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Fußbodenheizung auf dem höchsten Berg Deutschlands

Auf der Zugspitze hat ein Restaurant eröffnet. Trinkwasserversorgung und Gebäudetemperierung stellten Fachhandwerker vor große Herausforderungen

Architektonischer Augenschmaus: Das Restaurant „Panorama 2962“ auf der Zugspitze.

Im Gastronomiebereich des Gipfelrestaurants wurde auf 720 m2 Fläche die Fußbodenheizung „Classic“ von Uponor verlegt.

Die Mattenraster ermöglichen die Anpassung der Heizrohrabstände an den Wärmebedarf.

 

Transportgut und das genaue Gewicht angeben, dann habe ich ein Zeitfenster zugeteilt bekommen.“ An der Talstation am Eibsee sei alles verpackt worden, dann ging es mit der Materialbahn zum Gipfel. Auf dem Dach seien die Transportboxen schnell ausgeräumt worden, da der Platz bereits für die nächste Materiallieferung benötigt wurde. Platz für ein Zwischenlager gibt es auf der Zugspitze naturgemäß nicht.

Drei Mattenraster

Die TGA-Planer vom Büro Hasenauer entschieden sich zur Trinkwasserinstallation und bei der Gebäudetemperierung (152 kW Heizlast) für Systeme von Uponor. Die Heizlast im Gastronomiebereich ist über 720 m2 mit der Fußbodenheizung „Classic“ abgedeckt worden. Die drei Mattenraster ermöglichen die Anpassung der Heizrohrabstände an den Wärmebedarf und Oberbodenbelag. Durch die Trennung von Heizebene und Dämmschicht ist das System in Kombination mit geeigneten Dämmstoffen auch für hohe Verkehrslasten geeignet, teilt der Hersteller mit. Die beschichteten Trägerelemente und die Rohrhalter fixieren die Systemrohre in der Heizebene und ermöglichen die Estrichumschließung. Im Eingangsbereich und im Treppenhaus des neuen Restaurants kamen Heizkörper und Türluftschleier zum Einsatz.
Die Zugspitze ist zwar der kälteste, zugleich aber auch der sonnigste Ort Deutschlands mit etwa 1800 Sonnenstunden im langjährigen Mittel. Daher wurden sowohl an der Talseite des Restaurants als auch auf dem Dach Photovoltaikanlagen in Südausrichtung installiert. Der mit der PV-Anlage erzeugte Strom versorgt die drei 45-kW-Patronen zur Erwärmung des Heizungswassers im 300 l fassenden Pufferspeicher. Der Großteil des Stroms wird direkt eingespeist, berichten die Projektverantwortlichen. Das Heizungswasser wird auf einen Temperaturbereich von 35°C bis 45°C erwärmt und die Heizkörper und Heizungsverteiler für das Trägerelementsystem sind mit insgesamt 250 m Verbundrohrsystem („Uponor MLC“) in den Dimensionen 16 bis 40 mm angebunden.

1000 l Pufferspeicher für Warmwasserbereitung
In einem 1000 l fassenden Pufferspeicher für die Warmwasserbereitung wird das Wasser auf Zapftemperatur vorerwärmt. Gut 25% der dazu benötigten Heizenergie werden durch die Abwärme der Kältemaschinen der Kühlzellen für die Küche mittels Plattenwärmeübertragern gewonnen. „Täglich werden von der Talstation am Eibsee 6000 l Trinkwasser zur Bergstation gepumpt“, berichtet Projektleiter Michael Singer. Die Trinkwasserversorgung werde auf vier Geschossen über 500 m Verteil- und Steigleitungen mit dem Verbundrohrsystem erschlossen. Hauptverbraucher sind neben der Küche die WC-Anlagen.

Bilder: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

www.uponor.de
www.tb-hasenauer.at
www.bouvier.at

 

 

 


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