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Die Zukunft des Bauens

Die BAU 2017 geht mit einem neuen Ausstellerrekord an den Start. 2120 Aussteller aus 45 Ländern nehmen in diesem Jahr an der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme teil. 715 kommen aus dem Ausland, das entspricht einem Anteil von 34 %. Das Messegelände ist wie immer in den vergangenen Jahren voll ausgebucht. In 17 Messehallen stehen 183 000 m² Fläche zur Verfügung. Die BAU 2017 findet vom 16. bis 21. Januar auf dem Münchner Messegelände statt. Nachstehend ein kleiner Auszug aus den verschiedenen Themenbereichen.

 

Riesenandrang bei der Eröffnung der BAU 2015. Bild: Messe München

 

Energie-, Gebäude- und Solartechnik (Halle B2)
Verschärfte Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz machen den Einsatz Erneuerbarer Energien de facto unumgänglich. Der Bereich der Solartechnik wartet hier mit einer Bandbreite an neuen Entwicklungen auf. So bewirken neue Zellgenerationen und Modultypen – PERC-Zellen, Glas-Glas-Module und Hochleistungsmodule – eine deutliche Energieertragssteigerung. Die Nachfrage nach Solarstromspeichern, die eine zeitlich flexible Nutzung des gewonnenen Stroms erlauben, nimmt weiterhin zu; die Anschaffung netzdienlicher Speicher wird durch die Bundesregierung gefördert. Unter dem Stichwort „Smart Renewable Energy“ wird die intelligente Vernetzung und Digitalisierung dezentraler PV-Anlagen und Speicher ausgebaut: Wachsende Unabhängigkeit vom Energieversorger ist die Folge. Neben den Themen solares Bauen und Solarthermie können die Fachbesucher der BAU auch auf aktuelle Trends und Neuheiten aus dem Bereich der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik gespannt sein.

Aluminium (Hallen B1/C1)
Im Bereich der Fassaden entwickelt sich nicht nur im Hinblick auf Recycling eine „neue Generation“: Mittels modernster Computertechnologie werden inzwischen neue Fassadentypen in 3-D konstruiert. Allgemein wird die Fassadenplanung immer selbstverständlicher die Themen Sonnenschutz sowie Energiezugewinn und -nutzung miteinbeziehen. Neben Neuheiten zu Aluminiumprofilen und -systemen, Sonnenschutz- und Fassadensystemen werden auf der BAU Maschinen / Werkzeuge zur Aluminium- und Stahlbearbeitung ausgestellt.

BAU IT (Halle C3)
Software ist heute aus keinem Bereich des Bauens mehr wegzudenken. Mit etwa 130 Ausstellern auf rund 9000 m² Fläche bietet die BAU IT die größte Softwareshow Europas. Der Bundesverband Bausoftware e.V. (BVBS) ist auch diesmal mit einem großen Gemeinschaftsstand vertreten. Neben Tools für die Entwurfsplanung finden Besucher der BAU ein breites Spektrum an IT-Lösungen aus den Bereichen Ausschreibung und Vergabe, Abrechnung, Projektplanung, Messtechnik, Projektmanagement und Controlling. Einen Themenschwerpunkt bilden dabei die BIM-Anwendungen: Durch erhöhte Transparenz der Abläufe und durch Kosteneinsparpotenziale tragen sie dazu bei, Produktivität, Effizienz und Qualität der Bauwerke zu steigern.

Bodenbeläge (Hallen A5/A6)
Auch der Ausstellungsbereich der Bodenbeläge hält zur BAU 2017 ein umfangreiches Sortiment an Produktneuheiten bereit, sei es zu elastischen und textilen Belägen, zu Parkett und Laminat, zu Leisten und Profilen oder Verlege- und Anwendungstechnik. Der Trend zu hochwertigen Materialien für Innenräume setzt sich weiter fort – dies bedeutet vor allem einen Akzent auf das Thema Nachhaltigkeit und Gesundheit. So präsentieren die Mitglieder des FEB (Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge e. V.) etwa einen „Bio-Boden“ auf Basis von Polyurethan (PUR), hergestellt aus 99 % nachwachsenden Rohstoffen, sowie gesundheitlich unbedenkliche Kunststoff-Bodenbeläge.

Glas / Gebäudeautomation / -steuerung (Halle C2)
Zu einem „Smart Home“ gehören nicht nur intelligent gesteuerte Heizungen, sondern auch smartes Glas, smarte Fenster und smarte Fassaden. Die Entwicklung von transparenten Bauteilen hat gerade in den letzten Jahren zahlreiche Innovationen hervorgebracht. Fassaden sind heute Hightech-Produkte, die im Zusammenspiel mit der Verglasung wahre Energiewunder vollbringen können. Ein Beispiel ist das 2015 in Frankfurt am Main eingeweihte „Aktiv-Stadthaus“ von HHS Planer + Architekten (Kassel): Als größtes Plusenergie-Wohngebäude in Europa realisiert es eine optimale Kombination aus passiver Effizienz via Dämmung (Nordseite) und aktiver Energiegewinnung (Südseite).
Schwerpunkte setzen auf der BAU neben intelligenten und Medienfassaden auch Lösungen für energieerzeugende Systeme, Lichtlenkung sowie Sonnen-, Wärme- und Lärmschutz.

Holz (Halle B5)
Die BAU 2017 zeigt zahlreiche Neuheiten in den Bereichen Holzwerkstoffe, konstruktiver Holzbau, Fassadensysteme, aber auch Lösungen für Innenausbau, Treppen, Bodenbeläge und Zubehör. Ein aktuelles Thema ist die Modernisierung von Fertighäusern – insbesondere aufgrund der verschärften Energieeinsparauflagen.

Keramik (Halle A4)
Von den Möglichkeiten des zeitlosen Materials können sich Besucher der BAU anhand zahlreicher Beispiele überzeugen. So werden neben einer umfangreichen Palette an Sanitärobjekten und Sanitärtechnik auch Produktlösungen zu Fliesen und Fassaden präsentiert: Digitaldruck und plastische Reliefierung beispielsweise schaffen attraktive Oberflächen. Fliesen sind jedoch nicht nur optisches Gestaltungsmittel, sondern bieten auch handfeste praktische Vorteile: So vereinfacht etwa die innovative Veredelung HT, die in die Glasur eingebrannt wird, die Reinigung. Zudem wirkt HT anti-bakteriell: Durch Lichteinfall entsteht Sauerstoff, der Bakterien oder Pilze ohne chemische Mittel zersetzt. Selbst Luftschadstoffe werden abgebaut, was das Raumklima nachhaltig verbessert. All dies ist insbesondere in Gebäuden des Gesundheitswesens von Vorteil.

Schloss / Beschlag / Sicherheit (Hallen B4/C4)
Allein im Jahr 2015 sind die Einbruchzahlen um nochmals zehn Prozent gestiegen: Einbruchhemmung nimmt damit in der aktuellen Produktentwicklung einen besonderen Stellwert ein. Dass sich ein zusätzlicher Schutz lohnt, belegt die hohe Abbruchquote von Einbrechern bei entsprechenden Vorrichtungen. Bei Beschlägen setzt sich der Trend zu immer schlankeren, eleganteren Ausführungen fort: Häufig sind Beschläge gänzlich verdeckt oder so an Türen und Fenster angepasst, dass sich architektonisch anspruchsvolle Lösungen umsetzen lassen. Selbst mechanische Systeme optimieren den Kraftaufwand so, dass auch große Türanlagen ohne Elektronik sich spielend öffnen lassen – dies ist insbesondere in öffentlichen, aber auch bei barrierefreien Gebäuden relevant. Automatische Systeme, die neben Komfort und Sicherheit auch eine energetische Optimierung gewährleisten, liegen weiterhin im Trend.

 


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