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Schutz und Hygiene des Trinkwassers

Wasser muss fließen (Teil 1)

Für eine fachgerechte und einfache systemische Probenahme bietet die SYR Hans Sasserath GmbH das passende Produkt: Das Probenahmeventil 6705 macht die Trinkwasser-Entnahme einfach.

Der „DRUFI+“ (SYR) sorgt für sauberes Wasser ohne Schmutzpartikel, Sicherheit beim Wasserdruck und reduzierten Wasserverbrauch durch individuell einstellbaren Spardruck. Mit der auf Wunsch erhältlichen Rückspülautomatik erweitert die Armatur nun ihren Funktionsumfang und wird zum Vollautomaten.

 

Zahlreiche Normen sorgen dafür, dass aus unseren Zapfstellen hygienisch einwandfreies Trinkwasser fließt – so steht es jedenfalls auf dem Papier. Denn die Absicherung der Trinkwasser-Installation gegen Verunreinigungen, beispielswiese durch Rückfließen, ist nicht immer gegeben. Ebenso wird die Gefahr von Keimbildung durch Wasser, das in den Leitungen lange Zeit steht, häufig noch verkannt. In einem zweiteiligen Artikel geht das Unternehmen SYR darauf ein. Beginnen wollen wir mit Grundlagen.

Wasser ist ein fließendes Element. Diese Eigenschaft sollte und muss es vor allem nutzen, wenn es als Trinkwasser in Rohrsystemen vorkommt. Eine Stagnation (stehendes Wasser über längere Zeit) kann hingegen zu einer Entwicklung von Mikroorganismen in höherer Konzentration führen. Denn grundsätzlich ist Trinkwasser nicht steril und enthält organische Stoffe, die sich bei Stagnation vermehren. Weitere Beeinträchtigungen des Trinkwassers bestehen durch Rückfließen, Rücksaugen oder Rückdrücken von verunreinigtem Wasser aus gefährdenden Apparaten und Einrichtungen. Das sind z. B. Heizungsanlagen, Badewannen (in denen der Brauseschlauch im Wasser hängt), der Gartenschlauch (in dem tagelang das Wasser stand). Zur Vermeidung müssen Trinkwasser-Installationen mittels entsprechender Sicherungseinrichtungen bzw. -armaturen abgesichert sein.

Gutes Wasser – schlechtes Wasser

Ursachen für Qualitätsbeeinträchtigungen, insbesondere mikrobiologischer Art, sind unterschiedlicher Natur und basieren zumeist auf der Bildung von Biofilmen. Diese entstehen, wie Untersuchungen gezeigt haben, in allen Trinkwasser-Installationen und sind nicht grundsätzlich etwas Schlechtes oder Schädliches. Die Bildung hängt von verschiedenen Faktoren ab wie chemische Zusammensetzung und Nährstoffgehalt des Trinkwassers, Fließgeschwindigkeit, Temperatur und Oberflächenbeschaffenheit.

Erst bei ungenügender Strömung in der Installation kann es den Lebensraum für Mikroorganismen bereiten oder es kann zu hygienischen Problemen kommen, z. B. zu erkennen an schlechtem Geruch oder Geschmack. Allein in Deutschland erkranken nach Schätzungen jedes Jahr ca. 30 000 Menschen an einer Lungenentzündung, die durch Legionellen hervorgerufen wird. Infektionsquellen sind häufig Trinkwasser-Installationen, die falsch geplant oder installiert wurden. Aber auch derjenige, der die Anlage nutzt und Trinkwasser zapft – der Betreiber genannt – steht in der Pflicht: Er muss die Trinkwasser-Installation mit allen Zapfstellen so nutzen, wie es bei der Planung vorgesehen war.

Entscheidend ist: Wasser muss fließen und die richtige Temperatur haben. Kaltes Wasser muss kalt, d.h. unter 25 °C bleiben, das Warmwassersystem muss an der Zapfstelle 55°C erreichen. Bei Wasser, das länger als 72 Stunden in einer Trinkwasser-Installation stagniert (steht), kann nicht mehr von einem hygienisch einwandfreien Zustand ausgegangen werden.

Kommt es zu einer ausgeprägten Verkeimung des Trinkwassers, müssen behandelnde Maßnahmen ergriffen werden wie beispielsweise eine Desinfektion. Eine Desinfektion einer einmal verkeimten Trinkwasser-Installation ist aufwendig und nur im Notfall eine Möglichkeit. Sie zeigt nur dann Erfolg, wenn die Ursache der Verkeimung nicht durch Planungsoder Installationsfehler begründet liegt. Sie kann also angewandt werden, wenn der „bestimmungsgemäße Betrieb“ nicht gegeben sind. Oft sind es aber ebensolche Gründe wie Umnutzungen von Gebäuden und dadurch entstehende Totstränge, entstehende Stagnationen, Überdimensionierungen des Leitungssystems, Erweiterungen des Leitungssystems und dadurch veränderte Strömungsverhältnisse, Missachtung der hygienischen Vorschriften bei der Lagerung, Montage und Inbetriebnahme der Trinkwasserinstallation.

Flüssigkeiten unter Kontrolle

Die Vorgaben zur Sicherung der Trinkwasserqualität werden u.a. in der DIN EN 1717 mit dem Titel „Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anforderungen an Sicherungseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigungen durch Rückfließen“ geregelt. Darin werden Flüssigkeitskategorien definiert, die verschiedene Flüssigkeiten nach der Gefährdung für den Kontakt mit Trinkwasser einteilen:

 

 

Kategorie 1 – Wasser für den menschlichen Gebrauch, das direkt aus einer Trinkwasser-Installation entnommen wird.

Kategorie 2 – Flüssigkeit, die keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellt. Flüssigkeiten, die für den menschlichen Gebrauch geeignet sind, einschließlich Wasser aus einer Trinkwasserinstallation, das eine Veränderung in Geschmack, Geruch, Farbe oder Temperatur aufweisen kann. Darunter fällt z.B. erwärmtes Trinkwasser.

Kategorie 3 – Flüssigkeit, die eine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch giftige Stoffe darstellt. Hierzu zählt das Heizungswasser ohne Zusatzstoffe.

Kategorie 4 – Flüssigkeit, die eine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch giftige, radioaktive, mutagene (Erbgut verändernd) oder kanzerogene (krebserregend oder -fördernd) Substanzen darstellt. Beispiel: Heizungswasser, das Inhibitoren (Zusatzstoffe) enthält.

Kategorie 5 – Flüssigkeit, die eine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch mikrobielle oder viruelle Erreger übertragbarer Krankheiten darstellt. Die Erreger können sich unbegrenzt vermehren und stellen somit das höchste Risiko dar. Beispiele hierfür sind Löschwasser aus Teichen, Schwimmbadwasser sowie Regenwasser. Eine weitere Gefährdung stellen Viehtränken in landwirtschaftlichen Betrieben dar.

 

 

Damit ist die DIN EN 1717 eine wichtige Systemnorm im Bereich der häuslichen Trinkwasserversorgung. Durch die Erweiterung DIN 1988-100 bekommt der Anwender Erläuterungen sowie Hinweise zur Anwendung der DIN EN 1717 an die Hand und erhält zudem eine Liste mit Beispielen für die Auswahl von Sicherungseinrichtungen in Trinkwasser-Installationen für den häuslichen und nichthäuslichen Bereich.

Quelle: SYR Hans Sasserath GmbH & Co. KG

Bilder: SYR

www.syr.de

 


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