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„Kalte Nahwärme“ in der Praxis

Augsburg.  Im Auftrag der Stadtwerke Friedberg haben die Lechwerke (LEW) ein zukunftsweisendes Energiekonzept umgesetzt: Das Neubaugebiet an der Afrastraße in Friedberg hat ein „kaltes Nahwärmesystem“ erhalten: Die fast 250 Wohneinheiten können damit energieeffizient und klimaschonend mit Heizwärme und Warmwasser versorgt werden.

Über einen Wärmetauscher wird die Umweltwärme aus dem Grundwasser in den Solekreislauf gespeist. Bild: LEW/Hochgemuth

Die Wärmepumpen in den Gebäuden sind an einen Solekreislauf angeschlossen, den sie für die dezentrale Wärmeerzeugung nutzen. Bild: LEW/Hochgemuth

 

Herkömmliche Nahwärmesysteme erzeugen die Wärme zentral, zum Beispiel in einem kleinen Heizkraftwerk und verteilen die hohen Temperaturen dann über Rohre an die Gebäude. Der Wärmeverlust auf dem Weg dorthin ist in der Regel hoch. Das kalte Nahwärmenetz dagegen transportiert die aus Grundwasser gewonnene und mit rund 10° C vergleichsweise niedrige Umweltwärme zu den Gebäuden, sodass kaum Wärmeverluste entstehen. Erst dort erzeugen Wärmepumpen daraus Heizwärme und Warmwasser.
Das Herz der Anlage bilden drei Entnahme- und zwei Schluckbrunnen mit einer Tiefe von jeweils 6 – 10 m. Die in den Brunnen installierten Pumpen können bis zu 29 l Grundwasser pro Sekunde fördern und wieder in den Boden zurückleiten. Wärmetauscher in der Übergabestation übertragen die Energie des Grundwassers an den Solekreislauf. Die Verteilung der Sole innerhalb des 30000 m² großen Neubaugebietes gewährleisten ungedämmte Kunststoffrohre. Sie wurden schon während der Erschließung des Neubaugebietes bis zu den einzelnen Grundstücken verlegt.
www.lew.de

 


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