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Firmenwagen – Nutzungswert des Fahrzeugs wird nicht durch Garagenkosten gemindert

Stellt der Arbeitgeber einem Mitarbeiter ein Kraftfahrzeug auch zur Privatnutzung zur Verfügung, wird der als Arbeitslohn zu versteuernde Nutzungsvorteil i.d.R. nach der sogenannten 1-%-Methode berechnet. Anteilige Garagenkosten kann der Mitarbeiter in diesem Zusammenhang jedoch nicht geltend machen.

 

Denn die Unterstellkosten mindern nicht den geldwerten Vorteil für die Überlassung eines Fahrzeugs. Daran ändert auch eine Bescheinigung des Arbeitgebers, nach der das Fahrzeug nachts in einer abschließbaren Garage abzustellen ist, nichts. Eine Minderung des Nutzungsvorteils tritt nur ein, wenn der Arbeitnehmer ein Nutzungsentgelt zahlt oder einzelne nutzungsabhängige Kosten des betrieblichen Pkws wie Kraftstoffkosten oder Leasingraten trägt. Für die Inbetriebnahme des Fahrzeugs dagegen ist die Unterbringung in einer Garage nicht notwendig. Die im Streitfall vorgelegte Arbeitgeberbescheinigung belegt überdies auch nicht, dass die Unterbringung in einer Garage zwingende Voraussetzung für die Überlassung des Fahrzeugs war (Quelle: Finanzgericht Münster, Az.: 10 K 2990/17 E). Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde zugelassen.

 


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