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Datenübertragung ohne SSL-Verschlüsselung kann abgemahnt werden

Konstanz.  Seit mehr als zwei Monaten ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Vollends umgesetzt wurde sie auf zahlreichen Homepages aber noch nicht. „Viele Unternehmen haben zwar ihre Datenschutzerklärung aktualisiert, aber ihre Webseiten nicht ausreichend geschützt“, sagt Jan Benz, Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Konstanz.

Seit mehr als zwei Monaten ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Vollends umgesetzt wurde sie auf zahlreichen Homepages aber noch nicht. Bild: Fotolia - momius

 

Derzeit läge die Datenübertragung ohne SSL-Verschlüsselung im Fokus von Abmahnanwälten.
Betroffen sind Firmenwebseiten, die noch über eine -Adresse angesteuert werden, statt über die sichere Variante . Diese Umstellung sei vor allem wichtig, wenn auf der Firmenwebseite ein Kontaktformular für die Kommunikation mit dem Unternehmen zur Verfügung gestellt werde. Denn eine SSL-Verschlüsselung (https://) sei die Mindestanforderung nach Art. 32 DSGVO, um personenbezogene Daten erheben und verarbeiten zu dürfen. Ein Verstoß dagegen kann abgemahnt werden.
Aktuell wurden in Berlin Fälle bekannt, in denen Firmen auf Basis dieses Sachverhaltes Abmahnungen mit Forderungen zwischen 8500 und 12.500 Euro erhalten haben. Es gäbe jedoch noch kein rechtskräftiges Urteil, so dass die tatsächliche Höhe möglicher Schadensersatzansprüche unklar sei.
Die Handwerkskammer Konstanz rät, die Firmenwebseite auf https:// umzustellen. Betroffene Unternehmen sollten dazu ihren Webseitenbetreiber kontaktieren oder sich bei der Firma, mit deren Software sie ihren Internetauftritt erstellt haben, über das Vorgehen erkundigen.

www.hwk-konstanz.de

 


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