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Meinung: Drei Checks für den Sanitär-Fachmann

Dienstleistungen sind für den Handwerksbetrieb zum wichtigen Geschäftsfeld geworden. Aushängeschild dieser Entwicklung ist in diesem Jahr der Heizungs-Check. Doch auch im Bereich Sanitär kann der organisierte Fachunternehmer seinem Kunden weitere Checks anbieten.

ZVSHK-Referent Franz-Josef Heinrichs.

 

Woher soll die Nachfrage kommen?

  • Nach Jahrzehnten gibt es für die Gas-Installation das neue DVGW-Arbeitsblatt G 1020, das ab Anfang 2010 gilt. Eine wichtige Konsequenz dabei: Der Betreiber einer Gasversorgungsanlage wird in die Pflicht genommen. Die einwandfreie Funktion des häuslichen Gasanschlusses muss gegeben sein. Wer anders als der organisierte Fachbetrieb mit seinem Gas-ganz-sicher-Check schafft hier Entlastung für den Betreiber? Geplant ist sogar, dass die Energieversorger dies in ihrer Kundenberatung bzw. zusammen mit der Gasrechnung kommunizieren.
  • Neuregelungen zur Trinkwasser-Verordnung werden voraussichtlich im Frühjahr wirksam. Ein wichtiger Punkt: Es wird für öffentliche Gebäude vorgeschrieben, dass die Trinkwasserqualität jährlich geprüft wird. Nicht erst durch Zufall, bei Verdacht oder gar im Schadenfall will man einer Kontamination (beispielsweise durch Legionellen) auf die Spur kommen. Für diese Dienstleistung steht der organisierte Sanitär-Betrieb mit seinem Trinkwasser-Check bereit. Er entlastet den Betreiber nicht nur von seinen Prüfpflichten. Durch den hydraulischen Abgleich im Warmwasser-System geht der Profi ans Werk, damit genießbare Qualität bis zur letzten Zapfstelle reicht. Das kann im öffentlichen Gebäude oder im Einfamilienhaus sein.
  • In der Entwässerung hat NRW die Vorreiterrolle: Bis 2015 gilt es dort die 1,2 Mio. Abwassersysteme auf privaten Grundstücken zu prüfen und zu sanieren. In vielen anderen Regionen entwickelt sich Ähnliches. Stets läuft es darauf hinaus, dass nur Unternehmen mit nachgewiesener Sachkunde von den Kommunen akzeptiert werden.

Damit der Eckring-Betrieb den Entwässerungs-Check anbieten kann, hat der ZVSHK die passende Schulung entwickelt: "Sachkundige Herstellung, baulicher Unterhalt, Prüfung und Sanierung von Grundstücksentwässerungen". Pilotschulungen sind bereits erfolgreich abgeschlossen, und einige Betriebe haben sich zusätzlich durch die Überwachungsgemeinschaft der SHK-Handwerke zertifizieren lassen. Denn je nach Region kann diese Fremdüberwachung als Voraussetzung gelten.

Der Weg zur Weiterbildung: Für alle drei Checks lässt sich das Know-how in Kursen von max. 2 Tagen (evtl. mit E-Learning-Anteil) erwerben. Dies koordiniert der Fachverband bzw. Landesinnungsverband. Die Sanitär-Checks werden aller Voraussicht nach bald stärker gefragt sein. Deshalb gilt es, seine Kompetenz als organisierter Eckring-Betrieb zu stärken. In beiden Bereichen: Heizung und Sanitär.

Franz-Josef Heinrichs
stellv. Geschäftsführer Technik im ZVSHK

 


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