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Mit Technologiemix zum Ziel

Bild: IKZ

 

Erneuerbare Energien und die dazu verwendeten Technologien kommen hierzulande in den vergangenen Jahren zunehmend zum Einsatz. So zeigt beispielsweise der Wärmepumpen-Markt mit seinen neuesten Zahlen für das letzte Jahr ein Wachstum von 17 % gegenüber dem Jahr 2016. Mit insgesamt rund 78 000 verkauften Geräten ist dies erneut ein Rekordjahr. Auf den ersten Blick: gut für die Klimaziele. Aber wie gut, das zeigt sich erst auf den zweiten Blick – und dieser sieht nicht so positiv aus. Der Grund: Es gibt Anzeichen, dass der Neubausektor – wo der Hauptabsatz für Wärmepumpen bisher erfolgt – an Fahrt verliert. Hinzu kommt, dass im Sanierungsgeschäft für Wärmeerzeuger nach wie vor zu wenig Bewegung ist. Bei diesen Gegebenheiten erstaunt das Ergebnis aktueller Studien nicht, dass ein deutlich stärkerer Ausbau des Wärmepumpenbestands einerseits und weiterer umweltfreundlicher(en) Technologien andererseits notwendig ist, um die Klimaziele erreichen zu können. Und damit steht der Sanierungsmarkt – oder besser gesagt der Sanierungsstau – im Mittelpunkt notwendiger Handlungen.
Spätestens bei der Frage, warum so viele alte Heizkessel noch ihren energetisch und ökologisch schlechten Dienst vollrichten, wimmelt es nur so von Antworten. Sehr oft fallen von Betreibern die Aussagen „solange die Anlage noch läuft, wird nicht saniert“ oder „die finanzielle Situation ermöglicht dies derzeit nicht“. Hinzu kommt die Unentschlossenheit potenzieller Kunden, sei es aufgrund des sich fortlaufend ändernden Förder­dschungels oder aufgrund von Unwissenheit über mögliche Alternativen zum bestehenden Heizungssystem. Was hilft?
Dass hier die Politik mit verbesserten und neuen Ansätzen gefordert ist, liegt klar auf der Hand. Aber dies hilft aktuell dem SHK-Unternehmer nicht weiter. Daher ist in solchen Situationen meist viel Erklärungs- und Beratungsarbeit notwendig, um letztlich eine Sanierung zu bewirken. Um auf die diversen Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden entsprechend reagieren zu können, sollte sich der Betrieb die Bandbreite technischer Lösungen zu eigen machen. Und hier bieten neben Wärmepumpen auch die klassischen Energien mit Brennwerttechnik, nach Möglichkeit in Kombination mit Erneuerbaren Energien als Hybridheizung, Erfolg versprechende Schritte – sowohl für Kunden als auch für die Klimaziele1). Hinzu kommt, dass die Entwicklung neuer treibhausgasreduzierter Brennstoffe weiter voranschreitet. Daher: Besser mit Öl und Gas sanieren, als gar nicht sanieren, meint

Markus Münzfeld
Staatl. gepr. Techniker, Gebäudeenergieberater und Redakteur

m.muenzfeld@strobel-verlag.de

 

 

 


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