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Strahlen im stimmigen Licht

Trends in der Badbeleuchtung: Zu einem konsistenten Badkonzept gehört eine clevere Beleuchtung nach Bedürfnissen des Nutzers

Der umlaufende Rahmen fasst den Spiegelschrank „Royal Lumos“ (Keuco) ein wie ein Bild. Das Ablagefach setzt z. B. Lieblings­produkte in Szene. Bild: Keuco

Der Spiegel der Serie „Cape Cod“ von Duravit: Die Beleuchtung spendet Licht und ist dabei selbst ein Objekt der Betrachtung. Bild: Duravit

Dieser runde Spiegel von HEWI hat einen umlaufenden, satinierten Spiegelrand mit LED-Hinterleuchtung. Das warmweiße Licht hat eine Farbtemperatur von ca. 3000 K. Bild: Hewi

Die indirekte Beleuchtung kann bei allen „PRO“-Modellen von Zierath als Option gewählt werden (hier der Lichtspiegel „YourStyle“). Eine zusätzliche LED-Lichtleiste im unteren Bereich des Spiegels lässt das Licht über den Waschplatz fluten. Bild: Zierath

Licht und Sicherheit: Das Dusch-WC „SensoWash“ von Duravit hat eine integrierte LED-Nachtlicht-Funktion. Sie bringt Orientierung, ohne den Ruhezustand des Körpers zu unterbrechen. Bild: Duravit

Bei den Spiegelschrank- und Lichtspiegelprogrammen legt Schneider den Fokus auf Hochwertigkeit und Bedienungsfreundlichkeit. Dieser Spiegelschrank aus dem neuen Programm „A-line“ setzt darüber hinaus auf individuell steuerbare Multifunktionalität, darunter die Tageszeitsteuerung. Bild: W. Schneider

Die Steuerung des Lichts am Spiegelschrank „Royal Lumos“ (Keuco) erfolgt über das Bedienpanel. Möglich sind die Lichtfarben Warmweiß oder Tageslichtweiß sowie die Beleuchtung unten oder rundherum inklusive Ein- und Ausschalten. Bild: Keuco

 

Hersteller zeigen auch dieses Jahr modernste Beleuchtungsmittel für ihre aktuellen Lampen, Spiegel und Spiegelschränke. Schon ein neuer Schrank mit integrierten Leuchten kann in Sachen Badlicht besondere Effekte erzielen. Insgesamt sollte die moderne Beleuchtung ihren Zweck erfüllen und stimmig eingesetzt werden. Passende, zum Beispiel nach Bedarf einzustellende Badbeleuchtung spielt eine entscheidende Rolle in Gestaltungskonzepten heutiger Wohlfühlbäder.

Aktivierend, mobilisierend oder entspannend: Von der passenden Beleuchtung im Bad hängt vieles ab. Hier starten Badnutzer am Morgen in den Tag und kommen am Abend zur Ruhe. Ob künstlich oder natürlich: Licht gibt der menschlichen, inneren Uhr den Takt vor. Es steuert die Körperfunktionen im 24-Stunden-Rhythmus und gibt Energie. Ausstrahlung und Lichtatmosphäre tragen entscheidend zum Wohlbefinden und zur körperlichen Gesundheit bei.

Badkonzepte im Dreiklang des Lichts
Daher berücksichtig das Beleuchtungskonzept in der Badplanung optimalerweise drei Lichtarten: das Grundlicht, das Funktionslicht und das Akzentlicht. Erst die perfekte Kombination dieser drei führt zu einer idealen Beleuchtung im Bad.

Grundbeleuchtung
Die Grundbeleuchtung spielt eine zentrale Rolle. Sie bildet die Hauptlichtquelle im Badezimmer und leuchtet den gesamten Raum aus. Daher sollte sie nicht zu gedämpft, aber auch nicht zu hell sein. Dieses Licht dient der allgemeinen Orientierung und der Sicherheit.

Funktionslicht
Das Funktionslicht ist, wie der Name schon vermuten lässt, zweckgebunden auf bestimmte Aktionen ausgerichtet, zum Beispiel am Spiegel. Dort sollte es das Gesicht optimal ausleuchten und eine starke Schattenbildung vermeiden.

Akzentlicht
Das Akzentlicht beeinflusst die Atmosphäre und Stimmung im Bad. Es macht Objekte wahrnehmbar, bringt Farben und ausgefallene Oberflächen zur Geltung. Ein weiteres Beispiel: Für die Orientierung in der Nacht sorgt ein dezentes Licht, das über einen Bewegungsmelder einschaltet und den Ruhezustand des Körpers nicht unterbricht. Beispielsweise ist das Dusch-WC „SensoWash“ von Duravit mit einer solchen integrierten LED-Nachtlichtfunktion ausgestattet.
Mit Akzentleuchten glänzen Highlights wie schöne Kommoden, Vitrinen, Nischen und edle Deko-Objekte im richtigen Licht. Leuchtmittel mit Farbwechsel oder dimmbarem Licht sorgen außerdem für eine entspannte Stimmung und garantieren dem Badnutzer erholsame Stunden im eigenen Spa. Stimmungslicht bietet zum Beispiel der Spiegel „Cape Cod“ (Duravit). Das breite, rundum laufende LED-Licht rahmt den Spiegel, setzt Akzente im Bad und ist via Infrarotsensor dimmbar.  
„Mit dem Thema Licht haben wir uns bei Zierath schon lange stark auseinandergesetzt und uns kontinuierlich weiterentwickelt“, sagt Alina Zierath. Das Unternehmen stellt in seiner Manufaktur beleuchtete Lichtspiegel für alle Anwendungen her. „Wir haben das perfekte Licht für jeden Anlass“, sagt die Managerin. „Das ideale Licht zum Schminken für die Frau – sei es am Tag oder für das Candle-Light-Dinner, zum Rasieren für den Mann, für kosmetische Anwendungen oder einen gemütlichen Badewannenabend.“ Insbesondere im „YourStyle-Pro“-Konzept hat Zierath diese Thematik aufgegriffen. Verbaut wird ausschließlich LED-Technik.

LED – fast so gut wie Tageslicht
Besonders tauglich im Bad sind tatsächlich LED-Leuchtmittel. Diese sind sehr tageslichtähnlich und daher das Leuchtmittel von heute. Da sich die LED-Lösungen in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt haben, werden sie vermutlich auch das Leuchtmittel der Zukunft sein. So verwundert es nicht, dass namhafte Markenhersteller bei ihren Badmöbeln von Spiegel, bis Schrank und WC verstärkt auf diese Leuchtmittel setzen. LEDs zeigen beste Qualität in Farbechtheit. Haut- und Haarfarbe sowie Farben der Kleidung werden damit so realitätsnah wie möglich wiedergegeben.
LED-Lösungen zeigen z. B. die Spiegel von HEWI, die sich aufgrund des reduzierten Designs in mehreren Varianten von rund bis eckig in unterschiedliche Sanitärsysteme integrieren lassen. Die LEDs sind hinter einem satinierten Spiegelrand angeordnet und ermöglichen eine gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung des Gesichts. Außerdem können sich moderne LED-Lösungen an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen – vom funktionalen Kosmetiklicht für das Tages-Make-up bis hin zum Abend-Make-up oder das Stimmungslicht für Wohlfühlmomente im eigenen Spa. Die Spiegelschränke von HEWI, passend zum Mobiliar „M 40“, bieten außer Platz auch Beleuchtung nach Bedarf. Die integrierten LEDs sind dimmbar und die Lichttemperaturen von kühlem Tageslicht bis hin zu warmem Licht variierbar.

Individuelle Präferenzen wählen
Keuco bietet eine intuitive Beleuchtung für den „Royal-Lumos“-Spiegelschrank an. Über das Bedienpanel kann der Badnutzer die LED-Beleuchtung dimmen und in der Lichtfarbe stufenlos einstellen: von Tageslichtweiß bis hin zu Warmweiß für Abend-Make-up oder Stimmungsambiente. Darüber hinaus wartet der Spiegelschrank mit drei Beleuchtungsquellen auf: eine Hauptbeleuchtung des umlaufenden Rahmens sowie eine Fach- und Waschtischbeleuchtung.
Auch die neuen Lichtspiegel „A-line“ von W. Schneider nutzen neueste LED-Technologie, die sich mit einer Tageszeitsteuerung genau dem Biorhythmus des Menschen anpasst und auf besondere Lichtbedürfnisse im Bad eingeht. Die Tageszeitsteuerung lässt sich individuell ein- und ausschalten – direkt über dem Lichtschalter oder via App per Smartphone. Im Fokus des Schweizer Unternehmens stehen aber individuelle Präferenzen über weitere wählbare Lichtfunktionen. Dazu zählen beispielsweise eine stufenlose Dimmbarkeit und wählbare Lichtfarben: von romantischer Kerzenlicht-Atmosphäre bis hin zu hellem, klarem Tageslicht.
Für das Spa im Eigenheim eignen sich zum Beispiel Wannen mit integriertem Licht. Als ein Beispiel dafür kann die Badewanne aus der Duravit-Serie „Darling New“ herangezogen werden. Auf Wunsch schimmert sanftes, stimmungsvolles Licht via LED. Und bei der Floating-Wanne „Nahho“ (Duravit) vergrößert die indirekte Beleuchtung den Komfort und sorgt für Entspannung.

Das Spiel von direktem und indirektem Licht  
Mit LEDs kann der Nutzer also häufig selbst bestimmen, welches Licht er gerade benötigt. Außerdem zeichnet sich die LED-Technologie durch weitere Vorteile aus: Sie ist filigran, äußerst energiesparsam und frei von Quecksilber oder anderen Schadstoffen.
Die Mischung von direkter und indirekter Beleuchtung wird häufig als besonders angenehm empfunden und verbindet Funktions- und Stimmungslicht auf ideale Weise. Für verschiedene Sehaufgaben ist es sinnvoll, auch den Spiegel im Bad direkt wie indirekt zu beleuchten. Die Lichtaustritte des direkten Lichts sorgen dafür, dass ein ruhiges, gleichmäßiges Licht entsteht.
Für die richtige Positionierung ist die Spiegelgröße ein wichtiger Faktor. Bei ­schmaleren Spiegeln empfiehlt sich das Licht rechts und links zu positionieren, bei breiteren Spiegeln ab einem Meter sollte zu den seitlichen Elementen auch eine horizontale Beleuchtung im oberen Bereich hinzukommen.
Beim indirekten Licht wird die unmittelbare Umgebung des Spiegels ausgeleuchtet. Das können die Armatur, der Waschtisch oder die Wand sein, an der ein Spiegel angebracht ist. Eine besonders faszinierende Wirkung mit indirektem Licht entsteht an farbigen oder strukturierten Wänden. Auch in Badezimmern ohne Fens­ter bewirkt eine indirekte Beleuchtung oft besondere Effekte. Denn seitlich vom Spiegel oder über dem Waschtisch angebrachte Leuchtkörper verbreiten ein angenehmes, weiches Licht und lassen kleine Räume freundlich erstrahlen. Die Premium- oder Deluxe-Ausführung des „YourStyle-Pro“-Konzepts von Zierath verfügt über eine solche indirekte Beleuchtung und kann optional Spiegel und Waschplatz in Szene setzen.

Passendes Licht für unterschiedliche Materialien
Überhaupt geben unterschiedliche Materialien und Farben vor, welches Licht am besten verwendet wird. Bei harten, glänzenden Materialien wie Keramik empfehlen sich engstrahlende, direkte Lichtquellen. Außerdem sollte bei kühlen Materialien eine ebenfalls kühle Lichtfarbe gewählt werden, da diese die Charakteristik betont. Um warme Materialien wie Holz zu inszenieren, eignet sich eine warme Lichtfarbe mit geringer Farbtemperatur. Matte, diffus reflektierende Flächen sollten dagegen mit weichem großflächigen Licht von Wandleuchten oder Lampenschirmen beleuchtet werden. Das Spiel mit Reflektionen kann zusätzlich Raum und Atmosphäre schaffen.

Lichtszenarien für kleine Bäder
An der Anzahl der Quadratmeter kann Licht zwar nichts ändern, aber an der wahrgenommenen Größe schon. Ziel des Lichtkonzepts in kleinen Bädern ist somit die optische Vergrößerung. Ein kleines Bad braucht viel Licht, das möglichst wenig des wertvollen Platzes in Anspruch nimmt. Für rein dekorative Accessoires ist der Platz in Minibädern zu schade. Mit Deckenstrahlern zum Beispiel wirken niedrige Räume höher.
In kleinen Bädern empfiehlt sich außerdem, die Effekte von Reflektionen und Spiegelungen zu nutzen und so die Leuchtkraft einer Lichtquelle zu erhöhen. Helle Farben eignen sich am besten. Außer hartem Weiß lockern auch unreine Weißtöne wie Perlmutt die Größenbegrenzung optisch auf. 

Autorin: Angela Kanders, freie Journalistin

 

 

Das kleine Einmaleins der Beleuchtung

Lumen
Der sogenannte Lichtstrom wird in Lumen gemessen. Der Wert sagt aus, welche Gesamtlichtmenge ein Leuchtmittel abgibt. Gemessen wird direkt an der Lichtquelle. Je höher der Wert, desto heller das Leuchtmittel.

Watt
Bei der herkömmlichen Glühbirne steht ein anderer Wert im Fokus, nämlich Watt. Je höher die Wattzahl, desto höher die Leistung. Allerdings gibt dieser Wert nicht wie Lumen die Lichtleistung an, sondern wie viel Leistung abgenommen wird.

Vergleich Lumen/Watt
Eine 100-W-Glühbirne hat zum Beispiel rund 15 Lumen pro Watt. Eine LED kommt auf 130 Lumen pro Watt, ist also deutlich leistungsstärker und energiesparsamer.

Lux
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen. Dieser Wert besagt, wie viel Licht von der Gesamtlichtmenge tatsächlich an einem bestimmten Punkt ankommt. Licht für Make-up sollte zum Beispiel eine Beleuchtungsstärke von 300 bis 400 Lux haben. Die Beleuchtungsstärke hängt aber nicht nur von der Leistung des Leuchtmittels ab, sondern auch von den Reflexionen an einer hellen oder dunklen Oberfläche.

Kelvin
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen. Dabei kann Licht von warm bis kalt wirken. Je höher der Rotanteil im Farbspektrum des Lichts, desto wärmer nimmt man das Licht wahr. Je höher der Blauanteil, umso kälter wirkt es. Folgende Richtwerte gelten:

  • Warmlicht (Wohlfühllicht): 2700 bis 3300 K
  • Mischlicht (Schminklicht): 3400 bis 4500 K
  • Kaltlicht (Kosmetiklicht): 4600 bis 6500 K

Candela
Lichtstärke wird in Candela gemessen. Gemeint ist die Lichtintensität in eine bestimmte Richtung. Sie errechnet sich aus Lumen pro Raumwinkel. Vergleicht man beispielsweise ein birnenförmiges Leuchtmittel mit einem flachen Spot, ist der Lichtkegel bei einem Spot kleiner und konzentrierter, während die Birne das Licht mit einer größeren Reichweite ausstrahlt.

Colour Rendering Index (CRI)
Der Farbwiedergabeindex wird in CRI oder Ra angegeben. CRI steht für Colour Rendering Index. Je höher dieser Wert ausfällt, desto realitätsnäher ist der Farbeindruck. LEDs haben im Allgemeinen CRI-Werte zwischen 85 und 97. Grob lässt sich diese Einteilung vornehmen:

  • Ra = 100: Sonnenleicht
  • Ra > 90: sehr gute Farbwiedergabe
  • Ra > 80: gute Farbwiedergabe

Lichtrichtung
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dabei bestimmt die Richtung, aus der das Licht kommt, wo sich der Schatten bildet. Wenn das Licht bei einem Lichtspiegel von vorne oder von der Seite auf das Gesicht fällt, ist das Spiegelbild am besten ausgeleuchtet. Diese Anordnung erzeugt keine Schatten im Gesicht, sodass Oberflächenstrukturen und Formen gut sichtbar sind.

 

 

 


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