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Optimales Raumklima für 32000 Flugzeugräder

Im Osten Frankfurts werden Lufthansa-Räder gewartet. Die Beheizung und Kühlung der Halle erfolgt über Deckenstrahlplatten

Knapp 60 Mio. Euro hat die Lufthansa Technik AG in die neue Hightech-Halle mit 200 Arbeitsplätzen in Frankfurts Osten gesteckt. Pro Jahr werden hier 32000 Flugzeugräder und 6000 Bremsen gewartet.

Zwei Bauformen der Deckenstrahlplatten „Eco Evo Plus“ sind im neuen Technikwerk installiert. Sie übernehmen das Heizen und Kühlen der Halle.

Kennzeichen einer Deckenstrahlheizung: ein hoher Strahlungsanteil (bei „Eco Evo Plus“ über 80 %).

 

Die Techniktochter des Luftfahrtkonzerns Lufthansa eröffnete im September 2017 im Osthafen Frankfurts ein Servicewerk für Räder und Bremsen. 60 Mio. Euro kostete das Hightech-Werk mit 200 Arbeitsplätzen. Energieeffizienz bei Heizen und Kühlen war dabei die oberste Vorgabe für die Haustechnikplanung.
Ein Airbus A380 wiegt bei der Landung bis zu 391 t und setzt mit seinen 22 Rädern mit rund 230 km/h auf der Landebahn auf. Innerhalb weniger Augenblicke wird er dann auf etwas mehr als Schritttempo heruntergebremst. Diese Zahlen zeigen, welche Belastungen die Räder und Bremsen täglich aushalten müssen. Seit Herbst 2017 werden sie von der Lufthansa Technik in der modernen Räder- und Bremsenwerkstatt im Osthafen geprüft und repariert.
Die Lufthansa-Tochter hat knapp 60 Mio. Euro in dieses Stück Hightech-Industrie gesteckt. Mit einer Bauzeit von zwei Jahren ist auf dem 35 000 m2 großen Grundstück dieser Komplex entstanden.
Am neuen Standort durchlaufen die Flugzeugteile etliche Stationen. Von der ersten Sichtkontrolle, einer Rissprüfung der Felgen mit Schwarzlicht und fluoreszierender Flüssigkeit bis hin zur neuerlichen Lackierung ist alles dabei. Dazu werden die bis zu 300 kg schweren Räder zu verschiedenen Arbeitsplätzen transportiert.
Um all diese Abläufe in höchster Qualität sicherzustellen, wurden strikte Vorgaben zu den Raumkonditionen gemacht und bei den Planungen berücksichtigt. Der Einsatz von BIM war neben der Energieeffizienz eine der wichtigen Lufthansa-Vorgaben. Um die Kombination aus Energieeffizienz bei Heizen und Kühlen mit hoher Behaglichkeit sicherzustellen, wurde auf Deckenstrahlplatten zum Heizen und Kühlen in Kombination gesetzt.
Zum Einsatz kamen die Produkte von Frenger, die die Energie zu 80 % über Strahlung an den Raum abgeben. Um die Wärmeabgabe nach oben zu reduzieren, haben die Deckenstrahlplatten eine wannenartige Form. Und sie reduziert laut Frenger den Lufttemperaturanstieg im Heizbetrieb auf nur 0,2 K/m Hallenhöhe. Um sicherzustellen, dass dies auch zu den Einsparungen an Heizenergie führt, wurden durch das Planungsbüro wissenschaftliche Nachweise verlangt. „Messungen unter reproduzierbaren Bedingungen bei realen Raumhöhen im Forschungslabor der ROM-Technik bestätigten die Einhaltung dieser strengen Vorgaben“, berichtet Frenger. Darüber hinaus steigere der zug- und geräuschfreie Betrieb das positive Nutzergefühl im Raum erheblich. Gleiches gelte im Kühlbetrieb.
Für den Kühlbetrieb werden keine Ventilatoren eingesetzt – die Wärme wird dem Raum überwiegend auf Basis von Strahlung entzogen. Das verspricht nach den Worten von Frenger hohe Behaglichkeit bei niedrigem Energieverbrauch. Und die benötigten Vorlauftemperaturen im Heizbetrieb von 45 °C und im Kühlbetrieb von 19 °C ermöglichten die Kombination mit „ebenfalls sehr energieeffizienten“ Gasmotor-Wärmepumpen.
Um die Kühlanforderungen abzudecken, verbaute man zwei Bauformen der Frenger Deckenstrahlplatten aus der Baureihe „Eco Evo Plus“: Typ 1 wird in der Kombination Heizen/Kühlen betrieben, wogegen Typ 2 in geänderter Bauweise mit erhöhter Kühlleistung lediglich im Kühlbetrieb aktiv ist. Dies führte in dem Servicewerk für Räder und Bremsen „zu einer deutlich geringeren Belegung mit Deckenstrahlplatten und größerer Flexibilität für den Nutzer“.
Zusätzliche Herausforderung bei der Lufthansa Technik AG war, dass ein Zwei-Leiter-System installiert werden sollte. Dadurch treten im Heiz- und Kühlfall unterschiedliche Volumenströme auf. Die Regelung wurde auf diesen Fall abgestimmt.
„Das Klima in der neuen Halle ist sehr gut“, freut sich der stellvertretende Objektverantwortliche, Tim Steffens. „Auch wenn wir seit Einzug in die neue Halle noch keine extremen Außentemperaturen hatten, merken wir doch schon, dass die Hallentemperaturen äußerst angenehm sind.“ 

Bilder: Frenger

www.frenger.de

 


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