Ausgabe 3/2005, Seite 14 f.


Test


Sanitärtechnik

1. Welche Aufgaben haben Regenrückhaltebecken?

a Bei kurzzeitig starken Regenfällen schützen sie das Abwassersystem vor Überlastung

b Das Niederschlagswasser wird zur Trinkwassergewinnung aufgefangen

c Bei starken Niederschlägen sammeln sie das Regenwasser und geben es langsam wieder ab

d Das Niederschlagswasser wird schnellstens an Bäche und Seen weitergeleitet

2 Welche Mindesthöhen über dem Schmutzwasserspiegel sind beim Rohrunterbrecher einzuhalten?

a Rohrunterbrecher A 1: H/250 mm, bei Druckspüler H/500 mm

b Rohrunterbrecher A 2: H/150 mm

c Rohrunterbrecher A 1: H/150 mm, bei Druckspüler H/400 mm

d Rohrunterbrecher A 2: H/300 mm

3. Welche Verfahren werden beim Ableiten von Abwässern durch unterirdische Kanäle unterschieden?

a Trennverfahren

b Ablaufverfahren

c Mischverfahren

d Absaugverfahren

4. In welche Leitungen darf beim Abwasser-Trennverfahren kein Schmutzwasser geleitet werden?

a Regensammelleitungen

b Regenwasserkanal

c Regenfallleitungen

d Flachdachablaufsammelleitungen

 

Heizungs- und Klimatechnik

1. Die Taupunkttemperaturen des Wasserdampfs in Gasgemischen (wie den Abgasen) sind wesentlich niedriger als die beim klaren Wasser gemessenen 100°C. Sie betragen in Abgasen je nach verwendetem Brennstoff

a Bei Erdgas ca. 50°C; bei Flüssiggas ca. 48°C; bei Heizöl ca. 42°C

b Bei Erdgas ca. 56°C; bei Flüssiggas ca. 52°C; bei Heizöl ca. 47°C

c Bei Erdgas ca. 62°C; bei Flüssiggas ca. 59°C; bei Heizöl ca. 52°C

d Bei Erdgas ca. 65°C; bei Flüssiggas ca. 61°C; bei Heizöl ca. 55°C

2. Die Taupunkttemperatur im Abgas ist keine feste Größe, sondern steigt mit dem CO2-Gehalt der Abgase bis zum Höchstwert an. In Brennwertkesseln ist ein möglichst hoher CO2-Gehalt anzustreben. Der tatsächliche CO2-Gehalt der Abgase ist ein Vergleichswert für den Luftüberschuss bei der Verbrennung: Je größer der Luftüberschuss, umso geringer sind der CO2-Gehalt und die Taupunkttemperatur. Ein zu hoher Luftüberschuss beseitigt die Vorteile der Brennwertnutzung.
Welcher Luftüberschuss soll bei einem Brennwertkessel eingestellt werden, damit die Taupunkttemperatur in den Abgasen von Erdgas bei ca. 56°C, von Flüssiggas bei ca. 52°C und von Heizöl bei ca. 47°C liegt?

a 10% (l = 1,1)

b 15% (l = 1,15)

c 20% (l = 1,2)

d 25% (l = 1,25)

3. Die erste Nutzung der Brennwerttechnik war (und ist) eine Addition von einem konventionellen Heizkessel mit einem im Abgasweg nachgeschalteten Abgas/Wasser-Wärmetauscher (Kondensat-Wärmetauscher). Das Abgas gibt die Energie aus der Wasserkondensation zur Erwärmung von Rücklaufheizwasser ab. Voraussetzung für die Wärmerückgewinnung ist eine Rücklauftemperatur im Heizsystem, die deutlich unter der Taupunkttemperatur liegt.
Warum wird im Kondensat-Wärmetauscher der Abgasstrom in Richtung der Schwerkraft, also von "oben nach unten" geführt?

a Das Kondensat muss in Schwerkraftrichtung abfließen können und darf nicht wieder verdunsten bzw. verdampfen. Deshalb muss das Abgas die gleiche Richtung haben.

b Weil der Abgasstutzen am Kessel immer oben ist.

c Weil die Abgase schwerer sind als die Luft

d Weil der Kaminzug deutlich zunimmt, wenn die Abgase unten aus dem Wärmetauscher strömen.

 

Technische Mathematik

1. 10 m Dachrinne aus PVC werden von 10°C Nachttemperatur tagsüber auf 40°C durch Sonneneinstrahlung aufgeheizt. Berechnen Sie die Längenänderung der Dachrinne in Zentimetern.

a l ca. 1 cm

b l ca. 2 cm

c l ca. 3 cm

d l ca. 4 cm

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Der Arbeitnehmer hat beim Ausscheiden aus einem Arbeitsbetrieb das Recht, vom Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis anzufordern, in dem die gezeigten Leistungen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Können, Dienstauffassung, Erfahrungen u.a.) im Einzelnen aufgeführt werden. Wie wird dieses Arbeitszeugnis benannt?

a Qualifiziertes Arbeitszeugnis

b Ganzheitsarbeitszeugnis

c Detailliertes Arbeitszeugnis

d großes Arbeitszeugnis

e Registerarbeitszeugnis

2. Welches Merkmal hat die soziale Marktwirtschaft nicht?

a Produktionsmittel sind in -Privathand

b freier Wettbewerb

c freie Berufswahl

d staatliche Wirtschaftslenkung

e Verhinderung von unlauterem Wettbewerb

3. Welche Aufgabe hat die Bundesversammlung?

a sie entscheidet im Falle des Gesetzgebungsnotstandes

b sie entscheidet über einen Misstrauensantrag

c sie wählt den Bundespräsidenten

d sie bestimmt die Gesamtpolitik in der Bundesrepublik

e sie bestimmt bei Ländergrenzen - Neufestlegung


Lösungen

Sanitärtechnik

 1 a, c

Regenrückhaltebecken dienen der Vermeidung von Überlastung und der Vorbeugung gegen Rückstau in Abwassersystemen. Sie befinden sich meist in der Nähe großer versiegelter Flächen. Eine Überlaufeinrichtung leitet bei Rückstau das Niederschlagswasser in die Regenrückhaltebecken.

 2 b, c

Auf das Einhalten der Mindesthöhe zwischen Auslauf-Unterkante und maximal möglichem Schmutzwasserspiegel ist unbedingt zu achten.

 3 a, c

Beim Mischverfahren werden Schmutz- und Niederschlagswasser gemeinsam zur Kläranlage abgeleitet. Beim Trennverfahren geschieht dies in getrennten Leitungen. Das Schmutzwasser wird mehreren Reinigungsstufen unterzogen, während das Niederschlagswasser meist nur über eine biologische Reinigungsstufe dem Vorfluter zugeführt wird.

In Gebäuden fließt das Wasser über Schwerkraft (Ablaufverfahren) den Grundleitungen zu. Bei größeren Hallen wird das Dach-Niederschlagswasser auch durch Absaugeverfahren der Grundleitung zugeführt.

 4 a, b, c, d

Beim Trennverfahren darf in alle Leitungen, die Regenwasser führen, kein Schmutzwasser eingeleitet werden. Wenn Gefahr besteht, dass Schmutzwasser in Regenablaufstellen gelangt (Hofablauf), sind diese an die Schmutzwasserleitung anzuschließen.

 

Heizungs- und Klimatechnik

  1 b

  2 a

  3 a

 

Technische Mathematik

  1 c

Gegeben:
Ausgangslänge l0 = 10 m ;
linearer Temperaturausdehnungsbeiwert
aPVC = 0,0001 K-1

Temperaturunterschied
DJ = 40°C - 10°C = 30 K

Gesucht:
Längenänderung der Dachrinne
Dl in cm
Dl = l0 aPVC DJ
= 10 m 0,0001 K-1 30 K
= 0,03 m = 3 cm

Erfolgskontrolle:
In einem anderen Tabellenbuch wird
aPVC mit 10 mm/(m 100 K) angegeben:

Dl = l0 aPVC DJ

 

Arbeitsrecht und Soziales

  1 a; 2 d; 3 c


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