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Finanziell abgesichert?

 

Das Handwerk hat alle Hände voll zu tun – und die Aufgaben reichen weit: Von der Mitarbeitergewinnung über die Bürokratieflut bis hin zu den ureigenen täglichen Auftragsarbeiten, die allein betrachtet schon tagesfüllend sind. Bei den zahlreichen Aufgaben haben aber viele Unternehmer offensichtlich eines vergessen: an sich selbst und damit an ihre Altersvorsorge zu denken. Und dies betrifft branchenübergreifend einen großen Kreis: Rund 3 Mio. Selbstständige haben keine oder eine nur unzureichende Vorsorge fürs Alter.
Dieser unbefriedigenden Situation will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nun per Gesetz entgegenwirken. Bis zum Jahresende plant das Ministerium einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Selbstständige dazu verpflichten will, sich für das Alter abzusichern. Dabei sollen die Betroffenen zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen geeigneten insolvenz- und pfändungssicheren Vorsorgearten wählen können. Ein Ansatz, der gutes verspricht, wenn eine solche Vorsorge zumindest die Grundsicherung deckt. Der Weg dorthin scheint auch schon geebnet zu sein, denn „in der Reihenfolge der rentenpolitischen Vorhaben steht für den Herbst zunächst die Grundrente an und im nächsten Schritt die Einbeziehung der Selbstständigen“, so teilte es uns auf Anfrage eine Sprecherin des Bundesminis­teriums mit.
Mit diesem Ansatz wird dann auch dem Gedanken Rechnung getragen, dass Rentenbeitrags- oder Steuerzahler nicht für ungesicherte Unternehmer bei Bedürftigkeit aufkommen müssen. Zudem kann es auch den Anreiz mindern, dass sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in eine sogenannte Solo-Selbstständigkeit wechseln. Denn aus dieser Gruppe kommen derzeit die meisten, die nicht für das Alter abgesichert sind.
Auch wenn die genaue Ausgestaltung des Gesetzentwurfes abzuwarten bleibt, sollten SHK-Unternehmer trotz der vielen täglichen Aufgaben und Herausforderungen schon heute aber eines tun – an sich und ihre Altersvorsorge denken. Denn wenn das erst der Staat macht, dann bleibt mitunter nur wenig Handlungsspielraum für eine auf die persönlichen Wünsche abgestimmte finanzielle Altersabsicherung.

Markus Münzfeld
Redakteur IKZ-Medien
m.muenzfeld@strobelmediagroup.de

 


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