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„Dry-Building-Syndrom“ macht krank

Trockene Luft erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen

Viren bleiben bei trockener Luft im Büro stundenlang infektionsfähig.

Aerosol bei zu trockener Luft mit vielen aktiven Viren (rot) und konservierendem Salzmantel.

 

Erkrankungen der Atemwege gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit im Büro. Grund dafür ist vor allem im Winter das „Dry-Building-Syndrom“. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass zu trockene Luft einen direkten Einfluss auf die Lebensdauer und Verbreitung von Viren hat.
Luftdichte Gebäude, große Glasfassaden und Fenster, die nicht geöffnet werden können, sind heute in vielen Büros Standard. Zum Leid der Mitarbeiter, die bei falscher Gebäudeplanung an viel zu warmer und trockener Raumluft leiden: Die Schleimhäute trocken aus, die Augen brennen, die Stimme versagt – die typischen Symptome des „Dry-Building-Syndroms“.  Nach Aussage des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation klagen über ein Viertel der Büroarbeiter in Deutschland häufig oder sehr häufig über trockene Luft am Arbeitsplatz. 

Viren lieben es trocken

Aktuelle Studien bestätigen jetzt, dass die relative Luftfeuchtigkeit auch für die Lebensdauer von Viren und Bakterien entscheidend ist. Spanische Forscher vom „Laboratory of Bio Mineralogy and Astrobiological Research“  haben herausgefunden, dass durch eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 40 % Viren stundenlang infektionsfähig bleiben und sich im ganzen Gebäude verteilen und eingeatmet werden können.
Warum trockene Luft die Ansteckungsgefahr so stark erhöht, hängt mit der Beschaffenheit der mikrofeinen Tröpfchen zusammen: Atmet, spricht, hustet oder niest ein infizierter Kollege, verbreiten sich in der Luft Tausende infektiöser Tröpfchen – auch Aerosole genannt. Die von erkrankten Menschen abgegebenen Aerosole sind mit Viren und Bakterien beladen, die in einen Wassermantel aus Speichel und gelösten Salzen eingebettet sind.
Beim Verlassen der Atemwege schrumpfen die Tröpfchen in Sekundenbruchteilen auf rund die Hälfte ihres Durchmessers. Sie verlieren dabei 90 % des Gewichtes durch Wasserabgabe und die Konzentration der Salze steigt massiv an. Ist die relative Luftfeuchte im Büro für den Menschen im optimalen Bereich zwischen 40 % und 60 %, steigt die Salzkonzentration in den Tröpfchen so stark an, dass die meisten Viren nicht überleben und inaktiviert werden  Die Ansteckungsgefahr ist bei dieser optimalen Luftfeuchtigkeit nur gering. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn die relative Luftfeuchte unter 40 % liegt: Es kommt dann zu einer sofortigen, sprunghaften Auskristallisation der gelösten Salze, da die Aerosole noch mehr Wasser an die trockene Luft abgeben. Die auskristallisierten Salze schädigen die Viren nicht mehr. Im Gegenteil: die Viren werden dadurch „konserviert“ und bleiben länger aktiv und ansteckend.  Die Ansteckungsgefahr durch Grippe- und Erkältungsviren ist dadurch bei zu trockener Raumluft stark erhöht.

Vor trockener Luft schützen
Schützen kann man sich vor zu trockener Luft mit zwei sehr einfachen Sofortmaßnahmen: Je wärmer die Raumluft ist, des­to geringer ist die relative Feuchte. Deshalb besser die Heizung etwas runterstellen. Ideal ist eine Temperatur von 20 °C bis 22 °C.
Außerdem verhindert das richtige Lüften, dass die Luftfeuchtigkeit ungewollt aus den Räumen entweicht. Besonders im Winter sollte man daher nicht Dauerlüften. Besser ist das sogenannte Stoßlüften, bei der alle zwei bis drei Stunden die Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden. Wenn die Luft weiter zu trocken bleibt, sind Direkt-Raumluftbefeuchter, die nachträglich in jedes Büro eingebaut werden können, eine praktische Lösung. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit versprühen diese Geräte einen sehr feinen Wassernebel direkt im Raum. Das Wasser dafür wird speziell aufbereitet, sodass keine Keime oder Bakterien mit den Luftbefeuchtern versprüht werden.
Wer genauer wissen möchte, welche Folgen zu trockene Luft hat und wie man sich davor schützt, kann sich in der aktuellen Broschüre „Dry-Building-Syndrom“ informieren. Die aktuelle Veröffentlichung enthält u. a. eine Praxis-Checkliste zur Prüfung der eigenen Raumsituation und kann kostenfrei unter www.draabe.de/dry-building-syndrom bestellt werden.

Luftbefeuchtung in Schulen und Kindergärten

Überall dort, wo viele Menschen zusammen kommen, um zu arbeiten oder zu lernen, müssen an die Luftbefeuchtung besondere Anforderungen gestellt werden. Dies gilt insbesondere auch für den Schutz der Gesundheit in Kindergärten, Schulen und Universitäten.

Schutz vor Grippewellen
Grippeviren leben länger in trockener Luft. Das Risiko, sich mit einem Influenza-A-Virus anzustecken, ist bei einer niedrigen Luftfeuchte zwischen 20 % und 35 % dreimal so hoch wie bei einer optimalen Luftfeuchte von 50 %. Zusätzlich bleiben Viren bei trockener Luft länger in der Luft und erhöhen das Verbreitungsrisiko. Kinder und pädagogische Mitarbeiter sind dabei besonderen Risiken ausgesetzt, die durch den Einsatz einer zusätzlichen Luftbefeuchtung deutlich gesenkt werden können.

Immunabwehr
Die Schleimhäute des Atmungstraktes (Nase, Bronchien, Lunge) erfüllen eine wichtige Schutz- und Selbstreinigungsfunktion, die den Körper vor Krankheitserregern und Allergenen schützen. Für eine effiziente, schnelle Klärfunktion der Luftwege ist eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 30 % nötig.

Allergien, Pollen, Keime, Staubmilben
Feinstaub, Schimmelsporen, Staubmilben, Pollen, Keime und Viren setzen sich aus kleinsten, unsichtbaren Teilen zusammen, die tief in den menschlichen Atmungstrakt eindringen und zu ernsten Lungenreizungen, Allergien und Erkrankungen führen können. Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 60 % lässt die Partikel schneller zu Boden fallen und reduziert das Risiko beim Einatmen.

Bilder: Draabe Industrietechnik GmbH
www.draabe.de

 


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