Ausgabe 6/2005, Seite 3


Praxis


Zum Schmunzeln oder eher zum Heulen?

Diese Frage stellt sich wohl jeder Fachmann beim Anblick dieser Heizungsinstallation. Beim Austausch der Kesselanlage wurden gleich mehrere gravierende Fehler gemacht. So werden die Pumpen nicht über die Kesselregelung angesteuert, sondern über analoge Zeitschaltuhren. Die Dämmung der Rohrleitungen fehlt gänzlich. Über einen Zapfhahn ohne Rückschlagventil und Belüfter ist die Heizungsanlage mit dem Trinkwassersystem verbunden. Besonders mutig: Die äußerst sparsame Befestigung der nicht durchströmten Ausdehnungsgefäße für den Trinkwasserspeicher.

Eine Kesselregelung ist zwar vorhanden, dennoch werden die Pumpen über herkömmliche Zeitschaltuhren angesteuert.

 

Fehlende Rohrdämmung, keine Prüfmöglichkeit des Ausdehnungsgefäßes (Kappenventil fehlt), nicht DIN-konformer Füllanschluss... Es gibt vieles zu bemängeln an dieser Anlage.

 

Mutig die Aufhängung der Ausdehnungsgefäße. Weit ab vom Hauptstrang und dazu nicht durchströmt bieten sie Mikroorganismen eine lebenswerte Heimat - zum Schaden der Nutzer.


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