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Online-Petition „Sag ja zu Solar“

Enerix-Geschäftsführer Peter Knuth hat eine Online-Petition gestartet, die an das Bundeswirtschaftsministerium gerichtet ist. Gefordert wird eine Neufassung des EEG, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für PV-Anlagen auf Wohnhäusern zu verbessern. Konkret geht es um fünf Punkte.

Mithilfe bei Interesse ist gefordert: Knapp 3 000 Befürworter haben die Petition Photovoltaik bislang unterzeichnet. Erforderlich sind 10 000 Unterzeichnungen. Bild: Enerix

Initiator der Petition ist Enerix-Mitgründer und Geschäftsführer Peter Knuth. Bild: Enerix

 

Folgende fünf Punkte sollten von der Bundesregierung in einer Neufassung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) laut Initiator Peter Knuth umgehend verbessert werden:

1. Abschaffung der Eigenverbrauchsabgabe auf Photovoltaikanlagen größer 10 kWp

Betreiber einer Photovoltaikanlage mit einer Modulgeneratorleistung größer als 10 Kilowattpeak müssen für den selbst erzeugten Solarstrom eine anteilige Eigenverbrauchsabgabe in Höhe von 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Diese beträgt derzeit 6,405 Cent / kWh. Das heißt 2,56 Cent (entspricht 40%) müssen die Betreiber für jede Kilowattstunde, die sie selbst mit ihrer Photovoltaikanlage erzeugen und verbrauchen zahlen. Eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Betreiber, die dazu führt, dass Eigenheimbesitzer nur Anlagen bauen, die unterhalb dieser Grenze liegen, obwohl sie mehr Solarstrom nutzen und eine größere Anlage bauen könnten. Diese nicht nachvollziehbare und unnötige Vorgabe müsse umgehend abgeschafft werden, weil dadurch die PV-Anlage zwangsweise kleiner gebaut werde als möglich.

2. Verpflichtung und Förderung von Photovoltaikanlagen auf allen Neubauten
Nur 7 % aller neugebauten Einfamilienhäuser werden mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichen Studie des Bonner Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD. Dabei seien die Wirtschaftlichkeit und der Nutzen durch den hohen Eigenverbrauch für Hausstrom, Wärmepumpe oder für das Elektroauto bei Einfamilienhäusern besonders hoch. Die Mehrkosten für eine Photovoltaikanlage bei einem Neubau betragen dagegen gerade mal 2 % der gesamten Baukosten. Jeder Neubau sollte als Auflage erhalten, eine Photovoltaikanlage zu installieren, fodert Knuth. Diese Auflage könnte die Bundesregierung mit Förderanreizen, beispielsweise durch eine günstige Finanzierung oder durch Steuervorteile verbinden.

3. Wegfall des 52 GWp-Deckels
Die aktuell gültige Fassung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sieht ein Ende der Solarenergieförderung bei 52 GWp vor. Beim aktuellen Zubau wird dieser Deckel voraussichtlich in 2020 erreicht werden. Zwar spielt die Einspeisevergütung zwischenzeitig nur noch eine untergeordnete Rolle, weil nur ein geringer Anteil des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz verkauft wird, dennoch wäre es ein schlechtes Signal, wenn die Einspeisevergütung wegfallen würde, argumentiert Knuth. Die Bundesregierung sollte dringend die im EEG vorgesehene Deckelung der Solarenergie beenden und das positive Stimmungsbild in der Bevölkerung für den Ausbau erneuerbarer Energien nutzen.

4. Abschaffung der EEG-Umlage bei Stromverkauf an Dritte im Hausnetz (Mieterstrom)
Während Eigenheimbesitzer mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage schon seit vielen Jahren vom günstigen Solarstrom profitieren, bleibe diese Energiequelle und damit die Nutzung der Vorteile daraus für Mieter trotz des Mieterstrommodels nach wie vor weitgehend verschlossen. Hausbesitzer, die Solarstrom an ihre Mieter verkaufen möchten, werden gemäß § 60 Abs. 1 EEG zum Energieversorger und damit umlagepflichtig. Pro verkaufter Kilowattstunde an den Mieter beträgt die Umlage aktuell 6,405 ct. Das gilt auch in solchen Fällen, in denen der Strom innerhalb des Gebäudes bleibt, unabhängig von der Größe und der Anzahl der Mieteinheiten. Zudem ist es für die Frage unerheblich, ob der Strom separat abgerechnet wird oder pauschal schon in der Miete enthalten ist. Vermieter würden laut Knuth zudem durch den zusätzlichen administrativen Aufwand in Verbindung mit den nur sehr geringen Einnahmen von solchen Projekten abgehalten. Die Petition fordert: Die Bundesregierung sollte, sofern der Strom nur innerhalb des eigenen privaten Hausnetzes fließt, die EEG-Umlage bei Stromverkauf an Dritte (= Mieter) ersatzlos streichen und den regulatorischen Aufwand für Vermieter verringern, damit auch Mieter künftig vermehrt in den Genuss von Solarstrom kommen können.

5. Abschaffung der 70%-Regel bzw. der Einspeiseregelung bei Anlagen bis 30 kWp

Bei Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 30 Kilowattpeak verlangt das aktuelle EEG entweder eine Fernsteuerungsmöglichkeit für den Energieversorger oder wahlweise eine Begrenzung der Anlagenwirkleistung auf maximalen 70 % der Modulnennleistung . Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Gesetzgeber damit sicherstellen möchte, dass das öffentliche Stromnetz bei hohen Einspeiselasten von PV-Anlagen stabil bleibt und nicht überlastet wird. Bei kleinen Anlagen bis 30 kWp sei diese Regelung aber unnötig, da der Strom aus solchen Anlagen in unmittelbarer Nähe zur Entstehung verbraucht werde und das Netz eher ent- als belastet, argumentiert Knuth. Mit Stromspeichern werde dieser positive Effekt sogar deutlich verstärkt. Die Bundesregierung sollte die 70% Regelung für Anlagen bis 30 kWp streichen.

Petition unterzeichnen

Die Petition „Sag ja zu Solar“ kann man unter folgendem Link unterzeichnen:
openpetition.de/!sagjazusolar

 


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