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Umsetzung der Energiewende: Hausbesitzer stellen der Politik schlechtes Zeugnis aus

St. Augustin.  Eigenheimbesitzer in Deutschland unterstützen mehrheitlich die Energiewende, kritisieren aber die politische Umsetzung. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in Auftrag gegebene Umfrage unter 1000 Immobilienbesitzern. Demnach befürworten 65% die von der Politik beschlossene Energiewende. 68% bezeichnen ihre politische Umsetzung aber als „eher nicht gut“ bis „gar nicht gut“. Nur knapp jeder Dritte ist mit dem politischen Handeln zufrieden.

Eine Heizungsmodernisierung haben nur 16% der Umfrageteilnehmer in den nächsten Jahren im Blick. Bild: ZVSHK

 

„Die Ergebnisse bestärken uns in der Kritik, dass die Politik im Rahmen der Energiewende insgesamt zu zögerlich agiert und zu geringe Impulse für den Wärmemarkt setzt“, sagt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Einen Trend zu einer Wärmewende ließen die Umfrageergebnisse nicht erkennen. Etwas mehr als ein Viertel (27%) der befragten Immobilienbesitzer gaben an, in den nächsten fünf Jahren das Bad oder die Heizung renovieren zu wollen. Eine Heizungsmodernisierung haben aber nur 16% im Blick. „In Anbetracht des nach wie vor großen Anteils an technisch veralteten Heizungen im Markt ist diese Quote sehr gering“, so Bramann. Für eine Heizungsmodernisierung sprechen der Umfrage zufolge in erster Linie Kosteneinsparungen (49%), gefolgt von CO2-Reduktion und Umweltschutz (45%), Einbindung erneuerbarer Energien (42%) und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (29%).
Der ZVSHK fordert von der Politik ein Umdenken bei der Steuerung der Energiewende. Bramann: „Die bisherigen staatlichen Fördermittel als Modernisierungsanreize im Wärmemarkt bringen nicht die notwendigen Anreize. Sie werden von den Verbrauchern nicht wirklich signifikant genutzt. Alles in allem lässt sich bisher kein Befreiungsschlag für eine Wärmewende erkennen.“

www.zvshk.de

 

 

 


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