Der fünfprozentige Investitionszuschuss ist für private Eigentümer von Ein- und Zwei-Familienhäusern sowie Eigentumswohnungen einschließlich Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Mieter verfügbar. Ab einem Mindest­investitionsbedarf von 6000 Euro kann der Zuschuss gezahlt werden – maximal 2500 Euro pro Wohneinheit.

Die Antragstellung erfolgt für die Förderkredite über die Hausbank des Investors, für die Zuschüsse direkt bei der KfW. Der Antrag für eine KfW-Förderung ist – außer im Programm „Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung“ (siehe oben): immer vor Beginn der Investitionsmaßnahme zu stellen. Detaillierte Informationen zu den beschriebenen Programmen erhalten Interessierte auf der Internetseite www.kfw-foerderbank.de unter dem Stichwort „Bauen, Wohnen, Ener­gie sparen“. Fragen beantwortet das Infocenter der KfW unter der Nummer 01801-335577. Anfragen zu den Förderangeboten der KfW können auch per E-Mail an infocenter@kfw.de gestellt werden.


 

Stichwort kfw-Effizienzhaus

Das KfW-Effizienzhaus ist ein gemeinsamer Standard von Bauministerium, DENA und KfW. Die Zahlen im Namen geben an, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf (Qp) in Relation zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der EnEV 2009 sein darf. Ein KfW-Effizienzhaus 55 darf demnach maximal 55 % des entsprechenden Referenzgebäudes verbrauchen. Je kleiner die angeführte Zahl, desto niedriger das Energieniveau.

 


 

www.kfw-foerderbank.de

 


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