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Vorsteuerabzug – Leistungsempfänger muss benannt sein

Der Vorsteuerabzug wegen der nicht eindeutigen Angabe des Leis­tungsempfängers war Streitpunkt in einem finanzgerichtlichen Verfahren.

 

Denn das Recht auf Vorsteuerabzug setzt voraus, dass der Anspruchsinhaber in der Rechnung a) als Leistungsempfänger bezeichnet wird und b) seine Anschrift enthält. Daran mangelte es im Entscheidungsfall bei den während einer Außen­prü­fung vorgelegten Rechnungen. Doch auch die berichtigten Rechnungen erlaubten keinen Vorsteuerabzug, da diese erst im finanzgerichtlichen Verfahren vorlagen. Nach der EuGH-Rechtsprechung ist die Rückwirkung von Rechnungsberichtigungen ausdrücklich nur dann möglich, wenn diese der Finanzbehörde vor Erlass der Verwaltungsentscheidung zugehen (Quelle: Niedersächsisches Finanzgericht, Az.: 11 K 10147/15; die Revision ist anhängig beim Bundesfinanzhof (Az.: V R 12/17).

 


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