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400 Wohnungsstationen, 300 km Fußbodenheizungsrohr

Der Grand Tower in Frankfurt am Main stellt hohe Anforderungen an die Wärme- und Kälteversorgung

Grand Tower in Frankfurt am Main: In den luxuriösen Eigentumswohnungen sorgen Wohnungsstationen von KaMo für die Wärme- und ­Kälteverteilung.

Für die Fußbodenheizung werden im Grand Tower insgesamt rund 300 km Rohrleitung (Typ „Uponor Comfort Pipe“) verlegt.

Die Wohnungsstationen verfügen über ­dynamische Differenzdruckregler, die ­optimale Druckverhältnisse in den ­Heizkreisen gewährleisten sollen.

 

Mitten im Frankfurter Europaviertel entsteht Deutschlands höchstes Wohngebäude: der Grand Tower. Das Bauwerk misst 172 m und verfügt über 47 Etagen mit insgesamt 401 Apartments und Penthouses. Das Hochhaus am Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ soll dieses Jahr bezogen werden und ist nicht nur architektonisch imposant. Verbaut werden mehr als 400 Wohnungsstationen sowie 300 km Rohrleitung für die Fußbodenheizung.

Die Anforderungen an die Wärme- und Kälteversorgung der luxuriösen Eigentumswohnungen – sie sollen im Schnitt für etwa 9000 Euro/m2 verkauft worden sein – sind hoch. Die Bewohner erwarten einen individuellen Temperaturkomfort. Die Basis dafür bilden ein Fernwärmeanschluss mit einer Leistung von 2,5 MW sowie zwei auf dem Dach installierte Kaltwassererzeuger mit Leistungen von jeweils 600 kW. In den Apartments kommen Wohnungsstationen des Anbieters KaMo zum Einsatz. Sie werden als „Komplettpaket mit verdrahteter Regelungstechnik“ geliefert, um für zügige Abläufe auf der Baustelle zu sorgen, und dienen als Übergabepunkte für die Wärme und Kälte an die jeweiligen Wohnbereiche. In den unteren Etagen sind die Wohneinheiten mit einer Fußbodentemperierung und einem Badheizkörper ausgestattet, in den oberen Stockwerken zusätzlich mit einer Kühldecke und bei Bedarf auch mit einem Ventilatorkonvektor („Fan Coil“).

Entkopplung der Wohneinheiten
Die Trennung der primären und sekundären Heiz- und Kühlkreise verspricht einige Vorteile: So könnten Bewohner über die Wohnungsstationen die Raumtempe­ratur komfortabel an ihre individuellen ­Bedürfnisse anpassen. Ein in den dezentralen Lösungen integrierter 6-Wege-Kugelhahn stelle sicher, dass die Verbraucher sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb mit der erforderlichen Durchflussmenge an Warm- bzw. Kaltwasser versorgt würden. Weiterer Vorteil der hydraulischen Trennung: Liegt eine Störung im Wohnbereich (Sekundärseite) vor, bleibt der Rest des Heizungssystems (Primärkreis) bei eventuellen Reparaturarbeiten weiterhin in Betrieb. „Zudem ermöglichen die Wohnungsstationen den nachträglichen Einbau einer Kühldecke oder eines Fan Coils, da die Anschlüsse bereits vorhanden sind und die Nachrüs­tung ohne Auswirkungen auf den Rest der Anlage durchgeführt werden kann“, heißt es bei KaMo. Nicht zuletzt wird auch die Abrechnung der verbrauchten Ener­gie (Wärme und Kälte) durch die Trennung der Nutzungseinheiten vereinfacht.
Um eine zuverlässige Energieverteilung in Deutschlands höchstem Wohngebäudekomplex sicherzustellen, sind in den Steigleitungen hohe Drücke erforderlich. Der Hersteller hat nach eigenem Bekunden Tests mit den Rohren durchgeführt, um sie für Nenndrücke bis PN 25 zertifizieren zu lassen.

Zehn Einheiten pro Tag
Für das Uponor-Tochterunternehmen KaMo zählt der Grand Tower zu den größten Aufträgen der Firmengeschichte. Bei der Produktion der Wohnungsstationen war Flexibilität und Schnelligkeit gefragt, denn zu Beginn der Bauarbeiten mussten zehn Einheiten pro Tag auf die Baustelle im Frankfurter Europaviertel geliefert werden.

Bilder: Roman Gerike

www.uponor.de

www.kamo.de

 

Info
Die Karl Gemünden GmbH hatte den Zuschlag für das höchste Wohngebäude Deutschlands bekommen. Sie war täglich in der Spitze mit bis zu 150 Mitarbeitern im Zweischichtbetrieb auf der Baustelle im Einsatz und hat 34 000 m3 Beton und 8000 t Stahl verbaut.
Das Hochhaus lockt nicht nur mit luxuriösem Wohnen in luftiger Höhe und Aussicht auf die Frankfurter Skyline oder den Taunus. Vorgesehen sind neben Concierge-Service ein fast 1000 m2 großer Dachgarten und ein Sonnendeck im 43. Stock.

 

 

 

 

 


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